300 - Kritik

300

US · 2006 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 16 · Abenteuerfilm, Actionfilm, Fantasyfilm, Historienfilm · Kinostart
  • 10
    Cr1XoNo1D 24.09.2016, 18:00 Geändert 24.09.2016, 18:01

    Vorchristlicher Helden-Epos wie die alten Griechen sich ihn erzählt hätten. Glorifizierung des ultimativen Opfers eines Königs aus der Antike. .... und am Ende nichts weiter als eine visuell traumhaft umgesetzte Verfilmung eines Comics. Daher kann ich mich den meisten Kritiken nicht anschließen. Das ist keine historisch korrekte Dokumentation, noch will dieser Film politisch Stellung beziehen.
    In dieser Zeit gab es kein Rassismus wie wir ihn leider erleben müssen. Der aus heutiger Sicht als Rassismus identifizierter Schutz vor fremden Völkern resultierte aus Ressourcen-Knappheit und Expansion-Wahn anderer. So musste der Feind dämonisiert werden und der eigene Wille mit Heldengeschichten gestärkt werden. Das sagen meine Geschichtsbücher jedenfalls... aber ich schweife ab. Sehr unterhaltsamer Film. Gern noch mehr in diesem Stil

    • 9

      Ästhetisierung des Gemetzels.

      Pathetisch, Martialisch, Archaisch, Grimmig, Brutal, Roh, Unerbittlich, Gnadenlos, Grausam.

      Mut, Stolz, Ehre, Blut, Schweiß, Muskeln, Faust, Schwert, Lanze.

      Popcornkino at its best.

      • 8 .5

        Einer meiner Lieblingsfilme.
        Ich bin von der Geschichte, der visuellen Umsetzung und dem Cast begeistert.
        Das "Feeling" des Films hat mir einige Gänsehautmomente beschert.
        Lediglich die Umsetzung einiger Effekte gibt etwas Abzug in der B-Note.

        • 6
          Zuckerspinne 29.08.2016, 21:52 Geändert 29.08.2016, 21:55

          S p o i l e r
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          Krieg, Verrat und Sex.

          300, ein episches Meisterwerk mit epischem Gequatsche, bildgewaltig und testosterongesteuert.

          Machosprüche inklusive.

          Nun, wenigstens die Königin hat hier auch noch was zu sagen...
          Wenn sie auch durch ihre naivität, ihre ganze epische Rolle etwas dumm darstellt.

          Epische Zeitlupenkämpfe, Monster und andere albtraumhafte Figuren aus dem kuriositäten Kabinett.

          Geschichtlich korrekt ist das Ganze wohl eher nicht, was ich natürlich auch nicht erwartet habt.

          Die "Bromance" wirkt etwas deplatziert.

          Dennoch ist das Ganze unterhaltsam und sogar sehenswert.

          Genauergsagt wurde hier peinlichst darauf geachtet das beinahe jede Bildeinstellung ein Gesamtkunstwerk ist.
          Teilweise ist das etwas ermüdent.

          Episches Schlusszitat vom einäugigen Bro:
          "Bla, blabla, bla...und gehen einer Zukunft entgegen, die leuchtender ist als wir ahnen können..." - ja, in die Staatspleite...

          :) sorry, der ist mir jetzt so rausgerutscht...

          Nun, immerhin macht nun "Meine Frau, die Spartaner und ich"
          etwas mehr Sinn für mich.

          • 6 .5
            movievictim 29.08.2016, 11:17 Geändert 29.08.2016, 11:46

            Tatsächlich war ich anfangs noch auf eine Höchstwertung aus.
            Doch mit Voranschreiten des Films musste ich meine Begeisterung zügeln.
            Speziell gegen Mitte des Films wird es absurd, wenn das Kuriositätenkabinett der Perser aufmarschiert, wenn bei Gelagen Frauen ihre lesbischen Spielchen inclusive Zungenküsse absolvieren, da wird mir schlecht. Dabei geht es mir lediglich darum, wie vordergründig Effekte eingesetzt werden.
            Mir gibt das nix.
            Außerdem sah dieser König Xerxes hier eher wie ein Travestiekünstler
            aus, absolut lachhaft. Da wurde diese historische Figur in "Alexander"
            mit Colin Farrell besser gezeigt.
            Grundsätzlich, das wurde ja bereits gelobt, ist das Aufnahmeverfahren spektakulär.
            Dadurch erhält das Werk eine ( von mir ) nie gesehene Optik.
            Das war ja anfangs noch schön anzusehen. Wenn dann aber im Minutentakt
            ( oder öfters ) Speere und Schwerter in Leiber eindringen, man hört als Zuschauer sogar dieses Eindringen, dann ist es vorbei mit Ästhetik.
            Jetzt verstehe auch ich, was mit Gewaltverherrlichung gemeint ist.
            Wenn Michael Fassbender und andere ( wie zum Beispiel Xerxes ) sich ziemlich breitbeinig hinstellen und präsentieren oder genüsslich räkeln, als mache all dies ihnen noch Spaß ( tatsächlich grinst Fassbender hier noch, während er Leiche auf Leiche stapelt ), dann warte ich eigentlich nur noch auf einen Griff in den eigenen Schritt, wie das mancher Rockstar auf der Bühne tut.
            Testosteron pur !
            Frauen, die hier kaum eine Rolle spielen, werden aber nicht ausschließlich als Objekt von Männerphantasien gezeigt.
            Bestes Beispiel: die Königin von Sparta ( Lena Headey ) zu Beginn.
            Gut fand ich die Einleitung, wo die Hauptfigur des König Leonidas ( Butler ) eingeführt wird. Wenn mir einfach so eine Person vorgesetzt wird nach dem Motto:
            So, das ist jetzt Person X, dann interessiert mich weder sein Schicksal oder sonstwas. Aber wir sehen, wie er aufwuchs, wie er ausgebildet wurde, harte Schule für ein Kind. So wurde er zu dem Mann, den Gerard Butler nun super verkörpert.
            In Filmen wie "Die nackte Wahrheit" kotzte mich seine Selbstverliebheit und sein Machogehabe an, nach "Der Kautions-Cop" dachte ich, der kann nichts Anderes.

            Aber Leonidas ist d i e Rolle für ihn.

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            • 6 .5

              Gegen Anfang hat mich die Handlung von "300" wirklich gepackt. Auch die Erzählweise hat echt Charme! Aber leider driftet die Handlung mit fortschreitender Länge immer mehr ins Nichts ab und der Film wird recht zäh. Konnte mich nicht überzeugen!

              • 7 .5

                "Ja, ich mache Propaganda, aber eine Propaganda der Ästhetik, keine politische."

                Meinte Zack Snyder in einem Interview zu dem umstrittenen Man of Steel und das trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf.
                Snyder ist für mich der Refn des Mainstream-Kinos, denn wie auch er sprechen bei ihm die Bilder, die Ästhetik und die Symbolik.
                Er ist für mich der interessanteste Blockbuster-Regisseur des bisher jungen 21. Jahrhunderts.
                Woran liegt das?
                Snyder hat einen individuellen Stil und man erkennt einen Snyder-Film auch relativ schnell, weil es wenige Regisseure gibt, die komplett und gleichzeitig so versiert die Styler-over-substance Schiene fahren.
                Doch wie auch bei Refn (wenn auch hier weniger ausgeprägt) stecken hinter den schönen Bildern meiner Meinung nach immer auch substanzielle Gedanken.
                So zweifelt Batman v Superman zum Beispiel die Gott-Äthetik an, während sich Sucker Punch schlicht und ergreifend als feministisch betiteln lässt.

                Ist Sucker Punch ein feministischer Film, so könnte man 300 als Gegenstück bezeichnen.
                Hier geht es um Männlichkeit, nicht um das Verhältnis zwischen Mann und Frau, sondern um das stereotypische Bild der Männlichkeit.
                Schaut man ein wenig in die Geschichte, springen einem sofort Assoziationen ins Auge.
                Ehre, Stolz, Ruhm, Macht, Stärke...das sind männliche Attribute, zumindest wenn man vielen historischen Darstellungen Glaube schenken möchte.
                Ich persönlich empfinde keine Assoziationen für ein Geschlecht. Attribute sind für mich neutral und haben nichts mit dem Geschlecht zu tun.
                So liegt 300 auf jeden Fall schon einmal ein recht konservativer Stoff zugrunde, was aber prinzipiell kein Problem darstellt, da Snyder diesen männlichen Helden-Mythos zwar zelebriert, aber durch historischem Abstand nicht im heutigen Zeitgeist legitimiert.

                Wie auch in Batman v Superman wird auch in 300 die Gott-Ästhetik angeprangert bzw. außer Kraft gesetzt.
                Ganz am Ende bleibt die Aussage: Es gibt keine Götter, nur einfach Männer, die durch ihr Handeln Gottes ähnlich wirken können.

                Ansonsten gibt es in 300 nichts anderes als Ästhetik. Hier gibt es keine Menschlichkeit, sondern nur Perfektion.
                Perfekte Bilder, perfekte Körper, perfekte Choreographien, perfekte Kontraste und Farbgebungen.
                Jedes einzelne Bild ist glatt poliert und könnte 1:1 aus einer Werbezeitschrift.
                Trotzdem verfügen die Bilder über etwas ungemein Poetisches, über etwas enorm Künstlerisches, so dass man sie ebenso gut als Gemälde hätte malen können.

                Danke, Zack Snyder, danke für das, was du mit dem Blockbuster-Kino machst!

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                • 8 .5

                  Jahaaaaa. Männerkino pur!

                  300 hasst man oder man liebt ihn und für mich gilt klar letzteres. Nie dagewesene Optik, testosteronpumpend, brutal, rassistisch, sexistisch, gewaltverherrlichend, alles was man sonst nirgends zu sehen kriegt. Toll choreographierte Kampfszenen, phantastische Ausstattung, Ruhm und Ehre und epische One-Liner.

                  Spartiaten! Was Ist euer Handwerk?
                  Ruhm, Ruhm, Ruhm!!

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                  • 1
                    Fando_Y_Lis 25.07.2016, 22:49 Geändert 25.07.2016, 22:50

                    "300" ist eine reisserische Seifenblase und eine intellektuelle wie auch ästhetische Beleidung für jeden Filmfreund.

                    Zudem ist er total polemisch.

                    Das kann ich auch:

                    "300" ist dermassen absurd und schwachsinnig das er im günstigsten Fall als Schwulen-Softsex-Porno-Ersatz durchgeht.

                    Wenn ihr mir das nicht glaubt, stelle ich euch gerne einige Zitate aus meinem Bekanntenkreis zur Verfügung..........

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                    • Toller Film der in dem Genre ein Klassiker ist. Den zweiten Teil halte ich persönlich für überflüssig.

                      LG

                      Venezia

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                      • 0

                        Ich kann mir nicht vorstellen das so viele Leute diesen Film gut finden. Für mich ist es der Absolute Hass-Film ich kann nichts mit diesem Film anfangen. Ich mag nicht wie der Film Aussieht, wie er sich anhört, wie die Charakter verkörpert werden, die Antagonisten, die Geschichte und vor allem mag ich das CGI nicht. Jeder hat einen Film den er hasst bei mir ist es 300. So tat gut mal so zu haten :D

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                        • 5 .5

                          Es sind die in Öl triefenden Spartaner, die von Instagram-Filter Landschaften zu weiteren Instagram-Filter Landschaften reisen und die Perser ohne Rüstung auf die kaltblütigste Art und Weise in Superzeitlupe abmetzeln bis der Zuschauer Augenkrebs kriegt von dem CGI-Blut, das in alle Richtungen gespritzt wird und beinahe schon menschenverachtend dargestellt wird.

                          Wenn das nicht nach einem Kandidaten für die berüchtigte Totenkopf-Bewertung auf Moviepilot ist, doch irgendwas hielt mich davon ab.
                          Zu sagen ob 300 ein guter Film ist, ist genau so schwer zu sagen wie dass Zack Snyder ein guter Regisseur ist.
                          Er ist ein Mensch, der mithilfe von Bildern Geschichten erzählt, ein visionärer Regisseur, der die erstaunlichsten Bilder erschaffen kann, doch so viele meckern, dass er sich mehr um die Optik als um die Substanz schert.
                          Das mag vielleicht wahr sein, doch selbst wenn 300 ein absoluter Nonsens wäre, der jede schlechte Bewertung vielleicht verdient hätte, so ist er das Paradebeispiel wie man am Besten eine Comicverfilmung dreht.
                          Frank Millers Kultcomic wurde nicht verfilmt, es IST Frank Millers Comic.
                          Jeder Kamerawinkel, jeder Farbton, jedes Detail entspringt aus der Hand dieses großen Mannes, als ob die Comicseiten wirklich zum Leben erweckt worden wären.
                          Es ist selten der Fall, dass ich einen Film gesehen habe, der seiner Vorlage so gerecht wird, weil es praktisch die Vorlage selbst ist.
                          Man taucht in diese Welt ein, wo die Menschen hart wie Stein sind und ihre Herzen so kalt wie ein Eisberg in einem ewigen Winter, die nur für eins geboren worden sind:
                          Töten!
                          Es mag faschistisch wirken, grausam, menschenverachtend und herzlos.
                          Es mag vielleicht auch kein hervorragender Film sein.
                          Es mag sein, dass Zack Snyder kein guter Regisseur ist.
                          Aber die Behauptung, dass Zack Snyder keine Ahnung davon hat, wie man das Herz und die Seele eines Kultcomics auf die große Leinwand übertragen kann.
                          Darauf habe ich eine Antwort:
                          DAS...IST...SCHWACHSINN!!!
                          ☺☺☺☺☺

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                          • 9
                            brucelee76 28.03.2016, 21:54 Geändert 28.03.2016, 22:03

                            Hi Leute,

                            GEWISSEN UND EHRE gegen GIER UND MACHT.

                            Politisch unkorrekt?! OK
                            Gewalt verherrlichend?! OK
                            Militant?! OK
                            Rassistisch?! OK
                            Faschistisch?! OK
                            Männerfilm?! OK

                            Mal abgesehen davon hat er eins ganz gewiss. DER ROCKT GANZ GEWALTIG!! AHUUUUUUUUUU

                            Königin zu persischen Abgesandten: "Stell' dich nicht schüchtern oder dumm, Perser, in Sparta kannst du dir beides nicht leisten!"
                            Persischer Abgesandter zu Leonidas: "Warum masst diese Frau sich an unter Männern zu sprechen?"
                            Königin zu persischen Abgesandten: "Weil nur Frauen aus Sparta wahre Männer gebären!"

                            Mein Fazit: THIS IS SPARTA!!

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                            • 10

                              Perfekt! Der nächste auf meiner "Lieblingsliste". Hier stimmt alles..um mich zu fesseln. Visuell absolut Hammer, die Kämpfe ..episch und der Sound..wow. Absolut mein Fall!!

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                              • 5

                                Stilistisch ist der Film große Klasse, aber der Film hat die typischen Probleme eines Snyder's, weshalb es mich auch nicht weiter interessiert...

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                                • 5

                                  Ton aus, Barry White Platte auflegen und berieseln lassen ( wahlweise mit festen Partner oder Liebchen für gewisse Stunden ). Um mal so richtig schön unfair zu sein: this is my Sucker Punch oder Zack and Gerard make a Porno.

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                                  • 6

                                    Die stilsichere, kompromisslose Darstellung täuscht im ersten Moment über den fehlenden Inhalt hinweg. Wer auf Unterhaltung aus ist, die von ihm nichts abverlangt, wer auf eindrucksvolle Bilder steht und sich an einem fehlenden Inhalt nicht stört, der wird mit 300 einen glücklichen Abend verbringen können. Ich sehe keinen Grund, mich am Film zu stören oder in ihm mehr zu sehen, als da nicht vorhanden ist.

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                                    • 9

                                      Wirklich alles richtig gemacht. Sehr schöne Bilder. Das Starke rot, die blutigen Kämpfe. Spitze!

                                      • 8 .5

                                        300 ist ja die filmische Umsetzung der Graphik Novell von Frank Miller, wobei sich Snyder streng an die bildliche Vorlage gehalten hat. Actioncomics neigen halt einmal zu Übertreibungen und die haben auch den Weg in den Film gefunden.
                                        Als stilistisches Mittel ist die Machart des Filmes mehr als gelungen.
                                        300 ist typisches Popcorn-Kino ohne Anspruch auf Seriösität. Aber das sollte bereist nach den ersten 5 Minuten deutlich zu erkennen sein.
                                        So gesehen hat 300 nicht zu Unrecht einen gewissen Kultstatus!

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                                        • Ich mag Zack Snider zwar sehr gerne aber dieser Film ist einfach mies.
                                          Die Zeitlupe bei den Actionszenen erschafft die Illusion von Epik, mehr hat der Film aber nicht zu bieten.

                                          • 6

                                            Meiner meinung nach überdurchschnittlich wegen der innovativen und einzigartigen Optik. Nein, es handelt sich hier nicht um eine Geschichtsstunde, der Plot dient lediglich dem Transport der Action und dem Abfeuern von one linern.

                                            Mir fehlt hier die selbstironische Note bei den one linern, wie Mr. McClane sie zum Beispiel beherrscht, so wirkt das leider alles etwas verbissen. Zusätzlich werden die slowmo Aufnahmen mit zunehmend Verlauf des Films langweilig (gilt auch für Austrittswunden, Momentaufnahmen der Schlacht etc.).

                                            Mit etwas mehr Selbstironie und stilistischer Variation hätte man hier durchaus noch einen Punkt mehr rausholen können. So kann der Film leider nur an Action fans weiter empfohlen werden, die können ihn sich mal wegen der interessanten Optik anschauen. Alle anderen können ihn überspringen.

                                            • 8 .5

                                              Geiler Film.

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                                              • 5

                                                Wenn 300 muskulöse Spartianer mit nacktem Oberkörper den Kampf gegen tausende tyrannische Syrer entgegentreten, wirkt das ganze eher nach feuchtem Traum des Regisseurs als nach einem spannenden Epos. Das Verhalten der Spartianer erinnert irgendwie an einen sozialen Brennpunkt. Vollkommen überzogenes Testosteron-Getue.

                                                Fazit: Abgesehen von den Sixpacks hat der Film nicht viel zu bieten. Keine Spannung, keine Twists - einfach nichts! Dennoch 5 Punkte, für eine aufwändige Produktion und seichte Unterhaltung mit wirklich tollen Sixpacks :)

                                                • 4

                                                  bin einer der wenigen die den film nie dolle fanden...aber dafür rockt der 2te um so mehr

                                                  • 7

                                                    Antike Masochisten mit imposanten Muskelkorsetten wüten im Land der Götter und metzeln in einem verengten Gebirgspass persische Bestien nieder.
                                                    Leonidas 300-Mann starke Eliteeinheit besteht aus kampferprobten, undiplomatischen Raubtieren, die ihre vernichtende Ideologie auf dem Schlachtfeld freizügig ausleben. Der Pathos tropft dabei aus jeder muskulösen Panzerschicht der robusten Spartanerkörper.
                                                    Es gibt keinen Rückzug, keine Unterwerfung, keine Gnade, es wird gemeuchelt bis der letzte Feind zerhackt in Hades Totenwelt gelandet ist. Die CGI-Wichse spritzt unkontrolliert aus zerhackten Körpern wie Öl aus einem Pipelineleck. In diesem Fall haben auch mir die Hektoliter von roter Computersuppe ein wenig imponiert. Die unnachgiebige Mordapparatur Leonidas wird manierlich gespielt von einem gut aufgelegten Gerard Butler. Ohne diesen visuellen Comiccharakter hätte " 300 " mit großer Sicherheit nicht halb so gut funktioniert.
                                                    Political Correctnes und historische Genauigkeiten sind völlig irrelevant , denn hier steht eindeutig dieses epische Massaker im Vordergrund.

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