Al Pacino's Looking for Richard

Looking for Richard (1996), US
Laufzeit 112 Minuten, FSK 12, Drama, Dokumentarfilm, Kinostart 30.01.1997

- Kritiker
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Al Pacino's Looking for Richard - Bild 48583
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von Al Pacino, mit Penelope Allen und Gordon Macdonald

Von Machtgier getrieben, kommt Richard durch Mord und Skrupellosigkeit an die englische Krone, bevor sich Widerstand gegen seine Herrschaft regt und er in einer Schlacht vernichtet wird. Darum geht es in William Shakespeares “Richard III.” Doch was haben der englische Theatermeister und sein Drama uns heute noch zu sagen? In einem ehrgeizigen dreijährigen Projekt erarbeitete Hollywood-Star Al Pacino vor der eindrucksvollen Kulisse New Yorks einen “Richard III.” in neuem Gewand. Dafür engagierte er berühmte Kollegen, darunter Kevin Spacey, Winona Ryder und Alec Baldwin, diskutierte mit ihnen das Stück, ließ sich auch von Shakespeare-Fachleuten wie Vanessa Redgrave, Kennneth Branagh und Sir John Gielgud beraten und befragte Passanten auf der Straße. Dabei ließ Pacino seine Adaption des Dramas heranreifen, bis “Richard III.” und die anderen Figuren Shakespeares zu Menschen aus Fleisch und Blut wurden.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Al Pacino's Looking for Richard

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G.a.G Spencer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach fesselnd bis zur letzten Sekunde. Ich verneige mich vor Mr. Pacino und seinen tollen Cast!

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Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Al Pacino war für "Looking for Richard" bereits ein paar Mal nach London gereist, um Interviews mit Theatermachern für seinen Film zu führen. Vier Jahre lang hatte er versucht Sir John Gielgud, neben Sir Laurence Olivier wohl der bedeutendste Shakespeare-Schauspieler unserer Zeit, für ein Interview über "Richard III." vor das Mikro zu bekommen. Schließlich erhielt Pacino doch die Zusage und machte sich mit seinen Leuten auf nach Oxford. Pacino organisiert also Unterkunft, Kameras, Licht und ist ganz begeistert, das sein Wunsch endlich erfüllt wird. Gielgud wird geschminkt, kriegt das Mikro angesteckt, setzt sich zu Pacino und dieser legt direkt los, nachdem er so lange auf diese Audienz warten musste: "So... Ich bin so glücklich mit Ihnen nun über Richard III. sprechen zu können. Was denken Sie über dieses Stück?" Gielgud antwortet lapidar: "Oh, never liked that play... All those crazy women running around." Pacino zerfloss förmlich vor Enttäuschung.

Ich kann mir das so richtig vorstellen. Ich mache ein Feature zu "L.A. Confidential", kann endlich Spacey interviewen und dann sagt er: "Och, den Film mocht ich eigentlich nie sonderlich. All die korrupten Cops, die da rumrennen." In Slo-Mo könnte man mir beim Herz-Implodieren zuschauen.

Ob er doch noch ein paar brauchbare Aussagen von der Shakespeare-Ikone für seinen Film bekommen konnte, das verrate ich hier mal nicht. Sehr sehenswert ist Pacinos Herzblut-Projekt, eine Mischung aus Richard III.-Inszenierung sowie Dokumentation über das Stück und Shakespeare mit vielen großen Namen, alle mal, aber ganz besonders für Theater- und Shakespeare-Freunde.

Einer der Beteiligten war damals Spacey (der 2012 übrigens auch erstmals Richard III. spielen wird) und er hat kürzlich obige Geschichte erzählt. Wer das mit Spaceys Pacino- und Gielgud-Imitationen selbst hören möchte, der kann dies hier ab ca. 07:33 min. tun:
http://www.youtube.com/watch?v=WpNT160linI#t=7m33s

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Sonse

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Bitteschön. :) Ausgerechnet auch noch mit Blairs ehemaligen Spin Doctor Alastair Campbell, an dem ich in einem Paper mal nicht viele gute Haare gelassen habe. ;)


pellekraut007

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great show, great film und danke für dein kommentar, grunz;)


Himbeerlola

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nach dem Abspann blieb ich atemlos und überwältigt zurück. Pacino nähert sich Shakespeare mit einer solch intensiven Leidenschaft und beinah kindlicher Begeisterung, dass man gar nicht anders kann als sich mit Haut und Haar mitreissen zu lassen. Und immer wieder kam mir ein Gedanke, den ich in Bezug auf Al so noch nie hatte: Der ist wie Kinski, nur in nett! ;o)

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