Achteinhalb

8½ (1963), FR/IT Laufzeit 138 Minuten, FSK 16, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 23.05.1963

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8.1
Kritiker
33 Bewertungen
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6.1
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1708 Bewertungen
33 Kommentare
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von Federico Fellini, mit Marcello Mastroianni und Claudia Cardinale

Regisseur Guido Anselmi steckt sowohl privat als auch künstlerisch in der Krise. Genervt von Produzenten, Ehefrau und Geliebter sucht er verzweifelt nach Inspiration für seinen neuen Film, dessen Drehbeginn er immer wieder verschiebt. Als er seine Kindheit, seine Beziehungen zu Frauen und sein Verhältnis zur Kunst und die Missstände in der Filmbranche reflektiert, kommen seine Ängste und verdrängten Komplexe aus dem Unterbewusstsein ans Licht. Traum und Wirklichkeit beginnen zur verschwimmen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (2) — Film: Achteinhalb

SoulReaver: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

[...] Wenn man nun als Zuschauer versucht, irgendwie einen roten Faden in Fellinis Inszenierung zu finden, so wird man doch schnell bemerken, dass es hier weder einen roten Faden gibt, noch ein wirkliches Handlungsgerüst. Loses und Klares wird eins, Verschwommenes und Ergreifendes eröffnet sich in der stillen Deutlichkeit und "Achteinhalb" wird zu einer energischen Auseinandersetzung mit der Psyche von Guido, der gleichzeitig für Fellini selbst steht, und dem Erforschung des bodenlosen Unterbewusstseins. Erfolgsdruck und die tief verankerte Furcht vor dem bitteren Versagen, trifft auf die beklemmenden Zukunftsängste. Fellini zieht den Zuschauer in die surreale wie hilflose Komplexität eines Mannes, der zwischen Traum und Wirklichkeit, Illusion und Tatsachenbeschreibung umhertreibt und die Erinnerung an die unschuldige Vergangenheit zwischen Hingabe und Tortur grenzenlos vermengt. "Achteinhalb" ist Selbstporträt, tiefgehende Analyse, detaillierte Therapie und gleichzeitig eine obsessiv-autobiografische Studie. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

SoulReaver

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Jetzt fließen Tränen.


Hooded Justice

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Bitte nicht. Dann muss ich auch anfangen.


Ulrich Behrens

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10.0Lieblingsfilm

Atemnot. Erstickungsangst. Todesangst. Es scheint kein Entrinnen und alle schauen zu. Eine Fähre, die jemanden doch irgendwo hinbringen soll, erscheint als Todesfalle. Ein Auto neben dem anderen – so eng, dass die Türen sich nicht öffnen lassen. Ein Mann versucht verzweifelt, herauszukommen. Er schafft es schließlich, durch das Fenster auf das Dach zu steigen. Alle schauen zu – stumm. Der Mann schwebt davon – wie ein Engel – und er gelangt an einen Strand, plötzlich ein Seil um seinen Fuß gelegt. Ein anderer zieht ihn wie einen Drachen hinunter – und der Mann fällt ins Wasser - und erwacht in einer Kurklinik, in der ihn Ärzte begutachten. Der Traum ist zu Ende. Der Mann – Regisseur Guido Anselmi – soll eine Kur machen, wegen Erschöpfung in jeder Hinsicht.

Guido träumt und wacht und wacht und träumt. Der erste Traum, der uns gewahr wird, ist symptomatisch: erst der drohende Tod durch Ersticken, dann das befreiende Gefühl im Fluge und schließlich der Sturz auf die Erde zurück. Guido ist in einer Krise. Man mag sie Midlifecrisis nennen. Doch das wäre fast schon zu trivial. Vielleicht ist es eher eine Kulturkrise, eine Krise unserer Kultur, die sich in ihm manifestiert.

Fellinis „8 1/2" (sein acht und ein halber Film) – von dem behauptet wird, sein Hauptdarsteller Mastroianni sei sein alter ego gewesen (ich kann und will das nicht diskutieren) – zeichnet am Beispiel Guidos die Krise einer Kultur in den 60er Jahren, die Krise einer Schicht von Intellektuellen – und zwar in all ihren Beziehungen, privaten, beruflichen usw. –, in der aber auch nur die Krise einer verkrusteten Gesellschaft offenbar wird.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

johnboy1979

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Kannst oder willst du es nicht? Ganz klar ist das bei deiner Aussage nicht. Wie belegst du deine Behauptungen, die du hier mal so mir nicht dir nichts aufstellst? Oder ist das bloß ein Taschenspielertrick, mit dem du auf ein nicht vorhandenes Geheimwissen anspielst? Die angeblich Krise, die du hier proklamierst, ist nicht auf ein Jahrzehnt festgelegt, sondern der Intellektuelle ist in einer permanenten Krise - das ist seine Essenz, um überhaupt intellektuell tätig sein zu können. Diese Krise erscheint lediglich in verschiedensten Farben, bedingt durch die jeweiligen historischen Umstände. Aus diesem Grund müsstest du in deiner Kritik mal das Spezifische der Krise der 60er Jahre herausarbeiten!
Die Gesellschaft ist für den Intellektuelle immer verkrustet und bedarf der Aufbrechung und Erneuerung. Sie wird nie das angestrebte Ideal erreichen, und so ist die Aufgabe der Intellektuellen, permanent die Aufbrechung des jeweils Bestehenden einzufordern.

BTW: All das macht Mr. Fellini mit diesem Film nur halbherzig.



Kommentare (30) — Film: Achteinhalb


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Mr. Pink

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Film über Film. 8½ Punkte für "8½". Klingt vernünftig. Faszinierend, verwirrend, magisch. Federico ist mein Lieblings-ini.

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JackoXL

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Lieblings-ini klingt süß. :)


lil.weeze

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Bewertung3.0Schwach

Ganz klarer Fall von "nicht mein Fall"! Ich weiß nicht wie lange ich diesen Film schon vor mir hergeschoben habe, es ist aber schon eine ganze Weile. Ich wollte auf jeden Fall in der richtigen Stimmung sein. Leider hat sich ziemlich schnell herausgestellt, dass meine Stimmung nicht wirklich von Bedeutung war, ich habe einfach von Anfang an keinen Zugang zu dem Film gefunden. Im Gegenteil, mit zunehmender Laufzeit fing er sogar an mir richtig auf die Nerven zu gehen. Ich habe Achteinhalb vor allem als eines empfunden: extrem hektisch und wirr. Das konnten dann auch die Teils schönen Bilder nicht mehr retten. Normalerweise kann ich bei Filmen mit einem gewissen Status verstehen, was andere an dem Film finden, auch wenn ich anderer Meinung bin. Bei Achteinhalb kann ich die Begeisterung allerdings in keinster Weise nachvollziehen und beim Lesen einiger Kritiken hatte ich das Gefühl, dass ich einen anderen Film gesehen habe. Für mich war Achteinhalb jedenfalls die reinste Enttäuschung und daher mein erster und (vorerst) letzter Fellini.

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Begbie

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Endlich mal wieder - eine echte 10, ein Meisterwerk.. Schon die erste Szene hat mich so sehr in den Bann gezogen, wie kaum etwas zuvor. Ich musste nach dem ersten Sichten die ersten 10 Minuten nochmal anschauen - und war wieder genauso fasziniert wie kurz zuvor. Das ist mein erster Fellini und ich habe mich lang gesträubt, da ich Angst hatte nicht die Kunst zu erkennen wie viele andere - aber bei diesem Film braucht man nichts erkennen, er zieht einen einfach in einen Sog aus Gefühlen (von Lachen bis Ekel ist alles dabei) und lässt einen über 2h nicht mehr raus! Allein der Hauptdarsteller, die Musik, die Grundidee - auch ohne die Vorgeschichte zu kennen (das Fellini hier sein eigenes Leben verarbeitet) reicht dieser Film aus, um wieder zu erkennen, warum man das Medium Film so sehr liebt. Danke Fellini, das war eine Meisterleistung und wird ab sofort immer in meinen Top 10 vertreten sein...

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nerdkiller

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Bewertung10.0Herausragend

Äh, ja, genau, die Vorgeschichte:

Als ich mir "Otto e mezzo" letzten Sommer das erste Mal angesehen habe, tat ich das hauptsächlich aus dem Grund, da das ja einer der "Filme, die man gesehen haben muss" ist, und er ja der dritt-, viert-, fünft- oder gar allerbeste Film aller Zeiten sei. Mein Resümee war zwar sehr positiv, da ich das alles irgendwo recht unterhaltsam und toll fand, doch irgendwie wusste ich nicht so recht, was Maestro Fellini mir damit eigentlich sagen will, denn der oft angepriesene "beste Film übers Filmemachen" ist "Otto e mezzo" für mich nicht - bzw: es wäre irgendwie recht kurzsichtig, ihn nur darauf zu reduzieren. Kurz: es war ein tolles Filmerlebnis, doch ein wirklich tieferer Sinn blieb mir verschlossen.

Es vergingen ein paar Monate, ehe ich mich wieder an den Film ranwagen sollte. Ich hatte grade einige nervig, stressige Tage hinter mir und ich beschloss eines Abends - warum auch immer -, "Otto e mezzo" einzulegen... Und, schwupp. Bereits nach wenigen Minuten hatte mich der Film vollends, irgendwie konnte ich mich auf einmal völlig mit der Hauptfigur Guido identifizieren. Ein Mensch, der es irgendwie allen recht machen will. Ein Mensch, der etwas schaffen will, aber nicht weiß, was er schaffen will und auch irgendwie nicht weiß, ob er es überhaupt kann. Ein Mensch, der einerseits seinem Umfeld am liebsten den Rücken kehren würde, aber es gleichzeitig auch wieder braucht bzw. im Falle der meisten weiblichen Figuren sogar mehr als das. Kurz: Guido ist - so abgedroschen das auch klingen mag - einer von uns. Auch wenn er auf den ersten Blick mit all seiner Lässigkeit und Coolness, all seinen Liebschaften und seinem Beruf etwas unnahbar, und demzufolge abgehoben wirkt, ist er doch ein Mensch, mit ganz normalen Problemen.

Auch wenn Fellini "Otto e mezzo" angeblich nur gedreht hat, um seine Schaffenskrise nach acht gedrehten Filmen zu verarbeiten, ist ihm viel mehr als "nur" ein ironisch-autobiografischer Film gelungen. Ihm ist - sofern der Zuschauer sich darauf einlässt oder in der richtigen Stimmung ist - ein fast schon allgemeingültiges Gesamtkunstwerk gelungen, das sich mit Problemen, Hoffnungen, Träumen und Wünschen, die eigentlich jeden mal plagen werden, auseinandersetzt. Ich wüsste nicht, wie ich das alles jetzt konkretisieren sollte, denn "Otto e mezzo" sollte man nicht einfach "sehen", sondern erleben. "Otto e mezzo" ist weniger ein Film, "Otto e mezzo" ist eine Offenbarung.

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hollygolightly1

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Super! Ein Film, der mit jeder weiteren Sichtung an Wirkung gewinnt und Mastroianni ist einfach zum Niederknien.


nerdkiller

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So ist es... Und Cardinale natürlich auch. ;)


sebastianxxx

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Bewertung9.0Herausragend

Fellini ganz ganz auf der Höhe ... ein Film der mit dem Leben und auch mit den Widersprüchen der menschlichen Existenz versöhnen kann und versöhnt - und das ist wunderbar ... ja soll man sagen geradezu "göttlich" ?

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ElMagico

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Bewertung9.0Herausragend

8½ Sätze über "8½"

Laut Regisseur Frederico Fellini kann man diesen Film nicht vollends verstehen, man sollte lieber versuchen ihn zu empfinden.

Tatsächlich gibt es keine vollendete Wahrheit in "8½", da sich Träume, Phantasien und Realität zusehends zu einem undurchdringlichem Gemisch verquicken, was Guido, den Regissur in einer Schaffenskrise, immer mehr in eine persönliche Isolation gleiten lässt.

Bilder, Musik und die Handlung sind von einem betörenden und anmutigen Surrealismus geprägt, der zumindest in seiner Wirkung einem David Lynch gar nicht so fern ist, vorallem da auch dieser gerne seinen Filmen eine feste Bedeutung abspricht.

"8½" zeigt, dass oft eine sehr subjektive und verwirrende Inszenierung der Realität, diese im Kern besser treffen kann als eine bedacht nüchterne und erschafft in der Darstellung von Guidos Erinnerungen, Problemen und Ängsten erstaunlich greifbare Bilder, welche stets nachzufühlen sind, wenn auch nicht immer zu verstehen.

Auf dem Höhepunkt der Krise Guidos, erscheint dieses ganze Filmset mit all seinen Menschen und Dingen, als sei es ein bedrohliches Monster mit tausend leblosen Gesichtern, welches mich irgendwie sehr an die Atmosphäre in Sartres "Huis clos" erinnerte.

Guido findet keine Antworten auf seine Probleme, so wie der Mensch schon nach den selben Antworten sucht und dabei am Ende von Religion, Philosphie und Wissenschaft doch immer wieder alleine gelassen wird.

Man kann diese Fragen und Probleme beobachten, untersuchen und sich in Details verkriechen, man kann sie jedoch nicht auflösen und so bleibt einen nur damit zu leben oder sich von ihnen abzuwenden, wie es Guido letztendlich tut.

Die Abkehr Guidos bedeutet für ihn, endlich diesen endlosen Kreis zu entrinnen und die Chance darauf einen neuen, einen schöneren Kreis zu gestalten, in dem die Fratzen von früher nun lachende Gesichter sind und ein miteinander herrscht.

Wenn uns "8½" etwas sagen will, dann ist es

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Acry

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Bewertung7.5Sehenswert

Obwohl der Film schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat und in schwarz-weiß daher kommt, wirkt er doch erstaunlich erfrischend und zeitlos.
Zum Unterhaltungswert trägt aber auch die Story einen nicht unerheblichen Teil bei: man nehme einfach einen ausgebrannten, egozentrischen Regisseur und hetze seine nervige Geliebte, seine desillusionierte Ehefrau, seinen gutgläubigen Produzenten, einen vernichtenden Kritiker und einen Haufen Schauspieler, die sich akribisch auf ihre noch nicht existierenden Rollen vorbereiten, auf ihn. Fertig ist die gesellschaftliche Maschinerie, die Guido zu zermalmen droht. So bekommen wir Überforderung und Hilflosigkeit in all ihren Facetten zu sehen und freuen uns einmal mehr, nicht in Guidos Haut zu stecken, denn wer gibt schon gerne zu, dass das 70m Gerüst völlig umsonst aufgebaut wurde...
Ich habe mich bisher noch nicht so sehr mit Fellini beschäftigt, aber seine Art, Regie zu führen, gefällt mir ganz gut.

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JimiHendrix

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hehe, gelehriges mädel! habe ihm wie schon gesagt auch erst 7,0 gegeben - der wird aber von mal zu mal besser!


Acry

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nächstes mal reden wir erstmal über kevin :>


DerDude_

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Bewertung10.0Herausragend

Ich möchte etwas schreiben aber ich habe nichts zu schreiben.

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franticfury

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Ja, 10 Punkte!!! :)


DerDude_

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Und keiner weniger ! :)


KonTaicho

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Bewertung7.0Sehenswert

"Oh Gott, das war ja wieder was."

Spontane Reaktion direkt nach Beginn des Abspanns zu "Achteinhalb".
Ja, das war in der Tat wieder was. Etwas, von dem man genau gespürt hat, dass unheimlich viel dahinter zu stecken scheint, man leider nicht ganz bis zum Kern durchgedrungen ist.
Was will mir "Achteinhalb" sagen? Es sagt irgendwie ganz viel, nur verstehen tu ich es nicht.
Der Mikrokosmos des Filmdrehs als Metapher für das Leben der Hauptperson?
Welche Probleme, Hoffnungen, Charaktereigenschaften ebendieser vermitteln seine Träume und Fantasien, in die er sich immer wieder flieht?
Was bedeutet das Ende für sein Leben und den Film, war es Fiktion oder Wirklichkeit?

All dies könnte man sich fragen und sicherlich auch nach mehrererm Schauen irgendwie ergründen.
Doch, muss ich ehrlich sagen, fehlt mir hierzu der Ehrgeiz, zu langatmig, zu wenig erforschbar erschließt sich mir das Geschehen.

Sieht man von diesen Fragestellungen ab und sieht in den Träumen nichts weiter als eine Flucht vor der anstrengenden Wirklichkeit, so kann man sich doch trotzdem wunderbar mit der geschundenen Hauptperson identifizieren.

Wer kennt es nicht? Von der Arbeit, der Schule oder von zu Hause? Aus allen Ecken kommen sie her, Arbeitskollegen, Mitschüler oder Mütter, die alle irgendetwas zu wollen scheinen, Antworten begehren, Handlungen erwarten, Entscheidungen verlangen.
Und man denkt sich: "Oah, geht mir nicht aufn Sack, ich weiß es doch auch nicht!".
Geradezu parademäßig verkörpert unser Leidensgenosse diese Rolle und man fühlt dauerhaft mit ihm mit, mit dieser armen geschundenen Seele, die doch eigentlich nur ihre Ruhe will. Oder ja.. was will sie eigentlich? Aber das steht wieder auf einem anderen Blatt.

"Sag, was du bereust, und du wirst es nicht bereuen."

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BenShelby

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Bewertung5.0Geht so

Besser noch mal ne Nacht drüber schlafen, dachte ich. Ein bisschen wirken lassen. Noch mal mit klarem Kopf darüber nachdenken. Aber nein, es hat nichts geändert. Nach "La dolce Vita" der zweite Fall von "Nicht mein Fall".

Dabei fängt alles so hoffnungsvoll an. Einstiegsszene mit starker Wirkung, phänomenale erste Begegnung mit dem keifenden Kritiker - für mich DIE Figur des Films -, aber dann . . . Dann versinkt Fellini im Belanglosen, quält seinen Zuseher (ganz subjektiv: mich!) mit einer Geschichte, deren Festgefahrenheit ungefähr genauso bewegt oder berührt wie das Schicksal eines Blatts im Herbstwind. Der Egotrip des verlorenen Protagonisten, sein Wandeln zwischen Traum und Realität, sein Aufprall auf die Erwartungen anderer - das ist zu sehr Selbstrefexion, um mir etwas zu sagen.

Vielleicht müsste man den Film, um ihn zu durchdringen, um zu erkennen, ein zweites Mal ansehen. Doch zum Glück muss "man" es nicht.

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Lorion42

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Bewertung7.0Sehenswert

"Wir ersticken in Worten, in Bildern, in Tönen, die keine Berechtigung im Leben haben, die aus der Leere kommen und in die Leere gehen. Einem Künstler, der diese Bezeichnung wirklich verdient, braucht man nur eine Haltung abzuverlangen, eine Forderung zu stellen, nämlich, sich selbst zum Schweigen zu erziehen."

Erst durch das Ende wird aus dem Wirrwarr an Gedanken, an Vermischungen von Traum und Realität ein wirkliches selbstreflektierendes Kunstwerk, das letztendes doch veröffentlicht wurde. Dieses Kunstwerk ist dabei erstaunlich modern erzählt. Eine Symbiose aus Musik, Bild und Schauspiel. Doch wie ich es schon erwartet habe, ist es nur ein Kunstwerk, das keine Bedeutung für den Zuschauer haben muss. Es sagt weder etwas über das Leben, über Freude, Depression oder Schaffenskrisen aus. Es zeigt die Geschichte eines Künstlers, vermutlich Fellini selbst, sein Leben, seine Leiden. Es wird mit viel Humor erzählt.
Der Film ist toll erzählt, aber er hat mich wenig bewegt. Der Humor hat mich nicht angesprochen und mit vielen der Szenen konnte ich wenig anfangen. Meistens kann ich mit anspruchsvoller Unterhaltung mehr anfangen als mit unterhaltsamer Kunst und so ist es auch hier. Deshalb von mir keine 8 1/2 Punkte, sondern nur 7.

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Eine perfekte filmische Symbiose aus Realität und Traum.

Guido Anselmi ist Filmregisseur und sollte dringend einen neuen Film fertig stellen. Er denkt aber gar nicht daran und stolpert lieber durch die Leichtigkeiten des Seins. Dringend sollte er Privat- und Berufsleben wieder in Ordnung bringen, doch selbst als es ernst wird flüchtet Guido in seine Träume. Und das sinnlose Bauen von Kulissen macht sowieso mehr Spass.

Anders als viele weitere Werke Felinis ist "Otto E Mezzo" nicht allzu harte Kost. Vielmehr zeichnet sich dieser Film durch seine erstklassige Machart aus. Man ist Gast in Guidos Leben. Obwohl die Figur keine "allzu grosse Persönlichkeit" ist, entwickelt man sofort Sympathien. Denn das Gefühl etwas heraus zu zögern und Autoritätspersonen mit unfertigen Versionen seiner Projekte auf die Zukunft zu vertrösten kennt man nur zu gut.
Viel wieder gelacht, selten sind es traurige Momente, die den Film regieren, obwohl er eigentlich von einer Schaffenskrise handelt. Zu sehr hat man die Hauptperson ins Herz geschlossen. Zu aufgeregt ist man am Ende, als die Situation zu eskalieren droht und zu viel Freude hat man am grandiosen Finale. Zu gut ist die Orchestrierung Nino Rotas. Kurzum: "8½" ist ein Film den man gesehen hat. Trotz sehr fortgeschrittenem Alter, gibt es keine Zugangs-Schwirigkeiten.

„Das Leben ist ein Fest, lass es uns gemeinsam erleben“ – Aber erst mal diesen Film schauen!

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based_god

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Ein Muss! Ich hab den viel zu lange vor mir her geschoben. Allgemein hab ich den Felini zu lange hinaus geschoben...


Murray

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Geht mir genauso. Hab letztens auch erst "Achteinhalb" und dann noch "La dolce Vita" geschaut und bin tief beeindruckt. Vor allem Achteinhalb wird nach der nächsten Sichtung wohl sein Herz bekommen. Starker Film, treffender Kommentar.


La Bardot

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Bewertung10.0Herausragend

Mein erster Film von Federico Fellini. Und was für einer.
Von einer eigenen Schaffenskrise inspiriert, erschuf er seinen Alter Ego Guido Anselmi, der in "Achteinhalb" mit den selben Problemen zu kämpfen hat wie Fellini in der Realität. Ein Regisseur, der seine Inspiration verloren hat. Nichts neues - eigentlich.
Aber das hier ist nun einmal ein Fellini.
Zu behaupten, den Film sofort durchschaut zu haben, wäre eine Lüge. Der Film besitzt keine richtige Rahmenhandlung, keine Basis. Verwirrend sind die kaum merklichen Übergänge zwischen Fiktion und Realität. Der Film ist ein verworrener Prozess, so wie ihn auch sein Hauptdarsteller Marcello Mastroianni durchläuft.
Immer wieder flüchtet dieser in Tagträume, wenn er sich bedrängt fühlt. Fellini interpretiert Träume eindeutig als Selbstdarstellung des Unterbewusstseins. So wird ein Intellektueller, der Guido Anselmi kritisiert, kurzerhand erhängt. Dies macht "Achteinhalb" einerseits zu einer psychoanalytischen Sitzung - wenn auch "planlos" - andererseits zu einer Gewissenserforschung, denn die Entwicklung Anselmis ist auch gleichzeitig die Entwicklung des Filmes.
Trotz der anspruchsvollen Inszenierung und der schweren Thematik "Verzweiflung" hat dieser Film eine unendliche Leichtigkeit, die daher rührt, dass "Achteinhalb" einen überaus positiven und komödiantischen Kern enthält. Und auch Anselmis Erkenntnis am Ende des Filmes ist so lebensbejahend, dass man sich zufrieden lächelnd zurücklehnen kann. Das Leben ist ein Fest, das es zu genießen gilt.

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La Bardot

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"La Strada" wurde mir schon mehrfach empfohlen, aber ich denke, dass ich mir als nächstes "La Dolce Vita" ansehe. Den wollte ich ursprünglich gestern statt "Achteinhalb" ansehen, habe mich aber dann doch noch umentschieden. Bin nun aber sehr neugierig darauf. Casanova interessiert mich inhaltlich überhaupt nicht. Habe bisher auch nur durchwachsene Kritiken dazu gehört/gelesen.


RoosterCogburn

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"Fellinis Casanova" ist aus, ich nenne es mal cineastischer Sicht, durchaus interessant. Wenn man sich für die Enstehung solcher werke interessiert. Doch was das betrifft, kann man über diesen Film und seine Enstehung auch einiges lesen und ein paar Ausschnitte anschauen um sich ein Bild zu machen.
Der Film an sich, vom Unterhaltungswert her, ist nur was für Hardcore-Fans. Nicht für Einsteiger. Dann nimm lieber die genannten "La Dolce Vita", "La Strada" oder "Die Nächte der Cabiria".


franticfury

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Bewertung10.0Herausragend

Selten hat eine Zweitsichtung, mittlerweile schon Drittsichtung, mein Bild eines Filmes so verändert wie im Falle von Fellinis 8 1/2.
War ich beim ersten Mal nur von der makellosen Inszenierung, dem starken set design und der Kameraarbeit begeistert, suchte aber vergebens nach einer emotionalen Bindung zum Film, nach einer Bedeutung, so muss ich jetzt zugeben: Ja, Achteinhalb ist tatsächlich so gut wie alle sagen.

Um aber wirklich nachvollziehen zu können, was Achteinhalb darstellt muss man Fellini selbst versuchen zu verstehen. Man muss seine früheren Werke kennen, von "i vitelloni" über sein Meisterwerke "La Strada" und "Le notti de Cabiria" bis hin natürlich zu "La dolce vita". Besonders letzterer war ein Knackpunkt in Fellinis Karriere und ohne diesen wäre Achteinhalb wohl nie enstanden. "La dolce vita" beförderte Fellini auf einmal auf eine komplett andere Ebene. Auf einmal trug er den Beinahmen "il maestro", jeder erwartete von ihm nicht weniger als ein monumentales Meisterwerk. Und Fellini lief Gefahr an dem Druck zu zerbrechen, er begann an sich selbst zu zweifeln, an seinem Status als Filmemacher.

Und deshalb ist Achteinhalb so grandios, weil er vielleicht Fellinis persönlichster, ehrlichster Film ist. Nur wenige Filme gewähren einen so ehrlichen Einblick in den Kopf eines der größten Künstler der Filmgeschichte. In seine Ängste, seine Träume, seine Sehnsüchte. Ein Film, von dem wirklich jeder etwas mitnehmen kann, wenn er sich darauf einlässt und versucht ihn zu verstehen. Absolut zeitlos!

Tut mir Leid Federico, dass ich je an deinem Meisterwerk gezweifelt habe :)

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TFX

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Könnte schön neben meiner Jim Jarmusch Arthouse Collection Platz nehmen, aber kostet an die 80€ bei Amazon...


r3sortiane

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geht mir genau wie euch beiden ^^ hab auch mit achteinhalb angefangen - gut, sehenswert, aber bis dato nicht so richtig herausragend - auch mir fehlte irgendwie der letzte funke emotion ... nun kenne ich also die vermutliche lösung. ein guter kommentar!


PaulthePirat

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Bewertung7.0Sehenswert

Kein schlechter Film. Ein existentielles Thema. Hätte man aber auch in einen Kurzfilm packen können und nicht auf unendliche 138 Minuten!

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sebastianxxx

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Kurzfilm lol !! Heute ist man gewohnt alles in einen Kurzfilm zu packen :-)


xTimmaex

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Bewertung0.0Hassfilm

Oh, man. Was war das denn?

Eigentlich liebe ich Filme, die in erster Linie visuell oder über ihre Charaktere funktionieren und bei denen die Handlung eher Nebensache ist. Dazu kam noch eine 9er-Vorhersage und die Tatsache, dass 8 1/2 regelmäßig als einer der 10 besten Filme aller Zeiten bezeichnet wird. Ich habe also natürlich was ganz Großes erwartet.

Und dann das: Von der ersten Minute an hat mich der Stil des Films genervt. Nichts wirkte auch nur annähernd interessant, die Hauptfigur war mir sowas von egal und seine "20 Millionen" Frauen konnte ich nichtmal auseinanderhalten. Fellini will wohl vermitteln, wie es in jemandem vorgeht, der so überfordert und vom Alltag genervt ist, dass er jegliches Interesse an der Realität verliert. Der Film wird daher komplett aus der Perspektive einer Person erzählt. Um damit etwas anfangen zu können, muss man sich aber in diese Person versetzen können, was ich zu keinem Zeitpunkt des Films konnte. Er ging mir einfach nur am Arsch vorbei.

Ich habe noch keinen Film gesehen, zu dem ich so wenig Zugang gefunden habe wie 8 1/2. Keine Ahnung, was daran ein Klassiker sein soll. Für mich einfach nur die absolute Katastrophe.

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Jenny von T

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"Melancholia" als "Selbstbefriedigung des Regisseurs"? Das kann bestenfalls für die ersten paar Minuten gelten, TTOL dagegen ist eine komplette Orgie. Geflüsterte voiceover, ein bisschen klassische Musik, dazu Senn Penn durch die Wüste stolpern lassen und ein paar schöne Aufnahmen liefern (die natürlich am Computer entstanden sind) und schon ist alles unglaublich geheimnisvoll und überhaupt das Kunstwerk schlechthin. Aber xTimmaex sagt es ja: Persönliche Wahrnehmung.


onauratoutvu

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Siehst du, das ganze Leben ist ein Kreislauf. Die Menschen werden nie auf einer gleichen Kommunikationsebene sein!
Egal ob Politik, Religion, all die sinnlosen Kriege, der Rassenhass, die Hungersnot, die Obdachlosen und generell die unterste Gesellschaftsschicht und deren Ausgrenzung und somit auch die Intoleranz (egal ob gegen Migranten oder Homosexuelle), die Kriminalität, die Drogen, der Missbrauch von Kindern, die Gewalt in der Ehe usw.
Es hat sich nichts verändert und wird sich nichts verändern, egal ob 21. oder 19. Jahrhundert, die Welt verändert sich nur in ihrer Hülle, wie ein Verpackungskünstler der einem schmutzigen und leblosen Objekt eine nach aussen hin interessantere Hülle verleiht.
Eine der Hüllen ist die Demokratie, die sich mit o.g. Problemen nicht vereinbaren lässt. Gestern wie heute zählt die Meinung der Mehrheit nicht. Egal in welchem Land, es gibt wie gesagt nur verschiedene farbige Hüllen.
Wer garantiert mir die Sicherheit oder beweißt mir das Gegenteil von meinem Standpunkt mit ausreichend Garantie.
Gestern wie heute lassen sich die Menschen von den Medien und der Politik, der ganzen Propaganda beeinflussen. So kam auch der 2. Weltkrieg zustande oder Al-Kaida.
Die Mehrheit der Menschen will sich in ihrem tiefsten Innern nicht verändern. Sie halten sich für perfekt und verkennen die Lage, sie sehen nicht den seelischen Schmerz der anderen und wollen ihn auch nicht sehen. Auch wenn Medien und Politik es anders darstellen lassen.
Somit werden die meisten Menschen nie offen für verschiedene Kulturen sein, auch wenn sie es von sich behaupten.

Der italienische Neorealismus z.B. beschäftigt sich mit der Seele des Menschen u.a. oder hauptsächlich.
Egal ob ein (etwas vermögenderer) Regisseur in der Schaffenskrise, Straßengaukler, Prostituierte, die Mittelschicht oder der Adel, hier geht es um den Mensch mit all seinen Fehlern, Problemen, Zweifeln, Ängsten.
Menschen die diese Thematik nicht verstehen werden auch literarische Werke von Fjodor Dostojewski, Lew Tolstoi usw. nicht verstehen.

Es steht dir natürlich frei lieber Avatar, Skyfall oder Twilight anzuschauen. Allerdings frage ich mich wieso du dann unnütz Geld investierst in Filme die dich nicht interessieren.
Man kann doch Trailer anschauen, oder Artikel bzw. Kritiken zusammenfassen, um festzustellen ob dir das Thema zusagt oder nicht.
Ich z.B. würde mir nie Avatar, Skyfall, Twilight und ähnliche Filme anschauen.

Somit werden wir also nie eine gemeinsame kommunikative Ebene erreichen.


fkfilmkritik

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Bewertung9.0Herausragend

Mein erstes mal mit... Federico Fellini.
Der beste. Der Zehntbeste. Vielleicht auch der Drittbeste. Ja, so wird der wegweisende, kluge und magische ´8½` gerne genannt. Er taucht in fast jeder Bestenliste und ganz ehrlich: Irgendwo anders gehört dieses Kunstwerk über das erschaffen von Kunstwerken auch nicht hin!. Was Fellini hier auf die Leinwand bannt bzw. zaubert wirkt beinahe unverfilmbar und ist ein wichtiges und großartiges Meisterwerk für jeden, der mal wissen will, was durch den Kopf dieser Künstler geht und mehr.´8½` ist so komplex, verwirrend, tief- und vordergründig erzählt. Die Charaktere enthüllen sich fantastisch. Marcello Mastroianni Darstellung des verunsicherten Regisseur, ist reinste Oberklasse und trägt zu Anfang die coolste Sonnenbrille ever. Der Plot brilliert im Laufe der Zeit auf eine eine sonderbare und doch vortreffliche Weise. Allein die Anfangsszene in der der Verkehr unnachahmlich verworren eingefangen wird und der Schnitt darauf mitten in eine andere Ebene sind Grund genug diesen Film schon von Anfang an zu verehren. Die Atmosphäre ist meistens entspannt, selbstironisch, trocken aber auch düster. Der Regisseur erschafft somit neue und hohe Formen des selten vorhandenen Schlüsselfilm. Ganz groß!

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JimiHendrix

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tztztz macht der hier einen meiner fellini-lieblinge madig, das gleicht einer hinterrücksen erdolchung^^ aber von dir lasse ich mir gerne das solinger metall in den rücken jagen xD aber nur wenn es rostfrei is ;D


hoffman587

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Was sind denn die Anderen vielleicht können wir uns ja da einigen?;D


hoffman587

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Bewertung10.0Herausragend

"Was ich machen wollte, kam mir ganz einfach vor: einen Film, der jedem einzelnen gestatten sollte, endlich zu begraben, was wir alle an Abgestorbenen in uns tragen. Ich bin indessen selber der erste, der nicht das Herz hat, irgendwas etwas zu begraben" - Federico Fellini

Nun endlich wieder Fellini, der Poet, endlich wieder ein Film des Maestros und dann auch noch eines seiner vielleicht wichtigsten Werke "8½", schon der Titel an sich mysteriös, verschlüsselt, kurz wie präzise, an sich schon genial. Vielleicht Fellinis persönlichster Film, ein Film über das Filmemachen, anders gesagt der Film im Film, das ist"8½" aus dem Jahre 1963. Sein neunter Film nebenbei erwähnt.

Die Handlung, autobiografisch angelegt oder doch nicht, sodass man vermuten könnte, dass Fellini sich selbst hier selbst porträtiert bzw. karikatiert. Denn die Parallelen sind gegeben, nach dem großen Erfolg von Fellinis "La Dolce Vita, stand er unter großen Druck für seinen neuen Film, Die Erwartungen stiegen. Fellini schlitterte in eine Schaffenskrise, fast ein Jahr hindurch, doch dann kam ihn die Idee, er hatte die Eingebung einen Film zu machen über seine eigenen Ereignisse, was er schließlich selbst erlebt hatte, was könnte somit authentischer sein? Einen Film über einen Regisseur, der nicht mehr weiß, wie bzw. welchen Film er denn nun genau drehen möchte, wie gesagt autobiografisch, die Handlung mag zwar so recht dünn sein, aber vom Stil her typisch Fellini, er philosphiert poetisch über das Filmemachen und das schätze ich durchaus: Guido Anselmi, ein Regisseur in der Schaffenskrise. Ein Mann auf der Suche nach der Idee, nach der Inspiration, gequält von Erinnerungen, von damals, von Fantasien, von geldgeilen Produzenten oder harten Kritikern und auch den Geistern seiner Geliebten. So sucht er auch nach Erlösung in ihnen, für kurze Zeit. Denn seine Zweifel wachsen mit der Zeit unaufhaltsam.

Dazu als Fellinis Alter Ego, der einzigartige, der unfassbare, der geniale Marcello Mastroianni als Regisseur Guido Anselmi, wie immer famos(o). Mastroianni eh die perfekte Besetzung, perfektes Spiel, glaubwürdig stellt er seinen Charakter da und beweist in jedem Falle seine unglaubliche Wandlungsfähigkeit. Jede Gestik und Mimik sitzt. Eben typisch Marcello Mastroianni. Und auch in weiteren Rollen wissen eine himmlische Claudia Cardinale, eine bezaubernd spielende Sandra Milo und eine wunderbare Anouk Aimée zu glänzen.

Nun noch ein paar elementare Worte über Fellinis brillante Regie , fantastic(o), der große Magier der Poesie, der Meister der Mythen und der Bildhauer großer Bilder spielt natürlich mit dem Thema der Künstler-Krise, immerhin konnte er so angenehmerweise seine (möglichen, eigenen) Erfahrungen verarbeiten, was das Ganze ein Stück weit glaubwürdiger macht, schonungslos zeigt er er die Funktion des Filmemachens und rechnet mit der Filmfabrik ab. Meisterhaft verwebt Fellini die einzelnen Zeitebenen bzw. Traumebenen, ob nun Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft oder auch Wahn, Wirklichkeit und Traum, wie ein Strudel des Albtraums, gefüllt mit Quälgeistern, Obsessionen und erlösenden Frauen. Wunderbar surreal gemacht und zudem noch sehr faszinierend erzählt. Im Mittelpunkt sogar Themen wie Schuld und Erlösung (das sollte ich aber bereits kurz erwähnt haben). Religiöse Elemente, wobei Anselmi an sich auch als Katholik dargestellt wird. Dennoch ist das Werk trotz seiner vielseitig behandelten Themen und Elemente, zwar durchaus kompliziert und teilweise etwas anstrengend, aber doch vergisst Fellini auch nicht seine humoristischen Mittel, wofür er sich beim Dreh sogar Zettel an die Kamera klebte um dies erst gar nicht erst zu vergessen, gut so, denn so spürt man auch andererseits die Leichtigkeit der Inszenierung Fellinis, mit ironischer Note verziert, geradezu magisch und so eben klug eingefädelt.
Weiterhin noch eine grandiose Kameraarbeit, die mitunter traumhafte wie auch berauschende Bilder erschafft, mit einer tollen Atmosphäre unterlegt und auch von der Ästethik her, unbeschreiblich. Einmalig diese Flut zu beobachten, wie Fellinis Erzählstil mehr als fesselnd in Szene gesetzt, sehr stillvoll und elegant. Das macht es ja gerade so brillant.

Schon der Charakter des Guido Anselmi zählt für mich zu den mitunter faszinierendsten und interessantesten Figuren der Filmgeschichte, vielschichtig gemacht und wie gesagt mehr als interessant angelegt, jeder einzelne noch so kleine Aspekt. Faszinierend, aber ich wiederhole mich. Dann noch ein paar exzellent geschriebene Dialoge, für mich passte einfach alles. So auch die göttliche musikalische Untermalung von Nino Rota (ausgewählt oder komponiert), imposant, kraftvoll eingesetzt. Stets passend, sodass besonders besagte Szenen (in denen sie eingesetzt wird) auch eine besondere Wirkung erzielten bzw. auf Grund ihrer Ausstrahlung und Kraft mir besonders noch im Gedächtnis noch herumspuken.

Und zum Schluss möchte ich dann einfach nur noch sagen, dass "8½" nun fortan zu meinen persönlichen Lieblings-Fellinis zählt, intelligent gehandhabt, zwischen tiefsinnig-tragisch und witzig-ironisch, ein großes bzw. bedeutendes und virtuoses Meisterstück des Herrn Fellini mit einem einmaligen Marcello Mastroianni. Deshalb für mich herausragend.

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shadowhunting

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Italienische Filmkunst eben, bei mir steht die 9,0, kommt deiner Bewertung doch sehr nahe ;-)


hoffman587

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@shadowhunting: Danke sehr. Könnte sogar irgendwann zu meinen Lieblingsfilmen gehören:)


johnboy1979

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Bewertung5.5Geht so

Der Film dreht sich um die Schaffenskrise eines Regisseurs, dem einfach nicht die zündende Idee zur Gestaltung seines neuen Films einfallen will. Dabei reflektiert der Film über das Filmemachen selbst.
Zwei ineinander verwobene Handlungslinien stehen dabei im Mittelpunkt: Zum einen die Strukturen der Filmindustrie, in denen sich der Regisseur bewegt und zum anderen die Person des Regisseurs selbst, welche Parallelen zu Fellini selbst aufweist, welcher seine eigene Schaffenskrise, mit diesem Film thematisierte.
Beide Handlungslinien kranken jedoch daran, dass ihnen jegliche Durchschlagskraft fehlt. Problematische Strukturen der Filmindustrie werden zwar angedeutet, aber eine wirkliche Dekonstruktion findet nicht statt, und somit auch keine echte Kritik. Auch die permanente Selbstbespiegelung der eigenen Person mit den unvermeidlichen Themenfeldern, Religion (hier die katholische Erziehung), Verhältnis des Regisseurs zu den Frauen und zu guter Letzt, das rätselhaft verschlüsselte Verhältnis zu seinen Eltern, kranken daran, dass Fellini ihnen keinen sinnvollen Platz im Ganzen geben kann.

Alles wird dem Zuschauer collagenartig präsentiert. Überrall Fragmente über Fragmente, welche zu einer Einheit zu verschmelzen, dem Regisseur a.k.a. Fellini einfach nicht gelingt. Die Fragmente für sich sind sicherlich interessant, faszinierend usw., aber sie rechtfertigen zu keiner Zeit die Einheit des Films.
Letztlich fehlt dem Film genau das, was er selbst thematisiert, und zwar: Eine zündende Idee, welche die Einzelteile miteinander verschmilzt bzw. in Beziehung zueinander setzt.

Dass einige meinen, dass die Idee, die nicht vorhandene Idee selbst zum Thema des Films zu machen, die zündende Idee sei, kann ich beim besten Willen nicht akzeptieren.

Wenn ein Künstler nichts zu sagen hat, dann soll er auch nichts sagen, denn ansonsten macht er sich letztlich zum Komplizen genau jener Maschine, die Fellini hier angeblich kritisiert. Aus dieser MASCHINE vermag sich Fellini aber nicht zu befreien, er verliert sich in ihr - und: Er liefert, wie verlangt.

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Benni-THE-KING

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Bewertung5.5Geht so

Ich habe nichts zu sagen und doch sage ich es...
so oder so ähnlich heißt es in dem Film. Damit wird dieses selbstrefenzielle natürlich auf die Spitze getrieben und auch der durchschnittliche Kommentarschreiber auf moviepilot macht sich so seine Gedanken. Tanzen und Party machen als Antwort find ich cool, macht die 2 Stunden Film aber auch nicht wirklich unterhaltsamer. Und darum ging es doch im Endeffekt oder?

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Le Samourai

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Ähm. Nein.



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