A History of Violence

A History of Violence (2005), US Laufzeit 95 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 13.10.2005


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7.6
Kritiker
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7.3
Community
7939 Bewertungen
145 Kommentare
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von David Cronenberg, mit Viggo Mortensen und Maria Bello

Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt glücklich und zufrieden mit seiner Frau, der Anwältin Edie (Maria Bello), und ihren beiden Kindern in der Kleinstadt Millbrook/Indiana. Doch eines Abends wird die Familienidylle gestört: Zwei brutale Räuber überfallen Tom im Coffeeshop. Er erkennt die Gefahr rechtzeitig und bewahrt seine Kunden und Freunde vor dem Schlimmsten, indem er die beiden gesuchten Mörder in Notwehr erschießt. Weil Tom daraufhin als Held gefeiert wird, steht sein Leben plötzlich Kopf – das Ereignis löst einen landesweiten Medienrummel aus. Tom fühlt sich im Blitzlichtgewitter allerdings überhaupt nicht wohl – er möchte sein normales Leben weiterführen. Doch dann erscheint der geheimnisvolle Carl Fogarty (Ed Harris) in Millbrook. Er bedroht Tom, weil er ihn für einen Mann namens Joey hält, mit dem er schon lange abrechnen will. Tom versucht Fogarty zu erklären, dass eine Verwechslung vorliegt. Und er wehrt sich, um seine Familie zu schützen…

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (140) — Film: A History of Violence


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jurijboyka

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Bewertung3.5Schwach

Langweiliger gerade noch durchschnittlicher Streifen mit langweiligen Darstellern, billigen Actionszenen und nen beschissenen Plot. Wirklich nichts Besonderes... Hab wohl schon wieder den Falschen Film gesehen, als die meisten anderen hier...

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MrMcJones

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Bewertung6.5Ganz gut

"A History of Violence" breitet den zeitlichen Aspekt des Titels auf verschiedenen Ebenen voll aus.
Leider muss ich sagen, dass die durchaus ambitionierte Wandlung des Hauptcharakters - verkörpert von Viggo Mortensen - mich emotional auf keinster Weise angesprochen hat. Der stets im Hintergrund agierende Soundtrack erscheint mir lieblos und Szenen wie die des ohnmächtigen und aufbrausenden Treppensexes sind zwar gut inszeniert, verursachen beim Zuschauer m.E. aber weder Identifizierung noch gegensätzliches. Die aufgebaute Spannung während des Filmes erlischt stark und kommt gegen Ende völlig zum erliegen. Schade!
Einzig die brutalen und gezielt gestalteten Gewaltszenen überzeugen! Doch dies ist auch nur die "halbe Miete" für einen Film mit hohem Sendungsbewusstsein wie "A History of Violence"

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GibKneteKete

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Bewertung6.0Ganz gut

solider streifen mit nem etwas lahmen ende

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rainewardo

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Bewertung9.0Herausragend

Wenn man den Namen "Cronenberg" hört, denkt man direkt an Filme wie "Scanners" oder "Die Fliege". Filme, die für ihren hohen Grad an Gewalt und Gore bekannt sind. Und nun haben wir hier "A History of Violence", ein Titel, der schon unsägliche Gewaltexzesse erahnen lässt. Doch der Schein trügt, denn "A History of Violence" ist zwar nicht gerade harmlos, jedoch nicht so heftig, wie es der Titel propagiert (der Film ist zwar ab 18, könnte allerdings genauso gut ab 16 sein). Macht diese Tatsache den Film schlechter? Nein! Ganz im Gegenteil! Wenn man ein ultra-brutales Machwerk mit Kunstblutfontänen erwartet, wird man enttäuscht. Wer unvoreingenommen an den Film geht, bekommt ein exzellentes Thriller-Drama mit hervorragenden, schauspielerischen Leistungen und einer tiefgründigen Story geboten!

Ein Mann wird von seiner Vergangenheit eingeholt und muss sich damit auseinander setzen. Hat man alles schon mal gesehen, kommt bekannt vor, doch entscheidend ist, was aus dieser Grundlage gemacht wird, denn "A History of Violence" ist weit mehr als das. Der Film zeigt auf, wie Gewalt reagiert, wie es ein Eigenleben entwickeln kann und welche Kreise es ziehen kann. Gewalt wird an die nächste Generation weitergegeben, ohne das dies beabsichtigt ist und es wird deutlich gezeigt, dass Gewalt stets mehr Gewalt hervorbringt, ob man dies nun will oder nicht. Aber auch ohne diese Erkenntnisse lässt sich der Film gut konsumieren, versteckte Botschaften wollen nicht belehrend wirken, in erster Linie tut der Film das, was er eigentlich soll: unterhalten.

Und das liegt allen voran an den herausragenden, schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, was auch auf das oscarnominierte Drehbuch zurückzuführen ist. Zwar wurde Viggo Mortensen in "Der Herr der Ringe" von Teil zu Teil immer besser, die Entfaltung seines vollen Potentials blieb ihm jedoch verwehrt (der Vorlage bedingt). Nun kann er endlich zeigen, was er kann - und dies hinterlässt wirklich Eindruck! Seine ambivalente Rolle, wie er zwischen den Extremen hin- und herwechselt und dies trotzdem realistisch und nachvollziehbar bleibt - großartig!
Die oftmals unterschätzte Maria Bello liefert eine ebenso großartige Vorstellung als zunehmend verzweifelte Ehefrau ab, mit der man richtig mitleiden kann. Ed Harris spielt seinen Gangster undurchsichtig und bedrohlich und obwohl er nur wenige Szenen hat, kann er hier voll und ganz glänzen. Es kommt eben auf die Qualität und nicht auf Quanität an.
William Hurt verdient hier eine besondere Erwähnung, so ist seine Figur unheimlich, düster, interessant und bedrohlich zu gleich. Seine ruhige Art kommt einem nicht geheuer vor und obwohl er nicht lange zu sehen ist, liefert er neben Viggo Mortensen die stärkste Leistung ab - die Nominierung als Bester Nebendarsteller hat er auf jeden Fall verdient!

Fazit: Intensives Thriller-Drama mit herausragenden, schauspielerischen Leistungen bei dem Cronenberg zeigt, dass er auch ein hervorragender Geschichtenerzähler ist - stark!

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Mr.GOLD

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wie einen apokalyptischen Reiter führt Cronenberg seinen zweiten Handlungsstrang, einen unbarmherzigen und entlarvenden, in die von Klischees triefende Kleinstadtidylle und demaskiert den trügerisch friedlichen Alltag einer amerikanisierten Gesellschaft. Die Gewalt ist von Anfang an präsent, in all den bedienten Klischees, in den Häusern, auf der Straße, in der Schule. Konsequent legt Cronenberg seine eigene, in der ersten halben Stunde aufgebaute Lüge offen und wütet zerstörerisch durch die Kleinstadt und doch bleibt am Ende, und das ist das was ich an Cronenberg sehr schätze, ein objektiver Blick auf das Geschehen und auch ein Blick nach oben... nach vorne. Ein perfekt konstruiertes Lügenkonstrukt wird eingerissen nur um danach wieder aufgebaut zu werden. Ein Happy End mit schlechten Beigeschmack und trotzdem das Ende was ich mir herbeigesehnt habe. Das ist eben, wie Cronenbergs Filme, menschlich.

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Wilko

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Bewertung2.0Ärgerlich

KLARTEXT: Manchmal haben Community und Kritiker echt einen geistigen Aussetzer. Wie kann man diesem Film nur irgendetwas abgewinnen? Komplett vorhersehbarer und idiotischer Plott. Alleine die Dialoge bringen mich zum wuergen.
Zeitverschwendung.

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Göksel Algan

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Bewertung6.0Ganz gut

Ja WOW, was für eine Gewalt.. Ich konnte kaum hinsehen.. Spaß beiseite, wenn ich mir diese Kommentare durchlese und nicht weiß was das für ein Film ist, würde ich mir wirklich ein Blut-Spektakel vom Feinsten vorstellen. Das ist es aber nicht. Auch kein allzu guter Drama Streifen wie man in erster Linie erwartet. A History of Violence ist einfach ein Film, der zu unterhalten weiß, den Zuschauer auch ganz gut in die Kleinstadt mitnimmt um die Geschichte der Kleinfamilie des "Tom Stalls"zu erzählen, der in seiner Vergangenheit ein eiskalter Killer war, von dem aber ausser er wohl auch sonst keiner davon wusste, nicht mal seine Familie. So kommt eines Tages alles zurück, das Leben verändert sich schlagartig, das alte Gesicht des Tom Stalls (Viggo Mortensen) lässt sich wieder blicken. Die Idee ist ja nicht schlecht, doch um ehrlich zu sein weiß man schon nach ner halben Stunde worum es in dem Film geht und auch wie es wohl weitergehen wird. Die "Überraschungsmomente" bleiben somit einfach aus, was den Film auch zu keinem noch größerem Streifen werden lassen kann. Ein solider Film, der einfach nur zu offen gestaltet ist und für keine Überraschungsmomente sorgen kann.

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sachsenkrieger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Unter einer dünnen Schale Zivilisation steckt ein Tier in uns, ein von seinen Gefühlen und Instinkten beherrschter Schimpanse, der auch mal ausrastet, wenn ihm jemand die Banane (Handy) geklaut hat, wenn ein Artgenosse beim Fressen drängelt (Aldi) oder ihn jemand bei der Jagd auf die Kokusnuss überholt (Raser auf der Autobahn).

Das hat auf den ersten Blick mit dem Film nix zu tun, sondern eher mit meinem ausgeprägten Mitteilungsbedürfnis (Ugh! Ugh!). Auf den zweiten Blick aber packt Cronenberg seinen meisterhaft inszenierten Film so an. Im einen Moment hängen alle rum, chillen in der Savanne, lausen sich gegenseitig und im nächsten Moment explodiert die Szene zu einem Massaker und dann ...... hocken sich alle wieder nieder.

Viggo Mortensen ist einer der besten Schauspieler aller Zeiten, Mario Bello ist ebenfalls ein verkanntes Talent, Ed Harris steht erhaben über allen Zweifeln. Diese drei halten den Film auch in den ruhigeren Passagen souverän am Laufen. Empfehlung!

P.S.: Hätte Tom/Joey gewusst, das sein Sohn später als Folge der Ereignisse "Facebook" gründen würde, hätte er ihn wohl zum Schluss auch gleich erledigt.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Commander69

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Bewertung10.0Herausragend

Genialer Film, das Gefühl vom allein sein, die Taurigkeit, die Kälte.

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Commander69

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Jap, war enttäuscht wie er schon fertig war, hätte ruhig noch länger gehen können. ;)


Medardus

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Hui 95% Übereinstimmung ! Chapeau :)


Lori007101

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein gut erzähltes Werk mit gut besetzten Charakterdarstellern! Es fängt alles ganz harmlos an. Die Spannung steigt dann ein, wenn die ersten zwielichtigen Gestalten auftreten. Dann geht es plötzlich steil nach oben, zum Finale! Dann verpufft es einfach und alles ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen! Schade, denn der Schluss hätte noch mehr Drama gebraucht und noch mehr Tiefgang. Sonst sehr souverän!

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danklorix

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Bewertung4.0Uninteressant

Also...gut is schonmal was anderes...mag ja ne ganz nette Idee haben, ist aber im Grunde nur ne Folge "Verdachtsfälle" mit ernsthaften Schaupielern.
Zieht einen völlig runter...aber nicht aufgrund der düsteren Story oder des blendenden Schauspiels, sondern weil man merkt, das man mit seiner Zeit auch etwas besseres hätte anfangen können. Für Psychologie Studenten im ersten Semester, bestimmt ein ganz guter Kicher-Streifen, wer jedoch Samstag-Abend noch nichts vor hat und mit dem Film liebäugelt, der sollte lieber sein Klo putzen oder mit Steinen nach Tauben werfen, das ist wesentlich kreativer.... Alle, wirklich alle in dem Film, haben ganz furchtbar schlechte Laune...auch als noch alles i.O. ist (???). Hat mich von der Stimmung her etwas an "Anti Christ" erinnert, nur daß er sich dann nichtmal traut richtig in die vollen zu gehen...LAME! Und dazu noch dieses 90er Jahre, schlechte Fernsehproduktion- Setting...nich so mein Fall (echt nicht!)
Allerdings muß man als Outstanding-Merkmal anerkennen, daß dieser Film einer der wenigen ist, der schauspielerisch eigentlich erste Sahne abliefert und auch nen ganz guten Spannungsbogen erzeugt..Der sich aber vom Storyverlauf her, nur als Brotpapier für die Frühstücksstulle eignet.
Sehr enttäuschend, obwohl ich gar keine Erwartungen hatte.

PRÄDIKAT: Drama Baby, DRAMA! (Hoch 10)

"Ich bin stinkesauer! Die haben auf meine Frau geschossen und mein Haus gesprengt!"
Mr. & Mrs. Smith

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sascha.v.bose

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Bewertung7.0Sehenswert

Super Film, gut umgesetzt.

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Pablo.CH

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Habt Ihr gewusst dass David Cronenberg bei seinen Filmen ohne Storyboard auskommt und bei jeder Szene einen Probelauf macht. Bei den Dreharbeiten zu History of Violence hat Viggo Mortensen immer wider einem Crew Mitglied ein Fisch-T- Shirt von Zuhause mitgebracht, bis irgendwann fast jeder eins besass.. So haben sie dann den Fisch-Friday ins Leben gerufen, da lief dann jeder mit so einem doofen Fisch-T-Shirt am Set rum. Was für ein Plausch am Set..

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Looki

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fand das making of auch sehr interessant und ein grandioser film ist es sowieso, auch ganz lustig war der SPOILER SPOILER letzte take von ed harris, als er sich blutgetränkt von allen verabschiedete :D


Pablo.CH

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Wen man halt mit Cronenber dreht, gehört jeder zur Familie(o;


DerDude_

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Bewertung9.0Herausragend

David Cronenbergs A HISTORY OF VIOLENCE wirkt ein wenig wie die konsequente Weiterführung von David Lynchs Klassiker BLUE VELVET. Wusste der Surrealist schon das amerikanische Kleinbürgertum als Ort der Gewalt zu enttarnen geht Cronenberg noch ein Stück weiter : Für Cronenberg ist die Kleinstadt, das Spießertum und die vorgegaukelte Unschuld nicht nur ein Versteck der Gewalt, sondern sie scheint nahezu überall zu lauern und in unseren schwächsten Momenten bricht sie aus uns heraus.
Zu Anfang zelebriert Cronenberg die Idylle nur um sie wenig später in unfassbaren, höchstbrutalen Gewaltszenen zu dekonstruieren. Man muss gar nicht erst auf die Hauptstory rund um einen Familienvater, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, zurückkommen. Alleine die Sequenzen in der Schule des Sohnes benötigt es um hinter Cronenbergs Intention zu blicken : Gewalt ist überall.
Cronenberg gelingen immer wieder großartige Szenen und Motive. Zum Schluss bleibt eine Katharsis mehr oder weniger aus oder findet vielleicht auch gerade deswegen statt. Die Familienidylle wird fortgesetzt, die Gewaltakte werden verschwiegen. So unerträglich es auch sein mag, so menschlich ist es auch.
A HISTORY OF VIOLENCE ist ein beängstigend brutaler und grausamer Film und zugeleich mutiges Kino, das den Zuschauer an Orte bringt, für das es vielleicht noch nicht bereit ist.
Zusammen mit COSMOPOLIS mein Favorit unter den Cronenberg Filmen seit der Jahrtausendwende !

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DonChris

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Genialer Film und schöner Kommentar!


DerDude_

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Danke euch beidem :)


sam_ace_rothstein

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Bewertung7.5Sehenswert

Man muss sich das mal vorstellen, ein Mann lebt ein gutbürgerliches Leben, hat einen Job, ein Haus, eine Familie, eine schöne Frau. Ein normales Idyllisches Leben in einer Ländlichen Kleinstadt. Eines Tages wird er eine Lokale Berühmtheit, nachdem er erfolgreich einen Überfall auf seinen Imbiss vereitelt hat. Diese plötzliche Bekanntheit lockt ein paar Gangster von Auserhalb an, die ihm sagen, dass er Mitglied einer Gangsterbande ist und einen anderen Namen hat. Ab da ist es vorbei mit der Idylle.

So viel zum Thema von A History of Violence. Das gute an dem Film ist, dass der Zuschauer die ganze Zeit nicht so recht weiss, wem er eigentlich glauben soll. Irgendwie kann man sich den braven Tom Stall am Anfang nicht so recht als Gangster vorstellen. Oder gehört er doch zu der Bande und ist ein brutaler Gangster? Im Laufe des Films ist man hin und hergerissen. Das ist eine der grossen Stärken des Films, er hält seine Spannung bis zum Schluss aufrecht.

Viggo Mortensen ist wie immer eine gute Wahl. Besonders gefallen hat mir Ed Harris, dieser Mann ist doch einfach das Böse in Person. William Hurts Kurtauftritt ist ebenfalls gelungen. Ob dieser Auftritt einer Oscarnomination würdig ist, darüber lässt sich aber streiten.

Fazit: Cleveres Verwirrspiel, mit einem für mich sehr überraschendem Ausgang.

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jeffcostello

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Bewertung9.0Herausragend

"A History of Violence", David Cronenbergs ganz eigene Idee des Mythos Amerika, beginnt und endet, wie könnte es anders sein, mit der schon im Titel manifestierten Gewalt, aber auch in dem Zwischendrin, kocht sie immer unter der Oberfläche, ist nie gänzlich wegzudenken aus dem Leben der Familie Stall.
Bevor dazu übergegangen wird, den Mythos Amerika zu dekonstruieren, wird er erst einmal aufgebaut, man sieht die Stalls, glücklich verheiratet, 2 Kinder, College, Baseball, es wirkt idyllisch und unschuldig, bis Cronenberg beginnt, das faule, verlogene Fundament freizulegen und was mit Schlägereien in der Schule beginnt, endet mit zerschossenen Gesichtern und zerfetzten Brustkörben.
Mit Viggo Mortensen hat der Kanadier einen idealen Schauspieler gefunden, der Cronenbergs typischen Balanceakt zwischen tierischer Härte und verletzlicher Menschlichkeit brillant meistert.
Aus liebevollem Sex wird eine Quasi-Vergewaltigung, aus dem scheinbar friedlichen Tom Stall ein kaltblütiger Mörder. Wenn er dann am Ende mit dem Blick eines geprügelten Hundes um Vergebung bittend, reumütig an den Esstisch zurückkehrt, ist klar, das es nicht hätte anders kommen können.
A History of Violence reiht sich Nahtlos zu den Meisterwerken von Cronenberg, einer der wenigen Regisseure, deren Spätwerk nichts an Qualität eingebüßt hat.

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JackoXL

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Sehr richtig, bis auf den Knightley-Unsinn hat Cronenberg nie nachgelassen und selbst bei diesem Genrewechsel (oberflächlich, der trägt schon seine Handschrift) trifft er voll ins Schwarze. Mein Liebling bisher ist "Videodrome", wobei mir "Crash" (immer noch) fehlt. :(


jeffcostello

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Ja, der Knightley Film war wirklich schwach, leider.
Videodrome ist natürlich auch Hammer, für mich dicht nach Crash, sein Zweitbester. Crash wird dir mit Sicherheit auch gefallen, finde, dass es sein radikalster Film ist.


Looki

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

gaaaanz großes kino von cronenberg
ein kunstvoller gangsterfilm der einen fesselt und sehr nachdenklich stimmen lässt.
wie viel ist nötig um die innere bestie zu entfesseln? und wenn man sieht wie joey jemanden nicht nur tötet sondern geradezu richtig auslöscht oder ein junge seinen mobber blutig krankenhausreif schlägt und man dies selber auch sehr begrüßt, spätestens dann erschrickt man vor sich selbst und merkt wie cronenberg einen zum "mittäter" gemacht hat.

a history of violence

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Hartigan85

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Bewertung9.0Herausragend

Ein äußerst treffender Titel für ein weiteres Meisterwerk in der grandiosen Filmographie von Regie-Genie David Cronenberg.
„A History of Violence“ ist ein überragendes Drama über einen verheirateten Familienvater, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird und sich ihr stellen muss. Der Film beginnt ziemlich ruhig und idyllisch, ab einem gewissen Punkt (ein Wendepunkt im Leben der bisherigen Vorzeigefamilie) ändern sich Ton und Gangart und eine unvermeidliche Spirale der Gewalt wird in Gang gesetzt…
Wenn Cronenberg dann mal die im Filmtitel erwähnte Gewalt sprechen lässt, wird es richtig hart. Die Gewalteruptionen werden äußerst drastisch, aber auch verdammt realistisch dargestellt. Seine Freigabe ab 18 trägt der Film jedenfalls zu Recht, auch wenn die blutig-brutalen Szenen über den Film verteilt eher spärlich eingesetzt werden. Wer den Regisseur kennt, der dürfte bereits erahnen, dass auch auf (ruppige!) Sexszenen nicht verzichtet wird.
Die Darsteller können durch die Bank überzeugen. Absolut brillante Leistungen zeigen hier Hauptdarsteller Viggo Mortensen sowie Maria Bello als dessen Ehefrau. Ebenfalls stark sind William Hurt und Ed Harris als skrupellose Gangster. Die beiden Schauspielveteranen und auch der junge Ashton Holmes holen aus ihren Nebenrollen alles heraus und hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
Als kleiner Tipp für alle, die den Film noch nicht in ihrer Sammlung haben: Am 24. Mai wird er erstmals hierzulande auf Blu-ray veröffentlicht!
Cronenbergs Streifen war verdientermaßen für viele Preise nominiert, unter anderem auch für 2 Oscars (Bestes Drehbuch + William Hurt als bester Nebendarsteller).
„A History of Violence“ ist ein packendes und meisterhaftes Drama über Gewalt und ihre Auswirkungen. Handwerklich perfekt, sehr eindringlich, bedrückend, radikal, klasse gespielt und mit einer großartigen Schlussszene. Bravo, Mr. Cronenberg!

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Hartigan85

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Danke auch an dich, Florian! :)


Hartigan85

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Nachtrag: Die von mir erwähnte Blu-ray-Veröffentlichung kann ich nun doch nicht empfehlen, da der Film leider in gekürzter Form erscheint :-( Also besser zur ungekürzten DVD greifen!

http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=5483


RalfAlfa

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Perfekt funktionierender typischer amerikanischer Thriller mit Zügen eines Dramas.
Außerordentlich gelungenes Casting. Hervorragende schauspielerische Leistung aller Beteiligten, bei der besonders Viggo Mortensen hervorzuheben ist (deshalb möchte ich hier volle 8 MPP geben statt 7.5). Teilweise beinhart. Wer wieder mal Lust auf einen ordentlichen Thriller hat, ist mit diesem Streifen gut bedient. Klare Empfehlung!

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Frankie Dunn

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

A History of Violence

Cronenberg beginnt seinen Film äußerst ruhig und langsam. Spannung und Dramatik sind nicht von Beginn an vorhanden, es wird quasi zunächst nur Aufbauarbeit geleistet. Aufbauarbeit, die sich später bezahlt macht, denn A History of Violence nimmt gewaltig Fahrt auf. Viggo Mortensen spielt auch hier (wie später in Eastern Promises) stark, Maria Bello und Ed Harris stehlen ihm sogar ein bisschen die Show. Routinierte Inszenierung, starker Score. Und, was besondere Erwähnung wert ist, Kinder spielen hier eine wichtige Rolle (und ausnahmsweise eine sehr vernünftige!). In der ersten Szene wird gleich mal ein Kind erschossen - mangelnde Geradlinigkeit und Kompromisslosigkeit kann man Cronenberg nicht vorwerfen - auch in der letzten ist es ein Kind, das die entscheidende Rolle spielt. Dazu wirkt das Szenario zu jedem Zeitpunkt absolut glaubwürdig und überzeugend gespielt. William Hurt ist noch zu würdigen, und dann schließlich der grandiose Schluss. Großartig gefilmt, gespielt (besonders von Maria Bello und Heidi Hayes) und mit passendem Score unterlegt.

8.5 - eher ein "kleines" Filmchen, nicht mit derselben Wucht wie später Eastern Promises, aber in jeder Hinsicht gut gefilmt und spannend anzuschauen

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Frankie Dunn

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Vom Thema her ist er etwas bodenständiger. Wobei letztendlich beides Familiengeschichten sind^^ Eastern Promises hat mich etwas mehr berührt, und ich fands auch noch stärker gespielt/gefilmt.


Hartigan85

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Sind Beide verdammt stark und nehmen sich nicht viel...:)



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