2001 - Odyssee im Weltraum - Kritik

US 1968
Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film

Kritiken (9) — Film: 2001 - Odyssee im Weltraum

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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10.0Herausragend

Wahnsinnig. Besessen. Kosmisch. Egozentrisch. Formvollendet. Die Steigerung all dessen, was sich früher, heute und morgen als "Kino" schimpft. Seufzer der Überwältigung aus gleitenden Bewegungen durch Raum und Zeit, die Transformation des menschlichen Individuums zu etwas Neuem, Höheren, merklich Metaphysischen. Wenn Film zur Oper, leichte Unterhaltung zur anregenden Erfahrung wird. Ein singulärer Regisseur findet das zeitüberdauernd Genuine im Science-Fiction-Film, der auf einer hochgeistigen Ebene fundamentale Zivilisationsfragen nach dem Sinn des Lebens in zwei essayistischen Bildsinfonien und einer mehr dem Erzählkino verhafteten Konfrontation von Mensch gegen Maschine und HAL gegen Bowman stellt. Von scheiternder Menschlichkeit, göttlicher Intervention, psychedelischer Vision, gewaltsamer Menschheitsgeburt, arroganter Überlegenheit und evolutionären Bewusstseinssprüngen schwarzer Monolithen, vom Knochen zum Raumschiff zu Gott. Vom Affen zum Astronauten zum Baby. Alterung, Tod, Wiedergeburt. Ligeti. Strauss. Strauß. Berührend. Verletzlich. Stimulierend. Manchmal auch ein bisschen humorvoll. Dialoge sind Bilder, sind Text, Bilder erzählen Geschichten. Geschichten über Mechanik und dem Sein im Weltall. Eine der allerschönsten Seherfahrungen. Pure Ekstase. Jede Szene unzerstörbar, jede Sekunde unersetzbar. Und Kubrick unbezwingbar.

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Timo K.

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Dankeschön. :)


Dox

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Sehr gute Herangehensweise für einen Kommentar zum einzig wahren Film der Superlative, auch sehr gelungener Kommentar nebenbei. ;-) Ich frage mich nur, weshalb ich kein Herz neben der 10 sehen kann bzw. wie man, nachdem man diesen Film gesehen hat, überhaupt noch andere Filme als "Lieblingsfilme" bezeichnen kann? Antworte mir schnell, denn ich brauche dringend einen Grund, damit ich meine Liste nicht auf nur diesen reduziere. ;D


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Das fantastische Abenteuer ist nicht einfache Science Fiction, die überdies das Genre jedoch auch nachhaltig beeinflusst haben dürfte, sondern ein mit Skepsis, bitterer Ironie und Zynismus vorgelegter (gesellschaftlicher) Gegenentwurf. [...]

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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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10.0Lieblingsfilm

1965 begann Filmregisseur Stanley Kubrick zusammen mit dem Schriftsteller Arthur C. Clarke (der mit seiner Kurzgeschichte „The Sentinel“ die Grundlage zu der Filmidee lieferte) die Arbeit an dem „endgültigen Science Fiction Film“ „Journey beyond the Stars“ (Arbeitstitel). Ihr Antrieb lag vor allem darin, mit den gängigen Klischees aufzuräumen, die in den 60ern vorherrschten. Weg von den unrealistischen Raumschiffen und martialischen Alienkämpfen, hin zu einer realen Geschichtsstunde. Bis die erste Klappe fiel waren über 2 Jahre Vorbereitungszeit vergangen. Etliche Wissenschaftler der NASA wurden befragt und junge (Film-) Talente engagiert. Es sollte ein möglichst realer (!) Science Fiction Film entstehen.

Und, um es vorweg zu nehmen: Das gelang ihnen auch! Über lange 139 Minuten wanken die Raumschiffe/-stationen im Walzertakt durchs Weltall und bildgewaltige Sequenzen verlangen nach einem Erzähler aus dem OFF, der dem Betrachter die Aussage dieser Bilder näher…

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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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Mein Joker-Text, den ich heute nicht mehr in dieser Weise schreiben würde, ich letztendlich aber doch für die einzige ehrliche Art der Auseinandersetzung mit "Erfahrungskino" dieser Coleur betrachte, können irgendwelche Objektivierungen doch nie verbergen, dass 2001 nur für denjenigen funktionieren wird, der einen persönlichen Zugang dazu gefunden hat.
Ein einseitges Hasspamphlet, ein Affekt-Text für einen affektierten Film - aber Kritiker-Integrität wird sowieso überbewertet.
_______

Eines kann man "2001" und seinem Schöpfer Kubrick definitiv nicht absprechen: Es gibt einige wirklich imposante Bild-Ton-Montagen und handwerklich perfekt ist es größtenteils auch. Aber handwerklich größtenteils perfekt wurden auch mein Kühlschrank und mein Ofen installiert, und die schaue ich dewegen auch nicht den ganzen Tag verzückt an oder würde dem freundlichen Handwerker einen Nobelpreis dafür verleihen.

Das Problem an Filmen, die mehr…



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fkfilmkritik

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@Hitmanski: Na ja nicht immer "Date Movie" hassen glaube ich ziemlich viele (ich auch).


sleepy_dinosaur

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@Hitmanski: Hör auf billmaik! Guck' dir 'Enter the Void' an.


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

Dieser Film mit seinen minutenlangen Aufnahmen von schwerelos durch den Weltall schwebenden Raumschiffen und der betörenden Musik von Györgi Ligety entspricht ganz bestimmt nicht jedem Geschmack. Auch der Auftakt mit den Purzelbaum schlagenden Affen wirkt eher seltsam. Doch schon alleine die Einstellung für Einstellung perfekte Kameraarbeit sorgt für unzählige ikonische Bilder.

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Flibbo: wieistderfilm.de

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10.0Herausragend

Stanley Kubricks Weltraumoper ist Ästhetik in Reinform. Die herausragende Kameraführung, mit den Kubrick-typischen symmetrischen, sterilen Bildern, das grandiose Szenenbild, die kultige Musik – da stimmt alles. Wer kein Auge für Kubricks Art von Kunst hat, wird sich wahrscheinlich langweilen. Im Film sprechen weitestgehend Bilder für sich. „2001“ ist am wenigsten ein Film für jeden Gemütszustand, aber dafür ein absolut einzigartiger. [...]

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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

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10.0Lieblingsfilm

Kolossal, beeindruckend, ergreifend, atemberaubend, meisterhaft – angesichts dieses Kubrickschen Meisterstücks neigen sich die Superlativen schon nach kurzer Zeit dem Ende entgegen.

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Moviesteve: Podcast

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10.0Herausragend

Kubricks Meisterwerk ist DER Klassiker des Science-Fiction-Films und behandelt in seiner unnachahmlich langsamen Art philosphische Fragen, die die Menschheit auch beinahe 40 Jahre nach seiner Entstehung noch umtreiben. Es braucht einige Zeit und meist mehrere Durchgänge, bis man den Film wirklich mag. Dann aber umso mehr!

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.5Ganz gut

Drei Minuten sphärischer Musik zu Schwarzbild sind das einzige, was Stanley Kubrick seinem Zuschauer zeigt. Er gibt somit schon dem ersten Bild des Films die Zeit, Gedanke zu werden und führt mit "Atmosphères" von György Ligeti das Alles und Nichts in den unendlichen Weiten vor Augen. Dann erscheint das Firmenlogo von Metro-Goldwyn-Mayer und die Sonne geht auf für "2001: A Space Odyssey", einem der einflussreichsten Science-Fiction-Filme, der mit seiner Entwicklungsgeschichte samt Wiedergeburt eines neuen Menschen, mit technischer Utopie und kulturphilosophischer Spekulation, voller Skepsis und bitterer Ironie die Jahrzehnte seit seiner Entstehung - auch aufgrund des zeitlosen Looks - unbeschadet überdauert hat.

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Kommentare (160) — Film: 2001 - Odyssee im Weltraum

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

"2001 - Odyssee im Weltraum" – Kubrick-Box [2/7]

Das ist kein Film – Das ist Kunst. Wunderschöne Bilder, gigantische Special-Effects, die bis heute Glaubwürdigkeit verleihen. Des weiteren besticht die Weltall-Odyssee mit einer interessanten Story, die heute aktueller denn je ist und wie immer bei Kubrick konsequent zu Ende erzählt wird. Es ist unmöglich den Film ganz zu verstehen und vom Regisseur selbst gar nicht erwünscht. Klar hat der Film seine Längen, und das ist auch das einzige was ein paar Punkte gekostet hat.

Ein Must-Seen für Cineasten. Für einen Filmabend mit Bier und Freunden aber auf keinen Fall empfehlenswert.

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Cellmorbasg

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Bewertung7.0Sehenswert

Beeindruckende Bilder allein reichen, auch mit der besten musikalischen Untermalung, nicht. Glücklicherweise bietet dieser Film mehr und so war der beeindruckenste Moment der sanfte Klang folgender Worte: "Affirmative, Dave. I read you." Eine kleine Schauergeschichte des Kampfes zwischen Mensch und Maschine. Im Gegensatz zu anderen Filmen bieten die Bilder und die Geschichte hier tatsächlich Spielraum für Interpretationen, doch kommt das so gewollt und konstruiert daher, dass die fehlende Interpretation durch den Film selbst mehr Kalkül als Geniestreich zu sein scheint. So bleibt nur sich an dem zu erfreuen was man vorgesetzt bekommt, eine teilweise beeindruckende Symbiose aus bewegten Bildern und Musik und im dritten Akt auch eine interessante Geschichte.

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Sandsturm

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe ihn ca. 7 - 10 mal gesehen. Das erste mal vor ca. 30 Jahren auf einem relativ kleinen Farbfernseher, danach auf einem noch kleineren Farbfernseher und ich war mäßig begeistert.

Im Jahr 2001 schaute ich ihn mir bei der Wiederaufführung im Kino an und war ob der Bildqualität perplex. Zudem war seitdem viel Zeit vergangen und bereits die Weitsicht zu erkennen, die den Film ausmacht. Die Perfektion in Bezug auf Details, Kameraführung und Bildgestaltung kam auf der großen Leinwand voll zur Geltung - kein Vergleich zu meinen vorigen "Sichtungen" im Mäusekinoformat.

Je öfter man den Film sieht und je mehr Zeit vergeht, desto klarer wird seine Eigenschaft als bahnbrechender Meilenstein, wobei er nach wie vor ein geniales Alleinstellungsmerkmal aufweist.

Seine Langsamkeit ermöglicht auf der anderen Seite den Genuss der wunderbaren Kameraeinstellungen und der Schönheit der Szenerien (man könnte den Film zu jeder beliebigen Sekunde anhalten, das Bild ausdrucken und an die Wand hängen) als auch ein Nachgrübeln über das Geschehen schon während der Betrachtung des Films.

Man sollte die heutigen Möglichkeiten nutzen, Filme auch zuhause auf großen Bildschirmen anschauen zu können. Ich besaß den Film als DVD als Teil eine Stanley Kubrick-Box und habe dennoch neulich eine Blue Ray-Disc von dem Film gekauft - und wieder hat es sich gelohnt. Aber schon kam mir unser 40-Zoll-TV wieder zu klein vor …

Sollte er mal wieder im Kino kommen werde ich dabei sein.

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Diggler27

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Bewertung9.5Herausragend

Obwohl er die Langsamkeit zelebriert, finde ich ihn auch beim x-ten Mal nicht langweilig. Ein brillanter Film, an dem man sich tot-interpretieren kann, mit unvergleichlicher Atmosphäre und Bildern, die das gesamte Science-Fiction-Genre geprägt haben. Muss man vielleicht nicht mögen, aber auf jeden Fall respektieren. Meisterwerk!

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duddits5k

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Bewertung9.5Herausragend

1968...

da haben sich viele bedient :)

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HansMaulwurf

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Dass du den erst jetzt guckst... jungejunge^^


BNTeam

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Bewertung9.5Herausragend

Dieser Film ist einfach genial! Trotz weniger Dialoge, sprechen die Bilder für sich. Der Film ist ein einziger Spielplatz der Interpretationen!

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Jeff Lebowski

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Bewertung9.5Herausragend

Also, ist 2001- Odyssee im Weltraum nun langarmig und nicht auszuhalten ohne vorzuspulen oder nicht? Fakten:
Minuten 0-3: Schwarzer Bildschirm, nur Musik ertönt
Minuten 3-21: Man sieht ein paar Primaten in der Wüste, einer wird von einem Tieger getötet. Auf einmal steht ein Stein bei ihnen und ihr Verhalten ändert sich. Es wird kein Wort gesprochen und alles ist größtenteils ohne Musik inszeniert.
Minuten 21-42: [SPOILER] Ein Mann fliegt zum Mond, dort sieht er sich einen ausgegrabenen Stein an, der dem vom Anfang gleicht. [SPOILER ENDE]
Nach 42: Man sieht zum ersten mal den Hautcharakter.
Im letztem Teil sieht man ca. 5 Minuten lang Farben und die Pupillen der Hauptperson (eine bessere Erklärung ist mir nicht eingeefallen)
Fakt: 70% des Films vergehen ohne dass geredet wird.

Also, ist der Film langweilig oder nicht?
Ich sage nein. Warum? Es ist einfach das besondere an Stanly Kubrick, dass er durch den geschickten Einsatz von Musik und Schnitten langweilige Szenen spannend macht.
Diesen Film könnte man als Traumreise ansehen, nicht als normalen Film. Er hebt sich einfach von der Masse ab und wird dadurch was ganz besonderes.

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paultom

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Ich glaube ist ist (wie über mir erwähnt) eine Reise durch Raum und Zeit in andere Dimensionen, sowie eine Neugeburt! Wenn man genau hinsieht, zerren sich in den Farbmischungen an einer Stelle so, dass es wir ein Embryo im Mutterleib aussieht.


Jeff Lebowski

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Eine interessante Perspektive. Er blickt auf sein Leben zurück, stirbt und wird dann als Embryo wiedergeboren. Das würde auch erklären warum 4 mal der gleiche Mann in einem Raum ist..


geheimer333

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Bewertung10.0Herausragend

2001

Der Film 2001 ist ein Meisterwerk das steht fest, somit möchte ich hier den Film selber interpretieren, das wird mir natürlich nicht vollständig gelingen, aber ich gebe mein bestes:

Anfänglich ist für ca. 5 Minuten ein schwarzes Bild zu sehen, dies könnte aber auch der schwarze Monolith sein, auf den der Film irgendwie aufbaut und der "Story einen roten Faden verleiht.
Was ist diese Monolith, schon den Affen half er in der Phase der Evolution das Werkzeug zu erfinden, das Gute, doch das Werkzeug brachte Gewalt mit sich, diese Gewalt brachte aber wiederum Zusammenhalt mit sich, welcher die Rassentrennung verursacht.
Wenn also so etwas wie gut und böse existiert, ist die Existenz des Guten vom Schlechten abhängig und umgekehrt? Sowäre doch auch alles Gute schlecht und alles Schlechte gut, wodurch gut und schlecht nicht existieren würde.

Bei einer Reise zum Mond wird noch ein solcher Monolith entdeckt, ist er bei wichtigen Schritten der Menschheit anwesend, vielleicht eine Art Gott, die durch diesen Monolith auf die Menschen herabschaut?

Der jenige, der den Monolithen berührte, sah diesen im Reich der Toten. Er wurde wieder zum Baby und schwebte durchs Universum, vielleicht ist er durch den Kontakt zum Göttlichen zu Gott berufen worden und ist nun auf dem Weg zum Jupiter, zu welchem der Monolith Signale sendete.

Eine solche göttliche Macht würde auch das Ausfallen des Supercomputers HAL 9000 erklären, etwas was nicht von Gott geschaffen wurde (vielleicht sogar vom Teufel?) kann dem göttlichen nicht näher kommen, wendet sich dann gegen das Werk Gottes.
Das ist vielleicht als Warnung zu verstehen? Man solle sich nicht auf die Technik verlassen, vielleicht sind wir selber sonst irgendwann nutzlos.

Mehr fällt mir leider nicht ein, die Bildgewalt und Botschaft dieses Filmes muss noch auf mich wirken.

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DerMarvin

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Bewertung10.0Herausragend

Mein erster Eindruck vom Film war nicht in Worte zu fassen. Er war mehr negativ und vernichtend.

Dann hatte ich Zeit über den Film nachzudenken. Einige Gedankengänge später wusste ich die einzelnen Elemente des Films zu schätzen. Mehr Teile fügte ich in meinem Kopf zusammen und immer komplexer und tiefgründiger erschien mir das Ganze.

Einen Tag später folgte dann die zweite Sichtung. Es war so, wie ich es erwartet hatte. So langweilig ich den Film bei der ersten Sichtung noch fand, umso tiefer zog er mich nun in seinen Bann.

Klar ist, dass ich den Film noch nicht verstanden habe. Noch nicht ganz. Und ich bezweifle, dass ich das jemals tun werde.
Dieser Film ist revolutionär. Er ist Vorbild einer ganzen Generation.

Deswegen bleibe ich, wie unter anderem schon bei "Lost Highway", dabei:

Der beste Weg den Film zu verstehen, ist sich selbst einzugestehen, ihn nicht zu verstehen.

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Dox

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Danke, dieser Kommentar hat mir vor meiner Erstsichtung wirklich geholfen, den Film direkt schätzen (und lieben) zu lernen. :D


blockbusterandmore

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Stanley Kubrick: "In einem unendlichem, ewigem Universum ist alles möglich.”

Die folgenden Abschnitte enthalten Spoiler (weiterlesen auf eigene Gefahr):

Eine Sache ist bis heute unumstößlich : Stanley Kubricks "2001", den Urknall und Ideenlieferanten aller modernen Filmemacher (von Ridley Scott bis Steven Spielberg) als schlechten, mittelmäßigen oder Hassfilm abzustempeln, ist so fahrlässig wie unnötig. Wäre Kubricks "2001" nicht entstanden, wäre z.B. auch so ein zeitloses Werk wie "Alien" von Ridley Scott niemals auf der Leinwand zu sehen gewesen.

"2001" ist die Begründung der modernen Science Fiction. Alien, Blade Runner und weitere herausragende bzw. bahnbrechende Werke sind die Nachfolger einer wichtigen Hinterlassenschaft und folgerichtig nichts weiter als die Erben der Filmlandschaft. "2001 - A Space Odyssey" positioniert sich jenseits von Gut und Böse und mutwilligen Verrissen. Im Prinzip geht es in Kubricks "2001" um die Schöpfungs- und Entstehungsgeschichte der Menschheit bzw. um einen Ausblick in die Zukunft, "2001" handelt im vereinfachten Sinne schlicht und ergreifend von der "Evolution." "2001 - A Space Odyssey” befaßt sich mit den tiefgreifenden Fragen unserer gesamten Existenz.
Das, was in den Bildern im Film "2001" zur Geltung und zum Ausdruck kommt, geht weit über verbreitete Meinungen, Ansichten, Theorien und die Möglichkeiten der eigenen menschlichen Kommunikation hinaus. Ein Teil von "2001" führt uns das visuell erkennbare und das menschlich messbare vor. Andererseits bekommt der unendlich große Raum durch das All plötzlich Übergewicht, und die Worte des Menschen können dieses nicht beschreiben.

Wir können uns nur nach besten Kräften bemühen, das visuelle zu verstehen und zu interpretieren, ohne die eigene Überzeugung oder ein bestimmtes Wertesystem mit einfließen zu lassen.
Stanley Kubrick hat diese Aspekte als einer der ersten Filmemacher begriffen, wollte seinem zentralem Werk "2001" aber keine eigene Deutung beimessen.

"2001" ist eine Herausforderung für den Verstand, befaßt sich im innersten mit der Vorstellung der Gegenwart des Universums. "2001" beschenkt uns mit grundlegenden und tiefschürfenden Gedanken über den Ursprung des Lebens, der Evolution und auch der Intelligenz. Kubrick hinterfragt den Sinn und das Darsein der existierenden Intelligenz. Im weiteren Verlauf geht "2001" sogar nochmal über diese Gedanken hinaus. Stanley Kubrick sucht nach den Gründen für unser bestehendes Universum und erkundet die Möglichkeit der Vorstellung von Göttern. Stanley Kubrick hat erkannt, das uns die Vorstellung von Göttern ein sicheres Gefühl verleiht, denn die Vorstellung von auch nur einem existierendem Gott ist "der” Schlüssel zur Lösung unserer eigenen Existenz.

Diese Lösung gibt uns eine Richtung vor, wir sind in der Lage Antworten zu erhalten und den Sinn unseres darseins zu verstehen. Zwangsläufig beginnt "2001 - A Space Odyssey” mit "The Dawn Of Man”: "The Dawn Of Man” hat nicht oberflächlich mit herumspringenden Kreaturen zu tun, sondern zeigt uns, die Menschheit, in ihrer primitivsten Form. Neid, Hass, Konflikte, Besitzdenken sowie Gruppenzwang, Dynamik und eine hierarchische Ordnung prägten uns schon in den Anfängen! Die Frage ist, wie haben wir uns entwickelt? Der Film gibt darauf eine plausible Antwort: durch den Monolithen! Woher kommt dieser? Nun, jedenfalls nicht von unserer Welt! Als Antwort bleibt halt nur übrig, das die Wahrheit ausserhalb unserer Vorstellungskraft liegt. Der Monolith sollte lediglich als Stein des Anstoßes für die Entwicklung der Menschheit im körperlichen und geistigen sowie deren Kultur verstanden werden. Woher also der geheimnisvolle "Monolith", welcher urplötzlich aufgetaucht ist, stammt, wird zunächst nicht deutlich. Aber durch die Berührung mit diesem wird bei uns Menschen in unserer Entwicklungsvorstufe ein sprunghafter Anstieg in der Intelligenz ausgelöst , denn später reift in einem einzelnem Individuum die Idee, einen herumliegenden Knochen als Werkzeug oder Waffe zu benutzen. Als Untermalung dieser Szenerie kommt das klassische Stück "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss zum Einsatz. Im Nachhinein entsteht unsere Zivilisation. Wir entwickeln uns und erklimmen eine Stufe auf der Leiter der Evolution. Man kann auch weiterhin viel in diese Anfangssequenzen hineininterpretieren, philosophieren, aber eine klar schlüssige Antwort wird man nie erhalten. Dies ist auch von den Filmemachern so beabsichtigt.

Zitat Arthur C. Clarke: "Wenn Sie den Film 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt!" Eine gewisse Schwermütigkeit u. Länge muß dem Film auch schon am Anfang attestiert werden und es verbreitet sich dadurch phasenweise (theoretisch) Langeweile . Alien war das genaue Gegenteil und zehrte von einer unerträglichen Spannung. 2001 ist zwar "nur" Intellektuellenkino in seiner reinsten Form, das den Geist komplett fordert, und geht an die Substanz und Wahrnehmung, ist aber der Grundbaustein für Werke und Erben des Science Fiction Genres wie "Alien”, die sich von Spannung, Dramaturgie und vom schöpferischen Aspekt ins Gegenteil verkehrt haben, aber sich von der Gestaltung des Alls, des Designs etc. inspirieren ließen.

Was nach "The Dawn Of Man” geschieht, sprengt den üblichen Erzählrahmen!
Mit einem gewagten Schnitt, der Jahrhunderte überspringt, zeigt Stanley Kubrick die bisher fortgeschrittene Entwicklung der Menschheit auf der Leiter der Evolution. Ein unterlegter Score, sich drehende Raumstationen und Raumschiffe sollen jediglich die Schönheit des Alls untermauern, aber auch die Einsamkeit / den Entdecker- und Forscherdrang, die Neugierde des Menschen und unsere Isolation im Kontrast zum All aufzeigen. In den weiten des Alls vergeht die Zeit unendlich viel langsamer als in unserem eigenem, kleinem Mikrokosmos, Kubrick hatte zu Zeiten der Entstehung des Filmes den unglaublichen Luxus, diese unendlich langsam vergehende Zeit physikalisch greifbar zu machen. Zu diesem Zweck verwendet er für viele heutige ungeduldige Individuen quälend langsam anmutende Einstellungen. Der Vorteil aber, welcher durch diese langsamen Einstellungen und der Verwirklichung dieser Idee entsteht, also des greifbar machens der unfaßbar langsam vergehenden Zeit im Universum, liegt darin, das eine unglaublich visionäre Tiefe erzeugt wird.

Im Angesicht dieser Tiefe wirkt der Mensch doch mitsamt seiner entwickelten Technologie bzw. all den Maschinen, die ihn im All am leben erhalten, relativ winzig. Ein dünner, aber dennoch vorhandener roter Faden führt dann in der Geschichte zum Mond, auf dem eine unbekannte Krankheit ausgebrochen sein soll. Achtung Spoiler: dies ist jedoch nur Vorwand für den Monolithen, der geheim gehalten und erforscht werden soll! Und dieser ist auf Jupiter ausgerichtet! Es heißt auch dort wird Leben entstehen, wir sind nicht alleine! ;-) Warum sollte man die Menschheit auch exklusiv im Kollektiv erschaffen, und anderes Leben nicht berücksichtigen? Die Idee an sich wäre schon absurd und unbefriedigend. Der Monolith ist das Werkzeug einer schöpferischen, rational nicht zu erfassenden Intelligenz und bringt die Evolution aller Lebensformen des Universums in Gang.

Die Neugierde und Entdeckerdrang des Menschen bringt uns zu:
JUPITER-MISSION (18 Monate später )
An Bord der Discovery soll eine Gruppe von Wissenschaftlern die seltsamen Vorkommnisse auf dem Jupiter erforschen. Diese gerät jedoch durch "HAL" zum Desaster, da dieser scheinbar mehr als ein Eigenleben entwickelt hat und die Mission sabotiert. Aber warum ist das so? Die Vermutung liegt nahe das andere Kräfte am Werk waren, und nicht möchten das man die Geheimnisse der Schöpfung an sich ergründet. Als Bowman "HAL" zum Schluss abschaltet, ist dies auch fast sein Ende seines natürlichen Lebens, er wird ins All geschleudert. Nur noch einzelne Töne "HALs" auf Grund seines vorhandenen Sprachsynthesizers sind vor dessen abschalten noch zu vernehmen. Im Zuge der deutschen Synchronisation wurde dieser Aspekt sprachlich leider völlig verschenkt.
Weiterhin wird deutlich, wie klein der Mensch im Rahmen der Schöpfung an sich ist und wie sehr er sich in seinem Fortschrittswahn von seiner eigenen Technik abhängig macht bzw. was passiert, wenn die Technik zu überlegen wird! HAL (heuristischer Algorithmus!) löst mit seinem distanziert wirkendem, alles sehenden, rotem Auge regelrecht Paranoia beim Betrachter aus.
HAL ist mehr als eine Maschine, ein lebendes, zwar künstliches, aber intelligentes Gebilde, ein komplexes Gehirn, welches das menschliche, organische Hirn bei weitem übertrifft. HAL ist die perfekte Symbiose und Konvergierung aus der Technologie und dem organischem. HAL entwickelt eine dem Menschen überlegene Persönlichkeit. In Anbetracht der Größe des Alls und im Angesicht der Tatsache, das künstliche Existenzen sich gegen den Menschen als Schöpfer stellen können, wird eine wahre Horrorvorstellung in die Köpfe der Betrachter projeziert. Schon gewußt: heutigen künstlichen Intelligenzen kann das Lippenlesen beigebracht werden, Kubrick Weitblick ist entsprechend verstörend, er inszeniert einen unvergessenen Kampf des Menschen gegen die eigens geschaffene, maschinelle Intelligenz. Und kurz vor Beendigung dieses Kampfes besinnt sich der Mensch, (genau wie es bei den eigenen, primitiven Vorfahren der Fall ist), auf die versteckten, niedersten und finstersten Instinkte zum Überleben. Gewalt ist das Mittel zum Zweck und der innere "Antrieb" zum eigenem überleben. Der vermeintlich nicht vorhandene, erzählerische Bogen wird konsequent weiter gespannt.

Intermission:
Das was nun folgt, ist der bisher früher rätselhafteste Aspekt des gesamten Films.
Bowman begegnet einer fremden Lebensform(!) und sieht sich ihrem Antlitz gegenüber, und man nimmt dieses Antlitz an Hand der bekannten, rasenden, farbigen Sternhaufen, den Spiralen, Farbtupfern und Farbklecksen, Schlieren und Kristallen wahr. Diese Lebensform würde der Mensch, im Falle das er sich von der Evolutionsstufe her vergleichen müßte, als Gott betrachten / definieren. Zum Schluß, nach Bowmans folgender Odyssee durch Raum und Zeit, befindet man sich "mit ihm" zusammen an einem Ort, wo Zeit und Raum aufgehört haben zu existieren bzw. sein Verstand wurde manipuliert, damit er als Mensch einen bestmöglichen Aufenthalt genießen kann. Er sieht sich als alten Mann (das Ende aller Dinge/ seines Lebens wir symbolisiert), ein Embryo in einer Fruchtblase wird sichtbar. (der Beginn des Lebens /der Anfang aller Dinge wird symbolisiert). Ihm bleibt noch ein wenig Zeit, bevor er das zeitliche auf Grund von Sauerstoffmangel segnet. Woher kommen, wohin gehen wir? Wir sollten an unserem Glauben festhalten, das wir Produkte "eines" Schöpfers sind und diesem irgendwann (Kubrick macht die schöpferische Kraft als Lebensform greifbar) wie anderen, uns evtl. auch "gleichgestellten" Produkten der Schöpfung irgendwann gegenüber stehen. Alles ist möglich. Alles weitere darüber hinaus kann nicht rational erfaßt und begründet werden oder auch verstanden werden, wie im oben aufgeführten Zitat der Filmemacher beabsichtigt.

Evtl. Fragen zum eigenen Schöpfungshintergrund werden nie ausreichend beantwortet
werden können. Zum Schluß bleibt nur die Erkenntnis, das der Mensch in "2001 - A Space Odyssey" auf Grund seines Kontaktes mit der schöpferischen Intelligenz kurz davor steht, die nächste Evolutionsstufe zu erklimmen. Eine neue Form von Mensch wird geboren werden. Visuell greifbar gemacht wird dies an Hand des bekannten Embryos in der letzten Einstellung, welcher über der Erde majestätisch im All schwebt. Daher das der Film die Schöpfungsgeschichte des Alls, der Menschheit und viele weitere Aspekte berücksichtigt, sehr viele Fragen aufwirft, und immer wieder Diskussionen anstößt, gilt er zurecht als Meilenstein und Klassiker im Genre. Zitat Stanley Kubrick: "Ich möchte sagen, das daß Gottes Konzept im Mittelpunkt von "2001" steht. Aber kein traditionelles, anthropomorphisches Bildnis von Gott. Eine interessante, wissenschaftliche Gottes Definition ist wohl nicht möglich. Es ist wohl wahrscheinlich, daß es im Universum Milliarden von Planeten gibt. Und einige sind uns Hunderttausende von Millionen Jahren voraus. Kann man sich die evolutionäre Entwicklung von sehr viel älteren Lebensformen vorstellen? Ihr Potenzial würde keine Grenzen kennen. Und ihre Intelligenz wäre für Menschen unbegreiflich. Diese Wesen wären Götter für die Milliarden weniger weit entwickelten Wesen im Universum. Sie besäßen die Zwillingsmerkmale aller Gottheiten: Allwissen und Allmacht. Für uns wären sie unerklärlich, außer als Götter."

Diese Gedanken Kubricks machen "2001 - A Space Odyssey” so fantastisch, diese Thematik in Kombination mit dem ureigenen Menschheitstraum, das man nicht allein im Universum ist, anderen Intelligenzen begegnen und irgendwann die Schöpfung begreifen kann, übt einen nie enden wollenden Reiz aus.

Fazit: "2001" von Stanley Kubrick mag auf der inszenatorischen Ebene als langweilig anmuten für eine neuere Kinogänger Generation (durch viele lange Kamera Einstellungen), was man zugestehen kann, aber nicht muß, das Werk ist dafür auf der intellektuellen Ebene der herausfordernste Science-Fiction Film, ein Gigant in der Tiefe ohne festen Boden. "2001" ist Filmemachen und Kino in seiner reinsten bzw. unverfälschten Form. Kubricks Werk ist befreit von Wendungen, psychologischen Spielchen und bezieht seine unbändige Kraft, welcher man sich hingeben muß, durch einzigartige Bild und Ton Kompositionen.

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NWO@Movie

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Bewertung6.5Ganz gut

Dieser Film ist ein wissenschaftliches Experiment. Dieser Film ist der ultimative Illuminaten Film. Dieser Film wurde zwar 1968 zu ende gedreht aber wirkt zeitlos - als ob er schon immer existiert hat. Dieser Film macht süchtig. Dieser Film ist der Vater des heutigen Hollywood. Diesen Film kann man 23 mal sehen. Dieser Film ist was besonderes. Aber es ist nur ein Film...und so genial ist er auch nicht.

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plekke

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Bewertung3.0Schwach

Der Vorschlag für diesen Film waren 8 Punkte. Das kann ich leider absolut nicht nachvollziehen. Ich werde ihm 3 Punkte geben, da er für die damaligen Verhältnisse echt mit genialen Effekten ausgestattet ist und weil er Pionierarbeit geleistet hat. Und einen weiteren Punkt für HAL9000, einfach weil ich ihn mag. Ansonsten teilweise sehr langatmig, den Film hätte man ohne die dauernden Filmfahrten durch den Weltraum, bei denen ja wirklich garnichts passiert, problemlos auf einen deutlich kürzeren Film runterschneiden können. Besonders in der ersten Hälfte kämpft man damit, dass man nicht plötzlich einschläft, da der Film einfach nicht in Fahrt kommen will

Und jetzt sagt mir, dass ich den Film nicht verstehe, aber das Ende hat mir leider total nicht gefallen. Ich meine, was sollte der Mist. Ein Film, der mehr Fragen stellt als er beantwortet. Vielleicht ist das auch seine Intention, aber meins ist in jedem Fall nicht.

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Anton Chigurh

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Bewertung2.0Ärgerlich

Scheisse was ist das!!!
Der schlechteste und langweiligste Film aller Zeiten.
Warum American Film Institute ihn auf Platz 1 der besten Science-Fiction Filme aller Zeiten wälte ist mir ein Rätsel, Matrix ist 1000 mal besser.

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Anton Chigurh

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Du hast recht Hendrix, für die handwerkliche machart verdient der Film 1 punkt und für die Story auch, ich glaube ich war ein wenig zu voreilig :)
@Nishi
10 Punkte wäre echt übertrieben.


BNTeam

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Man liebt ihn oder hasst ihn... Ich find diesen Film super nur 90% meiner freunde finden den total bescheuert, allerdings haben sie diesen Film nicht verstanden.


Canis Majoris

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein liebster Kubrick-Film.

Etwas darüber zu schreiben, das ist in etwa so, wie den Text von Wagners "Ring des Nibelungen"-Zyklus als Reclam-Prosa nachzulesen, anstatt sich das Werk anzuhören.

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FilmVlin

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Bewertung9.5Herausragend

ich bin ... ich bin "geflasht". Das musste ich jetzt erstmal verdauen.
Für die damalige Zeit ein außergewöhnlicher Film, der sich zu Recht zu einem Meilenstein entwickelte.
Die Sounds - verstörend. Die Filmmusik - monumental. Die Bilder - fantastisch. Die Botschaft - überwältigend. Dieser Film sticht einfach aus der Menge und kann unter keinen Umständen verglichen werden - atemberaubend.

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Arventus

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein anstrengender Film, bei dem ich wieder einmal einiges an Ausdauer aufbringen musste um ihn auch wirklich bis zum Schluss durchzuhalten, gerade die erste Hälfte verlangt einem durch Dialogarmut und in die Länge gezogene Szenen einiges ab, aber war die Zeit deswegen verschwendet?
NEIN auf keinen Fall, denn "2001 a space odysse" wird zum Ende hin richtig interessant und ist auch heute noch nach 40 Jahren sowohl technisch ein echter Hingucker als auch inhaltlich auf hohem Niveau.
Meiner Meinung nach aufjedenfall Sehenswert, da er ein einmaliges Filmerlebnis bietet und viel Platz zum nachdenken und interpretieren geboten wird.

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Briseis

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Bewertung6.5Ganz gut

Der wahrscheinlich teuerste Bildschirmschoner der Welt.

Beeindruckende Optik, schöne, gut eingesetzte Musik und auch die Story ist okay, hätte man sie nicht derart unnötig in die Länge gezogen und dadurch ziemlich verwässert. Die ewigen Weltraum-Sequenzen - so schön sie auch sind - lassen schnell Langeweile aufkommen; teilweise sitzt man minutenlang vor einem komplett schwarzen Bildschirm bis die nächste Szene kommt.
Dennoch ist "2001 - Odyssee im Weltraum" kein schlechter Film (und ein super Bildschirmschoner ;) ) - ohne ihn hätte es tolle Filme wie Danny Boyles "Sunshine" und Duncan Jones' "Moon" wahrscheinlich niemals gegeben.

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Briseis

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wohl wahr :)


stalker

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Hätte ich nicht irgendwann 2001 im Kino gesehen, ich würde Dir für den Bildschirmschonervergleich meinen Glückwunsch aussprechen, doch seit diesem Kinoerlebnis ist 2001 im TV für mich wie, naja, eben wie ein Bildschirmschoner, aber im Kino der beste Film aller Zeiten.


hoffman587

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Bewertung10.0Herausragend

2001: A Space Odyssey

(Hoffmans langweilige Lebensgeschichten bzw. noch ödere private Geschichte, Teil 4 oder so):
An diesem besonders schönen Tag, denn nun an diesem besondere, Tag an dem man spürt das mit einem endgültig zu Ende geht, wenn die Zahlenkombination sich im Hoffman Universum ändern ja, dann weiß man das es so weit und so denkt man an die gute, alte Zeit zurück, als man noch Filme für sich entdeckte nun ein paar Worte über einen wichtigen, großen Filmen "2001" von Stanley Kubrick aus dem Jahre 1968, als man noch jung war. Nun eine kleine (diese könnte sich schädlich auf den Lesen auswirken) Auseinandersetzung, also beachten sie schon früh die Warnsignale. Und leider muss auch die enttäuschen, die hier eine 1A-Analyse des Films erwarteten, tut mir leid, Hoffman hat nur öde Lebenserfahrungen zu bieten. Es war nicht die erste Sichtung, an die ich mich erinnere, nein es war die Zweite, die so besonders war. Vor langer, langer Zeit, ich war noch jung. (Achtung: Hier wird glorifiziert) Es hieß Vertretung auf dem Stundenplan. Die eigentliche Deutschlehrerin anscheinend krank. Vertretung: Mit der gesitteten und strengen bzw. alten Deutschlehrerin und der baumliebenden anderen Lehrerin (unter Schülern, gern Baumtante genannt, da wie wir vermuteten Bäume liebte, Pseudophilosophin, sie versuchte mit ihnen zu kommunizieren und uns stets Baumhoroskope vorlass und das ist wirklich kein Scherz. Weshalb ich heute vermute, dass einer ihrer neuen Lieblingsfilme: The Tree of Life ist. Ich bin mir fast sicher die schluckte irgendein Zeug). Beide vollkommen hilflos, hatten weder Ideen was sie mit uns machen sollten noch hatten sie irgendwelche Aufgaben bekommen. Aber Hoffman, so gewitzt wie ich damals war und die Vertretung vermutet hatte. So nahm ich also drei Filme mit in die Schule, wobei ich mich an 2/3 Filmen nicht erinnern kann. Es waren die ersten beiden Stunden, hintereinander sogar. Zum Glück hatte ich ja Filme, präsentierte sie den Lehrerinnen und die zeigten sich einverstanden mit dem philosophischsten Werk, wie ich denke. "2001" von Stanley Kubrick aus dem Jahre 1968. Die Schülerschaft bzw. meine Schulkameraden fragten sich unterdessen was das für ein Film sein möge? Drama? Horror? Katastrophenfilm? Ich lächelte nur und antwortete nein ein Science-Fiction-Film (und ergänzte), wenn dieser Begriff nicht zu tief gestapelt ist. Jedenfalls schoben ich die das Ding in den Schul-Recorder, machte den Fernseher an und eigentlich hätte ich die Reaktionen der Anderen schon erwarten müssen.

Es begann, ein schwarzes Bild, dies untermalt von György Ligetis "Atmosphères", schon da bemerkte ich schnell, es waren nicht die richtigen Besucher hierfür anwesend, schon der der erste Mitschüler meldete sich nach wenigen Sekunden und vermeldete, kurz und präzise: "Ist das laut! Macht mal jemand den verdammten Ton leiser!", hier ahnte ich schon es sollte kein gutes Ende nehmen. Weiter ging es mit dem Film und die Lehrer stellten die weise Aufgabe das Werk irgendwie zu interpretieren (ich kann wieder froh sein, das ich das irgendwie erwartete und mir bereits einige Interviews von Kubrick ansah, worin ich halbwegs etwas liefern konnte), so zitierte ich dann später fein Arthur C. Clarke (oder doch Kubrik, Erinnerung wo bist du?), der naja ungefähr sagte: "Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt: Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantwortet haben."(Ich bitte die Ungenauigkeit zu entschuldigen). Um es jetzt kurz machen: Schlussendlich langweilten sich die einen, die Anderen schliefen, wiederum Andere machen Hausaufgaben und ich mittendrin und erneut fasziniert und "geflasht".

Einfach gesagt am Ende hasste ihn mitunter die ganze Klasse den Film und ich stand so allein da und sagte: "Meisterwerk!". Als ich dann versuchte die Meinung der Anderen zu verstehen bzw. was sie den an dem Film nicht mochten. Erklärte sich einer von ihnen bereit mir das näher zu erläutern, die Argumente waren aber alles andere als stichhaltig: "Hey, verstehst du der war langweilig, die Musik nervte, von den Bildern bekomme ich Kopfschmerzen und eine Handlung gabs auch nicht, alles vollkommen sinnlos, der Film nervt einfach!", ich darauf nennt und freundlich: "DAS IST KUNST!!!!!!!!"(Auch nicht gerade, das ausschlagebene Element) und redete weiter bzw. zitierte hier wiederum fein Herrn Godard: "Das Unterhaltungskino ist eine kapitalistische Manipulation der Massen." Und weiterhin antwortete, dass das nun mal "klassische" Musik sei und man solle sich damit abfinden, da diese den Film noch um ein ganzes Stück komplettiere bzw. Die Musik von Johann/Richard Strauß passt einfach perfekt zum Werk. So und nicht anders. "2001" stellt nur mal ein etwas Besonderes da, man muss interpretieren man muss zu versuchen zu verstehen. Die Lehrer hellauf begeistert, die Baumfrau tanzte schon wieder fast auf dem Tisch vor Freude, hatte ihren neuen Favoriten gefunden und war so gesagt "verliebt" in Kubrick. Sie lobten für sogar teilweise für meine Erkenntnisse, an dieser Stelle sei gesagt: "Danke lieber Herr Kubrick sie verschafften mir massig Pluspunkte bei ihnen und so auch die ein oder andere gute Note. Vielen lieben Dank." Nun zurück zu meinen Mitschülern. Denn diese wollten den Film anscheinend nicht verstehen und sich nicht mit solchen "Kunst-Gedöhns" wie es einige tauften abgeben wollten. Tja, was soll ich sagen, also ich fand das echt schade. (Wenigstens mein bester Freund sagte mir kurz nach der Beendigung des Werkes, dass er ihn doch recht faszinierend fand und recht interessant gemacht und auch ein paar andere Mädchen waren positiv von dem Film angetan, auch wenn sie ihn als anstrengend empfanden). Beim Rest fand ich das wie gesagt ... echt schade.

Denn für mich ist dieser Film ein nahezu unbeschreibliches Meisterwerk der Filmgeschichte, etwas besonderes und in der Hinsicht anbetungswürdig, weil dieses Film das Science-Fiction-Kino revolutionierte, ohne ihn kein "Alien" und auch kein "Stars Wars", zwei der wichtigsten Filme meines Filmlebens, aber davon irgendwann später. In jedem Fall würde ich "2001" sogar als geradezu technisch perfekt beschreiben, denn was Kubrick hiermit erschaffen hat ist unglaublich, unfassbar, aber auch sensationell. Mir fehlen stets die Worte. Atemberaubende Kamerafahrten, überzeugende und logisch eingesetzte Effekte, von einer fantastischen musikalischen Untermalung getragen. Eine perfekte Symbiose zwischen Bild und Ton.
Eine filmische Weltraum-Oper der Extraklasse. Ein unfassbares, filmisches Abenteuer im All. Eine Odyssee. Ein Erlebnis. Das Ganze auf einer Ebene, die ich an sich nicht beschreiben kann, symbolisch und zugleich philosophisch. Wo kommt der Mensch her? Wer ist der Mensch? Was ist die Zukunft? Unsterblichkeit? Fragen über Fragen...und das ist doch gerade das Geniale daran. Ich bin jedes Mal aus Neue fasziniert. Minute zu Minute gefesselt und gepackt und am Ende fassungslos über das Gesehene. Weshalb mir auch die Worte fehlen um das Werk in seiner Vollständigkeit zu erfassen. Und ehrlich HAL-9000 ist wohl einer der besten Filmfiguren bzw. für mich der beste Filmcomputer aller Zeiten. Legendär auch der wahrscheinlich berühmteste Schnitt der Filmgeschichte, aber jeder sollte sich wohl selbst ein Bild machen von diesem Film.

Für mich stellt "2001" einer wohl wichtigsten Werke der Filmgeschichte da. Ein kolossales Meisterstück von Kubrick, eine der eindrucksvollsten, intelligentesten, rätselhaftesten, philosophischsten und zugleich auch schönsten Filmreisen, die mir bekannt sind. Ein unfassbares Kunstwerk. Immer wieder ein Erlebnis. Mit Worten: Unbeschreiblich.
Dazu musste ich mich jetzt einfach mal heute äußern, schöner Tag heute, leider gibts den nur einmal im Jahr, obwohl das ist doch auch besser so...

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Coach T

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Bappy Hirthday! ;) (nachträglich)


hoffman587

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@J-Ross: Danke, danke, einmal für das Lob und die nachträglichen Glückwünsche. :)
@Coach T: Gratiam habeo(oder so). Auch nette Idee^^


Mielbert

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Bewertung6.5Ganz gut

2001 Odyssee im Weltraum ....

Phänomenal... Ich muss ehrlich sagen mir fehlen die Worte. Und wenn ich mir die Kommentare so durchlese muss ich sagen es wäre wohl besser wenn es einigen so ginge wie mir. Knapp 2 1/2 Stunden passiert quasi nichts in diesem "Meisterwerk" und die Menschen tippen sich hier die Finger wund, erklären jede noch so nichtige Gefühlsregung vom ersten mal Ansehen bis zum auswendigkennen des Drehbuchs. Hin und wieder ist auch die eine oder andere Lebensgeschichte dabei, natürlich ähnlich künstlerisch geschrieben, wie der oder diejenige das Werk interpretiert hat.
Nachdem dieser Film allerdings schon steinalt ist, wurde schon so ziemlich alles doppelt und dreifach hineininterpretiert, verstanden und gefühlt.Das wird natürlich langsam zu einem Problem bzw ziemlich langweilig und darum empfehle ich demjenigen der den Film noch nicht kennt, und auf handlungsarme Filme steht über deren Sinn oder Unsinn man sich streiten kann, sich dieses Meisterwerk anzusehen. Sollte die Person jedoch öfter den Drang verspüren sich zu verbalisieren und zu interpretieren oder ähnliches, dann empfehle ich den Film Eden Log. Der ist auch Science Fiction, hat auch kaum Dialoge, ist auch eher was fürs Auge und hat mächtig Spielraum zum Fühlen und Interpretieren. Ist allerdings noch (!) nicht so ausgelutscht ....

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KlapTrap

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Irgendwann in den (relativ frühen) Neunzigern :
Meine Hose hatte Löcher, mein Plattenteller trug die UK Subs und meine langen Haare trugen Flanellhemden.
Etwas später faszinierte mich ein mit nur noch wenig Fleisch behangenes Skelett namens Eddy, und aus den UK Sub wurde Maiden, aus Flanell wurden Nieten.
Das war, bevor ich die Mannen um Eddie Vedder entdeckte, genauso wie deren Vorbilder, dann die ganze Krautrockkultur (inclusive deren musikalische Brandsatzbeschleuniger auf Chemieebene).
Irgendwann erwischte ich mich auch noch dabei bei `block rockin beats`mitzunicken, und da beschloß ich still und heimlich, das diese ganze Sub-Genre-Nischen-Bildung mit all ihren Einschränkungen und Kategorisierungen doch eigentlich Mist sei.
Ganz egal, welche Nische man damit meint, sie engen immer ein.
Man schreit da nur angestachelt „Nonkonform !“ und „Fuck da Mainstream !“ und rennt dann doch nur in den selben Stammesfarben und Trachten rum, wie Zehntausend andere Idioten.
Und wehe man stellt mal was in Frage – darf man nicht – ausbrechen sowieso nicht, dann gibt’s ganz dumme Blicke, und kein Freibier mehr, und man müffelt dann so verdächtig.
Jugendbewegungen haben nur einen einzigen Zweck : Gemeinschaft, Gegen-Gemeinschaft, sich in dieser komischen Welt als Heranwachsender zurecht und Halt zu finden.
Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden !
Und jede neue Generation wird sich wie die Erstgeborenen fühlen, und die selben Spiegel und Konvention zu Brei schlagen wie ihre Elterngeneration....um sich dann später doch um den Hausrat und die Zinsen zu kümmern.
Ich sitze in meinem kleinen Zimmer, mit Ausblick auf eine ungebrochene Horizonzlinie und schreibe darüber – oftmals nur vergessenswürdige Schülerpoesie.
Es ist genau Neunzehnhundertzweiundneunzig...der Ruf von 2001 eilte der Erstsichtung dieses Filmes meilenweit vorraus.
Man, war ich enttäuscht.
So öde, so lang.So weilig.
In meinem Spiegel sitzt ein Fünzehnjähriger und grinst mich an.
Ich werfe einen Fußball in den Himmel.....
....
....und fange ihn als Herman-Hesse-Buch wieder auf.
Es ist Neunzehnhundertneunundneuzig.
2001 ist immernoch öde, aber besser.
HAL rockt, und das Ende hinterlässt eine merkwürdige, befremdliche Dauerschleife.
Wann immer ich an diesen Film zurückdenken werde, werde ich zuallererst das Ende sehen.
Die Subkultur-Grenzen sind in mir inzwischen gänzlich aufgeweicht, und neben Bob Marley steht Björk und Bolt Thrower im CD-Schrank.
Die letzten Schallplatten haben sich in einer Art Milleniums-Furcht und MP3-Player-Vorahnung schon unlängst auf Flohmärkten verdrückt (ICH ! DEPP!!!).
Ich schreibe immernoch, und die Fragen sind die selben :
Was zieh ich an, so ganz ohne Kuttenzwang ?
Und wer bin ich dann ?
Wer will ich wirklich sein ?
Janis singt „Freedom is just another word for nothing left to loose“ und zerstört Teenageridylle.
Ich fühle mich Heimatlos, und zum ersten Mal, ohne es in Worte fassen zu können, den Sternenhimmel nicht als wunderbare Photopostkarte, sondern als Verwantwortung und Zumutung.
In meinem Spiegel sitzt ein Zweiundzwanzigjähriger und grinst mich trotzdem an.
Ich werfe meine Hesse-Buch in die Luft........
...
.....und fange es als Kondolenzbuch wieder auf.
Es ist Zweitausendundzwei und meine Großmutter hat vor kurzem ihre eigenen Innerein ausgekotzt.
Wir wohnen jetzt fest in ihrem Haus, das sie uns hinterlassen hat, und ich arbeite seit kurzem.
Ich bin weder Popstar noch Rebell noch Literat noch Weltenretter oder wenigstens Astronaut geworden – fürs erste Schrubbe ich in erstaunlicher Höhe Leuchttürme.
Not for the fame, just for the money.
Aber die Aussicht ist gut – und die Ruhe.
Weg von Drama und Betroffenheit und zuviel geheuchelter Verwandschaft.
Selbst die identitätsstiftende Musik tritt hier in den Hintergrund.
Macht Platz für einen Mann names Lynch, für LOST HIGHWAY, einen Film der mich in Mark und Bein getroffen hat.
Seitdem schaue ich auf meine Filmsammlung, und sie ödet mich an.
Seitdem schaue ich auf mich selbst, und öde mich manchmal an.
Ich sehe mich, im Vollrausch, wie ich einmal ein Polizeischild randalierte.
Ich sehe mich, völlig bei Bewußtsein, an diesem hohen Aussichtspunkt baumeln.
Und ich denke mir : Wenigstens sind deine Haare noch lang, und deine Musik noch laut !
In meinem Spiegel sitzt ein Fünfundzwanzigjähriger und schaut mich fragend an.
Ich werfe einen Schwamm in die Luft...
...
..und fange ihn als Zugfahrkarte wieder auf.
Es ist Zweitausendundfünf, und nach einigen gescheiterten, anderweitigem Versuchen wird aus einer Fernbeziehung langsam ernst.
Erst große Liebe, dann zusammenziehen, dann da zusammen alt werden.
Niemand will auf Dauer sechs Stunden Zugfahrt, jeder will auf Dauer weg von Hotel Mama und hin zu neuer Nestwärme.
Das einzige, das auf Dauer die verlorenen Jugendideale ersetzt, und wenigstens zeitweise die ewigen Fragen abtötet.
Ich hatte schon vor Ewigkeiten den Fernsehr abgeschafft – sie schuf ihn wieder an.
Musik lief vornehmlich auf Zimmerlautstärke – und oftmals war es ihre, also keine gute !
Ich entdeckte eine, für mein Alter, beunruhigende Anzahl grauer Haare.
Ich war ein Nachtmensch, sie ein Vielschläfer.
Mein Biorhytmus lag in Scherben.
Und in einer der Nächte, in der ich da lag, neben mir, und neben ihr, wo sie mir im Schnarchen Geschichten davon erzählen konnte, wer sie war, und wie sie hierher gekommen war, in der ich mich fragte, ob es das alles wert gewesen sei, da flimmerte 2001 plötzlich über die leise gedrehte Mattscheibe.
Guter Film !
Der Film hatte genausoviele Fragen wie ich, und genauso wenig Antworten, aber er hatte einen Ersatz dafür gefunden, etwas was mir zu diesem Zeitpunkt vollkommen fehlte : eine Utopie !
Manchmal wünschte ich mir immernoch heimlich, ich wäre Lemmy Kilmister.
In meinem Spiegel sitzt ein Sechszenjähriger und fängt an mich hämisch auszulachen.
Es tut weh.
Ich werfe die Fernbedienung nach ihm...
..
...und fange sie selbst als Ehering wieder auf.
Es ist jetzt Zweitausendundelf.
Der Himmel über mir ist immernoch eine verdammte Zumutung.
Aber das ist alleine einschlafen inzwischen auch.
Wir haben den Orbit um unseren Planeten inzwischen mit allerlei Müll zugerammelt, um dieser Zumutung zu trotzen, um vielleicht andere Sterenkinder zu finden, um dem Nichts ein Etwas entgegenzusetzen.
Meine Frau hat derweil den Orbit um unser Bett mit Taschentüchern und Haargummis zugemüllt, und ich kenne inzwischen die ganze Crew von GREYS ANATOMIE beim Vornamen.
Dafür spielt sie inzwischen Videospiele und kennt Lynch genauso wie Trier.
Die Evolution in unserer Beziehung ist nicht zu übersehen.
Es wird nicht von Dauer sein, das weiß ich.
Selbst wenn das Leben, und wir es gegenseitig gut mit uns meinen, haben wir noch maximal vierzig-fünfzig Jahre, bis wir zu Sternenstaub werden.
Aber innerhalb dieser Zeit, das weiß ich jetzt, haben wir wenigstens etwas, das haltbarer ist als Teenagerträume und Nischenrebbelion.
Eine Utopie !
Inzwischen sogar : Ein Kinderwunsch.
Und was ist dieser Wunsch denn, außerhalb der biologischen Ebene, wenn nicht ein Hoffen und Verewiglichen, ein Weitergeben, und Vorrausblicken – kurz : das fleischgewordene Ergebnis einer Utopie.
Und 2001 ?
2001 - das weiß ich inzwischen - ist eines der größten menschlichen Werke, das außerhalb der Reproduktion, jemals der schnöden Unendlichkeit entgegengeworfen wurde.
Es exestiert monolithisch, bis heute, und trotz dem stummen Himmelszelt.
Es schreit :
“Hier steht ein Mensch ! Er denkt, er kotzt und er fühlt und er flucht ! Er ist das beste und schlimmste, was du schweigender Scheißhaufen von einem Universum jemals hervorgebracht hast.Und es ist ihm inzwischen egal, ob du mit ihm reden willst oder nicht, denn er hat längst seine eigenen Gespärchs und Antwortpartner gefunden ! In sich selbst ! In anderen ! In der beständigen Hoffnung auf nichts als die Hoffnung.“
In meinem Spiegel sitzt ein Sechszehnjähriger und lacht mich aus.
Doch er verblasst langsam und stetig.
Wahrscheinlich weil ich ihm glaubhaft versichert habe, das er sich jetzt verpissen kann.
Sein Film und Musikgeschmack war sowieso scheiße !

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KlapTrap

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Mach mal, aber schick mir dann bitte den Link...würde das schon gerne sehen !


Kubrick_obscura

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http://unfilmestunfilm.blogspot.com/2011/12/2001-space-odyssey.html


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