Attenberg

Attenberg (2010), GR Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 10.05.2012

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7.3
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von Athina Rachel Tsangari, mit Ariane Labed und Giorgos Lanthimos

Der mehrfache Preisträger und Festivalsliebling Attenberg erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die erst im Angesicht des nahenden Todes ihres Vaters zu leben und zu lieben lernt.

Alles, was Spätzünder Marina (Ariane Labed) über menschliches Verhalten und Sexualität weiß, kennt sie aus den Tierdokumentationen von Sir David Attenborough, dessen Name aber eher nach Attenberg klingt.
Lieber übt sie sich in der Imitation von Affen anstatt im Annähern an das andere Geschlecht. Ihre einzige Bezugsperson, abgesehen von ihrem krebskranken Vater, ist ihre Freundin Bella (Evangelia Randou). Bella bemüht sich, Marina aufzuklären, und weiht sie in ihre eigenen Erfahrungen und Phantasien ein. Während Marinas Interesse am Zwischenmenschlichen langsam erwacht, geht das Leben ihres Vaters zu Ende. Ihre letzten Gespräche mit ihm werfen noch mehr Fragen auf. Und erst als ein Fremder in die Stadt kommt, beginnt Marina die Mysterien der menschlichen Fauna auf eigene Faust zu untersuchen.

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Kritiken (12) — Film: Attenberg

Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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8.0Ausgezeichnet

Es hat etwas Befreiendes, zuzuschauen, wie dieser Film die Selbstverständlichkeiten des menschlichen Liebes- und Balzverhaltens untersucht, befragt, ins Absurde wendet.

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Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel

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8.5Ausgezeichnet

Tsangaris Perspektive ist ebenso dezidiert weiblich wie antisexistisch, auch weil sie Marinas abweichendes Empfinden in Attenberg nicht problematisiert, sondern als Fokus zur Dekonstruktion gesellschaftlicher und filmischer Stereotype einsetzt.

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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9.0Herausragend

Regisseurin Athina Rachel Tsangari ist eine Choreografin der Seelen. Allerfeinste Ausschläge auf der Gefühlsskala hat sie in ihren Traumtänzer-Tanzfiguren festgeschrieben, alle Näherung und alles Einanderfernbleiben geschieht nach ihrem Plan.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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9.5Herausragend

Attenberg ist ein großartiger Film über das Erwachen der späten Jugend.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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4.5Uninteressant

Unterm Strich bleibt im Grunde wenig Substanz und lediglich ein bescheidener erzählerischer Gehalt. Die Figuren in Attenberg sind dünn und fragil, einen nennenswerten Unterbau sucht man vergebens.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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5.5Geht so

Vor allem ist Attenberg einer jener Kunstfilme, der viele Skurrilitäten aneinanderreiht, fraglos mit großer Überlegung und formaler Strenge aufzuwarten weiß, sich aber doch seiner eigenen Kunstfertigkeit allzu sehr bewusst ist.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.5Ausgezeichnet

Man wird als Zuschauer überrascht – und findet sich gerne in dieses teils verstörende, schwarzhumorige, aber auch zarte und rührende Spiel hinein.

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Deborah Young: The Hollywood Reporter Deborah Young: The Hollywood Reporter

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7.0Sehenswert

Attenberg ist ein Film voller Stil und Elan.

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Rick Groen: The Globe and Mail (Toronto) Rick Groen: The Globe and Mail (Toronto)

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7.5Sehenswert

Was für ein seltsamer, bewegender, verwirrender, lustiger, frustrierender und letztlich fesselnder Film Attenberg doch ist.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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9.0Herausragend

Mit seinem dauerhaften Ideenreichtum und Mangel an unverdienter Rührseligkeit liefert Attenberg ein Gegengift zu einer Vielzahl nachlässig gemachter Dramen zum Thema Tod, seien es amerikanische oder sonstige.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)

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6.5Ganz gut

Aller ziellos erscheinenden Seltsamkeit entledigt hat Attenberg die Prämisse eines klassischen Yasujiro Ozu-Dramas wie Später Frühling.

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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard

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7.0Sehenswert

Die griechische Filmemacherin Athina Rachel Tsangari hat mit "Attenberg" eine komische Studie menschlicher Verhaltensweisen gedreht. [...] Erzählt wird diese Geschichte von Neuanfang und Abschieden in Athina Rachel Tsangaris schön sprödem Spielfilm Attenberg in Form langer Einstellungen. Winterliche Schauplätze, funktionale, ein wenig abgewohnte Innenräume oder einfach weiße Wände geben den Hintergrund der Szenen ab. Das verleiht dem Film eine leicht unterkühlte Atmosphäre. Die tänzerischen Verrenkungen und Improvisationen tauchen darin immer wieder wie klassische Show-Stopper auf. Sie setzen kleine performative Spitzen in ein weitgehend gleichförmiges Geschehen.
Dramatik wird aber einerseits über die Konstruktion ausgebremst, andererseits brechen auch die Figuren immer wieder in Richtungen aus, die überraschend sind: Sie lassen sich einfach fallen oder machen sich buchstäblich zum Affen. Das sorgt nicht zuletzt für ein ordentliches Maß an Komik. Und Marinas und Bellas absurd dahingehampelte Tanz-Performances haben schließlich auch einiges von Slapstick-Einlagen.

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