Empfehlenswert ist er dennoch, schließlich wartet er mit einigen stark gefilmten Szenen auf, wenn auch die sehr intensive Verwendung von Zeitlupen allmählich zu ermüden droht. Starke Schauspieler machen einige Schwächen wett und trotz Oberflächlichkeit bleibt „American History X“ eine interessante Studie darüber, wie leicht und auf welche Weise sich Rassismus in unsere Gesellschaft einschleichen kann.
Packend inszenierter Common-Sense, der manchmal trotz Schwarz/Weiß-Anstrich recht eindimensionale Lösungen und Herleitungen zum Thema bietet und Nazi-Denken als alleiniges Phänomen des White-Trash deklariert. Trotzdem ein Film, den man mal gesehen haben sollte.
Ist ja auch ein alleiniges Phänomen des White-Trash oder irre ich mich? Natürlich gibt's das auch in der weißen Mittel- oder Oberschicht aber dort wohl in völlig anderer Form. Skins kommen aus dem White-Trash. Ich nix verstehen diese Zeile!
Ja, das ist das Problem bei solch kurzen Kritiken; manchmal fehlt einfach die eine oder andere Erklärung:
Die rassistischen Denkweisen sind aber ja keinesfalls nur ein White-Trash-Problem, maximal sind es die gezeigten Ausprägungen.
Ich finde es von einem Film, der sich ganz klar den Anspruch gesetzt hat, relativ allumfassend ein Anti-Nazi-Statement abzugeben, eindimensional und letztendlich enttäuschend, wenn er sich mal wieder nur die allseits bekannte Skinszene vorknöpft, und so unbewusst den Zuschauer dazu auffordert, solche Strömungen als etwas zu begreifen, mit dem mal selber - aufgrund einer vermeintlich höheren, sozialen Stellung - nie konfrontiert wird, oder gar anfällig für solche wäre.
Insofern kann ich "American History X" als eine (ziemlich klischeebeladene) Milieustudie sehen, aber als Auseinandersetzung zum Thema "Rassismus" hat er nicht viel mehr zu bieten, als eine "Nazis sind doof"-Aufkleber der örtlichen Antifa-Gruppe.
Ich hoffe, du verstehen nun besser diese Zeile, Mister Eichhorn ;)
Ja, ich verstehen jetzt besser. :) Ich finde das dann etwas missverständlich ausgedrückt, aber die Kritik hat sich ja gerade erweitert. Auch wenn ich den Kritikpunkt nicht ganz unterschreiben kann, bin ich zufrieden.
Ich glaube aber das dieser Kritikpunkt nicht ganz stimmt, ist schließlich Cameron (der Obernazi im Film) wohl kaum zum White-Trash zu zählen und wird auch Rassismus von Seiten der Afroamerikanischen Bevölkerung gezeigt. Insofern würde ich den Kritikpunkt nicht unterschreiben, obwohl der Film schon recht klischeebeladen ist (alleine dass alle Nazis als Skinheads bezeichnet werden -.-)....
Sicherlich differenziert der Film auch da nicht sonderlich (deshalb hab' ich auch bewusst die nicht unproblematische und schwer zu umreißende Bezeichnung "white trash" gewählt), aber das Millieu dem nahezu alle Figuren sonst entstammen, und mit denen er sich abgibt, zählen doch eindeutig zu einer unteren Schicht; dass er intellektuell aus dieser heraustzustechen vermag, und deshalb auch großen Teilen der dargestellenten Szene überlegen sein mag, steht dieser grundsätzlichen soziologischen Verortung ja nicht entgegen.
Die Darstellung eines "schwarzen Rassismus" geht nicht sonderlich weit, halte ich im vorliegenden Fall sogar für nicht ganz unproblematisch, entschärft sie doch den allgemeinen Tenor des Films, indem sie ihm eine Art der Verständnisebene hinzufügt. So tiefgreifend ist der Film nicht, als dass er mit einer actio-reactio-Problematik wirklich umgehen könnte.
Sehr gut erläutert Respekt^^....das mag sein aber dennoch finde ich, dass der Film den Konflikt durchaus gut und glaubwürdig beleuchtet, auch wenn er dabei die Rassismus über weite Strecken nur von einer Seite betrachtet. Auch eine Verallgemeinerung der Gruppe der Neonazis ist aus meiner Sicht nur bedingt hinderlich, da letztendlich der größte Teil der Mitglieder nunmal Angehörige der Workingclass oder unteren Mittelschicht sind und alleine die Tatsache, dass der Protagonist als intellektuell herausragende Persönlichkeit im Fatalismus des Rassenhasses gefangen ist zeigt, dass es auch Ausnahmen gibt, die, auch wenn er in diesem Fall zumindest vom sozialen Stand her dem White-Trash zuzuordnen wäre, nicht in diese Schublade gesteckt werden können. Dass der Film jedoch in seiner Problematik allumfassend und lückenlos Antworten bietet oder Diskussionen anregt will ich dabei natürlich nicht behaupten, denn das tut er nicht, insofern gebe ich dir Recht. Will deine Meinung natürlich auch nicht kritisieren wollte nur mal meinen Senf dazugeben ;)
*wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten*
Dem würde ich auch garnicht groß widersprechen wollen; der Film bietet zumindest einen Ansatzpunkt zur Diskussion, und hat deshalb schon seine Daseinsberechtigung. Er scheitert - meiner Meinung nach - aber an den selbstgesteckten Ansprüchen, die er durch seine bewusst starke Bildsprache und seine pathetischen Gesten selbst überhaupt erst generiert. Es ist ein packendes Plädoyer gegen Rassismus, aber eben keine Meditation über dessen Wesen - da weine ich ein bisschen dem verschenkten Potential hinterher. Andererseits ist vielleicht gerade seine Simplizität auch sein größtes Plus, ermöglicht er so den Zugang zu seiner Message doch auch denjenigen, die vor einer tiefgreifenderen, und daher auch theoretischeren Auseinandersetzug eher abgeschreckt würden.
Letzten Endes ist es wie so häufig Auslegungssache, was man dem Film abgewinnt und was man ihm vorwirft. Aber eines hat er erreicht: das über ihn diskutiert wird und das ist ja schließlich auch schonmal was wert ;)
Leider... leider gibt es eine Menge Irrer, die speziell das mit dem Bordstein für eine nachahmenswerte Sache hielten. So erreichte dieser wirklich gute Streifen auch die, die nach der Bordsteinszene abschalten :( Grunz!
Hartes Drama über Skinheads mit einem ganz starken Edward Norton.
Dieser Film ist von Anfang bis Ende eine wahre Lebensgeschichte. Und zwar eine sehr ungemütliche! Alles wirkt sehr real als ob dies wirklich geschehen könnte.
Ein schockierendes Drama. Es zeigt uns, dass es nicht nur ungesund ist voller Hass und Groll gegen etwas zu sein, sondern auch tödlich.
Traurig, ergreifend, hart, doch auch herzlich und familiär - vor allen Dingen aber: wahr
Gewalt, Hass, Rassismus sind starke Themen. Es sind Themen mit denen wir uns als Mensch in unserem Leben mit Bestimmtheit auseinandersetzen werden. Klug erscheint deshalb die Wahl, sich als Regisseur mit solch einer Thematik zu befassen. Bescheiden ist leider das Resultat. Die schwache Leistung Nortons ist leider wie bei all seinen Filmen höchst unangenehm für den Zuschauer. Seine regungslose Mimik erinnert an den Gesichtsausdruck eines Hundes, welcher gerade Bäume wässert. Qualvoll erdauert man die Gewaltorgien und fühlt sich wieder an Fight Club erinnert. Qualtitätsmässig beinahe ebenbürtig sind diese beiden Filme anyway.
Der schlechte Schnitt und das mühsame Schwarz-Weiss kastrieren den Film auf grausame Art und Weise. Kaum einmal springt der Funke zum Zuschauer über. Es bleibt nur noch die Wahl den Film oder sich selbst in Brand zu setzen, um nicht an Langeweile zu sterben.
Was hast du denn für einen Geschmack ?
Edward Norton der tausende in die Kinos lockt ist ein schlechter Schauspieler. Aber Bushido, der weder ein guter Musiker noch ein Schauspieler ist, zeigt "Herausragende Leistungen". Womit denn ? Mit seinem asozialen Sozialverhalten ?
Du hast "History X" außerdem total missverstanden !!!
„Hass ist Ballast. Das Leben ist viel zu kurz dafür, dass man immer wütend ist. Das ist es einfach nicht wert.“
Rassismus ist heute immer noch ein viel zu gern todgeschwiegenes Thema. Dabei strömt die sogenannte "braune Welle" in immer größeren Ausmaßen über Deutschland. In Amerika zieht das alles natürlich noch viel größere Kreise und artet täglich in brutalen Auseinandersetzungen zwischen schwarz und weiß aus. Tony Kaye widmet sich 1998 mit seinem Debütspielfilm 'American History X' der rechten Szene in Amerika und inszeniert ein extrem schockierendes, eindringliches und wichtiges Drama.
Der 16-jährige Hitlerfan Danny muss eine Schulaufgabe über seinen Bruder Derek schreiben, der am selben Tag aus dem Gefängnis entlassen wird. Drei Jahre zuvor hatte der charismatische Skinhead Derek zwei Schwarze getötet, die sein Auto stehlen wollten, und er war zu einer Art Ikone der White-Power-Bewegung aufgestiegen. Was jedoch keiner weiß: Im Knast hat Derek Hass und Gewalt abgeschworen. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß und für ihn beginnt ein verzweifelter Kampf um die Seele seines Bruders.
'American History X' wird in zwei Teile eingeteilt. Die Rückenblenden und die Gegenwart. Die Vergangenheit wird immer in schwarz-weiß gehalten. Neben diesem Stilmittel, besitzt der Film aber eine unglaublich intensive Bildersprache. Kameramann Tony Kaye, der auch Regisseur ist, leistet hier beeindruckende Arbeit und fängt einige der stimmigsten und emotionalsten Bilder ein. Dazu die berührende und unglaublich melancholische Musik von Anne Dudley, die dem Film in seiner ganzen Schwere und Härte immer treffend untermalt.
Mit Edward Norton in der Hauptrolle hat 'American History X' einen der stärksten Darsteller unserer Zeit. Norton spielt den durchtrainierten Neo-Nazi Derek, der im Knast endlich die Augen öffnet. Norton kann hier sein ganzes Können unter Beweis stellen und meistert seine Verwandlung vom brutalen Nazi-Anführer zum einfühlsamen Bruder glaubwürdig und authentisch. Die Oscar Nominierung hat er sich 1999 redlich verdient. Neben Norton ist es gewohnt schwer zu glänzen, aber auch die Nebenrollen leisten hier überzeugende Arbeit ab. Edward Furlong, der immer für einen Skandal zu haben ist, gibt Dereks Bruder Danny. Furlong kann Norton natürlich nicht das Wasser reichen, holt aber alles aus seiner Rolle und bringt seine wohl beste Leistung. In weiteren Rollen können Beverly D'Angelo und Averly Brooks einige Impulse setzen.
Rassismus ist ein Thema, dass schon immer gegenwärtig und schwierig zu behandeln war. Ein Problem, das schon seit jeher existiert und auch immer bestehen bleiben wird, das muss man akzeptieren. In einer Zeit in der wir jeden Tag in der Zeitung und in den Nachrichten von Morden lesen. Mord wegen Hautfarbe und Nationalität. Reiner Nationalstolz wird schon längst nicht mehr als dieser angesehen, schnell wird man selber in die rechte Schiene gedrückt. In dieser Zeit, in der Worte nichts mehr bringen, da sie nur auf eine Wand stoßen, kommen Filme wie 'American History X' genau richtig. Denn vielleicht kommt durch die extreme Darstellung dieses Themas doch noch irgendwas bei diesen Menschen an. Schließlich gab es auch schon Komapatienten die nach Jahren wieder erwacht sind.
'American History X' zieht uns mitten ins Geschehen. Wir sehen wie mehrere schwarze das Auto von Derek klauen wollen. Dieser lässt sich das nicht gefallen und stürmt mit geladener Pistole aus dem Haus. Sein Körper ist überzogen mit Tattoos, ganz besonders auffällig natürlich das riesige Harkenkreuz auf seiner Brust. Ab diesem Punkt geht es erst mal nicht mehr um Derek. Wir bekommen Danny vorgestellt, der während Dereks Knastaufeinhalt selbst in die Nazi-Szene gerutscht ist. Danny war ein guter Schüler, immer fleißig und intelligent. Doch durch die Taten seines Bruder und dessen "Freunde" hat sich Danny vom richtigen Weg abbringen lassen und lies sich vollkommen verblenden. Wenige Zeit später kommt Derek aus dem Gefängnis, aber er ist nicht mehr der Alte. In Rückblenden bekommen wir Dereks früheren Charakter immer wieder vorgestellt. Sehen ihn wie er seine Reden hält, wie er mit erschreckender Brutalität gegen Einwanderer und farbige vorgeht und wie er seine Zeit im Gefängnis erlebt hat. Derek der ein Held in seinen Kreisen war, vergöttert dafür dass er schwarze auf furchtbare Weise getötet hat, hat im Gefängnis endlich die Augen geöffnet. Nicht zuletzt dadurch, dass er immer mit einem farbigen Zusammenarbeiten musste. Derek, den wir eigentlich durch seine Taten als einen völlig brutalen und schrecklichen Menschen kennengelernt haben wird uns mit der Zeit immer deutlicher dargestellt und trotz seiner Vergangenheit ist er eine klare Sympathiefigur. Nach und nach wird uns erklärt wie auch Derek auf die schiefe Bahn kommen konnte und wie er sich sein Leben so schnell verbauen konnte. Und jetzt, gerade nachdem Derek seinen eigenen Kampf mit dem Gefängnis und mit sich selbst gewonnen hat, muss er um seinen Bruder kämpfen. Denn Danny ist auf dem besten Weg Dereks Rolle in der rechten Szene einzunehmen. Dafür muss er alles riskieren und auch seinen heiligen Nazi-Ruf ablegen. Doch Danny hat sich längst Feinde gemacht denen er nur schwer entkommen kann.
Mit 'American History X' bekommen wir es mit einem Film zu tun, der sich durch seine gnadenlose Darstellung immer wieder ins Gedächtnis des Zuschauers einbrennt. Einige Bilder könnten hier für zartbesaitete Zuschauer zu extrem und hart sein. Aber diese Szenen hat der Film, um seiner realistischen Art treu zu bleiben, auch nötig. Dennoch prügelt der Film natürlich nicht durchgehend auf den Zuschauer ein. Wir bekommen zum Glück immer den nötigen Denkpausen geschenkt. Pausen in denen wir das eben gesehene verarbeiten können und Zeit zum Nachdenken haben.
Das Ende von 'American History X' setzt einen erschreckend Schlusspunkt, der von den zu jungen Zuschauern völlig falsch aufgegriffen werden könnte. Ich selbst kann da aus Erfahrung sprechen, denn als ich den Film mit 12-13 damals viel zu früh sah, erzielte er bei mir den vollkommen falschen Gedankengang. Ohnehin sollte man den Film wegen der Gewaltszenen nicht in diesem Alter sehen. Sobald man aber die nötige Reife für den Film erreicht hat und sich 'American History X' mit klarem Menschenverstand ansehen kann, merkt man schnell dass der Film eine der stärksten Aussagen überhaupt besitzt.
Fazit: 'American History X' ist ein gleichermaßen brisanter, aktueller und aufwühlenden Film. Ein Film, der durch seine authentische und eindringliche Art immer wieder zum Nachdenken anregen wird und sich im Kopf der Zuschauer verankert. Durch seine tollen und glaubwürdigen Darsteller, der starken Bilder und dem grandiosen Soundtrack wird 'American History X' zu einem packenden aber auch unglaublich wichtigen Film. Gerade in der heutigen Zeit.
Irgendwie haben mich die Argumente für Rassismus in diesem Film mehr überzeugt als diese langweiligen Standartaussagen wie "Hass ist ein Ballast, das Leben ist zu kurz dafür." Na und? Muss ich jetzt jedes Arschloch tolerieren? An allem zwanghaft etwas Gutes finden? Nein Danke :)
Ja, mehr als nur ein bombastischer Film. Es wurde schon gut wie alles alles hier zum Film geschrieben. Deshalb werde ich auch kaum was hinzufügen können. Ein wichtiger Zitat noch aus dem Film: "Hat sich durch das was du tust dein Leben gebessert"?
Nach dieser Frage im Film war für mich persönlich was ausgebrochen, innerlich. Sogar ich zu meinem Teil fragte mich das. Ich bin kein Nazi, doch diese Frage kann man sich stellen, jeder. Genau aber diese Frage kann richtig wehtun. Dieser Film ist nicht zu unterschätzen, denn er kann viel mit dem Gehirn anstellen, sicher auch negatives. Deshalb würde ich vorsichtig darauf hindeuten das es nicht Jedermanns-Sache ist. Doch sonst so kann man hier nicht mehr tun, als diesen Film zu loben. Eine höhere Punktzahl bekommt der Film von mir deshalb nicht, da ich finde das man die Geschichte noch ein klein wenig "besser" formen könnte. Es ist gut gemacht, doch es geht vorallem bei diesem Film eigentlich sogar um einiges besser. Ein Film in dem auch vieles nicht so passiert, wie man es sich selbst wünschen würde, wünschen würde zu sehen. Ein Muss der Film.
Packend, abwechslungsreich und schockierend. Eigenschaften eines guten Films dieser Genre. Norton mal in einer ganz anderen Rolle.....wahrlich ein schauspielerisch sowie cineastisches Kleinod !
Kennt ihr das, wenn ihr etwas über einen Film schreiben wollt, ihr aber nicht könnt, weil euch einfach die passenden Worte fehlen?
So geht's mir bei "American History X".
Ich will schreiben, was ich empfunden habe, womit es der Film geschafft hat mich in seinen Bann zu ziehen und wieso ich ihn so großartig finde.
Ich will zum Ausdruck bringen, dass mich die Geschichte der beiden Brüder echt mitgenommen hat, weil es alles hätte anders laufen können, wären sie in anderen Verhältnissen aufgewachsen.
Ich will begründen, wieso ich die Darsteller so grandios finde, wieso mir das Setting so gefallen hat und wieso ich die Schwarz-Weißen Einblendungen für eine sehr gute Idee halte.
Das alles will ich mit Hilfe passender Wörter ausformulieren, doch ich vermag es nicht. Weil einfach kein Superlativ diesem Film gerecht wird.
Das Einzige, was ich schreiben kann ist, dass mich die beiden Edwards begeistert haben und das Ende ein mind-blowing Erlebnis war, womit ich nicht gerechnet habe.
Es gibt Punktabzug für ein paar Szenen, die ich garantiert nicht sehen wollte. :-(
Aber es gibt Punkte für Nortons Schauspiel- er ist großartig, so ein unauffälliges Bubigesicht- aber er kann alles spielen was er will, wenn er ein Brötchen spielen würde, würde man es glauben "Jop, so müssen Brötchen sein" :-D
Punkte gibts auch für die immense Spannung, die der Film aufbaut.
Das Thema an sich ist sehr interessant, aber ganz ehrlich: die Darstellung ist unausgegoren und setzt sich nicht wirklich ernsthaft mit dem Thema auseinander, sie ist nur reißerisch aufgemacht, um Gefühle beim Zuschauer auszulösen.
Der Hass bzw. die Abkehr vom Hass geschieht hier aufgrund persönlicher Erfahrungen. Positive Erfahrungen mit dem "Hassobjekt" und negative Erfahrungen mit der eigenen "Gruppe", die den Held u.a. zur Abkehr bewegen- das mag vielleicht realitätsnahe sein, aber das Eine sowie das Andere gründet auf Gefühlen, die auch umschlagen können. Hier wäre ein bisschen zusätzliche analytische Logik angebracht gewesen.
Pluspunkte gibt es für meine "Augenöffner"- Szene: der geläuterte Ex-Neonazi steht vor dem Spiegel und verdeckt sein Hakenkreuz-Tatoo mit der Hand. Der Blick in den Spiegel zeigt einen -mehr oder weniger- Durchschnittstypen. Fand ich sehr interessant insofern, dass ich das Tatoo in dem Augenblick als identitätsgebende (gruppenbildende) Bekundung und den Hass als eine Art Identität sah, ein "sinn"gebendes Merkmal (einer bestimmten Gruppe).
"Wer wärst du, wenn du DAS nicht mehr bist?"
Pluspunkte gibt es auch für die überzeugende Darstellung der Organisation.
Ein- meist jugendlicher- "Anfänger" in so einer Gruppe hat oft intensive Gefühle erlebt (die er nicht einordnen kann), die von geschickten ideologischen Gruppenführern in bestimmte Richtungen gelenkt werden. Alles, selbst Alltägliches, wird dann so interpretiert, wie es am besten zur Ideologie passt.
Kleine Gesellschaft in der Gesellschaft, die ihren Mitgliedern Anerkennung für ganz andere Qualitäten zollt, als für Zeugnisse und gepflegtes Auftreten, die auch Mitgliedern eine "Chance" bietet, unter ihren Glaubensbrüdern "bedeutend" oder wichig zu sein, und genau da sollte man auch vielleicht ansetzen.
Minuspunkte gibts für Furlongs Rolle. Seine fast spontane Umentscheidung : "Acht echt? Na gut, dann eben nicht" ist unglaubwürdig. Soviel ich (wenn auch nur aus der Literatur) weiß: Ein Mitläufer in einer rechten Gruppe glaubt irgendwann, auf der "richtigen" Seite zu stehen und erlebt sich wie ein Gerechtigkeitskämpfer, daher glaubt er, das Recht zu haben, sich über andere zu erheben und glaubt, dadurch "besser" oder "mehr" zu sein, als er in Wirklichkeit persönlichkeitstechnisch ist; er kann sich oft nicht vorstellen, ohne dieses Merkmal jemals eine Persönlichkeit werden zu können.
Und da war das ein bisschen zu einfach, ohne auf die ganzen vorherigen Überzeugungen seines Bruders einzugehen, die eigene Überzeugung zu wechseln.
Andererseits könnte es auch eine Darstellung von jemand sein, der nur charismatischen Persönlichkeiten folgt ohne eigene Überzeugungen zu haben bzw. vertreten zu wollen, daher: ok, kein Punktabzug :-)
Der Schluss des Films ist nur dazu da, um Zuschauer unerwartet zu "erwischen", leider.
Ich habe in der fünften Klasse Bilder von einfahrenden Zügen in KZ's getuscht, Passahfeste in jüdischen Schulen gefeirt, später Bücher über traumatisierte Flüchtlinge gelesen. Meine Geschichtslehrer haben mich jahrelang mit nichts als Nationalsozialismus bombardiert, aber dieser Film trifft in seiner Grundhaltung das verachtenswerte Prinzip der Hassspirale wie mich selten ein Gedanke hierzu gepackt hat.
Das Übel des Nationalsozialismus kann und darf nicht in Vergessenheit geraten, aber wir müssen auch verstehen, wie es dazu gekommen ist.
Ich empfehle diesen Film kritisch in den Geschichtsunterricht der Mittelstufe einzuführen, da er die Kernelemente des "Menschseins" und seiner Probleme im Bezug auf die Entwicklung der NSDAP verdeutlicht.
"Hass ist Ballast. Das Leben ist zu kurz dafür, dass man immer wütend ist. Das ist es einfach nicht wert."
Ein einfaches und doch so wichtiges Zitat aus "American History X", einem großartigen Film, den ich schon gefühlte hundert Mal geguckt habe und der mich immer wieder begeistert. Edward Norton liefert eine grandiose Leistung ab als junger Mann, dessen Trauer um seinen verstorbenen Vater zu Hass wird und das Leben einer gesamten Familie vergiftet. Man ist immer hin- und hergerissen in seinem Mitgefühl für den Protagonisten und vor allem dessen kleinen Bruder, die sich einer "Familie" anschließen, deren Zusammenhalt auf Hass gegen andere beruht, und dem Unverständnis, dass man anderen Menschen mit solch einer Verachtung begegnen bzw. sie so entwürdigend behandeln kann. Ich bin jedesmal noch lange nach dem Abspann bewegt von der Grundstimmung, die dieser Film vermittelt, aber gerade deswegen für mich ein Werk, dass jeder zumindest einmal gesehen haben MUSS!! ;)
Genau dieses Mitgefühl mit dem Hauptdarsteller macht den Film in meinen Augen unangenehm Kontrovers. Das sich Jahre systematischer Gewalt und organisiertem Rassenwahn mal eben so umkehren, nur weil er einen "lustigen negerfreund" im knast kennengelernt hat, relativiert die ideologie und lässt seine taten als kavaliersdelikt erscheinen. jedenfalls liefert der film nur ganz oberflächlich erklärungen für seine taten. das wird wohl auch einer der gründe sein, warum der regisseur seinen namen damals aus dem final cut rausnehmen wollte...
American Histor X zeigt die Nachteile beider Seiten, und das beide Seiten schlussendlich doch nur Menschen sind.
Mit Fehlern und Schwächen.
Ganz guter Film, vielleicht etwas zu dramatisch.
Dieser Film ist eine moralische Katastrophe. Er ist eine Lüge und an Bösartigkeit selbst von "Die Rote Flut" nicht übertroffen.
Es ist erschreckend, wie es Produktion und Regie geschafft haben, ein vordergründig aufklärerisches "Meisterwerk" zum Thema Faschismus, Diskriminierung und Rassenproblematik zu produzieren - und im Subtext dann doch genau die Vorurteile satt zu bedienen, die zur Entstehung dieser sozialen Probleme führen.
Mal ne Frage an die, die den Film so toll finden:
-Wer will das Auto stehlen?
-Wer bringt den kleinen Bruder um?
-Warum hängt im Zimmer des kleinen Bruders neben dem Hitler-Bild
ein "WHY?" Poster - und wird mit diesem kollektiv entsorgt?
-Wie erträgt der Hauptdarsteller seine Vergewaltigung?
-Wie lösen Skins und Schwarze den Konflikt um das Basketballfeld?
Könntest du das bitte etwas genauer erläutern? Liegt vielleicht an der späten Stunde aber ich verstehe diese Fragen nicht und auch nicht wie man einen Filme mit dieser Thematik drehen kann ohne die dazu passenden clichés widerzugeben.
Ich mein zu deinen Fragen 1 & 2 ... der Film wäre nach 5 minuten zuende wenn Weiße das getan hätten.
Die nachfollgenden Fragen sind für schwer zu verstehen aber auch da wüßte ich nicht wie der Film ohne diese Szenen funktionieren sollte.
Gibt es denn einen Film der solch schwierige Thematik angeht ohne "die Vorurteile satt zu bedienen" ?
Wer will das Auto stehlen? - eine schwarze Gang
Wer bring den kleinen Bruder um? - ein schwarzer Mitschüler
Das Poster- Pazifismus und Faschismus sind das gleiche!! ("Der Pazifismus der 20er Jahre haben Ausschwitz erst möglich gemacht" Dieses Zitat kannst du mal selbst googeln)
Vergewaltigung = Läuterung
Konfliktlösung: Faires Spiel
Die Gewalt geht im Film immer primär von den Schwarzen aus. Die Weissen agieren nicht, sie reagieren.
Wo geht denn die Gewalt von den Schwarzen aus, als die Hauptfigur mit seinen Kumpels beispielsweise den Markt überfallen?
Und welche Hautfarbe hat gleichnochmal der "Vergewaltiger"?
Als Läuterung würde ich diesen Vorfall auch nicht bezeichnen, denn die hat bereits vorher im Kopf angesetzt.
Ich habe hier jedenfalls keine der Seiten als gewaltbereiter als die andere empfunden.
Also eigentlich verstehe ich nur deinen Satz gerade nicht.
Vieleicht kannst du mir ja mal erklären, was du meinst, anstatt nur irgendwelche Andeutungen zu machen.
Den Subtext eines Filmes zu entschlüsseln vollzieht sich über die normativen (ethischen) Strukturen: Wer tut/sagt was und wie welche Folgen hat es für ihn? Der Subtext ist die erzählebene, die ins Unterbewusstsein dringt Darum ist er der eigentliche Erzählstrang, das oberflächliche geplänkel ist Beiwerk, Rahmen oder in diesem Fall, Ablenkung.
Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, welche Entwicklung die Hauptfigur in einem Film macht. Die Station der "Vergewaltigung" ist hier die klassische "Katharsis", also der Moment, im dem die Läuterung einsetzt, die Hauptfigur vom Kind zum Mann transformiert. Gleichzeitig ist sie in diesem Fall der Verrat an der Ideologie denn Homosexualität und Faschismus vertragen sich vordergründig nur schlecht. Sie dient also der Läuterung, Reinigung und Abkehr, schließlich erträgt er es "wie ein Mann".
Den Film jetzt vollständig durchzudiskutieren würde den Rahmen hier sprengen. Dennoch: Betrachtet man ihn aus der Actio-Reactio Perspektive wird schnell deutlich, dass sich die Weissen stets als "Victim in the First" sehen und lediglich nur ihre Territorien, ihren Besitz oder ihr Leben verteidigen wollen. Das gilt auch für den ladenbesitzer.
da ja ohnehin schon gespoilert wurde...
@Baumkopf, Danny beispielsweise muss von einem Schwarzen erschossen werden. Das wird ja praktisch mit diesem Zitat am Ende dargelegt, was uns nichts anderer sagen soll als das es immer wieder Rückschläge geben wird, aber beide Seiten sich deshalb nicht wieder in den gegenseitigen Hass reinziehen lassen dürfen. Aber generell glaube ich nicht dass Schwarze schlechter wegkommen als Weisse. Du kannst auch so fragen: Von wem geht Hass und Vorurteile aus? Weiße/Mittelschicht (Szene mit Vater am Esstisch)
Wer macht die Läuterung überhaupt erst möglich? (der schwarze Lehrer). Wer ist das Opfer von Rassismus? (die schwarze(?) Kassiererin).
Ich halte es eher für sinnfrei da irgendwie eine Liste zusammen zutragen, selbst wenn es kein Nullsummenspiel wird. Irgendein 'Ungleichgewicht' wird man immer drin haben, aber selbst das hängt ja vom Blickwinkel ab.
Die Sache hat immer zwei Seiten. Hat der eine eine überbordende Phantasie, wenn der andere zu doof ist um einen Eimer Wasser umzutreten? Mein Diplom in Medienwissenschaften habe ich jedenfalls nicht durch Phantasie sondern durch Analysekompetenz gemacht. Und dafür muss man sich auf die Thematik auch mal einlassen, statt immer nur an der Oberfläche herumzukratzen.
Ich denke, die Sache hat sogar mehr als zwei Seiten. Jedenfalls bist du in deiner Meinung zu solchen Themen absolut berechenbar, da du immer die gleichen Schlüsse ziehst. In dem Film wird offensichtlich Gewalt von allen Ethnien angewandt. Und bei den Weißen ist man die ganze Länge über an dichtesten dran, da der Film in der Szene spielt. Das du dennoch dem Film vorwirfst, die Gewalt größtenteils den Schwarzen zuzuordnen, lässt ein anderes Bild deiner hochgelobten Analysekompetenz zu. Ich denke, es ist einfach deine Meinung, dass der Film moralisch daneben haut. Da du bei dem Thema offensichtlich immer nur nach Elementen suchst, die deine Thesen stützen, ist meine Analyse deiner Analyse damit abgeschlossen.
Die Maximalpigmentierten sind genau dieselben Rassisten wie die Weißen! Und genauso ist es bei den Israelis, Asiaten, Türken etc...!
Und diese Disskusionen über das Thema werden solange bestehen wie die Menschheit da wir nie alle Brüder werden können und uns alle an den Händen fassen...
Bin exakt deiner Meinung ! Ich glaube das ist auch der einzige Film, der das Thema so ehrlich anspricht. Warscheinlich ist es der einzige, weil er dadurch schnell missverstanden wird wie z.B. durch Baumkopf (nimms nicht persönlich).
Also ich glaube, dass dadurch das er im Gefängnis landet, feststellen muss, dass die Schwarzen genauso sind wie die Weißen bzw. sie im Gefängnis das sagen haben. Er findet zum ersten Mal einen Schwarzen Freund, der ihn am Ende sogar noch vor den schwarzen Mithäftlingen beschützt("hier drin seit ihr Weißen die Nigga), da er sich nicht wehren kann, so wie seine Opfer. Ebenso muss er erfahren, dass die Weißen gar keine "bessere" Rasse ist. Er wird vergewaltigt und sie handeln mit Ausländern. Das hatte ihn ja sehr gestört. Und auch finde ich die Gewalt die von den Nazis ausgeübt viel erschreckender. Sie benutzen ja nicht nur eine physische Gewalt( Bordstein), sondern auch eine psychische Gewalt(Basketballplatz).
Allerdings kann man, wenn man nicht genug aufgeklärt ist, auch eine Sympathie für den jungen Derek bekommen. Er und seine Leute werden in verschiedenen Szenen sehr heroisch. Das zeigt zwar wie die in ihrer eigenen Ideologie, sich als höchste fühlen, kann aber auch auf naive Menschen als erstrebenswert erkannt werden.
Ich kann Baumkopf sehr gut verstehen. Für mich ist der Film, vorallem auch durch den Schluss eher auf der Seite der rechten Szene. Für mich persönlich waren die besten Szenen mit Norton die, in denen er den überzeugten Nazi spielt.
American history X als Meisterwerk zu bezeichnen ist einfach lächerlich.
Der Film ist höchstens gut und mehr nicht.
Außerdem verbringt der Film 70% seiner Zeit in der Gesellschaft von total primitiven Menschen. Es war ein Segen den "gestörten" Narzi-Anführer-Opa zu sehen, der etwas mehr als nur "uga uga" kann.
Danny und Derek sind nicht primitiv, sondern herausragende Schüler!
Schau den Film nochmal und denk mal zur Abwechslung mit, wenn dich das nicht zu sehr überfordert.
American History X - Kritik
US 1998 Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 25.02.1999
Kritiken (3) — Film: American History X
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenEmpfehlenswert ist er dennoch, schließlich wartet er mit einigen stark gefilmten Szenen auf, wenn auch die sehr intensive Verwendung von Zeitlupen allmählich zu ermüden droht. Starke Schauspieler machen einige Schwächen wett und trotz Oberflächlichkeit bleibt „American History X“ eine interessante Studie darüber, wie leicht und auf welche Weise sich Rassismus in unsere Gesellschaft einschleichen kann.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenPackend inszenierter Common-Sense, der manchmal trotz Schwarz/Weiß-Anstrich recht eindimensionale Lösungen und Herleitungen zum Thema bietet und Nazi-Denken als alleiniges Phänomen des White-Trash deklariert. Trotzdem ein Film, den man mal gesehen haben sollte.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
BlueSquirrel 2010/10/08 17:01:59
Antwort löschenIst ja auch ein alleiniges Phänomen des White-Trash oder irre ich mich? Natürlich gibt's das auch in der weißen Mittel- oder Oberschicht aber dort wohl in völlig anderer Form. Skins kommen aus dem White-Trash. Ich nix verstehen diese Zeile!
Hitmanski 2010/10/09 09:11:27
Antwort löschenJa, das ist das Problem bei solch kurzen Kritiken; manchmal fehlt einfach die eine oder andere Erklärung:
Die rassistischen Denkweisen sind aber ja keinesfalls nur ein White-Trash-Problem, maximal sind es die gezeigten Ausprägungen.
Ich finde es von einem Film, der sich ganz klar den Anspruch gesetzt hat, relativ allumfassend ein Anti-Nazi-Statement abzugeben, eindimensional und letztendlich enttäuschend, wenn er sich mal wieder nur die allseits bekannte Skinszene vorknöpft, und so unbewusst den Zuschauer dazu auffordert, solche Strömungen als etwas zu begreifen, mit dem mal selber - aufgrund einer vermeintlich höheren, sozialen Stellung - nie konfrontiert wird, oder gar anfällig für solche wäre.
Insofern kann ich "American History X" als eine (ziemlich klischeebeladene) Milieustudie sehen, aber als Auseinandersetzung zum Thema "Rassismus" hat er nicht viel mehr zu bieten, als eine "Nazis sind doof"-Aufkleber der örtlichen Antifa-Gruppe.
Ich hoffe, du verstehen nun besser diese Zeile, Mister Eichhorn ;)
BlueSquirrel 2010/10/09 14:49:50
Antwort löschenJa, ich verstehen jetzt besser. :) Ich finde das dann etwas missverständlich ausgedrückt, aber die Kritik hat sich ja gerade erweitert. Auch wenn ich den Kritikpunkt nicht ganz unterschreiben kann, bin ich zufrieden.
Shritz 2011/01/09 10:30:24
Antwort löschenIch glaube aber das dieser Kritikpunkt nicht ganz stimmt, ist schließlich Cameron (der Obernazi im Film) wohl kaum zum White-Trash zu zählen und wird auch Rassismus von Seiten der Afroamerikanischen Bevölkerung gezeigt. Insofern würde ich den Kritikpunkt nicht unterschreiben, obwohl der Film schon recht klischeebeladen ist (alleine dass alle Nazis als Skinheads bezeichnet werden -.-)....
Hitmanski 2011/01/09 12:07:48
Antwort löschenSicherlich differenziert der Film auch da nicht sonderlich (deshalb hab' ich auch bewusst die nicht unproblematische und schwer zu umreißende Bezeichnung "white trash" gewählt), aber das Millieu dem nahezu alle Figuren sonst entstammen, und mit denen er sich abgibt, zählen doch eindeutig zu einer unteren Schicht; dass er intellektuell aus dieser heraustzustechen vermag, und deshalb auch großen Teilen der dargestellenten Szene überlegen sein mag, steht dieser grundsätzlichen soziologischen Verortung ja nicht entgegen.
Die Darstellung eines "schwarzen Rassismus" geht nicht sonderlich weit, halte ich im vorliegenden Fall sogar für nicht ganz unproblematisch, entschärft sie doch den allgemeinen Tenor des Films, indem sie ihm eine Art der Verständnisebene hinzufügt. So tiefgreifend ist der Film nicht, als dass er mit einer actio-reactio-Problematik wirklich umgehen könnte.
Shritz 2011/01/11 15:58:45
Antwort löschenSehr gut erläutert Respekt^^....das mag sein aber dennoch finde ich, dass der Film den Konflikt durchaus gut und glaubwürdig beleuchtet, auch wenn er dabei die Rassismus über weite Strecken nur von einer Seite betrachtet. Auch eine Verallgemeinerung der Gruppe der Neonazis ist aus meiner Sicht nur bedingt hinderlich, da letztendlich der größte Teil der Mitglieder nunmal Angehörige der Workingclass oder unteren Mittelschicht sind und alleine die Tatsache, dass der Protagonist als intellektuell herausragende Persönlichkeit im Fatalismus des Rassenhasses gefangen ist zeigt, dass es auch Ausnahmen gibt, die, auch wenn er in diesem Fall zumindest vom sozialen Stand her dem White-Trash zuzuordnen wäre, nicht in diese Schublade gesteckt werden können. Dass der Film jedoch in seiner Problematik allumfassend und lückenlos Antworten bietet oder Diskussionen anregt will ich dabei natürlich nicht behaupten, denn das tut er nicht, insofern gebe ich dir Recht. Will deine Meinung natürlich auch nicht kritisieren wollte nur mal meinen Senf dazugeben ;)
*wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten*
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Hitmanski 2011/01/11 16:12:15
Antwort löschenDem würde ich auch garnicht groß widersprechen wollen; der Film bietet zumindest einen Ansatzpunkt zur Diskussion, und hat deshalb schon seine Daseinsberechtigung. Er scheitert - meiner Meinung nach - aber an den selbstgesteckten Ansprüchen, die er durch seine bewusst starke Bildsprache und seine pathetischen Gesten selbst überhaupt erst generiert. Es ist ein packendes Plädoyer gegen Rassismus, aber eben keine Meditation über dessen Wesen - da weine ich ein bisschen dem verschenkten Potential hinterher. Andererseits ist vielleicht gerade seine Simplizität auch sein größtes Plus, ermöglicht er so den Zugang zu seiner Message doch auch denjenigen, die vor einer tiefgreifenderen, und daher auch theoretischeren Auseinandersetzug eher abgeschreckt würden.
Shritz 2011/01/11 17:07:15
Antwort löschenLetzten Endes ist es wie so häufig Auslegungssache, was man dem Film abgewinnt und was man ihm vorwirft. Aber eines hat er erreicht: das über ihn diskutiert wird und das ist ja schließlich auch schonmal was wert ;)
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenJohn Connor als Neo-Nazi und die verlorene Unschuld der Bordsteinkante
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pellekraut007 2009/11/26 17:06:48
Antwort löschenLeider... leider gibt es eine Menge Irrer, die speziell das mit dem Bordstein für eine nachahmenswerte Sache hielten. So erreichte dieser wirklich gute Streifen auch die, die nach der Bordsteinszene abschalten :( Grunz!
Kommentare (171) — Film: American History X
Kommentar schreibenDrumhead92 2012/01/28 00:02:40
Kommentar löschenHartes Drama über Skinheads mit einem ganz starken Edward Norton.
Dieser Film ist von Anfang bis Ende eine wahre Lebensgeschichte. Und zwar eine sehr ungemütliche! Alles wirkt sehr real als ob dies wirklich geschehen könnte.
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Oliver0403 2012/01/21 06:25:48
Kommentar löschenDer Film ist hervorragend gemacht. Nur ist das Ende nicht so toll. Aber nicht jeder Film kann ein Happy-End haben.
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ZedsDeadBaby 2012/01/18 17:56:05
Kommentar löschenEin schockierendes Drama. Es zeigt uns, dass es nicht nur ungesund ist voller Hass und Groll gegen etwas zu sein, sondern auch tödlich.
Traurig, ergreifend, hart, doch auch herzlich und familiär - vor allen Dingen aber: wahr
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claustrum 2012/01/13 17:39:45
Kommentar löschenGewalt, Hass, Rassismus sind starke Themen. Es sind Themen mit denen wir uns als Mensch in unserem Leben mit Bestimmtheit auseinandersetzen werden. Klug erscheint deshalb die Wahl, sich als Regisseur mit solch einer Thematik zu befassen. Bescheiden ist leider das Resultat. Die schwache Leistung Nortons ist leider wie bei all seinen Filmen höchst unangenehm für den Zuschauer. Seine regungslose Mimik erinnert an den Gesichtsausdruck eines Hundes, welcher gerade Bäume wässert. Qualvoll erdauert man die Gewaltorgien und fühlt sich wieder an Fight Club erinnert. Qualtitätsmässig beinahe ebenbürtig sind diese beiden Filme anyway.
Der schlechte Schnitt und das mühsame Schwarz-Weiss kastrieren den Film auf grausame Art und Weise. Kaum einmal springt der Funke zum Zuschauer über. Es bleibt nur noch die Wahl den Film oder sich selbst in Brand zu setzen, um nicht an Langeweile zu sterben.
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kahaujiko 2012/01/21 18:53:58
Antwort löschenachtung, auf mp treibt ein neuer, seine eigenen kommentare likender troll sein unwesen
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Tom_Thompson 2012/01/31 16:28:46
Antwort löschenWas hast du denn für einen Geschmack ?
Edward Norton der tausende in die Kinos lockt ist ein schlechter Schauspieler. Aber Bushido, der weder ein guter Musiker noch ein Schauspieler ist, zeigt "Herausragende Leistungen". Womit denn ? Mit seinem asozialen Sozialverhalten ?
Du hast "History X" außerdem total missverstanden !!!
el benko 2012/02/08 21:40:55
Antwort löschensehr geil^^
SoulReaver 2012/01/13 11:11:21
Kommentar löschen„Hass ist Ballast. Das Leben ist viel zu kurz dafür, dass man immer wütend ist. Das ist es einfach nicht wert.“
Rassismus ist heute immer noch ein viel zu gern todgeschwiegenes Thema. Dabei strömt die sogenannte "braune Welle" in immer größeren Ausmaßen über Deutschland. In Amerika zieht das alles natürlich noch viel größere Kreise und artet täglich in brutalen Auseinandersetzungen zwischen schwarz und weiß aus. Tony Kaye widmet sich 1998 mit seinem Debütspielfilm 'American History X' der rechten Szene in Amerika und inszeniert ein extrem schockierendes, eindringliches und wichtiges Drama.
Der 16-jährige Hitlerfan Danny muss eine Schulaufgabe über seinen Bruder Derek schreiben, der am selben Tag aus dem Gefängnis entlassen wird. Drei Jahre zuvor hatte der charismatische Skinhead Derek zwei Schwarze getötet, die sein Auto stehlen wollten, und er war zu einer Art Ikone der White-Power-Bewegung aufgestiegen. Was jedoch keiner weiß: Im Knast hat Derek Hass und Gewalt abgeschworen. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß und für ihn beginnt ein verzweifelter Kampf um die Seele seines Bruders.
'American History X' wird in zwei Teile eingeteilt. Die Rückenblenden und die Gegenwart. Die Vergangenheit wird immer in schwarz-weiß gehalten. Neben diesem Stilmittel, besitzt der Film aber eine unglaublich intensive Bildersprache. Kameramann Tony Kaye, der auch Regisseur ist, leistet hier beeindruckende Arbeit und fängt einige der stimmigsten und emotionalsten Bilder ein. Dazu die berührende und unglaublich melancholische Musik von Anne Dudley, die dem Film in seiner ganzen Schwere und Härte immer treffend untermalt.
Mit Edward Norton in der Hauptrolle hat 'American History X' einen der stärksten Darsteller unserer Zeit. Norton spielt den durchtrainierten Neo-Nazi Derek, der im Knast endlich die Augen öffnet. Norton kann hier sein ganzes Können unter Beweis stellen und meistert seine Verwandlung vom brutalen Nazi-Anführer zum einfühlsamen Bruder glaubwürdig und authentisch. Die Oscar Nominierung hat er sich 1999 redlich verdient. Neben Norton ist es gewohnt schwer zu glänzen, aber auch die Nebenrollen leisten hier überzeugende Arbeit ab. Edward Furlong, der immer für einen Skandal zu haben ist, gibt Dereks Bruder Danny. Furlong kann Norton natürlich nicht das Wasser reichen, holt aber alles aus seiner Rolle und bringt seine wohl beste Leistung. In weiteren Rollen können Beverly D'Angelo und Averly Brooks einige Impulse setzen.
Rassismus ist ein Thema, dass schon immer gegenwärtig und schwierig zu behandeln war. Ein Problem, das schon seit jeher existiert und auch immer bestehen bleiben wird, das muss man akzeptieren. In einer Zeit in der wir jeden Tag in der Zeitung und in den Nachrichten von Morden lesen. Mord wegen Hautfarbe und Nationalität. Reiner Nationalstolz wird schon längst nicht mehr als dieser angesehen, schnell wird man selber in die rechte Schiene gedrückt. In dieser Zeit, in der Worte nichts mehr bringen, da sie nur auf eine Wand stoßen, kommen Filme wie 'American History X' genau richtig. Denn vielleicht kommt durch die extreme Darstellung dieses Themas doch noch irgendwas bei diesen Menschen an. Schließlich gab es auch schon Komapatienten die nach Jahren wieder erwacht sind.
'American History X' zieht uns mitten ins Geschehen. Wir sehen wie mehrere schwarze das Auto von Derek klauen wollen. Dieser lässt sich das nicht gefallen und stürmt mit geladener Pistole aus dem Haus. Sein Körper ist überzogen mit Tattoos, ganz besonders auffällig natürlich das riesige Harkenkreuz auf seiner Brust. Ab diesem Punkt geht es erst mal nicht mehr um Derek. Wir bekommen Danny vorgestellt, der während Dereks Knastaufeinhalt selbst in die Nazi-Szene gerutscht ist. Danny war ein guter Schüler, immer fleißig und intelligent. Doch durch die Taten seines Bruder und dessen "Freunde" hat sich Danny vom richtigen Weg abbringen lassen und lies sich vollkommen verblenden. Wenige Zeit später kommt Derek aus dem Gefängnis, aber er ist nicht mehr der Alte. In Rückblenden bekommen wir Dereks früheren Charakter immer wieder vorgestellt. Sehen ihn wie er seine Reden hält, wie er mit erschreckender Brutalität gegen Einwanderer und farbige vorgeht und wie er seine Zeit im Gefängnis erlebt hat. Derek der ein Held in seinen Kreisen war, vergöttert dafür dass er schwarze auf furchtbare Weise getötet hat, hat im Gefängnis endlich die Augen geöffnet. Nicht zuletzt dadurch, dass er immer mit einem farbigen Zusammenarbeiten musste. Derek, den wir eigentlich durch seine Taten als einen völlig brutalen und schrecklichen Menschen kennengelernt haben wird uns mit der Zeit immer deutlicher dargestellt und trotz seiner Vergangenheit ist er eine klare Sympathiefigur. Nach und nach wird uns erklärt wie auch Derek auf die schiefe Bahn kommen konnte und wie er sich sein Leben so schnell verbauen konnte. Und jetzt, gerade nachdem Derek seinen eigenen Kampf mit dem Gefängnis und mit sich selbst gewonnen hat, muss er um seinen Bruder kämpfen. Denn Danny ist auf dem besten Weg Dereks Rolle in der rechten Szene einzunehmen. Dafür muss er alles riskieren und auch seinen heiligen Nazi-Ruf ablegen. Doch Danny hat sich längst Feinde gemacht denen er nur schwer entkommen kann.
Mit 'American History X' bekommen wir es mit einem Film zu tun, der sich durch seine gnadenlose Darstellung immer wieder ins Gedächtnis des Zuschauers einbrennt. Einige Bilder könnten hier für zartbesaitete Zuschauer zu extrem und hart sein. Aber diese Szenen hat der Film, um seiner realistischen Art treu zu bleiben, auch nötig. Dennoch prügelt der Film natürlich nicht durchgehend auf den Zuschauer ein. Wir bekommen zum Glück immer den nötigen Denkpausen geschenkt. Pausen in denen wir das eben gesehene verarbeiten können und Zeit zum Nachdenken haben.
Das Ende von 'American History X' setzt einen erschreckend Schlusspunkt, der von den zu jungen Zuschauern völlig falsch aufgegriffen werden könnte. Ich selbst kann da aus Erfahrung sprechen, denn als ich den Film mit 12-13 damals viel zu früh sah, erzielte er bei mir den vollkommen falschen Gedankengang. Ohnehin sollte man den Film wegen der Gewaltszenen nicht in diesem Alter sehen. Sobald man aber die nötige Reife für den Film erreicht hat und sich 'American History X' mit klarem Menschenverstand ansehen kann, merkt man schnell dass der Film eine der stärksten Aussagen überhaupt besitzt.
Fazit: 'American History X' ist ein gleichermaßen brisanter, aktueller und aufwühlenden Film. Ein Film, der durch seine authentische und eindringliche Art immer wieder zum Nachdenken anregen wird und sich im Kopf der Zuschauer verankert. Durch seine tollen und glaubwürdigen Darsteller, der starken Bilder und dem grandiosen Soundtrack wird 'American History X' zu einem packenden aber auch unglaublich wichtigen Film. Gerade in der heutigen Zeit.
„Und jetzt… sag Gute Nacht.“
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seven 2012/01/13 11:22:55
Antwort löschenEdward <3
SoulReaver 2012/01/13 11:32:01
Antwort löschen<3
_Garfield 2012/01/13 15:01:30
Antwort löschen!
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Kreaexo 2012/01/13 15:02:12
Antwort löschenYay! :) Toller Kommentar, genau das hab' ich erwartet. :D
SoulReaver 2012/01/13 15:30:11
Antwort löschen@ Garfield ?!
@ Kreaexo Danke :) Heut Abend kommt auch noch ne Überraschung :D
Harrigan 2011/12/18 22:13:53
Kommentar löschenIrgendwie haben mich die Argumente für Rassismus in diesem Film mehr überzeugt als diese langweiligen Standartaussagen wie "Hass ist ein Ballast, das Leben ist zu kurz dafür." Na und? Muss ich jetzt jedes Arschloch tolerieren? An allem zwanghaft etwas Gutes finden? Nein Danke :)
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Göksel Algan 2011/12/07 02:16:00
Kommentar löschenJa, mehr als nur ein bombastischer Film. Es wurde schon gut wie alles alles hier zum Film geschrieben. Deshalb werde ich auch kaum was hinzufügen können. Ein wichtiger Zitat noch aus dem Film: "Hat sich durch das was du tust dein Leben gebessert"?
Nach dieser Frage im Film war für mich persönlich was ausgebrochen, innerlich. Sogar ich zu meinem Teil fragte mich das. Ich bin kein Nazi, doch diese Frage kann man sich stellen, jeder. Genau aber diese Frage kann richtig wehtun. Dieser Film ist nicht zu unterschätzen, denn er kann viel mit dem Gehirn anstellen, sicher auch negatives. Deshalb würde ich vorsichtig darauf hindeuten das es nicht Jedermanns-Sache ist. Doch sonst so kann man hier nicht mehr tun, als diesen Film zu loben. Eine höhere Punktzahl bekommt der Film von mir deshalb nicht, da ich finde das man die Geschichte noch ein klein wenig "besser" formen könnte. Es ist gut gemacht, doch es geht vorallem bei diesem Film eigentlich sogar um einiges besser. Ein Film in dem auch vieles nicht so passiert, wie man es sich selbst wünschen würde, wünschen würde zu sehen. Ein Muss der Film.
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theProphet 2011/11/11 17:48:26
Kommentar löschenPackend, abwechslungsreich und schockierend. Eigenschaften eines guten Films dieser Genre. Norton mal in einer ganz anderen Rolle.....wahrlich ein schauspielerisch sowie cineastisches Kleinod !
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Kreaexo 2011/10/23 01:00:29
Kommentar löschenKennt ihr das, wenn ihr etwas über einen Film schreiben wollt, ihr aber nicht könnt, weil euch einfach die passenden Worte fehlen?
So geht's mir bei "American History X".
Ich will schreiben, was ich empfunden habe, womit es der Film geschafft hat mich in seinen Bann zu ziehen und wieso ich ihn so großartig finde.
Ich will zum Ausdruck bringen, dass mich die Geschichte der beiden Brüder echt mitgenommen hat, weil es alles hätte anders laufen können, wären sie in anderen Verhältnissen aufgewachsen.
Ich will begründen, wieso ich die Darsteller so grandios finde, wieso mir das Setting so gefallen hat und wieso ich die Schwarz-Weißen Einblendungen für eine sehr gute Idee halte.
Das alles will ich mit Hilfe passender Wörter ausformulieren, doch ich vermag es nicht. Weil einfach kein Superlativ diesem Film gerecht wird.
Das Einzige, was ich schreiben kann ist, dass mich die beiden Edwards begeistert haben und das Ende ein mind-blowing Erlebnis war, womit ich nicht gerechnet habe.
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Tachitalili 2011/10/18 14:55:45
Kommentar löschenDas Thema: Rechte Szene, Rassismus.
Es gibt Punktabzug für ein paar Szenen, die ich garantiert nicht sehen wollte. :-(
Aber es gibt Punkte für Nortons Schauspiel- er ist großartig, so ein unauffälliges Bubigesicht- aber er kann alles spielen was er will, wenn er ein Brötchen spielen würde, würde man es glauben "Jop, so müssen Brötchen sein" :-D
Punkte gibts auch für die immense Spannung, die der Film aufbaut.
Das Thema an sich ist sehr interessant, aber ganz ehrlich: die Darstellung ist unausgegoren und setzt sich nicht wirklich ernsthaft mit dem Thema auseinander, sie ist nur reißerisch aufgemacht, um Gefühle beim Zuschauer auszulösen.
Der Hass bzw. die Abkehr vom Hass geschieht hier aufgrund persönlicher Erfahrungen. Positive Erfahrungen mit dem "Hassobjekt" und negative Erfahrungen mit der eigenen "Gruppe", die den Held u.a. zur Abkehr bewegen- das mag vielleicht realitätsnahe sein, aber das Eine sowie das Andere gründet auf Gefühlen, die auch umschlagen können. Hier wäre ein bisschen zusätzliche analytische Logik angebracht gewesen.
Pluspunkte gibt es für meine "Augenöffner"- Szene: der geläuterte Ex-Neonazi steht vor dem Spiegel und verdeckt sein Hakenkreuz-Tatoo mit der Hand. Der Blick in den Spiegel zeigt einen -mehr oder weniger- Durchschnittstypen. Fand ich sehr interessant insofern, dass ich das Tatoo in dem Augenblick als identitätsgebende (gruppenbildende) Bekundung und den Hass als eine Art Identität sah, ein "sinn"gebendes Merkmal (einer bestimmten Gruppe).
"Wer wärst du, wenn du DAS nicht mehr bist?"
Pluspunkte gibt es auch für die überzeugende Darstellung der Organisation.
Ein- meist jugendlicher- "Anfänger" in so einer Gruppe hat oft intensive Gefühle erlebt (die er nicht einordnen kann), die von geschickten ideologischen Gruppenführern in bestimmte Richtungen gelenkt werden. Alles, selbst Alltägliches, wird dann so interpretiert, wie es am besten zur Ideologie passt.
Kleine Gesellschaft in der Gesellschaft, die ihren Mitgliedern Anerkennung für ganz andere Qualitäten zollt, als für Zeugnisse und gepflegtes Auftreten, die auch Mitgliedern eine "Chance" bietet, unter ihren Glaubensbrüdern "bedeutend" oder wichig zu sein, und genau da sollte man auch vielleicht ansetzen.
Minuspunkte gibts für Furlongs Rolle. Seine fast spontane Umentscheidung : "Acht echt? Na gut, dann eben nicht" ist unglaubwürdig. Soviel ich (wenn auch nur aus der Literatur) weiß: Ein Mitläufer in einer rechten Gruppe glaubt irgendwann, auf der "richtigen" Seite zu stehen und erlebt sich wie ein Gerechtigkeitskämpfer, daher glaubt er, das Recht zu haben, sich über andere zu erheben und glaubt, dadurch "besser" oder "mehr" zu sein, als er in Wirklichkeit persönlichkeitstechnisch ist; er kann sich oft nicht vorstellen, ohne dieses Merkmal jemals eine Persönlichkeit werden zu können.
Und da war das ein bisschen zu einfach, ohne auf die ganzen vorherigen Überzeugungen seines Bruders einzugehen, die eigene Überzeugung zu wechseln.
Andererseits könnte es auch eine Darstellung von jemand sein, der nur charismatischen Persönlichkeiten folgt ohne eigene Überzeugungen zu haben bzw. vertreten zu wollen, daher: ok, kein Punktabzug :-)
Der Schluss des Films ist nur dazu da, um Zuschauer unerwartet zu "erwischen", leider.
Fazit: kann man mal gucken. Gibt zu denken.
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J4KOB 2011/10/18 20:37:59
Antwort löschenwenn er ein Brötchen spielen würde, würde man es glauben 'Jop, so müssen Brötchen sein'
HxC_Moe 2011/12/18 15:37:01
Antwort löschenwenn er ein Brötchen spielen würde, würde man es glauben 'Jop, so müssen Brötchen sein' [2] Beste!:D
BigBoooyy 2011/10/17 20:58:53
Kommentar löschenDer Film ist einfach nur der Wahnsinn muss man gesehen haben :)
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Seeedsoundjunkie 2011/09/24 01:26:41
Kommentar löschenIch habe in der fünften Klasse Bilder von einfahrenden Zügen in KZ's getuscht, Passahfeste in jüdischen Schulen gefeirt, später Bücher über traumatisierte Flüchtlinge gelesen. Meine Geschichtslehrer haben mich jahrelang mit nichts als Nationalsozialismus bombardiert, aber dieser Film trifft in seiner Grundhaltung das verachtenswerte Prinzip der Hassspirale wie mich selten ein Gedanke hierzu gepackt hat.
Das Übel des Nationalsozialismus kann und darf nicht in Vergessenheit geraten, aber wir müssen auch verstehen, wie es dazu gekommen ist.
Ich empfehle diesen Film kritisch in den Geschichtsunterricht der Mittelstufe einzuführen, da er die Kernelemente des "Menschseins" und seiner Probleme im Bezug auf die Entwicklung der NSDAP verdeutlicht.
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Trimalchio 2011/09/20 23:21:26
Kommentar löschenDas Ende ein klein wenig unoffensichtlicher und der Film hätte mich noch mehr mitgerissen.
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silasmwu 2011/09/16 12:22:18
Kommentar löschen"Hass ist Ballast. Das Leben ist zu kurz dafür, dass man immer wütend ist. Das ist es einfach nicht wert."
Ein einfaches und doch so wichtiges Zitat aus "American History X", einem großartigen Film, den ich schon gefühlte hundert Mal geguckt habe und der mich immer wieder begeistert. Edward Norton liefert eine grandiose Leistung ab als junger Mann, dessen Trauer um seinen verstorbenen Vater zu Hass wird und das Leben einer gesamten Familie vergiftet. Man ist immer hin- und hergerissen in seinem Mitgefühl für den Protagonisten und vor allem dessen kleinen Bruder, die sich einer "Familie" anschließen, deren Zusammenhalt auf Hass gegen andere beruht, und dem Unverständnis, dass man anderen Menschen mit solch einer Verachtung begegnen bzw. sie so entwürdigend behandeln kann. Ich bin jedesmal noch lange nach dem Abspann bewegt von der Grundstimmung, die dieser Film vermittelt, aber gerade deswegen für mich ein Werk, dass jeder zumindest einmal gesehen haben MUSS!! ;)
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Dom699 2011/10/10 00:35:54
Antwort löschenGenau dieses Mitgefühl mit dem Hauptdarsteller macht den Film in meinen Augen unangenehm Kontrovers. Das sich Jahre systematischer Gewalt und organisiertem Rassenwahn mal eben so umkehren, nur weil er einen "lustigen negerfreund" im knast kennengelernt hat, relativiert die ideologie und lässt seine taten als kavaliersdelikt erscheinen. jedenfalls liefert der film nur ganz oberflächlich erklärungen für seine taten. das wird wohl auch einer der gründe sein, warum der regisseur seinen namen damals aus dem final cut rausnehmen wollte...
Lilith Snowskin 2011/09/13 12:04:13
Kommentar löschenAmerican Histor X zeigt die Nachteile beider Seiten, und das beide Seiten schlussendlich doch nur Menschen sind.
Mit Fehlern und Schwächen.
Ganz guter Film, vielleicht etwas zu dramatisch.
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IrischerKobold 2011/07/11 00:22:24
Kommentar löschenStarkes Drama mit siozialkritischer und wahrheitsgebenem Charackter zum Thema Skinheads und und ihre Verfehlung im bezug auf den Sozialsozialismus
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dAJaro 2011/07/11 07:51:20
Antwort löschen>Sozialsozialismus<
Ein Kunstwerk! :D
Fulsome. 2011/08/04 02:38:34
Antwort löschenWenn mich nicht alles täscht, steckt ne Menge Symbolik in diesem Wort.
BaitfroN 2011/07/09 12:37:24
Kommentar löschenSollte man mal gesehen haben
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Baumkopf Holzfaust 2011/06/30 10:28:05
Kommentar löschenDieser Film ist eine moralische Katastrophe. Er ist eine Lüge und an Bösartigkeit selbst von "Die Rote Flut" nicht übertroffen.
Es ist erschreckend, wie es Produktion und Regie geschafft haben, ein vordergründig aufklärerisches "Meisterwerk" zum Thema Faschismus, Diskriminierung und Rassenproblematik zu produzieren - und im Subtext dann doch genau die Vorurteile satt zu bedienen, die zur Entstehung dieser sozialen Probleme führen.
Mal ne Frage an die, die den Film so toll finden:
-Wer will das Auto stehlen?
-Wer bringt den kleinen Bruder um?
-Warum hängt im Zimmer des kleinen Bruders neben dem Hitler-Bild
ein "WHY?" Poster - und wird mit diesem kollektiv entsorgt?
-Wie erträgt der Hauptdarsteller seine Vergewaltigung?
-Wie lösen Skins und Schwarze den Konflikt um das Basketballfeld?
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Nagelfahr 2011/07/29 23:46:28
Antwort löschenKönntest du das bitte etwas genauer erläutern? Liegt vielleicht an der späten Stunde aber ich verstehe diese Fragen nicht und auch nicht wie man einen Filme mit dieser Thematik drehen kann ohne die dazu passenden clichés widerzugeben.
Ich mein zu deinen Fragen 1 & 2 ... der Film wäre nach 5 minuten zuende wenn Weiße das getan hätten.
Die nachfollgenden Fragen sind für schwer zu verstehen aber auch da wüßte ich nicht wie der Film ohne diese Szenen funktionieren sollte.
Gibt es denn einen Film der solch schwierige Thematik angeht ohne "die Vorurteile satt zu bedienen" ?
Baumkopf Holzfaust 2011/08/12 00:56:03
Antwort löschenWer will das Auto stehlen? - eine schwarze Gang
Wer bring den kleinen Bruder um? - ein schwarzer Mitschüler
Das Poster- Pazifismus und Faschismus sind das gleiche!! ("Der Pazifismus der 20er Jahre haben Ausschwitz erst möglich gemacht" Dieses Zitat kannst du mal selbst googeln)
Vergewaltigung = Läuterung
Konfliktlösung: Faires Spiel
Die Gewalt geht im Film immer primär von den Schwarzen aus. Die Weissen agieren nicht, sie reagieren.
Tryvel 2011/08/23 17:01:56
Antwort löschenWo geht denn die Gewalt von den Schwarzen aus, als die Hauptfigur mit seinen Kumpels beispielsweise den Markt überfallen?
Und welche Hautfarbe hat gleichnochmal der "Vergewaltiger"?
Als Läuterung würde ich diesen Vorfall auch nicht bezeichnen, denn die hat bereits vorher im Kopf angesetzt.
Ich habe hier jedenfalls keine der Seiten als gewaltbereiter als die andere empfunden.
pxl 2011/08/25 01:13:22
Antwort löschenDu verstehst doch selbst ncihtmal, was du da schreibst.
Tryvel 2011/08/25 07:38:04
Antwort löschenAlso eigentlich verstehe ich nur deinen Satz gerade nicht.
Vieleicht kannst du mir ja mal erklären, was du meinst, anstatt nur irgendwelche Andeutungen zu machen.
Baumkopf Holzfaust 2011/08/25 09:16:20
Antwort löschenDen Subtext eines Filmes zu entschlüsseln vollzieht sich über die normativen (ethischen) Strukturen: Wer tut/sagt was und wie welche Folgen hat es für ihn? Der Subtext ist die erzählebene, die ins Unterbewusstsein dringt Darum ist er der eigentliche Erzählstrang, das oberflächliche geplänkel ist Beiwerk, Rahmen oder in diesem Fall, Ablenkung.
Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, welche Entwicklung die Hauptfigur in einem Film macht. Die Station der "Vergewaltigung" ist hier die klassische "Katharsis", also der Moment, im dem die Läuterung einsetzt, die Hauptfigur vom Kind zum Mann transformiert. Gleichzeitig ist sie in diesem Fall der Verrat an der Ideologie denn Homosexualität und Faschismus vertragen sich vordergründig nur schlecht. Sie dient also der Läuterung, Reinigung und Abkehr, schließlich erträgt er es "wie ein Mann".
Den Film jetzt vollständig durchzudiskutieren würde den Rahmen hier sprengen. Dennoch: Betrachtet man ihn aus der Actio-Reactio Perspektive wird schnell deutlich, dass sich die Weissen stets als "Victim in the First" sehen und lediglich nur ihre Territorien, ihren Besitz oder ihr Leben verteidigen wollen. Das gilt auch für den ladenbesitzer.
FilmFuzzi 2011/09/08 21:00:32
Antwort löschenDu scheißHurensohn hast mir jetzt ja schon verraten das der Bruder umgebracht wird. Fuck you!!
Baumkopf Holzfaust 2011/09/09 00:08:28
Antwort löschenich glaube du bist mit dem Film sowieso intellektuell überfordert. Bleib mal bei deinen Fix und Foxi Heftchen
Azazil 2011/09/11 19:00:14
Antwort löschenda ja ohnehin schon gespoilert wurde...
@Baumkopf, Danny beispielsweise muss von einem Schwarzen erschossen werden. Das wird ja praktisch mit diesem Zitat am Ende dargelegt, was uns nichts anderer sagen soll als das es immer wieder Rückschläge geben wird, aber beide Seiten sich deshalb nicht wieder in den gegenseitigen Hass reinziehen lassen dürfen. Aber generell glaube ich nicht dass Schwarze schlechter wegkommen als Weisse. Du kannst auch so fragen: Von wem geht Hass und Vorurteile aus? Weiße/Mittelschicht (Szene mit Vater am Esstisch)
Wer macht die Läuterung überhaupt erst möglich? (der schwarze Lehrer). Wer ist das Opfer von Rassismus? (die schwarze(?) Kassiererin).
Ich halte es eher für sinnfrei da irgendwie eine Liste zusammen zutragen, selbst wenn es kein Nullsummenspiel wird. Irgendein 'Ungleichgewicht' wird man immer drin haben, aber selbst das hängt ja vom Blickwinkel ab.
Dom699 2011/10/05 12:45:36
Antwort löschenseid ihm nicht böse leute. herr holzfaust ist für seine überbordende fantasie bei politischen themen bekannt.
Baumkopf Holzfaust 2011/10/05 13:24:41
Antwort löschenDie Sache hat immer zwei Seiten. Hat der eine eine überbordende Phantasie, wenn der andere zu doof ist um einen Eimer Wasser umzutreten? Mein Diplom in Medienwissenschaften habe ich jedenfalls nicht durch Phantasie sondern durch Analysekompetenz gemacht. Und dafür muss man sich auf die Thematik auch mal einlassen, statt immer nur an der Oberfläche herumzukratzen.
Dom699 2011/10/05 14:12:10
Antwort löschenIch denke, die Sache hat sogar mehr als zwei Seiten. Jedenfalls bist du in deiner Meinung zu solchen Themen absolut berechenbar, da du immer die gleichen Schlüsse ziehst. In dem Film wird offensichtlich Gewalt von allen Ethnien angewandt. Und bei den Weißen ist man die ganze Länge über an dichtesten dran, da der Film in der Szene spielt. Das du dennoch dem Film vorwirfst, die Gewalt größtenteils den Schwarzen zuzuordnen, lässt ein anderes Bild deiner hochgelobten Analysekompetenz zu. Ich denke, es ist einfach deine Meinung, dass der Film moralisch daneben haut. Da du bei dem Thema offensichtlich immer nur nach Elementen suchst, die deine Thesen stützen, ist meine Analyse deiner Analyse damit abgeschlossen.
Baumkopf Holzfaust 2011/10/05 20:54:57
Antwort löschenWenns dich froh macht, bitteschön.
_Wesker_ 2011/10/16 02:46:01
Antwort löschenDie Maximalpigmentierten sind genau dieselben Rassisten wie die Weißen! Und genauso ist es bei den Israelis, Asiaten, Türken etc...!
Und diese Disskusionen über das Thema werden solange bestehen wie die Menschheit da wir nie alle Brüder werden können und uns alle an den Händen fassen...
Tom_Thompson 2011/11/13 23:09:42
Antwort löschenBin exakt deiner Meinung ! Ich glaube das ist auch der einzige Film, der das Thema so ehrlich anspricht. Warscheinlich ist es der einzige, weil er dadurch schnell missverstanden wird wie z.B. durch Baumkopf (nimms nicht persönlich).
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Helge Baake 2011/12/20 09:21:39
Antwort löschenAlso ich glaube, dass dadurch das er im Gefängnis landet, feststellen muss, dass die Schwarzen genauso sind wie die Weißen bzw. sie im Gefängnis das sagen haben. Er findet zum ersten Mal einen Schwarzen Freund, der ihn am Ende sogar noch vor den schwarzen Mithäftlingen beschützt("hier drin seit ihr Weißen die Nigga), da er sich nicht wehren kann, so wie seine Opfer. Ebenso muss er erfahren, dass die Weißen gar keine "bessere" Rasse ist. Er wird vergewaltigt und sie handeln mit Ausländern. Das hatte ihn ja sehr gestört. Und auch finde ich die Gewalt die von den Nazis ausgeübt viel erschreckender. Sie benutzen ja nicht nur eine physische Gewalt( Bordstein), sondern auch eine psychische Gewalt(Basketballplatz).
Allerdings kann man, wenn man nicht genug aufgeklärt ist, auch eine Sympathie für den jungen Derek bekommen. Er und seine Leute werden in verschiedenen Szenen sehr heroisch. Das zeigt zwar wie die in ihrer eigenen Ideologie, sich als höchste fühlen, kann aber auch auf naive Menschen als erstrebenswert erkannt werden.
Mogus 2012/02/08 05:07:52
Antwort löschenIch kann Baumkopf sehr gut verstehen. Für mich ist der Film, vorallem auch durch den Schluss eher auf der Seite der rechten Szene. Für mich persönlich waren die besten Szenen mit Norton die, in denen er den überzeugten Nazi spielt.
peterpan1 2011/06/30 06:54:10
Kommentar löschenAmerican history X als Meisterwerk zu bezeichnen ist einfach lächerlich.
Der Film ist höchstens gut und mehr nicht.
Außerdem verbringt der Film 70% seiner Zeit in der Gesellschaft von total primitiven Menschen. Es war ein Segen den "gestörten" Narzi-Anführer-Opa zu sehen, der etwas mehr als nur "uga uga" kann.
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J4KOB 2011/10/04 23:36:12
Antwort löschenDanny und Derek sind nicht primitiv, sondern herausragende Schüler!
Schau den Film nochmal und denk mal zur Abwechslung mit, wenn dich das nicht zu sehr überfordert.
gunner123 2011/06/27 18:26:40
Kommentar löschenHart und sehr real. Aber teilweise viel vorhersehbar, vorallem das scheiß Ende!
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Mogus 2012/02/08 05:10:21
Antwort löschenVorhersehbar auf jeden Fall. Aber das Ende hat wohl kaum einer so erwartet.
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