Alles über meine Mutter
Todo sobre mi madre (1999), ES/FR Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 04.11.1999
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21 Kommentare
Keine
von Pedro Almodóvar, mit Penélope Cruz und Cecilia Roth
An seinem 17. Geburtstag will Krankenschwester Manuela (Cecilia Roth) ihrem Sohn Esteban (Eloy Azorín) endlich erzählen, wer sein Vater ist. Zur Feier des Tages gehen die beiden in das Theaterstück ‘Endstation Sehnsucht’ und als Esteban wegen eines Autogramms einem Taxi mit der Diva Huma Rojo (Marisa Paredes) nachläuft, wird er von einem Auto überfahren und stirbt. Die von Kummer überwältigte Manuela verlässt Madrid, um in Barcelona Estebans Vater zu suchen, den sie einst schwanger verließ, als er zum Transsexuellen Lola wurde und auf den Straßenstrich ging. Ebendort trifft sie auf ihre alte ‘Freundin’ Agrado (Antonia San Juan). Der muntere Transsexuelle bringt Manuela zu der jungen Nonne Rosa (Penélope Cruz), die von Lola geschwängert und mit HIV infiziert wurde. Außerdem nimmt Manuela Kontakt zur Diva Huma Rojo und deren drogensüchtiger Geliebter Nina (Candela Peña) auf. Manuela wird Garderobenfrau von Huma Rojo, zu der sie rasch eine tiefe Freundschaft aufbaut und beim Kümmern um ihre Ersatzfamilie wird sie so in Atem gehalten, dass ihr für Trauer keine Zeit mehr bleibt.
Hintergrund & Infos zu Alles über meine Mutter
Auf die für ihn typischen gefühlvoll-exzentrischen Art inszenierte der spanische Regisseur (Pedro Almodóvar) mit Alles über meine Mutter einen Film über Einsamkeit und Trauer. Doch es geht darin auch um Vertrauen und Freundschaft. Alles über meine Mutter wurde im Jahr 2000 mit einem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.
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Cast & Crew
- Genre
- Coming of Age-Film, Coming Out, Drama, Familiendrama, Melodram, Komödie
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Barcelona, Madrid
- Handlung
- AIDS, Alleinerziehende Mutter, Art House-Film, Autounfall, Diva, Drag Queen, Drogenmissbrauch, Frauen, Freundschaft, HIV-positiv, Homosexualität, Homosexueller, Homosexueller Kuss, Krankenschwester, Lesbe, Mord an Mutter, Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Mutterliebe, Mutterrolle, Muttersöhnchen, Nonne, Nächstenliebe, Ordensschwester, Oscargewinner, Polygamie, Promiskuität, Prostituierte, Schauspieler, Schwangerschaft, Schwulenszene, Schwuler, Souffleuse, Tablettensüchtig, Theater, Transplantation, Transsexualität, Transvestitismus, Travestie, Verlust des Sohnes, Weibliche sexuelle Identität
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Geistreich
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Kommentare (21) — Film: Alles über meine Mutter
Cellmorbasg Fri, 07 Sep 2012 17:57:33 -0000
Kommentar löschenEine Mutter ohne Sohn versorgt die Schwachen in ihrer Umgebung. Sie sucht die Verzweifelten, findet dort ihren Trost und neue Hoffnung. Ein einfühlsamer Film der in einer beeindruckenden Umgebung spielt, nur manchmal zu hektisch die Szene wechselt.
"Für alle Menschen, die Mutter sein wollen, für meine Mutter."
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moviee Mon, 21 May 2012 22:29:39 -0000
Kommentar löschenIn Pedro Almodóvars Werken wirkt alles immer so perfekt. Jede Einstellung scheint bis ins kleinste Detail über Jahre hinweg genauestens durchdacht worden zu sein. Die Dialoge bewegen sich zwischen Nüchternheit, Poesie und Witz, die Kongruenz von Bild und Ton lässt einen nicht selten dahinschwelgen. Präzise gezeichnete Charaktere entscheiden über die Lautstärke des Streifens, ob leise oder hysterisch, nahezu jedes Schaffen scheint irgendetwas von einem Meisterwerk zu haben. Und auch 'Alles über meine Mutter' geht einem Nahe ohne dabei auch nur im Ansatz pathetisch zu wirken. Es wird eine traurige und doch dynamisch-fröhliche Geschichte um Einsamkeit, Sehnsucht und Freundschaft erzählt. Almodóvar inszenierte eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, die von tiefberührender Tragik bis kurzweiligem Humor nahezu alle Emotionslagen repräsentiert. Nicht nur der verdiente Oscar macht Almodóvars 'Todo sobre mi madre' zu einer bemerkenswerten Hommage an die Frauen und Mütter dieser Welt.
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Markbln Tue, 22 May 2012 09:21:00 -0000
Antwort löschenschön.
aber "Zerrissene Umarmungen" bleibt den Favorit, gelle :)
moviee Tue, 22 May 2012 14:20:30 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall. Auch wenn dieser ihm einigermaßen Nahe kommt, die zerrissene Umarmungen bleiben mein Favorit. :)
liquiem Mon, 21 May 2012 14:29:12 -0000
Kommentar löschenDie blanken Knochen der Familie. Super durchdachter Film der durchgängig unterhält.
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Mr. Pink Thu, 17 May 2012 15:59:00 -0000
Kommentar löschenMitfühlend und in schöne, zum Teil recht eindrucksvolle Bilder verpackt, erzählt Almodóvar eine sehr emotionale Geschichte und widmet sich auf vielschichtige Weise Themen, die sonst eher wenig Beachtung erhalten, vielleicht auch gemieden, mitunter sogar tabuisiert werden, wie etwa HIV oder Trans- und Homosexualität. Die Hauptfigur der Geschichte, Manuela, muss ihre Vergangenheit bewältigen, schwere Verluste verarbeiten und sich dabei irgendwie selbst finden und einen Neuanfang wagen. Trotz all der Tragik und der stellenweise ziemlich deprimierenden Szenarien, bringt der Film alles mit einer angemessenen Portion Witz rüber, und behält immer wenigstens einen letzten Funken Hoffnung, was "Alles über meine Mutter" insgesamt zu einem, trotz schwieriger Themen, leicht verdaulichen, wunderschönen Melodram macht.
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Markbln Wed, 16 May 2012 10:27:59 -0000
Kommentar löschenIch weiß gar nicht, wo ich bei diesem zitatenfreudigen, todtraurigen, aber dennoch vor Lebenslust strotzenden Drama beginnen soll.
Mein Lieblingsfilm von Pedro Almodóvar über die allein erziehende Krankenschwester Manuela, deren Suche nach dem Vater ihres vestorbenen Kindes zur eigenen Identitätssuche wird, ist eine einzige Hommage an die Kraft der Frauen, an das Theater und der Fiktion im Leben. Machos be aware!
Gewidmet Almodovars Lieblingsheldinnen Bette Davis, Romy Schneider und Gena Rowlands. Zitiert werden Klassiker wie "Alles über Eva", Tennesse Williams "Endstation Sehnsucht" und John Cassavettes' "Opening Night". Da geht mir das Herz auf.
Für Rationalisten ist die Häufung von Schicksalen und ungewöhnlichen Lebensläufen eine Herausforderung, der sich zu stellen allerdings lohnt. Hier zeigt Almodóvar auf dem (bisherigen) Höhepunkt seines Schaffens sein großes Können, kunstvoll verwobene Geschichten herausragend zu inszenieren. In „Alles über meine Mutter“ ist kaum jemand das, was er zu sein scheint. Die Figuren befreien sich von der Norm, von Erwartungshaltungen. Ein schon früher genutzter wichtiger Aspekt in Almodóvars Werken. Hier räumt der Regisseur jedoch gleich mit einer ganzen Handvoll stereotyper Darstellungen auf, raffiniert interpretiert durch die Gegenüberstellung der zitierten Filmausschnitte und seiner eigenen Figuren. Dass sich die Zeiten geändert haben, macht er an der Hauptdarstellerin Manuela bzw. Blanche aus "Endstation Sehnsuscht" deutlich. Während die eine scheitert, geht die andere selbstbestimmt ihren Weg.
Erreichen tun die Frauen dies auch durch ihre Solidarität: "Ich habe mich immer auf die Gutmütigkeit von Fremden verlassen" ist ein zentraler Satz im Film.
Obwohl "Alles über meine Mutter" eine klare Richtungsänderung in Almodóvars Oeuvre ist, hin zum ernsten Drama, weg von der reinen Komödie bzw. Melodram, gibt es sehr lustige Szenen, besonders durch die tragikomische Figur der Transe Agrado. Ihr Theaterauftritt ist der witzige Höhepunkt des Films. Wie Almodóvar durch den ganzen Film hindurch die Waage zwischen Komik und Tragödie hält, wie er zuglich die Tiefe der Charaktere und die "oberflächliche" Unterhaltung inszeniert, ist furios. Die ganze Gefühlspalette des Zuschauers wird hier bedient, ohne je in sinnlose Tränenzieherei zu verfallen. Jede Szene hat ihre Bedeutung, jede Handlung wird kritisch hinterfragt.
Man kann in den 90er Jahren lange suchen, bis man einen Film so voller Liebe zu seinen Figuren findet und der, trotz deren ganzer Schicksale soviel Lust am Leben ausstrahlt wie dieser sinnliche Geniestreich. Almodóvars Lieblingsschauspielerinnen Cecilia Roth, Marisa Peredes und Penélope Cruz sind herausragend, Antonia San Juan als Agrado steht ihnen in nichts nach.
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VisitorQ Sun, 16 Oct 2011 19:34:35 -0000
Kommentar löschenIch weiß noch nicht so recht was ich von diesem Film halten soll, doch er hat mir gefallen. Irgendwie.
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999ghost Thu, 15 Sep 2011 18:39:01 -0000
Kommentar löschenHervoragender Film von Meister Almodovar. Ist für mich der Beste von ihm.
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Lillyfee Thu, 01 Sep 2011 07:14:35 -0000
Kommentar löschenEin Film der mich wieder und wieder zu Tränen gerührt hatte....
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Redsnake (to go) Sat, 16 Jul 2011 15:23:25 -0000
Kommentar löschenWelch herrlicher Kitsch mit sachten Einflüssen des europäischen Experimentalkinos.
Akzeptanz des Anderssein wird nicht lange moralisch erklärt und gerechtfertigt, es wird vorrausgesetzt und der Zuschauer wird dem auf höchst unterhaltsameweise auch ausgesetzt. So kann es ruhig öfters geschehen mit Filmen die, zumindest für die Breite des potentiellen Filmpublikums, mit heiklen Themen umgehen.
Die Macher haben einfach "Alles über Eva" und "Entstation: Sehnsucht" ganz offentsichtlich zusammengepackt und Thematisieren Transsexualität. Hier wurde im besten Brecht´schem Sinne geklaut und neu zusammengefügt.
Selbst das dicke Packet von vielen Tränen und reichlich verteilter Symphatie gelingt der schmale Grad der guten Unterhaltung.
Anzumerken sei dass alles unbedingt authentisch wirken soll und der ziemlich harte Schnitt an einigen Stellen lassen sich bemängeln. Ist jedoch reine Geschmackssache da diese beiden Punkte der gelungen Dramaturgie keinen Abbruch tun.
Dieser Film könnte in Schulen gezeigt werden, bei einem entsprechend talentiertem Lehrpersonal, um den einen und anderen Tellerrand zu zerschlagen.
Eine Donauwelle des Films
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jlorenz1 Sun, 03 Jan 2010 18:11:15 -0000
Kommentar löschenIch muss gestehen, dass ich bei "Alles über meine Mutter" Rotz und Wasser geheult habe und trotzdem an zwei Stellen lachen musste. In 0:13:44 müssen dieselben Ärzte aus dem Rollenspiel vor Wochen zuvor nun im Ernst das Einverständnis von Manuela wegen der Organspende ihres Sohnes einholen und zaudern. In 0:51:15 spielt Manuela zu hinreißend tränenreich die Rolle der ausgefallenden Nina und spielt dabei doch ihr eigenes Leben nach.
Etwas nüchterner am Ende des Films angelangt, muss man Pedro Almodóvar über jeden Zweifel erhaben eine einfühlsame Kunst des Geschichtenerzählens zugestehen. Was bei anderen in Skurrilität und Frivolität ausgeartet wäre, gerät bei Pedro Almodóvar zu einem sanften Einstieg in die Welt der Nonnen, Transen, (Schwulen) und Nutten, die mir persönlich eher fremd ist.
Schon allein die Kameraführung in den ersten zwanzig Minuten ist äußerst kunstreich und sehenswert. Die schräge Bodenaufnahme beim Unfalltod oder die Tunnelaufnahme auf der Fahrt von Madrid nach Barcelona.
Bei allem Respekt gegenüber dem Film, so hatte ich eine Eintrübung bei der Szene als bei der Beerdigung Schwester María Rosa Sanzs Manuela unerwartet Lola auf den Treppen trifft und achtzehn Jahre wie fünf Minuten wirken und keinerlei Vorwürfe, Hassgefühle gegenüber Lola zu ergründen sind. Echauffiert sich nicht Manuela über Lola in (0:41:43) "Lola? .... Lola!!! ....Dieses miese Dreckstück Lola!!!¶ζЖЮڲ۞۩♀╓♣", als die Nonne ihr offenbart, wer der Vater ihres Kindes ist. Sagt Manuela nicht später (0:44:27) "Lola hat die übelsten Seiten des Mannes und die übelsten Seiten der Frau"????? ...In Anbetracht des Ganzen: Ist die Treppenszene wirklich die wahre Liebe? Sehe ich, dass zu sehr als Mann? Ich weiß es einfach nicht ...
Die Männer kommen in diesem Film nicht gut weg. Entweder sie sind wie die beiden Ärzte uninteressante Tolpatsche oder Mario, der selbst im Moment der größten Katastrophe seine Befriedigung im Kopf hat oder der Apotheker, der im Irrglauben lebt, dass Transe- und Schwulsein ansteckend wirkt oder der senile Alte, der den Frauen nur Arbeit macht. Es ist nur geliebte Sohn und nur ganz am Anfang im Bühnenstück der ältere Mann und Doktor, die gut wegkommen. Letzterer steht - ganz Gentleman - der alternden Diva zur Seite, in dem er ihr eine Zwangsbehandlung mit den Worten erspart (0:09:32): "Lassen Sie sie ... Kommen Sie. Stehen Sie auf ...Sie können sich auf meinem Arm stützen...Mein Fräulein Dubois" . "Ich danke Ihnen. Wer Sie auch sind, immer schon habe ich mich auf die Güte Fremder verlassen." Auf der Parkauffahrt (0:37:39 wiederholt Huma Rojo gegenüber Manuela diesen Satz, als sie sich bei der Suche der heroinabhängigen Nina anbietet.
Aber nicht alle Frauen kommen im Film gut hinweg - da ist z.B. die heroinsüchtige Nina. aber sie ist ja auch eine falsche Lesbe, die zum Schluss ihr wahres Gesicht zeigt ...
Fast hätte ich es vergessen, die Dialoge sind bemerkenswert. Einige Stellen besitzen direkt Druckreife. Die Dramaturgie ist ausgezeichnet, auch wenn gegen Ende die Spannung etwas gehetzt und schlapp zum Happy End daniederliegt.
Die schauspielerische Leistung aller ist sehenswert (na ja vielleicht bis auf Lola - mit der Figur habe ich meine Probleme anscheinend) Im großen Ganzen ist der Film sehenswert, auch wenn er anders als in ´Volver´ das Leben mehr von der Schattenseite betrachtet.
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Burning Brain Sat, 22 Aug 2009 13:03:57 -0000
Kommentar löschenIch war nie ein großer Almodovar Fan. Ich habe ende der achtziger `Matador´ und `La ley del deseo´ schwer ertragen und `Mujeres al borde de un ataque de nervios´ fand ich nur mittelmäßig. Also habe ich das Werk des guten Pedro für die nächsten 15 Jahre ignoriert.
Auf drängen meiner habe ich mir ´Volver´ angesehen und war hellauf begeistert. Auch seine letzter Streifen, `Los abrazos rotos´ fand ich interessant und sehenswert.
Darauf hin entschloss ich mich für eine persönliche Almodovar Retrospektive. Ich hätte ja was versäumen können. Angefangen habe ich mit seinem angeblichen Meisterwerk, der mir Ruhm und Preise beschüttete `Todo sobre mi madre´.
Der Film weckte wieder meine alte Almodovar Aversion. Es handelt sich um eine an den haaren herbeigezogenen Story würdig einer Soap Opera indem ihre Hauptdarstellerin Cecilia Roth reihenweise von ihren Schauspielerkolleginnen, inklusive einer jungen und unerfahrenen Penelope Cruz, an die Wand gespielt wird.
Die plumpe Botschaft, dass in jeder Frau zugleich eine Mutter / Nonne / Schauspielerin / Heilige / Sünderin bzw. in jedem Mann eine Frau steckt ist mehr als offensichtlich.
Antonia San Juan ist der einzige Lichtblick in ihrer Rolle als `La Agrado´ und bei ihrem kurzen Monolog umwerfend.
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JimiHendrix Fri, 20 Feb 2009 23:24:29 -0000
Kommentar löschenEine Lobeshymne an alle Frauen, oder an die, welche sich als Frau fühlen wollen.
Man merkte hier und da gute Ansätze, aber sonst wurde ich eher nicht vom Feminismus ergriffen. Die Story war relativ interessant und es gab die ein oder andere geniale Kamaraeinstellung.
Mir wurde es aber an machen Stellen zu langatmig und dialoglastig.
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Sonse Sun, 16 Nov 2008 01:54:22 -0000
Kommentar löschen*Kleinere Spoiler enthalten*
Traumatisiert vom Tod ihres Sohnes macht sich eine spanische Mutter auf nach Barcelona um alte Bekannte aufzusuchen, sowie mit ihrer Trauer und Schuld klar zu kommen - und trifft dabei eine Vielzahl anderer Frauen...
Der Titel des Films (den ich nun das erste Mal gesehen habe) erinnert an "All About Eve" - und das natürlich nicht rein zufällig. In etwas anderer Form findet sich nicht nur der Plot des Bette Davis-Klassikers hier wieder und dessen Aussage: Alle Frauen sind große Schauspielerinnen, wie theatralisch das auch nach außen wirken mag, nach innen schmerzt es mindestens genauso... So ist Almodovars Widmung bezeichnend: "Für Bette Davis, Gena Rowlands, Romy Schneider... Für alle Schauspielerinnen, die Schauspielerinnen gespielt haben, für alle Frauen, die (schau)spielen, für alle Männer, die (schau)spielen und zu Frauen werden, für alle Menschen, die Mutter sein wollen, für meine Mutter."
Die Intertextualität endet nicht bei "All About Eve", sondern der Film zitiert inhaltlich auch Cassavetes' "Opening Night", vor allem in der Rolle der Huma Rojo - und mehrmals wird Tennessee Williams' "A Streetcar Named Desire" im Film aufgeführt. Stella und Blanche heißt jedoch niemand. ;-) Allerdings behaupten zwei Charaktere Schwestern zu sein - beide verbindet jedoch nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch ein "Stanley Kowalski"... Dieser taucht allerdings erst am Ende auf und natürlich mit Almodovarscher Prägung: "Wie kann man so ein Macho sein, wenn man so prächtige Titten hat" - Der einzige Vater des Films wurde schon vor langer Zeit zu Lola.
Ein Almodovar eben - voller Frauen und Frauenrollen: Mutter, Tochter, Schauspielerin, Transsexueller, Nonne, Lesbe, Prostituierte, drogenüchtig oder mit Silikon vollgepumpt, Schwangere etc. Die Männer sind Vergangenheit: tot, wegoperiert, physisch oder geistig abwesend für die meiste Zeit des Films. Der Vater des Films ist von den letzten Minuten des Films abgesehen nur in Verbindung seiner Spuren präsent: Er/Sie hinterlässt einen toten Sohn (von dessen Existenz er/sie nichts weiß), eine weitere Leibesfrucht, die er wie die Mutter mit HIV infiziert hat - und eine Freundin, die er bestohlen hat. Die Freundin heißt Agrado und ist eine "Chick-with-a-dick"', die nachdem ihr anfangs geholfen wird sich um die anderen Frauen kümmert...
Manuela ist die Hauptfigur und eine Mutter (hervorragend in der Rolle: Cecilia Roth), die bei der eigenen Trauerarbeit nach Barcelona zurückkehrt und Hilfe bei der bunten (farbenfroh wie immer bei Almodovar ist auch hier die Optik des Films) Mischung bereits genannter Charaktere, also anderen Frauen findet. Letztlich hilft sie den anderen mehr, als diese ihr und doch geben sie ihr das Gefühl gebraucht zu werden: Hier darf sie wieder Mutter sein. Alle Frauen werden hier gebraucht und haben einen Mutterinstinkt, jede hilft jeder - alle sind Mütter, ob mit Kind oder ohne.
Dabei setzt Almodovar einen Plot-Shuffle ein, der einerseits angenehm andererseits auch etwas irritierend ist. Nach und nach verbindet er in seiner Geschichte eine Frau mit der anderen, man muss schon an Zufall und Schicksal glauben, wenn das alles so passen soll - und vor allem da am Ende doch irgendwie fast alles einigermaßen gut ausgeht, trotz einem großen Tal der Tränen... Almodovar nimmt seinen leicht absurden Humor (siehe eine andere Mutter-Story: Volver) hier deutlich zugunsten der Gefühle seiner Figuren zurück, was ich ein wenig bedauert habe.
Bei all dem sympathischen geschlechtlichen Durcheinander und dem ganzen Östrogen drückt der Film paradoxerweise gleichzeitig Familienwerte aus und sagt dabei: Familie ist die, die man sich selbst macht. Da hat er glücklicherweise nicht unrecht.
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filmbaum Mon, 07 Jul 2008 20:55:15 -0000
Kommentar löschenEmotionales Karambolagekino, voller Schärfe, Ironie und Zweideutigkeit
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annaberlin Tue, 06 May 2008 12:28:32 -0000
Kommentar löschenDurch dieses Drama wurde ich Anhängerin des spanischen Kinos. Starke Frauen, ein bewegendes Schicksal und ein im europäischen Autorenkino einzigartiger Queer-Ansatz machen den Film zu einem Meisterwerk.
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Pelle Mon, 21 Apr 2008 21:45:31 -0000
Kommentar löschenTypischerweise geht es um Frauen mit all ihren Problem. Sei es der Mann, der zum Travestit wird oder der verstorbene Sohn. Candela Peña spielt zwar hervorragend , allerdings erinnert mich der Film zu sehr an Volver und ist genauso wie der ein wenig träge. Trotzdem ein solider Film.
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Nora80 Tue, 15 Jan 2008 16:13:29 -0000
Kommentar löschenhabe diesen film leider noch nie in einem stück gesehen, aber wenn ich reinschalte, dann gefällt er mir immer wieder aufs neue.
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TobiasSD Tue, 16 Oct 2007 09:19:13 -0000
Kommentar löschenEtwas zu konstruiert wirken die Beziehungen und Aufeinandertreffen zwischen den einzelnen Charakteren. Da die Darsteller aber (insb. Antonia San Juan & Penélope Cruz) schauspielerisch mehr als nur überzeugen können und auch viele Ihrer Sprüche vulgär aber dennoch stets komisch klingen, bietet der Film trotz der ernsten Thematik stets gute und z.T. auch sehr lustige Unterhaltung.
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Lord Wombat Thu, 13 Sep 2007 11:00:11 -0000
Kommentar löschenEiner meiner liebsten Almodovar-Filme vor allem wegen Sätzen wie: 'Wie kann jemand, der so prächtige Titten hat, so ein Macho sein?'
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caliban Sat, 08 Sep 2007 10:16:10 -0000
Kommentar löschenVielleicht einer der besten Almodovars!
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