Keinem der beiden Jungschauspieler kann man ein Scheitern vorwerfen - sie sind schlichtweg im falschen Film gelandet. Sie und ihr Regisseur sprechen offensichtlich nicht dieselbe Sprache, Allens Text und die jungen Menschen bleiben einander fremd. Und so können unverwechselbare Gags ("Ich könnte mich umbringen, aber ich habe so viele Probleme, dass selbst das nicht alle lösen würde"), witzige Slapstickeinlagen, eine schrille Muttertype und Danny de Vito als sehr überzeugende Labertasche von einem Agenten nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Film Stückwerk geblieben ist, eine Nummernrevue.
ANYTHING ELSE unterhält nicht nur eingefleischte Woody-Allen-Fans, die lustvoll die Bezüge zu seinem früheren Film ANNIE HALL (DER STADTNEUROTIKER) herstellen können. Wenn man allerdings angesichts des Hauptdarstellers Jason Biggs eine Art AMERICAN PIE 4 erwartet - Allens Humor ist doch ein anderer.
"Anything Else" ist, nach etlichen schwerblütigen Werken, der beste Allen seit Jahren. Er ist das nicht nur wegen seiner Frischzellenkur. Nein, der besondere Spaß liegt darin, dass die Jugend in der Midlife-Krise steckt, die Älteren sich aber als die wahren jung Gebliebenen erweisen.
Anything Else ist auch insofern ein typischer Allen-Film, dass Woody Allen sich mit seinem Lieblingsthema auseinandersetzt: zwischenmenschliche Beziehungen. Typisch ist auch dieser ironisch sachliche Inszenierungsstil, der auch Werke wie "Vicky Cristina Barcelona" auszeichnet, was aber kein Nachteil ist.
Denn genau dadurch schafft es der Zuschauer sich mit den Hauptcharakteren zu identifizieren. Dazu tragen auch das disziplinierten Leistungen der Darsteller bei.
Außerdem gibt die Gesamthaltung des Films (und damit auch Woody Allens) "Die Welt ist verrückt, aber was sollen wir dagegen machen ?" dem Film eine gewisse Weisheit.
Das alles macht "Anything Else" zwar nicht zu einem überragenden Meisterwerk, aber gewiss zu einem richtig guten Allen-Film.
Auch wenn es nicht an den typisch geistreichen Woody Allen-Dialogen mangelt und die Handlung auch einem typischen Woody Allen-Film entspricht, konnte ich über die unglaubliche Fehlbesetzung von Jason Biggs und Christina Ricci (!!??) nicht hinwegsehen (ich habe es wirklich versucht), die Rollen wirkten für mich einfach nur aufgesetzt.
Meiner Meinung nach ein sehr sehr sehr ... schwacher Film, nicht mal die Darsteller warenb überzeugend. Besonders schlecht fand ich Christina Ricci dabei find ich sie normalerweise ganz gut.
Bis auf die Szene mit dem Auto hat mir dieser Film keinen Lacher entlockt. Auch die Story ist dünn umgesetzt und die Darsteller sind nicht überzeugend.
Der Vorteil des Films ist, dass sowohl der typische Woody Allen Humor noch erkennbar ist, als auch der Verlauf der Geschichte und das Ende nicht einer typischen Liebesgeschichte entsprechen. Der Humor kommt im Vergleich zu Allens anderen Werken zu kurz. Dadurch kann die fehlende Tiefe in den Dialogen nicht überdeckt werden. Die Schauspieler sind nicht schlecht, die Inszenierung sehr zurückhaltend und an die Situationen angepasst. Es gibt zwar gute Szenen (Zerstörung des Autos) und Einfälle, die allerdings nicht ausreichen um diesen Film zu etwas Besonderem zu machen.
Ich fand "Anything Else" eigentlich ziemlich nett und unterhaltsam. Auch die Darsteller passten meiner Meinung nach ganz gut zu ihren Charakteren. Und Woody Allens Sprüche sind wie immer klasse...
Natürlich hat Allen schon bedeutendere Filme gedreht, aber als nette Abwechslung kann man sich "Anything Else" schon anschauen. Ich find die Geschichte weder dünn noch uninteressant, aber kann auch verstehen, wenn andere die Allen'sche Erzählweise nicht mögen. Ich find's toll.
Das kann man auch als Allen-Fan nicht schönreden. Klar, wenn man da jetzt mit der Schere hingeht und alle Szenen rausschneidet in denen Woody nicht vorkommt, hat man Gags am laufenden Band, aber dann hat der Film auch nur eine Länge von ca. 35 Minuten.
Dieser Teenie-Cast funktionert meines Erachtens nicht so wirklich in dieser Art Film, obwohl ich finde das Jason Biggs seine Arbeit überraschend gut macht.
Und die Handlung ist nicht typisch leicht wie man es vom Altmeister kennt, sondern sie ist eher nicht vorhanden. Es wirkt so als hätte Woody Allen einfach ein paar gute Sprüche und Gags für diesen Film gehabt und dann gemerkt das er auch noch irgendeine Story dazu braucht.... total konzeptlos.
Naja, als er das Auto zertrümmert hat, hab ich schallend gelacht. 5 Punkte, aber da ist ein Allen-Sympathiepunkt schon mit dabei.
Der Film hat mich sehr überzeugt, wie auch die meisten anderen Allen Werke. Erstaunlicher Weise konnte ich mich sehr gut mit den Hauptpersonen identifizieren und das macht den Film für mich so wertvoll!
Woody Allen selbst ist der einzige, aber dafür wunderbare Lichtblick in diesem Film... hatte gehofft Biggs findet noch den Absprung zum Charakterdarsteller..na ja wohl nicht in diesem Werk..
Kein anderer Filmemacher bringt so viele Worte in 90min unter. Bei Allen wird ohne Punkt und Komma geredet, und am liebsten hört sich der Stadtneurotiker selbst reden. Leider kann ich mit dem Humor nicht viel anfangen. Die Story ist dünn wie immer.
Anything Else - Kritik
US 2003 Laufzeit 108 Minuten, FSK 0, Komödie, Kinostart 02.09.2004
Kritiken (3) — Film: Anything Else
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenKeinem der beiden Jungschauspieler kann man ein Scheitern vorwerfen - sie sind schlichtweg im falschen Film gelandet. Sie und ihr Regisseur sprechen offensichtlich nicht dieselbe Sprache, Allens Text und die jungen Menschen bleiben einander fremd. Und so können unverwechselbare Gags ("Ich könnte mich umbringen, aber ich habe so viele Probleme, dass selbst das nicht alle lösen würde"), witzige Slapstickeinlagen, eine schrille Muttertype und Danny de Vito als sehr überzeugende Labertasche von einem Agenten nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Film Stückwerk geblieben ist, eine Nummernrevue.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Anything Else" ist, nach etlichen schwerblütigen Werken, der beste Allen seit Jahren. Er ist das nicht nur wegen seiner Frischzellenkur. Nein, der besondere Spaß liegt darin, dass die Jugend in der Midlife-Krise steckt, die Älteren sich aber als die wahren jung Gebliebenen erweisen.
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Kommentare (13) — Film: Anything Else
Kommentar schreibenJack_Torrance 2011/08/23 16:31:06
Kommentar löschenAnything Else ist auch insofern ein typischer Allen-Film, dass Woody Allen sich mit seinem Lieblingsthema auseinandersetzt: zwischenmenschliche Beziehungen. Typisch ist auch dieser ironisch sachliche Inszenierungsstil, der auch Werke wie "Vicky Cristina Barcelona" auszeichnet, was aber kein Nachteil ist.
Denn genau dadurch schafft es der Zuschauer sich mit den Hauptcharakteren zu identifizieren. Dazu tragen auch das disziplinierten Leistungen der Darsteller bei.
Außerdem gibt die Gesamthaltung des Films (und damit auch Woody Allens) "Die Welt ist verrückt, aber was sollen wir dagegen machen ?" dem Film eine gewisse Weisheit.
Das alles macht "Anything Else" zwar nicht zu einem überragenden Meisterwerk, aber gewiss zu einem richtig guten Allen-Film.
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sunyrising 2010/11/28 21:59:51
Kommentar löschenAuch wenn es nicht an den typisch geistreichen Woody Allen-Dialogen mangelt und die Handlung auch einem typischen Woody Allen-Film entspricht, konnte ich über die unglaubliche Fehlbesetzung von Jason Biggs und Christina Ricci (!!??) nicht hinwegsehen (ich habe es wirklich versucht), die Rollen wirkten für mich einfach nur aufgesetzt.
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Sanylein 2009/10/26 17:44:04
Kommentar löschenMeiner Meinung nach ein sehr sehr sehr ... schwacher Film, nicht mal die Darsteller warenb überzeugend. Besonders schlecht fand ich Christina Ricci dabei find ich sie normalerweise ganz gut.
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1oOwaCk 2009/09/21 18:03:58
Kommentar löschenBis auf die Szene mit dem Auto hat mir dieser Film keinen Lacher entlockt. Auch die Story ist dünn umgesetzt und die Darsteller sind nicht überzeugend.
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magX 2009/06/25 00:43:28
Kommentar löschenDer Vorteil des Films ist, dass sowohl der typische Woody Allen Humor noch erkennbar ist, als auch der Verlauf der Geschichte und das Ende nicht einer typischen Liebesgeschichte entsprechen. Der Humor kommt im Vergleich zu Allens anderen Werken zu kurz. Dadurch kann die fehlende Tiefe in den Dialogen nicht überdeckt werden. Die Schauspieler sind nicht schlecht, die Inszenierung sehr zurückhaltend und an die Situationen angepasst. Es gibt zwar gute Szenen (Zerstörung des Autos) und Einfälle, die allerdings nicht ausreichen um diesen Film zu etwas Besonderem zu machen.
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servo80 2009/06/22 23:57:07
Kommentar löschenEin tpyischer Woody Allen, der Film lässt aber die gewohnte Bissigkeit etwas vermissen. Nett, aber belanglos.
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Stefan Ishii 2009/06/18 11:12:19
Kommentar löschenIch fand "Anything Else" eigentlich ziemlich nett und unterhaltsam. Auch die Darsteller passten meiner Meinung nach ganz gut zu ihren Charakteren. Und Woody Allens Sprüche sind wie immer klasse...
Natürlich hat Allen schon bedeutendere Filme gedreht, aber als nette Abwechslung kann man sich "Anything Else" schon anschauen. Ich find die Geschichte weder dünn noch uninteressant, aber kann auch verstehen, wenn andere die Allen'sche Erzählweise nicht mögen. Ich find's toll.
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ellen_ripley 2009/06/17 11:20:33
Kommentar löschenmit sicherheit nicht der beste woody allen (bisschen wenig story), die dialoge sind allerdings wie immer unterhaltend.
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cannibal83 2009/06/17 11:10:48
Kommentar löschenDas kann man auch als Allen-Fan nicht schönreden. Klar, wenn man da jetzt mit der Schere hingeht und alle Szenen rausschneidet in denen Woody nicht vorkommt, hat man Gags am laufenden Band, aber dann hat der Film auch nur eine Länge von ca. 35 Minuten.
Dieser Teenie-Cast funktionert meines Erachtens nicht so wirklich in dieser Art Film, obwohl ich finde das Jason Biggs seine Arbeit überraschend gut macht.
Und die Handlung ist nicht typisch leicht wie man es vom Altmeister kennt, sondern sie ist eher nicht vorhanden. Es wirkt so als hätte Woody Allen einfach ein paar gute Sprüche und Gags für diesen Film gehabt und dann gemerkt das er auch noch irgendeine Story dazu braucht.... total konzeptlos.
Naja, als er das Auto zertrümmert hat, hab ich schallend gelacht. 5 Punkte, aber da ist ein Allen-Sympathiepunkt schon mit dabei.
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El_Wray 2008/04/04 14:05:52
Kommentar löschenDer Film hat mich sehr überzeugt, wie auch die meisten anderen Allen Werke. Erstaunlicher Weise konnte ich mich sehr gut mit den Hauptpersonen identifizieren und das macht den Film für mich so wertvoll!
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Pardus 2008/01/20 12:50:26
Kommentar löschenWoody Allen selbst ist der einzige, aber dafür wunderbare Lichtblick in diesem Film... hatte gehofft Biggs findet noch den Absprung zum Charakterdarsteller..na ja wohl nicht in diesem Werk..
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viewer 2007/12/29 00:14:40
Kommentar löschenKein anderer Filmemacher bringt so viele Worte in 90min unter. Bei Allen wird ohne Punkt und Komma geredet, und am liebsten hört sich der Stadtneurotiker selbst reden. Leider kann ich mit dem Humor nicht viel anfangen. Die Story ist dünn wie immer.
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ElGuapo 2007/07/26 23:29:41
Kommentar löschenJason Biggs wirkt etwas angestrengt und damit überfordert, aber abgesehen davon ein typischer Woody-Allen-Film im besten Sinne.
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