[...] Überraschungen gibt es hier nicht zu bestaunen, auch die Geschichte ist nicht wirklich mitreißend. Das mag, wie oben angedeutet, an der permanenten Überfütterung des Publikums mit jenen Geschichten liegen, die Tränenrührigkeit auf ihre Fahnen geschrieben haben. [...]
[...] Spätestens hier jedoch – zuvor war "Atonement" zwar geschickt, aber auch recht belanglos – bricht der Film ein. Der große Krieg nach dem kleinen Liebesdrama überfordert Wright, das übersteigt die Fähigkeit des Films, wirkt fremd, nicht gekonnt und zusehends langatmig. Es fällt schwer der bis dato zweigeteilten Romanze zu folgen, weder wurde McAvoys Figur ausreichend Raum zugesprochen, als diese gleich die Hauptlast der Erzählung zu tragen vermag, noch können die parallel eingestreuten Herzschmerzblicke der Knightley für nachvollziehbare Herbstromantik sorgen. Ganz deutlich pendelt der Film hier im nirgendwo, weiß offenbar nicht wohin die Reise gehen soll und bleibt aufgrund seiner blassen Charaktere und dem kaum entwickelten Figurendreieck Briony-Cecilia-Robbie ohne Belang – trotz vielen hübschen inszenatorischen Einfällen, beispielsweise der immer wieder unterschiedlichen Variation des Schreibmaschinentippens, simuliert mal als Geräusch eines Zuges, dann wieder als anknipsende Lampen eines langen Flurs. [...]
Bestseller-Verfilmungen sind oft so eine Sache. Beim Lesen taucht der Rezipient ein in eine niedergeschriebene Welt, erschafft sich sein eigenes Universum auf Grundlage einer spezifischen, mit der Umwelt korrelierenden Figurenkonstellation. Dieses Universum, ein individuelles Bollwerk, kann durch eine filmische Umsetzung eigentlich nur zerstört werden, denn jeder liest ein Buch mit anderen Augen, findet unterschiedliche Interpretierungsansätze. Trotzdem gibt es immer wieder Filmemacher, denen das Kunststück gelingt, in ihren Adaptionen die größtmögliche Schnittmenge zu vereinigen. Einer von ihnen ist der erst 36-jährige britische Regisseur Joe Wright, der schon 2005 Fans und Kritiker gleichermaßen mit seiner Verfilmung von Jane Austens Klassiker Stolz Und Vorurteil begeisterte. Im letzten Jahr nahm er sich Ian McEwans Roman Abbitte vor, eine Geschichte, in der ein Moment, eine falsche Aussage eines Mädchens im Jahr 1935 das Leben mehrerer Charaktere nachhaltig und schlagartig verändert, wieder mit Keira Knightley in der Hauptrolle. Eine gute Entscheidung, betrachtet man allein die 7 Oscar-Nominierungen, unter anderem für den Besten Film.
James Mc Avoy, der schon in Last King of Scotland eine beeindruckende Performance ablieferte, ist perfekt besetzt. Keira Knightley ist süß wie immer. Erstklassig besetzt sind auch die Nebenrollen - dabei sind es gar nicht mal die großen Namen wie Vanessa Redgrave, auch die Besetzung der Kinder-Rollen ist on spot.
Regisseur Joe Wright erzählt die Geschichte in beeindruckend schönen Bilder zwischen englischer Landschaft und Kriegschaos in Dünkirchen, wundervoll arrangiert und mit beeindruckender Kameraarbeit eingefangen.
Abbitte – und das ist nichts Verwerfliches – liefert genau das, was man sich von ihm erwarten durfte: Schauspielerische Glanzleistungen und eine große, tragische Liebesgeschichte vor der Kulisse des Weltkriegsgeschehens. Mit seiner zeitlich verschachtelten Struktur, seinem Vor- und Zurückspringen in der Chronologie der Ereignisse, wartet auch die Erzählstruktur immer wieder mit interessanten Brüchen und Lücken auf, die entweder nachträglich gefüllt oder zu Gänze frei gelassen werden.
Die Stärke von Atonement liegt auf dem ersten Teil, der von den Gefühls-Wirren an einem heißen Sommertag erzählt. Leider gibt es einen erzählerischen (und qualitativen) Bruch mit Beginn der Kriegsschilderungen. Eine technische Besonderheit jedoch: die Steadicam-Einstellung von ca. fünf Minuten am Strand von Dünkirchen - sehenswert.
Hätt ichs doch lieber gelassen. Für mich nämlich mit Abstand die größte Enttäuschung 2007. Avery spielt solide, Knightley bleibt Knightley. Bauern die versuchen elegant zu wirken bleiben Bauern. Und sie ist eben - Sie. Die vermag die wenigen dominierenden Szenen nicht zu tragen. Die Frau eine Charakterdarstellerin zu nennen, verhöhnt im Gleichen Augenblick Schauspielerinnen wie Cate Blanchett oder Kate Winslet. Die schleppende, trockene, überlange Erzählung im Malen-Nach-Zahlen-Format nervt tierisch, ebenso die ständigen AHA-Zeitsprünge. ATONEMENT ist aber vor allem eines: lang. zu lang. Hat man sich dennoch zum fulminanten Finale durchgequält, bleibt als Wehrmutstropfen wenigstens dieses. Hier ist der Film endlich einmal ehrlich, nämlich kitschig seines Kitsches wegen. Sonst gefallen ein paar Einzelszenen, das Gesamtwerk war jedoch nun wirklich alles andere als gelungen. Hier stinkt es nach Mittelmaß.
Ungefähr zwei Stunden lang denke ich mir: Ja, so kann Arthaus-Kino meinetwegen ruhig sein, so mag ich es, so finde ich seine Kompetenzen in eine Richtung gewandt, die mir Freude statt Ekel bereitet. Atonement ist nämlich ungefähr zwei Stunden lang ein hochkünstliches Pointen-Melodram nach Zahlen, ein gut geöltes Glockenspiel, ein offengelegtes Uhrwerk ohne Mehrdeutigkeiten, aber mit lauter, allerlautester Orgelmusik ... Doch leider folgt dann eine narrative Umrahmung, die den Film ...
Ich hätte es nicht gedacht, aber dieser Film ist tatsächlich ein Volltreffer. Vor allem die Bilder beeindrucken dank der überirdischen Kameraführung, dazu die schöne Musik, gute Darsteller, sequenzweise wirklich großes Kino. Ich hatte eine große Schnulze erwartet, aber gefühlsduselig fand ich das ganze letztlich erfreulich wenig. Das ist natürlich der wunderbar unkonventionellen Inszenierung zu verdanken, die mit reichlich innovativen Ideen aufwartet. Klarer Oscar-Kandidat für Regie, Kamera, Musik (und wohl James McAvoy).
Nach „Stolz und Vorurteil“ arbeiten Regisseur Joe Wright und Schauspielerin Keira Knightley erneut bei einer historischen Romanverfilmung zusammen. Wright und sein Kameramann Seamus McGarvey finden dabei jederzeit die richtigen, die jeweilige Stimmung perfekt widerspiegelnden Bilder. Dabei erschaffen sie auch einige lange und ungeschnittene, ebenso bewegte wie bewegende Sequenzen von durchdringender Wirkung und empfehlen sich so en passant für eine Oscar-Nominierung in ihrer jeweiligen Fachrichtung. Dazu kommen noch die einmal mehr beeindruckenden Leistungen vor der Kamera, dargeboten von Knightley und McAvoy. Dies alles kann jedoch nie ganz darüber hinweg täuschen, dass dieses zwar clever strukturierte und erzählte, letztlich aber reichlich gefühlsduselige Melodram über die große Liebe eines Lebens sich ein wenig mühsam über seine zweistündige Laufzeit schleppt.
Ich muss sagen: "Abbitte" hat mich umgehauen! Der Film wird dem Buch vollkommen gerecht und die beiden Hauptdarsteller sind sehr gut ausgewählt. Vor allem James McAvoy hat wieder einmal bewiesen, was für ein grandioser Schauspieler er ist! Die Handlung verläuft alles andere als schleppend und man ist sehr gebannt. Die Bilder sind sehr, sehr schön, am Anfang des Filmes verspielt und warmherzig, während des Krieges sehr düster und beeindruckend. Vor allem die Szene in Dünkirchen ist beeindruckend.
FAZIT: Ein sinnlicher Film mit traurigem Ende, wo beim ein oder anderen schon mal die Tränen kullern. Auf jeden Fall sehenswert und absolut TOP!
,,Abbitte" ist meiner Meinung nach einer der besten britischen Filme. Der Film ist wundervoll, die Besetzung (Keira Knightley, James McAvoy, Saoirse Ronan, Vanessa Redgrave) ist perfekt und der harmonierende Soundtrack (Dario Marianelli) ebenfalls.
Der Regisseur Joe Wright hat bereits mit ,,Stolz und Vorurteil" eine sehr schöne Verfilmung des Romans von Jane Austen erreicht und ich finde ,,Abbitte" steht dem Film in nichts nach. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanverfilmungen ist er nämlich eindeutig gelungen (vielleicht sogar besser als das Buch selbst). Der Roman von Ian McEwan ist übrigens auch zu empfehlen.
Der Film ist wirklich etwas für Freunde des Dramas, weniger etwas für Actionfilme-Fans, und zeigt, wie ein 13-jähriges Mädchen das Leben zweier Liebender derartig verändern kann.
Die Kulisse ist sehr originalgetreu und den Zuschauer erwarten unvergessliche Szenen. Da wäre beispielsweise die Beobachtung Brionys während man das Tippen der Schreibmaschine hört oder die Liebesszene in der Bibliothek. Aber auch die Bilder aus dem Krieg beeindrucken.
Das Ende ist traurig und das ist ernst gemeint, denn dieser Film ist alles andere als kitschig und oberflächlich.
"I wouldn't necessarily believe everything Briony tells you. She's rather fanciful."
C-C-C-Combobreaker! Nach all den (knall)roten Wertungen hier schäme ich mich ja fast, dass mich der Film nicht so sehr gepackt hat, aber nun ja - einer muss eben der Buhmann sein. Das bin dann an der Stelle wohl ich. Dabei fing alles so gut an: die knapp ersten 40 Minuten trumpft ATONEMENT so ziemlich in allen Belangen voll auf. Das Szenenbild? Grandios. Die Farben? Zum Verlieben. Die Charaktere? Alle großartig verkörpert. Ja, sogar die Keira, die ich sonst meide wie der Teufel das Weihwasser, kann mich begeistern. Mit McAvoy steht ihr ein ansehnlicher Partner gegenüber und die grandiose Saoirse "Hanna" Ronan bekam zu Recht eine Oscar-Nominierung. So sehr habe ich lange keinen Charakter mehr gehasst, wie der ihrer 13jährigen Briony und gleichzeitig ist mir seit THE NOTEBOOK kein Leinwandpaar mehr unterkommen, das mich so berührt hat wie das von McAvoy und Keira verkörperte Pärchen. Hier knistert nicht nur die Luft, sondern auch mein Herz und mein Auge. Auch sonst passt alles zusammen: die Liebesgeschichte kommt sanft in Fahrt, wirkt nicht zu kitschig. Vor allem das Perspektivenspiel mit der gleichen Szene aus verschiedenen Sichtweisen hat es mir angetan - ich war zu Beginn skeptisch, was mich hier erwartet aber genau an diesen Stellen hatte mich der Film voll gepackt. Bis dato schwirrte mir eine knallrote Wertung im Kopf, wenn ... ja. Wenn.
Wenn es da nicht noch eine zweite Filmhälfte geben würde. Denn kaum geht McAvoy in den Krieg, scheint es, als wäre Regisseur Joe Wright hoffnungslos überfordert. Er verliert sich in selbstverliebte Szenenbilder mit endlos langen Cuts, tollen aber unsinnigen Kamerafahrten (Ankunft am Strand) und verliert dabei seine Figuren komplett aus den Augen. Binnen weniger Sekunden ist mir das Schicksal von McAvoy, Knightley und Ronan so dermaßen scheissegal, dass ich mich sichtlich durch die ermüdenden und strunzblöden Filmminuten quäle, die unbedingt auf Gedeih und Verderb mein Hosenbein mit erzwungenem Arthouse-Feeling vollpissen wollen. Spätestens als McAvoy vor dem französischen schwarzweiß Film desillusioniert umher wackelt, wollte ich vor vorhersehbarer Schmach in den Boden versinken, wenn mich die Arthouse-Brechstange nicht schon knietief eingeprügelt hätte. Die Rechnung geht einfacht nicht auf. Alles, was das Drama zu Beginn von seinen Mitbewerbern abgehoben hat, all die intelligente Kamera- und Storyarbeit, das Spiel mit den Perspektiven; all das wird über Bord geworfen und durch pure, austauschbare Belanglosigkeit ersetzt. Zwar wird versucht, mit Zeitsprüngen und fiktivem Zeitgeschehen noch einmal so etwas wie intelligentes Storytelling vorzugaukeln, aber an der Stelle hatte ich schon das Spiel durchschaut und pendelte mit den Augen zwischen der Anzeige der Rest-Minuten-Anzeige und dem uninteressanten Mumpitz auf dem Bildschirm.
Erst das Ende, das dann noch einmal vorhersehbar erzwungen auf die Tränendrüse drückt und endlich mal wieder Platz für die Charaktere einräumt, konnte mich dann wieder zum Film zurück holen - nur war's dann schon zu spät. Auch wenn hier mein Herz noch einmal kurz etwas verbittert schlug, waren mir die am Anfang lieb gewonnenen Charaktere zu sehr in die Ferne gerückt, als dass mir ihr Schicksal in irgend einer Weise noch etwas bedeutet hätte. Schade. Das hätte nach THE NOTEBOOK mal wieder ein Film sein können, der mir das ein oder andere Tränchen entlockt. Aber nur dann, wenn im missglückten Mittelteil nicht sämtliche Charakterisierungen einfach mit Füßen getreten und den Abfluss hinunter gespült worden wären. So bleibt ein unbefriedigend "schwach"er Film, der mehr als "ausgezeichnet" beginnt, aber nach knapp einem Drittel der Spielzeit nur noch "ärgerlich" ist und einfach nur langweilt, weil sich der Regisseur viel mehr auf belanglose Bilder und Kamerfahrten verlässt, als auf sein starkes und lieb gewonnenes Darsteller-Ensemble. Schade. Sehr schade.
Wenn zwei Menschen sich lieben,aber leider aus verschiedenen gründen werden sie ihre Liebe nie Ausleben können,dann ist das schon ziemlich dragisch,das ist der grobe Inhalt von "Abbitte" und Abbitte ist ein zu tiefst trauriges aber auch geniales Filmdrama.
In "Atonement" holt John Wright weit aus und packt die wahrscheinlich meist möglich gewesenen Emotionen in diese ohnehin schon zutiefst dramatische Geschichte. Und das macht er auch gut so! Denn dank brillanter Kulisse, interessanter Erzählung, starken Bildern, gut harmonierenden Schauspielern und vor allem (!) einem unvergesslichen Score wird hier ein Liebesfilm mit Kriegs und Krimi-Elementen in sensationellster Weise auf die Bühne gebracht, wessen Gefühl für bewegende und erschütternde Momente den Zuschauer von Anfang bis Ende begleiten und dann schließlich noch nach dem Film.
hat mich jetzt nicht gefesselt. Mir hat die Handlung zwischen den Personen gefehlt, stattdessen wurde von den 3 Hauptdarstellern dessen halbe Lebensgeschichte erzählt. Erst am Schluss des Filmes trafen sie wieder aufeinander um das Problem zu lösen. WAR EINFACH NICHT MEINS.
natürlich hab ich ihn ganz gesehen. Ja ok, hast schon auch recht. Cecilia & Robbie haben sich während des Krieges gesehen aber dennoch wurde das Problem unter den 3 nie genau herrausgearbeitet. Ok, man hat schon erfahren weswegen und so... mich hat es einfach gestört.
Die Bitte um Vergebung, der unerbittliche Wunsch Unverzeihliches wieder gut zu machen, das Ringen mit den eigenen Schuldgefühlen, wie muss sich das anfühlen? Genau so wie 'Abbitte' es darstellt. Der Unschuldige und die Schuldige, beide durchleben apokalyptische Zustände und durchqueren die Hölle, aufgrund der Entscheidung eines kleinen Mädchen, das es hätte besser wissen müssen. Wer nah am Wasser gebaut ist, sollte sich mit Taschentücher bewaffnen.
Die zentrale Frage des Filmes stellt James McAvoy im Laufe der Geschichte selbst: "Wie alt muss man sein, um zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können?" Dabei brilliert vor allem Saoirse Ronan mit ihren strahlend blauen Augen in ihrer ersten größeren Rolle. McAvoy gelingt es mit seiner wunderbaren Performance sogar Keira Knightley mit nach oben zu ziehen, so dass sie mich in diesem Film in keinem Moment nervt, sondern ihrer Figur tatsächlich Leben verleiht. Da ich Dramen normalerweise eher weniger mag und nach 'Stolz und Vorurteil' eher enttäuscht war, erwartete ich von 'Abbitte' nicht mehr viel. Zum Glück konnte der Film den verdorbenen Geschmack mehr als wett machen, denn es werden schnell ernste Töne angeschlagen und so sieht man sich als Zuschauer mit den Themen Liebe, Eifersucht, Krieg, Vertrauen und Reue konfrontiert. Das Ende hat mich dann kalt erwischt, denn mit solch einer Plot-Auflösung hätte ich nicht gerechnet.
Vorneweg: Dieser Film ist eine Romanverfilmung von Ian McEwan.
Abbitte hat mich schlichtweg umgehauen, da er ganz andere Wege geht, als zunächst angenommen - besonders in der zweiten Filmhälfte. Ich hätte ähnliches erwartet wie in "Stolz & Vorurteil", der ja im übrigen vom selben Regisseur Joe Wright ist und als Darstellerin auch Keira Knightley mit an Bord hatte: Ein interessantes Familienporträt mit einer zugegebenermaßen doch recht interessanten Liebesgeschichte - aber nicht mehr. Doch Abbitte hat viel mehr als das.
Hier geht es um Robbie Turner (James McAvoy), dem im Jahre 1935 auf einem englischen Landsitz vorgeworfen wird, eine Vergewaltigung begangen zu haben. Er selbst hatte zuvor ein Liebesverhältnis mit Cecilia (Keira Knightley) und wird ins Gefängnis gesteckt, nach Aussage von Briony (Saoirse Ronan), die Robbie bei der Vergewaltigung gesehen habe. Robbie wird freigestellt, ob er im Gefängnis bleiben oder in den Krieg für die britische Armee ziehen wolle. Er beschließt letzteres. Anschließend entsteht eine unfassbar tragische und bemitleidenswerte Beziehung der beiden, die ich so in einem Film noch nicht gesehen habe. Hinzu kommt noch, dass "Abbitte" eine absolut schonungslose und dramatische Auflösung zu bieten hat. Ich blieb noch sehr lange während der Abspannphase sitzen, weil ich wirklich geflasht war.
Joe Wright schafft es, intensive und grandios gefilmte Bilderfluten auf den Zuschauer loszulassen. Die Szenen haben allesamt einen Überstrahlungseffekt aufzuweisen. Als Stilmittel äußerst interessant, da sie dem Film einen tollen Gegensatz zur eigentlich hoffnungslosen Materie geben (etwa als Robbie als Soldat die Mohnfelder durchläuft). "Abbitte" arbeitet auch mit einigen Flashbacks, die sorgsam eingebunden wurden und ihren Zweck erfüllen.
Was dieses Drama immens aufwertet, ist die wirklich toll komponierte Filmmusik von Dario Marianelli. Sie schafft es, das auszudrücken, was die Charaktere fühlen: einerseits Hoffnung, andererseits Aussichtslosigkeit. Zurecht gab es hier einen Oscar.
Insgesamt hatte ich dreimal 'ne dicke Gänsepelle gehabt (als Robbie dem Bus nachläuft, die gesamte Dünkirchenszene, welche ca. 5 Min. ohne Schnitt auskommt und die finale Auflösungs- samt Schlussszene). Hervorragend eingefangen sind aber auch jene Szenen, in denen Cecilia am Strand sitzt oder Robbie halluziniert.
Die darstellerischen Leistungen sind sehr gelungen, wobei mir James McAvoys Robbie, mit all seinen leidvollen Augenblicken, am besten gefiel.
Ein Film, der erschüttert, durch Mark und Bein geht und einfach nur fasziniert. Darüber hinaus aber auch zeigt, wie sinnlos der Krieg ist.
"Wie alt muss man sein, um zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können?"
Mit Romantik habe ich nicht viel am Hut und trotzdem konnte ich nicht umhin als Briony für das zu verachten was sie getan hat. Sei es aus Unerfahrenheit, Versehen oder Eifersucht. Niemand verdient es dass man ihm so seiner Perspektive, seiner so greifbaren Realität beraubt. Reichen Kriege und Krankheit nicht aus um Schicksale der Menschen zu unwiderruflich zu besiegeln? Müssen auch andere sich gegenseitig solch Schmerz und Leid bescheren?
Die Reue die, die junge Briony plagte konnte mich nicht wirklich besänftigen. Kann ich ihre Taten nachvollziehen? Überhaupt nicht. Und doch galten einige meiner Tränen ihr und ihrem wissenden Gefühl so viel Unheil angerichtet zu haben.
Manch einer würde behaupten, der Film wäre in seiner Geschichte voraussehbar. Doch ich meine, das wirft den Film keineswegs zurück. Wright wusste wie er seinen Job zu machen hatte und es hat unheimlichen Spaß gemacht den Rückblenden zuzusehen.Der Film war in seiner Ehrlichkeit so mitreißend und wusste mit seinen in Bildern eingefangenen Schicksalen und Kulissen zu überwältigen. Die Filmmusik bleibt mir auch ganz sicher in Erinnerung. Seine Darsteller mussten sich nicht hinter der Geschichte verstecken. Ein wirklich jeder der Drei Hauptdarsteller lieferte eine perfekte Leistung.
Eigentlich wollte Robbie Turner (James McAvoy) Medizin studieren, Arzt werden, sich liebevoll um seine Mutter kümmern und seiner Liebe Cecilia (Keira Knightley) widmen.
Doch leider gibt es da noch Cecilias kleine Schwester Briony (Saoirse Ronan), die mit kindischem Leichtsinn und Unbekümmertheit das Leben der beiden Liebenden zerstört.
Mit "Abbitte" hat Joe Wright ein bewegendes Drama um Eifersucht, Reue und wahrer Liebe geschaffen. Nachdem im ersten Teil des Films die Romanzen und Intrigen in heimischer Umgebung hervorragend inszeniert wurden und auch durch die talentierte Saoirse Ronan an Unterhaltung gewann, so lies der zweite Teil an Qualität etwas zu wünschen übrig. Phasenweise trägt Wright zu dick auf, spielt mit der Zeit und mit Wirklichkeit und Unwirklichkeit, vergisst aber dabei seinen Figuren weiterhin Tiefe zu verleihen.
Was ist denn mit dem gestraften Robbie? Ist da wirklich nur Liebe und Sehnsucht? Wo ist die Wut, wo ist der Hass? Und dann als man denkt, dass nun wirklich der Konflikt beginnt in neue Bahnen zu gleiten, kommt der Cut. Wir befinden uns wieder in einer anderen Zeit und ehe ich mich versah, war der Film schon vorbei.
Dennoch ist "Abbitte" für mich eine starke Literaturverfilmung mit guten Ansätzen, deren riesiges Potential teilweise leider ungenutzt blieb. Schade eigentlich, denn es hatte ja so gut begonnen.
Von der Tochter überredet haben wir einen eher sehr durchschnittlichen mit scheinbar schönen Bildern blendenden Film gesehen, der im ersten Teil mit der kindlich-pubertären, eifersüchtigen und voyeuristischen kleinen Schwester viel mehr verspricht, als er dann hält.
Ich hatte keine besonders hohen Erwartungen an diesen Film, da ich mich vorher nicht näher über ihn informiert hatte und Cover und Titel meines Erachtens nicht übermäßig viel aussagen. Umso mehr war ich dann überrascht und erfreut, dass ich hier ein herausragend gefilmtes, berührendes und mitreißendes kleines Meisterwerk genießen durfte.
"Atonement" ist ein großartiger Film, der eine fesselnde Geschichte darüber erzählt, wie aus kleinen Missverständnissen große Tragik entstehen kann. Die Schauspieler liefern Höchstleistungen ab und der Film punktet mit einer perfekten Kameraführung, einem grandiosen Soundtrack und ist optisch extrem eindrucksvoll gestaltet, bietet er doch mit der beeindruckenden Szene am Strand von Dünkirchen eine der absolut besten Plansequenzen, die ich jemals gesehen habe. Ganz großes Kino!
Zu Anfang muss ich zugeben: Ich bin ein großer großer Joe Wright Fan. Und außerdem habe ich das Buch gelesen auf dem dieser Film basiert. Ich hatte also sehr große Erwartungen an "Atonement". Ich muss zu meinem Erstaunen sagen, dass sie sich voll und ganz erfüllt haben. Ich finde all die perfekten Eigenarten und Details der Welt aus Brionys Sicht, die Ian McEwan so gekonnt formulieren konnte, genauso in Wrights Umsetzung wieder. Miss Ronan beweist großes Talent in ihrer Verkörperung der jungen unwissenden "Sünderin" und Keira Knightley, die ja anscheinend mittlerweile zu Whrights Dauerstab gehört (und wirklich zu dünn ist), macht ihre Sache ebenfalls sehr gut. An den anderen schauspielerischen Leistungen gibt es auch nichts zu bemängeln.
Kamerarbeit, Licht, Dramaturgie und Regie ist also ein Lob auszusprechen.
Kommen wir zu den Minuspunkten, die "Atonement" kein Herausragend bescheren können: Der Soundtrack. Hochgelobt und eigentlich schön überlegt.. nervt er mich einfach. Klar, das Schreibmaschinengetippe ist wichtig für die Story aber muss es immer und immer im Hintergrund zu hören sein? Man hat das Gefühl das es eigentlich um einen Wettlauf gegen die Zeit geht, denn das Schreibmaschinentippen verläuft schnell zu einem Uhrticken. Zur Story: Das die erste Hälfte des Films die Bessere ist, ist mir auch aufgefallen. Das ich dies aber nicht negativ beurteile liegt daran, dass es mir während der Lektüre ebenfalls so geht. Die Schilderung aus Sicht des Kindes ist perfekt und detailreich niedergeschrieben, da kann die zweite Hälfte einfach nicht gegenhalten. Man wünscht sich, das gesamte Buch möge in Brionys Kindheit spielen und am besten allein von ihr erzählt werden. Aber so ist es nunmal nicht, Briony darf kein Kind bleiben, Briony muss erwachsen werden und damit muss die Schönheit der Realität weichen. Genauso ist es im Film.
Das überraschende Ende, welches mich viele Tränen gekostet hat, die Leidensgeschichte von Briony,
die im Laufe des Films einen immer mehr berührt, und die traurige und verzweifelte Stimmung,
die die ganze Zeit über in diesem Film herrscht, haben mich dazu verleitet,
ihn mit einer 10 zu bewerten.
Nach diesem Film wurde mir erst bewusst, was für eine Auswirkung eine falsche Entscheidung haben kann...
Abbitte - Kritik
GB 2007 Laufzeit 123 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 08.11.2007
Kritiken (12) — Film: Abbitte
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Überraschungen gibt es hier nicht zu bestaunen, auch die Geschichte ist nicht wirklich mitreißend. Das mag, wie oben angedeutet, an der permanenten Überfütterung des Publikums mit jenen Geschichten liegen, die Tränenrührigkeit auf ihre Fahnen geschrieben haben. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
christoph-m 2010/11/13 19:50:50
Antwort löschen???
Alle 3 Antworten zeigen
Avantgarde83 2011/01/06 21:35:05
Antwort löschenallein die visuellen Eindrücke und astrein aufeinander abgestimmten Farbkompositionen geben mehr als 3 Punkte. Hast du den mit Augen zu geguckt? ;)
LuckyPunk 2011/02/10 23:34:17
Antwort löschenAllein das Ende ist für jeden, der die Romanvorlage kennt, eine totale Überraschung!
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Spätestens hier jedoch – zuvor war "Atonement" zwar geschickt, aber auch recht belanglos – bricht der Film ein. Der große Krieg nach dem kleinen Liebesdrama überfordert Wright, das übersteigt die Fähigkeit des Films, wirkt fremd, nicht gekonnt und zusehends langatmig. Es fällt schwer der bis dato zweigeteilten Romanze zu folgen, weder wurde McAvoys Figur ausreichend Raum zugesprochen, als diese gleich die Hauptlast der Erzählung zu tragen vermag, noch können die parallel eingestreuten Herzschmerzblicke der Knightley für nachvollziehbare Herbstromantik sorgen. Ganz deutlich pendelt der Film hier im nirgendwo, weiß offenbar nicht wohin die Reise gehen soll und bleibt aufgrund seiner blassen Charaktere und dem kaum entwickelten Figurendreieck Briony-Cecilia-Robbie ohne Belang – trotz vielen hübschen inszenatorischen Einfällen, beispielsweise der immer wieder unterschiedlichen Variation des Schreibmaschinentippens, simuliert mal als Geräusch eines Zuges, dann wieder als anknipsende Lampen eines langen Flurs. [...]
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998
Kommentar löschenDie erste Häfte inszeniert Joe Wright gekonnt, verarbeitet ökonomisch klug die Geschichte. Aber nach dem Sündenfall nimmt die Spannung rapide ab.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenMelodram mit guten Schauspielern. Die zeitlichen Sprünge in der Erzählung waren unglücklich, insbesondere der Teil des Weltkriegsgeschehens.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenBestseller-Verfilmungen sind oft so eine Sache. Beim Lesen taucht der Rezipient ein in eine niedergeschriebene Welt, erschafft sich sein eigenes Universum auf Grundlage einer spezifischen, mit der Umwelt korrelierenden Figurenkonstellation. Dieses Universum, ein individuelles Bollwerk, kann durch eine filmische Umsetzung eigentlich nur zerstört werden, denn jeder liest ein Buch mit anderen Augen, findet unterschiedliche Interpretierungsansätze. Trotzdem gibt es immer wieder Filmemacher, denen das Kunststück gelingt, in ihren Adaptionen die größtmögliche Schnittmenge zu vereinigen. Einer von ihnen ist der erst 36-jährige britische Regisseur Joe Wright, der schon 2005 Fans und Kritiker gleichermaßen mit seiner Verfilmung von Jane Austens Klassiker Stolz Und Vorurteil begeisterte. Im letzten Jahr nahm er sich Ian McEwans Roman Abbitte vor, eine Geschichte, in der ein Moment, eine falsche Aussage eines Mädchens im Jahr 1935 das Leben mehrerer Charaktere nachhaltig und schlagartig verändert, wieder mit Keira Knightley in der Hauptrolle. Eine gute Entscheidung, betrachtet man allein die 7 Oscar-Nominierungen, unter anderem für den Besten Film.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenJames Mc Avoy, der schon in Last King of Scotland eine beeindruckende Performance ablieferte, ist perfekt besetzt. Keira Knightley ist süß wie immer. Erstklassig besetzt sind auch die Nebenrollen - dabei sind es gar nicht mal die großen Namen wie Vanessa Redgrave, auch die Besetzung der Kinder-Rollen ist on spot.
Regisseur Joe Wright erzählt die Geschichte in beeindruckend schönen Bilder zwischen englischer Landschaft und Kriegschaos in Dünkirchen, wundervoll arrangiert und mit beeindruckender Kameraarbeit eingefangen.
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenAbbitte – und das ist nichts Verwerfliches – liefert genau das, was man sich von ihm erwarten durfte: Schauspielerische Glanzleistungen und eine große, tragische Liebesgeschichte vor der Kulisse des Weltkriegsgeschehens. Mit seiner zeitlich verschachtelten Struktur, seinem Vor- und Zurückspringen in der Chronologie der Ereignisse, wartet auch die Erzählstruktur immer wieder mit interessanten Brüchen und Lücken auf, die entweder nachträglich gefüllt oder zu Gänze frei gelassen werden.
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johanna: movie-screening.de johanna: movie-screening.de
Kommentar löschenDie Stärke von Atonement liegt auf dem ersten Teil, der von den Gefühls-Wirren an einem heißen Sommertag erzählt. Leider gibt es einen erzählerischen (und qualitativen) Bruch mit Beginn der Kriegsschilderungen. Eine technische Besonderheit jedoch: die Steadicam-Einstellung von ca. fünf Minuten am Strand von Dünkirchen - sehenswert.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenHätt ichs doch lieber gelassen. Für mich nämlich mit Abstand die größte Enttäuschung 2007. Avery spielt solide, Knightley bleibt Knightley. Bauern die versuchen elegant zu wirken bleiben Bauern. Und sie ist eben - Sie. Die vermag die wenigen dominierenden Szenen nicht zu tragen. Die Frau eine Charakterdarstellerin zu nennen, verhöhnt im Gleichen Augenblick Schauspielerinnen wie Cate Blanchett oder Kate Winslet. Die schleppende, trockene, überlange Erzählung im Malen-Nach-Zahlen-Format nervt tierisch, ebenso die ständigen AHA-Zeitsprünge. ATONEMENT ist aber vor allem eines: lang. zu lang. Hat man sich dennoch zum fulminanten Finale durchgequält, bleibt als Wehrmutstropfen wenigstens dieses. Hier ist der Film endlich einmal ehrlich, nämlich kitschig seines Kitsches wegen. Sonst gefallen ein paar Einzelszenen, das Gesamtwerk war jedoch nun wirklich alles andere als gelungen. Hier stinkt es nach Mittelmaß.
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plomlompom: Filmblogs
Kommentar löschenUngefähr zwei Stunden lang denke ich mir: Ja, so kann Arthaus-Kino meinetwegen ruhig sein, so mag ich es, so finde ich seine Kompetenzen in eine Richtung gewandt, die mir Freude statt Ekel bereitet. Atonement ist nämlich ungefähr zwei Stunden lang ein hochkünstliches Pointen-Melodram nach Zahlen, ein gut geöltes Glockenspiel, ein offengelegtes Uhrwerk ohne Mehrdeutigkeiten, aber mit lauter, allerlautester Orgelmusik ... Doch leider folgt dann eine narrative Umrahmung, die den Film ...
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Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenIch hätte es nicht gedacht, aber dieser Film ist tatsächlich ein Volltreffer. Vor allem die Bilder beeindrucken dank der überirdischen Kameraführung, dazu die schöne Musik, gute Darsteller, sequenzweise wirklich großes Kino. Ich hatte eine große Schnulze erwartet, aber gefühlsduselig fand ich das ganze letztlich erfreulich wenig. Das ist natürlich der wunderbar unkonventionellen Inszenierung zu verdanken, die mit reichlich innovativen Ideen aufwartet. Klarer Oscar-Kandidat für Regie, Kamera, Musik (und wohl James McAvoy).
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenNach „Stolz und Vorurteil“ arbeiten Regisseur Joe Wright und Schauspielerin Keira Knightley erneut bei einer historischen Romanverfilmung zusammen. Wright und sein Kameramann Seamus McGarvey finden dabei jederzeit die richtigen, die jeweilige Stimmung perfekt widerspiegelnden Bilder. Dabei erschaffen sie auch einige lange und ungeschnittene, ebenso bewegte wie bewegende Sequenzen von durchdringender Wirkung und empfehlen sich so en passant für eine Oscar-Nominierung in ihrer jeweiligen Fachrichtung. Dazu kommen noch die einmal mehr beeindruckenden Leistungen vor der Kamera, dargeboten von Knightley und McAvoy. Dies alles kann jedoch nie ganz darüber hinweg täuschen, dass dieses zwar clever strukturierte und erzählte, letztlich aber reichlich gefühlsduselige Melodram über die große Liebe eines Lebens sich ein wenig mühsam über seine zweistündige Laufzeit schleppt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (82) — Film: Abbitte
Kommentar schreibenChloeJP 2012/01/11 19:14:00
Kommentar löschenIch muss sagen: "Abbitte" hat mich umgehauen! Der Film wird dem Buch vollkommen gerecht und die beiden Hauptdarsteller sind sehr gut ausgewählt. Vor allem James McAvoy hat wieder einmal bewiesen, was für ein grandioser Schauspieler er ist! Die Handlung verläuft alles andere als schleppend und man ist sehr gebannt. Die Bilder sind sehr, sehr schön, am Anfang des Filmes verspielt und warmherzig, während des Krieges sehr düster und beeindruckend. Vor allem die Szene in Dünkirchen ist beeindruckend.
FAZIT: Ein sinnlicher Film mit traurigem Ende, wo beim ein oder anderen schon mal die Tränen kullern. Auf jeden Fall sehenswert und absolut TOP!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
hollygolightly1 2012/01/08 13:40:27
Kommentar löschen,,Abbitte" ist meiner Meinung nach einer der besten britischen Filme. Der Film ist wundervoll, die Besetzung (Keira Knightley, James McAvoy, Saoirse Ronan, Vanessa Redgrave) ist perfekt und der harmonierende Soundtrack (Dario Marianelli) ebenfalls.
Der Regisseur Joe Wright hat bereits mit ,,Stolz und Vorurteil" eine sehr schöne Verfilmung des Romans von Jane Austen erreicht und ich finde ,,Abbitte" steht dem Film in nichts nach. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanverfilmungen ist er nämlich eindeutig gelungen (vielleicht sogar besser als das Buch selbst). Der Roman von Ian McEwan ist übrigens auch zu empfehlen.
Der Film ist wirklich etwas für Freunde des Dramas, weniger etwas für Actionfilme-Fans, und zeigt, wie ein 13-jähriges Mädchen das Leben zweier Liebender derartig verändern kann.
Die Kulisse ist sehr originalgetreu und den Zuschauer erwarten unvergessliche Szenen. Da wäre beispielsweise die Beobachtung Brionys während man das Tippen der Schreibmaschine hört oder die Liebesszene in der Bibliothek. Aber auch die Bilder aus dem Krieg beeindrucken.
Das Ende ist traurig und das ist ernst gemeint, denn dieser Film ist alles andere als kitschig und oberflächlich.
Kommentar gefällt mir Antworten
Haschbeutel 2012/01/04 00:45:52
Kommentar löschen"I wouldn't necessarily believe everything Briony tells you. She's rather fanciful."
C-C-C-Combobreaker! Nach all den (knall)roten Wertungen hier schäme ich mich ja fast, dass mich der Film nicht so sehr gepackt hat, aber nun ja - einer muss eben der Buhmann sein. Das bin dann an der Stelle wohl ich. Dabei fing alles so gut an: die knapp ersten 40 Minuten trumpft ATONEMENT so ziemlich in allen Belangen voll auf. Das Szenenbild? Grandios. Die Farben? Zum Verlieben. Die Charaktere? Alle großartig verkörpert. Ja, sogar die Keira, die ich sonst meide wie der Teufel das Weihwasser, kann mich begeistern. Mit McAvoy steht ihr ein ansehnlicher Partner gegenüber und die grandiose Saoirse "Hanna" Ronan bekam zu Recht eine Oscar-Nominierung. So sehr habe ich lange keinen Charakter mehr gehasst, wie der ihrer 13jährigen Briony und gleichzeitig ist mir seit THE NOTEBOOK kein Leinwandpaar mehr unterkommen, das mich so berührt hat wie das von McAvoy und Keira verkörperte Pärchen. Hier knistert nicht nur die Luft, sondern auch mein Herz und mein Auge. Auch sonst passt alles zusammen: die Liebesgeschichte kommt sanft in Fahrt, wirkt nicht zu kitschig. Vor allem das Perspektivenspiel mit der gleichen Szene aus verschiedenen Sichtweisen hat es mir angetan - ich war zu Beginn skeptisch, was mich hier erwartet aber genau an diesen Stellen hatte mich der Film voll gepackt. Bis dato schwirrte mir eine knallrote Wertung im Kopf, wenn ... ja. Wenn.
Wenn es da nicht noch eine zweite Filmhälfte geben würde. Denn kaum geht McAvoy in den Krieg, scheint es, als wäre Regisseur Joe Wright hoffnungslos überfordert. Er verliert sich in selbstverliebte Szenenbilder mit endlos langen Cuts, tollen aber unsinnigen Kamerafahrten (Ankunft am Strand) und verliert dabei seine Figuren komplett aus den Augen. Binnen weniger Sekunden ist mir das Schicksal von McAvoy, Knightley und Ronan so dermaßen scheissegal, dass ich mich sichtlich durch die ermüdenden und strunzblöden Filmminuten quäle, die unbedingt auf Gedeih und Verderb mein Hosenbein mit erzwungenem Arthouse-Feeling vollpissen wollen. Spätestens als McAvoy vor dem französischen schwarzweiß Film desillusioniert umher wackelt, wollte ich vor vorhersehbarer Schmach in den Boden versinken, wenn mich die Arthouse-Brechstange nicht schon knietief eingeprügelt hätte. Die Rechnung geht einfacht nicht auf. Alles, was das Drama zu Beginn von seinen Mitbewerbern abgehoben hat, all die intelligente Kamera- und Storyarbeit, das Spiel mit den Perspektiven; all das wird über Bord geworfen und durch pure, austauschbare Belanglosigkeit ersetzt. Zwar wird versucht, mit Zeitsprüngen und fiktivem Zeitgeschehen noch einmal so etwas wie intelligentes Storytelling vorzugaukeln, aber an der Stelle hatte ich schon das Spiel durchschaut und pendelte mit den Augen zwischen der Anzeige der Rest-Minuten-Anzeige und dem uninteressanten Mumpitz auf dem Bildschirm.
Erst das Ende, das dann noch einmal vorhersehbar erzwungen auf die Tränendrüse drückt und endlich mal wieder Platz für die Charaktere einräumt, konnte mich dann wieder zum Film zurück holen - nur war's dann schon zu spät. Auch wenn hier mein Herz noch einmal kurz etwas verbittert schlug, waren mir die am Anfang lieb gewonnenen Charaktere zu sehr in die Ferne gerückt, als dass mir ihr Schicksal in irgend einer Weise noch etwas bedeutet hätte. Schade. Das hätte nach THE NOTEBOOK mal wieder ein Film sein können, der mir das ein oder andere Tränchen entlockt. Aber nur dann, wenn im missglückten Mittelteil nicht sämtliche Charakterisierungen einfach mit Füßen getreten und den Abfluss hinunter gespült worden wären. So bleibt ein unbefriedigend "schwach"er Film, der mehr als "ausgezeichnet" beginnt, aber nach knapp einem Drittel der Spielzeit nur noch "ärgerlich" ist und einfach nur langweilt, weil sich der Regisseur viel mehr auf belanglose Bilder und Kamerfahrten verlässt, als auf sein starkes und lieb gewonnenes Darsteller-Ensemble. Schade. Sehr schade.
"I'm so sorry, it was the wrong version."
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stuforcedyou 2012/01/04 01:55:40
Antwort löschenBin nicht deiner Meinung, aber in einem Kommentar zu "Abbitte" das Wörtchen Combobreaker zu nutzen, verlangt mir ein "Gefällt mir" ab :)
duffy 2012/01/04 08:29:45
Antwort löschenSelten habe ich dich mehr geliebt, Mr. Beutel.
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Haschbeutel 2012/01/04 10:26:23
Antwort löschen♥ duffy ♥ ... aber: wegen der Wertung oder dem Combobreaker? :D
duffy 2012/01/04 10:27:28
Antwort löschenBeides! :)
Gerry1974 2012/01/02 20:31:00
Kommentar löschenWenn zwei Menschen sich lieben,aber leider aus verschiedenen gründen werden sie ihre Liebe nie Ausleben können,dann ist das schon ziemlich dragisch,das ist der grobe Inhalt von "Abbitte" und Abbitte ist ein zu tiefst trauriges aber auch geniales Filmdrama.
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fkfilmkritik 2011/12/19 22:04:33
Kommentar löschenIn "Atonement" holt John Wright weit aus und packt die wahrscheinlich meist möglich gewesenen Emotionen in diese ohnehin schon zutiefst dramatische Geschichte. Und das macht er auch gut so! Denn dank brillanter Kulisse, interessanter Erzählung, starken Bildern, gut harmonierenden Schauspielern und vor allem (!) einem unvergesslichen Score wird hier ein Liebesfilm mit Kriegs und Krimi-Elementen in sensationellster Weise auf die Bühne gebracht, wessen Gefühl für bewegende und erschütternde Momente den Zuschauer von Anfang bis Ende begleiten und dann schließlich noch nach dem Film.
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JohnnyKee 2011/12/20 15:19:12
Antwort löschenToll, toll, supertoll!^^
Lagnese 2011/12/11 13:12:11
Kommentar löschenInteressante Story, aber alles etwas sehr theatralisch.
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hallidalli 2011/10/03 13:14:02
Kommentar löschenhat mich jetzt nicht gefesselt. Mir hat die Handlung zwischen den Personen gefehlt, stattdessen wurde von den 3 Hauptdarstellern dessen halbe Lebensgeschichte erzählt. Erst am Schluss des Filmes trafen sie wieder aufeinander um das Problem zu lösen. WAR EINFACH NICHT MEINS.
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Azazil 2011/10/03 14:45:23
Antwort löschenBist du dir sicher dass du den Film auch komplett gesehen hast?
hallidalli 2011/10/03 14:53:21
Antwort löschennatürlich hab ich ihn ganz gesehen. Ja ok, hast schon auch recht. Cecilia & Robbie haben sich während des Krieges gesehen aber dennoch wurde das Problem unter den 3 nie genau herrausgearbeitet. Ok, man hat schon erfahren weswegen und so... mich hat es einfach gestört.
Azazil 2011/09/17 20:55:44
Kommentar löschenDie Bitte um Vergebung, der unerbittliche Wunsch Unverzeihliches wieder gut zu machen, das Ringen mit den eigenen Schuldgefühlen, wie muss sich das anfühlen? Genau so wie 'Abbitte' es darstellt. Der Unschuldige und die Schuldige, beide durchleben apokalyptische Zustände und durchqueren die Hölle, aufgrund der Entscheidung eines kleinen Mädchen, das es hätte besser wissen müssen. Wer nah am Wasser gebaut ist, sollte sich mit Taschentücher bewaffnen.
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Jasminchen 2011/09/11 20:47:37
Kommentar löschenDieser film hat mich so berüht und am ende bin ich sogar in tränen ausgebrochen und das kommt bei mir bei filmen nicht oft vor
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kinogaengerin 2011/08/25 10:07:46
Kommentar löschenDie zentrale Frage des Filmes stellt James McAvoy im Laufe der Geschichte selbst: "Wie alt muss man sein, um zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können?" Dabei brilliert vor allem Saoirse Ronan mit ihren strahlend blauen Augen in ihrer ersten größeren Rolle. McAvoy gelingt es mit seiner wunderbaren Performance sogar Keira Knightley mit nach oben zu ziehen, so dass sie mich in diesem Film in keinem Moment nervt, sondern ihrer Figur tatsächlich Leben verleiht. Da ich Dramen normalerweise eher weniger mag und nach 'Stolz und Vorurteil' eher enttäuscht war, erwartete ich von 'Abbitte' nicht mehr viel. Zum Glück konnte der Film den verdorbenen Geschmack mehr als wett machen, denn es werden schnell ernste Töne angeschlagen und so sieht man sich als Zuschauer mit den Themen Liebe, Eifersucht, Krieg, Vertrauen und Reue konfrontiert. Das Ende hat mich dann kalt erwischt, denn mit solch einer Plot-Auflösung hätte ich nicht gerechnet.
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JohnnyKee 2011/08/25 16:10:53
Antwort löschenDas entschädigt fast für die S&V-Wertung. Aber auch nur fast.. ;D
kinogaengerin 2011/08/25 20:35:52
Antwort löschenDann habe ich ja nochmal Glück gehabt... :)
Joxcus 2011/07/21 17:49:39
Kommentar löschenVorneweg: Dieser Film ist eine Romanverfilmung von Ian McEwan.
Abbitte hat mich schlichtweg umgehauen, da er ganz andere Wege geht, als zunächst angenommen - besonders in der zweiten Filmhälfte. Ich hätte ähnliches erwartet wie in "Stolz & Vorurteil", der ja im übrigen vom selben Regisseur Joe Wright ist und als Darstellerin auch Keira Knightley mit an Bord hatte: Ein interessantes Familienporträt mit einer zugegebenermaßen doch recht interessanten Liebesgeschichte - aber nicht mehr. Doch Abbitte hat viel mehr als das.
Hier geht es um Robbie Turner (James McAvoy), dem im Jahre 1935 auf einem englischen Landsitz vorgeworfen wird, eine Vergewaltigung begangen zu haben. Er selbst hatte zuvor ein Liebesverhältnis mit Cecilia (Keira Knightley) und wird ins Gefängnis gesteckt, nach Aussage von Briony (Saoirse Ronan), die Robbie bei der Vergewaltigung gesehen habe. Robbie wird freigestellt, ob er im Gefängnis bleiben oder in den Krieg für die britische Armee ziehen wolle. Er beschließt letzteres. Anschließend entsteht eine unfassbar tragische und bemitleidenswerte Beziehung der beiden, die ich so in einem Film noch nicht gesehen habe. Hinzu kommt noch, dass "Abbitte" eine absolut schonungslose und dramatische Auflösung zu bieten hat. Ich blieb noch sehr lange während der Abspannphase sitzen, weil ich wirklich geflasht war.
Joe Wright schafft es, intensive und grandios gefilmte Bilderfluten auf den Zuschauer loszulassen. Die Szenen haben allesamt einen Überstrahlungseffekt aufzuweisen. Als Stilmittel äußerst interessant, da sie dem Film einen tollen Gegensatz zur eigentlich hoffnungslosen Materie geben (etwa als Robbie als Soldat die Mohnfelder durchläuft). "Abbitte" arbeitet auch mit einigen Flashbacks, die sorgsam eingebunden wurden und ihren Zweck erfüllen.
Was dieses Drama immens aufwertet, ist die wirklich toll komponierte Filmmusik von Dario Marianelli. Sie schafft es, das auszudrücken, was die Charaktere fühlen: einerseits Hoffnung, andererseits Aussichtslosigkeit. Zurecht gab es hier einen Oscar.
Insgesamt hatte ich dreimal 'ne dicke Gänsepelle gehabt (als Robbie dem Bus nachläuft, die gesamte Dünkirchenszene, welche ca. 5 Min. ohne Schnitt auskommt und die finale Auflösungs- samt Schlussszene). Hervorragend eingefangen sind aber auch jene Szenen, in denen Cecilia am Strand sitzt oder Robbie halluziniert.
Die darstellerischen Leistungen sind sehr gelungen, wobei mir James McAvoys Robbie, mit all seinen leidvollen Augenblicken, am besten gefiel.
Ein Film, der erschüttert, durch Mark und Bein geht und einfach nur fasziniert. Darüber hinaus aber auch zeigt, wie sinnlos der Krieg ist.
Wundervolles Gefühlskino.
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asecretmakesawomanwoman 2011/07/08 12:09:12
Kommentar löschen"Wie alt muss man sein, um zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können?"
Mit Romantik habe ich nicht viel am Hut und trotzdem konnte ich nicht umhin als Briony für das zu verachten was sie getan hat. Sei es aus Unerfahrenheit, Versehen oder Eifersucht. Niemand verdient es dass man ihm so seiner Perspektive, seiner so greifbaren Realität beraubt. Reichen Kriege und Krankheit nicht aus um Schicksale der Menschen zu unwiderruflich zu besiegeln? Müssen auch andere sich gegenseitig solch Schmerz und Leid bescheren?
Die Reue die, die junge Briony plagte konnte mich nicht wirklich besänftigen. Kann ich ihre Taten nachvollziehen? Überhaupt nicht. Und doch galten einige meiner Tränen ihr und ihrem wissenden Gefühl so viel Unheil angerichtet zu haben.
Manch einer würde behaupten, der Film wäre in seiner Geschichte voraussehbar. Doch ich meine, das wirft den Film keineswegs zurück. Wright wusste wie er seinen Job zu machen hatte und es hat unheimlichen Spaß gemacht den Rückblenden zuzusehen.Der Film war in seiner Ehrlichkeit so mitreißend und wusste mit seinen in Bildern eingefangenen Schicksalen und Kulissen zu überwältigen. Die Filmmusik bleibt mir auch ganz sicher in Erinnerung. Seine Darsteller mussten sich nicht hinter der Geschichte verstecken. Ein wirklich jeder der Drei Hauptdarsteller lieferte eine perfekte Leistung.
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angelmoonsoul 2011/07/04 20:24:58
Kommentar löschenWunderschöner Film, mit einer bezaubernden Keira Knightley.
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Mimimania 2011/07/01 23:25:10
Kommentar löschenObwohl der Film in der ersteren Hälfte deutlich stärker ist, lohnt es sich ihn anzuschauen. Ein schöner und trauriger Film mit bitterem Nachgeschmack.
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Frollein Betty 2011/07/12 12:03:20
Antwort löschenund einem wundervollen James McAvoy :)
Mimimania 2011/07/17 23:25:13
Antwort löschenDer auch Grund war diesen Film zu gucken :)
Punsha 2011/06/26 17:29:03
Kommentar löschenEigentlich wollte Robbie Turner (James McAvoy) Medizin studieren, Arzt werden, sich liebevoll um seine Mutter kümmern und seiner Liebe Cecilia (Keira Knightley) widmen.
Doch leider gibt es da noch Cecilias kleine Schwester Briony (Saoirse Ronan), die mit kindischem Leichtsinn und Unbekümmertheit das Leben der beiden Liebenden zerstört.
Mit "Abbitte" hat Joe Wright ein bewegendes Drama um Eifersucht, Reue und wahrer Liebe geschaffen. Nachdem im ersten Teil des Films die Romanzen und Intrigen in heimischer Umgebung hervorragend inszeniert wurden und auch durch die talentierte Saoirse Ronan an Unterhaltung gewann, so lies der zweite Teil an Qualität etwas zu wünschen übrig. Phasenweise trägt Wright zu dick auf, spielt mit der Zeit und mit Wirklichkeit und Unwirklichkeit, vergisst aber dabei seinen Figuren weiterhin Tiefe zu verleihen.
Was ist denn mit dem gestraften Robbie? Ist da wirklich nur Liebe und Sehnsucht? Wo ist die Wut, wo ist der Hass? Und dann als man denkt, dass nun wirklich der Konflikt beginnt in neue Bahnen zu gleiten, kommt der Cut. Wir befinden uns wieder in einer anderen Zeit und ehe ich mich versah, war der Film schon vorbei.
Dennoch ist "Abbitte" für mich eine starke Literaturverfilmung mit guten Ansätzen, deren riesiges Potential teilweise leider ungenutzt blieb. Schade eigentlich, denn es hatte ja so gut begonnen.
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JohnnyKee 2011/06/26 19:08:51
Antwort löschen7 ist zu wenig!
Punsha 2011/06/26 19:18:25
Antwort löschenhehe nöööö
genau richtig :P
burkivoll 2011/06/15 22:36:37
Kommentar löschenVon der Tochter überredet haben wir einen eher sehr durchschnittlichen mit scheinbar schönen Bildern blendenden Film gesehen, der im ersten Teil mit der kindlich-pubertären, eifersüchtigen und voyeuristischen kleinen Schwester viel mehr verspricht, als er dann hält.
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Magnolia 2011/06/05 20:55:46
Kommentar löschensaoirse ronan (die junge briony) spielt am besten, generell war das ein guter cast und mal wieder eine rolle, die perfekt zu keira knightley passt.
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Mr. Pink 2011/06/03 17:45:57
Kommentar löschenIch hatte keine besonders hohen Erwartungen an diesen Film, da ich mich vorher nicht näher über ihn informiert hatte und Cover und Titel meines Erachtens nicht übermäßig viel aussagen. Umso mehr war ich dann überrascht und erfreut, dass ich hier ein herausragend gefilmtes, berührendes und mitreißendes kleines Meisterwerk genießen durfte.
"Atonement" ist ein großartiger Film, der eine fesselnde Geschichte darüber erzählt, wie aus kleinen Missverständnissen große Tragik entstehen kann. Die Schauspieler liefern Höchstleistungen ab und der Film punktet mit einer perfekten Kameraführung, einem grandiosen Soundtrack und ist optisch extrem eindrucksvoll gestaltet, bietet er doch mit der beeindruckenden Szene am Strand von Dünkirchen eine der absolut besten Plansequenzen, die ich jemals gesehen habe. Ganz großes Kino!
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Schloøpselcki 2011/05/25 20:16:54
Kommentar löschenZu Anfang muss ich zugeben: Ich bin ein großer großer Joe Wright Fan. Und außerdem habe ich das Buch gelesen auf dem dieser Film basiert. Ich hatte also sehr große Erwartungen an "Atonement". Ich muss zu meinem Erstaunen sagen, dass sie sich voll und ganz erfüllt haben. Ich finde all die perfekten Eigenarten und Details der Welt aus Brionys Sicht, die Ian McEwan so gekonnt formulieren konnte, genauso in Wrights Umsetzung wieder. Miss Ronan beweist großes Talent in ihrer Verkörperung der jungen unwissenden "Sünderin" und Keira Knightley, die ja anscheinend mittlerweile zu Whrights Dauerstab gehört (und wirklich zu dünn ist), macht ihre Sache ebenfalls sehr gut. An den anderen schauspielerischen Leistungen gibt es auch nichts zu bemängeln.
Kamerarbeit, Licht, Dramaturgie und Regie ist also ein Lob auszusprechen.
Kommen wir zu den Minuspunkten, die "Atonement" kein Herausragend bescheren können: Der Soundtrack. Hochgelobt und eigentlich schön überlegt.. nervt er mich einfach. Klar, das Schreibmaschinengetippe ist wichtig für die Story aber muss es immer und immer im Hintergrund zu hören sein? Man hat das Gefühl das es eigentlich um einen Wettlauf gegen die Zeit geht, denn das Schreibmaschinentippen verläuft schnell zu einem Uhrticken. Zur Story: Das die erste Hälfte des Films die Bessere ist, ist mir auch aufgefallen. Das ich dies aber nicht negativ beurteile liegt daran, dass es mir während der Lektüre ebenfalls so geht. Die Schilderung aus Sicht des Kindes ist perfekt und detailreich niedergeschrieben, da kann die zweite Hälfte einfach nicht gegenhalten. Man wünscht sich, das gesamte Buch möge in Brionys Kindheit spielen und am besten allein von ihr erzählt werden. Aber so ist es nunmal nicht, Briony darf kein Kind bleiben, Briony muss erwachsen werden und damit muss die Schönheit der Realität weichen. Genauso ist es im Film.
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TimeInABottle 2011/05/23 19:12:52
Kommentar löschenDas überraschende Ende, welches mich viele Tränen gekostet hat, die Leidensgeschichte von Briony,
die im Laufe des Films einen immer mehr berührt, und die traurige und verzweifelte Stimmung,
die die ganze Zeit über in diesem Film herrscht, haben mich dazu verleitet,
ihn mit einer 10 zu bewerten.
Nach diesem Film wurde mir erst bewusst, was für eine Auswirkung eine falsche Entscheidung haben kann...
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