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A History of Violence

A History of Violence (2005), US Laufzeit 95 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 13.10.2005


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7.6
Kritiker
63 Bewertungen
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7.3
Community
7746 Bewertungen
143 Kommentare
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von David Cronenberg, mit Viggo Mortensen und Maria Bello

Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt glücklich und zufrieden mit seiner Frau, der Anwältin Edie (Maria Bello), und ihren beiden Kindern in der Kleinstadt Millbrook/Indiana. Doch eines Abends wird die Familienidylle gestört: Zwei brutale Räuber überfallen Tom im Coffeeshop. Er erkennt die Gefahr rechtzeitig und bewahrt seine Kunden und Freunde vor dem Schlimmsten, indem er die beiden gesuchten Mörder in Notwehr erschießt. Weil Tom daraufhin als Held gefeiert wird, steht sein Leben plötzlich Kopf – das Ereignis löst einen landesweiten Medienrummel aus. Tom fühlt sich im Blitzlichtgewitter allerdings überhaupt nicht wohl – er möchte sein normales Leben weiterführen. Doch dann erscheint der geheimnisvolle Carl Fogarty (Ed Harris) in Millbrook. Er bedroht Tom, weil er ihn für einen Mann namens Joey hält, mit dem er schon lange abrechnen will. Tom versucht Fogarty zu erklären, dass eine Verwechslung vorliegt. Und er wehrt sich, um seine Familie zu schützen…

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (8) — Film: A History of Violence

JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.5Ausgezeichnet

"A History of Violence" oder: David Cronenberg löst sich von seinem Image. Bekannt und beliebt geworden durch seine Body-Horror-Filme, denkt man automatisch an einen Film dieses Genres, oder zumindest etwas verwantes. Trifft hier nicht zu und Cronenberg beweist, was er auch abseits seiner "Heimat" auf dem Kastem hat.

Genauer betrachtet könnte "A History of Violence" auch ein ganz herkömlicher Thriller sein. Die Umsetzung und sein Bemühen, das Optimale aus der Story herauszukitzeln, das macht ihn so großartig. Der Film strahlt von Beginn an eine fast bedächtige Ruhe aus. Durch seine Anfangsszene ist zwar schon klar, hier wird noch etwas passieren, aber es wird nicht gehetzt. Das macht schon mal den ersten Reiz aus. Da lauert was, der große Knall ist unvermeidlich.

Man lernt zunächst Tom Stall und seine Familie kennen. Amerikanischer Standard. Eine funktionierende Ehe, zwei Kinder, normale Jobs, eine beschauliche Kleinstadt. Ein dummer Zufall führt zu einem kurzen Medienspektakel, das nächste Woche auch schon wieder kalter Kaffee wäre, wenn dadurch nicht plötzlich dunkle Schatten über die heile Welt hineinbrechen würden. Mit dem Eintreffen von zwielichtigen Gestalten scheint Tom Stalls Identität, das gesamte Bilderbuchfamiliengerüst, auf einmal wackelig. Wird der Mann Opfer einer Verwechslung oder gibt es da etwas, was lange im Verborgenen lag?

Bis hier hin alles noch Ware für einen Thriller im vernünftigen Durchschnittsbereich, was "A History of Violence" schnell hätte werden können, auch wenn bis dahin schon atmosphärisch klasse. Seine wahre Stärke entfaltet Cronenbergs Film erst jetzt. Zunächst aus der simplen Ungewissheit, was denn nun die Wahrheit ist. Beides scheint möglich, beides funktioniert. Ohne auch nur einen Hinweis in die ein oder andere Richtung zu geben wird der Einfluss der Situation auf das Familienleben geschildert. Alles gerät aus den Fugen. Die heile Welt zerbröckelt, die Angst greift um sich, das Verhalten aller Beteiligten verändert sich. Toms sonst so sensibler und angreifbarer Sohn wehrt sich auf einmal gegen die Schul-Bullys, schlägt mit ungeahnter Härte zurück. Die Bedrohung erzeugt Risse und legt Teile der Seele frei, die vorher nicht für möglich gehalten wurden.

Worauf das Ganze hinausläuft, wird natürlich nicht verraten, zu sehr scheint alles möglich. Ab jetzt auch nichts mehr über die Handlung, wer jetzt noch nicht interessiert ist, muss ihn wohl auch nicht sehen. Lieber mehr Worte zu der fantastischen Inszenierung. "A History of Violence" ist handwerklich brillant. Man merkt, dass hier ein Fachmann am Werk ist, auch wenn man ihn (zumindest damals) eher einem anderen Genre zuordnet. Dabei ist das ein Trugschluss, den es ist eigentlich ein Film wie gemacht für Cronenberg. Kein Body-Horror, aber ein tiefer, düsterer Einblick in die Abgründe hinter dem Vorhang. Somit gar nicht so weit weg von seinem Fachgebiet, denn auch was den Psychothriller anbelangt, hat Cronenberg schon seine Stärke beweisen dürfen. "A History of Violence" gelingt der enorm ausgewogene Spagat zwischen Familiendrama und dunklem Gangsterthriller in einem Maß, wie es nur ganz wenige Filmemacher hinbekommen. Zwischen leise und wuchtig, aufbrausend und ruhig schwinkt er hin und her, dabei aber immer mit dieser düster-melancholisch-bedrohlichen Grundstimmung. Dazu erstklassig gefilmt, hervorragend besetzt und gespielt und mit einem enorm einprägsamen, fantastischen Score von Howard Shore, der einen sofort in die richtige Stimmung versetzt und bis zum Ende nicht mehr loslässt.

Wie man aus der Story, die zwar interessant, aber nie sensationell klingt, so einen Film machen kann, höchsten Respekt an David Cronenberg, einer der ganz großen Regisseure unserer Zeit.

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

RoosterCogburn

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Wenn Cronenberg demnächst tatsächlich diese "Unterwelt"-Trilogie abschließt, glaube ich nicht, das der Film inhaltlich einen der anderen beiden direkt fortsetzt. Ich schließe mich diesbezüglich der Mehrheit der Gerüchteküche an. Der dritte Film wird ähnliche Motive besitzen (wie man das von Leone's Amerika-Trilogie kennt) und denselben Hauptdarsteller (wie bei der Dollar-Trilogie). Wenn das "Werk" vollendet ist, eröffnet das auch eine neue Sichtweise auf die Filme. Denn den angesprochenen Punkt Familie halte ich für sehr wichtig. Hier ist es zum Beispiel der geradezu biblische Aspekt des Brudermordes. Bei "Eastern" spielt sowohl der Konflikt zwischen den Brüdern als auch das Verhältnis Vater/Sohn eine tragende Rolle. Ich hoffe sehr es kommt zu einem dritten Filmprojekt.


Andy Dufresne

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Die Fortsetzung von Eastern Promises liegt wohl leider auf Eis (neulich irgendwo gelesen)...


Oceanic6: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[...] Dadurch nimmt der Zuschauer ab der ersten Sekunde, wenn nur eine Mauer und Stühle fotografiert werden, die Rolle des Voyeurs ein, der nur sehnlichst darauf wartet, dass etwas passiert. Der Mensch sehnt sich eben auch nur nach mehr. Die Ansichten sind hier allerdings verschieden, denn für den einen mag das ein geordnetes Familienleben sein und für den anderen die Beförderung zum Oberhaupt einer Mafia. Das wirkt einerseits befremdlich, andererseits spürt man, dass sich in dieser heilen Welt etwas zusammenbraut. Tatsächlich jedoch braut sich gar nichts zusammen, denn die Gewalt, von welcher Cronenberg erzählt, ist bereits da, wohin das Auge reicht, ob in der Schule oder innerhalb der Familie. [...]

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SiameseAlex: SiameseMovies

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8.0Ausgezeichnet

Wer die in diesem Film zelebrierte und kunstvoll inszenierte Persiflage auf das typisch Amerikanische nicht zu erkennen vermag, wird hinter ‘A History Of Violence’ womöglich nichts weiter als eine vorhersehbare Geschichte eines Mannes vermuten, der seiner ihn beschämenden Vergangenheit einfach nicht entfliehen kann. Aber ganz so einfach macht es sich David Cronenberg dann zum Glück doch nicht!
[...]
In einer schockierenden Kürze mit an Härte und Brutalität kaum zu überbietender, konsequent inszenierter Präzision durchlebt der geneigte Zuschauer einen Moment des Glücks und verspürt gewissermaßen einen Funken Gerechtigkeit. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

The_Comedian

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Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, Bruderherz! Du hast ganz hervorragend kommentiert und differenzierend seziert! Noch kurz zum Ende: Verdrängen, vergeben - aber nicht vergessen! Und wehe, es bricht aus. Sie tötet ihn noch in der selben Nacht - oder sie fallen Jahre später übereinander her - oder sie leben (scheinbar) glücklich bis ans natürliche Ende! Alles möglich, oder? Alles zu deuten durch das wirklich phänomenale Mienenspiel, es sind tatsächlich keine Worte nötig! Liebe Grüße, C.


sushi25: movie-fan.de

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5.5Geht so

Ein Film den für zarte Gemüter eher auslassen sollten. Die Story wandelt sich ab dem Moment, in dem der Zuschauer die Hintergründe erfährt. Die Geschichte ab dann ist mir etwas zu einfach und glatt daher so wenig Punkte.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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9.0Herausragend

[...] Damit erarbeitet Cronenberg eine erschreckende, vielschichtige Dekonstruktion des Kleinbürgerbildes, das gleichzeitig auch eine Dekonstruktion des US-amerikanischen Kulturverständnisses bedeutet, Symbole und Ikonen – Baseball, Cheerleader, High Schools – werden von ihm erst konsequent bedient und bestätigt, um später still und heimlich als leere Hülsen enttarnt zu werden. [...]

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Frankie Dunn

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Starke Analyse! Formuliert auch Dinge aus, die mir selbst nicht auf Anhieb aufgefallen sind, die ich aber vollkommen unterstreichen kann.


Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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8.0Ausgezeichnet

Viggo Mortensen ("Der Herr der Ringe") formt seine gespaltene Figur zum schlüssigen Charakter: Ein Mann kann jahrzehntelang braver Familienvater sein und trotzdem Kerle umbringen, ohne mit der Wimper zu zucken. Einfühlsam gestaltet Maria Bello den Wandel von der blind vertrauenden Ehefrau auf dem Weg in den Abgtrund fundamentaler Zweifel, und Ed Harris wie William Hurt geben die überzeugendsten üblen Mobster seit langem.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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8.5Ausgezeichnet

David Cronenbergs beeindruckender Thriller nach einer Comicvorlage, der bei den Filmfestspielen in Cannes seine Premiere feierte, beginnt mit der heilen Familienidylle und schlägt dann einen vollkommen überraschenden, aber für den Regisseur typischen Weg ein. Im Stil der existenzialistischen Western und immer wieder durchbrochen von grotesken Gewaltausbrüchen nimmt sich "History of Violence" Cronenbergs Lieblingsfrage nach der wahren Identität des Menschen an, überzeugt aber auch mit seiner beachtlichen Geradlinigkeit und Konsequenz. Ein großartiges Ensemble mit einem Oscar-reifen Ed Harris und einem hervorragenden Willam Hurt. Dieser Thriller ist auf keinen Fall etwas für zart Besaitete, denn hier wird knallhart vor Augen geführt, was pure Gewalt wirklich bedeutet. Dennoch wirklich empfehlenswert.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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4.0Uninteressant

Cronenbergs Mainstream-Anbiederung scheitert am Identitätscrash im Game Boy-Format. Uninspiriert ohne Ende. Mir graut es vor EASTERN PROMISES.

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Kommentare (135) — Film: A History of Violence


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Wilko

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Bewertung2.0Ärgerlich

KLARTEXT: Manchmal haben Community und Kritiker echt einen geistigen Aussetzer. Wie kann man diesem Film nur irgendetwas abgewinnen? Komplett vorhersehbarer und idiotischer Plott. Alleine die Dialoge bringen mich zum wuergen.
Zeitverschwendung.

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Göksel Algan

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Bewertung6.0Ganz gut

Ja WOW, was für eine Gewalt.. Ich konnte kaum hinsehen.. Spaß beiseite, wenn ich mir diese Kommentare durchlese und nicht weiß was das für ein Film ist, würde ich mir wirklich ein Blut-Spektakel vom Feinsten vorstellen. Das ist es aber nicht. Auch kein allzu guter Drama Streifen wie man in erster Linie erwartet. A History of Violence ist einfach ein Film, der zu unterhalten weiß, den Zuschauer auch ganz gut in die Kleinstadt mitnimmt um die Geschichte der Kleinfamilie des "Tom Stalls"zu erzählen, der in seiner Vergangenheit ein eiskalter Killer war, von dem aber ausser er wohl auch sonst keiner davon wusste, nicht mal seine Familie. So kommt eines Tages alles zurück, das Leben verändert sich schlagartig, das alte Gesicht des Tom Stalls (Viggo Mortensen) lässt sich wieder blicken. Die Idee ist ja nicht schlecht, doch um ehrlich zu sein weiß man schon nach ner halben Stunde worum es in dem Film geht und auch wie es wohl weitergehen wird. Die "Überraschungsmomente" bleiben somit einfach aus, was den Film auch zu keinem noch größerem Streifen werden lassen kann. Ein solider Film, der einfach nur zu offen gestaltet ist und für keine Überraschungsmomente sorgen kann.

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sachsenkrieger

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Bewertung9.5Herausragend

Unter einer dünnen Schale Zivilisation steckt ein Tier in uns, ein von seinen Gefühlen und Instinkten beherrschter Schimpanse, der auch mal ausrastet, wenn ihm jemand die Banane (Handy) geklaut hat, wenn ein Artgenosse beim Fressen drängelt (Aldi) oder ihn jemand bei der Jagd auf die Kokusnuss überholt (Raser auf der Autobahn).

Das hat auf den ersten Blick mit dem Film nix zu tun, sondern eher mit meinem ausgeprägten Mitteilungsbedürfnis (Ugh! Ugh!). Auf den zweiten Blick aber packt Cronenberg seinen meisterhaft inszenierten Film so an. Im einen Moment hängen alle rum, chillen in der Savanne, lausen sich gegenseitig und im nächsten Moment explodiert die Szene zu einem Massaker und dann ...... hocken sich alle wieder nieder.

Viggo Mortensen ist einer der besten Schauspieler aller Zeiten, Mario Bello ist ebenfalls ein verkanntes Talent, Ed Harris steht erhaben über allen Zweifeln. Diese drei halten den Film auch in den ruhigeren Passagen souverän am Laufen. Empfehlung!

P.S.: Hätte Tom/Joey gewusst, das sein Sohn später als Folge der Ereignisse "Facebook" gründen würde, hätte er ihn wohl zum Schluss auch gleich erledigt.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Commander69

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Bewertung10.0Herausragend

Genialer Film, das Gefühl vom allein sein, die Taurigkeit, die Kälte.

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Commander69

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Jap, war enttäuscht wie er schon fertig war, hätte ruhig noch länger gehen können. ;)


Medardus

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Hui 95% Übereinstimmung ! Chapeau :)


Lori007101

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein gut erzähltes Werk mit gut besetzten Charakterdarstellern! Es fängt alles ganz harmlos an. Die Spannung steigt dann ein, wenn die ersten zwielichtigen Gestalten auftreten. Dann geht es plötzlich steil nach oben, zum Finale! Dann verpufft es einfach und alles ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen! Schade, denn der Schluss hätte noch mehr Drama gebraucht und noch mehr Tiefgang. Sonst sehr souverän!

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danklorix

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Bewertung4.0Uninteressant

Also...gut is schonmal was anderes...mag ja ne ganz nette Idee haben, ist aber im Grunde nur ne Folge "Verdachtsfälle" mit ernsthaften Schaupielern.
Zieht einen völlig runter...aber nicht aufgrund der düsteren Story oder des blendenden Schauspiels, sondern weil man merkt, das man mit seiner Zeit auch etwas besseres hätte anfangen können. Für Psychologie Studenten im ersten Semester, bestimmt ein ganz guter Kicher-Streifen, wer jedoch Samstag-Abend noch nichts vor hat und mit dem Film liebäugelt, der sollte lieber sein Klo putzen oder mit Steinen nach Tauben werfen, das ist wesentlich kreativer.... Alle, wirklich alle in dem Film, haben ganz furchtbar schlechte Laune...auch als noch alles i.O. ist (???). Hat mich von der Stimmung her etwas an "Anti Christ" erinnert, nur daß er sich dann nichtmal traut richtig in die vollen zu gehen...LAME! Und dazu noch dieses 90er Jahre, schlechte Fernsehproduktion- Setting...nich so mein Fall (echt nicht!)
Allerdings muß man als Outstanding-Merkmal anerkennen, daß dieser Film einer der wenigen ist, der schauspielerisch eigentlich erste Sahne abliefert und auch nen ganz guten Spannungsbogen erzeugt..Der sich aber vom Storyverlauf her, nur als Brotpapier für die Frühstücksstulle eignet.
Sehr enttäuschend, obwohl ich gar keine Erwartungen hatte.

PRÄDIKAT: Drama Baby, DRAMA! (Hoch 10)

"Ich bin stinkesauer! Die haben auf meine Frau geschossen und mein Haus gesprengt!"
Mr. & Mrs. Smith

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sascha.v.bose

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Bewertung7.0Sehenswert

Super Film, gut umgesetzt.

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Pablo.CH

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Habt Ihr gewusst dass David Cronenberg bei seinen Filmen ohne Storyboard auskommt und bei jeder Szene einen Probelauf macht. Bei den Dreharbeiten zu History of Violence hat Viggo Mortensen immer wider einem Crew Mitglied ein Fisch-T- Shirt von Zuhause mitgebracht, bis irgendwann fast jeder eins besass.. So haben sie dann den Fisch-Friday ins Leben gerufen, da lief dann jeder mit so einem doofen Fisch-T-Shirt am Set rum. Was für ein Plausch am Set..

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Looki

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fand das making of auch sehr interessant und ein grandioser film ist es sowieso, auch ganz lustig war der SPOILER SPOILER letzte take von ed harris, als er sich blutgetränkt von allen verabschiedete :D


Pablo.CH

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Wen man halt mit Cronenber dreht, gehört jeder zur Familie(o;


DerDude_

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Bewertung9.0Herausragend

David Cronenbergs A HISTORY OF VIOLENCE wirkt ein wenig wie die konsequente Weiterführung von David Lynchs Klassiker BLUE VELVET. Wusste der Surrealist schon das amerikanische Kleinbürgertum als Ort der Gewalt zu enttarnen geht Cronenberg noch ein Stück weiter : Für Cronenberg ist die Kleinstadt, das Spießertum und die vorgegaukelte Unschuld nicht nur ein Versteck der Gewalt, sondern sie scheint nahezu überall zu lauern und in unseren schwächsten Momenten bricht sie aus uns heraus.
Zu Anfang zelebriert Cronenberg die Idylle nur um sie wenig später in unfassbaren, höchstbrutalen Gewaltszenen zu dekonstruieren. Man muss gar nicht erst auf die Hauptstory rund um einen Familienvater, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, zurückkommen. Alleine die Sequenzen in der Schule des Sohnes benötigt es um hinter Cronenbergs Intention zu blicken : Gewalt ist überall.
Cronenberg gelingen immer wieder großartige Szenen und Motive. Zum Schluss bleibt eine Katharsis mehr oder weniger aus oder findet vielleicht auch gerade deswegen statt. Die Familienidylle wird fortgesetzt, die Gewaltakte werden verschwiegen. So unerträglich es auch sein mag, so menschlich ist es auch.
A HISTORY OF VIOLENCE ist ein beängstigend brutaler und grausamer Film und zugeleich mutiges Kino, das den Zuschauer an Orte bringt, für das es vielleicht noch nicht bereit ist.
Zusammen mit COSMOPOLIS mein Favorit unter den Cronenberg Filmen seit der Jahrtausendwende !

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DonChris

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Genialer Film und schöner Kommentar!


DerDude_

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Danke euch beidem :)


sam_ace_rothstein

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Bewertung7.5Sehenswert

Man muss sich das mal vorstellen, ein Mann lebt ein gutbürgerliches Leben, hat einen Job, ein Haus, eine Familie, eine schöne Frau. Ein normales Idyllisches Leben in einer Ländlichen Kleinstadt. Eines Tages wird er eine Lokale Berühmtheit, nachdem er erfolgreich einen Überfall auf seinen Imbiss vereitelt hat. Diese plötzliche Bekanntheit lockt ein paar Gangster von Auserhalb an, die ihm sagen, dass er Mitglied einer Gangsterbande ist und einen anderen Namen hat. Ab da ist es vorbei mit der Idylle.

So viel zum Thema von A History of Violence. Das gute an dem Film ist, dass der Zuschauer die ganze Zeit nicht so recht weiss, wem er eigentlich glauben soll. Irgendwie kann man sich den braven Tom Stall am Anfang nicht so recht als Gangster vorstellen. Oder gehört er doch zu der Bande und ist ein brutaler Gangster? Im Laufe des Films ist man hin und hergerissen. Das ist eine der grossen Stärken des Films, er hält seine Spannung bis zum Schluss aufrecht.

Viggo Mortensen ist wie immer eine gute Wahl. Besonders gefallen hat mir Ed Harris, dieser Mann ist doch einfach das Böse in Person. William Hurts Kurtauftritt ist ebenfalls gelungen. Ob dieser Auftritt einer Oscarnomination würdig ist, darüber lässt sich aber streiten.

Fazit: Cleveres Verwirrspiel, mit einem für mich sehr überraschendem Ausgang.

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jeffcostello

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Bewertung9.0Herausragend

"A History of Violence", David Cronenbergs ganz eigene Idee des Mythos Amerika, beginnt und endet, wie könnte es anders sein, mit der schon im Titel manifestierten Gewalt, aber auch in dem Zwischendrin, kocht sie immer unter der Oberfläche, ist nie gänzlich wegzudenken aus dem Leben der Familie Stall.
Bevor dazu übergegangen wird, den Mythos Amerika zu dekonstruieren, wird er erst einmal aufgebaut, man sieht die Stalls, glücklich verheiratet, 2 Kinder, College, Baseball, es wirkt idyllisch und unschuldig, bis Cronenberg beginnt, das faule, verlogene Fundament freizulegen und was mit Schlägereien in der Schule beginnt, endet mit zerschossenen Gesichtern und zerfetzten Brustkörben.
Mit Viggo Mortensen hat der Kanadier einen idealen Schauspieler gefunden, der Cronenbergs typischen Balanceakt zwischen tierischer Härte und verletzlicher Menschlichkeit brillant meistert.
Aus liebevollem Sex wird eine Quasi-Vergewaltigung, aus dem scheinbar friedlichen Tom Stall ein kaltblütiger Mörder. Wenn er dann am Ende mit dem Blick eines geprügelten Hundes um Vergebung bittend, reumütig an den Esstisch zurückkehrt, ist klar, das es nicht hätte anders kommen können.
A History of Violence reiht sich Nahtlos zu den Meisterwerken von Cronenberg, einer der wenigen Regisseure, deren Spätwerk nichts an Qualität eingebüßt hat.

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JackoXL

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Sehr richtig, bis auf den Knightley-Unsinn hat Cronenberg nie nachgelassen und selbst bei diesem Genrewechsel (oberflächlich, der trägt schon seine Handschrift) trifft er voll ins Schwarze. Mein Liebling bisher ist "Videodrome", wobei mir "Crash" (immer noch) fehlt. :(


jeffcostello

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Ja, der Knightley Film war wirklich schwach, leider.
Videodrome ist natürlich auch Hammer, für mich dicht nach Crash, sein Zweitbester. Crash wird dir mit Sicherheit auch gefallen, finde, dass es sein radikalster Film ist.


Looki

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

gaaaanz großes kino von cronenberg
ein kunstvoller gangsterfilm der einen fesselt und sehr nachdenklich stimmen lässt.
wie viel ist nötig um die innere bestie zu entfesseln? und wenn man sieht wie joey jemanden nicht nur tötet sondern geradezu richtig auslöscht oder ein junge seinen mobber blutig krankenhausreif schlägt und man dies selber auch sehr begrüßt, spätestens dann erschrickt man vor sich selbst und merkt wie cronenberg einen zum "mittäter" gemacht hat.

a history of violence

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Hartigan85

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Bewertung9.0Herausragend

Ein äußerst treffender Titel für ein weiteres Meisterwerk in der grandiosen Filmographie von Regie-Genie David Cronenberg.
„A History of Violence“ ist ein überragendes Drama über einen verheirateten Familienvater, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird und sich ihr stellen muss. Der Film beginnt ziemlich ruhig und idyllisch, ab einem gewissen Punkt (ein Wendepunkt im Leben der bisherigen Vorzeigefamilie) ändern sich Ton und Gangart und eine unvermeidliche Spirale der Gewalt wird in Gang gesetzt…
Wenn Cronenberg dann mal die im Filmtitel erwähnte Gewalt sprechen lässt, wird es richtig hart. Die Gewalteruptionen werden äußerst drastisch, aber auch verdammt realistisch dargestellt. Seine Freigabe ab 18 trägt der Film jedenfalls zu Recht, auch wenn die blutig-brutalen Szenen über den Film verteilt eher spärlich eingesetzt werden. Wer den Regisseur kennt, der dürfte bereits erahnen, dass auch auf (ruppige!) Sexszenen nicht verzichtet wird.
Die Darsteller können durch die Bank überzeugen. Absolut brillante Leistungen zeigen hier Hauptdarsteller Viggo Mortensen sowie Maria Bello als dessen Ehefrau. Ebenfalls stark sind William Hurt und Ed Harris als skrupellose Gangster. Die beiden Schauspielveteranen und auch der junge Ashton Holmes holen aus ihren Nebenrollen alles heraus und hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
Als kleiner Tipp für alle, die den Film noch nicht in ihrer Sammlung haben: Am 24. Mai wird er erstmals hierzulande auf Blu-ray veröffentlicht!
Cronenbergs Streifen war verdientermaßen für viele Preise nominiert, unter anderem auch für 2 Oscars (Bestes Drehbuch + William Hurt als bester Nebendarsteller).
„A History of Violence“ ist ein packendes und meisterhaftes Drama über Gewalt und ihre Auswirkungen. Handwerklich perfekt, sehr eindringlich, bedrückend, radikal, klasse gespielt und mit einer großartigen Schlussszene. Bravo, Mr. Cronenberg!

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Hartigan85

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Danke auch an dich, Florian! :)


Hartigan85

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Nachtrag: Die von mir erwähnte Blu-ray-Veröffentlichung kann ich nun doch nicht empfehlen, da der Film leider in gekürzter Form erscheint :-( Also besser zur ungekürzten DVD greifen!

http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=5483


RalfAlfa

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Perfekt funktionierender typischer amerikanischer Thriller mit Zügen eines Dramas.
Außerordentlich gelungenes Casting. Hervorragende schauspielerische Leistung aller Beteiligten, bei der besonders Viggo Mortensen hervorzuheben ist (deshalb möchte ich hier volle 8 MPP geben statt 7.5). Teilweise beinhart. Wer wieder mal Lust auf einen ordentlichen Thriller hat, ist mit diesem Streifen gut bedient. Klare Empfehlung!

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Frankie Dunn

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

A History of Violence

Cronenberg beginnt seinen Film äußerst ruhig und langsam. Spannung und Dramatik sind nicht von Beginn an vorhanden, es wird quasi zunächst nur Aufbauarbeit geleistet. Aufbauarbeit, die sich später bezahlt macht, denn A History of Violence nimmt gewaltig Fahrt auf. Viggo Mortensen spielt auch hier (wie später in Eastern Promises) stark, Maria Bello und Ed Harris stehlen ihm sogar ein bisschen die Show. Routinierte Inszenierung, starker Score. Und, was besondere Erwähnung wert ist, Kinder spielen hier eine wichtige Rolle (und ausnahmsweise eine sehr vernünftige!). In der ersten Szene wird gleich mal ein Kind erschossen - mangelnde Geradlinigkeit und Kompromisslosigkeit kann man Cronenberg nicht vorwerfen - auch in der letzten ist es ein Kind, das die entscheidende Rolle spielt. Dazu wirkt das Szenario zu jedem Zeitpunkt absolut glaubwürdig und überzeugend gespielt. William Hurt ist noch zu würdigen, und dann schließlich der grandiose Schluss. Großartig gefilmt, gespielt (besonders von Maria Bello und Heidi Hayes) und mit passendem Score unterlegt.

8.5 - eher ein "kleines" Filmchen, nicht mit derselben Wucht wie später Eastern Promises, aber in jeder Hinsicht gut gefilmt und spannend anzuschauen

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Frankie Dunn

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Vom Thema her ist er etwas bodenständiger. Wobei letztendlich beides Familiengeschichten sind^^ Eastern Promises hat mich etwas mehr berührt, und ich fands auch noch stärker gespielt/gefilmt.


Hartigan85

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Sind Beide verdammt stark und nehmen sich nicht viel...:)


Jek-Hyde

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

A History of Violence ist so eine Geschichte die in den falschen Händen zu einem echt hässlichen und stumpfen Actionfilm verkommen wäre. Doch Cronenbergs Hände sind zum Glück genau die richtigen. Er inszeniert diese Geschichte der Gewalt ruhig, gefasst, realistisch und vor allem eins: intelligent. Von der fast schon Klischeehaften Ausgangsposition der Handlung, bis zum doch überraschenden und irgendwie nachdenklich stimmenden Ende hin ein großartiger Film. Ich bin mir bei Cronenberg immer nicht sicher, wie ich seine Filme einordnen soll, aber ja, ohne ihn wäre die Filmlandschaft wesentlich trister. Fast schon ein Antiactioner, ich bin mir in mach schwachem Moment nicht sicher, ob der Film wirklich gut ist, oder ich das nur glaube, dass er es ist, aber eine Chance sollte man diesem Placebo schon geben, besonders wenn man den Kopf einmal über die einfach Krach-Bum-Action hinausstrecken will.

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Gespenst006

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toller Kommentar, dem kann ich nur zustimmen.


Mister L

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Bewertung5.5Geht so

"A History of Violence" startet wirklich spannend. Vor allem die steigende Bedrohung durch die eintreffenden Bösewichte und das Unwissen über den Protagonisten Tom Stall gestalten die Handlung interessant. Allerdings lässt der Film im letzten Drittel immer mehr nach und wird relativ vorhersehbar. So fand ich das Ende dann echt unspektakulär und das versaut die Gesamtleistung des Films meiner Meinung nach ziemlich...

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zmpfl

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Bewertung7.5Sehenswert

Man kann von dem Film, der Story halten was man will, aber eins ist er:
konsequent.
Und allein das macht ihn sehenswert.
(Ist aber auch sonst ganz gut ;-))

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NiboraC

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Bewertung6.0Ganz gut

Gute Story

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Hauserfritz

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Bewertung5.5Geht so

Hat meinen Geschmack leider nicht getroffen. Nach einer Stunde ist eigentlich alles aufgelöst. Die letzte halbe Stunde ist irgendwie unnötig. Man hätte mehr aus der ersten "Hälfte" des Filmes machen können und sollen. Die ersten 20-30 Minuten sind nämlich wirklich stark.

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