A Single Man
A Single Man (2009), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 08.04.2010
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von Tom Ford, mit Colin Firth und Julianne Moore
Los Angeles, 1962, auf dem Höhepunkt der Kubakrise: George Falconer, ein britischer Professor, bemüht sich, seinem Leben nach dem Tod seines langjährigen Partners Jim wieder eine Bedeutung zu geben. Gefangen in der Vergangenheit, sieht er keine Zukunft mehr, doch die Ereignisse und Begegnungen eines einzigen Tages verhelfen ihm zu einer Entscheidung darüber, ob nach Jim noch ein Sinn existiert. Trost findet George bei seiner besten Freundin Charley, einer Schönheit von 48 Jahren, die selbst mit Zukunftsfragen zu kämpfen hat. Kenny, ein junger Student von George, der gerade mit sich selbst ins Reine kommen muss, verfolgt seinen Professor, in dem er eine verwandte Seele zu erkennen glaubt.
- DVD
Cast & Crew
-
Tom Ford
-
Colin Firth
-
Julianne Moore
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Charlotte
-
Nicholas Hoult
-
Matthew Goode
-
Jon Kortajarena
-
Paulette Lamori
Regie
Schauspieler
-
Ryan Simpkins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jennifer Strunk
-
Ginnifer Goodwin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Strunk
-
Teddy Sears
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Strunk
-
Paul Butler
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christopher Strunk
-
Aaron Sanders
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tom Strunk
-
Jenna Gavigan
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-
Alicia Carr
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sekretärin
-
Lee Pace
-
Marlene Martinez
-
Ridge Canipe
-
Elisabeth Harnois
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-
Erin Daniels
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-
Nicole Steinwedell
-
Tricia Munford
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kassiererin
-
Tom Ford
-
David Scearce
- Genre
- Drama
- Zeit
- 1960er Jahre, 1962, 1962, 1962, Vergangenheit, Vergangenheit, Vergangenheit, Zukunft und Vergangenheit
- Ort
- Kalifornien, Los Angeles
- Handlung
- Akademiker, Alltag, Altersunterschied, Alterung, Angebot, Anzug, Autounfall, Coming out, Depression, Einladung, Freund, Freundin, Große Liebe, Heimliche Homosexualität, Herzstillstand, Isolation, Junger Mann verführt älteren Mann, Liebe, Liebe auf den ersten Blick, Literaturprofessor, Nachbar, Pistole, Professor, Roman, Schwuler, Selbstmordgefährdet, Selbstmordversuch, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Stricher, Suizid, Unfall, Unfalltod, Universität, Vergangenheitsbewältigung, Vergänglichkeit, Verlust der Großen Liebe, Verlust einer geliebten Person, Wahre Liebe
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Geistreich
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails A Single Man
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Kritiken (21) — Film: A Single Man
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenWer selbst nicht schwul ist, wird es in gewisser Weise für die Dauer dieses Films, so formschön und behutsam gestaltet sich die Romanverfilmung über den homosexuellen Professor von Regiedebütant Tom Ford. Weiß man, dass Ford eigentlich Modedesigner ist, macht sich dieser Umstand in nahezu jeder Szene bemerkbar. Minutiös sind die 60er Jahre mit sämtlichen Details wiederbelebt worden. Zu dieser sorgfältigen Ausstattung gesellt sich eine hoch künstlerische Form: Eigenwilliger Schnitt, ständiges Spiel mit der Farbsättigung (wenig in Georges trostlosem Alltag, viel in heiteren Momenten), das alles umschmeichelt von traumhaft schöner Streichermusik.
Diese Stärke ist gleichzeitig auch die eventuelle große Schwäche von „A Single Man“. [...]
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
Mr Vincent Vega 2010/12/21 17:45:55
Antwort löschenIgitt, schwul.
Flibbo 2010/12/21 18:37:04
Antwort löschenSo hast du das aufgefasst? Komisch...
Mr Vincent Vega 2010/12/21 19:11:53
Antwort löschenNein, habe ich nicht. Wollte nur was sinnloses schreiben. :)
Frollein B 2011/01/23 05:59:40
Antwort löschenWas ist das für eine unnötige Einleitung? Ist Homosexualität jetzt schon ein erwerbsfähiges Ausflugserlebnis? Es wundert mich ja, dass hinter Tom Ford's Name nicht noch in Druckbuchstaben darauf aufmerksam gemacht werden musste, dass er auch Homosexuell ist.
Mehr als beschämend!
Flibbo 2011/01/23 12:57:07
Antwort löschenMan muss die Einleitung ja nicht verstehen, aber jetzt weiß ich wenigstens, dass sie im Wesentlichen ihren Zweck erfüllt, danke.
Frollein B 2011/01/23 13:27:01
Antwort löschenSeltsam, das man als Verfasser seiner eigenen Kommentare, kein Interesse dafür zeigt, dass diese richtig verstanden werden (?).
Flibbo 2011/01/23 13:36:20
Antwort löschenDas Interesse ist selbstverständlich da. Einzelfälle wie dich gibt es immer.
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Frollein B 2011/01/23 13:51:52
Antwort löschenDas nenne ich eine Gesprächsgrundlage.
Eiri 2011/08/20 21:42:56
Antwort löschenWunderbar, die Anonymität des Internets...wen könnte man sonst grundlos ankeifen?
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...Durch die Prägnanz der ausgefeilten Optik entsteht auch die Subtilität des Films. Erstens als ironische Geste gegenüber den Vorurteilen der Zuschauer dem Film eines Modemachers begegnend, die zunächst bestätigt werden, um im Laufe des Films dekonstruiert zu werden. Zweitens, weil A Single Man ein Film über Wahrnehmung ist: der Glamour des Visuellen ist einem Konzept unterworfen....
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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschenEine Art "Brokeback Mountain"-Gefühlsstimmung macht sich breit; Erinnerungen an das dreifach "Oscar"-prämierte Meisterwerk von Ang Lee aus dem Jahr 2005 werden wach: Hier wie einst - eine "definitive" erwachsene (gleichgeschlechtliche) Liebe, eine starke Bindung, ihre "einsamen Folgen". Berührend, dicht, packend. Neben dem hervorragenden Colin Firth brilliert die immer besser und aufregender werdende Julianne Moore als verzweifelte Freundin und langjährige Vertraute. "A Single Man", ein hochemotionales, universelles Menschendrama um Glück und Verlust.
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patcharisma 2010/11/15 04:31:26
Antwort löschenHaha, der absurdeste Scheiss! Brokeback Mount als Vergleich, oje! Schreib doch wieder Lagerberichte für Deine Pfadfinder-Postille, Du Hobby Kritiker.
fabel 2010/12/29 00:34:08
Antwort löschenIst das nicht der vom Sat1-Frühstücksfernsehen?
Das erklärt dann einiges....
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sokro 2011/08/08 19:12:05
Antwort löschenHey, da Schwule, dort Schwule - fertig, abgestempelt.
patcharisma 2011/08/09 01:57:55
Antwort löschenJa Sokro, Du bist ja ein richtig Obergeiler!
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenA SINGLE MAN ist das vielleicht ehrlichste Porträt über den Verlust einer großen Liebe, welches man im Kino bisweilen bewundern durfte. Tom Ford schafft es die Gefühle der Figuren so gezielt darzustellen, dass wir als Zuschauer emotional komplett eintauchen. Für einen Erstling, ein unglaublich reifer, geschliffener Film. Dennoch ist natürlich auch A SINGLE MAN nicht frei von Schwächen, die bei jedem Zuschauer anders aufschlagen. Die Werbe-Ästethik ist stellenweise schlicht und ergreifend zu schön um wahr zu sein und distanziert ein wenig von den Charakteren. Ganz gleich ob dies die Symmetrie zum eintönigen und langweiligen Leben der Hauptfigur bildet: An wenigen Stellen erinnert Fords Film dann doch zu sehr an einen Catwalk oder den kommenden Chanel-Teaser. Umso verwunderlicher, dass dies das Gesamtbild so wenig trübt. A SINGLE MAN ist ein schmerzhafter Film über die Rolle die wir uns selbst im Leben geben. Und nach LE TEMPS QUI RESTE wird uns auch hier wieder folgendes vorgeführt - Sterben (wollen) ist ein einsames Unterfangen. Vielleicht das Einsamste von allen. Dies unterstreicht Colin Firth durch sein beeindruckendes Schauspiel.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
VoodooChild09 2010/08/06 19:21:21
Antwort löschen100% Übereinstimmung. Merci.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenDas der Regisseur bislang Modemacher war, kann der Film nicht verleugnen. Viel ist hier der unbedingte Wille zum Stil. Ob es die übertriebene 60er Jahre Optik ist, in der alle Figuren aus "Father knows best" entsprungen zu sein scheinen (oder wahlweise aus der Somewhere thats green-Traumsequenz in Little Shop of Horror), die Erinnerungsflashbacks die hart am Kitsch kratzen oder die nicht eben subtile Farbdramaturgie, die immer dann die Sättigung hochschraubt, wenn unser Protagonist sich für Momente mal wieder mit dem Leben, mit angenehmen Erfahrungen und Zuneigung verbunden sieht. Dazwischen, so sagt es uns der Stil, ist sein Leben grau und öde. Das ist elegant, aber teilweise schon etwas geleckt und gestelzt und verliert damit an unmittelbarer Nähe.
Das der Film dennoch funktioniert und sich die eher behauptete als gefühlte Beziehung zum verstorbenen Ex verschmerzen lässt, liegt an der wunderbaren Besetzung, allen vorran natürlich Collin Firth, der hier angenehm…
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
patcharisma 2010/11/15 04:24:38
Antwort löschenUnglaublich dröge Schreibe. Bring doch auch noch ein Vergleich mit "Brokeback", dann gehts noch vollends auf. Zu dumm, dass bei sowas Dein BruceLaBruce nicht mehr mithalten kann. Shame.
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HerrLehmann 2010/11/15 13:21:24
Antwort löschenHeute schlecht gefrühstückt oder was ist los? Den (komplett in Capslock geschriebenen und nur so mittel-informativen) Beitrag zu meiner Kritik hasat du ja anscheinend schon wieder gelöscht ;)
Batzman 2010/11/15 19:26:54
Antwort löschenSheesh Pat, komm mal wieder auf den Teppich... und vor allem komm endlich über LaBruce weg und verkneif dir diese Kindergartenkommentare. Bis vor einer Weile dachte ich immer noch, mit dir könne man gut diskutieren, aber das Gestänkere hier ist wirklich albern.
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Am deutlichsten zeigt sich das in jenen Rückblenden, die das gemeinsame Leben und glücklichsten Tage von Jim und George abbilden. Wenn die beiden Liebenden am Stand liegen, verkommt diese mit Sicherheit essentielle Szene in all ihrer Inszenierung und Optik zu einem zwar ästhetischen überzeugenden, aber keinesfalls berührenden Werbeclip, der direkt aus der Modewelt entsprungen zu sein scheint. Dieses Dilemma zieht sich durch den gesamten Film. Weder gelingt es Ford das Leiden seines Protagonisten mit der nötigen Eindringlichkeit auf Zelluloid zu bannen, noch gelingt es ihm die gesellschaftlichen Repressionen und Stigmata, unter denen George – seine Einsamkeit geht tiefer als der reine Verlust des Freundes – zu leiden hat, überzeugend darzustellen.[...]
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HerrLehmann: Das Manifest
Kommentar löschenZwar hat A Single Man offensichtliche Schwächen, braucht er doch nicht nur zu lange, um eine emotionale Verbindung mit dem Zuschauer aufzubauen, sondern um überhaupt wie ein echter Film zu wirken, doch am Ende überwiegen die positiven Aspekte: Der Film berührt, unterhält stellenweise und fesselt – auch, wenn er sicher keiner dieser Filme ist, die man immer wieder anschaut. Er ist, gerade im ersten Drittel, anstrengend, insgesamt aber doch ein äußerst lohnendes Kinoerlebnis und ein vielversprechendes Debüt seines Regisseurs.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenMan merkt Tom Ford an, dass es sich hierbei um seinen Debütfilm handelt. Die Regie ist in "A Single Man" zwar noch das Schlechteste, aber deswegen keineswegs schlecht. Einige Einstellungen und Entscheidungen verraten jedoch, dass Ford noch nicht ganz Zuhause in dieser neuen Welt zu sein scheint. Dafür zeichnet er sich in anderer Hinsicht aus, vom Drehbuch über das Schauspielensemble bis hin - natürlich - zu den Kostümen.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschen[...]
Das Regiedebüt des Designers Tom Ford ist ein ästhetisches Wunderwerk. Ford achtet präzise auf Details und Autentizität im Production Design, auf die Möbel, die Kleider, die Autos und die Frisuren des Jahres 1962, in dem die Geschichte handelt. Obwohl dieser so gut durchdachte Weg mit der Zeit verlangsamend, ja sogar einfrierend wirken kann, ist die Bildgestaltung wirklich toll. Die melancholische Grundstimmung wird dadurch wirklich außergewöhnlich gut hervorgerufen.
[...]
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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle
Kommentar löschen[…]
Colin Firth hat sich darauf spezialisiert, große Engländer zu spielen, deren Gefühlsleben viel größer ist, als sie es nach Außen hin zeigen. Diesen Charaktere scheint vielleicht irgendetwas zu fehlen, sie scheinen ziemlich schüchtern. In „A Single Man“ jedenfalls können wir hinter die Weltsicht dieser Ambivalenz schauen: Der Glaube daran, dass es einfach nichts nützt, Gefühle zu zeigen.
[…]
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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschen[…]
Ein wunderbarer Film, man glaubt kaum, dass er ein Debütwerk ist. Hier wird etwas sehr Schwieriges und sehr Ausgefallenes bewerkstelligt, nämlich den inneren Zustand eines homosexuellen Mannes der USA der frühen 1960er darzustellen, und zwar nicht durch den Charakter selbst, sondern durch den ganzen Film um ihn herum.
[…]
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenEs gibt manche Filme, die sind nicht unbedingt große Offenbarungen, aber sie bergen solch tiefe Einsichten in Liebe, Einsamkeit, Unordnung und in den Schauer des Lebens, dass sie irgendwie doch immer wieder neu erscheinen. „A Single Man“ ist solch ein Film, einer der besten des Jahres 2009. Er ist ziemlich herzzerreißend, fast unmerklich.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenFirth spielt Georg super […]. Er zeigt ganz wenige Emotionen, seine Gedanken kann man seinen Augen nicht ablesen. Er wirkt so gut dabei, er muss das wohl seit seiner Jugend einstudiert haben. Da wird keiner etwas sehen, was er zu beanstanden hat.
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B. Schweizerhof
Kommentar löschenIn A Single Man ist es die Stimme von Colin Firth, besser gesagt die, die er seiner Figur George verleiht, die sich einprägt, deren Melodie im Kopf bleibt und nachklingt, noch Tage, Wochen später, was unbedingt damit zu tun hat, dass sie im Film den Kontrapunkt bildet zur bestechenden Schönheit der Bilder, den nahezu perfekt inszenierten 60er-Jahre-Kulissen samt dazugehörigen Stoffen, Automarken, Haarfrisuren und Brillenmodellen. Diese Stimme nämlich ist rau, fast ungefällig, ihr eignet etwas Tonloses, Gefasstes; man hört, dass da jemand Haltung bewahrt, der allen Grund hätte, sie zu verlieren. ...
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenTom Ford hat für Gucci und Yves Saint-Laurent gearbeitet und dann sein eigenes Label gegründet. Bei zahllosen Fotosessions und Werbespots mag er ein Gespür für Bilder entwickelt haben. Dass er ein solch bravouröses Regiedebüt absolvieren würde, war dennoch nicht abzusehen. Und das auch noch als Film-Akteur, der sein Werk selbst produziert und auch das Drehbuch geschrieben hat. Er geht hier mit einer Stilsicherheit vor, die verblüfft.
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patcharisma 2010/11/15 04:36:43
Antwort löschenDu Hornbrillen-Möchtegern-Intellektueller. Diese Kritik ist komplett daneben. Du hast es nicht begriffen. Shame on you.
Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...
Kommentar löschenEs fügen sich Schauspieler und Geschichte und Tom Fords impressionistischer Regiestil, bei dem ständig die Farben wechseln und einzelne Gegenstände, Frisuren und Haustiere ("Ihr Hund riecht wie gebutterter Toast") in den Vordergrund gerückt werden, zu einem eigenwilligen, wundervollen Werk.
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AlexanderScholz: Schnitt AlexanderScholz: Schnitt
Kommentar löschenAmbivalenz, hier durch recht simple Mittel herbeigeführt, ist das prägende Prinzip, dem dieser Film zu folgen versucht. Es ist mutig, einen Begriff zur Maxime zu erheben, der oft leichtfertig benutzt wird, um sich eine allzu eingehende Auseinandersetzung mit künstlerischen Gegenständen zu ersparen. Daß ein solcher Film von einem Mann realisiert wird, der bisher eher dafür bekannt war den Primaten des selbst gezimmerten Schönheitsideals zu propagieren, ist einigermaßen verwunderlich. Die Stimmigkeit der glatten Oberfläche illustriert in A Single Man die Entropie des Inneren seiner Figuren. Damit ist das Gebot der Ambivalenz auch auf der inszenatorischen Seite eingehalten und ein Film entstanden, der eben jene Bezeichnung zurecht als Auszeichnung verstehen darf.
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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst
Kommentar löschenGegenüber Fords aggressiven, sexuell anspielungsreichen Anzeigenkampagnen für Gucci wirkt „A Single Man“ erstaunlich prüde. Zwar gibt es einige durchtrainierte nackte Männeroberkörper zu sehen, doch von einem schwulen Begehren erzählen diese Bilder kaum. Nur einmal kommt es zwischen George und dem schönen Stricher im zeitgenössischen James-Dean-Look zu einem offensiv inszenierten erotischen Moment. Im goldenen Licht eines Parkplatzes rauchen sie eine Zigarette zusammen, Carlos bläst ihm lasziv den Qualm ins Gesicht. Diese entfernte Anspielung an Jean Genets homoerotischen Kurzfilm „Un chant d’amour“ (1950) wirkt wie ein Abziehbild im Vintage-Design; die Radikalität der Vorlage ist von der glanzvollen Oberfläche allerdings gänzlich verschluckt worden.
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patcharisma 2010/11/15 04:26:16
Antwort löschenWichtigtuerei hilft nie weiter. Kritik? Lachhaft
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenTom Ford kann nicht nur in Mode, sondern auch in Film. Dies stellt der Mann, der als Designer einst den Modemarken Gucci und Yves Saint Laurent zu unerhörter Popularität und Profitabilität verhalf und der danach sein eigenes Modelabel gründete, mit seinem beeindruckenden Debüt als Regisseur, Autor und Produzent unter Beweis. „A Single Man“ basiert auf dem Roman „Der Einzelgänger“ von Christopher Isherwood, den Ford für die Leinwand adaptierte. Für die Hauptrolle konnte der Modeschöpfer Colin Firth verpflichten, dem er dann auch gleich die beste Leistung seiner bisherigen Karriere entlockte.
Angesiedelt in den frühen 1960er Jahren spielt Firth den in Los Angeles lebenden und arbeitenden, britischen Professor George Falconer, dem das Schicksal übel mitspielt: Gleich zu Beginn erleben wir, wie er einen Anruf entgegennimmt, in dem ihm mitgeteilt wird, dass sein Lebensgefährte Jim (Matthew Goode) bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Dies lässt den so stets…
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenEin Tag im Leben eines Suizid-gefährdeten homosexuellen Uni-Professors in den noch prüden Anfängen der 1960er Jahre: Nach dem Unfalltod seines Partners, seiner großen Liebe ist der distinguierte Gentleman George Falconer seines Daseins in der gehobenen sozialen Klasse von Los Angeles und des Lebens im Allgemeinen überdrüssig. Er ist zur leeren und fast leblosen Hülle verkommen, die nicht mehr lebt geschweige denn liebt, sondern nur funktioniert. Und so verfolgen wir den typischen Tag eines depressiven und aufgrund seiner alles wegfressenden Trauer vereinsamten Lebensmüden aus der Bildungsoberschicht, sehen wie Falconer an der Universität in zweideutige Gespräche verwickelt wird, beim Einkaufen flirtet oder mit seiner einzig verbliebenen Freundin in kläglicher Weise dem Vergangene hinter her trauert und in bester „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“-Manier dem Alkohol am Abschiedsabend das Ruder überlässt. In Rückblenden erfahren wir Genaueres über den entscheidenden…
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Alle Kritiken (21)
Kommentare (88) — Film: A Single Man
Kommentar schreibenJ_Universe 2012/02/03 15:31:25
Kommentar löschenWer die Gegenwart nicht genießen kann, hat keinen Grund zu denken, dass die Zukunft besser werden würde.
Ein sehr berührender Film. Bei Tom Ford passt alles: Dramaturgie und Gefühl!
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Kreaexo 2012/01/30 00:28:09
Kommentar löschen„Manchmal haben auch schlimme Dinge eine schöne Seite.“
Manche Filme gelten bekanntlich nicht ohne Grund als Kunstwerk. Als solches möchte ich auch ''A Single Man'' bezeichnen. Der Unterschied zu anderen Filmen liegt aber darin, dass ich nicht das Gesamtwerk, sondern hier jede einzelne Szene als vollkommen betrachte.
Denn das, was einem hier geboten wird, ist nicht nur visuell, sondern auch akustisch ein Hochgenuss.
Mit wundervollen Dialogen und einem perfekt miteinander harmonierenden Ensemble, vermag es der Film, der Story Leben einzuhauchen und diese Buchverfilmung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Der Score ist virtuos und im Stande, die melancholische Grundstimmung des Films nochmals zu verstärken. Das alleine finde ich schon sehr stark. Mir ist auch die in den Kommentaren angesprochene 'Schwülstigkeit' dessen nicht aufgefallen, da er meiner Meinung nach zu dem Geschehen passt.
Doch die eigentliche Kunst des Films liegt in der Sprache der Bilder. Mit leichten Grautönen versehen entsteht eine nostalgische Atmosphäre, die zu der Zeit der 60er-Jahre, in der bekanntlich die Handlung stattfindet, hervorragend passt. Man merkt richtig, dass der Regisseur des Films Tom Ford eigentlich Modedesigner ist, welcher Ahnung davon hat, wie man Schauspieler und deren nächste Umgebung gekonnt in Szene setzt. So ist es klar, dass die Kameraeinstellungen von Eduard Grau immer gestochen scharfe Bilder liefern, die den Betrachter förmlich berühren.
Das Ganze führt dazu, dass die Emotionen von George nicht mehr nur seine eigenen sind, sondern auf den Zuschauer übertragen werden. Ganz großes, mitreißendes Kino.
Die Liebe zum Detail ist in jeder Sekunde des Films spürbar, das Ensemble - allen voran Colin Firth, Juliane Moore und Nicholas Hoult – ideal besetzt und der Soundtrack überragend.
Da bleibt mir nur noch eins zu sagen: Chapeau Tom Ford!, wenn ich einen Hut auf hätte, dann würde ich ihn jetzt ziehen.
„Sie [Manche Kreaturen] leben nur für den Augenblick - so wie jetzt. Was könnte schöner sein als das jetzt hier mit dir? ... Ich meine, wenn ich jetzt sterben würde, dann wär' das okay.“ – „Für mich wäre das alles andere als okay. Also halt die Klappe und leg 'ne neue Platte auf!“ – „Gute Antwort.“
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mortal_wombat 2012/01/26 00:25:08
Kommentar löschenich weiß nicht, wann ich das letzte mal einen so tollen soundtrack gehört habe...einfach großartig!
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Dalia 2011/12/30 22:36:15
Kommentar löschenMein Fazit für "A Single Man" lässt sich kurz und knapp festhalten. Dabei greife ich auf ein Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme, "American Beauty", zurück: "There's so much beauty in the world. Sometimes I feel like I'm seeing it all at once, and it's too much. My heart fills up like a balloon that's about to burst."
Ähnlich ging es mir bei diesem Film. Die Bilder, die mir "A Single Man" schenkte, eingepackt in einen großartigen Soundtrack, getragen von überzeugenden Schauspielern, konnte mein Cineastenherz kaum ertragen. So schön war das gesamte Kunstwerk.
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michebavaria1986 2011/12/14 09:09:08
Kommentar löschenGroßartiger Film, der vor allem durch die oscarreife Leistung von Colin Firth und die ungewöhnliche Inszenierung hervorsticht.
Hervorzuheben sind auch die hervorragende Musik und die Leistung von Julianne Moore als Nebendarstellerin.
Visuell interessant und ergreifend.
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Prestigeww 2011/12/12 16:47:56
Kommentar löschenSchon ganz gut, der Film, aber ein paar Sachen haben mich doch gestört: Die Musik ist viel zu schwülstig, es gibt doch ganz schön viele schwule Klischees (Ahoi, Seemann! Mein Wauwauchen heißt India!) und dieser unmotivierte Modefimmel, bzw dass alle immer aussehen mussten, wie aus dem Ei gepellte Armani-Models, das war alles recht abtörnend, da es A Single Man zu sehr Richtung Soap-Opera herabgezogen hat.
Toll hingegen die Arbeit mit der Farbe und der Bildkörnung (auch wenn man das wohl recht manieristisch finden kann), natürlich auch Colin Firth, der mit seiner Frisur und dem stilvollen Anzug manchmal sogar aussah, wie der ältere Marcello Mastroianni. Besonders gut gefallen hat mir das Drehbuch - besonders die Dialoge, waren clever, pointiert und witzig. "Sometimes awful things have their own kind of beauty. "
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Finnegan23 2011/11/30 02:01:15
Kommentar löschenJetzt bin dann endlich auch mal in der Situation, über einen Arthouse-Film zu schreiben, der bei den Mit-Fans des anspruchsvollen Kinos durchgängig zwischen 7.5 und 10.0 einsammelt und mit dem ich so gar nichts anfangen kann.
Die eigentliche Story ist für mich mehr als lahm erzählt. Ich gehe davon aus, dass es für jeden Homosexuellen 1962 ein wahrer Albtraum gewesen sein muss, sich zu offenbaren. Ich bin Jahrzehnte später aufgewachsen und selbst da war die sexuelle Orientierung noch ein Grund für massive Diskriminierung bis hin zur körperlichen Gewaltandrohung - falls man sie überhaupt jemals öffentlich gemacht hat. Auch in Deutschland war die "Unzucht unter Männern" nach dem berüchtigten §175 noch bis 1994 unter Strafe gestellt.
Dementsprechend wird für mich in diesem Film schwülstig und komplett realitätsfern ein Melodram entworfen, das vielleicht aus heutiger (aufgeklärter, liberaler) Sicht berührend wirken mag, mit den tatsächlichen Verhältnissen im Jahr 1962 aber absolut nichts zu tun hat. Das ist ein Kitschfilm. Der Hauptfigur hätten ein paar Rednecks damals schlicht einen Baseball-Schläger übergezogen (und ich denke, es gibt Gegenden, in denen einem heute noch so ein Schicksal blüht).
Story: Schwach. Film: Laaaaaahm. Plot: Albern.
Eignet sich nur für Betroffenheits-Fanatiker, die mit der Realität nichts zu tun haben wollen. Was bei einem so ernsten Thema m.E. eine Schande ist.
Gruß, F23
P.S: Flame me! ;)
P.P.S: Nein, ich selber bin nicht schwul. Das aber nur zur Info.
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AKurt 2011/12/02 09:50:19
Antwort löschenHi Finnegan23,
im prinzip hast Du mit deinen Aussagen recht daß vieles was in der Zeit um das Thema Homosexualität auch interressant wäre nicht in diesem Film vorkommt ... vielleicht gibt es schon andere Filme die das verarbeiten, bestimmt kann man darüber viele interessante Filme machen. Aber auch genau diese Umstände sind es die den Hauptdarsteller in diese Situation bringen auch wenn sie nicht
dargestellt werden.
Ich habe den Film gestern abend gesehen und durch deine Rezession ist mir heute der Film nicht aus dem Gedanken gegen ... was bedeutet dieser Film genau.
Für mich ist der Film einfach ausgedrückt schön gemacht, auch sehr schöne Film Musik ... auch wenn es im ursprünglichen Sinn kein schöner Film ist, aber ein sehr guter Film.
Ein Mensch verliert seinen Lebenspartner mit dem er 16 Jahre lang zusammen war, so was geht einem natürlich ans Herzen wenn man sich hinein versezten kann und auch bereit dazu ist.
Und jetzt kommen wir zu dem Punkt wo dies in der Welt eines Homosexuellen in den 60er diesen unermäßlichen Verlust zu einer inneren Zerreißprobe macht. Dieser Mensch darf nicht trauern weil
die Gesellschaft dies nicht akzeptiert. Er kann nicht mal zum Begräbnis ...
Trauer ist sehr wichtig, alleine zu trauern aber auch offen und miteinander zu trauern .. Trauer hilft über den Verlust hinweg.
Und an dieser Tatsache nicht angemässen trauern zu können oder zu dürfen geht er zur Grunde. Diese prekäre Situation findet man auch in anderen nicht akzeptierten zwischenmenschlichen Beziehungen, religiös oder auch andersartig interkulturell bedingt.
Also thematisch gesehen was sehr realles bis in unsere Zeit.
Karowdame 2011/10/13 18:56:04
Kommentar löschenWunderschöner, sinnlicher Film, mit viel Liebe zum Detail!
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nini_paga 2011/09/15 11:52:33
Kommentar löschenColin Firth hat sich mit dieser Rolle in die erste Liga gespielt. Er spielt bewegend, tief und unaufdringlich. Der Film scheint sehr persönlich, und die Geschichte ist gerade wegen dieser Nähe besonders gelungen. Momente, die ins Klischee abdriften könnten, bleiben intim und ernst.
Die Ästhetik ist für mich leider overdone. Man merkt mit wie viel Engagement und Inspiration Tom Ford an seinen ersten Spielfilm herangegangen ist. Seine filmästhethischen Vorbilder sind klar erkennbar (Ich meine z.B. die Handschrift von Wong Kar-Wei, Pedro Almodovar, Todd Haynes zu sehen). Hier wäre eine Konzentration und Simplifikation hilfreich gewesen, denn alleine die Ausstattung gibt schon so viel her, dass die zahlreichen anderen Effekte eher ablenken.
Zuletzt sei noch der Score von Umebayashi erwähnt. Hier scheint die Vorgabe gewesen zu sein auf den Zug von "In the Mood for Love" und "2046" aufzuspringen, wodurch der Streicherlastige Soundtrack leider wie ein (wenn auch hochwertiger) Abklatsch wirkt.
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Puebleau 2011/09/12 22:20:42
Kommentar löschenDankbar stürzen sich alle Kritiker auf die belanglosesten Besonderheiten des Films und erwähnen lieber die Wurzeln des Regisseurs oder Ähnlichkeiten zu Queer-Blockbustern, aber wie bei allen anderen Filmen ist auch in "A Single Man" Handlung und Thema nicht dasselbe. An der Tatsache, dass sie in den 1960ern spielt sind für mich nicht die Kostüme interessant, sowie ich auch der homosexellen Liebe nicht einen Stellenwert beimesse, der alles andere obsolet macht. Durch das Aufeinanderprallen der als oberflächlich gezeichneten Gesellschaft und der verpönten Liebe wird viel mehr die Absicht von Fords Spielfilmdebüt deutlich:
"A Single Man" setzt auf ausgefeilte Dialoge (die durch das großartige Schauspiel eine enorme Kraft entfalten) und expressionistischen wie symbolischen Farbgebrauch, um mit Liebe zum Detail Fassaden zu zeichnen und anschließend einstürzen zu lassen. Nach und nach gelangt ein Blick in die Augen und hinter das höfliche Lächeln; und er offenbart, was das Gegenüber wirklich vom Protagonisten denkt und will, bis man mit diesem "zu einem Zustand völliger Klarheit" gelangt. Auch wenn einige Momente einen phantastischen Kitsch in sich bergen, Lebenslust fast ausschließlich erotisch formuliert und der Umgang mit Musik inflationär gehandhabt wird ,konnte ich mich Dank der Leistung von Julianne Moore und Colin Firth nie emotional vom Film lösen oder abwenden.
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moviereporter 2011/08/23 20:47:06
Kommentar löschenToll gespielt, ruhig erzählt, klasse inszeniert und super orchestriert. Für Fans ästhetisch anspruchsvoller Filme ein absolutes Muss!
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jedi37 2011/08/21 12:05:27
Kommentar löschenEin sehr berührender Film, den Firth quasi fast im Alleingang bestreitet. Durchweg ein wirklich trauriges Drama um das Coming Out in einer Zeit, als dies den sozialen Kollaps bedeutete.
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judischnudi 2011/08/18 06:49:39
Kommentar löschenDer Film „A Single Man“ ist die Geschichte einer großen Liebe. Wunderbar erzählt, kann man die Liebe und die Sehnsucht, den Schmerz über den Verlust dieser Liebe spüren. Colin Firth liefert mit seiner feinsinnigen Darstellung des englischen Literaturprofessors die vielleicht beste Leistung seiner Karriere – und hätte den Oscar mit Sicherheit verdient. Neben der hervorragenden Besetzung, zu der auch Nicholas Hoult zählt, beeindruckt das Regiedebüt des Designers Tom Ford durch eine gelungene Komposition aus Bildern, die von einem Blick für die Feinheiten der alltäglichen Begegnungen zeugen und einem bewegenden Soundtrack.
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PaJeRo 2011/08/09 15:13:03
Kommentar löschenEin anfangs etwas schwerfälliger aber dennoch funktionierend guter Film, der einzigartig von Tom Ford in Szene gesetzt wird. Die Farbwechsel im Film zeigen dabei das Gemüt der Hauptfigur: Anfangs durchgehend depressiv in Grau getaucht, hauchen stellenweise erst Erinnerungen an den verstorbenen Geliebten und Begegnungen mit diversen Menschen George Falconer Leben, gar Heiterkeit ein. Bemerkenswert sind dabei die Leistungen aller Darsteller (besonders stark: Colin Firth und Julianne Moore) im Film. Selbst die etwas auf der Strecke gebliebenen, flacheren Charaktere (Matthew Goode zum Beispiel) fügen sich in das L.A. der 60er-Szenario ein. Mir persönlich fiel es etwas schwer, mit den Akteuren im Film mitfühlen zu können, jedoch wird es bei anderen Zuschauern da wohl jeweils andere Stimmungen diesbezüglich geben. Dem Modeschöpfer Ford gelingt eine tolle Werbung für das Medium Film und zeigt, dass gute Filme nicht unbedingt immer ausgefallene Story-Ideen brauchen - es reichen manchmal auch eine überraschend virtuos erscheinende Regie und Schauspieler, die wissen, was man von ihnen verlangt.
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Slevin Kalebra 2011/08/06 16:41:22
Kommentar löschenEs ist wohl ein Vorurteil, das die meisten hätten, wenn sie hören, das ein ehemaliger Modedesigner sich als Regisseur versucht. Da wird wohl das Optische alles und das Erzählerische gar nichts sein. Um da aber keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, A Single Man sieht schon fantastisch aus. Der Look des Los Angeles der 60er Jahre ist punktgenau getroffen von der Kleidung bis hin zu den schick eingerichteten Wohnzimmern. Tom Ford versteht es aber die bunte Vielfalt dieses Jahrzehnts unter Kontrolle zu halten, sie in ein eher tristes Licht zu tauchen und so den Zuschauer permanent am Dilemma seiner Hauptfigur teilhaben zu lassen. Für einen Homosexuellen in dieser Zeit, der einen biederen Beruf wie Englisch Professor ausübt und in einem typischen Reihenhaus-Vorort mit pikfeinen Vorgärten lebt, muss es wohl die Hölle auf Erden sein und Colin Firths höchst intensive Performance lässt daran auch keinen Zweifel. In seinem Gesicht zeichnet sich alles ab. Die Überdrüssigkeit an dem monotonen Alltag und das unerfüllte Verlangen. Hinzu kommt der Verlust seines Freundes, der in ihm die Ansicht stärkt, das leben im hier und jetzt einfach nicht machbar ist. Firth vermeidet dabei auf wunderbare Weise sämtliche Schwulen-Klischees und agiert als in allen Bereichen seines Lebens gehemmter Mann der keinen, glücklichen Ausweg mehr sieht. Die Inszenierung bedarf sich zwar eines alten Tricks. Nämlich die Hauptfigur innere Monologe über seinen Zustand halten zulassen, das was gesagt wird, ist aber so messerscharf formuliert und klug durchdacht das man immer gebannt zuhört. Es ist besonders diese Aufrichtigkeit in den Dialogen, die den Film bei all den philosophischen Anklängen nie wichtigtuerisch wirken lassen. Denn trotz der schwermütigen Atmosphäre ist er alles andere als schwere Kost. Im weiteren Verlauf der Story gibt es schließlich mehr Optimismus zu entdecken, als man am Anfang vermutete. A Single Man ist ein beeindruckendes Debut. Mr. Ford, ab jetzt bitte Finger weg von den Klamotten und nur noch ran an die Kamera. Mehr davon!
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133 2011/07/29 22:37:52
Kommentar löschenWährend die Mehrheit hier offensichtlich eher von der auf jeden Fall gelungenen visuellen Seite angetan ist, hat bei mir eher die linguistische, sprachliche Seite, also Form, Wortwahl und Ausdruck, einen angenehmen Eindruck hinterlassen.
Beides wiederum trägt erst die Story und hebt sie für mich letztlich gerade so, mit dem letzten Schwung, noch knapp auf das Level "Ausgezeichnet", obwohl das leicht madige Gefühl bleibt, dass hier doch eine Spur zuviel gewollt wurde.
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Moe 2011/07/20 12:46:56
Kommentar löschenAm meisten gefiel mir das Spiel mit den Farben. Grandios! Auch die Kamera und Kulisse war ausgezeichnet. Colin Firth bekam zurecht eine Oscar-Nominierung. Und dafür, dass es ein Regiedebüt war, sehr gut.
Besonders gefallen hat mir die Szene, in der der Protagonist mit der Pistole 'spielt'. Ein Hauch Tragikomödie.
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sweetForgiveness 2011/07/12 14:03:04
Kommentar löschen"A Single Man". Melancholie und Dramatik in Perfektion.
Schon nach den ersten paar Minuten war ich von diesem Film emotional völlig mitgerissen, was ganz offensichtlich an der erstaunlichen Leistung von Colin Firth liegt.
Tom Ford spielt gekonnt mit der "Sättigungs"-Kraft des Bildes und vermittelt so dem Zuschauer ohne jede Worte die Emotionen von Protagonist George. Eine grandiose Leistung vor und hinter der Kammera!
"If one is not enjoying one's present, there isn't a great deal to suggest that the future should be any better."
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mikkean 2011/07/02 14:09:43
Kommentar löschenWas ist das nur mit diesen Star-Melodramen, die Jahr für Jahr über uns herfallen und den Studios ja nur Geld und Oscar-Ruhm einbringen sollen? Oder anders gefragt, warum empfinde ich nur einige davon als nicht so schwülstig, gestelzt und vor allem mal einigermaßen faszinierend. Selbst, wenn sie einen bewusst ruhigen Kurs fahren, Gesten und Bilder über offene Worte stellen, um den Seelen-Zustand ihrer Protagonisten zu verdeutlichen? Tja, die Antwort dürfte eher psychoanalytisch und vertrackt-poetisch ausfallen, ich brauche sie aber nicht dringend. Nein, was ich über "A Single Man" sagen will, ist eigentlich ganz einfach. Zuerst läutete mal wieder mein innerer Radar. Eine Roman-Verfilmung über einen lebensmüden homosexuellen Englisch-Professor in den Sechzigern - ja genau, die im 20. Jahrhundert! - der sich nach dem Unfall seines Geliebten erschießen will. Dazu noch gestandene Mimen wie Colin Firth, Julianne Moore, Lee Pace oder Matthew "Watchmen" Goode - von denen sich Firth dann noch eine Oscar-Nominierung erspielte. Trotz Indie-Gehalt - immerhin kein Weinstein-Werk - wurde ja viel über das Ensemble und die Hoffnung auf die Gold-Trophäe spekuliert. Und unser guter mikkean wusste nicht so recht, was er von diesem Film erwarten sollte. Immerhin sind es doch zwei starke Motive, die diesen Stoff tragen: Das versteckte Anderssein in einer Zeit, in der Homosexualität zum Todes-Urteil werden konnte. Und dann noch der Ausblick auf einen Selbstmord-Kandidaten, der am letzten Tag seines Lebens diverse Sachen ordnet, sein Erbe aufteilt und sich auf den Schritt vorbereitet, der seiner Qual ein Ende setzen soll. War das nicht ein langer Satz? Ich mach's mal kurz. Auf den ersten Blick eigentlich nichts neues, "A Single Man" gefällt mir trotzdem. Nicht wegen seinem exquisiten Sixties-Ambiente, besonders eindringlichen Bildern, die man sofort zu den größten Hollywoods zählen müsste. Und ganz bestimmt nicht, weil die Darsteller hier regelrechte emotionale Purzelbäume schlagen, um sich oder dem Film möglichst hohe Anerkennung zu bescheren. Nein, was mir an "A Single Man" so positiv auffiel, war die gekonnte Nutzung von Herrn Firth's Stärke, auch mal unaufgeregt zu spielen. Sein Charakter ist auch in tiefer Trauer und Einsamkeit strukturiert, wohl überlegt und mächtig glattgebügelt. Die Haare sind gescheit gekämmt, die Sachen sauber und makellos. Wie er es selbst so schön kommentiert, es braucht immer einige Zeit, bis sein George Falconer in seine Rolle findet. Das dabei an diesem angesetzten letzten Tag seines Lebens nicht alles so gleichgültig und "wie immer" an uns vorbeiläuft, verdanken wir auch der Art, mit Colin Firth die Schale seiner Figur knackt und allmählich einen ganz anderen Menschen offenbart, der auf Brille, Jackett und besonders den Kamm pfeift. Selbst wenn nicht jeden die leisen Momente oder die etwas matten Gespräche wie diese mit seiner einzigen Freundin, die Frau Moore auch nicht schlecht rüberbringt, erfreuen mögen. Wenigstens optisch ist "A Single Man" mal ein etwas anderes "Drama" geworden und damit meine ich vor allem die Optik seines Protagonisten. Und na ja, damit verbunden auch diese Augenblicke, die diesen ernsten Stoff dezenter und sogar erquickend rüberbringt. Ich will garantiert nicht spoilern, aber bei George's erstem Versuch, sich das Leben zu nehmen, kommt wirklich so etwas wie Humor rüber. Und das ganz und gar aufrichtig. "A Single Man" ist wirklich kein bierernstes Drama, bei dem der Tod, trotz der Ereignisse, sich ständig wie ein schwarzer Schatten auf seinen Darsteller legt. Kein Gothic-Drama, bei dem der Sprung ins Nichts einen wohlig auffängt, nachdem die kalte bedrohliche Welt verlassen wurde. Das wäre auch zu engstirnig gewesen. Tatsächlich kann ich sagen, für diesen Ausgangspunkt feiert der Film das Leben am Ende sogar mehr, als so manche heitere Komödie. Auch wenn ich sagen muss, dass dabei die Stellung der Homosexualität in der frigiden Kleinstadt-Gesellschaft dieser Zeit ein wenig untergeht. Aber was soll's, schließlich ist "A Single Man" kein Film für erhobene Fäuste, die Aufstand skandieren. Denn das zeigt uns der Film auch, wir sollten uns alle untereinander mehr auffangen, als an uns vorbeizulaufen.
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Julia_Krueger84 2011/05/24 11:55:37
Kommentar löschenSehr großartig.
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