Amarcord

Amarcord (1973), IT/FR
Laufzeit 127 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 20.06.2002

7.3 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
209 Bewertungen
9 Kommentare
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von Federico Fellini, mit Pupella Maggio und Armando Brancia

Fellini erinnert sich an seine Jugendzeit in Rimini und zeichnet eine von einfachen Menschen, Käuzen und Originalen belebte Provinzlandschaft, wobei er auch psychische und politische Bedingtheiten der 30er Jahre einbezieht. Der Film ist kein objektiver Bericht, sondern ein durch Erinnerungen verändertes und verwandeltes Zeitbild, in dem der Satiriker Fellini seiner Phantasie und Vorliebe fürs Groteske freien Lauf lässt – eine bildmächtige Schau des vielfältigen, abgrundtief hässlichen wie unendlich schönen Lebens.

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Kommentare (9) — Film: Amarcord

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Joe Gillis

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Bewertung7.5Sehenswert

Frühling, Sommer, Herbst, Winter und wieder Frühling – Federico Fellini erinnert sich an ein fiktiv-exemplarisches Jahr seiner Jugend in einem italienischen Provinznest der 30er Jahre: man zetert und zankt, man lacht und träumt, man schwitzt und friert, man geht ins Kino und schwärmt für Gary Cooper, man wichst und geht danach zur Beichte, man hebt den Arm zum faschistischen Gruß und läßt hinterrücks vom Grammophon die ›Internationale‹ erschallen, man legt die deutschen Touristinnen flach, man trägt die Toten zu Grabe, man heiratet, man liebt, man lebt… Im Zentrum steht eine archetypische Familie: cholerischer Vater, hysterische Mutter, verzogene Söhne, nassauernder Onkel, lustgreiser Opa; dazu treten: der siebengescheite Anwalt, die vollbusige Tabakhändlerin, der kurzsichtige Priester, die mondäne Friseuse, der verrückte Oheim, die läufige Nutte, der aufschneiderische Straßenhändler und und und… In »Amarcord« rückt Fellini sein Kino ganz nah an die Rhetorik der Musik: Melodien, Klangfarben, Rhythmen, Tempi, Harmonien, Dissonanzen, Leitmotive sind allemal wichtiger als die Systematik der Erzählung. Mit besinnlicher Phantasie und ironischem Enthusiasmus dirigiert der maestro eine fulminant-undisziplinierte Sinfonie der Kleinstadt in Dur und Moll.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Joe Gillis

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@ janissl: Fellini war mein erster Freund (im Kino), aber er hat tatsächlich bessere Filme gemacht als diesen… 
@ Pat: Daß Du »Amarcord« nicht so magst, wußte ich ja... daher einen besonders großen Dank für Dein »Gefällt mir«!


patcharisma

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xD


Jack_Torrance

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Bewertung7.5Sehenswert

Federico Fellini ist kein Geschichtenerzähler im klassischen Sinne. Er ist viel mehr Poet und in der Poesie wird das Innere Leben des Autors wiedergegeben.
Dementsprechend sollte man bei dem Film nicht auf die Story achten, sondern auf die einzelnen Einstellungen, die die Gefühle der Hauptprotagonisten wiedergeben. Beispielsweise in der Szene, in der Titta im Schneelabyrinth Gradisca einzuholen versucht, aber vom "schwarzen Ritter" daran gehindert wird. Eine Allegorie auf das vergebliche Streben nach dem Ideal.
Was sich aber wie ein überfrachtetes Symbolstück anhört, ist in Wirklichkeit eine lebensfreudige Komödie mit philosophischen Untertönen, worüber auch der kommerzielle Zuschauer lachen kann.

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moep0r

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Bewertung6.5Ganz gut

Sehr facettenreicher Film, der mich aber auf Grund der vielen Charaktere und Handlugnsstraenge nicht richtig zu begeistern weiss.

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spanky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für diesen Film habe ich Fellini meine ewigliche Treue geschworen!

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starholger

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Bewertung3.0Schwach

Zwiespältig: Weitgehend zusammenhanglose, dafür liebenswert skurrile Szenen, von fiebrigen Altherrenfanstasien durchzogen, collagenhaft zusammengestellt. Langweilig.

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8martin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Federico Fellini erinnert sich (mi ricordo) und entwirft dabei ein liebevolles Portrait einer italienischen Kleinstadt (Rimini) der 30er Jahre. Wir sehen ein Kaleidoskop von skurrilen Typen und schrägen Käuzen, die das italienische Lebensgefühl zum Ausdruck bringen. Die Schule, die Beichte, ein zwergenhafter Emir mit 30 Haremsdamen, ein Familienausflug mit dem irren Onkel etc. sind nur einige der amüsanten Farbtupfer der Palette. Im Wesentlichen kreist die Geschichte um eine Großfamilie mit Opa und Onkel, daneben erleben wir die Streiche einer Gruppe pubertierender Buben und schließlich noch die Karikatur des italienischen Faschismus. Traumsequenzen und Wunschträume runden das lebhafte Bild ab. Es gelingt nur einem Könner, diese Themenvielfalt in einer Komödie zu vereinen, die knapp hinter Billy Wilders Supercomedy anzusiedeln ist. Unbedingt sehenswert.

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patcharisma

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Bewertung3.0Schwach

Überschätzt, behäbig, langatmig, antiquiert & unsäglich öde!
Das Plakat & Rota's Musik implizieren grosse Kunst, was es leider nicht ist. 1973 gemacht, aber mit einer Dramaturgie wie man sie aus den 50ern kennt.
Ein Punkt für den Soundtrack.

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alanger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

sehr praller film!

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Munin

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Bewertung9.0Herausragend

Der Regisseur hat zweifelsohne eine hervorragende Menschenkenntnis/ Beobachtungsgabe. Sehr guter Film. Ein Klassiker

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