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28 Days Later - Kritik
GB/NL/US 2002 Laufzeit 112 Minuten, FSK 18, Science Fiction-Film, Katastrophenfilm, Horrorfilm, Drama, Kinostart 05.06.2003
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Kritiken (6) — Film: 28 Days Later
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] '28 Days Later' ist in erster Linie aber gar kein Zombiefilm, sondern eher ein Endzeitfilm. Die verlassenen Straßen von London erzeugen Gefühle der endlosen Einsamkeit und schrecklichen Hilflosigkeit. Und diese Gefühle bleiben beständig, nur das sie zunehmend mit der blanken Verzweiflung und der puren Angst vermischt werden. Apokalyptischer Pessimismus inmitten gieriger Infizierter, die sich nach dem letzten Menschenfleisch sehnen. Die Städte gehen in Flammen auf, alles liegt in Trümmern und überall entstellte Kadaver. Unsere vier Protagonisten müssen sich durch die Perspektivlosigkeit schlagen und die Hoffnung sinkt von Minute zu Minute. Sind es nicht die Infizierten, die einem Sorgen bereiten, dann sind es die anderen Menschen, die sich durch ihr ebenso triebhaftes Verhalten auszeichnen. '28 Days Later' ist eine erschreckend düstere und bodenlos defätistische Zukunftsvision. Blutig, dreckig und kompromisslos. Vor allem die Tunnel- und Kirchenszene sind an Anspannung kaum noch zu übertreffen und lassen wirklich extreme Gänsehaut aufkommen. Der Zusammenhalt in schwerster Stunde gibt sich die Hand mit dem langsam sterbenden Mut. Danny Boyle verstand es mal wieder, in einem ihm unbekannten Genre eines der klaren Highlights zu inszenieren. Eine deprimierende und gesellschaftskritische Flucht ohne Aussicht auf Verbesserung. Lebst du noch oder stirbst du schon?
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten
hoffman587 Sat, 16 Jun 2012 09:28:42 -0000
Antwort löschenAn sich ja schon kein Zombiefilm, weil es da auch gar keine Zombies gibt. ;)
SoulReaver Sat, 16 Jun 2012 09:41:27 -0000
Antwort löschenWie gesagt :)
Joeyjoejoe17 Sat, 16 Jun 2012 09:42:24 -0000
Antwort löschenDas sagt der gute Pascal ja weiter unten im vorletzten Absatz, dass das eher ein Endzeitfilm denn Zombiefilm ist ;)
Joeyjoejoe17 Sat, 16 Jun 2012 09:43:14 -0000
Antwort löschenUnd er nennt die Viecher ja auch Infizierte.
Und hat mal wieder einen tollen Text abgeliefert.
SoulReaver Sat, 16 Jun 2012 09:49:43 -0000
Antwort löschenHeute gibts noch den zweiten Teil! Hoffentlich sinds da auch keine Zombies! :(
Und Joey: :-* :-*
Joeyjoejoe17 Sat, 16 Jun 2012 09:51:00 -0000
Antwort löschenNene, sind die selben Infizierten wie in 28 Days.
hoffman587 Sat, 16 Jun 2012 10:19:42 -0000
Antwort löschenGut, so geändert sieht es doch gleich viel schöner aus. :)
SoulReaver Sat, 16 Jun 2012 10:30:08 -0000
Antwort löschenFind ich auch :)
Hooded Justice Sat, 16 Jun 2012 10:43:31 -0000
Antwort löschenDer Tag fängt ja wieder unfassbar an. :*
SoulReaver Sat, 16 Jun 2012 13:58:24 -0000
Antwort löschen:*
regiseurin Sun, 17 Jun 2012 16:40:13 -0000
Antwort löschenWas hast du so in etwa zu mir gesagt als ich mir den angesehen habe "Der gibt nicht viel her.." so ungefähr ;) und jetzt ein Ausgezeichnet soso ..
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Dani95 Sun, 17 Jun 2012 18:07:53 -0000
Antwort löschen@regiseurin: Meinungen können sich doch ändern :)
SoulReaver Sun, 17 Jun 2012 18:23:15 -0000
Antwort löschenIch hab sowas nie gesagt! Das wäre ja Blasphemie!
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenSpoiler!
Danny Boyle besinnt sich auf ein Ordnungsprinzip, das keine Ordnung mehr kennt. Wie auch: Es ist ja alles zusammengebrochen zu einem Schutthaufen Zivilisation, zu lose auf dem Straßenbelag übrig gebliebener Abfallprodukte einer Zentralautorität in Trümmern. Jene administrativen Grenzen sind verschoben, innerhalb derer Menschen sich legal bewegen. Da irrt nur noch ein Fremder durch die leergefegte Landschaft (Cillian Muphy), ein sichtlicher konsternierter ohne Ziel, ohne erkennbare Weltanschauung, ohne einen verdammten Sinn in seinem Dasein zu entdecken. Wahr ist nur, dass er an der falschen Zeit am falschen Ort ins Koma fiel.
Vor sich Leere, in sich Leere, die vollkommene Ohnmacht der ausgedorrten Weltmetropole London zwingt zur einzigen menschlichen Regung, zur der der Mensch in dieser Situation fähig zu sein scheint. Es ist ein langer verzweifelter Hilfeschrei nach der menschlichen Wärme, mehrere sogar, aber sie alle hallen wie geisterhafte Echos durch die Ansammlung…
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Stryke: inderzange.de
Kommentar löschenDer Film bietet einfach viel mehr als seine Genrekollegen. Eine dichte Atmosphäre, die ab und zu von “sicheren” Momenten unterbochen wird. Grund dafür trägt sowohl die tolle musikalische Untermalung, als auch beeindruckende Aufnahmen des menschenleeren Englands. Schade ist jedoch, das jegliche CGI-Spielereien wie z.B. Aufnahmen vom zerstörtem Manchester fehlen und der Fantasie überlassen werden, aber darüber lässt sich bei einem mageren Budget von gerade mal 8 Mio. $ durchaus hinwegsehen. In diesem speziellen Fall wäre es doch sehr imposant und sehenswert gewesen.
Das größte Manko an “28 Days Later” sind seine teils unüberzeugenden Schauspieler. Es fehlt ihnen einfach an Glaubwürdigkeit und das drückt im Verlauf des Film doch erheblich die Atmosphäre. Auch die Charakterentwicklung gestaltet sich sehr abenteuerlich, besonders bei Hauptfigur Jim (Cillian Murphy)erscheint der Sinneswandel sehr extrem. Vom Softy-Weichei zum Steven Seagal für Arme? Nein, danke.
Trotzdem macht der Film alles in allem nicht schlecht. Die Zombies sind schnell zu Fuss, sehen passabel aus und lüstern nach menschlichem Fleisch. Das ist mir lieber als die träge Variante und bringt ein wenig Tempo in den Film. Regisseur Danny Boyle hat gut daran getan, so einigen skurilen Mist wie schwangere Zombies oder mutierte Tiere á la “Resident Evil” außen vor zu lassen
Story-technisch wäre durchaus mehr drin gewesen, jedoch wird auf zusätzliche Storygänge- und Verflechtungen, dem Genre entsprechend typisch, fast gänzlich verzichtet.
Fazit: Zombie-Action in gehobener Kategorie. Tolle Atmosphäre und imposante Bilder ohne jeglichen Schnick-Schnack machen "28 Days Later" zu einem der besten Zombiekracher der letzten Jahre.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenDas Zombie-Kino erlebt ja in letzter Zeit eine Renaissance, die man wohl diesem Film zu verdanken hat, denn anders als andere neuere Beiträge, wie das doch recht billige Videospiel-Gegrusele "Resident Evil" oder das unmoderne Remake von "Dawn of the Dead", erarbeitet sich "28 Days ..." seinen Mythos neu.
Zombies sind hier schnell wie Hunde und mindestens genauso bissig. Die Inkubation des Virus dauert nur wenige Sekunden und somit ist die Ausbreitung schneller. Ohnehin ist alles schneller in Boyles Film. Die Schnitte, die Kamera, die Musik. Kein musikalisches Teasing in den unteren Frequenzen mehr, sondern ein lautes Scheppern.
Jung will dieser Film sein und sich auch möglichst von seinem Genre distanzieren, denn das Wort "Zombie" fällt hier zu keiner Sekunde. "28 Days ..." ist Endzeit-Vision und somit Überlebensdrama in jeder Sekunde. Als gerissen kann man auch nur den Anfang des Films bezeichnen. Hätte man den Prolog weggelassen,…
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statist Sun, 08 Aug 2010 14:20:00 -0000
Antwort löschenSchön geschrieben! Das mit der Kirche hatte ich jetzt gar nicht mehr so bewusst auf dem Schirm, stimmt. Du hast Recht, das ist natürlich bewusst so als Ironie gemeint! Auch seine Reaktion auf den ersten Schlag gegen den Pfarrer: "Shouldn't have done that..." - lustig! Du hast auch gut beobachtet, wie er die Genres vermischt - und zwar ziemlich locker, ohne - wie Du sagst - die Figuren zu verlieren! Schön, dass Du so gut beobachtest!
Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa
Kommentar löschenEin Science-Fiction-Film der intelligenteren Art. Mit erschreckend großem Realitätsbezug. Als der Film in Deutschland der Presse vorgestellt wurde, war in den Nachrichten zu erfahren, dass in England fünf junge Männer, die von der Pharma-Industrie als Probanden eingesetzt wurden, nach Einnahme der Testpräparate ähnliche "Zombie"-hafte Mutationen aufwiesen.
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honigsau Wed, 08 Dec 2010 16:16:20 -0000
Antwort löschenIch weiß auf welche Nachricht Sie anspielen, aber der Zusammenhang zwischen missglückter Forschung und einem Zombie-Film ist ziemlich absurd.
Makaber fand ich dagegen den völlig fatal platzierten Bericht über die Vorfälle der Medikamententests in einem renomierten Nachrichtenmagazin, denn auf der nächsten Seite wurde mit dicken Lettern geworben: "Forschung ist die beste Medizin"...
manitu17 Tue, 28 Dec 2010 12:40:18 -0000
Antwort löschenxD
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenNach grandiosem Opening und spannendem ersten Akt verliert der Streifen leider ab der Hälfte sowohl Inspiration als auch Spannung und endet in ausgetretenen Genrepfaden.
16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (177) — Film: 28 Days Later
Riese96 Sun, 19 May 2013 18:55:05 -0000
Kommentar löschen''28 Days Later'' ist ein solider Zombie-Horrorfilm, mit guten Schauspielern und einer guten Story. Was Mich sehr gestört hat, war die schlechte Bildqualität. Hat Mich wirklich sehr gestört! Ansonsten ganz OK, kann man sich angucken.
6,5 von 10 Punkten.
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Schlopsi Thu, 18 Apr 2013 21:27:58 -0000
Kommentar löschenBeim Anblick des trostlos leeren Londons jagt es dem Zuschauer ja schon eiskalt den Rücken runter- in Verbindung mit dem ausgezeichneten Score erst recht.
Murphy, Gleeson, Harris & Burns spielen gut, dennoch war die Spannung nach der ersten halben Stunde komplett verflogen. Ab da an empfand ich ihn als absolut langweilig.
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VisitorQ Thu, 18 Apr 2013 21:32:13 -0000
Antwort löschenMein reden! Mir ist es genau so ergangen, nach der ersten tollen halben Stunde fand ich den Film sehr, sehr mäßig. Aber, großes ABER, der zweite Teil ist famos. Hätte ich niemals gedacht aber der Film hat so viel Tempo, krasse Entscheidungen und ist einfach packend. Auf jeden Fall eine Chance geben!
Schlopsi Thu, 18 Apr 2013 21:41:46 -0000
Antwort löschenDanke! Ich habe beide Teile schonmal vor Jahren gesehen und wollte mein Gedächtnis wieder auffrischen. Und mittlerweile habe ich alle meine Hoffnungen in den 2. Teil gesteckt.
Wenn du mich jetzt entschuldigst: Der Zweite wartet schon :)
M4tze123 Wed, 17 Apr 2013 20:25:59 -0000
Kommentar löschenHabt ihr noch nie einen Zombiefilm gesehen, oder warum findet ihr den Film so gut ?
Also erstens Zombies rennen nicht
Zweitens sehr unrealistisch, dass ein unterernährter Typ Soldaten im nahkampf besiegt, bzw in kampfsituationnen überlistet
Drittens, keine wirkliche Spannung
Viertens ist es auch unrealistisch, das Menschen solange bei den rennenden Zombies in einer Stadt überleben konnten
Fünftens keine wirkliche Spannung verhanden
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Velly Wed, 17 Apr 2013 20:34:51 -0000
Antwort löschenUnd 6.: es sind keine Zombies. ;-)
M4tze123 Wed, 17 Apr 2013 20:48:35 -0000
Antwort löschenOk, dann halt billiger Zombie abklatsch ; )
Velly Wed, 17 Apr 2013 22:36:31 -0000
Antwort löschenIch finde den anderen Ansatz da eigentlich sehr interessant und ich fand die schnellen Infizierten wirklich spannender als so manchen SlowMo-Zombie.
M4tze123 Sat, 20 Apr 2013 19:00:42 -0000
Antwort löschennaja, war halt nicht mein fall ; )
whitywhite Sat, 27 Apr 2013 22:00:40 -0000
Antwort löschenKlar, es gibt bessere Zombiefilme aber 3.0 ist etwas hart wenn man bedenkt wie viel Müll man in diesem Genre findet.
ZU 1. kann ich nur sagen Zombies gibt's eigentlich nicht...also warum soll man sie nicht rennen lassen. Dadurch kann man die Spannung erhöhen. Außerdem handelt es sich um einen Virus welcher im Labor zu Testzwecken injiziert wurde um gezielt die AGGRESSION zu steigern. Daher durchaus realistisch, dass Zombies in diesem Film auch laufen können.
ZU 2. meine ich, dass es sich um einen athletischen Typen mit gesundem Menschenverstand in den besten Jahren handelt über dessen Vergangenheit man nicht viel erfährt. Außerdem befindet er sich nur einmal in einer klassischen Nahkampfsituation und da hat er den Überraschungsfaktor auf seiner Seite und nützt diese eiskalt aus und zwar ohne einer ''Van Damme'' Show.
ZU 3. muss ich dir recht geben. Weniger Spannung als man es sich eigentlich von einem Zombiefilm erwartet. Stattdessen sind aber alle Entscheidungen, Handlungen und Reaktionen der einzelnen Figuren durchaus nachvollziehbar und realistisch was selten in diesem Genre ist.(bis auf die Tunnelszene-darüber kann man streiten) Außerdem hat der Film mehr Handlung und ein Happy End. Äußerst selten bei Zombiefilmen. Mal was anderes.
ZU 4. gibt es nur zu sagen es ist ein Film keine Doku oder wahre Geschichte
ZU 5. du wiederholst dich...siehe 3.
M4tze123 Wed, 01 May 2013 12:50:30 -0000
Antwort löschenAlso ich finde 3.0 ist objektiv betrachtet genau richtig für den filme
zu 1. ok du hast teilweise recht, aber hatte einen zombiefilm erwartet, zusätzlich fande ich halt eben nicht das in den film irgend eine spannung überhaupt vorkamm, also auch nicht durch das rennen
zu 2. da brauchst du dir nichts schönreden, wie er das soldatencamp platt gemacht hat, war einfach nicht realistisch, wenn du das anderst sieht ok, aber für mich sah das alles ziemlich plumb aus
zu 3. finde ein zombiefilm braucht kein happyend, in dem fall wars ok, weil der virus wahrscheinlich nur auf der insel ausgebrochen ist und dadurch sie natürlich von ausserhalb gerettet werden konnten
zu4. nur weil es ein film gelten logische gesetzte nicht mehr ?
wenn es eine doku gewesen wäre, hätte er nicht stattgefunden, weil es sowas wie zombies oder tollwütige menschen nicht gibt ; )
aber ein film spielt halt unter einen bestimmten thema ab, z.B es ein virus ausgebrochen, darum gings in den film und alles darüber hinaus sollte versucht werden zu realistisch wie möglich zu sein
natürlich lässt sich drüber streiten was realistisch ist und was nicht
zu 5 joa, danke für den hinweiss ; )
für mich wars halt einfach ein film, der keine wirkliche spannung hervorgerufen hat und nicht sehr real wirkte und deswegen fande ich den film auch scheisse
aber jeder hat ja seine meinung dazu
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whitywhite Wed, 01 May 2013 21:53:20 -0000
Antwort löschenda muss ich dir schon recht geben. es ist sicher kein klassischer zombiefilm...
eine objektive Bewertung für diesen film liegt wahrscheinlich irgendwo zwischen deiner und meiner ;)
durch das laufen wurde hier die spannung wirklich nicht merklich erhöht, aber bei dawn of the dead fand ich zumindest diesen einen fakt besser (bzgl. Spannung) als beim orginal, obwohl man muss sie auch nicht gleich sprinten lassen wie einen usain bolt.
aber zu 4. da bleib ich dabei. voraussetzung: versteck, ressourcen, nötiges glück und das dazu gehörige Timing und schon überleben zumindest 7 oder wieviele auch immer von ein einigen Millionen. es wird im film nur darauf eingegangen wie sie aus der stadt verschwinden und nicht wie sie solange überleben konnten.
ps: zu fünftens, da bleibe ich beinhart bei meiner Meinung ;)
whitywhite Wed, 01 May 2013 22:01:54 -0000
Antwort löschenachja und ohne happy end keine Grundlage für ne Fortsetzung. also doch nur ein vorübergehendes...man braucht auch wirklich keines beim zombiefilm
BOW666 Thu, 04 Apr 2013 23:14:33 -0000
Kommentar löschenEin Horrorfilm der unter die Haut geht, die leeren Strassen von London... kein Mensch weit und breit, die Seuche greift um sich, doch wo will man hin um sich zu verstecken?
Raffiniert und gut inzeniert, Danny Bolye liferte ein Meisterwerk des Horrors ab.
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Wall Thu, 04 Apr 2013 21:41:02 -0000
Kommentar löschenWar lange überfällig mir auch diesen Film von Danny Boyle anzuschauen. Und auch hier beweist er, dass er zu den Regisseuren gehört, die sich keinem festen Genre verschrieben haben, sondern eigentlich alles verfilmen können und den Zuschauer immer wieder überraschen. Neben Science-Fiction (Sunshine), Drogen-Drama (Trainspotting), Psycho-Drama (127 Hours) oder auch RomCom (Lebe lieber ungewöhnlich) nun mit "28 Days Later" auch einen Horrorfilm bzw. Endzeitdrama. Allerdings haben alle Filme trotz ihrer unterschiedlicher Genres meist eine Gemeinsamkeit und zwar die Atmosphäre, die Boyle mit seinen Bildern und seiner Filmmusik erzeugt.
Auch "28 Days Later" ist herausragend gefilmt und hat den unverwechselbaren Danny-Boyle-Look. Dennoch kam das Bild durch die Verwendung von Handkameras, sowie des nicht allzu großen Budgets ein wenig billig rüber. Und auch der verwendeten Filmmusik stehe ich etwas gespalten gegenüber - hier schwankt die Auswahl meiner Meinung nach zwischen "absolut episch" (das wohl allseits bekannte Titelthema von John Murphy) und "irgendwie unpassend". Dennoch schafft es der Film eine angespannte und unbequeme Atmosphäre aufzubauen und die Apokalypse authentisch darzustellen. Die ein oder andere Spannungsspitze, sowie ein paar Schockmomente tuen ihr übriges dazu. Natürlich ist "28 Days Later" aber kein typischer Horror- bzw. Splatterfilm, so wie er in den Medien teilweise dargestellt wurde und kann auch nicht mit so richtig Zombie-Filmen verglichen werden (auch wenn mich die Atmosphäre doch sehr stark an "The Walking Dead" erinnert). Stattdessen wird in diesem Film gezeigt, wie eine Virus-Epidemie aussehen könnte und welche Folgen sie hätte - sowohl auf den Planeten und die Gesellschaft, als auch auf die Menschen - wohingehend sich auch das Ende des Films hinorientiert, welches mMn ein wenig abdriftet und doch irgendwie vorhersehbar war. Auch fehlte mir irgendwie das gewisse "etwas", dass seine jüngeren Filme ausmachte.
Wie alle anderen Danny-Boyle-Filme ist auch "28 Days Later" erfrischend anders und immer in cineastisches Highlight. Trotzdem hat mich irgendwie noch keiner von seinen Filmen so richtig umgehauen (am ehesten noch "Sunshine"), auch wenn ich nun bisher alle seine Filme durch die Bank gut bis sehr gut bezeichnen würde. Vielleicht schafft es ja "Trance"...
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NoahRenton Wed, 20 Feb 2013 18:27:18 -0000
Kommentar löschenIch war angenehm überrascht, als ich merkte, dass die Untoten hier nicht im Vordergrund stehen.Cillian Murphy spielt hier echt super, genauso wie die restlichen Schauspieler.
John Murphy hat hier einen coolen, einzigartigen Soundtrack abgeliefert der sich auf eine sehr wunderbare Weise mit dem Bildmaterial zusammenfügt.
Beides Zusammen schafft eine wunderbare Atmosphäre, die zwar Trostlosigkeit aufkommen lässt, der Naricht des Films entsprechend aber nicht gerade Verzweifelung, sondern viel Mehr ein Gefühl der Vertrautheit rüberbringt, wodurch dieser Zustand den im Prinzip schon immerwährenden Umgang der Menschen untereinander wiederspiegelt-Wunderbar!
Lediglich finde ich, dass die zweite Hälfte in der die Gruppe auf die Soldaten trifft zwar sich in den Gesamtfilm gut einfügt, aber dennoch einen Bruch mit dem vorher Gesehenen darstellt (obgleich dem Zuschauer hier die Message deutlich und gekonnt ins Geschehen eingebunden präsentiert wird),wodurch der Film zwischenzeitlich ein wenig an Atmosphäre einbüßt.
Zum Ende hin findet der Film diese aber wieder und präsentiert dem Zuschauer nach einem filmtechnisch mehr als gekonnten Ende ein Happy-End bei dem ich mich das erste Mal wirklich für die Protagonisten gefreut habe und nicht wie schon so oft die Augen verdreht habe.
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beast667 Tue, 05 Feb 2013 15:16:58 -0000
Kommentar löschenWow............. Musik alleine trägt den Film. Er beklemmt, bedrückt und ist auf seine kleine Weise ein Schmuckstück zwischen allen neuartigen Horror- Splattermöchtegern Streifen, die lieblos runtergedreht werden...........
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Tizilla Thu, 31 Jan 2013 11:32:04 -0000
Kommentar löschenDas ist sowieso mein Genere, gefällt einfach.
Jedoch gefällt mir die erste Hälfte besser, sobald die Gruppe bei der Armee landet flaut meine Begeisterung ein wenig ab aber was solls? En Zombiefilm, Endzeitfeeling, ne wirklich tolle Einleitung mit dem Krankenhaus und wie nach und nach alles entdeckt wird. Ich steh da halt einfach drauf.
Schauspielerisch war von meiner Seite aus nicht wirklich etwas zu bemängeln. Sehe ich mir auf jeden Fall immer wieder gerne an.
Der Film weiß zu unterhalten was mein leider von dem zweiten Teil nicht gerade behaupten kann.
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muresan Sun, 20 Jan 2013 23:38:51 -0000
Kommentar löschenMann, ist das aber ein schwacher Schocker:
Kommt doch da echt keine richtige Spannung auf...und dort, wo sie aufkommt, sind es die Vergewaltiger der Armee. Enttäuscht ist das falsche Wort: Ich bin depressiv geworden nach diesem Film. Die Infizierten scheinen ja hier fast die "Netten" zu sein.
Schlimmer als "Resident Evil", obwohl auch dieser Streifen schwach gemacht wurde.
28 Weeks later beweist das Gegenteil.
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timschmid207 Sat, 30 Mar 2013 23:18:29 -0000
Antwort löschenDas die infizierten nicht unbedingt die größte Plage sind will der Film ja unter anderem darstellen.
muresan Sun, 31 Mar 2013 22:46:12 -0000
Antwort löschenEben...darum gefällt mir dieser Film nicht. Bin mit anderen Erwartungen hingegangen. Schon im Katastrophenfilm "Erdbeben" wurde die Armee als Vergewaltigungsorganisation dargestellt, und das brauche ich nicht wiederholt in einem anderen Film zu sehen.
Gespenst006 Fri, 18 Jan 2013 11:00:58 -0000
Kommentar löschenCillian Murphy hat mich unglaublich beeindruckt in dieser Rolle. Klasse Zombiefilm!
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KonTaicho Sat, 12 Jan 2013 12:43:38 -0000
Kommentar löschenIn einer Welt, in der die Hoffnung auf Glück und Rettung verloren scheint, in der sich Menschen gegenseitig töten, in der Menschen, die Freunde sein sollten, zu Feinden werden...
In einer Welt, wie unserer...
...sind es die kleinen Dinge, die die Welt bedeuten. Ein Kuss. Ein Vater, der seine Tochter im Arm hält. Ein Single Malt in einem Supermarktregal. Eine Ausfahrt in einem Taxi.
Der eine Buchstabe, der aus einer furchbaren "Hell" ein einladendes "Hello" werden lässt.
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VisitorQ Sat, 12 Jan 2013 13:02:20 -0000
Antwort löschenich finde den zweiten total toooolll
KonTaicho Sat, 12 Jan 2013 13:31:12 -0000
Antwort löschenDen zweiten find ich auch tohoool, sogar noch n gutes Stück besser als diesen hier :3
Murphante Sat, 12 Jan 2013 23:37:52 -0000
Antwort löschen<Jaaaaaaa>
aber Hallo ... der zweite Teil ist bei weitem viel besser als der erste Teil .... definitiv ... wenn der Vatter voll am ausrasten ist ... die Augen ausdrückt ... boahr wie der abgegangen ist ... und die Szene davor ... als der Feigling weggerannt ist ... beim erstenmal hab ich echt gedacht ... diese blöde kleine Mistsau ;)
KonTaicho Sun, 13 Jan 2013 10:54:16 -0000
Antwort löschenJa, das mit den Augen und die Wiese mit dem Helikopter-Köpfe-Trimmer sind immer wieder denkwürdige Bilder :3
Murphante Sun, 13 Jan 2013 11:33:43 -0000
Antwort löschenJaaa Hammergeil gemacht ... ich liebe es Zombies zu schnetzeln :D ... zockst du auch gerne "Left 4 Dead" ???
KonTaicho Sun, 13 Jan 2013 12:59:27 -0000
Antwort löschenNe, ich zock allgemein eher weniger. 1. is mein Internet zu schlaff, da reg ich mir zu sehr auf und 2. ist mein pc nicht gerade high end :P Über WOW und Cod bin ich noch nicht rausgekommen :D
Murphante Sun, 13 Jan 2013 14:35:37 -0000
Antwort löschenNajaaa ... wenn die zwei Games bei Dir laufen ... dann läuft auch Left 4 Dead 2 bei Dir ... versprochen ... mein Rechner ist von 2006 ... auch nicht mehr so der Burner :D
KonTaicho Sun, 13 Jan 2013 14:55:26 -0000
Antwort löschenmal überlegen :) :3
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Murphante Mon, 14 Jan 2013 16:24:59 -0000
Antwort löschenjoahr sag einfach per PN mal Bescheid ... dann daddeln wir mal ne Runde ;) ... Headset und Teamspeak wären von Vorteil ;)
KonTaicho Mon, 14 Jan 2013 16:25:52 -0000
Antwort löschenalles klar ;) hajo das is kein thema ;)
Schalker91 Sun, 06 Jan 2013 01:04:07 -0000
Kommentar löschenEinfach genial der Film!
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Velly Tue, 01 Jan 2013 10:07:04 -0000
Kommentar löschenDer erschreckenste Moment war für mich der Anfang. Der Film läuft ja ziemlich zügig an und ich war noch nicht so richtig drin und dachte mir bei den Fernsehbildern, die man dort sieht, es handle sich schon um Berichte der ersten Attacken der Infizierten.
Dann wurde mir klar, dass es einfach Bilder aus unseren normalen Nachrichten waren.
Das war schon ein mulmiges Gefühl...
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TinaCocaine Mon, 17 Dec 2012 15:33:08 -0000
Kommentar löschenEin sehr düsterer Zombiefilm, der überaus viel Atmosphäre schafft und mich von vorne bis hinten in seinen Bann zieht. Spannung ist definitiv geboten, einige wirklich gute Schockmomente sind vorhanden und die Bilder sind wirklich beängstigend, deprimierend, dunkel, aber auch interessant und auf eine Art schön. Nicht zu viel Action, aber auch nicht zu wenig, nicht zu gruselig, aber auch nicht zu wenig und nicht zu ernst, aber ernst genug - Ein vielseitiger Spaß!
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NWO@Movie Fri, 23 Nov 2012 02:32:45 -0000
Kommentar löschenIch bin kein Fan von Zombiefilmen.
Diesen habe ich mir aber trotzdem angeschaut weil er ja "total gut" sein soll. Und da er von David Boyle ist dachte ich "er weiß schon was er macht".
Am Anfang sehen wir eine Stadt in der scheinbar keine Seele ist. Außer dem von Cillian Murphy. Da der Schauspieler mir so sympathisch ist, hatte ich Angst, dass ein Zombie hinterm Auto hervorspringt und ihm seine Tasche klaut. Oder ihm in die Milz beißt. Aber nein. Symbolisch war die Stadt leer. Tot. Und die apokalyptische Rockmusik als Begleitung zu nehmen war gar nicht mal so übel...
In einer Kathedrale findet er plötzlich all die Menschen. Aber sie liegen alle. Es ist sehr dunkel. Und dann fängt der "Spaß" an: ein ausgeflippter Priester mit psychopathischer Anomalie geht auf den verwirrten Cillian Murphy los - doch der kann entkommen. Eine ganze Horde verfolgt ihn. Explosionen sind zu sehen. Er verschanzt sich mit anderen Überlebenden in einem Büro-Bunker. Einige gehen drauf. Zombies.
Dann werden sie von einem Vater mit zwei Kindern willkommen geheißen. Im obersten Stock des Appartments... irgendwann kommen sie auch bei perversen Soldaten an die hoffentlich von Zombies gefressen werden...
und ja -
die Kamera wirkt billig war aber bestimmt Absicht um das ganze authentisch wirken zu lassen. Es gibt schon gute Bilder aber manchmal geht mir die Story viel zu sehr auf den Magen. Gibt viele anhaltende Stellen. Manchmal verlor ich das Interesse an dem Film. Aber ich dachte mir, dass ich ihn wenigstens zu Ende sehen sollte.
Wer den Film gucken will muss vorher auf gekochte Leber und gebratene Hähnchen verzichten. Es kann sehr übel werden. Und durch diese anhaltenden Stellen und den meist düsteren, dreckigen Bildern verstärkt sich das Gefühl des ästhetischen Ekels. Zombiefilm eben.
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Hooded Justice Fri, 07 Sep 2012 20:52:08 -0000
Kommentar löschenMein Beitrag zur Aktion Lieblingsfilm.
'28 Days Later' ist viel weniger ein klassischer Menschenfressersplatter (ich umgehe bewusst das falsche „Zombie”) als ein unfassbar reales, originäres Gesellschaftsszenario.
„Es war draußen auf der Straße, es kam durch dein Fenster. Es war ein Virus, eine Infektion. Du brauchtest keinen Arzt, um das zu wissen. Es war das Blut. Oder irgendetwas IM Blut. Aber als sie versuchten, die Städte zu evakuieren, war es bereits zu spät. Die Infektion war überall.”
Hast du schon mal darüber nachgedacht, was ist, wenn du morgens aufwachst und wohl noch die einzig lebendige Person der Stadt bist? Kurbelst den Rolladen hoch und siehst durch deine mittlerweile verstaubten Fenster nichts als leere Straßen, keine Kondensstreifen am Himmel und hörst nichts, als das Geräusch einer umherfliegenden, leeren Alditüte? Der Kühlschrank gibt keine Kellogg’s Frosties mehr her, lediglich die letzten fünf Dosen Bohnensuppe des ganzen Landes schmücken die kühle Glasplatte. Du tröstet dich damit, dass es wenigstens noch Strom gibt. Was dieser allerdings noch bringt, fragst du dich, nachdem doch weder ein TV-Sender mehr ausstrahlt noch existiert, und deine Freunde sich schon längst in menschenfressende Bestien verwandelt haben.
„Pläne sind zwecklos. Mehr als zu überleben ist nicht drin.”
Danny Bolyes Endzeit-Dystopie verleiht einem das „von der Gesellschaft allein und im Stich gelassen“- Gefühl, ganz besonders zu Beginn des Films in zehn bedeutenden und ebenso ruhigen, wie aufwühlenden Minuten, die ein emotionales und gedankliches Einfühlen in die Endzeitsgeschichte perfekt erlauben.
Er erwacht aus dem Koma, das Morgenlicht bricht brutal durch die Scheiben. Als er aufsteht, weiß er, was hier schief läuft, denn seltsamerweise schien er wohl der einzige Patient hier zu sein. Und noch ahnt er nicht, dass er sogar einer der einzigen Lebendigen der ganzen Stadt ist. Er irrt durch London und sucht irgendjemanden. Irgendjemanden, der ihm sagen kann, ob die Welt untergegangen war. London war nur noch eine Ruine infizierter Tollwütiger. Aber nie war eine Ruine so beängstigend, denn sie war einst seine Heimatstadt. Die damals von tausenden Fahrzeugen befahrenen Hauptstraßen waren übersät mit Müll, Plastiktüten flogen umher, leere Cola-Dosen lagen trostlos herum. Allerdings schienen sie auf nichts mehr zu warten. Als haben seit Wochen keine Menschen mehr jene Bürgersteige betreten. Er sucht Unterschlupft in der nahe gelegenen Kirche. Doch selbst dort herrscht nun der Teufel.
Danny Boyle gelingt es auf ganz faszinierende Weise, mit seinem Film so gekonnt durch die Realität des Gesamtentwurfes in den Zuschauer einzudringen und mit wahnsinnig gewaltigen Bildern das Gefühl zu verschaffen, als erlebe man ein derart grässliches Endzeits-Phänomen selbst mit. Und das mit sympathischen, durchdachten Charakteren, welche allesamt ihren Zweck erfüllen sowie eine durchdacht präsentierte Rollenschar hergibt: Während Jim genau wie wir in die unbegreifliche Leere hineingeworfen wird, ist Selena die trocken, unemotional denkende Überlebenskünstlerin [„Mehr als zu überleben ist nicht drin.“] und Frank trägt die gutwillige Vaterfigur seiner pubertierenden Tochter Hannah. Noch eine Ebene weiter geht Boyle mit der Charakterwende zum Finale: [Achtung Spoiler] Nachdem Selene und Jim sich ihre Liebe gestehen, heißt es „Pläne sind doch nicht zwecklos.“ Hoffnung regiert. [Spoiler Ende]
Was Danny Boyle uns hier zu sagen hat, ist kritischer als ein mancher diesem Meisterwerk aus Horror und Furcht zutrauen würde: Er kreiert nichts anderes als einen gellenden Aufschrei nach Frieden, indem er uns unser (un)menschliches Treiben auf dieser Erde wie einen Spiegel vor die Augen hält: Er zeigt uns des Menschen Taten in den Infizierten selbst. In einer Szene heißt es: „Was ich während der vier Wochen der Epidemie sah, war: Menschen töten Menschen. Genauso wie ich es in den vier Wochen vor der Epidemie sah, und in denen davor, und in denen davor.“ Der Mensch tötet Menschen, ob „infiziert“ oder nicht. Und wo töten wir mehr als im Krieg? Danny Boyle überträgt nichts anderes als unser grässliches Kriegen und Morden auf jene grässlichen, mordenden Infizierten. Es ist eigentlich keine Infizierung, es ist das, was der Mensch immer tat, nur, dass es nun „nicht mehr im Fernsehen war; es war draußen auf der Straße, es kam durch dein Fenster.“ Und an dieser Stelle zeichnet Boyle ein ganz expressives, verstörendes Weltbild: Der Mensch gehört schon lange nicht mehr zur Natur, er ist sinnlos, er existiert nur für eine Weile, dann wird er aussterben. Das hoffnungsvolle Ende, welches ja nahezu im Gegensatz zu diesem Kern steht, lässt in all dem Fatalismus jedoch ein letztes Mal Boyles bekannten Optimismus aufblühen: Noch haben wir die Chance.
Ganz klar konnte nicht auf horrende und sehr verstörende Szenen verzichtet werden, denn '28 Days Later' ist für mich nicht zuletzt der furchterregendste Horrorfilm seit langem. Ob es nun nur allein die schaurigen Schreie der Infizierten sind, die bangenden Minuten gefangen im Tunnel aufgrund einer Reifenpanne, währenddessen jene Schreie und Schatten der Infizierten schon zu hören und sehen sind, der Aufstand gegen die Männer vom Militär oder allein die erschreckend schaurige Atmosphäre des leeren Londons. Aber nicht das macht den Film zu dem, was er ist, sondern seine Geschichte, die er erzählt, oder vielmehr die Art und Weise, wie er sie erzählt. Die grässliche, schaurige Brutalität hätte absolut keine so überwältigende Wirkung, wenn '28 Days Later' nicht so emotional und menschlich sowie gesellschaftlich tief greifen würde, und andersrum genauso. Hinzu kommt, dass Boyles Meisterwerk keine Halloween-Zombie-Geschichte präsentiert, sondern das Geschehen realistisch – so weit dies möglich war – und menschlich nachvollziehbar darstellt, auch wenn die ethischen Grenzen schon bald überschritten sind. Denn genau das ist es, was '28 Days Later' uns sagen möchte: den alles andere als puritanischen „Alltag” eines Lebens in einer Epidemie. Die Moral überschreiten. Der starre Kampf ums eigene Überleben. Über Leichen gehen – diesmal beinahe wörtlich genommen. Und genau hier gelangen wir zum tieferen Kern des Werkes: Der Blick in das verlorene Innere eines Menschen; der Überlebenstrieb; ein Trieb nach Sicherheit und der Sehnsucht nach Zivilisation.
„Hör zu: Wenn jemand infiziert wird hat man zwischen 10 und 20 Sekunden Zeit um ihn zu töten. Es mag dein Bruder, deine Schwester oder dein bester Freund sein, es macht keinen Unterschied.“
Die Bildgewaltigkeit und der ergreifende Score von John Murphy schaffen eine bewegende Atmosphäre. Nicht nur, dass diese von düster, schaurig, grauenhaft auf bedrückend, aussichtslos und deprimierend wechselt, sondern auch immer wieder auf hoffnungsvoll und optimistisch wie in den Szenen auf dem Weg nach Manchester, auf dem sie die zwar seelenlose, aber völlig friedliche Natur hier draußen und „gesunde“ Pferde beobachten, was im heftigen Kontrast zum Rest der Welt steht und es hier beinahe wie das Paradies wirkt – nach dem Gedanken, die Natur kann auch ohne uns. Nur einige Minuten später sieht man in Jims Albtraum, wie sehr die Seuche auf die Seele drückt: er verarbeitet die Angst vor der Einsamkeit, vorm Alleingelassenwerden der letzten Zivilisation.
In keinem anderen derartig packenden Film – besonders in der Horrorfilm-Abteilung – gibt es ein vergleichbares, tief unter die Haut gehendes Gefühls- und Emotionsspektakel zu sehen und vor allem zu fühlen wie in Boyles '28 Days Later'. Wie der Film einen mit einem „Was wäre, wenn …”-Gefühl fängt, verlässt er einen mit einem „Was wäre, wenn es SO wäre …”-Gefühl und spielt einen weiteren verlorenen Soundtrack ein. Und nach bleibt ein bedrückend nachdenkliches Gefühl, was denn nun wäre, wenn es so wäre, wie es in diesem Film war.
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JackoXL Fri, 07 Sep 2012 20:54:38 -0000
Antwort löschenSehr schön!
Oceanic6 Fri, 07 Sep 2012 20:59:39 -0000
Antwort löschenGanz wunderbar!
Hooded Justice Sat, 08 Sep 2012 09:51:17 -0000
Antwort löschen:)
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Corien Thu, 17 Jan 2013 17:39:50 -0000
Antwort löschenirgendwie finde ich, dass bei so einem film der ja eigentlich bis auf die infektion oder was auch immer, realistisch sein soll, alles sehr unrealistisch ist. Oh endlich haben sie mal ein paar menschen getroffen, oh das sind leider alles psychos die gerne kinder ficken.... In irgendeineim teil fahren sie noch mit einem alten ( ich glaube Käfer) über imense schrottberge... da wäre vllt gerade mal ein monstertruck rübergekommen... wir haben uns totgelacht vor lauter lächerlichen szenen. leider habe ich fast alles verdrängt um noch mehr blödsinn aufzuzählen :)
Hooded Justice Thu, 17 Jan 2013 18:18:41 -0000
Antwort löschenDie von dir kritisierten Motive sind allesamt Folgen menschlicher Emotionen. Die sind natürlich unlogisch. Diese Irrationalität macht doch gerade den Reiz des Films aus. Wer weiß, wie du reagiert hättest in einer solchen verlorenen Welt. Klar sind wir da alle nicht die weisen Helden, die immer die richtigen Entscheidungen treffen. Und welche Menschen, die Kinder ficken, meinst du?
the assassin 666 Fri, 24 Aug 2012 19:57:29 -0000
Kommentar löschenEin komatöser junger Mann erwacht und hat keine Ahnung was passiert ist die Metropole London wo normalerweise reges Leben und Treiben herrscht ist ausgestorben, die Strassen zugemült kein Mensch weit und breit, also macht sich der anhungslose Mann in Patientenkleidung auf den Weg Überlebende zu finden,...
Danny (Trainspotting) Boyle überraschte sein Publikum im Jahr 2003 mit einem erschreckend realistischen Horrorfilm. Realistsch in Bezug auf die Handycam gelang ihm ein etwas spröderer, grobkörniger Genrevertreter der sich im wesentlichen ein bisschen an George A. Romeros Day of the Dead orientiert, trotzdem findet 28 days later seinen eigenen Weg und der Erzählstil hat mir besser gefallen als im alten Romeroklassiker.
Die Charaktere wirken irgendwie glaubwürdiger und eben wie der ganze Film eher realistisch aber genau da liegt der Knackpunkt er wirkt oft deswegen ein wenig schal, denn kleinere Längen haben sich auf die gesamte Laufzeit verteilt eingeschlichen und verhindern eine höhrere Wertung, obwohl die Infieszierten wenn sie angreifen schon ordentlich furchteinflössend herüber kommen gelingt es Boyle nicht ganz, mich zu begeistern.
Ein guter Film ist "28 days later" schon geworden den man sich als Fan anschauen sollte aber als Alternative rate ich eher zu Zombie - Dawn of the Dead, Dawn of The Dead (Remake) & Land of the Dead. :)
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Mac_C_Tiro Thu, 16 Aug 2012 16:44:38 -0000
Kommentar löschenHandwerklich hervoragend inszeniertes Endzeitszenario das mit einer düsteren Stimmung und genialer Kameraarbeit zu punkten weiß. Leider für meinen Geschmack zu wenig gesellschaftskritisch und teilweise zu vorhersehbar. Als Fan von Zombiefilmen kommt man nicht umhin fast alles in diesem Genre mit Romero zu vergleichen... Fazit: Romero hätte es besser gemacht.
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Marco Dover Sun, 21 Oct 2012 14:58:12 -0000
Antwort löschenWer ist Romero? Ein Ressigeur?
Eixenxxl Fri, 29 Jun 2012 01:48:44 -0000
Kommentar löschenEin echt guter Zombiestreifen...Der einzige Haken ist die schlechte Bildqualität
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inner_me Tue, 12 Jun 2012 19:55:36 -0000
Kommentar löschenTrotz guter Umsetzung ist die Idee alt.
Zwar ist ein Ansatz von Gesellschaftskritik vorhanden, aber definitiv noch ausbaufähig.
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