238 Drehtage, 20 Millionen Dollar Budget, ein Regisseur, dem kein gutes Ende einfallen will, der immer wieder an seinem Werk (ver-)zweifelt. Doch dieses Martyrium aus Blut und Tränen führte Coppola zu sich selbst, zu seinem endgültigen Meisterwerk, an welches er bisher nicht mehr anknüpfen konnte. APOCALYPSE NOW ist ein psychedelisch orchestrierter und bebilderter Trip ins Innere seiner Akteure, der sich gegen jede Genre-Einordnung sträubt.
„Apocalypse now“ ist ähnlich dem „Paten“ ein breit angelegtes Epos. Während „Der Pate“ (Teile 1 bis 3) jedoch als eine Reise durch die Verzweigungen einer Familie und einer mafiösen Sozialstruktur konzipiert ist und eine vertikale (historische) wie horizontale (Sozialgeflecht) Dimension sich die Waage halten, scheint in „Apocalypse now“ die Zeit still zu stehen. Obwohl wie ein Reisebericht konstruiert, den uns mit verhaltener Stimme Captain Willard (Martin Sheen) vorliest, wirkt diese Reise mit dem Patrouillenboot zu Colonel Kurtz (Marlon Brando) wie eine Bestandsaufnahme eines Zustands, eines seelischen, brutalen, skrupellosen, erbärmlichen Status Quo. Und hier treffen sich beide Epen. Denn am Schluss des „Paten“ wie am Ende von „Apocalypse now“ schließt sich ein Kreis am selben Punkt, an dem die Reise begann. Den Figuren hinterlassen diese Reisen kaum eine Spur von Hoffnung. Die Epen enden, wo sie begannen.
Grandiose Bilder, tolle Szenarien und Kompositionen. Dennoch, als jemand der mit Kriegs/Antikriegsfilmen nichts anfangen kann, hatte ich auch bei der Redux-Fassung dieses Films mit der großen Langeweile zu kämpfen. Sicherlich ungerecht, da Apocalypse vorher da war, hatte ich doch das Gefühl das alles schon dutzendfach gesehen zu haben. Im Zweifel hat mich der Originalroman dann doch mehr in den Bann gezogen als dieses ebenso kunstvolle wie überlange Drama, das bei allen offenkundigen Qualitäten doch reichlich gedehnt wirkt. Bis Brando endlich Auftritt war ich mehrfach dran einfach wegzudösen, nur die laustarken Feuergefechte die alle viertel Stunde kamen, haben mich dran gehindert...
Aber man muß ja nun auch nicht jeden Klassiker mögen...
„Zwei Seelen wohnen in dir, eine die tötet und eine die liebt.“
Die 70er Jahre könnte man gut und gerne als die Jahre von Francis Ford Coppola bezeichnen. Angefangen mit dem Mafia-Epos 'Der Pate' von 1972. Coppola ging in die Filmgeschichte ein. Zwei Jahre später setzte er mit 'Der Pate II' dieses einmalige Epos gleichwertig fort und schrieb zum zweiten Mal Filmgeschichte. Nun begeben wir uns in das Jahr 1979, in dem Francis Ford Coppola mit seinem Antikriegsfilm 'Apocalypse Now' zum dritten Mal in die Filmgeschichte einging. 'Apocalypse Now' ist ohne weiteres einer der besten Kriegsfilme überhaupt, thematisiert dabei allerdings den Krieg im inneren der Soldaten.
Auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges erhält Captain Willard den gefährlichen Auftrag, gemeinsam mit ein paar Soldaten eine Flussreise an die kambodschanische Grenze zu unternehmen, um dort den hochdekorierten Colonel Kurtz ausfindig zu machen. Kurtz hat sich mit seiner ergeben Einheit tief im Dschungel verschanzt und beachtet keinerlei Befehle mehr. Er gehorcht nur noch seinem eigenen Wahnsinn und richtet schreckliche Blutbäder an. Captain Willards Mission ist klar, er muss dem Terror im Terror ein Ende setzen und Kurtz liquidieren.
'Apocalypse Now' lebt von seiner undurchdringlichen Atmosphäre, die den Zuschauer schnell in seinen unaufhaltsamen Sog zieht. Vittorio Storaros hitzige und fiebrige Bilder übertragen die Wärme des undurchsichtigen Dschungels auf den Zuschauer, der so direkt Teil dieser schrecklichen Höllenfahrt wird. Carmine Coppola, Vater von Francis Ford, kann mit seiner komponierten Musik ebenso überzeugen wie die brennende Optik. Der Terror dieser Reise wird immer deutlicher und auch die toll gewählten Songs wie "The End" von den Doors und Richard Wagners "Walkürenritt", der in der wohl berühmtesten Szene eingespielt wird, passen genau ins Bild.
Martin Sheen übernimmt die Hauptrolle und fungiert als Captain Willard auch gleichzeitig als Erzähler aus dem Off. Sheen sind die Strapazen der Vergangenheit und dieser Reise deutlich ins Gesicht geschrieben. Sheen war schon immer ein guter Schauspieler, doch als Captain Willard bringt er eine Glanzleistung, die man so nicht besser hätte verkörpern können. Die Nebenrollen stehen Sheen allerdings in keinem Stück nach. Robert Duvall als Lieutenant Colonel Bill Kilgore interessiert sich viel mehr für den Wellengang, als für die Kriegsgeschehen. Duvall liefert in seiner recht kleinen Rolle ebenfalls eine tolle Leistung und sorgt mit seinem fragwürdigen Verhalten für den einen oder anderen Schmunzler. Das wahre Highlight kommt hingegen erst gegen Ende des Films. Marlon Brando als Colonel Walter E. Kurtz zählt zu den angsteinflößendsten Charakteren der Filmgeschichte. Brando, zumeist nur im halbdunkeln zu erkennen, kann alleine durch seine Augen und die minimalistische Gestik und Mimik das Maximum aus seinem unheimlichen Charakter holen. In Worte ist das kaum zu beschreiben, ganz simpel gesagt: besser geht es einfach nicht. In weiteren kleinen Rollen können Dennis Hopper, Frederic Forrest, Sam Bottoms, Laurence Fishburne und Harrison Ford überzeugen.
'Apocalypse Now' ist bei weitem kein Kriegsfilm im herkömmlichen Sinne. Kriegshandlungen, also Kämpfen an den Fronten, gibt es hier nicht. Einzig ein Angriff der Luftkavallerie, angeführt durch Lieutenant Colonel Bill Kilgore, auf ein kleines Dorf sind zusehen. Im Anflug mit dem Walkürenritt wird alles zu Schutt und Asche zerlegt und der Dschungel mit Napalm zerstört. Für Kilgore ist es hingegen viel schlimmer, das sich Willard mit Surfer Lance wieder aus dem Staub macht und dazu noch sein geliebtes Surfbrett klaut. An diesem Punkt setzt erst die richtige Handlung ein.
Captain Williard ist Dreh und Angelpunkt des Films. Er selbst ist längst ohne Heimat und Halt. Ist er zu Hause will er zurück in den Krieg. Ist er im Einsatz will er nur noch nach Hause. Seine Ehe ist längst gescheitert und er befindet sich in einem ewigen Kampf mit sich selbst. Er braucht einen Auftrag und den soll er auch bekommen. Tief in den kambodschanischen Dschungel muss er reisen und den angesehenen und harten Colonel Walter E. Kurtz, der sich dort sein eigenes Reich geschaffen hat und auf Befehle nicht mehr reagiert, töten. Keinem Feind soll Willard sich auf dem Schlachtfeld stellen, sondern einem Mann aus den eigenen Reihen. Willard willigt ein und mit ein paar Männern macht er sich mit dem Patrouillenboot auf den Weg. Es beginnt eine Reise in die eigene, endlose Abgründigkeit. Eine Reise, ohne Ende und ohne Anfang.
„Jedes Mal denke ich, ich würde tief im Dschungel erwachen! Als ich nach meinem ersten Jahr nach Hause kam, war es schlimmer! Da erwachte ich und nichts war da...“
Francis Ford Coppola thematisiert mit 'Apocalypse Now' den Krieg und die Kämpfe in den Männern selbst. Die Gefechte, die immer da sind und die man mit eigener Kraft nie gewinnen wird. Das Boot treibt den Fluss hinunter, immer tiefer in das Herz der Finsternis. Immer näher drängt sich die grüne Hölle auf und wird ein Teil dieser Menschen. Die Flussfahrt wird zu einer unberechenbaren Reise durch die eigene Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit. Die Charaktere sind längst gefangene des Dschungel und gefangen von sich selbst. Doch genauso gefährlich sind sie auch. Willard tötet, nicht weil er es muss, sondern weil er es kann. Der Schmerz dieser Lage zerreißt ihn immer mehr, der Dschungel hingegen bleibt durchgehend unheimlich still. Kein Ton ist zu hören, doch wenn er will schlägt er tödlich zu. So unberechenbar, genau wie Willard und seine Gefährten. Das Selbstverlieren wird immer deutlicher. Es gibt keinen Ausweg mehr. Versuche die Heimat etwas aufleben zu lassen sind wirkungslos. Die eigene Hölle hat die Männer längst in sich gezogen. Das Grauen, der Terror, und der Hass sind immer identitätslos. Einschränkungen sind unmöglich. Das Grauen steckt in allem und in jedem. Wenn die Reise bei einer französischen Familie halt macht, die weder gehen noch bleiben kann, dann wird die Sinnlosigkeit des Ganzen deutlich. Sie sind vertriebene, fremde und wollen doch nicht aufgeben und weiterziehen. Nicht schon wieder. Die Erbärmlichkeit, die Unsinnigkeit und die Wahrheit über den Krieg sind überdeutlich. Die Apocalypse in jedem nimmt Überhand und verschlingt die Männer.
Wenn Willard dann auf den Tempel trifft, in dem Kurtz sich verschanzt hat, dann brennt die Luft. Die unberechenbare Situation spannt sich von Sekunde zu Sekunde mehr und mehr an. Der gewaltige Tempel selbst und der Weg hinein, sind gepflastert mit Köpfen und Leichen. Kurtz selbst, lange seinem eigenen Irrsinn verfallen, strahlt eine Aura aus, die jedem Angst und Respekt beibringt. Doch Willard, innerlich völlig zerrissen, darf seine Mission nicht vergessen und muss sich dem endlosen Chaos stellen.
„Das Grauen...das Grauen...“
'Apocalypse Now' erscheint mit seiner knapp 200 minütigen Laufzeit unheimlich mächtig und abschreckend. Im Gegenteil. Die Minuten vergehen wie im Flug, viel zu sehr wird man von den Bildern hypnotisiert und vergisst jegliches Zeitgefühl. Anstrengend und schwer ist der Film wegen seines Themas und seiner Darstellung dennoch. Man sollte sich in jedem Fall aber die Zeit nehmen, denn sonst verpasst man einen der wichtigsten und besten Filme aller Zeiten. Ohne Helden, ohne Patriotismus und ohne Glorifizierung blicken wir in den Abgrund dieses Krieges und in den Abgrund, der in jedem von uns ist.
Fazit: Mit 'Apocalypse Now' inszeniert Francis Ford Coppola einen fiebrigen und paralysierenden Alptraum, mitten durch die grüne Hölle, tief in die eigene Abtrünnigkeit. Mit seiner visuellen Meisterklasse, dem grandiosen Soundtrack, den mehr als herausragenden Darsteller und Coppolas schonungsloser wie konsequenten Inszenierung wird 'Apocalypse Now' zu einem absoluten Meisterwerk, das jeder gesehen haben muss.
„Das Grauen. Das Grauen hat ein Gesicht. Und man muss sich das Grauen zum Freund machen. Das Grauen und der moralische Terror sind deine Freunde. Falls es nicht so ist, sind sie deine gefürchteten Feinde.“
Der Anti-Kriegsfilm! Alles andere: "Full Metall Jacket", "Platoon", "The thin red line", Der Soldat James Ryan" usw kommt weit dahinter. Nur bei diesem Film wird die psychische Zerstörung der menschlichen Seele durch den Krieg, so anschaulich und verständlich gemacht. Untermalt von in der Filmgeschichte einmaligen Bildern, einmaligen Dialogen und einmaliger Musik. Ein Meisterwerk der Filmhistorie.
Mir persönlich gefällt "Jacket" besser, da ich Apocalypse gegen Ende (Brando) nicht o gut wie die ersten 2 Drittel finde... wenn einem so ein Antikriegsfilm überhaupt "gefallen" kann. Eigentlich erzeugen diese Filme doch immer Bauchweh... aber schauen muß man doch!
Na ja...ich denke da würde man jetzt auf sehr, sehr hohem Niveau herummäkeln...lach. Beide Filme haben ihre Extraklasse. Ich hab Apocalypse now bestimmt 10 mal geschaut.....und empfand es die ersten Male genau so wie du....aber heute ist gerade dieser Dialog am Ende für mich das Highlight des Films. "Ich habe das Grauen gesehen, das Grauen!" Seufz...würde es doch mehr solcher Filme geben...........
Was für ein Film ...... Die fiebrige , schwüle Atmosphäre ist eigentlich nur mit Malariatabletten zu ertragen und Marlon Brando ist meiner Meinung nach noch besser , was schon schwer möglich ist , als in der Pate . Einer der wenigen Filme die ich mir zweimal nacheinander angeschaut habe , besser gehts nicht .
Endzeit-Musik zu Beginn. Brummende Hubschrauber. Ventilatoren, die gegen die erstickende Schwülheit ankämpfen. Das tolle am Intro ist, wie das drehen vom Ventilator und die Propeller der Hubschrauber in Verbindung gebracht wird. Die Hitze brennt. Man kann keine 100 Meter mehr weit gucken, durch den dichten Rauch. Coppola geht garnicht wirklich groß auf Figuren, Dialoge und Handlung ein. Er lässt die Bilder sprechen. Zeigt das Schlachtfeld in all seiner Schrecklichkeit. Doch das Schlachtfeld dient nur als der Anfangspunkt für einen immer tieferen Trip durch die Hölle, mitten ins Nevada des menschlichen Verstand. Francis Ford Coppola spricht es selber aus: "Mein Film handelt nicht von Vietnam. Er IST in Vietnam." Irgendwo im Grauen. Irgendwo im tiefen Rauch. Alles scheint ohne Orientierung. Nichts zählt mehr. Man denkt nur noch an die Anfangsmusik: "This is the end." Man ist am Ende. Man ist in der Hölle. Man ist am Abgrund. Man ist gefangen. Und hier bleibt man auch für die nächsten zweieinhalb Stunden fest sitzen. Man ist festgebunden. Überall. Ein ebenso ruhiges, wie umhauendes Überwerk, was bei den inzwischen schon über 30 Jahren nicht annähernd an Wirkung eingebüßt hat.
Zu früh insofern, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch kaum Filme geguckt hatte und mich dadurch irgendwie größtenteils langweilte...schwierig zu beschreiben. Vielleicht wars aber auch einfach nicht mein Fall. Um das herauszufinden, bedarf es eine erneute Sichtung. ;)
@Punsha: Wie schon Andy sagt, unbedingt noch mal sehen!
@Dude: Synecdoche hab ich heute gesucht, aber leider nicht gefunden. Bei Eternal warte ich noch´n bisschen, bis ich ihn mir anschaue...
Einer der besten Antikriegsfilme die Ich je gesehen habe !
Ein Meisterwerk !
Ich fand die Redux Fassung zeitweise langatmig, aber darüber kann Ich getrost drüber hinweg sehen !
Ich habe mir diese Blue Ray nur gekauft, weil ich damals schon von der Laser Disk sehr begeistert war. Was ich bekommen habe, hat mich mehr als begeistert. Das alte Filmmaterial wurde noch einmal neu bearbeitet, anders kann ich mir die phänominale Bildquallität nicht erklären. Ein sattes Grüne, feuriges Rot, tiefes Schwarz, die Farbenvielfalt ist brillinat umgesetzt.
Auch vom Ton kann man sich verwöhnen lassen.
Zu "Apocalypse Now" selbst muss wohl nicht mehr viel gesagt werden: Sicherlich eines der unvergesslichsten Film-Erlebnisse und einer der wenigen Filme, in denen wirklich alles stimmt: Drehbuch, Schauspieler etc. Die Redux-Version bringt verschiedene neue Szenen und Sequenzen. Insbesondere eine ist eine echte Bereicherung: In der Begegnung mit den französischen Plantagebesitzern wird der Kolonialismus des alten Stils mit dem U.S.-amerikanischen Neoimperialismus kontrastiert; dies ist ein neuer, interessanter Aspekt. So sehr man sich über diese und andere Neuheiten freut, so sehr bleibt allerdings der Eindruck, dass eben wieder nicht ALLES gezeigt wird. Besonders deutlich wird dies, wenn plötzlich Fetzen von side-plots hineinkommen, von denen einem der Rest aber weiterhin vorenthalten wird: So wirft die ebenfalls neue Wiederbegegnung mit den Playboy-Bunnies einige Fragen auf (Was ist mit dem Helikopter passiert, was hat es mit der Leiche darin auf sich etc.?).
Apocalypse Now Redux ist eine Reise in den Wahnsinn. Es ist eine sehr lange Reise, die den Zuschauer packt und mitnimmt zum Ort des Grauens. Klar gibt es auf dem Weg schon viel Schreckliches zu sehen, aber jedem ist klar das das Ende alle schaffen wird. Zu Beginn noch ein Aktionfilm wandelt sich die Story zu einem immer düsterer werdenen Drama. Am Anfang der Reise ist bei den beteiligten die Stimmung noch relativ gut, aber je näher sie am Ziel sind, desto größer wird die Nervosität. Einer nach dem anderen wird von dem Wahnsinn ergriffen und es wird am Ende nicht besser. Der Film zeigt eindrucksvoll was für Folgen der Krieg auf die Menschen haben kann und wahrscheinlich auch hat.
Apocalypse Now wird leider in die gleiche Schublade wie Full Metall Jacket und Platoon gesteckt, denn ich sehe Apocalypse Now nicht als Anti-Kriegs-Film. Der Vietnam Krieg ist nur Rahmen für einen Trip durch die Hölle auf Erden. Ein Trip der beim purem Bösen endet, dem Menschen selbst.
Der Film ist Kunst, die man gesehen haben sollte . Das würde ich von keinem Anti-Kriegs-Film behaupten.
Hab es etwas missverständlich formuliert: Für mich ist Full Metal Jacket kein Must-See, im Gegensatz zu Apocalypse Now. Hängt sicher von persönlichen Vorlieben ab. Schau halt weniger gerne Anti-Kriegs-Filme, weil ich das Gefühl habe, dass die sich ziemlich ähneln und sich grob um eine Thematik drehen. So kann ich mir vorstellen, dass es Leute gibt, die ähnlich denken, und sich deshalb nicht an Apocalypse Now wagen, weil er meiner Meinung nach vermeidlich gerne in die gleiche Schublade gesteckt wird.
Dass Full Metal Jacket ein Klassiker ist will ich gar nicht abstreiten.
Die anderen genannten Filme werd ich mir dann bei Gelegenheit anschauen, danke für die Tipps.
"Anti-Kriegsfilme" gibt es nur sehr wenige für mich und Platoon,Full Metall Jacket, Apocalypse Now sind für mich absolut keine!
Habe bis jetzt genau 2 Anti-Kriegsfilme gesehen und die waren "Johnny zieht in den Krieg" und der von Filmsuechtiger genannter "Geh und sieh!"
Das ist kein Kriegsspektakel. Auch keine patriotische Tränendrüse. Nein, "Apocalypse Now" ist vielmehr ein Roadtrip über den Nung River. Also quasi ein Boattrip. Dabei tuckern Boot, Insassen, Protagonist und Zuschauer von einer Absurdität in die nächste. Umgeben von buntem Nebel und Wahnsinn, überschüttet mit Regen aus Holz und unter partiellem Beschuss, der Gandalfs Feuerwerk gleicht. Man befindet sich auf feindlichem Gebiet. Jedoch geht es an keiner Stelle um den Feind namens Charlie. Dieser Charlie surft nicht einmal. Er feiert keine Playboybunnyparty, er eröffnet nicht närrisch unkontrolliert das Feuer. Charlie ist eine Rechtfertigung im eigenen Kopf. Hinter einem stürzen Brücken zusammen. Das unerreichbare Ziel der Mission ist, einen Sinn zu entdecken. Sein größter Feind ist man selbst.
Alleine die Anfangsszene ist schon so herrlich, dass ich am liebsten gleich abgeschaltet hätte und gleich 10 Punkte gegeben hätte.
Stille Kamera, man sieht nur den Dschungel und ab und zu kommt ein Helikopter, dazu das Intro von "The End" von "The Doors", auf einmal brennt der ganze Regenwald und der Gesang setzt ein.
Habe eigentlich nur versehentlich die Redux-Version gesehen, aber bis auf eine etwas lange Szene mit den Franzosen habe ich mich eigentlich nie gelangweilt!
Wirklich ein wunderbares Meisterwerk! Werd' mir wohl die nächsten Tage nochmal Full Metal Jacket anschauen, und schauen, ob nun der Meister Kubrick oder Coppola einen besseren Anti-Kriegsfilm gemacht hat.
Hi Moviepiloten
hab da mal ne frage und zwar wollte ich wissen ob der redux cut oder doch lieber die Normalfassung zu Empfehlen ist, ich habe noch keinen der beiden Schnittfassungen gesehen und wollte nun mal wissen welchen ihr empfehlt und dann würde ich gerne noch wissen welcher dieser beiden filme(Platoon oder Apokalypse now) besser ist?
ja das weis ich das die 50 Minuten länger geht habe aber auch von vielen gehört das die 50 Minuten den Film "kaputt" machen weil sie ihn unerträglich in die länge ziehen. Und kannst du mir auch sagen ob du Platoon oder Apokalypse now vorziehen würdest?
im allgemeinem hab ich ncihts gegen längere nur über 3 stunden is shconmal was und ich wollte halt fragen weil mir mehrere gesagt haben das die redux zum einschlafen ist und der original cut so ziehmlcih das beste ist was sie bis jetzt gesehen haben.
ok J4JOB vielen dank für deine Antwort hättest du vielleicht eine Antwort auf meine zweite Frage die leider noch niemand beantwortet hat? ich würde gerne wissen ob ihr eher Platoon oder Apokalypse Now empfiehlt?
hmm... platoon is bei mir schon länger her, fand ihn aber damals ziemlich gut. Is ein bisschen actionlastiger und nicht so kritisch gehalten. Unterhaltsamer fand ich Platoon ;)
Der Film zeichnet den Wahnsinn des Vietnam-Konflikts auf einer völlig neuen Ebene nach. Meiner Meinung nach verlieren Sich Story und Logik dabei im Wahnsinn, vor allem nach fast 4 Stunden psychodelischem rumgeschippere. Die 2 Sterne gibts wegen der gelungenen ersten Stunde, danach gehts rapide abwärts mit Spannung und geistiger Gesundheit der Zuschauer.
meine bewertungen sind ja manchmal merkwürdig lol. Aber deine kommentare schlagen alles was ich in dem jahr mp gelesen hab und ich les viele ;)
Apocalypse Now 2 pkt zu geben, sagt ja wohl gen...
Meine Bewertungen und Kommentare erheben keinen Anspruch auf Massentauglichkeit oder Allgemeingültigkeit - es ist einfach nur meine Meinung. Und wenn ich dabei Zustimmung UND Ablehnung finde, denke ich passt das ganz gut zu mir. =) Über Meinungen lässt sich eben trefflich Streiten...
teilweise stimme ich deinem Kommentar zu, war auch echt enttäuscht... klar klasse darstellung, klasse musik,doch die storyline verschwimmt irgendwie im Wahnsinn & das mindert den Film m.E. massiv ab...
Der Krieg in seiner ganzen archaischen und sinnlosen aber doch zutiefst im Menschen verwurzelten Existenz .
Der Mensch und der Krieg in ihren jeweiligen und doch gemeinsamen Paradoxien.
Kubrick lässt seinen Joker in „Full Metal Jacket“ die Dualität erklären in dem er“Born to Kill“ und „Peace“ als gegensätzlich und doch als zusammengehörend beschreibt.
Copolla erklärt die Dualität in „Apocalypse Now“ in dem er Roxanne sagen läßt :
“In dir wohnen zwei Seelen, eine die tötet und eine die liebt“.
Helmut Schmidt nennt es „Die große Scheiße des Krieges“.
Es geht darum ob man ein Tier ist oder Gott.Oder Beides.
Über diese Dinge reflektiert und erzählt „Apocalypse Now“, der für mich wichtigste Kriegsfilm aller Zeiten.
„Ein erlesener Auftrag und als er zu Ende war wollte ich nie wieder einen…“
Captain Willard (grandios verkörpert von Martin Sheen), ein Soldat der quasi abhängig ist vom Krieg,vom Dschungel,den er gleichzeitig hasst und verabscheut und deswegen verzweifelt und mit sich hadert,erhält den geheimen (und offiziell nicht existierenden) Auftrag mit einem kleinen Patrouillenboot (und dessen Besatzung als Geleitschutz) den (fiktiven) Nung-River nach Kambodscha hinaufzufahren um dort den (vermeintlich) verücktgewordenen Colonel Kurtz (Marlon Brando,auf ihn gehe ich weiter unten näher ein) zu töten.Dieser,hochdekorierte und in allen Belangen herausragende Mann hat sich vom System,den Befehlen der Army abgekoppelt und ein eigenes Terror-Regimement in Kambodscha gegründet.Er hatte eigenhändig entschieden vier Doppelagenten zu erschießen,woraufhin die Army ihn zum Abschuß freigegeben hat.In einem Spiel ohne Regeln hat Kurtz die Regeln gebrochen und soll deshalb sterben.
„Einen Mann an so einem Ort wegen Mordes zu belangen, ist wie eine Verwarnung wegen überhöhter Geschwindigkeit beim Autorennen.“ bemerkt Willard hierzu.
Lieutenant General R. Corman (Sinnbild des Aufrechterhalters der fragwürdigen Moral,der Auftraggeber, dessen Handlungen IMMER toleriert werden) legitimiert das Ganze mit den Worten: „weil es in jeder menschlichen Seele einen Konflikt gibt.Zwischen Vernunft und Unvernunft,zwischen Gut und Böse.Und das Gute triumphiert nicht immer.Manchmal überwältigen die Kräfte der Finsternis das was Lincoln „die besseren Engel unseres Wesens“ nannte.Jeder Mensch hat seinen Zerreißpunkt,sie und ich ebenfalls.Walt Kurtz ist an seinem angelangt…und offensichtlich ist er dabei geisteskrank geworden“.
„Charlie surft nicht“
Um die Reise ins Herz der Dunkelheit aufnehmen zu können muß das Boot mit Hilfe der (fliegenden) Kavallerie an einer geeigneten Stelle in den Fluß gesetzt werden.Der Kommandant dieser Luftstreitkräfte, Lieutenant Colonel Kilgore (extrem charismatisch (und unsterblich geworden durch den Oneliner „“I love the smell of napalm in the morning […] Smells like – victory.” (deutsch: „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen. […] Riecht nach - Sieg“) , dargestellt vom IMMER großartigen Robert Duvall),führt,ähnlich wie Kurtz,sein ganz eigenes Regiment,seinen ganz eigenen Krieg. Das Boot kann an zwei Stellen in den Fluß gesetzt werden, als Legitimation für die weitaus gefährlichere,sich in Feindeshand befindliche Stelle (an der bereits Männer seiner Einheit fielen), langt ihm ein simples „Charlie surft nicht“,sein egoistischer Wunsch zu Surfen bzw. Anderen beim Surfen zuzuschauen. Hier wird dieses Verhalten (im Vergleich zu Kurtz`Verhalten ) von der Führung gebilligt.Als die Männer um Willard Kilgore´s Surfbrett klauen, lässt dieser,völlig lächerlich und übertrieben,seine ganze Einheit nach dem Boot suchen um sein Brett zurückzubekommen.
Noch offensichtlicher wird die absolute Sinnlosigkeit, als die Besatzung des Bootes total unbegründet,total unnötig fünf unschuldige Vietnamesen auf einem anderen Boot tötet.
Kurtz wird gejagt wegen der Ermordung von vier Menschen (die ganz offensichtlich Doppelagenten waren und deren Tod in diesem Kontext gerechtfertigt war).Kurtz passt mit seiner postkonventionellen Moral aber nicht mehr ins konventionelle (beschränkte)Weltbild der Army,durch die Loslösung von der geltenden,konventionellen Moral wird er zum nicht mehr Tolerierbaren, zum auszulöschenden Devianten.
Übergeordnet wird der Sinnlosigkeit dieses Unterfangens, dieses Krieges und aller Kriege, der Spiegel von den „französischen Geistern“ vorgehalten :
„Der Vietcong wurde installiert von den Amerikanern, nach dem Indochina/Koreakrieg und jetzt, was könnt ihr gegen sie tun? Nichts!“
Dies kann man als Sinnbild sehen: Für Afghanistan installiert (stark gemacht) wurden die Taliban durch die Amerikaner und jetzt was könnt ihr gegen sie tun:Zehn Jahre Krieg führen der euch (mit dem Irak, letztendlich ein ebenso Hausgemachter, durch (Bush)Erbfolge übernommener Konflikt) 2 Milliarden $ am Tag kostet und was könnt ihr tun? Nichts!
So schlängelt sich das Boot durch Blut, Schweiß und Tränen seinen Weg den Fluß entlang, um schließlich dezimiert im Herz der Finsterniss anzukommen.
Und dort wartet er dann…Der in sich alle Ambivalenzen, alle Dilemmata,alle Paradoxien vereinigende Kurtz…
Ein Mann der das wahre Grauen (The Horror) gesehen hat, der dieses Grauen in sich aufgenommen hat,der glaubt : „Das Grauen und der moralische Terror sind deine Freunde. Falls es nicht so ist, sind sie deine gefürchteten Feinde.“
Ein Mann der andere Männer sah, die (von ihm selbst) frisch gegen Polio geimpften Kindern die Arme abhackten.Väter,Ehemänner,voller Liebe aber mit der Überzeugung und der Stärke ihre ursprünglichen Instinkte ohne Leidenschaft einzusetzen um zu töten.
Und dies ohne Strafgericht.Denn (so sieht er es) es ist das Strafgericht (Die (Doppel)Moral) das uns besiegt.
Und das ist der Kern:Man kämpft immer gegen sich selbst (die Dualität) und hier kann es keinen Sieger geben:Das ist die Sinnlosigkeit des Krieges.
Und das Symbol hierfür, der lebende Beweis für die Zerissenheit und den ausweglosen Untergang des über die Grenze gegangenen, verlorenen Menschen, des „Poetwarriors in the classic sense”, das alles ist in Kurtz integriert,in seiner Seele gebündelt,vereint und bestehend.
Er ist die (am Anfang des Filmes in einer Selbstreflexion beschriebene) Schnecke die über ein Rasiermesser kriecht…und überleben will..kriecht und überleben will…kriecht…und es letztendlich nicht schaffen kann.
Er verbalisiert dies selbst: „Haben sie jemals über wirkliche Freiheiten nachgedacht? Freiheiten von den Meinungen Anderer?Sogar von den eigenen Meinungen“?
Er hat sich von der eigenen Meinung abgekoppelt und deshalb kann er (in dieser Welt) nicht mehr weiter existieren.
Folgerichtig erkennt er : „Sie haben kein Recht mich einen Mörder zu nennen.Sie haben das Recht mich zu töten.Sie haben ein Recht das zu tun,aber sie haben kein Recht ein Urteil über mich zu fällen...“
Er weiß das seine Zeit vorüber ist, er WILL das seine Zeit vorüber ist:
„Selbst der Dschungel wollte seinen Tod.Es war ohnehin der Dschungel von dem er seine Befehle erhielt“.
Was Coppola mit „Apocalypse Now“ gelang ist weit mehr als nur ein Film.Was er hier in grandios eingefangenen Bildern festhielt ist für mich ein existentielles Stück Philosphie und Reflexion über das Menschsein an sich.Eine Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst, mit der Urdialektik, der Frage:Was sind wir und warum? Mit eben der Frage, sind wir ein Tier oder Gott(gleich)? Sind wir Erschaffer oder Erschaffenes? Wo ist die Grenze zwischen diesen dual existierenden Möglichkeiten? Und was bedeutet dies für uns als Individuum?
Wie Brando dies alles,im Halbdunkel,in minimalen Gestiken und Mimiken,in Blicken,ja allein in seinen Augen, bündelt,konzentriert,manifestiert ist für mich der höchste Gipfel der an Schauspielkunst je erreicht wurde,je erreicht werden wird.
Was „die Welt“ damals schrieb, gilt für mich nicht nur für Kriegsfilme sondern ebenso für Brando im Bezug auf andere Schauspieler.
„Nach „Apocalypse Now“ dürfte es andere Kriegsfilme eigentlich nicht mehr geben“.
Danke:) War auch ein echtes Stück Arbeit,hab mich Gestern nacht durch meine völlig verkratzte DVD gearbeitet (ständige Hängenbleiber und Aussetzer).Zwar schon minimum 10 mal gesehener aber für einen solchen Kommentar unbedingt direkt anzusehender Film.War mir ein wichtiges Anliegen über diesen Film zu schreiben und ich freue mich sehr über dein Lob:)
@Ihre Herrlichkeit: Kürzer ging hier wirklich nicht...Hab sogar so einiges weggelassen,sonst wäre der Text einen halben Meter lang geworden und nicht mal die Gernlangtextleser (zu denen ich eigentlich auch überhaupt nicht gehöre) hätten es nicht mehr ganz gelesen...Mach mir doch die Freude und zwing es dir rein,im übertragenen Sinne geht es um Psychologie,müsstest dich eigentlich dafür erwärmen können...Steckt auf jeden Fall gaaaaanz viel Herzblut von mir drin...
@Sozionaut:Vielen dank,ein echt schönes Kompliment(an die Adern wollte ich auch ran...).
Also ich hasse wirklich diese ellenlangen Texte, weil ich der Meinung bin, dass man das Meiste auch locker hätte verkürzen können. Sobald der Text länger als mein Monitor ist, versiegt schon mein Interesse. Bei dir bin ich natürlich involvierter und habe es wirklich versucht, aber nach den ersten Sätzen wurde mir bewusst, wieviel Text noch vor mir liegt und dann - ging es nicht. Aber ich habe auch nur wenige Std. geschlafen letzte Nacht und hatte heute wieder so einen 12 Std.-Tag. Werde mich dem mit klarerem Kopf wieder widmen. :)
Schön das du es versucht hast,noch schöner das du versprichst dir das Ganze Ding noch zu Gemüte zu führen :) Chill erstmal...Und dann bin ich sehr gespannt was du dazu meinst (Findest du "Apocalypse Now" überhaupt gut bzw, so herausragend wichtig Lieblingsfilmig wie ich/so viele ?).
So. Gelesen. :)
Ausgezeichnet. Besonders das mit der Dualität hast du sehr treffend und zielgenau reflektiert und sogar über den Film hinaus anhand weiterer Beispiele auf den Punkt gebracht.
Der Kampf zwischen Vernunft und Unvernunft sowie das Gute und Böse, was im Menschen herrscht, wurde mir zwar bei der ersten Sichtung des Filmes deutlich, aber ich sollte ihn mir vielleicht nochmal unter dem Gesichtspunkt der facettenreichen Eindrücke angucken, die dein Kommentar nochmal vermittelt hat. :)
Freut mich sehr das du es noch auf dich genommen hast und vielen Dank für die Anerkennung !:) Ihn noch mal anzuschauen ist ganz sicher kein Fehler ! Den in seiner Ganzheit und seinem Tiefgang (annähernd ) ganz aufzunehmen bedingt glaub ich ihn immer wieder anzuschauen...
Aber sehr gern doch!
Ja, ich werde in mir mal zu Gemüte führen, wenn ich in der richtigen Stimmung bin. Kennste ja vielleicht, dass man in dem Moment einen tiefsinnigen Kriegsfilm und sonst nichts anderes sehen will. ^^
Dat kenn isch...Für den Film MUSS man in der richtigen Stimmung sein,denke ich sonst kann (und will) man den garnicht durchhalten (Redux über 200 min...).
Ebend.
Du schuldest mir übrigens noch eine Mail mit ausführlichen Schilderungen. Und wenn du mir damit ankommst, dass du keine Zeit dafür hast, schicke ich dir ne tote Ratte per Post! Du findest auch Zeit, vierseitige Kommentare zu schreiben, also...
Wenn deine DVD schon so abgenutzt ist solltest du dir davon auf jeden Fall die neue 3 BluRay Edition holen! Lohnt sich wirklich und selten hat mich ein restaurierter Film so umgehauen von der Qualität her wie dieser hier! =)
Herzlichen Glückwunsch, Texte über Lieblingsfilme können gar nicht lang genug sein! Habe Apocalypse Now in allen (deutschen & englischen) Video- & DVD-Fassungen mittlerweile schon über 30 mal gesehen...das erste Mal 1979 im Autokino (aber nur weil ich meinen Vater überzeugen konnte ins Kino, anstatt Essen zu gehen^^). Vermisse aber auf DVD immer noch eine Version mit der "alten" deutschen Synchronisation...
naja, lange Rede, gar kein Sinn: genialer Text zu 'nem genialen Film!
ps: hoffe du konntest schon in den Genuß kommen Coppolas Doku "Hearts of Darkness" & die DVD-Fassung "Apocalypse Now, The Complete Dossier" zu sehen, ist's alleine schon wegen den "lost scenes & rare, unseen footage" wert...
Vielen Dank für das nette Lob :D.
Bin schon ein bißchen neidisch das du den Film im Kino sehen konntest...;D Ging bei mir leider nicht,ich wurde leider erst 2 Jahre später geboren...
"Hearts of Darkness" will ich wirklich schon ewig endlich anschauen,hat aber bis jetzt nie geklappt.Ich will auch unbedingt das Buch lesen (Also Herz der Finsternis von 1912 oder wann das rauskam).Diese Complete Dossier Fassung ist ein guter Tip,die werde ich wohl kaufen,meine DVD ist komplett fertig,bleibt ständig hängen usw. Ich LIEBE Extras :D
deine kritik zum filme rscheint mir midnestens genausogut wie der film an sich, was in diesem fall schon ziemlich exorbitant ist. ;) klasse ausdrucksweise, könnte ich für mein nahendes deutsch abi noch einiges lernen^^, die sinnvollsten 10 minuten des heutigen tages hier hier beim lesen verbracht . danke dir =)
mit Abstand der beste Kommentar, den ich hier bisher gelesen habe (muss dazu sagen, dass ich noch nicht lange mitlese ^^)
Oft liest man sonst sehr allgemein gehaltene Aussagen. Die Texte sind dann super schön geschrieben, aber es bleibt relativ subjektiv. Diese Kritik trifft auf den Punkt, die Essenz und ist konkret, bezieht sich unmittelbar auf den Film.
"Es geht darum ob man ein Tier ist oder Gott.Oder Beides."
und der kleine Abschnitt(dein Fazit sozusagen) bevor du auf Brando eingehst. Bravo und merci.
Auch ich lass noch mal kurz mein Lob hier. Wirklich sehr schön geschriebener Kommentar. Ich liebe den Film auch, obwohl mich immer ein par Dinge gestört haben (dahe gebe ich nur 9 Punkte). Z.B. gehen mir Chef und der Surfer (dessen Namen ich leider vergesen habe) manchmal etwas auf die Neven, gerade in der zweiten Hälfte des Films. Und obwohl ich als Philosophiestudent eine solche Verarbeitung von wichtigsten moralischen Themen in Filmen natürlich sehr schätze, wandelt "Apocalypse Now" manchmal am Rande der Pseudo-Intellektualität (das klingt wohl härter als ich es meine). Gerade zum Ende hin will er vielleicht ein bischen mehr sein als er als Film sein kann.
"Someday this war's gonna end, that would be just fine with the boys on the boat. They weren't looking for anything more than a way home. Trouble is, I'd been back there and I knew that it just didn't exist anymore!"
3 Stunden und 16 Minuten. Das ist keine Stanley Kubrick oder Peter Jackson Länge, die einem wie die Hälfte vorkommt, sondern eine Länge, die dich jede einzelne Minute spüren lässt. Francis Ford Coppola will den Zuschauer hineinziehen und das Leid der Figuren und aller Beteiligten in diesem Krieg spüren lassen. Dabei setzt er nicht auf Blockbuster Mentalität, die dich berühren soll, sondern auf ein nüchterndes abschreckendes Portrait, das vor allem eins ist: anstrengend.
Coppolas Meisterwerk ist hierbei technisch fast unantastbar, seien es Kulisse, Kameraarbeit oder die bloßen intensiven Blicke von Sheen oder Brando, die eindringlicher wohl kaum sein könnten.
"You're in the asshole of the world, captain."
Meiner Meinung nach ist eine von Coppolas Hauptaussagen hierbei, dass der Krieg im Allgemeinen dann gewonnen werden kann, wenn der Mensch aufhört Mensch zu sein und Gefühle, persönliche Interessen und Menschlichkeit von sich legt. Diese Aussage ist denke ich schon deutlich genug Sinnbild für Coppolas Anti-Kriegs-Moral. So ist Captain Willard nicht der feierliche Kriegsheld, der coole Sprüche klopft und einen Vietkong nach dem nächsten ins Jenseits befördert, sondern der angrefessene Mann, dessen Abhängigkeit vom Krieg sowohl Grund als auch Leid für seinen Aufenthalt geworden ist und der es kaum noch wagt die Erlebnisse in Worte zu fassen.
"There are two of you, don't you see? One that kills and one that loves."
Wer also Coppolas Kriegsfilm nicht nur auf seine Länge und seine zielgerichteten, aber knappen Dialoge reduziert, der wird diesen auch als das Meisterwerk verstehen, das er ist, in dem die menschlichen Schwächen und Bedürfnisse nicht die Fehler des Menschen im Krieg sind, sondern genau das, was ihn zwischen einem Monster und einem Menschen unterscheidet. So seltsam es auch scheinen mag, dass "Apocalypse Now" als DER Vietnam-Film gilt, obwohl die Protagonisten sich eigentlich versuchen aus dem Krieg herauszuhalten, sollte im Grunde genug Beweis dafür sein, wie unmissverständlich der Krieg jeden Einzelnen verschlingt und nicht wieder herauslassen will und einmal mehr, wie geschickt der gute Francis im Jahre 1979 einen geschichtlichen und politischen Film bezüglich eines bestimmten Konfliktes gemacht hat, der trotz seines Alters noch heute brandaktuell ist und sich ethisch und moralisch fast gänzlich übertragen lässt.
"It belongs to us. It keeps our family together. I mean, we fight for that. While you, American, you are fighting for the biggest nothing in history."
Apocalypse Now - Kritik
US 1979 Laufzeit 153 Minuten, FSK 16, Drama, Actionfilm, Historienfilm, Kinostart 18.10.2001
Kritiken (3) — Film: Apocalypse Now
LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschen238 Drehtage, 20 Millionen Dollar Budget, ein Regisseur, dem kein gutes Ende einfallen will, der immer wieder an seinem Werk (ver-)zweifelt. Doch dieses Martyrium aus Blut und Tränen führte Coppola zu sich selbst, zu seinem endgültigen Meisterwerk, an welches er bisher nicht mehr anknüpfen konnte. APOCALYPSE NOW ist ein psychedelisch orchestrierter und bebilderter Trip ins Innere seiner Akteure, der sich gegen jede Genre-Einordnung sträubt.
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Ulrich Behrens
Kommentar löschen„Apocalypse now“ ist ähnlich dem „Paten“ ein breit angelegtes Epos. Während „Der Pate“ (Teile 1 bis 3) jedoch als eine Reise durch die Verzweigungen einer Familie und einer mafiösen Sozialstruktur konzipiert ist und eine vertikale (historische) wie horizontale (Sozialgeflecht) Dimension sich die Waage halten, scheint in „Apocalypse now“ die Zeit still zu stehen. Obwohl wie ein Reisebericht konstruiert, den uns mit verhaltener Stimme Captain Willard (Martin Sheen) vorliest, wirkt diese Reise mit dem Patrouillenboot zu Colonel Kurtz (Marlon Brando) wie eine Bestandsaufnahme eines Zustands, eines seelischen, brutalen, skrupellosen, erbärmlichen Status Quo. Und hier treffen sich beide Epen. Denn am Schluss des „Paten“ wie am Ende von „Apocalypse now“ schließt sich ein Kreis am selben Punkt, an dem die Reise begann. Den Figuren hinterlassen diese Reisen kaum eine Spur von Hoffnung. Die Epen enden, wo sie begannen.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenGrandiose Bilder, tolle Szenarien und Kompositionen. Dennoch, als jemand der mit Kriegs/Antikriegsfilmen nichts anfangen kann, hatte ich auch bei der Redux-Fassung dieses Films mit der großen Langeweile zu kämpfen. Sicherlich ungerecht, da Apocalypse vorher da war, hatte ich doch das Gefühl das alles schon dutzendfach gesehen zu haben. Im Zweifel hat mich der Originalroman dann doch mehr in den Bann gezogen als dieses ebenso kunstvolle wie überlange Drama, das bei allen offenkundigen Qualitäten doch reichlich gedehnt wirkt. Bis Brando endlich Auftritt war ich mehrfach dran einfach wegzudösen, nur die laustarken Feuergefechte die alle viertel Stunde kamen, haben mich dran gehindert...
Aber man muß ja nun auch nicht jeden Klassiker mögen...
27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Strikerth 2009/12/01 06:36:21
Antwort löschenmusste nicht ;)
Ziad 2010/09/12 23:42:44
Antwort löschenDas hast du gut gesagt.
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alittlepeople 2011/05/19 13:38:00
Antwort löschenbesser hätt ichs nicht sagen können
Chivalric 2011/06/25 16:31:13
Antwort löschen6,5 für "große Langeweile" und "mehfaches fast-wegdösen" sind dann aber noch ganz schön großzügig. Dann doch der Respekt vor einem "Klassiker"? ;-)
Kommentare (152) — Film: Apocalypse Now
Kommentar schreibenSoulReaver 2012/02/10 13:11:49
Kommentar löschen„Zwei Seelen wohnen in dir, eine die tötet und eine die liebt.“
Die 70er Jahre könnte man gut und gerne als die Jahre von Francis Ford Coppola bezeichnen. Angefangen mit dem Mafia-Epos 'Der Pate' von 1972. Coppola ging in die Filmgeschichte ein. Zwei Jahre später setzte er mit 'Der Pate II' dieses einmalige Epos gleichwertig fort und schrieb zum zweiten Mal Filmgeschichte. Nun begeben wir uns in das Jahr 1979, in dem Francis Ford Coppola mit seinem Antikriegsfilm 'Apocalypse Now' zum dritten Mal in die Filmgeschichte einging. 'Apocalypse Now' ist ohne weiteres einer der besten Kriegsfilme überhaupt, thematisiert dabei allerdings den Krieg im inneren der Soldaten.
Auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges erhält Captain Willard den gefährlichen Auftrag, gemeinsam mit ein paar Soldaten eine Flussreise an die kambodschanische Grenze zu unternehmen, um dort den hochdekorierten Colonel Kurtz ausfindig zu machen. Kurtz hat sich mit seiner ergeben Einheit tief im Dschungel verschanzt und beachtet keinerlei Befehle mehr. Er gehorcht nur noch seinem eigenen Wahnsinn und richtet schreckliche Blutbäder an. Captain Willards Mission ist klar, er muss dem Terror im Terror ein Ende setzen und Kurtz liquidieren.
'Apocalypse Now' lebt von seiner undurchdringlichen Atmosphäre, die den Zuschauer schnell in seinen unaufhaltsamen Sog zieht. Vittorio Storaros hitzige und fiebrige Bilder übertragen die Wärme des undurchsichtigen Dschungels auf den Zuschauer, der so direkt Teil dieser schrecklichen Höllenfahrt wird. Carmine Coppola, Vater von Francis Ford, kann mit seiner komponierten Musik ebenso überzeugen wie die brennende Optik. Der Terror dieser Reise wird immer deutlicher und auch die toll gewählten Songs wie "The End" von den Doors und Richard Wagners "Walkürenritt", der in der wohl berühmtesten Szene eingespielt wird, passen genau ins Bild.
Martin Sheen übernimmt die Hauptrolle und fungiert als Captain Willard auch gleichzeitig als Erzähler aus dem Off. Sheen sind die Strapazen der Vergangenheit und dieser Reise deutlich ins Gesicht geschrieben. Sheen war schon immer ein guter Schauspieler, doch als Captain Willard bringt er eine Glanzleistung, die man so nicht besser hätte verkörpern können. Die Nebenrollen stehen Sheen allerdings in keinem Stück nach. Robert Duvall als Lieutenant Colonel Bill Kilgore interessiert sich viel mehr für den Wellengang, als für die Kriegsgeschehen. Duvall liefert in seiner recht kleinen Rolle ebenfalls eine tolle Leistung und sorgt mit seinem fragwürdigen Verhalten für den einen oder anderen Schmunzler. Das wahre Highlight kommt hingegen erst gegen Ende des Films. Marlon Brando als Colonel Walter E. Kurtz zählt zu den angsteinflößendsten Charakteren der Filmgeschichte. Brando, zumeist nur im halbdunkeln zu erkennen, kann alleine durch seine Augen und die minimalistische Gestik und Mimik das Maximum aus seinem unheimlichen Charakter holen. In Worte ist das kaum zu beschreiben, ganz simpel gesagt: besser geht es einfach nicht. In weiteren kleinen Rollen können Dennis Hopper, Frederic Forrest, Sam Bottoms, Laurence Fishburne und Harrison Ford überzeugen.
'Apocalypse Now' ist bei weitem kein Kriegsfilm im herkömmlichen Sinne. Kriegshandlungen, also Kämpfen an den Fronten, gibt es hier nicht. Einzig ein Angriff der Luftkavallerie, angeführt durch Lieutenant Colonel Bill Kilgore, auf ein kleines Dorf sind zusehen. Im Anflug mit dem Walkürenritt wird alles zu Schutt und Asche zerlegt und der Dschungel mit Napalm zerstört. Für Kilgore ist es hingegen viel schlimmer, das sich Willard mit Surfer Lance wieder aus dem Staub macht und dazu noch sein geliebtes Surfbrett klaut. An diesem Punkt setzt erst die richtige Handlung ein.
Captain Williard ist Dreh und Angelpunkt des Films. Er selbst ist längst ohne Heimat und Halt. Ist er zu Hause will er zurück in den Krieg. Ist er im Einsatz will er nur noch nach Hause. Seine Ehe ist längst gescheitert und er befindet sich in einem ewigen Kampf mit sich selbst. Er braucht einen Auftrag und den soll er auch bekommen. Tief in den kambodschanischen Dschungel muss er reisen und den angesehenen und harten Colonel Walter E. Kurtz, der sich dort sein eigenes Reich geschaffen hat und auf Befehle nicht mehr reagiert, töten. Keinem Feind soll Willard sich auf dem Schlachtfeld stellen, sondern einem Mann aus den eigenen Reihen. Willard willigt ein und mit ein paar Männern macht er sich mit dem Patrouillenboot auf den Weg. Es beginnt eine Reise in die eigene, endlose Abgründigkeit. Eine Reise, ohne Ende und ohne Anfang.
„Jedes Mal denke ich, ich würde tief im Dschungel erwachen! Als ich nach meinem ersten Jahr nach Hause kam, war es schlimmer! Da erwachte ich und nichts war da...“
Francis Ford Coppola thematisiert mit 'Apocalypse Now' den Krieg und die Kämpfe in den Männern selbst. Die Gefechte, die immer da sind und die man mit eigener Kraft nie gewinnen wird. Das Boot treibt den Fluss hinunter, immer tiefer in das Herz der Finsternis. Immer näher drängt sich die grüne Hölle auf und wird ein Teil dieser Menschen. Die Flussfahrt wird zu einer unberechenbaren Reise durch die eigene Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit. Die Charaktere sind längst gefangene des Dschungel und gefangen von sich selbst. Doch genauso gefährlich sind sie auch. Willard tötet, nicht weil er es muss, sondern weil er es kann. Der Schmerz dieser Lage zerreißt ihn immer mehr, der Dschungel hingegen bleibt durchgehend unheimlich still. Kein Ton ist zu hören, doch wenn er will schlägt er tödlich zu. So unberechenbar, genau wie Willard und seine Gefährten. Das Selbstverlieren wird immer deutlicher. Es gibt keinen Ausweg mehr. Versuche die Heimat etwas aufleben zu lassen sind wirkungslos. Die eigene Hölle hat die Männer längst in sich gezogen. Das Grauen, der Terror, und der Hass sind immer identitätslos. Einschränkungen sind unmöglich. Das Grauen steckt in allem und in jedem. Wenn die Reise bei einer französischen Familie halt macht, die weder gehen noch bleiben kann, dann wird die Sinnlosigkeit des Ganzen deutlich. Sie sind vertriebene, fremde und wollen doch nicht aufgeben und weiterziehen. Nicht schon wieder. Die Erbärmlichkeit, die Unsinnigkeit und die Wahrheit über den Krieg sind überdeutlich. Die Apocalypse in jedem nimmt Überhand und verschlingt die Männer.
Wenn Willard dann auf den Tempel trifft, in dem Kurtz sich verschanzt hat, dann brennt die Luft. Die unberechenbare Situation spannt sich von Sekunde zu Sekunde mehr und mehr an. Der gewaltige Tempel selbst und der Weg hinein, sind gepflastert mit Köpfen und Leichen. Kurtz selbst, lange seinem eigenen Irrsinn verfallen, strahlt eine Aura aus, die jedem Angst und Respekt beibringt. Doch Willard, innerlich völlig zerrissen, darf seine Mission nicht vergessen und muss sich dem endlosen Chaos stellen.
„Das Grauen...das Grauen...“
'Apocalypse Now' erscheint mit seiner knapp 200 minütigen Laufzeit unheimlich mächtig und abschreckend. Im Gegenteil. Die Minuten vergehen wie im Flug, viel zu sehr wird man von den Bildern hypnotisiert und vergisst jegliches Zeitgefühl. Anstrengend und schwer ist der Film wegen seines Themas und seiner Darstellung dennoch. Man sollte sich in jedem Fall aber die Zeit nehmen, denn sonst verpasst man einen der wichtigsten und besten Filme aller Zeiten. Ohne Helden, ohne Patriotismus und ohne Glorifizierung blicken wir in den Abgrund dieses Krieges und in den Abgrund, der in jedem von uns ist.
Fazit: Mit 'Apocalypse Now' inszeniert Francis Ford Coppola einen fiebrigen und paralysierenden Alptraum, mitten durch die grüne Hölle, tief in die eigene Abtrünnigkeit. Mit seiner visuellen Meisterklasse, dem grandiosen Soundtrack, den mehr als herausragenden Darsteller und Coppolas schonungsloser wie konsequenten Inszenierung wird 'Apocalypse Now' zu einem absoluten Meisterwerk, das jeder gesehen haben muss.
„Das Grauen. Das Grauen hat ein Gesicht. Und man muss sich das Grauen zum Freund machen. Das Grauen und der moralische Terror sind deine Freunde. Falls es nicht so ist, sind sie deine gefürchteten Feinde.“
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FilmFreeza 2012/02/10 13:50:50
Antwort löschenGanz , ganz stark ! <3
Dani95 2012/02/10 17:22:32
Antwort löschenJa sehr schön geschrieben! Du steigerst dich doch noch immer mehr und mehr, Pascal :)
SoulReaver 2012/02/10 22:31:40
Antwort löschen@FilmFreeza Danke :) <3
@Dani Ach quatsch, ich werd ja rot! :)
the traveler 2012/02/11 00:34:18
Antwort löschenDamn!
SoulReaver 2012/02/11 00:42:55
Antwort löschenWie meinen? :)
stuforcedyou 2012/02/11 00:47:33
Antwort löschenNicht so gut mein lieber. Dafür aber perfekt.
SoulReaver 2012/02/11 00:51:48
Antwort löschen@stu <3333333333333333333
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the traveler 2012/02/11 01:25:36
Antwort löschenIch meinte, Wahnsinn, verdammter, höllisch gute Kritik :)
SoulReaver 2012/02/11 01:40:23
Antwort löschenDann bedank ich mich doch ganz, ganz herzlich :)
Masseur 2012/02/01 16:18:49
Kommentar löschenDer Anti-Kriegsfilm! Alles andere: "Full Metall Jacket", "Platoon", "The thin red line", Der Soldat James Ryan" usw kommt weit dahinter. Nur bei diesem Film wird die psychische Zerstörung der menschlichen Seele durch den Krieg, so anschaulich und verständlich gemacht. Untermalt von in der Filmgeschichte einmaligen Bildern, einmaligen Dialogen und einmaliger Musik. Ein Meisterwerk der Filmhistorie.
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jedi37 2012/02/01 21:36:22
Antwort löschenMir persönlich gefällt "Jacket" besser, da ich Apocalypse gegen Ende (Brando) nicht o gut wie die ersten 2 Drittel finde... wenn einem so ein Antikriegsfilm überhaupt "gefallen" kann. Eigentlich erzeugen diese Filme doch immer Bauchweh... aber schauen muß man doch!
Masseur 2012/02/01 21:52:51
Antwort löschenNa ja...ich denke da würde man jetzt auf sehr, sehr hohem Niveau herummäkeln...lach. Beide Filme haben ihre Extraklasse. Ich hab Apocalypse now bestimmt 10 mal geschaut.....und empfand es die ersten Male genau so wie du....aber heute ist gerade dieser Dialog am Ende für mich das Highlight des Films. "Ich habe das Grauen gesehen, das Grauen!" Seufz...würde es doch mehr solcher Filme geben...........
rockoholic 2012/01/31 11:14:37
Kommentar löschenWas für ein Film ...... Die fiebrige , schwüle Atmosphäre ist eigentlich nur mit Malariatabletten zu ertragen und Marlon Brando ist meiner Meinung nach noch besser , was schon schwer möglich ist , als in der Pate . Einer der wenigen Filme die ich mir zweimal nacheinander angeschaut habe , besser gehts nicht .
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fkfilmkritik 2012/01/27 23:55:35
Kommentar löschenEndzeit-Musik zu Beginn. Brummende Hubschrauber. Ventilatoren, die gegen die erstickende Schwülheit ankämpfen. Das tolle am Intro ist, wie das drehen vom Ventilator und die Propeller der Hubschrauber in Verbindung gebracht wird. Die Hitze brennt. Man kann keine 100 Meter mehr weit gucken, durch den dichten Rauch. Coppola geht garnicht wirklich groß auf Figuren, Dialoge und Handlung ein. Er lässt die Bilder sprechen. Zeigt das Schlachtfeld in all seiner Schrecklichkeit. Doch das Schlachtfeld dient nur als der Anfangspunkt für einen immer tieferen Trip durch die Hölle, mitten ins Nevada des menschlichen Verstand. Francis Ford Coppola spricht es selber aus: "Mein Film handelt nicht von Vietnam. Er IST in Vietnam." Irgendwo im Grauen. Irgendwo im tiefen Rauch. Alles scheint ohne Orientierung. Nichts zählt mehr. Man denkt nur noch an die Anfangsmusik: "This is the end." Man ist am Ende. Man ist in der Hölle. Man ist am Abgrund. Man ist gefangen. Und hier bleibt man auch für die nächsten zweieinhalb Stunden fest sitzen. Man ist festgebunden. Überall. Ein ebenso ruhiges, wie umhauendes Überwerk, was bei den inzwischen schon über 30 Jahren nicht annähernd an Wirkung eingebüßt hat.
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Punsha 2012/01/28 00:09:55
Antwort löschenMuss ich auch mal wieder sehen. Ist einer der Filme, wo ich es regelrecht bedauere, dass ich ihn wohl "zu früh" gesehen habe.
Punsha 2012/01/28 00:54:39
Antwort löschenZu früh insofern, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch kaum Filme geguckt hatte und mich dadurch irgendwie größtenteils langweilte...schwierig zu beschreiben. Vielleicht wars aber auch einfach nicht mein Fall. Um das herauszufinden, bedarf es eine erneute Sichtung. ;)
DerDude_ 2012/01/28 09:27:50
Antwort löschenSehr guter Kommentar :)
Als nächstes : Eternal Sunshine und Synecdoche
fkfilmkritik 2012/01/28 20:03:04
Antwort löschen@Punsha: Wie schon Andy sagt, unbedingt noch mal sehen!
@Dude: Synecdoche hab ich heute gesucht, aber leider nicht gefunden. Bei Eternal warte ich noch´n bisschen, bis ich ihn mir anschaue...
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DerDude_ 2012/01/28 20:51:36
Antwort löschenLieber nicht warten : Synecdoche ist so komplex , du musst vorher schonmal mit Kaufman zu tun gehabt haben ;)
fkfilmkritik 2012/01/29 01:56:38
Antwort löschenHatte ich mit "Adaption".
Matty 2012/01/22 15:49:19
Kommentar löschenEinfach ein Film an dem man nicht vorbei kommt. Hat ein paar längen aber auch einen Brando der einfach ein wahnsinniges Charisma hat. Beängstigend.
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Canis Majoris 2012/01/11 23:31:49
Kommentar löschenAbgefuckter Scheiß.*
[* Der nebenbei spielend fast mehr (Inhalt) bietet als alle mir bekannten amerikanischen Filme der letzten zehn Jahre zusammen.]
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madmax1500 2012/01/09 20:41:46
Kommentar löschenEin Urgestein der Filmgeschichte
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Louis B 2012/01/05 17:13:10
Kommentar löschenEiner der besten Antikriegsfilme die Ich je gesehen habe !
Ein Meisterwerk !
Ich fand die Redux Fassung zeitweise langatmig, aber darüber kann Ich getrost drüber hinweg sehen !
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martin-dreyer 2011/11/21 21:59:20
Kommentar löschenGesehen als Blue Ray
im Heimkino
DTS ES 7.1 Sound
Ich habe mir diese Blue Ray nur gekauft, weil ich damals schon von der Laser Disk sehr begeistert war. Was ich bekommen habe, hat mich mehr als begeistert. Das alte Filmmaterial wurde noch einmal neu bearbeitet, anders kann ich mir die phänominale Bildquallität nicht erklären. Ein sattes Grüne, feuriges Rot, tiefes Schwarz, die Farbenvielfalt ist brillinat umgesetzt.
Auch vom Ton kann man sich verwöhnen lassen.
Rund um eine gelungenes Produkt.
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Keky 2011/11/08 18:05:42
Kommentar löschenZu "Apocalypse Now" selbst muss wohl nicht mehr viel gesagt werden: Sicherlich eines der unvergesslichsten Film-Erlebnisse und einer der wenigen Filme, in denen wirklich alles stimmt: Drehbuch, Schauspieler etc. Die Redux-Version bringt verschiedene neue Szenen und Sequenzen. Insbesondere eine ist eine echte Bereicherung: In der Begegnung mit den französischen Plantagebesitzern wird der Kolonialismus des alten Stils mit dem U.S.-amerikanischen Neoimperialismus kontrastiert; dies ist ein neuer, interessanter Aspekt. So sehr man sich über diese und andere Neuheiten freut, so sehr bleibt allerdings der Eindruck, dass eben wieder nicht ALLES gezeigt wird. Besonders deutlich wird dies, wenn plötzlich Fetzen von side-plots hineinkommen, von denen einem der Rest aber weiterhin vorenthalten wird: So wirft die ebenfalls neue Wiederbegegnung mit den Playboy-Bunnies einige Fragen auf (Was ist mit dem Helikopter passiert, was hat es mit der Leiche darin auf sich etc.?).
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Lichtspieler 2011/11/07 14:41:11
Kommentar löschenApocalypse Now Redux ist eine Reise in den Wahnsinn. Es ist eine sehr lange Reise, die den Zuschauer packt und mitnimmt zum Ort des Grauens. Klar gibt es auf dem Weg schon viel Schreckliches zu sehen, aber jedem ist klar das das Ende alle schaffen wird. Zu Beginn noch ein Aktionfilm wandelt sich die Story zu einem immer düsterer werdenen Drama. Am Anfang der Reise ist bei den beteiligten die Stimmung noch relativ gut, aber je näher sie am Ziel sind, desto größer wird die Nervosität. Einer nach dem anderen wird von dem Wahnsinn ergriffen und es wird am Ende nicht besser. Der Film zeigt eindrucksvoll was für Folgen der Krieg auf die Menschen haben kann und wahrscheinlich auch hat.
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ProjectChaos 2011/11/03 18:42:15
Kommentar löschenApocalypse Now wird leider in die gleiche Schublade wie Full Metall Jacket und Platoon gesteckt, denn ich sehe Apocalypse Now nicht als Anti-Kriegs-Film. Der Vietnam Krieg ist nur Rahmen für einen Trip durch die Hölle auf Erden. Ein Trip der beim purem Bösen endet, dem Menschen selbst.
Der Film ist Kunst, die man gesehen haben sollte . Das würde ich von keinem Anti-Kriegs-Film behaupten.
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Filmsuechtiger 2011/11/03 20:33:45
Antwort löschenKunstvolle Antikriegsfilme: Komm und sieh!; Feuer im Grasland; Barfuß durch die Hölle I-III; Full Metal Jacket.
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ProjectChaos 2011/11/03 21:39:04
Antwort löschenHab es etwas missverständlich formuliert: Für mich ist Full Metal Jacket kein Must-See, im Gegensatz zu Apocalypse Now. Hängt sicher von persönlichen Vorlieben ab. Schau halt weniger gerne Anti-Kriegs-Filme, weil ich das Gefühl habe, dass die sich ziemlich ähneln und sich grob um eine Thematik drehen. So kann ich mir vorstellen, dass es Leute gibt, die ähnlich denken, und sich deshalb nicht an Apocalypse Now wagen, weil er meiner Meinung nach vermeidlich gerne in die gleiche Schublade gesteckt wird.
Dass Full Metal Jacket ein Klassiker ist will ich gar nicht abstreiten.
Die anderen genannten Filme werd ich mir dann bei Gelegenheit anschauen, danke für die Tipps.
SpiceWeasel 2011/11/04 11:55:52
Antwort löschen"Anti-Kriegsfilme" gibt es nur sehr wenige für mich und Platoon,Full Metall Jacket, Apocalypse Now sind für mich absolut keine!
Habe bis jetzt genau 2 Anti-Kriegsfilme gesehen und die waren "Johnny zieht in den Krieg" und der von Filmsuechtiger genannter "Geh und sieh!"
Benchyl 2011/10/28 15:21:50
Kommentar löschenDas ist kein Kriegsspektakel. Auch keine patriotische Tränendrüse. Nein, "Apocalypse Now" ist vielmehr ein Roadtrip über den Nung River. Also quasi ein Boattrip. Dabei tuckern Boot, Insassen, Protagonist und Zuschauer von einer Absurdität in die nächste. Umgeben von buntem Nebel und Wahnsinn, überschüttet mit Regen aus Holz und unter partiellem Beschuss, der Gandalfs Feuerwerk gleicht. Man befindet sich auf feindlichem Gebiet. Jedoch geht es an keiner Stelle um den Feind namens Charlie. Dieser Charlie surft nicht einmal. Er feiert keine Playboybunnyparty, er eröffnet nicht närrisch unkontrolliert das Feuer. Charlie ist eine Rechtfertigung im eigenen Kopf. Hinter einem stürzen Brücken zusammen. Das unerreichbare Ziel der Mission ist, einen Sinn zu entdecken. Sein größter Feind ist man selbst.
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FumerTue 2011/10/19 23:44:15
Kommentar löschenAlleine die Anfangsszene ist schon so herrlich, dass ich am liebsten gleich abgeschaltet hätte und gleich 10 Punkte gegeben hätte.
Stille Kamera, man sieht nur den Dschungel und ab und zu kommt ein Helikopter, dazu das Intro von "The End" von "The Doors", auf einmal brennt der ganze Regenwald und der Gesang setzt ein.
Habe eigentlich nur versehentlich die Redux-Version gesehen, aber bis auf eine etwas lange Szene mit den Franzosen habe ich mich eigentlich nie gelangweilt!
Wirklich ein wunderbares Meisterwerk! Werd' mir wohl die nächsten Tage nochmal Full Metal Jacket anschauen, und schauen, ob nun der Meister Kubrick oder Coppola einen besseren Anti-Kriegsfilm gemacht hat.
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mulinero 2011/10/18 17:01:59
Kommentar löschenHi Moviepiloten
hab da mal ne frage und zwar wollte ich wissen ob der redux cut oder doch lieber die Normalfassung zu Empfehlen ist, ich habe noch keinen der beiden Schnittfassungen gesehen und wollte nun mal wissen welchen ihr empfehlt und dann würde ich gerne noch wissen welcher dieser beiden filme(Platoon oder Apokalypse now) besser ist?
hoffe auf antworten
MfG
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mulinero 2011/10/18 17:12:12
Antwort löschenja das weis ich das die 50 Minuten länger geht habe aber auch von vielen gehört das die 50 Minuten den Film "kaputt" machen weil sie ihn unerträglich in die länge ziehen. Und kannst du mir auch sagen ob du Platoon oder Apokalypse now vorziehen würdest?
SpiceWeasel 2011/10/18 17:17:59
Antwort löschenWenn du nichts gegen längere Filme hast nimm die Redux Fassung!! =)
mulinero 2011/10/18 17:24:17
Antwort löschenim allgemeinem hab ich ncihts gegen längere nur über 3 stunden is shconmal was und ich wollte halt fragen weil mir mehrere gesagt haben das die redux zum einschlafen ist und der original cut so ziehmlcih das beste ist was sie bis jetzt gesehen haben.
J4KOB 2011/10/18 20:32:20
Antwort löschenich konnte die Reduxfassung kaum ertragen. Ich würd fürs erste mal eher die kurze Fassung empfehlen. Die Atmosphäre kommt da besser rüber, find ich ;)
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mulinero 2011/10/19 10:23:24
Antwort löschenok J4JOB vielen dank für deine Antwort hättest du vielleicht eine Antwort auf meine zweite Frage die leider noch niemand beantwortet hat? ich würde gerne wissen ob ihr eher Platoon oder Apokalypse Now empfiehlt?
J4KOB 2011/10/19 14:31:23
Antwort löschenhmm... platoon is bei mir schon länger her, fand ihn aber damals ziemlich gut. Is ein bisschen actionlastiger und nicht so kritisch gehalten. Unterhaltsamer fand ich Platoon ;)
Smokémon 2011/09/24 05:43:51
Kommentar löschen"Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen!"
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doctorgonzo 2011/09/24 11:42:34
Antwort löschenIch liebe Kritiken mit Aussage.
Smokémon 2011/09/24 21:46:23
Antwort löschenSo, whatcha want? Go get yourself a Life :)
doctorgonzo 2011/09/25 10:15:39
Antwort löschenDelighting.
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lumpenerna 2011/10/21 17:36:58
Antwort löschenAus welchem Film is das Zitat nochma ?
TheJoker 2012/01/27 20:49:32
Antwort löschenlumpenerna, ist das das Ernst? xD
morlock 2011/09/17 13:28:00
Kommentar löschenKontemplatives und surreal anmutendes Meisterwerk.
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lieber_tee 2011/09/17 23:19:54
Antwort löschenKontemplativ ist ein treffendes Word für den Film. Kannte ich noch nicht, habe nachgeschlagen und finde ich sehr passend.
Nuk3m 2011/08/29 23:51:23
Kommentar löschenDer Film zeichnet den Wahnsinn des Vietnam-Konflikts auf einer völlig neuen Ebene nach. Meiner Meinung nach verlieren Sich Story und Logik dabei im Wahnsinn, vor allem nach fast 4 Stunden psychodelischem rumgeschippere. Die 2 Sterne gibts wegen der gelungenen ersten Stunde, danach gehts rapide abwärts mit Spannung und geistiger Gesundheit der Zuschauer.
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swissroland 2011/08/30 02:46:03
Antwort löschenmeine bewertungen sind ja manchmal merkwürdig lol. Aber deine kommentare schlagen alles was ich in dem jahr mp gelesen hab und ich les viele ;)
Apocalypse Now 2 pkt zu geben, sagt ja wohl gen...
Nuk3m 2011/08/30 03:10:17
Antwort löschenMeine Bewertungen und Kommentare erheben keinen Anspruch auf Massentauglichkeit oder Allgemeingültigkeit - es ist einfach nur meine Meinung. Und wenn ich dabei Zustimmung UND Ablehnung finde, denke ich passt das ganz gut zu mir. =) Über Meinungen lässt sich eben trefflich Streiten...
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as-aka-der-streuner 2011/09/05 21:05:06
Antwort löschenteilweise stimme ich deinem Kommentar zu, war auch echt enttäuscht... klar klasse darstellung, klasse musik,doch die storyline verschwimmt irgendwie im Wahnsinn & das mindert den Film m.E. massiv ab...
as-aka-der-streuner 2011/09/05 21:05:49
Antwort löschenach ja gebe dem filme trotzdem 7/10... die hat er voll verdient
Andy Dufresne 2011/08/24 00:31:37
Kommentar löschenDer Mensch als vegetarischer Metzger.
Der Krieg in seiner ganzen archaischen und sinnlosen aber doch zutiefst im Menschen verwurzelten Existenz .
Der Mensch und der Krieg in ihren jeweiligen und doch gemeinsamen Paradoxien.
Kubrick lässt seinen Joker in „Full Metal Jacket“ die Dualität erklären in dem er“Born to Kill“ und „Peace“ als gegensätzlich und doch als zusammengehörend beschreibt.
Copolla erklärt die Dualität in „Apocalypse Now“ in dem er Roxanne sagen läßt :
“In dir wohnen zwei Seelen, eine die tötet und eine die liebt“.
Helmut Schmidt nennt es „Die große Scheiße des Krieges“.
Es geht darum ob man ein Tier ist oder Gott.Oder Beides.
Über diese Dinge reflektiert und erzählt „Apocalypse Now“, der für mich wichtigste Kriegsfilm aller Zeiten.
„Ein erlesener Auftrag und als er zu Ende war wollte ich nie wieder einen…“
Captain Willard (grandios verkörpert von Martin Sheen), ein Soldat der quasi abhängig ist vom Krieg,vom Dschungel,den er gleichzeitig hasst und verabscheut und deswegen verzweifelt und mit sich hadert,erhält den geheimen (und offiziell nicht existierenden) Auftrag mit einem kleinen Patrouillenboot (und dessen Besatzung als Geleitschutz) den (fiktiven) Nung-River nach Kambodscha hinaufzufahren um dort den (vermeintlich) verücktgewordenen Colonel Kurtz (Marlon Brando,auf ihn gehe ich weiter unten näher ein) zu töten.Dieser,hochdekorierte und in allen Belangen herausragende Mann hat sich vom System,den Befehlen der Army abgekoppelt und ein eigenes Terror-Regimement in Kambodscha gegründet.Er hatte eigenhändig entschieden vier Doppelagenten zu erschießen,woraufhin die Army ihn zum Abschuß freigegeben hat.In einem Spiel ohne Regeln hat Kurtz die Regeln gebrochen und soll deshalb sterben.
„Einen Mann an so einem Ort wegen Mordes zu belangen, ist wie eine Verwarnung wegen überhöhter Geschwindigkeit beim Autorennen.“ bemerkt Willard hierzu.
Lieutenant General R. Corman (Sinnbild des Aufrechterhalters der fragwürdigen Moral,der Auftraggeber, dessen Handlungen IMMER toleriert werden) legitimiert das Ganze mit den Worten: „weil es in jeder menschlichen Seele einen Konflikt gibt.Zwischen Vernunft und Unvernunft,zwischen Gut und Böse.Und das Gute triumphiert nicht immer.Manchmal überwältigen die Kräfte der Finsternis das was Lincoln „die besseren Engel unseres Wesens“ nannte.Jeder Mensch hat seinen Zerreißpunkt,sie und ich ebenfalls.Walt Kurtz ist an seinem angelangt…und offensichtlich ist er dabei geisteskrank geworden“.
„Charlie surft nicht“
Um die Reise ins Herz der Dunkelheit aufnehmen zu können muß das Boot mit Hilfe der (fliegenden) Kavallerie an einer geeigneten Stelle in den Fluß gesetzt werden.Der Kommandant dieser Luftstreitkräfte, Lieutenant Colonel Kilgore (extrem charismatisch (und unsterblich geworden durch den Oneliner „“I love the smell of napalm in the morning […] Smells like – victory.” (deutsch: „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen. […] Riecht nach - Sieg“) , dargestellt vom IMMER großartigen Robert Duvall),führt,ähnlich wie Kurtz,sein ganz eigenes Regiment,seinen ganz eigenen Krieg. Das Boot kann an zwei Stellen in den Fluß gesetzt werden, als Legitimation für die weitaus gefährlichere,sich in Feindeshand befindliche Stelle (an der bereits Männer seiner Einheit fielen), langt ihm ein simples „Charlie surft nicht“,sein egoistischer Wunsch zu Surfen bzw. Anderen beim Surfen zuzuschauen. Hier wird dieses Verhalten (im Vergleich zu Kurtz`Verhalten ) von der Führung gebilligt.Als die Männer um Willard Kilgore´s Surfbrett klauen, lässt dieser,völlig lächerlich und übertrieben,seine ganze Einheit nach dem Boot suchen um sein Brett zurückzubekommen.
Noch offensichtlicher wird die absolute Sinnlosigkeit, als die Besatzung des Bootes total unbegründet,total unnötig fünf unschuldige Vietnamesen auf einem anderen Boot tötet.
Kurtz wird gejagt wegen der Ermordung von vier Menschen (die ganz offensichtlich Doppelagenten waren und deren Tod in diesem Kontext gerechtfertigt war).Kurtz passt mit seiner postkonventionellen Moral aber nicht mehr ins konventionelle (beschränkte)Weltbild der Army,durch die Loslösung von der geltenden,konventionellen Moral wird er zum nicht mehr Tolerierbaren, zum auszulöschenden Devianten.
Übergeordnet wird der Sinnlosigkeit dieses Unterfangens, dieses Krieges und aller Kriege, der Spiegel von den „französischen Geistern“ vorgehalten :
„Der Vietcong wurde installiert von den Amerikanern, nach dem Indochina/Koreakrieg und jetzt, was könnt ihr gegen sie tun? Nichts!“
Dies kann man als Sinnbild sehen: Für Afghanistan installiert (stark gemacht) wurden die Taliban durch die Amerikaner und jetzt was könnt ihr gegen sie tun:Zehn Jahre Krieg führen der euch (mit dem Irak, letztendlich ein ebenso Hausgemachter, durch (Bush)Erbfolge übernommener Konflikt) 2 Milliarden $ am Tag kostet und was könnt ihr tun? Nichts!
So schlängelt sich das Boot durch Blut, Schweiß und Tränen seinen Weg den Fluß entlang, um schließlich dezimiert im Herz der Finsterniss anzukommen.
Und dort wartet er dann…Der in sich alle Ambivalenzen, alle Dilemmata,alle Paradoxien vereinigende Kurtz…
Ein Mann der das wahre Grauen (The Horror) gesehen hat, der dieses Grauen in sich aufgenommen hat,der glaubt : „Das Grauen und der moralische Terror sind deine Freunde. Falls es nicht so ist, sind sie deine gefürchteten Feinde.“
Ein Mann der andere Männer sah, die (von ihm selbst) frisch gegen Polio geimpften Kindern die Arme abhackten.Väter,Ehemänner,voller Liebe aber mit der Überzeugung und der Stärke ihre ursprünglichen Instinkte ohne Leidenschaft einzusetzen um zu töten.
Und dies ohne Strafgericht.Denn (so sieht er es) es ist das Strafgericht (Die (Doppel)Moral) das uns besiegt.
Und das ist der Kern:Man kämpft immer gegen sich selbst (die Dualität) und hier kann es keinen Sieger geben:Das ist die Sinnlosigkeit des Krieges.
Und das Symbol hierfür, der lebende Beweis für die Zerissenheit und den ausweglosen Untergang des über die Grenze gegangenen, verlorenen Menschen, des „Poetwarriors in the classic sense”, das alles ist in Kurtz integriert,in seiner Seele gebündelt,vereint und bestehend.
Er ist die (am Anfang des Filmes in einer Selbstreflexion beschriebene) Schnecke die über ein Rasiermesser kriecht…und überleben will..kriecht und überleben will…kriecht…und es letztendlich nicht schaffen kann.
Er verbalisiert dies selbst: „Haben sie jemals über wirkliche Freiheiten nachgedacht? Freiheiten von den Meinungen Anderer?Sogar von den eigenen Meinungen“?
Er hat sich von der eigenen Meinung abgekoppelt und deshalb kann er (in dieser Welt) nicht mehr weiter existieren.
Folgerichtig erkennt er : „Sie haben kein Recht mich einen Mörder zu nennen.Sie haben das Recht mich zu töten.Sie haben ein Recht das zu tun,aber sie haben kein Recht ein Urteil über mich zu fällen...“
Er weiß das seine Zeit vorüber ist, er WILL das seine Zeit vorüber ist:
„Selbst der Dschungel wollte seinen Tod.Es war ohnehin der Dschungel von dem er seine Befehle erhielt“.
Was Coppola mit „Apocalypse Now“ gelang ist weit mehr als nur ein Film.Was er hier in grandios eingefangenen Bildern festhielt ist für mich ein existentielles Stück Philosphie und Reflexion über das Menschsein an sich.Eine Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst, mit der Urdialektik, der Frage:Was sind wir und warum? Mit eben der Frage, sind wir ein Tier oder Gott(gleich)? Sind wir Erschaffer oder Erschaffenes? Wo ist die Grenze zwischen diesen dual existierenden Möglichkeiten? Und was bedeutet dies für uns als Individuum?
Wie Brando dies alles,im Halbdunkel,in minimalen Gestiken und Mimiken,in Blicken,ja allein in seinen Augen, bündelt,konzentriert,manifestiert ist für mich der höchste Gipfel der an Schauspielkunst je erreicht wurde,je erreicht werden wird.
Was „die Welt“ damals schrieb, gilt für mich nicht nur für Kriegsfilme sondern ebenso für Brando im Bezug auf andere Schauspieler.
„Nach „Apocalypse Now“ dürfte es andere Kriegsfilme eigentlich nicht mehr geben“.
33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 36 Antworten
duffy 2011/08/24 00:40:22
Antwort löschenGanz ganz stark, besonders der Satz über Brando!
Andy Dufresne 2011/08/24 00:53:16
Antwort löschenDanke:) War auch ein echtes Stück Arbeit,hab mich Gestern nacht durch meine völlig verkratzte DVD gearbeitet (ständige Hängenbleiber und Aussetzer).Zwar schon minimum 10 mal gesehener aber für einen solchen Kommentar unbedingt direkt anzusehender Film.War mir ein wichtiges Anliegen über diesen Film zu schreiben und ich freue mich sehr über dein Lob:)
duffy 2011/08/24 01:05:28
Antwort löschenMerkt man, daß da viel Mühe und Herzblut hintersteckt. Der Film hat's aber auch verdient. :)
Andy Dufresne 2011/08/24 01:07:05
Antwort löschenBeides trifft absolut zu:)
chs88 2011/08/24 10:26:36
Antwort löschenDas ist fast besser als der Fim selbst, und der ist perfekt. Mein Kompliment.
SpiceWeasel 2011/08/24 11:25:18
Antwort löschen*verbeug* Wahnsinns Kommentar zum besten Film aller Zeiten! ;-)
LynchFan1706 2011/08/24 11:29:05
Antwort löschenEin großes Kompliment für diesen perfekten Kommentar. Bravo!
Andy Dufresne 2011/08/24 12:47:24
Antwort löschenVielen,vielen Dank für eure Riesenkomplimente ! Ihr macht mich ja ganz verlegen... :)
ihre-herrlichkeit 2011/08/24 14:53:08
Antwort löschenZu laaaaaaaaaaang! Sonst hätt' ich's gelesen. War bestimmt ein schöner Text.
Sozionaut 2011/08/24 15:38:31
Antwort löschenChirurgisch, akribisch, markig die Adern des Film herausgearbeitet. Wunderbar kommentiert.
Andy Dufresne 2011/08/24 18:36:06
Antwort löschen@Ihre Herrlichkeit: Kürzer ging hier wirklich nicht...Hab sogar so einiges weggelassen,sonst wäre der Text einen halben Meter lang geworden und nicht mal die Gernlangtextleser (zu denen ich eigentlich auch überhaupt nicht gehöre) hätten es nicht mehr ganz gelesen...Mach mir doch die Freude und zwing es dir rein,im übertragenen Sinne geht es um Psychologie,müsstest dich eigentlich dafür erwärmen können...Steckt auf jeden Fall gaaaaanz viel Herzblut von mir drin...
@Sozionaut:Vielen dank,ein echt schönes Kompliment(an die Adern wollte ich auch ran...).
ihre-herrlichkeit 2011/08/24 19:58:05
Antwort löschenAlso ich hasse wirklich diese ellenlangen Texte, weil ich der Meinung bin, dass man das Meiste auch locker hätte verkürzen können. Sobald der Text länger als mein Monitor ist, versiegt schon mein Interesse. Bei dir bin ich natürlich involvierter und habe es wirklich versucht, aber nach den ersten Sätzen wurde mir bewusst, wieviel Text noch vor mir liegt und dann - ging es nicht. Aber ich habe auch nur wenige Std. geschlafen letzte Nacht und hatte heute wieder so einen 12 Std.-Tag. Werde mich dem mit klarerem Kopf wieder widmen. :)
Andy Dufresne 2011/08/24 22:58:19
Antwort löschenSchön das du es versucht hast,noch schöner das du versprichst dir das Ganze Ding noch zu Gemüte zu führen :) Chill erstmal...Und dann bin ich sehr gespannt was du dazu meinst (Findest du "Apocalypse Now" überhaupt gut bzw, so herausragend wichtig Lieblingsfilmig wie ich/so viele ?).
ihre-herrlichkeit 2011/08/24 23:02:23
Antwort löschenHab ihn mit 7,5 bewertet. Also schätze ihn schon sehr, wenn er auch nicht mein Liebling unter den Kriegsfilmen ist.
Andy Dufresne 2011/08/24 23:25:36
Antwort löschenDas sind ja schon mal ganz gute Vorzeichen...Wie gesagt,ich warte und freue mich über deine Gedanken...
ihre-herrlichkeit 2011/08/25 14:07:04
Antwort löschenSo. Gelesen. :)
Ausgezeichnet. Besonders das mit der Dualität hast du sehr treffend und zielgenau reflektiert und sogar über den Film hinaus anhand weiterer Beispiele auf den Punkt gebracht.
Der Kampf zwischen Vernunft und Unvernunft sowie das Gute und Böse, was im Menschen herrscht, wurde mir zwar bei der ersten Sichtung des Filmes deutlich, aber ich sollte ihn mir vielleicht nochmal unter dem Gesichtspunkt der facettenreichen Eindrücke angucken, die dein Kommentar nochmal vermittelt hat. :)
ihre-herrlichkeit 2011/08/25 14:12:33
Antwort löschenWas soll immer die Scheiße mit dem Punkt, Duffy?
Andy Dufresne 2011/08/25 14:20:46
Antwort löschenFreut mich sehr das du es noch auf dich genommen hast und vielen Dank für die Anerkennung !:) Ihn noch mal anzuschauen ist ganz sicher kein Fehler ! Den in seiner Ganzheit und seinem Tiefgang (annähernd ) ganz aufzunehmen bedingt glaub ich ihn immer wieder anzuschauen...
ihre-herrlichkeit 2011/08/25 14:31:56
Antwort löschenAber sehr gern doch!
Ja, ich werde in mir mal zu Gemüte führen, wenn ich in der richtigen Stimmung bin. Kennste ja vielleicht, dass man in dem Moment einen tiefsinnigen Kriegsfilm und sonst nichts anderes sehen will. ^^
Andy Dufresne 2011/08/25 14:43:48
Antwort löschenDat kenn isch...Für den Film MUSS man in der richtigen Stimmung sein,denke ich sonst kann (und will) man den garnicht durchhalten (Redux über 200 min...).
ihre-herrlichkeit 2011/08/25 14:52:18
Antwort löschenEbend.
Du schuldest mir übrigens noch eine Mail mit ausführlichen Schilderungen. Und wenn du mir damit ankommst, dass du keine Zeit dafür hast, schicke ich dir ne tote Ratte per Post! Du findest auch Zeit, vierseitige Kommentare zu schreiben, also...
Andy Dufresne 2011/08/25 14:56:52
Antwort löschenHast ja recht...:)
ihre-herrlichkeit 2011/08/25 14:57:59
Antwort löschen:D
SpiceWeasel 2011/08/25 14:59:39
Antwort löschenWenn deine DVD schon so abgenutzt ist solltest du dir davon auf jeden Fall die neue 3 BluRay Edition holen! Lohnt sich wirklich und selten hat mich ein restaurierter Film so umgehauen von der Qualität her wie dieser hier! =)
Andy Dufresne 2011/08/25 15:01:56
Antwort löschenHab isch doch keinen BluRay-Player... :(
SpiceWeasel 2011/08/25 15:55:11
Antwort löschenok dann habsch nix gesacht... ;-)
Andy Dufresne 2011/08/26 00:20:59
Antwort löschen:) Eins ist sicher:Wenn bei mir persönlich das BluRayzeitalter eingeläutet wird ,ist "Apocalypse Now" der erste Film den ich mir zulegen werd...:)
Begriffstutzer 2011/09/17 15:29:20
Antwort löschenHerzlichen Glückwunsch, Texte über Lieblingsfilme können gar nicht lang genug sein! Habe Apocalypse Now in allen (deutschen & englischen) Video- & DVD-Fassungen mittlerweile schon über 30 mal gesehen...das erste Mal 1979 im Autokino (aber nur weil ich meinen Vater überzeugen konnte ins Kino, anstatt Essen zu gehen^^). Vermisse aber auf DVD immer noch eine Version mit der "alten" deutschen Synchronisation...
naja, lange Rede, gar kein Sinn: genialer Text zu 'nem genialen Film!
ps: hoffe du konntest schon in den Genuß kommen Coppolas Doku "Hearts of Darkness" & die DVD-Fassung "Apocalypse Now, The Complete Dossier" zu sehen, ist's alleine schon wegen den "lost scenes & rare, unseen footage" wert...
Andy Dufresne 2011/09/18 23:17:55
Antwort löschenVielen Dank für das nette Lob :D.
Bin schon ein bißchen neidisch das du den Film im Kino sehen konntest...;D Ging bei mir leider nicht,ich wurde leider erst 2 Jahre später geboren...
"Hearts of Darkness" will ich wirklich schon ewig endlich anschauen,hat aber bis jetzt nie geklappt.Ich will auch unbedingt das Buch lesen (Also Herz der Finsternis von 1912 oder wann das rauskam).Diese Complete Dossier Fassung ist ein guter Tip,die werde ich wohl kaufen,meine DVD ist komplett fertig,bleibt ständig hängen usw. Ich LIEBE Extras :D
KonTaicho 2011/11/01 16:41:04
Antwort löschendeine kritik zum filme rscheint mir midnestens genausogut wie der film an sich, was in diesem fall schon ziemlich exorbitant ist. ;) klasse ausdrucksweise, könnte ich für mein nahendes deutsch abi noch einiges lernen^^, die sinnvollsten 10 minuten des heutigen tages hier hier beim lesen verbracht . danke dir =)
Andy Dufresne 2011/11/02 18:15:39
Antwort löschenWow, eines der schönsten Komplimente aller Zeiten :D
Bin ganz rot...
Und herzlich willkommen als neuester Freund !
KonTaicho 2011/11/03 14:11:03
Antwort löschenhallo :P
ProjectChaos 2011/11/26 20:29:18
Antwort löschenmit Abstand der beste Kommentar, den ich hier bisher gelesen habe (muss dazu sagen, dass ich noch nicht lange mitlese ^^)
Oft liest man sonst sehr allgemein gehaltene Aussagen. Die Texte sind dann super schön geschrieben, aber es bleibt relativ subjektiv. Diese Kritik trifft auf den Punkt, die Essenz und ist konkret, bezieht sich unmittelbar auf den Film.
"Es geht darum ob man ein Tier ist oder Gott.Oder Beides."
und der kleine Abschnitt(dein Fazit sozusagen) bevor du auf Brando eingehst. Bravo und merci.
Andy Dufresne 2011/11/27 15:38:35
Antwort löschenDanke und Merci :D geht runter wie Öl dein Lob...:D
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TheDrPepperPower 2012/01/28 01:35:18
Antwort löschenAuch ich lass noch mal kurz mein Lob hier. Wirklich sehr schön geschriebener Kommentar. Ich liebe den Film auch, obwohl mich immer ein par Dinge gestört haben (dahe gebe ich nur 9 Punkte). Z.B. gehen mir Chef und der Surfer (dessen Namen ich leider vergesen habe) manchmal etwas auf die Neven, gerade in der zweiten Hälfte des Films. Und obwohl ich als Philosophiestudent eine solche Verarbeitung von wichtigsten moralischen Themen in Filmen natürlich sehr schätze, wandelt "Apocalypse Now" manchmal am Rande der Pseudo-Intellektualität (das klingt wohl härter als ich es meine). Gerade zum Ende hin will er vielleicht ein bischen mehr sein als er als Film sein kann.
Andy Dufresne 2012/01/29 17:00:26
Antwort löschen@Dr Pepper:Danke fürs Lob.:D .
Ich kann deinen Standpunkt durchaus verstehen (der Surfer heißt übrigens Lance),wo du Pseudo Intellektualität siehst, impliziere ich vielleicht zuviel/das Gegenteil hinein...
J!GS4W 2011/08/16 19:45:32
Kommentar löschen"Someday this war's gonna end, that would be just fine with the boys on the boat. They weren't looking for anything more than a way home. Trouble is, I'd been back there and I knew that it just didn't exist anymore!"
3 Stunden und 16 Minuten. Das ist keine Stanley Kubrick oder Peter Jackson Länge, die einem wie die Hälfte vorkommt, sondern eine Länge, die dich jede einzelne Minute spüren lässt. Francis Ford Coppola will den Zuschauer hineinziehen und das Leid der Figuren und aller Beteiligten in diesem Krieg spüren lassen. Dabei setzt er nicht auf Blockbuster Mentalität, die dich berühren soll, sondern auf ein nüchterndes abschreckendes Portrait, das vor allem eins ist: anstrengend.
Coppolas Meisterwerk ist hierbei technisch fast unantastbar, seien es Kulisse, Kameraarbeit oder die bloßen intensiven Blicke von Sheen oder Brando, die eindringlicher wohl kaum sein könnten.
"You're in the asshole of the world, captain."
Meiner Meinung nach ist eine von Coppolas Hauptaussagen hierbei, dass der Krieg im Allgemeinen dann gewonnen werden kann, wenn der Mensch aufhört Mensch zu sein und Gefühle, persönliche Interessen und Menschlichkeit von sich legt. Diese Aussage ist denke ich schon deutlich genug Sinnbild für Coppolas Anti-Kriegs-Moral. So ist Captain Willard nicht der feierliche Kriegsheld, der coole Sprüche klopft und einen Vietkong nach dem nächsten ins Jenseits befördert, sondern der angrefessene Mann, dessen Abhängigkeit vom Krieg sowohl Grund als auch Leid für seinen Aufenthalt geworden ist und der es kaum noch wagt die Erlebnisse in Worte zu fassen.
"There are two of you, don't you see? One that kills and one that loves."
Wer also Coppolas Kriegsfilm nicht nur auf seine Länge und seine zielgerichteten, aber knappen Dialoge reduziert, der wird diesen auch als das Meisterwerk verstehen, das er ist, in dem die menschlichen Schwächen und Bedürfnisse nicht die Fehler des Menschen im Krieg sind, sondern genau das, was ihn zwischen einem Monster und einem Menschen unterscheidet. So seltsam es auch scheinen mag, dass "Apocalypse Now" als DER Vietnam-Film gilt, obwohl die Protagonisten sich eigentlich versuchen aus dem Krieg herauszuhalten, sollte im Grunde genug Beweis dafür sein, wie unmissverständlich der Krieg jeden Einzelnen verschlingt und nicht wieder herauslassen will und einmal mehr, wie geschickt der gute Francis im Jahre 1979 einen geschichtlichen und politischen Film bezüglich eines bestimmten Konfliktes gemacht hat, der trotz seines Alters noch heute brandaktuell ist und sich ethisch und moralisch fast gänzlich übertragen lässt.
"It belongs to us. It keeps our family together. I mean, we fight for that. While you, American, you are fighting for the biggest nothing in history."
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