Auf der Flucht - Kritik

The Fugitive

US · 1993 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 16 · Actionfilm, Thriller · Kinostart
  • 9 .5

    Stellt euch diesen bärenstarken Film mal in der heutigen CGI-Wahnsinns Welt vor, was hätten die alles für ein Brimborium aus dieser Story gemacht.
    -EINEN RIESENHAUFEN NONSENS ÜBERTRIEBENEN FIRLEFANZ DER 10.MINUTEN NACH DEM VERLASSEN DES KINOS BEREITS VERGESSEN WÄRE-

    Nicht dieser hochklassige & fesselnde Action Thriller mit einer sehr intelligent zusammengebauten Geschichte und zwei Weltstars in brillianter Form.

    Ford & Jones spielen sich gegenseitig zur höchstform hoch und das alles bündet sich zu einem außergewöhnlichen Film der 90er. Der sehr gute Actionsequenzen mit hochkarätigen Dialogszenen mischt, Perfektes Popcorn Kino!

    Auf der Flucht ist ein Klassiker!

    5
    • 6

      Ich habe den Hype um den Film eigentlich nie verstanden. Klar hat er seine spannenden Momente und die Schauspieler machen einen guten Job (wobei ich die Oscar-Auszeichnung von Tommy Lee Jones auch nicht ganz nachvollziehen kann) aber ich wüsste jetzt nicht was diesen Film im Vergleich zu anderen durchschnittlichen Action-Thrillern besonders macht...

      • 8 .5
        Scofield24 08.02.2016, 23:05 Geändert 08.02.2016, 23:10

        Ein TopFilm in dem die Spannung von Anfang bis Ende anhält. Tommy Lee Jones und seine Gruppe, einfach nur cool.

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        • 7 .5

          Harrison Ford und Tommy lee Jones...das sollte eigentlich schon genügen wen man wissen möchte ob dieser Film gut oder nicht gut ist...aber allen vorran hat dieser Film...Eine sehr Gute story viel Witz viel Action und ist extrem spannend....bravo..bitte mehr davon

          Fazit: El Klassiko la Action Thriller

          • 8

            Sehr guter Thriller, der die Spannung konstant bis zum Ende hält!
            Harrison Ford macht seine Arbeit wie immer sehr gut!

            • 7 .5

              Heutzutage vermisse ich klassische Detektivgeschichten im Kino schon ein bisschen, auch wenn man im TV-Serienformat eigentlich genug davon zu sehen bekommt. Im Kino geht diese Machart eben völlig unter, weil man sich auf Storytwists und Umschwenken von Sichtweisen konzentriert. Das ist einerseits voll okay, aber ist nun derart zum Mainstream geworden, dass man sich die klassischen Herangehensweisen kaum noch vorstellen kann.

              Bei "Auf der Flucht" kann ich mich noch daran erinnern, dass man sich fragte, wie man denn das alte Serienformat denn in gute zwei Stunden Film quetschen könne. Um es gleich vorweg zu nehmen: das funktioniert durchaus. Die Story ist durchaus klassisch gehalten. Ein Mord, viele Fragen - da wird jedem Krimifan gleich warm ums Herz. Vieles des Konstrukts erinnert stark an den Klassiker, und das funktioniert auch noch Jahrzehnte später sehr gut (warum also auch nicht heute?).

              Figuren, Setting und so manches Detail wurde dann einfach ein bisschen modernisiert, ohne von seinem Zeitwert zu verlieren. Richard Kimble wird so zu urmenschlichen Taten gezwungen, die nie an Aktualität verlieren, und jeder, der nach Gerechtigkeit sucht, wird wohl jedes zur Verfügung stehende Mittel anwenden, diese auch zu erreichen. Somit ist "Auf der Flucht" auch kein besonderes Phänomen der 90er, schon gar kein Remake einer alten Marke, die nur aufgewärmten Charakter versprühen würde. Die Halbwertszeit der Serie hielt sich also im Prinzip bis zur Verfilmung, ohne zweite allzu sehr zu überstrahlen.

              Der Film ist aber auch gelungenes Schauspielerkino. Bei Harrison Ford hatte ich im Kino ein bisschen Bedenken, dass ihm wieder ein zu starker Heldenfaktor zugesprochen würde. Irgendwie hing ihm dies selbst in Filmen wie "Frantic" oder "Die Stunde der Patrioten" an, doch hier konnte er auch andere Charakterzüge offenbaren, die ihm sehr gut zu Gesicht stehen. Eigentlich schon schade, dass Tommy Lee Jones als Gegenpart ausgesucht wurde, denn der spielt mal alle an die Wand. Oscar gerechtfertigt. Punkt. Somit ist der Thriller um ein schwer gelungenes Katz-und-Maus-Spiel erweitert worden, welches den Film deutlich aufwertet.

              Um kein verfälschtes Bild zu zeichnen, muss man den Film als Ganzes rezensieren: "Auf der Flucht" ist sicherlich kaum innovativ, durch seinen klassischen Touch auch bestimmt kein Jahrhundertwerk geworden. Er kann aber in seinem klassischen Rahmen unterhalten und Spannung aufbauen, dass man sich mindestens nicht langweilt. Das ist schon eine Menge wert, auch wenn die Film- und Serienlandschaft dadurch keine grundsätzliche Änderung erfahren hatte. Vielleicht würde der Film heute eher Bäume ausreißen, wenn er in geradezu dreister Weise uralte Tugenden wieder aufgreifen würde. Das würde vielleicht eine junge Generation beeindrucken, alle anderen höchstens noch in Nostalgie schwelgen lassen.

              • 6

                Wahrscheinlich war "Auf der Flucht" in den 90er Jahren ein angesagter Krimi, nach Erstsichtung vor ein paar Tagen muss ich allerdings zugeben, dass ich mehr erwartet habe. Die Spannungsschraube ist im Rahmen, wird aber meiner Meinung nach nie so doll angezogen, dass man diesen Krimi adeln muss. Harrison Ford gibt sich sichtlich Mühe und Tommy Lee Jones spielt natürlich mal wieder den Bullen. Ich werde diverse Vergaben dieses abgefuckten Oscarpokals nie verstehen. Bekommt hier Tommy Lee Jones als bester Nebendarsteller tatsächlich dieses Teil für 3x etwas misstrauisch gucken, 4x den dicken Max vor Kollegen machen und 2-3x dem armen Herrn Kimble hinterher rennen? Wahrscheinlich schon. Am Rande seien die Mitnomminierten erwähnt, klar war es DiCaprio (Gilbert Grape), des Weiteren Ralph Fiennes für seine Darstellung des Amon Götz in "Schindlers Liste" und selbst Malkovich´s Leistung ist in "In the Line of Fire" als Bösewicht höher anzusiedeln als Tommy Lee Jones 0815 Performance. So sehr ich diesen Typen mag, so wenig versteh ich den Oscar für diese Rolle. Am Ende bleibt sicherlich ein akzeptabler Krimi, aber Bäume ausreißen tut das Teil ganz sicher nicht. Was sich die Oscarjury, nicht nur diesmal, für Tüten reinpfeift werde ich wohl nie verstehen.

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                • 8

                  guter film

                  • 9 .5

                    Einer der besten Filme mit Harrison Ford. Ford liefert eine tolle Leistung ab und auch Tommy Lee Jones ist hervorragend. Der Film ist spannend von Anfang bis Ende.

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                    • 9
                      BJ_Maluha 04.08.2015, 11:09 Geändert 04.08.2015, 11:09

                      Zweifellos einer der besten Thriller der 90er. Hat bis heute nichts von seiner Wirkung verloren. Unglaublich spannend, mit starken Actionszenen und zwei überragenden Hauptdarstellern. Immer wieder gerne!

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                      • 9 .5

                        Einer meiner absoluten Favoriten mit Harriison Ford. Dazu noch TL Jones...top. Die Story und auch die Schauspielerei sind ausgezeichnet, die Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film. Ich glaube es gibt heutzutage kaum noch jemanden, dem "Auf der Flucht" kein Begriff ist.

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                        • 9

                          Auf der Flucht (1) und der zweite Teil "Auf der Jagd" gehören für mich ganz klar in mein Best Of Thriller Kategorie unter die ersten 25

                          • 8
                            drahdinedum 13.04.2015, 15:16 Geändert 13.04.2015, 15:16

                            Die vermutlich beste Verfolgunsgjagd aller Zeiten!

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                            • 8 .5

                              Mit "Auf der Flucht" verfolgt Andrew Davis das typische Hitchcock-Thema des unschuldig verdächtigten/verurteilten/verfolgten Mannes. Und daher erinnert der Film, der auf einer erfolgreichen TV-Serie aus den 60-er Jahren basiert, nicht von ungefähr an "Der unsichtbare Dritte".
                              Wohl auch für die Macher überraschend, wurde der Film für 7 Oscars nominiert, u.a. für den besten Film. Tommy Lee Jones gewann als bester Nebendarsteller.
                              Hervorragend besetzt, kann "Auf der Flucht" vor allem auch durch die großartigen Actionsequenzen glänzen.

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                              • 7 .5

                                Charaktere: 6.5/10
                                Drehbuch: 7/10
                                Inszenierung: 8.5/10
                                Und erneut bewahrheitet sich, dass es immer die besten Freunde sind, die einem in den Rücken fallen und man von denjenigen, von denen man es am wenigsten erwartet, die größte Hilfe bekommt. Ford als typischer Held, der unschuldig verurteilt wurde, abhauen und ganz nebenbei auch noch den Mord an seiner Frau und einen Medizinskandal aufklären muss. Als Nebenbeschäftigung spielt er noch den barmherzigen Samariter. Die Figuren wandeln sich alle, was sehr gut ist, aber Kimble ist mir zu sehr ein typischer Held und seiner Frau wird nicht genug Beachtung geschenkt. Eigentlich ist ihr einziger Charakterzug ihr gutes Aussehen, das ist auch das einzige, was man von ihr mitbekommt. Die erste Hälfte ist ein typischer Actionfilm, danach geht es um einen Medikamentenskandal, was ich für eine sehr gute Themenwahl erachte, aber noch ausbaufähig ist. Leider fällt hier auch die Spannung ab und der schwächere Teil des Films beginnt. Tommy Lee Jones Duell gegen Harrison Ford ist sehenswert. Vordergründig ein Actionfilm hat er einen interessanten Hintergrund, der aber noch stärker ausgebaut werden könnte. Trotzdem ein sehenswerter Film.

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                                • 7 .5

                                  Rasant erzählte und inszenierte Hatz, die von der grandiosen Darstellung der beiden Darsteller Ford und Jones lebt. Leider kann die zweite Filmhälfte nicht das Niveau der actionreichen ersten halten.

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                                  • 7 .5
                                    Foxpictures 17.11.2014, 17:08 Geändert 17.11.2014, 17:09

                                    Rasante und schnelle Handlung, die aber vor allem durch die Effekte und Schauspieler überzeugt, zudem ist Harrison Ford ein begabter Schauspieler, das einzige was ich nicht mag, dass die Handlung nach den Wasserfallsturtz abknickt und nur noch öde wird. Trotzdem eine überdurchschnittliche, fast schon Kult Charakter besitzender Film

                                    • 7 .5

                                      Auch nach mehr als 20 Jahren ist "Auf der Flucht" noch immer ein Thriller, der begeistern kann.
                                      Während man Jane Lynch in ihren Schauspielanfängen erlebt, kann man Tommy Lee Jones und Harrison Ford bereits auf deren Erfolgswellen bestaunen.

                                      Grandioser Actionfilm

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                                      • 7

                                        Dr. Kimble (familiäres Grinsen, unter Dauerstrom: Harrison Ford) in Handschellen. Er ist langsam. Hinter ihm ein entgleisender Zug. Dieser wird schneller. Sein eng miteinander in Beziehung gesetztes Kompositionsprinzip von Rausch und Stauung macht aus "Auf der Flucht" extraelegant pumpendes, nach wie vor zeitloses Genrekino, das auch von einem jungen Paul Greengrass stammen könnte: Andrew Davis' sensationell drückender, keuchender Fortbewegungsthriller ist zu allererst einmal ein Schnittfilm (Schmankerl: ein Schnitt vom Kuss zur Mund-zu-Mund-Beatmung), der seine Jagd in parallele, frenetische Takte schneidet, obwohl er sich die Freiheit nimmt, in dreckbefallenen, aber auch weitausholenden Interieurs nach Belieben zu drosseln, bis zur unheimlichen, mit Gefahr geschwängerten Stille. Die Technik der Fragmentierung, das Zusammenstellen und Einfangen von vorüberziehenden Spontanreaktionen, der obsessive, gehetzte Blick über die Schulter, beherrscht diesen Film, und hierbei ergibt er sich virtuos den flotten Schwingungen. Wenngleich das Drehbuch (David Twohy) von keiner konfusen Verschwörungsseifenoper ablassen kann (Resultat: Mann gegen Mann, Einzelner gegen ein System) und fortwährend verwinkelt erzählen will, formt "Auf der Flucht" obendrein Charaktere, von denen eine widersinnige Beschaffenheit von Empathie ausgeht. Tommy Lee Jones gestikuliert derb, unzugänglich und sarkastisch den wahnsinnigen "Leitwolf". Sobald er anfängt zu glauben, wird er menschlich(er), gefühlsbetonter. Die hieraus kippende intime Stimmung nimmt in Gänze gefangen.

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                                        • 6 .5

                                          Als damals kompletthöriger Harrison Ford Fan war der Film für mich ein Muss. Leider Gottes wurde er mir quasi sofort wieder von meinen Eltern verleidet, die mir ständig erzählen mussten, daß David Jansen ein besserer Dr. Kimble und die Serie sowieso besser als der Film ist... Gott, was habe ich sie dafür gehasst... zumal ich es immer noch nicht nachvollziehen kann.
                                          Klar, der Film ist in die Gegenwart gerutscht, ist ja nicht zwingend erforderlich, daß er in den sechziger Jahren spielen muss. Zugegeben, er hat auch einige Längen und ich gestehe es mir sogar ein, daß ich Tommy Lee Jones besser fand als Harrison Ford. Der blieb ja einfach mal komplett hinter dem zurück, was ich bislang von ihm gewohnt war.
                                          Was die zugrunde liegende Serie betrifft: Ich weiß nicht, was meine Eltern daran so toll fanden... vielleicht hab ich auch einfach nur ausgerechnet die schlechtesten Episoden erwischt, die die Serie zu bieten hatte, denn ich fand die Serie sowas von langweilig, daß es zum Einschlafen reizte, daher hab ich damit ziemlich schnell wieder aufgehört.
                                          Für sich allein betrachtet ist der Film durchaus in Ordnung, hat auch einige gute und spannende Passagen (ich sag nur, die Gefängnissequenz, Treppenhaus und so) und einige verdammt gute Darsteller zu bieten, aber ein wenig lang gezogen ist das schon alles. Fehlt so ein klein wenig noch der letzte Pepp. Vielleicht hätten wir doch besser jemand anders flüchten lassen sollen...

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                                          • 6 .5

                                            Hochgelobt damals wie heute und nachvollziehen lässt sich das punktuell absolut. Nur der ganz große Hit ist „Auf der Flucht“ nun wirklich nicht, mal ganz nüchtern und ohne Nostalgie-Bonus betrachtet. Natürlich gelingt Andrew Davis eine an sich gelungene Umsetzung des Straßenfegers aus den 60ern, dank eines straffen Tempos und zwei äußerst charismatischen Hauptfiguren, mit Everybody’s Darling Harrison Ford und dem grantigen Knitter-Gesicht Tommy Lee Jones sehr treffend und effektiv besetzt.

                                            Das ist grundsolides Thriller-Kino der 90er, dem es letztendlich (mit Ausnahme der damals wirklich spektakulären Crash-Sequenz am Anfang) an den Momenten fehlt, die ihn so richtig durch die Decke drücken. Langweilig wird das Katz-und-Maus-Spiel niemals, nur gelingt dem zweckdienlichen Handwerker Davis es nicht, sehr markante Momente zu setzen. Viele Filme mit deutlicheren Mängeln haben dieses gewisse Etwas, diese Situationen, diese inszenatorischen oder narrativen Kniffe, die sie klar abheben und nachhaltig wirken lassen. So komisch das klingt, „Auf der Flucht“ wirkt zu stabil und sicher, als das er länger auffälllt. Das wird klassisch runter gespielt, erlaubt sich keine großen Fehler, wagt aber eben auch kaum was. Selten hat man das Gefühl, als könnte die Flucht vorzeitig beendet werden. Egal, wie eng sich das Netz um Richard Kimble zieht, der kommt da schon raus. Wie und warum ist relativ egal. Das dürfte eh klar sein, aber mit einer weniger auf Nummer sicher gehenden, dadurch eventuell angreifbareren Inszenierung, mehr Mut zum Risiko, würde das vielleicht richtig zünden. So kann man sich problemlos ordentlich unterhalten lassen und auch mal voll mitgehen, doch gibt und gab es etliche Thriller, die trotzdem mehr fasziniert und gepusht haben.

                                            Ich wurde und werde wohl nie so richtig warm mit dem Film, eigentlich schade. Sehr nett auf hohem Niveau, dem irgendwie trotzdem Eier fehlen.

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                                            • 7 .5

                                              Finde den Film ganz gut.aber ich habe" Auf der Jagd" mit Wesley Snipes zuerst gesehen.Daher für Harrison Fords gute Leistung und die von Tommy Lee Jones eine 7.5

                                              • 4

                                                Der Chirurg Dr. Richard Kimble (Harrison Ford) muss eines Abends mit ansehen, wie ein völlig unbekannter Mann seine Frau ermordet und schließlich entkommen kann. Er wird als Hauptverdächtiger beschuldigt, denn alle Beweise stehen gegen ihn, schließlich wird er zum Tode verurteilt. Doch Kimble kann entkommen und versucht mit allen Mitteln seine Unschuld zu beweisen, indem er versucht den Mörder seiner Frau ausfindig zu machen. Doch der US-Marshall Samuel Gerard (Tommy Lee Jones) klebt ihm auf den Fersen.

                                                Um ehrlich zu sein hatte ich mir ein bisschen mehr von "Auf der Flucht" erwartet. Man bekommt hier zwar zweifelsfrei einen guten Film zu sehen, doch die wirklich packenden Momente blieben bei mir insgesamt auf der Strecke. Harrison Ford und Tommy Lee Jones machen einen guten Job, vor allem Harrison Ford, den ich sowieso total mag, verleiht seinem Charakter mit seiner Darstellung des unschuldigen Doktors, der einfach nur Gerechtigkeit will, einige Sympathien. Auch Tommy Lee Jones macht einen guten Job, warum er hierfür einen Oscar bekommen hat ist mir aber trotzdem ein Rätsel. Auch Spannung ist hier durchgehend drin, wenn man zusammen mit Kimble immer weitere Puzzlestücke findet, die sich gegen Ende dann in ein Großes und Ganzes fügen, das macht schon Spaß, aber einen Thriller der mehr als "gut" ist, den hab ich jetzt nicht gesehen. Dafür fehlen mir hier einfach die richtig starken Momente. Eine einzigen Szene gab es aber, bei dem mich der Film voll und ganz hatte, und zwar die zwischen Kimble und der Krankenschwester (Julianne Moore), in der er in der verzwickten Lage in der er steckt sich trotzdem noch die Zeit nimmt, einen verletzten Jungen vor dem Tod zu retten. Ansonsten war "Auf der Flucht" für mich leider "nur" ein gewöhnliches Katz- und Mausspiel mit wirklich guten Darstellern, bei dem ich insgesamt schon meinen Spaß hatte, trotz alle dem ist der Film in meinen Augen schon etwas überbewertet.

                                                Ach ja, der Hausmeister hat die Wahrheit gesagt!

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                                                • 9

                                                  Advent, Advent, ein Güterzug brennt. Ja, es ist schon wieder so weit. Unter dem virtuellen Nadelgehölz hier nun etwas für Schlopsi (den Nick möchte ich übrigens mal bei Gelegenheit erklärt bekommen.
                                                  Happy Wichteldingens...

                                                  "Die Unschuld ist eine Form des Wahnsinns."

                                                  Graham Greene

                                                  Die "Great Smokey Mountain Railroad"... Wenn das nicht nach Idylle und einer gepflegten Ausfahrt im Museumszug klingt, dann weiß ich auch nicht.

                                                  Auf einem solchen Ausflug würde man übrigens an einem Drehort zu "Auf der Flucht" vorbeikommen.
                                                  Ebenso, wenn man noch in die Tunnel der Chicago Tunnel Company dürfte, die bis in die 50er ein eigenes Schmalspurbahnnetz zur Versorgung der Stadt unter dem Zentrum betrieb (aber seit der Terrorangst darf keiner mehr runter) oder wenn man einen Blick auf den Chicago River wirft. Ein Fluss, dessen Fließrichtung mittels eines komplexen Schleusen- und Kanalsystems um 1900 umgekehrt wurde, um die Umweltbelastung des Michigansees zu reduzieren.
                                                  Irgendwie ist es schon allein bei Betrachtung der ganzen Kulissen irre, Filme zu erschaffen. Erstmal muss ja jemand ein geistiges Bild vom Schauplatz haben, dann muss sich einer Gedanken über die reale Entsprechung machen (oder ein CGI Ding basteln, was auch irgendwie ehrliches Handwerk sein kann, wenn man es richtig macht, aber nur dann) und dann muss man noch das Örtchen suchen und filmisch einfangen.
                                                  Batzen Arbeit für ein paar Sekunden hüpfender Bildchen.

                                                  Und trotzdem lohnt es sich: wenn man hier sieht, durch welch coole Ecken Andrew Davis den guten Harrison Ford, besessen von seiner Unschuld, so hetzen lässt.
                                                  Der Hintergrund ist ohnehin etwas, das man gern unterschätzt, weil man es meist höchstens unterbewusst wahrnimmt.
                                                  So auch in diesem Film.

                                                  An "Auf der Flucht" ist vieles bemerkenswert. Am auffälligsten finde ich aber, dass man mit einem elementaren Rezept für einen guten Thriller gebrochen hat, dem grandiosen Bösewicht.
                                                  Es braucht auch keinen, also hier nicht.
                                                  Denn hier geht es eigentlich nur um einen ständig rennenden und nervös über die eigene Schulter schauenden H. Ford und Tommy Lee Jones in der wohl besten Rolle seines Lebens.
                                                  Deputy Marshal Sam Gerard ist eine der großartigsten Ermittlerfiguren, die das Thrillerkino je hervorgebracht hat.
                                                  Tough, überlegt, knallhart, ironisch und gnadenlos kompetent.
                                                  Er könnte Dr. Kimble auch für die Lauflänge von "The Cure for Insomnia" jagen und es würde nicht langweilig werden.
                                                  Daneben bleibt alles andere irgendwie unwichtig. So cool die Verfolgungsjagden auch sind, ist es doch das Psychoduell, das hier die entscheidenden Meter macht.
                                                  Das ständige Über-die-Schulter-Schauen des Harrison Ford, der so herrlich hilflos schauen kann und das halbe Grinsen einfach genial drauf hat und das bissige Gebahren von Jones, der durch Ronald Nitschke auch noch eine Stimme bekommt, die es absolut in sich hat.
                                                  Da ist es beinahe nebensächlich, dass sogar Jane Lynch (ja, ich habe es auch erst beim vierten Ansehen bemerkt) oder Julianne Moore in kleinen Rollen auftreten, dass bei der St. Patrick´s Day Parade die Verfolgungsjagd auf coole Weise entschleunigt wird und das gesamte Marshal-Team einfach grandios zusammengestellt wurde, allen voran Pantoliano und dass der Score von James Newton Howard (der schon für Geniales und gnadenlose Grütze komponiert hat) das Tempo der Geschichte perfekt untermalt.
                                                  Ein wunderbar stimmiger Thriller. Perfekt zusammengebaut, sehr überlegt besetzt.

                                                  Einfach herrlich.

                                                  Setzt auch in der Zeit von Internetfahndung und DNA Analyse keinerlei Staub an und ist auch völlig zurecht in zeitloser Populärkultur verewigt worden, denn Bart Simpson lässt nicht nur Milhouse von Sam Gerard jagen, sondern schreibt auch noch an die Tafel "Meine Hausaufgaben wurden nicht von einem Einarmigen gestohlen".

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                                                  • 8 .5

                                                    Toller Thriller mit guten Schauspielern und entsprechend packender Story.
                                                    Nach knapp 18 Jahren habe ich mir diesen Streifen wieder einverleibt und war nicht minder begeistert als vor etwaigen Jahren.