Abbitte

Atonement (2007), GB Laufzeit 123 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 08.11.2007


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7.1
Kritiker
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7.2
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4760 Bewertungen
108 Kommentare
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von Joe Wright, mit Keira Knightley und James McAvoy

Abbitte ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ian McEwan aus dem Jahre 2001 – mit Keira Knightley, James McAvoy und Saoirse Ronan in den Hauptrollen.

England im Jahr 1935: Im Alter von dreizehn Jahren beobachtet Briony, die leidenschaftlich gerne schreibt, auf dem englischen Landgut ihrer Familie den intensiven Flirt zwischen ihrer älteren Schwester Cecilia (Keira Knightley) und dem Gärtnersohn Robbie (James McAvoy).
Ihre kindliche Phantasie und das bisher Unbekannte des Gesehenen deutet Briony falsch. Als ein befreundetes Mädchen, welches auf dem Landgut zu Gast ist vermisst wird, wächst in ihrem Kopf ein böser Plan. Als das Mädchen nach kurzer Zeit gefunden wird und davon berichtet, von einem Mann verschleppt worden zu sein, beschuldet Briony daraufhin Robbie der Tat, einerseits aus Eifersucht, da sie selbst in ihn verliebt ist, andererseits deshalb, weil sie das Geschehene zwischen Cecilia und Robbie falsch deutet. Robbie wird für ein Verbrechen beschuldigt, das er nie begangen hat.

Hintergrund und Infos zu Abbitte
Neben Abbitte (OT: Atonement) ist Stolz und Vorurteil eine weitere Zusammenarbeit vom Regisseur Joe Wright mit der Schönheit Keira Knightley. Ein weitere Zusammenarbeit steht mit Anna Karenina und My Fair Lady an.
Die Zusammenarbeit zwischen Joe Wright und Saoirse Ronan wurde mit Wer ist Hanna? im Jahr 2011 vertieft.
Die US-amerikanische Modezeitschrift In Style wählte 2008 das grüne Kleid, welches Keira Knightley im Film trägt, zum schönsten Kostüm der Filmgeschichte. (DH)

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Kommentare (107) — Film: Abbitte


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MetalFan92

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Bewertung7.0Sehenswert

Spannendes und trauriges Drama. Es zeigt wie leicht ein Leben durch eine einzige Lüge ruiniert werden kann.

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Filmromantikerin

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Und sogar nicht nur eins, sondern gleich mehrere Leben werden damit ruiniert. Doch etwas erschreckend.


BigDi

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Bewertung7.0Sehenswert

Tack-tack-tack-tack-tack rattert die Schreibmaschine die anfängliche Idylle zu Bruch, die Anschläge ähnlich den Bühnenbildern in Wrights späterem "Anna Karenina": Ein System, ein Rahmen für die Geschichte, dessen Schluss man erahnen kann. Das Vorurteil, oder warum man einzelnen Bildern nicht trauen sollte, im Leben wie im Kinosaal. Briony (Saoirse Ronan beweist sich früh), dreizehn Jahre alt und mit mehr im Kindeskopf als gut für sie und alle anderen wäre, zieht Schlüsse aus Augenblicken und Konsequenzen aus ihren Gefühlen und verdammt damit ihre Schwester (Keira Knightly - es ist fast ein schlechtes Omen, wenn ihre Filmfiguren jemanden küssen) und ihren heimlich geliebten Robbie (James McAvoy sammelt wieder Pluspunkte) zu einer brutalen Trennung. Fünf Jahre später steht der Zweite Weltkrieg zwischen den drei Beteiligten und während Briony sich wortwörtlich das Blut von den Händen zu waschen versucht und ihre Schwester ihre Entschuldigungen nicht annehmen möchte, wandert Robbie wie durch einen (Alp-)Traum durch das rauchende Frankreich, in der Hoffnung auf die heimbringende Küste. Tack-tack-tack-tack-tack rattert die Schreibmaschine die Melodie der nicht erfüllten Wünsche, die Kamera findet die schönsten Bilder für die hoffnungslosesten Momente und wenn Robbie vor einer Kinoleinwand sein Gesicht in seinen Händen vergräbt, sollten wir wissen, dass Erlösung im Leben selbst am seltensten zu finden ist - aber es gibt ja gewisse Mittel und Wege. Joe Wright beweist sich als Garant für ansprechende Buchumsetzungen und präsentiert einen Liebes-, Schuld- und Sühnenfilm in großartigen Bildern (Kamera: Seamus McGarvey*), dessen Ende besser nicht hätte sein können. Das Leben und die Kunst - eine (Hass?)Liebe, an die man gerne erinnert wird.
__________
Weiterschauen: "Anna Karenina" (Wright),"Wahnsinnig verliebt" (Colombani)
*später auch für die Kamera in "Anna Karenina" sowie "The Avengers" und "Godzilla" verantwortlich.
- Ich mochte bisher alle gesehenen Joe Wright-Filme, aber "Der Solist" wirkt immer noch so ... Chance geben oder nicht?

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PuertoRican

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Atonement hat eigentlich viele Züge eines abgedroschenen zweite Weltkriegs Liebesdramas, und doch finde ich etwas an diesem Film, das mich berührt. Der britische Akzent gibt natürlich viel zum Charme und Charakter des Films hinzu, und auch die Besetzung ist wirklich genial (ich musste lachen als ich alfie allen das erste mal reinkommen sah), doch diese Punkte sind eigentlich nicht ausschlaggebend. Natürlich haben Knightley und McAvoy eine geniale Beziehung aufbauen können, der Film hat es doch eher insgesamt geschafft mich mit etwas, über die teilweise doch schon sehr kitschigen und gespielt wirkenden Szenen, hinwegsehen zu lassen, was ich allerdings nicht in Worte fassen kann. Einfach ein guter, funktionierender Film.

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Vasafay

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Bewertung6.0Ganz gut

Guter Film, insgesamt sehr solide. Er ist sehr schön erzählt, was die Sprünge in der Handlung angeht. Außerdem ist er nicht so übertrieben schnulzig bzw. kitschig, obwohl eine sehr tragische Geschichte erzählt wird. Alles wirkt dennoch authentisch und nicht künstlich, weil nicht ohne Ende überspitzt, wie es sonst gern mal in solchen Filmen gemacht wird. James McAvoy hat mir hier auch sehr gut gefallen. Doch obwohl ich den Film gut finde, konnte er mich irgendwie nicht so recht mitreißen. Vielleicht lag es hier und da am Tempo, manches wirkte auf mich doch etwas in die Länge gezogen. Aber wie gesagt, ein guter Film ist ein guter Film.

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abendrot

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Bewertung4.0Uninteressant

Fängt gut und vielversprechend an, verliert sich aber sobald der Schauplatz des Elternhauses verlassen wird, in Szenen unerträglicher Langeweile. Ein Problem ist auch die für mich nicht zündende Lovestory zwischen der hier sehr unterkühlten Keira Knightley und James McAvoy, bei der ich nicht weiß, worauf sie wirklich fußt. Außer einem schweinischen Briefchen, wie sie bei uns in der 5.Klasse mal rumgegangen sind und einem unterbrochenem Schäferstündchen in der Hausbiliothek kommt bei mir nichts an, was diese große Liebe authentisch macht. Da diese allerdings den gesamten Film im Fundament trägt - und für diese nach dem vermeintlichen ,,Verrat" der kleinen Schwester für K.Knightley der soziale Abstieg beginnt - funktioniert er bei mir einfach schon im Grundsatz nicht, es mangelt mir einfach an Chemie. 4 Punkte gibt's nur für den Twist am Ende beim Interview mit der gealterten Briony, welcher phantastisch ist.

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Jxnx1312

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Punktabzug da das Ende irgendwie sehr schludrig war und einige Zwischensequenzen nicht so hundertprozentig nachvollziehbar waren.

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Sommergirl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Grundsätzlich mag ich solche Filme nicht, so historische Liebesschinken sind nicht mein Ding, aber als absoluter Cumberbatch-Fan musste ich ihn mir ansehen und siehe da... der Film ist gar nicht so schwülstig wie erwartet, im Gegenteil, langsam kämpft sich durch die umbeschwerte Welt zweier Verliebter ein Drama durch, die junge Briony ist eifersüchtig auf die Schwester die den gleichen liebt wie sie.... ein fieses Konstrukt aus Missverständnissen und Lügen lässt die Unbeschwertheit dahingehen und es wird ein Drama aus dem Film.... eine fiese Lüge aus kindlicher Eifersucht zerstört das Leben aller die beteiligt sind.....

Die Darsteller sind alle gut, keiner hinkte den anderen hinterher, das Level war in Ordnung. Nun natürlich zu Ben, ich mag ihn sehr, am liebsten in sympathischen Rollen (logisch). Hier spielte er das Arschloch und wie, er / die Rolle war mir von der ersten Sekunde her unsympathisch, er kam arrogant und fies daher, und es stellte sich ja dann auch heraus, dass er der fieseste von allen war... sehr gut gespielt, absolut überzeugend.... von Ben habe ich auch nichts anderes erwartet... ich mag ihn immer noch :-) !!!!

Einige Szenen wie die an der Küste bei den Alliierten, das Herumirren, komische nicht nachvollziehbare Szenen und dann das erschiessen der Pferde, als tierliebe Person war ich geschockt, was sollte das?? Das vermieste mir den Film dann doch etwas.....

Grundsätzlich ist dieser Film aber sehenswert und interessant, mit guten und bekannten Darstellern.

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kasem

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Vielleicht zieh ich mir den auch mal rein, ich mag richtig gut gespielte Widerlinge. Da kann man sich prima reinsteigern ^^


LowRidah

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Bewertung4.5Uninteressant

Ganz nett, auch wenn der Streifen seine Längen hatte und ab der Hälfte mit übertriebenen Rückblenden nervte.

Aber als (Liebes-)Drama ok,
auch und obwohl ich solche nicht mag.

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Laserdance

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Finde den Film einfach stark. Ich kenne das Buch nicht und bin da ganz locker und frei ran gegangen.

In dem Film stimmt einfach alles.
Die Schauspieler sind stark, ebenso Ausstattung und vor allem die Aufnahmen. Sehr eindrucksvolle Bilderkomposition. Das fließt alles ineinander nichts wirkt aufgesetzt.

Das wird besonders stark ersichtlich, wenn in einem langen minutenlangen Take ohne einen einzigen Schnitt die Kamera dem Schauspieler folgt, handwerklich einfach großartige Erzählkunst mit Gefühl.

Die Story entwickelt sich langsam mit sehr vielen Kleinigkeiten und Gefühl, was aber keineswegs langweilig ist. Man muss aber dazu sagen, so einen erzähl Stil muss man mögen. Sonst ist man im falschen Film.

Der Schluss ist einfach nur stark.
Hier will ich gar nicht zu viel verraten ich fand das einen Hammer Schluss für so einen Film.

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Luke_92

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein berührendes Drama über Leidenschaft und Liebe, Wut und voreilige Schlüsse, sowie Schuld und Sühne, das von Beginn an durch einen wunderbaren, oscarprämierten Soundtrack und innovativ-verschachtelten Erzählstil lebt.
Fazit: Romantisch, hoffnungslos traurig und sehenswert.

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strangelet

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Bewertung7.0Sehenswert

Irgendwie hat James McAvoys angeblich so brillante Schauspielerei keine Wirkung auf mich, und Joe Wright spielt mir eigentlich zu viel mit der Kamera und dem Licht und anderem Formalkram herum, aber abgesehen davon ist das ein recht ordentliches Drama ohne Kitsch und mit schönen Bildern.

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vanilla

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Wie alt muss man sein, um zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können?"

Dieses Zitat beschreibt wohl diesen Film am Besten.

Jeder Mensch macht Fehler.
Große Fehler, kleine Fehler.
Leichtsinnige Fehler, zufällige Fehler und konstruierte Fehler.
Fehler die man wieder gut machen kann und Fehler die einen bis ins Grab verfolgen.
Denn durch einen Fehler kann das Leben mehrerer Menschen sich grundsätzlich Verändern und das nicht unbedingt zum Besseren.

Sehr emotionaler und auch trauriger Film, der zu Beginn mit seinen Zeitsprüngen und Perspektivwechseln sehr interessant und spannend erzählt wird.
Bis zum Schluss verfolgt man gebannt die Liebesgeschichte, die vielleicht zu den einfühlsamsten der Filmgeschichte eingehen wird.
Tolle und glaubwürdige Darsteller lassen den Zuschauer das Gesehene noch besser verstehen und mitfühlen.
Für alle die ein schönes und trauriges Drama sehen möchten, ist dieser Film prädestiniert.

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christoph-m

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Rahmenhandlung ist halt Käse - aber verschmerzbar kurz. Die Binnenhandlung ist schon ziemlich intensiv und gewaltig an Impression und Emotion.

Allein aufgrund der Plansequenz an der Küste ein Meisterwerk.

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Moe Szyslak

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Bewertung7.5Sehenswert

Hab den bisher immer gemieden, weil mich der Titel immer abgeschreckt hat (der hat sowas uneinladendes irgendwie), aber jetzt habe ich ihn dann doch endlich mal geschaut. Und ich muss sagen, dass er mir über weite Phasen wirklich sehr gut gefallen hat. Vor allem das erste Drittel fand ich klasse, das war total unterhaltsam und temporeich inszeniert. Und auch sehr verwirrend mit diesen Zeitsprüngen und den verschiedenen Sichtweisen von Ereignissen, die je nach Auge des Betrachters so passiert sein könnten, sind, oder auch nicht. Das genau ist es dann auch, was das ganze Drama letztendlich zum Laufen bringt. Ein Missverständnis, eine Dummheit, ein Zufall, ein falsches Wort und schon greifen wilde Fantasien, Gerüchte und Eifersuchtsanfälle um sich. Also der Auftakt hat mir wirklich sehr gut gefallen. Dazu noch erstklassige Ausstattung, Bilder und Score (klasse, wie man hier diese Schreibmaschinenanschläge mit eingeflochten hat). Nach diesem starken Auftakt gabs dann einen Bruch in der Handlung und man wurde direkt in die Wirren des Zweiten Weltkrieg verfrachtet. Wieder starke Bilder, die die harten und bitteren Szenen sehr gut unterstrichen haben. Allerdings war das Ganze dann aber auch zu melodramatisch inszeniert für meinen Geschmack und durch einen abermaligen Zeitsprung noch ein paar Jahre weiter wirkt das Ende mitsamt seiner bitteren Wahrheit dann auf mich nicht so heftig und berührend wie es hätte sein können, wenn man es anders aufgezogen hätte. Nichtsdestotrotz ein sehr guter Streifen der mit einem klasse Spiel seiner Akteure punkten kann. Auf der Seite der Damen überzeugt neben der hervorragenden Keira Knightley vor allem Saoirse Ronan mit ihrer biestigen Art. Und auf der männlichen Seite ist er James McAvoy mit seinem intensiven Spiel. Mittendrin tummelt sich noch Benedict Cumberbatch als arroganter Fatzke mit lächerlichem Schnurrbart und widerlichem Grinsen.

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Sommergirl

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Hier sieht man, dass Cumberbatch mehr drauf hat, ich mag ihn sehr, aber hier fand ich ihn richtig unsympathisch und das sollte die Rolle ja auch....


aleandra22

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hasse zwar Keira Knightley- liebe aber Saoirse Ronan und der Film war echt nett, auch wenn es im Endeffekt nichts anderes als die britische Version von "Mathilde- Eine große Liebe" war.

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*frenzy_punk<3

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Bewertung5.0Geht so

„Atonement“ – das zähe Meisterwerk

„Atonement“, solides Drama, das sich durch gedehnte Handlungsflauten leider nicht ganz entfalten kann.

„Atonement“ basiert auf Ian McEwans gleichnamigen Roman, welcher 2001 erschien und von der Wochenzeitung die Zeit als „tiefenpsychologisches Meisterwerk“ betitelt wurde. McEwan beschrieb in seinem Roman, wie die Liebe und das Leben zweier Menschen durch ein katastrophales Missverständnis für immer zerstört wird. Außerdem durchläuft sein Hauptcharakter emotionale Auseinandersetzungen, wird von Schuldgefühlen zerfressen und bettelt um Vergebung. In „Atonement“ bezichtigt die kleine Briony den jungen Robbie Turner unschuldig eines schweren Verbrechens, sodass dieser für lange Zeit ins Gefängnis muss. Diese Anklage zerstört die Liebe zwischen ihm und Brionys älterer Schwester Cecilia für immer.

Joe Wright wagte sich an den schweren Stoff heran, schuf meiner Meinung nach aber nicht das Meisterwerk, das alle anderen immer darin sehen. Anfänglich gestaltet er die Kulissen mit eindrucksvollen Bildern, fantastischen Perspektiven und angenehmen Lichteinfällen. Die Darsteller jedoch wirken steif, die Handlung wirkt aufgesetzt. Zwar kann „Atonement“ mit Keira Knightley („Anna Karenina“), James McAvoy („Penelope“) und Saiorse Ronin („Hanna“) mit einer Top-Besetzung prahlen, doch schaffen auch sie nicht, die gewollte Emotion in das Drama zu bringen. Das Gespür für eine Liebe, die Leidenschaftlich und eng verbunden ist, sich aber niemals wirklich entfalten kann kommt bei mir leider nicht wirklich an. Auch die aufzehrende Schuld der jungen Briony fruchtet nicht wirklich. Der ganze Film schleppt sich so dahin. Zwar ist eine gewisse Ruhe optimal für dieses Genre, doch kommt mir Wrights Werk immer etwas zäh vor. Für die Filmmusik kann ich mich leider auch nur kläglich begeistern, klingt sie doch fast wie aus „Pride and Prejudice“ herausgenommen. Bei der ersten Sichtung fand ich die Schreibmaschine, die in den Sound mit einfließt originell, leider verfiel auch ihre Wirkung.

Fazit:
„Atonement“ wirkt von außen her brillant, die Optik ist spitze, der Cast ist herausragend und die Story klingt viel versprechend. Auf der einen Seite schafft Wright es, den Zuschauer zu schockieren, auf der anderen geht die Geschichte aber nicht so sehr ins Mark wie sie sollte.

„Atonement“, zähes Drama, das den Titel ‚Meisterwerk’ knapp verfehlt.

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Franzii

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film gehört nur aus einem Grund nicht meinen Lieblingsfilmen; ich würde mich verpflichtet fühlen, ihn mir immer wieder anzuschauen und das würde mein Herz auf Dauer niemals verkraften.
Top Film, hat mich wirklich zutiefst bewegt. ♥

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KonTaicho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach der ersten halben Stunde war ich mir sicher, dass ich ein Kommentar verfassen muss, in dem ich das blonde Mädchen als "nervende intrigante Schnepfe" beleidigen und "Abbitte" eine unterdurchschnittliche Bewertung verpassen würde.
Ich sollte mich getäuscht haben.
Denn "Abbitte" ist groß. "Abbitte" ist mächtig. Bilder sind mächtig. Bilder haben Macht.
Bilder haben DIE Macht. DIESE Bilder haben die Macht, unsägliche Trauer und Leid, Verzweiflung und Überdruss in die Augen des Zuschauers zu brennen wie glühendes Eisen in Fleisch.
Das Büro.
Die Mädchen.
Die Küste.
Der Franzose.
Die Frau.
Und ein Ende, welches den Betrachter aufgrund seiner Ehrlichkeit und Unerbittlichkeit in einem schieren Trauma aus widersprüchlichen Gefühlsfetzen zurücklässt.

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elmnope

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Bewertung7.5Sehenswert

Stärken und Schwächen halten sich bei diesem Film ziemlich die Waage, angefangen bei der hervorragend spielenden Ronan, die im Mittelteil leider durch das schauspielerisch schwächste Glied im Film ersetzt wird, was die Figur Brionys auch irgendwie im Gesamten schwächt. Daneben sticht vor allem die markante Filmmusik positiv hervor, treibt sie die Ereignisse doch stetig voran. Dennoch leidet "Abbitte" vor allem an seinem hapernden Erzählfluss- der Sommertag, die Kriegsgeschehnisse- alles für sich ist stimmig und gut umgesetzt, ergiebt aber leider kein ordentliches Gesamtbild. Und auf einmal ist das Ende da und bevor man überhaupt darüber nachdenken kann, ist der Film schon wieder vorbei. Das wird vor allem der absolut großartigen Romanvorlage, die sich viel intensiver mit der Frage nach Brionys Schuld (und gerade dadurch liegt das Niveau von Abbitte doch weit über dem gängiger Liebes-Schmonzetten) befasst, nicht gerecht.

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brainchild

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Bewertung7.5Sehenswert

Aufgrund von Plot und Setting beziehungsweise der sich daraus ergebenden Melodramatik leider mit deutlichen Längen, dafür entschädigen aber der wundervolle Score und eine Plansequenz, die sich hoffentlich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt hat. Das Ende ist dann schlichtweg grandios.

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Sommergirl

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Ich hasste diese Szene mit den Pferden, ich hätte am liebsten eingegriffen, es tat meinem tierliebenden Herz richtig weh!


brainchild

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Klingt zwar krass, aber die Szene ist dazu da dir weh zu tun. Nur so fühlt man auch wirklich, welches Leid im Krieg geherrscht hat und wie schlecht es dem Protagonisten auf einmal ging, gerade im Vergleich zu den glücklichen Szenen am Anfang. Und solange die Pferde nicht wirklich umgebracht werden.. ;)



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