Alles koscher!

The Infidel (2010), GB Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 30.06.2011

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6.9
Kritiker
14 Bewertungen
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6.5
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650 Bewertungen
35 Kommentare
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von Josh Appignanesi, mit Matt Lucas und Omid Djalili

In der britischen Komödie The Infidel findet ein islamischer Familienvater heraus, dass er adoptiert ist und jüdische Wurzeln hat. Dies hat zur Folge, dass er allerhand anti-jüdischer Ressentiments ausgesetzt wird – von seiner Umwelt und sich selbst. The Infidel ist kulturell breit gefächert.

Neben muslimisch-jüdischen Hintergrund, gesellen sich noch atheistisch-buddhistisch-bahaistisch dazu. Das Drehbuch zu The Infidel schrieb Autor und Komiker David Baddiel direkt für den britisch-iranischen Schauspieler und Stand-Up-Comedian Omid Djalili (Sex and the City 2, Fluch der Karibik). Dessen erfolgreiche BBC-Serie The Omid Djalili Show schaffte es sogar ins deutsche Fernsehen. Regie führte Josh Appignanesi, der mit seinem jüdisch-orthodoxen Langfilmdebüt Song Of Songs von der englischen Presse gefeiert wurde. Mit The Infidel beweist er nunmehr sein Talent. Herausgekommen ist eine sehr zeitgemäße, respektlose Komödie und ein Plädoyer für religiöse Toleranz.

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Kritiken (12) — Film: Alles koscher!

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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7.0Sehenswert

[...]Ich muss schon sagen, Alles koscher! ist teilweise wirklich verdammt witzig. Wenn Mahmud vom jüdischen Taxifahrer Lenny Goldberg beigebracht bekommt wie man als Jude richtig mit den Schultern zuckt und dabei das „oy“ ausspricht, kann man nicht anders, als loszulachen. Überhaupt weiß The Infidel, so der Originaltitel, gut mit Stereotypen umzugehen und diese in teils absurdes, teils groteskes und so gut wie immer amüsantes Licht einzutauchen. Das Drehbuch ist geistreich, die Dialoge spritzig genug, um das Identität-wechsel-dich-Spiel nicht langweilig werden zu lassen und Djalili selbst weiß als zwischen den Religionen hin und her gerissener Mann zu überzeugen, beherrscht er nämlich nicht nur die für ihn prädestinierten komischen Passagen, sondern auch jene dramatischen, in denen es für ihn um Familie und sogar Leben geht.[...]

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CINEMAN.ch

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6.0Ganz gut

Als ulkiges Verwechslungsspiel in britischer Tradition will sich "The Infidel" mit den Vorurteilen zwischen Muslimen und Juden in Grossbritannien auseinandersetzen. Jedoch hat der Film seine Wurzeln in den amerikanischen Sitcoms, in denen ein unreifer und dümmlicher Ehemann von der komplexen, toleranten und modernen Welt überrumpelt ist. Kleine, wortgewandte Momente werden von einem eher müden Plot zusammengehalten. Es ist darum ärgerlich, dass der Film gegen Ende mehr Zeit mit dem Aufräumen der Geschichte verbringt und die Gags und Wortspiele aus den Augen verliert.

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SiameseAlex: SiameseMovies

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8.0Ausgezeichnet

[...] - zeichnet sich an der Handschrift des britischen 'Alles koscher!' eine recht markante Linie ab: Vermeintlich böser Humor gepaart mit absurder Überspitzung gebieten der mit Scheuklappen versehenen, radikal extremst eingestellten Religiösitäten Einhalt. Das kann durchaus, ohne jeden Zweifel, tierisch in die Hose gehen. Ein bisschen zu viel Klischee da, ein Hauch zu platt dort, eine Messerspitze zu kurios da hinten. Welch Glück, dass diese kleine, sympathische Komödie hier so fein würzt, dass wahrhaftig (und das bei aller religiösen Fettverbrennung!) kein modriger Bei- bzw. Nachgeschmack entsteht.
[...]

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Maret Wolff: Radio Köln Maret Wolff: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Regisseur Josh Appignanesi versetzte die außergewöhnliche Geschichte mit einer gehörigen Portion Poesie. Sein Film wirkt nicht so unterkühlt sozialreal wie manch anderer britischer Film. Dabei ist er nicht unglaubwürdiger: Mitreißende Musik, bewusste Farbspiele und absurde Komik verleihen "Alles Koscher" Charakter.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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7.0Sehenswert

"Alles koscher!" versucht sich gar nicht erst an tiefenpsychologischen Identitätsreflexionen, kommt dafür aber schnell auf den Punkt. [...] Der filmisch nüchterne, fast schmucklose Stil legt nahe: Das alles ist weniger britischer Humor als britischer Realismus. Über Ideologien und Loyalitätskonflikte, gegenseitige Schuldzuweisungen und Opferdiskurse siegt die moderne Wirklichkeit. Die ist schließlich kompliziert genug.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Die Kombination des Buches von David Baddiel (Atheist) mit Omid Djalili (Bahai), dem Comedian britisch-iranischer Abstammung, ist ein Volltreffer! Nicht nur der Slapstick überzeugt, für den Mahmud morgens bei einer Pro-Palästina-Demo seine Kippa verbrennt und diese dann angekokelt bei einer Bar Mitzwa nachmittags auf dem Kopf trägt. Es ist das humoristische Schnellfeuer aberwitziger Situationen, in denen die Absurdität von Religion mit den Mitteln des Witzes vorgeführt wird.

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Gebhard Hölzl : br-online Gebhard Hölzl : br-online

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7.5Sehenswert

Aus dem heftigen Zusammenprall der gegensätzlichen Religionen und Weltanschauungen entsteht der Spaß. Hintersinnigen Culture-Clash bekommt man in Alles koscher! geboten, serviert mit einem hippen Ethno-Soundtrack, der in die Füße schießt. Fazit: Multikulti ist möglich – und gut!

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.0Ausgezeichnet

In Alles koscher! darf herzlich gelacht werden - über Teilzeitmoslems, Hassprediger und die "jüdische Weltverschwörung". Mit trocken britischem Humor werden tiefste religiöse Gräben überwunden.

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Reinhard Lüke: Film-Dienst.de Reinhard Lüke: Film-Dienst.de

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6.0Ganz gut

Alles koscher! ist eine Clash-of-Culture-Comedy, die zwar erfrischend respektlos mit Hardlinern aus Judentum und Islam umgeht, aber zunehmend unter den Schwächen des haarsträubend konstruierten Plots leidet.

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Robert Abele: Los Angeles Times Robert Abele: Los Angeles Times

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6.0Ganz gut

Obwohl der Film in einem international spannungsgeladenen Moment für Israel und die palästinensischen Gebiete herauskommt, stellt die britische Komödie Alles koscher! eine bewundernswert gerissene Bemühung dar, aus der heiklen kulturellen und rassischen Kluft der Beziehungen zwischen Muslimen und Juden Humor zu fördern.

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Frank Scheck: The Hollywood Reporter Frank Scheck: The Hollywood Reporter

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6.0Ganz gut

Alles Koscher! repräsentiert eine verpasste Gelegenheit, denn der Film hätte eine provokative Satire sein können, entscheidet sich jedoch viel zu oft für Albernheit auf Sitcom Niveau.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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7.5Sehenswert

Josh Appignanesis Film bietet Momente zum Fremdschämen in großer Zahl, und das ist natürlich Absicht, will er doch herausarbeiten, wie einschränkend reduzierte Formen von Identität sein können – und zugleich: wie wenig wir doch voneinander wissen, wie billig und kleinlich unsere Vorurteile voneinander sind. Das dürfte vor allem im Interesse von Omid Djalili sein, für den dieser Film natürlich ein Aufmerksamkeitsvehikel ist. Djalili ist in Großbritannien als Stand-Up-Comedian bekannt, seine Show hat es zwischendurch sogar einmal ins Nachtprogramm des WDR geschafft.

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Kommentare (23) — Film: Alles koscher!


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jacker

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein kultureller Clash der Extraklasse!
Moslem Mahmut, der alles andere als nach den Regeln des heiligen Korans lebt und es mit dem Praktizieren seiner Religion auch nicht allzu ernst nimmt steht vor einem Scherbenhaufen:
Nicht dass es reichen würde, dass sein Sohn eine Frau heiraten will deren Schwiegervater ein von ihm und seinem Umfeld geächteter fundamentalistischer Prediger ist, nach dem Tod seiner Mutter findet er eine Adoptionsurkunde mit seinem Namen und ein wenig schnelle Recherche ergibt das unbegreifliche - Mahmut ist gebürtiger Jude.

Wie geht man, selber mit Vorurteilen groß geworden, die im eigenen Kopf und im Umfeld zutiefst verankert sind, damit um? Zunächst mal geheim halten und daraus entsteht im Folgenden eine Menge Zündstoff!

"Alles Koscher" porträtiert bewusst überzogen, teilweise urkomisch, die abstruse Suche Mahmut bzw. Solli's nach seinen Wurzeln, seiner Religion und zuletzt auch nach sich selbst, überzeichnet die gängigen Klischees maßlos - und das ganz bewusst - um im Resultat aufzuzeigen wie falsch und sinnlos sie und sämtliche Vorurteile eigentlich sind. Wenn Solli / Mahmut unter seiner muslimischen Gebetskappe die jüdische Kippa trägt, um je nach Bedarf und Umfeld wechseln zu können, spätestens aber als er zwischen den aufgeschaukelt, gröhlenden Mobs steht - links Moslems, rechts Juden - und je nachdem was er gerade darstellt von der einen oder der anderen Seite ausgebuht wird, ist klar: Ein Mensch ist und bleibt der Mensch der er ist, da ändert auch keine Religion, keine Kopfbedeckung und nicht die Sprache des Gebetes etwas. Und dafür soll und muss man einen Mensch achten, schätzen (oder je nach Person auch verabscheuen): Primär für seinen Charakter, nicht seine Religion!

Diese Kernaussage will der Film vermitteln und schafft das, trotz etwas zäher Passagen und einem sehr formel- und hollywoodhaften Schlussplädoyer ziemlich gut und vor allem mörderisch witzig.

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FilmFuzzi

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Ja, dieser Film ist wahrlich ein Leckerbissen.
Man hab ich da gelacht :'D


jacker

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Und wie. Seine Diskussionen mit dem neu erlangten Freund, oder deren Rede auf der Bar Mitzwa :D Einfach herrlich, auch weil der Humor sich schon traut in die Vollen zu gehen, das aber darüber legitimiert wird, dass die ganzen Stereotypen als Unsinn entlarvt werden!


baba132

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wirklich ein witziger Film ....

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Scipio

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Bewertung6.5Ganz gut

Das erste Drittel ist ganz ordentlich - dann flacht der Film bis zum fremd schämen ab - und macht dann mit seinem letzten Drittel (ein tolles Finale) unerwartet gut, den Sack zu.

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Simonicer

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Humor in diesem Film lässt einige andere flachen Stellen im Film verblassen. Zum Glück muss man sagen, denn mehrere Szenen (wie z.B. das "Gespräch" mit dem Rabbi) wirken seltsam arrangiert bis unlogisch. Zum Ende hin rollt der Film Richtung Fremd-Scham und verpasst es hier, ein wahrer Volltreffer zu werden. Die ersten beiden Drittel sind aber definitiv sehenswert.

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Amlor

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Bewertung6.5Ganz gut

Ähnlich wie bei 4 Lions wird versucht über religiöse Stereotypen eine mehr oder weniger zeitnahe Geschichte zu erzählen. Das ganze fängt recht holperig und zäh an, wird dann einen kurzen Moment richtig gut und stirbt dann leider wieder - auch hier sind parallelen zu 4 Lions nicht ganz fern. Es fehlt halt doch an Witz und schauspielerischem Talent, um die Geschichte durch den ganzen Film zu tragen. Sicher, es gibt den einen oder anderen wirklich guten Lacher, hier weiß der Film sogar zu überzeugen, aber wirklich englischer schwarzer Humor ist etwas anderes - schade eigentlich.

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lioznnep

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

hab den Film bisher nur auf english geshen und muss sagen hat mir echt gut gefallen, und befürchte fast das er in der synchronisierten Version irgendwie bei mir versagt

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Markus Zöllner

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Bewertung4.5Uninteressant

Leider viel zu weit entfernt vom Charme vieler anderer Komödien dieser art...

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La Bardot

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Bewertung6.5Ganz gut

"Alles koscher!" spielt charmant mit Klischees, nur um diese dann als solche zu entlarven und durch neue zu relativieren. Auch abseits dieses Pfades kann er durch schwarzen Humor überzeugen und ist einfach zum Totlachen! Leider verliert der Film enorm an Pepp, nachdem Nasir seine jüdische Abstammung bekannt gibt. Stellenweise blitzt noch Witz und Charme auf, aber der Versuch, ein moralisches Statement abzugeben, misslang in meinen Augen.

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Kris

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zugegeben: Alle heißen religiösen und politischen Eisen werden hier zugunsten einer eher konventionellen Erzählung schon ein wenig harmlos abgehandelt. Ebenfalls zugegeben: Ich habe selten im Kino so hysterisch gelacht.

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Benni-THE-KING

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider nur stellenweise wirklich witzig. Da wäre mehr drin gewesen

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stalker

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Bewertung7.5Sehenswert

Leicht, ganz leicht, und trotzdem bissig und solange es solches Multikulti gibt, ziehe ich in keine ostdeutsche Plattenbausiedlung, was für ein Filmchen, eigentlich nichts besonderes, wäre die Welt nicht so, wie sie ist.

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Richardlöwenherz

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Ein Lob vom stalker !!!
Dann wird der film geliehen :)


stalker

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Hehe, ja, sowas kommt vor, dann viel Spaß!


stuforcedyou

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein wenig enttäuscht bin ich schon von "Alles Koscher". Wer die Stand-Ups von Omid Djalili kennt, der weiß mit wie viel Witz und Feuer sich der Komiker über die verschiedenen Glaubensrichtungen lustig macht. Auch "Alles Koscher" besitzt Witz, aber insgesamt wirkt der Film recht behäbig, das habe ich vom Kugelblitz Djalili nicht erwartet, aber schlecht ist der Film deswegen nicht, die Komödie macht immer noch mehr richtig als wirklich falsch und vermittelt die Bitte und Hoffnung nach einem respekt- und friedvollen Zusammenleben der verschiedenen Religionen als amüsantes Lustspiel, welches leider am Ende etwas zu handzahm und auch mutlos daherkommt.

Übrigens zum Film gibt es einen schönen Spoof-Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=AGkz6gDLciA

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horro

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Genau, das Ende ist schon sehr dröge ... ich hatte das Glück, dass ich Djalili vorher nicht gekannt hatte, somit musste ich nicht vergleichen. Du als Kenner musstest da natürlich mehr abwägen.


stuforcedyou

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Na ja, ein Djalili-Experte bin ich auch nicht wirklich, kommt aber noch :)


horro

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Bewertung7.5Sehenswert

Clash der Kulturen. Wer die Geschichte im nahen Osten über die letzten Jahrzente verfolgt hat kann sich leicht vorstellen, welchen Sprengstoff das Dilemma eines Mannes birgt, der plötzlich vom Islam zum Judentum konvertieren will, muss oder was auch immer, ohne darauf vorbereitet zu sein. Wenn das ganze wie hier dann auch noch mit viel Sarkasmus und wunderbar aktuellen politischen und kulturellen Hintergründen angereichert ist, kommt viel Stimmung auf. Alles dann auch noch in einer durch und durch britischen Umgebung, die von Pub's, Taxifahrern und Fussball beherrscht wird. So richtig viel Tragik um die Hauptfigur will eigentlich nie aufkommen, da die Ironie rund um die sympathische Geschichte immer wieder stark ins komödiantische Fach abdriftet und dies auf sehr britische Weise. Ein wunderbar komischer Film, der mit seiner luftig leichten Art dazu beiträgt, verkrustete Vorurteile abzubauen und der Angst vor fremden Kulturen den Zahn zu ziehen.

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horro

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Danke für den Tipp!


jacker

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Werde ich mir auch mal ansehen, der Film und auch er in seiner Rolle haben mich total überzeugt!


FilmFreeza

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Bewertung5.0Geht so

Dieses mal mal wieder eine kleinere Ausführung, denn einen größeren Aufwand hat der Film nicht verdient , einfach weil er mir wahrscheinlich kein bisschen in Erinnerung bleibt, weder positv noch negativ. Als ich den Hauptdarstellern Omid Djalili das erste mal gesehen habe, da dachte ich dass kann nur lustig werden. Er hat einfach perfekt in dieser Rolle gepasst. Aber leider hatte das Drehbuch scheinbar keine Gags oder lustigen Sachen geplant :( .. nun gut letztenendes musste ich mich mit anderthalb stunden langeweile und gesichtslosigkeit rumärgern ... wobei das Ende noch mal echt stark war, das muss man echt sagen , somit hat sich der Film auch die 5 Punkte verdient

P.S. JERRY <3

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Mr.Film

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' Als ich den Hauptdarstellern Omid Djalili das erste mal gesehen habe, da dachte ich dass kann nur lustig werde'. :D


Delonghi

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider nicht ganz so abgedreht und witzig wie erwartet, für´s Schmunzeln reicht es dann aber doch. Generell steh ich total auf diese verrückten Britenfilmchen, aber hier wurde dann doch ab und an die Feststellbremse gezogen:-(

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frank-br

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Bewertung7.5Sehenswert

Nette Unterhaltung - nicht zu seicht, aber auch nicht zu tiefgründig.

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Tuvok

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Was kommt raus wenn ein leicht fundamentalistischer Moslem nach einer Recherche darauf kommt dass er jüdischer Abstammung ist und sich dann so ändern muss dass er in eine jüdische Gesellschaft passt, obwohl er eigentlich ein Judenhasser ist, während sein moslemischer Sohn eine Tochter aus strenger moslemischer Familie heiratet. Was kommt dabei raus?

Ein echtes Feuerwerk kann raus kommen wenn man auf leicht absurden etwas intelligenten leisen Humor steht und gut aufgelegt ist.

Wer Filme wie „Geliebter Spinner“ mag, oder „Nichts zu verzollen“ oder gar „Almanya - Willkommen in Deutschland“, ach ja und der Film hat einige Ähnlichkeiten mit „Willkommen im Süden“. Bei diesen Filmen sind die Handlungsstränge gleich. Männer mit Vorurteilen, ich glaube bald dass Frauen gar keine haben, kommen in eine Gegend oder in eine Situation wo sie Ihre Vorurteile gegenüber anderen Rassen, Menschen, Völker, Bevölkerungsschichten über Board werfen und bekommen mit Ihrem eigenen Ego Probleme, müssen sich ändern und erleben 'ne Menge Probleme dass an die gute alte lustige Zeit erinnern lässt.

Die Handlung an sich ist ja schon gut. Also MAHMUD NASIR ist Taxifahrer, er hat einen Sohn, er ist ein Vater der seinen Sohn sehr liebt, ihm alles gibt was er braucht, und dauernd Angst hat im Inneren dass ihm was passiert. Er ist verheiratet, er ist streng gläubig, aber nicht so streng, weil ein Bier trinken, ordinäre Witze machen und einer Frau hinterhersehen, das kann man doch Mal. Schließlich wohnt ja der Prophet und Allah eh in seinem Herzen.

Seine Mutter stirbt irgendwann, das hat man anfangs nicht so gesehen da hätte man viel mehr Aufwand für den Film machen können, da habe ich was vermisst, Also die ist tot und er macht eine folgenschwere Entdeckung. Eine ganz arge. Und welche? Sein Name ist in Wirklichkeit - SOLLY SHIMSHILLEWITZ.

Warum? Na Ja seine Mutter hat ihn ausgesetzt, seine Eltern sind weg, er muss alles recherchieren und ist mehr als geschockt. Nun ist guter Rat teuer. Er kann das natürlich seiner Frau nicht sagen, die wittert ja was dass mit ihm los ist, sie glaubt er hat ein Verhältnis, dann glaubt sie dass er schwul ist und sie verhält sich auch so danach.

Ja da ist guter Rat teuer. Das was wirklich in seinem Leben noch hilft ist sein echter Vater, oder einer der sich ausgibt als einer der er ist, ja so genau ist dass gar nicht klar anfangs, denn sein Vater ist ja eigentlich tot und dieser neue, ja der lebt nämlich, der ist in einem Altersheim und heißt IZZY SHIMSHILLEWITZ und den muss er besuchen damit er weiß was damals war. Allerdings gibt es da ein Problem, er kann dort nicht so einfach hin als Moslem, er kann das nur als Jude, sonst würde sein Vater einen Herzinfarkt kriegen und sterben und er weiß wieder nicht was mit seiner Vergangenheit ist.

Die einzige Chance ist LENNY GOLDBERG, der ein Taxifahrer ist, den er vorher hasste und den er braucht damit dieser ihn trainiert ein Jude zu werden.

Und das arge ist ja dass der Schwiegervater von seinem Sohn, ein pakistanischer Fundamentalist ist mit Nähe zur Al Qaida, und die ist ja mehr als gefährlich. Tja was macht man da? Ganz einfach beide Rollen spielen, Mal da Mal dort und dann das Pech haben das man vergisst wo man was sein soll und nur Probleme haben.

Wie immer? Der Film ist aus England. Wer schon bei „Tucker & Dale vs. Evil“ sich teilweise vor Lachen in die Hosen gemacht hat, wird es bei dem Film auch. Tja, England macht oft Komödien die einfach irre gut sind, deren Story nicht mit Super Stars vollgespickt ist sondern einfach irgendwelchen Stars. Meine 1. richtige neue Komödie war „Grasgeflüster“, einfach super und dann ging es ja weiter, so alle 1 - 2 Monate ein Film aber kein guter, alle 5 - 7 Monate ein halbwegs guter, und 1 x im Jahr eine echte Super lustige Komödie. Einfach super.

Es ist herrlich als man sieht wie LENNY den armen MAHMUD trainiert, wie er sich in die Psyche eines Juden hineinversetzt soll, wie er mit denen lachen soll jüdische Witze machen soll, wie er die Lebensfreude lernen soll, wie er einfach die ganze Lebensart annehmen soll, obwohl er ja ein Judenhasser ist.

Natürlich weiß seine Frau SAAMIYA NASIR und sein Sohn RASHID nichts vom Geheimnis seines Sohnes.

Und dann trifft er auf UZMA, die Freundin von seinem Sohn die ist total nett, die ist so richtig tolerant, einfach ur süß, und da hat MAHMUD schon lange gebraucht als er die akzeptieren musste, doch nun die Familie. Uff, denn die gehört zu einer Familie gehört, bestehend aus Fundamentalisten, Kriegsverbrechern, Judenhassern, und Koranfreaks. Und der schlimmste ist eben ARSHAD AL MASRI, der Stiefvater von UZMA, der Liebsten von RASHID.

Uff dass kann witzig werden oder? Iman vom Al Madina des 8. Jahrhunderts, des Freundes von Mohammed, der den Typen getroffen hat als er in der Wüste war und dessen Nachkommen war einer von den Typen dessen Schwiegervater eben da ist, ja und natürlich weiß keiner von dem Glück dass Mahmud Jude werden soll.

Oh Mann ich habe gedacht ich brunz mich teilweise an, der IMAN singt, so richtig fundamentalistisch aber nett, Mahmud schwitzt wie ein Schwein, hat dauernd Angst abgeschlachtet zu werden, er hat ja eh ein Problem, denn er hat was veröffentlicht was gegen die Moslems geht. Das auch noch. Jedenfalls ist der Imam der Meinung das die westliche zionistische Medienpropaganda sowieso Moslemfeindlich ist.

Echt super als MAHMUD an einer Pro-Palästina Demo teil, und er verbrennt öffentlich eine Kippa, und er ist auf einer Bar Mitzwa.

Was mich am Film noch fasziniert ist das echt ungewöhnliche Ende. Ich glaube der Film hat viel gezeigt was in keinem anderen Film ist, die Schauspieler spielen echt witzig und gut, sind alle nett, sie sind keine Leuchten aber nett, die Nebenrollen sind gut besetzt, nur merkt man nicht viel von diesen Leuten, zu selten sind sie zu sehen, Und dann finde ich auch dass der Film eine gute Musik hat, einige lustige Klischees über Juden und Moslems und ich hoffe dass der Film keine Nachahmer findet. Denn die Engländer haben mit dem Film wieder Mal gezeigt dass man es nicht unbedingt besser machen kann.

Traurig ist der Film teilweise wie lustig, spannend wie anspruchsvoll, leider ist keine Genre Art so richtig super vertreten was nicht heißt dass man bei dem Film nichts mit fühlt, nein überhaupt nicht aber Drama und Komödie überwiegen in diesem Film und ich kann nur sagen, der Film ist ein Kauftipp, die DVD ist schon meine, die ist schon programmiert in meinem Hirn sie zu kaufen.

Was auch gut ist, man sieht viel von seinem Heimatort Birmingham in England, die Gegend wo er lebt ist so richtig gemischt, so ein richtiges Nationen Potpourri.

Teilweise ist der Film spitzbübisch was ich gut finde, und auch wenn einige Darsteller etwas stereotyp rüber kommen, der Film ist dennoch ein echter Überraschungsfilm im Bereich Komödie oder Drama, je nachdem wie man das sehen möchte.

89 von 100 auf alle Fälle.

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Richardlöwenherz

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Mir wurde schon schwindelig beim runterscrollen des Textes :)


ThomasBenle

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Bewertung7.5Sehenswert

Gefährliche Gratwanderung zwischen argen Plattitüden und Slapstick einerseits und großen, trocken-schwarzhumorigen Momenten andererseits, die trotzdem (oder gerade deshalb?!) über weite Strecken scheinbar mühelos aufgeht. Der Soundtrack sitzt, Omid Djalili ist in der Hauptrolle so charmant wie überzeugend und die Gags stehlen sich noch nicht gegenseitig die Schau, sondern lassen sich (und dem Zuschauer!) Zeit. Doch dann passiert, was mit so vielen Komödien passiert und wovon man nach den ersten Minuten nur betet, es möge nur dieses eine Mal nicht der Fall sein: Das Drehbuch hebt ab.
Nicht sofort und urplötzlich, das muss man dem Film zugute halten, aber doch merklich. Stück für Stück. Und so ist es am Ende dann auch nicht mehr wirklich überraschend, dass die an und für sich so genial wie gekonnt beginnende Komödie am Ende im besten Hollywood-Happy-End-Einerlei zu Grabe kriecht und röchelnd den Löffel abgibt. So aber will ich den Film nicht in Erinnerung behalten, denn das hat er nicht verdient. Er ist gut und sehenswert (und zu Beginn sogar mehr als das), verschenkt aber eben auch viel.

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CarrionFairy

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Bewertung7.5Sehenswert

eine wahnsinnig starke erste hälfte macht den film zum puren genuss - ich habe mich vor lachen beinahe eingenässt. gekonnte einflechtung von klischees und gleichzeitig ihre widerlegung und dabei jeweils das persönliche leid durch dogmen und doktrinen einer religion für den einzelnen. der plot - gänzlich vorhersehbar, aber neuartig und süß umgesetzt, getragen von einem hochgradig sympathischen iraner, den man knuddeln und knutschen möchte. mazel tov und mashallah!

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Der Boernd

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Bewertung7.5Sehenswert

keine so richtig schwarze komödie. aber echt dunkelgrau. religion ist was du draus machst. schöne erkenntnis - schöner film. antiorthodox, antisemitisch, antiislamisch, anti, anti, anti. so gehört sich das. danke liebe briten. niemand kann das wie ihr.

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