Alpen

Alpeis (2011), GR Laufzeit 93 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.06.2012

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von Giorgos Lanthimos, mit Aris Servetalis und Johnny Vekris

Auch eine Geschäftsidee: In Alpen hat es sich eine Agentur zur Aufgabe gemacht, trauernden menschen auf ganz eigene Art beizustehen. Prämiertes Drama von Giorgos Lanthimos (Dogtooth).

Vier Menschen begründen mit ihrer Agentur ein ganz besonderes Geschäft: Sie helfen trauernden Menschen, über den Tod des Angehörigen hinwegzukommen, indem sie als die Verstorbenen posieren. Dabei folgen die vier, die sich nach Bergen benennen strikten Regeln, die eine emotionale Verwicklung mit ihren Kunden verhindern sollen. Es kommt, wie es kommt: Nicht jeder hält sich daran. Das hat Konsequenzen…

Hintergrund und Infos zu Alpen
Mit seinem vielfach ausgezeichneten und für einen Oscar nominierten skurrilen Drama Dogtooth sorgte Regisseur Giorgos Lanthimos 2009 für Furore. Auch Alpen konnte wieder einige Preise für sich verbuchen, so gewannen Giorgos Lanthimos und Efthymis Filippou die Goldene Osella für das Beste Drehbuch bei den Filmfestspielen von Venedig (bei einer Nominierung für den Goldenen Löwen).
Bei dem von Kritikern ähnlich begeisterten Attenberg war Lanthimos als Produzent beteiligt. (EM)

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Alpen

Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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8.0Ausgezeichnet

Lanthimos' eigenwillige Dramaturgie ist eine ständige Herausforderung an den Zuschauer. [...] Diese emotionale Distanz ermöglicht einen genauen Blick auf die menschlichen Verhaltensmuster, nach denen seine Figuren funktionieren.

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Sven von Reden: taz Sven von Reden: taz

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7.5Sehenswert

Yorgos Lanthimos präsentiert eine Parallelwelt, die fast unsere eigene sein könnte – und riskiert damit ständig die „suspension of disbelief“. Dennoch: Den offenen Betrachter führt sein listig gebauter Metafilm umso tiefer in die Mysterien des Kinos ein.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Auch wenn die visuelle Gestaltung des Films von konsequenter Düsternis ist, ist „Alpen“ im Ganzen kein düsterer Film: Momente der Zärtlichkeit konterkarieren immer wieder das Aggressive und Nüchtern-Geschäftsmäßige der menschlichen Beziehungen.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Ein außergewöhnliches und sehr sehenswertes Werk des neuen europäischen Kinos, das in Venedig mehr als den Drehbuch-Trostpreis verdient hätte.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Alte Geleise des Kinos werden verlassen, eine neue Richtung ist eingeschlagen. Achtung, griechisches Kino!

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Kommentare (4) — Film: Alpen


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pixie123

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schon „Dogtooth“ war hervorragend, und auch mit seinem neuen Film „Alpen“ weiß der griechische Regisseur und Drehbuchautor Giorgos Lanthimos zu beeindrucken. Gemeinsam haben beide Werke, dass sie in der Lage sind, den Zuschauer emotional zu verstören. Was Giorgos Lanthimos in seinen Filmen zeigt, ist moralisch verwerflich und drängt die Frage auf: Warum tun diese Menschen das? In „Dogtooth“ spielt ein Ehepaar skrupellos seinen Kindern eine falsche Realität vor, in „Alpen“ bietet eine Gruppe von Leuten den Service an, für Angehörige einen Verstorbenen zu ersetzen. Der Film investiert viel Zeit damit, diese perversen, grenzüberschreitenden Rollenspiele zu zeigen. Und wenn man fast schon glaubt, Lanthimos setzt allein auf diese skurrile Ausgangssituation, bekommt die Thematik gegen Ende noch eine neue Perspektive und schlägt dem Zuschauer damit förmlich mitten ins Gesicht. Intelligentes Psychodrama, das hierzulande - völlig zu Unrecht – kaum Beachtung gefunden hat.

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strangelet

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Bewertung6.5Ganz gut

Lanthimos gibt ungefähr mit der fünften Textzeile zu verstehen, dass er mit der Realität nicht viel zu tun haben will, spult dann eine Handlung ab, die mit dem Wort "fremdartig" nur dann hinreichend beschrieben ist, wenn man dabei an Träume oder Paralleluniversen denkt, und gibt dadurch jedem die Möglichkeit, sein jeweiliges Lieblingsthema in den Film hineinzuinterpretieren. Ja, das gefällt den Kritikern natürlich!

Aber faszinierend ist es schon auch. Irgendwie.

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dae-su

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Messerscharf dekonstruiert Lanthimos das Gebäude "Gesellschaft" - wie schon in Dogtooth in surreal angehauchtem Gewand, dafür aber umso hinter- wie abgründiger. Angucken!

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minate

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vorgemerkt

http://berliner-filmfestivals.de/Video/alpen-von-giorgos-lanthimos

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