25 Stunden
The 25th Hour (2002), US Laufzeit 134 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 15.05.2003
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von Spike Lee, mit Brian Cox und Edward Norton
24 Stunden noch, dann endet für Monty Brogan das Leben in Freiheit. Dann nämlich muß der ehemalige Drogendealer eine siebenjährige Haftstrafe antreten. 24 Stunden, in denen Monty Zeit bleibt, mit sich, seiner Freundin Naturelle, seinem Vater und seinen beiden besten Freunden, dem Wall-Street-Broker Slaughtery und dem Highschool-Lehrer Jacob, ins Reine zu kommen. Und er will die Zeit nutzen herauszufinden, wer es war, der ihn bei der Polizei angeschwärzt hat. Monty hat einen fürchterlichen Verdacht, doch die Uhr läuft!
Cast & Crew
-
Spike Lee
-
Brian Cox
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Montys Vater
-
Edward Norton
-
Barry Pepper
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frank Slaughtery
-
Rosario Dawson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Naturelle Rosario
-
Philip Seymour Hoffman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jakob Elinsky
-
Anna Paquin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mary D'Annunzio
Regie
Schauspieler
-
Levani Outchaneichvili
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Onkel Nikolai
-
Aaron Stanford
-
Isiah Whitlock Jr.
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent Flood
-
Dania Ramirez
-
David Benioff
- Genre
- Kriminalfilm, Gerechtigkeitsdrama, Drama
- Ort
- Manhattan, World Trade Center
- Handlung
- Amerikanischer Traum, Beste Freunde, Diskothek, Drogendealer, Freiheitsentzug, Freundin, Freundschaft, Gefangener, Melancholie, Männerfreundschaft, Roman, Sträfling, Wunschtraum
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Drehbuch
Filmdetails 25 Stunden
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Kritiken (3) — Film: 25 Stunden
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Der Film bietet ein grandioses Spiel, das um das Thema Hoffnung, Zukunft und Freundschaft kreist. Dabei wird auch deutlich, dass man sich von alten Idealen verabschieden muss, und dass der bleibende Punkt am Horizont ein kleiner Funke des Glaubens an die Veränderung ist. [...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenBis zum Ende konzentriert sich der Film aufs Fragen und Offenhalten, verzichtet auf vorschnelle Antworten. Voller visueller und dramaturgischer Intelligenz gelingt Spike Lee ein prägnant erzähltes, reifes Zeitportrait, eine kluge Parabel über das Amerika der Gegenwart.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Namauer 2010/02/11 21:08:23
Antwort löschenEine sehr treffende Kritik.
Ukri 2010/04/06 10:40:52
Antwort löschenJoah find ich auch
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elgreco 2010/04/13 11:22:41
Antwort löschenDer Monolog den Norton vor dem Spiegel führt sucht seines gleichen!
elgreco 2010/04/13 11:27:00
Antwort löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=e-WjvRI-bdA&feature=related
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenErbarmungslos bringt Spike Lee amerikanische Mythen auf Augenhöhe mit der Gegenwart. Die klimatische Veränderung, die latente Aggression, die Phantomschmerzen sind förmlich mit Händen zu greifen. [...] Angst essen Seele auf. Willkommen im neuen Amerika.
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Kommentare (47) — Film: 25 Stunden
Kommentar schreibenk2 2012/01/05 02:33:14
Kommentar löschenDieser Film ist weder Fisch noch Fleisch.
Für ein Drama nicht ergreifend, für einen Thriller nicht spannend genug.
Darüber täuschen auch solide Schauspieler und nett in Szene gesetzter New Yorker Lokalkolorit nicht hinweg.
Habe mich die meiste Zeit gelangweilt.
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SoulReaver 2012/01/04 21:14:19
Kommentar löschen„Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind sollte die Wüste einmal gesehen haben, bevor sie sterben.„
Filme erzählen uns viele Geschichten. Die einen machen uns Mut, die anderen nehmen uns jegliche Hoffnungen. Einige bringen uns zum Lachen und andere dagegen lassen uns weinen. Wieder andere langweilen und nerven uns nur. Wie Melville schon sagte, es ist die Glaubwürdigkeit die den Unterschied ausmacht. Denn wenn wir keine Gefühle zu einer Geschichte aufbauen können, dann erzählen oder empfehlen wir sie auch nicht weiter. Regisseur Spike Lee widmet sich mit seinem Charakterdrama '25 Stunden' von 2002 einer durch und durch schwerverdaulichen Geschichte. Doch zwischen dem Tonnenschweren Pessimismus lässt Lee immer wieder einen Funken Hoffnung aufkommen und inszeniert so eines der besten und tiefgründigsten Dramen überhaupt.
25 Stunden bleiben dem Ex-Dealer Monty Brogan noch, bevor er wegen Drogenbesitzes für sieben lange Jahre in den Knast wandert. Irgendjemand aus seinem Freundeskreis hat die Polizei offenbar auf seine Spur gebracht. Deswegen trifft sich Monty an seinem letzten Abend in Freiheit noch einmal mit all den Personen, denen er bislang vorbehaltlos vertraut hat. In dieser Runde sind neben seiner Freundin auch zwei seiner besten Freunde. Der Broker Frank der ständig um seinen Job fürchtet, und der schüchterne Highschool-Lehrer Jacob. Zusammen mit ihnen zelebriert Monty das Ende seines bisherigen Lebens in einem der angesagtesten Clubs von New York. Im Geiste durchleben die Freunde noch einmal die vergangenen Jahre und die Bedeutung ihrer gemeinsamen Freundschaft. Doch das gegenseitige Misstrauen schwebt wie eine explosive Wolke über dieser Gemeinschaft, bis sich die aufgestauten Spannungen in einem überraschenden Ende entladen.
Rodrigo Pinto zählt inzwischen vollkommen zu Recht zu den besten Kameramännern im Filmgeschäft. Auch in '25 Stunden' beweist er sein Können. Ruhige Einstellungen bestimmten den Film, keine überhasteten Momente, keine schnellen Schnitte, die Kamera dient zur reinen Beobachtung, genau das was der Film auch von ihr verlangt. An dieser Stelle sollte man noch vor allem die beeindruckende Aufnahme des Ground Zero aus dem Hochhauszimmer loben. Die Großstadtatmosphäre wurde in packenden und dichten Bildern eingefangen, wie zu besten 'Taxi Driver'-Zeiten. Auch musikalisch bewegt sich '25 Stunden' auf höchstem Niveau. Der melancholische Score von Terence Blanchard ist immer tiefberührend und gleichermaßen aufrütteln, dazu bekommt man im Abspann noch Springteens 'The Fuse' zu hören, der deutlich auf den damaligen Zustand von New York hinweisen soll.
Vor allem kann '25 Stunden' durch seine hervorragenden Darsteller beeindrucken. An erster Stelle Edward Norton der Monty Brogan verkörpert. Das Norton ein fantastischer Schauspieler ist hat er spätestens in 'Fight Club' bewiesen. Schade, dass ihm heute Unterhaltungsfilme wichtiger geworden sind. Denn Norton bringt auch hier wieder eine grandiose Leistung und meistert seinen gescheiterten Charakter mit unglaublicher Präzision und ausgefeilter Mimik. Doch Norton stiehlt hier niemandem die Show, bei den anderen Darstellern auch schier unmöglich, denn neben Norton darf niemand geringes als Philip Seymour Hoffman wieder groß Aufspielen. Er spielt den schüchternen Lehrer Jacob, hält sich mit seinem Schauspiel wie gewohnt dezent zurück und reißt trotzdem die Kamera immer wieder durch sein perfektes Schauspiel an sich. Und der letzte in der Männerrunde wäre Barry Pepper der Frank spielt. Pepper beweist wieder einmal dass er mehr als nur ein Nebenrollen-Darsteller ist und überzeugt durch unglaublich authentisches und vielschichtiges Schauspiel und hätte endlich eine Hauptrolle verdient. Dazu auch die weiteren kleinen Nebenrollen mit Brian Cox als Montys Vater wunderbar besetzt und Rosario Dawson als Montys Freundin.
Spike Lee nimmt in seinen Filmen zu gerne die Rolle des Richters ein. Er verurteilt seine Figuren und bestraft sie. In '25 Stunden' ist das jedoch anders. Lee hält sich mit seiner Stellungnahme im Hintergrund und verzichtet auf die Preisgabe seiner Meinung. Er will niemanden Manipulieren und überzeugend von dem was er denkt. In '25 Stunden' rutscht der Zuschauer in die Rolle des Beobachters, doch es bleibt nie beim bloßen beobachten. Viel zu mitreißend werden wir in Monyts aussichtlose Lage gezogen.
Hier geht es um Abschied nehmen. Monty wird uns nach und nach vorgestellt. In Rückblenden wird uns sein Charakter nähergebracht. In der Gegenwart sehen wir seinen Fall. Wir sehen Monty und wie er sich von allem abgrenzen muss. Er muss sich von seiner Familie und seinen Freunden verabschieden. Sein Leben wird ihm für sieben Jahre genommen, auch wenn es ein schmutziges war, es war seins. Er konnte tun und lassen was er wollte, doch diese Zeit hat ihr vorläufiges Ende gefunden. Wir begleiten eine gescheiterte Existenz in den schwersten Minuten seines Lebens. Er hat sich alles selbst verbaut, aber ein Mensch dem er immer vertraut hat, hat ihn verpfiffen. Verrat und Freundschaft lagen schon immer eng beieinander. Monty sieht im Knast sein Ende kommen. Er hat Angst vor den Nächten, vor den Angriffen der Mitgefangenen. Er steuert auf seinen eigenen Untergang zu. Doch er gibt nicht vollständig die Hoffnung auf ein neues Leben nach dem Gefängnis auf und bereitet sich auf schmerzhafte Weise auf seine Zeit hinter Gittern vor, in dem er von seinen Freunden einen schrecklichen Gefallen fordert. Er will es versuchen, auch wenn er in Wahrheit keinen Sinn im Leben danach sieht.
Wir sehen hier wie ein Mann einen Weg beschreiten muss den niemand gehen will. Doch täglich müssen Menschen ihn gehen. Und die Gedanken und Handlungen die Lee uns hier vorführt sind in jeder Art und Weise glaubwürdig und realitätsnah. Lee drückt nicht auf die Tränendrüse. Er will mit seiner tragischen Figur kein Mitleid erzeugen. Monty hat Fehler begangen und die muss er nun ausbügeln. In '25 Stunden' sehen wir einen unglaublich interessanten und gleichermaßen mitreißenden Leidensweg.
Aber auch die Nebenfiguren sind keineswegs weniger interessant. Zum einen Lehrer Jacob, dessen Unterricht von Schüler als äußerst belanglos und langweilig angesehen wird. Auf der Abschiedsfeier von Monty wird Jacob allerdings mit einer seiner minderjährigen Schülerinnen konfrontiert. Der standhafte Jacob gerät ins Wanken. Versuchung und Verlangen drängen sich immer stärker auf. Die Frage nach Richtig und Falsch pocht immer mehr in seinem Kopf. Welcher Schritt geht zu weit und was ist erlaubt? Dabei sollte man natürlich immer an das Ausnahmetalent Hoffman denken, der den Außenseiter-Charakter in Perfektion beherrscht. Und Frank, der obercoole Börsentyp. Seine Fassade scheint unzerbrechlich und selbst der Abschied von seinem besten Freund scheint ihn zu schockieren. Alles war zu erwarten. Doch alles ist nur Täuschung, wie so oft. Frank ist voller Ängste und Verzweiflung. Ein völlig unzufriedener und zerrissener Mensch. Meisterhaft wie Lee diesen Charakter Stück für Stück auseinandernimmt und in bittere Tatsachen zerlegt.
Lee zeigt uns Charaktere, die wir zwar in den meisten Handlungen verstehen können, aber zu keiner Zeit mit ihnen identifizieren. Und dennoch drängt sich die eigene Frage, wie wir wohl mit dieser Situation umgehen würden, immer wieder auf. Dass erzeugt eines der furchtbarsten Gefühle überhaupt. Immer wieder Monty vor Augen. Der Weg aus der Freiheit. Vielleicht sein letzter Gang. Verändern wird es ihn, das steht fest. Sein altes Leben weiterleben? Nach sieben Jahren Abwesenheit? Unmöglich. Zu viel Zeit ging ins Land. Er weiß genau, dass jeder seiner Freunde sich weiterentwickeln wird und er erneut bei 0 anfangen muss. Allein und verlassen, wenn es überhaupt einen Neuanfang geben wird.
Fazit: Mit '25 Stunden' inszeniert Spike Lee ein unglaublich berührendes und gleichermaßen doch so distanziertes Drama. Schwierig zu beschreiben was Lee dem Zuschauer hier abverlangt, aber er gönnt ihm keine Gnade. Wir werden in eine Welt gezogen, die wir nicht berühren können aber durchgehend fühlen. Ein schmerzhafter Film, ein trauriger Film und ein bitterer Film, der aber zwischen den Zeilen immer wieder etwas Mut machen kann. Ein Funke in purer Dunkelheit. Nun liegt es am Zuschauer selbst ob er sich an den Funken klammert oder ob er den anderen realistischeren Weg nimmt. '25 Stunden' ist Schauspielkino der Meisterklasse, gesegnet mit tollen und ruhigen Großstadtaufnahmen und einem fantastische Soundtrack der aus dem Film einen ganz besonderen macht. Sicher nicht für jeden geeignet, aber wer sich darauf einlassen kann erlebt einen Film der noch Tage nachwirken wird. Versprochen.
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Coach T 2012/01/04 21:16:54
Antwort löschenKlasse Film! :) Gut so, Souli! ;)
SoulReaver 2012/01/05 20:48:15
Antwort löschenDanke :)
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duffy 2012/01/05 21:19:05
Antwort löschenTreffer! :)
SoulReaver 2012/01/05 21:28:24
Antwort löschen<3
MarcelN44 2011/12/19 10:53:42
Kommentar löschenNoch 25 Stunden bleiben bis zum Antritt einer 7jährigen Haftstrafe...
Ruhig und gleichzeitig dialoglastig inszenierte Hymne auf die Freiheit bzw. auf die Angst, diese zu verlieren. Die Nebenhandlungen ziehen die Geschichte aber leider unnötig in die Länge.
7/10
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Squingy 2011/12/15 16:58:32
Kommentar löschenHandelsübliche 90 Min. hätten gereicht.
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Peda da Bear 2011/11/25 00:19:59
Kommentar löschenEcht starker Film, ein wieder mal genialer Norton, mit einem Hoffman wie ich in kenne und liebe. Allein die Spiegelszene, genialst. Die Amerika-Propaganda stört bei der Sache nicht wirklich, Amis bleiben Amis. Aber ich weiß nicht, das Ende is irgendwie, keine Ahnung. Nichtssagend offen. Für mich ist es nicht klar, wie der Film endet. Sollte die "Zieh in den Westen" Story das Ende sein, dann Schande über das Ende. Wenn nicht, umso besser. Aber schlussendlich ist dieser Film ist ein weiterer Grund warum ich offene Enden hasse. Egal, trotzdem super Film.
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monopixel 2011/10/16 11:32:02
Kommentar löschenGroße Story, aber nicht das erwartete große Kino!
Eigentlich eine großartige Story, doch trotz der zu erwartenden dichten Atmosphäre und stetig steigenden Spannung plätschert der Film unerträglich dahin. Man ahnt zwar durch viele Effekte, daß es eigentlich anders gedacht ist und es steckt auch eine Menge an Hintergrund in diesem Film, wie Authentizität, Verantwortung, Patriotismus, Freundschaft, aber Spike Lee ist nicht in der Lage daraus eine große Inszenierung zu machen. Die Protagonisten erscheinen als stets bemüht und die Story schleppt sich von Schlüsselszene zu Schlüsselszene, und man fragt sich die ganze Zeit nach dem Warum und nach dem Was einem der Film sagen will. Sicher löst es sich am Ende, aber eben genau das ist das Problem, der Film ist dann uzende, ohne daß man wirklich etwas davon gehabt hat.
Allein der Anfang, noch bevor die erste Szene erscheint, erklärt sich erst kurz vor Ende des Films, aber dort auch eher zufällig und irgendwie als nette Idee.
Schade, eine große Story, die weder durch die Charaktere noch durch den Regisseur zu einem Filmrausch verdichtet wurden.
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Martin Jurgeluks 2011/09/24 15:02:02
Kommentar löschenEdward Norton wie ich ihn mag. Guter und sehr unterhaltsamer Film der einen schon etwas nachdenklich zurück lässt. Nortons Ansprache vorm Spiegel - phänomenal. Empfehlenswert.
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Coach T 2011/09/16 11:52:38
Kommentar löschenSeine Zeit läuft ab.
Das weiß er.
Mit jedem Augenblick kommt er dem Knast näher. Doch, „Was ist passiert?“, fragen wir uns. Was hat dieser gut aussehende Kerl verbrochen?
Nun ja, Monty Brogan ist Drogendealer. Schon während seiner Schulzeit war er dafür bekannt. Nicht, weil er es machen musste, z.B. wegen ärmlichen Verhältnissen oder weil er in dieses Milieu hineingeboren wurde. Nein. Er machte es, weil er es wollte. Hatte er eine Wahl? Ja, hatte er.
Aber mit diesem Leben ist es in ein paar Stunden vorbei. Monty muss nun für 7 Jahre ins Gefängnis.
Nachdem er nachdenklich und vertieft mit seinem Hund Doyle durch die Straßen New Yorks spaziert ist, besucht er noch einmal seinen Vater.
Sein Vater war Feuerwehrmann. Heldenhaft und ehrenwert. Das Gegenteil von Monty. Sein Vater gibt sich die Schuld. Doch Monty bestreitet das. Er alleine ist schuld. Das weiß er. Trotzdem strotzt Monty vor Wut. Wut auf seine Freunde. Wut auf seine Freundin. Wut auf seinen Vater. Wut auf alle. Wut auf sich selbst.
Seine innere Zwiespalt erkennt man deutlich während der berühmten „Spiegel“-Szene. Er spricht zu seinem eigenen Ich. Er entlädt seine Wut, seine Trauer und seinen Frust auf alle Menschen, die in New York leben.
Seine Freundin, Naturelle, bereitet sich auch auf den Abend vor. Es soll sein Abend werden. Ein schöner Abschluss. Eine schöne Erinnerung an alle und alles. Hinzukommen werden noch seine 2 längsten Freunde. Der eine ist Lehrer und verliebt in eine seiner Schülerinnen und der andere ein Wall-Street-Broker.
Mit seinen engsten Vertrauten geht er in eine Diskothek. Ausgerechnet in eine Disko. Der Ort, an dem die Leute normalerweise froh und ausgelassen sind. Doch Monty hat sein Lachen verloren. Die Ungewissheit auf das, was noch kommt, versetzt Ihn in eine regelrechte Ohnmacht. Doch er macht ‚Gute Miene zum bösen Spiel’.
Der Laden gehört seinem Chef, Nikolai. Eine Falle?
Er ist misstrauisch. Er weiß, dass Ihn jemand verraten hat. Nur wer? Wer hätte einen Grund? Wen trifft die Schuld?
Auch wenn Ihn jemand verraten hat: Schuld ist Monty selbst. Monty hat nun mal schlimme Dinge getan. Es ist z.B. sehr tragisch, den kaputten Junkie vom Anfang des Films in einem Rückblick noch als erfolgreichen Anzugträger sehen zu können. Schlimmes Schicksal.
Das letzte Treffen ist geprägt von Unbehagen und der Gewissheit, dass er in wenigen Stunden „fort“ sein wird. Wie sollen sich die Freunde verhalten? Niemand von Ihnen war jemals in so einer Situation. Trifft Sie auch eine Schuld? Warum haben Sie ihm nie geholfen? Warum haben Sie ihm nicht richtig ins Gewissen geredet? Sie sind doch seine Freunde? Oder? Sie haben alle Angst. Die Zeit läuft.
------------------------------------------------------------
‘25th Hour’ ist ein packendes Drama. Die Intensität und Anspannung steigt und steigt im Laufe des Films. Der Film ist keine hektische Jagd nach dem Verräter. Es ist ein Charakterdrama.
Edward Norton ist perfekt in der Rolle des Monty Brogan. Der ganze Cast ist perfekt. Ausnahmslos.
Der Soundtrack ist überwältigend. Terence Blanchards' Melodien bewirken bei mir immer wieder Gänsehaut. Genau so stimmig sind die Lieder im Club sowie das Endlied von Bruce Springsteen.
Außerdem spiegelt dieser Film die aufgestaute Wut der New Yorker nach dem 11. September 2011 wieder. ’25th Hour’ war der erste Film, der nach 9/11 wieder in New York gedreht wurde. Viele sehen in dem Film Durchhalteparolen und Appelle an die Gemeinschaft. Die berühmte Hassrede vor dem Spiegel kann auch wieder als Liebesbekenntnis an die Stadt und Ihre Bewohner interpretiert werden.
"You cannot stop New York City."
‘25th Hour’ - Ein atemberaubender Film.
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Broda 2011/09/16 12:55:19
Antwort löschenSehr schön!:)
Coach T 2011/09/16 21:44:00
Antwort löschenVielen Dank euch beiden! :)
brainchild 2011/09/17 00:49:41
Antwort löschenEcht interessant, was du im letzten Abschnitt dechiffriert hast. Aber die Hassrede als Liebesbekenntnis, naja... ;)
Coach T 2011/09/17 14:23:52
Antwort löschenDoch, ich sehe das so: Monty strotzt vor Wut. Er weiß aber gar nicht, was er genau denken soll. Als er dann sich selbst im Spiegel sieht, entlädt er diese Wut. Seinen kompletten Frust. Und zwar auf alles und jeden. Quasi wahllos. Natürlich stecken in ein paar der Aussagen Wahrheiten drin, sagen jetzt manche. Doch das is das subjektiv! Objektiv kann man das alles ganz sicher nicht bestätigen. Monty beleidigt Menschen, die Ihm selber nie was getan haben. Er ist einfach sauer und verzweifelt. Das ist pure, über Jahre hinweg, aufgestaute Wut.
Als er dann schließlich von Osama bin Laden spricht, verteidigt er wieder genau die Leute, die er Momente vorher noch auf tiefste beleidigt hat. Außerdem ist New York nun mal für seine Kulturenvielfalt bekannt. Und Monty mag New York.
Und zum Schluss, nachdem er alles und jeden, sogar seine engsten Vertrauten, aufs übelste "fertiggemacht" hat, sagt er schließlich doch: "Scheiß auf mich" = 'Wem mache ich eigentlich was vor? Ich selber bin es Schuld'.
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brainchild 2011/09/17 17:56:35
Antwort löschen"Und Monty mag New York" - kann man sich da sicher sein? Spike Lee mag New York, aber Montys Hass richtet sich in dem Moment gegen alles und jeden, auch gegen New York und dessen Vielfalt. So hab ich es jedenfalls empfunden. Erst die Fahrt ganz zum Schluss wirkt dann wie eine Art Läuterung.
Coach T 2011/09/17 18:39:19
Antwort löschenIch denke schon. Wie du schon sagst: "in dem Moment". Ich denke, abgesehen ob er NY jetzt mag oder nicht, dass war hauptsächlich in dem einen Moment so.
Richtig, denn da tauchen ein Großteil der Leute wieder auf, die vorher noch in seiner Hassrede "Erwähnung" fanden.
cpt. chaos 2011/09/14 08:04:50
Kommentar löschenDie etwas maue Story hält einige sehr starke Momente bereit, wie beispielsweise die Anfangssequenz, die Spiegelszene, das Polizeiverhör oder auch ***Spoilerwarnung!!!*** das vermeintliche Ende ***Spoilerwarnung-Ende*** ;o)
Aber ansonsten, trotz der tollen Besetzung, konnte mich "25 Stunden" nicht so richtig begeistern, da diverse Szenen völlig überflüssig in die Länge gezogen werden, ohne den Film entscheidend voranzubringen.
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BlueSquirrel 2011/08/02 03:31:07
Kommentar löschenEs ist eine Collage von atmosphärisch gewalttätigen Szenen und Abschnitten. Ich habe gezählt: es sind ungefähr dreizehn Filme in diesem Film. Jeder davon ist pathetisch, überzogen und überstilisiert. Immer dann wenn Banalität von Filmemachern erfolgreich dramatisiert wird, haben sie etwas wunderbares gemacht. Ein Jemand der seinen Job verliert; ein Obdachloser im Park; ein Typ der in den Knast wandert - es gäbe Anlass zu pompöser Musikuntermalung für Geschichten, die wichtiger wären als die Ozonschicht. Was für ein außergewöhnliches Talent die Amerikaner dafür beweisen - es wird vielleicht nicht mehr lange so sein. Der Film hat so viele formale Fehler wie ein Kartenhaus, aber wie langweilig ist doch Fischen in Aquakulturen? Regelt den Pathos bei den ohnehin pathetischen Geschichten runter, steigert ihn bei den ohnehin sehr belanglosen. Dann fangen wir immer an bei Null. Wenn dann auch alles langweilig wird, reißt es wieder alles runter. (der Zukunfts-Monty war übrigens ein Stück zuviel - Schande über euch)
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Mr Vincent Vega 2011/08/02 13:51:24
Antwort löschenHassfilm. Homophob, dümmlich, plakativ. Spike Lee = Brechmittel.
BlueSquirrel 2011/08/02 13:54:10
Antwort löschenHabe ich gesehen. Wofür der eine Punkt?
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Mr Vincent Vega 2011/08/02 13:54:57
Antwort löschenAus Mitleid für Lees Erbsengehirn. Bin halt Humanist.
BlueSquirrel 2011/08/02 14:01:54
Antwort löschenDas ist nett von dir.^^
kinogaengerin 2011/06/02 18:45:18
Kommentar löschenNormalerweise gehört ein Film wie '25 Stunden' nicht zu meinem bevorzugten Genre und ich würde ihn eher meiden, aber dank der Beteiligung von Edward Norton und seiner vielerorts gelobten Darstellung riskierte ich doch einen Blick. Und ich wurde widererwartend positiv überrascht! Die Geschichte ist kurz erzählt, denn Montgomery Brogan soll wegen Drogenhandels für sieben Jahre hinter Gitter. Nun hat er noch einen letzten Abend, den er mit seinen alten Freunden verbringen will, auch um den zu finden, der ihn verraten hat. Klingt langweilig, ist es ab und an auch, denn der Streifen weist doch ein paar Längen auf. Dennoch wird man als Zuschauer durch die großartige Leistung der Darsteller, allen voran natürlich Edward Norton, mitgerissen und erlebt ein Strudel aus Freundschaft, Verrat und Misstrauen. Philip Seymour Hoffman als verlotterter Lehrer und Rosario Dawson brauchen sich nicht zu verstecken, wobei Letztere doch etwas abfällt und nicht ganz so perfekt in diese Rolle passt. Den Vogel schlechthin schießt jedoch Anna Paquin ab, die hier den alteingesessenen Hasen zwar ein Ohr abkaut, aber ihnen zeitgleich teilweise absolut die Show stiehlt – herrlich! ;-)
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Moe Szyslak 2011/05/29 23:55:09
Kommentar löschenMonty Brogan: "Let an earthquake crumble it, let the fires rage, let it burn to fucking ash and then let the waters rise and submerge this whole rat-infested place."
Das ist das Ende von Nortons minutenlangem Spiegel-"Fuck you"-Gänsehaut-Hassmonolog, in dem er der Gesellschaft, Gott und die Welt und überhaupt jedem, der es nur irgendwie wert ist oder auch nicht, die Schuld an seinem aus den Fugen gerissenen Leben gibt, bestehend aus schönen aber nun wertlosen Erinnerungen an die Vergangenheit und einer unsicheren Zukunft ohne Kontur und Hoffnung, in der er nun ganz allein zurecht kommen muss, weil keiner ihm helfen mag und will, er aber am Ende einsieht, dass er und nur er allein Schuld daran hat, dass es soweit kommen konnte. Gibt ja viele Bezüge in diesem Film auf das Amerika nach 9/11, das versucht, den Schock immer noch zu verdauen, die Gründe dafür zu verstehen und einen Schuldigen für die Katastrophe zu suchen, und dieser Monolog ist, wie so viele andere Szenen auch, Sinnbild dafür.
Aber neben der der subtil-philosophischen Einbettung in das Weltgeschehen ist der Film auch so klasse. Der wieder mal brillant aufspielende Edward Norton sucht in seinen letzten Stunden in der Freiheit den Sinn seines bisherigen Lebens und findet, neben den düsteren Zukunftsaussichten, dabei nur selbstgemachte Fehler in seiner Vergangenheit, die er nicht mehr rückgängig machen kann. Seine Reise durch sein zerbrochenes Jetzt ist sehr melancholisch und teilweise richtig tiefgehend bedrückend erzählt, was durch den grandiosen einprägsamen Score und den verstörenden Bildern nur noch verstärkt wird. Zudem schwingt in den ganzen Szenen, die Norton mit sich selbst und mit seinen Freunden und seiner Freundin durchläuft, ein beklemmendes Gefühl einer Hoffnung mit, die es gar nicht gibt, soll heißen, es kommt einem so vor, als ob das Unausweichliche in so weiter Ferne zu sein scheint, dass es gar nicht existent ist. Verdrängung nennt man sowas wohl, mit dem Nachteil, dass es, je näher die 25. Stunde rückt, immer mehr wie ein Faustschlag wirkt. So auch hier, als zuvor noch relative Unbekümmertheit und Hoffnung herrscht, aber die drückende Last der trost- und hoffnungslosen Zukunft immer näher kommt, bis man sie dann letztendlich doch greifen kann, auch wenn man es nie für möglich gehalten hätte.
Sehr dialoglastig geht das Ganze vonstatten, was ab und an die Auswirkung hat, dass es mitunter schleppend, schwer anzuschauen und arg zäh ist, aber das wird dann wieder aufgefangen durch die Atmosphäre, die Bilder, die mitreißenden Dialoge und natürlich die hervorragenden Darstellerleistungen. Neben Norton spielen auch Pepper, Hoffman und Dawson grandios und deren Charaktere haben selber ihr eigenes Bündel zu tragen und werden, genau wie Norton, in den Grundfesten ihres jetzigen Lebens schwer erschüttert und dabei ohne Antwort auf ein Weitergehen zurückgelassen. Und so kann man, wie auch beim scheinbar kitschigen aber eigentlich deprimierenden weil utopischen Ende, als Zuschauer schön nach dem Film weiterspekulieren, wie der Weg in die mehr als schwierige Zukunft wohl aussehen wird, was im Grunde genommen wiederum als eine weitere Parabel auf das Post-9/11-Amerika angesehen werden kann.
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DasSchwein 2011/01/24 04:01:47
Kommentar löschenKann mich mit dem Film nicht wirklich anfreunden. Schauspieler sind alle gut besetzt. Kameraführung fand ich etwas nervig. Mit der Story werd ich irgendwie nicht warm. Für mich vohersehbar & nicht besonders spannend.
Vielleicht schau ich ihn nochmals an, mit anderer Stimmung.
Bewertung änderbar. :I
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mellowmood 2011/01/24 00:29:30
Kommentar löschenein film, der von dialogen lebt. ein "dialogfilm" also. filmisch wie dialogtechnisch einwandfrei. man muß natürlich in der stimmung für filme und dialoge sein. ist dem so, steht einem dialoggeränkten filmeabend nichts im wege.
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Lumpowitz 2011/01/06 11:25:15
Kommentar löschenNur ein einziger Tag bleibt dem Drogendealer Montgomery Brogan, bis er seine Haftstrafe antreten muss. Vierundzwanzig Stunden, um sich über den eigenen Niedergang klar zu werden. Wie konnte es so weit kommen? Wer hat Schuld an der Katastrophe? Wie geht es weiter?
Die Fragen, die den Protagonisten von 25 Sunden umtreiben, stellt sich eine ganze Nation. Anhand eines Einzelschicksals beschreibt Spike Lee das Gefühl nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001. Immer wieder setzt er Montgomerys Situation mit Bildern vom ehemaligen Standort des World Trade Centers in Bezug, einem Ort, an dem es nur noch Trümmer und Asche gibt. Misstrauen, Wut und Unsicherheit bestimmen das Klima nach Montys Verhaftung respektive dem Terroranschlag. Ground Zero, die Stunde Null oder auch The 25th Hour (wie der Film im Original treffender heißt) ist angebrochen. Für Monty beginnt mit diesem Zeitpunkt eine ungewisse Zukunft. Es drängt sich die Frage auf, wie und ob überhaupt ein Neuanfang zu machen ist. Lernt er – lernen wir – aus den begangenen Fehlern? 25 Stunden ist ein einfühlsames, intelligentes Drama, dessen Aktualität auch nach neun Jahren ungebrochen ist.
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ihre-herrlichkeit 2010/11/21 23:39:51
Kommentar löschenGroßartig!
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Homunculus 2010/10/15 22:30:50
Kommentar löschenExtrem dialoggeschwängerte Story, die nicht zu beeindrucken vermag, in die Länge gezogen wie ein ultraklebriges Kaugummi, gen Ende unerträgliche Weinerlichkeit in gebetsmühlenartiger Wiederholungsschleife.Spike Lee so boring wie noch nie..
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patcharisma 2010/10/15 22:44:31
Antwort löschenVorsicht! Der Film ist so beliebt, dass Du bestimmt viel "Bully" bekommst, wie ich damals, als ich mir getraute, darüber nicht Eitel-Sonnenschein zu schreiben...
Homunculus 2010/10/15 23:33:44
Antwort löschenSind wir Männer oder sind wir Mäuse???
Wir haben den Film gestern im Vierergespann gesehen, synchrones Gegähne und missmutiges Gebrumme aus allen Köppen.NE NE das war kein schöner Filmabend..
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patcharisma 2010/10/15 23:46:37
Antwort löschenWeisst Du, ich sage ja immer meine Meinung, aber wenn man von einem Film komplett enttäuscht ist und man dann ausschliesslich umgeben ist von unzähligen blutroten Zehner, dann gibts halt Selbstzweifel... xD
Hat man dann den Kommentar plaziert und bekommt nur noch Spam, ist das eben noch einen drauf.
Egal halt, angepasst wird nicht und eigene Meinungen sind ja (auch bei anderen) die spannendsten! "Keep on doin'..." xD
Homunculus 2010/10/16 00:26:02
Antwort löschenIch will ja gar nicht sagen, dass mir der Film so ganz und gar nicht gefallen hat, es gab sicherlich zb innerhalb der Dialoge hier und da gewisse sinnvolle Ebenen, Zusammenhänge, auch sarkastische Spitzen, die mich schmunzeln machten.Deswegen hab ich ja auch immerhin 4 Pünktchen gegeben.
Ich geh einfach mal davon aus, dass es hier, wie überall, diverse anpassungseifrige Spezialisten gibt, die tatsächlich mächtiges Hosenflattern kriegen, wenn sie sich gegen die Rote Flut-Mafia auflehnen.Mir geht`s am Schniedelwutz vorbei, wobei ich deine Zweifel aber verstehen kann. Es kommt halt auch vor, dass man an einer wichtigen Kernaussage eines Films (beim ersten Betrachten) auch mal geschmeidig vorbei denkt und dann beim zweiten Durchlauf 2 Pünktchen mehr gibt.Was soll`s unser aller Leben hängt da nicht von ab.
fooxy 2010/10/14 21:38:43
Kommentar löschenEs fällt schwer in diesem klasse Ensemble-Drama einen Darsteller besonders heraus zu heben, denn als Team funktionieren sie perfekt. Jeder Einzelne verleiht seiner Rolle die nötige Tiefe, um den Eindruck zu erwecken, dass die Figuren eine auf Norton's Figur bezogene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft besitzen und nun ohne ihn vor einem Neuanfang stehen werden.
Grandios vereint Norton die abgebrühte Kälte eines Drogendealers mit den Emotionen eines Mannes, der Angst davor hat, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen.
Ganz besonders herauszuheben ist der provokante "Fuck-You"-Monolog im Spiegel, in dem Norton die Schuld gerne auf die Gesellschaft schieben will, ihm aber dennoch bewusst ist, dass er ganz alleine für seine Entscheidungen geradestehen muß.
Was Spike Lee hier aus der Romanvorlage macht, ist eine atmosphärisch dichte und äußerst menschliche Geschichte, die nachhaltig auf den Zuschauer einwirkt.
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McAlloon 2010/04/05 16:32:15
Kommentar löschenSpätestens seit 'Clockers' haftet Spike Lee das Image eines Didakten an, der seinen Zuschauern immer wieder aufs Neue die Mechanismen des Rassismus predigt - ein Thema, dass er mit seinem Meisterwerk 'Do the right thing' bereits in allen Facetten ausgeleuchtet hatte. Mit "The 25th Hour" hat er seinen filmischen Horizont erheblich erweitert.
Es gibt eine Entsprechung der Szene aus 'Do the right thing' in der die Vertreter der verschiedenen Rassen ihren Hass über die Anderen direkt in die Kamera brüllten. Diesmal ist es die Hauptfigur die in den Spiegel blickt und ein auf die Oberfläche gekritzeltes 'Fuck you' als Gelegenheit wahrnimmt, seine Wut über alle anderen Bewohner dieser Stadt herauszuschreien. Die Kunst dieser Szene liegt darin, dass sie durch die Bebilderung zu einer Ode an die Vielschichtigkeit dieses Melting-Pots wird und dass selbst in der synchronisierten Fassung immer noch deutlich wird, dass Edward Nortons Hasstirade eigentlich seinem Selbsthaß entspringt - der Wut darüber dass alle anderen ausser ihm ab morgen immer noch in Freiheit leben und ihrer Dinge nachgehen dürfen.
Aber es gibt noch mehr Bemerkenswertes als Edward Norton und diese Szene: z.B. den von Barry Pepper als Überflieger mit unerschütterlicher Arroganz dargestellten Wall Street Jockey, der am Ende zerbrochen am Boden liegt. Philip Seymor Hoffman, der einen schüchternen Lehrer mit gewohnter Brillianz darstellt - der Mann wirkt selbst in schmierigen Rollen immer wie ein zu groß geratener kleiner Junge. Die elegische Musik von Terence Blanchard, die den Film wie einen Trauermarsch wirken lässt. Und natürlich die zahlreichen Verweise auf den 11. September, die deutlich machen, warum nach einem Tag wirklich nichts mehr so sein kann, wie es einmal war - auch wenn Brian Cox in der imaginären 25. Stunde am Schluss von der Hoffnung auf eine neue Chance spricht.
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moep0r 2010/02/04 11:13:17
Kommentar löschenSehr unterhaltsam. Mit Pepper, Dawson und Hoffman in den Nebenrollen sehr klasse besetzt.
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