Ein triumphales Meisterwerk in beinahe allen Aspekten der Filmkunst, ist es schlussendlich die pure Leidenschaft für sein Subjekt, die "Amadeus" zu einem unvergesslichen Erlebnis macht: Von Beginn an in der überwältigenden Ausdruckskraft von Mozarts Werk badend, ist dies wahrlich die ultimative Verbeugung vor dem wundervollen Zauber großartiger, ja wirklich göttlicher Musik. Eine Ehrerbietung, die sich in ihrer schieren Begeisterung so überschwänglich auf den Zuschauer überträgt, dass man selbst als der Klassik eher abgeneigter Musikfreund ein unkontrollierbares Verlangen nach Opern, Symphonien und Suiten verspürt. Gerechter kann man dem überragenden Komponisten der Musikgeschichte nicht werden.
"Come on now, be honest! You´d rather listen to your hairdresser than Hercules, Horatius or Orpheus. People so lofty, they sound as if they shit marble."
Gar keine Frage, Forman ist zu keinem Zeitpunkt etwas an einer historisch einwandfreien Biographie des österreichischen Wunderknaben gelegen; vielmehr inszeniert er ihn als den ersten Punkrocker der Musikgeschichte: Sein Mozart ist albern, vergnügungssüchtig und rebellisch - eine gewagte Interpretation, die sich ein anderes österreichisches Wunderkind - FALCO - zwei Jahre später in seiner Amadeus-Hommage zu Eigen machte. Man muss diesen Ansatz in seiner Radikalität sicherlich nicht teilen, zumal er historisch gesehen so nicht haltbar ist; gleichwohl kann ein Musiker, der mit vollstem Einsatz so etwas visionäres wie "Die Zauberflöte" auf die Beine stellt, kein angepasster Möchtegern-Komponist gewesen sein.
Aber zurück zum Film - Es gibt so Vieles was an "Amadeus" bemerkenswert…
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"Come on now, be honest! You´d rather listen to your hairdresser than Hercules, Horatius or Orpheus. People so lofty, they sound as if they shit marble."
Gar keine Frage, Forman ist zu keinem Zeitpunkt etwas an einer historisch einwandfreien Biographie des österreichischen Wunderknaben gelegen; vielmehr inszeniert er ihn als den ersten Punkrocker der Musikgeschichte: Sein Mozart ist albern, vergnügungssüchtig und rebellisch - eine gewagte Interpretation, die sich ein anderes österreichisches Wunderkind - FALCO - zwei Jahre später in seiner Amadeus-Hommage zu Eigen machte.
Man muss diesen Ansatz in seiner Radikalität sicherlich nicht teilen, zumal er historisch gesehen so nicht haltbar ist; gleichwohl kann ein Musiker, der mit vollstem Einsatz so etwas visionäres wie "Die Zauberflöte" auf die Beine stellt, kein angepasster Möchtegern-Komponist gewesen sein.
Aber zurück zum Film -
Es gibt so Vieles was an "Amadeus" bemerkenswert ist: In erster Linie natürlich das Ensemble, allen voran Abraham (schmerzlich zu sehen, dass er jetzt auf TELE5 Killer-Affen und Monsterhaie jagt...) und Hulce. Obwohl ihre Figuren, wie oben bereits angedeutet, in den Grundzügen eher einfach charakterisiert sind, ringen die Beiden ihnen doch die komplette Bandbreite an Emotionen ab, so dass nie die Gefahr bestünde, sich in einem Charakter-Scherenschnitt wiederzufinden.
Das andere große Plus des Werkes ist Formans Inszenierung, welche trotz der anfänglich abschreckenden dreistündigen Laufzeit keinerlei Leerlauf oder Langeweile bietet. Interessanterweise bedarf es hierzu nicht einmal besonderer erzählerischer Kniffe, es ist die Inszenierung und die Optik als solches, die einen in seinen Bann zieht - und das vollkommen unabhängig davon, ob man nun ein Klassik-Freund oder bloß ein einfacher Cineast ist. "Amadeus" funktioniert für jeden, und würde ich nicht aus Prinzip nach der ersten Sichtung keine 10er-Wertung verteilen, dann hätte ich jetzt einen weiteren Lieblingsfilm in meiner Liste stehen.
Eine - sich bei solch einem Werk aufdrängende - Selbstverständlichkeit soll zu guter Letzt noch ihren Platz in diesem Review finden: Der Soundtrack.
Es gibt sicherlich keinen Innovationspreis dafür, einem Film mit Namen "Amadeus", mit Mozart-Musik zu versehen - aber was stört mich das?!
Wenn Musik mit mehr als zweihundert Jahren auf dem Rücken auch heute noch so virtuos und modern klingt, dass man damit einen kompletten Hollywood-Film unterlegen kann, und dieser dadurch sogar noch zusätzlich gewinnt - dann könnte mir dieser Kritikpunkt egaler nicht sein.
Und mit der Musik lässt sich nun auch der Bogen zum anderen Alpenstaat-Punker ziehen, und es bleibt zum Schluss nur zu sagen:
Keep On Rockin´, Amadeus!
Unbedingt! Ich habe ihn ja lange vor mir her geschoben, dreistündige Biographien klingen ja auf den ersten Blick nicht gerade nach entspannender Abendunterhaltung - aber ich wurde ausnahmsweise mal positiv überrascht^^
Musikgeschichte à la Milos Forman, Mozart à la Milos Forman. Ein Kostümfest, das seinesgleichen sucht, ein seltsamer Zweikampf, unfassbar in Szene gesetzt. Dass "Amadeus" ein rein subjektives Werk, ist egal, spielen Fakten hier doch ohnehin keine Rolle. Das ist keine Geschichtsinterpretation, sondern Geschichtsverfälschung, aber so imposant wie nur irgend möglich. Mozart ist ein Kind und schüttelt die himmlischen Melodien (die Musik Gottes, wie Salieri des Öfteren betont) nur so aus dem Ärmel, während ebenjener Erzähler, der "patron saint of mediocrity", all seine Kraft in nur ein Werk investieren muss - stimmt nicht, was soll's. Es entsteht ein Fest, das nichts mit schulischer Annäherung an den titelgebenden Musiker zu tun hat, seine Werke aber dennoch in den höchsten Tönen feiert, sie mit unglaublichem Bühnenspiel zelebriert. Es berichtet der neidische Salieri, und dessen Sichtweise bekommt man aufgedrängt, jedoch hat dies auf das Genie Mozarts keinen mindernden Einfluss, nein, im Gegenteil: Der Widerspruch zwischen Hass und Liebe wird dadurch erst ins Spiel gebracht, das ganze Faszinosum rund um die Person Mozart weiter angetrieben. Es gipfelt schließlich in Bühnenausschnitten schier unfassbarer Größe, ob zum Amusement der elitären Gemeinschaft rund um Kaiser Joseph II. oder zur Belustigung des einfachen Volkes, ob in Todesphantasien mit Bezug zum kürzlichen Tod des Vaters oder in vergnügten Dreckswitzen - wenn es in "Amadeus" in die Opernhäuser geht, gibt es kein Halten mehr. Überlang, oft bemüht und historisch komplett verachtenswert: ein überwältigendes Werk.
Wolfgang „Wolferl“ Amadeus Mozart gegen Antonio Salieri.
Der Film gleicht Mozarts Musik, er ist wie ein bunt gedeckter Tisch mit Erdbeereis, Trüffeln, Wachteln, süßem Honig etc. – und nichts davon macht dick. Man vergleiche nur seine feingliedrigen Kompositionen mit der Schwerfälligkeit eines Wagnerwerkes. Wagner ist der deutsche Saumagen, Mozart gebratene Dodoleber, und gleich dem exotischen Flügeltier ist auch Mozart kaum fähig sein Leben, in Verbund mit anderen Menschen, zu meistern. Leute seines Schlages sind vom Aussterben bedroht!
Und nichts ist passender als dass der Regisseur dieses Werkes, der Welt auch „Einer Flog über das Kuckucksnest“ geschenkt hat. Free your Mind, auf das wir alle einmal infantil durchs Zimmer hüpfen und unsere Altvorderen dabei blöd angaffen. Vielleicht erwischt uns dabei auch noch die große Inspiration, genauso wie bei Herrn Mozart - falls nicht (was wahrscheinlich ist) können wir ihn immer noch hören und sehen!
Als kleiner Junge hatte ich einen langen Schulweg, der unter anderem durch einen Wald führte. Um mir die Zeit zu vertreiben, kreierte ich in meinem Kopf die vielfältigsten Geschichten. Ich sei ein herausragender Fussballer, der die Nation zum Weltmeistertitel schiesst, oder ein überaus begabter Astronaut, den die ganze Welt kennt. Mit den Jahren sind diese naiven und romantischen Kinderträume verschwunden. Man lernt sich einzuschätzen, man erkennt immer deutlicher die eigenen Stärken und Schwächen, indem man sich permanent mit Anderen vergleicht. Ja man hat vielleicht in manchen Bereichen sogar das Gefühl überdurchschnittlich begabt zu sein. Bis man auf ein Genie trifft. Bis Mozart den Raum betritt und das mühevoll erstellte Willkommensstück spontan und mühelos nach einmaligem Hören wiedergibt und zugleich verbessert. Erst dann wird einem -und im Film Salieri - bewusst, wie mittelmässig man doch ist. Und irgendwo tief im Unterbewusstsein spürt man, dass dieses infantile Verlangen nach Genialität doch nicht ganz verschwunden ist.
Der Film versteht es einem bewusst zu machen, welche Wirkung die Musik auf Menschen haben kann und zeigt das Grauen des Menschen vor der grossen, unbekannten Mittelmässigkeit. Und mir wird beim Lesen von Sigmunds Kommentar gerade bewusst, wie mittelmässig meine Schreibkünste doch sind…
Ich habe den Film (Amadeus - Director's Cut) heute zum ersten mal gesehen und muss sagen der war super.
Es ist ein großartiger Film, durch überragende schauspielerische Leistungen, durch eine interessante Umsetzung von Mozarts Lebensgeschichte, und durch wundervolle, im Film stets präsente und teilweise auch dominierende Musik Mozarts.
Ahahahahahahaha!!!!!!!!
"Amadeus" ist Formans großartige Liebeserklärung an die Musik. Wenn wir
Tom Hulce als Mozart mit Leib und Seele dirigieren sehen oder Abraham
als Salieri von der Stimme Gottes spricht, so wird uns doch kraftvoll
deutlich gemacht, dass Musik schon mehr als bloße Noten ist. Es ist ein
einzigartiges Gefühl, was auf jeden, der es hört, übergeht. Jeder spürt
das, was einerseits am grandiosen Schauspiel aller Beteiligten und
andererseits an der gefühlvollen Inszenierung Formans liegt, denn er
verzichtet auf historische Korrektheit, was dem Film aber keinesfalls
schadet. Aus der Sicht Salieris können wir auf einzigartige Weise Mozarts
ganzes Talent bestaunen, aber auch zum großen Teil seine Schwächen
und seinen Niedergang betrauern.
Dann seine Beerdigung, es regnet, er ist allein. Verarmt und verlassen
wird er ohne großes Bedauern in ein Massengrab geworfen, während wir
den leisen Tönen des Requiems lauschen, seines Requiems. Ein höchst
emotionaler Moment eines zutiefst ergreifenden Films.
Bravo, Milos Forman!
Ich glaube es gibt keinen Film, der die Sehnsucht des Menschen, genial oder wenigstens herausragend zu sein, so eindringlich offenbart wie AMADEUS.
Sich dem Wunderkind durch die Augen des vergleichsweise mediokren Salieri anzunähern, dem im Laufe seiner persönlichen Begegnungen mit Mozart keine Demütigung erspart bleibt, ist eine kontrastreiche Spiegelperspektive, in die sich angesichts eines solchen Übertalents wahrscheinlich so ziemlich jeder schmerzlich hineinversetzen kann.
Forman erzählt dermaßen leinwandwirksam und burlesk von Mozarts singulärer Gabe, dass man – wie so oft im ganz großen Kino – selbst angesteckt wird von der süßen Illusion, vielleicht einen ähnlichen Zauber irgendwo in sich zu tragen. Wie aber leider genauso oft im großen Kino geht es dem tschechischen Meisterregisseur hier weit mehr um die Faszination und Strahlkraft als um eine wahrhaftige Geschichte zum Thema Genie – und dessen hohen Preis, auszehrenden Fleiß und triefenden Schweiß.
Dennoch fiel es mir selten so leicht wie hier, Mythen und Klischees vorbehaltlos zu goutieren. Forman's, Abraham's und Hulce's Kunst der erzählerischen Verführung ist nämlich so vollendet und süß wie eine Mozartkugel.
Habe "Amadeus" mal zu Schulzeiten im Musikunterricht gesehen und jetzt gerade wieder. Welch ein grandioser Film. Und wie Du schreibst, es ist besonders diese kontrastreiche Perspektive des Durchschnittskomponisten, die ihn so spannend und erfahrbar machen - auch wenn die Geschichte wenig mit dem realen Verhältnis zwischen Salieri und Mozart zu tun hat. Das Schwanken zwischen Bewunderung und der Bitterkeit, ein Wunderkind in der eigenen Leidenschaft vor die Nase gesetzt zu bekommen, wird wunderbar transportiert, Abraham und Hulce spielen das so fantastisch. Allein Mozarts irres Lachen, das für Salieri schon eine einzige Provokation ist! Und man bekommt zudem richtig Lust auf Mozarts Musik, finde ich. Was ich also nun wortreich gesagt haben wollte: Stimme Dir 100 Prozent zu. :-)
Ja, es gibt wirklich etliche davon: Filme, die primär nicht das grosse Massenpublikum ansprechen, im Laufe der Zeit praktisch in Vergessenheit geraten, um dann später einmal Kultstatus zu erlangen oder als Klassiker zu gelten. „Amadeus“ gehört da vorbehaltlos auch dazu. Auch wenn der Film seinerzeit 8 Oscars (inkl. bester Film) und diverse andere Preise abräumte und vom Publikum begeistert aufgenommen und gefeiert wurde, bleibt Mozart, Klassik, Opern, Barock und das ganze Drumherum eine Hemmschwelle, welche der moderne Filmkonsument nur in seltenen Fällen überwindet. Eigentlich schade...
...Denn „Amadeus“ ist weder eine gradlinig erzählte Biographie des Wolfgang Amadeus Mozart, noch ein üppig-pathetisch und kitschiges Hollywoodmachwerk. Regisseur Milos Formans Idee war es, wichtige Konturen aus dem Leben Mozarts in eine dramatische Geschichte zu packen, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Dabei berief man sich auf ein Theaterstück von Peter Schaffer, der dann auch gleich die Drehbuchversion zum Film verfasste.
Der Filmtitel „Amadeus“ könnte sich durchaus als etwas irreführend erweisen, da die Geschichte aus der Sicht des alten und kranken Hofkomponisten Antonio Salieri erzählt wird, der nach einem Selbstmordversuch in der Anstalt von einem Priester aufgesucht wird, um ihm die Beichte abzunehmen. Salieri, der bereits in Jugendtagen sein Leben Gott geweiht hatte und sich sehnlichst wünschte, mit Musik Gott ehren zu können, sieht sich plötzlich mit einem Rivalen konfrontiert: Mozart, ein kindlicher und taktloser, aber hochtalentierter Mann macht am Wiener Hof von Kaiser Joseph II. auf sich aufmerksam. Dabei gerät Salieri in schwere innere Konflikte und heckt sich heimlich einen mörderischen Plan aus.
Auch wenn „Amadeus“ sicherlich zuerst die Freunde der Klassik und der Barockkostüme begeistert, hat Milos Forman jenseits irgendeiner Interessengruppe handwerklich ganze Arbeit geleistet; sein Film packt, reisst mit und hallt nach. Womöglich ist für einige die Erzählstruktur auf knapp 3 Stunden verteilt streckenweise gewöhnungsbedürftig und der Ausgang der Geschichte etwas abrupt, doch erst dann entfaltet der Film seine eigentliche Wirkung: Die Tragik von Salieri (brillant gespielt von F. Murray Abrahams) und das Schicksal Mozarts (Tom Hulce) fügen sich nach und nach wie Puzzleteile zusammen.
Bleibt zu erwähnen, dass der Film historisch bzw. biographisch nicht zwingend korrekt ist. Trotzdem ist er von der Atmosphäre, den Motiven und der Wirkung her ein höchst empfehlenswertes Erlebnis.
Das hier ist ganz großes Kino wie man es heutzutage kaum noch zu Gesicht bekommt.
"Amadeus" ist nicht so sehr darauf ausgelegt das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart zu erzählen...vielmehr hat sich Regisseur Milos Forman daran orientiert wie dessen Umgebung ihn selber wahrgenommen hat....allen voran der Hofkompositeur Salieri der mit Mozarts erscheinen in Wien und seinem musikalischen Genie auf eine Weise konfrontiert wird die ihn in einen Zwiespalt zwischen Bewunderung und Abscheu teibt.
Sehr selten kann man einmal 2 Akteure in einem Film bewundern die sich gegenseitig förmlich an die Wand zu spielen vermögen.
Tom Hulce als "Mozart" der seinerseits Charaktereigenschaften wie Naivität und vulgäres Benehmen mit diesem einzigartigem Gespür für die Feinheiten der Musik darzustellen verstand und auf der anderen Seite F.Murray Abraham als "Salieri" ein von Ergeiz & Tugend angetriebener Komponist welcher sich in seine hohe Position hineingearbeitet hat und erkennen muss das die von ihm angestrebte,fast göttliche Kreativität einer nach seinem Empfinden minderwertigen Kreatur zugefallen ist.
"Amadeus" ist nicht so sehr als Biografisches Machwerk zu betrachten,der Film zeigt vielmehr auf wie weit eine Person zu gehen bereit ist wenn sie durch Neid & Hass angetrieben wird.....quasi das Grundgerüst um anderen immensen Schaden zuzufügen.
Alle 8 Oscars die dieser Film erhielt sind vollkommen berechtigt,ganz besonders der für F.Murray Abraham (seine beste schaupielerische Leistung überhaupt).
Ein Film den man kennen muß....ein opulentes Meisterwerk.
Ich glaube, es wird nie wieder einen Film geben, der so perfekt den Balanceakt zwischen leichter Unterhaltung für Leute, die bei Mozart eher an Kugeln als an Musik denken, und Musikfans schafft. Von dem (natürlich offensichtlichen) Gebrauch zahlreicher Stücke von ihm über einen Einblick in das Leben in Wien zu seiner Zeit bis hin zum Erflogsdruck, der ständg über ihm und seinem Konkurrenten Salieri steht: der Film weiß perfekt zu unterhalten und wird durch seine Vielschichtigkeit selbst bei einer Dauer von knapp 3 Stunden nie auch nur ansatzweise langweilig. Und allein für die Szene an Mozarts Sterbebett, wo er in letzter Kraft sein Requiem komponiert, hat der Film sämtliche Oscars verdient. Pflicht für jeden Musikfan!
Großartig - ein musikalischer Filmabend mit Werken des wahren King of Pop, was kann man sich besseres vorstellen. Wenn dieser Film dann auch noch mehrfachst oscarprämiert ist, dann kann wenig schiefgehen. So überzeugt F. Murray Abraham als Salieri auf ganzer Linie und weiß in der Rolle des Erzählers sogar den in Tom Hulce verkörperten Amadeus in den Schatten zu spielen. Zurecht erhielt er dafür den Oscar.
Die "F. Murray Abraham - Show"!
Schade das nicht alle Dinge in diesem Film derart herausragend sind wie der charismatische Hauptdarsteller. Ich meine die Kamera ist gut, die Story ist gut, Tom Hulce als Mozart ist gut... Summa summarum: "Amadeus" ist ein guter Film! Nur wenn man 8 Oscar's liest erwartet man einfach mehr als das. Aber dafür hat Miloš Forman einfach zu wenig Überraschungen, und damit zu viele Längen in den Film gepackt. Dennoch sehr schön wie clever "Amadeus" Fiktion und Wirklichkeit vermischt. Sehenswert.
1984/85 war ich gerade auf einem Klassiker-Trip,
wo z.B. auch Goehte dazu gehörte.
Aber auch so hätte ich den frechen Film-Mozart
als Supertyp eingestuft.
Zwar eher lose am Leben von Mozart orientiert, dafür atmosphärisch großartig eingefangen und mit F. Murray Abraham, der sich seinen Oscar hierfür mehr als verdient hat. Da Capo!
Ein genialer Film. Wir gehen mit dem Antagonisten und dem Protagonisten eine sehr, sehr interessante Kombination ein und folgen ihnen. Ein unglaublich wichtiger Film, auch heutzutage, weil viele Leute abkotzen, daß sie nicht der Star sind und auch nur mittelmäßig. Auch ein phantastisches Beispiel wie Musik entsteht.
Amadeus - Kritik
US 1984 Laufzeit 158 Minuten, FSK 12, Musikfilm, Drama, Historienfilm, Kinostart 26.10.1984
Kritiken (2) — Film: Amadeus
F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de
Kommentar löschenEin triumphales Meisterwerk in beinahe allen Aspekten der Filmkunst, ist es schlussendlich die pure Leidenschaft für sein Subjekt, die "Amadeus" zu einem unvergesslichen Erlebnis macht: Von Beginn an in der überwältigenden Ausdruckskraft von Mozarts Werk badend, ist dies wahrlich die ultimative Verbeugung vor dem wundervollen Zauber großartiger, ja wirklich göttlicher Musik. Eine Ehrerbietung, die sich in ihrer schieren Begeisterung so überschwänglich auf den Zuschauer überträgt, dass man selbst als der Klassik eher abgeneigter Musikfreund ein unkontrollierbares Verlangen nach Opern, Symphonien und Suiten verspürt. Gerechter kann man dem überragenden Komponisten der Musikgeschichte nicht werden.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen"Come on now, be honest! You´d rather listen to your hairdresser than Hercules, Horatius or Orpheus. People so lofty, they sound as if they shit marble."
Gar keine Frage, Forman ist zu keinem Zeitpunkt etwas an einer historisch einwandfreien Biographie des österreichischen Wunderknaben gelegen; vielmehr inszeniert er ihn als den ersten Punkrocker der Musikgeschichte: Sein Mozart ist albern, vergnügungssüchtig und rebellisch - eine gewagte Interpretation, die sich ein anderes österreichisches Wunderkind - FALCO - zwei Jahre später in seiner Amadeus-Hommage zu Eigen machte.
Man muss diesen Ansatz in seiner Radikalität sicherlich nicht teilen, zumal er historisch gesehen so nicht haltbar ist; gleichwohl kann ein Musiker, der mit vollstem Einsatz so etwas visionäres wie "Die Zauberflöte" auf die Beine stellt, kein angepasster Möchtegern-Komponist gewesen sein.
Aber zurück zum Film -
/p>Es gibt so Vieles was an "Amadeus" bemerkenswert…
Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
BlueSquirrel 2010/09/10 00:31:43
Antwort löschenDen muss ich mal wieder auffrischen. Im Musikunterricht der 10ten Klasse gesehen.^^
Hitmanski 2010/09/10 00:35:24
Antwort löschenUnbedingt! Ich habe ihn ja lange vor mir her geschoben, dreistündige Biographien klingen ja auf den ersten Blick nicht gerade nach entspannender Abendunterhaltung - aber ich wurde ausnahmsweise mal positiv überrascht^^
guggenheim 2010/09/10 01:38:30
Antwort löschenHitmanski, zu manchen Kommentaren genügt nur ein Wort: Genial.
Hitmanski 2010/09/10 09:37:09
Antwort löschen:)
Alle 6 Antworten zeigen
gilberto da pienso 2010/10/28 12:21:01
Antwort löschenEin Film für alle Zeiten - in Sinn und Form. Betörend!
Musikpoet 2011/06/07 00:45:21
Antwort löschenSuper Kommentar... es geht für mich auch um die Qualen die ein Musiker Komponist erleidet , der Kampf im inneren immer sein bestes geben zu wollen.
Kommentare (37) — Film: Amadeus
Kommentar schreibenGeorg Z. 2011/12/26 00:24:11
Kommentar löschenMusikgeschichte à la Milos Forman, Mozart à la Milos Forman. Ein Kostümfest, das seinesgleichen sucht, ein seltsamer Zweikampf, unfassbar in Szene gesetzt. Dass "Amadeus" ein rein subjektives Werk, ist egal, spielen Fakten hier doch ohnehin keine Rolle. Das ist keine Geschichtsinterpretation, sondern Geschichtsverfälschung, aber so imposant wie nur irgend möglich. Mozart ist ein Kind und schüttelt die himmlischen Melodien (die Musik Gottes, wie Salieri des Öfteren betont) nur so aus dem Ärmel, während ebenjener Erzähler, der "patron saint of mediocrity", all seine Kraft in nur ein Werk investieren muss - stimmt nicht, was soll's. Es entsteht ein Fest, das nichts mit schulischer Annäherung an den titelgebenden Musiker zu tun hat, seine Werke aber dennoch in den höchsten Tönen feiert, sie mit unglaublichem Bühnenspiel zelebriert. Es berichtet der neidische Salieri, und dessen Sichtweise bekommt man aufgedrängt, jedoch hat dies auf das Genie Mozarts keinen mindernden Einfluss, nein, im Gegenteil: Der Widerspruch zwischen Hass und Liebe wird dadurch erst ins Spiel gebracht, das ganze Faszinosum rund um die Person Mozart weiter angetrieben. Es gipfelt schließlich in Bühnenausschnitten schier unfassbarer Größe, ob zum Amusement der elitären Gemeinschaft rund um Kaiser Joseph II. oder zur Belustigung des einfachen Volkes, ob in Todesphantasien mit Bezug zum kürzlichen Tod des Vaters oder in vergnügten Dreckswitzen - wenn es in "Amadeus" in die Opernhäuser geht, gibt es kein Halten mehr. Überlang, oft bemüht und historisch komplett verachtenswert: ein überwältigendes Werk.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
David "Noodles" Aaronson 2011/10/19 21:57:27
Kommentar löschenWolfgang „Wolferl“ Amadeus Mozart gegen Antonio Salieri.
Der Film gleicht Mozarts Musik, er ist wie ein bunt gedeckter Tisch mit Erdbeereis, Trüffeln, Wachteln, süßem Honig etc. – und nichts davon macht dick. Man vergleiche nur seine feingliedrigen Kompositionen mit der Schwerfälligkeit eines Wagnerwerkes. Wagner ist der deutsche Saumagen, Mozart gebratene Dodoleber, und gleich dem exotischen Flügeltier ist auch Mozart kaum fähig sein Leben, in Verbund mit anderen Menschen, zu meistern. Leute seines Schlages sind vom Aussterben bedroht!
Und nichts ist passender als dass der Regisseur dieses Werkes, der Welt auch „Einer Flog über das Kuckucksnest“ geschenkt hat. Free your Mind, auf das wir alle einmal infantil durchs Zimmer hüpfen und unsere Altvorderen dabei blöd angaffen. Vielleicht erwischt uns dabei auch noch die große Inspiration, genauso wie bei Herrn Mozart - falls nicht (was wahrscheinlich ist) können wir ihn immer noch hören und sehen!
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Chrusuchopf 2011/10/09 22:42:45
Kommentar löschenAls kleiner Junge hatte ich einen langen Schulweg, der unter anderem durch einen Wald führte. Um mir die Zeit zu vertreiben, kreierte ich in meinem Kopf die vielfältigsten Geschichten. Ich sei ein herausragender Fussballer, der die Nation zum Weltmeistertitel schiesst, oder ein überaus begabter Astronaut, den die ganze Welt kennt. Mit den Jahren sind diese naiven und romantischen Kinderträume verschwunden. Man lernt sich einzuschätzen, man erkennt immer deutlicher die eigenen Stärken und Schwächen, indem man sich permanent mit Anderen vergleicht. Ja man hat vielleicht in manchen Bereichen sogar das Gefühl überdurchschnittlich begabt zu sein. Bis man auf ein Genie trifft. Bis Mozart den Raum betritt und das mühevoll erstellte Willkommensstück spontan und mühelos nach einmaligem Hören wiedergibt und zugleich verbessert. Erst dann wird einem -und im Film Salieri - bewusst, wie mittelmässig man doch ist. Und irgendwo tief im Unterbewusstsein spürt man, dass dieses infantile Verlangen nach Genialität doch nicht ganz verschwunden ist.
Der Film versteht es einem bewusst zu machen, welche Wirkung die Musik auf Menschen haben kann und zeigt das Grauen des Menschen vor der grossen, unbekannten Mittelmässigkeit. Und mir wird beim Lesen von Sigmunds Kommentar gerade bewusst, wie mittelmässig meine Schreibkünste doch sind…
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Sigmund 2011/10/10 02:04:33
Antwort löschenAlso ich finde, gemessen an Deinem Alter schreibst Du verdammt gut. Trotzdem danke für das schöne Kompliment! ;)
Anton Chigurh 2011/10/04 01:30:52
Kommentar löschenIch habe den Film (Amadeus - Director's Cut) heute zum ersten mal gesehen und muss sagen der war super.
Es ist ein großartiger Film, durch überragende schauspielerische Leistungen, durch eine interessante Umsetzung von Mozarts Lebensgeschichte, und durch wundervolle, im Film stets präsente und teilweise auch dominierende Musik Mozarts.
Ahahahahahahaha!!!!!!!!
Kommentar gefällt mir Antworten
Punsha 2011/08/20 12:55:31
Kommentar löschen"Amadeus" ist Formans großartige Liebeserklärung an die Musik. Wenn wir
Tom Hulce als Mozart mit Leib und Seele dirigieren sehen oder Abraham
als Salieri von der Stimme Gottes spricht, so wird uns doch kraftvoll
deutlich gemacht, dass Musik schon mehr als bloße Noten ist. Es ist ein
einzigartiges Gefühl, was auf jeden, der es hört, übergeht. Jeder spürt
das, was einerseits am grandiosen Schauspiel aller Beteiligten und
andererseits an der gefühlvollen Inszenierung Formans liegt, denn er
verzichtet auf historische Korrektheit, was dem Film aber keinesfalls
schadet. Aus der Sicht Salieris können wir auf einzigartige Weise Mozarts
ganzes Talent bestaunen, aber auch zum großen Teil seine Schwächen
und seinen Niedergang betrauern.
Dann seine Beerdigung, es regnet, er ist allein. Verarmt und verlassen
wird er ohne großes Bedauern in ein Massengrab geworfen, während wir
den leisen Tönen des Requiems lauschen, seines Requiems. Ein höchst
emotionaler Moment eines zutiefst ergreifenden Films.
Bravo, Milos Forman!
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Sigmund 2011/06/20 19:21:24
Kommentar löschenIch glaube es gibt keinen Film, der die Sehnsucht des Menschen, genial oder wenigstens herausragend zu sein, so eindringlich offenbart wie AMADEUS.
Sich dem Wunderkind durch die Augen des vergleichsweise mediokren Salieri anzunähern, dem im Laufe seiner persönlichen Begegnungen mit Mozart keine Demütigung erspart bleibt, ist eine kontrastreiche Spiegelperspektive, in die sich angesichts eines solchen Übertalents wahrscheinlich so ziemlich jeder schmerzlich hineinversetzen kann.
Forman erzählt dermaßen leinwandwirksam und burlesk von Mozarts singulärer Gabe, dass man – wie so oft im ganz großen Kino – selbst angesteckt wird von der süßen Illusion, vielleicht einen ähnlichen Zauber irgendwo in sich zu tragen. Wie aber leider genauso oft im großen Kino geht es dem tschechischen Meisterregisseur hier weit mehr um die Faszination und Strahlkraft als um eine wahrhaftige Geschichte zum Thema Genie – und dessen hohen Preis, auszehrenden Fleiß und triefenden Schweiß.
Dennoch fiel es mir selten so leicht wie hier, Mythen und Klischees vorbehaltlos zu goutieren. Forman's, Abraham's und Hulce's Kunst der erzählerischen Verführung ist nämlich so vollendet und süß wie eine Mozartkugel.
26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
kinokumpel 2011/09/24 00:38:56
Antwort löschenHabe "Amadeus" mal zu Schulzeiten im Musikunterricht gesehen und jetzt gerade wieder. Welch ein grandioser Film. Und wie Du schreibst, es ist besonders diese kontrastreiche Perspektive des Durchschnittskomponisten, die ihn so spannend und erfahrbar machen - auch wenn die Geschichte wenig mit dem realen Verhältnis zwischen Salieri und Mozart zu tun hat. Das Schwanken zwischen Bewunderung und der Bitterkeit, ein Wunderkind in der eigenen Leidenschaft vor die Nase gesetzt zu bekommen, wird wunderbar transportiert, Abraham und Hulce spielen das so fantastisch. Allein Mozarts irres Lachen, das für Salieri schon eine einzige Provokation ist! Und man bekommt zudem richtig Lust auf Mozarts Musik, finde ich. Was ich also nun wortreich gesagt haben wollte: Stimme Dir 100 Prozent zu. :-)
Sigmund 2011/09/24 12:21:41
Antwort löschenFreut mich :)
zenows 2011/05/26 22:48:56
Kommentar löschenEiner der Filme, die mich als Kind überaus beeindruckt haben...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
doctorgonzo 2011/05/27 10:19:25
Antwort löschenUnd warum?
quellecair 2011/05/26 09:14:19
Kommentar löschenJa, es gibt wirklich etliche davon: Filme, die primär nicht das grosse Massenpublikum ansprechen, im Laufe der Zeit praktisch in Vergessenheit geraten, um dann später einmal Kultstatus zu erlangen oder als Klassiker zu gelten. „Amadeus“ gehört da vorbehaltlos auch dazu. Auch wenn der Film seinerzeit 8 Oscars (inkl. bester Film) und diverse andere Preise abräumte und vom Publikum begeistert aufgenommen und gefeiert wurde, bleibt Mozart, Klassik, Opern, Barock und das ganze Drumherum eine Hemmschwelle, welche der moderne Filmkonsument nur in seltenen Fällen überwindet. Eigentlich schade...
...Denn „Amadeus“ ist weder eine gradlinig erzählte Biographie des Wolfgang Amadeus Mozart, noch ein üppig-pathetisch und kitschiges Hollywoodmachwerk. Regisseur Milos Formans Idee war es, wichtige Konturen aus dem Leben Mozarts in eine dramatische Geschichte zu packen, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Dabei berief man sich auf ein Theaterstück von Peter Schaffer, der dann auch gleich die Drehbuchversion zum Film verfasste.
Der Filmtitel „Amadeus“ könnte sich durchaus als etwas irreführend erweisen, da die Geschichte aus der Sicht des alten und kranken Hofkomponisten Antonio Salieri erzählt wird, der nach einem Selbstmordversuch in der Anstalt von einem Priester aufgesucht wird, um ihm die Beichte abzunehmen. Salieri, der bereits in Jugendtagen sein Leben Gott geweiht hatte und sich sehnlichst wünschte, mit Musik Gott ehren zu können, sieht sich plötzlich mit einem Rivalen konfrontiert: Mozart, ein kindlicher und taktloser, aber hochtalentierter Mann macht am Wiener Hof von Kaiser Joseph II. auf sich aufmerksam. Dabei gerät Salieri in schwere innere Konflikte und heckt sich heimlich einen mörderischen Plan aus.
Auch wenn „Amadeus“ sicherlich zuerst die Freunde der Klassik und der Barockkostüme begeistert, hat Milos Forman jenseits irgendeiner Interessengruppe handwerklich ganze Arbeit geleistet; sein Film packt, reisst mit und hallt nach. Womöglich ist für einige die Erzählstruktur auf knapp 3 Stunden verteilt streckenweise gewöhnungsbedürftig und der Ausgang der Geschichte etwas abrupt, doch erst dann entfaltet der Film seine eigentliche Wirkung: Die Tragik von Salieri (brillant gespielt von F. Murray Abrahams) und das Schicksal Mozarts (Tom Hulce) fügen sich nach und nach wie Puzzleteile zusammen.
Bleibt zu erwähnen, dass der Film historisch bzw. biographisch nicht zwingend korrekt ist. Trotzdem ist er von der Atmosphäre, den Motiven und der Wirkung her ein höchst empfehlenswertes Erlebnis.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
FrankB2B 2011/05/04 10:43:40
Kommentar löschenDas hier ist ganz großes Kino wie man es heutzutage kaum noch zu Gesicht bekommt.
"Amadeus" ist nicht so sehr darauf ausgelegt das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart zu erzählen...vielmehr hat sich Regisseur Milos Forman daran orientiert wie dessen Umgebung ihn selber wahrgenommen hat....allen voran der Hofkompositeur Salieri der mit Mozarts erscheinen in Wien und seinem musikalischen Genie auf eine Weise konfrontiert wird die ihn in einen Zwiespalt zwischen Bewunderung und Abscheu teibt.
Sehr selten kann man einmal 2 Akteure in einem Film bewundern die sich gegenseitig förmlich an die Wand zu spielen vermögen.
Tom Hulce als "Mozart" der seinerseits Charaktereigenschaften wie Naivität und vulgäres Benehmen mit diesem einzigartigem Gespür für die Feinheiten der Musik darzustellen verstand und auf der anderen Seite F.Murray Abraham als "Salieri" ein von Ergeiz & Tugend angetriebener Komponist welcher sich in seine hohe Position hineingearbeitet hat und erkennen muss das die von ihm angestrebte,fast göttliche Kreativität einer nach seinem Empfinden minderwertigen Kreatur zugefallen ist.
"Amadeus" ist nicht so sehr als Biografisches Machwerk zu betrachten,der Film zeigt vielmehr auf wie weit eine Person zu gehen bereit ist wenn sie durch Neid & Hass angetrieben wird.....quasi das Grundgerüst um anderen immensen Schaden zuzufügen.
Alle 8 Oscars die dieser Film erhielt sind vollkommen berechtigt,ganz besonders der für F.Murray Abraham (seine beste schaupielerische Leistung überhaupt).
Ein Film den man kennen muß....ein opulentes Meisterwerk.
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Beny 2011/04/12 20:25:20
Kommentar löschenDa fragt man sich doch, ob Salieri oder Mozart ärmer dran war.
Stimm jetzt ab und gewinne einen Schoko-Riegel!
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Roque2 2011/04/08 12:58:54
Kommentar löschenIch glaube, es wird nie wieder einen Film geben, der so perfekt den Balanceakt zwischen leichter Unterhaltung für Leute, die bei Mozart eher an Kugeln als an Musik denken, und Musikfans schafft. Von dem (natürlich offensichtlichen) Gebrauch zahlreicher Stücke von ihm über einen Einblick in das Leben in Wien zu seiner Zeit bis hin zum Erflogsdruck, der ständg über ihm und seinem Konkurrenten Salieri steht: der Film weiß perfekt zu unterhalten und wird durch seine Vielschichtigkeit selbst bei einer Dauer von knapp 3 Stunden nie auch nur ansatzweise langweilig. Und allein für die Szene an Mozarts Sterbebett, wo er in letzter Kraft sein Requiem komponiert, hat der Film sämtliche Oscars verdient. Pflicht für jeden Musikfan!
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MrTrombone 2011/02/25 23:57:24
Kommentar löschenGroßartig - ein musikalischer Filmabend mit Werken des wahren King of Pop, was kann man sich besseres vorstellen. Wenn dieser Film dann auch noch mehrfachst oscarprämiert ist, dann kann wenig schiefgehen. So überzeugt F. Murray Abraham als Salieri auf ganzer Linie und weiß in der Rolle des Erzählers sogar den in Tom Hulce verkörperten Amadeus in den Schatten zu spielen. Zurecht erhielt er dafür den Oscar.
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Conan Doyle 2010/12/21 09:16:22
Kommentar löschenEin wahrer Augen- und Ohrenschmaus.
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Kate Portman 2010/12/16 22:31:36
Kommentar löschenist halt ein oscargewinner: gut, aber nicht perfekt.
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felixi 2010/12/12 12:08:38
Kommentar löschenäahm,wenn man das so sagen darf:GENIAL
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cannibal83 2010/10/30 12:47:33
Kommentar löschenDie "F. Murray Abraham - Show"!
Schade das nicht alle Dinge in diesem Film derart herausragend sind wie der charismatische Hauptdarsteller. Ich meine die Kamera ist gut, die Story ist gut, Tom Hulce als Mozart ist gut... Summa summarum: "Amadeus" ist ein guter Film! Nur wenn man 8 Oscar's liest erwartet man einfach mehr als das. Aber dafür hat Miloš Forman einfach zu wenig Überraschungen, und damit zu viele Längen in den Film gepackt. Dennoch sehr schön wie clever "Amadeus" Fiktion und Wirklichkeit vermischt. Sehenswert.
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alanger 2010/10/30 13:09:45
Antwort löschenwie er die musik mit der geschichte verknüpft, DASS ist schon sehr gut.
Filmkenner77 2010/08/16 13:19:04
Kommentar löschenStark gespielte Musikerbiographie, die allerdings zu Gunsten der künstlerischen Freiheit fiktive Elemente enthält.
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Kill_Diether 2010/04/20 21:08:43
Kommentar löschen1984/85 war ich gerade auf einem Klassiker-Trip,
wo z.B. auch Goehte dazu gehörte.
Aber auch so hätte ich den frechen Film-Mozart
als Supertyp eingestuft.
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doctorgonzo 2010/03/03 16:41:12
Kommentar löschenZwar eher lose am Leben von Mozart orientiert, dafür atmosphärisch großartig eingefangen und mit F. Murray Abraham, der sich seinen Oscar hierfür mehr als verdient hat. Da Capo!
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Detlev Buck 2010/01/19 14:53:35
Kommentar löschenEin genialer Film. Wir gehen mit dem Antagonisten und dem Protagonisten eine sehr, sehr interessante Kombination ein und folgen ihnen. Ein unglaublich wichtiger Film, auch heutzutage, weil viele Leute abkotzen, daß sie nicht der Star sind und auch nur mittelmäßig. Auch ein phantastisches Beispiel wie Musik entsteht.
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