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12 Uhr nachts - Midnight Express
Midnight Express (1978), GB/US Laufzeit 121 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller
7.5
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Moviemaster:Movie
von Alan Parker, mit Brad Davis und Irene Miracle
Die packende Geschichte eines Amerikaners, der im Nahen Osten wegen des Besitzes von Drogen zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt wird. Unbeschreibliche Qualen werden ihm zur Gewohnheit, bis er nicht mehr kann. Freiheit oder Sterben, das ist seine letzte Alternative.
Mehr Bilder (3) und Videos (2) zu 12 Uhr nachts - Midnight Express
Cast & Crew
Drehbuch
Filmdetails 12 Uhr nachts - Midnight Express
- Genre
- Biopic, Thriller, Drama
- Ort
- Türkei
- Handlung
- Drogenschmuggel, Fluchtversuch, Freiheitsentzug, Haftstrafe
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Kritiken (2) — Film: 12 Uhr nachts - Midnight Express
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenKein akkurates Nacherzählen der wahren Geschichte des in der Türkei wegen Drogenschmuggels inhaftierten Amerikaners Billy Hayes. Stattdessen ein bewusst xenophobes Psychodrama, das den Verlorenen als Spielball einer beinahe außerirdisch anmutenden Gewaltwelt zeigt und sich mehr und mehr dem schieren Horror hingibt. Wer MIDNIGHT EXPRESS zum ersten Mal sieht, wird von Alan Parker geschickt in die Mangel genommen und immer wieder um Hoffnungsschimmer betrogen; seine Schauspieler treibt er dabei zu Höchstleistungen an. Manipulatives Kino, gar keine Frage; angesichts so packender Inszenierung allerdings ein zu vernachlässigender Vorwurf.
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Hisayasu S Wed, 29 Aug 2012 21:29:19 -0000
Antwort löschenFind den ebenfalls Hammer. Mindestens 82424mal gesehen.
Synopsis: zeitgeist Print & Online
Kommentar löschenSicher einer der heftigsten Gefängnisfilme, der allerdings nicht in der Türkei, sondern im "europäischen Hollywood" in der Festung Valettas gedreht wurde. Hauptdarsteller Brad Davis weilt längst nicht mehr unter den Lebenden, dafür aber ein Stuntman vom damaligen Set. Doch der ist heute (30 Jahre später!) ein mehrfach prämierter Barkeeper auf Malta, von dessen Künsten ich mich neulich persönlich überzeugen durfte ;-).
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Kommentare (15) — Film: 12 Uhr nachts - Midnight Express
pinkmanHIGH Thu, 09 May 2013 19:00:42 -0000
Kommentar löschenSehr realistisch gezeigter Film der durch seine düstere Stimmung überzeugt. Zur einer Ausgezeichneten Bewertung fehlt im aber noch bisschen, trotzdem Sehenswert.
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damian.thorne.3 Mon, 22 Apr 2013 00:40:05 -0000
Kommentar löschenHarter Knastfilm über die Realität in Türkischen Gefängnissen.
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Wurfmaul Sat, 29 Dec 2012 18:46:45 -0000
Kommentar löschenHabe mir diesen Film auf Anraten eines Freundes vor über einem Jahr gekauft und ihn zwei mal gesehen. Bei der zweiten Sichtung gefiel er mir weniger gut, fand in stellenweise sehr platt und schwarz/weiß. Auch der Hauptdarsteller war nicht so ganz mein Fall. Die Spannung die aufgebaut wird und gerade am Anfang, als der Protagonist mit dem Hasch um den Bauch versucht ins Flugzeug zu gelangen, diese Stimmung hat Alan Parker sehr gut getroffen. Den Soundtrack fand ich äußerst befremdlich - naja, kann man sich auf jeden Fall mal anschaun.
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Jomo Tue, 11 Dec 2012 21:55:04 -0000
Kommentar löschenSo sind sie die Türken: dämlich oder bösartig, meist beides, und obendrein potthässlich.
Was soll man von einem Film halten, von dem sich sogar der wahre Billy Hayes, der der es wissen muss, deutlich distanziert hat?
Abgesehen von seinen rassistischen Auswüchsen ist der Film reichlich eindimensional und wenig spannend. Da hat es vorher und nachher deutlich bessere Filme zum Thema gegeben.
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JackoXL Wed, 17 Oct 2012 23:09:14 -0000
Kommentar löschenZwei Dinge kann ich an "Midnight Express" kritisieren.
1. Der Film weicht an einigen Punkten (u.a. dem Ende) deutlich von der Buchvorlage (und somit den realen Geschehnissen) ab. Schade, aber bei so was nicht unüblich und immer nur dann von Belang, wenn man die Vorlage kennt. Hier ist das ausnahmsweise bei mir mal der Fall gewesen. Das schmälert den Gesamteindruck, wobei es den Film als solchen ja nicht schlecht macht.
2. Nicht von der Hand zu weisen: "Midnight Express" ist schon leicht manipulativ, wirkt wenig differenziert und betreibt Schwarz-Weiß-Malerei. Dazu muss ich aber sagen: Obwohl ich nicht beurteilen kann, in wie weit das Gezeigte mit den tatsächlich Verhältnissen des türkischen Justizvollzugs in den 70ern übereinstimmt, ich kann es glauben. Man möge mir eventuelles Unwissen verzeihen, aber ich denke selbst heute würde man eine höhere Haftstrafe akzeptieren, um diese statt in der Türkei in Deutschland absitzen zu dürfen. Der Film spielt vor 40 Jahren. Das türkische Volk wird ja auch nicht dämonisiert, sondern lediglich die Haftbedingungen, lustig war das bestimmt nicht. Zudem stimmt der Film hier mit der Buchvorlage überein, die wohl weit weniger fiktiv ist.
So, jetzt endlich mal zum Grund, warum da oben 8 Punkte stehen: "Midnight Express" ist ein erstklassig inszenierter, mitreißender Gefängnisfilm. Alan Parker gelingt es, wie so oft, den Zuschauer für 2 Stunden lang komplett in den Film eintauchen zu lassen, erlaubt sich keine Längen und führt seine Schauspieler hervorragend. Speziell punktet der Film durch seine Stimmung und die dadurch gezeigte Wirkung. Das beginnt schon in den ersten Minuten, in denen man förmlich glaubt, gerade selbst Dope zu schmuggeln (den Effekt mit dem laut pumpende Herz hat Parker knapp 10 Jahre später bei "Angel Heart" wiederverwertet, wobei dort in einem anderen Zusammenhang. Zieht bei ihm immer.) Besonders aber später, während des zermürmenden Knastaufenthalts, ist man mitten drin und kann die Tortur des Protagonisten schmwerzlich mitfühlen. Dadurch lässt "Midnight Express" die vorher genannten Schönheitsfehler praktisch vergessen, er funktioniert schlicht großartig.
Hat an Intensität über die Jahre nichts eingebüßt. Bärenstarker Film von einem bärenstarken Regiesseur, der gerne nochmal ein Comeback wagen dürfte, mich würde es freuen.
bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
lieber_tee Wed, 17 Oct 2012 23:47:54 -0000
Antwort löschenbärenstark,bärenstark,bärenstark,bärenstark,knasthöllenstark.
JackoXL Wed, 17 Oct 2012 23:51:20 -0000
Antwort löschenOh, kein schönes Bild? :(
Du hast da was losgetreten. ;)))
lieber_tee Wed, 17 Oct 2012 23:56:36 -0000
Antwort löschen熊熊熊熊熊熊-renstarker Film
JackoXL Wed, 17 Oct 2012 23:59:01 -0000
Antwort löschenNicht dein Bestes, aber spontan beatlich. Danke. :)
onyxxx11 Thu, 18 Oct 2012 00:08:51 -0000
Antwort löschenbärchenstark, bärchenstark, bärchenstark :)
Stufe2 des Baukastens:
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lieber_tee Thu, 18 Oct 2012 00:18:36 -0000
Antwort löschenToll, wage kaum Kritik zu üben, sieht eher wie der Kuschel-Hase meiner Tochter aus...
Muckel-stark...
niceeddy Thu, 18 Oct 2012 06:58:41 -0000
Antwort löschenOh, ich sehe gerade, als ich mal nachschaute, was Brad Davis denn so macht, dass er 1991 an AIDS verstarb.
Alle 9 Antworten zeigen
JackoXL Thu, 18 Oct 2012 07:16:59 -0000
Antwort löschenOh mein Gott, was ist denn das?!
Onyxxx, ich verneige mich voll Ehrfurcht. :)
@eddy: Echt? Schade. Hatte mich aber auch gefragt, warum man von dem nichts mehr hört.
crab1973 Thu, 18 Oct 2012 11:24:38 -0000
Antwort löschenDas ist doch ein Glücksbärchi. Niedlich. :)
cpt. chaos Thu, 12 Jul 2012 16:28:56 -0000
Kommentar löschenDie Geschichte, zu der Oliver Stone das Drehbuch schrieb und am besten zugleich auch selbst Regie geführt hätte – besser noch mit einem Robert DeNiro in der Hauptrolle – basiert auf einer wahren Begebenheit. Anfangs denkt man womöglich noch: "Selbst schuld!", "Wie blöd muss man sein?!" oder vielleicht auch "Dumm gelaufen!", was sich dann aber im weiteren Verlauf ändern soll…
Letztendlich ist es wohl wie mit vielen anderen Dingen auf Erden: Entscheidend ist, wenn man erwischt wird, was man getan hat und vor allem wo?! Womit wir eigentlich auch schon wieder am Anfang wären: Selbst schuld, dumm gelaufen und so.
Wenn es einen nicht selbst betrifft, kann man natürlich hinterher immer klug schnacken, ist klar!
Thematisch äußerst brisant und das gezeigte Justizsystem, das mittelalterliche Züge trägt, ist wahnsinnig schockierend, wobei ich man besser nicht hinterfragen möchte, inwiefern da nicht doch womöglich wieder einmal ein wenig überzogen wurde, so ein klein wenig an der Realität vorbei. Aber egal, nicht unbedingt übermäßig von Bedeutung!
Klarer Schwachpunkt ist hingegen für mich die Umsetzung, da man hier doch bedeutend mehr hätte herauskitzeln können. Nun ja, und der Hauptdarsteller offenbart auch so sein Schwächen – nicht schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut!
gez. Nörgel-Hannes
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Haxow Fri, 18 Nov 2011 23:57:47 -0000
Kommentar löschenabsoluter schrott. mehr worte bedarf es für diesen müll nicht.
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Lumpowitz Sat, 19 Nov 2011 00:07:13 -0000
Antwort löschenMehr Worte bedarf es nicht? Ach, doch. Zum Beispiel, warum es absoluter Schrott ist. So lässt sich mit deinem Kommentar nichts anfangen. Der Film interessiert mich außerordentlich und es wäre doch schön, ein negatives Statement dazu (immerhin recht selten) vernünftig begründet zu sehen.
Haxow Sat, 19 Nov 2011 00:29:54 -0000
Antwort löschender film ist übertrieben langweilig und sehr einseitig. die einheimischen werden wie wilde und dreckige bestien dargestellt. ein typisch amerikanischer patriotenfilm halt. alles ist schlecht, bis auf amerika. aus filmtechnischer sicht ebenfalls eine katastrophe. alles plätschert vor sich hin und nix passiert in den 2 stunden. zudem sind die schauspieler wirklich schlecht.
Lumpowitz Sat, 19 Nov 2011 00:35:20 -0000
Antwort löschenDas mit der Langeweile und den schlechten Schauspielern nehme ich dir jetzt nicht ab, weil du es in jedem zweiten Kommentar schreibst. Die anderen Punkte behalte ich mal im Auge.
lieber_tee Sat, 19 Nov 2011 01:32:06 -0000
Antwort löschenMit der einseitigen, klischeehaften Darstellung der Türken hat Haxow schon recht. Etwas, was dem Film oft vorgeworfen wird. Langeweile, schlechte Schauspieler und katastrophale Filmtechnik habe ich nicht gesehen. Im Gegenteil.
Alle 6 Antworten zeigen
Haxow Sat, 19 Nov 2011 03:10:34 -0000
Antwort löschenob du es mir abnimmst oder nicht interessiert mich ehrlich gesagt nicht :) ich schreib immer das was ich empfinde. ich beschönige nicht nur weil ein film durchgehend positive stimmen hat. wenn ich ein film scheiße und langweilig finde, dann schreibe ich das auch. nur mal so angemerkt :)
Andy78 Mon, 02 Apr 2012 18:27:03 -0000
Antwort löschenMein Fazit damals wie heute: "Emotional mitreißend und hochspannend!"
Inwiefern er politisch korrekt darstellt oder überdramatisiert, habe ich bisher nicht hinterfragt...
...und bin mir auch nicht sicher, ob es im Nachhinein so sinnvoll wäre...Oliver Stone hat sich "beim türkischen Volk entschuldigt" und Alan Parker hat betont einen Film über das Thema: "Unrecht" gedreht zu haben...und distanzierte sich vom Rassismusvorwurf...sofern man Wikipedia glauben schenken kann...
Aber da du den Knastalltag, in dem deiner Ansicht nach sowieso nichts passiert ist, ja eh als langweilig empfunden hast, wird die krasse Bebilderung der Zustände und Aktionen der Häftlinge, Wärter ect.wohl auch nicht dein Hauptkritikpunkt gewesen sein...Tja Knast ist halt eben auch eintönig - sonst wärs schließlich auch keine Strafe...;)
P.S. Du betonst: Ich schreib immer was ich empfinde. Ich beschönige nicht. u.s.w.
Das ist eine pure Selbstverständlichkeit und trifft für die breite Masse der moviepiloten im Forum zu...und ist entsprechend auch nichts Besonderes und erwähnenswert...:)
Hungerkünstler Fri, 05 Aug 2011 14:34:18 -0000
Kommentar löschenMidnight Express beeindruckt durch Bilder, die sich in das Gedächtnis einbrennen. Inszenierung und Dramaturgie sind von hoher Qualität. Die schauspierischen Leistungen,auch der Nebendarsteller sind auszeichnungswürdig. Die Filmmusik wurde zu Recht mit einem Oscar prämiert.
Den Rassismusvorwurf, der gegen den Film erhoben wurde, vermag ich nicht recht nachzuvollziehen. Man erlebt türkisches Gefängnispersonal zwischen Gleichgültigkeit und Sadismus. Das dürfte in nicht wnigen Ländern (auch in den USA ?) ähnlich sein. Über die Menschen in der Türkei schlechthin ist damit nichts Abwertendes ausgesagt. Dass schwere Mißhandlunen und Folter in der damaligen Zeit in der Türkei häufig vorkamen (wahrscheinlich auch heute noch umindest in Enzelfällen vorkommen) ist eine völlig unstreitige Tatsache. Insofern meine ich , dass der Film keineswegs die Türkei verunglimpft.
Erhebliches Unbehagen verursacht mir aber das Drehbuch von Oliver Stone. Den Fall Billy Hayes hat es ja gegeben. Der Film erweckt so den Eindruck,dass die Ereignisse sich so abgespielt häten wie im Film geschildert. Im Wesentlichen mag dies stimmen, teilweise weicht die Schilderung aber offensichtlich vom realen Geschehen ab, (Vorsicht Spoiler!) so wohl auch die geschilderte Flucht aus dem Gefängnis. Billy Hayes hat selbst den Film kritisiert und angemerkt, dass die Ereignisse "überdramatisiert"worden seien. Diese Vermengung von realem Geschehen und Fiktion zielt wohl auf die Erwartungen des zahlenden Filmpublikums; mir gefällt sie nicht.
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Bäda Wed, 19 Jan 2011 22:01:27 -0000
Kommentar löschenRichtig guter Film von dem ich zuvor nie was gehört hatte. Wirklich gut wird die bedrückende und immer wieder aussichtslose Lage dargestellt. Jedem zu empfehlen, der sich nicht vom Titel abschrecken lässt.
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Kill_Diether Mon, 05 Apr 2010 18:38:54 -0000
Kommentar löschenHabe Midnight Express erst Anfang der Achtziger gesehen
und sage daher: "Noch ein richtig guter aus den Achtzigern!".
Krasser Thriller, gerade bei der Vorstellung, dass dies keine
Fiktion ist.
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guggenheim Mon, 05 Apr 2010 09:49:58 -0000
Kommentar löschenVor allem die letzte Stunde ist ein Intensivwerk und entschädigt für den Hänger im Mittelteil. Die Darstellung der ausweglosen Situation, die pure Verzweiflung ob der verlorenen Möglichkeit der Einflussnahme, das Paktieren mit dem Teufel - in all seiner Brutalität wird man auf diese emotionale Reise mitgenommen.
Dabei bedient sich der Film einer gewissen Symbolik, die z.B. (leichte SPOILER) in der Szene, in der der sadistische Hamidou seine übergewichtigen Kinder an der Hand hat und sie nur loslässt, um gefangenen Kindern auf die Fußsohlen zu prügeln, zu Tage tritt. Die Stilisierung zum gottgleichen Herren, der führt und richtet, wird später nochmal aufgegriffen, als Billy an die Hand genommen wird, sein Schicksal somit metaphorisch wie real in die Hand des obersten Herren legt.
Die Darstellung eines Unrechtssystems, das sich nur der Form halber als Rechtssystem bezeichnet, ist stark gemacht und auch realistisch. Dem Vorwurf der Verunglimpfung der Türkei muss sich der Film und somit die Macher zwar stellen, kann ihn aber abschmettern:
Zum einen könnte man die berechtigte Frage stellen, aus welchem Grund türkische Gefängnisse einen solch miesen Ruf haben. Er wird zumindest zum Teil nicht aus der Luft gegriffen sein.
Zum anderen steht die Türkei nur stellvertretend für andere Systeme, bei denen Schuld und Sühne in einem Ungleichverhältnis stehen. Dass man die Türkei als Handlungsort nahm, hat sogar noch eine besondere Note: im tiefsten Arabien hätten viele sowas für normal gehalten, die Türkei hingegen (und Istanbul speziell) hat europäische Einflüsse, ihr kann somit nicht wirklich die Barbarenplakette angehaftet werden.
Der Film wird zu einem Großteil nebst der Atmosphäre von seinen Schauspielern getragen, und diese machen ihre Sache hervorragend. Brad Davis als Billy wächst mit der Dauer des Films und bietet zum Ende eine preisverdächtige Leistung. John Hurt beweist auch hier wieder, warum er zu den besten Charaktermimen aller Zeiten gehört, und auch Randy Quaid, der vielen eher aus "National Lampoon's Vacations"-Reihe bekannt sein dürfte, darf hier sein schauspielerisches Können zeigen. Paul L. Smith als sadistischer Gefängnisaufseher und Paolo Bonacelli als Spitzel Rifki sind als Antagonisten passend besetzt und überzeugen.
Fazit: Ein Meisterwerk, das auch noch nach so vielen Jahren überraschend frisch daherkommt und mit Sicherheit zu den besten 5 Gefängnisfilmen aller Zeiten zählt.
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AlainDelon87 Mon, 03 Mar 2008 18:50:54 -0000
Kommentar löschenWoh einer der heftigsten Gefängnis-Filme der je gemacht wurde.
Beruht auf einer wahren Begebenheit.
Hammermusik die ihrer Zeit sogar schon ein bissche vorraus war.
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McAlloon Sat, 02 Feb 2008 15:35:02 -0000
Kommentar löschen"Joey, warst Du schon mal in einem türkischen Gefängnis?" - Okay, das Zitat stammt aus einem völlig anderen Film aber das konnte ich mir jetzt einfach nicht verkneifen. *gg*
- Der Film selbst ist eine ziemliche Tortur für den Zuschauer, denn ganz egal, ob die Darstellung des Gefängnisalltags jetzt wirklichkeitsgetreu ist oder nicht - hier wird man Zeuge wie ein Mensch gebrochen wird. Die Szene in der der Hauptdarsteller von seiner ehemaligen Freundin besucht wird und sich grunzend in der Besucherzelle einen runterholt dürfte eine der unangenehmsten sein, die ich jemals gesehen habe. Wenn er dann seinen Peinigern entkommen kann und den "Midnight Express" in die Freiheit nimmt, wirkt es wie eine zweite Geburt.
Der Film "Brokedown Palace" hat dann 20 Jahre später die gleiche Geschichte noch mal erzählt, aber in einer Weichspüler-Version, mit schönen Landschaftsbildern als "Feel Good Prison-Movie".
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Iwan Goratschin Sat, 02 Feb 2008 11:18:18 -0000
Kommentar löschenNicht die Art von Film, die bei mir auf der Hitliste stehen würde.
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Volker Sat, 05 May 2007 01:14:25 -0000
Kommentar löschenKiffen macht halt doof. Dass es aber wegen eines kleinen Drogenvergehens so dermaßen abgeht, hat er sich wohl nicht träumen lassen. Packend.
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