Insofern greift der Untertitel, den der deutsche Verleih dem Film gegeben hat, die Geschichte einer Freundschaft, zu kurz. Ja, der Film zeigt viel über die Freundschaft zwischen Lips und Reiner. Aber es geht es hier viell allgemeiner um Liebe. Um die Liebe zwischen den beiden alten Freunden, die in manchen Szenen wie ein altes Ehepaar wirken, die Liebe zu ihren Familien, aber vor allem um ihre Liebe zur Musik und zu ihrer Band. Anvil - Geschichte einer Freundschaft ist ein ergreifendes Plädoyer, zu dem zu stehen, was man liebt, egal welche Rückschläge man erleiden muss. Auch wenn man mit Heavy Metal, oder Rockmusik im Allgemeinen, nichts anfangen kann, wird man diese Botschaft teilen und von dem Film berührt worden sein, nachdem man ihn gesehen hat.
Gervasis Film lebt von den Gegensätzen zwischen bizarren Bühnenauftritten mit Dildogitarrensolos und den Underdog-Lebensumständen der Musiker: ein Rockmärchen, fast wie erfunden – tatsächlich erinnern manche geradezu realsatirischen Momente an die 80er-Rock-Fake-Doku "This Is Spinal Tap" von Rob Reiner. Extrem super in der Hinsicht ist, dass der Anvil-Schlagzeuger Robb Reiner heißt.
Dokumentationen sind nicht unbedingt Stoff fürs Kino, geschweige denn überhaupt sehenswert. Gervasis Dokumentation zeigt eine Band die es trotz musikalischer Größe wirtschaftlich nie geschafft hat, die Kurve zu kratzen. Es ist schon fast bemitleidenswert, wenn man miterlebt, mit welcher Naivität die Band trotz ihrer Bühnenerfahrung an die Organisation ihrer Europatournee, der Konzerte und ihrer Plattenprojekte geht.
Für alle Fans, künftigen Superstars und diejenigen, die schon immer mal sehen wollten, wie es im Business zugeht sehenswerte Doku - wenn auch nicht zwingend im Kino.
Gervasis Dokumentation lässt sich an Tragikomik kaum überbieten, wären da nicht die charmanten Protagonisten, die sich emotional über ihre Freundschaft zueinander auslassen, Tränen vergießen, Liebesschwüre leisten und ihren Traum leben, obwohl sie bereits Großväter sein könnten. Zweifelsohne werden dabei Erinnerungen an „Spinal Tap“ wach, jene Rockumentary über die gleichnamige Band, die Erfolglosigkeit mit Heavy-Metal-Klischees und superschnellen Gitarren-Soli paarte. Für Heavy-Metal-Fans dürfte „ Anvil – Die Geschichte einer Freundschaft“ ein echtes Geschenk sein, das aber auch Zuschauer begeistern wird, die mit dem lauten und harten Genre nicht allzu viel anfangen können.
Die Jungs von der Metalband Anvil versuchen schon seit über 20 Jahren ihrem vielversprechenden Start Anfang der 80er gerecht zu werden. Damals galten sie als eine der größten Hoffnungen des Heavy Metal. Doch das Schicksal meinte es anders. In der Gegenwart verdienen die Bandmitglieder mit Aushilfjobs ihr Geld, haben den Traum vom Durchbruch trotz aller widrigen Umstände nicht aufgegeben. Viel Zeit und auch alles Geld wird in das Comeback gesteckt, das mit ansteckender Leidenchaft verfolgt wird. Zu Beginn reibt man sich die Augen und fragt sich, ob man es hier nicht mit einem zweiten “This is Spinal Tap” zu tun hat, zumal der Name des Schlagzeugers (Robb Reiner) auf einen Insidergag schließen lässt. Doch das ist das wahre Leben einer der härtest arbeitenden Band im Showbusiness. Die beiden Bandleader sind ein Gespann, wie es sie in vielen großen Bands gibt und von einer Hassliebe geprägt ist: Lennon und McCartney, Richards und Jagger, Page und Plant, Daltrey und Townshend oder Gallagher und Gallagher. Anvil hat eine Szene, die wirklich unter die Haut geht. Nach einer katastrophalen Europa Tour in leeren Kellerbars wird der Abstecher nach Japan zu einem persönlichen Triumph. Das sind Momente, in denen auch ein Dokumentarfilm cineastisch sein kann.
Der Kamerablick ist gnadenlos, aber nicht denunzierend. Der unerschütterliche Optimismus und die grenzenlose Naivität, mit der Lips und Robb an ihrem Lebenselixier Heavy Metal festhalten, verleihen dem Film eine faszinierende Note. Was als Pseudo-„Rockumentarfilm“ anmutet, entpuppt sich als tragisch-komischer Erlebnisbericht. „ANVIL!: die Geschichte einer Freundschaft“ erzählt eindringlich von der Spielsucht und dem Versuch, im harten Musikbusiness und im Wettlauf mit dem Älterwerden das Blatt doch noch zu wenden.
Gervasi ist bekennender Anvil-Fan. Doch sein Film ist eine Heldenverehrung ohne falschen Heroismus. Weder verbissener Durchhaltewillen noch selbstmitleidiges Klagen über die Ungerechtigkeit des Musikbusiness ist hier zu sehen – oder wenn doch, dann in erträglichen Dosen –, sondern zwei Besessene, die lieben, was sie tun, und die gar nicht anders können, als so oder so weiterzumachen. Und dabei sogar die meiste Zeit ihren Humor bewahren (wenn auch gewiss keine Selbstironie; die ist mit Heavy Metal so unvereinbar wie mit Fußball).
Man hat es als Künstler noch nie leicht gehabt, zu großem kommerziellem Erfolg zu kommen. Doch was ist wichtiger? Kommerziellen, sprich ökonomischen Erfolg zu haben oder eine richtige Fanbase, die hinter einem steht, für die man gerne auch mal einiges auf sich nimmt, um ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern? Das Mittelmaß ist es hier wohl, das sich viele wünschen. So auch die Metal-Band Anvil, die bereits in den 1980er Jahren mit den Größten der Größten spielte: mit den Scorpions, Bon Jovi, Metallica und Megadeath. Richtig, Letztere kennt man allesamt, wohingegen Anvil der große Durchbruch verwehrt blieb. Anvil, das sind Robb Reiner und Steve 'Lips' Kudlow, zwei gestandenen Männer, die sich bereits mit 14 schworen, dass ihr Leben vom Metal geprägt sein würde. Nun, 25 Jahre später, fristen sie aber kein Leben ins Saus und Braus, sondern ein Otto-Normal-Vebraucher-Leben in Toronto. "Maybe people weren't so much into this Canadian stuff?", witzeln die großen Namen von Metallica und Konsorten, die zu Beginn interviewt werden.
Die Geschichte von Anvil ist nicht eine, es ist die Lektion in absoluter Hingabe. Man sagt, dass Musik die Sprache der Seele, die Sprache der Liebe ist. Nun, das gilt auch für Heavy Metal. Anvil gibt davon Zeugnis.
Anvil ist so etwas wie der vorweggenommene Nachgeborene zu This is Spinal Tap. Beides Berichte aus der Anderswelt, dennoch ist Anvil wahr. So, genug geschwärmt! Den Verstärker angeworfen und ein breeeiiites Riff in die Klampfe gehauen.
Metal to Metal!
Ich wusste doch, dass das bescheuert klingt. Wie "Prosecco!" bzw. "Stößchen!". Es tut mir leid, dass ich mit einem unbedachten Präpositionsverwechsler die Metal-Szene gegen mich aufgebracht habe. Ich bin noch jung, was Metal angeht...
The Story of Anvil ist eine ehrliche und bewegende Dokumentation über eine der einflussreichsten und zugleich unbekanntesten Metalbands. Sie beeinflussten die Metalgrößen der Big Four und sind heute fast keinem mehr ein Begriff, trotzdem haben sie nie aufgehört zu kämpfen. Es hört sich unglaubwürdig an, aber diese Doku ist eine der bewegendsten Filme die ich in meinem nun mehr 22 Jahren gesehen habe! Steve "Lips" Kudlow, der sich nicht unterkriegen lässt und stets Musik macht, obwohl eine Enttäuschung die nächste jagt. Dieser Film ist für jeden Metal Fan Pflicht und ist auch für alle anderen sicherlich einen Blick wert.
Anvil? Nie gehört. Warum nicht? Das beantwortet der Film. Und es ist ein Schande.
Anvil ist die engagierteste, couragierteste und ehrlichste Band, die ich in meinen bisherigen 20 Jahren des aktiven Mucke lauschens erlebt habe.
Es dauerte keine 2 Minuten bis Kudlow sich in mein Herz gegrinst hat. Der Mann, der mit seinem besten Freund und ihrer Band Anfang der 80er ganz oben war, jetzt Lebensmittel ausfährt, seinen Urlaub und schließlich den Job opfert, um mit der Band durch Nischenclubs und über Campuskonzerte in Europa zu touren.
Und Anvil ziehen ihr Programm durch, egal ob vor 12 oder 2000 Leuten und das mit einer Freude an ihrem Schaffen, daß man Gänsehaut bekommt.
Da wird dann mit Zug und geliehenem Wohnmobil durch die Lande gereist und geschlafen wird auch mal am Flughafen. Keine Spur von Sex, Drugs oder zerstörten Hotelzimmern. Hier wird sich gequält, aus liebe zur Musik.
Im Endeffekt war alles für die Katz und das Leben geht weiter, doch gerade dann nimmt der Film eine unheimlich private und tolle Form an.
Eine sympathischere, ehrlichere, intimere und rührendere Musikdoku hat es nie gegeben. Sie macht viel Freude, bewegt und stimmt nachdenklich. Man fiebert mit. Man will, daß diese Band wieder Erfolg hat, weil sie es verdammt nochmal verdient hätten.
Die Band hat einen neuen Fan. \m/
"It´s a long way to the top"...
Somit bleiben nicht wenige auf der Strecke, die es womöglich verdient hätte und irgendwelche "Bohlen-Jünger" etc. schaffen es unverdientermaßen durch die Hintertür, wenngleich deren Treiben aber ja auch nur von kurzer Dauer ist.
Aber der Film ist schon mal vorgemerkt!
Übrigens echt gut geschrieben!
Sonntag Nacht reingezappt und leider die ersten 20 Minuten verpasst. Und sonst schreib ich ja nichts über Filme, die ich nur im TV oder Kino seh. Wollte hier aber einfach kurz anmerken, was für eine mitreissende Doku dies ist. Man schwankt zwischen Lachen und Heulen, sowie Lips zwischen naiven Loser und Philosophen pendelt. Das alles aber mit einer so brutalen Ehrlichkeit und Herzlichkeit, dass man der Band einfach ständig nur alles Gute wünscht, sie Herzen will und manchmal ihnen auch einfach nur sagen will: "Macht euch bitte nicht zum Deppen".
Und kaum eine Romanze oder Drama hat ein so verflucht geiles Ende, wie es diese Doku hat! Und das alles, wo ich doch Heavy-Metal gar nicht mag...Klasse!
Meist machen die ja die Runde dann in den 3. Programmen...von daher denk ich, dass du da sicher in nächster Zeit auch Anvil noch mal sehen kannst...daumen drück!
Damals im WDR kam danach noch ein aktuelles Interview mit ihnen, bei welchem sie immernoch völlig down-to-earth waren und einfach sympathisch und dankbar rüberkamen. Die passen schon in die Welt.
Ich habe sie natürlich direkt nach dem Film bei Facebook gesucht und gefunden und kann das so bestätigen. Die Fanbase ist übrigens auch enorm, gerade unter den erfolgriechen Musikern.
Anfang der Achtziger teilen sie sich die Bühne mit den Scorpions, Whitesnake und Bon Jovi. Diese Bands sollten Millionen Alben verkaufen, ganz anders als Anvil. Die kanadische Metal-Sensation verschwindet irgendwann einfach von der Bildfläche. Ihr einstiger Überfan und Weg-Begleiter Sacha Gervasi widmet Gitarrist und Sänger Steve "Lips" Kudlow und seinem Blutsbruder, dem Drummer Robb Reiner nun diese Doku, die selbst hartgesottene Metal-Burschen Tränen (der Freude und des Mitgefühls) in die Augen treiben muss. Anvil haben es nie richtig geschafft, das wird anfangs klar. Da mögen Slash, Lars Ulrich, Ian Scott, Tom Araya von Slayer oder auch Lemmy himself die Band bewundernd anpreisen, Kudlow und Reiner stecken in einem deprimierenden Alltag fest. Sie haben Familie, Geld-Sorgen und übernehmen unglamouröse Jobs. Die Band, das ist hier Hobby, die Befreiung vom ganzen Scheiß, der einen belastet. Und doch haben Anvil mehr Platten rausgebracht, als so manche geliebte Überband der Stunde. Nur, was nützt das ohne richtiges Management oder ein Label, das an einen glaubt. Es schmerzt, Anvil dann bei ihrer desaströsen Europa-Tournee seit Jahren zu zusehen. Das schmerzt wirklich. Welch großen Rockstar-Traum man auch träumen mag, "Anvil - Die Geschichte Einer Freundschaft" dämpft ihn anfangs wirklich. Da kann man auch noch so viele Killer-Riffs im Gepäck haben, wer soll das ohne Vertrag produzieren? Selbst Kudlow und Reiner, die wirklich aufrichtigste Einheit, die ich je erleben durfte, sind da nicht von Desillusion und Streiterei gefeilt. Aber der Amboss Anvil findet seinen Weg, das ist eine der Botschaften, die Gervasi in seinem aufrichtigen und wundervollen Denkmal aufzeigt. Eine andere wäre "family is some important shit man", wie Kudlow es nur äußern kann, nachdem er von seiner Schwester das wohl wichtigste Geschenk seines Lebens erhalten hat. Man muss den Kopf nur immer oben behalten, selbst mit 50 ist einem das Schicksal manchmal noch gnädig. "Anvil" ist eine dieser Dokumentation, die zutiefst berühren, nicht nur, weil ich selbst ein bisschen Musiker-Luft schnüffeln durfte oder weil Metal einen besonderen Platz im Plattenschrank innehat. Nein, diese Geschichte einer Freundschaft durch die Hochs und Tiefs des Musik-Business haut einen um, reißt einen mit, stößt einen vor den Kopf, tritt nach, und baut doch auf, führt vor Augen, wie wichtig der Halt von den Menschen um dich herum ist und wie schön es sein kann, wenn sich die Dinge doch noch ergeben. In diesem Sinne:
Metal on metal
It's the only way
To hell with tomorrow
Let's live for today
Dafür die Höchstnote und Dank an die Metal-Götter für dieses Geschenk.
"Anvil" ist einerseits Porträt zweier Musik-Verrückter andererseits ein Dokument des Scheiterns. Gerade letzteres macht den Film sehr einzigartig, denn Dokumentationen über erfolgreiche Bands sind ja doch etwas häufiger zu finden.
Das Porträt der beiden wichtigsten Köpfe bei Anvil Robb Reiner und Steve "Lips" Kudlow ist sehr berührend eingefangen. Schade natürlich das der Film mit 80 Min. recht kurz geraten ist, was vermutlich erklärt warum keine ausgiebige Auseinandersetzung mit den Fehlern von Reiner und "Lips" stattfindet. Natürlich hat die Musikindustrie Anvil irgendwann fallen lassen, nur haben die Jungs es den Bossen mit gewissen Verfehlungen halt auch einfacher gemacht sie abzuservieren. Im Film wird das nicht behandelt, was zwar schade - aber keinesfalls ärgerlich ist. Dafür ist der Grundton von Lips und Reiner zu positiv und es geht mehr darum die Passion der Beiden für Heavy Metal zu verdeutlichen als Mitleidsbekundungen zu erhalten.
Was mir noch besonders gefiel ist das die schlechte Eigenschaften der Musikindustrie hier mal greifbar wurden. Man liest und hört immer was für Gauner Promoter, Labelbosse und Clubbesitzer sind, hier sieht man aber auch mal wirklich wie Musiker vergeblich bei Labels Klinkenputzen oder nach Konzerten um ihre Kohle nahezu "kämpfen" müssen.
Kurzum sehr interessanter und teils auch sehr bewegender Film. Für Leute mit Interesse am Rockbusiness unverzichtbar.
P.S. Auf der DVD gibt's u.a. auch noch das komplette Interview mit Lars Ulrich, welches den damaligen Status der Band schön verdeutlicht.
Keep on rockin Keep on rockin To this metal tonight
Keep on pounding Keep on pounding Join the heavy metal fight!
---------------------------------------------------------------------
Anvil! The Story of Anvil ist zwar eine Dokumentation, jedoch zugleich, wie der deutsche Titel schon sagt, die Geschichte einer Freundschaft, ein Musikfilm und einfach ganz sympatisches Kino.
Am Anfang des Films reden diverse Rock- und Metalhelden darüber, welch großen Einfluss Anvil auf sie gehabt haben. Wenn man dann aber sieht, wie schwer es für die Musiker ist, Geld für die Aufnahmen einer Platte zu bekommen oder gar einen Plattenvertrag, frage ich mich schon warum die tollen, großen ihnen dann nicht mal unter die Arme greifen. Metallicatour mit Vorgruppe Anvil, warum denn nicht? Verdient hätten es die Kanadier, die sich seit 30 Jahren abrackern und trotzdem nicht groß rauskommen. Der Film begleitet die Musiker auf Tour durch Europa, bei den Aufnahmen einer CD, zu den Labels, aber auch ganz privat zu Hause. Dabei wachsen einem die alten Männer unweigerlich ans Herz und auch die Musik ist nicht schlechter als die von Manowar und Co.
Auch wenn manchmal ein bisschen viel Pathos mit im Spiel ist (Klaviergeklimmper vor dem Abspann z.Bsp) und man nicht so genau weiß, ob wirklich alles total real ist und nicht doch vielleicht minimal gestellt ist in einigen Szenen, sei der Film doch eigentlich jedem ans Herz gelegt. Selbst wenn man Metal nicht mag, dieser Film macht einfach Spaß und rührt an.
P.S: Sorry für eventuelle Doppel- oder Dreifachposts, aber die Kommentarfunktion spinnt gerade bei mir.
Tolle Doku über die 80er Jahre Metal Band "Anvil", mit sehr viel Freundschaft und Emotionen. Sicher nicht jedermanns Sache, aber wer "Some Kind of Monster" möchte kann hier ohne zögern zugreifen!
Sympathische Truppe, die in ihrem tristen Alltagsleben seit Jahrzehnten nur einen einzigen Traum haben: Als Musiker nocheinmal richtig groß rauskommen und auf riesen Konzerten rocken!
An diese Dokumentation kann man eigentlich mit jeder Erwartungshaltung rangehen. Enttäuscht wird man meiner Meinung nach in keinem Fall, denn selbst als reiner Zeitvertreib taugt der Film allemal. Für Fans, die die Band kennen, oder Musikinteressierte, die das kleine/große Showbiz kennen lernen möchten, ist er sowieso hochinteressant.
Liebenswerter aber auch gnadenlos ehrlicher Blick auf die andere Seite der Heavy Metal Medaille. Trotz bekannter Antwortengeber wie Lars Ullrich und Slash, bezieht „Anvil“ seine gesamte Faszination aus den Gründern und besten Freunden Lips uns Robb. Eine wirklich gelungene Doku, die es von der Intensität und Aussagekraft durchaus mit dem gefeierten Metallica-Seelenstriptease „Some kind of Monsters“ aufnehmen kann. Vor allem weil Hetfield und Co. nach ihrem gefilmten Psychotest zurück in ihre Villen gingen, während Lips und Robb sich Gedanken machen wie sie ihre Hypotheken abbezahlen.
Ah, sehr lustige und vor allem rührende Geschichte einer alten Metal-Band und ein interessanter Einblick in das Leben der "kleinen Leute" aus diesem Metier.
Herzerwärmend, ehrlich und wundervoll. Besser kann man eine Dokumentation nicht inszenieren, wenn man es drauf anlegt, zu unterhalten. Natürlich lebt die Doku von seinen liebenswerten beiden Protagonisten, überhaupt der Schrulligkeit der gesamten Metalszene, die sich selbst eigentlich zu keinem Zeitpunkt so richtig ernst nimmt. Anvil ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten ist nicht nur eine kurzweilige Angelegenheit, es ist gleichsam ergreifend. Das Herzblut, das Sänger Lips und Drummer Robb Reiner seit 30 Jahren in ihr Herzensprojekt stecken, dafür kann man nur Respekt und Hochachtung übrig haben.
Und letzten Endes geht es ja dann doch - um Freundschaft. Es kommt ja nicht oft vor, dass ein Kinoplakat mit Wahrheiten um sich schmeißt: Aber Anvil ist tatsächlich die schönste Heavy-Metal-Liebesgeschichte aller Zeiten.
Anvil haben den Schlachtruf-Klassiker "Metal up your ass!" einfach zu ernst genommen und (teilweise vielleicht auch unfreiwillig) zur Lebensmaxime gemacht. Heraus kommt eine famose Reality-Tragikkomödie, wie sie das Leben nur selbst erzählen kann. Da die Band aber das Scheitern seit 30 Jahren kultiviert, wäre es nur logisch, wenn der allseits erhoffte Oscar dafür auch eher in der Klospülung landet.
da sitzen lemmy oder auch herr ulrich.
und erzählen, welch gravierenden einfluss eine kleine kanadische speed-metal-band namens "anvil" in den frühen 1980ern auf die metaller-szene gehabt habe.
gefeierte auftritte, verheißungsvolle zukunftsprognosen: die metal-bearbeitung boomt und "lips" und robb reiner stehen mit ihrem amboss mitten im eisenwaren-laden.
30 jahre später: mr. kilmister gibt lustige interviews in großen tageszeitungen, während sich metallica in der "rock n' roll hall of fame" einreihen.
und wo sind "anvil"?
beharrlich, doch voller hingabe, bespielen sie die letzten löcher der welt, veröffentlichen 13 studioalben und (fast) keinen schwanz interssierts.
"anvil"s weg kreuzten wohl doch mehr als 8 idioten von 10...
deswegen hier ein dreifaches hoch auf sacha gervasi, der die vier kanadier auf ihrer unheilvollen (tor-)tour begleitet, das zappeln einer unheimlich unterhaltsamen und leidenschaftlichen band im fiesen musikbusiness-treibsand dokumentiert und es zudem versteht eine männerfreundschaft zu portraitieren, die 40 jahre auf dem "highway to hell" überdauerte.
Äußerst kurzweilige Dokumentation über die kanadische Heavy-Metal Band Anvil und ihre Bemühungen, nach 30 Jahren endlich den Durchbruch zu schaffen. Die Mitglieder der Band werden bei einer (desaströsen) Europatour (was stellenweise an This is Spinal Tap erinnert) und in ihrem tristen Alltag mit schlecht bezahlten Jobs begleitet. Wenn "Lips", der Sänger der Band im Laufe der Aufnahmen irgendwann voller Inbrunst propagiert "I just want to entertain", dann ist das an Glaubwürdigkeit und Herzblut kaum zu übertreffen.
Und die Buchstabierkenntnisse der Tourmanagerin sollte man sich auch keinesfalls entgehen lasssen (H like Hotel, A like Ass, S like Sodom).
Unterhaltsames Portrait einer symphatischen Band.
Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft - Kritik
US 2008 Laufzeit 80 Minuten, FSK 12, Musikfilm, Dokumentarfilm, Drama, Kinostart 11.03.2010
Kritiken (8) — Film: Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft
Sascha Eggers
Kommentar löschenInsofern greift der Untertitel, den der deutsche Verleih dem Film gegeben hat, die Geschichte einer Freundschaft, zu kurz. Ja, der Film zeigt viel über die Freundschaft zwischen Lips und Reiner. Aber es geht es hier viell allgemeiner um Liebe. Um die Liebe zwischen den beiden alten Freunden, die in manchen Szenen wie ein altes Ehepaar wirken, die Liebe zu ihren Familien, aber vor allem um ihre Liebe zur Musik und zu ihrer Band. Anvil - Geschichte einer Freundschaft ist ein ergreifendes Plädoyer, zu dem zu stehen, was man liebt, egal welche Rückschläge man erleiden muss. Auch wenn man mit Heavy Metal, oder Rockmusik im Allgemeinen, nichts anfangen kann, wird man diese Botschaft teilen und von dem Film berührt worden sein, nachdem man ihn gesehen hat.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse
Kommentar löschenGervasis Film lebt von den Gegensätzen zwischen bizarren Bühnenauftritten mit Dildogitarrensolos und den Underdog-Lebensumständen der Musiker: ein Rockmärchen, fast wie erfunden – tatsächlich erinnern manche geradezu realsatirischen Momente an die 80er-Rock-Fake-Doku "This Is Spinal Tap" von Rob Reiner. Extrem super in der Hinsicht ist, dass der Anvil-Schlagzeuger Robb Reiner heißt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenDokumentationen sind nicht unbedingt Stoff fürs Kino, geschweige denn überhaupt sehenswert. Gervasis Dokumentation zeigt eine Band die es trotz musikalischer Größe wirtschaftlich nie geschafft hat, die Kurve zu kratzen. Es ist schon fast bemitleidenswert, wenn man miterlebt, mit welcher Naivität die Band trotz ihrer Bühnenerfahrung an die Organisation ihrer Europatournee, der Konzerte und ihrer Plattenprojekte geht.
Für alle Fans, künftigen Superstars und diejenigen, die schon immer mal sehen wollten, wie es im Business zugeht sehenswerte Doku - wenn auch nicht zwingend im Kino.
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David Siems: programmkino.de, epd Film David Siems: programmkino.de, epd Film
Kommentar löschenGervasis Dokumentation lässt sich an Tragikomik kaum überbieten, wären da nicht die charmanten Protagonisten, die sich emotional über ihre Freundschaft zueinander auslassen, Tränen vergießen, Liebesschwüre leisten und ihren Traum leben, obwohl sie bereits Großväter sein könnten. Zweifelsohne werden dabei Erinnerungen an „Spinal Tap“ wach, jene Rockumentary über die gleichnamige Band, die Erfolglosigkeit mit Heavy-Metal-Klischees und superschnellen Gitarren-Soli paarte. Für Heavy-Metal-Fans dürfte „ Anvil – Die Geschichte einer Freundschaft“ ein echtes Geschenk sein, das aber auch Zuschauer begeistern wird, die mit dem lauten und harten Genre nicht allzu viel anfangen können.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenDie Jungs von der Metalband Anvil versuchen schon seit über 20 Jahren ihrem vielversprechenden Start Anfang der 80er gerecht zu werden. Damals galten sie als eine der größten Hoffnungen des Heavy Metal. Doch das Schicksal meinte es anders. In der Gegenwart verdienen die Bandmitglieder mit Aushilfjobs ihr Geld, haben den Traum vom Durchbruch trotz aller widrigen Umstände nicht aufgegeben. Viel Zeit und auch alles Geld wird in das Comeback gesteckt, das mit ansteckender Leidenchaft verfolgt wird. Zu Beginn reibt man sich die Augen und fragt sich, ob man es hier nicht mit einem zweiten “This is Spinal Tap” zu tun hat, zumal der Name des Schlagzeugers (Robb Reiner) auf einen Insidergag schließen lässt. Doch das ist das wahre Leben einer der härtest arbeitenden Band im Showbusiness. Die beiden Bandleader sind ein Gespann, wie es sie in vielen großen Bands gibt und von einer Hassliebe geprägt ist: Lennon und McCartney, Richards und Jagger, Page und Plant, Daltrey und Townshend oder Gallagher und Gallagher. Anvil hat eine Szene, die wirklich unter die Haut geht. Nach einer katastrophalen Europa Tour in leeren Kellerbars wird der Abstecher nach Japan zu einem persönlichen Triumph. Das sind Momente, in denen auch ein Dokumentarfilm cineastisch sein kann.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Frank Mehring: http://film-dienst.kim-info... Frank Mehring: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenDer Kamerablick ist gnadenlos, aber nicht denunzierend. Der unerschütterliche Optimismus und die grenzenlose Naivität, mit der Lips und Robb an ihrem Lebenselixier Heavy Metal festhalten, verleihen dem Film eine faszinierende Note. Was als Pseudo-„Rockumentarfilm“ anmutet, entpuppt sich als tragisch-komischer Erlebnisbericht. „ANVIL!: die Geschichte einer Freundschaft“ erzählt eindringlich von der Spielsucht und dem Versuch, im harten Musikbusiness und im Wettlauf mit dem Älterwerden das Blatt doch noch zu wenden.
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Maurice Lahde: critic.de
Kommentar löschenGervasi ist bekennender Anvil-Fan. Doch sein Film ist eine Heldenverehrung ohne falschen Heroismus. Weder verbissener Durchhaltewillen noch selbstmitleidiges Klagen über die Ungerechtigkeit des Musikbusiness ist hier zu sehen – oder wenn doch, dann in erträglichen Dosen –, sondern zwei Besessene, die lieben, was sie tun, und die gar nicht anders können, als so oder so weiterzumachen. Und dabei sogar die meiste Zeit ihren Humor bewahren (wenn auch gewiss keine Selbstironie; die ist mit Heavy Metal so unvereinbar wie mit Fußball).
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschenMan hat es als Künstler noch nie leicht gehabt, zu großem kommerziellem Erfolg zu kommen. Doch was ist wichtiger? Kommerziellen, sprich ökonomischen Erfolg zu haben oder eine richtige Fanbase, die hinter einem steht, für die man gerne auch mal einiges auf sich nimmt, um ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern? Das Mittelmaß ist es hier wohl, das sich viele wünschen. So auch die Metal-Band Anvil, die bereits in den 1980er Jahren mit den Größten der Größten spielte: mit den Scorpions, Bon Jovi, Metallica und Megadeath. Richtig, Letztere kennt man allesamt, wohingegen Anvil der große Durchbruch verwehrt blieb. Anvil, das sind Robb Reiner und Steve 'Lips' Kudlow, zwei gestandenen Männer, die sich bereits mit 14 schworen, dass ihr Leben vom Metal geprägt sein würde. Nun, 25 Jahre später, fristen sie aber kein Leben ins Saus und Braus, sondern ein Otto-Normal-Vebraucher-Leben in Toronto. "Maybe people weren't so much into this Canadian stuff?", witzeln die großen Namen von Metallica und Konsorten, die zu Beginn interviewt werden.
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Kommentare (19) — Film: Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft
Kommentar schreibenElman Smithee 2011/11/10 22:06:59
Kommentar löschenDie Geschichte von Anvil ist nicht eine, es ist die Lektion in absoluter Hingabe. Man sagt, dass Musik die Sprache der Seele, die Sprache der Liebe ist. Nun, das gilt auch für Heavy Metal. Anvil gibt davon Zeugnis.
Anvil ist so etwas wie der vorweggenommene Nachgeborene zu This is Spinal Tap. Beides Berichte aus der Anderswelt, dennoch ist Anvil wahr. So, genug geschwärmt! Den Verstärker angeworfen und ein breeeiiites Riff in die Klampfe gehauen.
Metal to Metal!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Kreaexo 2011/11/10 23:34:44
Antwort löschen"Metal to Metal"
Heißt das Lied von Anvil nicht "Metal ON Metal"?
Alle 3 Antworten zeigen
duffy 2011/11/11 00:35:55
Antwort löschenJapp. Hammer -> Amboss
Elman Smithee 2011/11/11 06:29:27
Antwort löschenIch wusste doch, dass das bescheuert klingt. Wie "Prosecco!" bzw. "Stößchen!". Es tut mir leid, dass ich mit einem unbedachten Präpositionsverwechsler die Metal-Szene gegen mich aufgebracht habe. Ich bin noch jung, was Metal angeht...
ash-williams 2011/10/23 18:07:24
Kommentar löschenThe Story of Anvil ist eine ehrliche und bewegende Dokumentation über eine der einflussreichsten und zugleich unbekanntesten Metalbands. Sie beeinflussten die Metalgrößen der Big Four und sind heute fast keinem mehr ein Begriff, trotzdem haben sie nie aufgehört zu kämpfen. Es hört sich unglaubwürdig an, aber diese Doku ist eine der bewegendsten Filme die ich in meinem nun mehr 22 Jahren gesehen habe! Steve "Lips" Kudlow, der sich nicht unterkriegen lässt und stets Musik macht, obwohl eine Enttäuschung die nächste jagt. Dieser Film ist für jeden Metal Fan Pflicht und ist auch für alle anderen sicherlich einen Blick wert.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
duffy 2011/10/23 18:17:03
Antwort löschenDas hört sich keineswegs unglaubwürdig an. Mir geht es ähnlich.
ash-williams 2011/10/23 18:31:21
Antwort löschenFreut mich das zu hören. Da merkt man mal wieder: Das Leben schreibt immer noch die besten und menschlichsten Tragödien...
duffy 2011/09/06 22:00:56
Kommentar löschenAnvil? Nie gehört. Warum nicht? Das beantwortet der Film. Und es ist ein Schande.
Anvil ist die engagierteste, couragierteste und ehrlichste Band, die ich in meinen bisherigen 20 Jahren des aktiven Mucke lauschens erlebt habe.
Es dauerte keine 2 Minuten bis Kudlow sich in mein Herz gegrinst hat. Der Mann, der mit seinem besten Freund und ihrer Band Anfang der 80er ganz oben war, jetzt Lebensmittel ausfährt, seinen Urlaub und schließlich den Job opfert, um mit der Band durch Nischenclubs und über Campuskonzerte in Europa zu touren.
Und Anvil ziehen ihr Programm durch, egal ob vor 12 oder 2000 Leuten und das mit einer Freude an ihrem Schaffen, daß man Gänsehaut bekommt.
Da wird dann mit Zug und geliehenem Wohnmobil durch die Lande gereist und geschlafen wird auch mal am Flughafen. Keine Spur von Sex, Drugs oder zerstörten Hotelzimmern. Hier wird sich gequält, aus liebe zur Musik.
Im Endeffekt war alles für die Katz und das Leben geht weiter, doch gerade dann nimmt der Film eine unheimlich private und tolle Form an.
Eine sympathischere, ehrlichere, intimere und rührendere Musikdoku hat es nie gegeben. Sie macht viel Freude, bewegt und stimmt nachdenklich. Man fiebert mit. Man will, daß diese Band wieder Erfolg hat, weil sie es verdammt nochmal verdient hätten.
Die Band hat einen neuen Fan. \m/
30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
stuforcedyou 2011/09/08 10:38:34
Antwort löschenEbenfalls perfekt getroffen :) .:.
slangbanger! 2011/09/08 13:21:00
Antwort löschenSchön, dass du den jetzt gesehen hast. Tolles Kommentar! Ich bin zufrieden. Weiter so!
:D
duffy 2011/09/08 14:41:45
Antwort löschenManb dankt. :)
Fulsome. 2011/09/09 04:52:32
Antwort löschenVerdammt. Genau das dachte ich auch, als ich die Reklame und die Trailer gesehen hab. Habs versäumt, muss es anchholen. Danke dir.
Alle 6 Antworten zeigen
cpt. chaos 2011/10/14 16:33:56
Antwort löschen"It´s a long way to the top"...
Somit bleiben nicht wenige auf der Strecke, die es womöglich verdient hätte und irgendwelche "Bohlen-Jünger" etc. schaffen es unverdientermaßen durch die Hintertür, wenngleich deren Treiben aber ja auch nur von kurzer Dauer ist.
Aber der Film ist schon mal vorgemerkt!
Übrigens echt gut geschrieben!
duffy 2011/10/14 16:45:05
Antwort löschenWeise Entscheidung. Und danke! :)
ElMagico 2011/08/09 15:19:27
Kommentar löschenSonntag Nacht reingezappt und leider die ersten 20 Minuten verpasst. Und sonst schreib ich ja nichts über Filme, die ich nur im TV oder Kino seh. Wollte hier aber einfach kurz anmerken, was für eine mitreissende Doku dies ist. Man schwankt zwischen Lachen und Heulen, sowie Lips zwischen naiven Loser und Philosophen pendelt. Das alles aber mit einer so brutalen Ehrlichkeit und Herzlichkeit, dass man der Band einfach ständig nur alles Gute wünscht, sie Herzen will und manchmal ihnen auch einfach nur sagen will: "Macht euch bitte nicht zum Deppen".
Und kaum eine Romanze oder Drama hat ein so verflucht geiles Ende, wie es diese Doku hat! Und das alles, wo ich doch Heavy-Metal gar nicht mag...Klasse!
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
filmschauer 2011/08/10 19:32:28
Antwort löschenGar nicht mitbekommen, dass der WDR ihn zeigen würde. Hätte ihn gerne gesehen. Über die DVD hatte ich schon länger nachgedacht.
ElMagico 2011/08/10 19:46:47
Antwort löschenDas war auch ziemlich spät...ich konnte in der Nach keinen Schlaf finden...hatte somit Glück im Unglück ein bisschen ;)
filmschauer 2011/08/10 19:54:47
Antwort löschenWenn, dann hätte ich ihn auch nur aufgenommen. Aber Columbos Erster lief ja auch noch, wäre also sowieso eine Entweder-Oder-Entscheidung gewesen. ;)
ElMagico 2011/08/10 20:01:26
Antwort löschenMeist machen die ja die Runde dann in den 3. Programmen...von daher denk ich, dass du da sicher in nächster Zeit auch Anvil noch mal sehen kannst...daumen drück!
filmschauer 2011/08/10 20:47:42
Antwort löschenIch hoffe es, obwohl der WDR da immer auch etwas sein eigenes "Süppchen" bzgl. Filmrechten kocht.
duffy 2011/09/08 00:22:18
Antwort löschenDie haben sich -zumindest während der Doku- NIE lächerlich gemacht! Im Gegenteil. Cooler kann man nicht drauf sein. :)
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ElMagico 2011/09/19 15:49:36
Antwort löschenDamals im WDR kam danach noch ein aktuelles Interview mit ihnen, bei welchem sie immernoch völlig down-to-earth waren und einfach sympathisch und dankbar rüberkamen. Die passen schon in die Welt.
duffy 2011/09/19 17:36:47
Antwort löschenIch habe sie natürlich direkt nach dem Film bei Facebook gesucht und gefunden und kann das so bestätigen. Die Fanbase ist übrigens auch enorm, gerade unter den erfolgriechen Musikern.
mrcrunch 2011/07/28 11:39:31
Kommentar löschenUnglaublich diese Ähnlichkeit zu "This is Spinal Tap!"
Hätte man mir vorher gesagt, dass Anvil auch eine Mockumentary ist - ich hätt's glatt geglaubt!
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mikkean 2011/07/16 16:04:24
Kommentar löschenAnfang der Achtziger teilen sie sich die Bühne mit den Scorpions, Whitesnake und Bon Jovi. Diese Bands sollten Millionen Alben verkaufen, ganz anders als Anvil. Die kanadische Metal-Sensation verschwindet irgendwann einfach von der Bildfläche. Ihr einstiger Überfan und Weg-Begleiter Sacha Gervasi widmet Gitarrist und Sänger Steve "Lips" Kudlow und seinem Blutsbruder, dem Drummer Robb Reiner nun diese Doku, die selbst hartgesottene Metal-Burschen Tränen (der Freude und des Mitgefühls) in die Augen treiben muss. Anvil haben es nie richtig geschafft, das wird anfangs klar. Da mögen Slash, Lars Ulrich, Ian Scott, Tom Araya von Slayer oder auch Lemmy himself die Band bewundernd anpreisen, Kudlow und Reiner stecken in einem deprimierenden Alltag fest. Sie haben Familie, Geld-Sorgen und übernehmen unglamouröse Jobs. Die Band, das ist hier Hobby, die Befreiung vom ganzen Scheiß, der einen belastet. Und doch haben Anvil mehr Platten rausgebracht, als so manche geliebte Überband der Stunde. Nur, was nützt das ohne richtiges Management oder ein Label, das an einen glaubt. Es schmerzt, Anvil dann bei ihrer desaströsen Europa-Tournee seit Jahren zu zusehen. Das schmerzt wirklich. Welch großen Rockstar-Traum man auch träumen mag, "Anvil - Die Geschichte Einer Freundschaft" dämpft ihn anfangs wirklich. Da kann man auch noch so viele Killer-Riffs im Gepäck haben, wer soll das ohne Vertrag produzieren? Selbst Kudlow und Reiner, die wirklich aufrichtigste Einheit, die ich je erleben durfte, sind da nicht von Desillusion und Streiterei gefeilt. Aber der Amboss Anvil findet seinen Weg, das ist eine der Botschaften, die Gervasi in seinem aufrichtigen und wundervollen Denkmal aufzeigt. Eine andere wäre "family is some important shit man", wie Kudlow es nur äußern kann, nachdem er von seiner Schwester das wohl wichtigste Geschenk seines Lebens erhalten hat. Man muss den Kopf nur immer oben behalten, selbst mit 50 ist einem das Schicksal manchmal noch gnädig. "Anvil" ist eine dieser Dokumentation, die zutiefst berühren, nicht nur, weil ich selbst ein bisschen Musiker-Luft schnüffeln durfte oder weil Metal einen besonderen Platz im Plattenschrank innehat. Nein, diese Geschichte einer Freundschaft durch die Hochs und Tiefs des Musik-Business haut einen um, reißt einen mit, stößt einen vor den Kopf, tritt nach, und baut doch auf, führt vor Augen, wie wichtig der Halt von den Menschen um dich herum ist und wie schön es sein kann, wenn sich die Dinge doch noch ergeben. In diesem Sinne:
Metal on metal
It's the only way
To hell with tomorrow
Let's live for today
Dafür die Höchstnote und Dank an die Metal-Götter für dieses Geschenk.
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cannibal83 2011/02/04 20:09:13
Kommentar löschen"Anvil" ist einerseits Porträt zweier Musik-Verrückter andererseits ein Dokument des Scheiterns. Gerade letzteres macht den Film sehr einzigartig, denn Dokumentationen über erfolgreiche Bands sind ja doch etwas häufiger zu finden.
Das Porträt der beiden wichtigsten Köpfe bei Anvil Robb Reiner und Steve "Lips" Kudlow ist sehr berührend eingefangen. Schade natürlich das der Film mit 80 Min. recht kurz geraten ist, was vermutlich erklärt warum keine ausgiebige Auseinandersetzung mit den Fehlern von Reiner und "Lips" stattfindet. Natürlich hat die Musikindustrie Anvil irgendwann fallen lassen, nur haben die Jungs es den Bossen mit gewissen Verfehlungen halt auch einfacher gemacht sie abzuservieren. Im Film wird das nicht behandelt, was zwar schade - aber keinesfalls ärgerlich ist. Dafür ist der Grundton von Lips und Reiner zu positiv und es geht mehr darum die Passion der Beiden für Heavy Metal zu verdeutlichen als Mitleidsbekundungen zu erhalten.
Was mir noch besonders gefiel ist das die schlechte Eigenschaften der Musikindustrie hier mal greifbar wurden. Man liest und hört immer was für Gauner Promoter, Labelbosse und Clubbesitzer sind, hier sieht man aber auch mal wirklich wie Musiker vergeblich bei Labels Klinkenputzen oder nach Konzerten um ihre Kohle nahezu "kämpfen" müssen.
Kurzum sehr interessanter und teils auch sehr bewegender Film. Für Leute mit Interesse am Rockbusiness unverzichtbar.
P.S. Auf der DVD gibt's u.a. auch noch das komplette Interview mit Lars Ulrich, welches den damaligen Status der Band schön verdeutlicht.
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duffy 2011/02/04 20:14:37
Antwort löschenSeit Sacha Gervasi das Hitchcock Biopic machen soll, bin ich hinter dem hier mächtig her. Jetzt umso mehr. :)
cannibal83 2011/02/04 20:16:05
Antwort löschenAch der macht ein Hitch - Biopic? Das könnte ja direkt interessant werden...
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duffy 2011/02/04 20:30:21
Antwort löschenSehe ich auch so. Eventuell (ich denke aber das wird was) mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle. Geht dann um die Dreharbeiten zu Psycho.
duffy 2011/09/08 00:23:31
Antwort löschenRecht hattest du. Großartiges Stück Dokumentation!
Fernschreiber 2010/11/27 19:53:39
Kommentar löschenKeep on rockin Keep on rockin To this metal tonight
Keep on pounding Keep on pounding Join the heavy metal fight!
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Anvil! The Story of Anvil ist zwar eine Dokumentation, jedoch zugleich, wie der deutsche Titel schon sagt, die Geschichte einer Freundschaft, ein Musikfilm und einfach ganz sympatisches Kino.
Am Anfang des Films reden diverse Rock- und Metalhelden darüber, welch großen Einfluss Anvil auf sie gehabt haben. Wenn man dann aber sieht, wie schwer es für die Musiker ist, Geld für die Aufnahmen einer Platte zu bekommen oder gar einen Plattenvertrag, frage ich mich schon warum die tollen, großen ihnen dann nicht mal unter die Arme greifen. Metallicatour mit Vorgruppe Anvil, warum denn nicht? Verdient hätten es die Kanadier, die sich seit 30 Jahren abrackern und trotzdem nicht groß rauskommen. Der Film begleitet die Musiker auf Tour durch Europa, bei den Aufnahmen einer CD, zu den Labels, aber auch ganz privat zu Hause. Dabei wachsen einem die alten Männer unweigerlich ans Herz und auch die Musik ist nicht schlechter als die von Manowar und Co.
Auch wenn manchmal ein bisschen viel Pathos mit im Spiel ist (Klaviergeklimmper vor dem Abspann z.Bsp) und man nicht so genau weiß, ob wirklich alles total real ist und nicht doch vielleicht minimal gestellt ist in einigen Szenen, sei der Film doch eigentlich jedem ans Herz gelegt. Selbst wenn man Metal nicht mag, dieser Film macht einfach Spaß und rührt an.
P.S: Sorry für eventuelle Doppel- oder Dreifachposts, aber die Kommentarfunktion spinnt gerade bei mir.
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Padder 2010/11/11 17:29:56
Kommentar löschenTolle Doku über die 80er Jahre Metal Band "Anvil", mit sehr viel Freundschaft und Emotionen. Sicher nicht jedermanns Sache, aber wer "Some Kind of Monster" möchte kann hier ohne zögern zugreifen!
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wastlh 2010/08/24 17:15:14
Kommentar löschenSympathische Truppe, die in ihrem tristen Alltagsleben seit Jahrzehnten nur einen einzigen Traum haben: Als Musiker nocheinmal richtig groß rauskommen und auf riesen Konzerten rocken!
An diese Dokumentation kann man eigentlich mit jeder Erwartungshaltung rangehen. Enttäuscht wird man meiner Meinung nach in keinem Fall, denn selbst als reiner Zeitvertreib taugt der Film allemal. Für Fans, die die Band kennen, oder Musikinteressierte, die das kleine/große Showbiz kennen lernen möchten, ist er sowieso hochinteressant.
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stuforcedyou 2010/07/26 14:02:11
Kommentar löschenLiebenswerter aber auch gnadenlos ehrlicher Blick auf die andere Seite der Heavy Metal Medaille. Trotz bekannter Antwortengeber wie Lars Ullrich und Slash, bezieht „Anvil“ seine gesamte Faszination aus den Gründern und besten Freunden Lips uns Robb. Eine wirklich gelungene Doku, die es von der Intensität und Aussagekraft durchaus mit dem gefeierten Metallica-Seelenstriptease „Some kind of Monsters“ aufnehmen kann. Vor allem weil Hetfield und Co. nach ihrem gefilmten Psychotest zurück in ihre Villen gingen, während Lips und Robb sich Gedanken machen wie sie ihre Hypotheken abbezahlen.
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mikkean 2010/07/26 15:23:40
Antwort löschenIm Kino verpasst, aber ich fiebere diesem Film schon entgegen.
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duffy 2011/09/08 00:24:23
Antwort löschenPerfekt getroffen, stu! .:.
stuforcedyou 2011/09/08 10:37:23
Antwort löschenHab dank .:.
Boxhamster 2010/04/12 13:07:10
Kommentar löschenSchlimme Musik, aber super Typen. Spinal Tap mit Herz.
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alanger 2010/03/17 22:00:53
Kommentar löschenna klasse, und wo läuft der im kino? nur noch in einem kleinen verantzten szeneteil, mitten in der nacht:(
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BlueSquirrel 2010/03/17 22:28:05
Antwort löschenIs doch spooky!
denise 2010/03/14 12:48:40
Kommentar löschenAh, sehr lustige und vor allem rührende Geschichte einer alten Metal-Band und ein interessanter Einblick in das Leben der "kleinen Leute" aus diesem Metier.
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dae-su 2010/02/23 08:54:41
Kommentar löschenHerzerwärmend, ehrlich und wundervoll. Besser kann man eine Dokumentation nicht inszenieren, wenn man es drauf anlegt, zu unterhalten. Natürlich lebt die Doku von seinen liebenswerten beiden Protagonisten, überhaupt der Schrulligkeit der gesamten Metalszene, die sich selbst eigentlich zu keinem Zeitpunkt so richtig ernst nimmt. Anvil ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten ist nicht nur eine kurzweilige Angelegenheit, es ist gleichsam ergreifend. Das Herzblut, das Sänger Lips und Drummer Robb Reiner seit 30 Jahren in ihr Herzensprojekt stecken, dafür kann man nur Respekt und Hochachtung übrig haben.
Und letzten Endes geht es ja dann doch - um Freundschaft. Es kommt ja nicht oft vor, dass ein Kinoplakat mit Wahrheiten um sich schmeißt: Aber Anvil ist tatsächlich die schönste Heavy-Metal-Liebesgeschichte aller Zeiten.
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spanky 2009/12/15 15:15:15
Kommentar löschenAnvil haben den Schlachtruf-Klassiker "Metal up your ass!" einfach zu ernst genommen und (teilweise vielleicht auch unfreiwillig) zur Lebensmaxime gemacht. Heraus kommt eine famose Reality-Tragikkomödie, wie sie das Leben nur selbst erzählen kann. Da die Band aber das Scheitern seit 30 Jahren kultiviert, wäre es nur logisch, wenn der allseits erhoffte Oscar dafür auch eher in der Klospülung landet.
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suzee 2009/12/14 05:14:09
Kommentar löschenda sitzen lemmy oder auch herr ulrich.
und erzählen, welch gravierenden einfluss eine kleine kanadische speed-metal-band namens "anvil" in den frühen 1980ern auf die metaller-szene gehabt habe.
gefeierte auftritte, verheißungsvolle zukunftsprognosen: die metal-bearbeitung boomt und "lips" und robb reiner stehen mit ihrem amboss mitten im eisenwaren-laden.
30 jahre später: mr. kilmister gibt lustige interviews in großen tageszeitungen, während sich metallica in der "rock n' roll hall of fame" einreihen.
und wo sind "anvil"?
beharrlich, doch voller hingabe, bespielen sie die letzten löcher der welt, veröffentlichen 13 studioalben und (fast) keinen schwanz interssierts.
"anvil"s weg kreuzten wohl doch mehr als 8 idioten von 10...
deswegen hier ein dreifaches hoch auf sacha gervasi, der die vier kanadier auf ihrer unheilvollen (tor-)tour begleitet, das zappeln einer unheimlich unterhaltsamen und leidenschaftlichen band im fiesen musikbusiness-treibsand dokumentiert und es zudem versteht eine männerfreundschaft zu portraitieren, die 40 jahre auf dem "highway to hell" überdauerte.
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danchichi 2009/12/14 21:30:19
Antwort löschenauch sehen will
pfeffer 2009/12/14 22:18:55
Antwort löschendan, du wirst ihn lieben!
spanky 2009/12/15 10:56:44
Antwort löschenSo schaut es mal aus!
suzee 2009/12/15 14:42:38
Antwort löschenden können wir auch nochmal zusammen schaun! und danach: spinal tap!
pfeffer 2009/12/15 14:52:35
Antwort löschenda wär ich auch dabei!
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spanky 2009/12/15 14:59:12
Antwort löschenzusammen™
Aufgabe 2009/12/15 20:49:24
Antwort löschenja, bitte! als ersten teil! danach spinal tap!
Aufgabe 2009/12/13 22:55:00
Kommentar löschenmorgens halb 11 in japan und die halle ist voll.
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pfeffer 2009/12/13 14:23:27
Kommentar löschenÄußerst kurzweilige Dokumentation über die kanadische Heavy-Metal Band Anvil und ihre Bemühungen, nach 30 Jahren endlich den Durchbruch zu schaffen. Die Mitglieder der Band werden bei einer (desaströsen) Europatour (was stellenweise an This is Spinal Tap erinnert) und in ihrem tristen Alltag mit schlecht bezahlten Jobs begleitet. Wenn "Lips", der Sänger der Band im Laufe der Aufnahmen irgendwann voller Inbrunst propagiert "I just want to entertain", dann ist das an Glaubwürdigkeit und Herzblut kaum zu übertreffen.
Und die Buchstabierkenntnisse der Tourmanagerin sollte man sich auch keinesfalls entgehen lasssen (H like Hotel, A like Ass, S like Sodom).
Unterhaltsames Portrait einer symphatischen Band.
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