An American Crime

An American Crime (2007), US
Laufzeit 89 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Drama

7.2 Kritiker
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5 Community
666 Bewertungen
78 Kommentare
An American Crime - Bild 4574
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von Tommy O'Haver, mit Ellen Page und Hayley McFarland

Im Jahr 1965 werden die Teenager-Geschwister Sylvia (Ellen Page) und Jenny (Hayley McFarland) Likens für 20 Dollar pro Woche in die Obhut der alleinerziehenden Mutter Gertrude Baniszewski (Catherine Keener) gegeben, da die Eltern der Mädchen als Schausteller von einem Jahrmarkt zum nächsten ziehen und die Mädchen nicht dabei sein können. Die Baniszewskis leiden finanzielle Not, Getrude dazu noch an Asthma und unter der Hörigkeit zu ihrem neuen Freund (James Franco), der Getrude ausnimmt, wo er kann. Getrude ist schon von ihren sechs Kindern überfordert, nach Ankunft der zwei Schwestern wird die Situation immer unerträglicher. Ihren Frust lässt Getrude nun immer mehr an Sylvia aus, zunächst mit Schlägen durch einen Gürtel, später werden die Bestrafungen immer grausamer und Sylvia wird in den Keller gesperrt, wo sie von Getrude, ihren Kindern und den Nachbarskindern gequält und gedemütigt wird. Zu allem Übel verlängern ihre Eltern auch noch ihren Jahrmarktaufenthalt – und Sylvia wird immer schwächer.

Das Drama An American Crime des Regisseurs Tommy O’Haver beruht auf einer wahren Begebenheit, welche sich im Sommer und Herbst des Jahres 1965 in Indianapolis zugetragen hat. Tommy O’Haver schrieb das Drehbuch zusammen mit Irene Turner nach den original Gerichtsakten. Obwohl Catherine Keener die Rolle der labilen Gertrude zunächst ablehnte, nahm sie die Rolle wenig später doch an, weil die Geschichte um Sylvia sie nicht mehr losgelassen hatte. Offenbar eine gute Entscheidung, denn für ihren Part wurde Catherine Keener 2008 und 2009 mit einer Emmy- und Golden Globe-Nominierung geehrt. An American Crime nahm der Autor Jack Ketchum zum Anlass, seinen Roman Evil (Originaltitel: The Girl next Door) zu schreiben, der die Geschichte eines gefolterten Mädchens aus der Ich-Perspektive erzählt. Der Roman wurde wiederum 2007 unter dem Titel Evil von Gregory Wilson verfilmt. (GP)

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Kritiken (5) — Film: An American Crime

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Es liegt ein generelles Missverständnis der "Saw"-Regisseure und jedweder anderen Gruppierung vor, wenn sie denken, Angst lasse sich aus Unmengen an Blut destillieren und psysischer Schock aus physischen Gewaltexzessen. "An American Crime" ist schlauer, packt das Publikum dort, wo es am empfindlichsten reagiert: der nachgestellten Realität, der Suggestionskraft, manipuliertes, subtiles Kopfkino, das, was man sich in Gedanken zusammeninszeniert, ohne dass der Regisseur die ausformulierte Skizze auf den Tisch knallt. Das ist schwieriger und herausfordernder, aber wirkungsvoller, vielleicht auch ein bisschen sadistischer im Umgang mit dem Zuschauer. Mancherorts ist "An American Crime" tatsächlich unerträglich, unerträglich böse, unerträglich schmerzvoll, vor allem da es sich um eine wahre Geschichte handelt, zum Wegschauen, aber dann wieder zum Hinschauen, weil man hinschauen muss, zum Hinschauen gezwungen wird, weil das Ausmaß und die Unerklärlichkeit…

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

Timo K.

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Vielen Dank! :)


Rocky22

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Besser hätte ich den Film nicht wiedergeben können!!!


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

In den Hauptrollen glänzen die meist verstörend passiv leidende Ellen Page und die unheimlich einschüchternde Catherine Keener. Der Film ist jedoch nicht zuletzt wegen der nüchternen Schilderung der Ereignisse erschreckend, durch die die scheinbare Ausweglosigkeit der Situation beinahe nachvollziehbar wird.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

al-x: blog:x - Royal with cheese

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8.0Ausgezeichnet

Ich bin sprachlos, schockiert!

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Stryke: inderzange.de

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7.5Sehenswert

Schockierender Film, vorallem die Erkenntnis von den viele Mitwissern und Mittätern. Großartig gespielt und gedreht. Empfehlenswert !

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alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

Endlich ein Lichtblick auf dem diesjährigen und bisher mehr als enttäuschenden Fantasy Filmfest! Allen "Saw", "Hostel" und andere Blutgeier, die das Genre Horror mit dem maßlosen Auskippen von Kunstblut und Plastikgedärmen verwechseln, sei dieser Kleinstadt-Horror, der Grundzüge einer wahren Begebenheit aus den 1960er aufgreift, empfohlen. Die Intensität der Tat, die Hilflosigkeit und gleichzeitige Begeisterung an der Folter auf Seiten der Jugendlichen und Kinder ist manchmal nur schwer zu ertragen. Catherine Keener als gestörte Hausmama Gertrude Baniszewski rangiert in der Kategorie "Bösester Filmdrache aller Zeiten" gleich hinter Mildred Ratched, der fiesen Stationsschwester aus "Einer flog über's Kuckucksnest".

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Kommentare (73) — Film: An American Crime

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NashBender

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Bewertung9.0Herausragend

Der Abspann läuft und man denkt sich:
"Puh, zum Glück ist das nur ein Film!"

Doch im nächsten Moment klopft ein leiser Gedanke an und erinnert dich:
"Nach einer wahren Begebenheit..."

Da fragt man sich doch immer wieder was Mensch dazu bewegt so unmenschlich zu handeln...

Im diesem Film wird sehr anschaulich gezeigt wohin soziale sowie charakterliche Mängel führen können und ist gleichzeitig auch eine Kritik an der Gesellschaft, die durch ihre immer größer werdende Gleichgültigkeit dem anderen gegenüber solche Extreme produziert.
Dadurch soll natürlich eine solche Tat nicht gerechtfertigt werden, da es immernoch ein Gewissen in Jedem von uns gibt.
Aber kein Mensch wird bösartig geboren!
Wir alle sind die Summe unserer Erfahrungen und wenn auch eigenständige Individuen so doch von der Gesellschaft in gewisser Weise abhängig.

Zum Film:
Catherine Keener, die die Rolle als Gertrude Banieszewski ja zunächst abgelehnt hatte, ist meines Erachtens ideal besetzt. Sie verkörpert diese fragile, körperlich wie geistig ausgebrannte Frau mit einer solchen Intensität dass man doch schon ein bisschen Angst vor ihr bekommen könnte.
Auch an den übrigen Darstellern gibt es rein gar nichts auszusetzen. Alle fühlen sich gut in ihre jeweiligen Rollen ein und man hat das Gefühl dieser Tragödie tatsächlich eben beigewohnt zu haben.

*ACHTUNG SPOILER*
Ein kleiner Wermutstropfen ist aber die Offstimme von Sylvia. Es wirkt schon etwas befremdlich wenn, eine zu dem Zeitpunkt schon Tote, die Geschichte erzählt.
Aber das nur am Rande...

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loveissuicide

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sehr, sehr unangenehm... Es ist gut, wenn derartige Filme gemacht werden, sie verdeutlichen, dass das Böse jederzeit und überall hervorbrechen kann. Als Unterhaltung kann man diesen Film aber auf keinen Fall bezeichnen, dafür ist er einfach zu realistisch, nicht nur wegen der wahren Begebenheit. Überhaupt: dass sich die Ereignisse tatsächlich so abgespielt haben, ist nur das perverse I-Tüpfelchen, denn auch ohne den Realitätsbezug wäre "An American Crime" fast schon zu harter Tobak. Was mir im Vergleich zu "The Girl next door" am besten gefallen hat, ist die hervorragende Charakterzeichnung vor allem der überforderten Mutter. Dieser Aspekt fehlt in ersterem fast völlig. Hier ist Gertrude eine ganz offensichtlich überforderte depressive Person, der schön langsam alles über den Kopf wächst. Und sie erwartet von ihren Kindern blinden Gehorsam, den sie auch eindrucksvoll bekommt. Auch die beiden Schwestern Silvia und Jenny können dieser Autorität nichts entgegenstellen.
"An American Crime" schmerzt, schmerzt extrem, viel mehr, als sämtliche Folterfilme der Gegenwart in der Lage sind.

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Kreaexo

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Bewertung10.0Herausragend

Sammle dich, Kreaexo! Sammle dich und sortier deine Gedanken!
Du schaffst das schon. Los, mach! Über "An American Crime" muss man einen eindringlichen Kommentar schreiben. Natürlich kann dieser dem Film höchstens im geringen Maße gerecht werden. Denn das, was einem hier geboten wird, das weißt du genau so gut wie ich, ist mit das Beste und gleichzeitig Erschütterndste, was du jemals in deinem ganzen Leben gesehen hast. Also leg los!

[Doch selbst nach diesem kurzen Text, der mehr zur Selbstermutigung beitragen soll, saß ich noch minutenlang regungslos auf meinem Stuhl, die Hände in den Schoß gelegt und lauschte den Klängen des DVD-Hauptmenüs, um mich dann doch dafür zu entscheiden, eine Nacht drüber zu schlafen, da ich immer noch viel zu aufgewühlt war - was ist bloß los mit mir?]

Verzweiflung. Pure Verzweiflung gepaart mit Angst.
Das ist es, was dem Zuschauer in den ersten 20 Minuten entgegenweht. Doch nicht nur er merkt, dass sich diese ungute Mischung schnell in Hass umgewandelt hat.
Hass auf die Welt, Hass auf die Lebensbedingungen, Hass auf das soziale Umfeld ... Abgrundtiefer Hass auf Sylvia Likens.
Warum konzentriert sich die geballte Ladung auf ein Mädchen? Das ist eigentlich recht einfach zu erklären, da es mit der Psychologie des Menschen zusammenhängt. Lieber verdrängt man die schlechte Situation und macht stattdessen eine Person dafür verantwortlich. Genau das ist auch hier geschehen: „Seit dieses Mädchen ins Haus gekommen ist, gibt es nur Probleme bei uns.“ Dass die Probleme schon vorher da waren nimmt man im Nachhinein nicht mehr wahr oder man hat es vergessen.
Ein wichtiger Faktor, welcher das Wesen des Menschen bestimmt ist Angst. Gertrude Baniszewski weiß das und hat es geschafft, ihre Kinder durch perfide Mittel das Fürchten zu lehren um sie zu züchtigen. Das geht so weit, bis selbst ihre Kinder jemanden benötigen, auf den sie einprügeln können, um sich selbst besser zu fühlen. Bis hierhin ist es zwar hässlich, dreckig und verabscheuungswürdig, aber noch nicht das Schlimmste an der Geschichte. Die Reaktion der Nachbarn, die die Schreie von Sylvia zwar hören, aber nichts unternehmen und nur ein „Wir sollten uns da am besten raushalten.“ äußern, ist mindestens genauso schrecklich, wie die Aktionen der Nachbarskinder, die das Martyrium von Gertrude unterstützen und durch Peinigungen steigern.

„Keine Sorge Jennie, Mama erzieht sie nur.“
"An American Crime" ist kein normales Drama, sondern ein eindrucksvolles Portrait der Grausamkeit.
So perfekt gespielt, dass das Gesehene an meinen eigenen Nerven zerrte und ich bei gut einer Stunde eine kurze Pause einlegen musste, um das Zurückliegende zu verarbeiten und um mich auf das Kommende vorzubereiten. Astreiner Psychoterror, der betroffen macht.

Das komplette Ensemble brilliert. Jeder für sich in seiner Rolle. Darum wage ich es auch nicht irgendjemanden hervorzuheben. Denn hier kommt es auf das Gesamtwerk an. Dieses erweckte in mir Aggressionen, die ich zuletzt während der Sichtung von "Dogville" empfand. Doch hier war der Hass auf die Peiniger, den ich fühlte, viel intensiver. Das liegt vor allem daran, dass "An American Crime" auf wahren Begebenheiten beruht. Man mag es kaum glauben.
Doch nicht nur die Schauspieler, sondern auch die nostalgische Atmosphäre, das Setting, die ruhige Kameraarbeit und ganz besonders der Score waren dafür verantwortlich. Mich drängt es schon fast zu schreiben, dass der Score das Beste an dem Film ist. Da dieser das Geschehen nur ruhig, subtil unterstreicht und eine angsteinflößende Wirkung hat.
Nicht jeder Film hat einen so hohen Einfluss auf die Gefühlslage des Betrachters. So etwas muss man erst einmal schaffen. Beängstigend, wie spielerisch es den Machern hier gelingt, dem Zuschauer ganz ohne Effekte und nur mit den nötigsten Mitteln, psychisch niederzuschlagen.

Fazit: "An American Crime" ist nichts für jeden und sehr harter Stoff. Wenn man sich auf das Geschehen einlässt, hat dieser Film auf den Betrachter eine riesige und niederschmetternde Wirkung. So gewaltig, dass zum Ende hin wahrlich kein Auge trocken bleibt.

„Hat dir irgendjemand befohlen Sylvia zu schlagen?
- ‚Nein, Sir.‘
Oder sie zu fesseln?
- ‚Nein, Sir.‘
Und abzuspritzen?
- ‚Nein, Sir.‘
Wieso hast du es dann getan?“
- ‚Ich weiß es nicht, Sir.‘
- ‚Ich weiß es nicht, Sir.‘
- ‚Ich weiß es nicht, Sir.‘

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

JohnnyKee

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@fk: Gutes Argument :D Aber schon allein der Trailer von dem Film macht mich verdammt depressiv und traurig. Hard Stuff!^^


Kreaexo

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Danke, horro. :)
@ JohnnyKee: Kann ich nur verstehen. Warte am Besten noch 1-2 Jahre. :D


Hanno Jones

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vorgemerkt

also evil ist der einzige film, nach dem mir noch tage wenn nicht sogar wochen danach schlecht gewesen ist ...
inwiefern ist der hier lohnens- bzw. meidenswerter?^^

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Hanno Jones

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danke für die schnelle antwort :)
dann werd ich ihn mir doch mal angucken ...


Punsha

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*unterschreib*


razcal

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Bewertung4.0Uninteressant

also ich muss sagen dagegen is evil in jedem packender, vielleicht is die message am ende das was überzeugt aber der hier hat bei weitem mehr längen

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neenchen

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein schockierendes Thema, über das ich bisher noch nicht allzu viele Filme gesehen habe. Die Verfilmung zeigt den extremsten Fall von Machtmissbrauch einer Pflegemutter und möchte den Zuschauer für dieses Thema sensibilisieren. Ellen Page stellt mit starker physischer Präsenz die Leidende dar und ihre Hilflosigkeit ist förmlich spürbar. Das Verhalten aller Personen ruft Unverständnis und Unbehagen hervor und soll zum Nachdenken anregen. Es ist O’Haver ein dramatischer und empfehlenswerter Film gelungen.

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horro

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wichtiger Film über ein schreckliches Ereignis und dessen Aufarbeitung. Welche Abgründe sich in uns Menschen verbergen wurde ja schön öfters behandelt. Hier wird aber anhand eines realen Ereignisses gezeigt, wie unsere Gesellschaft mit so einem Fall umgeht und diesen verarbeitet. Trotz der heftigen und überaus schockierenden Geschehnisse verzichtet der Film grösstenteils auf effekthascherische Szenen und beschreibt dafür recht minuziös und ausgezeichnet durch die Schauspieler verkörpert die Innenwelt und die Konstellation der einzelnen Beteiligten. Die Geschichte geht einem ziemlich an die Nieren und dies, wie schon erwähnt, nicht weil hier besonders grausame Details oder perverse Folterpraktiken gezeigt werden, sondern weil das Ganze wirklich so geschehen ist. Die Tatsache, dass hier alles so passiert ist, vielleicht auch ohne das Wissen anderer laufend irgendwo passiert und immer wieder in der Art geschehen könnte, nimmt den Zuschauer besonders mit. Der Begriff "white trash" erhält hier ein richtiges Gesicht und es wird eine stimmige Erzählatmosphäre geschaffen, um sich in das soziale Umfeld dieser untersten Mittelschicht hinein zu versetzen. Wie kranke Dinge plötzlich eskalieren können und in einer schrecklichen, alles verschlingenden Spirale enden ist nicht neu, aber hier drastisch und beeindruckend dargestellt. Vermutlich hab ich mich jetzt ständig wiederholt; ein Zeichen dafür, dass mich der Film doch recht mitgenommen hat.

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horro

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Kann ich verstehen Pat ... der Film hat aber eigentlich sehr wenig mit Lust zu tun, es ist viel mehr eine Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema, das gerade bei den Amerikanern wie die Pest gemieden wird. Also jeden Tag würd ich mir so einen Film auch nicht antun.


patcharisma

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Ebä gäll halt.... ;-)


whiteLilian

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Bewertung7.5Sehenswert

Ellen Page zeigt mir immer mehr, was für eine großartige Schauspielerin sie eigentlich ist.
Ich muss zugeben, dass der Film "nur" eine 7,5 von mir bekommt, weil ich zuvor "Aurore" gesehen habe und der mich einfach mehr berührt hat.
Der Film zeigt eine Mischung aus Lügen, Missverständnissen und Überforderung alles geschen kann.
Die Tatsache, dass jeder im Zeugenstand saß und nicht mal begründen konnte, wieso der/diejenige die Sachen getan hat, zeigt mal wieder wie schwach Menschen sind.
Auf jeden Fall wird man mit dem Gefühl von Hass auf alle zurückgelassen.
Auf Gertrude, ihre Kinder, die Nachbarn, und auch auf die Eltern.
Denn wer kommt schon auf die Idee seine Kinder bei einer fremden Person zu lassen?

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Roka586

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Bewertung10.0Herausragend

Ich kann mich kaum daran erinnern, dass mich ein Film derart bestürzt und schockiert hätte, wie "An American Crime" es getan hat. Es gibt Fälle, die so schrecklich und unfassbar sind, dass sie eigentlich nicht war sein dürften und die es schwer machen noch irgendeine Erklärung für das Handeln der Täter zu finden. Dieser Fall gehört sicherlich dazu.
Die Verfilmung eines solchen Verbrechens ist daher äußerst schwierig. Mir gefällt sie in diesem Fall jedoch ausgesprochen gut.
Zunächst einmal lässt der Film die volle Dimension des Martyriums von Sylvia Likens nur erahnen. Längst nicht alles, was sie erleiden musste, wird in dem Film auch dargestellt. Und das ist auch gut so. Denn nicht jede Einzelheit eines Gewaltverbrechens muss wirklich geschildert werden, um Fassungslosigkeit auszulösen und sich das Ausmaß der Grausamkeit vorstellen zu können. Der Film kommt ohne allzu großes Blutvergießen und übermäßig intensive Gewaltdarstellung aus. So verhindert der Regiesseur ein Abdriften in einen Voyeurismus der Gewalt.
Weiterhin verbiegt sich der Film nicht durch eine krampfhafte Suche nach Motiven für die Tat. Er nimmt sich Zeit für die Vorgeschichte, schildert Prinzipen und Beweggründe für das Verhalten der Personen und zeigt gruppendynamische und zeitgeschichtliche Prozesse auf, welche Außenstehende zur Teilnahme und andere zum Ignorieren von Anzeichen veranlasst haben. Dabei geht er jedoch nicht so weit dem Zuschauer eine "richtige" Interpretation vorzugeben, sondern lässt ihm die Freiheit das Verhalten der Personen nach eigenen Maßstäben und Gewichtungen zu beurteilen. Gerade weil die Ursachen eines solchen Verbrechens schwer zu fassen sind, vermag diese Herangehensweise zu überzeugen.
Schließlich sorgen auch die starken schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Catherine Keener und Ellen Page, für eine authentische Umsetzung und fesseln den Zuschauer über die gesamte Spielzeit des Films.
"An American Crime" ist ein Film über die Abgründe menschlichen Handelns. Er liefert einen Alptraum, der phasenweise fast unerträglich wird. Dank der starken Umsetzung ist er jedoch absolut empfehlenswert, soweit man sich an die Verfilmung eines derart schrecklichen Verbrechens herantraut.

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Mr. Goodkat

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Bewertung9.0Herausragend

Wie uns unser aller Lieblingshobby gelehrt hat, gibt es in den filmischen Untiefen der Geschichte unzählige Filme verschiedenster Art, Filme mit unterschiedlichen Absichten, von denen jeder einzelne andere Ansprüche erhebt: Der eine ist darauf aus, den Zuschauer ohne jeglichen Tiefgang zu unterhalten, andere wiederum sind reine Filmkunst, die dem Betrachter möglichst viel Freiraum zur Interpretation lassen wollen. Dann gibt es Filme, die den Zuschauer bewegen möchten, indem sie bestimmte Emotionen wie Freude, aber auch Wut, Ärger, Mitleid etc. provozieren. Zu dieser Kategorie gehört "An American Crime". Der Film erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von Sylvia Likens, die in den 60er Jahren von der psychisch labilen Gertrude Baniszewski, die sich vorübergehend um Sylvia und ihre Schwester gekümmert hat, zu Tode gequält wurde. Die Handlung gliedert sich grob in zwei Stränge: Der erste Handlungsstrang zeigt die Gerichtsverhandlung, bei der jeder der an dem Verbrechen beteiligten Personen vom Anwalt der Anklage befragt wird. Im konstanten Wechsel mit dem Ersten, erzählt der zweite Handlungsstrang die Geschehnisse beginnend mit der Ankunft Sylvias und ihrer Schwester in dem Ort nach. "An American Crime" zeigt ohne Anzeichen irgendeiner Sensationsgier, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind. Menschen die nicht durch abartiges Verhalten in ihrem Umfeld auffallen, sondern gewöhnliche Personen, die eigenen Nachbarn, Familienmenschen mit Kindern, so wie Gertrude Baniszewski. Im Film werden nicht alle Grausamkeiten angesprochen, die das Mädchen durchleiden musste, was ich auch sehr gut fand. Es muss nicht (um nochmal die Sensationsgier zu erwähnen) jede einzelne Horrorvision bis ins kleinste Detail dargestellt werden, um irgendwelche voyeuristischen Triebe beim Zuschauer zu befriedigen; eine bloße Andeutung ist vollkommen ausreichend und ist zudem ein wichtiger Faktor für die Kontinuität der wirklich bedrückenden Atmosphäre. Die Darsteller der Protagonistinnen, Ellen Page (Sylvia) und Catherine Keener, spielen ihre Rollen extrem überzeugend, vorallem Zweitere überzeugt dermaßen als krankhaft gestörte Mutter, dass sich bei mir ein regelrechter Hass gegen diese Person im Film aufbaut. Auch der restliche Cast passt perfekt in dieses Filmgefüge und tut sein übriges, um ihn zu dem zu machen was er ist: Ein schockierender, authentischer und bedrückender Film, der zeigt, zu was für Unmenschlichkeiten Menschen fähig sind und der einen definitv nicht kalt lässt. Den Zuschauer zu packen und über die gesamte Spieldauer nicht mehr loszulassen, schaffen nicht viele Filme, "An American Crime" gehört defintiv dazu. Ebenso gehört er in die Kategorie der Filme, die einem nach der Betrachtung nicht sofort wieder aus dem Gedächtnis gespült werden, sondern einen noch einige Zeit weiter beschäftigen. Einfacher Stoff ist das sicher nicht.

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Mr. Goodkat

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@HJ: Wahnsinnig bedrückend, ja. Kann ich dir nur ans Herz legen, aber für einfache Unterhaltung ist der nicht geeignet.
@duffy: Von Evil hab ich bei Wikipedia gelesen. Hört sich dort auch weniger gut an, mehr nach ins Details gehenderen Szenen, was ich ziemlich unnötig finde.


Filmkenner77

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Spitzenfilm. Sollte man gesehen haben. Ein Film, der nachwirkt.....


Punsha

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Bewertung9.0Herausragend

"An American Crime" ist ein Trip in die Hölle, die Hölle auf Erden. Es ist erstaunlich wozu Menschen fähig sind, erst recht wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte handelt. Kein Film zum Wohlfühlen, stattdessen verdammt harte Kost mit schonungsloser Brutalität. Der Zuschauer wird aus der heilen Welt mit einem Paukenschlag heraus gerissen und entwickelt schnell Gefühle von Wut, Hass, Angst, Mitleid und Entsetzen. Auf qualvolle Schreie, die selbst nach Filmende nicht verstummen wollen, folgen verzweifelte Hoffnungen, dass der Alptraum endlich vorbei ist. Dann doch plötzlich ein kleiner Hoffnungsschimmer, bevor wir aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kommen und die Realität akzeptieren.
Ich hatte nicht erwartet, dass mich der Film so mitreißt. Ganz großes Leidenskino, welches Vergleiche mit von Triers "Dogville" aufweist, aber in meinen Augen einfach viel authentischer und aufregender ist.

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Timo K.

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OMG, hier liegen wir zwei Punkte auseinander! :D


Punsha

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Ja :D Ich hab schon überlegt, ob ich doch nur eine 8 gebe, aber irgendwann muss ich ja mal einen Schlussstrich ziehen. ;D


cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Wenn man bedenkt, welch grausame Begebenheit hier verfilmt wurde, so muss ich leider anmerken, dass die Umsetzung weitaus schonungsloser und schockierender hätte erfolgen können, wenn nicht sogar müssen. Dabei hätte ich nun nicht unbedingt sehen wollen, wie die eigenen Fäkalien verspeist werden. Dennoch war mir das schon fast eine Spur zu harmlos verfilmt, insbesondere wenn man sich vergegenwärtigt, wie dieses Mädchen geschunden wurde.
Zudem hätten bei dem Stoff noch weitaus mehr Emotionen freigesetzt werden können.
Womöglich bin ich mit "Evil" besser bedient, bei dem ziemlich ähnlicher Filmstoff etwas heftiger verarbeitet wurde.
Mal sehen...
Lediglich das Strafmaß war im Ansatz gerecht, auch wenn die Peinigerin etwas verfrüht auf Bewährung freikam, so erlag sie jedoch wenige Jahre später ihrer schweren Krankheit.

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nikl 1987

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"An American Crime" ist die bessere Verfilmung des Falles von 1965 (nachdem sich schon Jack Ketchum mit seinem Buch "Evil" und der gleichnamigen Verfilmung diesen Stoffes angenommen hat). Der Film zeigt das Martyrium Sylvias nicht explizit, was in diesem Fall denke ich zu begrüßen ist. Der Rest ist schon grausam genug. Die zwischendurch eingefügten Gerichtssequenzen geben Zeit zum Durchatmen und verleihen dem Film zusätzlich Authentizität. Während des Films durchläuft der Zuschauer unterschiedlichste Emotionen: Wut und Zorn gegenüber Gertrude, der Mutter der Kinder, Sylvias Ziehmutter und Initiator des Ganzen. Mitleid mit Sylvia, Hoffnungs- und Machtlosigkeit der Gesamtsituation gegenüber (nicht mal die Nachbarn halten es für nötig, einzuschreiten, obwohl sie Sylvias Schmerzensschreie bis ins Nachbarhaus hören), und Hoffnung und Freude am Ende, die dann letztendlich wie mit einem Schlag in die Magengrube wieder in 1000 Teile zerschmettert wird. Selten so einen intensiven Film gesehen. Mir sträubt es schon fast, für solch eine Geschichte eine so hohe Wertung zu vergeben, aber von den Filmen, die ich gesehen habe, setzt dieser Film die Thematik einfach am besten um, und für die Grausamkeit mancher Menschen kann dieser ja nichts. Filme begehen keine Verbrechen, sondern sie halten sie uns einfach nur vor Augen.

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JimSommer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Daniel Pereé von Wicked-Vision.com schrieb: „An American Crime ist ein Axthieb und schmettert ohne Vorwarnung auf uns nieder. Er reißt sein Publikum aus der scheinbar heilen Welt heraus und zeigt mit einer enormen Intensität, was sich hinter verschlossenen Türen abspielen könnte.“

Das besonders gruselige Moment ist der Hintergrund der wahren Begebenheit, hierauf basiert bei dem Film primär der emotional verstörende Faktor des unfassbaren ...

BITTE AUF KEINEN FALL den Trailer gucken, der gibt vollkommen Hirnlos die gesamte Handlung wieder. :/

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hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

An American Crime

"An American Crime" ist ein fesselndes, verstörendes, rührendes, beklemmendes und trauriges Drama von Tommy O´Haver aus dem Jahre 2007, das erschreckenderweise ausnahmslos auf Fakten basiert.

Das Ganze ist schwer zu verdauen, das sagt schon die Story, als hätte jemand mit einer Axt oder mit einer Keule auf einen eingeschlagen, so wirkt der Film noch eine sehr lange Zeit nach, obwohl die Story erstmal sehr simpel ist, trotzdem sollte man ja nicht vergessen, dass sie auf realen Tatsachen beruht, was wirklich nicht leicht zu verkraften ist: Indiana 1965: Die 16-Jährige Sylvia kommt mit ihrer Schwester Jennie zu der Pflegemutter Gertrud. Die anfangs noch recht nett wirken mag, doch statt einer liebevollen Behandlung erwartet die Kinder da Demütigung, Folter und so auch Misshandlung.

Die Besetzung wurde sehr passend ausgewählt, zuerst mit einer wirklich großartigen Ellen Page als Sylvia, aus deren Sicht ja größtenteils die ganze Geschichte erzählt wird, es ist wirklich erstaunlich, da sie ernsthaft zu 100% überzeugt, trotz ihres jungen Alters, ich bin erstaunt, einfach toll ihr Schauspiel. Natürlich spielt auch Catherine Keener ihre Rolle, der doch zuerst so freundlich wirkenden Gertrud, grandios und sehr eindringlich, man merkt wie sich in ihre Rolle hineinspielt, sodass ich doch ehrlich gesagt große Angst vor ihrer Figur hatte. Ach, James Franco liefert auch eine vorzügliche Leistung ab und um es jetzt mal kurz zu machen, da ist wirklich fast jeder überzeugend.

Die Regie ist.....ja sie ist sehr gut, könnte man sagen, obwohl sie nicht unbedingt so perfekt ist, da sich bei ihrer Art und Weise die Geschichte zu erzählen, doch ein paar kleine, vielleicht unwichtige, Fehlerteufel einschleichen oder sie ist nicht immer ganz stimmig, damit meine ich jetzt keine Logiklücken oder so, aber belassen wir es einfach mal dabei, wir müssen ja nicht alles kritisieren und insgesamt ist sie ja zum Glück sehr gut geraten.
Die Kamera betitele ich einfach mal als exzellent, komischerweise erschafft sie weniger düstere Bilder zu dieser bedrückenden Handlung als ruhige und saubere Bilder, das mag sich jetzt wahrscheinlich schon etwas seltsam anhören, ist aber so.

Die Charaktere wurden glücklicherweise, naja jedenfalls meiner Meinung nach, sehr authentisch gestaltet, so was kann ja auch oft schief gehen, sodass es doch um so schwerer wird das Ganze zu betrachten, ich möchte vermerken, dass ich hiermit mitnichten meine, dass es hier irgendwelche brutalen Folterszenen ala Hostel gibt, wir wissen ja schließlich alle wer der gemeinste Autor der Welt ist..., nun weiter zu den Dialogen, die waren meiner Meinung nach auch schon sehr glaubwürdig.
Weiterhin wird das Werk von einem traurigen, dramatischen, manchmal ruhigen und manchmal beklemmenden Score untermalt, der auf jeden Fall passt und sehr effektvoll eingesetzt wird.
Als negativ muss ich aber noch kurz bemerken, dass mir doch einige Szene des Films etwas zu kitschig rüberkamen, was dem Film doch schon in Bezug auf dieses Gefühl der Glaubwürdigkeit ein wenig schadet.

Somit kann ich am Ende nur sagen, dass "An American Crime" schockierend und sicherlich kein leichter Stoff ist, das ändert aber nichts daran, dass das Werk eine ausgezeichnete und erschütternde Studie einer Tragödie ist.

Die grausamsten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst...

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freakualizer

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Vor knapp einem Jahr habe ich "Evil" von Jack Ketchum gelesen, der Roman basiert auf den Ereignissen, die "An American Crime" thematisiert. Da ich das Buch noch nicht wirklich verdaut habe, warte ich noch was, bevor ich mir den Film antue.


Dr.Hasenbein

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bei An American Crime muß man sich selber erstmal fragen nach welchen Kriterien man einen solchen Film bewerten will.
Denn wohlwollen weckt er wohl in niemanden!
Und schon garnicht wenn man sich vor Augen hält dass das was gezeigt wurde
und noch viel mehr tatsächlich passiert ist.
Wieder einmal ein Film der schockiert, wütend und traurig macht.
Ein Film bei dem man sich erwischt dass man Hass aufbaut!
Hass der Frau gegenüber die diese schlimme Tat begangen hat und ihre
und auch andere Kinder zur Mithilfe angestiftet hat.
Aber auch den Kindern gegenüber die mitgewirkt oder einfach nur geschwiegen haben.
Der Film ist für ein solches Thema leider deutlich zu kurz.
Denn so fällt doch einiges unter den Tisch
und man wird nach zu kurzer Einführung direkt ins kalte Wasser geworfen.
Das Schauspiel von Ellen Page, Catherine Keener und aller Beteiligten ist über jeden Zweifel erhaben.
Ich bin froh dass der Film darauf verzichtet die Folterszenen zu detailliert und ausschweifend darzustellen.
Denn auch so ist er schockierend genug!
Die Höchstnote bekommt der Film von mir nicht weil er mich einfach so aufgebracht hat.
Eigendlich unfair denn dass war schließlich das Ziel!

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Arrow-Gunz

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Bewertung7.5Sehenswert

ich weiß nicht was ich darüber denken soll. ich kann gertrude verstehen, ich kann die opfer verstehen. ich kann alles verstehen, aber was soll man glauben, was soll man dazu sagen, bis auf die Tatsache, dass es traurig und unglücklich verlaufen ist. Deswegen finde ich auch den Schlusssatz des Films so schön.
"Reverend Bill used to say, "For every situation God always has a plan." I guess I'm still trying to figure out what that plan was."

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whiteLilian

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Wie kannst du Gertrude bitte verstehen?


guggenheim

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Slasher? Kein Ding. Splatter/Gore? Wegen mir. Gruselfilme? Ja, warum nicht. So etwas berührt mich wenig bis gar nicht. Das ist Fiktion, häufig eine (ungewollte) Persiflage, auf Schauwerte ausgerichtetes Sensationskino. Was sich mir doch ganz schwer und dumpf in der Magengegend festsetzt, sind solche Filme wie "An American Crime", die ein Höchstmaß des Sadismus thematisieren, den Menschen tatsächlich besitzen. Schlicht grausam.

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Pfizze

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Bewertung7.0Sehenswert

Ohne Zweifel ist die (wahre) Geschichte schockierend und verstörend, schwer zu glauben, dass sich die Ereignisse tatsächlich so abgespielt haben. Filmisch ist das Ganze aber nur bedingt gut umgesetzt. Es schadet dem Film enorm, dass er sich keine Zeit nimmt und die Geschichte in knappen 90 Minuten erzählen möchte. So fühlt sich das wie ein Sprung ins kalte Wasser an, denn wirklich kennenlernen tut man die Charatkere in "An American Crime" nicht bevor es "zur Sache" geht. Deshalb wollte der Funke in der ersten Hälfte auch nicht so recht rüberspringen, weil man keine Zeit bekommen hat einen Bezug zu den Figuren herzustellen. Spätestens nach der Hälfte des Filmes dürfte dann aber jeder von den schier unbegreiflichen Geschehnissen ergriffen worden sein, was "An American Crime" unterm Strich zu einem sehenswerten Film macht.

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PorchMonkey

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auch wenn ich kein Fan von unnötiger Gewalt in Filmen bin oder von Horrorfilmen mit meist sinnlos brutalen Folterszenen...Auch das Vorhaben beim Zuschauer eine Gänsehaut zu bewirken ist bei mir bisher fast immer gescheitert. Die einzige Ausnahme ist dieser Film, der zu keinem Zeitpunkt mit den vorher genannten Faktoren verglichen werden soll!
Die Schauspieler bringen die Story sehr überzeugend rüber und der Film hat mich gefesselt, normalerweise hätte ich abgeschaltet, aber nicht mal das war angesichts meiner Fassungslosigkeit drin. Ein guter Film beschäftigt mich auch nach dem Abspann noch und das war hier definitiv der Fall!

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