66/67 - Fairplay war gestern
66/67 - Fairplay war gestern (2009), DE Laufzeit 115 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 19.11.2009
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von Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser, mit Fabian Hinrichs und Christoph Bach
Florian, Otto, Henning, Christian, Tamer und Mischa sind Freunde, die sich mit ihrer 66/67 – Tätowierung das Versprechen gegeben haben, immer füreinander ein zustehen – Freunde fürs Leben. Hinter dem Fan-Dasein steckt jedoch ein tiefer Wunsch nach einer Konstanten im Leben, die unantastbar ist. Doch die sechs Jungs stellen nach und nach fest, dass sie sich mit ihren individuellen Schwierigkeiten nicht mehr länger hinter der Gruppe verstecken können: Florian hat studiert, hält aber seinen viel zu guten Abschluss vor seinen Freunden und seiner Geliebten Özlem geheim; für den schwulen Otto kommt nach Hartz IV, Hartz V, Hartz VI u.s.w.. Henning ist das schwarze Schaf in einer Polizisten-Familie, er will zur Kriminalpolizei, um sich abzunabeln; Christian hat sein Leben bis zur Rente in einem Notizblock durchgeplant, doch sein Plan droht zu scheitern; Tamer ist deutscher Türke und hat neben dem Cafe Yildiz, der Vereinskneipe von “66/67”, noch seinen todkranken Vater zu versorgen; Mischa zieht zwar überall mit, ist aber mehr Beobachter. Und so steht jeder der Protagonisten im Mai 2008, kurz vor dem lang erhofften Aufstieg in die neue 3. Liga, vor Problemen, die sich hauptsächlich außerhalb des Stadions befinden: Die erste wahre Liebe und die berufliche Zukunft werden auf einmal wichtiger als der Verein…
Handlung des Films 66/67
Für sechs junge Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, bildet der Fanclub des Fußballvereins Eintracht Braunschweig das Zentrum ihres Lebens und ihrer Freundschaft. 66/67 ist der Name ihres Clubs und das Jahr, in dem Eintracht Braunschweig Deutscher Meister wurde. Florian, Otto, Henning, Christian, Tamer und Mischa haben sich mit ihrem 66/67-Branding nicht nur heroisch das Versprechen gegeben bedingungslos, für einander einzustehen, sie zelebrieren nach Abpfiff der regulären Spielzeit auch den Spaß an der Gewalt in der dritten Halbzeit. Dabei…
Florian, Otto, Henning, Christian, Tamer und Mischa sind Freunde, die sich mit ihrer 66/67 – Tätowierung das Versprechen gegeben haben, immer füreinander ein zustehen – Freunde fürs Leben. Hinter dem Fan-Dasein steckt jedoch ein tiefer Wunsch nach einer Konstanten im Leben, die unantastbar ist. Doch die sechs Jungs stellen nach und nach fest, dass sie sich mit ihren individuellen Schwierigkeiten nicht mehr länger hinter der Gruppe verstecken können: Florian hat studiert, hält aber seinen viel zu guten Abschluss vor seinen Freunden und seiner Geliebten Özlem geheim; für den schwulen Otto kommt nach Hartz IV, Hartz V, Hartz VI u.s.w.. Henning ist das schwarze Schaf in einer Polizisten-Familie, er will zur Kriminalpolizei, um sich abzunabeln; Christian hat sein Leben bis zur Rente in einem Notizblock durchgeplant, doch sein Plan droht zu scheitern; Tamer ist deutscher Türke und hat neben dem Cafe Yildiz, der Vereinskneipe von “66/67”, noch seinen todkranken Vater zu versorgen; Mischa zieht zwar überall mit, ist aber mehr Beobachter. Und so steht jeder der Protagonisten im Mai 2008, kurz vor dem lang erhofften Aufstieg in die neue 3. Liga, vor Problemen, die sich hauptsächlich außerhalb des Stadions befinden: Die erste wahre Liebe und die berufliche Zukunft werden auf einmal wichtiger als der Verein…
Handlung des Films 66/67
Für sechs junge Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, bildet der Fanclub des Fußballvereins Eintracht Braunschweig das Zentrum ihres Lebens und ihrer Freundschaft. 66/67 ist der Name ihres Clubs und das Jahr, in dem Eintracht Braunschweig Deutscher Meister wurde. Florian, Otto, Henning, Christian, Tamer und Mischa haben sich mit ihrem 66/67-Branding nicht nur heroisch das Versprechen gegeben bedingungslos, für einander einzustehen, sie zelebrieren nach Abpfiff der regulären Spielzeit auch den Spaß an der Gewalt in der dritten Halbzeit. Dabei gehen sie mit einer Radikalität vor, die keine Rücksicht auf Schmerzen zulässt.
Hinter dem Fan-Dasein steckt jedoch der tiefe Wunsch, eine Konstante im Leben zu finden, die unantastbar ist – ihre Freundschaft Nach und nach entdecken die Jungs jedoch, dass ihre individuellen Schwierigkeiten nicht mehr innerhalb der Gruppe zu lösen sind. Jeder der Protagonisten hat seine eigenen Probleme, die sich hauptsächlich außerhalb des Stadions befinden. Die Freunde müssen feststellen, dass nicht ihr Verein, sondern sie selbst vor ihren größten Herausforderungen stehen…
Rezeption des Films 66/67
Der Film erhielt überwiegend gute Kritiken. Für Ulrich Kriest von der Stuttgarter Zeitung gehört 66/67 zu den positiven Überraschungen dieses Filmjahres. Rainer Gansera von der Süddeutschen Zeitung lobt, dass “„66/67“ in seinen stärksten Momenten an den frühen Scorsese erinnert”. Oliver Baumgarten (schnitt.de) spricht von einem ungewöhnlichen Porträt einiger Kleinstadtexistenzen, die der gesellschaftliche Druck und die Angst vorm Leben zu komplettem Stillstand führt. [...] Das erschreckend Pathologische ihres Handelns verleiht dem gut gespielten Film etwas Extremes, das der leicht eigenwilligen Dramaturgie auf spannende Weise in die Karten spielt.” Peter Körte lobt in der FAS: “Wie man es anders machen, wie man von Handlungen erzählen kann, die strafbar und moralisch unakzeptabel sind, ohne sich zu übernehmen, das zeigt einer dieser kleinen Lichtblicke, auf die man im deutschen Kino gelegentlich doch noch trifft.” Er betont: “Dass man als Fußballfan den kryptischen Titel entziffern kann, heißt nicht, es sei ein Fußballfilm.”
Viele Kritiker heben die Besetung von “66/67” hervor. Rainer Gansera von der SZ freut sich über brilliante Darsteller (allen voran Fabian Hinrichs) und ungemein präzise, lebendige, mit dramtischer Hochspannung aufgeladene Dialoge. Ulrich Kriest spricht in der Stuttgarter Zeitung von einem interessanten Darstellerensemble, das zwar manchmal seine Theatererfahrungen nicht zu zügeln weiß, “sich aber immer wieder zu intensiven Szenen aufschwingt.” Stefan Volk (film-dienst.de) hat einen “dramaturgisch überzeugend aufgebauten Ensemblefilm” gesehen. Sebastian Handke vom Tagesspiegel lobt die “begabten Darsteller” und Nino Klingler (critic.de) betont: “Die Darstellerriege ist ausnahmslos großartig. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Figuren nicht unter den manchmal arg hölzernen Dialogen leiden.” Nur Michael Meyns (programmkino.de) moniert: “Die jungen Schauspieler agieren nicht immer überzeugend”, ihre zur Schau gestellte Härte wirke bisweilen forciert und unglaubwürdig.
Gänzlich überzeugt zeigt sich die Kritik von Kamera und Filmoptik von “66/67”. Der Tagesspiegel spricht von einem “ansprechend fotografierten Film”, Michael Meyns meint, er sei “stark gefilmt, meist sehr atmosphärisch”. Nino Klingler von critic.de: “Der Film überzeugt, nicht nur durch seine Darsteller, sondern auch durch eine stimmige Optik. Sehr undeutsch sieht das aus, ein körniges Bild, entsättigte Farben und diffuse Schatten. Die Kamera von Ngo The Chau ist mobil, ohne übertrieben wackelig zu sein, stets auf der Suche nach den Gesichtern der Figuren. Die Farbdramaturgie folgt dem zeitgenössischen amerikanischen Kino, Hautfarben werden ergänzt durch gedeckte Komplementärtöne in Blau, Grün und Grau.”
Cast & Crew
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Carsten Ludwig
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Jan-Christoph Glaser
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Fabian Hinrichs
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Christoph Bach
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Melika Foroutan
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Maxim Mehmet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Henning/Malte
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Christian Ahlers
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christian
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Fahri Yardim
Regie
Schauspieler
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Fahri Ogün Yardim
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Aurel Manthei
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Victoria Deutschmann
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mareille
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Marc Zwinz
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Bernhardt Schütz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bernhard
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Bernhard Schütz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bernhard/Vater
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Burak Yigit
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Dogan Akgün
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vater Achmed
-
Dogan Akgün
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ahmed Yildiz
-
Godehard Giese
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Tillmann van Hees
-
Stefan Lindstedt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Stadionsprecher
-
Martin Hentschel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Clubgast
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Carsten Ludwig
-
Jan-Christoph Glaser
- Genre
- Coming of Age-Film
- Zeit
- 2007
- Ort
- Berlin, Deutschland
- Handlung
- Affäre, Alte Freunde, Anführer, Art House-Film, Autobahn, Bestattung, Beste Freunde, Clique, Dialog, Drogentrip, Enttäuschung, Freundschaft, Fussballfan, Fußball, Fußballspieler, Fußballverein, Gruppe, Heiratsantrag, Hooligan, Kameradschaft, Kontrollverlust, Männer, Männerfreundschaft, Perspektivlosigkeit, Schlägerei, Schrebergarten, Schönheit, Vergewaltigung, Verlieben
- Stimmung
- Ernst, Hart, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails 66/67 - Fairplay war gestern
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Kritiken (9) — Film: 66/67 - Fairplay war gestern
evants.com: eventsandtrends.com
Kommentar löschen"66/67 – Fairplay war gestern" ist ein gelungenes Drama mit etwas irreführendem Titel. Bezieht sich "66/67" auf das Meisterschaftsjahr von Eintracht Braunschweig, spielt "Fairplay war gestern" inhaltlich auf Hooligans an, wobei Gewalt- und Fußballszenen nur am Rande vorkommen. Vielmehr geht es um Freundschaften und sich verändernde Lebensumstände, gegen die sich die Protagonisten wehren. Diese werden überzeugend dargestellt, sodass die teilweise leicht hölzernen Dialoge nicht ins Gewicht fallen. Auch einige Schmunzler hält "66/67" bereit, sodass das Drama trotz kleiner Schwächen sehenswert ist.
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen“66/67 – Fairplay war gestern” hat Potenzial, das von den beiden Regisseuren leider nicht ausgeschöpft wird. Die meiste Zeit kommt der Film leider nicht über das Niveau eines Fernsehspiels heraus und insgesamt wirkt der Film zu voll gepackt mit vielen Ideen, die nur angerissen werden. “66/67 – Fairplay war gestern” ist ein Film, den man sorglos im Fernsehen schauen kann, in seine Filmsammlung muss man sich den Film allerdings nicht zwingend stellen.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschen„66/67 – Fairplay war gestern“ startet direkt als rasant inszenierter, kraftvoller Film und begeistert zwischendurch immer wieder mit starken Szenen. Vor allem die Drogen-Trips mit dem Nahverkehr nach Istanbul sind großes Kino. Die nicht wirklich bekannten Schauspieler beeindrucken nachhaltig. Es geht irgendwo um Freundschaft und es erstaunt, dass erst einmal selbst ein schwuler Mit-Hooligan die Gemeinschaft nicht stört. Trotzdem ist es kein spaßiger Film über irgendwelche seltsamen Fußball-Fans aus der Feder von Nick Hornby. Das hier ist echt und tut weh.. Diese Jungs sind alle gewaltsam, im Geiste von Jägermeister machen sie brutal Jagd auf alles, was die falschen Farben anhat. Doch Gewalt herrscht nicht nur beim Hooligan-Hobby sondern auch bei den Beziehungen. Und wenn der normale Level an Gewalt schon so hoch ist, wird es sehr böse, wenn diese Seelen-Zombies mal nicht mehr weiter wissen.
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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln
Kommentar löschenDas Drehbuch von Carsten Ludwig steckt dramatische Hoffnungslosigkeit in eine freundliche Verpackung, sodass sich Charaktere erst nach und nach offenbaren. Diese Wandlung ist für den Zuschauer nicht leicht zu schlucken. So ist die Zielgruppe für dieses subtile Werk schwer zu finden. Vielleicht sind es die, die den Verdacht hegen, dass außerhalb der geliebten 90 Minuten noch ein anderes Spiel passiert.
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O. Baumgarten: Schnitt.de
Kommentar löschenBlitzartig ändert sich der Ton des Films und erfährt nun einen fast bitteren Ernst – ein perfider und großartig umgesetzter Streich der Filmemacher, der beim geschockten Zuschauer einen Perspektivwechsel im Blick auf die Figuren bewirkt. Das erschreckend Pathologische ihres Handelns verleiht dem gut gespielten Film etwas Extremes, das der leicht eigenwilligen Dramaturgie auf spannende Weise in die Karten spielt.
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Dietmar Kanthak: epd-Film Dietmar Kanthak: epd-Film
Kommentar löschenDie psychedelische Bildersprache des Films spiegelt die Desorientierung der Figuren, ihr selbstzerstörerisches Potenzial. So erhält das Sozialstück aus dem Fußballmilieu den Rahmen einer Kleine-Leute-Tragödie. Die Schauspieler, die Ludwig & Glaser versammelt haben, schaffen den Spagat zwischen
Kumpelkomödie, Hooliganstudie und todernstem Kammerspiel.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDer Film stammt von einem Regisseursduo, Carsten Ludwig und Jan-Christoph Glaser, und ähnlich wie die Brüder Benjamin und Dominik Reding in "Oi! Warning" und dringen die beiden tief in die Vorstellungs- und Motivationswelt einer dem öffentlichen Verständnis verschlossenen Gruppe ein, obwohl sie keine wirklich sympathische Hauptfigur präsentieren.
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Nino Klingler: critic.de
Kommentar löschenDie Darstellerriege ist ausnahmslos großartig. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Figuren nicht unter den manchmal arg hölzernen Dialogen leiden. [...] 66/67 rückt seine Helden in den Mittelpunkt sowohl der Inszenierung als auch der Erzählung. Und so gelingt Ludwig und Glaser trotz einiger Schnitzer ein spannendes, gut gemachtes Porträt von Männern um die dreißig, gestrandet im Leben und voller Angst vor den eigenen Wünschen.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenIn der aktuellen Saison spielt Eintracht Braunschweig in der Dritten Bundesliga. Da erinnert man sich natürlich lieber an glanzvollere Zeiten, zum Beispiel an die Spielzeit 1966/67, als der Verein Deutscher Meister wurde. Eher zurück als nach vorne blicken auch die Mitglieder des Eintracht-Fanclubs 66/67. Verbissen beschwören sie die Loyalität zu ihrem Verein, in dessen Namen sie auch gerne mal Hooligans anderer Clubs verprügeln. Schnell wird klar, dass ihr Fansein das einzige ist, was die Endzwanziger noch vereint und das ihnen immer wieder eine Ausrede liefert, vor den Realitäten des Lebens die Augen zu verschließen. Doch ihre privaten Probleme stellen schließlich auch ihre Freundschaft auf eine harte Probe. Trotz des überzeugend aufspielenden Ensembles ist dieses Fußballfandrama als Ganzes eine eher enttäuschende Angelegenheit. Die einzelnen Figuren bleiben unglaubwürdig und viele ihrer Konflikte absehbar oder konstruiert. Das Ganze ist daher ungefähr so aufregend wie ein Drittligafußballspiel, das nach lustlosem Gekicke 0:0 endet.
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Kommentare (20) — Film: 66/67 - Fairplay war gestern
Kommentar schreibenwerner-holt 2011/04/11 19:36:38
Kommentar löschenEin wirklich guter Coming out of Age Film der sich eher an die Männer richtet. Mich hat der Film gerade zum Schluss hin sehr überrascht. Ich hatte nicht so viel erwartet und wurde umgehauen. ACHTUNG: Kein klassischer Hooliganfilm es geht wirklich ums erwachsen werden. Wer also Action wie in Hooligans oder The Firm erwartet wird eher enttäuscht.
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dustyOn3 2011/02/01 22:08:05
Kommentar löschenEiner der besten deutschen Filme, der letzten paar Jahre, für mich.
Auch wenn "66/67" sich nicht mit den englischen und amerikanischen Genre-Veteranen, wie "Hooligans", "Football Factory" u.ä. messen kann, wird die Story rund um die Gang und deren Zusammenhalt, genial vermittelt. Für mich ein Highlight des modernen, deutschen Kinos.
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DeDavid 2011/02/01 20:31:08
Kommentar löschenZaghafter Versuch, das Psychogramm von gebrochenen Männern zu zeigen. Die Ausseinadersetzung mit dem Thema Hooliganismus gelingt nur bedingt, zwar ruhiger als die Gewalteskapaden in "Hooligans" mit unserem Lieblingshobbit, aber genau deswegen einfach zu statisch.
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mj1978 2011/01/29 23:51:02
Kommentar löschenüberraschend gut für einen dt. film.. leider kein rundes ende
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MauriciusQ 2010/12/30 21:36:32
Kommentar löschenDer Film strotzt voller guter Ideen. Leider ist kaum eine zu Ende gebracht. Die Regisseure wollten viel und konnten fast nichts saubere umsetzen. Weniger wäre mehr gewesen. Wer das Making of sieht, weiß was ich meine. Es wurde jede Menge interessante Persönlichkeitskonflikte und -studien angelegt, aber letztlich alle nur angerissen und keine zu Ende erzählt. Der Film weiß nicht, ob er Milleustudie oder Actionfilm sein will - oder doch Komödie? Aber letztlich scheitert er an allem, weil er auch typisch deutsch noch den Zeigefinger erhebt. "Karniggels" trifft "Football Factory" trifft Langeweile
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AmabaX 2010/11/28 22:44:47
Kommentar löschenAls ich den Film anmachte freute ich mich auf den ersten deutschen Hooligan-Film. Allerdings war ich schnell enttäuscht als ich feststellen musste das der Film, trotz des Titels, nicht viel mit Hooligans und Fussball zu tun hat. Allerdings hat mich die Geschichte über Freundschaft dann in den Bann gezogen und sie war echt unterhaltsam, was aber auch viel an den guten Schauspielern lag.
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stuforcedyou 2010/10/20 12:41:28
Kommentar löschen„66/67 – Fairplay war gestern“ ist im Grunde ein Drama über ein paar junge Männer, die sich weigern erwachsen zu werden, was teilweise äußerst tragische Folgen hat. Das ist alles gut gespielt und auch optisch, für solch eine Produktion, sehr gelungen, aber das Drama, was auch versucht eine Milieustudie zu sein, bleib ein bloßes Konstrukt. Und egal wie gut die Darsteller auch agieren, ihre Figuren wirken größtenteils seltsam synthetisch und zu gewollt kryptisch.
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Flacey 2010/10/17 16:23:23
Kommentar löschenKein leichtverdaulicher Film.
Wer hier auf viel Fußballthematik und Geschichten rund um den Fußball hofft, wird sicher derbe enttäuscht werden. Die einzigen Stadionszenen sind aus der Konserve.
Es geht bei diesem Film um die Menschen und die Gedanken hinter ihrer Fassade. Tiefgründig, aber nicht leicht bekömmlich.
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prixen 2010/04/17 18:43:09
Kommentar löschenBevor ich den Film gesehn habe, war ich mit der Thematik nicht sehr vertraut, wusste eigentlich nur grob das es um Fussball und Hooligans geht. Dann saß ich ihm Kino, und hatte schon da ein leicht mulmiges Gefühl weil um mich herum fast nur Männer saßen, und tatsächlich noch neben mir eine Gruppe von Fussballfanatikern waren, die sich über Fussball und das letzte Bundesligaergebniss unterhalten hatten. Und dann kam die Überraschung, der Film hatte ja doch etwas hinter der Fassade, von Fussball/das Fan das sein/ Hooligans etc. Aufeinmal stehen da 6 junge zutiefst verunsicherte Männer, die auf der Schwelle zwischen Erwachsenwerden und dem Fanatismus für Fussball und ihrem Fanclub 66/67 sind. Unglaublich schön erzählte Geschichte, in der alle beteiligten Schauspieler großartige Rollen abliefern.
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chriskaps 2010/02/11 13:18:11
Kommentar löschenPuh, der Film macht einen irgendwie fertig. Als Genre würde ich keinesfalls "Erwachsenwerden" wie hier angegeben gelten lassen, die Jungs werden kein bißchen erwachsen. Aber ihr Nihilismus ist schon faszinierend.
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Cabuflé 2009/11/30 18:18:05
Kommentar löschenUnübersehbare dramaturgische Schwächen sind zu vernachlässigen angesichts der lakonischen Dialoge voller kauziger Situationskomik, angesichts eines herausragenden Darstellerensembles und der zwischen surreal und naturalistisch changierenden Bilder von Kameramann The Chau Ngo. Bemerkenswert ist außerdem, die erzählerische Bereitschaft, die eigenen Figuren ernstzunehmen, statt sie - wie leider fast schon üblich im deutschen Kino - einer bürgerlichen Moral zu opfern.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Film sein Publikum in Deutschland findet. 1. weil er es verdient und 2. weil ein Erfolg die Marktcredebility für ambitioniertes und inspiriertes Kino aus Deutschland in Deutschland ein klein wenig erhöhen könnte.
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Kubrick_obscura 2009/11/23 21:04:12
Kommentar löschenHaben sie schon mal einen Coming-of-Age-Film gesehen, der das "Erwachsenwerden", so abstrakt es klingt, hinterfragt, der von Figuren bevölkert wird, alle um die 30, die diesen Prozess doch schon lange hinter sich gebracht haben müssten, sich aber mit äußerster Vehemenz dagegen wehren?
"66/67", dessen unscheinbarer Titel durch ein blödes "Fairplay war gestern" in eine Hooligan-Ecke gedrückt wird, ist so ein Film, einer aus deutschen Landen sogar, man glaubt es kaum. Besonders, weil dieser Film zu keiner Zeit "deutsch" aussieht, bzw. wie das, was man sich unter deutschem Arthouse-Kino so vorstellt. Eine Milie-Studie in Cinemascope, mit Handkamera, körnigen Bildern und entsättigten Farben!
Die Handlung werde ich hier nicht groß nacherzählen, man sollte es auch tunlichst vermeiden den "Klappentext" bei moviepilot oder sonstwo zu lesen, ihr werdet einen anderen Film sehen. Denn Fußball ist hier nur eins von vielen Dingen an die sich die Protagonisten klammern. In erster Linie halten diese 6 Freunde an ihrer Freundschaft fest, die schon seit Kindertagen besteht und um diese Freundschaft zu schützen, haben sie sich ein Konstrukt aus Fußball-Fantum und Gewaltverherrlichung darum gebaut. Was ist aber, wenn das nicht hilft? Was ist, wenn sich die Freundschaft in Luft auflöst und man letztendlich NUR noch zusammen ist, um ins Stadion zu gehen und sich zu prügeln. Die Aushöhlung einer Männerfreundschaft, ein Prozess der Jahre dauert, der Film zeigt uns nur die letzten Wochen.
Nun wäre 66/67 einer von vielen Filmen in denen Freundschaften zerbrechen, würden die Filmemacher es nicht schaffen dem ganzen etwas neues abzugewinnen.
Jede der Figuren ist bei diesem Wandlungsprozess, man kann das auch irgendwie Erwachsenwerden nennen, unterschiedlich weit fortgeschritten und so traurig es ist, dass eine Freundschaft zerbricht, es wird verlangt. Die Figuren schaffen nie den Sprung, wenn sie befreundet bleiben. Es ist schon fies von den Autoren Weiterentwicklung und Verlust so eng miteinander zu verknüpfen. Denn gerade im Coming-of-Age-Film ist die Veränderung der einzige Ausweg aus der Krise, ist der Wandel IMMER positiv gefärbt. Veränderung, Weiterentwicklung, Aktivität statt Passivität, das sind Gebote dieses Genres und nun kommt ein Film und stellt sich dem entgegen.
In einer bestimmten Szene im Film streitet sich Florian mit seiner Freundin Özlem. Sie meint er sollte weggehen aus Braunschweig um "Weiterzukommen". Darauf antwortet Florian, dass Braunschweig doch in Ordnung sei und genau darin liegt der Kasus Knacktus. Warum muss man etwas verändern, was in Ordnung ist? Wonach sucht man? Warum? Was ist falsch am Stillstand? Das sind Fragen, die ich mir ehrlich gesagt vorher noch nicht gestellt habe und da kommt nun ein Film, der sie mir an den Kopf wirft.
Keine der Figuren ist wirklich sympathisch und dennoch kann man sich hervorragend mit ihnen identifizieren. Als hätten die Autoren einen Menschen einfach in 6 Teile zerlegt. Haben wir uns nicht alle schon mal gefragt, wozu dieses Leben eigentlich gut sein soll (Otto) oder haben wir uns nicht schon mal in Sicherheit gewiegt, weil wir gerade den perfekten Plan für unsere Zukunft entworfen haben (Christian)? Das sind Figuren, die sich an Fragen abarbeiten, die sich jeder Mensch stellen muss.
Auf der anderen Seite fordert der Film auch Veränderung und setzt sich mit den positiven Seiten des Coming-of-Age auseinander. So sind es in erster Linie die Frauenfiguren, die wissen was sie wollen und nach eigenem Vermögen handeln. Özlem scheint nicht nur glücklich in ihrem Beruf, sie musste sich sogar gegen die geliebte Familie stellen um ihn weiter ausüben zu können. Genauso wird niemand, nach dem Film, den mutigen Entschluss Mareilles sich von ihrem langjährigen Freund Christian zu trennen, hinterfragen. Vielleicht ist es eine Schwäche des Films, dass er diese Positionen an Geschlechtern festmacht und sie so klar ausstellt. Zwar wirkt Mischa auch wie jemand, der sein Leben als wandelbar ansieht, doch durch den geringen Fokus auf diese Figur wird es vielen Zuschauern wohl entgehen.
Praktisch zwischen den Stühlen steht Florian, erster Anlaufpunkt des Zuschauers und unser Confrencier. Er ist umringt von seinen Freunden. Otto, sein bester Freund, predigt das Verharren im Jetzt, Özlem dagegen, seine Freundin, wünscht sich Veränderung. Man hört förmlich die zwei pochenden Herzen in Florians Faust-scher Brust.
Der ganze Film bleibt respektive in dieser Schwebe bis zum offenen Ende und tut das einzige, was gute Filme machen sollten. Er stellt Fragen und er wagt es Fragen zu stellen, die selten gestellt werden.
Dazu kommt, dass man hier Schauspieler geboten bekommt, die einem wirklich den Kopf schrubben. Fabian Hinrichs brilliert, genauso wie Christoph Bach, der den schwulen und todessehnsüchtigen Otto mit Verve und Grazie verkörpert. Auch Christian Ahlers als Christian weiß zu begeistern, schafft er es doch auf dem schmalen Grad zwischen ernstem Charakter und komischen Freak zu balancieren.
Ganz besonderes Lob verdient der Soundtrack von Dirk Dresselhaus aka SchneiderTM. Mitreißende Songs, dröhnde Bässe, heftiger Score. Schon allein die Eröffnungsmusik lässt den Sessel beben.
Ich schließe diese Kritik mal ganz plump mit meinem Lieblingszitat aus dem Film. So sagt Otto einmal zu Florian: "Ich sag' dir mal was. Nach Hartz IV kommt Hartz V, dann Hartz VI, Hartz VII ... ich liebe die Kontinutät. Perspektive das kotzt mich an ... Das Bekenntnis versagt zu haben ist die Königsdisziplin!"
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ellen_ripley 2009/11/24 19:57:49
Antwort löschenden letzen satz kann man aber sehr zweideutig lesen. ich frag mich seit 66/67 wo es diese placebos zu kaufen gibt. tipp?
Kubrick_obscura 2009/11/24 21:56:15
Antwort löschenDie hab ich auch noch nicht gefunden. Habe allerdings auch mehr Angst die zu nehmem als wirklich in ein anderes Land zu fahren. Du kennst mich.:)
TobiasSD 2009/11/20 10:30:52
Kommentar löschenEiner von diesen deutschen Filmen, die vermutlich kein Massenpublikum erreichen aber dennoch oder gerade deswegen definitiv sehenswert sind. Für alle moviepilot-Fans ist der Film allein deshalb sehenswert, weil die beiden moviepilot-Gründer als Koproduzenten mit an Board waren und auch einen kleinen Gastauftritt im Film haben.
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alanger 2009/11/20 10:41:55
Antwort löschenals hools?;)
Tobias 2009/11/20 11:07:00
Antwort löschennee, als sanfte duckmäuser.
Alle 4 Antworten zeigen
jannis 2009/11/20 12:23:22
Antwort löschensanfte duckmäuser!!!! hehehehe
fabianh 2009/11/20 17:32:45
Antwort löschenso sanft. schmatz......
fabianh 2009/11/16 19:06:34
Kommentar löschenHab den Film auf den Hofer Filmtagen sehen dürfen!
Der Hammer! Nach "Gegen die Wand" das beste und mitreisenste was ich seit langem im Deutschen Kino gesehen habe! Unbedingt reingehen!
Kein Fussballfilm, ein Liebesfilm!
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fabianh 2009/11/20 17:33:22
Antwort löschenheisser scheissssssss
Kris 2009/11/15 18:44:32
Kommentar löschenMit Fußballfans im Kino, dafür müsste man dem Film eigentlich Punkte abziehen. Aber er kann ja nichts dafür, auch nicht dafür, dass einige von ihnen den Kinosaal mit dem Stadion verwechselt und Applaus gespendet haben, als unsere Film-"Helden" am Anfang des Films einen gegnerischen Fan verprügeln. Ein gutes Beispiel dafür, wie weit Fan-Liebe gehen kann. Doch schnell ist sogar diesen Fans aufgefallen, dass es hier eigentlich um etwas anderes geht. Mit fortschreitender Handlung entfernt sich der Film vom Fußball und wendet sich den Problemen des "wahren Lebens" zu.
Die Eintracht-Fans hier sind eigentlich schon viel zu alt, um einen Fußballverein zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen. Doch keiner von ihnen hat sein Leben wirklich im Griff, die Meisten wissen nicht einmal was sie daraus machen sollen. Und es ist der Fußball und dieses für Außenstehende schwer verständliche Fan-Dasein, das sie alle "erdet". Der Wunsch nach Zusammenhalt und Familienersatz wird hier überdeutlich. Angestrengt hängen sie an einander, als ihre Freundschaften schon lange dabei sind, zu zerbrechen. Schon fast wie eine Sekte halten sie an einander fest, auch an denen, die gar nicht mehr wollen. Und sie halten sich selbst und gegenseitig davon ab, etwas anderes zu machen, Braunschweig zu verlassen.
Der Film nimmt seine Figuren und ihre Probleme sehr ernst und ist dabei erstaunlich unterhaltsam, was vor allem den tollen Darstellern zu verdanken ist. Orientierungslosikgeit mit bösem Humor und einer Prise Wahnsinn gemischt, wandern die Figuren alle auf einer schmalen Linie zwischen Sympathie und Ablehnung. Wirklich mögen kann man sie nicht, auch wenn sie mitunter sehr witzig sind.
Aber warum erwachsene, nicht unintelligente Männer ihre Freizeit mit gezielten Gewaltakten verbringen, werde ich nie verstehen. Der Film erklärt es nicht, will es auch gar nicht erklären. Er hätte es vielleicht ein wenig stärker verurteilen können. Es ist nie verkehrt, sein Herz an etwas zu hängen, aber man muss wissen, wo die Grenzen sind.
Als Braunschweigerin konnte ich folgende Weisheit für mich mitnehmen: Alle reden immer von anderen Städten. Aber in den anderen Städten reden wahrscheinlich auch alle von anderen Städten.
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alanger 2009/11/15 18:53:09
Antwort löschennee, nicht in ALLEN anderen städten. es gibt städte die sind so fett und groß und stark und selbstgerecht und lebendig und ...da denkt man garnicht daran über andere städte zu reden. man macht höstens seine scherze über andere "städte";)
Kris 2009/11/15 18:56:24
Antwort löschenHihi, man muss aber auch wissen, dass es meist diese Städte sind, die von Aliens angegriffen und zerstört werden. Braunschweig ist relativ sicher, denke ich, was das angeht!
alanger 2009/11/15 19:03:04
Antwort löschentja, ist das nun ein vor oder ein nachteil?
Kris 2009/11/15 19:13:15
Antwort löschenKommt auf die Aliens an, oder?
keddschabb 2009/11/15 19:24:55
Antwort löschen"Die Eintracht-Fans hier sind eigentlich schon viel zu alt, um einen Fußballverein zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen." - Verstehe, was Du meinst. Ich habe auch das Gefühl, dass es eine Art Fandogmatismus gibt, der nur Teenagern richtig gut steht. Dennoch: Gibt es da ein Konsensalter, ab dem man zu alt ist, um kein Spiel mehr zu verpassen? 18? 22? 25? Und gilt das Alter auch für Trekkies, die mit Starfleet-Uniform bei Conventions einchecken oder für Grateful Dead-Fans? Oder was ist mit Shakespeare-Fans, die ihn zum Lebensmittelpunkt machen?
alanger 2009/11/15 19:28:57
Antwort löschenzb. islamische selbstmordattentat-aliens würden sicher lieber in den großen, fetten städten zuschlagen (wirkung). aber da ist es natürlich auch schwieriger (sicherheitslage) als in den anderen "städten". großes abwägen...
Kris 2009/11/15 22:57:28
Antwort löschen@keddschabb: Es gibt einen großen Unterschied zwischen "kein Spiel verpassen" und einem 66/67-Branding auf der Brust und einem Heiratsantrag im Stadion, oder? Tja, keine Ahnung, welches Alter in Bezug Grateful Dead oder Shakespeare den gesellschaftlichen Koventionen entspricht, aber für eine Star Trek-Convention kann man wohl nie zu alt sein.
Kris 2009/11/15 23:06:49
Antwort löschen@alanger: Wenn wir Glück haben, bemerken die gar nicht, dass es intelligentes Leben außerhalb von diesen Super-Städten gibt.
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keddschabb 2009/11/16 00:19:23
Antwort löschen@Kris: Ja, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt - ich meine nur: Schalke hat eine Kapelle für königsblaue Trauungen im Stadion, in Hamburg gibt es HSV-Beerdigungen. Das ist eine merkwürdige Hingabe, die Menschen reifen Alters überall zeigen. Daher wollte ich wissen, ob diese Eintracht-Fans tatsächlich "zu alt" dafür sind oder nicht eher doch einfach zu fanatisch oder zu allein oder zu perspektivlos oder zu phantasielos. Denn für ein "66/67"-Branding ist man eigentlich schon ab dem Zeitpunkt zu alt, ab dem man nicht mehr zu jung ist.
Kris 2009/11/16 13:46:44
Antwort löschenHm, ich finde, sie sind zu alt, um ihre Perspektivlosigkeit auf diese Art auszuleben.
Alecprime 2009/11/13 19:35:45
Kommentar löschenWer glaubt hier einen Fussballfilm gesehen zu haben (oder nach 10 Min Sneak gegangen ist, siehe Vorkritik) versteht nichts von Fussball. Und nichts von Filmen, den diese Perle des Neuen Deutschen Kinos packt von der ersten Minute an und nimmt die Zuschauer mit auf eine fesselnde Geschichte von alternder Freundschaft, Gewalt, Verlust und Sinnhaftigkeit.
Ein anderer Kritiker verglich 66/67 mit den jungen Werken von Martin Scorsese. Und tatsächlich lässt die ungeballte Wucht des Films und seiner tollen Schauspieler Vergleiche mit so einigen der rohen, ungeschliffenen 70er oder 80er Jahre zu. Einige Szenen erinnern an Filme wie "Rumble Fish". Grossartig, dass in Deutschland endlich wieder mutiges, packendes Kino gemacht wird. Mehr davon!
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keddschabb 2009/11/15 19:55:02
Antwort löschenIch blicke der Ankunft des Films im Programmkino gegenüber ja auch mit wohlwollender Vorfreude entgegen, doch glaube ich dennoch, dass Deiner Lobhudelei der Disclaimer "Ach, und der Produzent ist übrigens eng blutsverwandt mit mir" gut anstünde... [Zwinkersmiley]
feininger75 2009/11/12 17:31:40
Kommentar löschenDer Film ist alles mögliche - aber sicherlich der untypischste Fussballfilm den ich kenne. Erinnert eher an amerikanisches Independent Kino der 80er Jahre als an einen deutschen Nachwuchsfilm. 66/67 versammelt dabei ein paar der besten deutschen Schauspieler um die 30 (Fabian Hinrichs, Christoph Bach, Melika Foroutan). Denke in ein paar Jahren könnte der Film denselben Effekt wie Diner von Barry Levinson haben. Wenige kennen den Film, aber die Schauspieler darin kennen 10 Jahre später alle.
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gregor-afim 2009/11/09 21:56:06
Kommentar löschengrad eben aus der sneak gestürzt um vor dem film zu fliehen.. ganz übel! wer auf fußballgeprolle und all das drumm rum steht für den mag der film, mit hintergedanken "es geht um freundschaft" auch gefallen.. wenn man sonst keine hobbies außer fußball hat.. NAJA!
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mnn 2009/11/10 09:54:30
Antwort löschen10min später wars auch noch nicht besser da bin ich dann aus dem Kino raus :) - vielleicht sogar ein guter Film aber wenn man wirklich Null Interesse an Fußball und all dem Blödsinn drumrum hat und auch alles um die "Fanszene" nur mit Verstörung wahrnimmt dann ist das definitiv ein unerträglicher Film...
feininger75 2009/11/12 17:16:27
Antwort löschenÄhh - aber das ist doch gar kein Fussballfillm im eigentlichen Sinne. ???
gregor-afim 2009/11/12 18:51:51
Antwort löscheneigentlichen sinne nicht das stimmt wohl! aber für meinen geschmack schon viel zuuu viel!
mnn 2009/11/13 11:16:54
Antwort löschenVielleicht kein Fußballfilm im eigentlichen Sinne aber es hat schon irgendwie mit dem Drumherum zu tun oder? Und für mich war’s halt zuviel auf einmal, 66/67 ist vielleicht sogar ein empfehlenswerter Film aber definitiv nicht für mich...
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fabianh 2009/11/16 19:16:11
Antwort löschenna dann auf zu Emmerich!
Ich fand den streifen so geil. Nach "Gegen die Wand" mein neuer Lieblingsfilm! YEAHH!
mnn 2009/11/17 21:35:56
Antwort löschen"na dann auf zu Emmerich!" - das hab ich jetzt aber nicht gelesen ;)
ffBS 2009/10/08 11:20:50
Kommentar löschenDer Film 66/67 läuft übrigens auch als Eröffnungsfilm bei dem diesjährigen filmfest in Braunschweig (10.-15. November).
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Jonni 2009/10/04 12:04:04
Kommentar löschenNicht ganz uneigennützig möchte ich darauf hinweisen, dass der Film "66/67 - Fairplay war gestern" soeben den Deutschsprachigen Wettbewerb des Filmfests Zürich gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten aber vor allem an das Regie-Duo Ludwig & Glaser.
Die nächste Chance den Film zu sehen, bieten die Filmtage in Hof Ende Oktober 2009, bevor der Film dann im November ins Kino kommt.
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SmartNana 2009/10/20 00:13:25
Antwort löschenHey danke für die Info.. ich fahre nach Hof und dann hab ich ja mal schon einen guten Tipp...
jannis 2009/11/20 12:27:20
Antwort löschencome on jonni, rate it! :)