300 - Kritik

300

US · 2006 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 16 · Abenteuerfilm, Actionfilm, Fantasyfilm, Historienfilm, Drama · Kinostart
  • 5 .5

    Es sind die in Öl triefenden Spartaner, die von Instagram-Filter Landschaften zu weiteren Instagram-Filter Landschaften reisen und die Perser ohne Rüstung auf die kaltblütigste Art und Weise in Superzeitlupe abmetzeln bis der Zuschauer Augenkrebs kriegt von dem CGI-Blut, das in alle Richtungen gespritzt wird und beinahe schon menschenverachtend dargestellt wird.

    Wenn das nicht nach einem Kandidaten für die berüchtigte Totenkopf-Bewertung auf Moviepilot ist, doch irgendwas hielt mich davon ab.
    Zu sagen ob 300 ein guter Film ist, ist genau so schwer zu sagen wie dass Zack Snyder ein guter Regisseur ist.
    Er ist ein Mensch, der mithilfe von Bildern Geschichten erzählt, ein visionärer Regisseur, der die erstaunlichsten Bilder erschaffen kann, doch so viele meckern, dass er sich mehr um die Optik als um die Substanz schert.
    Das mag vielleicht wahr sein, doch selbst wenn 300 ein absoluter Nonsens wäre, der jede schlechte Bewertung vielleicht verdient hätte, so ist er das Paradebeispiel wie man am Besten eine Comicverfilmung dreht.
    Frank Millers Kultcomic wurde nicht verfilmt, es IST Frank Millers Comic.
    Jeder Kamerawinkel, jeder Farbton, jedes Detail entspringt aus der Hand dieses großen Mannes, als ob die Comicseiten wirklich zum Leben erweckt worden wären.
    Es ist selten der Fall, dass ich einen Film gesehen habe, der seiner Vorlage so gerecht wird, weil es praktisch die Vorlage selbst ist.
    Man taucht in diese Welt ein, wo die Menschen hart wie Stein sind und ihre Herzen so kalt wie ein Eisberg in einem ewigen Winter, die nur für eins geboren worden sind:
    Töten!
    Es mag faschistisch wirken, grausam, menschenverachtend und herzlos.
    Es mag vielleicht auch kein hervorragender Film sein.
    Es mag sein, dass Zack Snyder kein guter Regisseur ist.
    Aber die Behauptung, dass Zack Snyder keine Ahnung davon hat, wie man das Herz und die Seele eines Kultcomics auf die große Leinwand übertragen kann.
    Darauf habe ich eine Antwort:
    DAS...IST...SCHWACHSINN!!!
    ☺☺☺☺☺

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    • 9
      brucelee76 28.03.2016, 21:54 Geändert 28.03.2016, 22:03

      Hi Leute,

      GEWISSEN UND EHRE gegen GIER UND MACHT.

      Politisch unkorrekt?! OK
      Gewalt verherrlichend?! OK
      Militant?! OK
      Rassistisch?! OK
      Faschistisch?! OK
      Männerfilm?! OK

      Mal abgesehen davon hat er eins ganz gewiss. DER ROCKT GANZ GEWALTIG!! AHUUUUUUUUUU

      Königin zu persischen Abgesandten: "Stell' dich nicht schüchtern oder dumm, Perser, in Sparta kannst du dir beides nicht leisten!"
      Persischer Abgesandter zu Leonidas: "Warum masst diese Frau sich an unter Männern zu sprechen?"
      Königin zu persischen Abgesandten: "Weil nur Frauen aus Sparta wahre Männer gebären!"

      Mein Fazit: THIS IS SPARTA!!

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      • 10

        Perfekt! Der nächste auf meiner "Lieblingsliste". Hier stimmt alles..um mich zu fesseln. Visuell absolut Hammer, die Kämpfe ..episch und der Sound..wow. Absolut mein Fall!!

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        • 5

          Stilistisch ist der Film große Klasse, aber der Film hat die typischen Probleme eines Snyder's, weshalb es mich auch nicht weiter interessiert...

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          • 5

            Ton aus, Barry White Platte auflegen und berieseln lassen ( wahlweise mit festen Partner oder Liebchen für gewisse Stunden ). Um mal so richtig schön unfair zu sein: this is my Sucker Punch oder Zack and Gerard make a Porno.

            • 6

              Die stilsichere, kompromisslose Darstellung täuscht im ersten Moment über den fehlenden Inhalt hinweg. Wer auf Unterhaltung aus ist, die von ihm nichts abverlangt, wer auf eindrucksvolle Bilder steht und sich an einem fehlenden Inhalt nicht stört, der wird mit 300 einen glücklichen Abend verbringen können. Ich sehe keinen Grund, mich am Film zu stören oder in ihm mehr zu sehen, als da nicht vorhanden ist.

              5
              • 9

                Wirklich alles richtig gemacht. Sehr schöne Bilder. Das Starke rot, die blutigen Kämpfe. Spitze!

                • 8 .5

                  300 ist ja die filmische Umsetzung der Graphik Novell von Frank Miller, wobei sich Snyder streng an die bildliche Vorlage gehalten hat. Actioncomics neigen halt einmal zu Übertreibungen und die haben auch den Weg in den Film gefunden.
                  Als stilistisches Mittel ist die Machart des Filmes mehr als gelungen.
                  300 ist typisches Popcorn-Kino ohne Anspruch auf Seriösität. Aber das sollte bereist nach den ersten 5 Minuten deutlich zu erkennen sein.
                  So gesehen hat 300 nicht zu Unrecht einen gewissen Kultstatus!

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                  • Ich mag Zack Snider zwar sehr gerne aber dieser Film ist einfach mies.
                    Die Zeitlupe bei den Actionszenen erschafft die Illusion von Epik, mehr hat der Film aber nicht zu bieten.

                    • 6

                      Meiner meinung nach überdurchschnittlich wegen der innovativen und einzigartigen Optik. Nein, es handelt sich hier nicht um eine Geschichtsstunde, der Plot dient lediglich dem Transport der Action und dem Abfeuern von one linern.

                      Mir fehlt hier die selbstironische Note bei den one linern, wie Mr. McClane sie zum Beispiel beherrscht, so wirkt das leider alles etwas verbissen. Zusätzlich werden die slowmo Aufnahmen mit zunehmend Verlauf des Films langweilig (gilt auch für Austrittswunden, Momentaufnahmen der Schlacht etc.).

                      Mit etwas mehr Selbstironie und stilistischer Variation hätte man hier durchaus noch einen Punkt mehr rausholen können. So kann der Film leider nur an Action fans weiter empfohlen werden, die können ihn sich mal wegen der interessanten Optik anschauen. Alle anderen können ihn überspringen.

                      • 8 .5

                        Geiler Film.

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                        • 5

                          Wenn 300 muskulöse Spartianer mit nacktem Oberkörper den Kampf gegen tausende tyrannische Syrer entgegentreten, wirkt das ganze eher nach feuchtem Traum des Regisseurs als nach einem spannenden Epos. Das Verhalten der Spartianer erinnert irgendwie an einen sozialen Brennpunkt. Vollkommen überzogenes Testosteron-Getue.

                          Fazit: Abgesehen von den Sixpacks hat der Film nicht viel zu bieten. Keine Spannung, keine Twists - einfach nichts! Dennoch 5 Punkte, für eine aufwändige Produktion und seichte Unterhaltung mit wirklich tollen Sixpacks :)

                          • 4

                            bin einer der wenigen die den film nie dolle fanden...aber dafür rockt der 2te um so mehr

                            • 7

                              Antike Masochisten mit imposanten Muskelkorsetten wüten im Land der Götter und metzeln in einem verengten Gebirgspass persische Bestien nieder.
                              Leonidas 300-Mann starke Eliteeinheit besteht aus kampferprobten, undiplomatischen Raubtieren, die ihre vernichtende Ideologie auf dem Schlachtfeld freizügig ausleben. Der Pathos tropft dabei aus jeder muskulösen Panzerschicht der robusten Spartanerkörper.
                              Es gibt keinen Rückzug, keine Unterwerfung, keine Gnade, es wird gemeuchelt bis der letzte Feind zerhackt in Hades Totenwelt gelandet ist. Die CGI-Wichse spritzt unkontrolliert aus zerhackten Körpern wie Öl aus einem Pipelineleck. In diesem Fall haben auch mir die Hektoliter von roter Computersuppe ein wenig imponiert. Die unnachgiebige Mordapparatur Leonidas wird manierlich gespielt von einem gut aufgelegten Gerard Butler. Ohne diesen visuellen Comiccharakter hätte " 300 " mit großer Sicherheit nicht halb so gut funktioniert.
                              Political Correctnes und historische Genauigkeiten sind völlig irrelevant , denn hier steht eindeutig dieses epische Massaker im Vordergrund.

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                              • 8

                                sehr gut, nach meinem Geschmack

                                • 6 .5

                                  OhWieToll!
                                  Eben meine 300. MP-Freundschaft geschlossen. Ich mache es (wie immer) ganz kurz: Danke an alle Leute hier fürs lesen, liken, kommentieren, dissen, lieben, hassen etc. Ihr seid die Besten.
                                  ♥ u all

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                                  • 9

                                    Ein Meisterwerk!
                                    Ich liebe diese düsteren Farben im Kontrast zu dem aggressiven Rot - genau wie in Frank Millers epischen "300" Comics.
                                    Historisch gesehen ist "300" zwar nicht ganz richtig aber wir sind ja hier nicht im Museum, sondern auf Moviepilot und auf der Kinoleinwand ist der Film einfach nur fantastisch !
                                    Und "300" ist nicht nur ein Film für Männer! Gut...manche Frauen werden sich das höchstens wegen der durchtrainierten Männer in knappen Rüstungen angucken aber ich als Frau muss schon sagen, dass der Film alleine wegen der krassen Effekte sehenswert ist!

                                    Nebenbei bietet der Film auch viel Leidenschaft, Liebe und starke Emotionen...
                                    Das! Ist! Sparta!

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                                    • 9

                                      Grafisch epischer Film, dazu noch eineige Szenen die einem in Erinnerung bleiben, Darsteller klasse und als Actionfilm grandios!

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                                      • 8

                                        Als jemand, der von sich behaupten kann, alles gelesen zu haben, was Frank Miller jemals geschrieben und gezeichnet hat, kann ich sagen, dass ich 300 regelrecht entegegengefiebert habe. Und ich wurde trotz meiner immensen Erwartungen und Hoffnungen, nicht enttäuscht. Sack Snyder's visuelle Präsentation stimmt mit der des Comics 100%ig überein. Miller selber ist ein Meister von Licht und Schatten. Ähnlich wie bei Rodriguez' "Sin City" wurde hier Miller's Konzept von Licht und Schatten perfekt umgesetzt. Viele unterschätzen wie wichtig dies ist. Nicht Miller's grandiosen Dialoge oder die Bilder ansich sind das Problem. Man muss das Licht beherrschen. Und das hat Snyder auf jeden Fall sehr gut hinbekommen. Ich freue mich auf den zweiten Teil, auch wenn ich bezweifel, dass es ohne Vorlage von Frank Miller ein ähnlich großer Erfolg wie der erste Teil wird. Aber man sich auf jeden Fall sicher sein, dass man anständiges Popcorn Kino geboten bekommt.

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                                        • 7

                                          Die Story des Films ist natürlich nicht die ausgereifteste und wirklich glaubhaft auch nicht wirklich, jedoch dient er perfekt zur Unterhaltung.

                                          Ich hab den Film jetzt schon öfters gesehen. Die Kamerafahrten sind sehr gut und die Darstellern wurden sehr episch in Szene gesetzt. Dass die Spartaner eiskalt im Kampf und generell sehr mutig waren, kauft man dem Film sehr gut ab. Außerdem muss ich ja nicht erwähnen, dass die Dialoge und Sätze der Spartaner einfach episch sind: "This is Sparta!", und Sonstige.
                                          Wer gut Englisch versteht, sollte den Film in Englisch schauen. Dabei kommt das Feeling und alles generell viel cooler und echter rüber.

                                          Man wird sehr gut unterhalten und es ist auf keinen Fall ein schlechter Film.
                                          Die Fortsetzung empfehle ich aber auf keinen Fall.
                                          Wer diesen Film mag, sollte sich auch mal den 1. Teil von "Hooligans" anschauen.
                                          Für Leute, die kein Blut sehen können, ungeeignet ;) !

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                                          • 7

                                            Nun, was ist 300 eigentlich? DIE faschistoide Männerfantasy? Der sinnentleerte Gewaltporno? Die kritische Abrechnung mit der spartanischen Lebensweise?
                                            Diese Frage lässt sich nicht leicht beantworten und um eines Vorweg zu nehmen: keine der genannten Antwortmöglichkeiten trifft zu.
                                            300 mag in erster Linie zwar ein pathetisch energiegeladener und verdammt Stylischer Slasher sein, bietet im Kern aber mehr.
                                            So stellt er die Frage, ob denn Leonidas' Handlungen richtig sind. Immerhin bricht er damit sogar mit eigenen Traditionen und reißt am Ende sowohl sich selbst als auch seine Gefolgsleute in den Tod.
                                            Das diese Frage bei den meisten Zuschauern nicht ankommt mag an der Inszenierung liegen, die einen rauschähnlichen Zustand auslöst. Dabei wäre es durchaus Sinnvoll, sich mit dieser Frage zu beschäftigen, immerhin lässt Snyder ein paar Hintertürchen offen, die auf jeden Fall zum nachdenken anregen.
                                            Ansonsten wird 300 generell wohl missverstanden. Snyder glorifiziere die faschistoide, spartanische Lebensweise heißt es. Dies ist schlicht und ergreifend falsch.
                                            Natürlich mag der Eindruck aufkommen, allerdings beleuchtet Snyder die Lebensweise der Spartaner durchaus kritisch. Dies lässt sich daran festmachen, dass viele Szenen, die mit der faschistoiden Lebensweise zu tun haben düsterer und weniger pathetisch inszeniert sind als andere Szenen.
                                            Doch was glorifiziert Snyder eigentlich? Gewalt? Eventuell, allerdings wird die ganze Handlung von einem Mann erzählt, der sein Volk motivieren will, in die Schlacht zu ziehen. Das eine Solche Person übertreibt ist logisch und deshalb ist die Inszenierung der Gewalt auch nur konsequent.
                                            Was Snyder ab eigentlich glorifiziert ist der Kampf um die Freiheit. Er glorifiziert das Ideal, für das Leonidas und seine Leute eintreten: Freiheit.
                                            Er glorifiziert Männer, die für ihre Prinzipien eintreten und sich nicht beugen lassen wollen. Snyder hätte genauso gut einen Film über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg drehen können, letzlich hätte er das selbe wie in 300 glorifiziert: den Freiheitskampf einiger weniger, die sich nicht (oder nicht mehr) beugen lassen wollen.
                                            Die selbst über ihr Schicksal entscheiden wollen. Letzten Endes kann man die Grundaussage von 300 fast schon wieder als faschistoid bezeichnen: Wenn es um die Freiheit geht, ist alles erlaubt.

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                                            • 5 .5
                                              Desmond42 21.08.2015, 23:34 Geändert 26.03.2016, 14:50

                                              Eigentlich müsste ich diesen Film hassen. Hätte Zack Snyder einen Film gemacht, mit dem Ziel, dass dieser auf Desmond42s "Hassfilmliste" landet, wäre "300" die logische Konsequenz gewesen, vertritt der Film doch im Prinzip so gut wie alles, was ich an den meisten Filmen kritisiere, die bei mir im Wertungsbereich zwischen 0 und 1 Punkten landen:

                                              Er glorifiziert faschistoide Pseudo-Helden, die sich vollkommen rücksichtslos und menschenlebensverachtend verhalten und scheinbar grundsätzlich nach dem Motto "Erst schlagen, dann reden", oder besser gesagt "Erst töten, gar nicht erst versuchen, zu reden", einen kämpferischen Konflikt immer einem diplomatischen Gespräch vorziehen, er stellt die Fähigkeit, Kinder zu bekommen, als den einzigen Grund, Respekt vor Frauen zu haben, dar, schafft es somit, trotz Anwesenheit einer der stärksten weiblichen Rollen seines Filmjahres extrem frauenfeindlich zu wirken und als Kirsche auf diesem Eisbecher von Ärgernissen scheint er auch noch hauptverantwortlich zu sein für einen Trend, der in Filmen wie "Kick-Ass 2" oder "Kingsman" (Dass ich die mit Leidenschaft abscheulich finde, dürfte den meisten hier schon (unangenehm) aufgefallen sein) in fast schon unüberbietbare Ausmaße gipfelt: Dem Einsatz von Tonnen an scheinbar lieblos herunterprogrammiertem, gewollt-ästhetisiertem, aber eigentlich komplett unästhetischem und vor allem unglaubhaftem CGI-Blut, das einerseits optisch unpassend aussieht und andererseits auch noch zur Verharmlosung von Gewaltszenen beiträgt, indem es auf die dreckigere und authentischere Wirkung verzichtet, die man beispielsweise bei Verhoeven oder frühen Tarantinos vorfindet. Kurz, eigentlich dürfte bei diesem Film für mich nichts stimmen.

                                              Und dennoch kann ich nicht anders als der Erzählung des Abenteuers von Leonidas und seinen 300 Spartiaten eine ziemlich eindrucksvolle Faszination zuzusprechen, und das nicht nur wegen des ergreifenden Pathos und der völlig selbstbestimmten Art des Protagonisten sowie seiner in der zweiten Hälfte hervorragend eingesetzten Frau Gorgo, auch nicht wegen der rauschartigen Wirkung, die einen gefühlt in einem Zustand irgendwo zwischen Ekstase und Melancholie zurücklässt, sondern wegen eines für Snyder-Filme typischen Umstandes, der hier in vollstem Ausmaß perfektioniert wird: Die scheinbare Unterstützung eines Zusehers, der nur No-Brainer-Unterhaltung ohne Tiefgang sucht, um im Endeffekt aber zu dessen Selbstoffenbarung zu führen und somit genau diese Denkweise auf's Schärfste zu kritisieren. Denn wenn man auf diese Weise an den Film herangeht, erhält man eben jenes Non-Stop-Splatter-Spektakel, als das er oft angesehen wird, was einen dann je nach individuellem Geschmack unterhalten oder abstoßen kann, aber sämtliche möglicherweise vorzufindenden Inhalte im Verborgenen lässt:

                                              Wenn man nämlich mal darüber nachdenkt, ergibt die Geschichte anhand der Prämisse, die Erzählung von Dilios zu sein, keinen Sinn mehr, wenn man sie als Wahrheit innerhalb des Universums dieses Films anerkennen will, zumal er um genau zu sein beim Finale, das er detailreich schildert, gar nicht mehr anwesend war. Was sagt uns das? Ganz einfach, die gesamte Handlung des Film ist eine Farce, ein hochgeschaukeltes Märchen, durch das Dilios auf fragwürdige Weise ein heroisches Bild seiner eigenen Leute schafft und den Feind dabei verteufelt, eine Motivationserzählung im Krieg, der sich Zack Snyder bewusst ist, und die er zielgerichtet als Kritik an sich selbst einsetzt, die für quasi alles stehen kann, was geschichtlich in diese Richtung betrieben wurde, daher weder historisch korrekt, noch glaubhaft sein muss, und vor allem auch bewusst so dargestellt wird, dass man sie unmöglich noch ernst nehmen kann. Denn diese Geschichte selbst ist nicht das, was den Film ausmacht, sondern, wie immer bei Snyder, die Art, auf die sie übermittelt wird, in diesem Fall durch vollständig computeranimierte Umgebungen, die dem Medium Film als abbildende Kunst widersprechen und das Werk eher wie ein Gemälde oder Comic erscheinen lassen als wie einen die Wirklichkeit darstellenden Film, da das Gezeigte mit der Realität nichts mehr am Hut haben soll. Denn die Wahrheit lässt der Film im Endeffekt komplett aus dem Spiel, um eine vollständig von Legenden bestimmte Welt zu erschaffen, die den Zuseher vor die Frage stellen kann, ob das wirklich das ist, was er will.

                                              So zwiespältig, wie der Film zurücklässt, würde ich letzten Endes gerne anmerken, dass meine 5,0 wohl nur als stellvertretende Wertung zu betrachten ist, da der Film aus rein logischer Sicht nur entweder weniger oder mehr Punkte bekommen kann und für mich daher nicht rational bewertbar ist. Theoretisch könnte ich ihm genauso gut 7,0 oder 2,5 Punkte geben. Und da es bei diesem Film mittlerweile schon Tradition, fast sogar Pflicht zu sein scheint, in Kommentaren dieses Zitat einzubauen: Wahnsinn? DAS IST SPARTA!

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                                                Ein absolut geiler Actionfilm, der den Zuschauer fesselt. 300 Spartaner gegen eine ganze Armee Perser. Von der ersten, bis zur letzten Sekunde Action.

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                                                  ,,Wir werden mit unseren Pfeilen eure Sonne verdunkeln. Dann kämpfen wir halt im Schatten''
                                                  300 Spartaner machen sich auf den Weg um gegen eine ganze Armee Perser zu kämpfen. Allein für Ruhm und für Sparta. Das hört sich alles doch schon mal sehr nach einem sinnlosen Gemetzel an. Im Grunde ist es das auch, nur die Umsetzung von Zack Snyder ist sehr gelungen. Er schafft es eine sehr dreckige Atmosphäre zu schaffen, welche man bei Comicverfilmungen nicht sehr oft zu Gesicht bekommt. Ja wie man sich es auch schon denken kann regnet es nur so CGI-Blut. Was aber in diesem Film erstaunlich echt und den Film zu keiner Zeit billig wirken lässt. Billig wirkt der Film sowieso zu keiner Zeit, da die Schauspieler alle ihr Bestes geben und man gespannt ist wie denn jetzt die Schlacht zwischen den Spartanern und den Persern ausgeht. Aber leider muss ich etwas Punkte abziehen, dafür dass es in der ersten halben Stunde doch einige Längen gab, welche dann nicht ganz ausgeglichen werden können. Aber für jeden, der gerade einen Männerabend plant und noch einen Film sucht: Hier habt ihr dafür genau den richtigen.

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                                                    "DAS IST SPARTA!!!"

                                                    Und DAS ist meine 300ste Bewertung hier und die geht natürlich, wie könnte es anders sein, an den Film "300".
                                                    Gleichzeitig ist es auch mein 600ster Kommentar (und das war nichtmal beabsichtigt)!

                                                    "300" ist für mich so ein Film, der eigentlich sehr gut ist, es dann aber doch etwas übertreibt. Ich mag ihn sehr, aber er hätte auch einiges besser machen können!
                                                    Doch zuerst zum Positiven:
                                                    Die Action ist klasse inszeniert und die Kampfchoreographien sind einfach atemberaubend.
                                                    Die Geschichte von den 300 Männern, die gegen eine Übermacht von Persern kämpfen müssen, ist an sich auch ziemlich spannend.
                                                    Also eigentlich ein spannender, actionreicher und blutiger Film mit klasse Optik.

                                                    Dafür ist natürlich die Story nicht so berauschend. Naja, eigentlich gibt es gar keine Story, zumindest keine Besondere. Denn das Hauptaugenmerk von "300" liegt klar auf dem Abschlachten.
                                                    Auch die Charaktere sind nicht die Besten und erreichen kaum Tiefe (höchstens noch Leonidas, der irgendwie polarisieren kann), daran kann auch die gute Besetzung nicht viel ändern.
                                                    Auch der Antagonist ist jetzt nicht gerade der Beste.

                                                    Das alles stört mich aber bei einem Schlachten-Film in der Regel nicht wirklich, solange die Kampfszenen/Schlachten episch genug sind.
                                                    Bei "300" ist aber mein großes Problem, dass es einfach von allem ein bisschen too much ist: Zu viel Zeitlupe, zu viele abgetrennte Körperteile, zu viele muskelbepackte Typen. Einfach zu viel...
                                                    Letztendlich ist "300" ja auch eine Comicverfilmung und das merkt man schon allein an der Optik. Und somit keine Konkurrenz zu anderen Schlachten-Filmen wie "Braveheart", "Gladiator" oder "Königreich der Himmel".

                                                    Jetzt klingt das alles eher negativ, aber trotz der ganzen Mankos, ist "300" alles andere, als ein schlechter Film: Krasse Action, einige epische Sequenzen und wirklich gelungene, optisch perfekte Kämpfe. Dazu dann noch ein tolles Ende, das man vielleicht auch nicht mehr so schnell vergisst.
                                                    Und solche Kult-Sprüche, wie "Das ist Sparta!" haben natürlich auch was.

                                                    Somit ist "300" für mich ein unterhaltsamer und spannender Film, der mit Action, Action und nochmal Action aufwartet, auch wenn er es immer mal wieder etwas übertreibt.
                                                    Eine gute, blutige und "männliche" Schlachtplatte, die man sich durchaus ansehen kann, für mich war es aber öfters mal etwas zu viel des Guten.

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