Argo

Argo (2012), US Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 08.11.2012

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7.7
Kritiker
42 Bewertungen
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7.4
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4076 Bewertungen
233 Kommentare
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von Ben Affleck, mit Bryan Cranston und Ben Affleck

In Argo flüchten sechs Diplomaten während der iranischen Revolution aus der besetzten US-Botschaft. Ben Affleck will sie als Filmcrew getarnt aus dem Land schmuggeln.

Ben Afflecks Film Argo basiert auf einer wahren Begebenheit: Am 04. November 1979, auf dem Höhepunkt der iranischen Revolution, stürmen Revolutionsgarden die US-Botschaft in Teheran und nehmen 52 Mitarbeiter als Geiseln. Argo erzählt allerdings die Geschichte einer Gruppe von sechs Botschaftsmitarbeitern, denen gleich zu Begin der Besetzung die Flucht in eine nahegelegene Wohnung außerhalb des Botschaftsgeländes gelang.

Nun, einige Wochen nach dem Überfall, halten sich die entkommenen Amerikaner in der kanadischen Botschaft versteckt, doch Revolutionsgarden sind ihnen bei ihrer Suche schon sehr nahe gekommen. In den USA erhielt unterdessen der CIA-Agent Tony Mendez (Ben Affleck) den Auftrag sie zu befreien. Er beschließt die Amerikaner als Filmcrew für den ‘kanadischen Star Wars’ namens Argo, zu tarnen und so außer Landes zu schmuggeln. Er gründet gemeinsam mit dem Hollywoodproduzenten John Chambers (John Goodman) eine Produktionsfirma, castet Schauspieler und lässt sogar ein Drehbuch anfertigen, um die Tarnung perfekt zu machen. Um die Geiseln von seinem Plan zu unterrichten reist er selbst als vermeintlicher Co-Produzent in den Iran ein. Vor der Abreise muss die frisch ernannte Crew jedoch zunächst den vorab festgelegten Drehplan des iranischen Kulturministeriums durchstehen, ohne Verdacht zu erregen.

Hintergrund & Infos zu Argo
Nachdem sein letzter Job als Regisseur für The Town – Stadt ohne Gnade sowohl bei Kritikern als auch an der Kinokasse ein ordentlicher Erfolg war, kommt mit Argo die nächste Regiearbeit des oscarprämierten Multitalents Ben Affleck in die Kinos. Dabei setzt er auf ein Script, dass schon lange die Black-List der interessantesten unverfilmten Drehbücher anführte.

So unglaublich die Story von Argo auch klingt, es handelt sich tatsächlich um eine wahre Geschichte. Dabei hätten die iranischen Revolutionsgarden allen Grund zur Vorsicht gehabt, denn Argo war in der griechischen Mythologie der Name des Schiffes, mit dem Jason und die Argonauten das Goldene Vlies aus den Klauen eines Drachens entwendeten.

Auch der reale CIA-Agent Tony Mendez hat sie die Idee zu seinem Fake-Film Argo nicht aus den Fingern gesogen. Tatsächlich wollte der Produzent Barry Geller einen Science-Fiction Film namens Lord of Light drehen, der auf einem Roman von Roger Zelazny basierte. Als sein Geschäftspartner jedoch Gelder veruntreute, wurde das Projekt eingestampft. Die Handlung sollte auf einem fremden Wüsten-Planeten angesiedelt sein. Da der Iran ein perfektes Setting hierfür war und ein unterirdischer Basar, wie es ihn in Teheran gab, sogar ausdrücklich in der ersten Drehbuchfassung erwähnt wurde, taugte das eigentlich schon gestorbene Filmprojekt Lord of Light unter seinem neuen Namen Argo immerhin noch als perfekte Tarnung für die Geiselbefreiung.

Bei den Oscars 2013 gewann Argo in den Kategorien Bester Filmschnitt, Bestes Adaptiertes Drehbuch und auch die Hauptkategorie Bester Film. Bei den Golden Globes 2013 gewann Argo in der Kategorie Bester Film – Drama. (ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (29) — Film: Argo

SoulReaver: CinemaForever

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4.5Uninteressant

[...] In „Argo“ geht es genaugenommen nur um eine Gruppe westlicher Helden, die sich – mal wieder – in die Höhle des Löwen begeben um ihre Landsmänner zu retten und später vor der wehenden Nationalflagge dem Zuschauer ein warmes Gefühl in der kitschempfänglichen Herzgegend zu verleihen. Objektivität ist hier nicht vorhanden, wie sollte sie auch, die Traumfabrik thematisiert oberflächlich ein amerikanisches Faktum und will das massentauglich verpacken. Tiefgang ist ebenso nicht mit von Partie, die Kanten der Protagonisten wurden abgeschliffen und Hauptsache man kann man mit Mendez und seiner Crew sympathisieren. Wenn Alexandre Desplats rührselige Komposition erklingt, der Vorkämpfer und Drahtzieher sein Küsschen bekommt und der Zuschauer bis auf den Grund des Hollywoodkakaos abgetaucht ist, dann erweist sich „Argo“ endgültig als triviales Silbertablettkino für ein Publikum, dass denkt mit Ehrlichkeit konfrontiert zu werden, in Wahrheit aber in den patriotischen Standardabläufen Hollywoods festsitzt. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Co-Pilot

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Gibt der ne 4,5 für Argo... *lol


Le Samourai

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vollkommen zurecht.


Chuchaqui: Critic.de

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7.0Sehenswert

Argo ist mit Recht als grandioser Hollywoodstreifen der alten Schule gefeiert worden und wird wohl auch in der Award Season noch von sich reden machen. Doch der Film ist nicht nur ein starkes Beispiel für die Lebendigkeit der Unterhaltungsmaschinerie Hollywood, sondern auch für dessen problematische Bedeutungskonstruktion. Affleck behauptet seine Geschichte zwar als eine „wahre“ und ordnet sie in einen realen historischen Kontext ein. Doch wird dieser Kontext stets dramaturgischen Instanzen untergeordnet, der Showdown auf dem Flughafen fiktional dramatisiert und Mendez spielt im letzten Teil noch einen Wertkonflikt zwischen Gehorsam und persönlicher Verantwortung durch, der an die ähnlich banalen moralischen Debatten aus Afflecks anderen Filmen erinnert. In Argo wird die Moral zwar deutlich besser in den Plot integriert, bereitet aber eine andere Form von Unbehagen: Der Kontext der Iranischen Revolution wird hier zum bloßen Hintergrund, vor dem eine sehr amerikanische Heldengeschichte erzählt wird – und damit zu einer in der Post-9/11-Gesellschaft nicht unproblematischen Projektionsfläche.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] Der authentisch ausgestattete „Argo“ ist merklich darum bemüht, sich eng an die faszinierende wahre Begebenheit zu halten, nimmt bei der Handlung aber auch einige dramaturgische Schönheitskorrekturen vor, um auf konventionelle Unterhaltung zu setzen. Letzteres bewegt sich im legitimen Rahmen. Die Situationskomik angesichts des skurrilen Vorhabens und der Ernst der Lage sind gekonnt herausgearbeitet und ausbalanciert. Vor allem formell trumpft „Argo“ durch glänzend durchdachte Kameraarbeit und einen noch besseren Schnitt auf – die ganze Zeit über legt der Film ein vorbildliches Tempo und Timing vor. [...]

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Julio Sacchi: Das Manifest

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6.5Ganz gut

Obwohl die historischen Ungenauigkeiten schon im Vorspann ihr faulig Haupt erheben, zieht einen der Film sofort rein. In der ersten Hälfte glänzt Affleck mit einer detailgenauen Inszenierung, die emotionale Intelligenz mit dem absurden Humor der Geschichte paart und das Gefühl von außenpolitischem Siedepunkt so beklemmend einfängt, als wäre hier ein neuer Costa-Gavras geboren. Ein wunderbarer Gastauftritt von Rafi Pitts sorgt zusätzlich für Glaubwürdigkeit. Schade nur, daß punktgenau mit Einsetzen der eigentlichen Rettungsaktion das alles nur noch den abgegriffensten "ging ja noch mal gut"-Spannungsklischees unterworfen wird und Affleck zu diesem Zweck Großbritannien und Neuseeland unverdient diskreditiert und Kanadas Rolle unerhört herunterspielt. Am Ende dann nur noch Hollywood: Alexandre Desplat, einst offensichtlich zu Unrecht als neue Filmmusik-Hoffnung gefeiert, lässt ordentlich die Schnulzgeigen jaulen und die US-Flagge flattert dazu im Wind. Plötzlich doch nur ein herablassendes Moneymaker-Produkt, das den Iran und seine Bürger nebenher nochmal schön dämonisiert.

Ein zwiespältiger Film.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Co-Pilot

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Ein dummer Iran.Ich bin für den Film.


TheBruceWayne

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@Co.Oilot Ja natürlich der Film hat vollkommen Recht.Wie können es diese hirnlosen Iraner nur wagen gegen die Usa aufzubegehren.Die dürfen nichts anderes sein als ihre Rohstolllieferanten ????


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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9.0Herausragend

Der Film scheint eine Geschichte so zu erzählen, wie es sich damals wirklich zugetragen hat. Das beginnt schon am Anfang, wo altes Videomaterial verwendet wird und endet damit, dass im Nachspann die Gesichter der echten Botschaftsmitarbeiter gezeigt werden. Zwar ist anzunehmen, dass hier und da beim Erzählen der Geschichte getrickst wurde, dennoch zweifelt man keinen Moment daran, dass es genau so passiert sein könnte.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Ben Affleck wird richtig gut. In seiner dritten Regiearbeit liefert er locker einen der spannensten Politthriller des Jahres im Gewand eines True-Story-Heist ab. Er macht selbst eine ganze gute Figur als CIA-Extraktions-Spezi Mendez, lässt aber seinen Mitspielern genug Raum ebenfalls zu beeindrucken. Für die brachialeren, humorigen Momente ist der Double-Act John Goodman/Alan Arkin als Hollywood-Gespann perfekt besetzt und die eher unbekannteren Darsteller die die Diplomaten spielen verschwinden überzeugend hinter ihren Figuren. Der realistische Look, die minimalistische Nachstellung der 70er/frühen 80er ist überzeugend und weckt Erinnerungen an die Hochzeit des Politthrillers ohne dabei die unumgänglichen Anklänge an heutige Unruhen in arabischen Ländern zu ignorieren.

Mit Leichtigkeit gelingt es Affleck bei all dem die Ballance zu finden, zwischen Drama und den fraglos skurrilen Momenten dieser wahnwitzigen Rettungsaktion. Wenn er eine Pressekonferenz für den schlockigen Sci-Film…

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Le Samourai

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was der cineast sagt.


SiameseAlex

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was batzman sagt.


alviesinger: bummelkino

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7.5Sehenswert

Das Leben schreibt doch immer noch die besten Geschichten. Chris Terrio verarbeitet die wahren Begebenheiten im Umfeld der Geiselnahme von Teheran zu einem routinierten Thriller mit überaus amüsanten Momenten. Ben Affleck beweist in seiner dritten Regie-Arbeit, dass er sein Handwerk mehr als nur ordentlich beherrscht und sich mittlerweile als guter Filmemacher in Hollywood etabliert hat. Aber der Star des Films ist und bleibt die unfassbar unglaubliche Geschichte. Wie die CIA hier gezwungenermaßen zum Hollywood-Trash-Produzent wird, ist großes Kino. Was für ein Coup! Da kann eigentlich gar nicht mehr viel schief gehen: Und Affleck stützt seine Arbeit verständlicherweise darauf, versammelt ein großartiges Ensemble, das radikal Klischee-haft besetzt wird und wickelt die Geschichte mit bekannten Versatzstücken aus dem Polit-Thriller-Universum ab. In der letzten Viertelstunde wird „Argo“ auch richtig spannend – wenn auch überdramatisiert. Aber so funktioniert eben Hollywood und das ist auch gut so. Affleck dreht an den richtigen Schrauben und entwickelt ein gekonntes Timing. Insgesamt ist das schönes Genre-Kino ohne wirklich Bahnbrechendes zu bieten. Oberklasse-Routine.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Zur insgesamt gelungenen Inszenierung von „Argo“ tragen sowohl der Schnitt von William Goldenberg als auch die an die klassischen Thriller der siebziger Jahre wie „Die drei Tage des Condor“ (Sydney Pollack, 1975) oder „Die Unbestechlichen“ („All the President’s Men“, Alan J. Pakula, 1976) erinnernde Kameraführung von Rodrigo Prieto und die Filmmusik von Alexandre Desplat entscheidend bei. Produktionsdesignerin Sharon Seymour und Kostümdesignerin Jacqueline West sorgen mit vielen Details von den großen Brillengestellen über die breiten Koteletten und Jackettrevers bis zu den langen Haaren und den Schnur- beziehungsweise Vollbärten oder auch mit den Schnurtelefonen und dem VW-Bulli für ein glaubwürdiges Siebziger-Jahre-Ambiente.

„Argo“ konzentriert sich insbesondere auf die Retter. Wie kaum anders zu erwarten war, erhält kaum ein Iraner ein individuelles Gesicht. Ob Revolutionäre oder Bürokraten – sie treten als Masse auf und erfüllen lediglich eine narrative Funktion. Wenn jemand…

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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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8.5Ausgezeichnet

Filmvergleiche sagen mehr als 1000 Worte: "Argo" vereint in sich die Leichtigkeit von CIA-Komödien à la "Sneakers" und den Charme von 70er-Jahre Thrillern wie "Die drei Tage des Condors" mit einer ausgeprägten Liebe (und Glauben) zum Medium Film. Ben Affleck hat den Martin Scorsese in sich entdeckt, der nur darauf wartete, die eigene Filmsucht zum Ausdruck zu bringen. Verhüllt wird der leichtfüßige Heistplot von dem wahren Hintergrund, der politischen Brisanz, der diplomatischen Aussichtslosigkeit und der erschreckenden Aktualität, die bis heute nachklingt. Zusammen mit einer verblüffenden Detailbesessenheit entsteht aus all dem eine einnehmende Symbiose aus Unterhaltung und Drama mit einem Löffel voll Bildungsanspruch "Made in Hollywood". Als ob Spielbergs "München" von Soderbergh zum Goodfeel Movie umgeschnitten worden wäre.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmering: Filmering.at

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9.0Herausragend

Bereits mit seinen ersten beiden Regiearbeiten hat Ben Affleck ordentlich aufgezeigt, aber mit Argo schafft er es tatsächlich noch einmal eines drauf zu setzen. In seinem bisher wohl ausgereiftesten und komplettesten Werk gelingt es ihm auf hohem Niveau den Polit-Thriller mit der Hollywood-Satire zu kreuzen. Die sympathischen und höchst unterhaltsamen Szenen mit John Goodman und Alan Arkin stehen in Kontrast zu den packenden Szenen im Iran, und insgesamt sorgt Argo so für eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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6.5Ganz gut

Das patriotische Pathos ist gebrochen: In "Argo" spiegelt sich die Krise der US-Außenpolitik in der Krise des amerikanischen Kinos wider.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Überzeugend inszeniert vom anscheinend sehr kompetenten Filmemacher Ben Affleck. Daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen.

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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

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8.5Ausgezeichnet

Oscar-Preisträger Ben Affleck wandelt mit seiner dritten Regie-Arbeit auf den Spuren von Robert Redford und widmet sich dem Genre des Polit-Thrillers mit authentischem Hintergrund.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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6.5Ganz gut

'Argo' ist ein unterhaltsamer, äußerst spannender und souverän inszenierter Thriller, der im Look der Siebzigerjahre daher kommt.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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8.0Ausgezeichnet

Affleck spielt den Agenten mit ernster Miene, Vollbart und Pilzkopf. Vor allem aber zeigt er sich als souveräner Regisseur.

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Markus Aicher: BR Markus Aicher: BR

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8.5Ausgezeichnet

Spannendes, unterhaltendes Politkino mit mit satirischen Seitenhieben auf Hollywood. Gut besetzt und gut gemacht!

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Sascha Koebner: http://film-dienst.kim-info... Sascha Koebner: http://film-dienst.kim-info...

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8.0Ausgezeichnet

Argo ist ein gut durchdachter Politthriller, in dem Affleck sein Gespür für vielstimmige Genre-Arbeiten jenseits klassischer Gut-Böse-Schemata und präzise Gesellschaftszeichnungen unter Beweis stellt. Gleichzeitig ist sein Film ein süffisanter Kommentar zum Hollywood-Geschäft der 1970er-Jahre, der nicht mit Humor geizt [...].

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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9.0Herausragend

"[...]Bereits das von Saul Bass entworfene 70′s-Warner Bros.-Logo zu Beginn signalisiert den bewussten Schritt zurück in die Vergangenheit. Nicht bloß inhaltlich, sondern auch was die Gestaltung und Erzählweise angeht. Keine wilden Schnitteskapaden, kein unruhiges Kameragewackel, kein brutales Actionspektakel, das einen dramaturgischen Leerlauf übertönen müsste. Die Story ist das, was hier zählt, und die Figuren, die sich in dieser bewegen. So etwas ist inzwischen selten geworden. Leider.[...]
„Argo“ ist nicht bloß ein hochklassiger Thriller, sondern auch ein Werk, das den Charme und die Möglichkeiten Hollywoods feiert. Und da macht eine Portion davon im eigenen Gerüst vielleicht einfach Sinn …"

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Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at

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8.0Ausgezeichnet

Argo beinhaltet keine Schwächen und bleibt selbst für Zuseher, die eigentlich keine politischen Thematiken mögen, durchgehend spannend. Die wahre Geschichte weiß den Zuseher von Beginn an in seinem Bann zu ziehen.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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8.5Ausgezeichnet

Das taktvolle Spiel mit den gegensätzlichen Tonarten und Stimmungen, das Verbinden von Polit-Thriller mit ein wenig Mediensatire - das meistert Affleck ausgesprochen souverän.

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Alle Kritiken (29)


Kommentare (204) — Film: Argo


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CrazyWizard

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Verdiente Oscar-Nominierung! Aber als Bester Film des Jahres 2012 war er für meinen Geschmack zu flach.
Ein spannend inszenierter Thriller, da kann man wirklich nicht meckern! Es wird einem erst einmal klar, welche Geschichten sich alle in der Dunkelheit abspielen, was für waghalsige Aktionen geplant werden, ohne, dass je einer davon Wind bekommt. Über die plakative CIA-Werbung muss man einfach hinwegsehen und diesen Film genießen, der einiges an Nervenkitzel beinhaltet und mit erfreulich unverbrauchten Gesichtern auftrumpft. Doch Ben Affleck ist und bleibt auch in diesem Film kein guter Schauspieler. - Er sollte sich auf die Arbeit hinter der Kamera konzentrieren, die im durchaus gelungen ist in diesem Streifen.
Interessanter Stoff mit top Inszenierung!

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TheNumber

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit der Prämisse "Bester Film" war ich etwas enttäuscht. nichtsdestotrotz ist argo ein super film. die geschichte ist interessant und etwas außergewöhnlich, ben affleck spielt und inszeniert sehr authentisch. allerdings wird gegen ende alles etwas zu klischeemäßig. trotzdem spannendes, gelungenes drama, für MICH aber nicht der beste film des jahres

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yo.eykeam

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film ist klasse, ohne jeden Zweifel, aber mir stellt(e) sich (direkt nach dem schauen) die Frage ob nicht viel mehr die (wahre) Geschichte dahinter die Auszeichungen verdient hätte, als der Film ansich. Die Vorlage zum Film lieferte das Leben, und nicht ein kreativer Kopf der ein 'sickes Drehbuch' rausgehauen hat.

Davon mal abgesehen - obwohl es für mich besagte überhäufig mit Preisen etwas falsch erscheinen lässt - kriegt man ein tollen Film serviert. Von Anfang an ist man unter Spannung, und hofft, teilweise geht es schon fast an die Nerven - somit erstklassig inszeniert.

Da die Geschichte aber mehr ausmacht als der Film ansich, habe ich mich zu 8.5/10 entschlossen.

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Co-Pilot

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Bewertung7.5Sehenswert

Wow; geballte Filmkunst mit realem Hintergrund - DAS war mal wieder ein echtes Highlight. Begeistert verfolgten wir die knapp 2Std Argo und sind immer noch beeindruckt. So viel positives...

Ich kann jedem Filmfan mit Anspruch und etwas kulturellem Hintergrundwissen bzw mit Interesse für Dieses Argo nur empfehlen. Wir kannten die Story und den Ausgang nicht, liessen uns daher einfach mal überraschen - echt crazy die ganze Sache :)
Wer jedoch auf Knall, Peng, Krach & Bums steht wird übelst enttäuscht werden(!) Für sowas eignet sich Argo nicht, dann lieber Finger weg... Wer allerdings mal "was anderes mit Anspruch und Qualitätsgarantie" sehen möchte MUSS hier zugreifen bzw zuschauen.
Spannend, unterhaltsam, zum Mitfiebern & während der 120min nie langweilig bekommt Argo von uns folgendes Fazit;

Wie jeder Movie startete auch Argo bei uns mit 5,0 neutralen Punkten. Up´s & Down´s ergeben dann die Endbewertung. Argo geht mit spannenden, unterhaltsamen & ansehnlichen 7,5 Punkten in the books.
*Top - sehenswert*

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VIGILANTE84

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dachte eigentlich das wär dein Themengebiet als leicht Rechter.

tja falsch gedacht.....ein erneuter beweis ,dass du wohl doch nicht in der lage bist dinge korrekt einzuschätzen:)
wie oft willst du eigentlich noch versuchen mir deine geliebten freunde allahs mit diesen grossen texten schmackhaft zu machen???sei froh wenn ich sie auch nur überfliege...ansonsten spielts keine rolle ob irak ,iran ,pakistan , vereinigte arabische emirate ,türkei whatever.....ich werde nie einen fuss in eine dieser hässlichen mittelalter-kalklandschaften setzen,lady
ich weiss ja du würdest in deinen jungen jahren echt gerne hören ,dass ich als angeblich uninformierter ''Rechter'' das nun alles so sehe wie du und mich als von dir aufgeklärt und erleuchtet betrachte,aber das wird nicht geschehen(ja die hoffnung dafür hast du schon lääängst aufgegeben,schon klar)
je eher du dich damit abfindest umso besser.....


VIGILANTE84

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Ich zitiere mich nochmal

gut ,dann hab ich halt wieder was zum lachen und du eine weitere möglichkeit auf informierten klugscheisser zu machen :)
n8 lady


LeMovieKritiker

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Bewertung7.5Sehenswert

Ob Argo gleich einen Oscar verdient hat darf man bestreiten, doch niemand kann mehr Ben Affleck anfechten, der sowas wie der Zac Efron der alten Generation war.

Im Cast hat man viele Namhafte Leute zusammengekratzt, unter anderem Alan Arkin, John Goodman und Bryan Cranston die alle gut und teilweise sehr witzig sind.

Aus einer wahren Begebenheit, der man wahrscheinlich noch etwas nachgeholfen hat(besonders am Ende), machten Ben Affleck und sein Team eine der lustigsten Komödien dieses Jahres obwohl es Hauptsächlich ein Drama-Thriller ist, konnte ich hier mehr lachen als zum Beispiel bei Ted der immer noch gehypt wird.

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TheBruceWayne

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War ja nicht bös gemeint :)


LeMovieKritiker

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Das hab ich zum Glück auch nicht vermutet, man darf ja auch im richtigen Masse Spass haben :)


Filmfreak21

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

And the Oscar goes to "Argo, fuck yourself"
Letzendlich ein wahnsinnig amerikanischer Filmepos, der zur Krönung, noch den Oscar für den besten Film erählt, von niemand geringerem überreicht als von Michelle Obama. Wär ja auch nicht anders zu erwarten gewesen, da man schon einmal Argo unter Verschluss hielt, wenn man das geschichtliche Original hernimmt.
Man merkt, dass Ben Affleck sich viel Mühe gegeben hat, getreu alles wieder so zu repräsentieren, wie es damals der Fall war. Man fiebert jede Sekunde mit und fühlt mit den Opfern, die in Gefangenschaft im Iran auf Rettung hoffen.
Ich bin positiv überrascht, dass Argo nicht all zu sehr politisch steif wirkt und hier und da eine Brise gelassenen Humor reinwirft.
Alles in allem, finde ich den Film sehr aufregend, aufwühlend und spannend bis zum Schluss.


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TheBruceWayne

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Bewertung3.0Schwach

"Lügen sind unser Geschäft. In Hollywood tun wir es, um Leute zu unterhalten, und bei der CIA, um sie auszuhorchen oder zu manipulieren. Die Grenzen sind fließend." Ben Affleck

Ich möchte Argo nicht als Propagandafilm bezeichnen, denn dazu ist mir Affleck zu sympathisch und der Film viel zu banal. Argo ist ein schlechter und einseitiger Versuch seitens Afflecks der amerikanischen McBurger Gesellschaft einen Blick auf den Iran im Jahre 1979 zu werfen. Denn vielmehr ist dieser Film nicht. Ich glaube Affleck schon, dass er sich für das zugegebenermaßen vorhandene Leid der iranischen Bürger interessiert und auch wirklich die beängstigende Situation der Amerikaner im Iran wahrheitsgetreu darstellen wollte. Nur hat er das meiner Meinung nach nicht geschafft bzw. war gar nicht in der Lage dazu, denn Argo entspricht lediglich dem ideologisch verzehrten Bild des Irans, welches die westliche Bevölkerung stückchenweise durch die Medien vorgesetzt bekommen hat. Auch so funktioniert Propaganda. Manch einer denkt bei dem Wort an Plakate der NSDAP oder UDSSR. Es geht aber auch anders. Durch ständige Wiederholung von Bildern (Irak, Afghanistan), der Nichtstrukturierung von Nachrichten wird ein gewünschtes Bild einer Region/von Menschen erschaffen. Nachrichten, Internetvideos und Filme wie Argo zusammen - was bleibt ist das Bild des bösen Musels. Wenn man Nachrichten schaut glaubt man zu wissen, dass es nur im Nahen/Mittleren Osten (+Südasien) rummst. Es wird ständig vom angeblich antisemitischen Iran (welcher lustigerweise 30.000 Juden beherbergt) berichtet, nicht aber von unseren guten Freunden in Saudi Arabien (wo Juden nichtmal einreisen dürfen/christl. Gottesdienste verboten).

Revolutionäre Befreiungskämpfer,Terrororganisationen und Fundamentalisten in Afrika, Südamerika werden nicht gezeigt. Wer weiß schon von der Terrororganisation der LTTE, welche nach der Al-Qaida die meisten Selbstmordattentate verübt hat ? Und das auf einer kleinen asiatischen Insel wie Sri Lanka ? Für mich ist das unglaubwürdig...es ist Heuchelei.In dieser Beziehung scheint er wie 80 % der westlichen Welt ein naives, dümmliches und einseitiges Weltbild zu haben, trotz gewisser Eingeständnisse der eigenen politischen Schuld seines Landes. Affleck ein engagierter Gutmensch , welcher jegliche Sicht auf die Realität verloren hat und der politischen Brisanz seines Filmes weder intellektuell noch moralisch gewachsen ist. Affleck ist das beste Beispiel dafür, warum noch kein Aufstand des Gewissens in der westlichen Welt aufflammen konnte. Sieht man doch auch bei uns in Heuchelland. Die politische Schuld Amerika wird übrigens in den ersten 5-7 Minuten abgehandelt und wird dem Normalo-Deutschen wohl kaum in Erinnerung bleiben. Stattdessen jedoch die wutentbrannten Fanatiker, der iranische Mob, der glorifizierte CIA und die armen US-Opfer. Dafür muss Affleck aber gerügt werden. Die CIA steht für mich in trauriger Tradition von anderen menschenverachtenden Geheimdiensten. Unterschiede zur Gestapo/KGB/Politkommissare gibt es meiner Meinung nach kaum. Kein Land der Welt hat so viele Diktaturen unterstützt/eingesetzt wie Gestapo-CIA. Egal ob dies fundamentalistische (Naher Osten) oder faschistische (Südamerika/China) ja sogar „Scheinkommunistische“ wie Kambodscha (zu Beginn) oder Vietnam (im 2ten Weltkrieg gegen Japan).

Die Glorifizierung ist daher vollkommen daneben. Nur gut das Afflecks bescheidene Schauspielkunst dies wenigstens sehr gelungen karikiert. Die Darstellung der Iraner und der Us-Opfer ist auch Meinungsmache in Reinstform. Jedoch sicher unbeabsichtigt.Die Erstürmung der iranischen Botschaft hatte ja einen Grund. Auch die amerikanische Botschaft im Iran war nur ein Teil des weltweiten Unterdrückungsapparates der CIA. Egal ob in Südamerika oder im Iran. Die eigentlichen Machtzentralen in den Quasi-Rohstoffkolonien von den USA in allen Ländern der Welt lagen nicht in den Regierungssitzen der amerikanischen Marionetten Diktatoren, sondern in den jeweiligen amerikanischen Botschaften. Befehle wurden von hier aus an den Schah weitergeleitet. Cia- Agenten, Diplomaten, Mitarbeiter von den USA gingen hier ein und aus. Selbst der Savak, der iranische Geheimdienst, welcher Tausende von Iranern inhaftieren/ermorden/foltern ließ, wurde hier mitbegründet. Das macht die Mitarbeiter der Botschaft zwar nicht zu Verbrechern (Bei Sekretärinnen etc. kann man das kaum behaupten) jedoch macht es sie zu Mitgliedern einer kriminellen Organisation. Die Wut der entrechteten Iraner kann ich daher gut verstehen, auch wenn dies keine Morde rechtfertigt. Affleck hätte dann ebenso gut einen Film über die Französische Revolution drehen können, wo das Königshaus, der Adel, die Besatzung der Bastille als Opfer dargestellt werden würden und die französischen Bauern/Bürger als Fanatiker.

Abgesehen von einer Bediensteten kommt auch kein Iraner gut weg. Mir ist unverständlich warum Argo schlechter geworden wäre, wenn auch nur ein netter Iraner vorgekommen wäre. Der gewollte/oder ungewollte Rechtfertigungsansatz eines Menschen, welcher sich im richtigen System zu glauben weiß. Aber auch ansonsten weiß der Film kaum zu überzeugen. Handwerklich ist er Klasse. Ansonsten aber sehr seicht. Egal ob bei der schauspielerischen Leistung Afflecks oder dem Spannungsbogen. Wenn gegen Ende Affleck sein Mädchen wiederbekommt und die US-Flagge im Hintergrund weht, versinkt der Film vollständig in die Banalität. Auch dramaturgische Erfindungen wie die Verfolgung des Flugzeugs (übrigens fiktiv) helfen da nicht weiter. Mitproduzent war übrigens Gutmensch George Cloney, welcherMitglied der Hetzorganisation Council of Foreign Relations ist .Ich möchte gerne von Affleck wissen, warum er diesen Film drehte ? Ein Beitrag zur Völkerverständigung sieht anders aus !! In einer Zeit, wo selbst Reden von Politikern, wie dem iranischen Präsidenten falsch übersetzt werden, um hier ein Bild des Juden hassenden Antisemiten zu erzeugen, ist das sehr fraglich. Die Bekanntgebung durch Frau Obama fast eine Beleidigung. Auch das macht den Film für mich unerträglich. Daher nur 3 Punkte wegen der Qualität der Bilder. etc.

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Anton Chigurh

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Kein Ding ;)


Weezla

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Abgesehen von den politischen Wirren, habe ich mich den ganzen Film über gefragt, wie ich Sympathien für 6 feige Arschlöcher, die 60 ihrer eigenen Landsleute im Stich lassen, empfinden soll/kann??? wo ist da der vielbesungene amerikanische Patriotismus hin? Und das ist der beste Plan der Central Intelligence Agency? Hoffen, dass der iranische Flughafenangestellte soviel Hasch geraucht hat, dass er tatsächlich glaubt, die Ankunftsbestätigung von 7 auffälligen Personen aus Kanada mal eben zwischen Bartkratzen und Teetrinken verschlampt zu haben? Glück gehabt, sag ich mal, würde es mir als Land aber verbieten, sowas als große Rettungsaktion zu zelebrieren...
Wie so oft bei den Amis geht es nicht um die Menschen, sondern um eine gute Aktion, die dann als amerikanische Größe dargestellt wird...


Role-X

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Bewertung7.5Sehenswert

Durchaus gut gespielter und spannender Film, der sich in der Inszenierung kaum Schnitzer erlaubt. Leider stellt er die Geschehnisse übertrieben patriotisch und etwas einseitig dar. Im Zusammenhang mit der Geiselnahme in Teheran würde Operation Eagle Claw,der gescheiterte militärische Rettungsversuch der restlichen Geiseln, ein noch viel interessanteres Drehbuch hergeben. Aber solch ein gnadenlos dilletantisches Scheitern der USA würde wohl kaum von Hollywood verfilmt werden.

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zmpfl

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Handwerklich alte Schule und tadellos inszeniert.
Die einleitenden Erklärungen lassen auch das pathetische Ende durchgehen.

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VIGILANTE84

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Bewertung7.0Sehenswert

Muss der Mehrheit erneut beipflichten.....ist zwar durchaus ein ordentlich inszenierter Film , aber gen mitte hängt er dann doch etwas durch
warum dieser nun ausgerechnet der Liebling der blöden Academy war bleibt wie sonst auch immer fraglich - ehrlich gesagt hab ich mitlerweile gar nicht mehr daran gedacht ,dass der ja der grosse abräumer war
dass diese aufstandssüchtigen und hasserfüllten iraner hier überhaupt nicht gut wegkommen ist für mich eher ein grund der für den film spricht ,denn ich mag diese fundamentalistisch geprägten länder milde ausgedrückt überhaupt nicht
wie gesagt :ordentlich und gut aber auch endlos überbewertet ,wobei der film selber ja nix dafür kann
afflecks THE TOWN sagte mir da weitaus mehr zu,aber ich bin froh ARGO jetzt auch mal gesehen zu haben
die gross- und kleinschreibung hab ich übrigens einfach mal ausser acht gelassen ,also können sich die deutschlehrer ihr gezeter ruhig sparen:)

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Graf Krolock

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Bewertung6.0Ganz gut

Ganz gut gemacht, ganz gut geschauspielert. Aber da hab ich einiges mehr erwartet... da fehlte einfach die Spannung.

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HellGreetings

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Inwieweit das alles historisch den Fakten entspricht, bin ich nicht in der Lage zu beurteilen. Und das sind die ganzen "Propaganda"-Kreischer vielleicht auch nicht.

Ich mag übrigens "Planet of the Apes".

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Cellmorbasg

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Bewertung6.5Ganz gut

Humor und Spannung kann man dem Film nicht abstreiten, doch gerade zum Ende hin wirkt letzteres zu aufgesetzt und offenbart so erst recht eine gewisse Banalität der Handlung. Da die Figuren auch nicht sonderlich herausgearbeitet werden, bewegt sich der Film im Vergleich zu den Preisen die er erhielt auf eher magerem Niveau.

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Mitternachtselbin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich war erst skeptisch, weil es eigentlich so gar nicht mein Genre ist.
Aber irgendeine Berechtigung mussten ja die Oscars haben.
Und ich wurde sehr überrascht. Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert und hatte am Ende Tränen in den Augen.
Eine spannende und berührende Geschichte. Kaum zu glauben, dass sie wahr ist. Das Leben hält einfach die besten Geschichten bereit.

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Striker778

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film mit den schönsten Bärten seit Langem.

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Smokémon

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein spannender Thriller, der meiner Meinung nach seine Faszination daraus zieht, dass die darin gezeigten Ereignisse sich wohl so oder so ähnlich wirklich zugetragen haben. Die Darsteller machen einen guten Job und gerade gegen Ende, in der letzten Phase der Rettungsaktion wird es richtig richtig spannend. Das ganze wird auch sehr differenziert und weitgehend unpolitisch in Szene gesetzt, Behauptungen, dass das ganze ein Propagandafilm sei sind meiner Meinung nach völliger Blödsinn. Alles in allem ein aufregender und interessanter Spionagethriller, dem man jetz aber nicht unbedingt den Oscar hääte geben müssen...

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Spielberg_Fan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das ist er also! Der diesjährige Oscargewinner für den besten Film. Es lässt sich natürlich streiten, ob „Argo“ den Sieg in der Königsdisziplin wirklich verdient hat. Ich sage ja! Von allen Konkurrenten, die in der Kategorie „Bester Film“ nominiert waren, ist Ben Affleck’s Film mit leichtem Vorsprung der Beste.

Handwerklich kann man über „Argo“ überhaupt nicht meckern. Der Film überzeugt mit einem hervorragenden Schnitt (auch den Oscar gewonnen), einer guten Kameraführung und einem gelungenen Score von Komponist Alexandre Desplat .Auch schauspielerisch zeigt sich Affleck’s neuester Film von seiner besten Seite. Nicht nur Ben Affleck in der Hauptrolle liefert eine klasse Leistung ab, nein, auch der Rest des Casts. Man denke da nur an Bryan Carnston, John Goodman oder Alan Arkin. Auch die Story ist eine interessante Angelegenheit. Ich habe zum Beispiel von dieser dort beschriebenen Rettungsaktion bis zur Sichtung des Films nie davon gehört.

Affleck nimmt sich in seinem Film dieser Geschichte an, versucht dabei aber nicht einen typischen Politthriller zu entwerfen. Sicher, „Argo“ ist ein politischer Film, nur legt Affleck hier nicht den ganzen Schwerpunkt auf die Politik. Vielmehr will er mit „Argo“ unterhalten und zwar spannend unterhalten. Das gelingt ihm auch. Langsam spannt der Streifen seinen Spannungsbogen, bis er mit dem Finale seinen Höhepunkt erreicht. Kritisch kann man diesen Aspekt des Films auf jeden Fall betrachten. Wenn man schon einen Film über ein politisches Ereignis macht, dann sollte das Geschehen auch mit allen politischen Facetten versehen sein. Auf der anderen Seite kann man aber auch sagen, es ist eine gute Idee, diese Thematik nicht so ganz streng aufzuziehen und einfach nur spannendes Erzählkino aus Hollywood daraus zu machen. Welche Variante jetzt wem gefällt, muss selbst entschieden werden.

„Argo“ hat aber nebenbei noch etwas mehr zu bieten. Während der Sichtung wurde ich nie das Gefühl los, dass Affleck irgendwo auch einen Film geschaffen hat, der auch was für wahre Filmfans ist. Die ganze Geschichte mit den Fake- Dreharbeiten, die Gespräche mit den Filmleuten und auch die ganzen Erwähnungen von bekannten Film-Klassiker, finden sich immer wieder in „Argo“.

Ich persönlich kann vor Ben Affleck nur den Hut ziehen, denn aus dem einstigen belächelten Teenie- Schwarm aus den 90er Jahren, ist ein guter Filmemacher geworden. „Argo“ beweist dies erneut. Somit bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass jeder sich „Argo“ einmal ansehen sollte, um in den Genuss von wunderbaren und spannenden Kino aus Hollywood zu kommen.

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david.riedel

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Bewertung9.5Herausragend

Absolut stimmiger Film von der ersten bis zur letzten Minute. Ansehen!

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FranklinFlyer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ausgezeichnet. Ja.
Aber nicht der Überdreher als welcher er gehypt wird.
Dankbar bin ich über das Archiv am Anfang und die dazugehörige Erklärung, die von Anfang an Klar macht, dass die USA an dieser MullahMisere eine nicht unerhebliche Mitschuld tragen.
Schauspielerisch und von der Ausstattung her, ist das alles hochqualitativ, aber das Buch ist mir dann doch im Ganzen zu glatt. Eigentlich überraschend bei diesem Stoff.

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Sneijder90

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Bewertung6.5Ganz gut

Für mich ganz klar kein Oscar Film! Da gab es 2012 eindeutig bessere.
Es ist ein Film für zwischendurch, den man sich aufjedenfall angucken kann.
Jedoch baut der Film nur langsam Spannung auf. Am Ende erreicht sie zwar ein zufriedenstellendes Level, allerdings ist mir die Geschichte zu schnell "erzählt". Schade, da wäre mehr drin gewesen. Im Endeffekt einfach eine zu große Enttäuschung. Von einem Oscar Streifen erwartet man einfach mehr!

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