7 Psychos - Kritik

GB/US 2012 Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Komödie, Kriminalfilm, Kinostart 06.12.2012

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Kritiken (37) — Film: 7 Psychos

kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

Verdammt, was war das für ein durchgedrehter Trip. 7 Psychos in ein Drehbuch geklatscht, in dem ein Drehbuch über 7 Psychos geschrieben wird, während der 7 Psychos-Autor direkt oder indirekt mit den Psychos konfrontiert wird.

Fuck, klingt verwirrend, ist aber in erster Linie ziemlich abgedreht und saukomisch.

Skurrilität, die man in der Form nicht glauben möchte.

Eine Achterkrassbahnfahrt.

Roter Körpersaft bis zum spritzigen Blutgasmus.

Sprüche, die nicht nur unter der Gürtellinie sind, sondern die Eier beinahe zum zerquetschen bringen.

Figuren, die man nur in zugedröhntem Zustand erfinden kann – oder eben über eine Zeitungsannonce.

Es gibt Szenen, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ob nun Woody Harrelsons hundeliebender Mafiaboss, der seine Gassigängerin killen will, weil sie seinen Hund verloren hat. Colin Farrell, der bei der Konfrontation mit den Psychopathen einen Blick drauf hat, bei dem man genau versteht, was er sich gerade denkt – und der trotzdem mega-komisch ist. Oder Sam Rockwell, der seine Version des Drehbuchs vorstellt, mit ausgeschmückten Bildern und einem Showdown auf einem Friedhof.

Verdammt, überhaupt: SAM ROCKWELL. Dieser Kerl ist der Hammer. Scheiße, wenn es ihn noch nicht gäbe, man müsste ihn schleunigst erfinden. Seine Figur ist nicht nur ausgeflippt, sie ist durchgeknallt, wahnsinnig, geisteskrank – und gleichzeitig liebenswert und wie der beste Freund, den man sich nur wünschen kann. Sam Rockwell, ich liebe dich.

„7 Psychos“ ist so krank, dass er sicher nicht jedem gefallen wird. Er ist anders als vieles andere. Aber er ist hammermäßig stark, lustig, blutig, bunt, ein wenig melancholisch, verdammt liebenswert und unvorhersehbar. Man erwartet was, wird dann aber getäuscht und während man getäuscht wird, wird man nochmals getäuscht. Vorhersagen kannst du bei diesem Film nichts.

Eine Komödie für Leute mit Humor. Krankem Humor. Aber Spaß ist garantiert.

36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

Martin Oberndorf

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Ach, da hab ich ja einiges an klasse Kommis verpasst.
Auch der ist super.
Genauso wie der Film. Ich steh auf solche Filme...


kobbi88

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Danke. Und ja, der Film ist super. Und hat bei weiteren Sichtungen noch das Potential nach oben - da gibts sicher noch vieles, was man erst dann so richtig bemerkt :)


sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

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9.0Herausragend

[...]“7 Psychos” ist ein spezieller Film, auf den man sich einlassen muss. Abgedreht und Überzogen bis ins letzte, mit einer manchmal etwas verwirrenden Erzählweise weiß er aber dennoch (oder gerade deswegen) auf ganzer Linie zu überzeugen. Großartige Darsteller, tolle Figuren und eine Unvorhersehbarkeit, die den Zuschauer packen und tatsächlich auch erst am Schluss wieder loslassen. Großartig![...]

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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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9.0Herausragend

[...] "7 Psychos", das Zweitwerk des Regisseurs Martin McDonagh, der mit "Brügge sehen… und sterben?" als Debüt prompt einen Kult-Film rausgehauen hat, steht ganz eindeutig in der Tradition des Erstlings, wirft jedoch alle formalen Hemmnisse und Konventionen über Bord und ergeht sich von der ersten Minute an in einem überbordenden Feuerwerk der Fantasie. Wir lernen zwei Mafia-Killer kennen, deren Zwiegespräch während eines zu erledigenden Jobs die beiden dermaßen gefangen nimmt, dass sie die herannahende Gefahr nicht kommen sehen und prompt von Psychopath Nr. 1 niedergemacht werden, der uns später als der Jack-of-Diamonds-Killer vorgestellt werden wird. Der wiederum kommt dem Drehbuchautoren Marty, der die meiste Zeit des Tages mit dem Genuss alkoholischer Getränke verbringt und sich mehr und mehr darüber wundert, warum seine Freundin stets so ungehalten ist, gerade recht, denn es gilt, ein Drehbuch über sieben Psychos zu verfassen und bis dato steht nur die Figur des buddhistischen Psychos, der nicht an Gewalt glaubt, aber was der genau in dem Film dann machen soll, das weiß Marty auch nicht recht, so eröffnet er seinem besten Freund Billy. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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7.0Sehenswert

Keine Ahnung was das war, was das sollte und was da eigentlich passierte, aber spaßig war's.

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

phoenix409

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Das war ne (selbst-)ironische, herrlich ad absurdum geführte Metaautobiographie eines Screenwriters :)


stuforcedyou

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Äh ja. Das wäre mein alternativer Text gewesen :D


JackoXL: Die Drei Muscheln

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5.0Geht so

"Du warst doch derjenige, der Psychopathen so interessant fand. Irgendwann sind sie einfach nur noch lästig, findest du nicht?"

Wow, da fühle ich mich ja direkt angesprochen. Da funktioniert die sonst so arg bemühte und fast komplett zersägt Doppelbödigkeit von "7 Psychos" (wenn wohl auch in dem Moment nicht geplant), dem (auch von mir) so heiß erwarteten Film von Martin McDonaugh, der mit "In Bruges" vor einigen Jahren eine Perle hingelegt hat. Hier wird so viel verzweifelt versucht, ernüchtenderweise klatscht das Meiste sang- und klanglos gegen die Wand.

"In Bruges" lebte durch seine grandiosen Dialoge, seinen zynisch-bissigen Witz, seine charmante, völlig unverkrampfte Mischung aus Gangster-Comedy-Genre-Klischees, die aber niemals billig-kopiert, sondern sehr gekonnt interpretiert wirkten, bald schon eine Hommage, und seine Charaktere, seine liebevolle Inszenierung. Davon ist hier fast nichts übrig geblieben.

"7 Psychos" wäre gerne ein cooler Metaebenen-Hampelmann, der ach so clever daherkommt, letztendlich ist da eine riesige Luftpumpe voller verschenkter Möglichkeiten. Die Story ist zusammengeschustert und versucht sich durch seinen angebliche Selbstreflektiertheit und das Spiel mit den Erwartungshaltungen zu retten, ja sogar zu adeln, nur ist das kaum der Rede wert. Das Meiste ist einfach nicht gut oder viel zu früh so vorhersehbar, gequält hip und angeblich überlegt, fast schon ärgerlich.

McDonaugh gaukelt vor, einen Film machen zu wollen, der Klischees dekonstruiert, aber reitet so lange und manchmal unerträglich darauf herum, was soll das? Der Humor ist pseudo-lässig und eher albern, die eingestreuten Gewaltexplosionen wirken deplatziert, immer dann, wenn "7 Psychos" besonders rocken will, schießt er sich selber ins Knie. Er ist manchmal sogar gut. Genau dann, wenn all das nicht stattfindet, leider selten. Ein richtig starker Moment ist die Krankenhaus-Szene mit Christopher Walken und Woody Harrelson, in dem nichts lustig, lässig und clever sein soll. Die sitzt, nur ist das Mangelware. Überhaupt sind Walken und Harrelson der Grund, warum "7 Psychos" nicht total abgewatscht wird. Die Beiden spielen toll auf, Walken ganz besonders. Ich würde ihm nur einen besseren Film gönnen, um so eine Leistung abzurufen.

Was soll ich sagen, ich bin unglaublich enttäuscht. Guter Cast, ein toller Regisseur/Autor und dann so was.

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 32 Antworten

JackoXL

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Natürlich sind Geschmäcker verschieden, ist auch gut so, aber wie stu schon schreibt, es handelt sich ja um meinen Kommentar, da ist es doch selbstverständlich, dass er ausschließlich meine persönliche Meinung wiederspiegelt. Sonst müsste ich ja vor jedem wertenden Satz "meiner Meinung nach" schreiben, was sich scheiße lesen würde und total unsinnig wäre. Ich bin ja nicht der Filmpapst, dessen Wort Gesetz ist. Sollte eigentlich logisch sein.


Gabe666

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@JackoXL: Ja, verstehe ich, tue das in meinen Kommentaren ja schließlich auch. Bezog mich auch eher auf deine Antwort an Hartigan. Ich finde, in direkter Korrespondenz ist das schon was anderes. :)


Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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7.0Sehenswert

Überraschend clevere Geschichte über's Geschichtenerzählen. Ein bunter Strauß an Absurditäten und eine gemeine Abrechnung mit dem derzeitigen Trend was Filmstoff angeht. Sam Rockwell und Christopher Walken sind göttlich! Mit klitzekleinen Schwächen (ab und zu etwas over the top) ein äußerst sehenswerter Film.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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4.0Uninteressant

[...] „7 Psychos“ könnte man in seiner inszenatorischen Wirkung mit einer Silvesterrakete vergleichen: Sie zündet nur einmal, unterhält kurzweilig, das Funkeln und Blitzen schaut man sich gerne an, der Knall wird direkt zu Anfang abgefeuert und doch ist dieser Anblick ein alteingesessener. Wenn man sich dann in der Silvesternacht einmal um die eigene Achse dreht und den ganzen Himmel betrachtet, stellt man fest, dass es unzählige solcher Raketen in die Höhe geschafft haben und alles was letzten Endes bleibt, waren einige nette Minuten, die man schnell hinter sich lässt, weil eben nichts wirklich Bleibendes geboten wurde. [...]

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

[...] Wo der Film mit den ganzen hübsch schrulligen Figuren eigentlich hin will, bleibt leider seltsam unklar. Der selbstironische, reflektierte und satirische Ansatz gefällt; „7 Psychos“ überzeugt dabei mit sehenswertem Schauspiel, sarkastisch-expliziter Gewalt und pfiffigen Dialogen, ist aber auch arg verkopft und zerfahren erzählt. Verrückt, ein bisschen zu oft nur um der Verrücktheit willen. Die Stimmung wechselt so oft, dass es einen aus der Bahn wirft und man beim Ende schon nicht mehr weiß, was das Ganze nun eigentlich soll. [...]

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Cristina Nord: taz Cristina Nord: taz

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5.5Geht so

Fast alles, was in 7 Psychos komisch sein möchte, bleibt unbeholfen. Das einzige, was an diesem Film wirklich stimmt, ist der Cast.

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Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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7.0Sehenswert

Fängt recht unstimmig an - kommt ziemlich anachronistisch (was nich immer schlecht sein muss - Humor vs. übertriebene Gewaltdarstellung vs. Gangstershit vs. alles - allerdings im unstimmig stetigem Wechsel) und auf cool gemacht rüber, mit einem Little-Gangster-Plotgerüst der halbgar einfallsreichen Sorte - die meisten Figuren sind karikaturenhaft und bleiben es dem Film über auch (allen voran: Woody Harrelson und Sam Rockwell - welcher den meisten Anteil der pseudocoolen, Rumfluch-Shit-fuck-Monologe bereithält und damit manchmal echt nervt), viele von Ihnen werden sogar schlicht nach 5 Minuten Screentime sofort erledigt, die Gags zünden auch nich so wirklich (es sei denn man hat noch nie im Leben ein Schimpfwort gehört) - doch es wird stetig besser, da der Streifen sich zwei Elementen widmet, die ihm wesentlich gut tun: Christopher Walken's sympathisch-melancholische Figur/Story & die recht eindrucksvollen Film-im-Film-Kopfkino-Sequenzen, die sich in der Handlung für das Drehbuch - an dem Colin Farrell's Charakter (hier als Alter ego Martin McDonagh's) schreibt - ausgedacht werden (man wünscht sich sogar soweit, eher diesen Film-im-Film gerne mal komplett zu sehen). Alles in allem ergibt eben das schöne Erinnerungen an Spike Jonze's ADAPTION, nur halt mit in der ersten Hälfte noch recht unangenehm-ausgelutschtem Gangster-Farce-Rahmen und einigen recht offensichtlichen Aufgepasst-wir-reden-jetzt-cool-über-Filmelemente-geil-wa?-Momenten.

Trotz aller Schwächen jedoch hat er mich zunehmend gut unterhalten, sogar auch ein bisschen bewegt, und ist in Sachen cooler Gangster-Shit durchaus mehrwertiger als KILLING THEM SOFTLY - u.a. auch, weil hier mehr visuell erzählt wird, anstatt einen elendlang mit pseudocoolen Dialogen vollzutexten.

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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire

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8.0Ausgezeichnet

Unglaublich unterhaltsam, perfekt besetzt und zum zitieren gemacht - die beste Ensemble-Performance des Jahres.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.0Sehenswert

Letzten Endes ist bei alledem von dem „Brügge sehen und sterben“-Regisseur ein Heidenspaß herausgekommen, eine Parodie auf Hollywoods Killerspektakel, eine Groteske, bei der man sich köstlich amüsiert.

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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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7.5Sehenswert

Die schwarze Komödie gelingt weniger aufgrund des guten Skripts, das nüchtern betrachtet kaum mehr ist als die Summe seiner Teile, als dank der starken Besetzung.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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7.0Sehenswert

[...] So geht es auch dem schreibenden Zeremonienmeister McDonagh bisweilen und seine extrem konstruierte Handlung droht immer mal an ihrer eigenen Coolness zu scheitern.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Das schrägste und eigenwilligste Stück Kino-Unterhaltung im Jahresausklangs-Kinoprogramm ist er aber auf jeden Fall.

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Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt

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8.0Ausgezeichnet

Doch erweisen sich all diese von klassischer pulp fiction geprägten Psychopathenporträts als verquere Liebesgeschichten. Und so trifft der Schuss auf die Augen letztlich direkt ins Herz.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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9.0Herausragend

Was für ein Ensemble! Was für eine brillante schwarze Kult-Perle. Von bestem Anmach-Kino! Leute, dieser Streifen stinkt schon jetzt nach definitivem Kult!

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Nutella?!!

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.. noe. Wollte aber.


Julia Binder: Bayerischer Rundfunk Julia Binder: Bayerischer Rundfunk

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9.0Herausragend

Hervorragende Schauspieler, eine irrwitzige Story, groteske Persönlichkeiten – dieser Film ist ein skurriles Kunstwerk, das trotz jeder Menge Gewalt richtig Spaß macht.

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kaot76

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Genau auf den Punkt gebracht!!


Holger Römers: Film-Dienst.de Holger Römers: Film-Dienst.de

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6.0Ganz gut

Eine ähnliche Geschäftsidee mit kuriosen Hundediebstählen spielt auch in einem anderen aktuellen Hollywood-Film eine Rolle, der im Ton ebenfalls unverkennbar 'tarantinoesk' wirkt; dabei ist Killing Them Softly der weit bessere Film.

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kaot76

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Was für ein Quatsch! Weder ist der Film "tarantinoesk"(nervt sowieso,dass jeder Film , der etwas eigenartige Protagonisten, gute Dialoge und überzogener Gewalt sofort in die "Tarantino-Schublade" gesteckt wird.Da gehört noch einiges mehr dazu!). Auch "Kiling me softly" ist nicht der bessere Film.Der war bis auf genau 2 sehr gut gemachte Szenen eine groß angekündigte Enttäuschung.1.Szene:Die drogengeschwängerte Unterhaltung der beiden Kleingangster.2.Szene:Die slow-motion Erschießung Ray Liottas.


Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Mit 7 Psychos ist Regisseur Martin McDonagh ein durchaus beeindruckender und höchst unterhaltsamer zweiter Film als Regisseur gelungen, der nur ein Problem hat: Die Perfektion des Erstlings Brügge sehen... und sterben? erreicht der Film in keiner Sekunde und auch die perfekte Mischung aus Drama und Komödie bekommt er nicht so gut hin. Aber: Auf Grund seiner experimentierfreudigen Struktur, den wilden narrativen Spielen und den durchgeknallten Einfällen ist auch 7 Psychos absolut sehenswert.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.0Sehenswert

[...] Entgegen aller Klischees des Genres, behält in McDonaghs Film derjenige ohne Waffe die Oberhand. Die Potenz des Kriminellen erfährt hier eine radikale Neuausrichtung. Sie sollte ein Akt der Gnade, des Vergebens sein und nicht der endlosen Gewalt. Das ist eben weder Tarantino, noch Ritchie, noch irgendwer anders. Das ist das Kino von Martin McDonagh, dem Humanisten des Gangsterfilms.

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kaot76

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Endlich eine richtig pasende Kritik.Gefällt mir, dass erkannt wird, dass man diesen Film eben NICHT in eine Tarantino- oder Ritchie- Schublade steckt.


Oceanic6: CinemaForever

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6.0Ganz gut

War "Brügge sehen... und sterben?" noch ein Film, der mit jeder Sichtung immer weiter an Kraft und Bedeutung gewinnt, so stellt Martin McDonaghs neueste Arbeit das genaue Gegenteil dar. "7 Psychos" unterhält ungemein, spätestens bei der Zweitsichtung dürfte sich jedoch mehr Langeweile als Spannung einstellen, denn obwohl die Komödie handwerklich toll gemacht und überaus ansprechend geschauspielert ist, macht sich am Ende das Gefühl breit, dass McDonagh in Zukunft keine zündenden Einfälle mehr haben dürfte.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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6.5Ganz gut

Pulp Fiction mag im Vergleich dazu zuweilen eher als Sturm im Wasserglas erscheinen. Dafür besaß Tarantinos Meisterstück jedoch eine Raffinesse und Eleganz, die McDonaghs Gangstergroteske weitestgehend abgeht.

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Dooky666

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definitiv!
Bud Spencer-Filme vergleicht man ja auch nicht von der Witzigkeit mit "Dumm und Dümmer"


kaot76

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Ich war echt erleichtert als ich eine Kritik las, die eben auch schreibt:kein Tarantino, kein Ritchie - es ist was eigenständiges -Punkt!!


Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Dank seiner hervorragenden Referenzen als mehrfach preisgekrönter Bühnenautor ist McDonagh zudem das Glück vergönnt, mit Darstellern zu arbeiten, die seine Figuren nach kurzer Kennenlernphase genauso gut verstehen wie er selbst.

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Marc Savlov: Austin Chronicle Marc Savlov: Austin Chronicle

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8.0Ausgezeichnet

Ein gelungener, schräger und teilweise Erstick-an-deinem-Popcorn-lustiger Geimeinschaftsfilm, der jede aktuelle Komödie in den Schatten stellt.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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8.0Ausgezeichnet

Das Blut spritzt, Köpfe explodieren und McDonagh nimmt alles gekonnt und selbsironisch auf. 'Seven Psychopaths' ist durchgeknallter Killer-Spaß.

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Ty Burr: The Boston Globe Ty Burr: The Boston Globe

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7.5Sehenswert

Auf schräge Art und weise unterhaltsam. 'Seven Psychopath' ist vor allem deswegen so gut, weil er den Schauspielern viel Freiraum lässt.

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Kyle Smith: New York Post Kyle Smith: New York Post

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6.5Ganz gut

Gegen Ende dachte ich wirklich, dass Martin McDonagh weitaus mehr drauf hat, trotzdem kann ich sein Werk nur bewundern und muss 'Seven Psychopaths' unbedingt nochmal sehen.

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Peter Debruge: Variety Peter Debruge: Variety

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5.0Geht so

Im Vergleich zu vorhergegangenen Werken des Regisseurs ist 'Seven Psychopaths' eher wie ein altes Script oder ein ganz Neues, das schnell zum Kassenschlager gemacht werden musste.

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Kenneth Turan: Los Angeles Times Kenneth Turan: Los Angeles Times

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4.5Uninteressant

Die Ansammlung von zugegeben lustigen, nur leider zusammenhangslosen Szenen, kann nicht einmal von Colin Farrell, Sam Rockwell, Woody Harrelson, Christopher Walken und Tom Waits gerettet werden.

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Rex Reed: The New York Observer Rex Reed: The New York Observer

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1.5Ärgerlich

Das Resultat dämlichen Gefasels, was so tut, als wäre es ein Film, kann wohl nur von Leuten genossen werden, die auf 'Showgirls', 'Saw'-Fortsetzungen und Spike Jonze-Charlie Kaufman Filmchen stehen.

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David Rooney: The Hollywood Reporter David Rooney: The Hollywood Reporter

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8.0Ausgezeichnet

'Seven Psychopath' ist natürlich noch Meilen von 'Pulp Fiction' entfernt aber trotzdem unglaublich unterhaltsam.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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9.0Herausragend

Eine wunderbar kranke Psycho-Killer Komödie, die perfekt mit der Erzähltechnik von Martin McDonagh harmoniert und einen Tarantino haurasfordern kann.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.5Ausgezeichnet

Seven Psychopaths ist ein erleichternd lustiger Film, der von sich selbst genau weiß, dass er ein Film ist.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

Walken war noch nie lustiger, Farrell verkörpert den Mustermann perfekt, Harrelson und Rockwell übertreffen sich selbst. 'Seven Psychopaths' ist unglaublich witzig und auch noch lehrreich.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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8.5Ausgezeichnet

'Seven Psychopaths' nimmt sich selbst nicht allzu ernst, trotzdem ist jeder gut platzierte One-Liner mit einer Dosis Kreativität versehen.

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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino

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6.5Ganz gut

Der Film funktioniert auf der Ebene eines Meta-Thrillers, der ständig über seine Gegebenheiten nachdenkt und diesen Prozess seinen Figuren als Dialog in den Mund legt. [...] Für Genre-Fans Pflichtprogramm!

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Kommentare (263) — Film: 7 Psychos


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cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

7 gute Gründe, um "7 Psychos" zu mögen - der Reihe nach:

- ein knuddeliger Shih Tzu!
- Harry Dean Stanton als auf Blutrache sinnender Quäker!!
- der Serienkiller-Killer!!!
- Colin Farrell!!!!
- Woody Harrelson!!!!!
- Christopher Walken!!!!!!
- Sam Rockwell!!!!!!!

Und dann wäre da noch eine völlig abgedrehte Story, abgefahrene Dialoge, jede Menge Leichen und mit Blut wird auch nicht gerade gegeizt!

Meine Filmpartnerin hatte bereits frühzeitig die Segel gestrichen, während ich mich prächtig unterhalten fühlte und mich bereits acht satte Punkte für den schrägen Streifen vergeben sah. Dann jedoch trieb der Film dem Ende entgegen, und ich war mächtig gespannt, ob womöglich noch eine Schippe draufgelegt werden würde. Aber ausgerechnet auf der Zielgeraden - kurz nach der Friedhofsszene - ging dem Streifen regelrecht die Luft aus! Völlig unverständlich!

Selbstverständlich wird es mit dieser Psychopathen-Ansammlung irgendwann ein Wiedersehen geben, aber ich muss dennoch sagen, dass ich mich letztendlich etwas enttäuscht aus der Couch schälte.

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Val Vega

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Bewertung6.5Ganz gut

Und leider hat es McDonagh dann doch nicht geschafft. Obwohl der Film viele sehr gute Ansätze hatte konnte sich der Film nicht entscheiden ob er nun die Drama-Schiene konsequent befahren will, oder doch lieber die des tarantinoiden Gangsterkinos. Das traurige dabei ist, dass McDonagh sehr wohl beides drauf hätte (Die Vietcong Geschichte war ja sowas von Hammer ^^)und leider hat er sich dann zu sehr verzettelt, denn der Streifen hätte auch richtig richtig geil werden können. Einige Dialoge sind wirklich sehr gut geschrieben und in Szenen gesetzt und der Cast macht sowieso am wenigsten falsch. Unterhaltsam und Sehenswert sind die "7 Psychos" dann doch allemal, eben aufgrund einiger ganz cooler Szenen und Dialoge, dioe aber leider im sonstigen geplätscher des Films fast schon untergehen...

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mikkean

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Bewertung7.5Sehenswert

Im ersten Moment frage ich mich noch, ob hier nicht wieder versucht wird, in Tarantino-Höhen vorzustoßen. Schließlich lädt der Einstieg mit zwei Profikillern und ihr kurzes Schwadronieren über den Job, geradezu dazu ein. Doch es erstens anders und zweitens mal wieder ganz anders, als wie man denkt.

Martin McDonagh scheint ein gesundes Gespür dafür zu besitzen, wie sich ein Filmemacher nicht wiederholt. Wohl eine Erklärung dafür, warum "7 Psychos" in Los Angeles und Umgebung spielt und nicht vor altertümlich historischer Kulisse. Natürlich ist die Story von sieben Psychopathen und einem gekidnappten Hund nicht die von "Brügge Sehen... Und Sterben?", obwohl auch McDonagh auch hier seiner unnachahmlichen Mischung aus Filmkunst, grotesk schwarzem Humor und bitteren Drama-Einschüben folgt. Für eine profane Etikettierung ist das schon fast zu schade, ebenso für Coolness-Vergleiche mit Regie-Kollegen. Wenn überhaupt, ist "7 Psychos" ein durchgeknallter Film, bei dem sich Gelächter und Bestürzung einhergehen. Wo sich übers Morden mal amüsiert wird, nur damit wir dann jemanden sterben sehen und uns schon beschissen deswegen fühlen.

Es ist die Geschichte von diesem glücklosen Drehbuchautor mit Alkoholproblem, den Colin Farrell spielt. Bei dem klappt nichts so richtig, auch ein Script über sieben Psychopathen will keine Gestalt annehmen. Auch sein bester und leider total schräger Kumpel, von Sam Rockwell wie immer grandios aufgedreht verkörpert, ist da keine große Hilfe. Vorerst, denn natürlich jemanden, der sein Leben mit Hunde-Entführungen bestreitet, die grandiose Idee, einfach Psychopathen per Annonce zum Interview zu bieten. Womit sich der Name des Films zu bestätigen scheint. Denn langsam bereitet Martin McDonagh wirklich den Boden für eine Nummer von Leinwand-Zeitbomben, die es so noch nicht zu bestaunen gab.

Aber Obacht, "7 Psychos" ist nicht nur eine lose Abfolge aberwitzig fieser und auch trauriger Geschichten. Der Film ist ein Puzzle, das Aufeinandertreffen von Figuren, die einen mit ihrer Seelenpein berühren. Deren Leben zusammengeschweißt wird, in einem der besten kleinen Ensemblestreifen seit Langem. Es hat etwas von "Short Cuts" oder "Magnolia", wie hier am Ende alles einen Sinn ergibt, alles und jeder zusammengehört. Mit nur einem Unterschied, die Probleme haben Typen wie Woody Harrelson, der sich als Hunde liebender Brutalo-Gangster austoben darf oder Christopher Walken, der als Geschäftspartner von Sam Rockwell, vom Dog-Napping lebt.

"7 Psychos" ist mehr als nur die erwähnten Versatzstücke seiner Handlung. Der Film ist verschachtelt, nie überkomplex oder Intelligenz beleidigend. Er hat einige wundervolle Gastauftritte parat, wie den vom Kaninchen haltenden Tom Waits. Er ist nicht nur eigenwillig komisch und unterhaltsam, sondern wird auch von einer tiefer liegenden Melancholie getragen. Das nur "Drama" oder "Kunstfilm" zu nennen, wäre nicht nur blöd, es wäre glatt psychopathisch.

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luedija

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Anfangsdialog erinnerte mich ein wenig an die Art der typischen Quentin-Tarantino-Dialoge.
Dieser Film ist eine große Verbesserung zum Vorgängerfilm von Martin McDonagh " Brügge sehen... und sterben?". Wer "Brügge sehen... und sterben?" gut fand, wird Diesen Film lieben! Top Besetzung, keine "Spannungshänger", Schwarzer Humor ohne Ende und tolle Story. Dieser Film ist leider viel zu unbekannt, es wurde viel zu wenig Werbung gemacht.

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hsv-rossi

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Bewertung7.5Sehenswert

...Als dann die "Farbige"im Krankenhaus die "Irren"mit der Zimmermannssäge platt gemacht hat,dachte ich tatsächlich ich mir einen "Tarantino"an...
Blutig,blutig blutig kann mann da nur sagen.
Von der Besetzung her Top,im mittelteil etwas mäßig,aber dafür wird mann in der Wüste absolut entschädigt.
Nicht jedermanns Sache,mir hat er gefallen...

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StrawStar

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Bewertung7.0Sehenswert

Überdreht, bissig, lustig. Geschickt verknüpft der Film seine Ebenen von der Illustration einer erfundenen Geschichte mit der eigenen (Film-)Realität im Hollywood-Milieu, lässt Colin Farrell endlich mal wieder mit irischem Akzent sprechen und bietet auch sonst (zuweilen blutige) gute Unterhaltung.

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Moviegod

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film, den Tarantino persönlich wohl kaum besser hinbekommen hätte. Völlig abstruse und verrückte Charaktere, Dialoge, bei denen fast überall ein genialer Spruch drin steckt und eine so spezielle Story mit Flashbacks und Nebenhandlungen, die einfach nur Spaß macht. Das ist sicherlich nicht Jedermanns Geschmack, doch ich steh auf diesen Scheiß :). Am besten Fand ich die Szenen mit Rockwell, Walken und Farrell in der Wüste. Was Rockwell da loslässt ist einfach der Wahnsinn. Dieser Film wird mit in meine Sammlung wandern.

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rajuan9000

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vier absonderliche Männer, ein Hund und ein unfertiges Drehbuch. Die Dialoge erinnern teilweise an jene aus Tarantinos Feder, nahezu jeder Dialog bietet Zitate die es sich lohnt einzuprägen und dennoch ist „7 Psychos" kein billiger Quentin Verschnitt, von denen es mittlerweile viel zu viele gibt. Die Erzählstruktur ist sicher eigenwillig und nicht immer klar nachvollziehbar und letztendlich dem enormen Ideenreichtum geschuldet den die Story bietet. Man hat das Gefühl, als wurde der Stoff für 7 Filme in einem einzigen Werk verarbeitet. Nicht immer entsteht dadurch Tiefe, ganz im Gegenteil, die Logik innerhalb des Erzählkosmos kommt häufiger abhanden und wirft Fragen auf. Dessen ist sich Drehbuchautor und Regisseur Martin McDonagh zu jeder Sekunde bewusst und formt jene Löcher zu einer der großen Stärke der Story, indem er jedes einzelne uns Zuschauern vor die Füße wirft und seine Figuren darüber philosophieren oder lachen lässt. McDonagh erzählt auf brillante Weise eine Geschichte in seiner Geschichte, indem er nahezu alle Fehler des Films ins Schaufenster stellt und am Lagerfeuer von den Protagonisten analysieren lässt. So führt er selbst mehrere Nebenfiguren ein, die wie Hans wiederum in Marty's Skript feststellt, nichts interessantes zu sagen haben und somit eigentlich gänzlich überflüssig sind. Substanziell in dem Zusammenhang ist die Sezierung von gebräuchlichen Klischees im Gangsterfilm-Genre (insbesondere der finale Showdown). Man hat partiell das Gefühl, dass „7 Psychos" durch all die Analyse und Interpretation zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, weshalb gerade im zweiten Drittel des Films die Spannungskurve zu linear verläuft und einen kurzen Blick auf die Uhr erlaubt. Der Cast hat mit Christopher Walken natürlich ein großes Highlight zu bieten, auch die übrigen Kollegen, Woody Harrelson und Sam Rockwell können überzeugen. Colin Farrell fällt jedoch hinter den genannten ab und wirkt zeitweise wie ein Fremdkörper, sodass man sich nicht selten fragt, ob er sich darüber im klaren ist in einer Gangsterkomödie zu spielen. Wenn der Abspann läuft und die Credit Scene abblendet schauen wir uns um und denken »Haha, Motherfucker!«, »[…] der schlechteste Showdown den ich je gesehen habe.« war's ja doch nicht, tolles Kino.

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Acry

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Bewertung7.5Sehenswert

‘That was the worst final shoot-out I've ever fucking seen’

Ich geb es ja zu, mit Metaebenen, auf denen im Film der Film reflektiert wird, kriegt man mich. Das ist zwar alles nicht mehr neu, zieht aber und macht – sofern es sich um ein intelligentes Drehbuch handelt – wirklich Spaß. Der Film analysiert sich und seine Schwächen quasi selbst, was zu sehr interessanten Szenen führt.

Martin McDonagh liefert nach ‘In Bruges' erneut ein Drehbuch mit skurrilen Charakteren und tarantino-angehauchten Dialogen. Das Thema Tod spielt auch hier wieder eine Rolle, wenn auch etwas unbeschwerter, dafür aber blutiger.

7 Psychos ist eine wirklich unterhaltsame Gangsterkomödie, die auch mit einem tollen Cast überzeugen kann: Christopher Walken, Sam Rockwell, Woody Harrelson (einfach herrlich) und natürlich dem abgefuckten Ir(r)en Farrell.

Als Sprachliebhaberin hat mich die Referenz auf Chomsky auch bestens amüsiert. Am Ende kommt es aber doch nur auf die eine Frage an:‘Would you like to make love or should we have an intelligent conversation instead?’ :>

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bestseimon

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Bewertung7.5Sehenswert

"I don´t have a drinking Problem. I just like drinking."

SEVEN PSYCHOPATHS ist der dritte Film von Regisseur Martin McDonagh, der uns bereits den wunderbaren IN BRUGES beschert hat. An die Klasse seines Vorgängers kommt sein neuster Streifen zwar nicht ganz heran, dennoch liefert er einen unterhaltsamen, experimentellen und interessanten Film ab, der zum Ende hin immer kunstvoller wird. Die Grundidee an sich bietet eine Menge Potenzial für eine absurde Komödie, doch wer McDonagh kennt, der weiß, dass seine Filme nicht nur aus lustigen Elementen bestehen, sondern auch immer wieder für etwas Tiefgang sorgen.
Ebenso wie IN BRUGES ist auch SEVEN PSYCHOPATHS wieder herrlich schwarzhumorig und mit toll aufspielenden Darstellern bestückt. Ganz besonders sticht Sam Rockwell heraus, der sein ganzes Schauspielkönnen auf den Tisch legt und nach MOON seine für mich beste Leistung abliefert. Desweiteren ist auch Tom Waits großartig, als merkwürdiger Psychopathen Killer mit weißem Kanninchen. Über Collin Farrell kann man auch nicht meckern, er spielt seine Rolle gewohnt überzeugend. Wenn man schon mal bei den Schauspielern ist, dann darf man auch nicht den guten Woody Harrelson vergessen, der seine Rolle herrlich fies und abgedreht verkörpert. Zu guter Letzt ist es Christopher Walken der den verdammt guten Cast komplett macht. Er ist der Charakter, der einem am meisten ans Herz wächst und das ist vor allem seiner schrulligen und stets überzeugenden Performance geschuldet. Allein diese Darsteller machen den Film schon sehenswert.
Es ist aber auch die Geschichte die ihren Reiz hat. Die fast schon selbstreflexive Handlung macht gehörig Spaß und bieten den ein oder anderen wirklich tollen Einfall. Manchmal wirkt das Ganze zu sehr gezwungen, aber gestört hat mich das nicht besonders. Für manche mag der Film wie ein Tarantino Aufguss wirken, aber ich finde, er ist schon etwas eigenes und nicht nur ein weiterer Abklatsch. Martin McDonagh hat anscheinend einfach ein Gespür für Filme dieser Art. Damit kann er gerne so weiter machen.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/01/seven-psychopaths-us-2012-martin.html

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julian.voland

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein ziemlich guter Film, allerdings scheint es, besonders am Ende so, als ob es immer mehr zu einem pseudo-intellektuellen Schein-Kunstfilm abrutscht.

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pischti

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Bewertung5.5Geht so

"7 Psychos" fängt gut an, enthält vor allem schön durchgeknallte Figuren, wie z.B. den knallharten Profikiller der beim Anblick seiner geliebten kleinen Fußhupe (Hund) ganz rührselig und feminin wird, und auch das Schauspielensemble kann sich mit Colin Farrell, Christopher Walken (der mit der Uhr im Arsch), Sam Rockwell und Woody Harrelson absolut sehen lassen. Doch leider schläft das ganze Geschehen im zweiten Teil etwas ein und nichtmal die Storyidee hat mir sonderlich gut gefallen. Das hat zwar alles so einen kleinen Tarantino-Touch und eine gewisse Portion Skurillität lässt sich nicht leugnen, trotzdem hätte ich bei dem Cast irgendwie mehr erwartet. Nach dem Ende blieb dann ein leicht enttäuschter Eindruck bei mir zurück, kein schlechter Film, aber auch keiner, den ich nochmal sehe muss.

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pischti

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Oh ja, der sieht wirklich gut aus, gleich mal auf die Liste knallen :)


EvertonHirsch

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Genauso hätte ich den Film, ohne ihn gesehen zu haben, eingeschätzt. Und genau deswegen werde ich ihn wohl nie sehen :)


frink

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Bewertung7.0Sehenswert

Sam Rockwell
Christopher Walken
Woody Harrelson
Tom Waits

Alleine dieses tolle Ensemble macht "7 Psychos" sehenswert. Aber das benötigt der Film auch um mehr zu sein, als nur eine etwas ausgelutschte post-Tarantino/-Richtie Gangster-Klamotte. Macht Spaß, ist aber bei weitem kein Meilenstein.

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cruzha

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Bewertung7.5Sehenswert

Herrlich abgedrehte Groteske mit tollen Charakteren. Um Längen besser als Brügge sehen und sterben. Colin Farrells eher schwaches Spiel wird durch die grandiosen Kollegen aufgefangen - Harrelson, Walken und Rockwell liefern eine ganz große Performance ab. Erinnert an Tarantino, ist aber trotzdem eigenständig und auf seine eigene Art angenehm anders. Vollgestopft mit Anspielungen, Zitaten, Ideen und Kreativität, ein Film, der neben seiner ganzen Abgedrehtheit auch noch unterhält.

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A-Wax

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schwarze Gangster-Komödie bei der sich einige Vergleiche zu Großmeister Tarantino aufdrängen.

"7 Psychos" ist der Nachfolgefilm von "Brügge sehen ... und sterben?" von Regisseur Martin McDonagh mit einem absolut überragenden Cast und einer total verrückten Geschichte. Wie ich immer wieder gerne erwähne kann ich mit total abgedrehten Figuren nicht wirklich viel anfangen, aber die Tarantino-Filme liebe ich einfach. Jetzt möchte ich gar keine Diskussion vom Zaun brechen ob "7 Psychos" ein Film im Tarantino-Stil ist oder eben nicht. Der ein oder andere Vergleich trifft aber wahrscheinlich durchaus zu.

Die Figuren schwanken alle zwischen ein wenig exzentrisch bis hin zu total abgedreht. Trotzdem gelingt dem Drehbuch bzw. der Inszenierung das Kunststück dass es eben nicht total abgedreht rüberkommt. Die Geschichte birgt viele Querverweise und ironische Selbstreflexionen auf diverse filmische Vorbilder und macht unter anderem deswegen auch soviel Spass. Sicherlich kann man diese chaotische Geschichte auch nervig finden, allerdings wird sie mit soviel Verve und Charme erzählt, dass es einfach eine große Freude ist.

Eine weitere sehr große Freude ist der absolut überzeugende Cast. Colin Farrell, Christopher Walken, Woody Harrelson und Sam Rockwell in einem Film, das macht durchaus Laune. So stark die ersten drei genannten auch sein mögen, wer mich hier mit seiner überragenden Darbietung überrascht hat, war Sam Rockwell. Zumeist doch eher in zweiklassigen Filmen oder Nebenrollen besetzt, zeigt er hier eine tolle Darstellung. Ich fand seine Figur auch am spannendsten und sein Entwurf des Drehbuchfinales war einfach nur göttlich.

Wer etwas mit schwarzhumorigen Gangstergeschichten die mit überzeichneten, aber nicht zu übertriebenen Charakteren aufwarten, etwas anfangen kann, der wird von den "7 Psychos" ausgesprochen gut unterhalten werden.

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Lydia Huxley

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Hört sich nach richtig guter Unterhaltung an. Dazu auch noch schwarzer Humor :) Bin ich dabei!


A-Wax

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Hey Lydia, da machst du absolut nichts falsch. Würd ihn jederzeit wieder anschauen.


torwei

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Bewertung7.0Sehenswert

Versucht oft zu zwanghaft kultig zu sein. Schauspieler und der ein oder andere coole Spruch in der abgefahrenen Geschichte machen das Ganze aber insgesamt doch sehenswert.

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JakePot

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Und ich als großer Boardwalk Empire Fan denkt mir gleich in der ersten Szene so:" Ach neee, Michael Pitt und Michael Stuhlbarg spielen hier auch mit. Der Film kann nur gut werden!!!" .... naja, der Gedanke wurde mir ja recht schnell wieder genommen, aber ohne die beiden dennoch sehr amüsant.

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udo.schmitt.77

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Bewertung7.5Sehenswert

So eine Story muss man sich erstmal ausdenken. Wahrscheinlich ist der "Ausdenker" der 8. Psycho... *lach*

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Mr. Pink

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Bewertung5.0Geht so

"I said no."
"Why not?"
"Because I don't want to."
"But I've got a gun..."
"I don't care."
"It doesn't make any sense!"
"Too bad!"

Ja, schade eigentlich...psychopathische Psychos, coole Schauspieler, aber leider zu gewollt. So geht meta nicht.

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JackoXL

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Aber mal gar nicht. Sach mal, hast du gesammelt, oder was machst du hier gerade? Erschlägt mich etwas. Aber immer was zu lesen. ;)


Mr. Pink

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Ja, genau. Habe ein bisschen gesammelt und heute war mir mal nach Overkill. ;)


Reli

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Bewertung6.0Ganz gut

aus diesem Potential an Ideen, Darstellern und auch Soundtrack hätte echt mehr rausgeholt werden können - was bleibt ist ein kurzweiliges Filmchen, das zu unterhalten weiß, aber danach auch schnell wieder aus dem Kopf verschwindet. Die ersten 30 Minuten sind noch die besten, danach wird es ööööööde. Und ganz ehrlich, dann lieber das Bunny das Tom Waits mit sich rumschleppte als der Shih Tzu von Woody...so klein, und so häßlich...

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