Auf brennender Erde

The Burning Plain (2008), AR/US Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 26.05.2011


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
5.7
Kritiker
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.3
Community
227 Bewertungen
12 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Guillermo Arriaga, mit Charlize Theron und Kim Basinger

In Auf brennender Erde findet Mariana (Jennifer Lawrence) heraus, dass ihre verheiratete Mutter Gina (Kim Basinger) mit den Nachbarn und Familienvater Nick Martinez (Joaquim de Almeida) eine Affäre hat. Während Gina und Nick in einem Wohnwagen sind, zündet Mariana ein Feuer, um die Affäre ihrer Mutter zu beenden. Das Feuer erreicht jedoch einen Benzintank und beide sterben bei der Explosion. Nach der Beerdigung beginnen Marina und Nicks Sohn Santiago (JD Pardo) eine Affäre. Marina wird schwanger und beide fliehen nach Mexiko, um dort ihr Kinder aufzuziehen. Nach der Geburt ihrer Tochter Maria taucht Mariana jedoch unter und nennt sich von nun an Sylvia (gespielt von Charlize Theron). Die Vergangenheit scheint Sylvia nach einigen Jahren jedoch einzuholen, als Carlos (José María Yazpik), ein Freund von Santiago, ankommt und Sylvia mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Hat Sylvia noch eine Chance?

Guillermo Arriaga debütierte 2008 mit seinem Filmdrama Auf brennender Erde bei dem er Regie führte und auch das Drehbuch schrieb. Wie in seinen bisherigen Drehbüchern Amores Perros (2000), 21 Gramm (2003), Babel (2006), erzählt Guillermo Arriaga auch Auf brennender Erde nicht linear und springt zwischen verschiedenen Erzählsträngen.

2008 wurde die damals 18-Jährige Jennifer Lawrence bei den Filmfestspielen von Venedig für ihre Darbietung in Auf brennender Erde mit dem Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin geehrt.

  • 37795279001_901262400001_th-901109896001
  • 37795279001_1860788532001_th-5061daa3c7e7b0e47b6f73d8-1592194037001
  • auf-brennender-erde12
  • auf-brennender-erde11
  • auf-brennender-erde10

Mehr Bilder (13) und Videos (4) zu Auf brennender Erde


Cast & Crew


Kommentare (11) — Film: Auf brennender Erde


Sortierung

A-Wax

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderschön dramatisches Regiedebüt des Drehbuchautors von "21 Gramm".

Wie viele hier drin bereits wissen halte ich "21 Gramm" für ein Meisterwerk und einen modernen Klassiker. Das hat viele Gründe, einer der wichtigsten war das großartige Drehbuch. Dieses wurde von Guillermo Arriaga verfasst der hier bei "Auf brennender Erde" sein Regiedebüt gibt.

Seine Handschrift ist unverkennbar, denn die verschachtelte Erzählweise macht seine Episodenfilme aus meiner Sicht so besonders und damit zu kleinen (oder großen) Meisterwerken. Die Geschichte hier ist sehr vielschichtig, es geht einerseits um die Liebe mit all ihren Irrungen und Wirrungen die sie teilweise verursacht. Es geht aber auch um Schuld und die gebrochene Seele von Menschen die diese Schuld auf sich geladen haben. Gerade hier hilft der verschachtelte Erzählstil der Storyline unglaublich, denn hierdurch erfahren wir nur langsam die Zusammenhänge und die ganze Geschichte, die sich am Ende zu einem wirklich guten Film zusammenfügt.

Die Inszenierung ist gut, das "Farbenspiel" bei den einzelnen Episoden (das wir schon aus den anderen Filmen kennen) findet hier seine Fortsetzung. Guillermo Arriaga gelingen intensive Bilder die den Film trotzdem ruhig dahingleiten lassen. Obwohl er mit gut 1 1/2 Stunden nicht sonderlich lang ist, wirkt er in keinster Weise "gehetzt".

Trotz aller Stärken bleibt das doch recht abrupte Ende eine der wenigen Schwächen in diesem Film. Hier hätte sich mancher Zuschauer (z.B. ich) 10-15 Min. mehr Zeit gewünscht um die letztliche Mutter-Tochter-Beziehung ein wenig deutlicher zu machen. Leider findet man diese Kritikpunkte auch früher schon, denn die familiären Hintergründe werden nicht wirklich beleuchtet und daher bleiben viele Figuren sehr vage und wirken unausgegoren.

Neben der tollen Geschichte stechen die Darstellerinnen hier natürlich heraus. Man hat es ja auch nicht alle Tage das man gleich drei Oscarpreisträgerinnen in einem Film versammelt hat. Kim Basinger, Jennifer Lawrence und Charlize Theron sind alles wunderbare Schauspielerinnen die vorher oder nachher schon mit dem Academy Award ausgezeichnet wurden. Zum Teil sieht man auch hier warum dem so ist. Ich möchte jetzt gar keine Reihenfolge draus machen, denn alle drei spielen toll, aber Charlize Theron bringt die Zerrissenheit ihrer Figur einmalig gut auf die Leinwand.

Hätte Guillermo Arriaga noch ein wenig mehr Augenmerk auf die Figuren(entwicklung) gelegt, dann hätte dieses Kleinod an Film locker eine höhere Punktzahl geschafft. Aber auch so bleibt es ein wunderschönes Drama mit einem guten Ende und drei großartigen Hauptdarstellerinnen.

Abschließend darf ich mich noch bei meinem MP-Freund "niceeddy" für den tollen Tip bedanken. Du hast mir wirklich nicht zuviel versprochen, hoffentlich kann ich mich mal revanchieren.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

niceeddy

Antwort löschen

Nix zu danken,schön dass er dir gefiel.


ShayaNova

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

der film hätte um einiges besser sein können, wenn man ihn nicht so verworren und mit zu langen kameraeinstellungen gedreht hätte.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

BuendelKap

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ein guter Film, der stellenweise jedoch für Verwirrung sorgen kann.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Filmkenner77

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

"Auf brennender Erde" erinnert nicht von ungefähr an Werke wie "Babel", "Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada" oder "21 Gramm", stammen diese Werke doch aus der Feder von Drehbuchautor Guillermo Arriaga, der hier ein gelungenes Regiedebüt abliefert.
Erzählt wird eine Generationengeschichte, in der sich zerrüttete Verhältnisse auftun. Liebe, Leid, Hoffnung, Enttäuschung, Schmerz, Hass, Vergebung, Trauer, all dies und noch viel mehr verbindet "Auf brennender Erde" zu einer tief berührenden Geschichte. Charlize Theron stellt nach Rollen wie in "Monster", "Kaltes Land" oder "Im Tal von Elah" einmal mehr unter Beweis, dass sie zweifellos zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation zu zählen ist. Jennifer Lawrence liefert in einem ihrer ersten Filme als "jüngere Ausgabe" von Therons Rolle eine ebenfalls ansehnliche Leistung ab, während man Kim Basinger ihren Part als untreue Ehefrau, die sich in die Arme ihres Liebhabers flüchtet, nicht so ganz abnehmen möchte. Der verschachtelte Erzählstil gibt der eigentlich simplen Geschichte zwar einen geheimnisvollen Anstrich, der aber meiner Ansicht nach nicht unbedingt notwendig gewesen wäre und den Erzählfluss ein wenig hemmt.
Letztlich ist "Auf brennender Erde" ein ruhig erzähltes, intensiv gespieltes Familiendrama, das vor allem von Therons Schauspielkunst lebt.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

RaZer

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guillermo Arriagas Stil hat was für sich, zumal er meist auch interessante Schicksale erzählt. Allerdings lässt sich das nicht ganz pauschalisieren, denn wo "21 Gramm" eine echte Offenbarung war, hat "Babel" bestenfalls als äußerst effektives Schlafmittel beeindruckt. "The Burning Plain", den er auch selbst zum Leben erweckt hat, orientiert sich erfreulicherweise eher an "21 Gramm". Die verwobene Geschichte wird interessant erzählt, die Verwicklungen wirken halbwegs rund und die Charaktere sind frei von Overacting. So wird der Film vom Cast sehr gut und harmonisch getragen. Hervorzuheben seien natürlich Charlize Theron und die schon zu diesem frühen Zeitpunkt ihrer Karriere umwerfende Jennifer Lawrence, die die vielschichtigste und schwierigste Figur des Films gemeinsam großartig verkörpern. So lassen sich auch die zweifelsfrei vorhanden Längen gut ertragen.
Als jemand, der sich nur selten von Filmen aus dem Dramen-Genre wirklich fesseln lässt, muss ich sagen, dass der Streifen was hermacht. Einfach weil die Story stimmt und der Cast absolut fantastische Arbeit leistet.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

niceeddy

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Verschachtelter Episodenfilm vom Drehbuchautor von Amores Perros, Babel, 21 Grams, diesmal als Autor und Regisseur. Für meinen Geschmack keinen Deut schlechter als genannte Filme; kunstvoll fügen sich scheinbar wild zusammenwürfelte Szenen wie bei einem Puzzle langsam zusammen, machen immer mehr Sinn und am Ende steht das fertige großartige Bild, wie zu erwarten äußerst dramatisch und zutiefst tragisch für die Beteiligten. Schauspielerisch brilliant, wobei Charlize Theron das Ensemble nochmal toppt.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

niceeddy

Antwort löschen

Mein Liebster ist die Hundeliebe


angelmoonsoul

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Charlize Theron liefert die beste Leistung ab! Sie ist einfach genial!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

I_have_seen

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich weiß nicht wieso andere den Film so "unterbewerten" ich fand den Film ziemlich gut (auf jedenfall sehenswert!)

Die Story ist dramatisch (verzwickt, gewaltig, trauig), dramaturisch gut zugespitzt und alles andere als weltfremd. Die Inzenierung (Szene+Schauspiel) ist eindruckvoll.

Es geht um Liebe, Treue und Untreue. Es geht um Leidenschaft, Enttäuschung und Aggressionen . Im Kern geht es um Scham (und den Wunsch nach Anerkennung). Im Kern geht es um Reue (es geht um verzweifelte Menschen die in der Angst sich zu stellen und um erlittene Selbstvorwürfe und Selbstverachtung). Und es geht um zentrale Tabus neben den menschlichen Wunschvorstellungen eines idialen Mannes, einer Idealen EHEFRAU (!) und einer idealen TOCHTER.

**Vorsicht Spoiler / Hinweise zum Inhalt**
Der Film rüttelt -wie ich finde- an unserem Idealbild von vor allem FRAUEN die in diesem Film und vor unserm Ideellen Vorstellungen kräftig versagen, weil sie (die FRAU) untreu wird, einen Mann liebt der Mexikaner ist mit dem Sie sex hat und es nicht sein lassen kann (verständlicher Weise...wie ich finde...der Ehemann der sich vor seiner Ehefrau eckelt ist nicht gerade gut fürs Selbstbewusstsein), sie verheimlicht, lügt und betrügt und ist nicht für ihre Kinder da, sie vernachlässigt ihre "pflichten" gegenüber ihrer Familie, sie wird unzuverlässig, sie erscheint selbstsüchtig. Die Tochter versagt in unseren Vorstellungen, weil sie "Schande" über ihre Familie bringt weil Sie mit dem Sohn des Ehebrechers was anfängt, unehelich schwanger wird, das Kind ablehnt, das Kind verlasst ... und ohne weiteres Lebenszeichen alle im ungewissen lässt, eine beziehungs-, zügel- und rücksichtslose Sexualität praktiziert.

In unser Kultur ist es üblich Frauen als Opfer und Männer als Täter zu betrachten. Es ist unüblich Frauen zu zeigen die Täter sind. Es ist unüblich Frauen als Opfer von Täterinnen zu zeigen. Es unüblich Frauen als gesellschaftlich verachtenswert zu zeigen. Es unüblich Frauen zu zeigen für Leid, Mord und Tod verantwortlich sind. Es ist unüblich Frauen zu zeigen die auf der ganzen Linie vor dem gesellschaftlichen Urteil vollständig versagen. Es ist unüblich Feige Frauen zu zeigen. Es ist unüblich feige Ehefrauen zu zeigen. Es ist unüblich feige Mütter zu zeigen. Es scheint unpassend zu sein sich vorzustellen das Frauen Gewalt ausüben oder einfach fehler machen und fehler aussitzen oder emotional und moralisch innerlich zerrissen sind (vor allem mit dem Blick auf das erwartungsbild einer Mutter-Kind-Beziehung).

Und es ist für vor allem unfein Tätern, seien es Männer oder Frauen, auf irgendeine Art eine "Entschuldigung" zu zubilligen und mit ihnen "Einfühlungsvermögen" zuteil werden zu lassen. Gut ist gut. Böse ist böse. Frau ist gut. Mann ist böse. Und aus.

Fazit:
Die Thematik ist (vor dem Hintergrund eines festen und erhabenen Frauenbild) eine herausforderung. Ein -ohne frage- anspruchvoller Stoff mit gesellschaftlich brisantem Inhalt. Die Schauspieler spielen ihre Rollen sehr gut. Die Inzenierung und die Szenerie (also das Bild) ist stimmig. Die Vielschichtigkeit der Handlung wird deutlich. Die Darstellung der Zerrisssenheit ist einfühlsam. Die Tragweite spricht mich emotionell an.

Das erst der drohende Tod die beteiligten dazu bringt den nötigen mut aufzubringen sich ihrer Vergangenheit zu stellen wird mit dem Schluss auf eine -wie ich finde- schöne weise bildhaft klar. Und ich finde es schön das das Ende Platz lässt für meine Phantasie wie das Leben für Sie wohl weitergehen könnte.

So gesehen ist der Film "große Kunst"
Bitte ansehen ...und die Kunst bewerten ...und nicht die kulturelle Aussage.

Ich habe nochmal gezielt nachgedacht aber ein richtiger Schwachpunkt fällt mir zu dem Film nicht ein!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

oregon

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Die Machart des Filmes mit den verschiedenen Zeitebenen verspricht eigentlich genauso wie die gut angelegten Charaktere am Anfang des Filmes mehr als er am Ende halten kann.

Es gibt einzelne Szenen, die einen Geschmack davon geben, was der Film hätte sein können, aber der grosse Spannungsbogen, der alles zusammenhält, existiert nicht.

Es ist kein schlechter Film, aber irgendwie bleibt ein schaler Geschmack zurück, der wohl auf die Diskrepanz zwischen der anfangs aufwendig verschachtelten Erzählweise und der gegen Ende doch eher banalen Auflösung besteht.

Man bedauert nicht ihn gesehen zu haben, aber er bleibt auch nicht nachhaltig im Gedächtnis.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

RicardaHEYYA

Kommentar löschen

Der Aufbau und Inhalt des Film hört sich an wie ein Manga oder Anime! Tod, Mord, Liebesbeziehungen von Kindern der Liebhaber...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

aikifreak

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Eine schöne und offensichtlich gebrochene Frau hat lustlosen Sex. Eine Familienmutter geht fremd und stirbt mit ihrem Liebhaber in einem Feuer. Ein mexikanischer Pilot eines Sprühflugzeugs stürzt ab und landet im Krankenhaus. Die Verbindung zwischen diesen Szenen wird im laufe des Films enthüllt, leider auf einer unspektakulären Weise. Zwischen den Zeitebenen wird unmerklich hin und her geschnitten und so zum Ende hin lüftet sich das Gesamtbild.
Filme, die so erzählt werden, müssen immer etwas Grossartiges bieten damit der Zuschauer am Ball bleibt, leidenschaftliche Szenen, grandiose Landschaftsaufnahmen, gute Dialoge oder ähnliches. Leider bietet "The Burning Plain" das alles nicht oder zumindest nur mittelmäßig und somit bleibt nur der Eindruck von Langatmigkeit zurück. Nicht zu verwechseln mit Langeweile, soweit würde ich nicht gehen, trotzdem wurde viel Potential verschwendet, die auch eine gut spielende und nackte Charlize Theron nicht mehr wettmachen kann.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Fans dieses Films mögen auch