A Single Man
A Single Man (2009), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 08.04.2010
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128 Kommentare
Keine
von Tom Ford, mit Colin Firth und Julianne Moore
Los Angeles, 1962, auf dem Höhepunkt der Kubakrise: George Falconer, ein britischer Professor, bemüht sich, seinem Leben nach dem Tod seines langjährigen Partners Jim wieder eine Bedeutung zu geben. Gefangen in der Vergangenheit, sieht er keine Zukunft mehr, doch die Ereignisse und Begegnungen eines einzigen Tages verhelfen ihm zu einer Entscheidung darüber, ob nach Jim noch ein Sinn existiert. Trost findet George bei seiner besten Freundin Charley, einer Schönheit von 48 Jahren, die selbst mit Zukunftsfragen zu kämpfen hat. Kenny, ein junger Student von George, der gerade mit sich selbst ins Reine kommen muss, verfolgt seinen Professor, in dem er eine verwandte Seele zu erkennen glaubt.
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Cast & Crew
- Genre
- Drama
- Zeit
- 1960er Jahre, 1962, Vergangenheit, Zukunft und Vergangenheit
- Ort
- Kalifornien, Los Angeles
- Handlung
- Akademiker, Alltag, Altersunterschied, Alterung, Angebot, Anzug, Autounfall, Coming out, Depression, Einladung, Freund, Freundin, Große Liebe, Heimliche Homosexualität, Herzstillstand, Isolation, Junger Mann verführt älteren Mann, Liebe, Liebe auf den ersten Blick, Literaturprofessor, Nachbar, Pistole, Professor, Roman, Schwuler, Selbstmordgefährdet, Selbstmordversuch, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Stricher, Suizid, Unfall, Unfalltod, Universität, Vergangenheitsbewältigung, Vergänglichkeit, Verlust der Großen Liebe, Verlust einer geliebten Person, Wahre Liebe
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Geistreich
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Kritiken (22) — Film: A Single Man
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschen[..] "If it's going to be a world with no time for sentiment, Grant, it's not a world that I want to live in." meint George anfangs. Man würde wohl auch den richtigen Nerv treffen, indem man "sentiment" durch "A Single Man" ersetzt, denn seit "American Beauty" war ich nicht mehr Zeuge eines Films, welcher in diesem Maße durch seine Schönheit betört und einen mit seiner emotionalen Wucht so locker vom Hocker schlägt.
Erstaunlich ist dabei, wie ernsthaft und düster, und doch mit viel Humor gepaart, dieses Portrait eines alternden, einsamen Homosexuellen, der im Suizid den einzigen Ausweg aus dem Grauen der Existenz sieht, ausgefallen ist. Unglaublich, wieviele treffende Zitate Tom Ford seiner verzweifelten Hauptfigur in den Mund gelegt hat, wie viele unumstößliche Wahrheiten nebenbei ausgesprochen werden und den Zuschauer zum Nachdenken anregen. Ob das nun in einer von George's Vorlesungen sein mag, in der über Minderheiten, Ängste und andere ergreifende Themen philosophiert wird oder einfach nur in den Erinnerungen an seinen verlorenen Lebensgefährten. [...]
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
der cineast Thu, 23 Dec 2010 14:39:05 -0000
Antwort löschenEine meisterliche Kritik einen Tag vor Weihnachten :))))))
Den Film muss ich sehen und ich denke besser hätte man es nicht zusammenfassen können ;)
facepalm Thu, 23 Dec 2010 15:14:15 -0000
Antwort löschenSchöne Kritik, den schaue ich mir heute Abend an, hab ihn mir schon besorgt. Vor allem
"(...) dass "A Single Man" weit davon entfernt ist, ein rührseliger Tränendrüsendrücker oder gar ein sprödes Midlife-Crisis-Melodram zu sein."
klingt sehr gut, ich hatte das nämlich schon befürchtet. Wenn es was gibt was ich nicht leiden kann, dann sind es Filme die auf Teufel komm raus emotional sein wollen. Das beste ist dann, wenn das Thema an sich schon bedrückend ist und der Film die Sache trocken präsentiert, ohne Schmalzmusik und dem ganzen Zeugs.
Und auch hier nochmal: Schau dir unbedingt "Jesse James..." an, du wirst ihn lieben :P
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der cineast Thu, 23 Dec 2010 15:20:10 -0000
Antwort löschenJesse James mit Brad dem Ptt un dem genialen Casey sollte ich mir auch mal geben, denke aber mal das der als Western nichts taugt sondern eher als Drama mit schönen Aufnahmen! :)
facepalm Fri, 24 Dec 2010 00:04:44 -0000
Antwort löschenGanz genau so isses :P
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenWer selbst nicht schwul ist, wird es in gewisser Weise für die Dauer dieses Films, so formschön und behutsam gestaltet sich die Romanverfilmung über den homosexuellen Professor von Regiedebütant Tom Ford. Weiß man, dass Ford eigentlich Modedesigner ist, macht sich dieser Umstand in nahezu jeder Szene bemerkbar. Minutiös sind die 60er Jahre mit sämtlichen Details wiederbelebt worden. Zu dieser sorgfältigen Ausstattung gesellt sich eine hoch künstlerische Form: Eigenwilliger Schnitt, ständiges Spiel mit der Farbsättigung (wenig in Georges trostlosem Alltag, viel in heiteren Momenten), das alles umschmeichelt von traumhaft schöner Streichermusik.
Diese Stärke ist gleichzeitig auch die eventuelle große Schwäche von „A Single Man“. [...]
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
Mr Vincent Vega Tue, 21 Dec 2010 16:45:55 -0000
Antwort löschenIgitt, schwul.
Flibbo Tue, 21 Dec 2010 17:37:04 -0000
Antwort löschenSo hast du das aufgefasst? Komisch...
Mr Vincent Vega Tue, 21 Dec 2010 18:11:53 -0000
Antwort löschenNein, habe ich nicht. Wollte nur was sinnloses schreiben. :)
Frollein B Sun, 23 Jan 2011 04:59:40 -0000
Antwort löschenWas ist das für eine unnötige Einleitung? Ist Homosexualität jetzt schon ein erwerbsfähiges Ausflugserlebnis? Es wundert mich ja, dass hinter Tom Ford's Name nicht noch in Druckbuchstaben darauf aufmerksam gemacht werden musste, dass er auch Homosexuell ist.
Mehr als beschämend!
Flibbo Sun, 23 Jan 2011 11:57:07 -0000
Antwort löschenMan muss die Einleitung ja nicht verstehen, aber jetzt weiß ich wenigstens, dass sie im Wesentlichen ihren Zweck erfüllt, danke.
Frollein B Sun, 23 Jan 2011 12:27:01 -0000
Antwort löschenSeltsam, das man als Verfasser seiner eigenen Kommentare, kein Interesse dafür zeigt, dass diese richtig verstanden werden (?).
Flibbo Sun, 23 Jan 2011 12:36:20 -0000
Antwort löschenDas Interesse ist selbstverständlich da. Einzelfälle wie dich gibt es immer.
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Frollein B Sun, 23 Jan 2011 12:51:52 -0000
Antwort löschenDas nenne ich eine Gesprächsgrundlage.
Eiri Sat, 20 Aug 2011 19:42:56 -0000
Antwort löschenWunderbar, die Anonymität des Internets...wen könnte man sonst grundlos ankeifen?
H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschenEine Art "Brokeback Mountain"-Gefühlsstimmung macht sich breit; Erinnerungen an das dreifach "Oscar"-prämierte Meisterwerk von Ang Lee aus dem Jahr 2005 werden wach: Hier wie einst - eine "definitive" erwachsene (gleichgeschlechtliche) Liebe, eine starke Bindung, ihre "einsamen Folgen". Berührend, dicht, packend. Neben dem hervorragenden Colin Firth brilliert die immer besser und aufregender werdende Julianne Moore als verzweifelte Freundin und langjährige Vertraute. "A Single Man", ein hochemotionales, universelles Menschendrama um Glück und Verlust.
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patcharisma Mon, 15 Nov 2010 03:31:26 -0000
Antwort löschenHaha, der absurdeste Scheiss! Brokeback Mount als Vergleich, oje! Schreib doch wieder Lagerberichte für Deine Pfadfinder-Postille, Du Hobby Kritiker.
fabel Tue, 28 Dec 2010 23:34:08 -0000
Antwort löschenIst das nicht der vom Sat1-Frühstücksfernsehen?
Das erklärt dann einiges....
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sokro Mon, 08 Aug 2011 17:12:05 -0000
Antwort löschenHey, da Schwule, dort Schwule - fertig, abgestempelt.
patcharisma Mon, 08 Aug 2011 23:57:55 -0000
Antwort löschenJa Sokro, Du bist ja ein richtig Obergeiler!
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenA SINGLE MAN ist das vielleicht ehrlichste Porträt über den Verlust einer großen Liebe, welches man im Kino bisweilen bewundern durfte. Tom Ford schafft es die Gefühle der Figuren so gezielt darzustellen, dass wir als Zuschauer emotional komplett eintauchen. Für einen Erstling, ein unglaublich reifer, geschliffener Film. Dennoch ist natürlich auch A SINGLE MAN nicht frei von Schwächen, die bei jedem Zuschauer anders aufschlagen. Die Werbe-Ästethik ist stellenweise schlicht und ergreifend zu schön um wahr zu sein und distanziert ein wenig von den Charakteren. Ganz gleich ob dies die Symmetrie zum eintönigen und langweiligen Leben der Hauptfigur bildet: An wenigen Stellen erinnert Fords Film dann doch zu sehr an einen Catwalk oder den kommenden Chanel-Teaser. Umso verwunderlicher, dass dies das Gesamtbild so wenig trübt. A SINGLE MAN ist ein schmerzhafter Film über die Rolle die wir uns selbst im Leben geben. Und nach LE TEMPS QUI RESTE wird uns auch hier wieder folgendes vorgeführt - Sterben (wollen) ist ein einsames Unterfangen. Vielleicht das Einsamste von allen. Dies unterstreicht Colin Firth durch sein beeindruckendes Schauspiel.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenDas der Regisseur bislang Modemacher war, kann der Film nicht verleugnen. Viel ist hier der unbedingte Wille zum Stil. Ob es die übertriebene 60er Jahre Optik ist, in der alle Figuren aus "Father knows best" entsprungen zu sein scheinen (oder wahlweise aus der Somewhere thats green-Traumsequenz in Little Shop of Horror), die Erinnerungsflashbacks die hart am Kitsch kratzen oder die nicht eben subtile Farbdramaturgie, die immer dann die Sättigung hochschraubt, wenn unser Protagonist sich für Momente mal wieder mit dem Leben, mit angenehmen Erfahrungen und Zuneigung verbunden sieht. Dazwischen, so sagt es uns der Stil, ist sein Leben grau und öde. Das ist elegant, aber teilweise schon etwas geleckt und gestelzt und verliert damit an unmittelbarer Nähe.
Das der Film dennoch funktioniert und sich die eher behauptete als gefühlte Beziehung zum verstorbenen Ex verschmerzen lässt, liegt an der wunderbaren Besetzung, allen vorran natürlich Collin Firth, der hier angenehm nuanciert…
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patcharisma Mon, 15 Nov 2010 03:24:38 -0000
Antwort löschenUnglaublich dröge Schreibe. Bring doch auch noch ein Vergleich mit "Brokeback", dann gehts noch vollends auf. Zu dumm, dass bei sowas Dein BruceLaBruce nicht mehr mithalten kann. Shame.
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HerrLehmann Mon, 15 Nov 2010 12:21:24 -0000
Antwort löschenHeute schlecht gefrühstückt oder was ist los? Den (komplett in Capslock geschriebenen und nur so mittel-informativen) Beitrag zu meiner Kritik hasat du ja anscheinend schon wieder gelöscht ;)
Batzman Mon, 15 Nov 2010 18:26:54 -0000
Antwort löschenSheesh Pat, komm mal wieder auf den Teppich... und vor allem komm endlich über LaBruce weg und verkneif dir diese Kindergartenkommentare. Bis vor einer Weile dachte ich immer noch, mit dir könne man gut diskutieren, aber das Gestänkere hier ist wirklich albern.
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Am deutlichsten zeigt sich das in jenen Rückblenden, die das gemeinsame Leben und glücklichsten Tage von Jim und George abbilden. Wenn die beiden Liebenden am Stand liegen, verkommt diese mit Sicherheit essentielle Szene in all ihrer Inszenierung und Optik zu einem zwar ästhetischen überzeugenden, aber keinesfalls berührenden Werbeclip, der direkt aus der Modewelt entsprungen zu sein scheint. Dieses Dilemma zieht sich durch den gesamten Film. Weder gelingt es Ford das Leiden seines Protagonisten mit der nötigen Eindringlichkeit auf Zelluloid zu bannen, noch gelingt es ihm die gesellschaftlichen Repressionen und Stigmata, unter denen George – seine Einsamkeit geht tiefer als der reine Verlust des Freundes – zu leiden hat, überzeugend darzustellen.[...]
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HerrLehmann: Das Manifest
Kommentar löschenZwar hat A Single Man offensichtliche Schwächen, braucht er doch nicht nur zu lange, um eine emotionale Verbindung mit dem Zuschauer aufzubauen, sondern um überhaupt wie ein echter Film zu wirken, doch am Ende überwiegen die positiven Aspekte: Der Film berührt, unterhält stellenweise und fesselt – auch, wenn er sicher keiner dieser Filme ist, die man immer wieder anschaut. Er ist, gerade im ersten Drittel, anstrengend, insgesamt aber doch ein äußerst lohnendes Kinoerlebnis und ein vielversprechendes Debüt seines Regisseurs.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenMan merkt Tom Ford an, dass es sich hierbei um seinen Debütfilm handelt. Die Regie ist in "A Single Man" zwar noch das Schlechteste, aber deswegen keineswegs schlecht. Einige Einstellungen und Entscheidungen verraten jedoch, dass Ford noch nicht ganz Zuhause in dieser neuen Welt zu sein scheint. Dafür zeichnet er sich in anderer Hinsicht aus, vom Drehbuch über das Schauspielensemble bis hin - natürlich - zu den Kostümen.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschen[...]
Das Regiedebüt des Designers Tom Ford ist ein ästhetisches Wunderwerk. Ford achtet präzise auf Details und Autentizität im Production Design, auf die Möbel, die Kleider, die Autos und die Frisuren des Jahres 1962, in dem die Geschichte handelt. Obwohl dieser so gut durchdachte Weg mit der Zeit verlangsamend, ja sogar einfrierend wirken kann, ist die Bildgestaltung wirklich toll. Die melancholische Grundstimmung wird dadurch wirklich außergewöhnlich gut hervorgerufen.
[...]
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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle
Kommentar löschen[…]
Colin Firth hat sich darauf spezialisiert, große Engländer zu spielen, deren Gefühlsleben viel größer ist, als sie es nach Außen hin zeigen. Diesen Charaktere scheint vielleicht irgendetwas zu fehlen, sie scheinen ziemlich schüchtern. In „A Single Man“ jedenfalls können wir hinter die Weltsicht dieser Ambivalenz schauen: Der Glaube daran, dass es einfach nichts nützt, Gefühle zu zeigen.
[…]
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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschen[…]
Ein wunderbarer Film, man glaubt kaum, dass er ein Debütwerk ist. Hier wird etwas sehr Schwieriges und sehr Ausgefallenes bewerkstelligt, nämlich den inneren Zustand eines homosexuellen Mannes der USA der frühen 1960er darzustellen, und zwar nicht durch den Charakter selbst, sondern durch den ganzen Film um ihn herum.
[…]
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenEs gibt manche Filme, die sind nicht unbedingt große Offenbarungen, aber sie bergen solch tiefe Einsichten in Liebe, Einsamkeit, Unordnung und in den Schauer des Lebens, dass sie irgendwie doch immer wieder neu erscheinen. „A Single Man“ ist solch ein Film, einer der besten des Jahres 2009. Er ist ziemlich herzzerreißend, fast unmerklich.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenFirth spielt Georg super […]. Er zeigt ganz wenige Emotionen, seine Gedanken kann man seinen Augen nicht ablesen. Er wirkt so gut dabei, er muss das wohl seit seiner Jugend einstudiert haben. Da wird keiner etwas sehen, was er zu beanstanden hat.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenTom Ford fährt in seinem Regie-Debüt alle Gestaltungsmittel auf, die es gibt, aufwendige Kadragen, Zeitlupen, Shutter-Effekte, wohl komponierte Szenenbilder im Einklang mit schönen Kostümen. Die Kamera arbeit praktisch jede Brennweite mindestens einmal ab und der Einklang von Bild und Ton sucht die vollendete Note.
Es geht ums ganze, um den perfekten Film, wo jeder Frame nötig, wichtig und für sich sich selbst stehen kann, doch nur in der Bewegung sein wahres Gesicht offenbart.
Es ist das Streben des Designs perfekt zu sein. Die Kunst hat nicht diesen Anspruch, was nicht heißt, dass Design nicht auch Kunst ist.
Tom Ford, eigentlich Designer, sucht nun diese Form des Gleichgewichts im Film, er macht keinen Film, er designt ihn. Was Robert Wilson mit dem Theater macht, dass macht Tom Ford mit dem Film. Er ist nicht der erste, aber er kommt vom Fach, was einen genaueren Blick auf "A Single Man" spannend macht.
Ein ehemaliger Kino-Designer war der große…
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Schlegel Tue, 13 Apr 2010 22:17:23 -0000
Antwort löschenFind ich auch.
B. Schweizerhof
Kommentar löschenIn A Single Man ist es die Stimme von Colin Firth, besser gesagt die, die er seiner Figur George verleiht, die sich einprägt, deren Melodie im Kopf bleibt und nachklingt, noch Tage, Wochen später, was unbedingt damit zu tun hat, dass sie im Film den Kontrapunkt bildet zur bestechenden Schönheit der Bilder, den nahezu perfekt inszenierten 60er-Jahre-Kulissen samt dazugehörigen Stoffen, Automarken, Haarfrisuren und Brillenmodellen. Diese Stimme nämlich ist rau, fast ungefällig, ihr eignet etwas Tonloses, Gefasstes; man hört, dass da jemand Haltung bewahrt, der allen Grund hätte, sie zu verlieren. ...
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenTom Ford hat für Gucci und Yves Saint-Laurent gearbeitet und dann sein eigenes Label gegründet. Bei zahllosen Fotosessions und Werbespots mag er ein Gespür für Bilder entwickelt haben. Dass er ein solch bravouröses Regiedebüt absolvieren würde, war dennoch nicht abzusehen. Und das auch noch als Film-Akteur, der sein Werk selbst produziert und auch das Drehbuch geschrieben hat. Er geht hier mit einer Stilsicherheit vor, die verblüfft.
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patcharisma Mon, 15 Nov 2010 03:36:43 -0000
Antwort löschenDu Hornbrillen-Möchtegern-Intellektueller. Diese Kritik ist komplett daneben. Du hast es nicht begriffen. Shame on you.
Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...
Kommentar löschenEs fügen sich Schauspieler und Geschichte und Tom Fords impressionistischer Regiestil, bei dem ständig die Farben wechseln und einzelne Gegenstände, Frisuren und Haustiere ("Ihr Hund riecht wie gebutterter Toast") in den Vordergrund gerückt werden, zu einem eigenwilligen, wundervollen Werk.
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AlexanderScholz: Schnitt AlexanderScholz: Schnitt
Kommentar löschenAmbivalenz, hier durch recht simple Mittel herbeigeführt, ist das prägende Prinzip, dem dieser Film zu folgen versucht. Es ist mutig, einen Begriff zur Maxime zu erheben, der oft leichtfertig benutzt wird, um sich eine allzu eingehende Auseinandersetzung mit künstlerischen Gegenständen zu ersparen. Daß ein solcher Film von einem Mann realisiert wird, der bisher eher dafür bekannt war den Primaten des selbst gezimmerten Schönheitsideals zu propagieren, ist einigermaßen verwunderlich. Die Stimmigkeit der glatten Oberfläche illustriert in A Single Man die Entropie des Inneren seiner Figuren. Damit ist das Gebot der Ambivalenz auch auf der inszenatorischen Seite eingehalten und ein Film entstanden, der eben jene Bezeichnung zurecht als Auszeichnung verstehen darf.
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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst
Kommentar löschenGegenüber Fords aggressiven, sexuell anspielungsreichen Anzeigenkampagnen für Gucci wirkt „A Single Man“ erstaunlich prüde. Zwar gibt es einige durchtrainierte nackte Männeroberkörper zu sehen, doch von einem schwulen Begehren erzählen diese Bilder kaum. Nur einmal kommt es zwischen George und dem schönen Stricher im zeitgenössischen James-Dean-Look zu einem offensiv inszenierten erotischen Moment. Im goldenen Licht eines Parkplatzes rauchen sie eine Zigarette zusammen, Carlos bläst ihm lasziv den Qualm ins Gesicht. Diese entfernte Anspielung an Jean Genets homoerotischen Kurzfilm „Un chant d’amour“ (1950) wirkt wie ein Abziehbild im Vintage-Design; die Radikalität der Vorlage ist von der glanzvollen Oberfläche allerdings gänzlich verschluckt worden.
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patcharisma Mon, 15 Nov 2010 03:26:16 -0000
Antwort löschenWichtigtuerei hilft nie weiter. Kritik? Lachhaft
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenTom Ford kann nicht nur in Mode, sondern auch in Film. Dies stellt der Mann, der als Designer einst den Modemarken Gucci und Yves Saint Laurent zu unerhörter Popularität und Profitabilität verhalf und der danach sein eigenes Modelabel gründete, mit seinem beeindruckenden Debüt als Regisseur, Autor und Produzent unter Beweis. „A Single Man“ basiert auf dem Roman „Der Einzelgänger“ von Christopher Isherwood, den Ford für die Leinwand adaptierte. Für die Hauptrolle konnte der Modeschöpfer Colin Firth verpflichten, dem er dann auch gleich die beste Leistung seiner bisherigen Karriere entlockte.
Angesiedelt in den frühen 1960er Jahren spielt Firth den in Los Angeles lebenden und arbeitenden, britischen Professor George Falconer, dem das Schicksal übel mitspielt: Gleich zu Beginn erleben wir, wie er einen Anruf entgegennimmt, in dem ihm mitgeteilt wird, dass sein Lebensgefährte Jim (Matthew Goode) bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Dies lässt den so stets stilsicher und besonnen…
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Alle Kritiken (22)
Kommentare (106) — Film: A Single Man
TheNumber Fri, 10 May 2013 15:57:14 -0000
Kommentar löschenstarke performance von colin firth. eine geschichte, die einen mitfühlen lässt. ruhiges, kleines drama, kann man sich gut angucken
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hallidalli Wed, 01 May 2013 21:11:48 -0000
Kommentar löschenschöner, ruhiger und anziehender Film. Gute Schauspieler. Der Drehstil von Tom Ford gefiehl mir sehr gut, scheint ja sein erster Film zu sein ?? Berührende Musik, tolle in Farben oder schwarz-weiß getauchte Bilder.
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florian.fiele Fri, 19 Apr 2013 07:44:36 -0000
Kommentar löschenA Single Man
Lieblingsfilm einer Freundin vs. Thematik, Liebe zu durchgestylten Filmen vs. Werbe-Sterilität....ich war zunächst skeptisch, nicht zuletzt weil ich bereits einen Blick auf die letzten Kommentare geworfen hatte. Es dauerte durchaus etwas bis die Zweifel wichen, aber dann folgte die Gewissheit, dass A Single Man weitaus mehr ist als das durchgestylte Werk eines Modeschöpfers. Der Film springt über die komplette Spielzeit zwischen feel-good-movie und traurigem Drama hin und her. Es steckt jedenfalls viel mehr Hetero(!)-Gefühl hier drin als ich erwartet hatte. Ein sehr sinnliches Werk, das aber auch seine langatmigen Phasen, gerade zu Beginn, hat. Sollte man sich zu zweit ansehen, alleine oder als Gruppe hätte er vermutlich nicht dieselbe Wirkung auf mich erzielt. Die anfänglichen Befürchtungen kann ich an einigen Stellen bestätigt sehen, sobald der Film mich jedoch für sich gewonnen hatte, konnte ich locker drüber hinwegsehen. A Single Man gefiel mir erstaunlich gut und ich denke, dass nicht nur Hauptdarsteller, Score sowie Kamera- und Regiearbeit überzeugen, sondern auch das von einigen kritisierte Drehbuch. Ich kann gar nicht so genau sagen warum, aber die Art von A Single Man und das Gefühl, das der Film, je länger er dauerte desto stärker, bis in den Abspann hinein und weit darüber hinaus transportierte, gefallen mir sehr gut. Als Zuschauer muss man aber offen sein für diese Erfahrung; den Film als inhaltslosen Werbefilm zu kritisieren liegt nahe und fällt leicht, jedoch macht man sich damit eine Filmerfahrung mehr kaputt. 9.0 - eine aus meiner Sicht gelungene Mischung aus Drama und feel-good-Movie mit einem grandiosen Hauptdarsteller
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headmusic Sat, 06 Apr 2013 17:18:10 -0000
Kommentar löschenDer eigentliche Hauptdarsteller ist die wunderschöne Bebilderung des Films. Tom Ford zeigt absoluten Stil und setzt die Schauspieler wunderbar in Szene. Über Colin Firth braucht man nichts mehr sagen...er ist einfach ein Geschenk für jeden Film. Und Julianne Moore konnte auch mal wieder zeigen was sie für eine tolle Schauspielerin ist.
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sebastianxxx Mon, 01 Apr 2013 09:11:43 -0000
Kommentar löschenDie Fotografie des Films ist schön bis sehr schön, die Hauptdarsteller spielen gut, das Haus und die Interieurs sind nobel, die Anzüge edel, die Hemden liegen akurat im Designermobilar, die Geschichte geht auch zu Herzen ... aber all das macht noch keinen wirklich guten Film aus - es fehlt an Kraft, Energie, wirklicher Leidenschaft ... es fehlen Inspiration und Originalität ... warum sollten das nicht auch schwule Männer vermissen ?
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strangelet Sun, 31 Mar 2013 17:51:29 -0000
Kommentar löschenEs scheint Leute zu geben, die Filme nur aufgrund ihrer bildästhetischen Qualitäten genießen können, und womöglich gibt es auch immer noch solche, die schon die bloße Andeutung von Homosexualität für so irre kontrovers halten, dass sie ein wohliges Schaudern durch die 99 Minuten trägt, die man für dieses Werk investieren muss.
Ich gehöre leider nicht zu einer dieser Gruppen. Ich bin Fan einer guten Handlung, und ich mag es, wenn ein Film ein Mindestmaß an Originalität aufbringen kann. "A Single Man" ist daher für mich nichts weiter als ein schauspielerisch großartiger Colin Firth in einer stylishen Kulisse. Er hätte auch ein Telefonbuch vorlesen können, das hätte praktisch den gleichen Unterhaltungswert gehabt.
Sollte sich Tom Ford wieder einmal langweilen beim Hosenschneidern und nochmal einen Film drehen wollen, dann sage ich: Nur zu! Als Regisseur hat der Mann offenbar Talent. Aber er sollte sich beim nächsten Mal ein ordentliches Drehbuch kaufen, statt daran auch noch selber herumzudilettieren.
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nerdkiller Tue, 19 Mar 2013 00:42:26 -0000
Kommentar löschenScheint wohl so, als müsse ich hier den Spielverderber abgeben, da mich der Film doch ziemlich enttäuscht hat. Das begann schon damit, dass die nette Dame im NDR den Film als "Film des Modemachers Tom Ford" ankündigte, und das sagt schon ziemlich viel über den Film aus.
In "A single Man" sieht nämlich alles toll aus: alle laufen in Hochglanz Klamotten rum, sehen gut aus und der Film wirkt äußerlich stellenweise wie ein Hugo Boss (o.Ä.) Werbeclip / Modenschau. Generell ist das ja auch kein Problem, muss ja nicht alles hässlich sein sein. Und Collin Firth und Juliane Moore spielen wie erwartet stark, aber das hat halt seinen Preis. Der Film ist für mich nämlich absolut pointless, vorhersehbar und einfach das Musterbeispiel für Style over Substance im negativen Sinne.
Der Plot hat vor dem Hintergrund der Kubakrise auch ordentlich Potential, um den Film zu einer Studie über Melancholie, Trauer oder Depression zu machen (Siehe "Melancholia" von Lars von Trier), jedoch fehlt es dafür an allen Ecken und Enden. Der Film hangelt sich nämlich von Szene zu Szene ohne mir irgendwas zu erzählen, die Figuren sind ziemlich eindimensional und visuell und musikalisch ist mir das schlichtweg zu prätentiös, als dass der Film mich in irgendeiner Art und Weise berühren könnte. Das Gegenteil trat eher ein: er hat mich ziemlich angeödet.
Ich habe einfach in jeder Sekunde gemerkt, dass das das Werk eines Werbefilmers ist, der sich auch noch an einem Drehbuch (dem wesentlich schwierigerem Prozess bei der Herstellung eines Films) versucht hat. Und das hat einfach nicht geklappt. Der Verlauf der Geschichte ist total vorhersehbar und - ich kann es nicht anders sagen - langweilig. Es sieht zwar alles so schön aus, aber was mit den Figuren passiert, war mir irgendwie wurscht, da sie einfach kalt, steril und leer waren. Keine Tiefe, keine ordentliche Charakterzeichnung, kein gar nichts. Hier hätte sich Regisseur Ford lieber einen fähigen Autor zur Seite gezogen, der ihm ein gutes Script liefern kann, denn handwerklich kann ich ihm - auch wenn es teilweise doch too much war - keinen Vorwurf machen.
"A single Man" scheint ein Film zu sein, für den der Zuschauer schon einige Empathie im voraus mitbringen muss, denn wirklich mitreißen tut er wie ich finde nicht. Für mich leider nur ein klarer Fall von zu viel ungenutztem Potential.
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movie.max Tue, 19 Mar 2013 10:54:32 -0000
Antwort löschenJa, das ist schon ein toller Film...
nerdkiller Tue, 19 Mar 2013 10:59:53 -0000
Antwort löschenJup, ungefähr so auf einer Stufe mit Django Unchained.
movie.max Wed, 20 Mar 2013 10:03:15 -0000
Antwort löschenJa das kommt hin. Da muss ich mir 'Django' aber nochmal reinziehen. Habe ihn ja erst ein mal gesehen. 'Single Man' habe ich mir bereits häufiger gegönnt. Und ich garantiere dir, dass man mit jedem Schauen neue visuelle und auch wichtige Details entdeckt. Ich habe ihn mit jeder Sichtung aufgewertet.
nerdkiller Wed, 20 Mar 2013 10:08:49 -0000
Antwort löschenOkay, dann schau ich mir Django und den hier noch fünf mal an, und dann habe ich beide bei 9 Punkten. Yeah!
movie.max Wed, 20 Mar 2013 10:45:11 -0000
Antwort löschenEy nicht so sarkastisch. :)
Aber verweigern solltest du dich weiteren Sichtungen nicht. Auch ich musste mir 'The Dark Knight Rises' noch zwei weitere male anschauen. Und auch den 'Hobbit' werde ich mir noch auf DVD/BR reinziehen. Da muss man durch.
nerdkiller Wed, 20 Mar 2013 10:57:34 -0000
Antwort löschenNun ja, aber man sollte sich die Dinge nicht zwanghaft schönschauen, bei mir hat das Bauchgefühl entschieden. Und TDKR fand ich gar nicht soooo schlecht, wie er hier oftmals gemacht wird.
movie.max Wed, 20 Mar 2013 12:17:40 -0000
Antwort löschenNein das Schönschauen ist ja auch nicht Sinn und Zweck, aber man kann sich selbst ja fragen, was andere in dem Film sehen. So wurde mir die Genialität von 'Magnolia' oder 'Alien' erst beim zweiten mal schauen bewusst, als ich auf Details zu achten versuchte, die ich beim ersten mal übersehen habe.
Und TDKR ist kein schlechter Film, aber er ist leider meilenweit von dem entfernt, was man einen guten Film nennt. Und außerdem könnte er nicht weiter entfernt sein von dem, was Nolans Fähigkeiten versprechen. Nämlich ein bisschen Anspruch unter die blockbusterwütigen Kinogänger zu mischen. Da versagt TDKR leider, da es ihm zu keiner Zeit gelingt Tiefe in die eigentlich sensationelle Handlung hineinzubringen. Er unterfordert mit seiner Oberflächlichkeit. Schlecht ist also das falsche Wort, aber viel enttäuschender hätte dieser Film nicht sein können.
Markbln Thu, 21 Mar 2013 17:09:06 -0000
Antwort löschenMeine Meinung zum Film war die gleiche - bevor ich ihn gesehen habe. Ich finde tatsächlich, dass Tom Ford trotz starkem Fokus auf die Ästhetik aber auch ein überzeugendes Drama entwickelt hat. Was erheblich mit der grandiosen schauspielerischen Leistung von Colin Firth zu tun hat.
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movie.max Thu, 21 Mar 2013 19:29:04 -0000
Antwort löschenJep. Gerade die Feinheit, dass man die großartige Firth-Szene zu Anfang erst am Ende nach den ganzen Rückblenden verstehen kann. Seine Schmerz und seine Verlorenheit.
nerdkiller Fri, 22 Mar 2013 02:12:10 -0000
Antwort löschenNaja, ist bei mir halt nicht angekommen, der Film ist einfach an mir vorbei geplätschert.
BrittaLeuchner Mon, 18 Mar 2013 18:09:18 -0000
Kommentar löschenEs sind die tollen Kamerabilder die den Film sicherlich sehenswert und besonders machen. Aber dass es für mich dennoch kein 9 oder 10 Sterne Film ist, möchte ich erklären:
Schöne Bilder, schöne Menschen, schöne Anzüge, tolles Haus, und dem gegenüberstehend das Drama, die Depression, der Verlust, die Trauer ... Filme, die die Tragödie auf diese Weise einerseits ästhetisieren und andererseits fragend dem gegenüberstellen sind nicht in jeder Stimmung ertragbar, aber sicher ein gutes Fundament für einen "Arthaus"-Film und grundsätzlich für mich sicherlich interessanter als ein Stirb Langsam Teil 15. Das kann ich sehr gut teilen. Aber wenn man ausreichend Filme mit toller Ästhetik und schwelgender Trauer kennt, wird einem dieser Film recht schnell träge und zähflüssig, weil viel Neues kommt hier nicht hinzu. Davon abgesehen, darf man die Gefahr nicht unterschätzen, dass "tolle Bilder" auch eine Geschmackssache sind und einen Film, der sich stark darauf reduziert, dann sein Zielpublikum sehr eng kalkuliert. Gute Textideen sind in den Rest der Dialoge hier, wie ich finde, auch leider zu lustlos in den Plot integriert, ja geradezu großzügig hinein-kollagiert. Die entscheidenden Textpassagen sind wundervoll, aber man verspürt keine Mühe ihnen einen spannenden Zusammenhang zu verleihen. Die ewigen Zeitlupen sind auch nach spätestens 10 Minuten nervig und ebenso die ewig "heulende" Geige. Eine befreundete Autorin nannte den Film eine preisgeile Leidenstourismus-Operette und auch ich war dem sehr wehleidigen Ausdruck von Kameramann und Hauptdarsteller von Anfang an schon sehr schnell überdrüssig. Was bei meiner bekanntermaßen hohen Leidensfilmtoleranz für eine besorgniserregende Überdosis im Film spricht.
Den hier des Öfteren gehörten Satz "für Heteromänner ist der Film einfach nicht relevant..." kann ich zwar nicht nachvollziehen, da der Film viele Aspekte aufgreift, die den Heterosapiens thematisch nicht ausschließen, aber warum dieser Satz die Gefahr eines Missverständnisses bergen sollte oder gar ein Ressentiment enthalten sollte, aber noch viel weniger. Der Film hat nun mal in einem Hauptplot ein Schwerpunktthema was nicht jedem zugänglich ist, und das darf auch ruhig gesagt werden. Daran ist nichts Verwerfliches.
Grundsätzlich möchte ich dem Film bescheinigen, um Originellität bemüht zu sein und er ist sicher kein Film, den man sofort nach dem Schauen gänzlich vergisst. Aber ein Meilenstein der Filmgeschichte ist er sicherlich nicht. Er ist im Portfolio der "Menschen brauchen Liebe" Filme aber sicher einer der originelleren. Das ist sicher.
Auch wenn ich den Film hier als nur teilweise geglückt zusammenfasse, so muss jedoch unbedingt hinzugefügt werden, dass er filmtechnisch jedoch ein durchaus überdurchschnittlich interessanter Film ist. Kameraführung und Bildaufbau sowie die gesamt Licht und Bild-Ästhetik sind spannend zu studieren und es gibt - vermutlich gewollte - Parallelen zu Hitchcock und Truffaut. Besonders das leicht unterkühlte Ambiente der Straße und ihrer Menschen erinnerte mich sofort in der Gesamtstimmung und dem Stil ein wenig an Fahrenheit 451. Nicht uninteressantes Tribute/Zitat an die großartigen Filme, denen sie hiermit Respekt erwiesen.
Dennoch finde ich das Thema des Films zu wichtig, als dass ich ihm thematische Schnitzer durchgehen lassen kann. Inhaltlich hatte ich trotz allem ständig das unwohle Gefühl, hier wurde über einelne Passagen nicht 3 mal, sondern leider nur einmal nachgedacht ... Somit bleibt der sehenswerte Streifen bei mir trotz Allem an der 7.5 Punkte Hürde hängen.
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dilan.or.5 Wed, 20 Mar 2013 20:19:39 -0000
Antwort löschenMir gefällt dein Kommentar gut und ich kann die Kritikpunkte auch nachvollziehen.
"A Single Man" ist für mich auch eine Hommage an die "L’art pour l’art Bewegung".
Auch wenn sich das meiner Kenntnis der Begriff nur auf die Literatur bezieht.
Passt der Begriff wunderbar. :)
BrittaLeuchner Sat, 23 Mar 2013 12:02:06 -0000
Antwort löschenDanke :)
Spielberg_Fan Mon, 18 Mar 2013 12:46:56 -0000
Kommentar löschenBei „ A Single Man“ weiß man nicht ob weinen oder lachen soll. Der Film hat soviel Traurigkeit in sich, aber doch auch Momente der Freude. Tom Ford’s Film wirkt von der ersten Minute an hypnotisierend und optisch sehr ansprechend. Die Kameraarbeit stellt sich schnell als hervorragende Leistung heraus und verzaubert. Auch der Score hat eine verzauberte Wirkung, die einen nicht mehr los lässt. Großes Lob muss man auch den Darsteller aussprechen, bei denen ganz klar Hauptdarsteller Colin Firth das größte Lob verdient hat. Seine Darbietung ist einfach nur traumhaft.
„ A Single Man“ ist nicht unbedingt eine Geschichte über Homosexualität, vielmehr ist es eine Geschichte über das Leben. Am deutlichsten wird dies kurz vor Schluss, als das Leben wieder sein altes Spiel spielt.
Ford’s Streifen ist somit ein absoluter Geheimtipp, der mittlerweile wahrscheinlich auch keiner mehr sein dürfte. Gefühlskino in seiner ganzen Pracht!
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dilan.or.5 Mon, 11 Feb 2013 17:20:35 -0000
Kommentar löschenEin Film voller Zwischenmenschlicher Wärme. Es geht um Verlust und die Angst genau damit fertig zu werden. Unterstützt wird das dadurch, dass der Prof. selbst eigentlich am Leben hängt und genau deshalb wird er so schwer mit seinem Verlust fertig
Dieser Film ist voller Ästhetik und zwischenmenschlicher Gefühle, ohne überdramatisch oder gar kitschig zu sein, wunderschön! :)
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chriskaps Mon, 11 Feb 2013 09:58:24 -0000
Kommentar löschenIch habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der solch intime, schöne Momente zeigt. Hätte niemals gedacht das Tom Ford, der mir sonst als ziemlich eitel erscheint, das Zwischenmenschliche so beherrscht. Richtig schön.
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Shady95 Sun, 03 Feb 2013 17:32:42 -0000
Kommentar löschenIch war mir vor dem Ansehen dieses Films nicht bewusst, was das Thema sein würde, um das es geht. Nach der ersten Viertelstunde war es mir dann klar und ich hatte Schwierigkeiten den Zugang zu finden. Umso mehr beeindruckend war ich dann wie der Film mich gefesselt hat. Die dunklen und oft anders farbig gestalteten Szenen in Kombination mit den langsamen Kamerafahrten sowie das Setting haben es geschafft den Zuschauer an sich zu binden und zu begeistern. Dazu kommt noch ein Colin Firth der einfach überragend spielt und dem man zu jeder Sekunde die Rolle abnimmt. Man merkt förmlich wie die anderen Schauspieler gegen ihn alt aussehen. Viele der Szenen sind mit einem Voice-Over der Hauptfigur unterlegt was den Erzählfluss unterstützt und den Film abrundet. Zum Ende hin ist durch das langsame Tempo kurzzeitig die Luft raus und der"A Single Man" endet mit einem ordentlichen Ende, was aber keinen Höhepunkt darstellt.
Nichtsdestotrotz ein gelungener Film, auf den man sich aber einlassen sollte. Schauspiel, Setting und auch die Musik sind ausgezeichnet. So kann ein gutes Drama aussehen...
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Ruste Sat, 02 Feb 2013 19:53:46 -0000
Kommentar löschen5 Punkte für das tolle Haus und die gesamte Ausstattung. Colin Firth ist echt gut, das stimmt. Aber für Heteromänner ist der Film einfach nicht relevant. Tom Fords Regie ist mir persönlich zu stylish, die Kamera oft zu geradlinig und an der Fotografie orientiert. Schöne Bilder, schöner Menschen, schöne Anzüge, tolles Haus, Drama, Depression, Verlust, Trauer - nichts für mich.
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Jörn Jörnsen Sat, 02 Feb 2013 22:50:38 -0000
Antwort löschenFür Heteromänner nicht relevant?
wurzel.mann Sun, 03 Feb 2013 03:21:02 -0000
Antwort löschenIch kenne den Film nicht aber "Für Heteromänner nicht relevant" Klingt schon nach einem sehr bescheuterten und homophobem Kommentar
Andy Dufresne Sun, 03 Feb 2013 11:46:04 -0000
Antwort löschenVöllig unverständlich, ja...
ElMagico Sun, 03 Feb 2013 12:13:03 -0000
Antwort löschenVielleicht sterben Frauen bei Autounfällen nicht?!? Mann müsste da mal nachforschen...
Andy Dufresne Sun, 03 Feb 2013 12:21:49 -0000
Antwort löschenDas wird es wohl sein ! :)
Max... Sun, 03 Feb 2013 16:40:19 -0000
Antwort löschen"Aber für Heteromänner ist der Film einfach nicht relevant." Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
montana@et-designs.de Fri, 08 Feb 2013 00:27:08 -0000
Antwort löschenHaha! Geiler Kommentar...Leute lasst den Mann doch mal in Ruhe und packt mal die Homophobie-Keule wieder ein! Ich würde auch sagen, dass der "Weddingplanner" nicht relevant ist für Männer. :)
In diesem speziellen Fall kann ich persönlich deine Wertung aber überhaupt nicht nachvollziehen. Allein schon wie sich die Musik und vor allem der Mood/die Farben der Bilder seinem inneren Gefühlszustand anpassen ist genial...
Außerdem wäre es doch langweilig immer nur "relevante" Filme zu schauen. Damit würdest du das Potenzial von Filmen, dich in eine andere Welt zu entführen, verschwenden. Und in diesem Fall eben in die Welt eines homosexuellen Professors in den 50ern...
Ich bin kein Geheimagent und schaue trotzdem gerne James Bond ;)
Ruste Sat, 09 Feb 2013 15:45:27 -0000
Antwort löschen@wurzel.mann: bescheuert finde ich zu mitzureden, ohne den Film gesehen zu haben! @montana: ich bin auch kein Geheimagent, aber ich wollte als Kind immer einer sein. Ein schwuler Professor in den 50ern wollte ich aber nie sein...
@all: Denkt was Ihr wollt, homophob oder gar schwulenfeindlich bin ich null-komm-null. Der Film hat einfach nichts mit meinem Leben zu tun, that's all.
Andy Dufresne Sat, 09 Feb 2013 17:24:36 -0000
Antwort löschenMit deinem Leben nicht (was ja auch völlig in Ordnung ist), aber du bist nicht "Alle Hetero-Männer"...
Glaube sofort das du kein Hasser bist, obige Wortwahl könnte allerdings unter Umständen zu dem Gedanken führen...
Max... Sat, 09 Feb 2013 17:34:50 -0000
Antwort löschenWenn hier ein Missverständnis vorliegt, dann tut es mir leid. Es war vermutlich einfach die falsche Wortwahl von dir. Man muss immer bedenken, dass wir hier im Internet sind. Hier gibt es weder Mimik noch Gestik. In einen Text kann man enorm viel hineininterpretieren, eventuell auch vieles, was der Autor gar nicht sagen wollte. Der Satz klingt nunmal unter Umständen homophob, vielleicht solltest du das einfach etwas umformulieren, um weiteren Missverständnissen aus dem Wege zu gehen ;)
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BrittaLeuchner Tue, 19 Feb 2013 23:48:08 -0000
Antwort löschen"Schöne Bilder, schöner Menschen, schöne Anzüge, tolles Haus, Drama, Depression, Verlust, Trauer ... " Filme die die Tragödie ästhetisieren sind nicht in jeder Stimmung ertragbar. Das kann ich sehr gut teilen. Wenn man ausreichend Filme mit toller Ästhetik kennt, wird einem dieser Film recht schnell träge und zähflüssig. Davon abgesehen, darf man die Gefahr nicht unterschätzen, dass "tolle Bilder" auch eine Geschmackssache sind und einen Film, der sich stark darauf reduziert, dann sein Zielpublikum sehr eng kalkuliert. Gute Textideen sind in den Rest der Dialoge auch zu lustlos integriert. Die entscheidenden Textpassagen sind wundervoll, aber man verspürt keine Mühe ihnen einen spannenden Zusammenhang zu verleihen. Die ewigen Zeitlupen sind auch nach spätestens 10 Minuten nervig und ebenso die ewig "heulende" Geige. Eine befreundete Autorin nannte den Film eine preisgeile Leidenstourismus-Operette und auch ich war dem sehr wehleidigen Ausdruck von Kameramann und Hauptdarsteller von Anfang an schon schnell überdrüssig, was bei meiner hohen Leidensfilmtoleranz für eine besorgniserregende Überdosis im Film spricht. Den Satz "für Heteromänner ist der Film einfach nicht relevant..." kann ich zwar nicht nachvollziehen, da der Film viele Aspekte aufgreift, die den Heterosapiens thematisch nicht ausschließen, aber warum dieser Satz die Gefahr eines Missverständnisses bergen sollte, noch viel weniger: Wenn darin allein schon Gefahr für Missverständnisse der oben genannten Art enthalten sein soll, dann können wir gleich einpacken und sollten zukünftig gänzlich auf Kommunikation verzichten. Furchtbar diese Moralwächterei. Gewöhnt euch das bitte schnell wieder ab, denn ihr werdet ohne es zu wollen schneller wie jene Gespenster, die ihr zu jagen und finden glaubt, als euch lieb ist. Intoleranz ist nicht nur denen vorbehalten, die sie pflegen sondern kann auch schnell jene befallen, die sie zu bekämpfen glauben. Toleranz funktioniert nur in 2 Richtungen. Im Übrigen: auch darum geht es in diesem Film. Ein schönes Beispiel dafür ist seine Ausführung als Dozent am Anfang des Filmes in Folge einer Buchbesprechung von Huxley und dem Verdacht eines Studenten im Autor möglicherweise einen Antisemit zu erkennen. Ihr verhaltet euch hier genau wie dieser Student ... Homophobie ist keine gefährliche Krankheit, genauso wenig wie Homosexualität, von der man es zu unaufgeklärten Zeiten ja auch einst glaubte. Beidem sollte man, wenn sie einem fremd erscheinen mögen, aber mit einer emanzipierten aufgeklärten modernen Selbstverständlichkeit begegnen und keine Probleme erfinden, wo noch keine sind. Homophobie wird erst dann zu einem Problem, wenn sie zu folgenschweren Handlungen oder Äußerungen gegenüber Menschen führt, die dann darunter leiden. Aber ich halte diesen Satz weder für homophob noch schwulen-feindlich, noch glaube ich dass damit die Gefühle eines sich angesprochen gefühlten Mannes verletzt werden könnten, und habe mir, um darin sicher zu sein, den Rat von einem meiner besten Freunde eingeholt, der seid vielen Jahren glücklich mit einem Mann zusammen lebt und der die Reaktionen auf den seiner Meinung nach völlig unbedenklichen Satz für völlig affektiert und übertrieben hält.
Ruste Sat, 02 Mar 2013 09:19:35 -0000
Antwort löschenViel Dank für diese fundierte Ausführung. Ich hätte es nicht besser sagen können!
ElMagico Thu, 31 Jan 2013 18:22:58 -0000
Kommentar löschenDa gibt es diese Filme, bei denen weiß man manchmal sogar schon bei der Titelsequenz, dass es irgendwie passt. Der Moment, die Musik, die Bilder, die Erwartung und das eigene Befinden. Und manchmal verlassen diese dann dieses Korsett, dass man Film nennt, und werden zu irgendetwas mehr. Irgendwie scheinen sie parallel zum eigenen inneren Kino zu laufen, wobei sich beide Filme immer wieder gegenseitig anstoßen, sich ergänzen und manchmal fast deckungsgleich verlaufen. So war "A Single Man" eben. So war er für mich.
Und dann sitzt man da, weiß gar nicht so recht was man bewerten soll und vorallem wie. Will etwas schreiben, befindet sich aber im Zwiespalt, dass man ja eigentlich etwas über die Qualität des Film schreiben sollte, diese einem aber so unbedeutend erscheint. Und doch denkt man: Ich muss den Leuten doch sagen wie beeindruckend hier alles zusammenpasst. Wie homogen das alles ist. Welch Zucker für die Augen "A Single Man" ist und wie furchtbar wunderbar der Score. Wie hervorragend Colin Firth ist und das Julien Moore wohl eine der beeindruckensten Schauspielerin dieses Jahrtausends ist. Das "A Single Man" mit den ganz großen der Filmgeschichte mithalten kann. Alles das will man sagen. Und das alles ist jetzt gesagt. Aber das größte Lob, dass ich Regisseur Tom Ford gerade geben kann, wird für viele gar keines sein. Irgendwann hab ich eben aufgehört konzentriert Film zu gucken. Irgendwann war es mir wichtig was der Film macht und weniger wichtig was in ihm passiert. Natürlich konnte ich trotzdem die Geschichte verfolgen, aber mittlerweile war es auch mein Film, meine Geschichte, meine Gefühle. "A Single Man" strahlt einfach soviel Geborgenheit und Wärme aus, irgendwie lädt er einen regelrecht dazu ein, die Gedanken und Gefühle die man sonst unterdrückt, einmal kurz an die Oberfläche gelangen zu lassen.
Wieder ein Kommentar, bei dem sicherlich viele denken: Was will der Mensch eigentlich? Aber in diesem Fall könnte ich tatsächlich die einfachsten Fragen nicht beantworten. Ist der Film traurig oder doch eher heiter. Ist er niederschmetternd oder macht er Mut? Ist er tragisch, dramatisch, lustig, dunkel, bunt......ich weiß es nicht! Ich weiß nur das er eines nicht ist: Kalt und steril. Und das sind die zwei Worte, die ich in den Rezsssionen über diesen Film gerade eben am häufigsten lesen musste. Und wie froh bin ich in diesem Moment, dass ich einfach nur der Magic bin und bei Moviepilot einfach schreiben kann was ich will. Das ich mich von so einem Film entführen lassen kann, ohne ihn auch nur ansatzweise Filmtechnisch, -historisch oder Filmsonstwas analysieren zu müssen. Ich kann mich einfach hinsetzen und schreiben: Ich weiß gerade nicht wie es mir geht, soviel Gedanken kamen mit und durch diesen Film. Schöne und schlechte. Aber ich kann einfach schreiben: "A Single Man" ist ein ganz wundervoller Film. Ganz ganz wundervoll!
Eines möcht ich aber doch noch sagen: Für mich war das keine homosexuelle Geschichte. Das war ein Film übers Leben. Natürlich auch über die Liebe. Und die war hier eben eine Gleichgeschlechtliche. Aber wer sich deshalb hiermit nicht indentifizieren kann, der sollte sich ganz stark Gedanken machen.
Anschauen! Bitte! Danke!
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Mr. Pink Thu, 31 Jan 2013 22:02:31 -0000
Antwort löschenNicht nur ein ganz ganz wundervoller Film, sondern auch ein wundervoller Kommentar! :)
mariega Thu, 31 Jan 2013 23:17:33 -0000
Antwort löschenPremière leçon:
Merci pour ce beau commentaire, tu es formidable!
Und du bist nicht nur der Magic, du bist DER Magic :)!
ElMagico Fri, 01 Feb 2013 08:33:28 -0000
Antwort löschenMerci ihr beiden! Marie gucken! Der gefällt dir!
mariega Fri, 01 Feb 2013 09:07:54 -0000
Antwort löschenBien sûr (sicher) :)!
Andy Dufresne Fri, 01 Feb 2013 09:43:31 -0000
Antwort löschenSehr schön wie du hier mit dir selbst haderst :)
Großartiger Film, kongenialer Kommentar ;)
ElMagico Fri, 01 Feb 2013 17:02:21 -0000
Antwort löschen:) Danke!
DonChris Tue, 05 Feb 2013 09:59:09 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar zu einem guten Film, ich kann mich Andy nur anschließen ;)
ElMagico Tue, 05 Feb 2013 11:01:11 -0000
Antwort löschenAuch dir ein dickes Danke :)
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dilan.or.5 Tue, 12 Feb 2013 13:19:35 -0000
Antwort löschensuper Kommentar :)
ElMagico Tue, 12 Feb 2013 18:18:55 -0000
Antwort löschenDanke schön :)
movie.max Thu, 31 Jan 2013 08:46:25 -0000
Kommentar löschenEs gibt Leute...
Schicht in der Videothek. Lege mir (da zurzeit nichts los ist) 'A Single Man' in den Player. Ich wollte ihn immer schon mal sehen. Ich bin fasziniert. Und exakt eine Minute vor Filmende kommt eine Kundin und sagt "Ach, das ist doch hier 'Man...'" Ich antworte ihr freundlich mit dem kompletten Titel des Filmes. Dann entschließt sie sich prompt, sich diesen Film auszuleihen, woraufhin ich frage, ob sie mir diese eine Minute noch gönnen könnte. Sie erwidert, was das denn solle und nötigt mich, den Film aus dem Laufwerk in eine Hülle und in ihre Hände zu legen.
Ende vom Lied: ich kenne die letzten 60 Sekunden dieses schönen Films nicht.
Aber ein paar Dinge kann ich dennoch über 'A Single Man' sagen:
Was für ein wunderschöner Film.
Nachdenklich, traurig, drückt und hebt die Stimmung des Zuschauers mit jeder Laune der Hauptfigur, toll gespielt, durchgestylt und in seiner narrativen Gemächlichkeit angenehm sinnlich.
Bei meiner Bewertung ist demnach noch Platz nach oben...
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christopher.cerra Sun, 03 Feb 2013 20:35:24 -0000
Antwort löschenIch hätte ihr die Disc in den Rachen geschoben, aber na gut.
movie.max Sun, 03 Feb 2013 21:50:03 -0000
Antwort löschenJa das wäre wohl das beste gewesen.
8martin Mon, 07 Jan 2013 15:34:52 -0000
Kommentar löschenFalls einen die Schwulenproblematik nicht interessiert, dann sind es hier die tollen Bilder, die seltenen Einstellungen und die Erzählweise in Retrospektiven, die beeindrucken. Aber auch die frechen Dialoge sind keineswegs von der Hand zu weisen. (‘Liebhaber sind wie Busse. Man muss nur warten, bis der Nächste kommt.‘). George (Colin Firth) schwankt in seiner Bisexualität zwischen den Polen hin und her. Am Anfang steht der Tod seines Liebsten (Matthew Goode), am Ende sein eigener. Dazwischen versucht Julianne Moore (‘Mein Leben in der Vergangenheit ist meine Zukunft‘), seine Jugendliebe, und ein schöner Student (Nicholas Hoult) bei ihm zu landen. Doch die tiefe Todessehnsucht bleibt, wobei die Selbstmordversuche schon grotesk erscheinen. Die Verunsicherung in einem Leben zwischen den Fronten mündet in der Zwangsläufigkeit der Ereignisse. Offen bleibt, ob George an gebrochenem Herzen oder an Tabletten stirbt. Es ist überraschend und irgendwie unvollendet, weil mitten drin. Erst beim gedanklichen Nachkarten erkennt man, wie obsessiv neurotisch die Vorstellungen von George von Anfang an bereits waren. Dann ist es tragisch.
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Andy Dufresne Mon, 07 Jan 2013 00:06:04 -0000
Kommentar löschen"Eine Zeit in der es keine Gefühle gibt, ist eine Welt in der ich nicht leben will."
1962: Ein Professor verliert seine große Liebe (er ist schwul, erwähnenswert weil es für die Geschichte wichtig ist), ist depressiv, will sich umbringen.
Aber die Dinge kommen anders...
Viel Sinn für Eleganz, für Ausstattung, für Details.
Intelligente, hintersinnige, pointierte, durchdachte, kluge, entlarvende Dialoge (" [...] die dümmsten Kreaturen führen das glücklichste Leben, denke nur an deine Mutter"), grandios fotografiert, überragende Schauspielleistungen (Firth hätte hierfür den Oscar bekommen sollen/müssen, Julianne Moore sehe ich einfach IMMER gern), musikalisch unglaublich passend unterlegt und dazu noch eine feinfühlige, bestechend scharfsinnige Regie ( ganz starkes Debüt des eigentlichen Modedesigners Tom Ford !).
"Manchmal haben auch schlimme Dinge eine schöne Seite."
Ruhig und doch kraftvoll, voller Charme, reflektiert, fast schon weise und wirklich extrem kurzweilig (die Laufzeit (99 Minuten) fliegt geradezu davon!).
Ein Film über Liebe, über Einsamkeit, Vergangenheit, die Unbeständigkeit des Lebens, über Hoffnung, über Stolz, über Stil, über Verbundenheit und über die (manchmal unerträgliche) Leichtigkeit des Seins.
Klingt (mal wieder) nach übertriebenem Loblied aber schlicht und einfach:
Anders kann ich es nicht beschreiben, der Film ist eine Riesenperle!
"Von diesen Momenten habe ich gelebt.
Sie holen mich zurück in die Gegenwart.
Und ich erkenne, dass alles ganz genauso ist wie es sein soll."
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moviee Mon, 07 Jan 2013 00:09:46 -0000
Antwort löschenGenau so ist es. Schön geschrieben!
dada20 Mon, 07 Jan 2013 00:10:49 -0000
Antwort löschenDa muss ich dir Recht geben.
Und sonst hab ich nichts hinzuzufügen :)
Deathpool Mon, 07 Jan 2013 00:12:01 -0000
Antwort löschenMuss ich sehen
Boo^ Mon, 07 Jan 2013 00:12:09 -0000
Antwort löschenendlich mal sinnvoll GEZahlt
Andy Dufresne Mon, 07 Jan 2013 00:15:17 -0000
Antwort löschenDanke Moviee und dada! :)
MUSST du sehen Deathpool!
GEZgelohnt Boo, auf alle Fälle! :)
Velly Mon, 07 Jan 2013 00:22:11 -0000
Antwort löschenStimme mit Deiner Wertung völlig überein. Und Dein Loblied ist in diesem Fall wohl wirklich nicht übertrieben!
Andy Dufresne Mon, 07 Jan 2013 00:24:42 -0000
Antwort löschenAnders geht es nicht, ja :)
Der Film ist wirklich herausragend,ich hatte etwas sehr gutes erwartet und wurde von etwas noch besserem beschenkt.
Ich liebe es wenn das passiert :)
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jollyroger Mon, 07 Jan 2013 10:17:34 -0000
Antwort löschenSein derzeitiges Projekt ist übrigens das hier: http://www.pagesdigital.com/tom-fords-movie-project/#roller-boogie/tom1.jpg
Andy Dufresne Mon, 07 Jan 2013 11:56:18 -0000
Antwort löschenDanke für den Link Jollyroger, klingt ja sehr interessant!
cpt. chaos Thu, 06 Dec 2012 11:42:21 -0000
Kommentar löschen1962, während sich die Kubakrise ihrem Höhepunkt nähert, steckt der Literaturprofessor George Falconer (Colin Firth) in einer tiefen Lebenskrise. Er hat seinen Partner verloren, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam – plötzlich und unerwartet ist das jahrelang währende gemeinsame Glück abrupt beendet. Er ist der "warme Bruder", den der liebe Nachbar von nebenan am liebsten der Hausspinne, welche von der Tochter in einem Weckglas gehalten wird, zum Fraß vorwerfen würde.
Ein unerträgliches Dasein, welchem er ein Ende setzen will…
"Wer die Gegenwart nicht genießen kann, hat keinen Grund zu denken, dass die Zukunft besser werden wird!"
"A Single Man" hat unbestritten seine interessanten Seiten, aber die Figurenzeichnungen sind mir zu oberflächlich geraten, da regt sich trotz der ansprechenden Thematik bei mir gefühlstechnisch herzlich wenig.
Es gibt Filme, die nehmen einen mit auf die Reise; dieser ließ mich am Wegesrand im Regen stehen.
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natedb Wed, 24 Oct 2012 16:50:06 -0000
Kommentar löschenDie Ästhetik von Tom Fords Erstling ist wunderbar, das Spiel mit Licht, die ausgesuchte Innenausstattung, die Kostüme... Leider hat man bei einigen Sequenzen aber auch das Gefühl, sich einen sehr langgezogenen Werbeclip anzuschauen. Andererseits hat mich die optische Pracht im Nachhinein derart überwältigt, dass die eigentliche Handlung für mich beinahe in den Hintergrund rückte. Aber nur beinahe! Denn neben den glänzenden Nebendarstellern richtet sich die Konzentration auf Colin Firth, der seinen Charakter mit einer kaum in Worte zu fassenden Präzision und Intensivität ausfüllt, sodass man beinahe körperliche Schmerzen leidet, während man ihm beim Spiel seiner tragischen, praktisch auf ihn maßgeschneiderten Rolle zusieht.
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sneakpeak Sun, 07 Oct 2012 22:03:40 -0000
Kommentar löschen"Manchmal haben schreckliche Dinge ihre eigene Schönheit" Mit diesem Zitat beschreibt sich der Film praktisch selbst. Verdammt traurig und gleichzeitig verdammt schön.
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