Another Glorious Day
Another Glorious Day (2009), Laufzeit 95 Minuten, Drama
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Mit der Wiederaufnahme des 1963 uraufgeführten Stückes “The Brig” von Kenneth H. Brown setzt das Living Theatre aus New York ein Zeichen gegen jede Form gewalttätiger Machtausübung. Das unter die Haut gehende Drama über das brüllend unmenschliche Innenleben eines US-Marines-Gefängnisses hat nichts von seiner erschreckenden Aktualität eingebüßt.
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Kritiken (2) — Film: Another Glorious Day
Ulrich Behrens
Kommentar löschenDas Theaterstück wie dieser Film über das Stück zeigen gefügig gemachte Körper und Seelen, die der Herrschaft der Aufseher nicht entkommen können. "Umrahmt" wird dieser Terror durch fast ständige Schreierei bzw. ein en detail festgelegtes Regelwerk von Fragen, die keine sind, und Antworten, die ebenfalls keine sind. Es geht nicht um Befehl und Gehorsam, sondern um Funktionieren in einer absolut erniedrigenden Weise. Denn Sprache und Kommunikation verkommen hier zu einer mechanischen Anweisungszeremonie des Terrors. Sprache ist hier nur Gewalt – direkte Gewalt. Als einer der Marines im Käfig seine Mütze auf dem Kopf gelassen hat, zwingt ihn ein Aufseher, sein "Vergehen" der Toilettenschüssel zu beichten. Die Marines selbst werden von den Aufsehern bezeichnet als Maden, letzter Dreck, Mädchen, Weicheier, Läuse. Das deutet auf einen weiteren Punkt, nämlich die Sexualisierung des Geschehens. In zweierlei Hinsicht: Zum einen verschafft die Drangsalierung…
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Michael Kienzl: critic.de
Kommentar löschenNeben der Aufzeichnung der Inszenierung wechselt Another Glorious Day immer wieder zu einer zweiten, das Stück reflektierenden Ebene. Hier sieht man wie Brown den Darstellern die passende Mimik lehrt, wenn sie geschlagen werden, wie das Bühnenbild aufgebaut wird oder Beteiligte einen Einblick in Regelwerk und Ablauf der Inszenierung gewähren. Diese produktionstechnische Seite ergänzt die Inszenierung um Hintergrundinformationen, ohne sie in ihrer Wirkung zu behindern.
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