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3096 Tage

3096 Tage (2013), DE Laufzeit 109 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 28.02.2013


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5.3
Kritiker
12 Bewertungen
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6.1
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500 Bewertungen
83 Kommentare
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von Sherry Horman, mit Antonia Campbell-Hughes und Thure Lindhardt

Die Verfilmung der Entführungsgeschichte von Natasha Kampusch wird von Sherry Horman auf die Leinwand gebracht.

Die zehnjährige Natascha Kampusch (jung: Amelia Pidgeon) wird am 2. März 1998 auf dem Schulweg entführt. Auf offener Straße wird sie in einen Wagen gezerrt und von Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil (Thure Lindhardt) in einem Keller gefangen gehalten. Über 8 Jahre hält sie die Gefangenschaft aus, bis es Natascha (Antonia Campbell-Hughes) gelingt, am 23. August 2006 zu fliehen. Der Entführer nimmt sich das Leben, doch für Natascha hat die Freiheit noch längst nicht begonnen. Ganz Deutschland und Österreich schlägt ihre Geschichte in den Bann und sie wird zu Talkshows eingeladen und muss mit der plötzlichen Berühmtheit ihrer Person einen weiteren Kampf um die Freiheit führen.

Hintergrund & Infos zu 3096 Tage
Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich in Wien von 1998 bis 2006 abspielte. Das Filmprojekt, das auf der Autobiographie des Entführungsopfers basiert, war das letzte des 2011 verstorbenen Produzenten Bernd Eichinger. Das Drehbuchfragment, das Bernd Eichinger hinterließ, wurde von Ruth Thoma weiterentwickelt. Die junge Natascha Kampusch wird von Amelia Pidgeon dargestellt. Sherry Horman (Wüstenblume, Anleitung zum Unglücklichsein), die Regisseurin von 3096 Tage, ist mit dem Kameramann Michael Ballhaus (der sich eigentlich nach Departed – Unter Feinden aus dem aktiven Filmbusiness verabschiedet hatte), verheiratet. Ihr ist es wohl zu verdanken, dass die lebende Kameralegende nochmal ins Filmgeschäft zurückkehrt. Das Verlies, der zwei Mal drei Meter kleine Raum mit der 1,60 m niedrigen Decke, wurde in den Bavaria Filmstudios nachgebaut.

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Cast & Crew


Kritiken (11) — Film: 3096 Tage

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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2.0Ärgerlich

In elliptischer Tagebuch-Narration werden wir hier Zeuge, wie ein Film an seinen guten Vorsätzen scheitert. Objektiv soll der Blick sein, der das Geschehen hier um Natascha Kampusch und ihren Entführer Wolfgang Priklopil dokumentiert. „3096 Tage“ aber ist – bis auf wenige Ausnahme – das komplette reißerische Gegenteil, das sich um jeden Preis mit der Bestürzung des Zuschauers brüsten will. Und wenn die starren Aufnahmen allein nicht reichen, dann gibt es eben mächtig ausdrucksstarke Zeitlupensequenzen oder es wird gleich das Pianogedudel ausgepackt. Ein schockierendes Schicksal muss mal wieder herhalten, um in eine möglichst seichte Hollywoodschablone gepresst zu werden. Immerhin sind die Darsteller nicht ganz schlecht.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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2.0Ärgerlich

Das unvorstellbare Martyrium der Natascha Kampbusch soll vorstellbar gemacht werden. Das Ergebnis ist durchexerzierter, offensiver Betroffensheits-Chic.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

pischti

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Die wahre Geschichte um sie hat so viele sehr seltsame Fehler, dass ich den Film von vornherein nicht so richtig ernst genommen habe. Schauspielerisch fand ich es durchaus ok, aber der Film selbst ist, ja, man siehe Deine Wertung :)


Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.0Ganz gut

Ohne Nata­scha Kam­pusch zu heroi­sie­ren und Wolf­gang Prik­lo­pil zu dämo­ni­sie­ren filmt Sherry Hormann nach einem noch von Bernd Eichin­ger begon­ne­nen Dreh­buch bei­nahe doku­men­tarisch den zer­mür­ben­den All­tag in der klaus­tro­pho­bi­schen Enge, die Drang­salierun­gen, den Psy­cho­ter­ror („Gehor­che! Gehor­che! Gehor­che!“), das sexu­elle Aus­ge­lie­fertsein, die Hun­ger­fol­ter und das gezwun­ge­ner­ma­ßen bizarre Bezie­hungs­gef­lecht zwi­schen Opfer und Täter.

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StormXPadme: fandom observer StormXPadme: fandom observer

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8.0Ausgezeichnet

Wenn die Stille einem sogar das Popcorn im Hals steckenbleiben lässt

7 Jahre nach der Aufklärung des Falls Natascha Kampusch ist die Geschichte ihrer Entführung wieder in aller Munde.

„Ein Buch hat die Natascha geschrieben. Eine Talkshow hat sie gehabt, sogar verfilmt haben sie sie. Jetzt verdient sie viel Geld mit ihren Interviews. Sogar auf die Filmpremieren geht sie. Das kann ja wohl alles gar nicht so schlimm gewesen sein, wenn sie ihre Schicksal so vermarktet…“ Der Ton des Geredes an den Stammtischen von Herrn und Frau Österreicher hat sich verändert, seit zum ersten Mal ein Aufschrei von Empörung durchs Volk ging, darüber, dass mitten in einer idyllischen Kleinstadt einem kleinen Mädchen über einen so langen Zeitraum hinweg so etwas Schreckliches angetan worden war. „Das ist ja wohl klar, dass das alles ein abgekartetes Spiel war“, höre ich, als ich den Kinosaal verlasse. Aber die meisten Leute um mich herum reden kaum, teilen meine Nachdenklichkeit.

Manches bleibt nach dem Ende von Nataschas Martyrium in einem Kellerverlies ungeklärt. Wie alle bewegenden Geschichten wird auch ihre in einer Gesellschaft der Gaffer und Richter manchmal angezweifelt. Es ist die Umsetzung ihres Buches, die diese Fragen wieder aufbringt und Natascha zurück ins Rampenlicht bringt. Das Urteil darüber bleibt dem Leser, dem Zuhörer, dem Zuschauer überlassen.

Natashas Geschichte bewegt die Menschen, und sie tut es auch auf der Leinwand. Obwohl der verstorbene Bernd Eichinger nicht mehr die Möglichkeit hatte, dieses sensible Projekt zu beenden, scheint sein Einfluss spürbar. Trotz fehlender österreichischer und etwas unpassend erscheinender internationaler Beteiligung an einer Geschichte aus Österreich sticht der Film in seinem Auftreten aus der Masse von Hollywood-Produktionen hervor.

Er beginnt mit dem Bild einer abgemagerten jungen Frau auf einer völlig leeren Skipiste, nur das kratzende Geräusch ihrer Schwünge ist zu hören. An diesem Minimalismus ändert sich im Laufe der Geschichte nicht viel. Nach dem Abspann werde ich einen Tweet verfassen, der besagt, dass ich noch nie in einem so vollen Kinosaal gewesen bin, in dem es so leise war. Nicht nur, weil einen die packende Darstellung keine Sekunde versäumen lassen will, vermeidet es jeder um mich herum, miteinander zu flüstern oder mit Tüten zu rascheln. Selbst das Knacken von Nachos und Popcorn scheint zu laut. Der Genuss von Essen vergeht einem, wenn man ein kleines Mädchen mit Schwellungen im Gesicht seinen Entführer anbetteln hört, er möge sie nicht verhungern lassen.

Es gibt im gesamten Film kaum Musik, dafür wenige und umso talentiertere Schauspieler. Die Kulisse ist ähnlich den Fotos aus den Medien. Wenn Wolfgang Prikopil mit euphorischer Miene Natashas Verließ verschließt, Möbel und Tresor davor hin schiebt, bleibt die Beklemmung im Hals, die Dunkelheit der spartanischen Kammer, die in weiten Teilen des Films vorherrscht. Die wenigen Eindrücke von Freiheit, ein Stück blauer Himmel durch geschlossene Fensterläden, Vogelsingen, ein langer Gang… Die lassen einen gewisse Selbstverständlichkeiten ganz anders wahrnehmen.
Ich muss schlucken, als Natasha ihren Entführer überredet, in den Garten zu dürfen. Eins der wenigen Male, dass wir sie lächeln sehen. Antonia Campbell-Hughes hat Schlagzeilen damit gemacht, wie sie sich auf ihre Rolle vorbereitet hat, und ihr ausgezehrter Körper, meistens nackt wie von der Figur ihres Entführers gewünscht, unterstreicht den realistischen Eindruck. Es ist ein anonymer kleiner Ort, ein heruntergekommenes Haus eines Arbeitslosen, wie es in unmittelbarer Nähe stehen könnte. Man fragt sich gar nicht, wie es sein kann, dass Prikopil mit seiner Mutter, seiner Großmutter im Haus isst, sogar Polizisten empfängt, ohne dass jemand etwas merkt. Es ist ein Szenario von nebenan.

xxx

Um den Rest der Kritik zu lesen, klickt den beigefügten Link zum Fandom Observer an!

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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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4.0Uninteressant

145.000 Zuschauer wollten die Geschichte am Startwochenende in Deutschland sehen. Das Positive zuerst: Der Film macht wenig falsch. Eichinger/Toma vermieden penibel, dass es zu einer Dämonisierung des Täters kommt. Eichingers Wunschregisseurin Sherry Horman und Kamera(Ehe)mann Michael Ballhaus kleiden das Martyrium in karge, distanzierte Bilder. Das Erzähltempo ist ruhig und sorgt immer wieder für Beklemmung. Hauptdarstellerin Antonia Campbell-Hughes verkörpert nicht nur physisch die Opferrolle sehr überzeugend. Auch auf jegliches Täter- oder Opfer-Pathos verzichtet das Ehepaar Horman/Ballhaus. Dadurch entsteht eine kühle, ja fast mutlose Nacherzählung, die zwar nichts verharmlost aber teilweise recht teilnahmslos wirkt. Und, die nicht zuletzt mit der letzten Szene zum Ärgernis wird. Am Schluss wirft der Film den Medien Hysterie vor. Eine Hysterie, die Natascha Kampusch selbst seit Jahren immer wieder befeuert. Und diese Anklage wirkt völlig deplatziert. Zudem sollten junge Eltern diesen Film unbedingt auslassen.

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DrAsokan: Filmstarts DrAsokan: Filmstarts

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6.0Ganz gut

Entgegen anderer Filme, deren Sujet von Natascha Kampuschs Fall indirekt inspiriert wurden und die in ihrer Umsetzung zu kühler Distanz und erhöhter Arthouse-Abstraktion tendieren (wie etwa Markus Schleinzers Michael, 2011), setzt Hormanns antimelodramatisch nüchterner Film auf die sachliche, ungeschönte, jedoch dezidiert nicht-voyeuristische Darstellung der Ereignisse aus der Perspektive seiner Protagonistin. Mit einem minimalen Einsatz von erklärender Musik, vielen lauten und bedrohlichen, mal realen, mal vom Opfer imaginierten Klängen auf der Tonspur, und einer beklemmenden, trügerisch biederen Bildsprache bringt die Filmemacherin den Zuschauern Kampuschs physische wie psychische Grenzerfahrungen näher. Eine Erfahrung, über die das Opfer in seinen bisherigen Berichten aber stets geschwiegen hat, ist die sexuelle Nötigung durch seinen Peiniger. Seinem großen Authentizitätsanspruch gerecht, scheut der Film auch hiervor nicht zurück, strauchelt aber darüber hinaus, aufgrund seiner unbedingten Objektivität und einer daher nicht vorhandenen erhellenden Perspektivierung der Tatsachen, eine Daseinsberechtigung für sich zu formulieren. Ob man nun den Film als bizarre Variation des Pygmalion-Motivs, als heroisches Überlebensdrama, oder als plumpes cautionary tale verstehen mag, hinterher ist man eigentlich nicht weiser als vorher.

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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

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5.5Geht so

Für die Zermürbungstaktik des psychopathischen Täters, mit der er den Willen des Mädchens brechen will, findet der Film allenfalls standardisierte Effekte. Immer wieder die Zeitlupe, immer wieder bedrohliche Soundcollagen samt gleichsam ersticktem Originalton.

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Tim Slagman: spiegel online, fluter Tim Slagman: spiegel online, fluter

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6.5Ganz gut

In der Reduzierung auf die Opferperspektive, die so ganz freilich nicht durchgehalten wird, entkommt Regisseurin Sherry Hormann den vielen Fallen ihres Sujets: Sie emotionalisiert nicht. Sie psychologisiert nicht. Und sie verzichtet darauf, einen notwendig fiktiven Hintergrund zu erschaffen [...].

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Yannick Suter: Outnow.ch Yannick Suter: Outnow.ch

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8.0Ausgezeichnet

Natascha Kampuschs Entführung und Gefangenschaft polarisiert. 3096 drückt nicht auf die Tränendrüse, verurteilt nichts und niemanden und verrät auch nicht mehr, als bereits bekannt war. Das Hauptaugenmerk der Regisseurin lag bei den Figuren. Diese erschüttern mit gelungenem, tiefschichtigem Schauspiel und lassen uns diese tragische Story miterleben.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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3.0Schwach

3096 Tage hinterlässt doch einen ziemlich bitteren Beigeschmack und macht den ohnehin in seiner zweiten Hälfte langsam zerfasernden und auseinanderfallenden Film endgültig zu einem ziemlichen Ärgernis.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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6.0Ganz gut

Dass sich dieser Psycho-Thriller so wirklich abgespielt hat, macht den Film extrem schwer verdaulich. Doch Sherry Hormann lässt aus allem Elend Natascha Kampusch als Siegerin hervorgehen. Anders als viele Boulevard-Schmuddelgeschichten zollt ihr der Film die Bewunderung, die sie verdient.

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Kommentare (72) — Film: 3096 Tage


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Rukus

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Bewertung5.0Geht so

Ich habe lange überlegt, ob ich mir diesen Film ansehen will, und dann habe ich weiter überlegt, ob ich ihn bewerten oder kommentieren will, und wie ich es sollte - und will. Zigfach gelesen hab ich die Fragen nach wie und ob, Rechtfertigung für Kommentare, Wertungen und auch der Existenzberechtigung dieses Films, oder wie ich es nennen mag.

Vorab sei gesagt, dass ich das Buch nicht gelesen habe. Als Natascha Kampusch sich selbst gerettet hat, war auch bei mir das Interesse zunächst groß. Nach und nach wurde mir die mediale Ausschlachtung aber mehr und mehr zu wider, und ich habe sie ignoriert. Lasst sie doch einfach in Ruhe, damit sie zumindest die Chance hat, sich ein ansatzweise normales Leben aufzubauen. Der Meinung bin ich auch heute noch. Dass sie durch ihre Autobiographie und dergleichen zumindest finanziell eine sehr bescheidene Kompensation erhält, ist im Grunde mehr als fair, auch wenn ich mir nicht im Ansatz vorstellen kann, wie sie das verkraftet und verarbeitet - falls sie das tut.

Was den Film angeht, so kann ich mich bezüglich des Spiels den Meinungen nur anschliessen, die die Darstellung loben. Teilweise ist das außerordentlich eindringlich. Auf der anderen Seite hat der Film eine entscheidende Schwäche. Ein achtjähriges Martyrium in weniger als zwei Stunden auf- und abzuarbeiten ist nahezu unmöglich. Vieles wird angerissen, aber ich hatte ständig das Gefühl, dass etwas fehlt. Damit meine ich nicht den sexuellen Missbrauch. Das ist recht angemessen behandelt worden. Wenn im Netz in Kommentaren mit Begriffen, wie Turture-Porn, rumgeworfen wird, oder Pädophilie-Andeutungen in Richtung der Seher gemacht werden, kann ich nur den Kopf schütteln - höflich formuliert.

Insbesondere bei der letztendlichen Flucht hätte ich mir ein wenig mehr Akkuratesse gewünscht. Hin und wieder weicht der Film unnötig ab. Ein wirklich peinlicher handwerklicher Fehler findet sich gegen Ende des Films. In der Szene, als die Nachbarin über die Hecke schaut, hat Natascha die selbe schlecht geschnittene kürzere Frisur, wie deutlich früher im Film. Danach sind die Haare wieder lang. So lang, dass es einfach nicht passt. Wenn meine kurze Recherche korrekt ist, fand diese Begegnung auch deutlich früher statt, wurde aber vermutlich aus vermeintlich dramaturgischen Gründen an diese Stelle geschnitten.

Eine weitere Sache, die mir sehr deutlich missfällt, ist die Sache mit der internationalen Vermarktung. Ich hätte es besser gefunden, wenn man ihn authentisch gedreht hätte, mit österreichischen Darstellern. Zumindest aber hätte ich mir eine adäquate Synchronisation gewünscht, sprich österreichisch statt gebügeltem Hochdeutsch. Das mag kleinlich klingen, aber durch dieses Detail wirkt der Film auf mich in einem gewissen Maß künstlich.

Es ist kein komplett schlechter Film, die reale, bewegende Geschichte ist hier natürlich ein gewichtiger Faktor, und auch das Spiel tut sein Übriges, aber es gibt diverse Details, die mir weniger zusagen, oder die einfach nicht ganz passen wollen. Dabei geht es nicht zuletzt um vermeidbare Ungenauigkeiten und Fehler. Vermutlich würde ich noch einiges mehr finden, wenn ich das Buch lesen, und mich näher mit den Details des Falles beschäftigen würde, aber das tue ich nicht, und belasse es beim Offensichtlichen.

Hätte man den Film besser machen können? Gut möglich. Vielleicht eher dokumentarisch, im Erzählerstil, wer weiß? Ob man den Stoff noch einmal umsetzen sollte, nur um es "besser zu machen", wage ich aber sehr stark zu bezweifeln. Zu groß ist für mich die Gefahr, dass es reißerisch, oder populistisch die missglückte Polizeisuche ausgeschlachtet wird. Nein, ich bleibe dabei, lasst Natascha Kampusch in Ruhe leben - wie sie es will.

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TinaCocaine

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Bewertung4.0Uninteressant

Die Thematik ist grausam und weil ich die ganze Geschichte natürlich durch die Medien mitbekommen habe und sie mich sehr verwirrt hat, wollte ich den Film unbedingt schauen. Ich finde allerdings, die Thematik hätte viel spannender und realistischer eingebaut werden können, tiefere Einblicke in die Gefühlswelt des Täters fände ich gut, die Natascha Kampusch im Film hätte ruhig gewisse Ähnlichkeiten mit der echten haben können. Die schauspielerischen Leistungen und die Kulissen sind super, Antonia Campbell-Hughes bringt ihre Rolle überaus glaubwürdig rüber, aber "3096 Tage" hat sich für mich persönlich so extrem gezogen, dass ich beinahe das Gefühl hatte, den Film 3096 Tage angeschaut zu haben :-( Gute Ansätze, aber ich brauche den Film nicht nochmal!

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abendrot

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film hat mich eher positiv überrascht, denn ich habe eher erwartet, dass der Film in die Abteilung 'Überflüssig' einzukategorisieren sei, da man bereits mit genug Fakten zur zugrundeliegenden wahren Geschichte konfrontiert wurde. Der Film haucht diesen "bloßen Fakten" aber sozusagen noch einmal zusätzlich emotionales Leben ein. Die beiden Natascha-Darstellerinnen machen ihre Sache zudem sehr gut. Filmisch sicher eine Herausforderung, da das meiste nur angedeutet wurde und somit nicht der gesamte Umfang des Martyriums gezeigt werden konnte - nur gewisse Ereignisse und Punkte wurden angerissen, die man so auch tatsächlich bereits kennt. Umso irritierter war ich über die doch recht draufgehaltenen sexuellen Missbrauchsszenen, das ist schon hart an der Grenze des Zumutbaren. Der Film zieht seinen Spannungsbogen übrigens generell nicht daraus, was am Ende passiert, sondern wie die filmische Umsetzung die Ereignisse bis zum Schluss umsetzt. Als Kinofilm kann ich mir den Streifen allerdings relativ schlecht vorstellen. Er passt stattdessen eher als Auftakt zu einem ARD oder arte Themenabend.

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gertgebert

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Bewertung5.0Geht so

...leider ein (vermutlich nach Wunsch des Opfers) kastrierter Film der nichts von dem psychologischen Phänomen des Stockholm-Syndroms darstellt. Und ein Triebtäter der ein Kind entführt vergeht sich natürlich in erster Linie an diesem Kind und nicht an der erwachsenen Person die dann daraus wird. Alöso praktisch alles Fake!!

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michael.pliet

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Bewertung5.5Geht so

Tja, wie bewertet man so einen Film, dessen Handlung man ja schon von vorneherein nicht gut finden kann. Keinesfalls wären 6 bis 10 Punkte angemessen, weil das bedeuten würde man hätte einen ganz tollen Film gesehen. Da die Handlung aber so abschreckend und krank ist (das wahre Leben schreibt halt doch die schlimmsten Storys) werde ich hier maximal eine 5,5 vergeben, da ich der Meinung bin das man ihn zumindest mal gesehen haben sollte. Einmal reicht dann aber auch, da es kein Film ist bei dem ich sagen würde "Hey, 3096 Tage der war geil. Den könntest du dir mal wieder anschauen". Abgehakt und gesehen und gut ist. By the way. Schauspielerische Leistung ist ok, aber auch nicht herrausragend.

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JoergStajner96

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Bewertung3.0Schwach

Habe mir gestern den Film angeschaut.
Ich fand ihn schlecht.
Schauspieler nicht gut, thema schlecht rübergebracht.
Für mich total unglaubwürdig

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mary84

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Bewertung5.5Geht so

Irgendwie schwierig diesen Film zu beurteilen in Anbetracht dessen, dass er auf einer wahren Begebenheit beruht. Schlimm genug. Wenn man nur den Film fokussiert, finde ich, er kam nicht dramatisch genug rüber (so vorsichtig man das auch ausdrücken kann), ich hätte irgendwie mehr Härte, Gewalt und Psychospielchen erwartet. Ich meine klar, ist das mit das schlimmste was einem passieren kann aber wenn man soetwas schon verfilmt, hätte ich gedacht, es fällt brutaler aus, mehr Schockmomente oder Szenen die richtig heftig unter die Haut gehen. Klar die Vorstellungskraft eines jeden ist unterschiedlich aber ich fand z. B. das Überspringen der Jahre teilweise zu "runtergebrochen". Klar ist es schwierig 10 Jahre in einen Film zu packen der dann 108 Minuten geht aber wenn, dann hätten die gezeigten Szenen ausdrucksvoller sein müssen. Die schauspielerische Leistung des Mädchens mit 8 Jahren sowie auch die danach fand ich super, der Entführer allerdings spielte die Rolle etwas zu lasch, klar bei einigen Szenen griff er mal durch aber alles in allem zu harmlos für einen Menschen der gewisse Triebe verspührt und offensichtlich erhebliche psychische Probleme hat. Die Szene mit dem Wiedersehen der Eltern fand ich, wie auch einige andere hier, ebenfalls ziemlich schwach gemacht, völlig kalt und ohne jegliche Emotionen.
Vielleicht sollte ich mal das Buch lesen, Bücher sind meist besser als der Film.

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elisa.hermann.75

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Die Begegnung mit den Eltern soll aber genau so abgelaufen sein, wieso also anders darstellen?


mary84

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na klar, dann ist es wohl so und kann oder soll nicht anders dargestellt werden, trotz alledem erwartet man nach diesem Film einfach mehr am Ende, das macht das Ende einfach irgendwie abrubt schwach und enttäuschend.


agynessa

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kein Interesse

Ja also ich weiß nicht was ich von dieser Verfilmung halten soll, irgendwie ist es auch schon pervers sich sowas überhaupt anzukucken, da es ja im Grunde genommen n Pädophilenporno ist. Tja da mir aber warum auch immer im Hinterkopf herumschwirrte, dass sie in dem Film diese perverse Stellen ausblenden wollten, habe ich reingeschaut. Eigentlich hatte ich gedacht, dass bei diesem Film die Entführung, die Angst der Eltern, die Medienauswirkungen stärker im Vordergrund gehalten werden und genau das Gegenteil war der Fall. Es wurde eigentlich einzig und allein die Perversität des Täters gezeigt und die abstrusen Verhaltensweisen von Frau Kampusch. Zudem wurde ihre ständige Nacktheit, die sie ja für den Täter an den Tag legen musste, in meinen Augen, in diesem Film schon richtig zelebriert. Also naja ich weiß nicht. Der ganze Film ist irgendwie wie so ein Unfall, er ist einerseits total scheiße, langweilig und zwischendrin pervers und trotzdem kann man nicht wegschauen, was auch zum große Teil an der Magersucht der Darstellerin liegt, sowas krasses sieht man eben auch nicht alle Tage. Ich würde ihn nicht weiterempfehlen!

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markusbennington

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Bewertung5.5Geht so

Der Film ist sozusagen eine "Nachstellung" der Ereignisse, die der entführten Natascha Kampusch während der Gefangenschaft im vom Entführer extra erbauten Keller widerfahren sind. Die Story ist daher wirklich sehr sehr traurig. Dieser Film jedoch bringt nur manchmal diese Qual zu Augen. Ein gut gemeinter Versucht, doch der Film ist teilweise echt zum schlafen langweilig (und das nicht etwa aufgrund von Tiefsinnigkeit). Klar, ihre Zeit im Keller war langweilig. Doch wieso lässt man gerade die Szenen weg, die das Leid spiegeln und macht dafür langweilige Szene. Dauernd wird übersprungen. Einige Dinge sind echt gelungen. Das Mädchen, das Kampusch mit 10 Jahren darstellt, macht Ihre Rolle super. Ebenfalls leisten die Schauspieler der "älteren" Kampusch sowie der Schauspieler des Entführers wirklich gute und authentische Arbeit.
Im Großen und ganzen fehlen mir wichtige Details, die Natascha in ihrem Buch beschreiben. Daher rate ich zum Buch. Oft stellen Film-/ und Bildmaterial Emotionen besser dar, doch leider ist es hier nicht der Fall. Mich stört auch, das vieles so lasch dargestellt wird und daher nicht genug erschreckt.
Hätte man echt besser umsetzten können. Vielleicht mit Audiokommentaren oder Interviewsequenzen mit Kampusch persönlich. Wirklich schade was daraus geworden ist.

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roger.birrer.5

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tja, wie bewertet man einen solchen Film, vor dem Hintergrund, dass die Geschichte wahr ist...?

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Dady

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Bewertung7.0Sehenswert

Zwar hatte ich so meine bedenken....bin der Meinung das man diese Geschichte nicht so medial ausschlachten sollte(Buch,Film,Fernsehen). Aber der Film hat mich überzeugt. Starke Darsteller und eine bewegende und unglaubliche Story machen "3096 Tage" aus. Auch wenn man natürlich weiß wie die Geschichte ausgeht hat der Streifen mich trotzdem gepackt. Die beiden Hauptdarsteller spielen groß auf auch wenn ich Natascha als Kind bald noch besser fand.
Denke mal das es nur ne Frage der Zeit ist bis sich jemand aus Hollywood an die Story heran traut. Dann sind vielleicht noch 1-2 Punkte mehr drin!!

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VisitorQ

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Ich war auch angenehm überrascht.


Oliver0403

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dem Film hätte garnichts Besseres passieren können als Sherry Hormann als Regisseurin zu bekommen, denn dass die Frau es drauf hat, hatte sie bereits mit dem Meisterwerk "Wüstenblume" unter Beweis gestellt. Der Film lebt von der perfekten Darstellung seiner beiden Protagonisten. Zumal der Darsteller des Wolfgang Priklopil seine Sache so gut macht, dass ich ihm zu gerne mehr als einmal seine Eier abgerissen hätte.
Warum kann es nicht mehr wirklich gute Filme aus Deutschland geben? Denn die Meisten sind einfach nur für die Tonne. Aber es gibt eben auch Ausnahmen.

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bjorn.breitkreuz

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Bewertung9.0Herausragend

Ich hatte mir ehrlich gesagt nicht allzu viel von dem Film versprochen, doch letzten Endes hat er mich sehr beeindruckt.
Film und Drehbuch halten sich sehr dicht an die Kampusch- Autobiografie (die übrigens auch äusserst empfehlenswert ist).
Anfangs wirkt der Film etwas hölzern. Zuviel wird nur sekundär erzählt (die familiäre Situation von Kampusch, die Entführung).
Doch 3096 TAGE ist einer von den Filmen, die sich langsam aber stark etwickeln.
Der Däne Thure Lindhardt in der Rolle des Wolfgang Priklopil spielt so unglaublich 'widerwärtig gut', dass es in dem Zuschauer wahre und tiefe emotionale Hassgefühle hervorruft. (zumindest ging es mir so)
Die 12jährige Amelia Pidgeon spielt die junge Natascha Kampusch ganz ordentlich.
Antonia Campbell-Hughes in der Rolle der älteren Kampusch bietet eine starke Performance.
Man sollte beachten, dass der Film alles andere als ein "lustiges Filmchen für zwischendurch" ist. Der Streifen geht unglaublich an die Nieren, wenn man bedenkt, dass sich das Ganze tatsächlich zugetragen hat!
3096 TAGE wirkt lange nach, und liegt dem Zuschauer wie ein in Blei gefasster Klumpen Marmor auf Magen und Gemüt. Dennoch absolut sehenswert!

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Stardust.Spectre

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Verfilmung von tragischen Ereignissen sind immer so eine Grauzone, so auch hier. Ich bin absolut ohne Erwartungen an den Film rangegangen und bin ziemlich geflasht, denn dieser Film geht wirklich unter die Haut und der Spannungsbogen umfasst beinahe den kompletten Film. Ich muss auch sagen, dass die Umsetzung und die schauspielerische Leistung recht gelungen sind obwohl ich allerdings auch die Buchvorlage nicht kenne (den Fall Natascha Kampusch natürlich schon).

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-T3RROR-

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Bewertung6.5Ganz gut

Leider ist der Film nicht so fesselnd wie er meiner Meinung nach hätte sein können.
Das Buch ist bei weitem besser.

Dennoch: "3096 Tage" ist von den Darstellern her Top und es lohnt sich durchaus den Streifen anzusehen.

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Pardus

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Bewertung6.0Ganz gut

Interessantes Thema, aber nur mittelmäßig umgesetzt. Mir hat die charakterliche Tiefe gefehlt. Wenn schon wichtige Bereiche des Buches ausgelassen werden (wie z.B. sein bester Freund Ernst Holzapfel, mit dem Natascha noch heute Kontakt hat), dann hätte ich erwartet, dass man den Entführer zeigt und evt. etwas analyisert. Entwerder nach ihren Angaben im Buch oder sich künstlerisch an einem Erklärungsansatz versucht. Zwar erkennt man verschiedene Zwänge bei Priklopil und Andeutungen ("Gehorche", "Ich habe dich erschaffen"), doch hätte man ihn weitaus komplexer zeichnen können. Auch Nataschas Entwicklung vom unsicheren, teils unglücklichen Kind zur starken Frau gereift ist. Auch hier wird andeutungsweise ihr Aufbegehren in der Operrolle gezeigt, aber nicht näher beleuchtet, wie dieser Prozess zustande kam, in einem so gestörten Umfeld. Diese Kraft eines jungen Mädchen bzw. Frau ist bemerkenswert und hätte mehr Inhalt verdient. Auch erzählt der Film nur stoisch die Handlungen, die abliefen ohne einen Anflug künstlerischer Deutung. z.B. war sie so dünn, weil er einen Kontrollzwang über sie hatte und bestimmte, wieviel sie zu Essen bekam? Oder war er pädophil und wollte dadurch ihre weibliche Entwicklung aufhalten? Dies sind nur kleine Fragen im Vergleich zum Großen Ganzen, dass der Film hätte bewirken können. Finde ich halt schade, da das Thema so viel hergibt. Die Darsteller waren gut (charakterliche Tiefe war dramaturgisch nicht erwünscht, also kann man ihnen keinen Vorwurf machen). Fand die kleine Natascha aber um Längen überzeugender als alle anderen Schauspieler. Das sich Augen- und Haarfarbe von Natascha wie von Zauberhand ändern, lass ich jetzt mal so stehen... Wie dem auch sei. Die Wahrheit im Fall Kampusch liegt irgendwo da draußen. Hatte die Mutter Priklopil bereits länger gekannt? Will Ernst Holzapfel weiterhin allen glauben machen, er habe weder etwas gewusst, noch sei er beteiligt gewesen? Hat sich Priklopil tatsächlich umgebracht? Gab/Gibt es ein Kind der beiden? Waren Holzapfel und Priklopil in einem Netzwerk tätig? Wie kann ein Arbeitsloser sich so einen Lebensstil leisten? Da wäre so viel drin gewesen. Ich hoffe es gibt noch mehr Werke darüber, die sich auch trauen zu denken und nicht nur stur abspielen, was Frau Kampusch berichtet. Sei sie, wie sie mag. Das man nach der ganzen Nummer frei von Marotten, Ängsten oder oder oder ist, kann man nicht erwarten. Ich habe großen Respekt vor ihr. Und was immer sie verschweigt. Dafür wird es Gründe geben. Dennoch sollte, wenn es andere Kinder schützt und weitere Perverse aufdeckt, die Wahrheit so langsam ans Licht kommen.

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longus69

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Anlegung des Filmprojekts für den internationalen Markt und die national verschiedenen Schauspieler nehmen dem Projekt durch den Wegfall des Lokalkolorits einiges an Wirkung... Der thematisch gleichgelagerte "Michael" zeigt auf, wie man ein solches menschliches Drama filmisch angemessen düsterer aufbereiten kann... Die gebotene Leistung soll dadurch nicht geschmälert werden, zumal keine Fantasie beim Drehbuch zum Einsatz kommen durfte, aber "Michael" hat mich schwerer in die Magengrube getroffen...

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Pardus

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werde ich auf meine Merkliste setzen.


Moppel1984

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Bewertung5.5Geht so

3096 Tage erzählt die wahre Geschichte der Natascha Kampusch, welche 1998 als damals zehnjährige von dem arbeitslosen Nachrichtentechniker Wolfgang Přiklopil in Wien entführt und mehr als acht Jahre lang in seinem Haus gefangen gehalten wurde.
Es ist traurig und schockierend, was sich hier abgespielt hat. Allein die Tatsache, dass dies wirklich geschehen ist, macht den Film sehenswert. Jedoch rein aus filmischer Sicht betrachtet, liegt hier kein guter Film vor. Die Schauspielerischen Leistungen lassen zu wünschen übrig, obwohl ich sagen muss, dass die "junge" Natascha Kampusch einen guten Job macht. Des Weiteren wird das Grauen, welches Natascha durchleben musste, hier nur teilweise angeschnitten und etwas oberflächlich präsentiert. Stellenweise stellt sich auch ein bisschen langweile ein. Ich vergebe 5,5/10 Punkten.

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Disintegration.Yue

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Ich weiß jetzt nicht genau, was ich zu diesem Film und den Kommentaren, die hier stehen sagen soll... ist es so viel verwerflicher seine Gesichte in Buch plus Film zu erzählen? Solche Bücher liest doch fast jeder, aber über einen Film beschwert man sich? Und nein, dass sind jetzt keine vorwurfsvollen, dummen Fragen, sondern berechtigte. Ich weiß echt nicht, ob es nur Geldmacherei ist oder ihr wirklich geholfen hat beim Verarbeiten etc. Der Film war spannend und schlimm-ja, aber irgendwie kann ich ihn nicht bewerten.

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Defcon-Dust

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Bewertung6.0Ganz gut

Guter Film, aber irgendwie grausam was sie erleben mußte

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