American History X - Kritik

American History X

US · 1998 · Laufzeit 118 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 9 .5
    A1L2X 26.02.2017, 20:39 Geändert 26.02.2017, 20:43

    Dieser Film ist geprägt von Szenen, die noch lange in Erinnerung bleiben und Gänsehaut hervorrufen. Edward Norton spielt hervorragend!

    • 10
      Philipp86 26.02.2017, 11:19 Geändert 26.02.2017, 11:20

      Sozial Drama vom feinsten ! Bester Film mit der Thematik!

      1
      • 10

        Ist und bleibt einer meiner Lieblingsfilme.

        • 10

          Bleibt auch nach der x-ten Sichtung einer meiner absoluten Lieblinge.

          1
          • 5 .5
            BlueFox 01.01.2017, 22:55 Geändert 01.01.2017, 23:10

            Der Film verdient Lob, für den Versuch zur Abwechselung Ursachen und Auswirkungen aufzugreifen. Leider ist der ästhetische Teil weniger brillant. Während AH-X seine intellektuelle Prämisse entfaltet, besäuft er sich zunehmend mit konventionellem Drama-Kitsch. In der Halbzeit schreckte Tony Kaye nicht mal davor zurück, Norton (hier in einer seiner wenigen guten Rollen) ein Basecap über lange verzottelte Haare zu stülpen und ihn so fünfzehn Jahre jünger zu machen. Der Knast funktioniert plötzlich als Resozialisierungs-Maßnahme, solange Avery Brooks weise Bücher unbekannter Herkunft ankarrt. Es wäre mehr als einfach mit der Kritik an diesem Schema fortzufahren, denn es handelt sich um Soap-Niveau. Wie auch immer, das ist letztendlich ein Film aus meiner Jugend, und er hat damals eine merkwürdige Wirkung erzielt: um genau zu werden, so gut wie gar keine. Er wurde im positiven Sinne zur Kenntnis genommen. Und hauptsächlich bezog sich das Wohlwollen auf Edward Nortons Darstellung eines amerikanischen Neonazis. Und das völlig zurecht aus meiner Sicht. Ohne diese Darstellung wäre der Film, trotz seiner komplexeren Ambition, nicht großartig aufgefallen. Ästhetik beim Film KANN beim Film nicht von Inhalt getrennt werden. Das ist ein Widerspruch in sich selbst. Mag offensichtlich sein, aber sollte trotzdem öfter erwähnt werden.

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            • 8

              Ich wollte mir erst gar nicht diesen Film anschauen, weil ich dieser Nazi Filme total überdrüssig bin. Die Einteilung in Schwarz- Weiß, Gut- Böse ist ein alter Hut, den mittlerweile doch jeder kennt.
              Um so erstaunlicher ist dieser Film, der gerade nicht diesem Format folgt. Es wird gezeigt, wie es zu solchen Ideologien kommt; dass zumeist dies auch durch einen Schicksalsschlag geschieht und Menschen aus Trauer, Wut und Angst Dinge tuen, die sie unter anderen Umständen nicht gemacht hätten.
              Es wird gezeigt, dass Gewalt Gegengewalt erzeugt und diese Spirale der Gewalt überall zu finden ist; auch so zB im Gefängnis.
              Es wird gezeigt, dass letztendlich der Hass in einem selbst steckt, den man aber durchaus überwinden kann.
              Es wird aber auch gezeigt, wieviel Leid Gewalt auslösen kann.

              Damit handelt es sich eigentlich gar nicht um einen Nazifilm, sondern das Thema wird einfach aufgegriffen, um verschiedene Erscheinungsformen von Fremdenfeindlichkeit zu haben. Durch diese Einteilung lässt es sich gut veranschaulichen: weiße sind Nazis, schwarze sind in ihrer Gruppe, dadurch gibt es aber nicht schwarz und weiß sondern dazwischen ist eine bunte Farbpalette, wo alles möglich ist.
              Generell ist jeder aufgefordert, auf den anderen zuzugehen und ohne Vorurteile und Hass, sondern einfach freundlich und respektvoll zu sein.
              Dies berührt und überzeugt auch mehr, als das Erheben des Zeigefingers und dem "Du,du,du,du!", sowie der Unterkategorisierung der Welt in Schwarz-Weiß.

              Dieser Film ist tatsächlich sehr zu empfehlen.

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              • 6 .5

                Folgender Kommentar ist ein Wichtelkommentar im Rahmen der User-Kommentar-Wichtel-Aktion-2016 für Buddy cobaltstring und dreht sich um keinen geringeren Film als die legendäre Anti-Rassismus-Parabel "American History X". Ein Werk, das ich bis vor wenigen Wochen noch zu meinen schwerwiegendsten cineastischen Bildungslücken zählen durfte. Nun habe ich den Film aber endlich nachgeholt und werde im folgenden Kommentar darlegen, weshalb er mich so schwer beeindrucken konnte.

                Bei "American History X" handelt es sich um einen auffallend radikalen Film. Nicht minder radikal als die widerliche Ideologie und deren verblendete Anhängerschaft, gegen die sich Tony Kayes Regiedebüt einvernehmlich richtet. "American History X" belässt es aber zu meiner großen Freude nicht allein dabei, das menschenfeindliche Weltbild und die verzerrte Logik der rechten Hetze "ad absurdum" zu führen, sondern erörtert stattdessen ausführlich deren Ursprung und - was noch wesentlich wichtiger ist - deren Faszination. "American History X" nimmt demzufolge, anders als ich es im Vorfeld befürchtet hatte, nicht die Rolle eines strengen Oberlehrers ein, der mit hoch erhobenem Zeigefinger mahnend auf den fett gedruckten Satz "Nazis sind böse!" verweist und diesen daraufhin dutzende Male rezitiert, um ihn auch bloß dem letzten Hauptschulabbrecher im Publikum begrifflich zu machen. Nein, "American History X" geht mehrere Stufen weiter, dringt tief in die Gehirnwindungen der rechten Propaganda vor und beleuchtet die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus. In erster Linie ist "American History X" aber ein aufrichtiges Plädoyer für weniger Hass und Vorurteile, dafür aber mehr Nächstenliebe, in unserer heutigen Gesellschaft.

                Um nun ebenjene Vorurteile an den Pranger zu stellen und die Rassenideologie der im Film gezeigten Gruppierungen vorzuführen, nutzt "American History X" nicht ausschließlich seine intensiven Bilder, die mitunter auch nicht vor heftiger - und dennoch sehr subtil inszenierter - Gewaltdarstellung zurückschrecken. Ebensowenig stellt Edward Nortons charismatische Figureninterpretation den Grundpfeiler, auf welchen sich der eindringliche Appell des Filmes stützt. Vielmehr ist es die Macht des gesprochenen Wortes, die Kraft der Dialoge, der Argumentationen zwischen verschiedenen ideologischen Parteien, die das Geschehen in "American History X" erschreckend nahe an die Realität tragen.

                Ich selbst hatte es privat schon des Öfteren mit fremdenfeindlich eingestellten Menschen zu tun, kenne folglich deren Art der Argumentation nur allzu gut und habe mich deswegen bei mehreren Dialogen aufgrund deren angsteinflößender Authentizität und Realitätsnähe regelrecht erschrocken. Um ein Vielfaches bestürzender ist jedoch die raffinierte Art, mit der es Nortons Figur, dem kahlköpfigen Vorzeige-Nazi Derek, im Streitgespräch am heimischen Tisch gelingt, seine Familie und nicht zuletzt auch uns, die Zuschauer, mit schlagfertiger Zunge um den Finger zu wickeln. Derek argumentiert absolut nachvollziehbar, appelliert ein ums andere Mal an die menschliche Vernunft, bringt Belege für seine Behauptungen - obgleich es sich dabei meist um Lügen und aberwitzige Halbwahrheiten handelt - und steckt seine Finger tief und genüsslich in die etlichen Wunden der amerikanischen Nation hinein.

                Nicht verwunderlich also, dass sich nach und nach immer mehr unzufriedene und vom Staat enttäuschte Jugendliche um den polarisierende Derek zusammenrotten, bis sich schließlich eine ganze Traube von Anhängern hinter seinem Rücken versammelt hat. Auch das Publikum klebt dem Argumentationskünstler zu diesem Zeitpunkt bereits hoffnungslos an den Lippen und fiebert sogar mit ihm mit, etwa bei einem Basketball-Match im ersten Filmdrittel. So wenig sich Derek auch als Identifikationsfigur anbietet, so sehr erliegt man als Betrachter früher oder später seiner einnehmenden Persönlichkeit. Und diese erschreckende Tatsache ist es, die mich an "American History X" am meisten verstört hat; mehr als es die berüchtigte Bordstein-Szene oder das kompromisslose Ende je könnten: Dass selbst ich, der Fremdenhass in jedweder Form verabscheut, nicht umhin kann, Dereks gewandte Reden in mich aufzusaugen wie ein trockener Schwamm das Wasser. Dass ich mich nicht gegen die Argumente, die vorwurfsvolle Anklage und die augenscheinlich so simplen Lösungen aus seinem Munde zur Wehr setzen kann und bis zu einem gewissen Grad sogar Empathie für seine Figur entwickle.

                Umso eindrucksvoller wird "American History X" ab dem Punkt, als Derek während seines dreijährigen Gefängnisaufenthaltes selbst damit beginnt, die nationalsozialistische Rassenideologie zu hinterfragen und dabei zu dem Schluss gelangt, dass jene Ideologie, die Ideologie, an die er sich jahrelang so verzweifelt geklammert hat, schlichtweg verlogen ist. Und was sehen wir als Beobachter in dieser ideologischen Weiterentwicklung? Wir sehen Derek, den Ober-Nazi, den Felsen, das Bollwerk, den Blutmessias der rechten Szene, dem wir eine halbe Stunde zuvor noch dankbar aus der Hand gefressen haben, wie er tatsächlich anfängt zu zweifeln, wie er einknickt, bis er letztendlich zu der Einsicht gelangt, dass es nicht richtig sein kann, andere Menschen - gleich welcher Abstammung, Religion, Sprache, Kultur oder Hautfarbe - zu hassen.

                Und so zeigt uns der Film in seinen letzten Minuten einen bilderbuchreifen Strand, getaucht in sonnige Rot-, Gelb- und Orangetöne. Einen Ort, an dem ein jeder über seinen aufgestauten Hass hinwegsehen und einfach nur die Schönheit des Lebens genießen kann. Es ist der gleiche Strand, der "American History X" bereits als Einleitungsmotiv dient, nur nicht mehr in schwarz-weiß wie in der Eröffnungsszene, sondern in Farbe. Nicht anders verhält es sich auch bei Derek: Zu Beginn des Films nimmt er die Welt in Schwarz und Weiß wahr, er unterteilt die Menschen rigoros in protestantische Weiße und den verachtenswerten "Rest". Doch nach seinen prägenden Erfahrungen im Gefängnis und dem darauf folgenden Gesinnungswandel, verschwindet sein striktes Schwarz-Weiß-Denken und macht einer offenen, differenzierten und in viele Farbabstufungen untergliederten Weltanschauung Platzt.

                Und auch wir, als stille Voyeure, können nach diesen zwei Stunden Film ein anderes und vielleicht sogar besseres Verständnis für die fehlgeleiteten Mitläufer der rechten Szene erübrigen. Denn "American History X" demonstriert beispielhaft, wie leicht es mitunter doch sein kann, in dieses Milieu abzurutschen und wie mühevoll es im Umkehrschluss ist, wieder hinauszufinden, sich von Hass und Vorurteilen freizusagen und ein neues Leben zu beginnen. "American History X" packt seine Zuschauerschaft grob am Ärmel und führt sie, parallel zum Protagonisten Derek, durch einen mentalen Entwicklungsprozess. Indem wir uns zwangsläufig in Dereks Position hineinversetzen und uns mit seinen radikalen Ansichten beschäftigen müssen, nur um uns später dann von seiner Propaganda zu distanzieren, entwickeln auch wir uns innerlich weiter. Am Ende bleibt allerdings, wie so oft, die Möglichkeit offen, uns selbst oder unsere Mitmenschen nachhaltig zu verändern, uns weiterzuentwickeln und damit die Geschichte - natürlich nicht nur die amerikanische Geschichte - der Zukunft zu gestalten. Wir selbst sind nämlich die Variable "X" im Filmtitel.

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                • 8

                  Imposanter Filmbeitrag über den Rassismus , mit besonderer schauspielerischer Leistung und gelungenem Ende . Der verbreitete Hass wird spürbar und die Familienkonflikte gut vorgetragen . Die Wandlung von Derek ( Edward Norton ) im Gefängnis . hätte für meinen Geschmack etwas mehr ausgedehnter seien müssen .Beim Rest passt alles zusammen !

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                  • 9 .5

                    Und weiter gehts...
                    ...Die Thematik Rassimus war schon immer und ist ein brisantes Thema...und Amerikan History X...Ja... Dies ist meines Erachtens "einer" der wichtigsten Filme, welche jemals gedreht wurden. Einen solchen Film sieht man sich eigentlich nicht öftere Male an. Dennoch hab ich ihn bestimmt schon 7 oder 8mal gesehen. Und er fasziniert mich immer wieder!
                    Edward Nortan spielt in vielen guten-sehr guten Filmen mit und spielt auch immer gut!(mir fällt jedenfalls auf die Schnelle keine "nicht gute" Leistung ein) Dennoch würde ich auf jeden Fall dies als definitiv als seine Paraderolle bezeichnen!
                    Die Story in American Historie X wird langsam, in einer tollen Geschichte (zwar von ein paar Zufällen begleitet) in Rückblenden erzählt.
                    Das gefährliche an diesem Film ist jedoch, dass Derek und besonders Daniel den ganzen Film über sympathisch wirken. Und eigentlich finde ich A.H.X. genau deswegen so gut! Dies macht den Film so realistisch. Warum muss ein Rassist zwingendermaßen unterbelichtet/strohdumm und unausstehlich sein?(Bitte nicht falsch verstehen)
                    Dieser Film zeigt einfach, wie wandelbar die Menscheit eigentlich ist!

                    Kurz und knapp...Meiner Meinung nach weitaus der beste Film zum Thema Rassimus!

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                    • 9

                      Nicht gerade der Popcorn-Film, dafür aber wirklich sehenswert. Ist eine Bereicherung fürs Leben.

                      • 9 .5

                        "Fresse auf den Bordstein legen!"
                        Teilweise schockierend, aber gewaltig impulsiver Film mit einem göttlichen Edward Norton.

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                        • 9

                          Genialer Film.

                          • 8

                            Absolut sehenswert!

                            • 9
                              Creepa 25.08.2016, 00:50 Geändert 25.08.2016, 00:55

                              Ein wirklich gelungener Film !

                              Noch nie hat mich ein Film so gefesselt, da er auch eine Tiefe Botschaft hat. Der Film regt wie kein anderer Film (den ich gesehen habe) zum Nachdenken an. Einfach puren Hass gegenüber anderen Rassen zu haben ist Schwachsinnig. Das einzigste was mich an diesen Film gestört hat ist dieses (wie leider in vielen Filmen) Klischeeverhalten, Skin Heads sind alle Nazis und Dumm, sie lassen sich leicht beeinflussen und glauben an Verschwörungstheorien, Hören natürlich Metal usw. (im einzelnen Stört mich das nicht aber in der immensen Form schon): Der Film ist eben sehr subjektiv (was ihn auch ausmacht) hier wird nur beschrieben wie Schlecht das Verhalten der Nazis ist (damit meinte ich nicht das ich die Nazi´s akzeptiere) und sowas ist natürlich auch Total Weltfremd. Für mich sind Nazi´s gleichzusetzen mit irgendwelche "Banden" in Amerika, doch in den Film werden die Banden unterschwellig "verharmlost" und man könnte die Geschichte Objektiver erzählen wenn man nicht nur auf das Schlechte der Nazis eingeht, sondern auch auf andere Gruppen ( dadurch würde der Film allerdings nicht so Nachdenklich wirken). Edward Norton spielte auch hier wieder fantastisch.

                              Alles in allen sollte man den Film sich auf jeden Fall mal anschauen und sich eine eigene Meinung dazu Bilden ! Für mich war er einer der Besten Filme die ich je gesehen habe und es ist bestimmt auch nicht Falsch den Film mal in der Schule laufen zu lassen, da er schon sehr zum Nachdenken/Umdenken für einige Anregt.

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                              • 10

                                Besser gehts nicht (auch nicht nach 18 Jahren)

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                                • 10

                                  bester film

                                  • 8

                                    Kein Film thematisiert den amerikanischen Rassismus so extrem, wie dieser hier. Ich war den tränen wirklich nahe und das heisst schon etwas. Fast jeder Dialog ist ein Stich ins Herz. Edward Norton spielt eine Figur voller Hass und Abneigung. Als Belohnung gab es eine Oscar Nominierung. Tony Kayes Werk ist aufwühlend und schockierend. Er weiss genau, welche Nerven zu treffen sind. Filme können unterhalten, sie können aber auch provozieren und auf ein Thema aufmerksam machen. American History X macht alle drei Sachen zusammen.

                                    • 9

                                      Ein Film der mich damals als kleiner Junge extrem mitgenommen hat. Völlig emotionaler Film, der ein Thema aufwirbelt, vor welchem viele Leute die Augen gerne mal schließen. Edward Norton als Derek Vinyard, als Heroe einer Bewegung in den USA, der aber ein andere Leben einschlagen möchte. Ein Film welcher mich durchgehend komplett gefesselt hat, ein Film welcher dich zum nachdenken bringt und dich komplett in seinem Bann zieht.

                                      • 10

                                        Auf jeden Fall einer meiner Favoriten, wenn auch nicht perfekt. Aber die zehn Punkte hat der Film sich dennoch verdient. Vor allem durch Norton, welcher hier seine - meiner Meinung nach - beste Performance zeigt. Wenn auch andere Charaktere teilweise etwas kurz kommen, die Geschichte um Derek Vinyard wird super erzählt und Norton trägt viel zu diesem Charakter bei. Gerade die vielen verschiedenen Emotionen und der Wandel des Protagonisten... Wow, danke. Und wer den Film das erste Mal sieht, wird an der ein oder anderen Stelle vermutlich auch extrem geschockt, wenn nicht sogar verstört sein. Und das ist gut so, das muss so sein und das macht den Film auch irgendwie aus.

                                        • 10
                                          Khazad-dum 31.05.2016, 06:22 Geändert 12.12.2016, 22:28

                                          Einer meiner Favoriten.
                                          Kann ich mir immer wieder ansehen!
                                          10/10

                                          • 8

                                            Sollte in Schulen in jeder 10. Klasse gezeigt werden

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                                            • 7 .5

                                              Als ich ein Kind war, dachte ich vom titel her, dass American History X ein Sci-Fi-Streifen wäre. Irgendwann klärte man mich dann drüber auf, dass es tatsächlich um amerikanische Nazis ginge. Geschaut hab ich den Film gestern Abend dann tatsächlich endlich mal und muss sagen, dass ich mir immer noch was anderes drunter vorgestellt hatte. Schlecht war das, was ich am Ende bekommen habe, trotzdem keinesfalls. Ich hätte zwar etwas mehr plakativieren Rassismus erwartet (was mir um die Uhrzeit meist zu schwer war - deshalb hat es auch so lange gedauert), damit die Botschaft deutlicher wird, aber Edward Norton hat dennoch wirklich eine beeindruckende Leistung abgeliefert. Man leidet richtig mit - besonders in den letzen Minuten, wenn die Geschichte im Grunde erzählt ist, man sich den beiden Hauptfiguren verbunden fühlt und dann noch so ein Brett vor den Kopf geknallt bekommt. Und dann darfst du dir sebst noch deine Lehre draus ziehen, was dieses ende sollte.
                                              Absolut sehenswert!

                                              • 8
                                                Fenrisúlfr 03.04.2016, 00:56 Geändert 03.04.2016, 01:52

                                                >Diese "Macht doch mal die Augen auf!"-Kritik enthält zur Offenlegung des waren perfiden Bösen, das uns verfolgt, extreme Spoiler<

                                                Ein interessanter Film mit ganz guten Ansätzen. Leider wird sehr schnell ersichtlich, dass Kaye hier das Nazizeugs als völlig irrelevant erachtet; aus diesem Grund wird auch nur der Aspekt Rassismus gezeigt und fast gar nicht über die nationalistischen Punkte gesprochen.

                                                Wenn man sich auskennt und Anonymous auf Facebook geliked hat (oder ggf. reddit-User ist), dann erkennt man sehr früh, dass die wahre Intention des Films das subtile Suggerieren darstellt und letzten Endes Leute von Tattoos abbringen soll. Dies erkennt man sehr gut an der sehr intensiven Szene in der Dusche des Gefängnisses, welche offensichtlich repräsentativ für die vom Protagonist wohl sehr traumatischen Erinnerungen im Tätowier-Studio steht.

                                                Trotz guten Schauspiels und interessanten Stilmitteln oder gerade deshalb ist dieser Film leider ein von der bösen Regierung initiiertes und damit absolut inakzeptables Werk. So werden die vergangenen Szenen, so übrigens auch die Badszene, in schwarzweiß gezeigt, um eine Verbindung zu den Tattoos des Protagonisten aufzubauen, welche allesamt schwarz sind. Dies ist zweifelsfrei auch der einzige Grund, weshalb Kaye das Skinhead-Setting verwendet hat; so konnte er problemlos den Konflikt zwischen diesen und Einwanderern aufbauen. Natürlich werden fast nur Schwarze als Konfliktträger verwendet, da diese repräsentativ für die Tätowierungen, welche im Falle des Protagonisten allesamt natürlich allesamt schwarz sind, stehen. Mit diesen kommt der Protagonist durch Einfluss seines Vaters (Vgl: Eltern wollen nicht, dass Kinder sich tätowieren lassen) in gefährliche Konfliktsituationen.

                                                Im Gefängnis jedoch merkt er, dass sein Hass falsch ist. Auch dies ist eine offenkundige Parallele zu Tattoos; man bedenke, dass Kaye, der da eine große Abneigung gegen Tattoos hat, selbstverständlich davon ausgeht, dass jeder Mensch im Gefängnis unbedingt tätowiert sein muss, und nach drei Jahren, in welchen der Protagonist mit Hassgleichgesinnten und eben den Schwarzen/Tattoos gefangen ist, durch die ganzen ungesunden Stoffe geistig manipuliert wurde, sodass er am Ende überhaupt kein Problem mehr damit hat.

                                                Am Ende jedoch, wo er sein Skinhead-Dasein aufgibt und damit seinem Oberfreund (der nicht tätowiert ist - Zufall?) den Rücken kehrt, so kommt dem Unachtsamen vielleicht der Gedanke, dass dies eben zeigen soll, dass er eingesehen hat, dass jeder Mensch gleich ist. Völlig falsch! Die wahre Intention wird durch das Ende klar, dem Tod seines kleinen Bruders durch einen Tattoo-Repräsentativen. Dies ist ein wenig mit dem goldenen Schuss gleichzusetzen, allerdings nicht mit Heroin, sondern mit Tattoofarbe. So muss er letztlich erkennen, dass es den Tod bringt, sich zu tätowieren.

                                                Leider ein trauriges Bildnis. Der völlig zu Unrecht so hochgelobte Film "American History X" (das X soll wahrscheinlich den Punkt, an dem die Nadel einsticht, repräsentieren) ist also letztlich vielleicht das Produkt eines in Rage geratenen Familienvaters, der dann wohl auch noch Hypochonder ist und sich die möglichen Nebenwirkungen von Tattoos durchgelesen hat. Dies jedoch bezweifle ich, da der Regisseur offenkundig nur ein Problem mit schwarzer Tinte hat (was an den schwarzweißen Szenen erkennbar ist), welche weitaus weniger schädlich ist als etwa Pink (daher warne ich Eltern übrigens ausdrücklich davor, die Kinder LazyTown gucken zu lassen, da diese Serie einen ähnlichen Hintergedanken verfolgt). Aus diesem Grund vermute ich hinter diesem Film die Illuminaten.

                                                Diese Kritik entspricht nicht notwendigerweise der Meinung des Autors und / oder seiner diabolischen Vorgesetzten.

                                                8
                                                • 8 .5

                                                  Sehr Verstörender Film, der einen mit tiefsitzenden sehr unbehaglichen Gefühl zurück läßt.

                                                  Edward Nortons Darstellung ist erschreckend Authentisch und überzeugend.

                                                  Wenn der Begriff "SCHWERE KOST" je eine Bedeutung hatte, dann hier für diesen knallharten Streifen aus einer Welt die nur verderben bringt.

                                                  X-trem hart!

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                                                  • 8 .5

                                                    Einer der besten Filme von Edward Norton. Ich bin mir sogar sicher, dass er durch diesen Film bei den 15+ ewig in Erinnerung bleiben wird.

                                                    Selten hat ein Darsteller seine Rolle so gut gespielt und sich mit ihr identifiziert.

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                                                    ?a=5541&i=2&e=1&c=0120586&c0=movpa krit