Alle Farben des Lebens - Kritik

About Ray / AT: Three Generations; 3 Generations

US · 2015 · Laufzeit 87 Minuten · FSK 6 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • 7 .5
    hallidalli 14.07.2017, 17:53 Geändert 14.07.2017, 17:54

    Durch einen Freund der das gleiche durchmachte kann ich nur sagen 1a umgesetzter Stoff. Die dazugefügte Familienstory gibt den übrigen Senf dazu, echt knorke. ^^

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    • 6

      „Alle Farben des Lebens“ nimmt die geplante Geschlechtsumwandlung des jüngsten Familienmitglieds zum Anlass, um eine Reihe von Konflikten aufzuzeigen. Der Film hat dabei sicher das Herz am rechten Fleck und gefällt auch durch das fabelhafte Ensemble. Ein bisschen mehr Tiefgang und Mut hätten der Feelgood-Tragikomödie aber sicher nicht geschadet.

      • 6

        Der Look ist bekannt und geradezu wohlig: der Film ist ein solcher New Yorker Independent Film der die Stadt nicht hip und ultracool ausschauen läßt, sondern eine herbstliche Atmosphäre mit Brauntönen erzeugt (ein ähnliches Beispiel war z.B. „Von der Kunst sich durchzumogeln“) und mit ständigem Einsatz von Pianomusik arbeitet. Das ist wie ein Stilmittel das man mögen kann oder eben nicht. Ansonsten ist der Film eine eigentlich handlungsarme Familienstory – man beobachtet einfach eine Zeit der Veränderung in einer restlos untypischen New Yorker Familie. Da geht es um Transsexualität, Homosexualität und eine sehr undgewöhnliche Form der Patchwork Familie. Ich kann jeden verstehen der sowas total langweilig findet, aber ebenso wenig kann ich Leute verdammen die dieser Filmart was entnehmen können. In diesem Fall ist es vielleicht noch speziell daß in der gezeigten Familie ein immenser Zusammenhalt und verständnis herrscht, so daß die gezeigten Konflikte nie zu einem Extrem werden. Aber trotzdem mit sensibel agierenden Darstellern und der eingangs genannten Indie Atmosphäre macht der Film sicherlich ein paar Leutge glücklich.

        Fazit: Fokus auf eine ungewöhnliche Familie, in der angenehm schaubaren Form eines Independent Films!

        • 6
          mitcharts 29.12.2016, 01:15 Geändert 29.12.2016, 01:22

          [40. Toronto International Film Festival]

          Der Titel von Gaby Dellals neustem Film ist interessanterweise ein Stück weit nicht ganz korrekt. Ja, es geht um Ray, aber viel mehr ist es nicht Ray alleine der hier in den Vordergrund gestellt wird, sondern Ray und seine Familie.
          Dabei geht Dellal hier einen etwas anderen Weg als viele Filme rund um das Thema Transgender, denn sie blendet den (psychischen) Wandel von Ray komplett aus und setzt ihn als bereits gegeben voraus und wirft uns in eine Situation in der wir mit einer Familie konfrontiert werden, die sich augenscheinlich damit abgefunden haben, dass Ray eben Ray ist, werden aber auf Grund der Tatsache, dass Ray für den physischen Wandel die Einwilligung der Eltern benötigt, nochmals ihren eigenen Ängsten und Sorgen gegenüber gestellt und müssen mit einigen schwierigen Situationen zurecht kommen. Dabei rückt Dellal die Transgenderthematik garnicht so sehr in den Vordergrund, sondern lässt diese dezent und mit Feingefühl in den Film mit einfließen, während sich die Geschichte gleichzeitig - leider nicht immer ganz optimal - auch um die anderen Probleme der Figuren kümmert. Hinzu kommt Dellals Wagemut die Familie derart zu überzeichnen (New Yorker, Rays "artsy-fartsy" Musikschule, alleinerziehende Mutter, lesbische Mutter plus Freundin, alle leben zusammen unter einem Dach in einem "artsy-fartsy" Künstlerhaus), dass das soziale Element ebenso in den Hintergrund rückt und man sich eher auf die menschliche Seite der Figuren konzentrieren kann.
          Dellals ABOUT RAY ist ein tragikomischer Film, der aufzeigt, dass man als Familie zueinanderhalten sollte und man alle Hürden des Lebens überwinden kann, ohne dabei sein eigenes Glück aus den Augen zu verlieren.

          • 5

            Ich habe mehr erwartet. Der Film zeigt leider nicht wirklich was. Ray hat für mich gar keinen Charakter und es geht auch eigentlich kaum um ihn . Auch bei den anderen Charaktären fehlt die Story. Man weiß kaum was über sie und warum und weshalb. Ich konnte da keine Bindung aufbauen und fand alles eher unsympathisch. Susann Sarandon hat ihre Sache ganz gut gemacht. Außerdem waren die Aufnahmen von New York ganz schön, da mal nicht nur das typische Touri NYC gezeigt wurde, sondern die normalen Wohnviertel und ein wunderschönes Stadthaus.

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            • 7

              "Alle Farben des Lebens" handelt von einem Mädchen, das sich zum Junge umoperieren lassen will und damit ihre Familie vor eine Veränderung stellt, an die sich alle gewöhnen müssen. Elle Fanning in der Hauptrolle ist hier am überzeugendsten, obwohl mit Susan Sarandon und Naomi Watts ebenfalls gute Schauspielerinnen dabei sind, die hier aber eher weniger einen Eindruck hinterlassen. Interessantes Thema, jedoch nicht vollkommen gelungen umgesetzt, dafür ist die Laufzeit zu lang geraten und die Handlung überzeugt nur teilweise. Trotzdem durchaus eine Sichtung wert!

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              • 4

                PS: Es heißt nicht "Geschlechtsumwandlung" sondern "Geschlechtsangleichung", denn Ray hat sich ja schon als kleines Kind als Junge gefühlt...

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                • 4

                  Das Thema ist eigentlich interessant - aber ich mochte fast niemand in diesem Film, gingen mir alle auf die Nerven, außer Ray und die Kinder.
                  Am interessantesten fand ich die beiden Häuser, in denen die Handlung stattfand, den mehrstöckigen Altbau in Greenwich Village und das Haus im Wald mit den riesigen Fensterwänden.

                  • 4

                    [D]as in den letzten Jahren immer stärker in die Mainstreamkultur diffundierende Thema der Transsexualität hätte einen besseren Film verdient. Einen, der sich um Wahrhaftigkeit bemüht, statt zu einer lauwarmen Herzschmerz-Sauce zu verlaufen. [Dorian Waller]

                    • 6 .5

                      Trotz der tollen Charaktere, die auch schlaue Dinge sagen, und der schönen Inszenierung, hat der Film mich leider nicht überzeugt. Zu seicht, es fehlt die Tiefe der inneren Gefühlswelt aller Betroffenen (und auch sämtliche Erklärung des Verlaufs nach dem Herauskommen des Familiendramas). Für dieses komplexe Thema (und das hinzugefügte Drama) wären 10 bis 20 Minuten mehr locker notwendig gewesen.

                      • 4 .5
                        FilmDienst.de 08.12.2016, 10:37 Geändert 08.12.2016, 10:37

                        Der Film gibt nur flüchtige Einblicke, bemüht zumeist Klischees, um den Alltag der Tochter und die von ihr ersehnte Existenzweise zu bebildern. [Heidi Strobel]

                        • 8

                          [A]tmosphärisch wie menschlich gleichermaßen wunderbar und in jeder Hinsicht gelungen. [Günter H. Jekubzik]

                          • 6

                            Der deutsche Verleihtitel dieser Komödie ist ein wohlig doppeldeutiges Plädoyer für Diversität: Die Verhältnisse in einem unorthodoxen, drei Generationen umfassenden Frauenhaushalt (prächtig besetzt mit Susan Sarandon, Naomi Watts und Elle Fanning) in New York müssen neu sortiert werden, als der/die Jüngste sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen will. [Gerhard Midding]

                            • 4

                              Filme machen kann nicht jeder
                              Ich komme gerade aus Alle Farben des Lebens und bin schwer enttäuscht. Der Trailer weckte in mir große Hoffnungen, doch Pustekuchen.

                              Das Thema Transgender, was sehr viel an Tiefe hätte bieten könnte, würde man es nur richtig anpacken, scheitert an einem unglaublich schwachem Drehbuch. Richtige, packende Probleme, scheint es für Elle Fanning´s Figur nicht zu geben. Ob nun die innerlichen Konflikte oder die zwischenmenschlichen, der Film kratzt über die gesamte Länge lediglich an der Oberfläche. Eine mitreißendes Porträt kann somit zu keinem Zeitpunkt entstehen. Die Figuren wirken blass und die Schauspielerin Elle Fanning, die die Hauptrolle übernommen hatte, kann die Rolle nicht auf ihren Schultern tragen. Ich kaufe ihr die Darstellung einfach nicht ab. Das war wohl zu viel für sie. Und mit dem Ende bin ich überhaupt nicht zufrieden, es passt null zu dem Rest des Films. Plötzlich scheinen sich die ohnehin nicht dramatischen Probleme, in Luft aufzulösen. Man wird das Gefühl nicht los, dass hier ein abruptes Ende gefunden werden wollte, dabei blieb die Logik und Nachvollziehbarkeit leider auf der Strecke.

                              Alles in allem eine der bittersten Enttäuschung des Jahres. Von mir gibt´s 4 von 10 möglichen Punkten.

                              • 6 .5

                                Das tolle Schauspielerinnenensemble um Elle Fanning, Naomi Watts und Susan Sarandon macht es [...] leichter, über eine Geschichte hinwegzusehen, in der ein an sich relevantes Thema mit etwas zu wenig Ecken und Kanten erzählt wird. [Michael Meyns]

                                • 7 .5

                                  About Ray ist eine erfreulich leichtfüßige Transgender-Tragikomödie, die mit ihrem schlagenden Herz die kleinen Künstlichkeiten des Films überwiegt.