Regisseur Michael Bay zeigt in "Armageddon", was richtiges Action-Kino und Unterhaltung pur ist. Das Konzept einige harte Jungs zur Rettung der Welt zu schicken und dabei ordentlich mit Explosionen und Special Effects um sich zu werfen, geht dabei voll auf. Wer sich der Tatsache bewusst ist, dass er hier einen von Michael Bay produzierten Actionstreifen ansieht und kein Problem damit hat, dass "die Amis mal wieder die Welt retten müssen", wird bestens unterhalten werden.
Zwar ist "Armageddon" besser als "Deep Impact", und weniger ideologisch. Gleichwohl wird auch hier ein american way of life auf denkbar niedrigstem Niveau zelebriert, in einer Bildsprache, die direkt aus dem letzten Pepsi-Cola-Spot übernommen sein könnte.
Deep Impact ist um Längen besser. zwar bedient er nicht die "ich steh auf Bruce Willis weil er so ne schöne Glatze hat Fraktion" aber er zeigt wenigstens ansatzweise die emotionale Seite der Oppfer. Dieser Film ist ein Videoclip von Aerosmith mit dermaßen unglaubwürdigen Charakteren, das ich die hälfte des Films aus dem Schmunzeln und Fremdschämen nicht mehr herauskam. Den Vogel schießt jedoch Bruce W. ab. Das er nicht gerade Oscarverdächtig spielen kann wissen wir schon lange. Aber derart eindimensional war er wirklich nur peinlich.
seinen persönlichen antiamerikanismus auf eine filmkritik zu projezieren, spricht nicht gerade von professionalität. der film hat natürlich eine menge schwächen, aber gerade den "american way of life" als aufhänger für seine "kritik" zu wählen, entspricht nicht objektiven journalismus...
Ich hatte am Ende des Films Tränen in den Augen vor Freude. Eine etwas ungewohnte Rolle für Bruce Willis aber mir hat der Film wirklich sehr gut gefallen. Die Special Effects sidn auch für damalige Verhältnisse erste Sahne. Hab den Film aber auch schon ca 10 mal gesehen. Den kann man auch problemlos häufiger anschauen.
Das kein Drama oder Logikfilm mit einer Top-Inszenierung - dies ist ein:
Hollywood-Blockbuster mit wirklich cooler Action sowie einigen lustigen Szenen.
Das gesamte "Pfadfinderteam" in dem Film rockt
FilmZitat von Rockhound (Steve Buscemi): "Wir haben Logenplätze für den Weltuntergang".
also ich sehe diesen film immer als ganz guten b-movie. die spezialeffekte sind erfrischend, erinnern etwas an wunderkerzen. und steine aus styrophor kann man natürlich mit gesenkter gravitation erklären. ;)
mich macht nur stutzig, dass der film so unglaublich teuer war. oO das geld kann eigentlich nur in die schauspieler geflossen sein. oder die haben den bohrer wirklich gebaut. 12 mal. ;)
guter film, aber erwartet kein hollywood. klasse schauspieler. (dialoge: meh.)
Jerry und Michael lassen es mal wieder krachen – na und wie!
Optisch – wie halt immer bei den beiden – wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Das ist in seiner ganzen Brachialität durchgehend beeindruckend inszeniert. Muss man anerkennen.
Auch der Anfang des Films gefällt mir gut – die lockere Art, wie dieses heterogene Team eingeführt wird, die abwechslungsreiche Charakterzeichnung und so mancher dummer Spruch machen Laune. Über das Schauspieleraufgebot kann man sich ebenfalls nicht beschweren. Da werden reihenweise große Kaliber aufgefahren und die machen auch einen guten Job. Der Soundtrack reiht sich nahtlos ein. Je nach dem, was gerade angesagt ist, werden die Szenen wunderbar unscheinbar oder auffällig untermalt.
Soweit zur guten Seite.
Leider kann mich die Geschichte nicht packen. Katastrophenfilme solcher Art können gut sein, sind es oft aber nicht. Vor allem, dass Amerika mal wieder die Welt retten soll, ödet irgendwann an. Aber gut, darüber kann man hinwegsehen, kennt man ja nicht anders.
Was mich viel mehr stört, ist, dass der Film mit dem Start ins Weltall viel zu stark in Science-Fiction abrutscht. Insbesondere die Optik – so beeindruckend sie auch sein mag – trifft hier nicht mehr meinen Geschmack. Da gefällt mir Apollo 13 mit seiner stets auf Realitätsnähe bedachten Inszenierungsweise viel besser. Aber ich wüsste wiederum auch nicht, wie man derartiges in Armageddon umsetzen sollte.
Letztlich liegt es wohl mehr an meinem Geschmack und nicht der Umsetzung, dass der Film bei mir nur teilweise zündet.
Kleine Highlights wie der Russe oder Steve Buscemi würzen glücklicherweise immer wieder kräftig dazwischen, sodass man regelmäßig zwar kleine, aber doch sehr gelungene Szenen zu sehen bekommt.
Soll ich was über das Ende schreiben? – Eigentlich ja nicht nötig, da Standard. Hier mal ein bisschen Abwechslung, würde so manchen Punkt mehr rauskitzeln.
Die Gefühlsduselei, die diesem Film ab und an vorgeworfen wird, kann ich dagegen nicht nachvollziehen. Passt in meinen Augen gut dazu und bringt eine feine Note in die actionlastige Machowelt, wenn auch manchmal etwas grenzwertig.
Alles in allem, typisches Popcornkino, sollte man aber dennoch unbedingt mal gesehen haben.
Dem Film liegen dieselben Denkstrukturen zugrunde, die bei den Amis bewirkt haben, George W. Bush zu wählen: Unlogisch, verschwenderisch, dumm, patriotisch, extremistisch, simplifizierend, intolerant. Warum gebe ich dennoch 3,5 Punkte? Aus Toleranz gegenüber eben diesen (potentiellen) Bush-Wählern. Lassen wir ihnen ihr Wunschdenken, die Welt möge so einfach sein. Obwohl natürlich auch sie nicht in einer solchen Welt leben wollen würden.
Der Film beinhaltet nicht viel Realität...na und??
Wie viele dutzende unrealistische Filme gibt es die aber wirklich top Bewertungen erhalten?!
Also ich find "Armageddon" wirklich klasse. Die Darstellung von Bruce Willis hat mich wie immer sehr begeistert!
Danke an Jerry Bruckheimer & Michael Bay!
Ein Satz, der im Allgemeinen viel zu häufig, von mir aber recht selten benutzt wird, passt hier tatsächlich wie die Faust aufs Auge: Entweder man liebt oder man hasst "Armageddon".
Der Film macht sich von unheimlich vielen Seiten angreifbar. Wenn einer der Protagonisten zu einer pathetischen Rede ansetzt, dann geradezu lächerlich oft vor einer im Wind wehenden US-Flagge. Überhaupt Pathos, Patriotismus, der Film ist voll davon. Quillt gerdezu über. An Logik fehlt es auch an allen Enden. Uuh und zum Kitsch wollen wir gar nicht erst kommen. Denn gegen Ende versinkt "Armageddon" entdgültig darin. Falls er nicht schon geraume Zeit vorher in den Tiefen des Weltalls oder den bay'schen Explosionen verschwunden ist.
So könnte man den Film beurteilen - und ich könnte diese Ausführungen nachvollziehen. Denn natürlich drückt der Film gegen Ende schon beinahe brutal auf die Tränendrüse. Doch bei mir hat es funktioniert.
--> An dieser Stelle werde ich nun ein paar leichte SPOILER! einbringen!
Dieses ganze Dramatische mit Weltuntergang und dem einsamen Helden, der am Ende alleine die Menschheit (und seinen Schwiegersohn) rettet. Natürlich ist dies ein Schlag mit dem Holzhammer, ein Wink mit dem Zaunpfahl, dick aufgetragen etc. Doch ab und zu brauch ich sowas einfach mal.
--> SPOILER ENDE!
Dort wo andere sich vor lauter Kitsch gepflegt erbrechen, war ich gerührt. Wo andere sich an lauter US-Flaggen stören, hatte ich Gänsehaut. Und wäre ich näher am Wasser gebaut - wahrscheinlich wäre das Ende für mich noch dicker gekommen.
Es ist nicht zwingend die Regel, doch im Fall von "Armageddon" war ich einfach vorbildlich empfänglich für diese plakativen Dinge - und ich stehe dazu.
Ich empfand "Armageddon" als unterhaltsam, spannend, kurzweilig & berührend. Die namenhafte Besetzung (vorrangig natürlich Willis, Thornton, der gewohnt frische Buscemi und der leider immer noch sträflich unterschätzte Fitchner) agiert hervorragend und auch wenn einige Szenen im Weltraum etwas unübersichtlich waren, ist man hier meilenweit von einer seelenlosen Spielzeug-Schlacht entfernt. Was allein schon die Wahl des wunderschönen " I Don't Want to Miss a Thing" garantiert.
Wahrscheinlich Guilty Pleasure, doch macht mir das in diesem Fall überhaupt nichts aus. Und neben "The Rock" nach wie vor Bays Bester.
"Es ist einmal geschehen, es wird wieder geschehen. Die Frage ist nur wann."
Herzlich willkommen zu Michael Bays dritter Action Stümper Runde "Armageddon."
Für alle Antifilmliebhaber ist "Armageddon" seit jeher ja so etwas wie das Mekka der Filmgeschichte. Wer erinnert sich nicht gerne an den, man muss es ja zugeben, guten Bruce Willis zurück, der nicht nur seiner überaus liebenswerten Filmtochter Liv Tyler die Leviten lesen darf und zum Zwecke der Weltenrettung am Ende das berühmte "Knöpfchen" drücken durfte. Und es hat wieder "Kawumm" gemacht, und für zwecks Destruktion des Kinos entstand ein neuer Komet und Klassiker am Firmament der Filmindustrie.
Denn Michael Bay wäre nicht Michael Bay, würde er nicht wie im 3 Jahre später erschienen "Pearl Harbor" selbstsüchtig bzw. egoistisch sämtliche schon einmal verwursteten Zutaten wie pathetisches Liebesgeseire, "Over The Top" Action Momente, belangloses Geschwafel, ausufernden Bombast und wieder mal alle vorhanden Patriotismus "Klischees" in einem Kessel zusammenfügen und umrühren. Wohl bekommt es beim bitteren Nachgeschmack. Das Michael Bay noch nie ein gewissenhaftes Händchen für die Inszenierung des Schauspiels hatte, ist ja nichts neues, das er es aber schafft, das Bruce Willis und Konsorten in "Armageddon" derart gelangweilt und unter ihren Möglichkeiten vor sich spielen würden, ist schon bemerkenswert. Jedenfalls versucht man das wohl durch vielerlei selbstironische Passagen in "Armageddon" auszugleichen:
"Ach, ich will ihn doch gar nicht umbringen. Ich schieß ihm nur einen Fuß weg." "Kennst Du nicht Evil Knevel?" - "Star Wars habe ich nie gesehen."
Die leidlichen Witze hätte man sich echt sparen können, sind aber wie die gut eingesetzte Technik, mit der man völlig unrealistische Szenarien schafft, das einzige, was noch vor dem Totalabsturz rettet.
Die Story des Scriptes offenbart sich als derart verblödet, das man aus dem unfreiwilligen Lachen wieder nicht herauskommt. Und das Michael Bay in Punkto Kriegsszenarien kein Kostverächter ist und gewissenhaft wie auch unaufhörlich gerne patriotisch inszeniert, ist normalerweise ja auch geradezu auffällig. Gesagt und getan: Michael Bay ist sich diesem Punkte der Kritik ja mittlerweile sehr bewusst, da die vorhandenen Kritiken ja bereits Spuren hinterlassen haben. Und so versucht er halt gekonnt am Patriotismus vorbeizusegeln und anders zu inszenieren, sich also wertneutral zu präsentieren. Ist nur blöde, dass er an der Stelle leider wieder ins Fettnäpfchen tritt. Denn Russen und Amerikaner machen doch jetzt gemeinsame Sache, wenn ein übergroßer Asteroid auf die Erde zurast, da müssen doch alle zusammen und stramm stehen. Die schreckliche Eindimensionalität des Scirpts lässt sich an dieser Stelle leider zu keiner Zeit übrsehen. Denn wieder mal stehen die Amerikaner als Helden gerade und verbringen ein Wunder, auch wenn z.B. ein russischer Kosmonaut eine nette, aber dilletantische Dreingabe ist. Aber halt! Moment! Lev Andropov (Peter Storemare) legt doch im Verlaufe von Armageddon als russischer Astronaut auf der Raumstation "Mir" (welch Authenzität!) immer mehr die "amerikanische Cowboymentalität" an den Tag. Und schon tritt der liebe Herr Bay wieder ins erwähnte Fettnäpfchen.
Wie sollte es anders sein. Und wie glaubwürdig ist denn ein Lev Andropov überhaupt charakterisiert worden? Denn Peter Storemare jagt als erstmal vordergründig sturzbesoffener, dann naiver und nervtötender, dann wieder megaschlauer Russe durchs All, der als einziger schafft, mit der sowieso von niemanden in den Griff zu bekommen russischen Technik / der schrottigen Mir fertig zu werden. Das ganze ist schon ziemlich schmerzhaft. Michael Bay schlägt "Wir waren Helden" mit Mel Gibson in jeglicher Beziehung. Russen, Europäer und Asiaten müssen für eine ausufernde Materialschlacht gerade stehen und die Daumen drücken. Naiver geht's nicht. Und die Wissenschaftler der Nasa sind die neunmalklugen Freaks der Erde, die das Kind schon schaukeln werden (mit ihren Prototypen an Shuttles, wohlgemerkt). Prost. Desto dümmer und aufgeblasener ein Film wird, desto interessanter wird er.
Von der hanebüchenen Logik des Filmes mal ganz abgesehen. Die übertrifft mal wieder alles. Da treffen sich ein paar Astronauten und Bohrleute vom "Fach" auf einem in unfassbarer Geschwindigkeit vorbeirasenden, ohne Schwerkraft vorhandenen Asteoriden, spielen "Ringelpitz" mit anfassen, laufen ohne Magnetstiefel auf einem Megaasteoriden ohne Schwerkraftherum, als würden mehr als 30000 Kilometer pro Stunde dem Menschen auf einem Asteoriden im All an dieser Stelle dann nichts ausmachen und bekommen Dialoge in den Mund gelegt wie von sturzbetrunkenen, Scriptverantwortlichen geschriebenen.
Zugegebenermaßen hält einen nur noch das unfreiwillige Lachen vorm Screen. Erst ist der bekannte Killerasteroid auf Grund seiner scharfen Felsformationen gar nicht zu betreten, dann plötzlich doch. Erst ist die Schwerkraft weg, dann kommt der gelackte, gestylte und eindimensional schauspielerische agierende Ben Affleck mal wieder vorbeigehoppelt, schmeißt sein hyper tolles, plötzlich fahrbares Shuttle an und schafft es auch noch in unrealistischer Manier beim Abheben vom Megasteroiden nichts ins All davongetragen zu werden. Liebe Inszenierungskünstler: schaut euch bitte doch noch mal euer verhunztes Werk an und fasst euch alle gleichzeitig mal an den eigenen Kopf! Es wäre ein wunderbarer Anblick, an dem man seine helle Freude hätte. Und für euren wilden Alpin Ritt durch die Felslandschaft samt unerträglichem Pathos und Geschrei und wildem Gestikulieren sollte man sich die passende Strafe ausdenken. Und wenn Liv Tyler am Ende Daddy beweint, weil er heroisch den Weltuntergang verhindern muss, wirkt das nicht emotional, sondern dick aufgetragen / gekünstelt.
Vielleicht hätte der gute Bruce Willis, der mit seiner schauspielerischen Leistung vor dem totalen Absturz rettet, es wie Frank Drebbin halten sollen. Einfach über die Bombe stolpern und den Stecker rausreißen. Als Parodie wäre "Armageddon" gut durchgegangen. In schauspielerischer Hinsicht offenbart "Armageddon" zum groß Teil nur heiße Luft: Ben Affleck gibt den super Sympathen von nebenan, den jeder einfach gerne haben muss, Steve Buscemi darf als Highlight hyperventilieren. Wohl bekommt's! Und Billy Bob Thornton wirkt zwar irgendwie solide, aber total verschenkt. Seine Rolle ist schlichtweg zu eindimensional gestrickt: a) muß er sich die Folgen des bereits eintretenden Weltuntergangs auf der einen Seite begucken, auf der anderen Seite in den Screen starren. Irgendwann wird es halt langweilig. Und man wünscht sich die Explosion des Asteoriden einfach von selbst herbei, die sowieso vom Ablauf her vorhersehbar ist. Man ist bei "Michael Bay" wirklich hautnah dabei, die Action fetzt wieder. Und die grauen Hirnzellen werden wieder… na ja, abgetötet halt.
Und Michael Bay kennt so etwas wie echte Charakterzeichnungen / zutiefst menschliche Helden gar nicht. Die Heulerei Tylers und Afflecks ist nur hohle Fassade. Bays Helden sind Stereotypen, kommen aus der Retorte, haben vor nichts Angst, haben die dicksten "Eier", der Ausdruck "in die Hose machen" ist ihnen noch nie geläufig gewesen. Sie kennen nur eins: immer ran an die gestellte Aufgabe.
Denn die Uhr rennt unaufhörlich. Da wolle wohl jemand vorbildlichen Spannungsaufbau zelebrieren. Blöd nur, das der Spannungsaufbau im Laufe des Filmes wie an den Haaren herbeigezogen wirkt.
Fazit: Am Ende von "Armageddon" bleibt nur eines festzustellen: "Dear Bruce, you are one of our greates Action heroes of all time". Du bist eine wirklich coole Action Sau. Denn du hast:” The Magic Finger.” Aber dass du ein Held bist, wussten wir auch schon ohne "Armageddon". Denn du hast schon in weit aus besseren Filmen mitgespielt, z.B in "Stirb Langsam". Für dich, für die Action und für einige launige, lustige aber dennoch saublöde Einlagen gibt es ein paar Pünktchen. Leider nicht mehr… Denn man sollte sich bewusst sein: Michael Bay "kann nur Action", ansonsten hat er von nichts, nada, niente Ahnung. Das Finale nach dem Finale juckt den Betrachter ebenso wenig. Das Bay nicht richtig inszenieren kann, erkennt man schon an Liv Tylers Gruss und daran, das sich niemand umeinander nach der Weltenrettung kümmert. An echten zwischenmenschlichen Tönen ist Michael Bay und dn Scripverantwortlichen gar nicht gelegen. Stattdessen wird standesgemäß geheiratet und es ziehen, wie sollte es anders sein, ein paar patriotische Armyflieger am Himmel vorbei. Es fehhlt nur noch der Auspruch "Yes we can" an dieser Stelle. Der Herr Bay hat es wieder vollbracht. Es ist an der Stelle ein leichtes, Armageddon gleich in die Sphären eines Meisterwerks zu hieven. Nämlich in die eines Antimeisterwerkes.
Die Wahrheit, die kaum jemand wahrhaben möchte, ist wieder einmal schmerzhaft. Und Aerosmith gibt einem mit dem bekanntem Titelsong während des Abspanns den Rest. Es ist wieder einmal geschehen.
" I could stay awake, just to hear you breathing." Klappt aber nicht, man hat im Angesicht des Debakels von "Armageddon" schon keine Luft mehr.
Zu viel des Guten? Ob er wirklich des "Guten" zu viel hat, bleibt jedem selbst überlassen. Er reit sich ein, in eine Reihe von Aktionfilmen, die alle einem Grundprinzip folgen: Warum sich mit allem zufrieden geben, wenn man auch zu viel kriegen kann! Seltsamerweise haben diese Filme häufig den guten Jerry Bruckheimer als Produzenten. Man kann also vom Stil des Hauses sprechen. Passt sehr gut zu Popkorn oder Kartoffelchips.
Und keiner wird dazu gezwungen, sich das anzusehen. Ist doch toll!
Wer sagt denn etwas von nicht mögen? Bewertung 6.0 ist doch keine schlechte Bewertung. Ich mag lediglich nicht den typischen Bruckheimer Stil. Alles ist vorhersehbar wie im Kasperletheater, bloß fällt es bei dem ganzen Getöse kaum auf.
Hollywood kämpft gegen meinen gesunden Menschenverstand: Auf der einen Seite Bruce Willis, diese verdammt coole Sau, die uns alle mal wieder rettet und auf der anderen Seite dieses wirklich widerliche Amerika-Hurra, das uns Hollywood nur allzu gerne vermittelt und so überhaupt nicht der Wirklichkeit entspricht. Die Schauspieler sind alle wirklich sympathisch, der Film mehr als sehenswert und das Ende rührt mich selbst auf chinesisch zu Tränen (ja, diesen Versuch habe ich tatsächlich gemacht). Allerdings werde ich aus Überzeugung nicht mehr als eine 6.0 geben.
Vorweg, der Film hat sehr viele Logikfehler. Doch der Film unterhält einen, und das ist wohl das wichtigste. Man langweilt sich in keiner Sekunde, in keinem Moment der Handlung. Der ist gut besetzt, hat einen guten Soundtrack, und die Bilder die man dort zu sehen bekommt sind Bildgewaltig. Für mich einer der besten Blockbuster der 90'er Jahre schlechthin. Man fiebert mit, man muss des öfteren lachen. Ja, sogar Tränen hat man am Ende in den Augen. Ich kenne nur wenige Filme die dies alles bieten. Was mich persöhnlich ein bisschen gestört hat ist wieder dieser typische ''Amerika muss die Welt retten''- Syndrom. Aber was solls, der Film ist einfach gut gemacht worden. Verdient diese Punkte wirklich.
Suuper Kritik!:)
Einer der schönsten Momenten im Film finde ich den Schluss, als Bruce Willis dem Tode ins Auge blicken muss und noch die letzten Worte per Videotelefonat seiner Tochter mitteilt, mit einem super schönen Soundtrack im Hintergrund.
Armageddon - Das jüngste Gericht - Kritik
US 1998 Laufzeit 150 Minuten, FSK 12, Katastrophenfilm, Actionfilm, Kinostart 16.07.1998
Kritiken (4) — Film: Armageddon - Das jüngste Gericht
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDas Science-Fiction-Action-Epos «Armageddon» ist ein Meisterwerk des Blockbuster-Kinos.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Mr.Film 2011/05/17 18:33:34
Antwort löschennö :)
TheTurk 2011/07/24 12:05:41
Antwort löschenüberhaupt nicht :))
KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa
Kommentar löschenRegisseur Michael Bay zeigt in "Armageddon", was richtiges Action-Kino und Unterhaltung pur ist. Das Konzept einige harte Jungs zur Rettung der Welt zu schicken und dabei ordentlich mit Explosionen und Special Effects um sich zu werfen, geht dabei voll auf. Wer sich der Tatsache bewusst ist, dass er hier einen von Michael Bay produzierten Actionstreifen ansieht und kein Problem damit hat, dass "die Amis mal wieder die Welt retten müssen", wird bestens unterhalten werden.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenZwar ist "Armageddon" besser als "Deep Impact", und weniger ideologisch. Gleichwohl wird auch hier ein american way of life auf denkbar niedrigstem Niveau zelebriert, in einer Bildsprache, die direkt aus dem letzten Pepsi-Cola-Spot übernommen sein könnte.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Nahtigall 2010/01/19 17:01:14
Antwort löschenDeep Impact ist um Längen besser. zwar bedient er nicht die "ich steh auf Bruce Willis weil er so ne schöne Glatze hat Fraktion" aber er zeigt wenigstens ansatzweise die emotionale Seite der Oppfer. Dieser Film ist ein Videoclip von Aerosmith mit dermaßen unglaubwürdigen Charakteren, das ich die hälfte des Films aus dem Schmunzeln und Fremdschämen nicht mehr herauskam. Den Vogel schießt jedoch Bruce W. ab. Das er nicht gerade Oscarverdächtig spielen kann wissen wir schon lange. Aber derart eindimensional war er wirklich nur peinlich.
Martin Tetrahydroc 2011/08/26 10:53:37
Antwort löschenseinen persönlichen antiamerikanismus auf eine filmkritik zu projezieren, spricht nicht gerade von professionalität. der film hat natürlich eine menge schwächen, aber gerade den "american way of life" als aufhänger für seine "kritik" zu wählen, entspricht nicht objektiven journalismus...
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenPatriotischer Oberkitsch aus der Bruckheimer-Verbrecherschmiede.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
countcount 2011/02/02 08:35:55
Antwort löschenhate is just a four letter word ;)
Urle 2011/06/27 16:21:09
Antwort löschenAmen
Kommentare (136) — Film: Armageddon - Das jüngste Gericht
Kommentar schreibenOliver0403 2012/02/02 11:05:32
Kommentar löschenIch hatte am Ende des Films Tränen in den Augen vor Freude. Eine etwas ungewohnte Rolle für Bruce Willis aber mir hat der Film wirklich sehr gut gefallen. Die Special Effects sidn auch für damalige Verhältnisse erste Sahne. Hab den Film aber auch schon ca 10 mal gesehen. Den kann man auch problemlos häufiger anschauen.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Laleluna 2012/01/16 10:10:42
Kommentar löschenIch zeige euch, wie man löst Probleme auf russische Raumstation :D
Genialer Film :)
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
BattlemasterIZ 2012/01/08 16:19:15
Kommentar löschenDas kein Drama oder Logikfilm mit einer Top-Inszenierung - dies ist ein:
Hollywood-Blockbuster mit wirklich cooler Action sowie einigen lustigen Szenen.
Das gesamte "Pfadfinderteam" in dem Film rockt
FilmZitat von Rockhound (Steve Buscemi): "Wir haben Logenplätze für den Weltuntergang".
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Piy 2012/01/08 13:50:05
Kommentar löschenalso ich sehe diesen film immer als ganz guten b-movie. die spezialeffekte sind erfrischend, erinnern etwas an wunderkerzen. und steine aus styrophor kann man natürlich mit gesenkter gravitation erklären. ;)
mich macht nur stutzig, dass der film so unglaublich teuer war. oO das geld kann eigentlich nur in die schauspieler geflossen sein. oder die haben den bohrer wirklich gebaut. 12 mal. ;)
guter film, aber erwartet kein hollywood. klasse schauspieler. (dialoge: meh.)
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hellbilly 2012/01/08 13:40:14
Kommentar löschenJerry und Michael lassen es mal wieder krachen – na und wie!
Optisch – wie halt immer bei den beiden – wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Das ist in seiner ganzen Brachialität durchgehend beeindruckend inszeniert. Muss man anerkennen.
Auch der Anfang des Films gefällt mir gut – die lockere Art, wie dieses heterogene Team eingeführt wird, die abwechslungsreiche Charakterzeichnung und so mancher dummer Spruch machen Laune. Über das Schauspieleraufgebot kann man sich ebenfalls nicht beschweren. Da werden reihenweise große Kaliber aufgefahren und die machen auch einen guten Job. Der Soundtrack reiht sich nahtlos ein. Je nach dem, was gerade angesagt ist, werden die Szenen wunderbar unscheinbar oder auffällig untermalt.
Soweit zur guten Seite.
Leider kann mich die Geschichte nicht packen. Katastrophenfilme solcher Art können gut sein, sind es oft aber nicht. Vor allem, dass Amerika mal wieder die Welt retten soll, ödet irgendwann an. Aber gut, darüber kann man hinwegsehen, kennt man ja nicht anders.
Was mich viel mehr stört, ist, dass der Film mit dem Start ins Weltall viel zu stark in Science-Fiction abrutscht. Insbesondere die Optik – so beeindruckend sie auch sein mag – trifft hier nicht mehr meinen Geschmack. Da gefällt mir Apollo 13 mit seiner stets auf Realitätsnähe bedachten Inszenierungsweise viel besser. Aber ich wüsste wiederum auch nicht, wie man derartiges in Armageddon umsetzen sollte.
Letztlich liegt es wohl mehr an meinem Geschmack und nicht der Umsetzung, dass der Film bei mir nur teilweise zündet.
Kleine Highlights wie der Russe oder Steve Buscemi würzen glücklicherweise immer wieder kräftig dazwischen, sodass man regelmäßig zwar kleine, aber doch sehr gelungene Szenen zu sehen bekommt.
Soll ich was über das Ende schreiben? – Eigentlich ja nicht nötig, da Standard. Hier mal ein bisschen Abwechslung, würde so manchen Punkt mehr rauskitzeln.
Die Gefühlsduselei, die diesem Film ab und an vorgeworfen wird, kann ich dagegen nicht nachvollziehen. Passt in meinen Augen gut dazu und bringt eine feine Note in die actionlastige Machowelt, wenn auch manchmal etwas grenzwertig.
Alles in allem, typisches Popcornkino, sollte man aber dennoch unbedingt mal gesehen haben.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
nithical 2012/01/08 12:32:41
Kommentar löschenDem Film liegen dieselben Denkstrukturen zugrunde, die bei den Amis bewirkt haben, George W. Bush zu wählen: Unlogisch, verschwenderisch, dumm, patriotisch, extremistisch, simplifizierend, intolerant. Warum gebe ich dennoch 3,5 Punkte? Aus Toleranz gegenüber eben diesen (potentiellen) Bush-Wählern. Lassen wir ihnen ihr Wunschdenken, die Welt möge so einfach sein. Obwohl natürlich auch sie nicht in einer solchen Welt leben wollen würden.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
J0J0 2012/01/29 00:03:03
Antwort löschenWas ist an dem Film "extremistisch" oder "intolerant"? Was hätte bei so einem hypothetischen Szenario weniger "simplifiziert" werden sollen?
mel1202 2012/01/07 21:29:08
Kommentar löschenDer Film beinhaltet nicht viel Realität...na und??
Wie viele dutzende unrealistische Filme gibt es die aber wirklich top Bewertungen erhalten?!
Also ich find "Armageddon" wirklich klasse. Die Darstellung von Bruce Willis hat mich wie immer sehr begeistert!
Danke an Jerry Bruckheimer & Michael Bay!
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Benjamin Barker 2012/01/06 23:54:25
Kommentar löschenEin Satz, der im Allgemeinen viel zu häufig, von mir aber recht selten benutzt wird, passt hier tatsächlich wie die Faust aufs Auge: Entweder man liebt oder man hasst "Armageddon".
Der Film macht sich von unheimlich vielen Seiten angreifbar. Wenn einer der Protagonisten zu einer pathetischen Rede ansetzt, dann geradezu lächerlich oft vor einer im Wind wehenden US-Flagge. Überhaupt Pathos, Patriotismus, der Film ist voll davon. Quillt gerdezu über. An Logik fehlt es auch an allen Enden. Uuh und zum Kitsch wollen wir gar nicht erst kommen. Denn gegen Ende versinkt "Armageddon" entdgültig darin. Falls er nicht schon geraume Zeit vorher in den Tiefen des Weltalls oder den bay'schen Explosionen verschwunden ist.
So könnte man den Film beurteilen - und ich könnte diese Ausführungen nachvollziehen. Denn natürlich drückt der Film gegen Ende schon beinahe brutal auf die Tränendrüse. Doch bei mir hat es funktioniert.
--> An dieser Stelle werde ich nun ein paar leichte SPOILER! einbringen!
Dieses ganze Dramatische mit Weltuntergang und dem einsamen Helden, der am Ende alleine die Menschheit (und seinen Schwiegersohn) rettet. Natürlich ist dies ein Schlag mit dem Holzhammer, ein Wink mit dem Zaunpfahl, dick aufgetragen etc. Doch ab und zu brauch ich sowas einfach mal.
--> SPOILER ENDE!
Dort wo andere sich vor lauter Kitsch gepflegt erbrechen, war ich gerührt. Wo andere sich an lauter US-Flaggen stören, hatte ich Gänsehaut. Und wäre ich näher am Wasser gebaut - wahrscheinlich wäre das Ende für mich noch dicker gekommen.
Es ist nicht zwingend die Regel, doch im Fall von "Armageddon" war ich einfach vorbildlich empfänglich für diese plakativen Dinge - und ich stehe dazu.
Ich empfand "Armageddon" als unterhaltsam, spannend, kurzweilig & berührend. Die namenhafte Besetzung (vorrangig natürlich Willis, Thornton, der gewohnt frische Buscemi und der leider immer noch sträflich unterschätzte Fitchner) agiert hervorragend und auch wenn einige Szenen im Weltraum etwas unübersichtlich waren, ist man hier meilenweit von einer seelenlosen Spielzeug-Schlacht entfernt. Was allein schon die Wahl des wunderschönen " I Don't Want to Miss a Thing" garantiert.
Wahrscheinlich Guilty Pleasure, doch macht mir das in diesem Fall überhaupt nichts aus. Und neben "The Rock" nach wie vor Bays Bester.
25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
FilmFreeza 2012/01/07 02:27:57
Antwort löschenKlasse Kommentar :)
Mr.Film 2012/01/07 13:18:00
Antwort löschenGenau! Ein Film der viel zu oft runtergemacht wird, habs genauso wie du empfunden.
Benjamin Barker 2012/01/07 18:52:02
Antwort löschenMitstreiter sind beim Armageddon immer gerne gesehen. :) Danke euch!
Alle 5 Antworten zeigen
mel1202 2012/01/07 21:31:23
Antwort löschenSuper Kommentar! Ich hätte es so nicht beschreiben können aber so sehe ich das auch :)
swissroland 2012/01/07 23:22:46
Antwort löschensuper kommentar, nur die pkt sind zu wenig ;)
thomf 2012/01/05 13:04:06
Kommentar löschenIch möchte nur ein Wort verlieren: "Unerträglich"
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
blockbusterandmore 2011/12/28 20:18:57
Kommentar löschen"Es ist einmal geschehen, es wird wieder geschehen. Die Frage ist nur wann."
Herzlich willkommen zu Michael Bays dritter Action Stümper Runde "Armageddon."
Für alle Antifilmliebhaber ist "Armageddon" seit jeher ja so etwas wie das Mekka der Filmgeschichte. Wer erinnert sich nicht gerne an den, man muss es ja zugeben, guten Bruce Willis zurück, der nicht nur seiner überaus liebenswerten Filmtochter Liv Tyler die Leviten lesen darf und zum Zwecke der Weltenrettung am Ende das berühmte "Knöpfchen" drücken durfte. Und es hat wieder "Kawumm" gemacht, und für zwecks Destruktion des Kinos entstand ein neuer Komet und Klassiker am Firmament der Filmindustrie.
Denn Michael Bay wäre nicht Michael Bay, würde er nicht wie im 3 Jahre später erschienen "Pearl Harbor" selbstsüchtig bzw. egoistisch sämtliche schon einmal verwursteten Zutaten wie pathetisches Liebesgeseire, "Over The Top" Action Momente, belangloses Geschwafel, ausufernden Bombast und wieder mal alle vorhanden Patriotismus "Klischees" in einem Kessel zusammenfügen und umrühren. Wohl bekommt es beim bitteren Nachgeschmack. Das Michael Bay noch nie ein gewissenhaftes Händchen für die Inszenierung des Schauspiels hatte, ist ja nichts neues, das er es aber schafft, das Bruce Willis und Konsorten in "Armageddon" derart gelangweilt und unter ihren Möglichkeiten vor sich spielen würden, ist schon bemerkenswert. Jedenfalls versucht man das wohl durch vielerlei selbstironische Passagen in "Armageddon" auszugleichen:
"Ach, ich will ihn doch gar nicht umbringen. Ich schieß ihm nur einen Fuß weg." "Kennst Du nicht Evil Knevel?" - "Star Wars habe ich nie gesehen."
Die leidlichen Witze hätte man sich echt sparen können, sind aber wie die gut eingesetzte Technik, mit der man völlig unrealistische Szenarien schafft, das einzige, was noch vor dem Totalabsturz rettet.
Die Story des Scriptes offenbart sich als derart verblödet, das man aus dem unfreiwilligen Lachen wieder nicht herauskommt. Und das Michael Bay in Punkto Kriegsszenarien kein Kostverächter ist und gewissenhaft wie auch unaufhörlich gerne patriotisch inszeniert, ist normalerweise ja auch geradezu auffällig. Gesagt und getan: Michael Bay ist sich diesem Punkte der Kritik ja mittlerweile sehr bewusst, da die vorhandenen Kritiken ja bereits Spuren hinterlassen haben. Und so versucht er halt gekonnt am Patriotismus vorbeizusegeln und anders zu inszenieren, sich also wertneutral zu präsentieren. Ist nur blöde, dass er an der Stelle leider wieder ins Fettnäpfchen tritt. Denn Russen und Amerikaner machen doch jetzt gemeinsame Sache, wenn ein übergroßer Asteroid auf die Erde zurast, da müssen doch alle zusammen und stramm stehen. Die schreckliche Eindimensionalität des Scirpts lässt sich an dieser Stelle leider zu keiner Zeit übrsehen. Denn wieder mal stehen die Amerikaner als Helden gerade und verbringen ein Wunder, auch wenn z.B. ein russischer Kosmonaut eine nette, aber dilletantische Dreingabe ist. Aber halt! Moment! Lev Andropov (Peter Storemare) legt doch im Verlaufe von Armageddon als russischer Astronaut auf der Raumstation "Mir" (welch Authenzität!) immer mehr die "amerikanische Cowboymentalität" an den Tag. Und schon tritt der liebe Herr Bay wieder ins erwähnte Fettnäpfchen.
Wie sollte es anders sein. Und wie glaubwürdig ist denn ein Lev Andropov überhaupt charakterisiert worden? Denn Peter Storemare jagt als erstmal vordergründig sturzbesoffener, dann naiver und nervtötender, dann wieder megaschlauer Russe durchs All, der als einziger schafft, mit der sowieso von niemanden in den Griff zu bekommen russischen Technik / der schrottigen Mir fertig zu werden. Das ganze ist schon ziemlich schmerzhaft. Michael Bay schlägt "Wir waren Helden" mit Mel Gibson in jeglicher Beziehung. Russen, Europäer und Asiaten müssen für eine ausufernde Materialschlacht gerade stehen und die Daumen drücken. Naiver geht's nicht. Und die Wissenschaftler der Nasa sind die neunmalklugen Freaks der Erde, die das Kind schon schaukeln werden (mit ihren Prototypen an Shuttles, wohlgemerkt). Prost. Desto dümmer und aufgeblasener ein Film wird, desto interessanter wird er.
Von der hanebüchenen Logik des Filmes mal ganz abgesehen. Die übertrifft mal wieder alles. Da treffen sich ein paar Astronauten und Bohrleute vom "Fach" auf einem in unfassbarer Geschwindigkeit vorbeirasenden, ohne Schwerkraft vorhandenen Asteoriden, spielen "Ringelpitz" mit anfassen, laufen ohne Magnetstiefel auf einem Megaasteoriden ohne Schwerkraftherum, als würden mehr als 30000 Kilometer pro Stunde dem Menschen auf einem Asteoriden im All an dieser Stelle dann nichts ausmachen und bekommen Dialoge in den Mund gelegt wie von sturzbetrunkenen, Scriptverantwortlichen geschriebenen.
Zugegebenermaßen hält einen nur noch das unfreiwillige Lachen vorm Screen. Erst ist der bekannte Killerasteroid auf Grund seiner scharfen Felsformationen gar nicht zu betreten, dann plötzlich doch. Erst ist die Schwerkraft weg, dann kommt der gelackte, gestylte und eindimensional schauspielerische agierende Ben Affleck mal wieder vorbeigehoppelt, schmeißt sein hyper tolles, plötzlich fahrbares Shuttle an und schafft es auch noch in unrealistischer Manier beim Abheben vom Megasteroiden nichts ins All davongetragen zu werden. Liebe Inszenierungskünstler: schaut euch bitte doch noch mal euer verhunztes Werk an und fasst euch alle gleichzeitig mal an den eigenen Kopf! Es wäre ein wunderbarer Anblick, an dem man seine helle Freude hätte. Und für euren wilden Alpin Ritt durch die Felslandschaft samt unerträglichem Pathos und Geschrei und wildem Gestikulieren sollte man sich die passende Strafe ausdenken. Und wenn Liv Tyler am Ende Daddy beweint, weil er heroisch den Weltuntergang verhindern muss, wirkt das nicht emotional, sondern dick aufgetragen / gekünstelt.
Vielleicht hätte der gute Bruce Willis, der mit seiner schauspielerischen Leistung vor dem totalen Absturz rettet, es wie Frank Drebbin halten sollen. Einfach über die Bombe stolpern und den Stecker rausreißen. Als Parodie wäre "Armageddon" gut durchgegangen. In schauspielerischer Hinsicht offenbart "Armageddon" zum groß Teil nur heiße Luft: Ben Affleck gibt den super Sympathen von nebenan, den jeder einfach gerne haben muss, Steve Buscemi darf als Highlight hyperventilieren. Wohl bekommt's! Und Billy Bob Thornton wirkt zwar irgendwie solide, aber total verschenkt. Seine Rolle ist schlichtweg zu eindimensional gestrickt: a) muß er sich die Folgen des bereits eintretenden Weltuntergangs auf der einen Seite begucken, auf der anderen Seite in den Screen starren. Irgendwann wird es halt langweilig. Und man wünscht sich die Explosion des Asteoriden einfach von selbst herbei, die sowieso vom Ablauf her vorhersehbar ist. Man ist bei "Michael Bay" wirklich hautnah dabei, die Action fetzt wieder. Und die grauen Hirnzellen werden wieder… na ja, abgetötet halt.
Und Michael Bay kennt so etwas wie echte Charakterzeichnungen / zutiefst menschliche Helden gar nicht. Die Heulerei Tylers und Afflecks ist nur hohle Fassade. Bays Helden sind Stereotypen, kommen aus der Retorte, haben vor nichts Angst, haben die dicksten "Eier", der Ausdruck "in die Hose machen" ist ihnen noch nie geläufig gewesen. Sie kennen nur eins: immer ran an die gestellte Aufgabe.
Denn die Uhr rennt unaufhörlich. Da wolle wohl jemand vorbildlichen Spannungsaufbau zelebrieren. Blöd nur, das der Spannungsaufbau im Laufe des Filmes wie an den Haaren herbeigezogen wirkt.
Fazit: Am Ende von "Armageddon" bleibt nur eines festzustellen: "Dear Bruce, you are one of our greates Action heroes of all time". Du bist eine wirklich coole Action Sau. Denn du hast:” The Magic Finger.” Aber dass du ein Held bist, wussten wir auch schon ohne "Armageddon". Denn du hast schon in weit aus besseren Filmen mitgespielt, z.B in "Stirb Langsam". Für dich, für die Action und für einige launige, lustige aber dennoch saublöde Einlagen gibt es ein paar Pünktchen. Leider nicht mehr… Denn man sollte sich bewusst sein: Michael Bay "kann nur Action", ansonsten hat er von nichts, nada, niente Ahnung. Das Finale nach dem Finale juckt den Betrachter ebenso wenig. Das Bay nicht richtig inszenieren kann, erkennt man schon an Liv Tylers Gruss und daran, das sich niemand umeinander nach der Weltenrettung kümmert. An echten zwischenmenschlichen Tönen ist Michael Bay und dn Scripverantwortlichen gar nicht gelegen. Stattdessen wird standesgemäß geheiratet und es ziehen, wie sollte es anders sein, ein paar patriotische Armyflieger am Himmel vorbei. Es fehhlt nur noch der Auspruch "Yes we can" an dieser Stelle. Der Herr Bay hat es wieder vollbracht. Es ist an der Stelle ein leichtes, Armageddon gleich in die Sphären eines Meisterwerks zu hieven. Nämlich in die eines Antimeisterwerkes.
Die Wahrheit, die kaum jemand wahrhaben möchte, ist wieder einmal schmerzhaft. Und Aerosmith gibt einem mit dem bekanntem Titelsong während des Abspanns den Rest. Es ist wieder einmal geschehen.
" I could stay awake, just to hear you breathing." Klappt aber nicht, man hat im Angesicht des Debakels von "Armageddon" schon keine Luft mehr.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Framesurfer 2011/11/17 22:49:30
Kommentar löschenZu viel des Guten? Ob er wirklich des "Guten" zu viel hat, bleibt jedem selbst überlassen. Er reit sich ein, in eine Reihe von Aktionfilmen, die alle einem Grundprinzip folgen: Warum sich mit allem zufrieden geben, wenn man auch zu viel kriegen kann! Seltsamerweise haben diese Filme häufig den guten Jerry Bruckheimer als Produzenten. Man kann also vom Stil des Hauses sprechen. Passt sehr gut zu Popkorn oder Kartoffelchips.
Und keiner wird dazu gezwungen, sich das anzusehen. Ist doch toll!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
darkover123 2012/01/07 22:59:32
Antwort löschenwie kann man über einen film, den man nicht mag, soviel schreiben????!!!!
Framesurfer 2012/01/08 15:26:19
Antwort löschenWer sagt denn etwas von nicht mögen? Bewertung 6.0 ist doch keine schlechte Bewertung. Ich mag lediglich nicht den typischen Bruckheimer Stil. Alles ist vorhersehbar wie im Kasperletheater, bloß fällt es bei dem ganzen Getöse kaum auf.
Kieke 2011/09/28 17:08:23
Kommentar löschenWas soll schon rauskommen, wenn Bay und JJ. Abrams zusammen arbeiten ?
Der Anfang, der das Ende einläutete.....
Schon faszinierend: Mit guten Stars so eine Scheiße hinzulegen...
Typisch Bay ! ;)
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
morlock 2011/09/26 13:39:02
Kommentar löschenFür mich der Inbegriff eines schlechten und reißerischen Action-Blockbusters.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
doctorgonzo 2011/09/26 13:41:59
Antwort löschenDiesem Verriss würde ich gern noch detaillierter lauschen.
Tyler-Durden 2011/09/19 23:14:34
Kommentar löschenVom Feeling her DER Klassiker der modernen funktionalen Popkornunterhaltung.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Commentator 2011/09/19 23:29:57
Antwort löschenLass mich sterben
Commentator 2011/09/19 23:30:30
Antwort löschen???Den ersten Satz verschluckt es immer...
"Gleich nach "Pearl Harbor".
Lass mich sterben!"
Kreaexo 2011/08/15 22:12:16
Kommentar löschenI only write one word: AEROSMITH!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
La Bardot 2011/07/22 16:42:09
Kommentar löschenHollywood kämpft gegen meinen gesunden Menschenverstand: Auf der einen Seite Bruce Willis, diese verdammt coole Sau, die uns alle mal wieder rettet und auf der anderen Seite dieses wirklich widerliche Amerika-Hurra, das uns Hollywood nur allzu gerne vermittelt und so überhaupt nicht der Wirklichkeit entspricht. Die Schauspieler sind alle wirklich sympathisch, der Film mehr als sehenswert und das Ende rührt mich selbst auf chinesisch zu Tränen (ja, diesen Versuch habe ich tatsächlich gemacht). Allerdings werde ich aus Überzeugung nicht mehr als eine 6.0 geben.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
agynessa 2011/07/20 20:51:01
Kommentar löschenBen Affleck kann sooooo schööön schnulzige Rollen verkörpern und Bruce Willis Filme sind immer gut.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Cindy Kock 2011/07/17 23:25:57
Kommentar löschenMein Absoluter Lieblingsfilm und Blockbuster.
Satte 10.0 von mir. Besser hätte man so eine Szenerie nicht verfilmen können. 3D Remake wär der Knaller.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Roldur 2011/07/24 19:28:31
Antwort löschenähm 3D Remake..Knaller?!
Alle 3 Antworten zeigen
Piy 2012/01/08 13:53:35
Antwort löschenwomit wir die frage nach der zielgruppe geklärt hätten.
Roldur 2012/01/09 22:23:32
Antwort löschen(word)!!!
TheTurk 2011/07/15 14:57:51
Kommentar löschenVorweg, der Film hat sehr viele Logikfehler. Doch der Film unterhält einen, und das ist wohl das wichtigste. Man langweilt sich in keiner Sekunde, in keinem Moment der Handlung. Der ist gut besetzt, hat einen guten Soundtrack, und die Bilder die man dort zu sehen bekommt sind Bildgewaltig. Für mich einer der besten Blockbuster der 90'er Jahre schlechthin. Man fiebert mit, man muss des öfteren lachen. Ja, sogar Tränen hat man am Ende in den Augen. Ich kenne nur wenige Filme die dies alles bieten. Was mich persöhnlich ein bisschen gestört hat ist wieder dieser typische ''Amerika muss die Welt retten''- Syndrom. Aber was solls, der Film ist einfach gut gemacht worden. Verdient diese Punkte wirklich.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Holzpastete 2011/09/26 08:50:43
Antwort löschenSuuper Kritik!:)
Einer der schönsten Momenten im Film finde ich den Schluss, als Bruce Willis dem Tode ins Auge blicken muss und noch die letzten Worte per Videotelefonat seiner Tochter mitteilt, mit einem super schönen Soundtrack im Hintergrund.
Vincent_Lundgren 2011/07/13 00:04:34
Kommentar löschenEinfach unantastbar dieser Film mit Pulp Fiction mein Lieblingsfilm!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bitte logge dich ein Armageddon - Das jüngste Gericht
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Armageddon - Das jüngste Gericht