Alamo Bay

Alamo Bay (1985), US
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 07.11.1985

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von Louis Malle, mit Ed Harris und Ho Nguyen

“In den Jahren nach dem Fall Saigons flüchtete eine Million Vietnamesen aus ihrem Land, von denen viele hofften, in den USA ein neues Leben aufbauen zu können. Einer von diesen Flüchtlingen ist der junge Vietnamese Dinh. Er kommt mit viel Hoffnung und Vertrauen nach Alamo, ein texanisches Fischerstädtchen am Golf von Mexiko, Anfang der 1980er-Jahre. Seit jeher ernährt man sich hier vom Krabbenfang. Doch mit den ersten Flüchtlingen, die sich als fleißige und geschickte Fischer entpuppen, ist die Stimmung angespannt. Der alte Wally wird offen angefeindet, weil er den Fremden Arbeit auf seinen Krabbenkuttern gibt. Vor allem zwischen dem Vietnam-Veteranen Shang und Wally herrscht Verbitterung, wenn auch nicht nur wegen der Vietnamesen: Ihre Feindschaft schwelt schon seit Langem, denn Shang und Wallys Tochter Glory verbindet seit Jahren eine heiße Affäre, obwohl Shang inzwischen verheiratet und Vater ist. Als Shangs eigener Kutter von der Bank gepfändet und konfisziert wird, eskaliert die Situation, aus der latenten Feindseligkeit lodern die Flammen offenen Hasses. Dinh wird brutal aus einer Kneipe geprügelt, die Fischer organisieren einen Streik, um die Vietnamesen zu verjagen, anscheinend mit Erfolg auf der ganzen Linie. Die unwillkommenen Neubürger packen ihre Koffer und verlassen den Ort. Doch dann kehrt Dinh mit seinem Freund Ben zurück. Er will sich nicht noch einmal vertreiben lassen, nicht noch einmal der Gewalt weichen wie in seiner Heimat – und in Glory findet er eine Mitkämpferin.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Alamo Bay

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Altmeister Louis Malle hat ein sehr komplexes Drama geschaffen. Hier wird mal der Rassismus vor dem Hintergrund von sexuellem Kohldampf beleuchtet, und ein Überleben in einem harten wirtschaftlichen Konkurrenzkampf der vom Niedergang bedrohten Fischereiindustrie. Letztlich geht es sogar um Integration oder Ausgrenzung. Die Spannung wird behutsam aber kontinuierlich aufgebaut und eskaliert zwangsläufig in einem Krieg der Alteingesessenen gegen die neu ins Land gekommenen Vietnamesen.
Der wandlungsfähige Ed Harris überzeugt ebenso wie die optisch noch unverbrauchte Amy Madigan. Ein wichtiger und packender Film, dem leider die ganz grosse Anerkennung versagt blieb.

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Geistertexter

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Bewertung7.0Sehenswert

Malles thematische und stilistische Vielseitigkeit kommt auch hier wieder zum Tragen. Überzeugender und auch spannender Film über den Zusammenhang von Existenzkampf und Rassismus.

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