An ihrer Seite - Kritik

CA 2006 Laufzeit 110 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 06.12.2007

Kommentare zu An ihrer Seite

  • 5
    denratten 13.08.2014, 08:56

    Toller und rührender Film, der sich leider gar nicht mit meinen bisherigen Erfahrungen aus einer "Seniorenresidenz" in Einklang bringen lässt. Da wandelten die Dementen eher wie Zombies umher.
    Hab mir das Ende des Films dann auch nicht mehr angetan...

    • 10
      ruthrmf 26.03.2014, 19:23

      ein sehr zarter und sensibler Film über das langsame "Gehen" einer an Alzheimer erkrankten Frau und deren Beziehung zu ihrem einfühlsamen Mann.
      (sehr berührend, traurig aber auch Verständnis fordernd für die Situation)
      Danke für diesen Film!

      • 8 .5
        kobbi88: Die Drei Muscheln 23.11.2013, 00:19

        [...]

        Sarah Polley, die zum Zeitpunkt des Drehs erst 28-jährige Regisseurin des Films, schafft es, mit ruhigen Bildern eine gewaltige Wirkung zu schaffen. Sie braucht weder Kitsch oder Klischees, noch große Übertreibungen. Stattdessen zeigt sie einfach die Beziehung zwischen einem alten Ehepaar, die durch diese Krankheit von Grund auf umgekrempelt wird. Und ihr gelingt es trotz oder vielleicht auch wegen dieser so einfachen Inszenierung dieser Liebesgeschichte intensive Emotionen im Zuschauer hervorzurufen. Es sind mal die Tränen von Fiona, die sie zu verbergen versucht, dann ist es der leere Blick von Grant auf das neue Liebespaar oder der schmerzvolle Versuch, loszulassen. Lange Kamerafahrten und –einstellungen von Luc Montpellier helfen hierbei genauso, intensive Momente zu erschaffen, wie die angenehme Musik von Jonathan Goldsmith.

        [...]

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        • 8
          Markbln 30.03.2012, 23:50

          Julie Christie ist einfach umwerfend. Und wem es nicht "realistisch" genug ist, kann ja seinen Hintern auf die Demenzstation bewegen und ne Doku drehen. Das hier ist Kino. Und zwar Großes.
          "An ihrer Seite" ist keine Krankheitschronik, Alzheimer ist nur eins der Themen. Der Film ist vielmehr eine sehr klare Beschreibung einer Beziehung, die sich mit Verlust und Vergebung und die Bedeutung der Erinnerung auseinander setzen muss. Das hat Sarah Polley auf sehr unsentimentale Weise geschafft.

          2
          • 8
            moviee 30.03.2012, 17:00

            Ungemein rührender und trauriger Film über die Krankheit Alzheimer und die darüber hinaus verursachten Schicksalsschläge. Als das langjährige Ehepaar Fiona und Grant von der Alzheimer- Erkrankung Fionas erfährt, beschließt diese schweren Herzens ins Pflegeheim zu ziehen. Einen Monat später ist sie dort ein ganz anderer Mensch geworden. Nun hat sie Grant vollkommen vergessen und längst eine neue Liebe gefunden.

            "An ihrer Seite" ist wahnsinnig schwer in Worte zu fassen. Der Film und die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, die ruhigen Töne und die schönen Bilder lassen den Zuschauer nicht selten in Melancholie versinken. Einfühlsam, herzerwärmend, aufwühlend und unglaublich wichtig. Ein überragender Film, ohne jedes Pathos. Eine echtes Filmjuwel.

            5
            • 8
              Lieb-haber 26.03.2012, 22:01

              Dieser Film berührt eher, wenn man erfahren hat, wie es ist, wenn das Leben in Vergessenheit gerät. Wie schwer es ist, Worte und Handeln eines Erkrankten nicht persönlich zu nehmen.

              Liebe ist, wenn ich meinem Partner das Beste auf der Welt wünsche. Und wenn mein Ego noch so laut schreit.

              • 4 .5
                *frenzy_punk<3 14.02.2012, 23:37

                "Away From Her", typisches Krankheitsdrama, das gezielt auf die Tränendrüse des Zuschauers drücken will, leider aber nicht sonderlich fruchtet.

                Sarah Polley feierte mit "Away From Her" ihr Regiedebüt, doch muss sie am Drehbuchschreiben noch viel arbeiten. Ihr Streifen will gefühlvoll, ehrlich und nahe gehend sein, doch ist er keines davon wirklich. An Tiefe fehlt es hier enorm, außerdem wird hier zu wenig auf das Hauptthema, welches Alzheimer ist, eingegangen.
                Andreas Kleinert hatte uns in "Mein Vater" besser vor Augen geführt, welche Ausmaße diese Krankheit mit sich bringt. Polley zeigt das Ganze ziemlich verschönt und harmlos.
                Der Focus liegt hier mehr auf dem Ehemann, der nicht los lassen kann, perfekt dargestellt von Gordon Pinsent (The Pillars of the Earth).

                "Away From Her" kann sich einfach nicht entscheiden, ich welches Genre er gehören will. Von Romanze bis Drama ist fast alles dabei, Tränen sollen auf jeden Fall fließen. Leider muss man "Away From Her" aber eingestehen, dass die Rechnung einfach nicht aufgeht, dass es nicht funktioniert.

                Hinzu kommt das unglaubwürdige Ende, welches dem Thema noch einen Schlag ins Gesicht versetzt.
                Weit verfehlt dümpelt der Streifen so dahin, interessiert zum Teil, langweilt aber auch überwiegend. Polleys Werk sticht in keinster Weise heraus. Zudem scheint es, als habe sie sich einfach nicht richtig damit befasst.

                "Away From Her", eine glatte Themaverfehlung, die zwar ein wenig nahe geht, aber auch nicht sonderlich beeindruckt.

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                • 8
                  Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders 03.11.2011, 14:28

                  “An ihrer Seite” befasst sich mit einem sensiblen Thema: Alzheimer. Da Sarah Polley ihren Film allerdings sehr gefühlvoll inszeniert und der Film zudem gut besetzt ist, lässt man sich gerne auf den Film ein und spürt hautnah wie schönen und nicht so schönen Momente zwischen dem langjährigen Ehepaar Fiona und Grant.

                  • 4
                    Johannes Jarchow 01.05.2011, 00:43

                    Ich muss leider den mehrheitlich positiven Bewertungen widersprechen. Der Film setzt sich nicht ernsthaft mit der Thematik Demenz Morbus Alzheimer auseinander, sondern verstrickt sich in eine unlogische, krude Geschichte. Schöne Bilder und Rührseligkeiten sind wichtiger als die Auseinandersetzung mit der dreckigen Realität. Verständnisvolle Pflegerinnen, ein Heim voller Besucher, lustige Spiele- und Fernsehabende. Und dazu plätschert ein BROKEBACK MOUNTAIN Folk Soundtrack. Wie schnell man sich von Kitsch verblenden lässt! Doch die glücklichste der Heimbewohner war schon immer Koma-Oma.

                    1
                    • 7 .5
                      spanky 12.01.2011, 16:19

                      Obwohl sie brillant spielt und die von ihr gespielte Krankheit sich nicht direkt auf das Aussehen auswirkt, macht die Tatsache den Film entscheidend unglaubwürdiger, dass Julie Christie auch (oder erst recht) mit 65 einfach blendend und sexy aussieht. Trotzdem ist hier ein berührendes kleines Juwel gelungen, das die Krankheit zwar ernst nimmt, ihr aber trotzdem mit Humor begegnet. So sammeln sich gerne auch mal Tränchen in den Grinsegrübchen...

                      2
                      • 7 .5

                        Sensibel und dennoch direkt geht "An ihrer Seite" den Alzheimer Thematik an. Dabei widmet sich der Film größtenteils dem Kampf des Ehemanns, der von Gordon Pinsent in jeder einzelnen Einstellung hervorragend dargestellt wird, sich mit der neue Lebenssituation seiner Frau abzufinden. So ist das Regie-Debüt von Schauspielerin Sarah Polley etwas einseitig, aber nicht minder bewegend und gefühlvoll. Des Weiteren besitzt der Film dazu noch den Mut einen kleinen Funken Humor und etwas Romantik mit in den Film einzugliedern.

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                        • 6
                          empeer 09.01.2010, 13:55

                          Sensibler Film über eine rührende Liebe, der nachdenklich macht: Was wird aus meinen Beziehungen, wenn meine Persönlichkeit durch Krankheit verfällt. Trotzdem war mir der Film zu langsam und etwas monoton.

                          • 8
                            Rodon 08.01.2010, 21:48

                            Über das Thema Demenz, das man gerne von sich wegschiebt, aber jeden mal treffen könnte. Gut gespielt und man macht sich schon seine Gedanken dabei, wie man selbst damit umgehen würde, wenn einen die langjährige Lebenspartnerin auf einmal nicht mehr erkennt. Einige Handlungen erschienen mir nicht so recht schlüssig.

                            • 8
                              8martin 04.01.2010, 16:54

                              Der deutsche Titel und der des Originals verdeutlichen die ganze Bandbreite der Problematik mit Alzheimerpatienten. Je nach Blickwinkel will man ’an der Seite’ des geliebten Menschen bleiben und ist doch genau genommen ’ewig weit weg von ihm’, weil er gedanklich in einer anderen Welt lebt. Es ist ein beachtenswertes Regiedebüt von Sarah Polley, die wir bis dato nur als tolle Schauspielerin kannten. Sie hat einen sehr emotionalen aber auch informativen leisen Film abgeliefert, der auf äußerst einfühlsame Weise die Situation von beiden Seiten der Betroffenen beleuchtet und darüber hinaus auch noch ein Signal der Hoffnung setzt. Man erlebt die unerwarteten Krankheitsschübe, die Hilflosigkeit der Angehörigen, aber auch deren Unmut, wenn alles etwas zuviel wird. Ein Winterfilm, nicht nur in Bezug auf die Jahreszeit, in der er spielt, sondern er betrifft auch den Winter des Lebens. Julie Christie in einer ihrer beeindruckendsten Altersrollen.

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                              • 7 .5
                                Sanylein 06.07.2009, 20:50

                                Ja Also der war ganz schön trotzdem würde ich ihn nicht so schnell nochmal angucken .

                                • 9
                                  JuliusGrimm 24.05.2009, 16:43

                                  Ein wahnsinns Film über die Liebe und das Vergessen.

                                  Eine grandiose Besetzung und eine schöne Bildsprache. Nur zu empfehlen, allerdings nicht an Tagen wo man danach noch etwas anderes unternehmen möchte.

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                                  • 8 .5
                                    fko: filmsprung.ch 14.04.2009, 22:23

                                    Die ausserordentlich selbstsicher Regie führende Polley und ihr Kameramann Luc Montpellier finden für die aufgewühlten Gefühle des Paares und die schmerzhaften Verlust der Erinnerungen die entsprechenden, zerbrechlichen Bilder und verführen das Publikum mit delikaten Kamerafahrten.

                                    • 7 .5

                                      Der kanadischen Schauspielerin Sarah Polley ("Das süße Jenseits", "Mein Leben ohne mich") ist mit ihrem Regiedebüt „An ihrer Seite“ ein bewegender und warmer Liebesfilm gelungen. Der Film handelt von der Kraft der Liebe, die in der Krankheit bis zur Selbstaufgabe für den geliebten Partner führen kann. Die wunderbare Julie Christie bringt dem Zuschauer auf anrührende wie auch beklemmende Weise die Heimtücke der schrecklichen Alzheimer-Krankheit näher. Mit dieser schauspielerischen Bravour-Leistung ist sie eine ganz heiße Anwärterin für die Golden-Globe-Verleihung und den Oscar! Mit beeindruckender Einfühlsamkeit, leiser Ironie und ohne jedes Pathos zeigt Sarah Polley was in ihr steckt und begeistert mit einem großartigen Einstieg in das Regiefach!...

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                                      • 9
                                        lucie 14.01.2008, 19:02

                                        Einfach unglaublich wie ein Mensch der unter 30 Jahre alt ist einen sooo einfühlsamen Film über alte Menschen und deren Bedürfnisse in eine Form darstellt die einfühlsam, voller Achtung und nie geschmacklos ist. Dieser Film geht zu Herzen und schwingt auch noch nach wenn das Licht wieder an geht.

                                        • 9
                                          keepon 04.01.2008, 23:51

                                          Ruhiger, recht einfühlsamer Film - mit einer großartigen und immer noch schönen Julie Christie.

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                                          • 10
                                            Aennecken: MDR Sputnik, KREUZER Leipzig, 01.01.2008, 18:02

                                            Bewegend, traurig, wunderbar. Eine Geschichte die durchs Mark geht.
                                            Nach über 40 Jahren Ehe bekommt sie Alzheimer und will ins Heim. Das erste Mal sind sie getrennt. Für ihn ist es härter als für sie, findet sie im Heim doch schnell Anschluss...

                                            Julie Christie spielt würdevoll wunderbar.
                                            Taschentücher mitnehmen.

                                            • 7
                                              Geistertexter 11.12.2007, 12:41

                                              Ein zarter Film, seinen Figuren sehr nah und darum weder rührselig noch hysterisch. Auch die eine oder andere Brise Humor weht leise durch die fein gestrickte Handlung und verhindert den peinlich gnadenlosen Ausbruch von Selbstmitleid. Die bewußte Harmonie von Farben und Licht erscheint mir ein wenig zu aufdringlich und mitunter sogar eintönig. Der abgründige Schrecken von Verzweiflung und Tod, den diese Krankheit auch mit sich bringt, ist nur in Andeutungen erfahrbar. Trotzdem: ein gelungenes Debüt!

                                              9
                                              • 9 .5
                                                Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost 06.12.2007, 10:50

                                                Ein melancholischer, traurig stimmender Film. Und doch ein herzenswarmer, überaus berührender. Die Jungregisseurin verlässt sich ganz auf ihre Darsteller und ihre Geschichte.

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                                                • 7 .5
                                                  denise 19.11.2007, 20:07

                                                  Ein Film über Alzheimer und die Liebe - jenseits von Nicholas Sparks & Co. Sprich: Ohne übertriebenes Dramatisieren und Tränendrüsendrücken. So nähert sich der Film diesem sensiblen Thema auf eine ehrliche und zurückhaltende Art, die sowohl die schauspielerischen Leistungen glänzen lässt, als auch die Thematik umso eindringlicher macht. Umwerfend (schön): Julie Christie als Fiona!

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                                                    peter-noster: Mostly Movies 09.11.2007, 15:04

                                                    Sarah Polley vermeidet in ihrem Regiedebut viele Stolperfallen, die ein Film über die Alzheimer Krankheit beinhalten kann. Vollig unprätentiös liegt ihr Hauptaugenmerk auf dem Partner der Erkankten, die fantastisch von Julie Christie verkörpert wird. Selten sieht mein solch eine aufopfernden Liebe auf der Leinwand. Unbedingte Empfehlung.