Alien: Covenant - Kritik

Alien: Covenant / AT: Prometheus 2; Alien: Paradise Lost

US · 2017 · Laufzeit 122 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm, Actionfilm, Science Fiction-Film, Thriller · Kinostart
Du
  • 6 .5
    Onkel Fleischer 27.05.2017, 00:55 Geändert 27.05.2017, 00:56

    Der Kinobesuch lohnt für mich nicht. Was bekommt man geboten?

    + Weitere Teile der Handlung der Filmreihe werden geliefert und sind teilweise recht erheiternd
    + Ein paar nette SciFi-Bilder

    - 95% dessen, was es zu sehen gab, ist so in der Filmreihe schonmal dagewesen. Die Alienbilder waren gut aber exakte Kopien der Vorgänger. Die Action fühlt sich aufgewärmt bzw. beliebig an.
    - Nahezu jede Entscheidung der Charaktäre ist katstrophal unlogisch. Die emotionalen Hintergründe rechtfertigen das auch nicht mehr. Man schickt auf eine Multimilliarden-Euro-Mission nicht nur beschissene Vollidioten, die bei jeder Abweichung vom Gutfall in Panik verfallen und von ihrem Haupauftrag schneller abweichen, als ich auf einem Festival zum Pissoir abbiege.

    Schon "The Martian" von Ridley Scott war für mich vollkommen irrelevant und beliebig. Der Gute Mann sollte das Filmemachen drangeben und sich an seinen frühen, richtungsgebenden Erfolgen erfreuen.

    • 3

      Ich muss ehrlich gesagt zugeben, ich war sehr sehr sehr enttäuscht. Man hätte viel mehr aus dem Film rausholen können.

      • 7
        GerritWuCha 27.05.2017, 00:50 Geändert 27.05.2017, 00:51

        Nach der ganzen relativ durchwachsenen bis miesen Kritik, bin ich nun mit gedämpften Erwartungen ins Kino gegangen. Und das war vielleicht ganz gut so... denn der ganz große Wurf ist der Film sicherlich nicht, aber zumindest ist er sehr atmosphärisch und gut inszeniert. Die wirklich visuell atemberaubende Anfangssequenz wird in ihrer Perfektion im Laufe des Films nicht mehr erreicht. Das ist zwar schade, aber auch der Rest des Films unterhält gut und hebt sich durch seine audiovisuelle Atmosphäre von dem Einheitsbrei der Blockbuster wohltuend ab. Dazu hat man sich mit Jed Kurzel wohl einer der begabtesten Filmkomponisten unserer Zeit ins Boot geholt. In seinen besten Momenten erreicht der Soundtrack eine ähnlich bedrohliche Intensität, wie seine Soundtracks zu "Die Morde von Snowtown", oder aber auch "Macbeth". Jerry Goldsmiths Originalsoundtrack zu "Alien" bleibt natürlich trotzdem einmalig.
        Etwas lahm sind leider die Figuren... am interessantesten ist natürlich auch hier die Figur des David bzw. Walters. Obwohl ich Katherine Waterston seit "Inherent Vice" in sehr guter Erinnerung habe, reicht ihre Figur leider nicht an Ellen Ripley oder Elizabeth Shaw heran. Leider sind auch einige Dialoge und Szenen nah an der unfreiwilligen Komik, was mich bei einem Ridley Scott Film dann doch überrascht hat. Dies sind aber wirklich nur einige wenige Momente, der Rest ist solide bis gut. Gerad auf der großen Leindwand ist der Film lohnenswert. Außerdem gibts wirklich ein paar fies eklige Effekte, wie man es aus der Alien-Reihe gewohnt ist. Auch das oft bemängelte CGI hat mich hier nicht wirklich gestört, da die Aliens trotzdem sehr furchteinflössend inszeniert sind.

        Insgesamt also meine Empfehlung für Alien: Covenant, auch wenn ich persönlich Prometheus noch etwas innovativer fand. Ein Vergleich zu den ersten beiden Teilen der Reihe lohnt sich nicht, da man dann natürlich wirklich nur enttäuscht werden kann. Von der Qualität aber auf dem Niveau wie Alien 3 und Alien 4, die ich beide auch auf ihre Art toll fand, zumal sowohl Fincher als auch Jeunet ihre eigene Vision hatten.

        • 7

          Der Film ist gut - für sich selbst bzw. im Kontext mit Prometheus betrachtet. Er reißt in keiner Kategorie Bäume aus, abgesehen vielleicht von Davids Geschichte und Darstellung, deren Intensität den Film prägt und von Aliens-dezimieren-Menschen-Filmen abhebt.
          Aber schlecht? Nein, gelungen durchaus.
          Die typische Naivität mancher Akteure, erzwungene Wendungen...kann man mit leben. In vielerlei Punkten überzeugt er dann eben doch, der in meinen Augen negativste Punkt ist vielleicht die für mich nicht geglückte Handlungsgeschwindigkeit. Mal einen Tick zu langsam, dann einen Zacken zu überdreht. Letztlich ändert das aber nicht viel am Gesamteindruck. Ein starker SciFi-Film mit ein paar starken Ideen und einem sehr starken Kern, was die Schwächen abmildert.

          Aber: Im Prometheus-Kontext hakt es dann doch. Offene Enden und Fragen sind ok, selbst, wenn man sich anschickt diese auf ewig offen zu lassen - aber nicht bei einem auf dem Vorgänger direkt aufbauenden Nachfolger. Alien: Covenant wirkt, als hätte Scott sich aus dem Vorgänger einfach nur das Interessanteste herausgepickt und den Rest mit klassischem Kunstgriff in die Tonne gekloppt. Sorry, aber das finde ich billig. Insbesondere, wenn die offenen Fragen des Vorgängers halbgar in gefühlt 5 Minuten abgehandelt werden. Tja, wer tot ist fragt eben nicht mehr viel. In dem Zusammenhang wirkt Covenant eher wie eine Hommage oder FanFiction von Privatiers denn Werk von einem, der Prometheus mitgeschaffen hat. Oder halt doch eben nur eine rausgeschleuderte Idee, die bei passenden Einnahmen weiter verwurstet wird, unabhängig davon ob man das irgendwie glaubhaft verbunden bekommt. Da kann man sich schon auf die Nachfolger freuen...

          Ein anderer Aspekt: Covenant soll mehr ALIEN sein? Nichts für ungut, aber auch die finale Version hat wenig mit jener aus der Trilogie (angeblich gibt es ALIEN 4, aber außer über Jeunets Parodie weiß ich davon nichts) zu tun. Ripleys Nemesis war mal düster, mal actionorientiert... In Covenant hingegen wirkte es für mich...nahezu banal. Schlimm, oder? Manche Dinge sollte man im Schatten lassen...

          Schon Prometheus war nicht wirklich ALIEN - Alien: Covenant ist es paradoxerweise für mich noch weniger, obwohl Scott genau das umkehren wollte.
          Meine Freundin fragte mich, was ich von dem Film halte - ich konnte es erst nicht wirklich sagen. Er ist größtenteils richtig gut - aber lässt nicht komplett zufrieden zurück.

          Und Ripleys Geist? Hat weiter seinen Frieden auf Fiorina 161.

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          • 6

            "Alien: Covenant will als Sequel zu Prometheus einerseits die Ideen des Vorgängers weiterspinnen, zugleich jedoch auch eine Art Remake des Originalfilms darstellen. Dem interessanten Aspekt des ,Schöpferwerdens des Geschöpfes' wird sich jedoch aus Alien-Schuldigkeit nicht vollumfänglich gewidmet. Auch die eindimensional gezeichneten Figuren bleiben weitestgehend blass. So durchwachsen Prometheus auch war, ist es doch schade, dass dessen Entwicklungen im Finale hier relativ schnell und lieblos abgefrühstückt werden. Ob dies allein am Wunsch der Leute nach mehr Xenomorphs lag, sei dahingestellt. Letztlich ist Alien: Covenant irgendwie weder Fisch noch Fleisch, im Versuch eine Brücke zwischen zwei prinzipiell verschiedenen Filmen zu schlagen."

            • 6

              Oooh mann.

              Nur meine wirre Vermutung:
              Gott erschafft das Universum, das Universum erschafft die
              Konstrukteure, die Konstrukteure erschaffen Menschen, wirrer Mensch
              erschafft Android, wirrer Android vernichtet mit der "Waffe" die
              Konstrukteure und erschafft "Luzifer", Luzifer im Gewand der
              Aliens vernichtet Menscheit da in der Nahrungskette des Universums
              jetzt ganz oben. Und im 4 Sequel der neuen Alien-Saga erschafft
              "Luzifer" wiederum Gott. ;-)

              Aber vieleicht war ja auch alles nur ein Alptraum von Ripley in
              ihrer Schlafkammer aus Teil 1 der ersten Alien-Saga und nichts
              davon hat je existiert. Oder, alles spielt sich in ein Parallel-
              universum ab und Ridley Scott verheimlicht uns einiges. ;-)

              Der Film war soweit okay, und die letzte Sequenz, zwar nicht ganz
              überraschend, der eigentliche Horror.

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              • 6

                Die wahre Stärke [von Alien Covenant] sind Optik und Atmosphäre [...]. Das Uninteressanteste in diesem stilvollen Edel-Trash sind die Aliens. [Birgit Roschy]

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                • 2

                  Ich hätte nicht gedacht das es nach Prometheus noch schlechter geht.
                  Ein Film der weder Fisch noch Fleisch ist und nur das triefende Ego von Scott zu bieten hat.
                  Grauenhaft, und das nicht im guten Alien Sinne...

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                  • 7

                    Geschrieben von Bond-Autor John Logan (Spectre, Skyfall), folgt Alien: Covenant nämlich einerseits dem klassischen Erzählmuster der Serie, stößt zugleich aber in ungeahnte metaphysische Tiefen vor. [Michael Pekler]

                    • 4

                      Mehr als simpel kontextualisierte Verweise, etwa auf Michelangelo, Wagners «Rheingold» oder Gedichte aus der englischen Romantik, fällt Alien: Covenant zu seinem überdimensionierten (Schöpfungs-)Mythos nicht ein. [Tobias Sedlmaier]

                      • 7

                        Wie es sich für einen zünftigen Alien-Film gehört, spart [Ridley] Scott [in Alien: Covenant] nicht mit einigen brillanten Setpieces, in denen auf die bekannt drastische, sehr blutige Weise nach und nach die Crew, einer nach dem anderen, dahingemeuchelt wird. [Michael Meyns]

                        • 8 .5

                          Ich spare mir die vielen Worte und sage einfach der Film hat mir sehr gut gefallen.

                          • 8 .5

                            Schaut euch die Deleted Scenes auf YouTube an. Da wird einiges deutlich und erklärt viele Fragen.

                            Ich fand ihn Ausgezeichnet. Bis auf ein paar echt dumme Logik Löcher und irrationalen Verhalten der Crew.

                            • 6

                              Achtung Spoiler:

                              Kann mir mal einer erklären weshalb am Ende von Prometheus ein Alien zusehen war und nun David der "Schöpfer der Aliens" ist?

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                                Geht so,hatte mir mehr erwartet.Die Geschichte mit den Robotern ist doof !

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                                  so ein Quatsch! die verpeilte "schrillen vier auf Achse"-Crew mit Truckerhut! trifft auf eine Art Buffalo Bill der Pfeife spielt

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                                  • 6 .5

                                    Kann man sich geben.Das Problem ist generell nicht der Screener ansich sondern das dieses Thema auch schon mit "Ripley" ausgereizt wurde.
                                    Alien(1979) hatte es vorgemacht und bleibt in der Intensität/Atmo unerreicht.Und letzendlich konnte sich wirklich nur noch "Alien 2" durchsetzen auch wenn er Actionlastiger ist.
                                    Alien 3/4 sind dennoch sehr ansehnliche Screener die selbst noch heutige modernere Genrevertreter locker in den Arsch treten können.
                                    Sich alleine schon als Frau(Hauptrolle) so durchsetzen zu können wie" Sigourney Weaver" zu seiner Zeit ist schon mal ein bewundernswertes Merkmal.
                                    "Ridley Scott" hatte ein Denkmal gesetzt und absichtlich auf reine "Männerpower" verzichtet.
                                    Mit Geschick und Raffinesse und einer großen Portion Überlebenswillen hatte man sie auf die "unheimliche Lebensform" losgelassen.Mit reiner Muskelkraft läßt sich "Xenomorph" auch nicht so einfach überrumpeln.
                                    In der "Aliensaga(1-4)" waren es überwiegend männliche Zeitgenossen die in Grass gebissen haben.
                                    Mutig und Wegweisend = "Ridley Scott".

                                    Das Rezept war aufgegangen und da wären wir auch schon bei meinem Problem mit solchen neuen Filmschen.Sie sind zwar im selben Universum angesiedelt aber mir fehlt immer diese Dominanz einer "Ripley" die durch Schläuche gejagt wird und ihr dabei pulstreibend und in verschmutztem Overall sichtlich der Schweiß von der Stirn tropft.
                                    Scheiß auf Splatter/Gore!Denn es waren diese klaustrophobischen Momente die das ganze ein wenig Authentischer machten.Es fehlt definitiv eine starke Persönlichkeit in modernen Vertretern um auch ohne viel Blut und Aufwand einen puren Horror vermitteln zu können.
                                    Damals hatte/mußte man natürlich viel Wert auf schauspielerische Leistung legen da die Mittel und Möglichkeiten für Spezialeffekte noch rar gesäht waren.
                                    Heutzutage versucht man nur durch "CGI" das aus dem Körper ausbrechende Wesen mit detailreicheren Details zu schmücken z.B.!
                                    Obwohl es in "Alien Covenant" teilweise schon echt fies wiederlich(Rücken) gut aussah.Aber das man die Viecher auch schon einatmen konnte war mir letzendlich dann doch auch etwas zu viel des Guten.Dewegen sacken bei mir auch die Points etwas ein.
                                    Die schauspielerische Leistung war aber ganz gut und konnten der "CGI" gut Parole bieten.Ziemlich ausgewogen.

                                    Naja,wie geschrieben,mir fehlt ne starke "Ripley" die "auch" so einen Screener durch mehrere Fortsetzungen jagen könnte und klar die Dominanz ist um sich so einen Driss immer mal wieder geben zu können.

                                    Aber davon mal abgesehen ist "Alien Covenant" definitv meilenweit entfernt von wirklich "Schlecht".
                                    Dieser hat wirklich einige gute Momente die gewisse Oldschool- Alienfeelings bieten können und hüpft dewegen bei mir knapp an einem wirklich "Sehenswert" vorbei.

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                                    • 6

                                      Der Film hat einiges an gutem zu bieten;
                                      Es gibt schöne Einstellungen, teils echt schöne Sci-Fi-ige "Sets"
                                      und einige gute spannende und interessante Szenen - doch leider
                                      überwiegt dieses Gute nicht.

                                      Die Handlung ist mit ihrem "Hilferuf-und-dessen-Folgen" nicht besonders innovativ,
                                      überrascht nicht besonders, stört aber auch nicht besonders.
                                      Die Sets sind eher, mit einigen Ausnahmen mäßig und teils langweilig anzuschauen:
                                      Der Planet wirkt irgendwie sehr erdähnlich-langweilig,auch die Covenant gerade zum Ende hin mit dem immer gleichen Gang-Element. Auch die Bauwerke sind zwar Imposant aber irgendwie uninteressant gestaltet -mit einigen ausnahmen bei den Innenräumen.

                                      Der erdähnliche Planet hat dann wohl auch die Crew zu ihrem fahrlässigen Verhalten geführt - das war selbst bei Prometheus realistischerer und nachvollziehbarer - das man bei einem fremden Ökosystem erstmal Kontakt
                                      vermeidet. Dennoch kann ich sagen das die Hauptcharaktere alle gut besetzt sind und gerade Daniels macht sehr viel Spaß beim zusehen.

                                      Das Sehen ist dennoch, meiner Meinung nach, ein großes Problem in diesem Film. denn man sieht zu viel. Man sieht von Anfang an die Aliens - im Großformat - und damit geht irgendwie der Schrecken vor dem ungewissen verloren. Klar inzwischen weiß auch jeder wie die Aliens aussehen doch besonders im ersten Teil wurde sich mit deren Präsenz sehr zurück gehalten was eben jenen Schrecken verstärkt hat.
                                      Das zieht sich dann auch ins Finale wo das Alien quasi abgefertigt wird - Schade.
                                      Obwohl gerade das "Alte" Alien sehr schön Modelliert und anzusehen ist.
                                      Das Neue gefällt mir hingegen gar nicht. Im gegensetzt zu Gigers Werk wirkt das neue sehr einfallslos und langweilig - in form und Gestaltung. Auch die Evolutionsstufen finde ich beim neuen Alien etwas merkwürdig.

                                      Und das Ende ist ein obligatorischer Cliffhanger, kein schlechter aber es ist absehbar das er schon ein Teil des Folgefilms vorgibt
                                      und somit auch hier den schrecken vor dem unbekannten nimmt.

                                      Zum Abschluss noch etwas zur neuen philosophischen Ader des Films: Generell finde ich es die Thematik nach der Schöpfersuche durchaus interessant, doch wird sie hier, für meinen Geschmack, viel platt ausgeführt und wirkt ein bisschen aufgesetzt. Als wollte Scott unbedingt noch dieses Thema behandeln aber auch die alten Alien Fans befriedigen und versucht irgendwie zweigleisig zu fahren. Auch wenn fraglich ist ob ein Film mit mehr Ausführlichkeit dieser Thematik unbedingt ein Alien Film sein muss/kann.
                                      Vielleicht hätte diese Thematik auch besser funktioniert wenn man sie nicht fast ausschließlich auf Dialog beschränkt hätte.

                                      Aber bitte nicht so wie die Flötenszene (eng. O-Ton: "You blow, i do the fingering")

                                      Und auch wenn das oben jetzt alles sehr vernichtend klingt war es dennoch ein annehmbarer Sci-Fi Film mit horror Elementen.

                                      Ein guter Sci-Fi Film, ein eher mäßiger Alien
                                      - ins Kino braucht man dafür nicht unbedingt.

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                                      • 6 .5
                                        Hardcoremodus 25.05.2017, 13:04 Geändert 25.05.2017, 13:05

                                        Wenn man als Regisseur seinen eigenen Vorgänger so gut wie ignoriert und ziemlich bedeutungslos damit macht....ist das bereits Altersstarrsinn/Vergesslichkeit?Oder einfaches ..was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?
                                        Keine Ahnung.
                                        Mies fand ich Covenant nicht.Ich muss mir den im Heimkino nochmal ansehen.Vieleicht geht ja da noch was nach oben mit Zeitlichem Abstand.

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                                          Drittklassiger Sci-Fi Schinken, den man sich mal in ein paar Monaten oder Jahren auf einen Sonntagnachmittag angucken kann wenn es draußen regnet und man sonst keine Idee für einen Film hat... und auch dann KANN man, muss es aber nicht.
                                          Uns das als ALIEN verkaufen zu wollen grenzt allerdings an eine Frechheit.

                                          Ein Fehler ist hier denke ich, alle Hoffnungen auf Ridley Scott zu setzen, während das Kernproblem die haarsträubende Story ist, die geschrieben wurde. Da hilft es auch nicht, dass Ridley Scott ein brillianter Regisseur ist wenn die Story das Alien-Universum einfach so rücksichtslos auf's Korn nimmt.

                                          In diesem Kontext: Das Wesen aus den Tiefen des Weltalls, das aus einem uralten, versteinerten Raumschiff mitgeschleppt wird und auf finsteren Planeten in unheimlichen Kolonien haust, wurde also kurz bevor die Nostromo erstmals mit ihr in Kontakt kam von einem menschlichen Androiden alà Data-Rip-Off schnell künstlich im Labor erschaffen.
                                          Mal ehrlich: Vor ein paar Jahren hätte man das für einen kurzen Scherz aus einer überdrehten Simpsons Episode gehalten.

                                          Sowas kann ich als "Prequel" nicht ernst nehmen und empfehle jedem anderen ihn bestenfalls als Spin-Off getrennt von der Alien-Mythologie zu sehen. Und auch dann ist der Film nichts.

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                                          • Für mich: Popcorn Kino, im guten sinne. Nicht mehr nicht weniger.
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                                              Ich versteh nicht wie man immer wieder ne Crew ohne Atemschutz auf einen fremden Planeten schicken kann. Selbst wenn dort ne Atmosphäre und für den Menschen Atmungsfähige Luft ist muss man doch davon ausgehen sich irgendwelche mehr oder weniger Tödlichen Krankheiten einzufangen, wie schon die Europäer zu Kolonialzeiten.
                                              Der vorhersehbare plot twist am Ende und die anderen Logik und Story Fehler sind meiner Meinung nach noch im übersehbaren Rahmen, besonders da der Film im Vergleich zu allen anderen Alien Filmen ne richtige Horroratmosphäre aufbaute.

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                                                Ein neuer Prometheus, ja - einer Alien-Film, nein: Das wäre letztlich kein Problem, würde der Titel nicht etwas anderes suggerieren. Tatsächlich gefiel mir die erste halbe Stunde, die letztlich nichts von beidem war, am besten. Vor allem im daran anschließenden Mittelteil jedoch verliert sich der Film aber leider in bedeutungsschwangeren, langwierigen und -weiligen Passagen, in denen mich der Film komplett verloren hat. Eine Frage, die mir beim Schauen von "Alien: Covenant" gleich mehrfach aufkam war, wie viele verschiedene/überarbeitete Drehbücher es wohl im Verlauf der Produktion gab? Es werden (gleich mehrfach) technische Gadgets mit einiger Screentime eingeführt, die im weiteren Verlauf nicht mehr vorkommen, man allerdings fast schon drauf gepolt wird, dass diese noch einmal eine Bedeutung haben werden. Darüber hinaus wirkt der Film sehr episodenhaft aufgeteilt in drei Abschnitte. Dabei sollte es der letzte sein, der einigermaßen Alien-Feeling verbreiten sollte. Dieser ist proportional aber viel zu kurz und wirkt einfach uninspiriert und hingerotzt. Suspense-Faktor = nicht vorhanden.
                                                Ich habe sicherlich in den letzten Jahren schlechtere Filme als "Alien: Covenant" im Kino gesehen, allerdings musste ich heute lange überlegen, wann ich das letzte Mal so enttäuscht aus einem herauskam.

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                                                • 6 .5
                                                  Fando_Y_Lis 25.05.2017, 00:25 Geändert 25.05.2017, 07:58

                                                  Ridley Scott:

                                                  "Ist der Mythos ruiniert,
                                                  dreht sich´s völlig ungeniert".

                                                  (Hab ich ihm gerade in den Mund gelegt).

                                                  Meine Begleitung sagte nach dem Film: "Kurzweilig" und "Gefällig".

                                                  Das kann sowohl ein Kompliment wie auch ein Todesurteil für einen Alien-Film sein.

                                                  Der Face-Hugger dient hierbei als Crowd-Pleaser.

                                                  Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil sowie Prometheus wird eine etwas holprige und krude Story angesiedelt, in der Michael Fassbender in einer Doppelrolle gleich zweifach unterfordert bleibt und als Philosophie-Sätzchen-Aufsager fungiert.

                                                  "Alien : Covenant" wirkt so, als solle es dieses Mal wirklich allen Zuschauern recht gemacht werden und changiert zwischen Slo-Mo und Krawums-Film. Mal gibt´s Splatter, mal gibt´s Unbill zwischen Crew-Mitgliedern. Die bleiben einem aber leider meistens sowieso egal, weswegen es nicht besonders schockierend wirkt, wenn sie aus dem Weg geräumt werden, zumal alles auf der CGI-Schiene passiert.

                                                  Ein Remix aus vor allem den ersten beiden Teilen lässt Face-Hugger, explodierende Körperteile und den blinkenden Punkt auf dem Bildschirm welcher zeigt wo der Alien sich befindet auf die Zuschauer los. Das ist schön anzuschauen, aber etwas Wesentliches fehlt: nervenzersägende und gruselige Momente.

                                                  Der nicht besonders überraschende Schluß legt nahe, daß es mindestens eine Fortsetzung geben wird.

                                                  Ich hab schon bedeutend schlimmere Weiterspinnereien erfolgreicher Franchises gesehen als "Alien : Coventant". Der Film ist immerhin kein Desaster. Dafür sieht er gut aus (wird man ja bei den Produktionskosten wohl auch erwarten dürfen) und die Story fügt sich einigermaßen logisch in die Vorgänger ein.

                                                  Bin auch nicht wirklich sicher, was anders oder besser gemacht werden könnte.

                                                  Außer in einem Punkt: nach Teil 3 hätte Schluß sein sollen...

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                                                  • 4 .5

                                                    Das war wohl der langweiligste Teil der gesamten Reihe. Also ehrlich Leute. Selbst der damals so verrissene vierte Teil mit Ripley hatte mehr zu bieten als dieser Müll hier. Sehr sehr enttäuschend. Da wo Prometheus noch zumindest mit etwas Neuem aufwarten konnte, war Covenent nur noch eine Kopie von allen Teilen zusammen. Das erste Mal, dass ich bei einem Alien Film fast eingeschlafen bin. Das macht einfach keinen Sinn mehr. Manchmal muss man einfach mal einsehen, dass man es nicht mehr besser machen kann. Vor allem dann nicht , wenn man versucht der blöden unzufriedenen Masse gerecht zu werden. Dann kommt dabei so etwas wie Covenent raus. Gute Nacht.