A Single Man

A Single Man (2009), US
Laufzeit 101 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 08.04.2010

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7.5 Kritiker
38 Bewertungen
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7.6 Community
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von Tom Ford, mit Colin Firth und Julianne Moore

Los Angeles, 1962, auf dem Höhepunkt der Kubakrise: George Falconer, ein britischer Professor, bemüht sich, seinem Leben nach dem Tod seines langjährigen Partners Jim wieder eine Bedeutung zu geben. Gefangen in der Vergangenheit, sieht er keine Zukunft mehr, doch die Ereignisse und Begegnungen eines einzigen Tages verhelfen ihm zu einer Entscheidung darüber, ob nach Jim noch ein Sinn existiert. Trost findet George bei seiner besten Freundin Charley, einer Schönheit von 48 Jahren, die selbst mit Zukunftsfragen zu kämpfen hat. Kenny, ein junger Student von George, der gerade mit sich selbst ins Reine kommen muss, verfolgt seinen Professor, in dem er eine verwandte Seele zu erkennen glaubt.

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Cast & Crew


Kritiken (22) — Film: A Single Man

Oceanic6: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[..] "If it's going to be a world with no time for sentiment, Grant, it's not a world that I want to live in." meint George anfangs. Man würde wohl auch den richtigen Nerv treffen, indem man "sentiment" durch "A Single Man" ersetzt, denn seit "American Beauty" war ich nicht mehr Zeuge eines Films, welcher in diesem Maße durch seine Schönheit betört und einen mit seiner emotionalen Wucht so locker vom Hocker schlägt.
Erstaunlich ist dabei, wie ernsthaft und düster, und doch mit viel Humor gepaart, dieses Portrait eines alternden, einsamen Homosexuellen, der im Suizid den einzigen Ausweg aus dem Grauen der Existenz sieht, ausgefallen ist. Unglaublich, wieviele treffende Zitate Tom Ford seiner verzweifelten Hauptfigur in den Mund gelegt hat, wie viele unumstößliche Wahrheiten nebenbei ausgesprochen werden und den Zuschauer zum Nachdenken anregen. Ob das nun in einer von George's Vorlesungen sein mag, in der über Minderheiten, Ängste und andere ergreifende Themen philosophiert wird oder einfach nur in den Erinnerungen an seinen verlorenen Lebensgefährten. [...]

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der cineast

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Jesse James mit Brad dem Ptt un dem genialen Casey sollte ich mir auch mal geben, denke aber mal das der als Western nichts taugt sondern eher als Drama mit schönen Aufnahmen! :)


facepalm

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Ganz genau so isses :P


Flibbo: wieistderfilm.de

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7.0Sehenswert

Wer selbst nicht schwul ist, wird es in gewisser Weise für die Dauer dieses Films, so formschön und behutsam gestaltet sich die Romanverfilmung über den homosexuellen Professor von Regiedebütant Tom Ford. Weiß man, dass Ford eigentlich Modedesigner ist, macht sich dieser Umstand in nahezu jeder Szene bemerkbar. Minutiös sind die 60er Jahre mit sämtlichen Details wiederbelebt worden. Zu dieser sorgfältigen Ausstattung gesellt sich eine hoch künstlerische Form: Eigenwilliger Schnitt, ständiges Spiel mit der Farbsättigung (wenig in Georges trostlosem Alltag, viel in heiteren Momenten), das alles umschmeichelt von traumhaft schöner Streichermusik.
Diese Stärke ist gleichzeitig auch die eventuelle große Schwäche von „A Single Man“. [...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

Frollein B

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Das nenne ich eine Gesprächsgrundlage.


Eiri

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Wunderbar, die Anonymität des Internets...wen könnte man sonst grundlos ankeifen?


Ciprian David: NEGATIV

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7.5Sehenswert

...Durch die Prägnanz der ausgefeilten Optik entsteht auch die Subtilität des Films. Erstens als ironische Geste gegenüber den Vorurteilen der Zuschauer dem Film eines Modemachers begegnend, die zunächst bestätigt werden, um im Laufe des Films dekonstruiert zu werden. Zweitens, weil A Single Man ein Film über Wahrnehmung ist: der Glamour des Visuellen ist einem Konzept unterworfen....

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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6.5Ganz gut

Eine Art "Brokeback Mountain"-Gefühlsstimmung macht sich breit; Erinnerungen an das dreifach "Oscar"-prämierte Meisterwerk von Ang Lee aus dem Jahr 2005 werden wach: Hier wie einst - eine "definitive" erwachsene (gleichgeschlechtliche) Liebe, eine starke Bindung, ihre "einsamen Folgen". Berührend, dicht, packend. Neben dem hervorragenden Colin Firth brilliert die immer besser und aufregender werdende Julianne Moore als verzweifelte Freundin und langjährige Vertraute. "A Single Man", ein hochemotionales, universelles Menschendrama um Glück und Verlust.

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sokro

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Hey, da Schwule, dort Schwule - fertig, abgestempelt.


patcharisma

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Ja Sokro, Du bist ja ein richtig Obergeiler!


Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.5Ausgezeichnet

A SINGLE MAN ist das vielleicht ehrlichste Porträt über den Verlust einer großen Liebe, welches man im Kino bisweilen bewundern durfte. Tom Ford schafft es die Gefühle der Figuren so gezielt darzustellen, dass wir als Zuschauer emotional komplett eintauchen. Für einen Erstling, ein unglaublich reifer, geschliffener Film. Dennoch ist natürlich auch A SINGLE MAN nicht frei von Schwächen, die bei jedem Zuschauer anders aufschlagen. Die Werbe-Ästethik ist stellenweise schlicht und ergreifend zu schön um wahr zu sein und distanziert ein wenig von den Charakteren. Ganz gleich ob dies die Symmetrie zum eintönigen und langweiligen Leben der Hauptfigur bildet: An wenigen Stellen erinnert Fords Film dann doch zu sehr an einen Catwalk oder den kommenden Chanel-Teaser. Umso verwunderlicher, dass dies das Gesamtbild so wenig trübt. A SINGLE MAN ist ein schmerzhafter Film über die Rolle die wir uns selbst im Leben geben. Und nach LE TEMPS QUI RESTE wird uns auch hier wieder folgendes vorgeführt - Sterben (wollen) ist ein einsames Unterfangen. Vielleicht das Einsamste von allen. Dies unterstreicht Colin Firth durch sein beeindruckendes Schauspiel.

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VoodooChild09

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100% Übereinstimmung. Merci.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Das der Regisseur bislang Modemacher war, kann der Film nicht verleugnen. Viel ist hier der unbedingte Wille zum Stil. Ob es die übertriebene 60er Jahre Optik ist, in der alle Figuren aus "Father knows best" entsprungen zu sein scheinen (oder wahlweise aus der Somewhere thats green-Traumsequenz in Little Shop of Horror), die Erinnerungsflashbacks die hart am Kitsch kratzen oder die nicht eben subtile Farbdramaturgie, die immer dann die Sättigung hochschraubt, wenn unser Protagonist sich für Momente mal wieder mit dem Leben, mit angenehmen Erfahrungen und Zuneigung verbunden sieht. Dazwischen, so sagt es uns der Stil, ist sein Leben grau und öde. Das ist elegant, aber teilweise schon etwas geleckt und gestelzt und verliert damit an unmittelbarer Nähe.

Das der Film dennoch funktioniert und sich die eher behauptete als gefühlte Beziehung zum verstorbenen Ex verschmerzen lässt, liegt an der wunderbaren Besetzung, allen vorran natürlich Collin Firth, der hier angenehm…

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HerrLehmann

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Heute schlecht gefrühstückt oder was ist los? Den (komplett in Capslock geschriebenen und nur so mittel-informativen) Beitrag zu meiner Kritik hasat du ja anscheinend schon wieder gelöscht ;)


Batzman

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Sheesh Pat, komm mal wieder auf den Teppich... und vor allem komm endlich über LaBruce weg und verkneif dir diese Kindergartenkommentare. Bis vor einer Weile dachte ich immer noch, mit dir könne man gut diskutieren, aber das Gestänkere hier ist wirklich albern.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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4.0Uninteressant

[...]Am deutlichsten zeigt sich das in jenen Rückblenden, die das gemeinsame Leben und glücklichsten Tage von Jim und George abbilden. Wenn die beiden Liebenden am Stand liegen, verkommt diese mit Sicherheit essentielle Szene in all ihrer Inszenierung und Optik zu einem zwar ästhetischen überzeugenden, aber keinesfalls berührenden Werbeclip, der direkt aus der Modewelt entsprungen zu sein scheint. Dieses Dilemma zieht sich durch den gesamten Film. Weder gelingt es Ford das Leiden seines Protagonisten mit der nötigen Eindringlichkeit auf Zelluloid zu bannen, noch gelingt es ihm die gesellschaftlichen Repressionen und Stigmata, unter denen George – seine Einsamkeit geht tiefer als der reine Verlust des Freundes – zu leiden hat, überzeugend darzustellen.[...]

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HerrLehmann: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

Zwar hat A Single Man offensichtliche Schwächen, braucht er doch nicht nur zu lange, um eine emotionale Verbindung mit dem Zuschauer aufzubauen, sondern um überhaupt wie ein echter Film zu wirken, doch am Ende überwiegen die positiven Aspekte: Der Film berührt, unterhält stellenweise und fesselt – auch, wenn er sicher keiner dieser Filme ist, die man immer wieder anschaut. Er ist, gerade im ersten Drittel, anstrengend, insgesamt aber doch ein äußerst lohnendes Kinoerlebnis und ein vielversprechendes Debüt seines Regisseurs.

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TheCorey: MovieMaze

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8.5Ausgezeichnet

Man merkt Tom Ford an, dass es sich hierbei um seinen Debütfilm handelt. Die Regie ist in "A Single Man" zwar noch das Schlechteste, aber deswegen keineswegs schlecht. Einige Einstellungen und Entscheidungen verraten jedoch, dass Ford noch nicht ganz Zuhause in dieser neuen Welt zu sein scheint. Dafür zeichnet er sich in anderer Hinsicht aus, vom Drehbuch über das Schauspielensemble bis hin - natürlich - zu den Kostümen.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.0Herausragend

[...]
Das Regiedebüt des Designers Tom Ford ist ein ästhetisches Wunderwerk. Ford achtet präzise auf Details und Autentizität im Production Design, auf die Möbel, die Kleider, die Autos und die Frisuren des Jahres 1962, in dem die Geschichte handelt. Obwohl dieser so gut durchdachte Weg mit der Zeit verlangsamend, ja sogar einfrierend wirken kann, ist die Bildgestaltung wirklich toll. Die melancholische Grundstimmung wird dadurch wirklich außergewöhnlich gut hervorgerufen.
[...]

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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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9.0Herausragend

[…]
Colin Firth hat sich darauf spezialisiert, große Engländer zu spielen, deren Gefühlsleben viel größer ist, als sie es nach Außen hin zeigen. Diesen Charaktere scheint vielleicht irgendetwas zu fehlen, sie scheinen ziemlich schüchtern. In „A Single Man“ jedenfalls können wir hinter die Weltsicht dieser Ambivalenz schauen: Der Glaube daran, dass es einfach nichts nützt, Gefühle zu zeigen.
[…]

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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8.5Ausgezeichnet

[…]
Ein wunderbarer Film, man glaubt kaum, dass er ein Debütwerk ist. Hier wird etwas sehr Schwieriges und sehr Ausgefallenes bewerkstelligt, nämlich den inneren Zustand eines homosexuellen Mannes der USA der frühen 1960er darzustellen, und zwar nicht durch den Charakter selbst, sondern durch den ganzen Film um ihn herum.
[…]

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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8.5Ausgezeichnet

Es gibt manche Filme, die sind nicht unbedingt große Offenbarungen, aber sie bergen solch tiefe Einsichten in Liebe, Einsamkeit, Unordnung und in den Schauer des Lebens, dass sie irgendwie doch immer wieder neu erscheinen. „A Single Man“ ist solch ein Film, einer der besten des Jahres 2009. Er ist ziemlich herzzerreißend, fast unmerklich.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.0Ausgezeichnet

Firth spielt Georg super […]. Er zeigt ganz wenige Emotionen, seine Gedanken kann man seinen Augen nicht ablesen. Er wirkt so gut dabei, er muss das wohl seit seiner Jugend einstudiert haben. Da wird keiner etwas sehen, was er zu beanstanden hat.

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B. Schweizerhof

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8.5Ausgezeichnet

In A Single Man ist es die Stimme von Colin Firth, besser gesagt die, die er seiner Figur George verleiht, die sich einprägt, deren Melodie im Kopf bleibt und nachklingt, noch Tage, Wochen später, was unbedingt damit zu tun hat, dass sie im Film den Kontrapunkt bildet zur bestechenden Schönheit der Bilder, den nahezu perfekt inszenierten 60er-Jahre-Kulissen samt dazugehörigen Stoffen, Automarken, Haarfrisuren und Brillenmodellen. Diese Stimme nämlich ist rau, fast ungefällig, ihr eignet etwas Tonloses, Gefasstes; man hört, dass da jemand Haltung bewahrt, der allen Grund hätte, sie zu verlieren. ...

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

Tom Ford hat für Gucci und Yves Saint-Laurent gearbeitet und dann sein eigenes Label gegründet. Bei zahllosen Fotosessions und Werbespots mag er ein Gespür für Bilder entwickelt haben. Dass er ein solch bravouröses Regiedebüt absolvieren würde, war dennoch nicht abzusehen. Und das auch noch als Film-Akteur, der sein Werk selbst produziert und auch das Drehbuch geschrieben hat. Er geht hier mit einer Stilsicherheit vor, die verblüfft.

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patcharisma

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Du Hornbrillen-Möchtegern-Intellektueller. Diese Kritik ist komplett daneben. Du hast es nicht begriffen. Shame on you.


Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Es fügen sich Schauspieler und Geschichte und Tom Fords impressionistischer Regiestil, bei dem ständig die Farben wechseln und einzelne Gegenstände, Frisuren und Haustiere ("Ihr Hund riecht wie gebutterter Toast") in den Vordergrund gerückt werden, zu einem eigenwilligen, wundervollen Werk.

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AlexanderScholz: Schnitt AlexanderScholz: Schnitt

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7.5Sehenswert

Ambivalenz, hier durch recht simple Mittel herbeigeführt, ist das prägende Prinzip, dem dieser Film zu folgen versucht. Es ist mutig, einen Begriff zur Maxime zu erheben, der oft leichtfertig benutzt wird, um sich eine allzu eingehende Auseinandersetzung mit künstlerischen Gegenständen zu ersparen. Daß ein solcher Film von einem Mann realisiert wird, der bisher eher dafür bekannt war den Primaten des selbst gezimmerten Schönheitsideals zu propagieren, ist einigermaßen verwunderlich. Die Stimmigkeit der glatten Oberfläche illustriert in A Single Man die Entropie des Inneren seiner Figuren. Damit ist das Gebot der Ambivalenz auch auf der inszenatorischen Seite eingehalten und ein Film entstanden, der eben jene Bezeichnung zurecht als Auszeichnung verstehen darf.

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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6.0Ganz gut

Gegenüber Fords aggressiven, sexuell anspielungsreichen Anzeigenkampagnen für Gucci wirkt „A Single Man“ erstaunlich prüde. Zwar gibt es einige durchtrainierte nackte Männeroberkörper zu sehen, doch von einem schwulen Begehren erzählen diese Bilder kaum. Nur einmal kommt es zwischen George und dem schönen Stricher im zeitgenössischen James-Dean-Look zu einem offensiv inszenierten erotischen Moment. Im goldenen Licht eines Parkplatzes rauchen sie eine Zigarette zusammen, Carlos bläst ihm lasziv den Qualm ins Gesicht. Diese entfernte Anspielung an Jean Genets homoerotischen Kurzfilm „Un chant d’amour“ (1950) wirkt wie ein Abziehbild im Vintage-Design; die Radikalität der Vorlage ist von der glanzvollen Oberfläche allerdings gänzlich verschluckt worden.

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patcharisma

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Wichtigtuerei hilft nie weiter. Kritik? Lachhaft


Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.5Ausgezeichnet

Tom Ford kann nicht nur in Mode, sondern auch in Film. Dies stellt der Mann, der als Designer einst den Modemarken Gucci und Yves Saint Laurent zu unerhörter Popularität und Profitabilität verhalf und der danach sein eigenes Modelabel gründete, mit seinem beeindruckenden Debüt als Regisseur, Autor und Produzent unter Beweis. „A Single Man“ basiert auf dem Roman „Der Einzelgänger“ von Christopher Isherwood, den Ford für die Leinwand adaptierte. Für die Hauptrolle konnte der Modeschöpfer Colin Firth verpflichten, dem er dann auch gleich die beste Leistung seiner bisherigen Karriere entlockte.
Angesiedelt in den frühen 1960er Jahren spielt Firth den in Los Angeles lebenden und arbeitenden, britischen Professor George Falconer, dem das Schicksal übel mitspielt: Gleich zu Beginn erleben wir, wie er einen Anruf entgegennimmt, in dem ihm mitgeteilt wird, dass sein Lebensgefährte Jim (Matthew Goode) bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Dies lässt den so stets…

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Alle Kritiken (22)


Kommentare (90) — Film: A Single Man

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SKURRIL

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Bewertung9.5Herausragend

"A Single Man" von Tom Ford bietet eine grandiose Leistung in wirklich allen einzelnen Bereichen, wobei ich vor allem die perfekte Kameraarbeit hervorheben will. Die unglaublich schönen Bildkompositionen verleihen der Bildsprache wahre Eloquenz, die einem selbst die Sprache verschlagen. Eduard Grau erzielt beeindruckend eine melancholische Atmosphäre konträrer Gemälde von tristen Erscheinungen rundum George Falconers (Colin Firth) und seiner farbgesättigten, farbenfrohen, unmittelbaren Umwelt. Was dem Zuschauer geliefert wird, ist bittertraurige, (leider) wahre, wunderschöne, lebendige und tote Filmpoesie.
"Der Tod ist die Zukunft" erklärt George. Dieser ambivalente Aphorismus ist für sein Schicksal inklusive beider Aussageinhalte aufzufassen und beschreibt die grundlegende, lebensträge Stimmung und dessen problematische Folgen. Ein äußerst sehenswerter Film, dessen bildgewaltige Intensität jeden einzelnen Moment kostbar macht:
"Von diesen Momenten habe ich gelebt. Sie holen mich zurück in die Gegenwart. Und ich erkenne, dass alles ganz genauso ist, wie es sein soll."

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Weltenkind

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was gibt es besseres, als mit einem formschönen Film wie "A Single Man" die 600 zu knacken? Richtig, eine Menge. Aber das ist ohne Relevanz.

Tom Ford inszeniert mit seinem Drama "A Single Man" ein Porträt über einen alternden, alleingelassenen Homosexuellen. George Falcorne verlor seinen Geliebten Jim und ist seitdem nicht mehr in der Lage einen Tag zu leben ohne daran zu denken, seinem eigenen Leben ein Ende zu setzen. Bis er den Schönling Kenny trifft. Er ist wie George selbst: Ein von der Gesellschaft (in diesem Fall seine Kommilitonen) angepisster Student, der anders ist, als die Meisten. Durch ihn findet George wieder zum Leben.
Was sich im ersten Moment als klischeebelastete und stereotypische Grundidee offenbart wird durch die stilistischen hervorragend inszenierten Momente besonders gemacht.
Der 60er Jahre Flair mit seinen symbolisch starken und kontrastreichen Farben werden stark in Szene gesetzt und durch die im spielende Musik kraftvoll untermalt.
Im Vordergrund steht aber Colin Firth. Bevor er seine kraftvolle Inszenierung des stotternden Königs in "The King's Speech" hatte, spielte er ebenso famos in "A Single Man". Seine dezent aufgesetzte Mimik in der sich zu jeder Sekunde seine Überdrüssigkeit der Gesellschaft gegenüber spiegelt und seine leisen, wunderbar ruhig gesprochenen Worte, die einem zur vollkommenen Aufmerksamkeit bannt sind ein Genuss.

Ein, von einem Schauspieler und seiner Optik getragenes Drama mit einer fast schon lächerlichen Grundidee wird so kraftvoll inszeniert, dass es sich dabei um ein kleines, aber wunderschönes Wunderwerk handelt.

"In einer Welt, in der Gefühle keinen Platz haben möchte ich nicht leben."

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MissCapone

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Bewertung7.5Sehenswert

ein unglaublich ästhetischer Film. Die Bilder liefern, was man von einem Modeschöpfer sich erhofft hat. langsam, aber stark. ruhig, aber kraftvoll.

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Weltensegler

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Bewertung6.0Ganz gut

Interessant schon, Colin Firth hat mir sehr gefallen, Moore auch, hübscher Filmstil, mir etwas zu ruhig und bisschen dünn insgesamt, für mich gab's da kaum Highlights. Look und Score ham gut gepasst, Ende auch, gute Themen wie Angst und Alleinesein.

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horro

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Dein neuer "Telegramm-Stil" gefällt mir :)


Weltensegler

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ROFL. :D Äh, danke. Lag aber dran, dass mir so gar nicht einfiel, ich aber trotzdem einen Kommentar schreiben wollte. Nächstes Mal bemühe ich mich wieder statt SM-Stil zu machen. ;)


Benjamin Barker

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es erscheint ironisch, einen Film wie „A Single Man“ in Worte fassen zu wollen. Einen Film, der von Empfinden & Emotionen lebt. Von Ausstrahlung & Erscheinen – und der sich dadurch ganz tief in der Gefühls-Region des Zuschauers verankert.

Manch‘ einer mag nun sagen: Ein Modedesigner, der kann vielleicht schöne Bilder auf die Leinwand zaubern. Aber eine Geschichte kann er nicht erzählen. Das ist so nicht ganz falsch – aber im Endeffekt ein Trugschluss.

Die Bilder sind wie erwartet der Wahnsinn. Ein visuell bestechendes Meisterwerk, das mit seiner Eröffnungsszene den Zuschauer hypnotisiert und dann innerhalb weniger Minuten in einen Sog aus Emotionen reißt. 100 Minuten wandelt man darauffolgend in einem tranceartigen Zustand durch die scheinbar kargen Straßen. Doch halt, so trist ist es nur auf den ersten Blick – immer wieder gibt es positive Ereignisse, die den kühlen Ton für einen Moment verschwinden lassen. Das Bild hellt auf, man sieht klar. Und ist erleuchtet.

Die Geschichte hat weder Wendungen, noch Spannungs-Höhepunkte oder Ähnliches. Sie ist reduziert auf das Nötigste. Keine unnötigen Nebenplots oder –Figuren. Klar, stringent, immer mit einem Ziel vor Augen – genau wie George.

Am Ende haben wir exakt einen Tag mit ihm verbracht. Und doch in dieser Zeit gefühlt ein ganzes Wesen kennengelernt und erforscht. Uns wurde ein komplettes Leben offenbart. Ein Leben, das durch einen Schicksalsschlag aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Es ist nicht außergewöhnlich oder abwechslungsreich. Es ist schlicht und ergreifend wahr. Es ist ehrlich, nahegehend und gerade dadurch so fesselnd.

Die Themen, die „A Single Man“ beleuchtet, könnten schwerer kaum sein. Einsamkeit. Sehnsucht. Trauer. Kraft. Tod. Genug Gerüst für einen größtmöglichen Komplex aus Irrungen und Wirrungen. Aber Tom Ford wählt den einzig richtigen Weg. Den leisen, subtilen. Den Persönlichen.

Die Besorgnis, der Herr Modeschöpfer könnte sich in optischen Spielereien verlieren, war berechtigt. Doch im Nachhinein ist man freudig überrascht, wie geschickt er Optik mit Inhalt verknüpft. Seine visuellen Kniffe spiegeln stets die Gefühlslage von George wieder. Tosende Wellen, ein an Farben gewinnendes Bild oder das langsam Schwinden aller Gefühle, während man wie betäubt im Meer untergeht.

Ermöglicht wird all‘ dies zwingend durch einen fähigen Darsteller in der Hauptrolle. In Colin Firth hat man hier die womöglich einzig‘ richtige Wahl getroffen. Seine Leistung in „The King’s Speech“ in Ehren – der Oscar hätte bereits ein Jahr früher an ihn gehen müssen. Er schafft es beispielhaft, seinen Schmerz zu vermitteln und dabei die Würde seiner Figur komplett zu bewahren. Er kreiert eine intime Stimmung und hält seine Figur doch hinter einem Vorhang aus dünnem Rauch . Die Figur des George bleibt bekannt und doch irgendwie nicht greifbar. Ein Kraftakt an Schauspielkunst, wie man es leider viel zu selten erlebt.

Gefallen tut auch die übrige Darstellerriege, die, wie mir bei der nun zweiten Sichtung bewusst wurde, aus überwiegend bekannten Gesichtern besteht.

Diese perfekte Symbiose aus Schauspielkunst, bewegender Geschichte und handwerklichem Geschick gipfelt in einem Schlussakt, der durch Makellosigkeit in allen genannten Bereichen hervorsticht. Hier stimmt jede Kameraeinstellung, jede angeschlagene Note, jede mimische Bewegung auf Georges Gesicht. Der Verlauf war konsequent aber so persönlich und so nahegehend. Ganz große Klasse.

Eine filmische Ballade, die das tragische Leben eines Menschen behandelt und dabei die Unausweichlichkeit des Todes ebenso in den Mittelpunkt rückt wie die heilende Wirkung der Liebe. Ein kleines Meisterwerk, bei dem alle Komponenten stimmen, wie der glänzende Score oder das perfekte Ende. Wehmütig, persönlich und mitreißend. Traurig-schön. Eine Stimmung wie diese durfte ich in meiner Filmkarriere bislang selten erleben. Und eins sei am Ende noch betont: Es ist ein Debütfilm!

“A few times in my life I've had moments of absolute clarity, when for a few brief seconds the silence drowns out the noise and I can feel rather than think. And things seem so sharp and the world seems so fresh. I can never make these moments last. I cling to them, but like everything, they fade. I have lived my life on these moments. They pull me back to the present, and I realize that everything is exactly the way it was meant to be.

...and just like that, they came.”

A single man. He’s fine.

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Stefan_R.

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Perfekt!


Benjamin Barker

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Ich danke euch! :)


J_Universe

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Bewertung9.0Herausragend

Wer die Gegenwart nicht genießen kann, hat keinen Grund zu denken, dass die Zukunft besser werden würde.

Ein sehr berührender Film. Bei Tom Ford passt alles: Dramaturgie und Gefühl!

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Kreaexo

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Bewertung9.0Herausragend

„Manchmal haben auch schlimme Dinge eine schöne Seite.“

Manche Filme gelten bekanntlich nicht ohne Grund als Kunstwerk. Als solches möchte ich auch ''A Single Man'' bezeichnen. Der Unterschied zu anderen Filmen liegt aber darin, dass ich nicht das Gesamtwerk, sondern hier jede einzelne Szene als vollkommen betrachte.
Denn das, was einem hier geboten wird, ist nicht nur visuell, sondern auch akustisch ein Hochgenuss.
Mit wundervollen Dialogen und einem perfekt miteinander harmonierenden Ensemble, vermag es der Film, der Story Leben einzuhauchen und diese Buchverfilmung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Der Score ist virtuos und im Stande, die melancholische Grundstimmung des Films nochmals zu verstärken. Das alleine finde ich schon sehr stark. Mir ist auch die in den Kommentaren angesprochene 'Schwülstigkeit' dessen nicht aufgefallen, da er meiner Meinung nach zu dem Geschehen passt.
Doch die eigentliche Kunst des Films liegt in der Sprache der Bilder. Mit leichten Grautönen versehen entsteht eine nostalgische Atmosphäre, die zu der Zeit der 60er-Jahre, in der bekanntlich die Handlung stattfindet, hervorragend passt. Man merkt richtig, dass der Regisseur des Films Tom Ford eigentlich Modedesigner ist, welcher Ahnung davon hat, wie man Schauspieler und deren nächste Umgebung gekonnt in Szene setzt. So ist es klar, dass die Kameraeinstellungen von Eduard Grau immer gestochen scharfe Bilder liefern, die den Betrachter förmlich berühren.
Das Ganze führt dazu, dass die Emotionen von George nicht mehr nur seine eigenen sind, sondern auf den Zuschauer übertragen werden. Ganz großes, mitreißendes Kino.

Die Liebe zum Detail ist in jeder Sekunde des Films spürbar, das Ensemble - allen voran Colin Firth, Juliane Moore und Nicholas Hoult – ideal besetzt und der Soundtrack überragend.
Da bleibt mir nur noch eins zu sagen: Chapeau Tom Ford!, wenn ich einen Hut auf hätte, dann würde ich ihn jetzt ziehen.

„Sie [Manche Kreaturen] leben nur für den Augenblick - so wie jetzt. Was könnte schöner sein als das jetzt hier mit dir? ... Ich meine, wenn ich jetzt sterben würde, dann wär' das okay.“ – „Für mich wäre das alles andere als okay. Also halt die Klappe und leg 'ne neue Platte auf!“ – „Gute Antwort.“

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mortal_wombat

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ich weiß nicht, wann ich das letzte mal einen so tollen soundtrack gehört habe...einfach großartig!

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Dalia

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein Fazit für "A Single Man" lässt sich kurz und knapp festhalten. Dabei greife ich auf ein Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme, "American Beauty", zurück: "There's so much beauty in the world. Sometimes I feel like I'm seeing it all at once, and it's too much. My heart fills up like a balloon that's about to burst."
Ähnlich ging es mir bei diesem Film. Die Bilder, die mir "A Single Man" schenkte, eingepackt in einen großartigen Soundtrack, getragen von überzeugenden Schauspielern, konnte mein Cineastenherz kaum ertragen. So schön war das gesamte Kunstwerk.

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michebavaria1986

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartiger Film, der vor allem durch die oscarreife Leistung von Colin Firth und die ungewöhnliche Inszenierung hervorsticht.

Hervorzuheben sind auch die hervorragende Musik und die Leistung von Julianne Moore als Nebendarstellerin.

Visuell interessant und ergreifend.

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Prestigeww

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Bewertung6.0Ganz gut

Schon ganz gut, der Film, aber ein paar Sachen haben mich doch gestört: Die Musik ist viel zu schwülstig, es gibt doch ganz schön viele schwule Klischees (Ahoi, Seemann! Mein Wauwauchen heißt India!) und dieser unmotivierte Modefimmel, bzw dass alle immer aussehen mussten, wie aus dem Ei gepellte Armani-Models, das war alles recht abtörnend, da es A Single Man zu sehr Richtung Soap-Opera herabgezogen hat.

Toll hingegen die Arbeit mit der Farbe und der Bildkörnung (auch wenn man das wohl recht manieristisch finden kann), natürlich auch Colin Firth, der mit seiner Frisur und dem stilvollen Anzug manchmal sogar aussah, wie der ältere Marcello Mastroianni. Besonders gut gefallen hat mir das Drehbuch - besonders die Dialoge, waren clever, pointiert und witzig. "Sometimes awful things have their own kind of beauty. "

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Markbln

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Dafür, dass der Ex-Chefdesigner von Gucci, Tom Ford, das gemacht hat, finde ich es erstaunlich zurückgenommen. Das hätte schlimmer kommen können.


Finnegan23

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Bewertung2.5Ärgerlich

Jetzt bin dann endlich auch mal in der Situation, über einen Arthouse-Film zu schreiben, der bei den Mit-Fans des anspruchsvollen Kinos durchgängig zwischen 7.5 und 10.0 einsammelt und mit dem ich so gar nichts anfangen kann.

Die eigentliche Story ist für mich mehr als lahm erzählt. Ich gehe davon aus, dass es für jeden Homosexuellen 1962 ein wahrer Albtraum gewesen sein muss, sich zu offenbaren. Ich bin Jahrzehnte später aufgewachsen und selbst da war die sexuelle Orientierung noch ein Grund für massive Diskriminierung bis hin zur körperlichen Gewaltandrohung - falls man sie überhaupt jemals öffentlich gemacht hat. Auch in Deutschland war die "Unzucht unter Männern" nach dem berüchtigten §175 noch bis 1994 unter Strafe gestellt.

Dementsprechend wird für mich in diesem Film schwülstig und komplett realitätsfern ein Melodram entworfen, das vielleicht aus heutiger (aufgeklärter, liberaler) Sicht berührend wirken mag, mit den tatsächlichen Verhältnissen im Jahr 1962 aber absolut nichts zu tun hat. Das ist ein Kitschfilm. Der Hauptfigur hätten ein paar Rednecks damals schlicht einen Baseball-Schläger übergezogen (und ich denke, es gibt Gegenden, in denen einem heute noch so ein Schicksal blüht).

Story: Schwach. Film: Laaaaaahm. Plot: Albern.

Eignet sich nur für Betroffenheits-Fanatiker, die mit der Realität nichts zu tun haben wollen. Was bei einem so ernsten Thema m.E. eine Schande ist.

Gruß, F23

P.S: Flame me! ;)
P.P.S: Nein, ich selber bin nicht schwul. Das aber nur zur Info.

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Finnegan23

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Ok, da hast du mich kalt erwischt - ich kannte die Vorlage (Isherwood) nicht (was immer peinlich ist, keine Frage).
Ich gebe dir auch völlig recht, dass ich in meinem Statement hinsichtlich der "rednecks" überzogen habe.
Dass das Thema des Film aber nicht die Homosexualität ist, stelle ich in Abrede.
Und ich sage es jetzt (vielleicht wieder ein wenig zu grade heraus): Der Film ist langweilig, wenn man nicht selbst an dem Thema ein großes Interesse hat. Das ist ein sehr einfühlender Film, der ist auch durchaus sehenswert - aber nicht für den durchschnittlichen Cineasten. Ein (gutes) Nischenprodukt, meiner Meinung nach. Aber die Nische ist klein und sehr speziell. Ich bin selbst ein Nischen-Gucker. Aber halt andere.

Nix für ungut und Gruß, F23


H_B_C

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Ich muss Finnegan23 insofern zustimmen, dass "A Single Man" wirklich kein Film für den durchschnittlichen Kinogänger ist und ich denke, auch nicht dafür gemacht wurde. Dafür ist der Film tatsächlich zu unkonventionell, auf den ersten Blick zu handlungs- bzw. effektarm und zu speziell.

Wohingegen ich widersprechen muss, ist die Darstellung, dass es in diesem Film um Homosexualität geht. Das tut es nämlich, wie von christoph-m ja schon beschrieben, nämlich wirklich nicht, weder im Buch noch im Film. Denn dreht man das ganze mal um, funktioniert diese Geschichte absolut genauso, zu 100 Prozent, wenn der von Firth dargestellte George heterosexuell wäre, also wenn er nicht seinen Lebenspartner sondern seine Lebenspartnerin verloren hätte. Man hätte dann die Freundschaft zur, großartig von Moore dargestellten, Charlotte etwas abändern müssen, aber thematisch hätte das nichts daran geändert, dass es nicht darum geht, eine Geschichte über einen Homosexuellen zu erzählen, sondern um einen einsamen, verloren, in sich gekehrten Menschen, der innerhalb eines Tages begreift, wie schön und bereichernd und beglückend das Leben sein kann. Und das empfinde ich, auch wenn ich nicht homosexuell bin, als sehr glaubwürdig und authentisch dargestellt. Und ich kenne auch viele Menschen, die nicht homosexuell sind, und die sich genauso hineinversetzen konnten in diese Geschichte, die eben, wie auch im Making-Of des Films erzählt wird, nicht um Homosexualität geht und auch nicht darum, dass Isherwoods Charaktere ein Problem damit haben (das ist tatsächlich nie ein Thema seiner Werke, auch wenn diese meistens von einem homosexuellen Protagonisten angeführt werden), sondern um Konflikte und menschliche Beziehungen, die absolut identisch in heterosexueller Kombination geschehen könnten.

Nichtsdestotrotz ist natürlich unbestreitbar, dass Erzähltempo und allgemein die filmische Umsetzung des Films nicht unbedingt fürs Mainstreamkino gemacht wurde, sondern vielmehr als kleines, aber, wie ich finde, sehr gelungenes Kunstwerk für ein kleines oder größeres Programmkino.


Karowdame

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Bewertung9.5Herausragend

Wunderschöner, sinnlicher Film, mit viel Liebe zum Detail!

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nini_paga

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Bewertung7.5Sehenswert

Colin Firth hat sich mit dieser Rolle in die erste Liga gespielt. Er spielt bewegend, tief und unaufdringlich. Der Film scheint sehr persönlich, und die Geschichte ist gerade wegen dieser Nähe besonders gelungen. Momente, die ins Klischee abdriften könnten, bleiben intim und ernst.

Die Ästhetik ist für mich leider overdone. Man merkt mit wie viel Engagement und Inspiration Tom Ford an seinen ersten Spielfilm herangegangen ist. Seine filmästhethischen Vorbilder sind klar erkennbar (Ich meine z.B. die Handschrift von Wong Kar-Wei, Pedro Almodovar, Todd Haynes zu sehen). Hier wäre eine Konzentration und Simplifikation hilfreich gewesen, denn alleine die Ausstattung gibt schon so viel her, dass die zahlreichen anderen Effekte eher ablenken.

Zuletzt sei noch der Score von Umebayashi erwähnt. Hier scheint die Vorgabe gewesen zu sein auf den Zug von "In the Mood for Love" und "2046" aufzuspringen, wodurch der Streicherlastige Soundtrack leider wie ein (wenn auch hochwertiger) Abklatsch wirkt.

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Puebleau

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dankbar stürzen sich alle Kritiker auf die belanglosesten Besonderheiten des Films und erwähnen lieber die Wurzeln des Regisseurs oder Ähnlichkeiten zu Queer-Blockbustern, aber wie bei allen anderen Filmen ist auch in "A Single Man" Handlung und Thema nicht dasselbe. An der Tatsache, dass sie in den 1960ern spielt sind für mich nicht die Kostüme interessant, sowie ich auch der homosexellen Liebe nicht einen Stellenwert beimesse, der alles andere obsolet macht. Durch das Aufeinanderprallen der als oberflächlich gezeichneten Gesellschaft und der verpönten Liebe wird viel mehr die Absicht von Fords Spielfilmdebüt deutlich:
"A Single Man" setzt auf ausgefeilte Dialoge (die durch das großartige Schauspiel eine enorme Kraft entfalten) und expressionistischen wie symbolischen Farbgebrauch, um mit Liebe zum Detail Fassaden zu zeichnen und anschließend einstürzen zu lassen. Nach und nach gelangt ein Blick in die Augen und hinter das höfliche Lächeln; und er offenbart, was das Gegenüber wirklich vom Protagonisten denkt und will, bis man mit diesem "zu einem Zustand völliger Klarheit" gelangt. Auch wenn einige Momente einen phantastischen Kitsch in sich bergen, Lebenslust fast ausschließlich erotisch formuliert und der Umgang mit Musik inflationär gehandhabt wird ,konnte ich mich Dank der Leistung von Julianne Moore und Colin Firth nie emotional vom Film lösen oder abwenden.

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moviereporter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Toll gespielt, ruhig erzählt, klasse inszeniert und super orchestriert. Für Fans ästhetisch anspruchsvoller Filme ein absolutes Muss!

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jedi37

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Bewertung9.5Herausragend

Ein sehr berührender Film, den Firth quasi fast im Alleingang bestreitet. Durchweg ein wirklich trauriges Drama um das Coming Out in einer Zeit, als dies den sozialen Kollaps bedeutete.

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judischnudi

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Bewertung10.0Herausragend

Der Film „A Single Man“ ist die Geschichte einer großen Liebe. Wunderbar erzählt, kann man die Liebe und die Sehnsucht, den Schmerz über den Verlust dieser Liebe spüren. Colin Firth liefert mit seiner feinsinnigen Darstellung des englischen Literaturprofessors die vielleicht beste Leistung seiner Karriere – und hätte den Oscar mit Sicherheit verdient. Neben der hervorragenden Besetzung, zu der auch Nicholas Hoult zählt, beeindruckt das Regiedebüt des Designers Tom Ford durch eine gelungene Komposition aus Bildern, die von einem Blick für die Feinheiten der alltäglichen Begegnungen zeugen und einem bewegenden Soundtrack.

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PaJeRo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein anfangs etwas schwerfälliger aber dennoch funktionierend guter Film, der einzigartig von Tom Ford in Szene gesetzt wird. Die Farbwechsel im Film zeigen dabei das Gemüt der Hauptfigur: Anfangs durchgehend depressiv in Grau getaucht, hauchen stellenweise erst Erinnerungen an den verstorbenen Geliebten und Begegnungen mit diversen Menschen George Falconer Leben, gar Heiterkeit ein. Bemerkenswert sind dabei die Leistungen aller Darsteller (besonders stark: Colin Firth und Julianne Moore) im Film. Selbst die etwas auf der Strecke gebliebenen, flacheren Charaktere (Matthew Goode zum Beispiel) fügen sich in das L.A. der 60er-Szenario ein. Mir persönlich fiel es etwas schwer, mit den Akteuren im Film mitfühlen zu können, jedoch wird es bei anderen Zuschauern da wohl jeweils andere Stimmungen diesbezüglich geben. Dem Modeschöpfer Ford gelingt eine tolle Werbung für das Medium Film und zeigt, dass gute Filme nicht unbedingt immer ausgefallene Story-Ideen brauchen - es reichen manchmal auch eine überraschend virtuos erscheinende Regie und Schauspieler, die wissen, was man von ihnen verlangt.

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Slevin Kalebra

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist wohl ein Vorurteil, das die meisten hätten, wenn sie hören, das ein ehemaliger Modedesigner sich als Regisseur versucht. Da wird wohl das Optische alles und das Erzählerische gar nichts sein. Um da aber keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, A Single Man sieht schon fantastisch aus. Der Look des Los Angeles der 60er Jahre ist punktgenau getroffen von der Kleidung bis hin zu den schick eingerichteten Wohnzimmern. Tom Ford versteht es aber die bunte Vielfalt dieses Jahrzehnts unter Kontrolle zu halten, sie in ein eher tristes Licht zu tauchen und so den Zuschauer permanent am Dilemma seiner Hauptfigur teilhaben zu lassen. Für einen Homosexuellen in dieser Zeit, der einen biederen Beruf wie Englisch Professor ausübt und in einem typischen Reihenhaus-Vorort mit pikfeinen Vorgärten lebt, muss es wohl die Hölle auf Erden sein und Colin Firths höchst intensive Performance lässt daran auch keinen Zweifel. In seinem Gesicht zeichnet sich alles ab. Die Überdrüssigkeit an dem monotonen Alltag und das unerfüllte Verlangen. Hinzu kommt der Verlust seines Freundes, der in ihm die Ansicht stärkt, das leben im hier und jetzt einfach nicht machbar ist. Firth vermeidet dabei auf wunderbare Weise sämtliche Schwulen-Klischees und agiert als in allen Bereichen seines Lebens gehemmter Mann der keinen, glücklichen Ausweg mehr sieht. Die Inszenierung bedarf sich zwar eines alten Tricks. Nämlich die Hauptfigur innere Monologe über seinen Zustand halten zulassen, das was gesagt wird, ist aber so messerscharf formuliert und klug durchdacht das man immer gebannt zuhört. Es ist besonders diese Aufrichtigkeit in den Dialogen, die den Film bei all den philosophischen Anklängen nie wichtigtuerisch wirken lassen. Denn trotz der schwermütigen Atmosphäre ist er alles andere als schwere Kost. Im weiteren Verlauf der Story gibt es schließlich mehr Optimismus zu entdecken, als man am Anfang vermutete. A Single Man ist ein beeindruckendes Debut. Mr. Ford, ab jetzt bitte Finger weg von den Klamotten und nur noch ran an die Kamera. Mehr davon!

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