Amador und Marcelas Rosen
Amador (2010), ES Laufzeit 113 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 07.06.2012
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
34 Bewertungen
11 Kommentare
Keine
von Fernando León de Aranoa, mit Magaly Solier und Celso Bugallo
Marcela ist eine junge Frau mit finanziellen Problemen. Da kommt ein neuer Job gerade recht. Sie soll sich während des Sommers um einen älteren, bettlägerigen Mann namens Amador kümmern und ihm, solange seine Familienangehörigen verreist sind, täglich Gesellschaft leisten. Es dauert nicht lange, und Marcela und Amador teilen einander ihre Geheimnisse mit.
Marcela ist schwanger, schon seit einigen Monaten, und hat das bisher noch niemandem erzählt – nicht einmal ihrem Freund, dem sie nicht wirklich vertraut. Amador seinerseits weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Er spürt geradezu, wie das Leben ihm entrinnt. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass er der Einzige ist, der instinktiv das neue, heranwachsende Leben in Marcela wahrgenommen hat.
Die Geschichte, die sich zwischen Marcela und Amador daraufhin abspielt, entspringt womöglich dieser großen Nähe zwischen Leben und Tod. Seite an Seite verbringen die beiden viel Zeit miteinander in Amadors kleinem Schlafzimmer, in dem Marcela Tag um Tag neben seinem Bett sitzt. Dann aber stirbt Amador eines Tages. Sein Tod macht Marcela arbeitslos und bringt die junge Frau damit in eine Zwickmühle. Doch sie findet einen Ausweg aus dem moralischen Dilemma: Gemeinsam mit Amador wird Marcela beweisen, dass der Tod dem Leben nicht immer ein Ende setzt …
Mehr Bilder (9) und Videos (11) zu Amador und Marcelas Rosen
Cast & Crew
- Genre
- Drama, Sozialdrama
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Spanien
- Handlung
- Altenpflegerin, Behinderung, Einwanderer, Geheimnis, Geldnot, Kadaver, Lüge, Mann-Frau-Beziehung, Prekariat, Schwangerschaft, Sterbebett, Todesfall
- Stimmung
- Berührend, Ernst
























Kritiken (10) — Film: Amador und Marcelas Rosen
Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio
Kommentar löschenMit schöner Leichtigkeit vereint der spanische Regisseur die verschiedensten Tonlagen. Man bekommt es hier mit einer Tragikkomödie mit schwarzhumorigen, aber auch sozialen Touch zu tun.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenZwei großartige Schauspieler stehen im Zentrum einer Inszenierung, die unspektakulär wirkt, aber viele kleine Schätze anbietet.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Melanie Dorda: fluter Melanie Dorda: fluter
Kommentar löschenDank des subtilen, makaberen Humors und erfrischend pragmatischer Figuren wie der alternden Prostituierten Yolanda wirkt er niemals kalt, menschenverachtend oder moralinsauer.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschenAm Ende dieses magischen und wundersamen Märchens, gibt es eine erschütternde, genauso wie hoffnungsfrohe Botschaft dieses unvergesslicher Schwermut.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
A. Khoschnam: Schnitt A. Khoschnam: Schnitt
Kommentar löschenLeón de Aranoa gelingt eine Art nonchalantes Märchen in satten Farben, das von seiner Bildsprache, vor allem aber durch seine fantastische Hauptdarstellerin lebt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Petra Wille: Zitty Petra Wille: Zitty
Kommentar löschenTeils amüsant und schwarzhumorig, teils arg logikfern, und es zieht sich in die Länge.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenTod und Rosen: „Amador“ ist ein schöner Film, der sich seiner Geschichte mit hervorragender Fotografie widmet. Am Mikrokosmos der Wohnung des alten Mannes verdeutlicht Regisseur de Aranoa, was Armut und menschenwürdige Existenz bedeuten, es geht ruhig zu - stilistisch könnte "Amador" an dieser Stelle als Stummfilm durchgehen. Ein einsamer Mensch kümmert sich um eine Leiche - wo wären da Worte nötig. Die Protagonisten haben wenig Freiheit zu entscheiden, wie sie leben wollen - nicht mal die, denen es scheinbar besser geht. Gar die Toten müssen hier noch arbeiten. Schwierige Lebensumstände bringen schwierige Entscheidungen hervor - ein subtiler, aber abgründiger Humor bestimmt diese makabre Szenerie.
„Mit seinem bizarren Ambiente kann „Amador und Marcelas Rosen“ durchaus zur neuen Machart von Filmen aus dem Spanien gerechnet werden, die Mut zu neuen Geschichten, Bildern und Gesichtern in jeder Szene spüren lassen. Elemente des Horrors und des Autorenfilms vermischen sich zu einem bildstarken magischen Filmrealismus. Magaly Solier, das Gesicht des revoltierenden Kinos aus Südamerika, gibt dem Erfindungsgeist im Alltag an der Unterseite der Gesellschaft die perfekte Gestalt: Überzeugend steht sie im Zentrum eines berückenden Films über Alter und Jugend, Leben und Tod.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de
Kommentar löschenDer Film ist auch ein Genre-Puzzle. Er startet als Sozialdrama, wandelt sich zum lyrischen Kunstfilm, nimmt Züge einer Komödie an und enthält Elemente eines religiösen Erlösungsdramas.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenVielleicht ist es nicht jedermanns Sache, doch ein sehr menschlicher Film ist auf jeden Fall daraus geworden. Ruhig, einen Übergang markierend, das Bewusstsein fördernd.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal Irene Genhart: film-dienst, 451-Filmportal
Kommentar löschenAmador ist kein einfacher Film; seine bedächtiges Erzähltempo, die Introvertiertheit seiner Protagonisten, die mosaikartige Erzählweise machen ihn sperrig. In Wirklichkeit aber verbirgt sich [...] gerade hinter dieser spröden Schroffheit auch eine berührende Zärtlichkeit, eine verschmitzte Lakonie und mystische Poesie, die den Film überaus sehenswert machen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentar — Film: Amador und Marcelas Rosen
Prestigeww Tue, 01 Mar 2011 16:51:13 -0000
Kommentar löschenAmador hat sich wirklich große Themen herausgegriffen. Darf jemand vom Tod eines anderen profitieren? Wem ist man dann Rechenschaft schuldig? etc. Leider versaute der Film, der in seinem Grundton zuerst ein wenig an Sprich mit ihr – Hable con ella erinnert, seinen guten Ansatz durch zu viel Melodramatik. Auch die hölzerne Hauptdarstellerin, welche die kompletten 90 Minuten guckte, als ob ihre Lieblingstelenovela abgesetzt wurde, verhinderte einen wirklichen Zugang zum Film. Außerdem ist die Prämisse, sich wochenlang neben eine modernde Leiche zu setzen, um einen Lebensstil zu finanzieren, vor dem sie eigentlich weglaufen wollte, relativ weit hergeholt. Trotzdem: Für die Liebhaber spanischer Dramen, die auch vor etwas viel Kitsch keine Angst haben, könnte der Film funktionieren, da er nicht nur recht schön gefilmt ist, sondern auch den einen oder anderen schönen Gedanken zur Sterblichkeit der Menschen erkennen lässt.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Janus Winter Mon, 23 Jul 2012 16:45:11 -0000
Antwort löschenIch finde allein den Trailer schon anstrengend. Dem Feuilleton scheints trotzdem zu gefallen.