300 - Kritik

300

US · 2006 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 16 · Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Actionfilm, Historienfilm · Kinostart
Du
  • 8

    Ein Film für echte Männer! Aufopferung Tapferkeit MUT & Eier zu zeigen sich gegen ne Übermacht entgegenzustellen alles das was in der heutigen Gesellschaft fehlt!

    ja genau das ist 300!!!

    Geile Kampfszenen & Sound & OST inklusive!!

    muss man sehen!! Pflicht!!

    • 8 .5

      '300' ist ein bildgewaltiges Geschichts-Epos, das unter anderem mit einigen Fantasy-Elementen aufgefrischt wurde und mit exzellenten Kampfsequenzen, guten Darstellern und tollen Effekten zu überzeugen weiß. Der besondere Look des Films macht einiges her und neben legendären Sätzen, die sich bereits an die Spitze der One-Liner gekämpft haben, lässt uns dieser grandiose Film an einer derartig epischen Schlacht Teil haben, wie wir sie in Filmen nur selten zu sehen bekommen.

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      • 9

        Frank Millers Comic war die Vorlage zu dieser eindrucksvollen Verfilmung. Wir müssen daher historisch gesehen Punktabzüge vornehmen, da der Geschichtsunterricht etwas hinkt. Die Perserarmee war wohl kaum so groß wie im Film, und hatte auch keine Monster oder Nashörner unter den eigenen Reihen. Auch weiß jeder Heerführer, dass man seine Mannen besser nicht unter furchteinflößenden Gesichtsmasken kämpfen lässt, weil diese die Atmung und das Sichtfeld erheblich einschränken. Für den Thrill und die Kampfhandlungen spielt das aber keine Rolle.

        Die Schlacht bei den Thermopylen wird hier visuell gesehen grandios inszeniert. Wobei wir auch schon bei den Stärken des Films liegen. Die Optik ist schlicht atemberaubend, das hat man vorher so noch nicht gesehen, mit Ausnahme bei „Sin City“ ein Jahr zuvor. Schuld daran ist das Digital Backlot-Verfahren, das den Schauspielern gestattet, vor einem Bluescreen zu agieren, während später alles am Rechner bearbeitet wird. Aber auch andere Technikverfahren fanden hier ihre Anwendung, da wurde mächtig in die Trickkiste gegriffen.

        Die Spartiaten – allen voran Gerald Butler als König Leonidas – haben nicht nur alle einen Waschbrettbauch, der sich gewaschen hat, sie strotzen nur so vor Muckis. Natürlich haben alle Akteure mächtig gearbeitet in der Muckibude und vor jedem Take nochmal die Hanteln geschwungen, denn eine Grundsubstanz muss da sein. Der Rest wurde digital dazugemixt. Das dürfte den Damen gefallen, die brutalen Splatterszenen eher weniger. Doch der Splatter wird hier von Regisser Zack Snyder auf eine Kunstebene gewuchtet. Wir sehen in Zeitlupeneinstellungen, wie der Kopf abgeschlagen wird oder der Speer den Gegner durchdringt. Doch die Ausstattung der Kämpfer ist schlicht erstklassig, ebenso der Pfeilhagel, der den Himmel verdunkelt.

        An Butlers Seite darf die schöne Lena Headey die Königin spielen. Vincent Regan steht als Hauptmann zur Seite, David Wenham als Dilios.

        Rodrigo Santoro ist ein beeindruckender, gottgleicher Xerxes, der ein gigantisches Heer gegen eine Handvoll Spartaner führt. Allerdings ist sein Outfit auch erstklassig. Was die Maske hier mit Ringen, Schmuck und Ketten umgesetzt hat, ist einfach stark.

        Fast 450 Mio. Dollar Einspielergebnisse weltweit bei 65 Mio. Dollar Produktionskosten machten diesen Film zu einem goldenen Kalb.

        Der Score von Tyler Bates mixt orchestrale Klänge mit heftigem Heavy Metal-Gedöhns. Dadurch entsteht ein wuchtiger Soundtrack, der der extrovertierten Bildsprache angemessen ist. Leider musste sich Bates einigen Plagiatsvorwürfen aussetzen, das schmälert natürlich sein Können. Wer rotzfrech abkupfert, ist nun mal nicht so gut wie die anderen.

        Zwei Jahre später wurde die Parodie „Meine Frau, die Spartaner und ich“ abgedreht, die aufgrund ihres flachen Witzes und derber Zoten zurecht verrissen wurde, obgleich sie optisch ebenfalls hochwertig ist. Leider verfallen Filmparodien wie z.B. „Scary Movie“ u.a. allzuschnell in reine Furz- und Blödwitze, anstatt sich intelligent an die Materie ranzumachen. Immerhin: Es gibt Studios, die dafür 30 Mio. Dollar hinblättern….

        Fazit: Gelungener Wurf, den man nur optisch bewerten darf. Und hier muss man eine hohe Punktzahl vergeben.

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        • 2 .5

          Die untergehende Sonne brennt ihnen entgegen und spiegelt sich auf den wohlgeformten, geölten, nackten Brüsten der Krieger wieder. Voller Blutdurst, Hass und Rache gehen 300 Männer um gegen Millionen anzutreten. Freiheit und Ruhm wird ihre Belohnung sein. Der gesicherte Tod ist Ehrensache. Mit Schilden, Schwertern und Speeren gehen sie dem Feind - den Persern entgegen um für ihr Land, für ihre Väter, ihren Frauen und Kinder zu kämpfen. Dieser Mut, diese Entschlossenheit und dieser Kampfeswille ruht nur in dem Blut echter Spartaner. Das Volk der Spartaner darf nicht unterworfen, geknechtet und versklavt werden. Echte Spartaner unterwerfen sich nicht - echte Spartaner knien vor keinem Gottkönig danieder - echte Spartaner lassen Blut vergießen. Keine Gnade, keine Gefangenen und die Sonne scheint nur für Sparta und Griechenland. Und wenn sie untergeht, kämpft der Schatten an der Seite von Sparta. Bucklige, Handwerker von Athen, kleine Patrioten, welche für ihre Freiheit in den Kampf ziehen wollen sind nicht toleriert. Denn sie verstehen das Handwerk des Blutes nicht.
          Zwischen den Klippen in einer Wegesscheide warten die 300 tapferen in roten Roben gekleideten, sandalierten Krieger. Hinter ihnen türmen sich Leichen der bisher abgeschlachteten Späher der Perser. Die Kampfesrufe der perfekten Kämpfer hallen zum Feind und lassen ihm die Haare zu Berge stehen.
          Es kommt zum Kampf.
          König Leonidas der Spartaner kämpft gegen das von Xerxes geschickte Ungeheuer der Unsterblichen. Die Schwertspitze des Monsters streift in Zeitlupe den Helm unseres Volkshelden oberhalb des Auges. Die Furche gleitet tief ins Metall, funken Sprühen,, die Spitze des Feindesschwertes kratzt ihm leicht an seinem linken Sehorgan, währenddessen gleitet in Zeitlupe eine Schweißperle seinen Waschbrettbauch hinunter und trifft schließlich den in Blut getränkten Sand. Ja - Blut und Schweiß geben 300 Soldaten für ihr Vaterland und sehen dabei noch ästhetisch gut aus. Und die Götter sind mit ihnen - und die Sonne schimmert ihnen entgegen.

          Wir Zuschauer halten zu den über alles erhabenen Spartanern und sind im Geiste mit ihnen, wenn sie morden und schlachten. Wir sind hypnotisiert von der dunklen, leise und langsam sprechenden Stimme aus dem Off, die uns immer wieder sagt: "Das ist kein Wahnsinn - das ist Sparta, wir werden keinen am Leben lassen, wir machen keine Gefangenen, keine Gnade, wohl dem Spartanischen Volke, wohl für Griechenland usw." Wir Zuschauer lassen sie gewinnen und beten zu den Göttern, zu den Weisen...

          Ich habe schon sehr lange nicht mehr so einen faschistoiden, monotonen Nazi-Stumpfsinn gesehen. Das letzte mal im Geschichtsunterricht, als mir da die Propagandafilme von Leni Riefenstahl gezeigt wurden.
          Gesunder Geist in gesundem arischen Körper.

          Der Film ist technisch sehr gut gemacht, aber sehr undifferenziert in seiner Erzählstruktur und seiner Aussage. Die Kampfszenen, die gewaltigen Bilder, die schönen Schauspieler und der Glanz, den ihnen die Musik und die Ausleuchtung gibt, sind grandios und schlichtweg einfach überwältigend - aber das sind Hitlers Propagandafilme auch!

          • 8 .5

            Der film fetzt :-) Action satt

            • 8

              Film an! Hirn aus! ACTION:
              Weil nur Frauen aus Sparta wahre Männer gebären und wenn du Pech hast, zu klein, entstellt oder zu blond bist mit Sommersprossen, na dann landest du auf der menschlichen Mülldeponie. Hast du jedoch diesen Aussortierungsprozess überstanden, wirst du zur Killermaschine gedrillt. Als Knabe muss du dann noch durch das Initiationsritual, in der Wildnis einen riesen Wolf killen und erst dann, erst dann darfst du dich als Spartaner bezeichnen. Doch um es in die Top 300 zu schaffen muss du ein richtiger Motherf.....! sein. Als eines Tages Boten von Großkönig Xerxes von Persien in Sparte angaloppieren um Unterwerfung zu fordern. "Das ist Blasphemie - das ist Wahnsinn!!"-"Wahnsinn? Mmmh.. DAS IST SPARTAAAAAA!". Landen sie im Brunnen ohne Boden. König Leonidas I. und seine Top300-Conans ziehen mit Sprüchen: "Spartaner! Noch heute speisen wir in der Hölle!" oder "Hier werden wir kämpfen, hier werden sie sterben!" in den Krieg gegen eine persische Übermacht. Zack Snyders Verfilmung von Frank Miller's Graphic Novel. Die Folge, es fließt literweise Blut, abgetrennte Gliedmaßen fliegen durch die Luft und Slow-Motion-Gemetzel pur. Fazit: Blockbuster-Unterhaltung.

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              • 5

                Ein bildästhetisch einweindfreies Gemetzel ohne Sinn und Verstand - wer's braucht.

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                • 0
                  nofuture 13.01.2017, 01:46 Geändert 13.01.2017, 11:46

                  Bin ja cineastisch wirklich nicht zartbeseitet, noch brauchts oft eine tiefgreifende Handlungen um mich zu fesseln, aber dieser Schwachsinn, verkörpert in der grobschlächtigen Figur des Leonidas, ist ja fast einmalig. Ja, die Bilder wirken aufgrund dieses individuellen Stils, mit unter sehr einehmend, jedoch ist die Handlung aber dermaßen verblödete. Ich meine, da haben sie die Möglichkeit ihre Stadt und die Bewohner zu retten und was macht dieser arrogante proletige Held. Natürlich, er legt sich mit dem ganzen persischen Reich an. Alles klar!! Und dann, werden uns die Demokraten oder der Kongress, welcher eine friedliche Lösung ersinnt, noch als doppelzüngige falsche Schlangen verkauft. Fast nicht zu ertragen. Irgendwie ironisch das ich diesen Film schon 3 mal gesehen habe.

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                  • 8

                    Wer sich diesen Film anschauen will, sollte sich vorher schon darüber informieren. Denn der Comic Look, die Dialoge, die quasi nur aus One-linern bestehen, und die exzessive Gewalt, stoßem dem einen oder anderen sauer auf.
                    Liefert aber genau das, was er sein soll!

                    • 0

                      Absolut nicht meins !

                      Kein Hassfilm...aber kann mit der Darstellung absolut nichts anfangen.
                      Mag den Look nicht...
                      Mag die Darstellung der Gewalt nicht...
                      Eh kein Zeitlupen Freund...
                      Die Dialoge sind absolut nicht meins...
                      Aber natürlich verstehe ich jeden der diesem Film etwas abgewinnen kann...

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                      • 6 .5

                        Ein sehr gewaltiger, brutaler Schlachtenfilm, mit tollen Momenten und tollen Kamerafahrten. Ich fand es sehr beeindruckend, wie manche Kämpfe, bei denen ein Mann ungefähr 10 überwältigt, als One-Take gedreht wurden. Sieht sehr beeindruckend aus. Allerding waren manche Szenen dann wieder zu übertrieben dargestellt.
                        Ansonsten halt Popcorn-Kino... Gemetzel...und viel Schlacht ;)

                        • 7 .5
                          Sternenkind68 03.12.2016, 21:36 Geändert 03.12.2016, 21:37

                          Blutig ist es auf jeden Fall, aber sehr ästhetisch umgesetzt.
                          Etwa so wie bei "Sin City".
                          Und eigentlich habe ich einen empfindlichen Magen...

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                          • 9 .5

                            Ja, was kann ich zu diesem Mann von einem Film nur sagen außer...
                            "Spartiaten! Was ist euer Handwerk?"
                            "Ruhm!!! Ruhm!!! Ruhm!!!"

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                            • 10

                              Naja, hier müssen sich die Geister deutlich scheiden. Um diesen Film zu mögen, muss man
                              1. wirklich auf sowas stehen
                              2. sich wirklich darauf einlassen können.

                              Mich hat der Film überwältigt als ich ihn das erste mal gesehen habe. Wollte eigentlich schon schlafen, habe den Anfang vom Film nur noch gehört und konnte nicht anders als mich umzudrehen und nachzuschauen um was es sich da handelt.
                              Habe dann die Nacht mit Popcorn vorm TV verbracht ohne meine Augen nur eine Minute abwenden zu können.

                              Für mich einer der besten, wenn auch bei weitem nicht anspruchsvollsten (!) Filme der letzten Jahre.

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                              • 5 .5

                                Als historisch getarnte Comic-Verfilmung, die als Vorwand für Gewaltorgien und nackte Haut herhalten muss. Das kann man sich auch sparen.

                                • 9
                                  Cr1XoNo1D 24.09.2016, 18:00 Geändert 24.09.2016, 18:01

                                  Vorchristlicher Helden-Epos wie die alten Griechen sich ihn erzählt hätten. Glorifizierung des ultimativen Opfers eines Königs aus der Antike. .... und am Ende nichts weiter als eine visuell traumhaft umgesetzte Verfilmung eines Comics. Daher kann ich mich den meisten Kritiken nicht anschließen. Das ist keine historisch korrekte Dokumentation, noch will dieser Film politisch Stellung beziehen.
                                  In dieser Zeit gab es kein Rassismus wie wir ihn leider erleben müssen. Der aus heutiger Sicht als Rassismus identifizierter Schutz vor fremden Völkern resultierte aus Ressourcen-Knappheit und Expansion-Wahn anderer. So musste der Feind dämonisiert werden und der eigene Wille mit Heldengeschichten gestärkt werden. Das sagen meine Geschichtsbücher jedenfalls... aber ich schweife ab. Sehr unterhaltsamer Film. Gern noch mehr in diesem Stil

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                                  • 9

                                    Ästhetisierung des Gemetzels.

                                    Pathetisch, Martialisch, Archaisch, Grimmig, Brutal, Roh, Unerbittlich, Gnadenlos, Grausam.

                                    Mut, Stolz, Ehre, Blut, Schweiß, Muskeln, Faust, Schwert, Lanze.

                                    Popcornkino at its best.

                                    • 8 .5

                                      Einer meiner Lieblingsfilme.
                                      Ich bin von der Geschichte, der visuellen Umsetzung und dem Cast begeistert.
                                      Das "Feeling" des Films hat mir einige Gänsehautmomente beschert.
                                      Lediglich die Umsetzung einiger Effekte gibt etwas Abzug in der B-Note.

                                      • 6
                                        Zuckerspinne 29.08.2016, 21:52 Geändert 29.08.2016, 21:55

                                        S p o i l e r
                                        .
                                        .
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                                        Krieg, Verrat und Sex.

                                        300, ein episches Meisterwerk mit epischem Gequatsche, bildgewaltig und testosterongesteuert.

                                        Machosprüche inklusive.

                                        Nun, wenigstens die Königin hat hier auch noch was zu sagen...
                                        Wenn sie auch durch ihre naivität, ihre ganze epische Rolle etwas dumm darstellt.

                                        Epische Zeitlupenkämpfe, Monster und andere albtraumhafte Figuren aus dem kuriositäten Kabinett.

                                        Geschichtlich korrekt ist das Ganze wohl eher nicht, was ich natürlich auch nicht erwartet habt.

                                        Die "Bromance" wirkt etwas deplatziert.

                                        Dennoch ist das Ganze unterhaltsam und sogar sehenswert.

                                        Genauergsagt wurde hier peinlichst darauf geachtet das beinahe jede Bildeinstellung ein Gesamtkunstwerk ist.
                                        Teilweise ist das etwas ermüdent.

                                        Episches Schlusszitat vom einäugigen Bro:
                                        "Bla, blabla, bla...und gehen einer Zukunft entgegen, die leuchtender ist als wir ahnen können..." - ja, in die Staatspleite...

                                        :) sorry, der ist mir jetzt so rausgerutscht...

                                        Nun, immerhin macht nun "Meine Frau, die Spartaner und ich"
                                        etwas mehr Sinn für mich.

                                        • 6 .5

                                          Gegen Anfang hat mich die Handlung von "300" wirklich gepackt. Auch die Erzählweise hat echt Charme! Aber leider driftet die Handlung mit fortschreitender Länge immer mehr ins Nichts ab und der Film wird recht zäh. Konnte mich nicht überzeugen!

                                          • 7 .5

                                            "Ja, ich mache Propaganda, aber eine Propaganda der Ästhetik, keine politische."

                                            Meinte Zack Snyder in einem Interview zu dem umstrittenen Man of Steel und das trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf.
                                            Snyder ist für mich der Refn des Mainstream-Kinos, denn wie auch er sprechen bei ihm die Bilder, die Ästhetik und die Symbolik.
                                            Er ist für mich der interessanteste Blockbuster-Regisseur des bisher jungen 21. Jahrhunderts.
                                            Woran liegt das?
                                            Snyder hat einen individuellen Stil und man erkennt einen Snyder-Film auch relativ schnell, weil es wenige Regisseure gibt, die komplett und gleichzeitig so versiert die Styler-over-substance Schiene fahren.
                                            Doch wie auch bei Refn (wenn auch hier weniger ausgeprägt) stecken hinter den schönen Bildern meiner Meinung nach immer auch substanzielle Gedanken.
                                            So zweifelt Batman v Superman zum Beispiel die Gott-Äthetik an, während sich Sucker Punch schlicht und ergreifend als feministisch betiteln lässt.

                                            Ist Sucker Punch ein feministischer Film, so könnte man 300 als Gegenstück bezeichnen.
                                            Hier geht es um Männlichkeit, nicht um das Verhältnis zwischen Mann und Frau, sondern um das stereotypische Bild der Männlichkeit.
                                            Schaut man ein wenig in die Geschichte, springen einem sofort Assoziationen ins Auge.
                                            Ehre, Stolz, Ruhm, Macht, Stärke...das sind männliche Attribute, zumindest wenn man vielen historischen Darstellungen Glaube schenken möchte.
                                            Ich persönlich empfinde keine Assoziationen für ein Geschlecht. Attribute sind für mich neutral und haben nichts mit dem Geschlecht zu tun.
                                            So liegt 300 auf jeden Fall schon einmal ein recht konservativer Stoff zugrunde, was aber prinzipiell kein Problem darstellt, da Snyder diesen männlichen Helden-Mythos zwar zelebriert, aber durch historischem Abstand nicht im heutigen Zeitgeist legitimiert.

                                            Wie auch in Batman v Superman wird auch in 300 die Gott-Ästhetik angeprangert bzw. außer Kraft gesetzt.
                                            Ganz am Ende bleibt die Aussage: Es gibt keine Götter, nur einfach Männer, die durch ihr Handeln Gottes ähnlich wirken können.

                                            Ansonsten gibt es in 300 nichts anderes als Ästhetik. Hier gibt es keine Menschlichkeit, sondern nur Perfektion.
                                            Perfekte Bilder, perfekte Körper, perfekte Choreographien, perfekte Kontraste und Farbgebungen.
                                            Jedes einzelne Bild ist glatt poliert und könnte 1:1 aus einer Werbezeitschrift.
                                            Trotzdem verfügen die Bilder über etwas ungemein Poetisches, über etwas enorm Künstlerisches, so dass man sie ebenso gut als Gemälde hätte malen können.

                                            Danke, Zack Snyder, danke für das, was du mit dem Blockbuster-Kino machst!

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                                            • 8 .5

                                              Jahaaaaa. Männerkino pur!

                                              300 hasst man oder man liebt ihn und für mich gilt klar letzteres. Nie dagewesene Optik, testosteronpumpend, brutal, rassistisch, sexistisch, gewaltverherrlichend, alles was man sonst nirgends zu sehen kriegt. Toll choreographierte Kampfszenen, phantastische Ausstattung, Ruhm und Ehre und epische One-Liner.

                                              Spartiaten! Was Ist euer Handwerk?
                                              Ruhm, Ruhm, Ruhm!!

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                                                Fando_Y_Lis 25.07.2016, 22:49 Geändert 25.07.2016, 22:50

                                                "300" ist eine reisserische Seifenblase und eine intellektuelle wie auch ästhetische Beleidung für jeden Filmfreund.

                                                Zudem ist er total polemisch.

                                                Das kann ich auch:

                                                "300" ist dermassen absurd und schwachsinnig das er im günstigsten Fall als Schwulen-Softsex-Porno-Ersatz durchgeht.

                                                Wenn ihr mir das nicht glaubt, stelle ich euch gerne einige Zitate aus meinem Bekanntenkreis zur Verfügung..........

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                                                • Toller Film der in dem Genre ein Klassiker ist. Den zweiten Teil halte ich persönlich für überflüssig.

                                                  LG

                                                  Venezia

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                                                    Ich kann mir nicht vorstellen das so viele Leute diesen Film gut finden. Für mich ist es der Absolute Hass-Film ich kann nichts mit diesem Film anfangen. Ich mag nicht wie der Film Aussieht, wie er sich anhört, wie die Charakter verkörpert werden, die Antagonisten, die Geschichte und vor allem mag ich das CGI nicht. Jeder hat einen Film den er hasst bei mir ist es 300. So tat gut mal so zu haten :D

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                                                    ?a=5541&i=2&e=1&c=0416449&c0=movpa krit