Der Vergleich ist schnell gezogen: "99 francs" (auf deutsch: "39.90") wirkt wie der pazifistische, verdorbene Bruder von "Fight Club". Anstatt mit Hawaiihemd und Seife kommt dieser im Designeranzug und einer Menge Kokain daher. Zwei Filme, zwei Herangehensweisen, eine Aussage: Alles was du hast hat irgendwann dich!
Dabei geht "39.90" etwas oberflächlicher zu Werke, als David Finchers moderner Klassiker und beschränkt sich auch nur auf die Werbeindustrie. Dafür versucht der Film erst gar nicht seine Botschaften und Seitenhiebe in eine Geschichte zu verpacken, sondern konzentriert sich ganz auf seinen Protagonisten und Ekelpaket Octave. Und das zurecht, denn Octave IST die Geschichte. Sein Werdegang vom seelenfressenden Werbefachmonster zum reumütigen und liebesbedürftigen Gutmenschen enthält alles, was eine Satire braucht. Warum der Film teilweise als Komödie beworben wurde und auch im Trailer diesen Anschein erweckt, steht wohl in…
Der Vergleich ist schnell gezogen: "99 francs" (auf deutsch: "39.90") wirkt wie der pazifistische, verdorbene Bruder von "Fight Club". Anstatt mit Hawaiihemd und Seife kommt dieser im Designeranzug und einer Menge Kokain daher. Zwei Filme, zwei Herangehensweisen, eine Aussage: Alles was du hast hat irgendwann dich!
Dabei geht "39.90" etwas oberflächlicher zu Werke, als David Finchers moderner Klassiker und beschränkt sich auch nur auf die Werbeindustrie. Dafür versucht der Film erst gar nicht seine Botschaften und Seitenhiebe in eine Geschichte zu verpacken, sondern konzentriert sich ganz auf seinen Protagonisten und Ekelpaket Octave. Und das zurecht, denn Octave IST die Geschichte. Sein Werdegang vom seelenfressenden Werbefachmonster zum reumütigen und liebesbedürftigen Gutmenschen enthält alles, was eine Satire braucht. Warum der Film teilweise als Komödie beworben wurde und auch im Trailer diesen Anschein erweckt, steht wohl in den Sternen. Es würde auch niemand auf den Gedanken kommen "Fight Club" als Kampffilm zu definieren, oder??
Der Film besitzt eine audiovisuelle Kraft, die ihres gleichen sucht und vielleicht als eine Mischung aus "Fight Club" und "Requiem For A Dream" beschrieben werden kann. Videoclipästhetik, Werbeklischees und eine epileptische Tour de Force prägen Octaves selbstzerstörerische Odyssee.
Der Standpunkt des Films ist von Anfang an kein Geheimnis. Der Film will anklagen, bloßstellen und sensibilisieren. Dabei passiert alles mit einer solchen Leichtfüßig- und Belanglosigkeit, dass man wirklich auf der Hut sein muss. Das Lachen bleibt einem nicht bloß im Hals stecken man verschluckt sich regelrecht daran.
Besonders beeindruckend ist die Erzählweise des Films. Charaktere, die direkt mit den Zuschauern sprechen sind heutzutage ein nettes Stilmittel, aber nicht wirklich revolutionär. Eine solche Zuwendung des Regisseur an den Zuschauer lässt jedoch schon eher aufhorchen. Es ist eine Wonne zu sehen, wie Regisseur Jan Kounen die erzählerischen Ebenen durchbricht. Es soll nur soviel verraten werden. Der Abspann verleiht dem Film eine völlig neue Ebene. Das Filmende ist wie die Werbeindustrie selbst manipulierend. Es beendet nicht bloß den Film, es veredelt ihn und zeugt von einer begnadeten Selbstironie.
Lange Rede kurzer Sinn:
Eine Satire in Perfektion mit einem formidablen Hauptdarsteller und einem Regisseur, der es noch schafft sowohl inhaltlich als auch visuell zu überraschen. Ein Film wie ein Stimulanzmittel für Sinne und Verstand.
“39,90″ ist ein Film, den man sich angesehen haben sollte. Obwohl Octave eigentlich ein typischer Antiheld ist und das Ende des Films von Beginn an klar ist, überzeugt “39,90″ auf ganzer Linie. Mit der guten Mischung der drei Elemente Musik, Optik und Schauspieler ist “39,90″ echtes Highlight geworden.
Grenzdebiler Schrott der die Welt ein wenig besser machen möchte und nicht bemerkt das ihm die Felle längst davon geschwommen sind. Kommt rund 10 Jahre zu spät.
Der Film 39,90 basiert auf dem gleichnamigen Weltbesteller von Frédéric Beigbeder. Was im Buch spitz und ausgesprochen zynisch und sarkastisch beschrieben wird, wirkt in der filmischen Auflösung irgend wie genauso oberflächlich, wie das System, das man gerade verurteilen möchte. Comic-artig und ein bisschen an die Einrichtungsgimmiks in David Finchers „Fight Club“ erinnernd, schleicht sich der Film durch das Buch, ohne die wahre Zündkraft des Stoffes zu entdecken...
Regisseur Jan Kounen wendet die Mittel der Werbebranche gegen diese selbst. Sein Film stellt die Dummheit und abgrundtiefe Geschmacklosigkeit der Werbewelt einfach genüsslich aus, und dann dem Publikum die Frage, warum es sich von solchem Blödsinn und solchen auch noch doofen Zynikern einfach an der Nase herumführen lässt, warum es die Sprache der Werbung so geduldig erträgt.
Die Erkenntnisse, die Kounen in 39,90 vermittelt, sind alles andere als neu. Der intime Blick hinter die Kulissen der Reklame entpuppt sich sogar als relativ belanglos. Dass Werbekonsumenten konsequent in die Irre geführt werden, braucht keinem Zuschauer mehr beigebracht zu werden. 39,90 öffnet somit die Tür zu einer verborgenen Welt, die so verborgen gar nicht mehr ist. Selbst dass sich Octave bereits am Vormittag mit Drogen vollpumpt, um auf kreative Ideen zu kommen, reizt bestenfalls zum Gähnen. Die gängigsten Klischees über die Hinterzimmer der Werbeindustrie sind hier allgegenwärtig und werden hemmungslos ausgewalzt.
Passiert ja eher selten, dass der Film zum Buch besser ist als das Buch zum Film, aber bei dem französischen Reißer "39,90" (benannt nach dem Kaufpreis der Romanvorlage von Frédéric Beigbeder) kann das Kino mit seinen visuellen Mitteln einfach viel mehr aus dem Stoff herausholen.
Octave taucht bei seinem Abschied aus dieser Welt in eine berauschende Bilderflut ein. Styling ist selbst im letzen Moment alles. Das gilt auch für den ästhetisch faszinierenden und satirisch oft treffenden Film mit seinen coolen Songs. Die Vorherrschaft des Äußerlichen überrascht nicht beim Regisseur Jan Kounen: Bei seiner Brutalo-Action „Dobermann“ (1997), beim postmodernen Western „Blueberry und der Fluch der Dämonen“ (2004) und selbst bei der Dokumentation „Darshan - Die Umarmung“ (2005) sah immer alles gut aus. Was „39,90“ fehlt ist die Menschlichkeit, die in „Schmetterling und Taucherglocke“, Jean-Dominique Baubys Abrechnung mit der Modebranche, alles trägt. Dazu verliert sich der anfänglich berauschende Spott zu lange in alternativen Enden.
Wirklich ein verdammt schräger, etwas überzogener, aber dennoch sehr treffender Film, der es tatsächlich schafft, die Atmosphäre der Buchvorlage auf die Leinwand zu übertragen. Sollte jeder Beigbeder-Fan gesehen haben!
Ein guter Film, mit guten Dialogen, gute Story, gute Handlung.
Ein Film der sich nicht zu Ernst nimmt, aber auch kein Film der das erwartete Beantwortet.
Puh, selten so einen durchgequirlten und für mich sehr schwer zu bewertenden Film gesehen. Wobei sich auch hier mal wieder zeigt: Die Franzosen können schon echt Filme "anders"! Auf jeden Fall werden sich die einen oder anderen Geister durch diesen Werbungs-Verarsche-KoksLSD-Trip entweder schmollend zurückziehen oder vielleicht von derber Kunst sprechen :-) Aber auf Grund der vielen Ideen, der tosenden um sich schmeißenden Weisheiten der Werbeindustrie und einem alternativen Ende gibt es dann doch eine verdiente 6 ;-)
Der "Fight Club" unter den Mediensatiren. Bitterböser Abgesang auf die Werbeindustrie, den Konsumwahn und die Manipulierbarkeit von Menschen im Allgemeinen. Sympathische Identifikationsfiguren wird man in Film nicht finden, das will "39,90" aber auch gar nicht bieten. Statt dessen werden wir mit der grellen, selbstverliebten und zynischen Innensicht eines Werbe-Yuppies konfrontiert, der quasi zum Opfer seiner eigenen Berufung wird. Ein brachialer, genialer, ironischer und erzählerisch virtuos verschachtelter Trip.
Das Alternativende hat mich echt zum Staunen gebracht. So originell, liebevoll, erheiternd abstrus, abgedreht, humorvoll und tragisch schön ist es in Szene gesetzt und fügt sich unglaublich perfekt in den restlichen Film ein. Respekt dafür!
Und der restliche Film ist eine wirklich sehr amüsante Satire, die ihre Geschichte sehr gut erzählt, gute Charaktere bietet und audiovisuell sehr gelungen ist. Einzig hätte ich mir mehr Lacher als Schmunzler gewünscht, ansonsten gibt es bei diesem Film nur wenig zu bemängeln.
Empfehle allen, die den Film mochten, auf jeden Fall das Buch zu lesen.
Das ist sogar noch besser und informativer, vor allem hinsichtlich Fakten und Zahlen!
ist werbung wirklich so mächtig, sind wir konsumenten wirklich so dumm? ich fürchte, die antwort lautet... wie die antwort lautet, erfahren sie nach der werbung.
Hm... Dass Werbung manipuliert, liegt in der Natur der Sache. Werbende wollen ihr Beworbenes an den Mann bringen. Dass hier nicht immer mit offenen Karten gespielt wird, sollte jedem mündigen Erwachsenen klar sein. Deswegen verstehe ich den Sinn dieser Satire (?) nicht ganz. Als Stück Unterhaltung ist der Film oke, wobei er mich erst ab ca. der Hälfte erreicht hat. Zu unsympathisch ist mir der Hauptdarsteller lange Zeit gewesen, zu fremd ist mir die Welt, in der sich die Geschichte abspielt. Ich kann mit solch schrillen Charakteren nicht wirklich viel anfangen. Aber ab ca. Minute 50 ging's dann so halbwegs, da wurde es dann ein wenig "flüssiger". Aber als Satire mir das ganze zu wenig. Und dass jeder irgendwie käuflich ist... für diese Erkenntnis muß man auch nicht unbedingt Philosophie studiert haben.
Mit 39,90 schafft Regisseur Jan Kounen eine bitterböse Satire über Medien, Konsumgesellschaft und Werbewelt. Mit Jean Dujardin wurde zudem die ideale Besetzung für den Octave gefunden, da er herrlich eitel und gleichzeitig selbstironisch agiert und immer mal zum Over-Acting tendiert, was gut zu dem knallbunten, manchmal aber auch anstrengenden Stil des Films passt. Kounen schöpft aus sämtlichen optischen Mitteln, die der moderne Film zu bieten hat, und weiß seine Zuschauer damit zu unterhalten. Mitunter vergisst der Film über seine Inszenierung hinaus die Nebenfiguren, und bisweilen wirkt das Sammelsurium an filmischen Mitteln dann doch zu aufgesetzt und gewollt.
Der Film hat seine Längen, ja, aber das schmälert nicht seine Aussagekraft.
Geniale Hinterfragung der modernen Welt. Zuviele Drogen? Vielleicht, trotzdem war für mich der rote Faden erkennbar, denn es geht nicht nur um den Protagonisten, sondern eine satirische Kritik an den Medien und ihrer Bereitschaft das gemeine Volk zu manipulieren. Berechnend und kühl agiert die Werbebranche, was einem sehr schön vor Augen geführt wird.
Habe mir jetzt ebenfalls das Buch gekauft, vielleicht hätte ich es andersrum machen sollen, so kann ich mir nun kein Kommentar in Bezug auf die Umsetzung des Romans erlauben.
Abzug gibt es jedoch für das schwache und unnötige Alternativende, wobei der Einfall bzw. die Einleitung des alternativen Endes an sich doch sehr innovativ ist.
Ja, ein nettes Filmchen, dessen Hauptfigur jedoch hauptsächlich von Dujardin getragen wird, ohne ihn wohl doch weit schwächer wäre. Zwar (oder eher zum Glück) blödelt er nicht so gekonnt herum wie in seinen OSS-Filmen, aber gerade das Wissen darum erzeugt dieses gewisse Kribbeln, diesen Drang, sich der Figur hinzugeben.
Dass hier zu oft versucht wird, in typisch französischer Art abzudrehen und dabei die Kritik an der Gesellschaftg etwas einschläft, ist traurig, aber kein Untergang. Etwas mehr Bissigkeit hätte dem ganzen gut getan, Dujardin schadet es aber nicht ...
Ich fand Werbung vor diesem Film schon schrecklich. Jetzt hab ich sie erst so richtig hassen gelernt. Trauriger und vermutlich auch ziemlich realistischer Einblick in die Hintergründe der Werbung. Manipulation der Konsumenten um Produkte an den Mann zu bringen, die kein Mensch braucht - und es klappt auch noch ausgezeichnet.
Ein Film, von dem ich definitv mehr erwartet habe. 39,90 bleibt leider an der Oberfläche kleben, die er zu kritisieren vorgibt. Das Ganze macht er stylish und unterhaltsam, aber nicht besonders erhellend, tiefgründig schon mal gar nicht.
"Festhalten bitte, Sie befinden sich auf dem Mount Everest der Wichserei!!!" -
Glitschig, abstoßend, zum Kotzen und überaus fies. Was Jan Kounen da mit seiner Verfilmung von "39,90" abliefert, ist eigentlich genau das, was der heutigen Kino-Landschaft fehlt. Filme, die einen anspringen, bespucken, uns lachend den Stiefel noch fester ins Gesicht pressen. Halt so ein richtiger Aufreger, wie Kounen's Debüt "Dobermann." Schon der Roman Frédéric Beigbeder galt als Stinkbombe für alle Werbepimps, der Film dazu überschlägt sich optisch und inhaltlich. Jetzt hab ich das Spektakel schon vier Mal hinter mich gebracht und bin doch immer wieder ein wenig enttäuscht ... Jedenfalls startet Kounen "39,90" mit den besten Zutaten, optisch ein Hammer, Jean Dujardin als Hauptfigur Octave eine interessante Variante des Anti-Helden: Überheblich, stinkreich, schwebt dieser bebrillte "nicht-gerade-die-Schönheit-in-Person-Arsch" durch sein Leben, zieht Lines über Lines, feiert Orgien und kotzt am Morgen darauf auf seine heißen Vögel-Bienchen. Vom pubertären, wichsenden Werbe-Gucker zum gefeierten Fachmann, wow, was für ein Sprung. Nach und nach offenbart sich Octave aber immer mehr als eigentlich gecrashte Existenz - inklusive gebrochenen Herzens, Selbst-Bewusstseins und dem verlorenen Glauben an die Maschinerie, die ihn so gut durchgefüttert hat. Tja, und dann folgt der erste Absturz. Da wird gekokst, dreifach härter als sonst oder so ähnlich und schon ist Octave ein wenig geläutert. Genüsslich wird in "39,90" der Werbe-Prozess um so eine Nichtigkeit wie Joghurt vorgeführt und unserer spitzohriger Octave weiß dieses Gehabe zu unterwandern. Er platziert seine Model-Kandidatin, ein heißes Call-Girl, und mimt tagsüber den vollends überzeugten Macher. Und nach Dreh-Schluss kocht er sein eigenes Süppchen, den ultimativen Anti-Spot. Zu dumm nur, dass es letztlich seine alten Laster sind, die ihn davon abbringen werden, diese Bombe auch zu zünden. Jedenfalls, in einer der Versionen, die "39,90" uns präsentiert. Jan Kounen nutzt einen der besten Kniffe überhaupt, um unsere Seh-Gewohnheiten durcheinander zu wirbeln, er dreht einfach das Rad zurück und offeriert zwei zunächst gegensätzliche Ausgänge. Einmal eine durchgedrehte Scheiß-Fassung mit einem noch tieferem Fall und eine verträumte Rebellen-Version, die mit einem Tropen-Szenario endet. So einfach ist es dann natürlich doch nicht, zum Glück, denn Jan Kounen weiß wirklich, wie er uns einen reinwürgt. Ist dennoch am Ende alles ein wenig zu überspitzt und schnell als Unmöglichkeit enttarnt. Was mich nach wiederholten Anschauen immer noch vor ein Dilemma stellt: Ist das alles mega-genial oder ziemlich übertrieben? Wenn diese in Aussicht gestellten Varianten letztlich mit einem harten Aufprall an der Wand der Realität enden, könnte man von einer grundsätzlichen Demaskierung der gesamten Werbe-Mechanismen mit geschönten Bildern und glitzernden Aussagen sprechen - oder auch von einem zwangsläufig platteren Ende sprechen. Eines, das sich als genauso flach enttarnt wie diese massiven Kampagnen, die unsere Städte überziehen. Da bin ich mir immer noch nicht sicher, wie "39,90" da verstanden werden soll. Deshalb wäre es wohl am besten, zwischen dem Inhalt und der äußeren Erscheinung eine Linie zu ziehen. Die Geschichte ist schön mutig und verliert sich dennoch - dafür eine 5,5 - Optisch aber eine schöne, wirkungsvoll aufgemachte Wucht. Fast ein "Natural Born Killers" der Werbe-Welt. Zum richtig nachhallenden Tritt in die Klöten fehlt trotzdem ein gutes Stück.
Hatte den mal so im Halbschlaf am Rande mitbekommen (oder eher weniger :D), das werd ich jetzt mal ändern. Schöner Kommentar, der macht ja richtig Lust auf den Film. ;)
39,90 - Kritik
FR 2007 Laufzeit 104 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 31.07.2008
Kritiken (8) — Film: 39,90
goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G
Kommentar löschenDer Vergleich ist schnell gezogen: "99 francs" (auf deutsch: "39.90") wirkt wie der pazifistische, verdorbene Bruder von "Fight Club". Anstatt mit Hawaiihemd und Seife kommt dieser im Designeranzug und einer Menge Kokain daher. Zwei Filme, zwei Herangehensweisen, eine Aussage: Alles was du hast hat irgendwann dich!
Dabei geht "39.90" etwas oberflächlicher zu Werke, als David Finchers moderner Klassiker und beschränkt sich auch nur auf die Werbeindustrie. Dafür versucht der Film erst gar nicht seine Botschaften und Seitenhiebe in eine Geschichte zu verpacken, sondern konzentriert sich ganz auf seinen Protagonisten und Ekelpaket Octave. Und das zurecht, denn Octave IST die Geschichte. Sein Werdegang vom seelenfressenden Werbefachmonster zum reumütigen und liebesbedürftigen Gutmenschen enthält alles, was eine Satire braucht. Warum der Film teilweise als Komödie beworben wurde und auch im Trailer diesen Anschein erweckt, steht wohl in…
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen“39,90″ ist ein Film, den man sich angesehen haben sollte. Obwohl Octave eigentlich ein typischer Antiheld ist und das Ende des Films von Beginn an klar ist, überzeugt “39,90″ auf ganzer Linie. Mit der guten Mischung der drei Elemente Musik, Optik und Schauspieler ist “39,90″ echtes Highlight geworden.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenGrenzdebiler Schrott der die Welt ein wenig besser machen möchte und nicht bemerkt das ihm die Felle längst davon geschwommen sind. Kommt rund 10 Jahre zu spät.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenDer Film 39,90 basiert auf dem gleichnamigen Weltbesteller von Frédéric Beigbeder. Was im Buch spitz und ausgesprochen zynisch und sarkastisch beschrieben wird, wirkt in der filmischen Auflösung irgend wie genauso oberflächlich, wie das System, das man gerade verurteilen möchte. Comic-artig und ein bisschen an die Einrichtungsgimmiks in David Finchers „Fight Club“ erinnernd, schleicht sich der Film durch das Buch, ohne die wahre Zündkraft des Stoffes zu entdecken...
Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenRegisseur Jan Kounen wendet die Mittel der Werbebranche gegen diese selbst. Sein Film stellt die Dummheit und abgrundtiefe Geschmacklosigkeit der Werbewelt einfach genüsslich aus, und dann dem Publikum die Frage, warum es sich von solchem Blödsinn und solchen auch noch doofen Zynikern einfach an der Nase herumführen lässt, warum es die Sprache der Werbung so geduldig erträgt.
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Zetbo: Freier Journalist Zetbo: Freier Journalist
Kommentar löschenDie Erkenntnisse, die Kounen in 39,90 vermittelt, sind alles andere als neu. Der intime Blick hinter die Kulissen der Reklame entpuppt sich sogar als relativ belanglos. Dass Werbekonsumenten konsequent in die Irre geführt werden, braucht keinem Zuschauer mehr beigebracht zu werden. 39,90 öffnet somit die Tür zu einer verborgenen Welt, die so verborgen gar nicht mehr ist. Selbst dass sich Octave bereits am Vormittag mit Drogen vollpumpt, um auf kreative Ideen zu kommen, reizt bestenfalls zum Gähnen. Die gängigsten Klischees über die Hinterzimmer der Werbeindustrie sind hier allgegenwärtig und werden hemmungslos ausgewalzt.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenPassiert ja eher selten, dass der Film zum Buch besser ist als das Buch zum Film, aber bei dem französischen Reißer "39,90" (benannt nach dem Kaufpreis der Romanvorlage von Frédéric Beigbeder) kann das Kino mit seinen visuellen Mitteln einfach viel mehr aus dem Stoff herausholen.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenOctave taucht bei seinem Abschied aus dieser Welt in eine berauschende Bilderflut ein. Styling ist selbst im letzen Moment alles. Das gilt auch für den ästhetisch faszinierenden und satirisch oft treffenden Film mit seinen coolen Songs. Die Vorherrschaft des Äußerlichen überrascht nicht beim Regisseur Jan Kounen: Bei seiner Brutalo-Action „Dobermann“ (1997), beim postmodernen Western „Blueberry und der Fluch der Dämonen“ (2004) und selbst bei der Dokumentation „Darshan - Die Umarmung“ (2005) sah immer alles gut aus. Was „39,90“ fehlt ist die Menschlichkeit, die in „Schmetterling und Taucherglocke“, Jean-Dominique Baubys Abrechnung mit der Modebranche, alles trägt. Dazu verliert sich der anfänglich berauschende Spott zu lange in alternativen Enden.
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Kommentare (61) — Film: 39,90
Kommentar schreibenArik41 2012/02/01 13:09:07
Kommentar löschenWirklich ein verdammt schräger, etwas überzogener, aber dennoch sehr treffender Film, der es tatsächlich schafft, die Atmosphäre der Buchvorlage auf die Leinwand zu übertragen. Sollte jeder Beigbeder-Fan gesehen haben!
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ZaZa 2012/01/28 13:45:58
Kommentar löschenEin guter Film, mit guten Dialogen, gute Story, gute Handlung.
Ein Film der sich nicht zu Ernst nimmt, aber auch kein Film der das erwartete Beantwortet.
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Delonghi 2012/01/13 19:14:33
Kommentar löschenPuh, selten so einen durchgequirlten und für mich sehr schwer zu bewertenden Film gesehen. Wobei sich auch hier mal wieder zeigt: Die Franzosen können schon echt Filme "anders"! Auf jeden Fall werden sich die einen oder anderen Geister durch diesen Werbungs-Verarsche-KoksLSD-Trip entweder schmollend zurückziehen oder vielleicht von derber Kunst sprechen :-) Aber auf Grund der vielen Ideen, der tosenden um sich schmeißenden Weisheiten der Werbeindustrie und einem alternativen Ende gibt es dann doch eine verdiente 6 ;-)
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Christoph Deschan 2012/01/09 16:10:08
Kommentar löschenDer "Fight Club" unter den Mediensatiren. Bitterböser Abgesang auf die Werbeindustrie, den Konsumwahn und die Manipulierbarkeit von Menschen im Allgemeinen. Sympathische Identifikationsfiguren wird man in Film nicht finden, das will "39,90" aber auch gar nicht bieten. Statt dessen werden wir mit der grellen, selbstverliebten und zynischen Innensicht eines Werbe-Yuppies konfrontiert, der quasi zum Opfer seiner eigenen Berufung wird. Ein brachialer, genialer, ironischer und erzählerisch virtuos verschachtelter Trip.
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Joeyjoejoe17 2011/11/13 23:03:18
Kommentar löschenDas Alternativende hat mich echt zum Staunen gebracht. So originell, liebevoll, erheiternd abstrus, abgedreht, humorvoll und tragisch schön ist es in Szene gesetzt und fügt sich unglaublich perfekt in den restlichen Film ein. Respekt dafür!
Und der restliche Film ist eine wirklich sehr amüsante Satire, die ihre Geschichte sehr gut erzählt, gute Charaktere bietet und audiovisuell sehr gelungen ist. Einzig hätte ich mir mehr Lacher als Schmunzler gewünscht, ansonsten gibt es bei diesem Film nur wenig zu bemängeln.
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prinzwunderhold 2011/11/10 14:12:16
Kommentar löschenEmpfehle allen, die den Film mochten, auf jeden Fall das Buch zu lesen.
Das ist sogar noch besser und informativer, vor allem hinsichtlich Fakten und Zahlen!
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helmut-halm 2011/11/01 09:17:17
Kommentar löschenist werbung wirklich so mächtig, sind wir konsumenten wirklich so dumm? ich fürchte, die antwort lautet... wie die antwort lautet, erfahren sie nach der werbung.
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HerrSpitt 2011/10/05 11:28:40
Kommentar löschenToller Film, keineswegs überzogen, da ich selbst Werbemensch hihihi :)
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Explosioninthesky 2011/09/05 08:32:38
Kommentar löschenegal wie veraltet die botschaft ist, sowas muss man den leuten immer wieder mal auftischen, damit sie im bewusstsein bleibt.
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loveissuicide 2011/08/08 22:29:48
Kommentar löschenHm... Dass Werbung manipuliert, liegt in der Natur der Sache. Werbende wollen ihr Beworbenes an den Mann bringen. Dass hier nicht immer mit offenen Karten gespielt wird, sollte jedem mündigen Erwachsenen klar sein. Deswegen verstehe ich den Sinn dieser Satire (?) nicht ganz. Als Stück Unterhaltung ist der Film oke, wobei er mich erst ab ca. der Hälfte erreicht hat. Zu unsympathisch ist mir der Hauptdarsteller lange Zeit gewesen, zu fremd ist mir die Welt, in der sich die Geschichte abspielt. Ich kann mit solch schrillen Charakteren nicht wirklich viel anfangen. Aber ab ca. Minute 50 ging's dann so halbwegs, da wurde es dann ein wenig "flüssiger". Aber als Satire mir das ganze zu wenig. Und dass jeder irgendwie käuflich ist... für diese Erkenntnis muß man auch nicht unbedingt Philosophie studiert haben.
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Madsen-Freundin 2011/06/26 13:56:20
Kommentar löschenMit 39,90 schafft Regisseur Jan Kounen eine bitterböse Satire über Medien, Konsumgesellschaft und Werbewelt. Mit Jean Dujardin wurde zudem die ideale Besetzung für den Octave gefunden, da er herrlich eitel und gleichzeitig selbstironisch agiert und immer mal zum Over-Acting tendiert, was gut zu dem knallbunten, manchmal aber auch anstrengenden Stil des Films passt. Kounen schöpft aus sämtlichen optischen Mitteln, die der moderne Film zu bieten hat, und weiß seine Zuschauer damit zu unterhalten. Mitunter vergisst der Film über seine Inszenierung hinaus die Nebenfiguren, und bisweilen wirkt das Sammelsurium an filmischen Mitteln dann doch zu aufgesetzt und gewollt.
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HauntedSaint 2011/06/21 13:15:02
Kommentar löschenDer Film hat seine Längen, ja, aber das schmälert nicht seine Aussagekraft.
Geniale Hinterfragung der modernen Welt. Zuviele Drogen? Vielleicht, trotzdem war für mich der rote Faden erkennbar, denn es geht nicht nur um den Protagonisten, sondern eine satirische Kritik an den Medien und ihrer Bereitschaft das gemeine Volk zu manipulieren. Berechnend und kühl agiert die Werbebranche, was einem sehr schön vor Augen geführt wird.
Habe mir jetzt ebenfalls das Buch gekauft, vielleicht hätte ich es andersrum machen sollen, so kann ich mir nun kein Kommentar in Bezug auf die Umsetzung des Romans erlauben.
Abzug gibt es jedoch für das schwache und unnötige Alternativende, wobei der Einfall bzw. die Einleitung des alternativen Endes an sich doch sehr innovativ ist.
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seniorem 2011/05/09 13:56:19
Kommentar löschenWer braucht da noch Fritz Kola, die Jungs lassens krachen
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Brennegan 2011/04/26 22:11:21
Kommentar löschenJa, ein nettes Filmchen, dessen Hauptfigur jedoch hauptsächlich von Dujardin getragen wird, ohne ihn wohl doch weit schwächer wäre. Zwar (oder eher zum Glück) blödelt er nicht so gekonnt herum wie in seinen OSS-Filmen, aber gerade das Wissen darum erzeugt dieses gewisse Kribbeln, diesen Drang, sich der Figur hinzugeben.
Dass hier zu oft versucht wird, in typisch französischer Art abzudrehen und dabei die Kritik an der Gesellschaftg etwas einschläft, ist traurig, aber kein Untergang. Etwas mehr Bissigkeit hätte dem ganzen gut getan, Dujardin schadet es aber nicht ...
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moench 2011/04/13 01:06:11
Kommentar löschenIch fand Werbung vor diesem Film schon schrecklich. Jetzt hab ich sie erst so richtig hassen gelernt. Trauriger und vermutlich auch ziemlich realistischer Einblick in die Hintergründe der Werbung. Manipulation der Konsumenten um Produkte an den Mann zu bringen, die kein Mensch braucht - und es klappt auch noch ausgezeichnet.
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Zariel 2011/04/12 22:07:02
Kommentar löschenKONSUM - Kauft Ohne Nachzudenken Schnell Unser'n Mist!
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george.taylor 2011/03/29 00:06:27
Kommentar löschen"Und nun wissen Sie warum Werbung so beschissen ist!"
So wahr. Bin Designer und die Szene mit dem Joghurt trifft es einfach!
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Magic2713 2011/03/29 00:19:41
Antwort löschenDie Szene ist Kult!
Chev Chelios 2011/02/17 17:54:13
Kommentar löschenwha thi the tha ?
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Janus Winter 2011/02/14 02:54:17
Kommentar löschenEin Film, von dem ich definitv mehr erwartet habe. 39,90 bleibt leider an der Oberfläche kleben, die er zu kritisieren vorgibt. Das Ganze macht er stylish und unterhaltsam, aber nicht besonders erhellend, tiefgründig schon mal gar nicht.
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mikkean 2011/02/02 01:43:21
Kommentar löschen"Festhalten bitte, Sie befinden sich auf dem Mount Everest der Wichserei!!!" -
Glitschig, abstoßend, zum Kotzen und überaus fies. Was Jan Kounen da mit seiner Verfilmung von "39,90" abliefert, ist eigentlich genau das, was der heutigen Kino-Landschaft fehlt. Filme, die einen anspringen, bespucken, uns lachend den Stiefel noch fester ins Gesicht pressen. Halt so ein richtiger Aufreger, wie Kounen's Debüt "Dobermann." Schon der Roman Frédéric Beigbeder galt als Stinkbombe für alle Werbepimps, der Film dazu überschlägt sich optisch und inhaltlich. Jetzt hab ich das Spektakel schon vier Mal hinter mich gebracht und bin doch immer wieder ein wenig enttäuscht ... Jedenfalls startet Kounen "39,90" mit den besten Zutaten, optisch ein Hammer, Jean Dujardin als Hauptfigur Octave eine interessante Variante des Anti-Helden: Überheblich, stinkreich, schwebt dieser bebrillte "nicht-gerade-die-Schönheit-in-Person-Arsch" durch sein Leben, zieht Lines über Lines, feiert Orgien und kotzt am Morgen darauf auf seine heißen Vögel-Bienchen. Vom pubertären, wichsenden Werbe-Gucker zum gefeierten Fachmann, wow, was für ein Sprung. Nach und nach offenbart sich Octave aber immer mehr als eigentlich gecrashte Existenz - inklusive gebrochenen Herzens, Selbst-Bewusstseins und dem verlorenen Glauben an die Maschinerie, die ihn so gut durchgefüttert hat. Tja, und dann folgt der erste Absturz. Da wird gekokst, dreifach härter als sonst oder so ähnlich und schon ist Octave ein wenig geläutert. Genüsslich wird in "39,90" der Werbe-Prozess um so eine Nichtigkeit wie Joghurt vorgeführt und unserer spitzohriger Octave weiß dieses Gehabe zu unterwandern. Er platziert seine Model-Kandidatin, ein heißes Call-Girl, und mimt tagsüber den vollends überzeugten Macher. Und nach Dreh-Schluss kocht er sein eigenes Süppchen, den ultimativen Anti-Spot. Zu dumm nur, dass es letztlich seine alten Laster sind, die ihn davon abbringen werden, diese Bombe auch zu zünden. Jedenfalls, in einer der Versionen, die "39,90" uns präsentiert. Jan Kounen nutzt einen der besten Kniffe überhaupt, um unsere Seh-Gewohnheiten durcheinander zu wirbeln, er dreht einfach das Rad zurück und offeriert zwei zunächst gegensätzliche Ausgänge. Einmal eine durchgedrehte Scheiß-Fassung mit einem noch tieferem Fall und eine verträumte Rebellen-Version, die mit einem Tropen-Szenario endet. So einfach ist es dann natürlich doch nicht, zum Glück, denn Jan Kounen weiß wirklich, wie er uns einen reinwürgt. Ist dennoch am Ende alles ein wenig zu überspitzt und schnell als Unmöglichkeit enttarnt. Was mich nach wiederholten Anschauen immer noch vor ein Dilemma stellt: Ist das alles mega-genial oder ziemlich übertrieben? Wenn diese in Aussicht gestellten Varianten letztlich mit einem harten Aufprall an der Wand der Realität enden, könnte man von einer grundsätzlichen Demaskierung der gesamten Werbe-Mechanismen mit geschönten Bildern und glitzernden Aussagen sprechen - oder auch von einem zwangsläufig platteren Ende sprechen. Eines, das sich als genauso flach enttarnt wie diese massiven Kampagnen, die unsere Städte überziehen. Da bin ich mir immer noch nicht sicher, wie "39,90" da verstanden werden soll. Deshalb wäre es wohl am besten, zwischen dem Inhalt und der äußeren Erscheinung eine Linie zu ziehen. Die Geschichte ist schön mutig und verliert sich dennoch - dafür eine 5,5 - Optisch aber eine schöne, wirkungsvoll aufgemachte Wucht. Fast ein "Natural Born Killers" der Werbe-Welt. Zum richtig nachhallenden Tritt in die Klöten fehlt trotzdem ein gutes Stück.
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doctorgonzo 2011/02/02 02:16:35
Antwort löschenAllein schon für den letzten Satz kann ich hier nur Werbung fürs "Gefällt mir" klicken machen.
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mikkean 2011/02/02 14:42:03
Antwort löschenVerbindlichsten Dank :)
MovieMonster 2011/02/20 18:34:00
Antwort löschenHatte den mal so im Halbschlaf am Rande mitbekommen (oder eher weniger :D), das werd ich jetzt mal ändern. Schöner Kommentar, der macht ja richtig Lust auf den Film. ;)
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