A Single Man - Kritik

A Single Man

US · 2009 · Laufzeit 101 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
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    Andreas Markov 25.11.2016, 19:42 Geändert 25.11.2016, 19:44

    Irgendwann sterben wir sowieso alle. Also wieso sich umbringen wenn man Minuten später an Magenbruch oder Herzinfarkt sterben kann? Die Menschen wollen nur ihre Leiden beenden. Aber das Leiden ist notwendig um fürs sterben bereit zu sein. Für den ewigen Frieden.
    George trauert seiner alten Liebe hinterher. Er ist ein warmer Bruder. Kenny weiß, dass George sich umbringen möchte und verschafft sich durch die Homo-Karte Eintritt in sein Privatleben um ihn vor dem Suizid zu bewahren.
    Jedesmal wenn Kenny oder ein Spanier ins Blickfeld gerät bekommt seine Welt Farbe - sehr subtil und meisterhaft gemacht. Die Musik ist auch sehr mitfühlend und ruhig, manchmal verzweifelt und melodramatisch.
    Obwohl Kenny und George gutaussehende Freundinnen haben, sind sie nicht die Liebe ihres Lebens. Ist der Homo-Freund nicht doch ein Symbol für ... ihr wisst schon wen. Nur ohne Homo.
    Am Ende gab die Eule ihre Wache auf, die Form des Mondes offenbart die Liebe und Sorge des Schöpfers - und erst zum richtigen Zeitpunkt durfte George aus dieser grauen Welt entschlafen. Ruhe in Frieden Bruder.

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    • 10

      Ich habe dem Film damals 6 Punkte gegeben und weiß nicht wieso. Vielleicht war ich nicht bereit für diesen Film. Vielleicht war ich nicht in der richtigen Stimmung. Vielleicht habe ich den aber auch einfach nicht verstanden. Ich weiß es nicht mehr und werde es auch niemals verstehen. Denn A Single Man ist ein Meisterwerk. Die stilvolle Umsetzung der dramatisch-schönen Geschichte ist atemberaubend. So detailliert und vielsagend wie kaum ein anderer Film. Das tolle ist auch die Authentizität. Der Film wirkt nie künstlich emotional. Die Gefühle fühlen sich so real an wie im wahren Leben. Dezent und dennoch berührend!

      Tom Ford hat mit seinem Regiedebut ausgezeichnete Arbeit geleistet und mich als großen Fan gewonnen. Ich habe den Trailer zu Nocturnal Animals gesehen und war sofort begeistert. Ich erwarte auch bei diesem Film ein Meisterwerk. Wenn der 2. Film von Tom Ford tatsächlich meinen Erwartungen gerecht wird und auch 10 Punkte von mir bekommt, könnte er Christopher Nolan Konkurrenz machen und evtl. zu meinem Lieblingsregisseur werden.

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      • - - - turn on the bright lights - - -

        Ich liebe Fasching! Verkleiden, gute Laune, Getränke und alle kommen sie immer und immer wieder zusammen. Seit 2010 gehe ich, wenn die Gaukler und Papptrompeten sporadisch rufen, als Bronson(der Film mit Tom Hardy). Das hat sich die letzten Jahre einfach ergeben. Künstlicher Schnurrbart, Ying Yang Makeup an den Kopf und fertig. Jedes Jahr ein herrlicher Spaß, auch wenn immer alle denken, ich wäre ein grummelnder Pantomime. Davor ging ich immer als Frankie Four Fingers(ein Gauner aus dem Film Snatch) und das war mindestens genau so ein Spaß. Der lustige Hut, die künstlichen Locken an der Seite und manchmal imitierte ich seine filmische Gestik, die schnelle Sprache und den schiefen Gang. Ich komme eigentlich aus einer Gegend, die weniger aufgeklärt ist, aber den spitzfindigen Geschäftsmann nahm mir keiner jemals übel. Hach, da werden Erinnerungen wach. Diese Masken. Doch einmal wäre dieses Fest beinahe ins Wasser gefallen.

        Kurz vor der Faschingszeit 2003 veränderte sich alles. Ich war gerade im ersten Lehrjahr, viele Freunde absolvierten weiterhin Abitur und doch hielt man Kontakt. Nicht zuletzt wegen des Ringerverbandes. Einige Wochen davor überschattete die gesamten Clique eine Botschaft, die alles auf den Kopf stellte. Einer der älteren aus unserer Mannschaft erhielt die Diagnose Leukämie im Endstadium. Alles lag brach, keiner dachte ans Feiern oder an lustige Verkleidungen. Nach und nach fand man sich mit der extremen Diagnose ab und er lud alle nochmal zu sich, um sich zu verabschieden. So standen wir ein paar Wochen vor einer geplanten Veranstaltung bei ihm und jeder kann sich vorstellen, wie sich das anfühlte. Aber er sagte allen - und zwar so laut und fröhlich, wie er eben noch konnte; "...macht weiter, lebt und lasst euch die Freude daran nicht nehmen." Ich dachte kaum noch an all die verlorenen Ringkämpfe gegen ihn, dachte nicht mehr an die wenig sympathischen Trainingsmethoden oder die schlimmen Kilometer, die er mir häufig zum Joggen aufbrummte. Alles dahin. Ich brachte nicht viel raus. Ein Danke und das war's dann. Einige Tage vor der Faschingsveranstaltung, nahe unserer alten Schule, ging er für immer.

        Keiner ließ sich beirren und alle hielten zusammen, organisierten eine große Festlichkeit und die ganze Schar an Jugendlichen machte mit. Er hätte es so gewollt. Der Abend selbst war gekommen, ich stand in meiner Franky Four Fingers Hülle an der Bar, war ruhig, müde, aber emotional ein bisschen geschmettert. Ich schaute zu, sah sie alle Lachen, Tanzen, Trinken und versunken in Umarmungen, Küssen und roten Wangen. All meine Freunde und eben die in meinem Alter, die man halt immer wieder so sah. Diese kleine Stadt nahe meines Dorfes. Da kennt jeder jeden. Die Musik schallte, die Beats des Jahres 2003 wummerten und das Licht flutete durch die hohen Räume. Trotz einiger Unterhaltungen und ein paar `Kurzen´ mit Weggefährten wie Bekannten, kam ich einfach nicht von der Bar los. Ich rauchte eine nach der anderen und schon bei Bier Nummer 3 war ich ganz schön `schief´ unterwegs. Doch dann saß SIE da...

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        Tom Ford ist eigentlich ein bekannter Modedesigner. Doch was hat er mit der Romanverfilmung `A Single Man´ für ein Wunder auf Film gebannt. Ich kenne das Buch von Christopher Isherwood nicht. Aber würde Isherwood noch unter uns weilen, würde er Tom Ford zu einem außergewöhnlichen Film gratulieren. Was habe ich diesen Film in mich aufgesogen, als er vor Jahren im Heimkino erschien. Ein Crescendo aus Hoffnung, Enttäuschung, dem Leben, der Liebe und der eigenen Zeit, die einem vielleicht noch bleibt. Die alles entscheidende Geschichte um den Collegeprofessor George Falconer(in einer Jahrhundertleistung; Colin Firth), spielt an einem einzigen Tag und greift Sehnsüchte auf, die man selten so kitschfrei, so vorurteilsfrei und magisch in Bild wie Ton verspüren durfte.

        Das Leben des George Falconer ist nicht mehr das gleiche, seit dem sein langjähriger Lebenspartner und seine große Liebe Jim(Mathew Goode) bei einem Unfall verstarb. Depressionen und der freie Fall des Lebens. Die Beziehungen die George weiterhin führt, sind geprägt von Hemmungen, von harscher Kontrolle und der verpassten Furcht der eigenen Vergangenheit. Sowohl die Szenen mit seiner Freundin Charley(Julianne Moore), als auch die mit dem Schüler Kenny(Nicholas Hoult) sprühen vor Lebendigkeit, vor Bitterkeit, vor strahlendem Zynismus und dem fehlbaren Halt der Freundschaft. Glücklicherweise ist `A Single Man´ aber keine todtraurige Fabel. Der Film hat ein wunderbar treibendes Tempo, genau die richtige Laufzeit, wahrhaftige und schürfende Drehbuchzeilen, viel schwarzen Humor(die Toastbrot Szene ist einfach zum Schießen komisch), einen wunderbar flirrenden wie treibenden Score und eine elegisch tiefe Bildsprache! Wirklich, was Tom Ford und seine Crew hinter und vor der Linse schufen - ein wahres Meisterstück. Viel weniger schwer, als man vermutet und durchflutet mit ALLEM, was das Leben letztlich ausmacht. Ein bittersüßes Hoch auf das Sein selbst.

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        ...und SIE saß lange da. Ich drückte meine Zigarette aus, nahm meinen schwarzen Hut und alles um mich herum wurde taub, stumm und fahl. Die bunten Lichter verkamen zu einer matschigen Spirale. Am Ende meines Weges, wie ein gleißendes Licht, saß sie da und blickte verschüchtert und hoffnungsvoll nach oben in meine Augen. Um mich herum war mit einem Hall alles leise und quer. Jedenfalls hatte ich mächtig zu tun mit meinem Gleichgewicht, aber der Fokus meines Pulses lag. Ich setzte mich zu ihr und gab ihr eines der beiden Mixgetränke. Heute komme ich da nicht mehr ran, aber wenn ich an den Geschmack von Lagerbier und Tequila denke, springe zurück an diesen wundervollen Abend. Mich überraschte es einst sehr, dass ich sie nicht kannte. Mir fehlte ein "Hallo!" oder ein Blick auf einer der Straßen. So ein kleines Städtchen?! Hm?! Sie war die einzige im vibrierenden Lichtertanz des Saals und saß ebenfalls einfach da, schaute wenig elektrisiert in die Runde und schmollte vor sich hin. Ich fing an mit ihr zu sprechen und schon verzogen sich unsere trauernden Schmollgesichter. Was für eine schöne Stimme, was für ein Gesicht. Ich mochte ihre Wangen, die niedliche Nase, die Ohren, die an den Spitzen einen Ruck aus den Strähnen ragten. Das weiße in ihren Augen schimmerte bläulich in dem tanzenden Neonlicht dieser Nacht. Ihr Lachen, dieser Moment der Ablenkung. Ich wagte nach vielen Momenten den monumentalen, spontanen Schritt und küsste sie auf ihre weichen Lippen, schrägte mein Gesicht leicht und schloss meine blauen Augen nur so diffus, dass ich sie noch sehen konnte. Mit ihren überschränkten Beinen, den blauen Jeans, den kitschigen Ringen an den zarten Fingern und der Flasche in den Händen tat sie es mir - Spiegelverkehrt - gleich. Und die Zeit stand still, die schlagenden Herzen wummerten durch jede Ader, jede Vene und die Geräusche in den Ohren verstummten. Alles Leid dieser Tage glitt dahin.

        Irgendwann tippten mir einige Freunde geschlossen auf die Schulter und baten mich einen Moment aus dieser fiebrigen Umklammerung. "Junge!", meinten die alle im Chor. "Was ist denn in dich gefahren!" Durch meine graue Hornbrille wirkte das alles ziemlich wirr und meine Schwergewichts-Achse war wirklich außer sich. Einer malmenden Intervention gleich, fragte man mich, warum ich den neuen Mitschüler aus der Elften so lange und innig küsste. "Mitschüler?!", säuselte es aus mir heraus. Ich drehte mich gurgelnd und rülpsend um, eines meiner Rabbiner Löckchen fiel herab und so stand ich da, blickte auf IHN, drehte mich wieder zu meinen sichtlich besorgten Freunden und sprach; "Na, jetzt wo ihr es sagt." Und doch! Diese androgyne Schönheit, dieser Moment und die wandernden Lichter, der Puls. Masken!

        Ich lief knallrot an, hickste im zappelnden Schluckauf hin und her und stand wie angewurzelt da. Man riet mir, einfach nach Hause zu gehen und das `richtige´ zu machen. Wie gesagt; ich komme aus einer ehr weniger toleranten Ecke, aber in diesen schweren Tagen suchte niemand streit, niemand hob das auf eine Waage und so ließ man mich taumeln. Ich torkelte direkt auf meine neue Bekanntschaft zu und fragte, ob ich sie - ich weiß noch, wie ich `sie´ sagte - nach Hause begleiten könnte, sie sagte ja und wir gingen. Im Augenwinkel schlugen all meine Kollegen und Freunde die Arme laut klatschend über den Köpfen zusammen und wir gingen zu zweit nach draußen.

        Nüchtern wurde ich in dieser winterlichen und völlig klaren Nacht nicht, aber das faszinierende Geheimnis um die schmollende Person gegenüber lüftete sich im Spaziergang durch das kleine Städtchen. Nur jede zweite Laterne brannte dort, das ist heute noch so. Erst hier sprachen wir über Dinge, die `elementar´ waren, die anderes vielleicht nicht zugelassen hätten. Aber was soll's? Was hatte ich zu verlieren? Eine Freundschaft, zu der es sonst wohl nie gekommen wäre. Nach einer ersten Verabschiedung für die Ewigkeit, trotte ich Heim, sah meinen Vater, wie er im Sessel schlief, ging nach oben in mein Zimmer, legte meine Verkleidung, meine Maske ab, machte meine Anlage an, legte mich zufrieden auf meine Schlafcouch und hörte leise einen der Songs, die man mit auf die Insel nimmt.

        https://www.youtube.com/watch?v=XOHPupAHa6E

        Noch heute denke ich in Blitzen, in kurzen Momenten und flinken Intervallen an die Worte eines alten Freundes...

        "...macht was draus und lebt."

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          LilQ 01.09.2016, 22:26 Geändert 01.09.2016, 22:27

          Film in einem Satz: Stilvoller Mann in trauernder Stimmung und ansprechender Umgebung verliert mit seiner großen Liebe seinen Lebenswillen.

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            AudreyH 26.07.2016, 14:13 Geändert 26.07.2016, 14:41

            Bin jedesmal extrem berührt vom Schicksal des George Falconer. Kann seinen Verlust, seine Qualen förmlich spüren. Für alle die auch die leisen Töne lieben ( : Übrigens Colin Firth hier in einer seiner besten Rollen (siehe auch: 'The King's Speech'). Ein exzellenter Start für Tom Ford!

            • 8

              Modemacher Tom Ford verfilmt in »A Single Man« Christopher Isherwood als sehnsüchtig-melancholische Eloge auf die Liebe und die Schönheit des Lebens. [Barbara Schweizerhof]

              • 8 .5

                Das Glaushaus, in dem George Falconer wohnt und das von außen direkt einen Einblick in seinen persönlichen Lebensraum gewährt, ist ein fast schon schmerzlich ironischer Gegensatz zu seinem eigentlichen Wesen. George ist homosexuell, doch die gesellschaftlichen Zustände, die in den späten 60ern vorherrschen, zwingen ihn dazu, sein Inneres zu verbergen, nach außen hin eine Rolle zu spielen und seine wahren Gefühle in der Öffentlichkeit zu unterdrücken.
                Tom Ford, seines Zeichens erfolgreicher Modedesigner, hat mit "A Single Man" sein Debüt als Regisseur vorgelegt und dafür den gleichnamigen Roman von Christopher Isherwood adaptiert. Der Film fällt wenig überraschend durch ein unglaublich reifes Stilbewusstsein auf, bei dem praktisch jede Einstellung wie aus einem perfekt arrangierten Fashion-Katalog wirkt. "A Single Man" ist aber mehr als nur wunderschön anzuschauender "Style over Substance". Ford erzählt im Rahmen eines einzigen Tages die melancholische Geschichte des resignierten, depressiven Literaturprofessors, der seine große, langjährige Liebe aufgrund eines Autounfalls verlor und seinem eigenen Leben nun ein Ende setzen will.
                Ford beweist, dass er neben makellosen Outfits, Drehorten und mit stilvoll lichtdurchfluteten Einstellungen auch viel von tiefen Gefühlen, menschlichen Empfindungen und knisternder Zärtlichkeit versteht. "A Single Man" begrüßt in einigen Szenen immer wieder markanten Pathos, wenn die Musik auf der Tonspur extrem anschwillt, innige Blicke ausgetauscht werden und die Zeit wie still zu stehen scheint. Es ist eine wohlige Form von Pathos, die zusammen mit der unglaublichen Darstellung von Colin Firth in der Hauptrolle Gänsehaut und Wärme versprüht, wenn der Regisseur in seine überaus dramatischen Geschichte Momente einstreut, welche die einzigartigen, wertvollen Seiten des Lebens unterstreichen. Die Szene, in der George auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt auf den spanischen James-Dean-Verschnitt Carlos trifft, beide auf dem Auto vor einem Plakat von Hitchcocks "Psycho" sitzen und der Himmel von einem unwirklich violetten Licht durchdrungen wird, ist einer dieser Momente, in denen man sich wünscht, dass dieser Film eigentlich auch gerne niemals enden könnte.
                Fords Regie-Debüt wird durch diese Verbindung von emotionalen Gesten, ästhetischer Formvollendung, optimistischer Wärme und eindringlichen Begegnungen sowie Erlebnissen zu einem großen Film über die Liebe, das Leben und die innere Krise eines Mannes, der sein wahres Ich verbergen muss, aber selbst in der tiefsten Krise an die unverzichtbaren, bereichernden Momente des Lebens geführt wird.
                "A few times in my life I've had moments of absolute clarity, when for a few brief seconds the silence drowns out the noise and I can feel rather than think, and things seem so sharp. And the world seems so fresh as though it had all just come into existence. I can never make these moments last. I cling to them, but like everything, they fade. I have lived my life on these moments. They pull me back to the present, and I realize that everything is exactly the way it was meant to be. "

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                • 5

                  Schön fotografiert ist A Single Man ja. Trotzdem kann ich mich nicht genug in den Charakter des George hineinversetzen, der an allen Ecken von hübschen Jünglingen angebaggert wird, und trotzdem nur daran denkt, sich ne Kugel in den Kopf zu jagen.

                  • 6

                    Mag sein das er etwas langweilig ist aber ganz sicher nicht billig und ein Film den man hassen muss. Mir gefällt auch die Machart, wegen dem hab ich's mir angeschaut und das ist schon Sehenswert. Durchschnitt.

                    • 0 .5

                      Ich habe es nicht geschafft den Film bis zum Ende zu gucken, Langeweile pur! Vielleicht gebe ich dem Film mal irgendwann eine zweite Chance, irgendwann.

                      • 6 .5

                        Angenehme Machart. Dennoch will der Funke nicht so recht überspringen.

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                          ju.ku.750 26.04.2015, 20:38 Geändert 27.04.2015, 14:22

                          "Von diesen Momenten habe ich gelebt. Sie holen mich zurück in die Gegenwart. Und ich erkenne, dass alles ganz genauso ist, wie es sein soll."
                          --George Falconer

                          Visuell der wahrscheinlich schönste Film, den ich bisher gesehen habe.
                          Jede einzelne Einstellung des Films enthält eine traurige Schönheit, begleitet von einem wunderschönen Soundtrack.
                          Die gesamte Atmosphäre des Films wirkt traumartig und irreal. Ein Film, der aufgrund der Intensität seiner Bilder auch vollkommen ohne Worte auskommen könnte.

                          Dazu zeigt Colin Firth mMn die beste Leistung seiner Karriere. Wieso er dafür nicht mit dem Oscar bedacht wurde, wird für mich immer ein Rätsel bleiben.

                          Meisterwerk!

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                          • 9

                            Zufällerweise habe ich den Film vor kurzem sehen können und bin immer noch begeistert. Ein schwieriger, ruhiger und sehr trauriger Film über das Leben eines Mannes, der seine große Liebe plötzlich verloren hat und an den Erinnerungen und der Trauer zerbricht. Obwohl er einen guten Job hat, sehr anerkannt ist und eine Freundin, die zu ihm steht scheint dieser Mann völlig verloren und ohne Ausweg zu sein. Der Film spielt über den Zeitraum von einem Tag und endet irgendwie sehr ironisch.
                            Das Einzige, was ich mir noch gewünscht hätte wäre, dass man noch ein wenig mehr vom Leben des Mannes mit seinem Freund gesehen hätte. Die Szenen mit den beiden haben mir nämlich besonders gut gefallen (vor allem die mit dem Buch). So wäre es noch besser gewesen sich in den Mann hinein zu versetzen.
                            Wer traurige und anspruchsvolle Filme mag, sollte sich dieses Film ansehen.

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                            • 6

                              Ich bin mir über diesen Film mit mir relativ uneins. Einerseits genieße ich die Schwermütigkeit schon fast, und so manche bizarre Situation gefällt mir sehr.
                              Doch ich kann nicht umhin, mich zu ärgern. Da schwillt einem zu Ende des Films endlich das Herz in der Brust, weil man mit Firth gemeinsam endlich loslassen kann - und dann DAS. Wofür durchlebe ich denn ein Wechselbad der Gefühle, wenn das Ende plötzlich einfach das Ende ist?

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                              • 10

                                Pure Essenz der Schönheit, Ode an die Vergänglichtkeit der Dinge und Hohe Lied auf Liebe an sich.

                                <3 Tom Ford fährt zudem ein Feuerwerk an Style ab.

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                                • 10

                                  “I always used to tell him that only fools could possibly escape the simple truth that now isn't simply now: it's a cold reminder. One day later than yesterday, one year later than last year, and that sooner or later it will come.”

                                  „A Single Man“. Ein Mann, ein Tag. Ein perfekter Tag, am Ende eines imperfekten Lebens. Der Literaturprofessor George, gespielt von einem brillanten Colin Firth (mir ist nie aufgefallen, dass dieser Mann so groß ist!) glaubt, er ist am Ende angekommen. Oder besser, an seinem Ende angekommen. Sein Lebensgefährte stirbt nach einer 16 jährigen Beziehung jäh und tragisch. George, so grade im Mittleren Alter angelangt, sieht einfach nicht wie es weiter gehen kann und soll. Selbst die beiden Hunde hat er verloren! Also entschließt er sich, den Ausweg Freitod zu nehmen. Da George ein gewissenhafter Mann ist, wird alles gut vorbereitet. Er bereitet sich also auf sein Ende vor und beginnt, Abschied zu nehmen. Und auf einmal fängt er wieder an, sich und sein Umfeld bewusst zu erleben. Die kleinen Dinge gewinnen wieder an Bedeutung, tun gut. Und dem wunderbaren, aber so entkräfteten George bei dieser Transformation zu zusehen, ist einfach wohltuend.


                                  “For the first time in my life I can't see my future. Everyday goes by in a haze, but today I have decided will be different.”

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                                  Tom Ford hat mich mit seinem Debüt überrascht. Ein Modeschöpfer als Drehbuchautor und Regisseur? Ich war skeptisch. Aber es funktioniert. Man merkt ihm seinen Hintergrund an. Alle Menschen sind schön. Die Kleidung stilvoll aber nie over-the-top. Seine Bilder sind ästhetisch und mit der Zeit. Aber Ford hat wahnsinnig viel Taktgefühl. Trotz vieler Close-Ups seines nicht nur attraktiven, sondern auch schauspielerisch irre starken Ensembles entstehen keine theatralischen, dick aufgetragenen Emotionen, sondern ganz subtile, echte Gefühle. Überhaupt passiert alles irgendwie ganz selbstverständlich. Nie hat man den Eindruck, der Film wolle dem Zuschauer ein bestimmtes Gefühl aufzwingen. Ganz im Gegenteil. Alles passiert ganz selbstverständlich. Und das fühlt sich unheimlich gut an. Ich ziehe also meinen Hut vor Tom Ford und vertraue dem Mode-Mann, dass Kenny pastellfarbener Plüschpullover in den 60ern tatsächlich mal als totschick galt. Wenn nicht, auch verziehen. Nicholas Hoult hat in diesem Pullover großartig gespielt. Julianne Moore in stilvollem schwarz-weiß Gewand im Übrigen auch.

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                                  Und meine persönlich Quintessenz? Ganz einfach:
                                  “A few times in my life I've had moments of absolute clarity, when for a few brief seconds the silence drowns out the noise and I can feel rather than think, and things seem so sharp.[..]”

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                                  • 6

                                    Trauerarbeit mal farbenfroh. In "A single Man" muss Colin Firth unmittelbar nach dem Tod seines Partners irgendwie wieder mit seinem Leben klar kommen, was ihm verständlicherweise nicht wirklich gelingt. Dabei redet er mit einer Menge Leute, die meistens nicht so ganz verstehen, was er meint (ich habe es oft auch nicht) und schwelgt immer wieder in breit ausgeschlachteten Erinnerungen. Und obwohl der Film sogar hier und da Humor entwickelt, etwa wenn er mit einem seiner Studenten über Meskalin plauscht, oder (etwas bitterer) wenn er sich nicht entscheiden kann, wo er sich erschießen will, kommt der Film mit einer seufzenden Schwerfälligkeit daher, die sich in atemberaubenden Bildern und melancholischem Score suhlt. Ein bisschen wirkt das wie Xavier Dolan für Erwachsene, Kostüme und Stil stimmen perfekt und die Handlung gerät gegenüber melancholischer Stimmungsbilder in den Hintergrund. Ein purer Rausch der Sinne und dazwischen ein großartiger Firth, der den Film auch am Leben hält, wenn er einfach nur allein in seinem Haus sitzt und erst recht, wenn er sich großartig subtile Dialoge mit Nicholas Hoult oder weniger subtile mit Julianne Moore teilt. Nicht jede Rückblende ist wirklich dramaturgisch gelungen und nicht jedes Zeitlupengehopse macht Sinn, aber alles fügt sich zu einem stimmigen und vor allem schönen Gesamtbild zusammen, auch wenn die Entwicklung des Ganzen manchmal auf der Stelle tritt oder ins Schwafeln gerät. Immer wieder blitzt auch die vertrackte Situation auf, in der sich Schwule in einer amerikanischen Vorstadt der sechziger Jahre befanden. Das muss aber hinter der Liebesgeschichte zurückstecken, der immer so ein bisschen die Glaubwürdigkeit fehlt, weil man den toten Geliebten nur sporadisch kennen lernt. Aber ein Blick in Firth' traurige Augen und man glaubt ihm wieder alles.

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                                      Wahnsinn, was für ein schöner Film mit einem phantastischen Colin Firth, einer hinreissenden, aber kaum wieder zu erkennenden Julianne Moore. Am meisten begeistert hat mich allerdings Nicholas Hoult. Sein Charme ist einfach umwerfend. Sein Lächeln zum dahin schmelzen. Er hat mich ja schon bei Skins begeistert aber so süß wie hier hab ich ihn bisher noch nicht wieder gesehen und er hat locker mitgehalten, bei der Minenparade von Colin Firth. Das war zu schön, zu sehen, was die beiden nur durch ihre Mimik ausdrücken konnten.
                                      Insgesamt bin ich vom Regiedebüt von Tom Ford hellauf begeistert. Er holte alles aus seinen Darstellern raus und schuf mit diesen Film ein Meisterwerk, das mich an The Wonder Boys erinnert. Auch hier wird ein älterer Mann von einem Jüngling an den Spass am Leben erinnert. Das Ende überrascht, passt aber.
                                      Eine kleine aber sehr feine Dramödie mit ein paar sehr guten Sprüchen von Colin Firth.

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                                        A single day of a single man.

                                        So würde ich Tom Fords Regiedebüt wohl kurz und prägnant beschreiben. Ein wunderschöner, unfassbar melancholischer Trip, der mit einer genialen Inszenierung -dank der atemberaubenden Bilder und dem außergewöhnlichem Farbspiel - und mit starken schauspielerischen Leistungen zu trumpfen weiß.

                                        Wir begleiten den Englisch Professor George Falconer einen Tag lang. Erleben, was er erlebt, sowohl auf physischer, als auch (oder sogar besonders) auf psychischer/mentaler Ebene. So sehen wir nicht nur seinen Alltag, sondern erfahren vieles über seine Gefühle, seine Vergangenheit, seine Ethik. Dabei taucht der Zuschauer sehr tief in die Gedankenwelt des homosexuellen Briten ein, kommt ihm nahe, vielleicht sogar näher, als es einem lieb ist.

                                        Tom Ford ist mit "A Single Man" in meinen Augen ein absoluter Außnahmefilm gelungen. Solch eine Melancholie habe ich selten erlebt, reinste Poesie in bildlicher Sprache. Ein Film, der mir mal wieder gezeigt hat, warum ich diese Kunstform liebe.

                                        PS: Der Soundtrack ist zum Träumen oder wohl eher im Selbstmitleid verfallen schön.

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                                        • 7

                                          Nicht gerade mein Genre, aber Colin Firth ganz stark und Tom Ford darf ruhig mal wieder auf dem Regiestuhl platz nehmen.

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                                            Es ist ein verbreitetes Missverständnis das Furcht und Angst etwas miteinander zu tun hätten.
                                            Furcht hat man vor etwas. Man fürchtet sich vor einer Klausur, vor einem Gespräch mit seinem Arbeitgeber, davor die Frau der Träume anzusprechen.
                                            Angst aber ist ein Zustand der keinen Grund brauch und der nicht einmal auf ein Ereignis zurück führt. Sie kann einfach da sein und einem das Leben zur Hölle machen. Einfach weil sie jeder Rationalität widerspricht. Das schrecklichste daran ist, das jeder der unter Angst lebt, automatisch die Fähigkeit verliert, Liebe zu geben. Lieben bedeutet Offenbaren, sich preisgeben. Das kann man unter Angst nicht. Schon Louis Malle beschäftigte sich in LE FEU FOLLET mit diesem Thema.
                                            George Falconer, großartig gespielt von Colin Firth (der ein bisschen an Marcello Mastroianni erinnert) spürt diese Angst. Sie ist zu seinem Zustand geworden. Auslöser war der Verlust seines Lebensgefährten, welcher ihm den Halt gab. Seitdem wandelt er mit dieser Angst, schleppt sie, trägt sie, atmet sie aus und wieder ein. Alles läuft an ihm vorbei, sei es die beste Freundin, der merkwürdige Student und seine hübsche Freundin (die ein bisschen an Brigitte Bardot erinnert), alles gleitet an ihm ab.
                                            Man könnte Tom Fords Inszenierungsstil als Style-over-substance abtun aber irgendwie spiegelte er für mich sehr gut Georges Innenleben wieder. Er sieht nur noch auf eine blank geputzte, glänzende Oberfläche. Auch die ständigen Wiederholungen der Zeitlupe und der Zooms entsprechen dem, da er vom Leben schlicht nichts neues mehr abverlangt. Das Leben ist nur noch eine Abfolge von Eindrücken und Menschen, die ihn nicht mehr erreichen können, nicht so sehr, wie ihn sein Lebensgefährte erreichte.
                                            Obwohl ich nicht schwul bin muss ich sagen, das der Film meinen eigenen Eindrücken sehr nahe kam, ja sie ansprach, denn die Themen von A SINGLE MAN sind universell und an kein Geschlecht gebunden, einfach weil Gefühle auch nicht an Geschlechter gebunden sind. Jeder kennt das Gefühl, durch die Welt zu wandern, jemanden zu vermissen, sich zu etwas zurück zu sehnen, an schlechten Tagen von Angst durchflutet. Orte, Dinge und Menschen zu treffen, die einen an etwas erinnern und man sich fast wie damals fühlt.
                                            All diese Eindrücke erreichte A SINGLE MAN bei mir. Vor allem aber seine Schilderung, einer Angst, die zu einem Zustand wurde. Aber das Ende des Filmes lehrt uns, das auch diese Angst, egal wie stark, irgendwann geht und wir wieder glücklich werden können.
                                            Und sei es erst im letzen Augenblick...

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                                              Der "perfekteste" Film, den ich kenne. Wunderbar melancholisch, nostalgisch, gesellschaftskritisch. Fast schon pervers, wie Ford auf den "Wärme-Umschwung", die Intensität jedes einzelnen Bildes und Symbole achtet. Von der musikalischen Untermalung von Korzeniowski und Umebayashi ganz zu schweigen. Für immer mein Lieblingsfilm.

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                                                ein toller Film mit einem tollen Colin Firth - sehenswert!

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                                                • 9

                                                  A Beautiful Experience.!

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                                                  • 9

                                                    Der Hauptcharakter ist ein Mann, der seine große Liebe verloren hat. Er kann damit nicht mehr umgehen und beschließt, sich das Leben zu nehmen. Mit diesem Gedanken geht er bewusst durch seinen letzten Tag und wir dürfen ihn dabei begleiten. Der Todesgedanke verschafft ihm einen neuen Blick auf die Dinge, einen Blick für Details, Schönheiten und Laster, den Tom Ford in seinem Regiedebut wundervoll einzufangen vermag. Sowohl die Bilder als auch die Geschichte sind so schön, dass es wehtut. Colin Firth brilliert durch Authenzität und subtile Perfektion, und gemeinsam mit Julianne Moore beschreibt er eine ganz besondere und höchst interessante Art der Beziehung. Ich bin durchweg begeistert!