Ein Engel an meiner Tafel

An Angel at My Table (1991), AU/NZ
Laufzeit 158 Minuten, FSK 0, Drama

- Kritiker
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8.0 Community
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2 Kommentare
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von Jane Campion, mit Kerry Fox und Alexia Keogh

Janet Frame (Kerry Fox) wächst mit vielen Geschwistern in einer armen Familie auf. Bereits in jungen Jahren wird sie als anders wahrgenommen, sie ist kein ‘normales’ Kind. Janet wird als Lehrerin ausgebildet. Da sie aber als abnormal gilt, bringt man sie acht Jahre lang in einer Heilanstalt für Geistesgestörte unter. Doch als sie beginnt Bücher zu schreiben, ändert sich die Wahrnehmung der Menschen für Janet und sie hat erste Erfolgserlebnisse.

Hintergrund & Infos zu Ein Engel an meiner Tafel
Das Biopic über das Leben der neuseeländischen Autorin Janet Frame stammt von der RegisseurinJane Campion, die für ihr hochgelobtes Drama Das Piano mit einem Oscar für das Beste Drehbuch ausgezeichnet wurde.

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Kommentare (2) — Film: Ein Engel an meiner Tafel

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Mimuschka

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Bewertung9.0Herausragend

jane campion beweist in ihrer verfilmung der autobiographie janet frames einmal mehr ihre meisterschaft in der inszenierung glaubwürdiger, liebenswerter und vor allem interessanter charaktere, die so lebensecht daher kommen, dass ich ihnen beim versuch sich im leben zu behaupten endlos zuschauen und zuhören könnte (i just love the accent of new zealand). wunderbar auch kerry fox mit ihrer glanzleistung als nervös-schüchterne janet frame: ihren roten lockenkopf vor saftig grünen wiesen, ein bild das ich wohl so schnell nicht vergessen werde ...

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Sonse

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Bewertung7.0Sehenswert

Schöner, preisgekrönter Film von Campion über die außergewöhnliche Lebensgeschichte der neuseeländischen Autorin Janet Frame, die als sensible Außenseiterin in jungen Jahren, mit Schizophrenie diagnostiziert, weggesperrt und jahrelang von Klinik zu Klinik durchgereicht wurde. Als eines ihrer Bücher einen Literaturpreis gewinnt, entgeht sie nur knapp einer Lobotomie. Erst Jahre später auf ihren ersten Reisen, erklärt man ihr in London, dass sie niemals an Schizophrenie litt.

Campion teilt, vermutlich in Anlehnung an Frames Autobiographie, den Film in drei Kapitel: Kindheit, Klinik, Reisen. Alle drei Darstellerinnen unter Frames herrlichem roten Wuschelkopf machen ihre Sache gut. Dank dieses Films gelang Kerry Fox der Durchbruch. Campions Bilder sind wie so oft eine Pracht und mehrere Einstellungen sollte sie später in "The Piano" wiederholen. Mein einziger, jedoch recht schwer wiegender Kritikpunkt ist die mit über zweieinhalb Stunden viel zu lang geratene Laufzeit. Im dritten Kapitel spürt man die Überlänge deutlich und meine Aufmerksamkeit nahm zusehends ab. Dennoch ist dieser Engel am Tisch sehenswert.

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