Alle Anderen

Alle Anderen (2009), DE
Laufzeit 124 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 18.06.2009

6.8 Kritiker
19 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
517 Bewertungen
50 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Maren Ade, mit Birgit Minichmayr und Lars Eidinger

Alle Anderen erzählt die tragikomische Geschichte von Gitti und Chris, einem ungleichen Paar, welches sich in abgeschiedener Zweisamkeit durch einen Urlaub kämpft. Wir lernen zwei Menschen kennen, wie sie nur sein können, wenn sie alleine sind: geheime Rituale, Albernheiten, unerfüllte Wünsche, Geheimnisse, Machtkämpfe. Ausgelöst durch ein scheinbar unwichtiges Ereignis – die Begegnung mit einem anderen Paar – gerät die Beziehung ins Wanken. Die Anderen sind nicht nur erfolgreicher, sondern verstehen es zudem eine konventionelle Mann-Frau Rollenverteilung hinter einer modernen Fassade zu verstecken. Das andere Paar wird für beide zum Sehnsuchtsbild. Er beginnt sich still an den Anderen zu orientieren und versucht seiner eigensinnigen Freundin ihre Grenzen zu zeigen, wodurch Gittis Vertrauen in ihren Freund zutiefst erschüttert wird. Die Anpassung an sein Wunschbild, welche sie in Folge versucht, entwickelt sich vom provokanten Spiel mit einer neuen Rolle zu einem stillen Kampf gegen sich selbst. Während Chris in der Rolle des Stärkeren aufblüht und sich Gitti auf neue Weise öffnet, beginnt sie sich in ihrer neuen Rolle zu verlieren.

  • 37795279001_1042910330001_494af722c21b6-thumb-square
  • Alle Anderen - Bild 1549854
  • Alle Anderen - Bild 1549867
  • Alle Anderen - Bild 1549880
  • Alle Anderen - Bild 1549893

Mehr Bilder (13) und Videos (2) zu Alle Anderen


Cast & Crew


Kritiken (12) — Film: Alle Anderen

LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

"Alle Anderen" verlässt sich dabei auf [die beiden Hauptdarsteller], fokussiert und analysiert die von ihnen verkörperten Figuren. Der realistische Eindruck, der durch den Dreh an Originalschauplätzen, Handkamera und eine puristische Ausstattung entsteht, trägt entscheidend zur Intensität des Films bei. Einzig ein paar papierne Dialoge und wenige Manieriertheiten im Verhalten des Pärchens stören im ansonsten sehr stimmigen Gesamtbild. "Alle Anderen" ist ein anspruchsvolles Beziehungsdrama mit nur minimalen Schwächen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ciprian David: NEGATIV

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

....Der Sardinien-Urlaub des Paares wird zum Anlass der Konfrontation der Differenzen zwischen den beiden, und wie bereits nach dieser Anfangsszene metaphorisch erfahren, mag Chris diese Konfrontation nicht angehen. Seine Kommunikationsutensilien sind zwar sehr variiert, verlassen aber nie den Bereich des Spiels, sich immer ein indirektes Medium suchend, wie etwa Schnappi, sein Ingwer-Alter-Ego, oder die Weite der Verallgemeinerung. Doch ein Nestchen innerhalb der Beziehung ist Gitti alles andere als gerecht und früh im Film wird Chris Verschlossenheit zu einem Schatten über den idyllischen Spielen der Anfangsszenen. Ständig um ihn, um die Beziehung bemüht, such Gitti das Gespräch, versucht ihren Freund in seinen Lebensplänen und –Krisen zu unterstützen und treibt ihn dadurch umso mehr in seine einsame Gedankenwelt....

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

[...] In all der Tristesse sticht die Leistung der beiden Hauptdarsteller spürbar hervor. Birgit Minichmayr und Lars Eidinger geben das sich auseinanderlebende Paar sehr glaubhaft und haben ihre Rollen wirklich verinnerlicht. Somit kann ich zumindest sagen, dass der Silberne Bär für die beste weibliche Darstellerin absolut verdient an Minichmayr ging. Ich freue mich schon jetzt auf ihre kommenden Filme – nicht nur wegen der Optik.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Dieses Pärchen auf Sardinien albert herrlich miteinander, sie kennen sie in- und auswendig und sie wissen, wo die Fallgruben ihrer Beziehung sind. Wie durch zwei andere Menschen die Beziehung aus dem Gleichgewicht gerät, ist erschreckend. Und doch faszinierend genau gezeichnet und beobachtet.

Das funktioniert zwei Stunden lang mit dem scheinbar beiläufigen, irgendwie improvisiert und doch ungemein echt wirkenden Spiel von Birgit Minichmayr und Lars Eidinger. Aber die im umwerfend komischen wie im tief verletzenden gleich entblößenden Dialoge stammen von Regisseurin und Autorin Maren Ade. Mit intensiven und intimen Einblicken beobachtet die Regisseurin Sehnsüchte, Rollenspiele und innere Kämpfe.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Autorenfilmerin Ade, bereits 2005 mit ihrem Erstlingswerk "Der Wald vor lauter Bäumen" aufgefallen, erzählt mit viel Sinn und Verstand fürs Kinematographische eine intime Liebesgeschichte der Generation Ü30, die in die Tiefen einer Beziehung eintaucht und sich dabei ganz aufs berührende Spiel der theatererfahrenen Hauptdarsteller verlässt. Ihre "Szenen (vor) einer Ehe" wurden mit dem "Silbernen Bären" für Birgit Minichmayr und dem "Großen Preis" der "Berlinale"-Jury ausgezeichnet. Denn hier passt einfach alles. Von der Partnerwahl der Protagonisten mal abgesehen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Ich fühlte mich an einen Song der Neubauten erinnert: "Wer von uns beiden ist der Geliebte?" Jemand springt aus Liebe aus dem Fenster und der Geliebte schaut nicht hin; ist permanent auf sich selbstbezogen. Dieser Blick auf die Liebe aus der Sicht des Anderen ist das Spannende an dem Film, der leider einige Längen hat. Schauspielerisch bietet er höchstes Niveau; die Sätze sitzen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Schon in ihrem hervorragenden Debüt "Der Wald vor lauter Bäumen" erkundete Ade mit Präzision das Seelenleben einer einsamen Lehrerin. Diese seltene Genauigkeit, in der das Komische und das Schmerzhafte immer wieder sehr dicht beieinander liegen, zeichnet nun auch "Alle anderen" aus. Sie findet sich in den Dialogen ebenso wieder wie in den kleinsten Ausstattungsdetails oder dem herausragenden, vertraut natürlichen Spiel der beiden Hauptdarsteller Minichmayr und Eidinger.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Wer will schon sein wie alle anderen? Eigentlich niemand. Darum will auch Gitti (Birgit Minichmayr) nicht, dass Chris (Lars Eidinger) ein Anderer wird. Ein Langweiler oder ein angepasster Spießer mit übersteigerten Männlichkeitsidealen, der nur an Anerkennung, Geld und Erfolg denkt. Und damit weniger an sie, seine Freundin. Ihm wäre dann ihr gemeinsames Rumgealber oder das In-den-Tag-hinein-Leben nicht mehr so wichtig, wie sie es grade jetzt während ihres gemeinsamen Spanienurlaubs so perfekt praktizieren. Doch gleichzeitig will sie nicht, dass Chris weiterhin so ziellos durch sein Leben pendelt. Ein bisschen mehr Ehrgeiz und ein stärkeres Selbstbewusstsein dürfe es Gittis Meinung nach schon sein. Als die beiden ein anderes deutsches Paar kennen lernen, das hinter seiner hippen Fassade ziemlich altmodische Ansichten vertritt und somit das genaue Gegenteil zu Gitti und Chris darstellt, gerät ihre Beziehung aus dem Gleichgewicht. Von jungen Menschen, die nicht so recht wissen, was sie von sich und ihrem Partner wollen oder wollen sollen, erzählt der neue Film von Maren Ade, die vor sechs Jahren mit „Der Wald vor lauter Bäumen“ ein kleines Meisterwerk des deutschen Nachwuchskinos ablieferte. Diese und ähnliche Beziehungsfragen, private wie berufliche Ängste, Sehnsüchte und Erwartungen dekliniert Ade in ihrem sonnendurchfluteten und schlicht inszenierten Pärchendrama durch. Als wahre Meister ihres Fachs erweisen sich dabei die Hauptdarsteller Birgit Minichmayr, die für diese Rolle einen Berlinale-Bären gewann, und Lars Eidinger, die mit ihrem unmittelbaren Spiel diesen manchmal etwas zu vertrödelten Beziehungsreigen über die Zeit retten. Großes kleines Kino aus der heimischen Realtraumfabrik.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

Kommentar löschen
3.5Schwach

Dieser Film ist in jeder Hinsicht belanglos: sowohl was die Handlung als auch was die Charaktere angeht, die sich in kindischen, nichtigen Dialogen ergehen. Warum man sich für sie interessieren soll, weiß man trotz einer so tollen Schauspielerin wie Birgit Minichmayr bis zum Schluss nicht.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Alle Anderen schwankt unentschlossen zwischen Hysterie, Langeweile und der Erkenntnis, dass man sich eigentlich nichts zu sagen hat und wirkt über weite Strecken wie eine Schauspielimprovisation, die irgendwann einmal ihr Ziel ein wenig aus den Augen verloren hat. Und das ist gerade wegen der erschreckend authentischen Schauspieler und Maren Ades großartigem Debüt dann doch eine echte Enttäuschung.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Hinaus aber aus dem ewigen Kreisen und Schwanken und der passiv-agressiven Ironie dieses Lebens findet der Film nicht. Er ist eine ungeheuer genaue und geduldige und darum immer wieder faszinierende Diagnose von Befindlichkeiten, deren sozialer und ästhetischer Ort genau angebbar ist. Man kann das "Alle Anderen" zum Vorwurf machen - muss dabei aber schon selbst sagen, von wo aus genau man selbst blickt oder spricht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Zu erleben sind hier zwei großartige Schauspieler: Birgit Minichmayr, die viel zu oft nur Nebenrollen spielt, und Lars Eidinger, ein Schaubühnen-Star. Zu sehen sind hier wundervoll gespielte, wohl auch improvisierte Szenen. Eine bündige Dramaturgie freilich wird daraus nicht. Immer wenn es eine Konsequenz geben müsste, gibt es stattdessen eine Inkonsequenz. Das ist so im Leben. Im Kino möchte man das anders sehen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Janus Winter

Antwort löschen

Das ist so im Leben. Und warum nicht auch im Kino. Mit Punkt.



Kommentare (38) — Film: Alle Anderen

Kommentar schreiben
Sortierung

herrbenson

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Seltsames, sehr langatmiges Beziehungsdrama. Selbst mit viel Fantasie kein tieferer Sinn feststellbar.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

keinohrhase20

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Stand der Dinge: Eigentlich lieben sich Gitti und Chris, dennoch haben sie das Gefühl das etwas fehlt. Etwas was alle anderen haben ? Etwas was der (gut verdienende) Rivale von Chris mit seiner(schwangeren) Frau hat? Grundsätzlich sind diese beiden Aspekte, die Frage nach dem was und wie bereits die ganze(für die meisten) ersichtliche Handlung.
Daraus resultierend dann anschließend Sätze wie:“ Langweiliges Pärchen Filmchen mit null Anspruch und ganz viel.. gähnender leere. Wer jedoch genau hinter die Fassade-den genau das ist es- blickt wird erkennen das in jedem Blick und in jeder Bewegung eine von den Darstellern perfekt verkörperte Andeutung steckt welche dem ganzen nach und nach an subtiler Spannung und entwaffnender Offenheit gewinnen lässt.
Gerade Minichmayr ist von atemberaubender Authentizität und trifft jeden Ton. Zu recht wurde sie strahlende Siegerin eines silbernen Bärens. Höhepunkt des Filmes selbst ist im Gegensatz zum etwas abfallenden Ende eine Wanderung zu zweit in der auf erschreckende weise lange verschwiegene Wahrheiten...weiter verschwiegen werden. Kann man lieben, kann man mögen kann man hassen oder sich dabei langweilen, eine Chance sollte man dem Film jedenfalls geben.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr. Pink

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Alle anderen" ist ein großartiges Beziehungsdrama! Die Storyentwicklung ist nachvollziehbar, die Dialoge sind gut geschrieben, wirken nicht zu aufgesetzt, die Kamera fängt ansehnliche, stilvolle Bilder ein und auch sonst ist die Inszenierung sehr gelungen, hält sich aber trotzdem dezent zurück, was vor allem im sehr sparsam gehaltenen (und trotzdem immer äußerst passenden) Soundtrack sehr gut zu erkennen ist. Dadurch ist es möglich, sich in erster Linie auf die Geschichte und das herausragende Schauspiel zu konzentrieren. Dieses kommt extrem glaubwürdig rüber, da die Schauspieler wirklich alles geben und ihre Sache ausgezeichnet machen. Der Film lebt vor allem von diesen zutiefst ehrlichen Darstellungen.

"Alle Anderen" wirkt daher insgesamt einfach sehr echt und authentisch, ist außerdem wunderschön anzusehen und in seiner unverfälschten Darstellung menschlicher Emotionen und den Höhen und Tiefen zwischenmenschlicher Beziehungen absolut überzeugend.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

THE_JUDGE

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

"Alle Anderen" läßt mich grad ein wenig so da stehen wie bestellt und nicht abgeholt. Das Erste und auch mit das Letzte was ich mir während der zwei Stunden dachte war, dies ist auf jeden Fall der Top-Streifen um langjährigen Singles vorzuhalten wie gut es ihnen doch geht. Das der Film auf sowas nicht aus ist, ist mir schon klar, keine Sorge, es hat mich nur permanent begleitet, vielleicht auch weil einem (oder mir), vieles irgendwie bekannt vorkommt und irgendwie fremdpeinlich berührt. Ich behaupte jetzt auch mal ganz feist, dass man merkt, dass der Film von einer Dame geschrieben bzw. umgesetzt wurde, ohne das jetzt irgendwie so im machomäßigen Ton rüber zu bringen. Das Hauptaugenmerk liegt, finde ich, ziemlich auf Gitti und ihrer Gefühlswelt. Sie ist auch irgendwie der Part der Beziehung, der diese ganzen Zwiespalte, Ängste und Gefühle äußert, die man halt mal so haben kann. Das alles wirkt auf jeden Fall authentisch, aber ist auch irgendwie anstrengend. Zwei Stunden sind allerdings ein wenig viel wie ich finde und es ist nicht leicht am Ball zu bleiben, vorallem in den ersten 45 Minuten, in denen man praktisch nur Gitti und Chris mit ihren Problemen, die teilweise eigentlich gar keine sind, begleitet. Platt formuliert: "Beziehung halt!". Naja, viel mehr will ich auch garnicht sagen. Ein gut funktionierendes Drama, das mit Sicherheit nicht jeden begeistert oder unterhält.
Als Typ der leider immer ein Auge für Details hat, muß ich erwähnen, dass den roten BMW der Beiden, zwischendruch ein anders Nummernschild schmückt. Das interessiert zwar keine Sau, aber so kann ich mich wenigstens noch kurz wichtig machen ;)!!!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

U-Turn

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Langweilig der Film. Ohne Anfang ohne Ende ohne Höhepunkte. Wer auf Beziehungsgelaber non stop steht, sollte sich den Film angucken.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

freaky_78

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Dieser Film wird mir nicht in Erinnerung bleiben, obwohl ich beim Sehen nicht gelangweilt war. Irgendwie ist alles so "naja" und für mich verhalten die Charaktere sich nicht so, dass ich es nachvollziehen könnte. Man erfährt einfach zu wenig über die Protagonisten, als dass man sie wirklich verstehen könnte. Es macht zwar Spaß, Ihnen zuzusehen, aber am Ende fügt sich nichts zusammen. Vieles bleibt im Verborgenen. Dies mag natürlich auch einen gewissen Reiz ausmachen, aber es frustriert den Zuschauer auch. Ich denke, in ein paar Monaten werde ich die Story komplett aus meinem Gedächtnis gelöscht haben.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Janus Winter

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mein erster Gedanke war: oh, nein, das ist doch bestimmt wieder son armer Abschluß-Debüt-Film ohne Konzept, und die armen Darsteller müssen alles alleine machen und improvisieren sich in Peinlichkeiten oder Langeweile. Doch während ich innerlich bereits fast abgeschaltet habe und die Erwartungshaltung Richtung Gefrierpunkt tendierte, drehte die ganze Geschichte und wurde tatsächlich immer spannender, was vor allem der absolut stimmigen und authentischen Darstellung von Birgit Minichmayr und Lars Eidinger (aprospros authentisch, da war doch tatsächlich ein errigiertes Glied zu sehen; thumbs up!) zu verdanken ist. "Die Hauptfigur sollte ein Paar sein und keine einzelne Person.", sagte Regisseurin Maren Ade. Eine bessere Umsetzung dieses Vorsatzes kann man sich kaum vorstellen. Wir sehen zwei Menschen, die zusammen in etwas Neuem aufgehen, und während Gitti sich fast schon masochistisch anpasst und hineinpresst, betont Chris immer wieder die Differenzen. Man hat das Gefühl, er braucht die Beziehung nur, um sein Anders-Sein zu spüren, braucht das Unvollkommene, um nicht wie ALLE ANDEREN in einem geregelten Leben zu ersticken. Das ist mitunter so anstrengend, dass man kaum nachvollziehen kann, warum Gitti sich so abhängig macht. Sie möchte Klarheit, sie hat ALLEN ANDEREN gegenüber klare Positionen, nur Chris gegenüber hält sie sich zurück, um ihn nicht weiter abzustoßen. Eine wunderbare Szene macht dies besonders deutlich, wo es plötzlich aus ihr herausbricht und sie Chris das Absurde seines Lebensmodells vor Augen führt. Woraufhin er nur abblockt: "Ich wollte mit dir über was ganz anderes reden!"
Maren Ade zeichnet ein realistisches Bild von Liebe, im Gegensatz zur üblichen Verkitschung und überhöhten Romantisierung, und das macht sie über weite Strecken ausgezeichnet. Der Anfang ist noch ein wenig holpprig, aber das Durchhalten wird auf jeden Fall belohnt.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Snake Charmer

Antwort löschen

yup.


Cabuflé

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Langweilige Menschen suhlen sich in Luxusproblemen und reden darüber, wie gelangweilt sie voneinander sind. Leider kommt kein Serienkiller und zersägt sie.

Affektiertes Theaterspiel, schreiend oberflächliche Dialoge und zwanghaft ausgestellte Zurückhaltung im Einsatz filmischer Mittel behaupten künstlerischen Anspruch, als ob das bloße Fehlen von Schauwerten gleichbedeutend wäre mit Subtilität.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

nithical

Antwort löschen

Leider kommt kein Serienkiller und zersägt sie.


moviepilotsven

Antwort löschen

Leider kommt kein Serienkiller und zersägt sie.


kristallrainer

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Lakonische Filme mit verhältnismäßig wenig Handlung gefallen mir an für sich, ob es ein Jarmusch ist oder auch deutsche Beiträge wie Jerichow o.ä. Alle Anderen versucht ein solcher Film zu sein, aber das gelingt aus verschiedenen Gründen nicht. Die Story ist ok,aber schrecklich langweilig und platt erzählt. Die Schauspieler machen ihre Sache gut, aber die Charaktere - vorallem die von Birgit Minichmayr verkörpert wurde wirkt durch und durch unsympathisch - sind letztendlich auch unfassbar laaaaangweilig. Ecken und Kanten haben sie zwar alle, aber die Dialoge sind oberflächlich und monoton. Bei diesem Film könnte man auf jeden Fall gut einschlafen.
Gefallen könnte "Alle Anderen" höchstens Menschen, die sich mit den Protagonisten irgendwie identifizieren können oder ähnliches erlebt haben(Mein Beileid!). Für mich ein überschätzter Film, der letztendlich einfach nur unnötig ist und mit seinen über 120 Minuten auch noch viel zu lang ist.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Heidisdottir

Antwort löschen

Ich fühl' mich auch schon ganz langweilig.


kristallrainer

Antwort löschen

Der Kommentar sollte nicht ausdrücken, dass die Leute , die sich mit den Charakteren identifizieren können langweilig sind! Ich bin der Meinung,dass die Fehler im Drehbuch/der Regie liegen, denn ich bin ein großer Fan von ruhigen Filmen (Jarmusch & Co) und den zwangsläufig oft "ruhigen" Charakteren


Snake Charmer

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Präzise beobachtend & authentisch wirkend. Und soziologisch sehr interessant, wird hier doch auch die Thematik der "Männerrolle" (innerhalb einer Beziehung) ernsthaft behandelt.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sigmund

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein sehr eigenständiger und überragend beobachteter Film, der wohl vor allem den Freunden des Feinstofflichen gefallen wird. Zumindest sollte man eine große Portion Neugier an inneren Prozessen und Geschlechterrollen mitbringen und offen dafür sein, sich emotional-intellektuell fordern zu lassen!
Fans von einfachen Antworten, Klischees und klobig zusammengehauener Standarddramaturgie werden diesen Film wahrscheinlich ganz besonders hassen.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sancho

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Leise und unspektakulär erzählte Urlaubsgeschichte, in der, wenn man möchte, alles ein bisschen komisch, andererseits alles auch irgendwie liebenswürdig ist. Wieder einmal auch der Stand der Dinge. Ein nettes Kammerspiel, das, zu zweit gesehen, sicher zu unterhaltsamen Kontroversen führt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

anami

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Die Intensität der Spürens des sich entwickelnden aneinander Vorbei-Liebens von Gitti und Chris ist in seiner filmischen Darstellung unbedingt grandios umgesetzt worden von Maren Ade.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

maslobojew

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tja, ich konnte mit dem Film einfach was anfangen, wahrscheinlich, weil mir so einiges bekannt vorkam. Unabhängig davon, hat das aber wohl nur funktioniert, weil der Film finde ich ich schon gut gemacht ist: Besonders die Dialoge.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sanylein

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Viel zu langweilig gemacht, es wir gelabert ohne Ende und sonst passiert nix wirklich. Von den Dialogen bin ich auch nicht so begeistert wie die meisten, alles sehr einschläfernd.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

paxxx

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Wahnsinn! Ein so toller Film über Menschen, wie sie heutzutage in Städten leben, etwas besonderes sein möchten, geliebt werden wollen und einander einfach schlecht zuhören können. - Ganz groß gespieltes Kino, mit einer herrlichen Ausstattung und einer bewundernswert zurückhaltenden Kameraarbeit. Vor allem zeigt der Film, wie man innerhalb kurzer Zeit in einen zwischenmenschlichen Konflikt gerät, ohne dass man irgendetwas gemacht hat, bzw. verbockt hat. Sprache und Kommunikation in der (ersten) Lebenswelt sind hier eindrucksvoll eingefangen. Wahrscheinlich haben Menschen, die nur im Netz hängen, arge Probleme mit dem Film. Dennoch sollten sich gerade diese fragen, warum nur...

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

plattfuss69

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Sofern man sich den Film zu zweit anschaut, kann man danach wunderbar darüber streiten, welcher Akteur - der Mann oder die Frau - die größten Fehler macht, der dämlichste Depp ist und am unerträglichsten ist. Mir ging schon nach 10 Minuten diese Gitti dermaßen auf die Nerven, dass ich sie gleich vor die Tür gesetzt hätte - bei meiner Freundin war es umgekehrt - sie fand den Chris als emotionskalte Dumpfbacke. Viel Identifikations- und Selbsterkenntnispotenzial also. Andererseits: der Film kommt einem quälend lang vor, wenn man sich erstmal ein Urteil über dieses nervige Pärchen gebildet hat. Den Film würde ich jetzt auch nicht unbedingt empfehlen, wenn man danach noch etwas Romatisches vorhat...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

chriskaps

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ganz klar ein Fall für die öffentlich-rechtlichen um 0:30 Uhr an einem Montag! Eine Beziehung mit eklatanten Kommunikationsschwierigkeiten, obwohl sie sich doch ganz schön viel an den Kopf werfen. Die Kamera bleibt in Situationen bei den Schauspielern wo bei anderen Filmen schon längst der Schnitt gewesen wäre, und der Film wirkt dadurch viel realer als das meißte was man sonst zu sehen bekommt. Deswegen wahrscheinlich die geteilten Meinungen. Ich war gern dabei.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JarvisBln

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film der vor allem durch seine genauen Details überzeugt, und dadurch so etwas
wie Authentizität rüberbringt. Die Ausstattung ist einfach grossartig, die Musikauswahl
präzise, und Theaterschaupieler im Film liebe ich sowieso, wie sich Lars Eidinger
in der Szene, in der er das schnöde Wohnzimmer in eine Disco verwandelt den Raum
aneignet, das geht nur mit Bühnenerfahrung. Und Frau Minichmayr hat eine Präsenz,
die beängstigend ist. Nicht zu vergessen der Schnappi und dass der Film ja auch noch
bei allem Beziehungsgelaber ein grosses Thema hat: "Ich will nicht sein wie die Anderen".

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cinorbird

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Es gibt viele Mängelexemplare, die als Männer getarnt frei durch die Kinowelt laufen - aber das Früchtchen in "Alle anderen" schießt schon den Vogel ab. Dass hier der Gefährdungsmeldungsspezialdienst noch nicht vorstellig geworden ist, erstaunt in höchstem Maße: dieser sardinische Freilandversuch in Sachen Beziehungsdrama ist derart quälend und unerträglich subtil ausgefallen, dass Beratungsgespräche im ASD eine echte Alternative darstellen würden…

Ein junger, unentschlossener Architekt und seine vitale Gespielin (mit ernsthaften Absichten) sind während eines Sardinien-Urlaubs auf der vergeblichen Suche nach der wahren Gemeinsamkeit - und das leider überwiegend verbal.
Da kann doch nix bei rumkommen.
Immerhin bleiben sie zusammen, weil man schon mal drum rum geredet hat. Gute Grundlage für eine Eheschließung also.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch