Another Earth

Another Earth (2011), US Laufzeit 93 Minuten, FSK 12, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 10.11.2011

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Kritiker
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von Mike Cahill, mit William Mapother und Brit Marling

In dem stillen Sci-Fi-Drama Another Earth wird Brit Marling nach eigenem Drehbuch mit einer rätselhaften zweiten Welt konfrontiert.

Mit dem Auftauchen von Another Earth wird auch die Welt von Rhoda Williams (Brit Marling) eine andere. Während einer Autofahrt wird die junge Highschoolabsolventin durch den Anblick dieser zweiten Erde so überrascht, dass sie einen verhängnisvollen Unfall mit Todesfolge verursacht. Statt – wie ursprünglich geplant – ein Studium am renommierten M.I.T. zu beginnen, entschließt sie sich nach Verbüßung ihrer Gefängnisstrafe, als Hausmeisterin an einer Schule zu arbeiten. John Burroughs (William Mapother), der im Gegensatz zu Frau und Sohn den Autounfall überlebt hat, wird eines Tages von Rhonda besucht. Weil zum Zeitpunkt des Unfalls minderjährig, war ihre Identität vor Gericht nicht preisgegeben worden. Aus Angst stellt sich Rhoda als Haushaltshilfe vor und beginnt sich um den depressiven Mann zu kümmern. Während die Beziehung der beiden wächst, erreichen immer neue Nachrichten von Another Earth die Erde. Als Rhoda einen Aufsatzwettbewerb gewinnt, der es ihr ermöglicht, auf die andere Erde zu reisen, gerät ihre Welt, ihre Beziehung zu John und ihre Identität selbst aus den Fugen…

Hintergrund & Infos zu Another Earth
Another Earth beruht auf einer Idee, die von Regisseur Mike Cahill (in seinem Spielfilm-Debüt) und Hauptdarstellerin Brit Marling (The East) gemeinsam entwickelt wurde. Die Geschichte um eine parallele Welt mit ihren parallelen Existenzen gewann beim Sundance Film Festival den Alfred P. Sloan Prize und wurde vom Publikum gefeiert. Ein wesentliches Merkmal dieses unkonventiellen Science-Fiction-Films ist seine Weigerung, dem Zuschauer eine eindeutige Interpretationsebene anzubieten: Die Welt des Films ist die Welt, die der Zuschauer daraus macht. (CW)

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Cast & Crew


Kritiken (19) — Film: Another Earth

SiameseMax: SiameseMovies

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7.0Sehenswert

[...] “Another Earth” kann als eine thematische Antithese zu Lars von Triers fast zeitgleich entstandenen “Melancholia” verstanden werden. Während Lars von Triers Himmelsstern das Ende der Welt bedeutet, ermöglicht die zweite Erde den Menschen eine Perspektive auf Katharsis, und ein besseres Ich. Dabei ist die Regie-Arbeit von Debütant Mike Cahill in seiner omnipresenten Symbolik, auf welcher der in seiner Gänze recht dünne und teils vorhersehbare Plot fußt, nicht minder plump und offenkundig, jedoch visuell und inszenatorsich weit weniger eindrucksvoll als von Triers depressive Apokalypse. Dennoch hat das von Cahill in Zusammenarbeit mit Hauptdarstellerin Marling verfasste Drehbuch und die darin aufgeworfenen Fragen über das Sein und das Nichtsein durchaus seinen Reiz, und natürlich sind dabei jegliche Gesetze der Astrophysik außer Kraft gesetzt und das ist in Anbetracht des metaphorischen Charakters der titelgebenden “anderen Erde” auch vollkommen legitim (um solche “Nebensächlichkeiten” kümmerte sich ja auch von Trier herzlich wenig). Allerdings liegt das größte Problem des Films darin, dass seine Macher scheinbar nicht in die Abstraktionsfähigkeit seines Publikums vertrauen. Somit kauen sie uns sämtliche aufgeworfenen Fragen explizit durch eine Priester-ähnliche Stimme aus dem Off vor und öffnen damit Möchtegern-Philosophen Tür und Tor, Vorgegebenes unreflektiert wiederzukäuen. Alle anderen dürfte das langweilen oder gar ärgern. Es sollte doch einer Independent-Produktion dieser Güte der Mut und das Vertrauen in die eigene Wirkung und die Aussagekraft innewohnen, gerade wenn sie sich einer Metaphorik bedient, die per se schon eigentlich keiner großartigen Erklärung bedürfen sollte.
Trotz und alledem ist “Antoher Earth” keinesfalls misslungen. [...]

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Rochus Wolff: freier Journalist

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8.0Ausgezeichnet

Viel Schuld und viel Sühne mit SF-Einschlag. Gefällt und rutscht nie in den Schmalz.

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Michael Ranze: film-dienst Michael Ranze: film-dienst

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7.0Sehenswert

Ein anrührendes, hervorragend gespieltes Drama um Schuld und Erlösung, das glaubwürdig die Annäherung zweier tief verletzter Menschen beschreibt. Mit der Metapher eines neu entdeckten Planeten, der ein Duplikat der Erde ist und auf dem jeder Mensch einen Doppelgänger hat, stellt der Film Fragen nach Identität und Selbstbetrachtung.

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C. Horn: fluter, kino-zeit C. Horn: fluter, kino-zeit

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8.0Ausgezeichnet

Die große Stärke von Mike Cahills Regiedebüt liegt in der Reibung zwischen dem Independent-Drama, das die psychologischen Belange der Figuren fokussiert, und der nie zum Selbstzweck degradierten Science-Fiction, die diese Belange in ein neues Licht rückt. Dass beides ineinander aufgeht, liegt an der sicheren Inszenierung von Mike Cahill und den glänzenden Hauptdarstellern, die das Kammerspiel auch ohne den Zugewinn durch die zweite Erde interessant halten.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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3.0Schwach

[Another Earth] ist damit auch ein Stückweit Antithese zu Lars von Triers Melancholia, in dem der fremde Planet das Ende der Welt einläutet. Somit wären auch aus dieser Perspektive viele kreative Möglichkeiten gegeben. Leider kapriziert sich der Film auf das Spiel mit den Chancen, Entscheidungen und Möglichkeiten, die in einem anderen Leben zu einem anderen Ergebnis geführt haben könnten, und verzichtet obendrein darauf, das erzählerisch in irgendeiner Form wiederzugeben.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Die Filmsprache von „Another Earth“ hängt unmittelbar mit dessen Entstehung als ausgesprochener Independentfilm zusammen: Der Dokumentarfilmer Mike Cahill zeichnet nicht nur als Co-Drehbuchautor und Regisseur verantwortlich, sondern übernimmt auch die Kamera und den Schnitt. Hauptdarstellerin Brit Marling spielt nicht nur die Hauptrolle. Sie verfasste außerdem das Drehbuch zusammen mit Cahill und produzierte darüber hinaus den Film mit. „Another Earth“ vereint eine symbolische Sprache etwa im Einsatz der Farben und anderer Sinnbilder mit ausgesprochen grobkörnigen Einstellungen, einer der Videoclip-Ästhetik geschuldeten Zeitlupe und einem charmanten Retro-Look etwa im Einsatz der Fernseh- und Radiosendungen.

Diesen uneinheitlichen Stil verknüpft „Another Earth“ freilich mit einem zeitlosen, nicht anders als klassisch zu bezeichnenden Sujet, der Verarbeitung von Schuld. Dabei springt der Unterschied etwa zu Lars von Triers „Melancholia“ geradezu ins Auge: gibt sich Lars von Trier einer fatalistischen Weltuntergangsstimmung hin, so beraubt die sich nach dem tragischen Unfall einstellende Melancholie Rhoda nicht der Hoffnung, die von ihr verursachte Tragödie wieder gutzumachen.

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Wilfried Geldner: Radio Köln Wilfried Geldner: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Allerdings, man sollte schon romantische Märchen mögen, wenn einem der Film mit seinem durchaus hartnäckig esoterischen Unterton gefallen soll. Zu entdecken aber gibt es hier vor allem wieder mal eins: die Bedeutung des Tons und seiner suggestiven Kraft. Cahill setzt sie - gleich ob mit blauem Klavier, Radiofetzen oder Weltall-Gekrächze wie zu Aldrins Zeiten so bravourös ein, dass er keinerlei optische Klimmzüge braucht.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.0Sehenswert

Sehr stringent ist die Verbindung des menschlichen Dramas mit der eher der Science Fiction zuzuordnenden „anderen Erde“ auf keinen Fall. Aber der Autor wollte eben etwas Außergewöhnliches und wenn möglich Originelles.
Immerhin ist noch genug vorhanden, das den Film interessant macht: die durchgehende Stimmung, der in diesem Fall passende verzögerte Rhythmus, die Tragödie als solche, die handwerklich geglückte Inszenierung von Autor und Regisseur Mike Cahill und nicht zuletzt das hervorragende Spiel von Brit Marling als schuldbeladene Rhoda sowie von William Mapother als ins Unglück gestürzter John.

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Urs Arnold: outnow.ch Urs Arnold: outnow.ch

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4.5Uninteressant

Fürwahr liegen die Qualitäten von Another Earth im Dramateil. Die Sci-Fi-Ebene indes ist ganz schöner Mumpitz: Wieso etwa "Earth 2" trotz augenscheinlich kurzer Distanz erst nach vier Jahren angeflogen werden soll, und warum dann auch gleich eine Zivilistin dabei sein soll, erschliesst sich einem nicht.
Cahill und Marling wollen mit der Existenz einer anderen Welt offensichtlich Gedankentüren öffnen. Leider aber verzahnt sich hier zwischenmenschliches Drama und Sci-Fi-Vision nicht nahtlos genug, als dass der Film als Gesamtwerk überzeugen könnte.

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Luiz Vasquez: Kino Kino Luiz Vasquez: Kino Kino

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7.0Sehenswert

"Another Earth", der Überraschungserfolg vom Sundance Festival, ist ein waschechter Independentfilm. [...] Die sympathisch unbedarfte Leidenschaft der Filmemacher scheint immer wieder auf. Nur manchmal haben Cahill und seine Mitstreiter falsche Entscheidungen getroffen. Die ohnehin arg wackelige Kamera zoomt bisweilen allzu unmotiviert, und die Schlüsselszene mit Rhodas Schuldeingeständnis ist mit unnötigen Rückblenden durchsetzt. Doch das schmälert das Vergnügen nur geringfügig.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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7.5Sehenswert

Nachwuchsschauspielerin Brit Marling, die gemeinsam mit Regisseur Mike Cahill das anspruchsvolle Drehbuch schrieb, sollte man im Auge behalten. Sie und Cahill haben ein schillerndes Denkspiel erschaffen, dass den Zuschauer bis in seine Träume verfolgen wird.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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7.5Sehenswert

Cahill hat mit Another Earth ein vielversprechendes Debüt hingelegt. Der Einsatz eines einziges, durchgängigen Special Effect, dem Auftauchen von Erde 2, die wie schillernder Christbaumschmuck im Himmel hängt, richtet die Aufmerksamkeit auf die Struktur des Films, die sich immer weiter von der Geschichte entfernt und zu den Gefühlen vordringt.

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Joe Morgenstern: Wall Street Journal Joe Morgenstern: Wall Street Journal

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7.0Sehenswert

Mike Cahills Debütfilm Another Earth besitzt eine Anziehungskraft, die weit über seine eigentliche Masse hinaus geht und zwar dank einer starken Hauptdarstellerin, einer poetischen Grundstimmung, einer Reihe eindringlicher Bilder und einer tiefgründigen Weltsicht, die sich nicht lange mit Logik aufhält.

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Amy Biancolli: San Francisco Chronicle Amy Biancolli: San Francisco Chronicle

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5.0Geht so

Regisseur und Co-Autor Mike Cahill gibt einige interessante Denkanstöße, die jedoch nicht alle überzeugen können. In seinen berührensten Momenten schafft es Another Earth einen ganz eigenen, traurigen Sog zu entwickeln. In seinen schwächsten vermittelt er ein Gefühl des bemühten Abplagens: Die metaphorische Verbindung zwischen Trauer und Hausarbeit zieht sich dahin wie ein Mopp über den Badezimmerboden.

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Michael O'Sullivan: Washington Post Michael O'Sullivan: Washington Post

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5.0Geht so

Es wird gesagt, dass die Beobachtung einer Sache die beobachtete Sache selbst verändert. Es ist diese metaphysische Idee - dass wir uns durch das Hochhalten eines Spiegels selbst verändern - an die Another Earth sich anlehnt. Sie ist es auch, die verhindert, dass der Film in Belanglosigkeit abgleitet, trotzdem wird sie nicht zuende gedacht. Der Film endet mit einem quälenden Cliffhanger, nicht mit einer Auflösung.

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fliesenmalauk

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Ich sehe nicht ganz, wieso das Ende ein Cliffhanger sein sollte. Es wird doch ziemlich endeutig dargestellt. Mit der Bewertung bin ich d’accord.


Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

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8.0Ausgezeichnet

Die beste Science Fiction erzählt Geschichten über Menschen in einer außergewöhnlichen Umwelt oder Situation, die dazu dient einen Blick auf das weitläufige und größtenteils unerforschte Gebiet der menschlichen Seele zu werfen. Mike Cahills Another Earth gehört zur besten Science Fiction.

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Mary Pols: TIME Magazine Mary Pols: TIME Magazine

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8.5Ausgezeichnet

Es gibt keine kleinen grünen Männchen oder Spezialeffekte, die erwähnenswert wären, aber die bedrohliche Anwesenheit gepaart mit den Möglichkeiten der anderen Erde, machen den Film zu einer metaphysischen Abhandlung mit Einflüssen, die von Krzysztof Kieslowskis Die zwei Leben der Veronika zu Andrei Tarkovskys Solaris reichen.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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7.5Sehenswert

Mike Cahill arbeitet bei seiner Inszenierung mit angerissenen Bildern, viele Überblendungen und Ausschnitten. Trotz des galaktischen Bezugspunktes konzentriert sich der ruhige Film auf seine Figuren. Dabei beeindruckt Hauptdarstellerin Brit Marling enorm. [...] Cahill und Marling finden für ihre traumatisierten Protagonisten eine andere, überraschende Lösung und ein doppelt offenes Ende. Dieses wird wie der Film selbst für angeregte Diskussionen sorgen.

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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...

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7.5Sehenswert

Das Versprechen einer zweiten Chance ist trügerisch. In der Parallelrealität würde ein anderes Ich warten, das seinen Platz verteidigt. Die Überflüssigkeit, der die Protagonisten entfliehen wollen, wird auf der zweiten Erde erst absolut. Die bedrückende Vision vergeblicher Sehnsucht beschließt die fantastische Parabel, die nicht vollkommen, doch stets faszinierend anzusehen ist.

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Kommentare (69) — Film: Another Earth


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cyranorick

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Bewertung0.0Hassfilm

Was für ein auf und ab.
Wenig vom Film wissend, war ich anfang noch der Meinung, wie angenehm ruhig und unaufgeregt die Inszenierung doch ist.
In seiner Ruhe leicht an das grossartige "Man on Earth" erinnernd.
In Gedanken sortierte ich schon die hohen virtuellen Punktetäfelchen.

**SPOILER**
Und dann: WT....gottverdammter F?
Ne Liebesgeschichte?
Eine blöde, hirnverbrannte, leere Liebesgeschichte?
"Ey Mann, hier hast mein Ticket.. mach Du mal!"^^ Bitte WAS?

Gut, die Tatsache, dass er nach ihrer Beichte nicht sagte: "Is´ schon gut, bleib´ Du Mal hier, ich lieb´ Dich doch!" hätte dem Streifen vermutlich dann doch einen halben Gnadenpunkt gerettet... die letzten Sekunden schliesslich auch noch einen, weil man hier ein wenig hätte überlegen, interpretieren können.... aber dazu hasse ich den Film, und mich, weil ich die Zeit verplempert habe, ihn mir anzusehen, doch zu sehr... und Hassfilme mit 1,5 Punkten gibt es nun einmal nicht.

Boah, wat bin ich angefressen... nichtssagendes Liebesfilmchen in pseudo-intellektueller Verpackung.

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Dual

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Also mich hat das Ende damals total geflasht, super Film.


Boogers666

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Jup :)


Stammfunktion

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Bewertung9.5Herausragend

Sehr sehr gute Synchronsprecherin. Leider konnte ich diese nicht herausfinden, aber sie passt sehr gut zur Brit Marling, hat eine wunderschöne Stimme und kann sehr einfühlsam erzählen, gerade bei den zwei Geschichten, die erzählt werden.

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cyranorick

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Nee, warte.. hier habe ich noch was gefunden, was sich direkt auf diese Produktion bezeiht.
Sollte also Berenice Weichert gewesen sein. :)

http://www.sprecherforscher.de/12340/another-earth-kinostart-10112011/


Stammfunktion

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super vielen Dank :D


JoeKramer

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Bewertung6.0Ganz gut

Für das Minibudget (200.000$) ein wirklich gelungener Film. Mir war er allerdings etwas zu langatmig, lag aber auch vielleicht daran dass es kein herkömmlicher SiFi ist und viele Themen im Filmverlauf gar nicht aufgeklärt werden.

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gertgebert

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Bewertung5.5Geht so

Hat etwas von "Melancholia" ist aber unentschlossen wie ein Film von der Filmakademie. Grundidee super aber ungekonnt (absichtlich oder nicht, ist egal) umgesetzt. Die Sexszene absolut entbehrlich, ebenso wie die runterziehenden Synth-Klänge. Schade um den Ansatz....verstehe die überwiegend so positiven Besprechungen nicht. Viele haben halt gleich Ehrfurcht vor Werken von denen sie sich irritiert fühlen...

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Fu-Jay

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Bewertung7.5Sehenswert

Another Earth als Science Fiction zu bezeichnen trifft es meiner Meinung nach nicht ganz. Viel mehr versteht sich der Film als surreales Drama über Schuld und Vergebung und der SciFi-Schwerpunkt des Films ist lediglich eine kunstvolle Metapher auf die Handlung der Hauptcharaktere. Das nur für die Leute, die einen "richtigen" Science Fiction-Film erwarten. Alles in dem Film ist auf Melancholie getrimmt, was der ganzen Sache eine schwere, drückende Atmosphäre verleiht und dem Zuschauer schwer im Magen liegen kann. Genau das war es sicherlich auch, was der Film erreichen wollte und ihn insgesamt zu einem guten Drama macht, gespickt mit prachtvollen, traurigen Bildern.

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jerome86

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich war schon immer der Meinung, dass man Filme immer so wahr nimmt wie gerade die eigene Stimmung ist. Wer auf Action oder Spannung wartet, kann bei diesem Film lang warten. Es zieht sich eine depressive Langsamkeit durch den Film, dass man schon fast in sein Tablettenfach greifen muss um nicht doch noch vom nächsten Balkon zu stürzen. Wer aber Lust auf etwas tiefsinniges hat und denn ein wenig Trauerstimmung nicht stört, der ist hier goldrichtig. Vielleicht ist der Titel gar nicht so fehle am Platze, obwohl die zweite Erde nur bedingt in dem Film eine Rolle spielt. Wir beschäftigen uns, in unserer schnelllebigen Zeit, viel zu wenig mit den ernsten Themen und erachten Dinge für wichtig die es eigentlich gar nicht sind. Das Ende des Films lässt einen im Dunklen stehen und man kann nur erahnen, dass er wohl einen positiven Ausgang hatte- ich für meinen Teil zumindendst.

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Arathas

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ACHTUNG SPOILER

Ich fand nicht, dass der Film einen am Ende im Dunkeln stehen lässt. Das Ende lässt so viele Interpretationsmöglichkeiten doch gar nicht zu, oder?

- Rhoda hat auch auf der anderen Erde den Unfall verursacht, sonst hätte sie auf der anderen Erde nicht den gleichen Brief geschrieben wie auf "unserer", der ihr auch dort das Ticket für den Flug zur anderen Erde gesichert hat. Dass sie ein Ticket bekommt, einfach, weil sie einen tollen Brief schreibt, ohne den Hintergrund des Unfalls, ist schon höchst unwahrscheinlich.
- Der einzige Unterschied dürfte gewesen sein, dass sich Rhoda auf "unserer" Erde dazu entschied, John fliegen zu lassen. Und auf der anderen Erde ließ sie John nicht fliegen (oder sie hat es John dort angeboten, doch der wollte nicht fliegen).

Und so trifft Rhoda auf Rhoda (und John auf John). Und die Unfallopfer sind und bleiben in beiden Fällen tot.

Wenn du andere (positive) Interpretationen hast, dann lass ruhig hören. ;-)


headmusic

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Bewertung7.0Sehenswert

Science Fiction Fans aufgepasst...nicht irre führen lassen! Der Film ist ein Drama und spielt nur mit Science Fiction-Elementen. Wenn man ihn aus der "Drama-Perspektive" betrachtet, funktioniert der Film ganz gut. Brit Marling die das Drehbuch mitverfasst hat und auch die Hauptrolle spielt, bringt auf jeden Fall mal frischen Wind und tolle Ideen in die amerikanische Filmbranche.

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Silver

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich fand die Grundidee mit der Spiegel-Erde sehr vielversprechend und erwartete aufgrund der Beschreibung und Kritiken auch weniger einen Science-Fiction-Film, sondern ein eher philosophisches Werk. Wie schon von anderen hier geschrieben, schwingt dieses Element allerdings in weiten Teilen nur nebenbei mit und der Film würde ohne das auch als 0815-Beziehungsdrama funktionieren. In den Momenten, in denen der Parallelwelt und den damit verbundenen Überlegungen mehr Raum geschenkt wird, entwickelt der Film durchaus seine Stärken. Leztendlich kränkelt er aber daran, dass man nicht so recht weiß was er eigentlich sein will.
An der Inszenierung gibt es einiges was mich gestört hat. Oft hat man den Eindruck, der Regisseur versucht krampfhaft, dem ganzen einen künstlerischen, experimentellen Charakter zu verleihen, was sich vor allem im Einsatz von künstlich verwackelten Handkameraszenen und dem dazugehörigen heranzoomen an die Darsteller oder am herumspielen mit der Schärfentiefe äußert. Leider wirkt das auf mich unbeholfen maniriert, darüber hinaus habe ich mich an diesem pseudo-dokumentarischen Look schon lange sattgesehen. Die schauspielerischen Leistungen sind überwiegend solide bis unspektakulär, und die Kulissen auch nicht immer passend. Die Charaktere bleiben relativ eindimensional, eine Identifikation will nicht so recht aufkommen.
Dennoch findet man auch schöne und interessante Momente, wie etwa den ersten Kontakt mit der anderen Welt, oder die Nebenrolle des blinden Hausmeisters. Aber nichts, was den Film noch über ein "Ganz gut" hinausgehoben hätte. Das schaffte dann buchstäblich in letzter Sekunde nur noch die Schluss-Szene, bei der ich einen Anflug von Gänsehaut bekam und mich daher zu einem "Sehenswert" erweichen ließ. Die Szene ist still und unspektakulär, und doch hat sie mich bewegt. Und in diesem einen Moment zeigt sich, was der Film hätte sein können.

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Ener

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Rein literarisch ein Film, der bei mir viel schlechtere Vorzeichen nicht haben kann. Eine zweite Erde... Mann, ist das ein Scheiß! Doch entpuppte sich die Low Budget Produktion als kleine Perle. Es überraschte schon, das das Ereignis, womit die Dinge ihren Lauf nehmen, nicht in einer effektgeladenen Mega-Explosion oder mit Blut-Fontänen passiert, wie viele andere Filme ihre Mängel kaschieren. Es sollte sich als nicht von Nöten herausstellen. Das Ende ist aber dann doch schon ziemlich gemein, der setzt dem ganzen einen würdigen Deckel drauf; Bloß keine Antworten liefern. Lasst den Zuschauer ruhig mal mit seinen Gedanken allein. Dankeschön!

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bonjovi84

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Bewertung9.0Herausragend

1. man muss sich vorstellen, dass ich gerne das typisch "millionen-dollar-popcorn-kino" genieße und auch dem sonstigen mainstream im filmgeschäft nicht abgeneigt bin.
dann muss man bedenken, dass dieser film gerade mal ein budget von 200.000 dollar hatte.
2. man muss sich vorstellen, dass ich grundsätzlich ganz gerne auf action und thrill stehe.
dann muss man bedenken, dass ich dramen nicht ausstehen kann.

3. und nun muss man sich vorstellen, dass ich trotz allem diesem scify-drama unglaubliche 9 punkte gegeben habe!

wieso? weil er mich in seiner tiefe - und das ohne viele worte und lange dialoge- unglaublich berührt hat. weil die schauspieler so unglaublich realitätsnah und ehrlich wirkten. weil der film bis zum schluss und darüber hinaus einen bleibenden nachdenklichen eindruck hinterließ.

kleines budget, unbekannte schauspieler und doch so gewaltiges kino?! wow!

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Hauserfritz

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Bewertung5.0Geht so

Der Film war irgendwie nicht so mein Ding. Die Grundstory gefällt mir und teilweise hat mich der Film auch gepackt, aber es gibt einfach zuviele langatmige Szenen die mich einfach nur gelangweilt haben. Der Film wäre interessanter gewesen, hätte man die ganzen in die länge gezogenen Szenen gekürzt und dafür die zweite Welt ins Spiel gebracht, anstatt die ganze Zeit nur von ihr zu reden...

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J.R.K.

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Kann ich dir nur zustimmen, aber ein schönes Cover hat der Film. ;


mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es klingt wie die Grundidee eines bildgewaltigen, Multi-Millionen-Dollar-schweren Science Fiction-Films: Forscher entdecken am Firmament einen neuen Planeten, der unserer Erde verblüffend ähnlich sieht. Wer jetzt befürchtet, diese faszinierende Idee würde durch drohende Worte wie "A Jerry Bruckheimer Production", gleich mit Pauken und Trompeten niedergetrampelt, der darf sich entspannen. "Another Earth" ist keiner der üblichen, rumpelnden Popcorn-Kino-Boliden. Viel mehr überrascht dieser, extrem günstig produzierte Film, mit der gerne vernachlässigten Paarung von Verstand und Herz. Wendet sich weniger verkopften wissenschaftlichen Fakten als menschlichem Drama zu. So lernen wir umgehend die äußerst kluge Rhoda kennen. Sie ist 17 Jahre alt und lässt sich eines Abends, nach ihrer Studien-Zusage, etwas gehen. Angetrunken steigt sie ins Auto und vernimmt die Ankündigung aus dem Radio, dass ein leuchtender Planet zu sehen sei. Sie schweift, während der Fahrt, von der Fahrbahn ab und blickt nach oben ... Minuten später kracht sie ins Auto des Komponisten John und tötet seine Familie. Rhodas Leben ändert sich radikal. Vier Jahre lang sitzt im Gefängnis. Vier Jahre, in denen sich auch unsere Welt etwas auf den Kopf gestellt hat. Am Himmel thront nun neben Sonne und Mond eine riesige zweite Erde. Ein Spiegelbild, zu dem Wissenschaftler nun Kontakt aufnehmen und sogar Expeditionen starten wollen. Rhoda will davon anfangs aber nichts wissen. Sie isoliert sich von ihrem früheren Leben, von ihrer Familie und leistet, auf beinahe biblische Art und Weise, Buße. Mit Blut und Schweiß will sie wieder gutmachen, putzt Klos und Flure einer Schule. Und sucht als vermeintliche Putzhilfe auch die Nähe von John, der nach langem Koma ebenfalls mit den Scherben seiner Existenz hadert.
Im Kern präsentiert sich "Another Earth" als leises, und gerade deswegen, bedrückendes Schuld und Sühne Drama. Es ist ein Film, dessen Budget bei lächerlichen 200,000 Dollar lag, damit würden wir in Hollywood wohl niemanden aus dem Bett locken können. Gerade das macht aber den feinen Unterschied aus. "Another Earth" bietet durchkomponierte und arrangierte Bilder, kleine große Gesten - ist aber weit entfernt von der Schwere seiner Brüder des Teutonen-Kinos. Da mag die Qualität der Post Production nicht immer mit gewohnten Standards mithalten. Und es ist dennoch jedes Mal faszinierend, wie die andere Erde bei Tag und Nacht über dem irdischen Treiben schwebt. Weil eben keine mittel- bis großen Studios diesen Stoff verwursteten, bleibt der Fokus exakt, dicht und überzeugend. Mir fällt da der Vergleich zwischen Mainstream-Ballladen-Pop-Song und Indie-Bands ein. "Another Earth" verhält sich zum üblichen emotionalen Kino wie ein überfrachteter Streicher-Schmachtfetzen mit Rührseligkeits-Appell zu einer intimen Radiohead-Platte. Produktionstechnisch mag diese Low Budget-Perle zuerst nicht viel anders aussehen, als der Amateur-Porno deines Cousins, den selbst das alte Bahnhofskino abgelehnt hat. Inhaltlich und optisch ist "Another Earth" aber in der oberen Liga anzusiedeln. Regisseur Mike Cahill gelingt hier ein überraschender Film. Überraschend auch die Präsenz von Hauptdarstellerin Brit Marling, die mit Cahill Drehbuch und Finanzierung übernahm. Wenn die Kamera ihre monotonen Putz-Arbeiten, das ständige Herumfahren im Regionalzug oder die stillen Momente der Abgeschiedenheit auf dem elterlichen Dachboden einfängt, überzeugt Marling nicht durch die große facettenreiche Mimik, sondern durch ihre glaubhafte Ausstrahlung. Das wir mit Rhoda mitfühlen und Anteil nehmen können, wie sie es nicht schafft, an ihr "altes" Leben anknüpfen zu können - das sind wundervolle Momente, wenn auch keine unbeschwerten. Und von ihrer wachsenden Beziehung zu John, der nicht weiß, wer Rhoda wirklich ist, will ich hier gar nicht anfangen. Das sollte jeder ruhig für sich selbst genießen. Wenn ich jetzt behaupte, "Another Earth" sei ein kleiner großer Film, dann ist das noch untertrieben.

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Sonse

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Im Gloria könnte ich damals "Matrix" gesehen haben. Lang, lang ist's her. :)


mikkean

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Oh Mann, da schäme ich langsam. Ich komme zuletzt nur noch in die austauschbaren Multiplexe: Okay, aber irgendwie kein eigener Charakter.


tummelwu

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Bewertung9.0Herausragend

Man sieht eine süße Blonde auf der Erde UND vor der Erde (?!) auf einem Poster und weiß natürlich sofort, worums geht, als man den Titel ließt...

Dann der Moviepilot-Check:
Science-Fiction,
Rating auf Halbmast,
ein unbekannter Regisseur...

Warum nicht - ein paar gute Szenen wirds schon geben...

Fehlanzeige.

Es gibt einen großartigen Film.

Mehr Drama als Sciece-Fiction.
Mehr Philosophie als Action.
Mehr menschliche Probleme als Universum.
Mehr Fragen als Antworten.
Mehr Gänsehaut als Titanic.

Danke Mike Cahill und Brit Marling.
Gerne mehr davon!

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Amadis

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein ausgezeichneter Streifen mit einer an sich simplen Geschichte, die aber filmisch extrem gut umgesetzt wird. Der Doku-Film-Stil zusammen mit dem leichten Retro-Look und den vereinzelten Wackelbild-Aufnahmen vermitteln der Geschichte noch zusätzlich eine Authentizität, die zum Teil zu Gänsehaut-Feeling führen kann. Mit einem Sciencefiction-Film haben wir es hier aber definitiv nicht zu tun. Schuld und Sühne ist das Thema, die Sciencefiction-Elemente dienen lediglich als Transportmittel.
Habe mich keine Sekunde gelangweilt. Es ist schon erstaunlich mit wie wenig Geld man einen so starken Film machen kann. Auch die schauspielerische Umsetzung vor allem von Brit Marling ist sehr eindrücklich gelungen.

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horro

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kein Wunder ist dieser Film als Gewinner des Sundance-Festivals 2011 hervor gegangen. Etwas so Unfassbares, alles Überschattendes (another Earth), einer so intimen eigentlich kleinen Sache zwischen zwei Menschen gegenüber zu stellen ist äusserst mutig und Bedarf einer unglaublichen Detailtreue und Disziplin. Dass Mike Cahill dies gleich mit seinem Debütfilm gelungen ist, lässt auf weitere Grosstaten hoffen. Auch wenn die Geschichte immer mal wieder die Grenze des Schmalzigen streift, überwiegt doch insgesamt die Balance von Melancholie und der eigentlichen Tragik des Lebens. Das Independent-Gefühl kommt einigermassen rüber und die Darsteller, allen voran die überraschend überzeugende Brit Marling, hängen sich voll rein. Ein wahrer Genuss und Balsam für die Seele.

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filmschauer

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Ohne den Film gesehen zu haben: 1) typischer Stil einer unabhängigen Filmproduktion, 2) unabhängige / freilebige Hauptfigur bzw. entsprechende Intention!? Mindestens eins von beiden wird's wohl sein, oder? (Disclaimer: ich liebe Wortspiele)


horro

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ich liebe Wortspiele auch :) ... in diesem Falle klar 1)


beni.boombastic

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Bewertung9.0Herausragend

ein Film der etwas Hirmschmalz erfordert. Erinnert mich an ein philosophisches Gedankenexperiment von H. Putnam "Twin Worlds". Gute Unterhaltung !!!

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NYSMILY

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

richtig guter film.
endlich mal was anderes :)

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SCout1402

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Bewertung2.5Ärgerlich

Arg langweilig. leider! Es wäre viel Potential im Thema gewesen. Schade!

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ichvitus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dies ist kein Science-Fiction Knaller, um im Vorfeld auf diverse Kommentare einzugehen.

Another Earth ist ein tiefgründiger Arthousefilm, der sich mit Schuld und Vergebung beschäftigt und dies in eine sehr interessante und einfallsreiche Story verpackt, die den Zuschauer in seinen Bann zieht.
Großartiger, gefühlsvoller und modern inszenierter Film mit guten Schauspielern und eindrucksvoller Musik.
Selbst wenn man, wie ich heute, den Film zum viertel Mal schaut, entdeckt man immer noch etwas Neues, das einen begeistert oder berührt.

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dj-nik69

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

WOW! Also eigentlich steh ich überhaupt nicht auf diese Art von Filmen (Drama)
Aber der hat mich wirklich überrascht!
Da ich schon wusste, dass es sich hierbei um ein Drama handelt,
war ich letztlich nicht zu sehr enttäuscht darüber,
dass diese "another earth" eig. nur nebensächlich war!
Hätte gerne viel mehr darüber erfahren bzw. mich hätte es gefreut wenn diese Erde mehr thematisiert worden wäre, anstatt der Beziehung zwischen den beiden...

Das Ende war natürlich ein richtiger "Brainfuck" ;)
Alle Szenarien tausendmal im Kopf durchgegangen...
Ähhh wie war das noch gleich?? :)
Erde 1, 2...

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