Amador und Marcelas Rosen
Amador (2010), Laufzeit 113 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 07.06.2012
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
Keine
von Fernando León de Aranoa, mit Magaly Solier und Celso Bugallo
Marcela ist eine junge Frau mit finanziellen Problemen. Da kommt ein neuer Job gerade recht. Sie soll sich während des Sommers um einen älteren, bettlägerigen Mann namens Amador kümmern und ihm, solange seine Familienangehörigen verreist sind, täglich Gesellschaft leisten. Es dauert nicht lange, und Marcela und Amador teilen einander ihre Geheimnisse mit.
Marcela ist schwanger, schon seit einigen Monaten, und hat das bisher noch niemandem erzählt – nicht einmal ihrem Freund, dem sie nicht wirklich vertraut. Amador seinerseits weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Er spürt geradezu, wie das Leben ihm entrinnt. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass er der Einzige ist, der instinktiv das neue, heranwachsende Leben in Marcela wahrgenommen hat.
Die Geschichte, die sich zwischen Marcela und Amador daraufhin abspielt, entspringt womöglich dieser großen Nähe zwischen Leben und Tod. Seite an Seite verbringen die beiden viel Zeit miteinander in Amadors kleinem Schlafzimmer, in dem Marcela Tag um Tag neben seinem Bett sitzt. Dann aber stirbt Amador eines Tages. Sein Tod macht Marcela arbeitslos und bringt die junge Frau damit in eine Zwickmühle. Doch sie findet einen Ausweg aus dem moralischen Dilemma: Gemeinsam mit Amador wird Marcela beweisen, dass der Tod dem Leben nicht immer ein Ende setzt …
Mehr Bilder (9) und Videos (11) zu Amador und Marcelas Rosen
Cast & Crew
-
Fernando León de Aranoa
-
Magaly Solier
-
Celso Bugallo
-
Sonia Almarcha
-
Juan Alberto de Burgos
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vendedor de neveras
-
Fanny de Castro
-
Fany de Castro
Regie
Schauspieler
-
Priscilla Delgado
-
Antonio Durán
-
Eleazar Ortiz
-
Pietro Sibille
-
Fernando León de Aranoa
- Genre
- Sozialdrama, Drama
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Spanien
- Handlung
- Altenpflegerin, Behinderung, Einwanderer, Geheimnis, Geldnot, Kadaver, Lüge, Mann-Frau-Beziehung, Prekariat, Schwangerschaft, Sterbebett, Todesfall
- Stimmung
- Berührend, Ernst
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Amador und Marcelas Rosen
Trailer zum Film Amador und Marcelas Rosen
bedenklich? | Alle Trailer, Clips & Videos (11)





















Kritiken (3) — Film: Amador und Marcelas Rosen
Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de
Kommentar löschenDer Film ist auch ein Genre-Puzzle. Er startet als Sozialdrama, wandelt sich zum lyrischen Kunstfilm, nimmt Züge einer Komödie an und enthält Elemente eines religiösen Erlösungsdramas.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenVielleicht ist es nicht jedermanns Sache, doch ein sehr menschlicher Film ist auf jeden Fall daraus geworden. Ruhig, einen Übergang markierend, das Bewusstsein fördernd.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal
Kommentar löschenAmador ist kein einfacher Film; seine bedächtiges Erzähltempo, die Introvertiertheit seiner Protagonisten, die mosaikartige Erzählweise machen ihn sperrig. In Wirklichkeit aber verbirgt sich [...] gerade hinter dieser spröden Schroffheit auch eine berührende Zärtlichkeit, eine verschmitzte Lakonie und mystische Poesie, die den Film überaus sehenswert machen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentar — Film: Amador und Marcelas Rosen
Kommentar schreibenPrestigeww 2011/03/01 17:51:13
Kommentar löschenAmador hat sich wirklich große Themen herausgegriffen. Darf jemand vom Tod eines anderen profitieren? Wem ist man dann Rechenschaft schuldig? etc. Leider versaute der Film, der in seinem Grundton zuerst ein wenig an Sprich mit ihr – Hable con ella erinnert, seinen guten Ansatz durch zu viel Melodramatik. Auch die hölzerne Hauptdarstellerin, welche die kompletten 90 Minuten guckte, als ob ihre Lieblingstelenovela abgesetzt wurde, verhinderte einen wirklichen Zugang zum Film. Außerdem ist die Prämisse, sich wochenlang neben eine modernde Leiche zu setzen, um einen Lebensstil zu finanzieren, vor dem sie eigentlich weglaufen wollte, relativ weit hergeholt. Trotzdem: Für die Liebhaber spanischer Dramen, die auch vor etwas viel Kitsch keine Angst haben, könnte der Film funktionieren, da er nicht nur recht schön gefilmt ist, sondern auch den einen oder anderen schönen Gedanken zur Sterblichkeit der Menschen erkennen lässt.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten