American Splendor

American Splendor (2003), US
Laufzeit 101 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 28.10.2004

admin edit edit group memberships sweep cache
7.5 Kritiker
16 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
537 Bewertungen
25 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Shari Springer Berman und Robert Pulcini, mit Judah Friedlander und Josh Hutcherson

Willkommen in der Welt von Harvey Pekar, dem kauzigen Erfinder eines der beliebtesten US-Comics aller Zeiten: “American Splendor”. Der Film über die True-Life Story des liebenswerten Außenseiters, von Presse und Publikum überschwänglich gefeiert, vereint alle Superlative des amerikanischen Independent Kinos. “American Splendor” taucht ein in Harvey Pekars exzentrisches Universum und verfolgt mit beeindruckender Originalität dessen Lebensweg vom unscheinbaren Comic-Sammler zum Herausgeber des titelgebenden Kultmagazins…

  • 37795279001_1027910704001_10119-thumb-square
  • American Splendor - Bild 10120
  • American Splendor - Bild 10121
  • American Splendor - Bild 10122
  • American Splendor - Bild 10123

Mehr Bilder (7) und Videos (2) zu American Splendor


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: American Splendor

Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
4.5Uninteressant

Die Darstellung Giamattis, die gut ist, aber manchmal zu deutlich darauf hinweist, daß sie gut ist, soll zum Lachen einladen; man fragt sich dann irgendwann, warum man einem solchen Typ überhaupt zusehen soll. Die Szenen rund um Pekars kurzlebiges Engagement als regelmäßiger Gast David Lettermans zeigen Archivmaterial mit dem echten Pekar und dem echten Letterman; der Eklat jedoch, der die beiden auseinander brachte, wird mangels Bildmaterial vom Giamatti und einem "fake" Letterman dargestellt. Irgendwann stellt sich in den Hin und Her ein kompletter Verlust des Interesses ein.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Die in Deutschland völlig unbekannte Comic-Reihe „American Splendor“ bildet das ganz normale Leben noch normalerer Menschen ab. Genauer gesagt: Das Leben von Harvey Pekar. Pekar ist ein unscheinbarer Zeitgenosse, vielleicht ein wenig zynisch und neurotisch, der sein Leben im geregelten Trott eines Archivars im Krankenhaus verbringt. Eines Tages kommt ihm die Idee sein Leben in einem Comic festzuhalten. „American Splendor“ ist ein gutes Beispiel für einen mehr als gelungenen Independent-Film, welcher vom Leben normaler Menschen erzählt. Und das ist es, was diesen Film so besonders macht. Das Leben schreibt halt doch immer wieder die interessantesten Geschichten.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Originelles Biopic, daß geschickt mit filmischen Ebenen spielt sowohl witzige wie tragische Elemente glaubhaft und unsentimental inszeniert.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Schönes Biopic, dass von der Klasse der Graphic Novels trotzdem weit entfernt ist.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (21) — Film: American Splendor

Kommentar schreiben
Sortierung

J!GS4W

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ich bin ein großer Fan von kleineren Independentproduktionen, da es ab und an ja mal vorkommt, dass man brilliante Perlen entdeckt, die das Leben einfach grandios reflektieren. "Lovesong for Bobby Long", "Freak Talks about Sex" und "The WonderBoys" wären Beispiele für Filme, die mich komplett verzaubert haben.
"American Splendor" ist das leider nicht so ganz geglückt, wenn ich auch nicht abstreiten will, dass ich es nachvollziehen kann, wenn einige diesen Film sehr verehren. Giamatti tritt wirklich gekonnt in die Fußstapfen von Harvey Pekar und auch der ganze Stil des Filmes ist sehr detailverliebt. Verbundenheit zu Pekar habe ich aber trotzdem irgendwie nicht gespürt, sodass ich während des Filmes doch ein-zwei mal auf die Uhr geschielt habe. Leicht und ehrlich wird über das Leben authentisch sinniert und das macht der Film ja auch gut, bloß fühlte ich mich einfach nicht angesprochen. Vielleicht bin ich einfach noch zu jung für diesen Film und muss ihm in ein paar Jahren noch einmal eine Chance geben. Das bin ich auf jeden Fall bereit zu wagen.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

stalker

Antwort löschen

Tatsächlich ging es mir beim ersten Sehen ebenso und dann, Jahre später, ganz anders und fast ein Lieblingsfilm, also, gib dem Splendor ne zweite Chance, in ein paar Jahren, der ist sie Wert.


J!GS4W

Antwort löschen

Alles klar, hab die DVD ja hier, dann werde ich die irgendwann noch einmal einlegen ;)


Punsha

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

[...] Durch diesen bizarren, dokumentarischen Stil, das auf den Zuschauer besonders anfangs erfreulich verblüffend wirken dürfte und der passenden Darstellung Giamattis, erlangt man hier sehr leicht Zugang zu einer, trotz seines uninteressanten Auftretens, faszinierenden Persönlichkeit, von deren absurder, komischer Hülle wir immer tiefer in einen sehr menschlichen und ergreifenden Kern gelangen. Wie zwanglos und unbekümmert AMERICAN SPLENDOR immer wieder das Genre wechselt, seinen Stil verändert und den Protagonisten von allen möglichen Seiten unter die Lupe nimmt, verspottet und verehrt, ist bemerkenswert und obendrein noch verdammt unterhaltsam. Jedwede Distanz zum Zuschauer ist spätestens am Ende überwunden, bis einem die Klarheit beherrscht, selten ein so greifbares und persönliches Biopic gesehen zu haben. Ein ungewöhnlicher Film über einen gewöhnlichen Menschen. Normal und doch besonders. Sehr sehenswert!

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Punsha

Antwort löschen

Bitte. :) Och nimm's nicht so schwer. Das kann und wird vermutlich alles mit der Zweitsichtung kommen. Vielleicht nicht gleich drei mehr, aber zumindest eine leichte Annäherung an die gewünschte Größe kann ich mir gut vorstellen. :)


stuforcedyou

Antwort löschen

Weißt du Fan von einem recht unbekannten Film zu sein ist halt "a very complex stuff", deswegen bin ich selbst mit mageren 7,0 noch zufrieden. :)


marcowski

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Wirklich gut gespielt aber wohl nur für echte Fans interessant. Am Anfang störte mich zudem das Auftreten des wahren Harvey Pekar, der dem Film so ein "Making of..."-Charakter verlieh. Die späteren, originalen Letterman-Show-Ausschnitte sind dagegen ein Highlight und werden sehr schön in den Film integriert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

spanky

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Comics, Jazz und Misanthropie klingt nach einer unterhaltsam-erheiternden Mischung, die nach Verfilmung nur so schreit. Das Adjektiv "trist" ist für das Leben von Harvey Pekar oft nur Untertreibung und so hält der Film auch einige nachdenklich trübe Momente vor. Aber genau diese Gratwanderung zwischen Humor und Scheitern beschreitet Giamatti im Einklang mit dem originellen Buch bravourös und könnte nicht besser besetzt sein für einen nörgelnden Nobody wie diesen hier.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ElMagico

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Seit Jahren nicht gesehen und ich weiss es gerade nicht: Ist es Reife, die mir den Film heute noch näher brachte? Ich fand ihn damals gut, keine Frage...aber gerade eben bin ich davon übereugt dass er das ist. Warum dem so ist, will sich aber nicht klar abzeichnen. Genauso wenig wie man "American Splendor" irgendeinem Genre mit Gewissheit zuweisen könnte.
Denn auf dem Papier hört sich dieser Mix aus echtem Harvey Pekar, gespieltem Harvey Pekar, gezeichnetem Harvey Pekar und sogar der Theaterrolle Harvey Pekar in einem Film der eben Comic-Szenen mit einem Biopic vermischt, in dem es aber auch immer wieder dokumentarische Elemente gibt...ja, dieser krude Mix hört sich sicherlich sehr abenteuerlich an. Aber...der Film funktioniert herrvoragend. Harvey Pekar sei Dank. Denn auch wenn er auch manchmal ein Egomane ist, wirklich Ernst hat er sich anscheinend nie wirklich genommen und eigentlich muss man diesem Satz auch ein kleines Leider einfügen. Denn was für sein Dasein als Mensch sicherlich oft qualvolle und selbstzerstörerische Auswirkungen hatte, bewahrt den Film davor, ein kunterbunte-Comic-Show zu sein. "American Splendor" spielt jedoch nur sehr dezent mit seinem verschiedenen Elementen, rückt den Fokus nur vordergründig auf Harey Pekar. Hauptdarsteller dieses Films ist für mich das Leben, auch genannt Schicksal. Diesmal ist jedoch etwas grauere Seite des Ganzen der Star, die Seite, die man allzu oft als zu traurig und dunkel abstempelt. Co-Star Harvey Pekar zeigt uns aber, das selbst ein Pessimist vor dem Herrn wie er, darin immer noch etwas lebenswertes darin zu finden ist.
Und so weit die Figur des Harvey Pekars auch davon entfernt ist Everybodys Darling zu sein, so gerne verfolgt man ihm doch auf seiner Geschichte seines Lebens. Fernab von irgendwelcher Action oder Hektik zeigt er uns einen Lebensweg gepflastert von all den Schicksalsschlägen und Problemen, von denen Hollywood meist denkt, sie wären zu banal oder depremierend für uns. Und sicherlich ist manches hier wirklich banal, aber es ist echt. Harvey Pekar ist nichts anderes als eine Everyday normal guy, dessen Leben zufällig auch einen Comic darstellt. Aber auch dieses stinknormale Leben scheint einen Film füllen zu können...einen guten Film, einen berührenden und gleichzeitig intelligenten Film. Und man ergötzt sich nicht an den Miseren, man erfreut sich nicht an Rückschlägen oder am Leid, wie man es doch oft bei Hollywood-Abziehbildern tut. Harvey Pekar ist einer von uns, man kennt ihn. Man kennt seine Probleme und seine Gefühle.
Dargestellt wird dieser Mann, zumindest im Biopic-Teil des Films von Paul Giamatti und man kann sich im Nachhinein niemand anderes in dieser Rolle vorstellen. Wobei einem der echte Harvey Pekar noch ein ganzes Stückchen mehr ans Herz wächst.
Sehr empfehlenswert und wohl einmalig in seiner Mischung aus experimenteller Erzählweise, inhaltlichem Anspruch und visuellen Spielereien. Und dazu noch eine Tonne voller Gefühlen, Weisheiten und echtem, realem Leben.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

stuforcedyou

Antwort löschen

Schöner Kommentar zu einem meiner absoluten Lieblingsfilms. Ich schau ihn mir immer an Silvester an und muss gestehen, dass es jedes Jahr ein neues Seh-Erlebnis ist.


ElMagico

Antwort löschen

Vielleicht hab ich ja recht und durch jedes Jahr Lebenserfahrung wächst dieser Film mit ;) Aber im Ernst: fernab von all dem drumherum ist er einfach ein Film, der einen immer auf den Boden zurüchholt, ohne zu negativ zu sein.


sitzdisko

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

dieser film ist sowas von großartig...

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Arakune

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein ganz wunderbar unaufgeregter Film, der hier von HBO produziert wurde (die ja schon für die ein oder andere Qualitäts-Serie verantwortlich sind) und Paul Giamatti endlich die schon längst fällige Hauptrolle bescherte. In schon richtig comicmäßig anmutenden Szenen wird hier das Leben des Harvey Pekar präsentiert und mit allem nötigen Respekt behandelt, ohne effekthascherisch oder übertrieben zu wirken. Hierbei könnte man schon fast von einer Comic-Biopic-Verfilmung sprechen, denn nichts anderes waren seine Comics ja im Grunde.
Vom Film "The Revenge of the Nerds", der nur in einem 4 Stunden weit entferneten Kino läuft, interessanten inszenatorischen Gimmicks, die einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen gewähren, und dem Schöpfer von "Fritz the Cat" - "American Splendor" ist ein Fest für jeden Comic-Liebhaber und bekennenden Außenseiter; und absolut bewegend noch dazu. Am Ende kann man sich sicher sein, in gewisser Weise am Leben eines kleinen, ganz großen Mannes teilgenommen zu haben, der sich, so hoffnungslos auch alles schien, letztendlich doch von nichts beirren ließ. Und dafür sollte man ihn bewundern.

Nachtrag: Erst eben habe ich zufällig gelesen, dass er im Juli vergangenen Jahres tragischerweise verstarb. Dieser Umstand stimmt mich dank dieses liebenswerten, originellen Biopics jetzt nun noch umso trauriger. Mit ihm hat die Comicszene nicht nur einen bewundernswerten Künstler verloren, sondern auch einen zutiefst missverstandenen und wunderbaren Menschen. Gott hab ihn selig.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

„An ordinary live, is a very complex stuff.“
Harvey Pekar

Den Film von Robert Pulcini und Shari Springer Berman sah ich zum ersten Mal in einem kleinen Kino, in denen normalerweise Cineasten verkehren die Leute wie mich gerne als „Sklaven des Mainstream-Kinos“ und sich selbst als „cinephile Bourgeoise“ bezeichnen. Ich hatte drei Auswahlmöglichkeiten: Eine belgische Dokumentation (OmU), „American Splendor“ oder die Heimfahrt mit Bus und Bahn. Ich wählte die Mitte. Ich wählte Kinosaal 2 für 5€. Auf den Erwerb eines Getränks verzichtete ich. Es hätte wahrscheinlich eh nur Merlot, Chianti oder Absinth gegeben. Was dann in Kino 2 geschah war folgendes: Ich verliebte mich in den Film. Ich fand ihn einfach amüsant, bewegend, kreativ, lebensnah, ehrlich, verspielt, grandios gespielt, einfühlsam, anders und – die cinephile Bourgeoise möge mir verzeihen – unterhaltsam. Es war cineastische Liebe auf dem ersten Blick.

Gleich zu Beginn konnte der Film bei mir voll punkten. Die erste Szene mit den jungen Harvey Pekar, umgeben von (als Superhelden verkleideten!) Nachbarskindern ist gewiss keine humoristische Mammut-Explosion, aber ein verdammt netter Schmunzler. Die erste Szene gibt darüber hinaus den (jazzigen) Takt des Filmes vor. Ich hege daher die These, dass wenn jemand die ersten zwei Minuten des Films gut fand auch die restlichen 99 mögen wird.

Der Film, der in Sundance prämiert wurde, ist einer der ganz wenigen Werke, die es schaffen mich jedes Mal von neuen zu begeistern. Ein Clou des Films, ist es z.B., das der echte Harvey Pekar immer wieder zu Wort meldet. Was nervig sein könnte entpuppt sich als Motor für diverse grandiose Brüche, bzw. Handlungspausen in der Inszenierung. Während in einer Szene der gespielte Harvey mit seinem Geistigbehinderten Kollegen Toby kurz über Jelly Beans philosophiert, führen der echte Pekar und der echte Toby diesen Diskurs nach Beendigung der Szene einfach weiter. Das wirkt nicht aufgesetzt, das wirkt erfrischend anders und ist darüber hinaus äußerst humoresk. Film imitiert Leben, so sagt man. Beim „Splendor“ funktioniert es auch anders herum.

Das Spiel mit Realität und Film bewerkstelligt „American Splendor“ einfach grandios. Das Zentrum bleibt aber Harvey Pekar. Wobei sich im Laufe der Zeit Joyce Brabner zu ihm gesellt. Brabner wird bald Harveys vierte Frau und sie wird bei ihm bleiben. Das Kennen lernen sowie Harveys Heiratsantrag sind dabei so wunderbar verschroben, sleazy und (im besten Sinne) unromantisch, dass „American Splendor“ für mich auch einer der besten Liebesfilme ist die ich kenne. Epische Emotionen? Langes Hin und Her? Forget it. Alleine Harveys Begrüßung, wenn er Joyce zum ersten Mal gegenübersteht, ist schlichtweg sensationell und würde so mancher RomCom gut tun.

Wieso ist „American Splendor“ nun aber einer meiner absoluten Lieblingsfilme?

Liegt es daran, weil ich ihm im Kunstkinokeller gesehen habe? Lag es an den phänomenalen Hauptdarstellern Paul Giamatti und Hope Davis? Lag es am Jazz-Soundtrack? An der Kombination aus Echt und Gespielt? Vielleicht liegt es einfach nur daran, weil ich Harvey sympathisch finde, weil wir im Grunde nicht wirklich wissen was das Leben von uns will? Um ehrlich zu sein, so genau weiß ich das nicht. Will ich aber auch gar nicht. Ich weiß nur eines: Ich liebe diesen Film. Seitdem ich ihn mir auf DVD zulegte, habe ich den Brauch ihn an Silvester zu sehen. Meistens zweimal. Einmal nüchtern und einmal und fünf Uhr früh mit beschwippten Synapsen – Harveys Monolog gegen Ende weckt dann immer den Hobby-Philosophen in mir.

Ich habe mich lange davor gedrückt einen Kommentar zu diesem Film zu schreiben. Ich hätte mir eine Checkliste machen können von Themen die ich abarbeiten könnte: Die Darsteller, Pekars Auftritte bei David Letterman, Pekars Tod in diesem Sommer, die Jazzmusik, Infos zu Robert Crumb, usw. Hab ich am Ende aber nicht getan. Warum? Weil es nicht funktioniert hätte, weil die Aussage dieses Kommentars im Grunde simpel ist: DAS IST MEIN FILM. Ich war nicht an seiner Entstehung beteiligt, aber es ist trotzdem mein Film. Dieser Film, dass weiß ich einfach, wird mich für mein restliches Leben begleiten, oder wie ich in einer sensationellen „Arizona Deam“-Kritik lesen durfte: >> Manche Filme sind Meilensteine. Vielleicht nicht für die Geschichte des Films – aber für die Filmgeschichte Deines Lebens. <<. Tut mir leid, dass ich geklaut habe, aber einen ganz normalen Kommentar zu deinem Lieblingsfilm zu schreiben ist eine echt komplizierte Sache. In diesem Sinne.

LG stu

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

mikkean

Antwort löschen

Wow, weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Außer vielleicht signed und das ist der einzig wahre Kommentar zu diesem Meisterwerk. Bravo :)


stuforcedyou

Antwort löschen

thx


tom777

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Harvey Pekar´s Lebensgeschichte mag die eines Amerikanischen Originals sein ist aber keineswegs interessant oder spannend genug um einen ganzen Spielfilm befriedigend auszufüllen.
Paul Giamatti spielt hervorragend und holt mehr aus der Figur heraus als überhaupt in ihr steckt,auch die geschickte Mischung der filmischen Ebenen zwischen dem realen,inzwischen leider bereits verstorbenen Pekar und Giamatti sowie das Comicartige Styling überzeugen,können aber nicht über die Längen dieses eigenwilligen Biopics hinwegtäuschen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Miike

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

My name is Harvey Pekar, i am not a Superhero. Ein Satz der sich durch sein ganzes Leben gezogen hat. Ein guter Film über den Comicauthor Harvey Pekar der sein nun sagen wir mal eher bescheidenes Leben in seinen Comics verewigt hat. Muss zugeben dass ich von den selbigen nur am Rande etwas mitbekommen habe.(im Zuge von Robert Crumb der ja auch die Zeichnungen für Pekar übernahm). Auch ohne wirklich das Hintergrundwissen zu haben, war der Film witzig, besonders dank der schrulligen, depressiven Art von Pekar selbst und von Giamatti der diese Art in seinem Spiel, gut einfangen konnte . Definitiv einer der sehenswerteren Biopics.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

abalahamma

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Der Alltagsheld schlechthin in einem außergewöhnlichen Film, der das gewöhnliche Leben eines Durchschnittbürgers zeigt, mit seinen Höhen und Tiefen.
Der Film ist wie der graue Alltag, und genau deswegen einfach in Teilen zu langatmig und stellenweise schlicht langweilig.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kanaldrache

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein mir sehr sympathischer Film und wie die Anzahl der Kommentare zeigt , hat er scheinbar bisjetzt viel zu wenig Aufmerksamkeit erfahren .

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

willy50

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Splendid !

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JoeShoe

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wunderbarer, trauriger, witziger Film mit einem liebenswerten Paul Giamatti als depremierter Harvey Pekar und einem noch liebenswerteren Harvey Pekar als Harvey Pekar. Das ganze Leben ist ein Comic.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

doctorgonzo

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Großartiger Film über einen wirklich interessanten Typ, der hier auch toll von Paul Giamatti gespielt wird. Dieser herrliche beobachtende Humor und die Wiederentdeckung der eigenen Schadenfreude ist wunderbar. Die Warnung am Anfang des Filmes hat mich zusätzlich sehr erfreut. Thumbs up.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Lee

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Richtig toller Looser Film, der das Leben des eigenartigen "Helden" Harvey Pekar zeigt. Besonders die Rolle des Nerds Tobi find ich super, der dann auch Held wird in dem bei Mtv zusehen ist. Sehr zu empfehlen der Film! Aber Vorsicht! Hollywood Freunde werden auch am Anfang des Filmes direkt gewarnt das es sich nicht um so ein gewöhnlichen Mist handelt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

patcharisma

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Mit Anlaufschwierigkeiten kommt das Biopic mit Einzug der tollen Hope Davis ("About Schmidt") richtig in Fahrt, aber dann scheint es wieder arg zusammengekürzt. Irgendwie merkwürdig.

Trotzdem aber sehenswert vorallem dank des detaillverliebten Editings.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MartinAusBerlin

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Ich kann mich der Euphorie leider nicht anschließen. Vielleicht fehlt mir Hintergrundwissen oder ich war grad einfach in schlechter Stimmung, als ich den Film gesehen hab.
Ansich schon gut erzählt. Das Comic-Element hat mir auch sehr gut gefallen, aber insgesamt war es mir etwas zu trocken.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

feininger75

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Stranger Film: Giamatti als Zeichentrick Alter Ego. Sehenswert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kraizee

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Biopic und Comicverfilmung in einem.

Der autobiographische Comic von Harvey Pekar (gespielt von Paul Giamatti) dient als Vorlage für einen Film der etwas anderen Art. Sowohl eine Verschmezung von Comic und Film wird gezeichnet, als auch eine dokumentarische Ebene mit Interviews und Texten des orginalen Hervey Pekars.

Toller Film, sehr zu empfehlen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch