Rot ist die blaue Luft - Kritik

1977 Laufzeit 240 Minuten, Dokumentarfilm

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Tyler__Durden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Marker als Essayist zu beschreibe wäre weitestgehend nur eine Halbwahrheit. Genauso wie seine Filme nur als Essays zu sehen. Der Mann ist, wenn man ihn überhaupt irgendwo einordnen kann, ein Collagist. Seine Filme Collagen. Schnipsel der Realität auf Bild gebannt, zusammen geschnitten, gegeneinander geschnitten, aus dem Kontext in die eigene Perspektive geschoben. Das alles um mit jedem Schnipsel, mit jedem Protest, mit jeder verlorenen Revolution, mit jeder fehlgeleiteten Ideologie, mit jeder traurigen Erinnerung ein gesamtes Bild zu erschaffen welches jenseits von Kontext oder Zeitgeschichte ein gigantisches Manifest über, für und gegen die linke Bewegung, den Kommunismus, der tragisch wirkungsvollen Propaganda, einer regressive Politik und irgendeiner progressiven Bewegungen. Der Mensch schreitet voran. D'accord. Doch Marker zeigt mit seinem üblichen sarkastisch, humanen Blickwinkel das er, auch wenn er mal gegen die Mauer läuft nicht aufhören sollte. In der Hoffnung das irgendwo noch ein Wolf aus dem Rudel nicht eingefangen worden ist. Wie schrie einer in Panzerkreuzer Potemkin noch gleich: BRÜDER! Und das schreit auch der Chris hier mit diesem seinem Katzenlosen Grinsen.

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