Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff
Les Yeux sans visage (1960), IT/FR Laufzeit 85 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Kinostart 11.03.1960
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6 Kommentare
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von Georges Franju, mit Pierre Brasseur und Alida Valli
Die bildschöne Tochter des Chirurgen Dr. Rasanoff wird bei einem Unfall fürchterlich entstellt. Der Vater versucht, der Tochter durch Gesichtstransplantationen die verlorene Schönheit zurückzugeben. Dafür entführt er junge Frauen und tötet diese, ohne dass seine Tochter etwas davon ahnt. Bis diese eines Tages hinter das furchtbare Geheimnis ihres Vaters kommt.
Cast & Crew
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Georges Franju
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Pierre Brasseur
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Docteur Génessier
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Alida Valli
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Edith Scob
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christiane Génessier
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François Guérin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jacques Vernon
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Juliette Mayniel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Edna Grüber
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Alexandre Rignault
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Inspector Parot
Regie
Schauspieler
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Béatrice Altariba
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Paulette
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Claude Brasseur
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Inspector
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Michel Etcheverry
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lherminier - médecin légiste
-
Pierre Boileau
-
Pierre Gascar
-
Thomas Narcejac
- Genre
- Horrorfilm
- Handlung
- Arzt, Autounfall, Gesichtstransplantation
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff
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Kommentare (6) — Film: Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff
Kommentar schreibenthx4711 2012/05/22 09:47:41
Kommentar löschenIst jetzt nicht wirklich scary. Im Interview behauptet der Regisseur, die schrecklichsten Filme seien die, bei denen das Leiden eines Menschen keinen Ausdruck fänd, und erwähnt als den gruseligsten Film seiner Erinnerung eine gefilmte Trepanation eines Epeleptikers, bei dessen Vorführung Menschen ohnmächtig geworden sein sollen, und der deshalb so schlimm gewesen wäre, weil der Mensch, an dessen Schädel und Gehirn herumtrepaniert wurde, lächelte und keinen Schmerz verspürte. Zur Untermauerung seiner These wurde auf der DVD eine Doku über Pariser Schlachthöfe hinzugefügt.
Das Problem ist:
Ekel und Furcht sind dann doch zwei Paar Schuh. Eine eklige Szene ist noch lange nicht zum fürchten. Es muss negative Erwartung und Spannung aufgebaut werden.
Um sich also mit dem Horror zu identifizieren, muss aus der Sicht des Opfers gelitten werden. Der Doktor im Film handelt gleichgültig, aber auch vorhersehbar. Und das ganze ist hier wie eine objektive beobachtende Erzählung aufgebaut.
Außerdem sind die Effekte nicht so dolle. Die einzige blutige Szene im Film hätten sie sich auch sparen können, so künstlich kommt sie rüber.
Dennoch ist es irgendwie ein interessanter Film, vielleicht weil er die Erwartung des Horror eben nicht erfüllt, und weil er gerade durch diese Herangehensweise, dieses Maskenspiel und die vielen ruhigen Szenen ohne viel Blut etwas unwirklich und traumhaft ist. Wie ein sanfter David Lynch. Aber doch leider auch zu schlecht in der Machart.
Das Schauspiel und die Dialoge ist unreflektiert. Die Menschen scheinen nicht das zu fühlen, was sie fühlen würden. Der traumatisierte Doktor wirkt, als wär er dauernd auf einem halluzinogenen Trip. Und das Spiel seiner Frau ist ganz absurd fidel der Realität entglitten. Und komm mir jetzt nicht mit: 'Das ist es ja gerade.'
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horro 2012/02/23 18:14:36
Kommentar löschenHerrlich düstere, dramatische und viel zu wenig beachtete Grusel-Tragödie. Das "wahnsinniger Wissenschaftler" Thema wurde zu dieser Zeit in anderen Filmen effektvoller inszeniert. Trotzdem haben wir es hier mit einem sehr typischen und stimmungsvollen Klassiker zu tun.
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Ich_mache_Seife 2012/02/17 13:28:50
Kommentar löschenDrama und Horrorfilm reichen sich die Hände und so entstand diese grausam, bezaubernde Erzählung über Ängste, Verlorenheit, Hoffnung, Liebe, Freiheit und Abgründe, welche verborgen hinter der Menschens Masken, sowohl hinter der künstlichen Fassade als auch jenen aus Haut. Bemerkenswert ist für mich dabei, dass sich hier nicht mit allen Kräften um Identifikationsfläche bemüht wird. Innige Kindesliebe, Hoffnungen und Nächstenliebe auf der einen Seite, Todeswünsche und eine von Schuld und Wahnsinn getriebene Grausamkeit andererseits. Auch wenn die ein oder andere heftigere Einlage das Werk schmückt, so ist es doch eine Szene, die die gesamte Tragik des Geschehens immens kraftvoll und doch auf eine zärtliche, gefühlvolle Art erahnbar macht. Gerade in diesen Momenten als die Junge Frau gespensthaft durch das riesige Haus schreitet, spürte ich die tiefe Traurigkeit, eine Sehnsucht, die von ihr Besitz genommen hat mit einer seltenen Intensität. Wenn Augen hinter einer Maske mehr erzählen, als es Worte je vollbringen. Drei Minuten wie sie brillianter nicht hätten eingefangen werden können. Einer, der ganz Großen seines Genres. In seinen besten Augenblicken filmgewordene Poesie, wunderschön und berührend.
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Le Samourai 2012/02/17 13:55:33
Antwort löschenSehr schön! Für mich ein absolutes Meisterwerk, einer der besten französischen Filme überhaupt.
Ich_mache_Seife 2012/02/17 14:05:48
Antwort löschenGerade in letzter Zeit hab ich wirklich einige fantastische Vertreter des französischen Films gesehen, große und kleine Meisterwerke. Eben diesen hier und vor allem die filmischen Offenbarungen von Claire Denis.
crab1973 2011/12/22 13:26:57
Kommentar löschenWir nähern uns mit großen Schritten Weihnachten und das 22. Türchen des ungeheuerlichen Adventskalenders führt uns in das:“Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff“.
Das ist der etwas reißerische Titel des französischen Klassikers aus dem Jahr 1960, der hierzulande wahrscheinlich unter dem Titel: „Augen ohne Gesicht“ wesentlich bekannter ist.
Der angesehene Arzt Dr.Génessier (Nicht Rasanoff. Hatten die Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg so eine Angst vor der Sowjetunion, dass der Arzt gleich einen russischen Namen verpasst bekam?) muss einen Leichnam identifizieren, bei dem die Gesichtshaut komplett fehlt.
Der Arzt bestätigt, dass es sich um seine Tochter Christiane handelt. Was allerdings keiner ahnt, ist das Christiane noch lebt und ihr Vater Mädchen entführt und ihnen die Gesichtshaut entfernt. Diese implantiert er dann seiner Tochter, dessen Gesicht seit einem, vom Vater verschuldeten Unfall fürchterlich entstellt ist.
Doch leider stößt Christianes Körper das fremde Gewebe immer wieder ab und so muss sich Dr. Génessier, mit seiner Komplizin immer neue Opfer suchen um seine Schuld auszugleichen und seiner Tochter ein neues Leben zu ermöglichen.
Es gibt eine Menge über diesen Klassiker zu sagen. Fangen wir mal beim offensichtlichsten und berühmt/berüchtigsten an. Die Operationsszene.
In einer, nicht enden wollenden Sequenz wird gezeigt wie der Doktor einem seiner Opfer die Gesichtshaut entfernt. Und das alles On Screen. Das war nicht nur für seine Zeit ganz schön harter Stoff, auch heute noch bin ich einige Male zusammengezuckt.
Die Szene kommt überhaupt nicht reißerisch daher und ist auch keine billige Methode den Zuschauer bei der Stange zu halten, sondern ist wichtiger Teil der Handlung. Trotzdem dürfte es das härteste sein, was die Kinogänger seiner Zeit bewundern durften.
Allerdings tut man dem Film unrecht ihn nur als sehr frühen Splatter Vorläufer zu sehen den „Augen ohne Gesicht“ ist viel mehr.
Georges Franju bietet uns sehr viele ambivalente Charaktere und lässt diese im Laufe der Handlung auch eine Entwicklung durchmachen.
So wird der Vater Christianes am Anfang als eiskalter Mad Scientiest beschrieben, für den der Zweck sämtliche Mittel heligt. Der hervorragend spielende Pierre Brasseur (Vater von Claude) schafft es aber spielend, den Schmerz und die Verzweiflung über den Zustand seiner Tochter darzustellen. Ein Schmerz aus dem dann irgendwann Fanatismus wurde.
Auch die Krankenschwester, die am Anfang wie eine willige Mittäterin wirkte, äußerst öfters ihre moralischen Bedenken gegenüber dem Handeln des Vaters, ist aber nicht stark genug um diesem Einhalt zu gebieten.
Schließlich Christiane selber, die genau weiß was der Vater macht um ihr ein neues Gesicht zu schenken und ständig zwischen Mitleid für die Opfer und dem Wunsch nach ihrem alten Leben und ihrer Liebe schwankt.
Die Szenen in denen Christiane mit ihrer ausdruckslosen weißen Maske durch das große Haus läuft gehören zum schönsten und traurigsten der gesamten Horrorfilmgeschichte. Franju braucht keine endlosen Dialogs Sequenzen um zu zeigen worum es hier geht.
Die joviale Musik von Maurice Jarre verstärkt nur noch diesen Eindruck und gibt dem Film außerdem ein gewisses französisches Flair, auch wenn sie sich am Anfang etwas seltsam anhört.
Verzweiflung, Fanatismus, Trauer und der unbedingte Willen ein Schicksal zu ändern, welches sich nicht ändern lässt. Aber auch die Hoffnung, dass ein neuer Anfang möglich ist, egal wie schlimm das Leben es mit einem meinte.
So rundet dann, dass zu Tränen rührende Ende dieses Meisterwerk auch perfekt ab.
Für mich einer schönsten, bewegendsten und traurigsten Genrefilme aller Zeiten, mit Einstellungen die schiere Poesie sind und zeigen, dass einige Filmemacher eben auch Magier sind.
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Andy Dufresne 2011/12/22 13:38:58
Antwort löschenDas hört sich ja mal sehr interessant an (hab noch nie was von dem Film gehört).
crab1973 2011/12/22 13:41:27
Antwort löschenLeider etwas unbekannter Genreklassiker. Habe ihn aber sogar mal im WDR gesehn (vor 2 - 3 Jahren). Aber er lohnt sich.
chs88 2011/12/22 14:39:21
Antwort löschenDen muss ich doch glatt mal vormerken. Hoffentlich ist er nicht zu traurig, ich hab bei sowas nämlich verdammt nah am Wasser gebaut. :)
crab1973 2011/12/22 14:40:57
Antwort löschenStürzbäche! Ich sehe Sturzbäche kommen... Nee, so schlimm ist es auch nicht. :)
Anoirja 2011/12/22 14:58:30
Antwort löschenUnter dem Titel "Augen Ohne Gesicht" - es gibt sogar eine zusätzliche TV-Synchro aus den 70ern - ist der doch sogar ziemlich bekannt! Habe ich natürlich als Kind (lief im Dritten damals schon ziemlich häufig) auch immer gerne und oft gesehen. Seit wann hat der denn diesen deutschen Titel?
crab1973 2011/12/22 15:05:27
Antwort löschenSoweit ich weiß war "Das Schreckenshaus..." der Kino Titel. Der Original Titel war dem Verleih wohl nicht reisserisch genug...
Diesselbe Geschichte hatten wir ja schon bei "Kampf der Tötenköpfe" aka "Tanz der Totenköpfe" aka "The Legend of Hell House". Der ist ja auch relativ bekannt und hatte hier noch keinen Kommentar. (hier muss man immer sehr viel nach Alternativtiteln suchen)
Anoirja 2011/12/22 15:34:56
Antwort löschenOK, ein paar Bewertungen und Kommentare hat er ja schon - unter dem bekannten Titel der TV-Ausstrahlungen und DVD-Veröffentlichungen wären es bestimmt noch mehr, hahaha. ;) Ich bin der Meinung, dieser sollte sowohl hier als auch bei der OFDb (Wikipedia macht's ausnahmsweise mal richtig) als deutscher "Haupttitel" geführt werden, aber nun ja.
Le Samourai 2011/12/22 16:49:50
Antwort löschenDer Film ist absolut großartig!!! Tolle Kritik!
crab1973 2011/12/22 17:11:24
Antwort löschen@Le Samourai: Dankeschön!
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crab1973 2011/12/22 17:25:39
Antwort löschen@Anoirja: Ich würde esauch besser finden ihn unter "Augen ohne Gesicht" hier zu sehen. Aber mittlerweile habe ich (für den Adventskalender) schon ein gewisses Talent dafür entwickelt Filme zu finden. (Über Alternativtitel - Originaltitel - Schauspieler - Regisseure...) Kostet aber etwas Mühe und Zeit. ;)
Anoirja 2011/12/22 17:47:40
Antwort löschenHehe, ich habe es mir auch längst angewöhnt, immer zuerst nach dem Originaltitel hier zu suchen.
Doomsday 2010/08/23 00:31:28
Kommentar löschenEin sehr ruhiger, spannender Horrorfilm mit subtiler Gruselatmosphäre, tollem Score und grandiosen Darstellern. Die für die Entstehungszeit recht harten Operationsszenen sind stilvoll inszeniert und stören deshalb keineswegs. Filmliebhaber sollten sich daher nicht von dem selten dämlichen deutschen Titel abschrecken lassen, zumal der Film auf DVD auch unter dem passenden Namen "Augen ohne Gesicht" erschienen ist.
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xtheunknown 2009/07/06 23:00:13
Kommentar löschendie maske der frau ohne gesicht beeindruckt noch heute, ebenso die nach 50 jahren noch immer unverbrauchte story. die geschichte wird in ruhe erzählt was der tragischen geschichte zugute kommt.
die härte einiger szenen hat mich sehr überrascht. hätte ich bei einem so alten film nicht mit gerechnet.
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