Anna Karenina - Kritik

FR/GB 2012 Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 06.12.2012

  • 8

    Opulente Verfilmung von Lew Tolstois Roman, die das Geschehen auf eine Theaterbühne verlegt. Keira Knightley spielt Anna als hinreißende Neurotikerin; ebenfalls herausragend ist Jude Law als ihr Ehemann Karenin. [Martina Knoben]

    • 6

      Tolstoi's Meisterwerk "Anna Karenina" wurde in diesem Film, in den ich so viele Erwartungen gesteckt habe, überhaupt nicht angemessen wiedergegeben. Trotz der guten darstellerischen Leistung von Keira Knightley und Jude Law blieb der Film mir zu einseitig und vorallem zu plastisch. Diese Spielzeug-artigen Welten haben mich den gesamten Film über mehr als nur genervt. Alles in allem eine herbe Enttäuschung für jeden, der den Roman gelesen hat.

      • 5 .5

        Zugegebenermaßen habe ich mich durch das über 1000 Seiten umfassende, weltberühmte Werk von Tolstoi quälen müssen. An sich ist es ein beeindruckendes, tiefgehendes Drama, doch das Lesen zieht sich so in die Länge, dass es irgendwann schlicht und weg keinen Spaß mehr macht, da jede Spannung Seite um Seite schwindet. Zum Schluss wird es dann noch mal ganz interessant,(spoilerwarnung!!) als alles auf einen Suizid von Anna deutet und man bekommt wieder richtig Lust weiterzulesen, da endlich wieder iregndetwas passiert. Doch der Rest war dann doch ganz einfach langweilig. Dementsprechend dachte ich mir (zugegeben sehr naiv), wie es so bei Buchverflimungen nun mal ist, dass sie einen Großteil des Buches eh weglassen und folglich den langweiligen Teil auslassen und sich auf die wichtigen und spannenden Teile konzentrieren. Dann habe ich auch noch den tollen Cast gesehen (Keira Knightley passt einfach so sehr in dieses Jahrhundert und diese Kleider!!) und meine Erwartungen waren dann doch relativ hoch. Zudem hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf: schlimmer als das Buch kanns unmöglich werden. Doch leider habe ich mich geirrt. Hätte ich das Buch nicht gelesen, wüsste ich beim besten Willen nicht, wie ich nur irgendetws von der Handlung im Film hätte verstehen können. Mich hat der Film so unglaublich verwirrt, was der ständige Wechsel von Theater zu "echtem Film" noch mehr verstärkt hat. Gedacht war das wohl eher, um dem Film etwas Besonderes und Künstlerisches zu verleihen, dabei war es einfach nur nervig. Die Szenen sprangen von einer zur anderen, meist ohne jeglichen Zusammenhang, für den Zuschauer kaum verständlich. Doch was mich am meisten gestört hat war, dass Annas innere Zerissenheit und ihr darauffolgende Selbstmord so kurz und meiner meinung nach so unspektakulär dargestellt wurden, wobei es mit der spannendste Teil am Buch ist. Das hat mich so aufgeregt, in dem Moment hätte ich am liebsten den Film ausgemacht... doch ich wusste das Ende ist nicht mehr fern und habe mir auch noch die letzten Minuten angesehen. Naja trotz des vielen Meckerns kriegt der Film von mir 5,5 punkte. 3 für die Kostüme, denn die waren einfach toll und das Beste an dem Film (nicht umsonst der Oskar) und 2,5 punkte für Keira Knightley, die die perfekte Anna abgibt. Wirklich schade, denn der Film hat eigentlich echt viel Potenzial, wie gesagt der Cast ist toll, die Kostüme sind toll aber das Drehbuch hat definitIv eine sehr, seeehr intensive Uberarbeitung nötig.

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        • 6 .5

          Durchaus gelungene Umsetzung des bekannten Stoffes.

          • 10

            Finde den Film echt super! finde die Kombination von Theater und Film einfach genial! Aber am Schönsten sind die Kostüme. Einfach ein Traum.

            • 4

              Die Inszenierung -quasi als wäre man im Theater- ist interessant, aber auch irritierend und auf Dauer nervend. Der Film an für sich hat ne langweilige Handlung und es baut sich auch nichts auf. Schauspierlisches Talent ist hier nicht gefragt. Muss man nicht gesehen haben.

              • 7 .5

                Allein wegen Matthew McFayden würde ich ihn nochmal schauen - er spielt als Bruder von Keira eine solch andere Rolle, als in Stolz&Vorurteil als ihren Liebhaber.
                Konnte so mit ihm Lachen, hab immer gehofft eine neue Szene mit ihm taucht auf.
                Im Großen und Ganzen ein sehenwerter Film, hier und da ein bisschen verwirrend und schwer reinzukommen, aber das mag ich an Filmen.
                In diesem Sinne: "Ist das KoOOohlsupper?!" (Beste Stelle :D)

                • 4 .5

                  ich habs versucht ist aber schwer durch zu halten...werde de aber noch die tage ne chace geben

                  • 5

                    Bildgewaltig mit Wow-Effekt für diese Filmkunst. Der Szenenwechsel ist grandios.

                    Die Geschichte ist zäh. Wir hatten gehofft da es endlich vorbei ist. Das Ende sehr enttäuschend.

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                    • 4 .5

                      Die Idee, einen Film dieses Kalibers in den Innenräumen eines Theaters spielen und dadurch die geschaffene Illusion sich selbst enttarnen zu lassen – sichtbare Kostüm- und Kulissenwechsel inklusive -, hat eine Menge Potential (wenn Joe Wright sie nur konsequent durchziehen würde) – der Film selbst im Grunde auch, hatte ich doch insgeheim gehofft, er würde mich auf einem ähnlichen Fuß erwischen, wie es die geradezu schamlos-romantischen postmodernen Pop-Opern eines Baz Luhrmann regelmäßig tun. Durch die forcierte Künstlichkeit, die Grandezza des Films, die Erhebung der Form zum Inhalt und das grenzenlose Over-Acting drängt sich der Vergleich in der Tat auf – das einzige Gefühl, das Wright auf den Zuschauer übertragen mag, ist hingegen die Leere, die Anna Karenina in ihrer Ehe empfinden muss, nicht aber ihre Verzweiflung, ihre Sehnsüchte, ihre Widersprüche. Ja, dieser Tolstoi fühlt sich in erster Linie leer an – eine Ausstattungsorgie ohne Seele, die sich in ihrer Opulenz gefällt, für die Belange ihrer Figuren aber keinen Sinn hat. Ich warte derweil auf den nächsten Luhrmann (in fünf, sechs Jahren vielleicht.. :-()

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                      • 4

                        Sehenswerte Kostüme und Darsteller, allerdings macht es mir das gekünstelte Theater-Getue schwierig, mich zurückzulehnen und einfach die Geschichte auf mich einrieseln zu lassen. Wirkt wegen der Theateratmosphäre auch dramaturgisch überspitzt und völlig überkandidelt.

                        • 1 .5

                          "Anna Karenina" oder auch "Eine Frau die nicht wusste was sie will"

                          Als ob das was neues wäre...

                          Fazit: Laaaaangweilig

                          • 7

                            Ich mag dieses Genre auch nicht sonderlich, schaute aber aus Neugier trotzdem mal rein. Irgendwie war ich enttäuscht von der Art des Films. Ich empfand den versuch es als Bühnenbild und auch als richtigen Film darzustellen als sehr nervig. Störte mich beim Anschauen.

                            Ansonsten ist die Geschichte gut und auch Keira Knightley, die andauernd solche Filme dreht, ist hier ganz nett anzuschauen. Zum Ende hin kommt der Film noch etwas mehr in Fahrt. Man fängt sogar an etwas mitzufiebern (wenn man die Story nicht schon vom Buch oder einer der Tausend anderen Verfilmungen kennt).

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                            • 7

                              toll gemacht, toller Cast+Ausstattung. Aber leider nicht mein Genre

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                              • 7 .5

                                "Warum?"
                                "Liebe kennt kein warum.. es ist Liebe."

                                Exzellente schauspielerische Leistung, allen voran Aaron Taylor-Johnson.
                                Oscar für das beste Kostümdesign steht außer Frage. Besonders die Kleider der Anna Karenina haben es mir angetan. Keira Knightley passt einfach wunderbar in die alte Zeit (siehe Die Herzogin, Stolz und Vorurteil, Abbitte).
                                Da zeigt sich erneut, mit welcher Kraft die Liebe den gesellschaftlichen Normen trotzt.

                                • 4 .5

                                  Das ist alles so schön und so wundervoll stilistisch durchorganisiert, dass es fast schon wieder egal ist. Wrights "Anna Karenina" ist eben ein großes Freudenfest der Eitelkeiten und dabei trotz der ganzen satten Farben ungefähr so erwärmend wie der sibirische Nordwind. Und Obwohl hier Schauspieler aus Fleisch und Blut auf der (Film-)Bühne stehen wirken sie wie Puppen, ferngesteuert durch eine liebevolle und affektiert ausgestattete Welt ohne Seele.

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                                  • 7 .5

                                    Überladene, manierierte Inszenierung, die eher zuschüttet als freilegt. Tolstois Buch ist aber großartig und unkaputtbar und überlebt jede Verfilmung.

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                                    • 10

                                      Keira Knightley und Joe Wright sind nun nach "Stolz und Vorurteil" und "Abbitte" wieder gemeinsam vor bzw hinter der Kamera tätig.
                                      Matthew Macfadyen ist wieder mit dabei, jedoch weder als Wronski od. Karenin, nein hier spielt er den Bruder von Anna, Stiwa.
                                      Jude Law als Ehemann von Anna spielt seine Rolle auch echt gut. Und ich finde seine Rolle im letzten Drittel des Filmes auch fast schon sympathisch.
                                      Die wohl beste Arbeit liefert hier sicher Keira Knightley ab. Sie spielt die Anna mit so viel Gefühl und ist einfach perfekt.
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                                      Aaron Taylor-Johnson als Wronski spielt ganz okay. Wenn er noch ein bischen an sich arbeitet, wird das vielleicht noch besser.
                                      Die schwedische Newcomerin Alicia Vikander (bekannt aus Die Königin und der Leibarzt ) ist
                                      in ihrer Rolle der Kitty absolut bezaubernd.
                                      Und auch Domhnall Gleeson als Lewin spielt seine Rolle grandioß.
                                      Alicia und Domhall sind ganz klar so ein kleines Highlight in diesem Film.
                                      In Nebenrollen sind u.a. noch Holliday Grainer (Borgia), Emily Watson, Olivia Williams, Ruth Wilson und Topmodel Cara Delevingne zu sehen.
                                      Joe Wright hat die besten Schauspieler aus dem europäischen Raum engagiert.
                                      Meiner Meinung nach, die bis jetzt beste Anna Karenina Verfilmung.

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                                      • 9

                                        Schwere Kost und dafür unglaublich kreativ gut umgesetzt.Wer das über 1.000 Seite lange Buch schon mal gelesen hat, rechnet ja mit einem 3 Teiler à 4h ;-) Kein wunder, dass man sich da einiges Einfallen lassen muss um das ganze in 2h zu pressen.
                                        Schauspieler waren durch die Bank super, Kostüme gigantisch und der Sound in bestem 5.1. perfekt abgemischt.

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                                        • 8

                                          Tolle Buchverfilmung zu einem tollen Buch. Der Film ist aufgebaut wie ein Theaterstück. Wenn die Darsteller durch eine Tür gehen, wird die nächste Szene erst aufgebaut und man ist in einer komplett anderen Szene. Toll gemacht! Dazu eine tolle, wie auch bekannte Geschichte. Dieser Film zeigt zudem viele Facetten der Filmkunst und die dazugehörigen Möglichkeiten. Die Darstellerleistung tut hier sein übriges.

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                                          • 6

                                            Leider so viel an Potential verschenkt. Nach dem 1/3 des Film dachte ich noch: "Wow, wie wunderbar" ... Handlung, Ausstattung, Optik, Ideen und Ensemble, alles war so überaus stimmig. Doch leider konnte das Niveau (mit Ausnahme des überragenden Spiels von Jude Law und Domhnall Gleeson) in all diesen Kategorien nicht gehalten weden.
                                            Die 2 besten (Gänsehaut)Momente des Films: 1.) Die Ball-Szene [Mindblowing] 2.) Die "Scrabble-Szene" zwischen Kitty und Levin [pure Empfindung].

                                            • 5

                                              wirkt zu gewollt künstlerisch. Das strengt eher an, als das es unterhält. Warum Cara Delevingne für ihre Nebenrolle so gelobt wurde, erschließt sich mir nicht. Hab sie nicht ein Wort sprechen hören.

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                                              • 7

                                                Mir gefiel in den ersten Minuten des Film,dass man jedes Geschehen auf einer großen Bühne sah.Auch die Übergänge zu den jeweiligen Szenen waren super.Leider nimmt dieses "Bühnenstück" im Laufe des Filmes immer mehr ab und somit verschwindet der gewisse Zauber des Filmes.
                                                Dennoch würde ich ihn empfehlen,weil die Geschichte,die Schauspieler und natürlich die wunderschönen Kostüme (insbesondere der blaue Mantel von Herrn Vronsky) den Film sehenswert machen.

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                                                • 10

                                                  Nur ein Wort: "episch".

                                                  Wunderbare Ausstattung, wunderbare Schauspieler. Die Theatermetapher passt perfekt zum Film, gegen Ende wird der Zuschauer selbst in Annas Situation versetzt: Abseits von allem Pomp fließt das Leben träge dahin- außerhalb des Theaters hat das Märchen keine Chance.

                                                  Das der Film den Nebelplot um Kitty und Lewin größtenteils auslässt, ist in meinen Augen kein Makel- ein guter Film setzt eben Akzente.

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                                                    "Hier ist alles Trug, alles Traum, alles nicht das, was es scheint."

                                                    Mutige Verfilmung eines Epos.
                                                    Dramatisch, theatralisch, bunt, oppulent, bildgewaltig; ein perfekt choreographierter Tanz durch die russische Gesellschaft, voller Musik, Leidenschaft und Hingabe, Tragik und Humor.

                                                    "Why do they call it love? " - "Because it's love."

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