Auf der Flucht - Kritik

US 1993 Laufzeit 130 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Thriller, Kinostart 16.09.1993

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Kritiken (5) — Film: Auf der Flucht

Timo K.: CEREALITY

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7.0Sehenswert

Dr. Kimble (familiäres Grinsen, unter Dauerstrom: Harrison Ford) in Handschellen. Er ist langsam. Hinter ihm ein entgleisender Zug. Dieser wird schneller. Sein eng miteinander in Beziehung gesetztes Kompositionsprinzip von Rausch und Stauung macht aus "Auf der Flucht" extraelegant pumpendes, nach wie vor zeitloses Genrekino, das auch von einem jungen Paul Greengrass stammen könnte: Andrew Davis' sensationell drückender, keuchender Fortbewegungsthriller ist zu allererst einmal ein Schnittfilm (Schmankerl: ein Schnitt vom Kuss zur Mund-zu-Mund-Beatmung), der seine Jagd in parallele, frenetische Takte schneidet, obwohl er sich die Freiheit nimmt, in dreckbefallenen, aber auch weitausholenden Interieurs nach Belieben zu drosseln, bis zur unheimlichen, mit Gefahr geschwängerten Stille. Die Technik der Fragmentierung, das Zusammenstellen und Einfangen von vorüberziehenden Spontanreaktionen, der obsessive, gehetzte Blick über die Schulter, beherrscht diesen Film, und hierbei ergibt er sich virtuos den flotten Schwingungen. Wenngleich das Drehbuch (David Twohy) von keiner konfusen Verschwörungsseifenoper ablassen kann (Resultat: Mann gegen Mann, Einzelner gegen ein System) und fortwährend verwinkelt erzählen will, formt "Auf der Flucht" obendrein Charaktere, von denen eine widersinnige Beschaffenheit von Empathie ausgeht. Tommy Lee Jones gestikuliert derb, unzugänglich und sarkastisch den wahnsinnigen "Leitwolf". Sobald er anfängt zu glauben, wird er menschlich(er), gefühlsbetonter. Die hieraus kippende intime Stimmung nimmt in Gänze gefangen.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

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6.5Ganz gut

Hochgelobt damals wie heute und nachvollziehen lässt sich das punktuell absolut. Nur der ganz große Hit ist „Auf der Flucht“ nun wirklich nicht, mal ganz nüchtern und ohne Nostalgie-Bonus betrachtet. Natürlich gelingt Andrew Davis eine an sich gelungene Umsetzung des Straßenfegers aus den 60ern, dank eines straffen Tempos und zwei äußerst charismatischen Hauptfiguren, mit Everybody’s Darling Harrison Ford und dem grantigen Knitter-Gesicht Tommy Lee Jones sehr treffend und effektiv besetzt.

Das ist grundsolides Thriller-Kino der 90er, dem es letztendlich (mit Ausnahme der damals wirklich spektakulären Crash-Sequenz am Anfang) an den Momenten fehlt, die ihn so richtig durch die Decke drücken. Langweilig wird das Katz-und-Maus-Spiel niemals, nur gelingt dem zweckdienlichen Handwerker Davis es nicht, sehr markante Momente zu setzen. Viele Filme mit deutlicheren Mängeln haben dieses gewisse Etwas, diese Situationen, diese inszenatorischen oder narrativen Kniffe, die sie klar abheben und nachhaltig wirken lassen. So komisch das klingt, „Auf der Flucht“ wirkt zu stabil und sicher, als das er länger auffälllt. Das wird klassisch runter gespielt, erlaubt sich keine großen Fehler, wagt aber eben auch kaum was. Selten hat man das Gefühl, als könnte die Flucht vorzeitig beendet werden. Egal, wie eng sich das Netz um Richard Kimble zieht, der kommt da schon raus. Wie und warum ist relativ egal. Das dürfte eh klar sein, aber mit einer weniger auf Nummer sicher gehenden, dadurch eventuell angreifbareren Inszenierung, mehr Mut zum Risiko, würde das vielleicht richtig zünden. So kann man sich problemlos ordentlich unterhalten lassen und auch mal voll mitgehen, doch gibt und gab es etliche Thriller, die trotzdem mehr fasziniert und gepusht haben.

Ich wurde und werde wohl nie so richtig warm mit dem Film, eigentlich schade. Sehr nett auf hohem Niveau, dem irgendwie trotzdem Eier fehlen.

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten

Keks123

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Stimme Jacko voll zu. :)


JackoXL

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@Keks: Hört man gerne. :)


Julio Sacchi: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

"I didn't kill my wife!" - "I don't care."
Mit Bodenhaftung präsentierte Dauerhatz, die ihren grandiosen Blockbuster-Schauwert schon gleich zu Anfang abfeuert und hernach mit ausgeprägtem Realitätsanspruch zu Werke geht. Die Dynamik des Films entsteht zwischen den ausgezeichneten Hauptakteuren. Zum perfekten Unterhaltungsfilm wird THE FUGITIVE aber dennoch nicht, zu bieder ist Davis' Regie - und vor allem ist in der letzten halben Stunde leider die Luft raus.

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SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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7.0Sehenswert

[...] "Auf der Flucht" hat eigentlich all das, was ein guter Action-Thriller benötigt. Regisseur Andrew Davis tritt sofort aufs Gas und legt ein Tempo an den Tag, welches den Zuschauer sofort packt und mitten in das Geschehen reißt. Ein spannendes Katz- und Mausspiel wird entfacht, das immer dann seinen Höhepunkt erreicht, wenn sich Kimble und Gerard in die Augen sehen, oder sich quasi knapp verfehlen. Ob es da die Verfolgung durch die Talspeere, im Krankenhaus oder inmitten einer Parade ist, inszenatorisch ist Davis immer voll auf der Höhe. Sind die Hetzjagden jedoch überstanden, dann schleichen sich immer wieder kleinere Längen ein, die den Film zwar nicht langweilig machen, aber das eigentlich flotte Tempo des Filmes immer wieder etwas ausbremsen, was dann natürlich auch zur Folge hat, das die Laufzeit von knapp 130 Minuten immer wieder deutlich wird. Wenn man von diesen kleineren Schwächen absieht, dann erweist sich die Jagd auf den Unschuldigen durchaus als intelligent und durchdacht und kann vor allem dadurch punkten, dass Davis darauf verzichtet, seine Charaktere in eine altmodische Schwarz-Weiß-Zeichnung zu pressen und einen der Charaktere unbedingt zum Gute oder eben zum Bösen zu machen. Wir können unsere Sympathie klar auf die Figuren verteilen, haben Mitleid mit dem flüchtenden Kimble und schließen uns Gerard auf der Suche nach Kimble an, immer mit der Hoffnung, dass er die Wahrheit rechtzeitig rausbekommt. So ist "Auf der Flucht" mit Sicherheit ein guter und spannender Film, dem es zwar hin und wieder an Fahrt fehlt, doch zu einer erneuten Sichtung geradezu einlädt, nicht zuletzt wegen der starken Charakterzeichnung. [...]

Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

jacker

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Intelligent?
Kein Schwarz-Weiß?

Was habe ich nur verpasst?


Bandrix: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

Ein Klassiker des modernen Spannungskino, mit viel Action und gehörig Suspense. Harrison Ford und Tommy Lee Jones spielen sich hier gegenseitig an die Wand und heben das Niveau des Films noch ein Stück höher!

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Kommentare (95) — Film: Auf der Flucht


Sortierung

christian-bauer

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Bewertung7.5Sehenswert

Auch nach mehr als 20 Jahren ist "Auf der Flucht" noch immer ein Thriller, der begeistern kann.
Während man Jane Lynch in ihren Schauspielanfängen erlebt, kann man Tommy Lee Jones und Harrison Ford bereits auf deren Erfolgswellen bestaunen.

Grandioser Actionfilm

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SilverDagger1992

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Andrew Davis' Action-Klassiker "Auf Der Flucht" ist spannendes Popcornkino. Harrison Ford versucht hier als zu Unrecht verurteilter Mörder seine Unschuld zu beweisen.
Der Film ist rasant und spannend und bietet Ford in Bestform. Mit Tommy Lee Jones, der kongenial als U.S. Marshall brilliert, schafft es der Film auch Leerlauf-Szenen interessant zu machen. Jones spielt wunderbar den arroganten Verfolger und stiehlt dem flüchtenden Harrison Ford oft die Show.

"Auf Der Flucht" ist wunderbar unterhaltsam und spannend. Das liegt vorallem an der rasanten Inszenierung. Auch Leerlauf wird gut überbrückt denn Tommy Lee Jones macht einfach in jeder seiner Szenen richtig Spaß. Für Action- und Thrillerfans eine bestimmt gute Wahl.

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corinna.freiburg

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Bewertung6.5Ganz gut

Als damals kompletthöriger Harrison Ford Fan war der Film für mich ein Muss. Leider Gottes wurde er mir quasi sofort wieder von meinen Eltern verleidet, die mir ständig erzählen mussten, daß David Jansen ein besserer Dr. Kimble und die Serie sowieso besser als der Film ist... Gott, was habe ich sie dafür gehasst... zumal ich es immer noch nicht nachvollziehen kann.
Klar, der Film ist in die Gegenwart gerutscht, ist ja nicht zwingend erforderlich, daß er in den sechziger Jahren spielen muss. Zugegeben, er hat auch einige Längen und ich gestehe es mir sogar ein, daß ich Tommy Lee Jones besser fand als Harrison Ford. Der blieb ja einfach mal komplett hinter dem zurück, was ich bislang von ihm gewohnt war.
Was die zugrunde liegende Serie betrifft: Ich weiß nicht, was meine Eltern daran so toll fanden... vielleicht hab ich auch einfach nur ausgerechnet die schlechtesten Episoden erwischt, die die Serie zu bieten hatte, denn ich fand die Serie sowas von langweilig, daß es zum Einschlafen reizte, daher hab ich damit ziemlich schnell wieder aufgehört.
Für sich allein betrachtet ist der Film durchaus in Ordnung, hat auch einige gute und spannende Passagen (ich sag nur, die Gefängnissequenz, Treppenhaus und so) und einige verdammt gute Darsteller zu bieten, aber ein wenig lang gezogen ist das schon alles. Fehlt so ein klein wenig noch der letzte Pepp. Vielleicht hätten wir doch besser jemand anders flüchten lassen sollen...

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Val Vega

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Bewertung7.5Sehenswert

„Auf der Flucht“ ist ein grandioser Thriller, der vor allem durch seine zwei gerade zu perfekt besetzten Hauptdarsteller Harrison Ford (erstaunlich elegant mit Vollbart) und Tommy Lee Jones (wunderbar cool wie immer) punktet. Das Katz-und-Maus-Spiel wird von Andrew Davis vorzüglich inszeniert, sodass der Thriller in den ruhigen Szenen, nie an Spannung verliert. Die Geschichte ist durch und durch logisch erzählt und da die Charaktere mit der nötigen Tiefe vom Drehbuch ausgestattet wurden, steht der Glaubwürdigkeit des Films nicht viel im Weg. Ohne in irgendeiner Form out-of-time zu sein, macht „Auf der Flucht“ riesenspaß und gehört zwar nicht zu den Glanzstücken jenes Genres, erzählt aber eine glaubhafte Geschichte, die von den tollen Darstellern getragen wird.

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The Freewheelin Fonda

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Naja, auf die Darstelleroscars kann man oft noch was geben, die "Besterfilm" Academys finde ich erst seit dem neuen Jahrtausend lächerlich und die anderen Kategorien interessieren mich eh nicht SO sehr ;)


Val Vega

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Nein, da hätten gerade in den letzten Jahren Gosling für "Drive" oder Fassbender für "Shame" gewinnen müssen. Ich finde das, das kleine Kino, abseits von den typischen Academy Filmen einfach viel zu oft übergangen wird.


Mr:Much

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Bewertung7.5Sehenswert

Finde den Film ganz gut.aber ich habe" Auf der Jagd" mit Wesley Snipes zuerst gesehen.Daher für Harrison Fords gute Leistung und die von Tommy Lee Jones eine 7.5

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T00BI

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Chirurg Dr. Richard Kimble (Harrison Ford) muss eines Abends mit ansehen, wie ein völlig unbekannter Mann seine Frau ermordet und schließlich entkommen kann. Er wird als Hauptverdächtiger beschuldigt, denn alle Beweise stehen gegen ihn, schließlich wird er zum Tode verurteilt. Doch Kimble kann entkommen und versucht mit allen Mitteln seine Unschuld zu beweisen, indem er versucht den Mörder seiner Frau ausfindig zu machen. Doch der US-Marshall Samuel Gerard (Tommy Lee Jones) klebt ihm auf den Fersen.

Um ehrlich zu sein hatte ich mir ein bisschen mehr von "Auf der Flucht" erwartet. Man bekommt hier zwar zweifelsfrei einen guten Film zu sehen, doch die wirklich packenden Momente blieben bei mir insgesamt auf der Strecke. Harrison Ford und Tommy Lee Jones machen einen guten Job, vor allem Harrison Ford, den ich sowieso total mag, verleiht seinem Charakter mit seiner Darstellung des unschuldigen Doktors, der einfach nur Gerechtigkeit will, einige Sympathien. Auch Tommy Lee Jones macht einen guten Job, warum er hierfür einen Oscar bekommen hat ist mir aber trotzdem ein Rätsel. Auch Spannung ist hier durchgehend drin, wenn man zusammen mit Kimble immer weitere Puzzlestücke findet, die sich gegen Ende dann in ein Großes und Ganzes fügen, das macht schon Spaß, aber einen Thriller der mehr als "gut" ist, den hab ich jetzt nicht gesehen. Dafür fehlen mir hier einfach die richtig starken Momente. Eine einzigen Szene gab es aber, bei dem mich der Film voll und ganz hatte, und zwar die zwischen Kimble und der Krankenschwester (Julianne Moore), in der er in der verzwickten Lage in der er steckt sich trotzdem noch die Zeit nimmt, einen verletzten Jungen vor dem Tod zu retten. Ansonsten war "Auf der Flucht" für mich leider "nur" ein gewöhnliches Katz- und Mausspiel mit wirklich guten Darstellern, bei dem ich insgesamt schon meinen Spaß hatte, trotz alle dem ist der Film in meinen Augen schon etwas überbewertet.

Ach ja, der Hausmeister hat die Wahrheit gesagt!

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filmfreak23

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Finde ich auch etwas überbewertet!
Ein guter, kurzweiliger Thriller zwar, aber nichts Außergewöhnliches.


T00BI

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Ganz genau :)


doctorgonzo

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Bewertung9.0Herausragend

Advent, Advent, ein Güterzug brennt. Ja, es ist schon wieder so weit. Unter dem virtuellen Nadelgehölz hier nun etwas für Schlopsi (den Nick möchte ich übrigens mal bei Gelegenheit erklärt bekommen.
Happy Wichteldingens...

"Die Unschuld ist eine Form des Wahnsinns."

Graham Greene

Die "Great Smokey Mountain Railroad"... Wenn das nicht nach Idylle und einer gepflegten Ausfahrt im Museumszug klingt, dann weiß ich auch nicht.

Auf einem solchen Ausflug würde man übrigens an einem Drehort zu "Auf der Flucht" vorbeikommen.
Ebenso, wenn man noch in die Tunnel der Chicago Tunnel Company dürfte, die bis in die 50er ein eigenes Schmalspurbahnnetz zur Versorgung der Stadt unter dem Zentrum betrieb (aber seit der Terrorangst darf keiner mehr runter) oder wenn man einen Blick auf den Chicago River wirft. Ein Fluss, dessen Fließrichtung mittels eines komplexen Schleusen- und Kanalsystems um 1900 umgekehrt wurde, um die Umweltbelastung des Michigansees zu reduzieren.
Irgendwie ist es schon allein bei Betrachtung der ganzen Kulissen irre, Filme zu erschaffen. Erstmal muss ja jemand ein geistiges Bild vom Schauplatz haben, dann muss sich einer Gedanken über die reale Entsprechung machen (oder ein CGI Ding basteln, was auch irgendwie ehrliches Handwerk sein kann, wenn man es richtig macht, aber nur dann) und dann muss man noch das Örtchen suchen und filmisch einfangen.
Batzen Arbeit für ein paar Sekunden hüpfender Bildchen.

Und trotzdem lohnt es sich: wenn man hier sieht, durch welch coole Ecken Andrew Davis den guten Harrison Ford, besessen von seiner Unschuld, so hetzen lässt.
Der Hintergrund ist ohnehin etwas, das man gern unterschätzt, weil man es meist höchstens unterbewusst wahrnimmt.
So auch in diesem Film.

An "Auf der Flucht" ist vieles bemerkenswert. Am auffälligsten finde ich aber, dass man mit einem elementaren Rezept für einen guten Thriller gebrochen hat, dem grandiosen Bösewicht.
Es braucht auch keinen, also hier nicht.
Denn hier geht es eigentlich nur um einen ständig rennenden und nervös über die eigene Schulter schauenden H. Ford und Tommy Lee Jones in der wohl besten Rolle seines Lebens.
Deputy Marshal Sam Gerard ist eine der großartigsten Ermittlerfiguren, die das Thrillerkino je hervorgebracht hat.
Tough, überlegt, knallhart, ironisch und gnadenlos kompetent.
Er könnte Dr. Kimble auch für die Lauflänge von "The Cure for Insomnia" jagen und es würde nicht langweilig werden.
Daneben bleibt alles andere irgendwie unwichtig. So cool die Verfolgungsjagden auch sind, ist es doch das Psychoduell, das hier die entscheidenden Meter macht.
Das ständige Über-die-Schulter-Schauen des Harrison Ford, der so herrlich hilflos schauen kann und das halbe Grinsen einfach genial drauf hat und das bissige Gebahren von Jones, der durch Ronald Nitschke auch noch eine Stimme bekommt, die es absolut in sich hat.
Da ist es beinahe nebensächlich, dass sogar Jane Lynch (ja, ich habe es auch erst beim vierten Ansehen bemerkt) oder Julianne Moore in kleinen Rollen auftreten, dass bei der St. Patrick´s Day Parade die Verfolgungsjagd auf coole Weise entschleunigt wird und das gesamte Marshal-Team einfach grandios zusammengestellt wurde, allen voran Pantoliano und dass der Score von James Newton Howard (der schon für Geniales und gnadenlose Grütze komponiert hat) das Tempo der Geschichte perfekt untermalt.
Ein wunderbar stimmiger Thriller. Perfekt zusammengebaut, sehr überlegt besetzt.

Einfach herrlich.

Setzt auch in der Zeit von Internetfahndung und DNA Analyse keinerlei Staub an und ist auch völlig zurecht in zeitloser Populärkultur verewigt worden, denn Bart Simpson lässt nicht nur Milhouse von Sam Gerard jagen, sondern schreibt auch noch an die Tafel "Meine Hausaufgaben wurden nicht von einem Einarmigen gestohlen".

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Andy Dufresne

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Groß doc! Ich liebe deine Art Kommentare zu schreiben!
Launig, überlegt, ironisch, fundiert.
Ich scrolle ja ab und an Kommentare, aber deine nie.
So, genug geschleimt :)
Frohes fest noch, by the way ;)


doctorgonzo

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Tausendundeinen Dank. Meine Freude, Deine Kommentare zu lesen ist ähnlich groß.


toschiii

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Toller Thriller mit guten Schauspielern und entsprechend packender Story.
Nach knapp 18 Jahren habe ich mir diesen Streifen wieder einverleibt und war nicht minder begeistert als vor etwaigen Jahren.

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replicant-10

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auf der Flucht ist ein ziemlich spannender Film
mit Harrison Ford und Tommy Lee Jones als gnadenloser
Cop.
Ein genialer klassiker !!!

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sam_ace_rothstein

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Bewertung7.5Sehenswert

Hochspannungsthriller mit Harrison Ford in einer Paraderolle. Das Katz und Maus Spiel zwischen Harrison Ford und Tommy Lee Jones begeistert und fasziniert zugleich. Die stärksten Szenen sind logischerweise immer die, in denen sich die Protagonisten gegenüber stehen bzw. Die Szenen in denen Dr. Kimble seinen Verfolgern knapp entkommen kann.

Schauspielerisch können beide Hauptdarsteller voll und ganz überzeugen. Harrison Ford hat schon in Frantic bewiesen, wie gut solche Rollen zu ihm passen.
Tommy Lee Jones ist die Rolle des Sprücheklopfenden Badass Marshalls wie auf den Leib geschrieben. Trotzdem ist es ein Witz, dass er mit einer guten aber überhaupt nicht überragenden Leistung den Oscar abgeräumt hat...

Fazit: Rasanter Thriller mit einer spannenden Story und einem tollen Schauspielensemble.

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jacker

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Bewertung4.0Uninteressant

Sollte tvtropes.org jemals einen Crash erleiden, THE FUGITIVE liefert in einem Durchlauf genug Material, um die Datenbank komplett wieder aufzufüllen. Boah... Lee Jones als Mr. Obercool, nur am Sprüche kloppen, nur am zackig herumkommandieren, nur im Laufschritt unterwegs (und dadurch primär eins: nur am Nerven!) bildet die Speerspitze, aber auch sonst wird ganz tief in die Trickkiste der 08/15-Banalitäten gegriffen:
Alles basiert auf Glück, alles löst sich immer in der allerletzten Sekunde auf - egal ob Harrison Ford entkommt, der Gangster vor dem Pullen des Triggers umgehauen wird, etc. etc. - der Protagonist überlebt ca. einhundert lebensgefährliche Situationen (in denen er natürlich auch immer 2 ms vor dem Knall entkommt), indem er auf Fahrstühlen landet, von hundert Meter hohen Dämmen springt, Züge über ihn fliegen. Dabei geht sein Verfolger natürlich auch mehrfach einige Zentimeter an ihm vorbei, oder Glasscheiben fangen Projektile ab.

Vielleicht kommt irgendwann im Leben eines jeden Filmfreundes der Punkt, an dem er diese ganze Einheitsgrütze einfach nicht mehr ertragen kann und vielleicht ist genau dieser Punkt nun für mich gekommen. THE FUGITIVE hat mich durchweg angeödet und nicht einmal darüber hinaus auch nur ansatzweise auf die Folter gespannt, mitgerissen, bewegt, oder zumindest auch nur stumpf unterhalten.

Nichts.
Liegt das an diesem exzessiven Stereotypen Einsatz?

Der wäre als halb so wild einzustufen, wenn inhaltlich und/oder inszenatorisch irgend etwas gerissen worden wäre.
Was leider nicht der Fall ist - anscheinend wurde keine Sekunde mehr als nötig in das Skript gesteckt, der Plot ist lediglich Vehikel für das ewig andauernde Katz und Maus-Spiel. Ewig! Mit 130 Minuten ist der Film, dafür dass man das alles schon hundertfach gesehen hat VIEL (genaugenommen 130Minuten) zu lang, was der trägen Stimmung den Todesstoß versetzt. Inszenatorisch versagt Andrew Davis wie immer auf vollster Linie. THE FUGITIVE fehlt jegliche Dynamik und Geschwindigkeit! Untermalt vom unerträglich-schrottigen 90er Jahre C-Movie-Score-Geblubber (verbrochen von James Newton Howard, der wohl keine Gage bekam, anders kann dieser Totalausfall nicht erklärt werden) schleppen sich Protagonist Dr. Kimble und die Story um ihn rum von Eckpfeiler zu Eckpfeiler, merken aber nicht, dass diese Pfeiler auf zwei Seiten eines Kreises stehen und sie immer wieder am Anfang ankommen:

Flucht.. Jagd.. Knappes Entkommen.. Flucht.. Jagd.. Knappes Entkommen.. Flucht.. Jagd.. Knappes Entkommen.. Flucht.. Jagd.. Knappes Entkommen..

Und so weiter.
Andrew Davis kann einfach gar nichts und legt hier - durch die tragische Abkehr von der Art Trash, die seine Seagal-Filmchen noch einigermaßen sehenswert machte - den Grundstein für eine Laufbahn, die mit Müll wie AUSSER KONTROLLE und COLLATERAL DAMAGE ihre Tiefpunkte fand.

Wie dieser Film zu seinem Status gelangen konnte ist mir ein Rätsel, in meinen Augen ein ganz schwacher NORTH BY NORTHWEST Abklatsch, knapp über RTL II Niveau. Wer Ford auf Hetzjagd sehen will, sollte sich an Polanski's FRANTIC halten!

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howannes.warrakhjan

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Ich find ihn grandios, heutzutage wird sowas geniales kaum noch gedreht.


jacker

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Das ist doch nur Phrasendrescherei! Was genau ist an THE FUGITIVE denn so einzigartig, dass es heute nicht mehr zu finden ist?


Alex17094

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr gutes Filmchen

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DeutschePraezision

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ohhh ich lieeeeeeeeeeeeebe diesen Film =)
Natürlich auch bzw wegen Harrison Ford <3

Vosicht kleine Spoiler kommen vor:
Ich find die Grundidee genial, die Umsetzung fabelhaft und die Besetzung großartig =)
Der Film langweilt/e mich zu keiner Minute, trotz evtl kleineren "Fragezeichen" die über dem Kopf herumschweben wenn man so manche "Stunts" hinterfragt =)
(Stichwort: ins Wasser springen)

Ich kann den echt empfehlen wenn man etwas Spannendes sucht, was einen wenig fordern soll
(Soll heißen man muss nicht großartig mitdenken beim anschauen)

TOP =)

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ElmStreet84

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Auf der Flucht" hat eine Wertung von 8.5 meiner Meinung nach mehr als verdient. Das Schauspiel von Harrison Ford und Tommy Lee Jones fesselt einen wirklich bis zum Ende und man fiebert während Kimbles Flucht und dem Versuch, den Mörder seiner Frau endlich zu stellen ununterbrochen mit. Jones kühle Art, die er in die Rolle des Gegenspielers Samuel Gerard steckt, passt grandios in den Film und seine Darstellung - ebenso die von Ford - klebt die Augen des Zuschauers wirklich bis zum bitteren Ende an die Mattscheibe fest und es bleibt durchgehend spannend. Leider habe ich den Fehler gemacht und ihn heute im Fernsehn mit viel Werbung gesehen, was einen nach der Zeit echt nervt. Abgesehen davon, ein echt gelungen -wenn nicht grandioser- Thriller, dem ich nur jedem empfehlen kann. Fantastisches Katz-Und-Maus-Spiel!

Polizist: "Dieser Kerl ist Fischfutter!"
Marshall Samuel Gerard: "Dann holen Sie mir den Fisch hoch, der ihn gefressen hat!"

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henrik.bruning

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

" Solide.Spannend.Sehenswert." von smartyx triffts eigentlich ganz gut.
Wenn man dann noch Harrsion Ford -Fan ist wird der Film schnell Ausgezeichnet.

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BattlemasterIZ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auf der Flucht ist ein packender Action-Thriller, der mir wegen des hohen Tempo und der originellen Inszenierung der zwei Hauptdarsteller (Harrison Ford und Tommy Lee Jones) besonders gut gefällt. Harrison Ford spielt in Höchstform, man fiebert mit Ihm mit.
Aber ohne den renommierten Tommy Lee Jones wäre der Film wohl auch nur halbsogut, seine knallharte Schauspielkunst mit dem trockendem Humor beeindruckt.
Ein Polizist sagt: "Dr. Kimble ist Fischfutter", Samuel Gerard (T.Lee Jones) sagt: "Dann holen Sie mir den Fisch hoch, der ihn gefressen hat." - So einfach ist das denn doch nicht... Denn die gnadenlosen Heztjagd gegen Dr. Kimble fesselt bis zum Ende.

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

8 Punkte sind schon eine super Bewertung und ab 8 überlege ich wirklich noch ob ein Film, den ich jetzt bewerte diese hohe Auszeichnung verdient hat. Ich muss sagen, Auf der Flucht, hat diese 8 verdient, denn er ist ein Film, bei dem man von der ersten bis zur letzten Minute mitfiebert, da er seine Qualität von Anfang an beibehält!
Man hat einen unschuldigen Mörder, der auf der Flucht vor der Polizei ist und auf eigene Faust versuchen muss den wahren Mörder seiner eigenen Frau zu finden, während ihm ein der Deputy Samuel Gerad im Nacken sitzt. Die Handlung mag Recht einfach sein, doch was man hier aus ihr gemacht hat ist einfach eine perfekte Inszenierung eines Thrillers.
Man hat mit dem unschuldigen Flüchtigen gespielt von Harrison Ford und seinem Jäger, gespielt von Tommy Lee Jones schon zwei Schauspieler, die den Streifen mehr als sehenswert machen, dazu eine geniale Musikuntermalung und ein so wendungs- und einfallsreiches Drehbuch, dass man von diesem temporeichen und spannenden Film bis zum Schluss nicht loskommt!
Für eine 8er Bewertung sicherlich eine kurze Meinung aber wer sich den Film ansieht wird von ihm gefesselt werden, man hat dramatische Szenen die eindrucksvoll inszeniert worden und eine super Story, deren Spannung sich bis zum Ende steigert! Sollte man sich auf jeden Fall einmal ansehen!

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The Freewheelin Fonda

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@Toobi , das Lob hast du dir bei deinen ausführlichen Bewertungen aber auch verdient ;)
mit den Listen muss ich mal gucken, ich hab ja noch gar keine angelegt aber Themen wie Dvd Sammlung und Lieblingsschauspieler sollte ich wohl wirklich mal angehen!


jacker

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Ach du scheiße, Lee Jones hat für die Leistung nen Oscar bekommen? Naja, nicht das erste Mal dass die Academy sich lächerlich macht!

Für mich aht sich der Film übrigens wie 10h angefühlt :D


L-viz

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Bewertung4.5Uninteressant

Harrison Ford ist Dr. Kimble ist auf der Flucht! Ein ganz nettes Thrillerchen, mit nicht zu vielen Actioneinlagen und einer Mischung aus Flucht vor dem Knast und Jagd auf den Mörder und Drahtzieher. Wird letztlich kaum einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
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Eine Frage bleibt allerdings: Bei dem Gefangenentransport ist doch noch ein anderer Sträfling entkommen. Warum interessiert sich die Polizei so überhaupt nicht für den?

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Jonas37

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Zwei von den vier Gefangen sterben bei dem Unfall bzw. werden erschossen. Von dem schwarzen haben sie einfach am Anfang keine Spur, daher verfolgen sie den, von dem sie eine Spur haben. Außerdem hat der eine Polizist, der den Gefangenentransport begleitet hat zuerst behauptet es sei nur Kimble entkommen.
Ungefähr in der Mitte des Films wird dann ja auch der zweite Entflohene geschnappt und dabei erschossen.


L-viz

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Danke, das ist mir tatsächlich entangen.


80sFilmFan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Super spannender Thriller, mit kleinem Auftritt von Neil Flynn, dem Hausmeister von Scrubs :D

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smartyx

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Bewertung7.0Sehenswert

Solide.
Spannend.
Sehenswert.

Mehr muss man nicht sagen. Tolle Besetzung und fesselnde Story bis zum Schluss, auch wenn die eine oder andere Stelle durchaus vorhersehbar ist.

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Deine Meinung zum Film Auf der Flucht