[...] „96 Hours“ ist, wie eigentlich jeder Selbstjustiz-verherrlichende Action-Film, natürlich moralisch äußerst fragwürdig. Das wäre jedoch für den geneigten Zuschauer vielleicht venachlässigbar, würde sich der Film nicht in jeder Sekunde so unfassbar ernst nehmen. „96 Hours“ kommt als falscher Heiland daher, als würde er seinem Publikum die Augen öffnen sowie die Missstände der Welt anhand des Dramas einer ganz normalen Familie nahebringen wollen. Stattdessen missbraucht er aber eben die im Film dargestellten, schrecklichen Wahrheiten als Nährboden für einen voyeuristischen, sadistischen, hirnlosen, noch dazu häufig unfreiwillig komischen „Einer gegen Alle“-Plot. Für wie blöd wird der Zuschauer eigentlich gehalten? [...]
Für Neeson ungewohnt harter Rache-Thriller, düster und grimmig entführt der Film in die Schattenwelt des Menschenhandels. Aber Liam Neeson alias Ex-CIA-Agent Bryan Mills fährt sein ganzes Können auf - und hinterlässt eine Spur der Verwüstung und Leichen., der man mit offenem Mund hinterher läuft. Überaus kurzweilig und durch die düster-rauhe Machart echt sehenswert kann auch der relativ lange Einstieg, das fast überhastete Ende und die Vorhersehbarkeit des Happy-End dem eigentlichen Reiz des Films wenig schaden.
mochte ich bis zu einem gewissen Punkt gegen Ende unglaublich gerne, weil er eine Quasi-Variante von HOSTEL darstellt, sich dennoch anderen Zutaten bedient. Es ist abermals der Blick auf Europa durch die amerikanische Brille, in dessen Schauermärchen alles schlecht und böse ist, was hinter dem großen Teich wandert. Straight, hart und soweit es das Genre erlaubt auch emotional nachvollziehbar. Und eben auch verdammt spannend. Hätte man nur noch viel schöner abrunden können. Das Ende enttäuscht dann nämlich doch sehr.
"... Es ist abermals der Blick auf Europa durch die amerikanische Brille..." ähm nicht wirklich oder ist dir entgangen, dass Besson und Kamen das Drehbuch geschrieben und auch ein Franzose Regie geführt hat?
Dem Rest stimme ich dir eigentlich zu! ;)
Besser als Bond und Bourne zusammen und das selbst noch im Ruhestand: Liam Neeson!
Der Film hat wirklich Spass gemacht. Viel Action und Spannung, eine Menge Speed und angemessene Gewalt.
Den Punkt Abzug gibts fürs Ende und die teilweise extremen Logikfehler im Film.
Da merken wir dann auch gar nicht mehr, dass 96 HOURS eigentlich unglaublich reaktionär und ganz schön brutal ist. Denn, mal ganz ehrlich: Stellt auch vor, euch würde das gleich passieren und auch ihr würdet über eine ganz spezielle Reihe an Fähigkeiten verfügen: Wer würde noch groß verhandeln?
Das ist genau das perfide an diesem Drecksfilm, das er eine völlig hanebüchene Situation konstruiert um damit seine widerliche und menschenverachtende Neo-Con-Agenda zu rechtfertigen. Das er nebenbei noch ziemlich langweilig ist, mach das ärgerliche Ganze nur noch schlimmer.
In jedem zweiten Actionfilm werden hanebüchene Situationen konstruiert, die Reaktion daraus ist oftmals dieselbe. Wenn das meine Meinung wäre, würde ich eine ganze Stange von Movies in diesem Genre meiden. Sicherlich könnte man dem Film einiges vorwerfen, Langeweile jedoch nicht.
Die Durchschnittswertung hier und auch in der Imdb halte ich für gerechtfertigt. Und nein, die größenteils positiven Meinungsträger sind nicht verblendet.
Ich fand den Film anfangs ziemlich spannend. Die Spannungsfesseln lockerten sich jedoch bei mir zum Ende hin immer mehr. Sicherlich kann ich ein großes Maß an Unrealismus dem Genre zuschreiben, aber ich bin dann doch enttäuscht, wenn eine durchaus mögliche Story als Aufhänger verwendet wird (die Entführung der beiden Mädchen) und dann zu einem Ego-Shooter à la Rambo abdriftet. Eine große Anzahl der fiesesten Geiselgängster Europas lässt sich von EINEM EINZIGEN Mann in die Knie zwingen - na klar!
Das Kinouniversum von Luc Besson ist bleihaltig. Jetzt zeigt der französische Produzent die Stadt an der Seine als alptraumhaften Moloch und lässt Liam Neeson als irdischen Racheengel den Sündenpfuhl trockenlegen.
Und dann ist es vorbei. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass nur 94 Minuten vergangen sind und dennoch so viel passiert ist. Ich werde Ihnen nicht sagen, dass "Taken" großartig ist, aber es ist ein großer Spaß.
Liam Neeson ist böse, so richtig böse. Verständlich, da lässt er seine Tochter widerwillig nach Europa reisen und diese wird an erstbester Stelle von einer Horde albanischer Menschenhändler entführt. Nur gut, dass Papi früher einmal für die Regierung gearbeitet hat und genau weiß, wie man mit solch einem Gesocks umgeht. Da helfen keine Verhandlungen, nein, nur mit Waffengewalt kann man das Mädchen aus den Händen der Gangster befreien. Was folgt, ist ein einstündiger Amoklauf Neesons durch Paris, brutal, kaltherzig, ohne Rücksicht auf Verluste, politisch unkorrekt. Da werden Foltermethoden angewandt, um an wichtige Informationen zu kommen oder unbeteiligte Personen angeschossen, um ein Druckmittel in der Hand zu haben. Für seine heißgeliebte Tochter geht Neeson über Leichen, viele Leichen. Glücklicherweise wurde Taken, oder eingedeutscht 96 Hours, nicht in Hollywood, sondern in Frankreich produziert. Gerade dieser Tatsache ist zu verdanken, dass der Film keine weichgespülte Stangenware, sondern ein knüppelhartes B-Movie in der Tradition der 70er und 80er geworden ist. Dieser Film hat keinen Anspruch und macht einfach nur Spaß. Umso ärgerlicher ist es dann, dass Luc Besson, der sich für das Drehbuch verantwortlich zeigt, eine so ernste und biedere Geschichte geschrieben hat. Etwas Auflockerung hätte dem Film gut getan, etwas mehr Humor und Wortwitz. Dann hätte 96 Hours mühelos in einer Liga mit Shoot Em Up und Crank spielen können. So bleibt der Film ein straighter und harter Actioner, der einiges an Potential verschwendet. Spaß macht er aber trotzdem.
Der Selbstjustizthriller mit Liam Neeson in der Hauptrolle ist zwar spannend, aber dennoch ungereimt, und er legitimiert das (doch sehr blutige) Vorgehen abseits des Gesetzes - zu sehr. Nun gut, dass diese Art der persönlichen Vergeltung gutgeheißen wird, ist für dieses Genre nunmal so. Was mich an 96 Hours gestört hat ist vielmehr die Tatsache, dass die Amerikaner sich im bösen Europa (in das die Terroristen aus dem Ost-Westen einfallen) alles erlauben können.
Der paranoide und fremdenfeindliche Subtext des Films ist beunruhigend. Bryan verfügt über eine Menge Übeltäter, die heftige Akzente setzen und diese in cleveren Methoden umsetzen. Mit der aufschiebenden Wirkung des Unglauben und einem starken Magen kann man in den Film hineingezogen werden und vielleicht auch absorbiert werden durch den mit Adrenalin aufgepumpten Actionthriller.
Einer der besten Thriller, der letzten Jahre!! Liam Neeson ist einfach nur genial, endlich wird nicht mehr lange um den heißen Brei herum geredet sondern geschossen, geschlagen oder getreten einfach nur genial!
Jedoch ein anderes Ende hätte ihn zum einem noch besseren Film gemacht, aber wie es nun mal so ist wollen die Produzenten wohl nur solche Enden. Schade, dennoch wieder mal was erfrischendes im Thriller Genre!!!
Guter gradliniger Actionfilm, der die klassischen amerikanischen Klischees (Araber, Ostblock und Europäer sind böse) bedient. Weitgehend spannend läßt der Film etwas an Finesse vermissen.
Eigentlich ist es wirklich fast schade, dass dieser Film so sein Potential verschenkt. Denn von der grundsätzlichen Inszenierung Pierre Morels her, geht „96 Hours“ eigentlich in Ordnung. Und keiner wird bestreiten wollen, dass Liam Neeson eine coole Sau ist, der in diesem Streifen mal ordentlich auf den Putz hauen darf. Rein unter dem Gesichtspunkt der Unterhaltung kann man „96 Hours“ eigentlich ohne Probleme eine Wertung im Bereich von 7 Punkten spendieren, doch darf man sich vom reinen Unterhaltungsfaktor meiner Meinung nach in diesem Fall nicht leiten lassen. Dieser Film trampelt voller Freude auf den aufgeklärten Werten und Normen herum, für die die westlichen Gesellschaften mittlerweile stehen, auch wenn natürlich in der täglichen Umsetzung nicht alles Gold ist, was glänzt. Natürlich, Kino darf als Kunst auch immer Grenzen ausloten, auch mit Grundwerten spielen, doch in dem Moment, wo er dies so unironisch und ernst gemeint vorträgt, ohne jegliche Reflexion der Mittel, muss dies kritisiert werden. Ich bin wahrlich kein Freund von ideologischer Kritik, aber in diesem Fall muss es leider sein. Hätte der Film doch nur ein Gespür für Ironie gehabt!!!
Kurz und schmerzvoll fällt die Selbstjustiz aus, mit der sich Bryan zur Familienzusammenführung mordet. Die brutale Rache läuft über ziemlich simple Action-Sequenzen ohne viel Raffinesse ab. „96 Hours“ wird von Fernseh-Serien wie „24“ beschleunigt, Bryan zeigt das Einfühlungsvermögen von einem „Medium“. Produziert von Luc Besson hat die Action höchstens den subtilen Humor, dass der französische Film es als gefährlich vorführt, wenn 17-Jährige durch Europa touren. Dass sich die neurotische Angst des Vaters vor einem unsicheren Europa tatsächlich erfüllt, macht auch den Film etwas neurotisch und albern. Der zwischenzeitlich wilde Kamera- und Montage-Stil kann nicht davon ablenken, dass Liam Neeson als Superheld unpassend wirkt.. Am Ende ist wieder alles in alter Ordnung mit Männern, die da sind, wenn man sie braucht.
Du schreibst: "Die brutale Rache läuft über ziemlich simple Action-Sequenzen ohne viel Raffinesse ab."
Also ich würde sagen die wirklich gelungen Action-Sequenzen sind der Grund warum der Film sehenswert ist. Gib doch mal ein paar Filmbeispiele zum besten die besonders "raffinierte" Action-Knaller sind, dann wird deine Kritik auch substanziell verständlicher. :)
ABC - Albanian Body Count (“No Albanians were harmed in the making of this movie.”) Ein unterhaltsamer, brettharter Selbstjustiz-Thriller, kompromisslos, humorlos, schnörkellos. Sobald man den “Let me entertain”-Modus ausschaltet und mit etwas Abstand über den Film nachdenkt, wird dann doch der reaktionäre Charakter des Films klar. Da unternimmt der Held nicht einmal den Versuch, mit legalen Mitteln oder zumindest mit Hilfe der Polizei seine Tochter zu retten. Statt dessen werden erst Albaner und dann Araber in einer Geschwindigkeit zu Leichenbergen aufgetürmt wie sonst nur in Genresatiren wie “True Lies”. Die Kaltschnäuzigkeit, mit der hier Böse, Nicht-ganz-so-Böse und Unschuldige ausgeschaltet, zu Tode gefoltert oder zumindest angeschossen werden, beeindruckt schon in dieser neuen Art von “Ego-Shooter”. Nicht jeder, der Action-Thriller mag, wird mit dem Ausmaß an “political incorrectness” zurecht kommen. Und nicht jeder, der diesen Film toll findet, wird ihn richtig einzuordnen wissen. [Mehr im Podcast]
“96 Hours” ist kein neuer Kultfilm und schon gar keine ernsthafte Konkurrenz für den Besson-Klassiker “Léon - der Profi”, doch das will er auch gar nicht sein. Der Film ist ein reiner Action-Film, in dem Mills Rache an erster Stelle steht und dem Moral und eine tiefsinnige Geschichte erst mal völlig egal sind. Hier wird erst geschossen und dann verhandelt. Und manchmal ist das ja auch ganz schön anzusehen.
[...] Man könnte „96 Hours“ fast bodenständig, ja sogar vergleichsweise harmlos nennen, wenn nicht jeder einzelne Schlag und Schuss des Protagonisten perfekt sitzen würde, seine eiskalte Kompromisslosigkeit einem nicht mindestens in einer Szene vor den Kopf stoßen würde und die dünne Geschichte nicht so sorglos mit Stereotypen umgehen würde. Der Preis für die Kurzweile in „96 Hours“ ist eben, dass nichts hinterfragt wird. (Schon gar nicht, warum es ausgerechnet 96 Stunden sind.) Die Europäer sind wieder die Bösen, und um das Böse zu bekämpfen ist jedes Mittel recht. Etwas weniger Ernst wäre bei dieser Story sicherlich ratsam gewesen. Dass hinter diesem in Paris spielenden Werk keine Amerikaner, sondern Franzosen stecken, erweckt den Anschein von wohlüberlegter Ironie. Weil dieselbige im Endprodukt aber nicht erkennbar wird, bringt das alles nichts. [...]
[...]Die Actionszenen an sich sind überdies hart, temporeich und nicht zu hektisch inszeniert, bieten in Zeiten der "Bourne"-Trilogie und der Neuauslegung der "Bond"-Reihe aber auch nichts außergewöhnliches. Besonders eine Autoverfolgungsjagd wirkt im Vergleich zu "Bourne" recht harmlos und bieder. "24"-mäßige Foltermethoden und das bewusste Verursachen von ‚Kollateralschäden‘ zum Erreichen der eigenen Ziele (indem Mills die unschuldige Ehefrau eines doch nicht ganz so guten alten Freundes anschießt) sind ebenso mehr Zitat, denn Innovation. Allerdings geht der Film mit diesen bekannten Elementen nicht verschwenderisch um und fügt sie gut aneinander.[...]Insgesamt geht der Film ehrlich mit sich und seinen Möglichkeiten um. Mag man hinter der Plattheit des Geschehens eine gewisse Ironie erkennen (von der Protagonist und Story ansonsten leider vollkommen frei sind), kann man ihm seine Vorzüge mit einem Augenzwinkern locker höher anrechnen, als ihm die negativen Aspekte vorzuhalten. Dadurch, das Buch und Regie jeweils von einem Franzosen stammen, fällt es eigentlich schwer zu glauben, dass das ‚Amerika ist gut und edelmütig, Europa (Paris!) ein abgründiger, gefährlicher Moloch‘-Szenario auch nur im Ansatz ernst gemeint ist.[...]
Herrlich altmodischer Actionfilm, bei dem sowohl die minimalistische Alibistory als auch die harten und kompromisslosen Actionszenen an die guten alten 80er erinnern. Bitte mehr davon!
Was für ein reaktionärer Scheissdreck, der umso ärgerlicher ist weil sich gute Leute wie Liam Neesen dafür hergeben. Luc Besson beweist mit diesem Action-Vehikel mit VanDamme-Storyline, dass er mindestens genauso chauvinistisch, klischeehaft, unlogisch und dumm schreiben kann, wie seine US-Kollegen. Nach den ersten recht spannenden 25 Minuten kippt der Film völlig in eine Macho-Rachephantasie ab, die ihre Hauptfigur keine Sekunde hinterfragt. Dagegen wirken selbst Dirty Harry und Charles Bronson noch sympathisch. Der Zweck heiligt die Mittel, absolut. Der Film wirkt wie die kleingeiste Masturbationsvorlage der Bush-Administration und anderer boulevardgläubiger Apologeten der Todesstrafe. Das süssliche Ende, das die widerwärtigen Foltereien und Massenmorde des "Helden" völlig ausblendet, setzt dem ganz unerfreulichen Mist die Krone auf.
Oh man was haste erwartet ein Film Noir,
siehe klappen Text (DVD Cover), das sagt schon alles...bzw. einfach mal Trailer vorher an-schau´n...das hilft!(ich wollt schon immer mal neunmal klug rüber komm ;):P )
den im Vergleich zu crank2, war dieser Film ja noch hochwertig....
Hier wurde nicht der Film bewertet, sondern das Handeln einer fiktiven Figur.
Batzman ist Luc Besson schön auf den Leim gegangen.
Darin zeigt sich wieder die Klasse des Films: Er lässt die Bewertung beim Zuschauer und regt zum Nachdenken an.
@ Batzman
Du verlangst hier von Luc Besson das Komplettpaket für (nicht auf dich bezogen) Idioten. Der Film soll dem Betrachter die Aufgabe einer moralischen Bewertung abnehmen und dem geneigten Zuschauer sagen was er zu denken hat. Und genau das nervt mich an den meisten anderen Filmen.
Auch wenn man die Handlungen des Hauptdarstellers als moralisch verwerflich betrachtet, so sind sie doch realistischer als die ewig gleiche Hollywood Nummer á la "Nein das darf ich nicht machne, ich bin ja besser als du"
Ob dies richtig oder falsch, moralisch vertretbar oder unmoralisch ist - drüber sollte der Zuschauer sich eigene Gedanken machen
Nur zum Teil. Es gibt genug Filme wie Die Klasse, Lärm und Wut, Hass usw. die die Probleme und die Kriminalität in Frankreich ernsthafter angehen. Taken appeliert dabei für mein Empfinden wirklich nur an die niedrigsten Instinkte, an den Mob der am liebsten immer nach der Todesstrafe schreit. Würde er seine Figuren amibivalenter gestalten oder zeigen, das diese Aktionen moralische und rechtliche Konsequenzen haben, wäre er noch diskutabel. So ist es für mich nur eine recht dumpfe Hass-Phantasie in der sich der amerikanische WASP vor dem bösen Fremden fürchtet, das keinerlei menschliche Eigenschaften mehr hat. Ich finde die Neeson-Figur widerwärtig und die Motivation ziemlich ekelhaft - der Verweis auf die realen Probleme in Paris, find ich dabei nicht überzeugend. Überspitzt gesagt gesagt wäre das als wollte ich die sicher vorhandenen Probleme Berlins mit Deutschen mit Migrationshintergrund in einem Film thematisieren, den ich "Der Ewige Türke" nenne...
Warum muss man denn immer unter moralischen oder rechtlichen Aspekten (be)urteilen?
Der Film war doch nett, zumal er die ureigensten Bedürfnisse des Menschen befriedigt (Versuchung, Rache, kompromisslose Willensdurchsetzung).
Also, ich würde gern mal als (selbsternannter) Agent durch Paris latschen und ein wenig umherballern, und die kriminellen Unterweltler hochgehen lassen. Ist doch wunderbar...:-)
Soetwas lässt wohl nur putzige Gutmenschen kalt.
Man muss selbstverständlich zwischen Realwelt und Film unterscheiden, das ist klar. Ich habe das Gefühl heutzutage werden Filme oder allgemein "Kunst" viel zu wichtig genommen.
Warum bleibt man nicht bei Oscar Wilde? "So etwas wie moralische oder unmoralische Bücher gibt es nicht. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben. Weiter nichts." - Lässt sich ja auch ohne Anstrengung auf andere Bereiche übertragen.
Der Film hat nun mal eine politische Botschaft (ob's dir gefällt oder nicht). Gutmenschen sind auch nicht putzig, sondern eben gut - gut solange es Ihnen selbst was bringt. @mistral: Musst halt meine Kritik zum Film >weiter unten auch lesen!
Politische Botschaft hin oder her - Ziel des Films ist es zu Unterhalten. Und wer bei einem reinen Actionfilm die politische Botschaft kritisiert hat meiner Meinung nach das Thema verfehlt.
Als nächstes wird noch argumentiert das "Batmans Rückkehr" 0 Punkte verdient weil Danny de Vito Pinguine diskriminiert.
Zu einem guten Actionfilm gehört die klassiche Schwarz/Weiß Malerei nun einmal dazu. Ein Bösewicht der nur ein bischen böse ist, sich im Charakter entwickelt und später alles bereut gehört in den Sozialkundeunterricht, aber sicher nicht in einen stumpfen Actionfilm. Ich kann absolut nicht verstehen wie man so etwas auf politische und gesellschaftliche Realitäten beziehen kann.
@pat:
Ich habe doch nie behaputet, dass es keine politische Botschaft gäbe. ;-) Und warum sollte die Existenz einer solchen Botschaft mir nicht gefallen? Möglicherweise mache ich den Eindruck, aber ganz hirnlos bin ich auch nicht, und über Ansätze dir mir ein Film gibt, kann ich sehr wohl nachdenken. (Daher finde ich deine Rezension, unten, sehr wertvoll und aufschlussreich).
Ich wollte nur ausdrücken, dass ein Film für mich vordergründig Kunst bedeutet, und Kunst erschließt sich immer auschließlich durch Ästhetik.
Wenn man etwas über Pariser Millieustudien oder soziale Handlungsmuster unter moralischer Rechtfertigung erfahren möchte, sollte man lieber Fachliteratur lesen.
In diesem Film jedoch, wurde ästhetisch gesehen vieles recht überzeugend dargestellt, weshalb er mir gefällt, auch wenn der Protagonist "widerwärtig" erscheinen mag oder sich der Film jeder moralisch-rechtlichen Konsequenz/Verurteilung entzieht.
Wie passen denn eure Entgegnungen zusammen? Ist Taken nun ein stumpfer Actionfilm, der menschliche Urinstinkte befriedigt oder ein Geniestreich des Regisseurs, in dem dem Zuschauer untendendenziös vor Augen geführt wird, wie ein sorgender Vater seine grausame Ader entdeckt?
Meinung Meinung nach ist er gerade das nicht! Der Film verzichtet auf jede objektive Distanz zu seiner Figur, am Ende bleibt nur hängen: "Wenn der jetzt auf diesen Gutmenschen-Quatsch mit Datenschutz und Folterverbot Rücksicht genommen hätte, hätte er seine Tochter nicht wiedergekriegt."
Der Vergleich mit Wut und mit Hass ist haarsträubend, der mit Crank passt!
Nebenbei gesagt: Der heißt Neeson, nicht Neesen. Zum Rest der "Kritik":
*Töröööö* wo ist denn die Moralkeule? *Törööööö* Ach, die hat zu tun? *Töröööö* Jo, die wurde ausgeliehen von Batzman *Törööööö*
Bist schon ein ziemlicher Spielverderber, wenn ich das mal so sagen darf ;)
Batzman, du solltest dir, bevor du einen Film ansiehst, vielleicht mal die Filmbeschreibung durchlesen, bevor du danach ablästerst. Denn jeder der die info gelesen und den Film angesehen hat, wollte genau dieses Rachegemetzel ohne wenn und aber und ohne Gnade sehen.
Ein bärbeißiger und entwaffnender Humor hätte dem reaktionären Rache-Gemetzel sicherlich gut getan. Dieser Film aber meint es im doppeldeutigen Sinn tatsächlich gefährlich ernst und legt den bedenklichen „Body Count“ lediglich als hippen, ästhetischen Schmuck an. Die obligatorische, in ein weißes Kleid gehüllte Unschuld gerät einmal mehr in die Schusslinie und trägt schmucke Blutflecken zur Schau. Der gesamte Showdown ist letztlich nicht mehr als die computerspielhafte Visualisierung eines durch Gänge und Räume irrenden Ego-Shooters, der sich beständig den Weg zu seinem Ziel frei schießt. Trotz des schauspielerisch starken, gut besetzten Liam Neeson und einer im Grunde angenehm geradlinigen Optik und Inszenierung fehlt es „96 Hours“ wie vielen Actionfilmen ähnlichen Zuschnitts leider an Klugheit und Raffinesse.
Alles in allem ist das neueste Vehikel des französischen perpetuum mobile Luc Besson ein adäquater Vertreter dessen Stumpfsinns-Œuvre, welches bisweilen kurzzeitig Karten für die Unterhaltungsachterbahn löst, nur um letztlich von den Sicherheitskräften hinaus eskortiert zu werden, weil die erforderliche Größe nicht beachtet wurde.
Man merkt direkt, dass dieser Action-Thriller nicht aus den USA kommt, denn man kann dem Drehbuch wirklich einiges vorwerfen, aber definitiv nicht, dass es politisch Korrekt sei. Hier wird so richtig schön die Sau...
Die technische Aufmachung mag ja o.k. sein. Aber die dumpfe Selbstjustiz trifft wie töte und folter ich möglichst viele "Böse" Story gibt nicht viel her. Die Zeiten in denen ich Actionfilme danach maß wieviele von Arnie, Freddy Krueger oder Michael Myers getötet wurden sind lange vorbei. Zum Glück. Kaltblütige Kracher scheinen aber zur Zeit in den USA am Fließband produziert zu werden. Charles Bronson konnte davon ein Lied singen.
Halte ich für lange überholt.
Wao. Das war das erste Wort, welches mir nach diesem Rachethriller der Extraklasse in den Kopf kam. Einfach Wao.
Kurz zusammengefasst:
Neeson spielt einen ehemaligen Geheimagenten, der in den Ruhestand gegangen ist, um mehr Zeit mit seiner Tochter verbringen zu können. Diese lebt bei seiner Ex-Frau, und plant mit einer Freundin alleine in Urlaub zu fahren. Paris soll die erste Anlaufstelle des Trips sein.
Dort angekommen werden sie in der Wohnung einer Bekanten von einem Menschenhändlerring gekidnappt. Neeson’s Tochter hat vor der Entführung noch schnell die Möglichkeit, sich unter einem Bett zu verkriechen und einige Informationen über die Eindringlinge ins Handy zu brüllen, an dessen anderem Ende ihr Vater zuhört, den sie in Panik angerufen hat. Neeson macht sich nach einem kurzen Gespräch mit einem der Entführer entschlossen gen Frankreich, um seine Tochter zu finden, da ihm Insiderinformationen vorliegen, dass es nur bis zu 96 Stunden nach einer Entführung möglich ist, diese zurückzuverfolgen und seine Tochter zu finden.
Ein Mann sieht rot!
Ganz besonders möchte ich die Leistung von Liam Neeson hervorheben. Er spielt die Rolle des liebenden Vaters mit kleinem Kontrollzwang unheimlich, gar erschreckend glaubwürdig. Man nimmt ihm seine anfängliche Verzweiflung, die sich später in eiskalter, berechnender & entschlossener Selbstjustiz manifestiert, 100%ig ab - Augenmerk auf das grandiose und oft zitierte Telefongespräch mit dem Entführer! Gänsehaut pur!! Selten eine solche Atmosphäre erlebt. Selten hat mich ein Film von Anfang bis Ende so gepackt.
„Wenn es nötig ist, reiße ich den Eifelturm ein!“
Besonders die Fightsequenzen sind ziemlich einzigartig. Hier wird zwar eine One-Man-Show geboten, aber anders als gewohnt. Gezielter. Strukturierter. Realistischer. Vor allem effektiver. Hier gibt es kein wildes Gestürme in Räume, willkürliche Blei-, sowie opulente & vollkommen übertriebene Explosionens- und Effektorgien.
Fast im Gegenteil. Werden andere One-Man-Show Helden...hust.. John Rambo...als unverwundbare, übercoole und allwissende Übermenschen dargestellt, schaffen es Liam Neeson und Luc Besson, den Rachefeldzug durch die Pariser Unterwelt erschreckend realistisch wirken zu lassen. Genau das hat mich gepackt und gleichzeitig fasziniert, gerade weil diese Szenen schauspielerisch nicht zu abgehoben wirken, gepaart mit der unglaublichen Präsenz und Kompromisslosigkeit Neeson's.
WTF?!
Kritiker unterstellen dem Film sicherlich mehr als nur ein Paar Fehler, die jedoch für mich nicht ins Gewicht fallen. So wird Paris hier von Alberner aus dem Untergrund regiert, die allesamt Prostitutions- & Drogenhintergründe haben, sowie Frauenhandel vorweisen können, usw. Da ist in anderen Rezensionen mehr als genug drüber geschrieben worden.
Résumé
Hier bekommen wir einen wunderbar abgeschmeckten, deftigen und noch blutigen Fleischbrocken vorgesetzt, garniert mit einer glaubhaften Story, mit einem über allem thronendem Liam Neeson auf dem Weg zurück in den Actionolymp.
96 Hours ist für mich mit, wenn nicht sogar das Beste ist, was ich in diesem ausgelutschten Genre seit Jahren gesehen habe. Es ist einfach unglaublich spannend dem damals 56-jährigen Neeson zuzusehen, wenn er sich wie ein entfesselter Orkan, immer nahe an der Grenze zur Rechtsstaatlichkeit, über die Leinwand wütet, sich bis zu seiner entführten Tochter vorkämpft, das alles mit dem ständigen Gedanken im Hinterkopf "Der Zweck heiligt die Mittel".
Für andere ist dieser Film aufgrund der oben angedeuteten Fremdenfeindlichkeit, etc. ein Reinfall, für mich eines der Highlights 2009 und die Wiedergeburt eines totgeglaubten Action-Stars. Der für mich (fast) perfekte Film!
Liam Neeson ist wie ein Orkan
in 96 Hours mekrt man wie Liam aufblüht
gute Story, die zur keiner Zeit langweilig ist
auch wenn mir einige sachen gefehlt haben z.B. wenn er die eine entführte, mit Drogen vollgepumpte Frau wieder aufpeppelt und nur nach der seiner Tochter fragt, schwupps nächste scene ohne das man sieht dass er die Frau in sicherheit bringt denn so alleine kommt die Frau denn eig ja nicht klar (sie hat kein Geld um nach hause zu kommen) und mann nicht weiss was mit Ihr passiert
gute Action wobei mir ein par Actionscenen ich das gefühl hatte das da etwas weggeschnitten wurde aber ansonsten Top
sehr gute Darsteller vorallem liam Neeson den ich ja schon gelobt habe
ansonsten kann ich nur jedem 96 Hous uneingeschränkt weiterempfehlen ; )
Ich bin von dem Fim begeistert. Wie sich Mills an die Entführer heranbegibt und dann in dem Haus anhand der Stimme den Marco wiedererkennt und dann in der Unterwelt aufräumt ist sehr unterhaltsam und hervorragend gespielt. Liam Neeson ist einer der Darsteller, die auch quasi alleine einen Film führen können. Und das können heutzutage nur wenige der Hollywoodschauspieler.
Freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.
ein zweiter teil?! wann wo wie wer und vor allem warum weiss ich davon nichts? xD
kann mir aber gleichzeitig auch nicht vorstellen, dass der so toll wird ...
Yeah, Liam Nesson spielt Karneval und zieht sich das Rächer-Cape von Charles Bronson über. Ein ehemaliger "Profi", geschieden und sein Kind über alles liebend, hetzt nach Paris. Denn da haben ruchlose Bad Guys seine Tochter verschleppt. Wow, so knapp kann "96 Hours" alias "Taken" zusammengefasst werden. Ich sollte aber noch den zweiten Teil der Story erwähnen: In der Stadt der Liebe räumt der Profi unter schmierigen Anzug-Trägern, Menschen-Händlern, Drogendealern und Zuhältern auf. Es werden keine Gefangenen gemacht. Die Knochen dürfen splittern, die Bastarde zu Tode geröstet, aufgeschlitzt, abgeknallt oder über den Haufen gefahren werden. All in the name of Love und im Zeichen gnadenlos einfältiger Feindbilder. Vom verachtenswerten Grinsemännel mit Geld, albanischen Mafia-Gangstern und zuletzt dem nach Jungfrauen lüsternen, verfetteten Scheich - eine Parade der simplen Malen-nach-Zahlen-Bösewichte. Kein Wunder, hat ja auch Luc Besson mitgeschrieben und produziert. So fällt der Film ganz im Sinne seiner bekannten Action-Reißer aus: Gut choreografiert und fotografiert, ernste Themen vorgeschoben und dann gnadenlos die Krawall-Schraube hochgedreht. Jetzt sollte man Besson oder Mann im Regie-Stuhl, Pierre Morel, nichts vorwerfen, was Hollywood schon vor Jahren eingeführt hat. Und die Menschenhandel-Thematik ist leider eine sehr reale, schockierende Gewissheit, die jedoch eher blauäugig aufgegriffen wurde und dann noch, natürlich, mit einem Happy End versehen wurde. Könnte das Publikum ja schockieren oder überfordern, wenn unser Liam am Ende nicht sein Versprechen einlösen kann. Immerhin muss ich gestehen, dass Nesson als eine durchaus gute Figur als Action-Held macht. Hätte ich vom Mann, der sowohl Schindler als auch den Darkman so wunderbar greifbar verkörperte, nicht anders erwartet. Großer Pluspunkt, er muss sich nicht auf Gebieten zum Affen machen, die ihm körperlich nicht liegen würden. Wo ich hingegen eher enttäuscht wurde von der restlichen Besetzungs-Gesinnung. Famke Janssen als nur heulende Ex-Frau zu verpflichten, ist schon schändlich. Wo liegt denn da die Herausforderung? Und die bösen Jungs sind entweder hübsche Köder oder hässliche Gestalten, von denen man nicht mal auf der Straße angesprochen werden will. Da erscheint es uns schon als Erleichterung, wenn die endlich das Zeitliche segnen. Tja, so hat Luc Besson den Amis wohl wieder mal erfolgreich Coca Cola verkauft. Und man kann ihm deswegen nicht mal rügen, so läuft das Geschäft halt. Kurzum, als Reißer überzeugt "96 Hours" handwerklich - er wirkt wie eine komprimierte "24"-Staffel, die Kiefer Sutherland hätte drehen sollen. Mit der einfachen Hau-Drauf-Taktik so eine ernste Thematik abzuhandeln, hinterlässt schon einen komischen Nachgeschmack. Am besten Verstand und Gewissen ausschalten, dann macht es durchaus Laune.
Der film ist aufjedenfall unterhaltsam und spannend, streckenweise sogar richtig richtig gut ! Was mich aber TOTAL nervt und weshalb ich mindestens 2 punkte abgezogen habe, ist diese 'Amerika ist wunderbar'-Stimmung im Film. Ganz ehrlich das ist doch mega lächerlich... 'zack ist das Mädchen in Paris wird es auch schon entfürhrt' und sofort denkt jeder, in Europa gibt es nur Mafias und böse Menschen und Amerika das einzig sichere Land der Welt ?! Aber wie schon gesagt, abgesehen davon ist es halt ein guter, stumpfer Actionfilm in dem sich ein Mann durch ALLES durchschlagen kann und wenn ich sage ALLES, dann meine ich das auch so ;)
Die französische Produktion hat seinen Unterhaltungswert und vermag mich beim zuschauen zu faszinieren. Ebenso wie es seinerzeit "Death Wish" konnte. Sein wir ehrlich. "96 Hours" ist ebenso plakativ, schlicht und voller Klischees wie der fast 40 Jahre alte Krimi mit Charles Bronson.
Allerdings haben Luc Besson und Robert Mark Kamen in ihrem Drehbuch darauf geachtet keine plumpe Euro-Adaption der Neuzeit in die Kinos zu bringen. Doch ist die Entführung der Tochter des "Verhinderers" auch kein wohl überlegter, innovativer Actionthriller mit Story-Twist. Nicht im geringsten. Es ist ein geradliniger Actioner. Durch die zeitgebunden vier Tage soll der Held unter Druck gesetzt werden. Allerdings wird das nebensächlich, denn er braucht die Zeit gar nicht. Emotionale Verbundenheit soll erzeugt werden. Böse Menschenhändler entführen die Tochter, die mit samt Freundin in Paris Urlaub macht. Oweh, die bösen Europäer. Ein Glück das es sich hier um eine französische Produktion handelt, sonst könnte man 'was-weiss-ich' unterstellen. Zum Beispiel das nur Amis auf der Welt für Ordnung sorgen können. Das die Polizei im Ausland von ihrer Arbeit keinen Schimmer hat und sowieso korrupt ist. Aber ich kann über die leicht reaktionäre Grundeinstellung von Luc Besson und seinem Film hinweg sehen. Der Mann brauch für seine, im allgemeinen formelhaften, Filme nun einmal Feindbilder. Momentan sind das eben wieder die bösen Russen und der nahe Osten. Aufgrund des allgemeinen Terror-Hype und der Panikmache werden auch gerne Menschen anderen Glaubens für diese Zwecke mißbraucht.
Ich kann jedoch tatsächlich die Fragwürdigkeit des Inhaltes beiseite legen und mich daran ergötzen wie Liam Neeson durch die Großstadt hetzt, weil er seine Tochter retten will. Schließlich ist es mir dann auch wurscht, wenn mir der typische Satz eines Rächerfilmes um die Ohren gehauen wird. "Das ist nicht persönlich. Sondern rein geschäftlich ..." - "Für mich ist es persönlich *PENG-PENG-PENG*"
That's Entertainment!
Für Interessierte:
Im letzten Oktober ging "Taken 2" in Produktion. Besson/Kamen haben wieder die Vorlage geliefert. Soweit ich weiss, ist diesmal Olivier Megaton im Regiestuhl. Über den Inhalt ist mir wenig bekannt. Aber Liam Neeson ist erneut dabei.
Wie gern ich diesen Film gesehen habe. Eine packende Story mit jeder Menge fliegender Fäuste und Munition. Gerade weil man die Emotionen und die Reaktionen so gut nachvollziehen kann, zieht der Film einen total in seinen Bann. 1A Film!!
Der Film besticht durch durchstilisierte, knallharte Action und einem durchdachten Drehbuch. Er rutscht nicht ins Dümmliche ab wie so viele andere im gleichen Genre. In diesem Film kommen genau die dran, die sich wahrscheinlich all die anderen billigen Actionstreifen reinziehn.
Als Kind der 80er Jahre ist man ja förmlich mit den ultrareaktionären Selbstjustizthrillern eines Charles Bronson aufgewachsen, auf dessen Spuren auch "96 Hours" wandelt. Der Film will nicht mehr als ein schnörkelloser Actioner sein, der kurzweilige und größtenteils angenehm handgemachte Action in Zeiten bietet, in denen zu schnell und zu oft mit Special-Effekten und anderen technischen Spielereien die Bodenständigkeit des Genre unterminiert wird.
Sicherlich, diesem herrlich altmodischen Thriller kann man vorwerfen, dass die Charaktere nicht exakt ausgearbeitet sind, aber dies ist in diesem Genre ohnehin eher die Regel denn die Ausnahme. Frankreich, genauer Paris, symbolisiert den Hort des Bösen, in dem Bestechung, Mädchenhandel und Prostitution scheinbar an der Tagesordnung sind, während Amerika als Enklave der Glückseligkeit angepriesen wird. Es wimmelt in "Good Old Europe" nur so von Schurken, die vom anpackenden Amerikaner (ironischerweise vom Nordiren Liam Neeson dargestellt), dessen Tochter entführt wurde, ihrer gerechten Strafe zugefügt werden. Eine Handkante hier, ein Tritt dort und schon wird das Pack in seine Schranken verwiesen. Wer sich an dieser bisweilen schlichten Schwarz-Weiss-Malerei und den abgestandenen Klischees nicht stört, bekommt 90 Minuten gute Popcorn-Unterhaltung geboten. Neeson bringt die gebotene Physis mit, darf sein großes schauspielerisches Können jedoch nur selten zeigen, was in der Natur des Genre liegt. Das Prinzip "Einer gegen Alle" überschreitet natürlich die Grenzen der Glaubwürdigkeit mehr als nur einmal, schmälert den Unterhaltungsfaktor jedoch kaum.
Bei einem Budget von 30 Millionen Dollar spielte der Film weltweit 222 Millionen Dollar ein. Grund genug, dass 2013 eine Fortsetzung folgen wird. Dass diese der Geschichte neue Impulse verleiht, darf aber getrost bezweifelt werden. Die Klassiker mit Charles Bronson haben ja auch selten Innovationspreise gewonnen.
Schön formuliert. Allerdings hatte der Film 30 Mill. Euro gekostet ODER $25 Mio. - ergänzende Angabe dazu: 145 Mio. Dollar Einnnahmen allein durch Ticketverkauf in den Staaten und 226,8 Mio. Dollar weltweit.
Du hast natürlich recht. Ist ja ein europäischer Film. Danke für die Ergänzung. Vermutlich hat der Sturzflug des Euro dazu geführt, dass ich diesen schon fast wieder mit dem Dollar gleichsetze. Aber wer weiss: Was nicht ist, kann ja noch kommen. ;-)
Zweck erfüllt: Ich wurde actionreich unterhalten. Da kann man auch mal über die vielen logischen Fehler hinwegsehen und dem Vater nur Glück bei der Suche nach seiner Tochter wünschen. Selten sah ich jemand,der über so viele Leichen ging.
Erst mal Vorweg, ich fand den Film schlecht. Das fing schon bei der Einleitung an. Bei einer 93 minütigen Spielzeit ist eine halbstündige Einführung zu lang. Dazu kam noch, dass die Einleitung sich hauptsächlich darum drehte, dass die nervige Tochter unbedingt nach Paris wollte und ihre nervige Mutter andauernd rumzickte. Dieses Hickhack hätte man in fünf bis maximal 10 Minuten abhandeln können. Denn im Folgenden sollte sich herausstellen, dass diese Zeit durchaus an anderen Stellen gebraucht worden wäre. Wenn es dann richtig losgeht wird nur noch von Actionszene zu Actionszene gehastet. Logik in all dem Fehlanzeige. Da es sich hier ja um einen Actionfilm handelt, könnte man durchaus darüber hinwegsehen, wenn die Actionszenen denn gut und innovativ wären. Aber auch hier nur Fehlanzeige. Das hat man alles schon vor 20 Jahren genauso gut oder besser gesehen.
Mehr unter: http://neoretrospektive.wordpress.com/2011/12/28/96-hours-taken/#more-178
Solche Filme bringen einem immer zum Nachdenken. Wie würde man selber in Aktion treten, wenn seine Tochter oder Sohn von Menschenhändlern gefangen genommen wird? Wie weit würde man gehen? Leider hat nicht jeder die Fähigkeiten, die Bryan Mills einen Alleingang erlaubt. Seine Fähigkeiten, die an Judo, Aikido und Jiu Jitsu erinnern, sind sogar so weit entwickelt, dass die Befreiung eines Spazierganges gleicht. Viel zu überlegen kämpft er gegen überforderte Ganoven des Menschenhandels. Im ganzen Film gibt es keinen, den in ernsthaft gefährlich werden kann. Dies führt auch dazu, dass der Film relativ schnell vorbei ist. Ein bisschen mehr von allem und etwas weniger Überlegenheit, würden den Film verlängern und verbessern.
Dennoch ist es kein schlechter Film. Denn er macht etwas was ich vorher selten gesehenen habe, nämlich Methoden die so eiskalt sind, dass man fast schon denkt Bryan Mills ist ein super Terroristen-Spion.
Dessen ungeachtet hat Liam Neeson bessere Filme in seiner Filmografie.
Charles Bronson läßt gewaltig grüßen! Diesmal sieht Liam Neeson rot und wird von Regisseur Morel durch eine simple aber effektiv-gnadenlose, auf´s wesentliche reduzierte, knallharte Story geschickt, bei welcher man spürt, dass im Hintergrund Altmeister Luc Besson mitgemischt hat. Über die amoralische Grundstimmung und die zwar konsequente aber eindimensionale Perspektive und Definition von Rache läßt sich selbstverständlich streiten, dies war bei solcher Art Film schon immer so und ist mit Sicherheit auch so gewollt-provoziert. Indiskutabel hingegen verhält es sich mit dem ideenarmen beziehungsweise einfallslosen Ende, abrupt und völlig negativ-überraschend serviert, zieht es diesen ansonsten sehr straighten Reißer leider exorbitant in der Bewertung nach unten. Schade!
Liam Neeson erprügelt sich in jeder Szene Informationen, die ihn zur Prügelei mit dem nächsten Informanten führen. Der Film hat keine Überraschungen parat und keine überzeugende Story, ist jedoch trotzdem stellenweise ganz unterhaltsam. Das Ende und speziell die letzte Szene war an Unnötigkeit und Kitschigkeit nicht zu überbieten; stehen die doch tatsächlich an der Tür von Holly Valance (die hier ja relativ unbekannt ist), die die gut aufgelegte, noch vor wenigen Tagen entführte, auf einen Herointrip geschickte und wahrscheinlich aufs Übelste misshandelte Tochter mit den Worten empfängt: "Und du willst Sängerin werden? *grins* " Wenn also dieses Mädchen schon nach einem Tag wieder zu einer lustigen Gesangsstunde kann, haben sie wohl ihre eigenen Erlebnisse ebenso wenig beeindruckt, wie mich als Zuschauer dieses Filmes.
Politisch völlig unkorrekter Schlachtstreifen, in dem der Protagonist den wunderbar platt gezeichneten Schurken die Genfer Konventionen in den Arsch schiebt und ihnen mit Elektroschocks und Kehlengriffen ein bißchen Respekt vor dem Gesetz einprügelt.
Spannend, brutal und total neben dem guten Geschmack. Neun Punkte mit Aufwärtstendenz.
Mit der Bedrohlichkeit eines Günther Jauchs, tötet er die komplette Albanische Mafia, den Menschenhändlerring und verwüstet halb Frankreich! Teilweise brauch er dafür nur einen gezielten Schlag auf den Kehlkopf, den Gewehrkugeln entkommt er spielend mit einem beherzten Sprung hinter das Sofa! Niemand hält ihn auf, niemand wird verschont auf seinem Rachefeldzug, schon gar nicht diese korrupten und kriminellen Europäer!
Mehr Vorurteile konnte man in diesen 93min. nicht unterbringen! Ich habe nur noch auf, "den Deutschen" der im Schuhplattler und Hakenkreuz-Tattoo um die Ecke, kommt gewartet
Der Spannungsbogen wird hierbei schon ziemlich konstant gehalten - Langeweile kommt nicht auf! Seichte Trash-Action, die für einen Sonntagnachmittag definitiv ausreichend ist!
Guter Actionfilm (trotz der Wackelkamera-Autofahrten) mit einem wirklich überzeugenden Neeson, aber gleichzeitig auch ein reaktionärer, xenophober Quatsch inkl. Logiklöcher mit den Ausmaßen des Marianengrabens. Also eine perfekte Hommage an die ganzen 80er und 90er Jahre Actionstreifen.
96 Hours - Kritik
FR 2008 Laufzeit 93 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Actionfilm, Kinostart 19.02.2009
Kritiken (24) — Film: 96 Hours
SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschen[...] „96 Hours“ ist, wie eigentlich jeder Selbstjustiz-verherrlichende Action-Film, natürlich moralisch äußerst fragwürdig. Das wäre jedoch für den geneigten Zuschauer vielleicht venachlässigbar, würde sich der Film nicht in jeder Sekunde so unfassbar ernst nehmen. „96 Hours“ kommt als falscher Heiland daher, als würde er seinem Publikum die Augen öffnen sowie die Missstände der Welt anhand des Dramas einer ganz normalen Familie nahebringen wollen. Stattdessen missbraucht er aber eben die im Film dargestellten, schrecklichen Wahrheiten als Nährboden für einen voyeuristischen, sadistischen, hirnlosen, noch dazu häufig unfreiwillig komischen „Einer gegen Alle“-Plot. Für wie blöd wird der Zuschauer eigentlich gehalten? [...]
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Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenFür Neeson ungewohnt harter Rache-Thriller, düster und grimmig entführt der Film in die Schattenwelt des Menschenhandels. Aber Liam Neeson alias Ex-CIA-Agent Bryan Mills fährt sein ganzes Können auf - und hinterlässt eine Spur der Verwüstung und Leichen., der man mit offenem Mund hinterher läuft. Überaus kurzweilig und durch die düster-rauhe Machart echt sehenswert kann auch der relativ lange Einstieg, das fast überhastete Ende und die Vorhersehbarkeit des Happy-End dem eigentlichen Reiz des Films wenig schaden.
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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenLiam Neeson spielt Stallone/Schwarzenegger. Ein echter Schenkelklopfer!
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geheimer333 2011/05/14 13:08:07
Antwort löschenIch find aber das Neeson weitaus besser spielt als Stallone und Schwarzenegger!
nullpunkt 2011/06/05 16:41:23
Antwort löschenWürd ich auch meinen.
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Joeyjoejoe17 2011/08/29 07:29:22
Antwort löschenbesser als beide zusammen
Broda 2011/09/20 17:42:23
Antwort löschenUm Welten.
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenmochte ich bis zu einem gewissen Punkt gegen Ende unglaublich gerne, weil er eine Quasi-Variante von HOSTEL darstellt, sich dennoch anderen Zutaten bedient. Es ist abermals der Blick auf Europa durch die amerikanische Brille, in dessen Schauermärchen alles schlecht und böse ist, was hinter dem großen Teich wandert. Straight, hart und soweit es das Genre erlaubt auch emotional nachvollziehbar. Und eben auch verdammt spannend. Hätte man nur noch viel schöner abrunden können. Das Ende enttäuscht dann nämlich doch sehr.
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Oceanic6 2011/01/16 02:00:49
Antwort löschen"... Es ist abermals der Blick auf Europa durch die amerikanische Brille..." ähm nicht wirklich oder ist dir entgangen, dass Besson und Kamen das Drehbuch geschrieben und auch ein Franzose Regie geführt hat?
Dem Rest stimme ich dir eigentlich zu! ;)
Janus Winter 2011/04/02 15:08:45
Antwort löschen96 HOURS ist ein französischer Film.
Stryke: inderzange.de
Kommentar löschenBesser als Bond und Bourne zusammen und das selbst noch im Ruhestand: Liam Neeson!
Der Film hat wirklich Spass gemacht. Viel Action und Spannung, eine Menge Speed und angemessene Gewalt.
Den Punkt Abzug gibts fürs Ende und die teilweise extremen Logikfehler im Film.
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Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM
Kommentar löschenDa merken wir dann auch gar nicht mehr, dass 96 HOURS eigentlich unglaublich reaktionär und ganz schön brutal ist. Denn, mal ganz ehrlich: Stellt auch vor, euch würde das gleich passieren und auch ihr würdet über eine ganz spezielle Reihe an Fähigkeiten verfügen: Wer würde noch groß verhandeln?
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Batzman 2009/06/25 00:55:00
Antwort löschenDas ist genau das perfide an diesem Drecksfilm, das er eine völlig hanebüchene Situation konstruiert um damit seine widerliche und menschenverachtende Neo-Con-Agenda zu rechtfertigen. Das er nebenbei noch ziemlich langweilig ist, mach das ärgerliche Ganze nur noch schlimmer.
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okami6 2009/08/05 22:07:29
Antwort löschenIn jedem zweiten Actionfilm werden hanebüchene Situationen konstruiert, die Reaktion daraus ist oftmals dieselbe. Wenn das meine Meinung wäre, würde ich eine ganze Stange von Movies in diesem Genre meiden. Sicherlich könnte man dem Film einiges vorwerfen, Langeweile jedoch nicht.
Die Durchschnittswertung hier und auch in der Imdb halte ich für gerechtfertigt. Und nein, die größenteils positiven Meinungsträger sind nicht verblendet.
bazookabros 2009/10/18 22:54:32
Antwort löschenIch fand den Film anfangs ziemlich spannend. Die Spannungsfesseln lockerten sich jedoch bei mir zum Ende hin immer mehr. Sicherlich kann ich ein großes Maß an Unrealismus dem Genre zuschreiben, aber ich bin dann doch enttäuscht, wenn eine durchaus mögliche Story als Aufhänger verwendet wird (die Entführung der beiden Mädchen) und dann zu einem Ego-Shooter à la Rambo abdriftet. Eine große Anzahl der fiesesten Geiselgängster Europas lässt sich von EINEM EINZIGEN Mann in die Knie zwingen - na klar!
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDas Kinouniversum von Luc Besson ist bleihaltig. Jetzt zeigt der französische Produzent die Stadt an der Seine als alptraumhaften Moloch und lässt Liam Neeson als irdischen Racheengel den Sündenpfuhl trockenlegen.
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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle
Kommentar löschenUnd dann ist es vorbei. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass nur 94 Minuten vergangen sind und dennoch so viel passiert ist. Ich werde Ihnen nicht sagen, dass "Taken" großartig ist, aber es ist ein großer Spaß.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenLiam Neeson ist böse, so richtig böse. Verständlich, da lässt er seine Tochter widerwillig nach Europa reisen und diese wird an erstbester Stelle von einer Horde albanischer Menschenhändler entführt. Nur gut, dass Papi früher einmal für die Regierung gearbeitet hat und genau weiß, wie man mit solch einem Gesocks umgeht. Da helfen keine Verhandlungen, nein, nur mit Waffengewalt kann man das Mädchen aus den Händen der Gangster befreien. Was folgt, ist ein einstündiger Amoklauf Neesons durch Paris, brutal, kaltherzig, ohne Rücksicht auf Verluste, politisch unkorrekt. Da werden Foltermethoden angewandt, um an wichtige Informationen zu kommen oder unbeteiligte Personen angeschossen, um ein Druckmittel in der Hand zu haben. Für seine heißgeliebte Tochter geht Neeson über Leichen, viele Leichen. Glücklicherweise wurde Taken, oder eingedeutscht 96 Hours, nicht in Hollywood, sondern in Frankreich produziert. Gerade dieser Tatsache ist zu verdanken, dass der Film keine weichgespülte Stangenware, sondern ein knüppelhartes B-Movie in der Tradition der 70er und 80er geworden ist. Dieser Film hat keinen Anspruch und macht einfach nur Spaß. Umso ärgerlicher ist es dann, dass Luc Besson, der sich für das Drehbuch verantwortlich zeigt, eine so ernste und biedere Geschichte geschrieben hat. Etwas Auflockerung hätte dem Film gut getan, etwas mehr Humor und Wortwitz. Dann hätte 96 Hours mühelos in einer Liga mit Shoot Em Up und Crank spielen können. So bleibt der Film ein straighter und harter Actioner, der einiges an Potential verschwendet. Spaß macht er aber trotzdem.
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filmfreak23 2011/06/27 18:00:20
Antwort löschenEtwas Auflockerung und etwas mehr Humor hätte dem Film nur geschadet!!
isinesunshine: isinesunshine.de
Kommentar löschenDer Selbstjustizthriller mit Liam Neeson in der Hauptrolle ist zwar spannend, aber dennoch ungereimt, und er legitimiert das (doch sehr blutige) Vorgehen abseits des Gesetzes - zu sehr. Nun gut, dass diese Art der persönlichen Vergeltung gutgeheißen wird, ist für dieses Genre nunmal so. Was mich an 96 Hours gestört hat ist vielmehr die Tatsache, dass die Amerikaner sich im bösen Europa (in das die Terroristen aus dem Ost-Westen einfallen) alles erlauben können.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenDer paranoide und fremdenfeindliche Subtext des Films ist beunruhigend. Bryan verfügt über eine Menge Übeltäter, die heftige Akzente setzen und diese in cleveren Methoden umsetzen. Mit der aufschiebenden Wirkung des Unglauben und einem starken Magen kann man in den Film hineingezogen werden und vielleicht auch absorbiert werden durch den mit Adrenalin aufgepumpten Actionthriller.
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenEiner der besten Thriller, der letzten Jahre!! Liam Neeson ist einfach nur genial, endlich wird nicht mehr lange um den heißen Brei herum geredet sondern geschossen, geschlagen oder getreten einfach nur genial!
Jedoch ein anderes Ende hätte ihn zum einem noch besseren Film gemacht, aber wie es nun mal so ist wollen die Produzenten wohl nur solche Enden. Schade, dennoch wieder mal was erfrischendes im Thriller Genre!!!
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenGuter gradliniger Actionfilm, der die klassischen amerikanischen Klischees (Araber, Ostblock und Europäer sind böse) bedient. Weitgehend spannend läßt der Film etwas an Finesse vermissen.
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geheimer333 2011/04/07 17:05:46
Antwort löschendas ist ein französischer film
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenEigentlich ist es wirklich fast schade, dass dieser Film so sein Potential verschenkt. Denn von der grundsätzlichen Inszenierung Pierre Morels her, geht „96 Hours“ eigentlich in Ordnung. Und keiner wird bestreiten wollen, dass Liam Neeson eine coole Sau ist, der in diesem Streifen mal ordentlich auf den Putz hauen darf. Rein unter dem Gesichtspunkt der Unterhaltung kann man „96 Hours“ eigentlich ohne Probleme eine Wertung im Bereich von 7 Punkten spendieren, doch darf man sich vom reinen Unterhaltungsfaktor meiner Meinung nach in diesem Fall nicht leiten lassen. Dieser Film trampelt voller Freude auf den aufgeklärten Werten und Normen herum, für die die westlichen Gesellschaften mittlerweile stehen, auch wenn natürlich in der täglichen Umsetzung nicht alles Gold ist, was glänzt. Natürlich, Kino darf als Kunst auch immer Grenzen ausloten, auch mit Grundwerten spielen, doch in dem Moment, wo er dies so unironisch und ernst gemeint vorträgt, ohne jegliche Reflexion der Mittel, muss dies kritisiert werden. Ich bin wahrlich kein Freund von ideologischer Kritik, aber in diesem Fall muss es leider sein. Hätte der Film doch nur ein Gespür für Ironie gehabt!!!
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenKurz und schmerzvoll fällt die Selbstjustiz aus, mit der sich Bryan zur Familienzusammenführung mordet. Die brutale Rache läuft über ziemlich simple Action-Sequenzen ohne viel Raffinesse ab. „96 Hours“ wird von Fernseh-Serien wie „24“ beschleunigt, Bryan zeigt das Einfühlungsvermögen von einem „Medium“. Produziert von Luc Besson hat die Action höchstens den subtilen Humor, dass der französische Film es als gefährlich vorführt, wenn 17-Jährige durch Europa touren. Dass sich die neurotische Angst des Vaters vor einem unsicheren Europa tatsächlich erfüllt, macht auch den Film etwas neurotisch und albern. Der zwischenzeitlich wilde Kamera- und Montage-Stil kann nicht davon ablenken, dass Liam Neeson als Superheld unpassend wirkt.. Am Ende ist wieder alles in alter Ordnung mit Männern, die da sind, wenn man sie braucht.
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JimSommer 2010/02/10 17:24:31
Antwort löschenDu schreibst: "Die brutale Rache läuft über ziemlich simple Action-Sequenzen ohne viel Raffinesse ab."
Also ich würde sagen die wirklich gelungen Action-Sequenzen sind der Grund warum der Film sehenswert ist. Gib doch mal ein paar Filmbeispiele zum besten die besonders "raffinierte" Action-Knaller sind, dann wird deine Kritik auch substanziell verständlicher. :)
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenABC - Albanian Body Count (“No Albanians were harmed in the making of this movie.”) Ein unterhaltsamer, brettharter Selbstjustiz-Thriller, kompromisslos, humorlos, schnörkellos. Sobald man den “Let me entertain”-Modus ausschaltet und mit etwas Abstand über den Film nachdenkt, wird dann doch der reaktionäre Charakter des Films klar. Da unternimmt der Held nicht einmal den Versuch, mit legalen Mitteln oder zumindest mit Hilfe der Polizei seine Tochter zu retten. Statt dessen werden erst Albaner und dann Araber in einer Geschwindigkeit zu Leichenbergen aufgetürmt wie sonst nur in Genresatiren wie “True Lies”. Die Kaltschnäuzigkeit, mit der hier Böse, Nicht-ganz-so-Böse und Unschuldige ausgeschaltet, zu Tode gefoltert oder zumindest angeschossen werden, beeindruckt schon in dieser neuen Art von “Ego-Shooter”. Nicht jeder, der Action-Thriller mag, wird mit dem Ausmaß an “political incorrectness” zurecht kommen. Und nicht jeder, der diesen Film toll findet, wird ihn richtig einzuordnen wissen. [Mehr im Podcast]
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschen[...]
“96 Hours” ist kein neuer Kultfilm und schon gar keine ernsthafte Konkurrenz für den Besson-Klassiker “Léon - der Profi”, doch das will er auch gar nicht sein. Der Film ist ein reiner Action-Film, in dem Mills Rache an erster Stelle steht und dem Moral und eine tiefsinnige Geschichte erst mal völlig egal sind. Hier wird erst geschossen und dann verhandelt. Und manchmal ist das ja auch ganz schön anzusehen.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Man könnte „96 Hours“ fast bodenständig, ja sogar vergleichsweise harmlos nennen, wenn nicht jeder einzelne Schlag und Schuss des Protagonisten perfekt sitzen würde, seine eiskalte Kompromisslosigkeit einem nicht mindestens in einer Szene vor den Kopf stoßen würde und die dünne Geschichte nicht so sorglos mit Stereotypen umgehen würde. Der Preis für die Kurzweile in „96 Hours“ ist eben, dass nichts hinterfragt wird. (Schon gar nicht, warum es ausgerechnet 96 Stunden sind.) Die Europäer sind wieder die Bösen, und um das Böse zu bekämpfen ist jedes Mittel recht. Etwas weniger Ernst wäre bei dieser Story sicherlich ratsam gewesen. Dass hinter diesem in Paris spielenden Werk keine Amerikaner, sondern Franzosen stecken, erweckt den Anschein von wohlüberlegter Ironie. Weil dieselbige im Endprodukt aber nicht erkennbar wird, bringt das alles nichts. [...]
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Die Actionszenen an sich sind überdies hart, temporeich und nicht zu hektisch inszeniert, bieten in Zeiten der "Bourne"-Trilogie und der Neuauslegung der "Bond"-Reihe aber auch nichts außergewöhnliches. Besonders eine Autoverfolgungsjagd wirkt im Vergleich zu "Bourne" recht harmlos und bieder. "24"-mäßige Foltermethoden und das bewusste Verursachen von ‚Kollateralschäden‘ zum Erreichen der eigenen Ziele (indem Mills die unschuldige Ehefrau eines doch nicht ganz so guten alten Freundes anschießt) sind ebenso mehr Zitat, denn Innovation. Allerdings geht der Film mit diesen bekannten Elementen nicht verschwenderisch um und fügt sie gut aneinander.[...]Insgesamt geht der Film ehrlich mit sich und seinen Möglichkeiten um. Mag man hinter der Plattheit des Geschehens eine gewisse Ironie erkennen (von der Protagonist und Story ansonsten leider vollkommen frei sind), kann man ihm seine Vorzüge mit einem Augenzwinkern locker höher anrechnen, als ihm die negativen Aspekte vorzuhalten. Dadurch, das Buch und Regie jeweils von einem Franzosen stammen, fällt es eigentlich schwer zu glauben, dass das ‚Amerika ist gut und edelmütig, Europa (Paris!) ein abgründiger, gefährlicher Moloch‘-Szenario auch nur im Ansatz ernst gemeint ist.[...]
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CineKie: CineKie.de
Kommentar löschenHerrlich altmodischer Actionfilm, bei dem sowohl die minimalistische Alibistory als auch die harten und kompromisslosen Actionszenen an die guten alten 80er erinnern. Bitte mehr davon!
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWas für ein reaktionärer Scheissdreck, der umso ärgerlicher ist weil sich gute Leute wie Liam Neesen dafür hergeben. Luc Besson beweist mit diesem Action-Vehikel mit VanDamme-Storyline, dass er mindestens genauso chauvinistisch, klischeehaft, unlogisch und dumm schreiben kann, wie seine US-Kollegen. Nach den ersten recht spannenden 25 Minuten kippt der Film völlig in eine Macho-Rachephantasie ab, die ihre Hauptfigur keine Sekunde hinterfragt. Dagegen wirken selbst Dirty Harry und Charles Bronson noch sympathisch. Der Zweck heiligt die Mittel, absolut. Der Film wirkt wie die kleingeiste Masturbationsvorlage der Bush-Administration und anderer boulevardgläubiger Apologeten der Todesstrafe. Das süssliche Ende, das die widerwärtigen Foltereien und Massenmorde des "Helden" völlig ausblendet, setzt dem ganz unerfreulichen Mist die Krone auf.
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alanger 2009/08/31 21:04:07
Antwort löschendirty harry und charles bronson SIND sympathisch;)
Keyser_Sozee 2009/09/19 01:56:00
Antwort löschenOh man was haste erwartet ein Film Noir,
siehe klappen Text (DVD Cover), das sagt schon alles...bzw. einfach mal Trailer vorher an-schau´n...das hilft!(ich wollt schon immer mal neunmal klug rüber komm ;):P )
den im Vergleich zu crank2, war dieser Film ja noch hochwertig....
Keyser_Sozee 2009/09/19 02:00:23
Antwort löschenps:dirty harry und charles bronson SIND & WERDEN ES IMMER SEIN ___>sympathisch;)
screenager 2009/11/05 14:45:55
Antwort löschenHier wurde nicht der Film bewertet, sondern das Handeln einer fiktiven Figur.
Batzman ist Luc Besson schön auf den Leim gegangen.
Darin zeigt sich wieder die Klasse des Films: Er lässt die Bewertung beim Zuschauer und regt zum Nachdenken an.
Strikerth 2009/11/05 15:18:26
Antwort löschen:) richtig. der film soll das bewirken fand ihn gut ;) ich wusste was auf mich zukommt ich habe nur das gewollt und es kam auch!
RobbenkIopper 2010/01/13 14:20:19
Antwort löschen@ Batzman
Du verlangst hier von Luc Besson das Komplettpaket für (nicht auf dich bezogen) Idioten. Der Film soll dem Betrachter die Aufgabe einer moralischen Bewertung abnehmen und dem geneigten Zuschauer sagen was er zu denken hat. Und genau das nervt mich an den meisten anderen Filmen.
Auch wenn man die Handlungen des Hauptdarstellers als moralisch verwerflich betrachtet, so sind sie doch realistischer als die ewig gleiche Hollywood Nummer á la "Nein das darf ich nicht machne, ich bin ja besser als du"
Ob dies richtig oder falsch, moralisch vertretbar oder unmoralisch ist - drüber sollte der Zuschauer sich eigene Gedanken machen
patcharisma 2010/01/25 23:47:03
Antwort löschenVerstehe Dich schon, Batzi, aber kannst Du auch meine Kritik irgendwie nachvollziehen?
Batzman 2010/01/26 00:38:53
Antwort löschenNur zum Teil. Es gibt genug Filme wie Die Klasse, Lärm und Wut, Hass usw. die die Probleme und die Kriminalität in Frankreich ernsthafter angehen. Taken appeliert dabei für mein Empfinden wirklich nur an die niedrigsten Instinkte, an den Mob der am liebsten immer nach der Todesstrafe schreit. Würde er seine Figuren amibivalenter gestalten oder zeigen, das diese Aktionen moralische und rechtliche Konsequenzen haben, wäre er noch diskutabel. So ist es für mich nur eine recht dumpfe Hass-Phantasie in der sich der amerikanische WASP vor dem bösen Fremden fürchtet, das keinerlei menschliche Eigenschaften mehr hat. Ich finde die Neeson-Figur widerwärtig und die Motivation ziemlich ekelhaft - der Verweis auf die realen Probleme in Paris, find ich dabei nicht überzeugend. Überspitzt gesagt gesagt wäre das als wollte ich die sicher vorhandenen Probleme Berlins mit Deutschen mit Migrationshintergrund in einem Film thematisieren, den ich "Der Ewige Türke" nenne...
mistral36 2010/01/26 15:52:21
Antwort löschenWarum muss man denn immer unter moralischen oder rechtlichen Aspekten (be)urteilen?
Der Film war doch nett, zumal er die ureigensten Bedürfnisse des Menschen befriedigt (Versuchung, Rache, kompromisslose Willensdurchsetzung).
Also, ich würde gern mal als (selbsternannter) Agent durch Paris latschen und ein wenig umherballern, und die kriminellen Unterweltler hochgehen lassen. Ist doch wunderbar...:-)
Soetwas lässt wohl nur putzige Gutmenschen kalt.
Man muss selbstverständlich zwischen Realwelt und Film unterscheiden, das ist klar. Ich habe das Gefühl heutzutage werden Filme oder allgemein "Kunst" viel zu wichtig genommen.
Warum bleibt man nicht bei Oscar Wilde? "So etwas wie moralische oder unmoralische Bücher gibt es nicht. Bücher sind gut oder schlecht geschrieben. Weiter nichts." - Lässt sich ja auch ohne Anstrengung auf andere Bereiche übertragen.
patcharisma 2010/01/26 16:05:13
Antwort löschenDer Film hat nun mal eine politische Botschaft (ob's dir gefällt oder nicht). Gutmenschen sind auch nicht putzig, sondern eben gut - gut solange es Ihnen selbst was bringt. @mistral: Musst halt meine Kritik zum Film >weiter unten auch lesen!
RobbenkIopper 2010/01/26 16:51:43
Antwort löschenPolitische Botschaft hin oder her - Ziel des Films ist es zu Unterhalten. Und wer bei einem reinen Actionfilm die politische Botschaft kritisiert hat meiner Meinung nach das Thema verfehlt.
Als nächstes wird noch argumentiert das "Batmans Rückkehr" 0 Punkte verdient weil Danny de Vito Pinguine diskriminiert.
Zu einem guten Actionfilm gehört die klassiche Schwarz/Weiß Malerei nun einmal dazu. Ein Bösewicht der nur ein bischen böse ist, sich im Charakter entwickelt und später alles bereut gehört in den Sozialkundeunterricht, aber sicher nicht in einen stumpfen Actionfilm. Ich kann absolut nicht verstehen wie man so etwas auf politische und gesellschaftliche Realitäten beziehen kann.
mistral36 2010/01/28 12:26:11
Antwort löschen@pat:
Ich habe doch nie behaputet, dass es keine politische Botschaft gäbe. ;-) Und warum sollte die Existenz einer solchen Botschaft mir nicht gefallen? Möglicherweise mache ich den Eindruck, aber ganz hirnlos bin ich auch nicht, und über Ansätze dir mir ein Film gibt, kann ich sehr wohl nachdenken. (Daher finde ich deine Rezension, unten, sehr wertvoll und aufschlussreich).
Ich wollte nur ausdrücken, dass ein Film für mich vordergründig Kunst bedeutet, und Kunst erschließt sich immer auschließlich durch Ästhetik.
Wenn man etwas über Pariser Millieustudien oder soziale Handlungsmuster unter moralischer Rechtfertigung erfahren möchte, sollte man lieber Fachliteratur lesen.
In diesem Film jedoch, wurde ästhetisch gesehen vieles recht überzeugend dargestellt, weshalb er mir gefällt, auch wenn der Protagonist "widerwärtig" erscheinen mag oder sich der Film jeder moralisch-rechtlichen Konsequenz/Verurteilung entzieht.
PS: Nein, Gutmenschen sind putzig. :-)
Ollivander89 2011/05/04 00:53:03
Antwort löschenWie passen denn eure Entgegnungen zusammen? Ist Taken nun ein stumpfer Actionfilm, der menschliche Urinstinkte befriedigt oder ein Geniestreich des Regisseurs, in dem dem Zuschauer untendendenziös vor Augen geführt wird, wie ein sorgender Vater seine grausame Ader entdeckt?
Meinung Meinung nach ist er gerade das nicht! Der Film verzichtet auf jede objektive Distanz zu seiner Figur, am Ende bleibt nur hängen: "Wenn der jetzt auf diesen Gutmenschen-Quatsch mit Datenschutz und Folterverbot Rücksicht genommen hätte, hätte er seine Tochter nicht wiedergekriegt."
Der Vergleich mit Wut und mit Hass ist haarsträubend, der mit Crank passt!
Quills 2011/10/19 13:17:00
Antwort löschenNebenbei gesagt: Der heißt Neeson, nicht Neesen. Zum Rest der "Kritik":
*Töröööö* wo ist denn die Moralkeule? *Törööööö* Ach, die hat zu tun? *Töröööö* Jo, die wurde ausgeliehen von Batzman *Törööööö*
Bist schon ein ziemlicher Spielverderber, wenn ich das mal so sagen darf ;)
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Wuci 2011/12/22 14:33:22
Antwort löschenBatzman, du solltest dir, bevor du einen Film ansiehst, vielleicht mal die Filmbeschreibung durchlesen, bevor du danach ablästerst. Denn jeder der die info gelesen und den Film angesehen hat, wollte genau dieses Rachegemetzel ohne wenn und aber und ohne Gnade sehen.
Deep Ford 2011/12/27 12:15:43
Antwort löschen"chauvinistisch, klischeehaft, unlogisch". Jepp.
"unterhaltsam" fehlt da noch.^^
Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,... Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,...
Kommentar löschenEin bärbeißiger und entwaffnender Humor hätte dem reaktionären Rache-Gemetzel sicherlich gut getan. Dieser Film aber meint es im doppeldeutigen Sinn tatsächlich gefährlich ernst und legt den bedenklichen „Body Count“ lediglich als hippen, ästhetischen Schmuck an. Die obligatorische, in ein weißes Kleid gehüllte Unschuld gerät einmal mehr in die Schusslinie und trägt schmucke Blutflecken zur Schau. Der gesamte Showdown ist letztlich nicht mehr als die computerspielhafte Visualisierung eines durch Gänge und Räume irrenden Ego-Shooters, der sich beständig den Weg zu seinem Ziel frei schießt. Trotz des schauspielerisch starken, gut besetzten Liam Neeson und einer im Grunde angenehm geradlinigen Optik und Inszenierung fehlt es „96 Hours“ wie vielen Actionfilmen ähnlichen Zuschnitts leider an Klugheit und Raffinesse.
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Aylon5 2010/05/10 12:17:44
Antwort löschen"...fehlt es „96 Hours“ wie vielen Actionfilmen ähnlichen Zuschnitts leider an Klugheit und Raffinesse."
Ich glaube es ist gaaanz schwierig das miteinander zu vereinbaren^^
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenAlles in allem ist das neueste Vehikel des französischen perpetuum mobile Luc Besson ein adäquater Vertreter dessen Stumpfsinns-Œuvre, welches bisweilen kurzzeitig Karten für die Unterhaltungsachterbahn löst, nur um letztlich von den Sicherheitskräften hinaus eskortiert zu werden, weil die erforderliche Größe nicht beachtet wurde.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenMan merkt direkt, dass dieser Action-Thriller nicht aus den USA kommt, denn man kann dem Drehbuch wirklich einiges vorwerfen, aber definitiv nicht, dass es politisch Korrekt sei. Hier wird so richtig schön die Sau...
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Kommentare (377) — Film: 96 Hours
Kommentar schreibenCowboy&NoGuns 2012/02/06 19:15:56
Kommentar löschenhttp://9gag.com/gag/2248003
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skinflowers 2012/02/06 05:34:33
Kommentar löschenBitte mehr davon!
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Luise Schweter 2012/02/01 01:09:04
Kommentar löschenDie technische Aufmachung mag ja o.k. sein. Aber die dumpfe Selbstjustiz trifft wie töte und folter ich möglichst viele "Böse" Story gibt nicht viel her. Die Zeiten in denen ich Actionfilme danach maß wieviele von Arnie, Freddy Krueger oder Michael Myers getötet wurden sind lange vorbei. Zum Glück. Kaltblütige Kracher scheinen aber zur Zeit in den USA am Fließband produziert zu werden. Charles Bronson konnte davon ein Lied singen.
Halte ich für lange überholt.
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Nudelapache 2012/01/30 17:30:51
Kommentar löschenTaken – 96 Hours
Wao. Das war das erste Wort, welches mir nach diesem Rachethriller der Extraklasse in den Kopf kam. Einfach Wao.
Kurz zusammengefasst:
Neeson spielt einen ehemaligen Geheimagenten, der in den Ruhestand gegangen ist, um mehr Zeit mit seiner Tochter verbringen zu können. Diese lebt bei seiner Ex-Frau, und plant mit einer Freundin alleine in Urlaub zu fahren. Paris soll die erste Anlaufstelle des Trips sein.
Dort angekommen werden sie in der Wohnung einer Bekanten von einem Menschenhändlerring gekidnappt. Neeson’s Tochter hat vor der Entführung noch schnell die Möglichkeit, sich unter einem Bett zu verkriechen und einige Informationen über die Eindringlinge ins Handy zu brüllen, an dessen anderem Ende ihr Vater zuhört, den sie in Panik angerufen hat. Neeson macht sich nach einem kurzen Gespräch mit einem der Entführer entschlossen gen Frankreich, um seine Tochter zu finden, da ihm Insiderinformationen vorliegen, dass es nur bis zu 96 Stunden nach einer Entführung möglich ist, diese zurückzuverfolgen und seine Tochter zu finden.
Ein Mann sieht rot!
Ganz besonders möchte ich die Leistung von Liam Neeson hervorheben. Er spielt die Rolle des liebenden Vaters mit kleinem Kontrollzwang unheimlich, gar erschreckend glaubwürdig. Man nimmt ihm seine anfängliche Verzweiflung, die sich später in eiskalter, berechnender & entschlossener Selbstjustiz manifestiert, 100%ig ab - Augenmerk auf das grandiose und oft zitierte Telefongespräch mit dem Entführer! Gänsehaut pur!! Selten eine solche Atmosphäre erlebt. Selten hat mich ein Film von Anfang bis Ende so gepackt.
„Wenn es nötig ist, reiße ich den Eifelturm ein!“
Besonders die Fightsequenzen sind ziemlich einzigartig. Hier wird zwar eine One-Man-Show geboten, aber anders als gewohnt. Gezielter. Strukturierter. Realistischer. Vor allem effektiver. Hier gibt es kein wildes Gestürme in Räume, willkürliche Blei-, sowie opulente & vollkommen übertriebene Explosionens- und Effektorgien.
Fast im Gegenteil. Werden andere One-Man-Show Helden...hust.. John Rambo...als unverwundbare, übercoole und allwissende Übermenschen dargestellt, schaffen es Liam Neeson und Luc Besson, den Rachefeldzug durch die Pariser Unterwelt erschreckend realistisch wirken zu lassen. Genau das hat mich gepackt und gleichzeitig fasziniert, gerade weil diese Szenen schauspielerisch nicht zu abgehoben wirken, gepaart mit der unglaublichen Präsenz und Kompromisslosigkeit Neeson's.
WTF?!
Kritiker unterstellen dem Film sicherlich mehr als nur ein Paar Fehler, die jedoch für mich nicht ins Gewicht fallen. So wird Paris hier von Alberner aus dem Untergrund regiert, die allesamt Prostitutions- & Drogenhintergründe haben, sowie Frauenhandel vorweisen können, usw. Da ist in anderen Rezensionen mehr als genug drüber geschrieben worden.
Résumé
Hier bekommen wir einen wunderbar abgeschmeckten, deftigen und noch blutigen Fleischbrocken vorgesetzt, garniert mit einer glaubhaften Story, mit einem über allem thronendem Liam Neeson auf dem Weg zurück in den Actionolymp.
96 Hours ist für mich mit, wenn nicht sogar das Beste ist, was ich in diesem ausgelutschten Genre seit Jahren gesehen habe. Es ist einfach unglaublich spannend dem damals 56-jährigen Neeson zuzusehen, wenn er sich wie ein entfesselter Orkan, immer nahe an der Grenze zur Rechtsstaatlichkeit, über die Leinwand wütet, sich bis zu seiner entführten Tochter vorkämpft, das alles mit dem ständigen Gedanken im Hinterkopf "Der Zweck heiligt die Mittel".
Für andere ist dieser Film aufgrund der oben angedeuteten Fremdenfeindlichkeit, etc. ein Reinfall, für mich eines der Highlights 2009 und die Wiedergeburt eines totgeglaubten Action-Stars. Der für mich (fast) perfekte Film!
Mehr davon.
Bitte.
10/10
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Kazuma 2012/01/23 03:07:44
Kommentar löschenLiam Neeson ist wie ein Orkan
in 96 Hours mekrt man wie Liam aufblüht
gute Story, die zur keiner Zeit langweilig ist
auch wenn mir einige sachen gefehlt haben z.B. wenn er die eine entführte, mit Drogen vollgepumpte Frau wieder aufpeppelt und nur nach der seiner Tochter fragt, schwupps nächste scene ohne das man sieht dass er die Frau in sicherheit bringt denn so alleine kommt die Frau denn eig ja nicht klar (sie hat kein Geld um nach hause zu kommen) und mann nicht weiss was mit Ihr passiert
gute Action wobei mir ein par Actionscenen ich das gefühl hatte das da etwas weggeschnitten wurde aber ansonsten Top
sehr gute Darsteller vorallem liam Neeson den ich ja schon gelobt habe
ansonsten kann ich nur jedem 96 Hous uneingeschränkt weiterempfehlen ; )
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Oliver0403 2012/01/12 04:48:49
Kommentar löschenIch bin von dem Fim begeistert. Wie sich Mills an die Entführer heranbegibt und dann in dem Haus anhand der Stimme den Marco wiedererkennt und dann in der Unterwelt aufräumt ist sehr unterhaltsam und hervorragend gespielt. Liam Neeson ist einer der Darsteller, die auch quasi alleine einen Film führen können. Und das können heutzutage nur wenige der Hollywoodschauspieler.
Freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.
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Hanno Jones 2012/01/12 05:41:58
Antwort löschenein zweiter teil?! wann wo wie wer und vor allem warum weiss ich davon nichts? xD
kann mir aber gleichzeitig auch nicht vorstellen, dass der so toll wird ...
Oliver0403 2012/01/12 20:31:20
Antwort löschen@Hanno guckst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/96_Hours#Fortsetzungen
mikkean 2012/01/07 15:41:15
Kommentar löschenYeah, Liam Nesson spielt Karneval und zieht sich das Rächer-Cape von Charles Bronson über. Ein ehemaliger "Profi", geschieden und sein Kind über alles liebend, hetzt nach Paris. Denn da haben ruchlose Bad Guys seine Tochter verschleppt. Wow, so knapp kann "96 Hours" alias "Taken" zusammengefasst werden. Ich sollte aber noch den zweiten Teil der Story erwähnen: In der Stadt der Liebe räumt der Profi unter schmierigen Anzug-Trägern, Menschen-Händlern, Drogendealern und Zuhältern auf. Es werden keine Gefangenen gemacht. Die Knochen dürfen splittern, die Bastarde zu Tode geröstet, aufgeschlitzt, abgeknallt oder über den Haufen gefahren werden. All in the name of Love und im Zeichen gnadenlos einfältiger Feindbilder. Vom verachtenswerten Grinsemännel mit Geld, albanischen Mafia-Gangstern und zuletzt dem nach Jungfrauen lüsternen, verfetteten Scheich - eine Parade der simplen Malen-nach-Zahlen-Bösewichte. Kein Wunder, hat ja auch Luc Besson mitgeschrieben und produziert. So fällt der Film ganz im Sinne seiner bekannten Action-Reißer aus: Gut choreografiert und fotografiert, ernste Themen vorgeschoben und dann gnadenlos die Krawall-Schraube hochgedreht. Jetzt sollte man Besson oder Mann im Regie-Stuhl, Pierre Morel, nichts vorwerfen, was Hollywood schon vor Jahren eingeführt hat. Und die Menschenhandel-Thematik ist leider eine sehr reale, schockierende Gewissheit, die jedoch eher blauäugig aufgegriffen wurde und dann noch, natürlich, mit einem Happy End versehen wurde. Könnte das Publikum ja schockieren oder überfordern, wenn unser Liam am Ende nicht sein Versprechen einlösen kann. Immerhin muss ich gestehen, dass Nesson als eine durchaus gute Figur als Action-Held macht. Hätte ich vom Mann, der sowohl Schindler als auch den Darkman so wunderbar greifbar verkörperte, nicht anders erwartet. Großer Pluspunkt, er muss sich nicht auf Gebieten zum Affen machen, die ihm körperlich nicht liegen würden. Wo ich hingegen eher enttäuscht wurde von der restlichen Besetzungs-Gesinnung. Famke Janssen als nur heulende Ex-Frau zu verpflichten, ist schon schändlich. Wo liegt denn da die Herausforderung? Und die bösen Jungs sind entweder hübsche Köder oder hässliche Gestalten, von denen man nicht mal auf der Straße angesprochen werden will. Da erscheint es uns schon als Erleichterung, wenn die endlich das Zeitliche segnen. Tja, so hat Luc Besson den Amis wohl wieder mal erfolgreich Coca Cola verkauft. Und man kann ihm deswegen nicht mal rügen, so läuft das Geschäft halt. Kurzum, als Reißer überzeugt "96 Hours" handwerklich - er wirkt wie eine komprimierte "24"-Staffel, die Kiefer Sutherland hätte drehen sollen. Mit der einfachen Hau-Drauf-Taktik so eine ernste Thematik abzuhandeln, hinterlässt schon einen komischen Nachgeschmack. Am besten Verstand und Gewissen ausschalten, dann macht es durchaus Laune.
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bird 2012/01/04 15:01:15
Kommentar löschenDer film ist aufjedenfall unterhaltsam und spannend, streckenweise sogar richtig richtig gut ! Was mich aber TOTAL nervt und weshalb ich mindestens 2 punkte abgezogen habe, ist diese 'Amerika ist wunderbar'-Stimmung im Film. Ganz ehrlich das ist doch mega lächerlich... 'zack ist das Mädchen in Paris wird es auch schon entfürhrt' und sofort denkt jeder, in Europa gibt es nur Mafias und böse Menschen und Amerika das einzig sichere Land der Welt ?! Aber wie schon gesagt, abgesehen davon ist es halt ein guter, stumpfer Actionfilm in dem sich ein Mann durch ALLES durchschlagen kann und wenn ich sage ALLES, dann meine ich das auch so ;)
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RoosterCogburn 2012/01/04 06:37:11
Kommentar löschenDie französische Produktion hat seinen Unterhaltungswert und vermag mich beim zuschauen zu faszinieren. Ebenso wie es seinerzeit "Death Wish" konnte. Sein wir ehrlich. "96 Hours" ist ebenso plakativ, schlicht und voller Klischees wie der fast 40 Jahre alte Krimi mit Charles Bronson.
Allerdings haben Luc Besson und Robert Mark Kamen in ihrem Drehbuch darauf geachtet keine plumpe Euro-Adaption der Neuzeit in die Kinos zu bringen. Doch ist die Entführung der Tochter des "Verhinderers" auch kein wohl überlegter, innovativer Actionthriller mit Story-Twist. Nicht im geringsten. Es ist ein geradliniger Actioner. Durch die zeitgebunden vier Tage soll der Held unter Druck gesetzt werden. Allerdings wird das nebensächlich, denn er braucht die Zeit gar nicht. Emotionale Verbundenheit soll erzeugt werden. Böse Menschenhändler entführen die Tochter, die mit samt Freundin in Paris Urlaub macht. Oweh, die bösen Europäer. Ein Glück das es sich hier um eine französische Produktion handelt, sonst könnte man 'was-weiss-ich' unterstellen. Zum Beispiel das nur Amis auf der Welt für Ordnung sorgen können. Das die Polizei im Ausland von ihrer Arbeit keinen Schimmer hat und sowieso korrupt ist. Aber ich kann über die leicht reaktionäre Grundeinstellung von Luc Besson und seinem Film hinweg sehen. Der Mann brauch für seine, im allgemeinen formelhaften, Filme nun einmal Feindbilder. Momentan sind das eben wieder die bösen Russen und der nahe Osten. Aufgrund des allgemeinen Terror-Hype und der Panikmache werden auch gerne Menschen anderen Glaubens für diese Zwecke mißbraucht.
Ich kann jedoch tatsächlich die Fragwürdigkeit des Inhaltes beiseite legen und mich daran ergötzen wie Liam Neeson durch die Großstadt hetzt, weil er seine Tochter retten will. Schließlich ist es mir dann auch wurscht, wenn mir der typische Satz eines Rächerfilmes um die Ohren gehauen wird. "Das ist nicht persönlich. Sondern rein geschäftlich ..." - "Für mich ist es persönlich *PENG-PENG-PENG*"
That's Entertainment!
Für Interessierte:
Im letzten Oktober ging "Taken 2" in Produktion. Besson/Kamen haben wieder die Vorlage geliefert. Soweit ich weiss, ist diesmal Olivier Megaton im Regiestuhl. Über den Inhalt ist mir wenig bekannt. Aber Liam Neeson ist erneut dabei.
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J.-F. 2012/01/03 17:40:41
Kommentar löschenWie gern ich diesen Film gesehen habe. Eine packende Story mit jeder Menge fliegender Fäuste und Munition. Gerade weil man die Emotionen und die Reaktionen so gut nachvollziehen kann, zieht der Film einen total in seinen Bann. 1A Film!!
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zurich14 2012/01/02 23:09:36
Kommentar löschenDer Film besticht durch durchstilisierte, knallharte Action und einem durchdachten Drehbuch. Er rutscht nicht ins Dümmliche ab wie so viele andere im gleichen Genre. In diesem Film kommen genau die dran, die sich wahrscheinlich all die anderen billigen Actionstreifen reinziehn.
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Filmkenner77 2011/12/31 15:32:48
Kommentar löschenAls Kind der 80er Jahre ist man ja förmlich mit den ultrareaktionären Selbstjustizthrillern eines Charles Bronson aufgewachsen, auf dessen Spuren auch "96 Hours" wandelt. Der Film will nicht mehr als ein schnörkelloser Actioner sein, der kurzweilige und größtenteils angenehm handgemachte Action in Zeiten bietet, in denen zu schnell und zu oft mit Special-Effekten und anderen technischen Spielereien die Bodenständigkeit des Genre unterminiert wird.
Sicherlich, diesem herrlich altmodischen Thriller kann man vorwerfen, dass die Charaktere nicht exakt ausgearbeitet sind, aber dies ist in diesem Genre ohnehin eher die Regel denn die Ausnahme. Frankreich, genauer Paris, symbolisiert den Hort des Bösen, in dem Bestechung, Mädchenhandel und Prostitution scheinbar an der Tagesordnung sind, während Amerika als Enklave der Glückseligkeit angepriesen wird. Es wimmelt in "Good Old Europe" nur so von Schurken, die vom anpackenden Amerikaner (ironischerweise vom Nordiren Liam Neeson dargestellt), dessen Tochter entführt wurde, ihrer gerechten Strafe zugefügt werden. Eine Handkante hier, ein Tritt dort und schon wird das Pack in seine Schranken verwiesen. Wer sich an dieser bisweilen schlichten Schwarz-Weiss-Malerei und den abgestandenen Klischees nicht stört, bekommt 90 Minuten gute Popcorn-Unterhaltung geboten. Neeson bringt die gebotene Physis mit, darf sein großes schauspielerisches Können jedoch nur selten zeigen, was in der Natur des Genre liegt. Das Prinzip "Einer gegen Alle" überschreitet natürlich die Grenzen der Glaubwürdigkeit mehr als nur einmal, schmälert den Unterhaltungsfaktor jedoch kaum.
Bei einem Budget von 30 Millionen Dollar spielte der Film weltweit 222 Millionen Dollar ein. Grund genug, dass 2013 eine Fortsetzung folgen wird. Dass diese der Geschichte neue Impulse verleiht, darf aber getrost bezweifelt werden. Die Klassiker mit Charles Bronson haben ja auch selten Innovationspreise gewonnen.
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RoosterCogburn 2012/01/04 06:53:10
Antwort löschenSchön formuliert. Allerdings hatte der Film 30 Mill. Euro gekostet ODER $25 Mio. - ergänzende Angabe dazu: 145 Mio. Dollar Einnnahmen allein durch Ticketverkauf in den Staaten und 226,8 Mio. Dollar weltweit.
http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=taken.htm
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Filmkenner77 2012/01/04 16:08:04
Antwort löschenDu hast natürlich recht. Ist ja ein europäischer Film. Danke für die Ergänzung. Vermutlich hat der Sturzflug des Euro dazu geführt, dass ich diesen schon fast wieder mit dem Dollar gleichsetze. Aber wer weiss: Was nicht ist, kann ja noch kommen. ;-)
RoosterCogburn 2012/01/05 02:45:02
Antwort löschenAbwarten was uns die konjunkturelle Entwicklung noch bringt :)
kristallrainer 2011/12/30 13:14:33
Kommentar löschenZweck erfüllt: Ich wurde actionreich unterhalten. Da kann man auch mal über die vielen logischen Fehler hinwegsehen und dem Vater nur Glück bei der Suche nach seiner Tochter wünschen. Selten sah ich jemand,der über so viele Leichen ging.
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fischflosse 2011/12/28 21:27:26
Kommentar löschenErst mal Vorweg, ich fand den Film schlecht. Das fing schon bei der Einleitung an. Bei einer 93 minütigen Spielzeit ist eine halbstündige Einführung zu lang. Dazu kam noch, dass die Einleitung sich hauptsächlich darum drehte, dass die nervige Tochter unbedingt nach Paris wollte und ihre nervige Mutter andauernd rumzickte. Dieses Hickhack hätte man in fünf bis maximal 10 Minuten abhandeln können. Denn im Folgenden sollte sich herausstellen, dass diese Zeit durchaus an anderen Stellen gebraucht worden wäre. Wenn es dann richtig losgeht wird nur noch von Actionszene zu Actionszene gehastet. Logik in all dem Fehlanzeige. Da es sich hier ja um einen Actionfilm handelt, könnte man durchaus darüber hinwegsehen, wenn die Actionszenen denn gut und innovativ wären. Aber auch hier nur Fehlanzeige. Das hat man alles schon vor 20 Jahren genauso gut oder besser gesehen.
Mehr unter: http://neoretrospektive.wordpress.com/2011/12/28/96-hours-taken/#more-178
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DrPhil 2011/12/28 15:17:58
Kommentar löschenSolche Filme bringen einem immer zum Nachdenken. Wie würde man selber in Aktion treten, wenn seine Tochter oder Sohn von Menschenhändlern gefangen genommen wird? Wie weit würde man gehen? Leider hat nicht jeder die Fähigkeiten, die Bryan Mills einen Alleingang erlaubt. Seine Fähigkeiten, die an Judo, Aikido und Jiu Jitsu erinnern, sind sogar so weit entwickelt, dass die Befreiung eines Spazierganges gleicht. Viel zu überlegen kämpft er gegen überforderte Ganoven des Menschenhandels. Im ganzen Film gibt es keinen, den in ernsthaft gefährlich werden kann. Dies führt auch dazu, dass der Film relativ schnell vorbei ist. Ein bisschen mehr von allem und etwas weniger Überlegenheit, würden den Film verlängern und verbessern.
Dennoch ist es kein schlechter Film. Denn er macht etwas was ich vorher selten gesehenen habe, nämlich Methoden die so eiskalt sind, dass man fast schon denkt Bryan Mills ist ein super Terroristen-Spion.
Dessen ungeachtet hat Liam Neeson bessere Filme in seiner Filmografie.
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The_Comedian 2011/12/28 12:42:34
Kommentar löschenCharles Bronson läßt gewaltig grüßen! Diesmal sieht Liam Neeson rot und wird von Regisseur Morel durch eine simple aber effektiv-gnadenlose, auf´s wesentliche reduzierte, knallharte Story geschickt, bei welcher man spürt, dass im Hintergrund Altmeister Luc Besson mitgemischt hat. Über die amoralische Grundstimmung und die zwar konsequente aber eindimensionale Perspektive und Definition von Rache läßt sich selbstverständlich streiten, dies war bei solcher Art Film schon immer so und ist mit Sicherheit auch so gewollt-provoziert. Indiskutabel hingegen verhält es sich mit dem ideenarmen beziehungsweise einfallslosen Ende, abrupt und völlig negativ-überraschend serviert, zieht es diesen ansonsten sehr straighten Reißer leider exorbitant in der Bewertung nach unten. Schade!
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fiji 2011/12/27 12:18:27
Kommentar löschenLiam Neeson erprügelt sich in jeder Szene Informationen, die ihn zur Prügelei mit dem nächsten Informanten führen. Der Film hat keine Überraschungen parat und keine überzeugende Story, ist jedoch trotzdem stellenweise ganz unterhaltsam. Das Ende und speziell die letzte Szene war an Unnötigkeit und Kitschigkeit nicht zu überbieten; stehen die doch tatsächlich an der Tür von Holly Valance (die hier ja relativ unbekannt ist), die die gut aufgelegte, noch vor wenigen Tagen entführte, auf einen Herointrip geschickte und wahrscheinlich aufs Übelste misshandelte Tochter mit den Worten empfängt: "Und du willst Sängerin werden? *grins* " Wenn also dieses Mädchen schon nach einem Tag wieder zu einer lustigen Gesangsstunde kann, haben sie wohl ihre eigenen Erlebnisse ebenso wenig beeindruckt, wie mich als Zuschauer dieses Filmes.
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Deep Ford 2011/12/27 12:12:06
Kommentar löschenPolitisch völlig unkorrekter Schlachtstreifen, in dem der Protagonist den wunderbar platt gezeichneten Schurken die Genfer Konventionen in den Arsch schiebt und ihnen mit Elektroschocks und Kehlengriffen ein bißchen Respekt vor dem Gesetz einprügelt.
Spannend, brutal und total neben dem guten Geschmack. Neun Punkte mit Aufwärtstendenz.
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fsk18 2011/12/27 12:02:13
Kommentar löschenMit der Bedrohlichkeit eines Günther Jauchs, tötet er die komplette Albanische Mafia, den Menschenhändlerring und verwüstet halb Frankreich! Teilweise brauch er dafür nur einen gezielten Schlag auf den Kehlkopf, den Gewehrkugeln entkommt er spielend mit einem beherzten Sprung hinter das Sofa! Niemand hält ihn auf, niemand wird verschont auf seinem Rachefeldzug, schon gar nicht diese korrupten und kriminellen Europäer!
Mehr Vorurteile konnte man in diesen 93min. nicht unterbringen! Ich habe nur noch auf, "den Deutschen" der im Schuhplattler und Hakenkreuz-Tattoo um die Ecke, kommt gewartet
Der Spannungsbogen wird hierbei schon ziemlich konstant gehalten - Langeweile kommt nicht auf! Seichte Trash-Action, die für einen Sonntagnachmittag definitiv ausreichend ist!
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DocMoody 2011/12/27 11:35:14
Kommentar löschenGuter Actionfilm (trotz der Wackelkamera-Autofahrten) mit einem wirklich überzeugenden Neeson, aber gleichzeitig auch ein reaktionärer, xenophober Quatsch inkl. Logiklöcher mit den Ausmaßen des Marianengrabens. Also eine perfekte Hommage an die ganzen 80er und 90er Jahre Actionstreifen.
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