Anonymus

Anonymous (2011), DE Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Thriller, Drama, Kinostart 10.11.2011


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6.0
Kritiker
32 Bewertungen
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6.4
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1603 Bewertungen
80 Kommentare
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von Roland Emmerich, mit Rhys Ifans und Vanessa Redgrave

War William Shakespeare vielleicht gar kein so talentierter Schriftsteller, sondern vielmehr ein cleverer Betrüger?

Anonymus stellt die Frage, ob William Shakespeare tatsächlich der Verfasser von Werken wie William Shakespeares Romeo + Julia, Hamlet oder Ein Sommernachtstraum ist. Was wäre, wenn in Wirklichkeit Edward de Vere, der Earl von Oxford (Rhys Ifans), der Autor dieser unsterblichen Klassiker ist? Diesen Fragen wird zwischen den Fronten des Machtkampfes um die britische Krone nachgegangen.

Hintergrund & Infos zu Anonymus
Das Drehbuch von John Orloff entstand schon in den späten 90er Jahren, wurde aber nach dem großen Erfolg von Shakespeare in Love 1998 auf Eis gelegt. Anonymus entwickelte sich über die Jahre zum Wunschfilm von Blockbuster-Regisseur Roland Emmerich. Dieser inszeniert mit Anonymus zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein kleineres Projekt. So verzichtet er mit Charakterdarstellern wie Rhys Ifans, Vanessa Redgrave, Jamie Campbell Bower und David Thewlis auch auf die absoluten Superstars aus Hollywood. Die Dreharbeiten zu Anonymus fanden ab Mitte 2010 im Studio Babelsberg statt. Dort wurde extra für die Produktion das damalige London realitätsgetreu nachgebaut. Nach eigener Aussage hat Emmerich den Film als historischen Thriller angelegt, der neben der zentralen Shakespeare-Frage auch die Rolle der Königin Elizabeth I. genauer beleuchtet.

Aus Reihen der sogenannten Oxford-Theorie bekommt der Film enorme Unterstützung. Allerdings werden die Shakespeare-Zweifler von Seiten der meisten Literatur-Wissenschaftler in der Regel nur belächelt. So gilt es gemeinhin als relativ wahrscheinlich, dass William Shakespeare auch selbst der Verfasser der ihm zugeschriebenen Stücke ist. Trotzdem nutzt Roland Emmerich in Anonymus diesen Ausgangspunkt und stellt die Frage ‘Was wäre, wenn…?’

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Anonymus
Genre
Historienfilm, Politthriller, Verschwörungsthriller, Drama, Thriller
Zeit
16. Jahrhundert, Alternative Geschichtsschreibung
Ort
Großbritannien, London
Handlung
Adel, Backstage, Britische Königsfamilie, Bühne, Dynastie, Herrschaft, Höfisches Leben, Königin Elisabeth I, Königreich, Königsfamilie, Künstlerszene, Lordschaft, Macht, Schriftsteller, Theater, Theaterstück, Verschwörungstheorie, William Shakespeare
Stimmung
Geistreich, Spannend
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Studio Babelsberg Motion Pictures

Kommentare (77) — Film: Anonymus


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doenef

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Bewertung3.5Schwach

??? äußerst verworren, es scheint, als ob Roland Emmerich bemüht war, irgendwie Geschichtliches unterzubringen, doch irgendwie hapert's dabei arg an der Realität

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Murphante

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Bewertung6.5Ganz gut

Film Nummer: 1113
gesehen am: Oster-Montag, den 21. April 2014
Stimmung: Relaxed
Wie oft gesehen: ERSTSICHTUNG !!! auf Bluray beim Kumpel
Vorhersage: 6,5 ... und auch angenommen !!!

So möchte man gleich schon am Anfang des Films hier in Erfahrung bringen ... hat er ... oder hat er nicht ... "William Shakespeare" hat gar nicht seine Stücke selbst geschrieben ... ob das jetzt wahr ist oder nicht ... konnte ich jetzt nun nicht auf die Schneller herausfinden ... aber dennoch war es Alles im Allem eine sehr sehr sehr aufwendige Produktion ... diesen Film überhaupt zu drehen ... ein Wahnsinn was dort an Materialien verheizt worden ist ... die Kulissen, die Dörfer, die Bühnen ... sehr schöne viele Details und die Kostüme ... bekam dieser film sogar eine Nominierung für den Oscar !!!
Wenn sie auch ein wenig homophob wirkte :D empfand ich die Zeit im Jahre 1600 doch sehr gut dargestellt und fühlte mich in die Zeit doch sehr gut versetzt ... aber ob sie wirklich mit soviel Gold, Rubinchen und Details so prachtvoll ausgestattet waren ... das große Theatergebäude war ja doch ... naja sagen wir bunt :D designed worden ;)

Zeitweise empfand ich den Film auch zum schmunzeln, waren hier Gefühle aufgekommen als sei ich im Film: "Der letzte Lude", "Erkan und Stefan" ... ob die wirklich damals solche Slangs drauf hatten oder so einen köstlichen Humor ;) =)

Was mich doch sehr gestört hat ... waren die zeitlichen Zeitsprünge zwischen den Zeiten. Also da musste man schon echt aufpassen ... :D :D :D

Hier noch ein Bild vom William ... passend zum Film wie ich finde ;)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/80/The_Modernity_of_Shakespeare.jpg/220px-The_Modernity_of_Shakespeare.jpg

krümelige Grüße
Euer morphiiii

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uncut123

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der kommt in 2-3 woch irgendein sonntag auf pro 7...bin mal gespannt


Murphante

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ach echt ??? ^^ ... naja ich hatte den günstig im Mediabook ergattert ... aber okay ist auch jetzt nicht so der Brüller ... ich werds wieder verkaufen !!! PS: wolltest Dich doch noch bei mir melden :P per PN !!!


Kokuznuz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein hervorragender Film zur Oxford-Theorie. Rhys Ifans at his best :)

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NickLang

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Bewertung9.0Herausragend

bin ja überrascht das vielen Leuten der film zu verworren ist, dann zieht euch den audiokommentar rein das hilft euch auf jeden fall ein wenig!

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Moviegod

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Bewertung7.5Sehenswert

Emmerich kann auch anders. Ohne große CGI-Zerstörungsorgien schafft er es gut, sich auf seine Figuren und die Handlung zu konzentrieren. Und egal wie weit hergeholt die Story auch sein mag, Emmerich versteht es, diese verdammt spannend rüber zu bringen. Die Ausstattung und Optik ist super. Man fühlt geradezu, wie dreckig London damals gewesen sein muss. Ein schöner kleiner Film, der eine interessante These vertritt.

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine überbordende Spielwiese für Masken-, Kostüm- und Szenenbildner, die das spätmittelalterliche England in den erhabenen Babelsberger Kulissen prachtvoll zum Leben erwecken. Das Setting wirkt authentisch und sieht wahnsinnig gut aus. Schauspielerisch gibt es mit Mutter und Tochter Redgrave als Königin und Rhys Ifans als literaturbegeistertem Adelsmann auch keinen Grund zum Meckern. Außerdem höchst interessant, wie Emmerich den Weltuntergang hier mal nicht im Großen, sondern klein und unscheinbar zelebriert: In den politischen Machtkämpfen, in den hinterhältigen Intrigen, in den zwischenmenschlichen Dramen seiner Charaktere. Die Verschwörungstheorie - War William Shakespeare nun wirklich ein begnadeter Schriftsteller oder bloß ein versoffener Tagedieb, der als Strohmann diente? Und falls zweiteres, wer steckt dann wirklich hinter den Stücken, die seinen Namen tragen? - ist spannend aufbereitet, wenn vielleicht auch durch die vielen Zeitsprünge ein bisschen sehr verworren erzählt, und Shakespeares Werk wird gut in die Handlung eingeflochten.

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LiaMiller

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich wusste anfangs gar nicht worauf ich mich einlasse und war deshalb sehr verwirrt, da man ja eigentlich die Geschichte von Shakespeare und auch die von Elizabeth I. kennt. Aber ich fand mich bald rein und war sehr angetan von allem - den Schauspielern, den Kostümen, den Kulissen und Effekten (fand die zugefrorene Themse besonders schön). Ein wenig vor den Kopf gestoßen fühlte ich mich bloß bei dieser Inzestgeschichte, da ich noch nie was von dieser Theorie gehört hatte...

Ansonsten ein sehr unterhaltsames Stück, wird auf jeden Fall nochmal gesehen!

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A.Mendes86

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es gibt natürlich fantasielose Zuschauer die müssen alles zwanghaft an der tatsächlichen Geschichte messen - diese Art von Zuschauer die bewusst oder unbewusst bei Filmen wie "10.000 BC" ein realistisches Portrait steinzeitlicher Gesellschaften und hier eben eine getreue Wiedergabe gesicherter Fakten der Shakespeare-Forschung erwarten.
Die werden natürlich enttäuscht.
Ich habe eine interessante, stimmungsvolle fiktive Geschichte in einem Renaissance-Setting erwartet und wurde nicht enttäuscht.
Schöne Bilder, interessante Charaktere, Dramatik, Romantik, Stil.
So interessant dürfte die historische Wahrheit nie im Leben sein.

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Gerneguckerin

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Bewertung5.0Geht so

Man nehme an Gossip was die Tudor- und Stuart-Zeit so hergab, pause vereinzelte Porträts ab und schüttle alles ein bisschen durch. Herauskommt dann eine Geschichte um den vermeintlich wahren Autor der Shakespeareschen Werke: eine etwas kurzweilige, filmische Unterhaltung mit latenten Spannungsmomenten, die wieder einmal mehr historisch erklären möchte als erzählen, so dass sich die zwei Stunden wohl wie drei angefühlt hätten, wäre man nicht zwischendurch mal länger im Badezimmer verschwunden ohne die Pausetaste zu drücken. Der hier vollzogene ständige Wechsel von szenischer Vergangenheit und Gegenwart verwirrt ein wenig und es brauchte so seine Zeit um überhaupt ansatzweise mit den vielen Figuren warm zu werden. Ein bisschen mehr Stringenz und Kontur hätte dem Film sicher besser gestanden und erzähltechnisch gibt die Idee doch eigentlich mehr her, als letztlich nur ein misogynes Elisabeth-Bild einiger Zeitgenossen zu bemühen, welches diese als eitle, einsame, unkeusche und grausame Herrscherin am Ende ihrer Tage schildert, was irgendwie dann alles erklären soll, ob nun der maßgebliche Shakespeare einer ihrer eigentlichen Earls gewesen war hin- oder her. Obwohl die Idee durchaus ihren Reiz hat und der Film einen durchaus nachhaltig beschäftigt, hätte man sich doch an vielen Stellen mehr innovativen Pepp und Pomp gewünscht.

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laurens.schreiht

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Anonymus ist für mich der beste Emmerich-Film, besonders da ausnahmsweise mal kein Weltuntergang bevorsteht. Die Story ist gut erzählt und spannend gefilmt. Top!

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CrazyWizard

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sowas hätte ich jetzt überhaupt nicht aus der Feder von Roland Emmerich erwartet! Keine Aliens? - Kein Weltuntergang? Und nur eine Hand voll Tote? - Recht untypisch für den Schwaben, um ehrlich zu sein, aber auf keinen Fall schlecht! Erfreulich unverbrauchte Gesichter als Figuren der englischen Monarchie zur Zeit Shakespeares eröffnen dem Zuschauer eines der größten Mysterien der Literaturgeschichte. Als Rahmen dient eine Theateraufführung, was eine sehr gute künstlerische Idee war, wie ich finde! Eine sehr schöne Lichtstimmung untermauert das Ganze, auch wenn die Dialoge gegen Ende etwas kompliziert werden, weil man schnell den Überblick über die gesamten Grafschaft-Verhältnisse verliert. Aber dennoch eine sehr interessante Interpretation der Historie und Vorstellung einer der möglichen Szenarien, die sich um Shakespeare ranken. Emmerich sollte öfters mal ruhigere Filme inszenieren, dann kann er auch noch in Zukunft die letzten Schwachstellen ausmerzen!

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Drehmumdiebolzen

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Ballermann des Krawallblockbusterkinos (nein, nicht Michael Bay) macht auf ruhiges, dialoggesteuertes Historiendrama, bei dem der Anspruch aus jeder Palliette der hochauthentischen Fummel nur so triefen soll.
Und Roland Emmerich stellt damit unter Beweis, das er auch anders kann.

Sicher, der Plot ist eigentlich geradezu köstlich an den langen Goldlöckchen herbeigezogen und gerade gegen Ende verheddert sich "Anonymus" immer mehr, wenn es um die angeblich "engeren Beziehungen" von Shakespeares Ghostwriter, Edward de Vere, dem Earl of Oxford, zum englischen Königshaus geht.
Die sprunghafte Erzählweise, die Emmerich hier an den Tag legt und dabei mit gleich mehreren Timelines jongliert, erfordert schon höhere Aufmerksamkeit und verkompliziert die eigentliche Story unnötig zu mehr, als auf dem Bildschirm tatsächlich passiert.

Nichtsdestotrotz steht "Anonymus" beispielsweise "Shakespeare in Love", wenn es um Drehorte, Köstume, Szenenbild, Ausstattung geht, in Sachen Opulenz in fast nichts nach.
Die Jungs der überproduktiven SFX-Abteilung hat der "Master of Disaster" zwar nicht vollkommen ins Exil verbannt, dennoch fallen deren Kreationen kaum bis gar nicht auf bei den gut rekonstruierten Bauten wie den noch in den Kinderschuhen steckenden Theatern des Elisabethanischen Zeitalters.
Der Film an sich fällt ungewöhnlich politisch aus, sodass Liebhaber von Intrigenspielen à la "Game of Thrones" oder mehr noch "Die Tudors" ruhig einen Blick riskieren können.
Der Besetzung sieht man sehr deutlich an, dass sie froh ist, mehr vor richtiger Kulisse als stundenlang vor ewigen Greenscreens mit etwas mehr als nichtssagenden Dialogen zu performen.
Rhys Ifans macht seine Sache überaus gut und zeigt, dass er den Film zu großen Teilen allein tragen kann. David Thewlis (in manchen Flashbacks höchstens noch an seiner Synchronstimme Wolfgang Condrus zu erkennen) betreibt etwas gedrosseltes Overacting; bei Vanessa Redgrave als Königin Elisabeth I. hätte man zwar etwas mehr Verve und schauspielerische Wucht erwartet, trotzdem sind beide sehenswert.

Wie auch der ganze Film. Zwar wirkt einiges zu gewollt und unbedingt auf hochtrabendes Arthaus-Kino getrimmt und über Emmerichs unumstößliche Überzeugung, hier blanke Tatsachen und die "true events" um Shakespeare zu enthüllen, kann man leise weinend den Brummschädel schütteln.
Dass der gebürtige Schwabe aber im Gegensatz zu Bay auch mal eine Kamera da aufstellen kann, wo sich einfach nur zwei Leute unterhalten und auch inszenatorisch doch um einiges mehr auf dem Kasten hat als Global Cities unangespitzt in den Boden zu stampfen, wenn man ihm kein Zehntelmilliarden Dollar Budget in die Hand drückt und komplett in Babelsberg drehen lässt, das demonstriert Roland Emmerich mit "Anonymus" eindrucksvoll.

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Sven - Friedrich Wiese

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Präziser Kommi, der so wie er geschrieben ist deine Bewertung nachvollziehbar macht.


Drehmumdiebolzen

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Genau das sollte ja bei aller Subjektivität, die man ja doch irgendwo walten lässt, der Sinn sein ;)
Aber herzlichen Dank :)


CuchillaPitimini

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Bewertung3.0Schwach

Laut Trailer geht es um Shakespeare und darum, dass er seine weltberühmten Werke gar nicht selbst verfasst haben soll. Diese Theorie ist nicht ausgedacht, sondern ist schon seit längerem eine Diskussion in Fachkreisen. Also eigentlich keine schlechte Idee für einen Film. Emmerich wählte den Graf von Oxford (Edward de Vere) als wahren Verfasser sämtlicher Bühnenstücke und Sonette. Dieser konnte aufgrund seines Standes die Werke aber nicht selbst veröffentlichen. Shakespeare hingegen wird der berühmteste Autor seiner Zeit und lässt wegen des hohen Andrangs sogar ein größeres Theater bauen.
In Wahrheit geht es aber viel mehr um die Lebensgeschichte des Grafen von Oxford und um die Prince-Tudor-Theorie, nach welcher der Graf ein unehelicher Sohn der Königin ist, der später ihr Liebhaber wird. (Ja, es ist so verstörend wie es sich anhört).

Ich konnte dem Film leider nicht viel Gutes abgewinnen, vielleicht auch weil ich etwas vollkommen anderes erwartet hatte. Shakespeare ist nicht das Hauptthema des Films, zumindest nicht in der Art und Weise wie ich es erwartet hatte. Vielmehr ist der Film von Politik und Machtkampf geprägt, mit einer Prise Inzest gewürzt. Für meinen Geschmack gab es einfach viel zu viele Charaktere und zu viele, unübersichtliche Rückblenden, denen ich nur schwer folgen konnte. Die Schauspieler waren zwar recht gut gewählt, so haben mich Sebastian Armesto (als Ben Johnson), Rafe Spall (als Shakespeare) oder Jamie Campbell Bower (als junger Edward de Vere) doch durchaus überzeugt. Sie konnten die undurchsichtige und unglaubwürdige Story aber nicht retten. Außerdem baute sich an keiner Stelle eine wirkliche Spannung auf, was ich von einem Thriller doch erwartet hätte.
Um fair zu sein möchte ich Euch aber sagen, dass mein Freund mal wieder ganz anderer Meinung war und den Film total gut fand…

Vermutlich lag es an meinen falschen Erwartungen, dass der Film bei mir durchgefallen ist. Ich persönlich kann ihn Euch jedenfalls nicht weiterempfehlen.

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MurmelTV

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Da ging es mir genauso. Trifft es auf den Punkt!


Lyne

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Bewertung4.5Uninteressant

Tolle Schauspieler. Verwirrendes Drehbuch. (Leider) Schlechte Regie.
Schade, man hätte so viel aus dem Thema machen können. Eine absolute Enttäuschung, die nur durch die unglaubliche schauspielerische Leistung der Darsteller gemildert wird.

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach seinen Krawallorgien der letzten Jahre, widmet sich unser deutscher Hollywood-Regisseur Roland Emmerich mit seiner letzten Regiearbeit wieder dem ruhigeren Erzählkino.

Aber auch wenn „Anonymus“ bei weitem nicht so ein Getöse macht wie beispielweise „2012“, ist der Film trotzdem reines Unterhaltungskino und keine historische Ausleuchtung der Person Shakespeare oder den Ereignissen dieser Zeit. Sicher finden sich geschichtliche Details in der Story wieder, aber im Großen und Ganzen ist „Anonymus“ eine Geschichte, die auf Theorien basiert. Emmerich hatte gar nicht die Absicht, hier hohes geschichtliches Kino zu machen. Er wollte einen Thriller abliefern, der eben in dieser ereignisreichen Zeit spielt.

Und streckenweise spannend ist diese Story über den Shakespeare, den es gar nicht gab. Ausgestattet mit einer wirklich guten Besetzung, gelungenen Kostümen und einem sehenswerten Setting, präsentiert Emmerich hier Popcorn-Kino der etwas anspruchsvolleren Art. Schon mit „Der Patriot“ bewies Roland Emmerich, dass er historische Stoffe gut als reines Unterhaltungskino verpacken kann. „Anonymus“ schlägt auch diesen Weg ein und fährt damit gut.

„Anonymus“ ist bei weitem kein Streifen für die Ewigkeit, aber er ist solides Unterhaltungskino aus Deutschland und den USA, das mit einer interessanten Story und sehenswerten Bildern aufwartet.

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Thomas Hetzel

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Bewertung6.5Ganz gut

Anfangs ist der Film ziemlich verwirrend mit den vielen Rückblenden und die meisten tragen denselben Bart. Aber wenn man erst mal reingekommen ist, ist der Film ganz unterhaltsam. Genial werden hier Geschichte und Fiktionen vermischt. Shakespeare wird zudem als ziemlicher Trottel dargestellt, was echt stark ist.

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Hagen Hagen

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Bewertung5.5Geht so

Ich hätte gern die ganze Zeit die Szenen mit dem historischen London in Großaufnahme gesehen und auf den ganzen verschwurbelten Rest verzichtet. Als in der letzten Stunde endlich das Tempo anzog, hat es mir aber ganz gut gefallen.

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zmpfl

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich habe so gut wie jeden Emmerich-Film im Kino gesehen. ARCHE NOAH PRINZIP noch aus Interresse, INDEPENDANCE DAY wg Päng-Puff und ab da wars nur noch: Wie dreist und platt wird's diesmal ??!
2012 war der Tiefpunkt der Dämlichkeit und ab da sollte Hr Emmerich kein Geld mehr von mir bekommen !
Klar, in ANONYMUS will E. zeigen, daß er auch anders kann (was ja auch irgendwie eklig ist), ABER > Hey, schau an !
Zumindest sehr unterhaltsam !!
Schauspieler und Kulisse tatsächlich toll.
Trotz langer Dauer nicht langweilig.
Was jetzt die bekrittelte Pseudokomplexität und Konfusität betrifft: Muss ich später beurteilen, im Moment bin ich beeindruckt. :-)

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H4rl3k1n

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider verläuft sich der Film etwas in dem Ränkespiel der Erbfolge und trägt zum Ende zu dick auf. In ihren Rollen gut gefallen haben mir dagegen Rhys Ifans und Joely Richardson, die beide zu überzeugen vermochten. Alles in allem wirkte der Film etwas zu überladen, sodass mich der ein oder andere Erzählstrang völlig gleichgültig wirkte.

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NiboraC

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Bewertung3.0Schwach

Tut mir leid aber ich weiß nicht was an diesem Film so toll sein soll. Ich habe mich gelangweilt und es viel mir schwer ihm überhaupt zu folgen.

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