Außer Atem revolutionierte das Kino, Godard brach mutig Konventionen und erschuf durch Improvisation neue Erzähltechniken, die bis heute überall Anwendung finden. Abseits von Jumpcuts und Co. fällt vor allem die verspielte, leichtfüßige Inszenierung positiv auf, während das Charisma der beiden umwerfenden Hauptdarsteller den gesamten Film trägt. Die Handlung ist hingegen nur grob gestrickt und wenig ergiebig, insbesondere die Plaudereien der Figuren sind unbefriedigend. So ist Außer Atem filmhistorisch eminent wichtig, mit heutigen Sehgewohnheiten jedoch nicht mehr sonderlich faszinierend.
Hört sich genauso langatmig wie "Die Verachtung" und "Alphaville" an. Lieg ich da richtig? Habe nach den zwei Filmen so das Gefühl, mit Godard nicht so richtig warm werden zu wollen. Außer Atem wollte ich mir trotzdem noch geben, aber dein Kommentar schreckt mich doch wieder etwas ab.
Also die Verachtung mag ich, ansonsten ist Godard auch nicht so mein Fall. Filmhistorisch ist Außer Atem natürlich Pflicht, wenn du es mt Godard weiter probieren möchtest würde ich dir Die Außenseiterbande empfehlen, der ist auch nicht ganz so sperrig wie seine anderen Filme.
[...] Dreh- und Angelpunkt des Films ist die Tatsache, dass er sich nicht einfach nur an seinen Stilbrüchen ergötzt um ein Zeichen zu setzen, sondern die ungewöhnlichen Inszenierungskniffe der Erzählung tatsächlich zugutekommen. Im Zusammenspiel mit der unnachahmlichen Atmosphäre durch die Pariser Originalschauplätze und einer lässigen Musikuntermalung schaffen es die wilden Schnitte mehr ein gutes Tempo zu generieren als zu irritieren. Abgerundet von der offensichtlich mutig-unbeschwerten Spontanität des Regisseurs ist so ein Film gelungen, der durch seine Prämisse durchaus völlig unzugänglich hätte werden können, letztlich aber frisch und genießbar wurde. [...]
In einem Feuerwerk intertextueller Verweise, vor allem auf den amerikanischen film noir, verweist Godard auf die Geschichte des Kinos und damit auch auf die Geschichtlichkeit seines Ausdrucksmaterials. Godards Antwort auf das moderne Dilemma liegt in einer revolutionären Ästhetik, die auch heute noch fasziniert, einerseits durch den konsequenten Bruch mit sämtlichen damals geltenden Erzählnormen und andererseits durch einen geradezu unerhört spontanen Regiestil ohne Drehbuch, in dem sich Schnelligkeit mit Improvisation verband.
Jump Cut, Shots an Originalschauplätzen, Skript an den Drehtagen schreibend...filmhistorisch und stilistisch sicherlich bahnbrechend und mit dem damaligen Status Quo brechend. Ansonsten tauschen Schmolllippchen Belmondo und die Seberg mit ihrem nervigen Akzent geistreiche Ergüsse zum Thema Existenzialismus wie "Schlafen ist traurig" oder "Ich will nicht in dich verliebt sein" in einer austauschbaren Odyssee durch Paris aus. Nouvelle Vague-Klassiker, der in Sachen Filmgeschichte seinen gerechtfertigten Stellenwert hat aber einem nicht gefallen muss.
Das war aber noch nichts so richtig außer neue Welle. Kein Problem, ich habe Geduld. Immerhin scheint dieser Auftakt Godards vielversprechend. Trotzdem, hätte man Belmondos und Sebergs Köpfe hier leicht zusammen geklopft, wäre bestimmt ein dumpfes *Plop* zu hören gewesen und sie wären wieder ins Bett gefallen. Ich rede von Spezialeffekten putain de merde; die schienen Jean-Luc hier noch mehr interessiert zu haben als die Hommage auf Bogart oder der infantile Todeswunsch eines Bengels.
"Nach was streben Sie in Ihrem Leben am meisten?" - "Nach Unsterblichkeit. Unsterblich werden und dann sterben."
Was ist Liebe...?
Eine Illusion? Ein nicht endender Dialog? Eine Strafe?
Mit seinem ersten Werk in Spielfilmlänge schrieb Jean-Luc Godard Filmgeschichte. Seine Erzähltechnik mit Hilfe der Jump Cuts garantiert ein bis heute nur selten dagewesenes Tempo. Keine Sekunde scheint zu langweilen, kein Dialog überflüssig. Was allerdings wäre "À bout de souffle" ohne den um sein Leben spielenden Jean-Paul Belmondo und ohne Jean Seberg, die eine Präsenz an den Tag legt, welche ich wahrlich noch nie in einem Film gesehen habe...
Godard liefert uns natürlich mehr als genug Gründe, warum man den Film auch hassen könnte. Erählt "À bout de souffle" nur eine gewöhnliche Story, die sich hinter ihrer Fassade aus Style versteckt? Ich könnte diese Kritik nachvollziehen. Für mich jedoch hat Godard einen der besten Filme aller Zeiten geschaffen, der erst im Detail seine Stärken ausspielt.
Michel Poiccard klaut in Südfrankreich ein Auto und wird daher von der Polizei verfolgt. Auf der Flucht erschießt er einen Polizisten und flieht ausgerechnet in die menschenüberfüllteste Stadt Frankreichs, in die Stadt der Liebe, um seine weibliche Bekanntschaft Patricia zu überreden, mit ihm nach Rom zu reisen.
Mehr als ein Viertel dieser Geschichte spielt in einem Hotelzimmer. Für die einen mag der dort stattfindende Dialog unsinnig und einschläfernd erscheinen, ich zähle ihn zu den Besten, die ich jemals mitverfolgen durfte. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten, die Art und Weise, wie sie aneinander vorbeireden, sie auf der Suche nach dem Beweis, dass sie ihn liebt, und er möchte sie überzeugen, mit ihm nach Rom zu reisen bzw. zu fliehen, da er ein gesuchter Polizistenmörder ist, was sie zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht weiss.
Godards Inszenierung ist atemberaubend. Ich kann mich nur wiederholen. Das Einfangen der Atmosphäre der Pariser Straßen und der Szene im Hotelzimmer, begleitet von wunderschönen Jazzmelodien, ist eine Meisterleistung. Kamera- und schauspieltechnisch revolutionierte Godard damit das Kino und inspirierte Generationen von Filmschaffenden. Er bietet viel Stoff zum Nachdenken, lässt viel Spielraum zum Interpretieren und vor allem sind seine Figuren, trotz ihrer überspitzen Charakterisierung, so unfassbar menschlich, so dass ich Patricia und Michel ab dem ersten Augenblick lieb gewonnen habe.
Dazu bekommt man noch einen Gastauftritt vom Meisterregisseur Jean-Pierre Melville, der hier unglaublich spannend über Liebe und Erotik philosophiert. Zwei Irisblenden, eine gleich zu Beginn, machen das ganze Werk noch persönlicher und schaffen die perfekte Verbindung zwischen den Figuren und dem Zuschauer.
Fazit: Anti-Kino in seiner höchsten Vollkommenheit, zwischen Kunst, Spontanität und Perfektion. "À bout de souffle" ist ein Meisterwerk sondergleichen, welches man ab dem ersten Augenblick hasst oder liebt. Ich persönlich habe darin meinen liebsten Godard entdeckt, der hier mit dem Thema Liebe ebenso destruktiv wie liebenswert hantiert, Erzählkonventionen über Bord wirft und sich vollkommen der narzisstischen Welt widmet, in der Träume und Liebe ebenso erreichbar wie zum Scheitern verurteilt sind. Vielen Dank Monsieur Godard für diesen Einblick, der mir in Erinnerung gerufen hat, warum ich das Kino so sehr liebe.
"Leiden ist völlig idiotisch. Ich entscheide mich für das Nichts. Das ist zwar nicht viel besser, aber Leiden ist ein Kompromiss. Ich will alles oder nichts. Von diesem Augenblick an weiß ich es. Endgültig."
Langweilig, mit fürchterlich unsinnigem Ende. Das wirklich sehenswerte an dem Film sind die Straßenszenen in Paris, in denen eine einzigartige Atmosphere geschaffen wird.
Das Hauptmerkmal des Films ist die Figur Michel Poiccard (toll: Jean-Paul Belmondo), einer der mit der modernen Gesellschaft (oder der Gesellschaft allgemein) unzufrieden ist. Den Frust bezüglich dieser Gesellschaft versteckt er hinter Zynismus und aufgesetzter Coolness. Bei jeder seiner Posen möchte man am liebsten rufen: "Boah, ist der so cool !" Er schafft sich somit seine eigene Realität, in der alles nach seiner Pfeife tanzen muss. Metaphorisch dafür steht die Schlussszene: Er wird angeschossen, will aber einfach nicht fallen.
Godard erzählt diese Geschichte mit Stil und einem ständigen ironischen Augenzwinkern. Eine Hommage und eine Parodie zugleich auf das Gangsterfilm-Genre !
Mit unheimlich gut harmonierenden Darstellern gelang Regie-Legende Godard ein Klassiker der Nouvelle Vague die damals wie heute in ihrer Klarheit und ihrer inbrünstigen Huldigung an das klassische amerikanische Kino, das Film Noir, so modern wirkt wie am ersten Tag. Zwar hat vor allem das Spiel mit der Coolness schon heftig staub angesetzt, aber Jean- Paul Belmondo ist selbst voller Staub eine Klasse für sich.
Atmet die Leichtigkeit des Leben, feiert das "in den Tag hinein", prophezeit das Slackerdasein und riecht nach dem Reiz des Neuen, des Neuartigen, des Unverbrauchten. Schmeckt nach Café in kleinen Pariser Eckkneipen, nach druckfrischer, noch warmer Zeitung, nach milden Abenden am Ende heißer Sommertage, nach französischer Landluft und dem Abgas alter Autos im Verkehrschaos der französischen Hauptstadt zu Beginn der 60er Jahre. Fühlt sich an nach dem Reiz des Verbotenen, der Lust nach sexueller Befreiung, nach heißer Luft auf nackter Haut. Macht Lust auf den Geschmack von selbstgedrehten Zigaretten, auf Leben ohne Ordnung, Verpflichtung, Zwang und Druck - AUßER ATEM ist vielmehr ein Gefühl als ein Film, ist vielmehr ein Mitnehmen als ein Konsumieren, vielmehr ein Duft, ein Geschmack als ein visueller Reiz. AUßER ATEM ist kaum zu beschreiben. Er raubt einem nicht den Atem, er macht im Gegenteil Lust, tief durchzuatmen und alles aufzusaugen, was Mund, Nase, Ohr und Auge kriegen können. AUßER ATEM macht Spaß, gute Laune, verleiht ein Hochgefühl und den Drang nach draußensein, aktiv sein, dabei sein. AUßER ATEM ist fantastisch. Fantastisch einzigartig und fantastisch echt. Er ist unangepasste Revolution und Befreiungsschlag. Und noch viel mehr als das. AUßER ATEM ist große Kunst und da für jedermann. Er ist unbeschreiblich. Einatmen. Und ansehen - immer wieder!
"Außer Atem"... das bin ich jedesmal wieder, wenn ich dieses Meisterwerk vom Genie Godard geniesse.
Wunderbare Dialoge, superschöne Bilder und tolle Hauptdarsteller, deren Figuren man einfach mögen muss. Der erste Langfilm von Godard ist ein wegweisendes und fast zeitloses Meisterwerk, dessen Schönheit und Leichtigkeit fast unvergleichbar ist. Aber auch kein Wunder: Neben Jean-Luc Godard waren auch mit François Truffaut (Vorlage) und Claude Chabrol (technische Beratung) zwei weitere große Meister des französischen Kinos an diesem Werk beteiligt. Die Geschichte von "Außer Atem" kann sicherlich mit wenigen Sätzen beschrieben werden. Diese Tatsache nimmt dem Film aber nicht die Genialität.
Die Figur von Belmondo ist in gewisserweise eine Hommage an Humphrey Bogart, der Ikone des amerikanischen Film Noir. Mit dem großen Unterschied, dass er einfach kein Siegertyp ist. Er kopiert lediglich dessen Gesten.
"Außer Atem" machte die "Nouvelle Vague" berühmt. Godard half quasi mit, einen neuen Filmstil zu etablieren, dem sich unter anderem auch François Truffaut, Alain Resnais oder Éric Rohmer zuordnen lassen... Das Drehen an Originalschauplätzen mit natürlichem Licht und Handkamera, die sogenannten Jump Cuts und andere experimentelle Mittel sind markant für diese visuelle Ästhetik. Im Grunde geht es gerade auch um das "Nichtverstecken" der Existenz der Regie. In späteren Filmen (wie zum Beispiel "Eine Frau ist eine Frau") experimentierte Godard mit dieser Problematik intensiver...
Zusätzlich macht das Vermischen von als kulturell hochwertig eingeschätzten Dingen (wie Mozarts Klarinettenkonzert oder Gemälden von Picasso und Renoir) mit Popkulturerscheinungen (wie französische Popmusik oder Pinups von nackten Frauen) in "Außer Atem" einen gewissen Reiz aus.
Godard,Godard. Was mach ich nur mit dir.
Der Visionär und das Aushängeschild der Nouvell Vague. Hochgelobt und in den Regiehimmel gehoben von Dutzenden Leuten vor allem wegen diesem Film. Berechtigt ? Jain.
Wichtig ist der Film, das steht außer Frage und wurde schon einige male klargestellt aber nur weil er wichtig ist heißt es nicht das er unbedingt gut ist. Denn das ist der Fall mit "À bout de souffle". Eine mehr als nur simple Story die eigentlich in einer halben Stunde erzählt wäre streckt Godard hier auf 1 1/3 Stunden. Charaktere die Unglaubwürdige und nerviger manchmal kaum sein könnten und der Jump Cut. Revolutionär - JA. Gefallen tut er mir aber bis heute noch nicht, jedenfalls nicht in dem Ausmaße wie er hier benutzt wurde. Um aber was positives loszuwerden ( irgendwo müssen die Punkte ja herkommen), der Humor war an einigen Stellen wirklich gut portioniert und Jean Seberg ist sowieso immer einen Blick wert, ob Godard oder nicht. Dazu weiß ich die Intention Godard's sehr zu schätzen die komplette Freiheit des Mediums zu zelebrieren auf eine fast schon anarchische weiße. Obwohl er dies nicht gänzlich schafft.
Godard, Godard. Was mach ich nur mit dir.
Da schau ich mir doch tausendmal lieber "Bande à part" an, da hast du bewiesen das das ganze Lob nicht von nirgendwo her kommt.
Überschätzt, wie alles von Goddard. Truffaut hat alleine viel schönere und sehr viel bessere Filme gemacht. Natürlich ist Belmondo cool. Der ist immer cool.
Man muss mit den Hauptcharakteren warm werden, um den Film zu mögen, da er sehr minimalistisch nur auf sie reduziert ist. Mir ging Michel gespielt von Belmondo sehr schnell auf den Geist und so fand ich keinen Zugang. Dazu war der Schnitt grauenhaft.
Die Dialoge sind stellenweise grausam weit von der Realität entfernt, die Hauptprotagonisten schlecht gespielt und von der nicht vorhandenen Spannung will ich erst gar nicht anfangen.
Symbolisch für Belmondo's Leistung die Szene in der er sich das Bild von Humphrey Bogart ansieht und sich vermutlich denkt "Wäre ich doch nur ein bisschen so cool wie er.."
5 Punkte wegen der filmhistorischen Bedeutung (Jump-Cut), ansonsten aber ein sehr uninteressantes Werk.
Wie bitte?!? Protest! In dieser symbolisch ironischen Hommage an Humphrey Bogart ist Belmondo sogar einen Moment modern-cooler als Bogart. Kann eine solche Mittelvermaßung meines Lieblingsfilms so nicht hinnehmen.
Naja wer bewusst eine so "ironische" Szene, mit einer Legende wie Bogart einsetzt, muss sich später auch nicht über eine andere Auslegung wundern. Ausserdem rennt Belmondo den ganzen Film über schnutenziehend durch die Gegend... ich fand's furchtbar.
Du musst aber zugeben, dass Belmondo in dem Film auf dem Gipfel seiner Schnuteziehn-Karriere war. Nie davor oder danach war er besser. Und bitteschön: hast du schon mal eine spektakulärere, atemberaubendere, actionreichere und männlichere Schlussszene im Kino gesehen? Ever?
Das war mein erster Film mit Belmondo und seine Darstellung hat mir hier schlicht nicht gefallen. Die Schlusszene an sich, war aussergewöhnlich in Szene gesetzt da gehe ich mit dir konform. Allerdings konnte mich diese auch nicht mehr wirklich packen, da mir die Charaktere den ganzen Film über nicht an's Herz gingen.
okay, das ist dann doof. probier mal http://www.moviepilot.de/movies/elf-uhr-nachts. Finde ich sogar noch besser. Experimenteller. Aber noch besser. Die Charaktere gehen deutlich mehr ans Herz. ;-)
Neben "Les 400 Coups" stinkt der schwafelgeschwätzige Schnippelfilm als zweites Vorzeigestück der "Nouvelle Vague" ziemlich ab. Um es in der Sprache des prätentiösen Machers zu sagen: Godard ist zum Kotzen! Und dennoch bleibt "Außer Atem" Pflichtprogramm: Er lieferte hier dank des Skripts von Truffaut eine fast nachvollziehbare Geschichte mit Handlungsansätzen ab, weshalb er seine Filmexperiment-Fingerübung später als "faschistisch" bezeichnete. Er missachtet hier neben der löblichen Abwendung von alten Filmmustern jegliche Schauspielführung von Bardot-Verschnitt Belmondo und der nervigen Labertasche Seberg. Danach erklärte er in plakativer Formelhaftigkeit allem und jedem den Krieg, feierte sich selbst in kryptischen Assoziationsessays und empfindet die Arbeit anderer Filmemacher ausschließlich als Scheiße. Aber wenn man unbedingt einen Godard sehen will, dann ist "Außer Atem" - wie auch einige Sequenzen in "Bande a part" und "Une femme est une femme" - durchaus empfehlenswert.
Vielleicht waren die Erwartungen zu hoch. Jean Seberg! Was für eine schöne Frau! Aber küssen wollte sie sich anscheinend nicht. Gewürdigt als Umbruch im Film, sonst hätte ich sogar nur 7 Punkte vergeben
Ich hatte recht hohe Erwartungen an den Film und wurde wie schon so oft enttäuscht.
Ich hatte etwas mit der filmischen Wichtigkeit von "Die Verachtung" erwartet. Aber die schauspielerische Qualität ist bei diesem Klassiker nicht so intensiv wie in dem film mit Bardot und Piccoli.
Vorallem Belmondo ist in keinster Weise mein Fall. Der erster Film mit ihm, wird auch hoffentlich mein letzter sein.
Er nervte irgendwie am meisten und zieht den Film, der thematisch schon seine Stärken hatte, etwas runter.
Das Ende des Films ist allerdings sehr mitreißend und groß, grade wegen der Musik.
DER Film mit Belmondo! Und nachwievor ein sehr frisch daherkommender Streifen. Und natürlich mit wesentlich mehr Substanz als das Remake mit Gere irgendwann aus den 80ern.
Außer Atem - Kritik
FR 1960 Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 05.07.2001
Kritiken (4) — Film: Außer Atem
Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds
Kommentar löschenAußer Atem revolutionierte das Kino, Godard brach mutig Konventionen und erschuf durch Improvisation neue Erzähltechniken, die bis heute überall Anwendung finden. Abseits von Jumpcuts und Co. fällt vor allem die verspielte, leichtfüßige Inszenierung positiv auf, während das Charisma der beiden umwerfenden Hauptdarsteller den gesamten Film trägt. Die Handlung ist hingegen nur grob gestrickt und wenig ergiebig, insbesondere die Plaudereien der Figuren sind unbefriedigend. So ist Außer Atem filmhistorisch eminent wichtig, mit heutigen Sehgewohnheiten jedoch nicht mehr sonderlich faszinierend.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
eXonic 2010/12/13 19:09:14
Antwort löschenHört sich genauso langatmig wie "Die Verachtung" und "Alphaville" an. Lieg ich da richtig? Habe nach den zwei Filmen so das Gefühl, mit Godard nicht so richtig warm werden zu wollen. Außer Atem wollte ich mir trotzdem noch geben, aber dein Kommentar schreckt mich doch wieder etwas ab.
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Filmsuechtiger 2010/12/13 19:16:28
Antwort löschenAlso die Verachtung mag ich, ansonsten ist Godard auch nicht so mein Fall. Filmhistorisch ist Außer Atem natürlich Pflicht, wenn du es mt Godard weiter probieren möchtest würde ich dir Die Außenseiterbande empfehlen, der ist auch nicht ganz so sperrig wie seine anderen Filme.
eXonic 2010/12/13 19:22:55
Antwort löschenOk, ich werds mal wagen. Danke! :)
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Dreh- und Angelpunkt des Films ist die Tatsache, dass er sich nicht einfach nur an seinen Stilbrüchen ergötzt um ein Zeichen zu setzen, sondern die ungewöhnlichen Inszenierungskniffe der Erzählung tatsächlich zugutekommen. Im Zusammenspiel mit der unnachahmlichen Atmosphäre durch die Pariser Originalschauplätze und einer lässigen Musikuntermalung schaffen es die wilden Schnitte mehr ein gutes Tempo zu generieren als zu irritieren. Abgerundet von der offensichtlich mutig-unbeschwerten Spontanität des Regisseurs ist so ein Film gelungen, der durch seine Prämisse durchaus völlig unzugänglich hätte werden können, letztlich aber frisch und genießbar wurde. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Almut Steinlein: critic.de
Kommentar löschenIn einem Feuerwerk intertextueller Verweise, vor allem auf den amerikanischen film noir, verweist Godard auf die Geschichte des Kinos und damit auch auf die Geschichtlichkeit seines Ausdrucksmaterials. Godards Antwort auf das moderne Dilemma liegt in einer revolutionären Ästhetik, die auch heute noch fasziniert, einerseits durch den konsequenten Bruch mit sämtlichen damals geltenden Erzählnormen und andererseits durch einen geradezu unerhört spontanen Regiestil ohne Drehbuch, in dem sich Schnelligkeit mit Improvisation verband.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenJump Cut, Shots an Originalschauplätzen, Skript an den Drehtagen schreibend...filmhistorisch und stilistisch sicherlich bahnbrechend und mit dem damaligen Status Quo brechend. Ansonsten tauschen Schmolllippchen Belmondo und die Seberg mit ihrem nervigen Akzent geistreiche Ergüsse zum Thema Existenzialismus wie "Schlafen ist traurig" oder "Ich will nicht in dich verliebt sein" in einer austauschbaren Odyssee durch Paris aus. Nouvelle Vague-Klassiker, der in Sachen Filmgeschichte seinen gerechtfertigten Stellenwert hat aber einem nicht gefallen muss.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (23) — Film: Außer Atem
Kommentar schreibenBlueSquirrel 2011/11/21 14:25:17
Kommentar löschenDas war aber noch nichts so richtig außer neue Welle. Kein Problem, ich habe Geduld. Immerhin scheint dieser Auftakt Godards vielversprechend. Trotzdem, hätte man Belmondos und Sebergs Köpfe hier leicht zusammen geklopft, wäre bestimmt ein dumpfes *Plop* zu hören gewesen und sie wären wieder ins Bett gefallen. Ich rede von Spezialeffekten putain de merde; die schienen Jean-Luc hier noch mehr interessiert zu haben als die Hommage auf Bogart oder der infantile Todeswunsch eines Bengels.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten
Le Samourai 2011/11/21 14:25:44
Antwort löschenEmpörung!
BlueSquirrel 2011/11/21 14:29:31
Antwort löschenSag mal, dein Beitrag kam buchstäblich nach einer Sekunde nachdem ich den Text abgesegnet hatte. Gibt's hier Zeitsprünge? (°°)
JimiHendrix 2011/11/21 14:45:49
Antwort löschenkann ich nachvollziehen, ging mir ähnlich^^.. muss den aber auch nochmal schauen
BigDi 2011/11/21 17:08:35
Antwort löschenMuss ich auch mal sehen, aber ich habe die Vorahnung, dass ich ihn hassen werde. ^^
Le Samourai 2011/11/21 17:34:48
Antwort löschenA Bout De Souffle ist unhassbar. 10 Punkte und nicht weniger! :)
Alle 7 Antworten zeigen
JimiHendrix 2011/11/21 20:44:03
Antwort löschenich kann den belmondo nich ab^^
Filmkenner77 2011/12/07 11:02:41
Antwort löschenIch sag es mal ganz deutlich: Elegante, stilistisch ansprechende Langeweile. Das Remake mit dem tollen 80er Jahre Flair war eher mein Fall.
Oceanic6 2011/11/20 15:52:20
Kommentar löschen"Nach was streben Sie in Ihrem Leben am meisten?" - "Nach Unsterblichkeit. Unsterblich werden und dann sterben."
Was ist Liebe...?
Eine Illusion? Ein nicht endender Dialog? Eine Strafe?
Mit seinem ersten Werk in Spielfilmlänge schrieb Jean-Luc Godard Filmgeschichte. Seine Erzähltechnik mit Hilfe der Jump Cuts garantiert ein bis heute nur selten dagewesenes Tempo. Keine Sekunde scheint zu langweilen, kein Dialog überflüssig. Was allerdings wäre "À bout de souffle" ohne den um sein Leben spielenden Jean-Paul Belmondo und ohne Jean Seberg, die eine Präsenz an den Tag legt, welche ich wahrlich noch nie in einem Film gesehen habe...
Godard liefert uns natürlich mehr als genug Gründe, warum man den Film auch hassen könnte. Erählt "À bout de souffle" nur eine gewöhnliche Story, die sich hinter ihrer Fassade aus Style versteckt? Ich könnte diese Kritik nachvollziehen. Für mich jedoch hat Godard einen der besten Filme aller Zeiten geschaffen, der erst im Detail seine Stärken ausspielt.
Michel Poiccard klaut in Südfrankreich ein Auto und wird daher von der Polizei verfolgt. Auf der Flucht erschießt er einen Polizisten und flieht ausgerechnet in die menschenüberfüllteste Stadt Frankreichs, in die Stadt der Liebe, um seine weibliche Bekanntschaft Patricia zu überreden, mit ihm nach Rom zu reisen.
Mehr als ein Viertel dieser Geschichte spielt in einem Hotelzimmer. Für die einen mag der dort stattfindende Dialog unsinnig und einschläfernd erscheinen, ich zähle ihn zu den Besten, die ich jemals mitverfolgen durfte. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten, die Art und Weise, wie sie aneinander vorbeireden, sie auf der Suche nach dem Beweis, dass sie ihn liebt, und er möchte sie überzeugen, mit ihm nach Rom zu reisen bzw. zu fliehen, da er ein gesuchter Polizistenmörder ist, was sie zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht weiss.
Godards Inszenierung ist atemberaubend. Ich kann mich nur wiederholen. Das Einfangen der Atmosphäre der Pariser Straßen und der Szene im Hotelzimmer, begleitet von wunderschönen Jazzmelodien, ist eine Meisterleistung. Kamera- und schauspieltechnisch revolutionierte Godard damit das Kino und inspirierte Generationen von Filmschaffenden. Er bietet viel Stoff zum Nachdenken, lässt viel Spielraum zum Interpretieren und vor allem sind seine Figuren, trotz ihrer überspitzen Charakterisierung, so unfassbar menschlich, so dass ich Patricia und Michel ab dem ersten Augenblick lieb gewonnen habe.
Dazu bekommt man noch einen Gastauftritt vom Meisterregisseur Jean-Pierre Melville, der hier unglaublich spannend über Liebe und Erotik philosophiert. Zwei Irisblenden, eine gleich zu Beginn, machen das ganze Werk noch persönlicher und schaffen die perfekte Verbindung zwischen den Figuren und dem Zuschauer.
Fazit: Anti-Kino in seiner höchsten Vollkommenheit, zwischen Kunst, Spontanität und Perfektion. "À bout de souffle" ist ein Meisterwerk sondergleichen, welches man ab dem ersten Augenblick hasst oder liebt. Ich persönlich habe darin meinen liebsten Godard entdeckt, der hier mit dem Thema Liebe ebenso destruktiv wie liebenswert hantiert, Erzählkonventionen über Bord wirft und sich vollkommen der narzisstischen Welt widmet, in der Träume und Liebe ebenso erreichbar wie zum Scheitern verurteilt sind. Vielen Dank Monsieur Godard für diesen Einblick, der mir in Erinnerung gerufen hat, warum ich das Kino so sehr liebe.
"Leiden ist völlig idiotisch. Ich entscheide mich für das Nichts. Das ist zwar nicht viel besser, aber Leiden ist ein Kompromiss. Ich will alles oder nichts. Von diesem Augenblick an weiß ich es. Endgültig."
17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Le Samourai 2011/11/20 17:26:58
Antwort löschenSehr schön. 10 Punkte, indeed!
ohrobot 2011/07/31 23:56:16
Kommentar löschenStyle!
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peacerestin 2011/07/20 23:08:20
Kommentar löschenLangweilig, mit fürchterlich unsinnigem Ende. Das wirklich sehenswerte an dem Film sind die Straßenszenen in Paris, in denen eine einzigartige Atmosphere geschaffen wird.
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Jack_Torrance 2011/04/18 11:36:51
Kommentar löschenDas Hauptmerkmal des Films ist die Figur Michel Poiccard (toll: Jean-Paul Belmondo), einer der mit der modernen Gesellschaft (oder der Gesellschaft allgemein) unzufrieden ist. Den Frust bezüglich dieser Gesellschaft versteckt er hinter Zynismus und aufgesetzter Coolness. Bei jeder seiner Posen möchte man am liebsten rufen: "Boah, ist der so cool !" Er schafft sich somit seine eigene Realität, in der alles nach seiner Pfeife tanzen muss. Metaphorisch dafür steht die Schlussszene: Er wird angeschossen, will aber einfach nicht fallen.
Godard erzählt diese Geschichte mit Stil und einem ständigen ironischen Augenzwinkern. Eine Hommage und eine Parodie zugleich auf das Gangsterfilm-Genre !
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
lynch86 2011/02/23 21:22:38
Kommentar löschenEiner der größten Klassiker !
Godard Liefert wieder einmal ein spitzen Produkt ab!
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Benni-THE-KING 2011/02/23 19:22:35
Kommentar löschenSo cool
und diese Dialoge...wundervoll
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stuforcedyou 2010/10/13 11:25:27
Kommentar löschenMit unheimlich gut harmonierenden Darstellern gelang Regie-Legende Godard ein Klassiker der Nouvelle Vague die damals wie heute in ihrer Klarheit und ihrer inbrünstigen Huldigung an das klassische amerikanische Kino, das Film Noir, so modern wirkt wie am ersten Tag. Zwar hat vor allem das Spiel mit der Coolness schon heftig staub angesetzt, aber Jean- Paul Belmondo ist selbst voller Staub eine Klasse für sich.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Filmkenner77 2010/10/03 13:46:41
Kommentar löschenFand das Remake besser. Dieser Film der Nouvelle Vague mag ein Klassiker sein, aber ich fand ihn größtenteils langatmig.
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dae-su 2010/07/09 20:05:17
Kommentar löschenAtmet die Leichtigkeit des Leben, feiert das "in den Tag hinein", prophezeit das Slackerdasein und riecht nach dem Reiz des Neuen, des Neuartigen, des Unverbrauchten. Schmeckt nach Café in kleinen Pariser Eckkneipen, nach druckfrischer, noch warmer Zeitung, nach milden Abenden am Ende heißer Sommertage, nach französischer Landluft und dem Abgas alter Autos im Verkehrschaos der französischen Hauptstadt zu Beginn der 60er Jahre. Fühlt sich an nach dem Reiz des Verbotenen, der Lust nach sexueller Befreiung, nach heißer Luft auf nackter Haut. Macht Lust auf den Geschmack von selbstgedrehten Zigaretten, auf Leben ohne Ordnung, Verpflichtung, Zwang und Druck - AUßER ATEM ist vielmehr ein Gefühl als ein Film, ist vielmehr ein Mitnehmen als ein Konsumieren, vielmehr ein Duft, ein Geschmack als ein visueller Reiz. AUßER ATEM ist kaum zu beschreiben. Er raubt einem nicht den Atem, er macht im Gegenteil Lust, tief durchzuatmen und alles aufzusaugen, was Mund, Nase, Ohr und Auge kriegen können. AUßER ATEM macht Spaß, gute Laune, verleiht ein Hochgefühl und den Drang nach draußensein, aktiv sein, dabei sein. AUßER ATEM ist fantastisch. Fantastisch einzigartig und fantastisch echt. Er ist unangepasste Revolution und Befreiungsschlag. Und noch viel mehr als das. AUßER ATEM ist große Kunst und da für jedermann. Er ist unbeschreiblich. Einatmen. Und ansehen - immer wieder!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Mawazh 2010/04/04 15:04:51
Kommentar löschenHandwerklich bahnbrechend und seiner Zeit weit voraus. Leider ist die Handlung recht mager. Ein Kurzfilm hätte dazu wohl gereicht.
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Stefan Ishii 2009/12/09 22:36:31
Kommentar löschen"Außer Atem"... das bin ich jedesmal wieder, wenn ich dieses Meisterwerk vom Genie Godard geniesse.
Wunderbare Dialoge, superschöne Bilder und tolle Hauptdarsteller, deren Figuren man einfach mögen muss. Der erste Langfilm von Godard ist ein wegweisendes und fast zeitloses Meisterwerk, dessen Schönheit und Leichtigkeit fast unvergleichbar ist. Aber auch kein Wunder: Neben Jean-Luc Godard waren auch mit François Truffaut (Vorlage) und Claude Chabrol (technische Beratung) zwei weitere große Meister des französischen Kinos an diesem Werk beteiligt. Die Geschichte von "Außer Atem" kann sicherlich mit wenigen Sätzen beschrieben werden. Diese Tatsache nimmt dem Film aber nicht die Genialität.
Die Figur von Belmondo ist in gewisserweise eine Hommage an Humphrey Bogart, der Ikone des amerikanischen Film Noir. Mit dem großen Unterschied, dass er einfach kein Siegertyp ist. Er kopiert lediglich dessen Gesten.
"Außer Atem" machte die "Nouvelle Vague" berühmt. Godard half quasi mit, einen neuen Filmstil zu etablieren, dem sich unter anderem auch François Truffaut, Alain Resnais oder Éric Rohmer zuordnen lassen... Das Drehen an Originalschauplätzen mit natürlichem Licht und Handkamera, die sogenannten Jump Cuts und andere experimentelle Mittel sind markant für diese visuelle Ästhetik. Im Grunde geht es gerade auch um das "Nichtverstecken" der Existenz der Regie. In späteren Filmen (wie zum Beispiel "Eine Frau ist eine Frau") experimentierte Godard mit dieser Problematik intensiver...
Zusätzlich macht das Vermischen von als kulturell hochwertig eingeschätzten Dingen (wie Mozarts Klarinettenkonzert oder Gemälden von Picasso und Renoir) mit Popkulturerscheinungen (wie französische Popmusik oder Pinups von nackten Frauen) in "Außer Atem" einen gewissen Reiz aus.
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Tyler__Durden 2009/11/18 22:12:38
Kommentar löschenGodard,Godard. Was mach ich nur mit dir.
Der Visionär und das Aushängeschild der Nouvell Vague. Hochgelobt und in den Regiehimmel gehoben von Dutzenden Leuten vor allem wegen diesem Film. Berechtigt ? Jain.
Wichtig ist der Film, das steht außer Frage und wurde schon einige male klargestellt aber nur weil er wichtig ist heißt es nicht das er unbedingt gut ist. Denn das ist der Fall mit "À bout de souffle". Eine mehr als nur simple Story die eigentlich in einer halben Stunde erzählt wäre streckt Godard hier auf 1 1/3 Stunden. Charaktere die Unglaubwürdige und nerviger manchmal kaum sein könnten und der Jump Cut. Revolutionär - JA. Gefallen tut er mir aber bis heute noch nicht, jedenfalls nicht in dem Ausmaße wie er hier benutzt wurde. Um aber was positives loszuwerden ( irgendwo müssen die Punkte ja herkommen), der Humor war an einigen Stellen wirklich gut portioniert und Jean Seberg ist sowieso immer einen Blick wert, ob Godard oder nicht. Dazu weiß ich die Intention Godard's sehr zu schätzen die komplette Freiheit des Mediums zu zelebrieren auf eine fast schon anarchische weiße. Obwohl er dies nicht gänzlich schafft.
Godard, Godard. Was mach ich nur mit dir.
Da schau ich mir doch tausendmal lieber "Bande à part" an, da hast du bewiesen das das ganze Lob nicht von nirgendwo her kommt.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
willy50 2009/11/12 07:05:28
Kommentar löschenÜberschätzt, wie alles von Goddard. Truffaut hat alleine viel schönere und sehr viel bessere Filme gemacht. Natürlich ist Belmondo cool. Der ist immer cool.
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Lorion42 2009/06/22 22:27:56
Kommentar löschenMan muss mit den Hauptcharakteren warm werden, um den Film zu mögen, da er sehr minimalistisch nur auf sie reduziert ist. Mir ging Michel gespielt von Belmondo sehr schnell auf den Geist und so fand ich keinen Zugang. Dazu war der Schnitt grauenhaft.
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cannibal83 2009/05/27 10:50:59
Kommentar löschenDie Dialoge sind stellenweise grausam weit von der Realität entfernt, die Hauptprotagonisten schlecht gespielt und von der nicht vorhandenen Spannung will ich erst gar nicht anfangen.
Symbolisch für Belmondo's Leistung die Szene in der er sich das Bild von Humphrey Bogart ansieht und sich vermutlich denkt "Wäre ich doch nur ein bisschen so cool wie er.."
5 Punkte wegen der filmhistorischen Bedeutung (Jump-Cut), ansonsten aber ein sehr uninteressantes Werk.
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Tobias 2009/05/27 11:04:58
Antwort löschenWie bitte?!? Protest! In dieser symbolisch ironischen Hommage an Humphrey Bogart ist Belmondo sogar einen Moment modern-cooler als Bogart. Kann eine solche Mittelvermaßung meines Lieblingsfilms so nicht hinnehmen.
jannis 2009/05/27 11:19:59
Antwort löschenSchade, dass man keine Antworten als "Gefällt mir" markieren kann ;)
cannibal83 2009/05/27 11:21:58
Antwort löschenNaja wer bewusst eine so "ironische" Szene, mit einer Legende wie Bogart einsetzt, muss sich später auch nicht über eine andere Auslegung wundern. Ausserdem rennt Belmondo den ganzen Film über schnutenziehend durch die Gegend... ich fand's furchtbar.
Tobias 2009/05/27 11:24:57
Antwort löschenDu musst aber zugeben, dass Belmondo in dem Film auf dem Gipfel seiner Schnuteziehn-Karriere war. Nie davor oder danach war er besser. Und bitteschön: hast du schon mal eine spektakulärere, atemberaubendere, actionreichere und männlichere Schlussszene im Kino gesehen? Ever?
cannibal83 2009/05/27 11:28:30
Antwort löschenDas war mein erster Film mit Belmondo und seine Darstellung hat mir hier schlicht nicht gefallen. Die Schlusszene an sich, war aussergewöhnlich in Szene gesetzt da gehe ich mit dir konform. Allerdings konnte mich diese auch nicht mehr wirklich packen, da mir die Charaktere den ganzen Film über nicht an's Herz gingen.
Tobias 2009/05/27 11:33:42
Antwort löschenokay, das ist dann doof. probier mal http://www.moviepilot.de/movies/elf-uhr-nachts. Finde ich sogar noch besser. Experimenteller. Aber noch besser. Die Charaktere gehen deutlich mehr ans Herz. ;-)
cannibal83 2009/05/27 11:42:39
Antwort löschenWerde ich mir ansehen! ^^
alanger 2009/05/27 11:48:20
Antwort löschenklar gibts besseres von belmondo. zb:
'der teufel mit der weißen weste',
'abenteuer in rio'.
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cannibal83 2009/05/27 11:54:04
Antwort löschenAuch diese kommen auf die Merkliste. :-)
JimiHendrix 2009/05/27 23:46:09
Antwort löschenich war auch etwas enttäuscht von diesem oberklassiker, grade auch weil belmondo überhaupt nicht mein fall ist
Darbon 2009/05/17 15:49:21
Kommentar löschenNeben "Les 400 Coups" stinkt der schwafelgeschwätzige Schnippelfilm als zweites Vorzeigestück der "Nouvelle Vague" ziemlich ab. Um es in der Sprache des prätentiösen Machers zu sagen: Godard ist zum Kotzen! Und dennoch bleibt "Außer Atem" Pflichtprogramm: Er lieferte hier dank des Skripts von Truffaut eine fast nachvollziehbare Geschichte mit Handlungsansätzen ab, weshalb er seine Filmexperiment-Fingerübung später als "faschistisch" bezeichnete. Er missachtet hier neben der löblichen Abwendung von alten Filmmustern jegliche Schauspielführung von Bardot-Verschnitt Belmondo und der nervigen Labertasche Seberg. Danach erklärte er in plakativer Formelhaftigkeit allem und jedem den Krieg, feierte sich selbst in kryptischen Assoziationsessays und empfindet die Arbeit anderer Filmemacher ausschließlich als Scheiße. Aber wenn man unbedingt einen Godard sehen will, dann ist "Außer Atem" - wie auch einige Sequenzen in "Bande a part" und "Une femme est une femme" - durchaus empfehlenswert.
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ellen_ripley 2009/04/25 19:28:29
Kommentar löschenVielleicht waren die Erwartungen zu hoch. Jean Seberg! Was für eine schöne Frau! Aber küssen wollte sie sich anscheinend nicht. Gewürdigt als Umbruch im Film, sonst hätte ich sogar nur 7 Punkte vergeben
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JimiHendrix 2009/03/22 18:35:15
Kommentar löschenIch hatte recht hohe Erwartungen an den Film und wurde wie schon so oft enttäuscht.
Ich hatte etwas mit der filmischen Wichtigkeit von "Die Verachtung" erwartet. Aber die schauspielerische Qualität ist bei diesem Klassiker nicht so intensiv wie in dem film mit Bardot und Piccoli.
Vorallem Belmondo ist in keinster Weise mein Fall. Der erster Film mit ihm, wird auch hoffentlich mein letzter sein.
Er nervte irgendwie am meisten und zieht den Film, der thematisch schon seine Stärken hatte, etwas runter.
Das Ende des Films ist allerdings sehr mitreißend und groß, grade wegen der Musik.
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maslobojew 2008/11/16 01:27:15
Kommentar löschenDER Film mit Belmondo! Und nachwievor ein sehr frisch daherkommender Streifen. Und natürlich mit wesentlich mehr Substanz als das Remake mit Gere irgendwann aus den 80ern.
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