Mit "Alles über meine Mutter" habe ich zum ersten Mal einen Film von Almodovar gesehen.
Ich erkenne die Qualitäten des Regisseurs, aber ich war nicht wirklich zufrieden mit diesem Film. Die Thematik war irgendwie belanglos für mich, interessant war aber die besondere Atmosphäre. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich mir den Rest von Almodovars Filmen anschaue. Und da wird sicherlich der ein oder andere Hochkaräter lauern.
Welch herrlicher Kitsch mit sachten Einflüssen des europäischen Experimentalkinos.
Akzeptanz des Anderssein wird nicht lange moralisch erklärt und gerechtfertigt, es wird vorrausgesetzt und der Zuschauer wird dem auf höchst unterhaltsameweise auch ausgesetzt. So kann es ruhig öfters geschehen mit Filmen die, zumindest für die Breite des potentiellen Filmpublikums, mit heiklen Themen umgehen.
Die Macher haben einfach "Alles über Eva" und "Entstation: Sehnsucht" ganz offentsichtlich zusammengepackt und Thematisieren Transsexualität. Hier wurde im besten Brecht´schem Sinne geklaut und neu zusammengefügt.
Selbst das dicke Packet von vielen Tränen und reichlich verteilter Symphatie gelingt der schmale Grad der guten Unterhaltung.
Anzumerken sei dass alles unbedingt authentisch wirken soll und der ziemlich harte Schnitt an einigen Stellen lassen sich bemängeln. Ist jedoch reine Geschmackssache da diese beiden Punkte der gelungen Dramaturgie keinen Abbruch tun.
Dieser Film könnte in Schulen gezeigt werden, bei einem entsprechend talentiertem Lehrpersonal, um den einen und anderen Tellerrand zu zerschlagen.
den wollte ich garnicht sehen, hatte ihn als zu runterziehend eingestuft.
aber dank des mp-wirverschenkendvdswenndudiesiediranschaustevents hab ich ihn nun doch gesehen. gut, besser als gedacht.
die story ist sowas von knaster, fassbinder wäre ein tagesthemensprecher dagegen.
aber die traurige stimmung ergreift mich.
'live flesh' und 'volver' fand ich besser, nun ja.
Du hattest ja Glück, ich habe ne Herzog-Doku bekommen, dabei hab ich hier keine Dokus bewertet. Die Mail davor und danach habe ich, im Gegensatz zu dir, erhalten.
Lockere Verbeugung vor Joseph L. Mankiewiczs Sittenkomödie »All About Eve«, wobei der Akzent von der Satire aufs Melodrama verschoben wird: Verzweiflung, Liebeshunger und Tod – und am Ende des Tunnels ein Licht der Erlösung. Almodóvar erzählt von einer schmerzhaften Reise in die Vergangenheit und von Zukunftshoffnung, die trotz allem nicht tot zu kriegen ist. Der Film ist übervoll mit Bildern und Montagen von ergreifend-schlichter Schönheit (um nur zwei Momente zu nennen: Manuelas Reise und Ankunft in Barcelona & Rosas Tod und Beerdigung), deren emotionale Kraft und gestalterische Sicherheit immer wieder Tränen der Rührung und Bewunderung in die Augen steigen läßt.
Ich muss gestehen, dass ich bei "Alles über meine Mutter" Rotz und Wasser geheult habe und trotzdem an zwei Stellen lachen musste. In 0:13:44 müssen dieselben Ärzte aus dem Rollenspiel vor Wochen zuvor nun im Ernst das Einverständnis von Manuela wegen der Organspende ihres Sohnes einholen und zaudern. In 0:51:15 spielt Manuela zu hinreißend tränenreich die Rolle der ausgefallenden Nina und spielt dabei doch ihr eigenes Leben nach.
Etwas nüchterner am Ende des Films angelangt, muss man Pedro Almodóvar über jeden Zweifel erhaben eine einfühlsame Kunst des Geschichtenerzählens zugestehen. Was bei anderen in Skurrilität und Frivolität ausgeartet wäre, gerät bei Pedro Almodóvar zu einem sanften Einstieg in die Welt der Nonnen, Transen, (Schwulen) und Nutten, die mir persönlich eher fremd ist.
Schon allein die Kameraführung in den ersten zwanzig Minuten ist äußerst kunstreich und sehenswert. Die schräge Bodenaufnahme beim Unfalltod oder die Tunnelaufnahme auf der Fahrt von Madrid nach Barcelona.
Bei allem Respekt gegenüber dem Film, so hatte ich eine Eintrübung bei der Szene als bei der Beerdigung Schwester María Rosa Sanzs Manuela unerwartet Lola auf den Treppen trifft und achtzehn Jahre wie fünf Minuten wirken und keinerlei Vorwürfe, Hassgefühle gegenüber Lola zu ergründen sind. Echauffiert sich nicht Manuela über Lola in (0:41:43) "Lola? .... Lola!!! ....Dieses miese Dreckstück Lola!!!¶ζЖЮڲ۞۩♀╓♣", als die Nonne ihr offenbart, wer der Vater ihres Kindes ist. Sagt Manuela nicht später (0:44:27) "Lola hat die übelsten Seiten des Mannes und die übelsten Seiten der Frau"????? ...In Anbetracht des Ganzen: Ist die Treppenszene wirklich die wahre Liebe? Sehe ich, dass zu sehr als Mann? Ich weiß es einfach nicht ...
Die Männer kommen in diesem Film nicht gut weg. Entweder sie sind wie die beiden Ärzte uninteressante Tolpatsche oder Mario, der selbst im Moment der größten Katastrophe seine Befriedigung im Kopf hat oder der Apotheker, der im Irrglauben lebt, dass Transe- und Schwulsein ansteckend wirkt oder der senile Alte, der den Frauen nur Arbeit macht. Es ist nur geliebte Sohn und nur ganz am Anfang im Bühnenstück der ältere Mann und Doktor, die gut wegkommen. Letzterer steht - ganz Gentleman - der alternden Diva zur Seite, in dem er ihr eine Zwangsbehandlung mit den Worten erspart (0:09:32): "Lassen Sie sie ... Kommen Sie. Stehen Sie auf ...Sie können sich auf meinem Arm stützen...Mein Fräulein Dubois" . "Ich danke Ihnen. Wer Sie auch sind, immer schon habe ich mich auf die Güte Fremder verlassen." Auf der Parkauffahrt (0:37:39 wiederholt Huma Rojo gegenüber Manuela diesen Satz, als sie sich bei der Suche der heroinabhängigen Nina anbietet.
Aber nicht alle Frauen kommen im Film gut hinweg - da ist z.B. die heroinsüchtige Nina. aber sie ist ja auch eine falsche Lesbe, die zum Schluss ihr wahres Gesicht zeigt ...
Fast hätte ich es vergessen, die Dialoge sind bemerkenswert. Einige Stellen besitzen direkt Druckreife. Die Dramaturgie ist ausgezeichnet, auch wenn gegen Ende die Spannung etwas gehetzt und schlapp zum Happy End daniederliegt.
Die schauspielerische Leistung aller ist sehenswert (na ja vielleicht bis auf Lola - mit der Figur habe ich meine Probleme anscheinend) Im großen Ganzen ist der Film sehenswert, auch wenn er anders als in ´Volver´ das Leben mehr von der Schattenseite betrachtet.
Ich war nie ein großer Almodovar Fan. Ich habe ende der achtziger `Matador´ und `La ley del deseo´ schwer ertragen und `Mujeres al borde de un ataque de nervios´ fand ich nur mittelmäßig. Also habe ich das Werk des guten Pedro für die nächsten 15 Jahre ignoriert.
Auf drängen meiner habe ich mir ´Volver´ angesehen und war hellauf begeistert. Auch seine letzter Streifen, `Los abrazos rotos´ fand ich interessant und sehenswert.
Darauf hin entschloss ich mich für eine persönliche Almodovar Retrospektive. Ich hätte ja was versäumen können. Angefangen habe ich mit seinem angeblichen Meisterwerk, der mir Ruhm und Preise beschüttete `Todo sobre mi madre´.
Der Film weckte wieder meine alte Almodovar Aversion. Es handelt sich um eine an den haaren herbeigezogenen Story würdig einer Soap Opera indem ihre Hauptdarstellerin Cecilia Roth reihenweise von ihren Schauspielerkolleginnen, inklusive einer jungen und unerfahrenen Penelope Cruz, an die Wand gespielt wird.
Die plumpe Botschaft, dass in jeder Frau zugleich eine Mutter / Nonne / Schauspielerin / Heilige / Sünderin bzw. in jedem Mann eine Frau steckt ist mehr als offensichtlich.
Antonia San Juan ist der einzige Lichtblick in ihrer Rolle als `La Agrado´ und bei ihrem kurzen Monolog umwerfend.
Eine Lobeshymne an alle Frauen, oder an die, welche sich als Frau fühlen wollen.
Man merkte hier und da gute Ansätze, aber sonst wurde ich eher nicht vom Feminismus ergriffen. Die Story war relativ interessant und es gab die ein oder andere geniale Kamaraeinstellung.
Mir wurde es aber an machen Stellen zu langatmig und dialoglastig.
Traumatisiert vom Tod ihres Sohnes macht sich eine spanische Mutter auf nach Barcelona um alte Bekannte aufzusuchen, sowie mit ihrer Trauer und Schuld klar zu kommen - und trifft dabei eine Vielzahl anderer Frauen...
Der Titel des Films (den ich nun das erste Mal gesehen habe) erinnert an "All About Eve" - und das natürlich nicht rein zufällig. In etwas anderer Form findet sich nicht nur der Plot des Bette Davis-Klassikers hier wieder und dessen Aussage: Alle Frauen sind große Schauspielerinnen, wie theatralisch das auch nach außen wirken mag, nach innen schmerzt es mindestens genauso... So ist Almodovars Widmung bezeichnend: "Für Bette Davis, Gena Rowlands, Romy Schneider... Für alle Schauspielerinnen, die Schauspielerinnen gespielt haben, für alle Frauen, die (schau)spielen, für alle Männer, die (schau)spielen und zu Frauen werden, für alle Menschen, die Mutter sein wollen, für meine Mutter."
Die Intertextualität endet nicht bei "All About Eve", sondern der Film zitiert inhaltlich auch Cassavetes' "Opening Night", vor allem in der Rolle der Huma Rojo - und mehrmals wird Tennessee Williams' "A Streetcar Named Desire" im Film aufgeführt. Stella und Blanche heißt jedoch niemand. ;-) Allerdings behaupten zwei Charaktere Schwestern zu sein - beide verbindet jedoch nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch ein "Stanley Kowalski"... Dieser taucht allerdings erst am Ende auf und natürlich mit Almodovarscher Prägung: "Wie kann man so ein Macho sein, wenn man so prächtige Titten hat" - Der einzige Vater des Films wurde schon vor langer Zeit zu Lola.
Ein Almodovar eben - voller Frauen und Frauenrollen: Mutter, Tochter, Schauspielerin, Transsexueller, Nonne, Lesbe, Prostituierte, drogenüchtig oder mit Silikon vollgepumpt, Schwangere etc. Die Männer sind Vergangenheit: tot, wegoperiert, physisch oder geistig abwesend für die meiste Zeit des Films. Der Vater des Films ist von den letzten Minuten des Films abgesehen nur in Verbindung seiner Spuren präsent: Er/Sie hinterlässt einen toten Sohn (von dessen Existenz er/sie nichts weiß), eine weitere Leibesfrucht, die er wie die Mutter mit HIV infiziert hat - und eine Freundin, die er bestohlen hat. Die Freundin heißt Agrado und ist eine "Chick-with-a-dick"', die nachdem ihr anfangs geholfen wird sich um die anderen Frauen kümmert...
Manuela ist die Hauptfigur und eine Mutter (hervorragend in der Rolle: Cecilia Roth), die bei der eigenen Trauerarbeit nach Barcelona zurückkehrt und Hilfe bei der bunten (farbenfroh wie immer bei Almodovar ist auch hier die Optik des Films) Mischung bereits genannter Charaktere, also anderen Frauen findet. Letztlich hilft sie den anderen mehr, als diese ihr und doch geben sie ihr das Gefühl gebraucht zu werden: Hier darf sie wieder Mutter sein. Alle Frauen werden hier gebraucht und haben einen Mutterinstinkt, jede hilft jeder - alle sind Mütter, ob mit Kind oder ohne.
Dabei setzt Almodovar einen Plot-Shuffle ein, der einerseits angenehm andererseits auch etwas irritierend ist. Nach und nach verbindet er in seiner Geschichte eine Frau mit der anderen, man muss schon an Zufall und Schicksal glauben, wenn das alles so passen soll - und vor allem da am Ende doch irgendwie fast alles einigermaßen gut ausgeht, trotz einem großen Tal der Tränen... Almodovar nimmt seinen leicht absurden Humor (siehe eine andere Mutter-Story: Volver) hier deutlich zugunsten der Gefühle seiner Figuren zurück, was ich ein wenig bedauert habe.
Bei all dem sympathischen geschlechtlichen Durcheinander und dem ganzen Östrogen drückt der Film paradoxerweise gleichzeitig Familienwerte aus und sagt dabei: Familie ist die, die man sich selbst macht. Da hat er glücklicherweise nicht unrecht.
Durch dieses Drama wurde ich Anhängerin des spanischen Kinos. Starke Frauen, ein bewegendes Schicksal und ein im europäischen Autorenkino einzigartiger Queer-Ansatz machen den Film zu einem Meisterwerk.
Typischerweise geht es um Frauen mit all ihren Problem. Sei es der Mann, der zum Travestit wird oder der verstorbene Sohn. Candela Peña spielt zwar hervorragend , allerdings erinnert mich der Film zu sehr an Volver und ist genauso wie der ein wenig träge. Trotzdem ein solider Film.
Etwas zu konstruiert wirken die Beziehungen und Aufeinandertreffen zwischen den einzelnen Charakteren. Da die Darsteller aber (insb. Antonia San Juan & Penélope Cruz) schauspielerisch mehr als nur überzeugen können und auch viele Ihrer Sprüche vulgär aber dennoch stets komisch klingen, bietet der Film trotz der ernsten Thematik stets gute und z.T. auch sehr lustige Unterhaltung.
Alles über meine Mutter - Kritik
FR/ES 1999 Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.11.1999
Kommentare (21) — Film: Alles über meine Mutter
Kommentar schreibenmomopipi 2011/12/15 13:09:13
Kommentar löschenMit "Alles über meine Mutter" habe ich zum ersten Mal einen Film von Almodovar gesehen.
Ich erkenne die Qualitäten des Regisseurs, aber ich war nicht wirklich zufrieden mit diesem Film. Die Thematik war irgendwie belanglos für mich, interessant war aber die besondere Atmosphäre. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich mir den Rest von Almodovars Filmen anschaue. Und da wird sicherlich der ein oder andere Hochkaräter lauern.
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VisitorQ 2011/10/16 21:34:35
Kommentar löschenIch weiß noch nicht so recht was ich von diesem Film halten soll, doch er hat mir gefallen. Irgendwie.
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999ghost 2011/09/15 20:39:01
Kommentar löschenHervoragender Film von Meister Almodovar. Ist für mich der Beste von ihm.
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Lillyfee 2011/09/01 09:14:35
Kommentar löschenEin Film der mich wieder und wieder zu Tränen gerührt hatte....
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Redsnake (to go) 2011/07/16 17:23:25
Kommentar löschenWelch herrlicher Kitsch mit sachten Einflüssen des europäischen Experimentalkinos.
Akzeptanz des Anderssein wird nicht lange moralisch erklärt und gerechtfertigt, es wird vorrausgesetzt und der Zuschauer wird dem auf höchst unterhaltsameweise auch ausgesetzt. So kann es ruhig öfters geschehen mit Filmen die, zumindest für die Breite des potentiellen Filmpublikums, mit heiklen Themen umgehen.
Die Macher haben einfach "Alles über Eva" und "Entstation: Sehnsucht" ganz offentsichtlich zusammengepackt und Thematisieren Transsexualität. Hier wurde im besten Brecht´schem Sinne geklaut und neu zusammengefügt.
Selbst das dicke Packet von vielen Tränen und reichlich verteilter Symphatie gelingt der schmale Grad der guten Unterhaltung.
Anzumerken sei dass alles unbedingt authentisch wirken soll und der ziemlich harte Schnitt an einigen Stellen lassen sich bemängeln. Ist jedoch reine Geschmackssache da diese beiden Punkte der gelungen Dramaturgie keinen Abbruch tun.
Dieser Film könnte in Schulen gezeigt werden, bei einem entsprechend talentiertem Lehrpersonal, um den einen und anderen Tellerrand zu zerschlagen.
Eine Donauwelle des Films
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alanger 2010/09/27 21:29:40
Kommentar löschenden wollte ich garnicht sehen, hatte ihn als zu runterziehend eingestuft.
aber dank des mp-wirverschenkendvdswenndudiesiediranschaustevents hab ich ihn nun doch gesehen. gut, besser als gedacht.
die story ist sowas von knaster, fassbinder wäre ein tagesthemensprecher dagegen.
aber die traurige stimmung ergreift mich.
'live flesh' und 'volver' fand ich besser, nun ja.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
philopee 2010/09/27 22:29:51
Antwort löschenDu hast tatsächlich eine bekommen?
Ich habe nichtmal eine Rückmeldung erhalten. :(
alanger 2010/09/27 23:01:03
Antwort löschenrückmeldung hab ich auch nicht wehalten. die scheibe war plötzlich da. dann gabs aber noch ne mail dazu.
Filmsuechtiger 2010/09/27 23:06:44
Antwort löschenDu hattest ja Glück, ich habe ne Herzog-Doku bekommen, dabei hab ich hier keine Dokus bewertet. Die Mail davor und danach habe ich, im Gegensatz zu dir, erhalten.
alanger 2010/09/27 23:13:03
Antwort löschenmh, also ich tausch gerne pedro gegen werner.
phoenix409 2010/09/28 10:06:06
Antwort löschenStimmt, bei mir kam auch wieder garnix. Würde mich mal interessieren wem überhaupt irgendwas zugeschickt wurde...
philopee 2010/09/28 16:39:53
Antwort löschenMusste man die Adresse gleich angeben?
alanger 2010/09/28 19:00:14
Antwort löschenhttp://www.moviepilot.de/news/dvds-geschenkt-108061
stand so glaub ich nicht drinn, habs aber mal gemacht.
Alle 9 Antworten zeigen
philopee 2010/09/28 19:39:20
Antwort löschenhat sich ja gelohnt :P
Shorty06 2010/09/29 14:43:56
Antwort löschenHab auch die Adresse dazugeschrieben, ist aber nichts gekommen...
Tja was solls.
Joe Gillis 2010/04/20 01:00:54
Kommentar löschenLockere Verbeugung vor Joseph L. Mankiewiczs Sittenkomödie »All About Eve«, wobei der Akzent von der Satire aufs Melodrama verschoben wird: Verzweiflung, Liebeshunger und Tod – und am Ende des Tunnels ein Licht der Erlösung. Almodóvar erzählt von einer schmerzhaften Reise in die Vergangenheit und von Zukunftshoffnung, die trotz allem nicht tot zu kriegen ist. Der Film ist übervoll mit Bildern und Montagen von ergreifend-schlichter Schönheit (um nur zwei Momente zu nennen: Manuelas Reise und Ankunft in Barcelona & Rosas Tod und Beerdigung), deren emotionale Kraft und gestalterische Sicherheit immer wieder Tränen der Rührung und Bewunderung in die Augen steigen läßt.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
jlorenz1 2010/01/03 19:11:15
Kommentar löschenIch muss gestehen, dass ich bei "Alles über meine Mutter" Rotz und Wasser geheult habe und trotzdem an zwei Stellen lachen musste. In 0:13:44 müssen dieselben Ärzte aus dem Rollenspiel vor Wochen zuvor nun im Ernst das Einverständnis von Manuela wegen der Organspende ihres Sohnes einholen und zaudern. In 0:51:15 spielt Manuela zu hinreißend tränenreich die Rolle der ausgefallenden Nina und spielt dabei doch ihr eigenes Leben nach.
Etwas nüchterner am Ende des Films angelangt, muss man Pedro Almodóvar über jeden Zweifel erhaben eine einfühlsame Kunst des Geschichtenerzählens zugestehen. Was bei anderen in Skurrilität und Frivolität ausgeartet wäre, gerät bei Pedro Almodóvar zu einem sanften Einstieg in die Welt der Nonnen, Transen, (Schwulen) und Nutten, die mir persönlich eher fremd ist.
Schon allein die Kameraführung in den ersten zwanzig Minuten ist äußerst kunstreich und sehenswert. Die schräge Bodenaufnahme beim Unfalltod oder die Tunnelaufnahme auf der Fahrt von Madrid nach Barcelona.
Bei allem Respekt gegenüber dem Film, so hatte ich eine Eintrübung bei der Szene als bei der Beerdigung Schwester María Rosa Sanzs Manuela unerwartet Lola auf den Treppen trifft und achtzehn Jahre wie fünf Minuten wirken und keinerlei Vorwürfe, Hassgefühle gegenüber Lola zu ergründen sind. Echauffiert sich nicht Manuela über Lola in (0:41:43) "Lola? .... Lola!!! ....Dieses miese Dreckstück Lola!!!¶ζЖЮڲ۞۩♀╓♣", als die Nonne ihr offenbart, wer der Vater ihres Kindes ist. Sagt Manuela nicht später (0:44:27) "Lola hat die übelsten Seiten des Mannes und die übelsten Seiten der Frau"????? ...In Anbetracht des Ganzen: Ist die Treppenszene wirklich die wahre Liebe? Sehe ich, dass zu sehr als Mann? Ich weiß es einfach nicht ...
Die Männer kommen in diesem Film nicht gut weg. Entweder sie sind wie die beiden Ärzte uninteressante Tolpatsche oder Mario, der selbst im Moment der größten Katastrophe seine Befriedigung im Kopf hat oder der Apotheker, der im Irrglauben lebt, dass Transe- und Schwulsein ansteckend wirkt oder der senile Alte, der den Frauen nur Arbeit macht. Es ist nur geliebte Sohn und nur ganz am Anfang im Bühnenstück der ältere Mann und Doktor, die gut wegkommen. Letzterer steht - ganz Gentleman - der alternden Diva zur Seite, in dem er ihr eine Zwangsbehandlung mit den Worten erspart (0:09:32): "Lassen Sie sie ... Kommen Sie. Stehen Sie auf ...Sie können sich auf meinem Arm stützen...Mein Fräulein Dubois" . "Ich danke Ihnen. Wer Sie auch sind, immer schon habe ich mich auf die Güte Fremder verlassen." Auf der Parkauffahrt (0:37:39 wiederholt Huma Rojo gegenüber Manuela diesen Satz, als sie sich bei der Suche der heroinabhängigen Nina anbietet.
Aber nicht alle Frauen kommen im Film gut hinweg - da ist z.B. die heroinsüchtige Nina. aber sie ist ja auch eine falsche Lesbe, die zum Schluss ihr wahres Gesicht zeigt ...
Fast hätte ich es vergessen, die Dialoge sind bemerkenswert. Einige Stellen besitzen direkt Druckreife. Die Dramaturgie ist ausgezeichnet, auch wenn gegen Ende die Spannung etwas gehetzt und schlapp zum Happy End daniederliegt.
Die schauspielerische Leistung aller ist sehenswert (na ja vielleicht bis auf Lola - mit der Figur habe ich meine Probleme anscheinend) Im großen Ganzen ist der Film sehenswert, auch wenn er anders als in ´Volver´ das Leben mehr von der Schattenseite betrachtet.
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willy50 2009/11/03 18:49:54
Kommentar löschenWie sagte schon Hamlet: Alles über MEINE Mutter.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Burning Brain 2009/08/22 15:03:57
Kommentar löschenIch war nie ein großer Almodovar Fan. Ich habe ende der achtziger `Matador´ und `La ley del deseo´ schwer ertragen und `Mujeres al borde de un ataque de nervios´ fand ich nur mittelmäßig. Also habe ich das Werk des guten Pedro für die nächsten 15 Jahre ignoriert.
Auf drängen meiner habe ich mir ´Volver´ angesehen und war hellauf begeistert. Auch seine letzter Streifen, `Los abrazos rotos´ fand ich interessant und sehenswert.
Darauf hin entschloss ich mich für eine persönliche Almodovar Retrospektive. Ich hätte ja was versäumen können. Angefangen habe ich mit seinem angeblichen Meisterwerk, der mir Ruhm und Preise beschüttete `Todo sobre mi madre´.
Der Film weckte wieder meine alte Almodovar Aversion. Es handelt sich um eine an den haaren herbeigezogenen Story würdig einer Soap Opera indem ihre Hauptdarstellerin Cecilia Roth reihenweise von ihren Schauspielerkolleginnen, inklusive einer jungen und unerfahrenen Penelope Cruz, an die Wand gespielt wird.
Die plumpe Botschaft, dass in jeder Frau zugleich eine Mutter / Nonne / Schauspielerin / Heilige / Sünderin bzw. in jedem Mann eine Frau steckt ist mehr als offensichtlich.
Antonia San Juan ist der einzige Lichtblick in ihrer Rolle als `La Agrado´ und bei ihrem kurzen Monolog umwerfend.
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JimiHendrix 2009/02/21 00:24:29
Kommentar löschenEine Lobeshymne an alle Frauen, oder an die, welche sich als Frau fühlen wollen.
Man merkte hier und da gute Ansätze, aber sonst wurde ich eher nicht vom Feminismus ergriffen. Die Story war relativ interessant und es gab die ein oder andere geniale Kamaraeinstellung.
Mir wurde es aber an machen Stellen zu langatmig und dialoglastig.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Sonse 2008/11/16 02:54:22
Kommentar löschen*Kleinere Spoiler enthalten*
Traumatisiert vom Tod ihres Sohnes macht sich eine spanische Mutter auf nach Barcelona um alte Bekannte aufzusuchen, sowie mit ihrer Trauer und Schuld klar zu kommen - und trifft dabei eine Vielzahl anderer Frauen...
Der Titel des Films (den ich nun das erste Mal gesehen habe) erinnert an "All About Eve" - und das natürlich nicht rein zufällig. In etwas anderer Form findet sich nicht nur der Plot des Bette Davis-Klassikers hier wieder und dessen Aussage: Alle Frauen sind große Schauspielerinnen, wie theatralisch das auch nach außen wirken mag, nach innen schmerzt es mindestens genauso... So ist Almodovars Widmung bezeichnend: "Für Bette Davis, Gena Rowlands, Romy Schneider... Für alle Schauspielerinnen, die Schauspielerinnen gespielt haben, für alle Frauen, die (schau)spielen, für alle Männer, die (schau)spielen und zu Frauen werden, für alle Menschen, die Mutter sein wollen, für meine Mutter."
Die Intertextualität endet nicht bei "All About Eve", sondern der Film zitiert inhaltlich auch Cassavetes' "Opening Night", vor allem in der Rolle der Huma Rojo - und mehrmals wird Tennessee Williams' "A Streetcar Named Desire" im Film aufgeführt. Stella und Blanche heißt jedoch niemand. ;-) Allerdings behaupten zwei Charaktere Schwestern zu sein - beide verbindet jedoch nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch ein "Stanley Kowalski"... Dieser taucht allerdings erst am Ende auf und natürlich mit Almodovarscher Prägung: "Wie kann man so ein Macho sein, wenn man so prächtige Titten hat" - Der einzige Vater des Films wurde schon vor langer Zeit zu Lola.
Ein Almodovar eben - voller Frauen und Frauenrollen: Mutter, Tochter, Schauspielerin, Transsexueller, Nonne, Lesbe, Prostituierte, drogenüchtig oder mit Silikon vollgepumpt, Schwangere etc. Die Männer sind Vergangenheit: tot, wegoperiert, physisch oder geistig abwesend für die meiste Zeit des Films. Der Vater des Films ist von den letzten Minuten des Films abgesehen nur in Verbindung seiner Spuren präsent: Er/Sie hinterlässt einen toten Sohn (von dessen Existenz er/sie nichts weiß), eine weitere Leibesfrucht, die er wie die Mutter mit HIV infiziert hat - und eine Freundin, die er bestohlen hat. Die Freundin heißt Agrado und ist eine "Chick-with-a-dick"', die nachdem ihr anfangs geholfen wird sich um die anderen Frauen kümmert...
Manuela ist die Hauptfigur und eine Mutter (hervorragend in der Rolle: Cecilia Roth), die bei der eigenen Trauerarbeit nach Barcelona zurückkehrt und Hilfe bei der bunten (farbenfroh wie immer bei Almodovar ist auch hier die Optik des Films) Mischung bereits genannter Charaktere, also anderen Frauen findet. Letztlich hilft sie den anderen mehr, als diese ihr und doch geben sie ihr das Gefühl gebraucht zu werden: Hier darf sie wieder Mutter sein. Alle Frauen werden hier gebraucht und haben einen Mutterinstinkt, jede hilft jeder - alle sind Mütter, ob mit Kind oder ohne.
Dabei setzt Almodovar einen Plot-Shuffle ein, der einerseits angenehm andererseits auch etwas irritierend ist. Nach und nach verbindet er in seiner Geschichte eine Frau mit der anderen, man muss schon an Zufall und Schicksal glauben, wenn das alles so passen soll - und vor allem da am Ende doch irgendwie fast alles einigermaßen gut ausgeht, trotz einem großen Tal der Tränen... Almodovar nimmt seinen leicht absurden Humor (siehe eine andere Mutter-Story: Volver) hier deutlich zugunsten der Gefühle seiner Figuren zurück, was ich ein wenig bedauert habe.
Bei all dem sympathischen geschlechtlichen Durcheinander und dem ganzen Östrogen drückt der Film paradoxerweise gleichzeitig Familienwerte aus und sagt dabei: Familie ist die, die man sich selbst macht. Da hat er glücklicherweise nicht unrecht.
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filmbaum 2008/07/07 22:55:15
Kommentar löschenEmotionales Karambolagekino, voller Schärfe, Ironie und Zweideutigkeit
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Kubrick_obscura 2008/06/07 18:00:41
Kommentar löschenEin großartiges Gesellschaftsporträt von Pedro Almodovar.
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annaberlin 2008/05/06 14:28:32
Kommentar löschenDurch dieses Drama wurde ich Anhängerin des spanischen Kinos. Starke Frauen, ein bewegendes Schicksal und ein im europäischen Autorenkino einzigartiger Queer-Ansatz machen den Film zu einem Meisterwerk.
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Pelle 2008/04/21 23:45:31
Kommentar löschenTypischerweise geht es um Frauen mit all ihren Problem. Sei es der Mann, der zum Travestit wird oder der verstorbene Sohn. Candela Peña spielt zwar hervorragend , allerdings erinnert mich der Film zu sehr an Volver und ist genauso wie der ein wenig träge. Trotzdem ein solider Film.
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Nora80 2008/01/15 17:13:29
Kommentar löschenhabe diesen film leider noch nie in einem stück gesehen, aber wenn ich reinschalte, dann gefällt er mir immer wieder aufs neue.
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TobiasSD 2007/10/16 11:19:13
Kommentar löschenEtwas zu konstruiert wirken die Beziehungen und Aufeinandertreffen zwischen den einzelnen Charakteren. Da die Darsteller aber (insb. Antonia San Juan & Penélope Cruz) schauspielerisch mehr als nur überzeugen können und auch viele Ihrer Sprüche vulgär aber dennoch stets komisch klingen, bietet der Film trotz der ernsten Thematik stets gute und z.T. auch sehr lustige Unterhaltung.
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Lord Wombat 2007/09/13 13:00:11
Kommentar löschenEiner meiner liebsten Almodovar-Filme vor allem wegen Sätzen wie: 'Wie kann jemand, der so prächtige Titten hat, so ein Macho sein?'
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caliban 2007/09/08 12:16:10
Kommentar löschenVielleicht einer der besten Almodovars!
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