Ashes of Time

Dung che sai duk (1994), HK/CN/TW
Laufzeit 93 Minuten, FSK 12, Drama, Actionfilm, Kinostart 17.09.2009

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7.3 Kritiker
6 Bewertungen
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von Kar Wai Wong, mit Leslie Cheung und Brigitte Lin

Im alten China, am Rande einer kargen Wüste, lebt der Schwertkämpfer Ouyang Feng das Leben eines Vagabunden: Nach Jahren des Kämpfens hat er sich zurückgezogen und leitet ein kleines Gasthaus, in dem er Kunden anbietet, ihre Probleme zu “lösen”. Er arbeitet als Killer. Lange von der Frau verlassen, führt er diese Auftragsmorde erbarmungslos und kaltblütig durch. Die schicksalhaften Begegnungen mit Freunden und Feinden machen ihm seine Einsamkeit jedoch mehr und mehr bewusst.

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Kritiken (3) — Film: Ashes of Time

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

«Ashes of Time Redux» ist eine eigentlich Dekonstruktion des Martial-Arts-Genres und ein stilisiertes, bildstarkes Verwirrspiel, dass mehr auf einer emotionalen Ebene seine Wirkung entfaltet.

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Ciprian David: NEGATIV

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8.0Ausgezeichnet

...Die vorhandenen technischen Ressourcen seinem Filmkonzept unterordnend, lässt Wong Kar Wai Nahaufnahmen oder Totalen der Helden und deren Umgebung abwechselnd in grobkörnigen, klaren, überbelichteten oder unterbelichteten, teils natürlich, teils in der Nachbearbeitung gefärbten Aufnahmen erscheinen. Die Natur und die Jahreszeiten markieren dabei den Verlauf der Zeit. Die Wüste, immer anders, doch immer gleich, erinnert ständig an eine Ewigkeit, die die ganzen Kämpfe und Tode als Zeugin übersteht. Das einzige Pendant zu dieser Ewigkeit ist die Stimmung des Protagonisten, aus der Vergangenheit nach ihm greifend, sich über den Ereignissen seiner Gegenwart wie ein Schleier niedersetzend und diese in Nichtigkeiten verwandelnd....

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.5Ausgezeichnet

"Ashes of Time" erzählt im Kern von der Nostalgie, die man für die Gegenwart empfinden kann, weil man in ihr immer schon die zukünftige Vergangenheit entdeckt. Es ist eine charmante Ironie, dass dieser Film erst jetzt mit 15 Jahren Verspätung in einer leicht umgeschnittenen, visuell neu bearbeiteten Version als "Redux" ins Kino kommt. Und das, was vor und nach der Action passiert, ist im Zweifel wichtiger als diese selbst: Wie im Italowestern, wie im Samurai-Film, wie bei Kitano. Ein Actionfilm über Nichtaction. Reiner Zen.

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Kommentare (10) — Film: Ashes of Time

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derFilmfreak

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kamera, Schnitt und der Einsatz der Filter oder einfach gesagt der visuelle Teil gefällt mir und lässt Kurzweil aufkommen.

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derblonde

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Bewertung4.0Uninteressant

Viel zu schnarchig und wirr (habe allerdings nur die Reduxfassung gesehen).

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David "Noodles" Aaronson

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gesichtet wurde die Redux-Version.

Wong Kar-wais Liebes- und Schwerterreigen. Nur die Zeit vermag die Wunden in den Herzen der Menschen zu verdecken. Um solche Menschen geht es, sie finden sich zu unterschiedlichen Zeiten bei Schwertmeister Ou-yang Feng ein. Feng als einsamster von ihnen hat sich in der Wüste ein Domiziel hergerichtet, eine wahre Festung der Einsamkeit, in welcher er spottend auch bewundernd seinen Leidensgenossen lauscht.

Die Wüste als einziger, sich niemals verändernder Ort, wurde so noch nie abgelichtet: unverschämt grobkörnige Bilder, Wasserspiegelungen und safrangelber Sand, dessen einzige Existenz darin liegt mit dem blau des Himmels und des Wassers kontrastiert zu werden.
In dieser Landschaft liegt Fengs Behausung, gleich dem Inszenierungsstill ein magischer Ort. Ein Platz des Vergessens, der angebrochenen Liebschaften, der beendeten Beziehungen und Leben. Kämpfen die Männer hier für die Liebe oder für die (verblichene) Erinnerung? Und wieso kämpft Feng eigentlich nicht?

Story? Könnte ich nach mehrfacher Sichtung sogar wiedergeben. Die stärken der einzelnen Episoden muss allerdings jeder selbst herausfinden (nein, besser erleben), mehrfach Sichtung Pflicht.
Das letzte viertel gehört für mich zu den stärksten überhaupt, Melancholie und Melodram auf allerhöchster Stufe, immer werde ich mit dem Wort Pfirsichblüte diesen Film verbinden. Und während ich hoffe das es noch nicht vorbei ist, wird mir bange, es läuft der Abspann mit seiner wunderbaren Musik. Viel zu früh ist der Film vorbei, wenigstens diese Wunde kann schnell geheilt werden – mit einer erneuten Sichtung.

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Mimuschka

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

visuell außergewöhnlich und herausragend selbst für wong kar-wais verhältnisse. die in extreme farbfilter getauchte, karge wüstenlandschaft irgendwo im niemandsland erzeugt eine pessimistische endzeit-atmosphäre und unterstreicht das melancholisch-nihilistische innenleben der akteure. thematisch bewegt sich der regisseur in seinen typischen gefilden: einsamkeit, zu-spät-kommen, falsche entscheidungen, nicht vergessen können, nicht erfüllte liebe, verpasste gelegenheiten, etc.
die nicht-lineare erzählweise, verwirrende schauspielerwechsel und doppelrollen verlangen einem allerdings ordentlich was ab, wenn man am ball bleiben möchte (beispielsweise spielt brigitte lin einen sich als frau verkleidenden mann der seine schwester umbringen lassen möchte, ebenfalls von brigitte lin gespielt, wobei sich dann herausstellt dass es doch sie selbst, also nur eine person ist). ich musste jedenfalls öfter mal pausieren und auf wikipedia nachlesen, wer denn nun eigentlich wer ist... :-D

(text bezieht sich auf die redux-version von 2008)

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ElMagico

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film gewordenes Gemälde. Inhaltlich bleibt hier vieles deutungsoffen. Episodenhaft versuchen verschiedene Schwertkämpfer/Auftragsmörder einen Weg zu finden mit ihrer Vergangenheit umzughen, obwohl eben jene längst von ihnen Besitz genommen hat. Was davon war Schicksal, was davon war dem eigenen Verhalten geschuldet und was wäre wenn....? Und es scheint als wäre der Tod die lang erwartet Antwort auf diese Fragen... oder doch nur Erlösung. Dem ganzen ist oft schwer zu folgen und der Film verlangt durchgängig, dass man Lücken durch eigene Gedanken füllt. Andererseits hat der Film soviel unglaubliches Eye-Candy zu bieten, dass er selbst ohne irgendetwas von der Story zu verstehen, ein Genuss für das Auge ist.

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BiGBeN87

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Bewertung9.0Herausragend

Ich hab die Hälfte nicht verstanden und trotzdem oder gerade deshalb entfaltet 'Ashes of Time' einen super Eindruck. Jedes Element wirkt schlüssig, das Timing perfekt, die Technik adäquat und nirgends kann ich sagen, warum. Das ist die Art Film wegen der man Filme macht und schaut.

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BAD ONI0N

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Bewertung7.5Sehenswert

Audiovisuell beeindruckend, aber auch mindestens genauso schwierig richtig zu deuten. Man muss sich den Film sehr aufmerksam und vielleicht auch zwei mal ansehen um wirklich zu verstehen worum es den einzelnen Protagonisten geht.

8 von 10 Eiern

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dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Komplexe Erzählstruktur, episodenhafter Inhalt, visuell zumindest interessant. Alles Zutaten, die das Zeug dazu haben, mich nachhaltig zu beeindrucken - genau das aber blieb aus. Insofern neige ich dazu, diese Charakteristika hier eher als Vorwurf denn als Loblied anzusehen (was auch schon wieder übertrieben ist).

Allerdings muss ich einschränkend zugeben, dass ich wahre tiefe Begeisterung für asiatische Filme nur sehr selten entwickle (Bsp: Hana-Bi). Ashes of Time ist mir persönlich aber auch zu still, zu ruhig, zu gezogen, und die Komplexität macht weniger Spaß (wie mir sonst oft), sondern ich empfand diese nur als "zusätzliche Hürde", mit dem Film klar zu kommen.

Ganz sicher keine Alltagsware, und für Freunde des Visuellen und des asiatischen Films an sich vermutlich ein Leckerbissen.

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Fatzenbolt

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Bewertung3.5Schwach

Anstrengend. Höchstwahrscheinlich lohnt es sich wenn man sich durchbeisst. Ich hab irgendwann abgeschalten.

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VooGPF

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Bewertung9.5Herausragend

Für mich ist und bleibt Ashes Of Time einer der visuell beeindruckendsten Filme überhaupt. Wong Kar-Wai und Chris Doyle in cinematographischer Höchstform!

Schade nur, dass der im Kontext schon fast psychadelisch wirkende Hongkong-Pop-Soundtrack in der Redux-Fassung einem massentauglicheren Score weichen musste. Dennoch wird vermutlich auch jetzt der eine oder andere Zuschauer immer noch "irritiert" aus dem Kino kommen, zumal die Erzählstruktur nach wie vor auf höchst unkonventionellen Pfaden pilgert. Wer sich allerdings dadurch nicht abschrecken lässt und asiatische Filme mag, in welchen der Schwerpunkt primär auf die Charaktere gelegt wird, sollte sich unbedingt auf dieses Werk einlassen. Alle anderen sind bei Regisseuren wie Zhang Yimou (House Of Flying Daggers, Hero, etc.) natürlich viel besser aufgehoben.

Erwähnenswert wäre da noch, dass meine Wertung des Films nun über all die Jahre nach mehrmaligem Ansehen immer weiter angestiegen ist... :-)

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