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360 - Kritik
AT/BR/FR/GB 2011 Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 16.08.2012
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Kritiken (15) — Film: 360
Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Fernando Meirelles Episodenfilm 360 konzentriert sich ganz auf zwischenmenschliche Verästelungen zwischen Lust, Verdruss, Liebe und Hass und trägt dabei der Konzeption einer globalisierten Welt Rechnung, indem er seine kleine Dramen und Geschichten über den Erdball verteilt und dabei dennoch miteinander verknüpft. Dies allerdings gelingt ihm mal mehr, mal weniger gut und manche Handlungsstränge verkommen im weiteren Verlauf zum bloßen Alibi, laufen sang- und klanglos ins Leere und werden wenn überhaupt gen Ende noch einmal lieblos aufgegriffen. Einen roten Faden sucht man dabei vergeblich, denn zweifelsohne überschneiden sich die Charaktere, doch werden sie in ihrer Gesamtheit kaum beleuchtet, während einigen wenigen Figuren gesteigerte Aufmerksamkeit zuteilwird. [...]
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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de
Kommentar löschenNicht völlig ohne Charme und zuweilen mit einer Portion makaberen Humors ausgestattet, entbehrt dieser filmische Kreislauf logischerweise einer Mitte. Ein roter Faden hätte dem Film aber sichtlich gut getan, beispielsweise in der Form einer zentralen Erzählung, um die herum die anderen hätten kreisen können.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenEs sind menschliche Schicksale, plausibel zusammengestellt, über die ganze Erde verbreitet, spannend und filmisch interessant gestaltet. Gegen Ende wird es sogar noch krimimäßig-packend. Drehbuch, Drehorte, Ausstattung und Produktionsdesign stimmen. Mängel? Nichts Außergewöhnliches.
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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de
Kommentar löschenMireilles suggestiver Regiestil weiß genau, wann es wieder Zeit ist, den Schauplatz zu wechseln. Mitunter aber berührt eine Episode besonders, wie etwa die Geschichte um John, herausragend gespielt von Oscarpreisträger Anthony Hopkins und [...] Mira Flor. In diesen sehr starken Szenen wünscht man sich unwillkürlich, dass die Kamera verweilt und die Inszenierung in die Story, die sich wie ein neuer Film anfühlt, noch mehr einsteigt.
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Tim Slagman: spiegel online, fluter Tim Slagman: spiegel online, fluter
Kommentar löschenDen Episodenfilm über die Flüchtigkeit der Beziehungen [...] erzählen Meirelles und Drehbuchautor Peter Morgan ohne strenges dramaturgisches Korsett. [...] Das kann man lässig und ungezwungen finden – oder auch ein wenig beliebig. Doch die ruhige, konzentrierte Inszenierung verleiht den zentralen Episoden seiner Geschichte große Intensität.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschen360 [...] beginnt mit einem Foto-Shooting und endet mit einem Schuss. Was längst nicht die einzige Finesse dieses sehr raffiniert gestalteten Films ist [...]. Immer wieder gibt es reizvolle Splitscreens, Dialoge über Spiegel und die innere Zerrissenheit der Lügen und Geheimnisse spiegelt sich in doppelten Reflexionen wieder. Zentral bleiben die Fragen „Wie kommen wir hier hin? Welche Entscheidung sollen wir treffen?“ Die Antwort ist so überzeugend wie der Film.
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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio
Kommentar löschenPeter Morgan zeichnet die Figuren so präzise wie menschlich und ganz ohne Zynismus. [...] Mit diesem eleganten Episodenwerk wird Fernando Meireilles seine Fans [...] eher überraschen. Überraschungen gibt es auch in diesem modernes Lebensgefühl atmenden Puzzle, aber so neu sind die Irrungen und Wirrungen der Liebe nicht. Wer sich den neuen alten Geschichten hingeben will, erlebt Schauspieler in Höchstform.
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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR
Kommentar löschenElegant inszeniert Meirelles schöne Menschen in coolem Ambiente. Er findet ungewöhnliche Kameraperspektiven untermalt von traurigen Tom-Waits-Songs. Das wirkt manchmal etwas unterkühlt. Doch die großartigen Schauspieler, Anthony Hopkins oder Rachel Weisz erwecken die Szenen zum Leben. Das ist ein schillerndes Kaleidoskop, ein kühler, aber wunderschöner Liebesreigen.
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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR
Kommentar löschenGekonnt gestrickt! [...] Kurzweilige, ineinander verwobene Liebesgeschichten mit unvorhersehbarem Ende. Kunstvoll erdacht - und doch nah am Leben.
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Joe Neumaier: New York Daily News Joe Neumaier: New York Daily News
Kommentar löschenDie Begründung, warum Meirelles intimes Drama 360 erfolgreich ist, wo andere Adaptionen des Bühnenstücks Reigen von Schnitzler scheitern, besteht darin, dass 360 den Schwerpunkt eher auf die intellektuelle Coolness legt als auf Körperwärme.
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Alison Willmore: Movieline Alison Willmore: Movieline
Kommentar löschenWirklich passend ist die Ringstruktur des Films, aber in der Mitte ist 360 hohl.
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Manohla Dargis: New York Times
Kommentar löschenMr. Morgan hat für einige gute Filme geschrieben, beispielsweise für Die Queen und Mr. Meirelles hat mit City of God einige Fans gewonnen. Es gibt keine Erklärung dafür, was bei 360 eigentlich schief gelaufen ist [...]. Aber es gibt Momente im Film, die uns zeigen, was für ein Film 360 hätte werden können [...]. Der Regisseur und/oder die Produzenten haben versucht, um die Story herum zu arbeiten, anstatt mit ihr.
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Peter Debruge: Variety Peter Debruge: Variety
Kommentar löschenMit dem mehrsprachigen Cast, bestehend aus weitestgehend unbekannten Gesichtern, plus den paar Stars, fühlt sich 360 zu abstrakt an - zu aufgesetzte Trennungen und Annäherungen in einem leidenschaftslosen Vakuum.
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Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly
Kommentar löschen360 besticht durch seine clevere Kreisstruktur, obwohl es am Ende doch ein wenig weit hergeholt wirkt, als hätte man "Verbinde die Punkte" mit Menschen gespielt.
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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch
Kommentar löschenMereilles' lose verbundene Episoden in seinem 360 berühren zu wenig, um zu packen. Alle Zutaten für einen gelungenen Episodenfilm sind zwar vorhanden, doch Mereilles versagt beim richtigen Mix.
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Kommentare (10) — Film: 360
JanoX Thu, 02 May 2013 15:43:10 -0000
Kommentar löschenIch bin selbst ja totaler Fan dieser Soziodramen mit großer, geografischer Perspektive (z.B. Babel), vor allem weil ich immer wieder von mir selbst fasziniert bin, wie interessant und wie angenehm sowas doch auf mich wirkt. Vor allem die Kamerabewegungen fand ich sehr ansprechend, kein supra-cineastischer Mist, sondern einfach nur Perspektiven und Effekte, die zum Film passen (Zoom von der Autobahn in den Bus; Sergei's Fahrt nach Wien).
Auch der Cast ist eine komplett neue Mischung, wie ich sie so noch nicht gesehen habe; dies ist natürlich in erste Linie der Internationalität zuzuschreiben. Vor allem aber Anthony Hopkins, Ben Foster und wie gewohnt Jamel Debbouze haben mich überzeugt.
Trotzdem sitzt man jedoch mit Beginn der Credits ein wenig perplex da, und fragt sich, was das Ganze denn eigentlich soll. Vor allem was Ben Foster angeht, kann ich mich allen meinen Vorrednern nur anschliessen, indem ich schon recht enttäuscht war, als er einfach so von der Bildfläche verschwindet; seine Rolle war die mit Abstand Faszinierendste für mich.
Trotzdem insgesamt eine Empfehlung.
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Velly Sat, 27 Apr 2013 14:05:44 -0000
Kommentar löschenMan kann sich "360" gut angucken, keine Frage. Der Film bietet gute Schauspieler, in mehr oder weniger interessanten Geschichten, die stimming ineinander fließen.
Aber dass dem für mich interessantesten Charakter (Tyler, eindringlich dargestellt vom tollen Ben Foster) mit am wenigsten Zeit geschenkt wurde, hat mich schon geärgert.
Ich hätte von Ben Foster wirklich gerne mehr gesehen. Ich fand ihn (und seine Rolle) mit WEITEM Abstand am überzeugendsten aus dem ganzen Cast.
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JackoXL Sat, 27 Apr 2013 14:33:44 -0000
Antwort löschenKonnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum Fosters Part so sinnlos im Nichts verläuft.
MrDepad Wed, 27 Mar 2013 14:42:17 -0000
Kommentar löschenIn "360" überträgt Fernando Meirelles das Drama "Reigen" von Arthur Schnitzler in unsere heutige Zeit.
Erzählt wird keine zusammenhängende Geschichte, sondern es werden eher lose Einzelschicksale geschildert. Dabei profitiert der Film von dem wirklich starken Cast, bei dem bekannte Darsteller wie Jude Law, Rachel Weisz oder Anthony Hopkins ebenso überzeugen wie die weniger bekannten. Vor allem Maria Flor und Vladimir Vdovichenkov haben mir besonders gefallen. Meirelles zeigt uns unterschiedliche Menschen und deren Geschichten, wobei alle Handlungen durch das Motiv der Liebe oder Affären verknüpft sind. Leider muss ich deutliche Abstriche bei meiner Bewertung machen, da die Geschichte, die vor allem Jude Law und Rachel Weisz betrifft, im Nachhinein ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt und nicht so wirklich stimmig ins Gesamtbild passen will. Ab dem Moment, wo Anthony Hopkins und vor allem Ben Foster auftauchen, zieht das Niveau spürbar an und der Film kann fast bis zum Ende voll überzeugen.
"360" zeichnet ein schönes Porträt von unserer heutigen Zeit, in der Menschen und Schicksale immer wieder auch aufgrund der Globalisierung aufeinander treffen. Manche Figuren bleiben aufgrund des episodenhaften Stils leider ein wenig zu oberflächlich und nicht alle Motive können gleichermaßen fesseln, doch das ist es letztendlich auch, was das normale Leben auszeichnet. Der Film ist letztendlich mehr Summe seiner einzelnen Teile und so ist es kein durchwegs faszinierendes Gesambild, welches den Film auszeichnet, sondern bruchstückhafte Einzelschicksale, die teilweise wirklich berühren.
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JackoXL Thu, 14 Mar 2013 17:30:02 -0000
Kommentar löschenAmbitioniert ist der Film von Fernando Meirelles auf alle Fälle. Neu ist das Prinzip um kleine Abzweigungen im Leben, die indirekt eine Ereignungskette auslösen und somit vollkommen fremde, rund um den Erdball verstreute Menschen beeinflussen zwar nicht, aber das macht ja auch nichts. Eine Herausforderung stellt dieses Vorhaben an jeden Drehbuchautor, in diesem Fall Peter Morgan. Der versteht sein Handwerk ( u.a. "Der letzte König von Schottland", "Frost/Nixon") und zunächst sieht auch hier alles nach Erfolg aus.
Wie die einzelnen, kleinen Geschichten miteinander verwoben sind, ist absolut schlüssig. So lapidare Dinge wie eine Nachricht auf der Mailbox, eine wohlwollende Bewertung auf einer Internetseite oder eine zufällige Bekanntheit im Flugzeug, das alles schuppst das Leben daran eigentlich nicht beteiligter Menschen in eine andere Richtung. Das so zu erdenken und niederzuschreiben ist nicht einfach, allein auf seine Zusammenhänge beschränkt funktioniert Morgans Buch bestens. Problematisch wird es dann, die Geschichten und Personen drumherum sinnvoll unter einen Hut zu bekommen. Es werden viele Charaktere, Schauplätze und Szenarien angerissen, doch einige werden total vernachlässigt. Da verläuft mehr als nur eine Storyline ins Nichts, beim Abspann stellt sich eine gewisse Verwunderung ein, scheint doch vieles nicht fertig erzählt. Andere sind zwar geschlossen, wirken insgesamt aber eher überflüssig. Wie Füllmaterial, um den dezenten roten Faden nicht abreißen zu lassen. Bedauerlich, denn interessant erscheint zunächst jede der Figuren und der Blick auf ihre persönlichen Geschichten. Gerade bei dem von Ben Foster gespielten Sexualstraftäter, der aus der Haft entlassen verzweifelt gegen seine Triebe ankämpft, fällt dies besonders ins Gewicht. Seine Figur und Geschichte hätte eine ganzen Film allein tragen können, stattdessen verschwinden er und seine Story irgendwann sang- und klanglos. Konsequent bis zum Schluss erzählt wirkt hier wenig, allein die Geschichte um die Prostituierte wirkt komplett. Sicherlich kann so ein Film nur kurze Zeitfenster öffnen, nur bei manchen stellt sich die Frage, warum sie dann erst geöffnet wurden. Vielleicht, oder sehr wahrscheinlich, wäre eine Begrenzung auf weniger Figuren und Storys sinnvoll gewesen, oder die Laufzeit deutlich zu erhöhen. Das hätte kaum gestört, denn Potenzial ist reichlich vorhanden.
Denn "360" ist an und für sich sauber gemacht. Fernando Meirelles überzeugt abermals als fingerfertiger Regisseur, der sich auf die Inszenierung versteht. Der Cast ist hervorragend gewählt. Neben A-Prominenz wie Anthony Hopkins, Rachel Weisz, Jude Law und Ben Foster greift Meirelles auf viele internationale Gesichter zurück, anstelle jede Rolle mit bekannten Zugpferden zu besetzen. Das erweißt sich als geglückt. Einige Gesichter dürften dem Publikum unbekannt sein (wie wohl den Ausländern Moritz Bleibtreu, der sich mit so kleinen Rollen schon in einige globale Produktionen "geschummelt" hat, was nicht despektierlich gemeint ist), was sich gleichzeitig so unverbraucht und authentisch macht. Was Stil, Idee und Inszenierung angeht, lässt sich "360" rein gar nichts vorwerfen. Gerade deshalb macht sich zum Schluss Ernüchterung breit, dass aus diesen ganzen guten Aspekten kein vollkommen zufriedenstellender Film entsteht.
Eine Chance hat "360" verdient, hier wird einfach so viel gut und richtig gemacht. Nur am entscheidensten Punkt leider nicht und das ist bei so einem Film nun mal das Drehbuch.
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SoulReaver Thu, 14 Mar 2013 18:24:23 -0000
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LowRidah Sun, 10 Mar 2013 22:04:21 -0000
Kommentar löschender Film handelt ausschließlich von Affären und hat den leichten Touch eines Softpornos. Obwohl er keinesfalls tiefgründiger wird, wird er dennoch nicht langweilig.
Ein seltsames Erlebnis, das mit mehr als mittelmäßigen Schauspielern, dafür aber sehr vielen Fremdsprachen und Untertiteln aufschlägt.
Ein netter Ausklang für den Sonntagabend :)
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alex.borgardt Wed, 30 Jan 2013 11:01:13 -0000
Kommentar löschenMeiner Meinung ein großartiger Film. Alle Charaktere haben eine eigene Geschichte zu erzählen, alle Charaktere versuchen auf die eine oder andere Weise aus ihren jetzigen Leben auszubrechen oder zu entkommen. Dabei begegnen sich diese Personen im Film.
Der Manager und die Prostituierte, die Frau des Managers und ihr Liebhaber, Freundin des Liebhabers und der Vater, der auf der Suche nach seiner Tochter ist, usw. Diese Kette zieht sich durch den gesamten Film. Ein happy end gibt´s nur für einige...für andere geht die Reise weiter.
Kein Blockbuster, aber auf alle Fälle ein Film der sich sehen lässt!
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Hauserfritz Sat, 15 Dec 2012 21:31:16 -0000
Kommentar löschenMeine Erwartungen bei einer Vorhersage von 6 waren eher gering. Aber der Film hat mich gepackt. Mehrere kleine Storys die zusammengeknüpft werden. Dabei geht es eigentlich immer um das Gleiche: Welche Entscheidung soll man wählen? Soll man die linke oder rechte Route nehmen? Obowohl der Film eher ruhig ist und ohne Action auskommt, fand ich ihn durchgehend spannend.
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dbeutner Wed, 26 Sep 2012 13:26:37 -0000
Kommentar löschenVorhersage: 6.5. Uiuiui, das lag daneben.
Als ich nach dem Film über denselben noch etwas sinnierte, kam mir ein Wort in den Sinn, vor allem als Antwort auf den mehrfach erhobenen Vorwurf, der Film würde das Äußere darstellen, aber nicht den Kern: Es ist ein Reigen der Verhältnisse, offizieller, weniger offizieller, unterdrückter, verbotener, ... Im gleichen Moment war ich perplex, da sich in meinem Kopf das Wort "Reigen" sehr selbständig nach vorne geschoben hatte und mir erst drei Sekunden später wieder einfiel, dass ich ja gelesen hatte, dass 360 von Arthur Schnitzler's "Reigen" inspiriert ist. Ich kenne das Bühnenstück nicht, aber wenn man einen "Reigen" zu den o.a. Themen verfilmen will, alleine vom Wort her - perfekt gemacht!
Hinzu kommt das breite Ensemble. Allein der Monolog Anthony Hopkins gegen Ende seines Auftritts ist so tolles Handwerk, eventuell etwas nah am Theater, aber Hopkins bei der Arbeit zuzuschauen ist immer ein etwas größeres Vergnügen. Wer Schauspiel studiert, für den ist der Film schon wegen dieser Szene Pflicht. Aber auch der Rest stimmt eigentlich immer: Ob mit Jude Law, Rachel Weisz, Moritz Bleibtrue, Ben Foster (in einer starken Rolle) oder Jamel Debbouze (Amélie) bekanntere Gesichter, oder ob mit Johannes Krisch ein Österreicher, der den Zuhälter so dermaßen genial-schmierig spielt, dass man die ganze Zeit vor Entsetzen kreischen möchte - gerade dieses Ensemble sorgt dafür, dass der Film trotz seiner Länge und der Abwesenheit einer geschlossenen Story spannend bleibt. Mit Maria Flor gibt es auch noch ein so umwerfend schönes strahlendes Gesicht, dass man Anthony Hopkins um die Drehtage beneidet (und Maria Flor darum, mit Hopkins drehen zu dürfen).
Spannung wird aber dennoch auch in der Handlung aufgebaut, und hier macht der Film dann auch noch in der Story alles richtig und trampelt nicht in die Falle, abgeschmackt zu werden.
Ganz sicher eher ein Film für die Generation MidlifeCrisis als für 20-Jährige, die Action sehen wollen. Wenn man der äußeren Handlung vorwirft, konstruiert zu sein, kritisiert man eh am Film vorbei, denn um einen real-möglichen Handlungsbogen geht es überhaupt nicht. Ob man der episodenhaften Darstellung vorwirft, zu oberflächlich zu sein, hängt sicherlich auch mit der Erwartungshaltung zusammen: Es werden Aspekte angerissen, Situationen, Menschen und Konflikte. Es geht nicht um die Auflösung, sondern um die Darstellung. Das mag über die Laufzeit von knapp zwei Stunden eventuell etwas "viel Angerissenes" sein, und eine Kürzung hier und da wäre möglicherweise von Gewinn gewesen. Aber es bleibt ein sehr interessanter Film, anders, szenisch, aber doch mit einem gewissen zumindest emotionalen Tiefgang. Und sooo tollen DarstellerInnen!
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Kalish Sat, 29 Sep 2012 13:00:18 -0000
Antwort löschenEntspricht genau meine Sicht der Dinge. Bis auf "Ganz sicher eher ein Film für die Generation MidlifeCrisis als für 20-Jährige, die Action sehen wollen." -> Mittlerweile entwickeln Individuen meine Altersklasse in beunruhigender Häufigkeit eine Quarterlife Crisis, sodass dieser Film auch für "uns" eine schöne Inspiration darstellt.
dbeutner Sun, 30 Sep 2012 18:45:49 -0000
Antwort löschenOh, sollte auch wirklich nicht überheblich oder so klingen, wunderschön, wenn junge Menschen daraus schon schöpfen können! Umso besser! :-)
cmon Wed, 22 Aug 2012 08:41:20 -0000
Kommentar löschenHallo,
ich kann die schlechte bis mittelmäßige Kritik des Films nicht verstehen. Natürlich ist er für den Zuschauer, der leichte Unterhaltung sucht eher weniger geeignet, da er ein anspruchsvolles Thema behandelt. Den Film auf eine Geschichte über das Fremdgehen zu reduzieren wäre allerdings falsch. Vielmehr handelt der Film von schicksalhaften Entscheidungen und dem Weg der Liebe im Allgemeinen. Der Film kaut auf den Gefühlen des Zuschauers wie auf einem Kaugummi.
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wlfilms Tue, 25 Oct 2011 14:52:07 -0000
Kommentar löschen″360″ ist ein zu offensichtlich konstruierter Film: Dem anspruchsvollen Publikum versucht er mit seiner behaupteten Kreislauf-Philosophie zu gefallen, ans übrige Publikum biedert er sich mit großen Namen, schönen Bildern und romantischer Rundum-Sorglos-Gefälligkeit an. Dabei herrscht unter all diesen verschiedenen Schichten des Films gähnende Leere: Die Kreisstruktur bleibt reiner Selbstzweck, außer einem komplett unwahrscheinlichen Aha-Moment am Ende bietet der Zusammenhang der Ereignisse keinerlei Gewinn an Erkenntnis, wie er es in ″Babel″ durchaus tut. Und auch in der Charakterisierung der verschiedenen regionalen Mentalitäten kommt ″360″ nicht über bekannte Klischees heraus. Dieser globale Rundumschlag hätte letztlich auch in einer einzigen, völlig beliebigen Stadt der Welt spielen können.
Die vollständige Kritik gibt es beim White Lightnin' Filmblog:
http://www.wlfilms.de/post/11908168345/360-von-fernando-meirelles
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