A History of Violence
US 2005
- Genre
- Psychothriller, Gangsterfilm, Familiendrama
- Inhalt
Coffeeshop-Wirt Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt glücklich und zufrieden mit seiner Frau, der Anwältin Edie (Maria Bello), und ihren beiden Kindern in der Kleinstadt Millbrook/Indiana. Doch eines Abends wird die Familienidylle gestört: Zwei brutale… — Mehr
Coffeeshop-Wirt Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt glücklich und zufrieden mit seiner Frau, der Anwältin Edie (Maria Bello), und ihren beiden Kindern in der Kleinstadt Millbrook/Indiana. Doch eines Abends wird die Familienidylle gestört: Zwei brutale Räuber überfallen Tom im Coffeeshop. Er erkennt die Gefahr rechtzeitig und bewahrt seine Kunden und Freunde vor dem Schlimmsten, indem er die beiden gesuchten Mörder in Notwehr erschießt. Weil Tom daraufhin als Held gefeiert wird, steht sein Leben plötzlich Kopf - das Ereignis löst einen landesweiten Medienrummel aus. Tom fühlt sich im Blitzlichtgewitter allerdings überhaupt nicht wohl - er möchte sein normales Leben weiterführen. Doch dann erscheint der geheimnisvolle Carl Fogarty (Ed Harris) in Millbrook. Er bedroht Tom, weil er ihn für einen Mann names Joey hält, mit dem er schon lange abrechnen will. Tom versucht Fogarty zu erklären, dass eine Verwechslung vorliegt. Und er wehrt sich, um seine Familie zu schützen...
- Cast
- Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris, William Hurt, Ashton Holmes, Peter MacNeill, Stephen McHattie — Mehr
- Regisseure
- David Cronenberg
- Autor
- Josh Olson
- Laufzeit
- 95 Minuten
- Zeit
- 2000er Jahre, Gegenwart, Vergangenheit
- Ort
- Indiana, Kleinstadt, Philadelphia
- Handlung
- Auftragskiller, Auftragsmord, Bedrohung, Bruder, Bruder-Bruder-Beziehung, Brutalität, Doppelleben, Doppelte Identität, Ehe, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Entführung, Familie, Gangster, Gangsterboss, Gefahr, Geheime Identität, Geheimnis, Geschwister, Gewalt, Gewaltausbruch, Gewehr, Großfamilie, Held, Identität, Imbiss, Kellnerin, Kinder, Kriminelle Vergangenheit, Lebensgefahr, Massaker, Medien, Misstrauen, Mord, Mutter, Mörder, Notwehr, Pistole, Psychoterror, Schrotflinte, Schusswunde, Selbstverteidigung, Sheriff, Sohn, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vergewaltigung, Verlassen der Familie, Verletzung, Versteck, Versuchter Mord, Vertrauen, Überfall, Überleben
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst, Hart, Spannend
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.6
Der Film A History of Violence wurde von 42 Kritikern bewertet.
Anke Westphal: Berliner Zeitung
Gewalt ist hier eben nicht nur durchbrechender Usus oder Notausgang, sondern auch eine Frage der Spielebene. So wie Familie Stall bis zur Satire idealisch überzeichnet ist, haben die tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Tom und den Gangstern immer auch etwas Slapstickhaftes. Als der gequälte Jack irgendwann dann doch noch zuschlägt, weiß man, dass die Stall-Männer eines unbestreitbar im Blut haben: jahrtausendealte Muster.
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Mr Vincent Vega: Manifest / Deadline / gamon...
[...] Damit erarbeitet Cronenberg eine erschreckende, vielschichtige Dekonstruktion des Kleinbürgerbildes, das gleichzeitig auch eine Dekonstruktion des US-amerikanischen Kulturverständnisses bedeutet, Symbole und Ikonen – Baseball, Cheerleader, High Schools – werden von ihm erst konsequent bedient und bestätigt, um später still und heimlich als leere Hülsen enttarnt zu werden. [...]
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Kommentare — Sehenswert 7.4
Der Film A History of Violence wurde von 2440 Mitgliedern bewertet.
denise 2010/02/18 17:16:03
Vielleicht war es die lange Wartezeit/Vorfreudephase oder auch einfach nur übersteigerte Erwartungen - ich fand den Film leider relativ krude. Ich weiß die ganze Zeit nicht, wo es hingehen soll. Und mir fehlt vor allem die Entwicklung der Charaktere! Die Darsteller sind alle relativ gut, die Atmosphäre dieser amerikanischen Kleinstadt wurde sehr gut eingefangen - mit all ihrer Enge und fehlenden Privatsphäre, Ödnis und Alltäglichkeit. Aber mehr gibt mir der Film auch nicht.
Kann eine Person zwei Leben haben oder zwei Gesichter, hat vielleicht jeder mehrere Seiten, die nicht jeder kennt? Wie geht eine Familie gemeinsam mit der Vergangenheit eines Familienmitglieds um - vor allem, wenn sie so tödlich ist. Was ist mit seinem Bruder? Diesen Fragen und noch vielen mehr hätte man hier nachgehen können - tat aber keiner. Leider.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Sonse 2010/02/18 22:35:22
"Ich weiß die ganze Zeit nicht, wo es hingehen soll."
Ich glaube, das ist genau was ich an diesem Film so schätzte. Er war unberechenbar, und das machte ihn für mich sehr spannend.
Movie Shackster 2010/02/15 16:57:26
Ein redlicher Familienvater wird von den Schatten seiner dunklen Vergangenheit eingeholt: die Geschichte, die David Cronenberg hier erzählt ist weder neu noch sonderlich originell. Doch die Art und Weise wie er den Einbruch der Gewalt in das traute, idyllische Kleinstadtleben zeigt, unterstreicht einmal mehr den Ausnahmestatus des kanadischen Regisseurs. Behutsam werden Spuren gelegt: da ist der Albtraum eines Kindes, da sind die scheinbar belanglosen, jedoch doppeldeutigen Alltagsgespräche, die schon früh am Lack der bürgerlichen Fassade kratzen und das Kommende erahnen lassen.
Besonders markant zeigt Cronenberg den Stimmungsumschwung anhand zweier offenherziger Sexszenen. Wo Ted (Viggo Mortensen) und seine noch ahnungslose Frau Edie (Maria Bello) sich zu Beginn auf verspielte, neckische Art lieben, klammern sie sich später beim halsbrecherischen Akt auf einer Treppe in einem Gefühlswirrwarr aus Liebe und Abscheu aneinander wie Ertrinkende. Erst spät und auch nur unwillig bekennt sich Ted zu seinem alten Ich: zu nächtlicher Stunde huscht er aus dem Haus um ein für allemal reinen Tisch zu machen.
“A History Of Violence” ist schwerer Stoff: ein typischer Cronenberg voller exzessiver, verstörender körperlicher Gewaltszenen. Aber es gibt auch humorvolle Momente – so subtil gehalten allerdings, dass sie der düsteren Atmosphäre keinen Abbruch tun. Dieses virtuose Spiel auf der Klaviatur der Stimmungen macht die Klasse des Films aus.
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WillHunting 2010/01/30 06:29:37
teilweise ganz gut, aber das ende fand ich schlecht
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